Wenn ihr das hier hört, ist der Superbowl vermutlich schon vorbei. Was vielleicht auch schon vorbei ist: Die Liebe zwischen Elon Musk und der NFL, die Notwendigkeit, 8$ im Monat zu zahlen, um einen blauen Haken zu bekommen (wir haben in dieser Episode einen Lifehack versteckt!) und die Zeiten, in denen Elon Musk mit „spannenden Geschichten“ die großen Reichweiten erzielt hat. Willkommen in der neuen Woche!
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich, Gevin. Hallo Dennis. Willkommen in der neuen Woche.
00:10 Dennis Horn
Willkommen in der Montagsausgabe. Es ist eine Montagsausgabe, wie sie im Buche steht. Und ich würde ja vorschlagen, wir fangen direkt an. So wie Elon Musk. Also einfach mit der Tür ins Haus. Und wir fangen auch an mit Elon Musk und mit dem Mitarbeitermeeting, in dem er die Frage gestellt hat. Warum, könnt ihr mir bitte sagen, warum bin ich nicht mehr so beliebt?
00:35 Gavin Karlmeier
Das ist die Kurzfassung, ne? Also, das ging ja ein bisschen ja schon am Freitag durchs Netz. Aber wir müssen das kurz abbilden. Also es war so, dass ein Meeting stattgefunden hat, schon am vergangenen Dienstag, wo er seine EntwicklerInnen eingeladen hat. und gesagt und Berater auch und gesagt hat, this is ridiculous. Ich habe mehr als 100 Millionen Follower, aber ich kriege nur noch Zehntausende Views auf meinen Tweets. Und am Ende dieses Gesprächs hatte er jemanden deswegen entlassen. Ein Top-Engineer, wie es heißt. Plattformer-Wahrheit gesagt hat. Der hat nämlich gesagt: Maybe it's because People have lost interest. Und daraufhin hätte er ihn entlassen. Platformer News hat das berichtet, die haben auch offenbar den Namen dieses Entwicklers, nennen den aber nicht.
01:24 Dennis Horn
Um ihn zu schützen. Ja, weil Elon Musk genug Leute irgendwie mit öffentlicher Nennung, wir erinnern uns an Joel Roth, irgendwie Probleme. beschert hat. Die haben auch vorher, also seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dann untersucht, ob es irgendwo im Code verborgen gelegen haben mag. diese Geschichte und man muss ja auch echt mal sagen, also sich darüber zu beschweren und da ein Fragezeichen dran zu machen, also der hätte nur an einem beliebigen Social Media Redaktionstisch der Welt irgendwo sitzen müssen, wo es halt überall so ist. Willkommen in der Welt der Algorithmen, die dir halt nicht die Reichweite zuschanzen, die deine Followerzahl eigentlich verspricht, oder?
02:05 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Also ich finde, das ist eigentlich genau das, was Problem, dass ja auch ganz viele Social Media Macherinnen und Macher auch haben, wenn sie ihren Chefs nämlich erklären müssen, dass 10. 000 Follower nicht bedeutet, dass jeder Post 10. 000 Leute erreicht. Spannend, dass ausgerechnet der Besitzer einer Very Large Online-Plattform das noch nicht so richtig begriffen hat. Sehr, sehr beängstigend. Führt uns aber wieder so ein bisschen, wir haben ja immer mal wieder über Beweggründe. Warum kauft Elon Musk eigentlich Twitter so gemunkelt? Weil so richtig eine Erklärung gibt es ja nicht.
02:37 Dennis Horn
Du meinst jetzt, das war doch die Aufmerksamkeit.
02:40 Gavin Karlmeier
Ja, dieses, hey, vielleicht hat er doch die Plattform gekauft, um seinen eigenen Account zu schönen. Das haben wir hier eigentlich relativ vehement schon abgelehnt und gesagt, das ist so, also so eindimensional ist er nicht. Ich muss das vielleicht langsam korrigieren.
02:52 Dennis Horn
Ach nee, nee, also ich bleibe dabei, so eindimensional ist er nicht, aber es wird trotzdem eine Rolle spielen. Das ist einfach in dem drin. Ich habe sehr gemocht, was Katie Nutopoulos von Bustfeed dazu getwittert hat. Die hatte ja immer. Also hat gesagt, sie hat so einen Alert eingestellt. Das habe ich auch. Also immer wenn Elon Musk was Neues twittert, kriege ich das als Push-Mitteilung aufs Handy. Habe ich eingestellt bei Elon Musk und Gavin Karlmeyer.
03:20 Gavin Karlmeier
Übrigens.
03:22 Dennis Horn
Tatsächlich. Und sie sagt, also wenn sie das jetzt mal so näher beobachtet, für die letzten Monate, würde sie sagen Dass er zuletzt einfach nur irgendwelchen langweiligen Kram über irgendwelche Raketenstarts getwittert hat. Und er muss halt den, halt die Crazy Juice wieder auf 40 Prozent erhöhen. Und uns die. Und uns die Albtraum-Tweets wieder bescheren, um zurück im Game zu sein. Und ich glaube, ein bisschen hat sie recht. Er hat nicht mehr so auf der Klaviatur der Craziness gespielt, zuletzt Vielleicht war er einfach zu beschäftigt, aber dazu kommen wir nachher. Und er selbst sagt aber, naja, ich hätte hier eine Erklärung, woran es vielleicht liegen könnte, was doch irgendwie im Code begründet ist. Das ist also, ich muss sagen, ich bin da nicht ganz durchgestiegen durch diese Erklärung.
04:14 Gavin Karlmeier
Ich, ähm, du meinst diesen großen, langen Blog-Tweet, den er aktuell geschrieben hat jetzt am Sonntag sozusagen?
04:22 Dennis Horn
Fanout und Recommendations.
04:24 Gavin Karlmeier
Genau. Also, das hat Steve Mallis hat das ganz gut überschrieben, das ist ein Journalist auch, der hat geschrieben, Good News, everyone, we spent all day fixing my account Das ist so dieser Zugang. Also er erklärt die beiden großen Probleme, die Twitter gerade hat. Longday at TwitterHQ. Sind auf der einen Seite der Fanout-Service, den erkläre ich jetzt gleich, und der Blockcount, das viele Leute, zu viele Leute blockiert haben. Ich sortiere das mal. Also, Fan Out ist ein System, das Twitter entwickelt hat. Auch schon vor vielen, vielen Jahren und dass auch schon häufiger erklärt wurde, Fanout ist kurz gesagt die Architektur der Twitter-Timeline Die legt nämlich zugrunde, dass wenn du jedes Mal beim Twitter aufmachen einen Befehl an die Datenbank schicken würdest, diese auszulesen. Dann kommst du in bei größeren Accounts relativ schnell auf, was haben sie geschrieben, ich glaube 300. 000 Datenbankaufrufe die Sekunde. Und das Von der Serverlast her nichts stemmen.
05:24 Dennis Horn
Das ist wahnsinnig viel, weil Datenbanken an sich auch so das Intensivste, was so die Last auf so einem Server angeht, sind, was es gibt.
05:33 Gavin Karlmeier
Genau. Und deswegen haben sie FanOut entwickelt. Das funktioniert so, dass wenn du jetzt mit deinem Account 5000 Follower hast, dass es nicht so ist, dass diese 5000 Menschen, die dir folgen, jedes Mal bei der Datenbank. . Für jeden Menschen, dem sie folgen, nachfragen, hey, hat Dennis Horn eigentlich was getwittert, sondern du mit jedem Tweet, den du schickst, für jede Person, die dir folgt. eine eigene Timeline schon schreiben lässt. . Eine Art fortlaufendes Protokoll für jeden Menschen. So dass wenn Gavin Karlmeyer, ich Twitter aufrufe, ähm Twitter einfach nur schaut, was steht eigentlich in der Timeline von Gavin Carmaier? Aha, Dennis Horn hat da was reingeschrieben. Und so funktioniert dieses Fan-Out. Also eigentlich dreht man die Befehle an die Datenbank um, weil man so sagt, okay, so ist relativ überschaubar. wie groß die Anzahl der Datenbank-Zugriffe sind. Und jetzt schreibt Elon Musk dazu, dass der Fanort-Service für den Following-Feed, weil dadurch, dass er die Timeline inzwischen zweigeteilt ist bei Twitter, ähm, dass der Fan outservice für den Feed der Menschen, den ich folge, jedes Mal overloaded ist, wenn er einen Tweet geschrieben hat. Also er sagt im Grunde Das größte Problem der Timeline ist, dass er zu viele Follower hat. Das ist zumindest diese Erklärung. Um deswegen wird Following jetzt in ein anderes System überführt. Das heißt bei Twitter Early Bird. Early Bird ist quasi die zweite Architektur, die sie entwickelt haben. Ich werde das jetzt nicht auswählen, weil das wirklich sehr technisch wird. Es gibt da verschiedene Layer, wie die Timeline ausgelesen wird und das, was Leute schreiben. Aber Early Bird ist das System, mit dem quasi die Echtzeit. Suche funktioniert und dieser Following Feed ist jetzt eigentlich technisch gesehen nichts anderes als eine Ergebnisliste der Twitter-Suche der Menschen, der Accounts, den du folgst. . Deswegen, weil er sagt, wenn Fallout Fanout crashed, it would also destroy anyone else's tweets in queue. Also er sagt kurz gesagt, wir müssen Fanout sozusagen schützen und deswegen konzentriert wird Fanout jetzt nur noch das System für die Vermutlich steht da nicht, aber vermutlich für die Empfehlungs-Timeline, die quasi fortlaufend geschrieben wird, während deine Timeline der Leute, denen du folgst, jetzt eigentlich nur noch eine Suchergebnisseite ist. Das ist das eine Problem, das er erkennt. Und das andere Problem, das er erkennt, ist, dass der Empfehlungsalgorithmus Dieser für dich-Timeline, bislang einen absoluten Block-Count als Metrik mit reinbezogen hat. Das heißt, wenn ein Account viele Accounts hatte, die ihn blockiert haben, in absoluten Zahlen dann wird er nicht mehr empfohlen und nicht mehr ausgespielt. Was dazu führt, dass wenn du halt viele Follower hast oder viele Feinde hast auch oder viele Accounts hast, die dich per se erstmal blocken, dass du auch generell, egal ob du relevant bist oder nicht, nicht mehr empfohlen oder ausgespielt wirst. Und das wird jetzt umgestellt eben auf eine relative Anzahl. Also es wird geschaut, okay, wenn eins 0,1% der Follower Zahl, die Zahl der Accounts ist, die ihn blockieren, dann ist das immer noch ein kleinerer Wert, als wenn das jetzt 20. 000 sind, weil der Account irgendwie. . 200 Millionen Follower hat. Also es wird jetzt auch relativ umgestellt.
08:40 Dennis Horn
Also bleiben wir mal kurz bei der Frage, ob das wirklich die Gründe dafür sind, dass es Probleme mit seinem Account gab.
08:46 Gavin Karlmeier
Ich sage nein.
08:48 Dennis Horn
Also das ist doch Quatsch. Also solche Themen hätten wir doch schon vor der Übernahme durch Elon Musk diskutiert. Und das sind einfach ganz klassische algorithmische oder Herausforderungen in so algorithmischen Umgebungen.
09:02 Gavin Karlmeier
Ja, klar.
09:03 Dennis Horn
Diese Geschichte mit dem Blockcount, das finde ich ja ganz spannend. Weil was ist das denn für eine Logik, zu sagen, wie viele von denen, die einem Account folgen, blockieren ihm
09:17 Gavin Karlmeier
Ich finde das auch irritierend, dass das überhaupt eine Rolle beim Empfehlungsalgorithmus spielt, wie viele Leute jemanden blockiert haben.
09:23 Dennis Horn
Na, das finde ich gar nicht so, das finde ich gar nicht so abwegig offen gestanden. Weil, also das ist doch eigentlich in Elon Musks komplettem Sinne, der ja sagt, alles schön demokratisch und alle bestimmen hier, was die breite Nutzerschaft sagt, welcher Account blockiert gehört.
09:42 Gavin Karlmeier
Ich finde, das ist strittig. Weil blockieren, also die Aussage, ich blockiere einen Account, sagt nicht zwangsläufig aus, ob dieser Account vielleicht relevant sein könnte. Ich finde, das sagt ja nur aus, dass der zum Beispiel, und da sind wir eigentlich in der Grundmechanik von sozialen Medien, dass Inhalte von Algorithmen ausgespielt werden, die Emotionen hervorrufen. Und wenn ich jemanden blockiere, dann ist mir dieser Mensch ja nicht egal. Ich finde, das Einbeziehen des Blockens als Metrik, finde ich, hinkt so ein bisschen, weil das nichts über die Relevanz der Inhalte aussagt. Im Gegenteil, eigentlich sogar. Das ist so ein bisschen so wie bei YouTube der Dislike-Button ja auch eine Art Interaktion mit einem Video ist. Das führt zwar dazu, dass dir dieses Video vielleicht nicht mehr angezeigt wird, aber anderen Leuten im Zweifel etwas mehr weil das Disliken eben eine hervorgerufene Emotion ist. Und wenn du das Blockieren jetzt dazu führst, dass du sagst, viele blockierte Accounts werden gar nicht mehr empfohlen, dann bist du ganz schnell in so einem, du kannst relativ schnell orchestrieren, wer Reichweite bekommt und wer nicht.
10:44 Dennis Horn
Also ich finde das, ich habe das noch nicht ganz zu Ende gedacht. Mir würden noch andere Argumente einfallen. Ich frage mich auch, ob. Wenn man diese Metriken etwas ausgefeilter noch gestalten würde, zum Beispiel im Verhältnis zur gesamtaktiven Zahl der der NutzerInnen bei Twitter und eben bei einer überdurchschnittlich starken Blockade einzelner Accounts und Eben keine durchschnittlichen. Ob man nicht doch etwas mit dieser Metrik in irgendeiner Form anfangen kann, finde ich interessant. Aber oben jetzt nochmal: ich verstehe auch deinen Punkt gleichzeitig: man muss vorsichtig sein bei solchen Metriken. Aber um nochmal auf den Ursprung, nämlich Elon Musk's Account, zurückzukommen, nein, daran liegt es nicht.
11:36 Gavin Karlmeier
Er hat das übrigens sogar noch mal ein bisschen ausgeführt. Er sagt Problematisch sind riesige Blocklisten, weil sie das Empfehlungssystem durcheinander bringen und einen DDOS-Vektoren. Der beste Aufruf für den Australia.
11:51 Dennis Horn
Warte mal, hier würden wir. Warte der nächste Flieger aufgerufen, aber es ist nicht meine. So. Ich würde gerne nochmal. eine Geschichte reinbringen, die ich interessant fand bei den Kollegen von Heise, der die CT herausgibt. Martin Holland ist Social Media Redakteur bei Heise, der jetzt nochmal einen Vergleich angestellt hat über Twitter und Mastodon. Also wir haben schon in einer der letzten Ausgaben darüber gesprochen, heiße es so eins der. wenigen Medien, die so die ersten Gehversuche beim Mastodon machen. . . Auf rund 40. 000 Follower da jetzt zuletzt gewachsen. Bei Twitter sind es über 240. 000 Follower, also sechsmal so viele. Martin Holland sagt, naja, vielleicht müssen wir auch darüber sprechen, dass Twitter insgesamt, und auch darüber haben wir ja schon mal gesprochen, einfach nicht so viele Follower oder BesucherInnen bringt. weil das Engagement auf dieser Plattform relativ klein ist. Also wenn wir so über die Frage sprechen, wie viele Leute klicken auf die Links und landen dann auf der Website meines Medienunternehmens, dann sprechen wir da von wenigen Prozent. Grundsätzlich bei Twitter. Also, da ist nicht so viel, was das angeht. Twitter hat einfach eine größere Bedeutung, als es einen Nutzen hat, so aus so einer Medienhaussicht. Und Martin Holland hat jetzt nochmal geschrieben, dass Das Engagement, das Interaktionsverhalten der Nutzerinnen und Nutzer super spannend ist. Es gab bisher in diesem Jahr, das ja noch recht jung ist, wir haben jetzt fast Mitte Februar. einen Tweet von Heise Online, der mehr als 50 Mal geteilt wurde. Der Mastodon-Account kommt auf über 30 solcher Beiträge, die mehr als 50 Mal geteilt wurden. Und wenn man Twitters Suche noch trauen kann, schreibt er, dann wurden auch nur vier Tweets von Heise Online in diesem Jahr mindestens zehnmal kommentiert. Das ist jetzt immer so die Frage, wie gut machen die ihre Social Media Arbeit? Die Frage kommt natürlich kommt natürlich auch dazu und wie Community und Dialogorientiert ist das alles. Aber es ist schon auffällig. Das also so in meiner Bubble zumindest bei Mastodon im Moment so im direkten Vergleich das wesentlich stärkere Engagement zu verzeichnen ist. Und Twitter relativ ruhig geworden ist, was das angeht.
14:16 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist natürlich so ein bisschen, das ist halt ein Bubble-Phänomen. Mich überrascht das nicht, dass Heise diese Erfahrung macht. Ich glaube, wenn du jetzt Die bunte Frage, die hätten andere Erfahrungen gemacht.
14:29 Dennis Horn
Klar, das muss man da rausrechnen. Ich frage mich aber, ob das wirklich allein in dieser Bubble ist oder ob ob bei Twitter das Engagement nicht tatsächlich geringer ist als auf lauter anderen Plattformen.
14:43 Gavin Karlmeier
Ja, das kann ich mir tatsächlich auch vorstellen. Ein bisschen das Gefühl, dass das Engagement zumindest auf mein, in meinem Kosmos ein bisschen zurückkommt. Also dass die Zahlen eigentlich wieder steigen. Ist übrigens geil, dass wir gerade live hören, wo du bist, Dennis. Weil das Weil das war ja auch schon häufiger ein Thema hier in unserem Podcast.
15:05 Dennis Horn
Ein Kollege sagte gestern zu mir, der hatte den Eindruck, ich fahre nur noch Auto.
15:09 Gavin Karlmeier
Wir können ihn beruhigen. Wir können ihn beruhigen. Ich habe die Erfahrung auf jeden Fall nicht auf meinem Account. Also ich glaube, dass was Heise vor allem ja in der Vergangenheit auch schon mal berichtet hat, ist, dass sie. viel mehr konvertieren über Mastodon, also dass sie es schaffen, die Leute mehr auf ihre eigenen Angebote zu ziehen. Das kann ich mir total vorstellen. Ja, absolut. Ich glaube aber, wenn du wirklich diesen Bubble-Effekt tatsächlich rausrechnen würdest, wärst du in ähnlichen Sphären wie bei Twitter. Das ist so mein Gefühl. Ich glaube, das ist einfach bei Mastodon natürlich zu 100% genau die Leute, die sie, die, die, die Heise erreicht.
15:48 Dennis Horn
Ja, das ist natürlich deswegen das auch am einfachsten angreifbare Beispiel. Ich würde, also meine Beobachtung, mein Gefühl wäre ein anderes, aber über Gefühle müssen wir uns jetzt nicht so lange unterhalten. Interessant fand ich es allemaal.
16:00 Gavin Karlmeier
Ja, ist es auf jeden Fall. Definitiv.
16:02 Dennis Horn
So, wir müssen jetzt einmal eine tatsächliche Kanonade an Funktionsgeschichten durchgehen.
16:09 Gavin Karlmeier
Ist das ein Wort? Kanonade?
16:10 Dennis Horn
Ich glaube ja. Das ist ein tolles Wort. Magst du mal googeln?
16:15 Gavin Karlmeier
Kanonade. Die Kanonade von Valmi im Ersten Koalitionskrieg zwischen dem preußigen. preußischen Kontingent der antifranzösischen Koalition, der französischen Revolutionsarmee. Ah, toll. Schweres Geschützfeuer.
16:30 Dennis Horn
Siehst du? Und ist das falsch oder ist das falsch? Nee, ist es richtig oder ist es richtig? Also, wir sind bei den Funktionen angekommen. Wir werden gleich auch darüber sprechen, was es macht mit Twitter, dass hier so rausgeballert wird. So kann ich sie auch formulieren. Und wir beginnen mit dem View-Count. Taylor Lawrence, eine geschätzte Kollegin der Washington Post mittlerweile, Digitaljournalistin, hat einen gesperrten privaten Account. Wir hatten auch schon mal so ein Beispiel. mit jemandem, der sich das angelegt hat, mit null Followern und Followerinnen zu Berichtszwecken, schreibt sie. Und sie hat da zwei Tweets drin gepostet. Und wie oft Also geschützter privater Account. Wie oft wurden Sie nach einer Minute? Wie hoch war der View-Count nach einer Minute? Du darfst raten.
17:19 Gavin Karlmeier
Ich rate mal, war es etwa null, Dennis? Nein. War es eins, Dennis?
17:25 Dennis Horn
Nein, sie war es auch nicht selbst.
17:29 Gavin Karlmeier
Ich könnte das jetzt hundertmal machen und wahrscheinlich sind wir dann immer noch nicht bei der
17:33 Dennis Horn
Nee, du kannst es 59 Mal machen, dann sind wir da angekommen. 59 Aufrufe nach einer Minute. So viel zur Frage, wie viel dieser View-Count tatsächlich wert ist. Haben wir auch dieses Thema für heute erstmal Haken dran an dieses Thema für heute?
17:48 Gavin Karlmeier
Oh, ich glaube übrigens, dass es mit den Viewcans technisch gar nicht so trivial ist.
17:53 Dennis Horn
Aber dann sollen sie es doch nicht machen.
17:55 Gavin Karlmeier
Nein, natürlich sollen sie es nicht machen, das ist ja offensichtlich. Aber ich muss daran denken, dass als ich damals meine erste Website gebaut habe, als ich so 11 war und so mit HTML rumprobiert habe, ähm Dass man da auch so Besucherzähler installiert hat auf die Zeit. Direkt neben den kleinen Baustellenmännchen, die mit dem Hammer auf den Stein kloppen. Und Und dieser Besucherzähler, der war ja auch immer falsch. Also das war, das konnte man ja selber. Entweder konntest du ihn per F5 drücken erhöhen. was nicht richtig gewesen wäre. Oder der stand einfach ewig still, obwohl du weißt, dass jemand auf dieser Webseite war. Ehrlich? Bei mir ging das immer. Ich glaube, das war tatsächlich auch schon fehleranfällig, diese Welt. Jetzt will ich nicht sagen, dass die Welt der Besucherzähler seit 15 Jahren stagniert hat, da hat man sich bestimmt viele Gedanken gemacht in dieser Welt. Aber ich glaube, das ist einfach nicht so eine einfache Metrik zu sagen, das wurde gesehen.
18:48 Dennis Horn
Wir machen irgendwann mal einen sechsteiligen Podcast für NDR-Recherche über Besucherzähler. Ja, bitte. Executive Producer, irgendwer. So, dann Long-Tweets beschäftigen uns weiter. Da hat jetzt einer getwittert, hier, dieser Tweet, den du eben zitiert hast von Elon Musk. So, ich bekomme zu wenig Engagement, weil Fanout und weil Bloglisten und so weiter. Das war auch ein langer Tweet, den er da geschrieben hat. Und es sieht schrecklich aus. Es ist wie so eine Bleivüste. Es ist überhaupt nicht gut zu lesen. So, einer hat getwittert, looks like hot garbage to read. So, und Elon Musk hat geantwortet, ja, das Format ist schrecklich. Es gibt Anfang dieser Woche ein Update. Also wir sind gespannt.
19:37 Gavin Karlmeier
Ich bin nicht so richtig gespannt, weil wie soll das denn schon aussehen, wenn du 4000 Zeichen in den Tweet reinknallst? Also Das sind ja nicht die Nodes, ne? Das steht ja auch drunter.
19:47 Dennis Horn
Aber du kannst ein bisschen den Zeilenabstand erhöhen, meine Sache.
19:51 Gavin Karlmeier
Aber natürlich ist eine Bleivüste, wenn du 4000 Zeichen in so einem Texting reinknallt. Also ich bin einfach irritiert, dass Elon Musk selber sagt, das Format ist schrecklich. Was hat er denn erwartet?
20:02 Dennis Horn
Ich also das ich naja. Ja, also du hast gerade die Frage nach Twitter Notes gestellt, die gibt es zum Teil ja schon. Ich habe einen so einen Link, hatte ich in einem Tweet gesehen. Wenn man da draufklickt, steht da: Texte sind in deiner Region noch nicht verfügbar. Also es wird offenbar in Deutschland Twitter-Texte heißen. Guter Name. Und man soll dem Account TwitterWright folgen, wenn man Ankündigungen und Updates zu Texten erhalten möchte. Mochte ich sehr. Ja, okay, mache ich. Also bisher gibt es auf Twitter keine Texte. Nächste Funktion: Andrea Conway ist wieder am Start, die sich jetzt irgendwie vordrängelt in Sachen hier, ich mache die geilsten neuen Funktionen.
20:51 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, ich kommuniziere sie selber. Wir haben sie ja schon öfter erwähnt, wie sie sagt, hey Leute, ich habe eine Idee, wie findet ihr das? Ist eine Designerin bei Twitter und finde ich. Finde ich tatsächlich so, ist wahrscheinlich ein bisschen Notwehr, mangelt Kommunikationsabteilung. . Aber erstmal finde ich das gar nicht schlecht, dass so Leute sichtbar werden, die nicht Elon Musk heißen.
21:12 Dennis Horn
Sie macht das jetzt mit einer Funktion, genau dieselbe Nummer wieder, die uns als Journalisten eigentlich sehr lieb ist, nämlich den Listen. Sie schreibt, Listen sind underrated and underutilized. Und sie möchte jetzt ein bisschen. herausbekommen, wie man sie besser, intuitiver machen kann. Und bittet darum, wenn da jemand Gedanken hat, Feedback, Ideen, whatever Das hören möchte. Ich finde, das ist ein schöner Ausblick. So aus Journalistensicht ist das ja eine sehr beliebte Funktion für spezielle Nachrichtenmomente unter anderem. Darauf bin ich gespannt.
21:51 Gavin Karlmeier
Da bin ich auch sehr gespannt. Leider werden wir für diese Funktion 8 Dollar im Monat zahlen müssen. Aber ich bin auch gespannt.
21:58 Dennis Horn
Twitter Coins, wo wir gerade beim Geld sind. Twitter arbeitet weiter an diesem internen irgendwie Bezahlsystem, worauf es wohl hinauslaufen wird. Und jetzt gibt es so eine Seite, wo Twitter selbst mal erklärt, was die Coins sind, wie sie funktionieren. Erster Punkt: wenn du Coins erhältst über Twitter. Dann accumulaten die into diamonds. Und die Diamonds, die kann man sich auszahlen lassen.
22:32 Gavin Karlmeier
Wir haben lange nicht für möglich gehalten, dass Twitter eine eigene Währung installiert. Jetzt kommen die Twitter Coins und die Twitter Diamanten gleichzeitig.
22:39 Dennis Horn
Ja.
22:40 Gavin Karlmeier
Ja, cool.
22:41 Dennis Horn
Also da bin ich noch ein bisschen weiß ich nicht, wie das wird. Coins und Diamonds. Und sie werben für die Coins mit dem Werbespruch, das wäre ein gutes passives Einkommen. Und das fand ich. Community-Gruppe bekommen passives Einkommen, das fand ich. Du hast doch letztens diesen Begriff genannt, dass es irgendwie Coach sprech. Und passives Einkommen ist doch der Coach brecht der Schneeballsysteme. Und so. Also bin ich gestolpert. Also all diese drängel dich mit Twitter Blue nach vorne, rocketmäßig ganz nach oben in die Erwähnungen und so weiter und bekomm dann passives Einkommen. Das spricht alles so eine Web 3 Und weißt du so, Andreas Baulich, ich sag dir, wie du reich wirst, Sprache.
23:31 Gavin Karlmeier
Das sind aber tatsächlich, also das ist wahrscheinlich jetzt über einen Kamm geschoren. Aber das sind alles die Leute, die Elon Musk-Fans sind.
23:41 Dennis Horn
Absolut. Das ist das libertäre Kryptowährungswesen.
23:46 Gavin Karlmeier
Genau.
23:48 Dennis Horn
Ich nehme noch ein paar Dosecoin hinterherwerf.
23:51 Gavin Karlmeier
Also mich irritiert es tatsächlich, dass es diese also es wird die Möglichkeit Wir müssen die Möglichkeit Möglichkeit geben, anderen Accounts Coins zu zahlen. Es wird irgendwie noch diese Diamanten geben, vermutlich wird auch das dieser Werbegründung Share, den man da bekommt, eben über Threads, wenn da Werbung dann angezeigt wird, kriegt man einen Anteil ab, der wird dann bestimmt auch in Diamonds ausgezahlt, die dann irgendwie neben den Coins extrem. Wir wissen nicht, wie der Umrechnekurs von Coin zu Diamond ist, ob der vielleicht auch gar nicht stabil ist. Der interessiert mich. Der und auch zwischen Diamond und Dollar. weil es ihnen die Möglichkeit gibt, von Diamond auf Dollar umzuwandeln und von Dollar zu Coin, aber offenbar nicht zwischen Diamond und Coin. Also ich verstehe jetzt schon nichts und wir wissen noch nichts. Also es ist Es wird ganz chaotisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute das Feature lieben werden. Nee. Kann ich mir nicht vorstellen.
24:42 Dennis Horn
Wir nähern uns in großen Schritten Twitter Blue als Funktionsthema hier noch. Die Menschen in Deutschland, die TwitterBlue angeboten bekommen, für was weiß ich, wie viel Euro das jetzt ist. Denen wird dieses Angebot ohne Angabe der darin enthaltenen Mehrwertsteuer gemacht. Also können sich die Anwälte von Twitter in Dublin schon mal auf die ersten Abmahnungen freuen.
25:06 Gavin Karlmeier
Ich finde es auch spannend, weil wenn das, also ich habe den Tweet auch gesehen, ne? Und das stand da drin, wir haben aber jetzt keine Abrechnung gesehen, vielleicht gibt es auch noch keine Rechnung. Das würde aber bedeuten.
25:16 Dennis Horn
Aber das Angebot ist ja schon allein, das wird ja gemacht. Und da muss es auch ausgezeichnet werden.
25:23 Gavin Karlmeier
Okay, das finde ich schon gut. Aber damit kann ich das ja nicht mal absetzen. Damit ist Twitter Blue ja keine Geschäftsausgabe. Und das gilt aber mit Sicherheit ja auch für die goldenen Haken. die tausend Dollar teuer sind und die ja nur deswegen so teuer sind, weil sie eine Geschäftsausgabe sind.
25:38 Dennis Horn
Ja. Hm. Tja. Also, da kommen wir nochmal drauf zurück, wenn hier die Verfahren laufen. Dann wird das, wie Elon Musk es nennt, das Legacy Blue. Bald abgeschafft. Moment, bitte. Das ist schon der dritte letzte Aufruf, den wir hier hören. Ja, hoffentlich geht es nicht an dich, Dennis. So, also, seit Monaten. Ich finde das super. Seit November. Da hat jemand. Hört man das zu laut eigentlich? Man hört das sehr laut, ja, aber wir ertragen das. Ich lasse ihn mal kurz zu Ende reden.
26:14 Gavin Karlmeier
We urgently ask all passengers to proceed to gate A forty five.
26:20 Dennis Horn
So ist vorbei. Also, da gab es dann einen schönen Tweet, der hat all die Also Screenshots von Tweets von Elon Musk zusammengefasst seit November, wo er immer wieder schreibt, dass diese früheren blauen Haken. In a few months abgeschafft werden. Das hat er im November getwittert, das hat er im Dezember getwittert, das hat er im Januar getwittert und jetzt hat er nochmal bald Geschrieben. Da gibt es auch Zweifel dran, weil man nicht so genau weiß, ob tatsächlich all die klassischen blauen Haken. überhaupt in einer Datenbank zu finden sind und sich da überhaupt so einen Schalter umlegen lässt. Das heißt so diese Nicht bezahlten blauen Haken das einfach so über Nacht wegnehmen können, das könnte auch richtig Probleme geben und dieses neue System der Verifizierung mit in den Abgrund stoßen. Krass, ja. Also, und dann hat einer getwittert, dass er Twitterblumen mal ausprobiert hat. Also hat im November dieses Angebot abgeschlossen.
27:25 Gavin Karlmeier
Das habe ich auch hier. Sebastian heißt der.
27:27 Dennis Horn
Sebastian wollte das irgendwie ausprobieren, dann gleich wieder kündigen. Also es Legit, ne? Können wir machen. So. Und jetzt ist das Abo ausgelaufen. Und er wird aber, wie er schreibt, den Loser-Haken jetzt nicht mehr los. Also er kann seinen Namen kurzfristig ändern, dann hilft das, dann verschwindet der blaue Haken. Kommt aber nach einiger Zeit immer wieder.
27:50 Gavin Karlmeier
Das ist so geil.
27:54 Dennis Horn
Ja, was. Naja.
27:58 Gavin Karlmeier
Vor allem hat er auch schon seinen Namen wieder geändert und hat schon die nächste Push-Nachricht gekriegt. Dein Account wird bald mit einem blauen Häkchen verifiziert. Und tatsächlich. spricht das aber ja genau dieselbe Sprache wie das, was du eben erwähnt hast. Wenn du einmal verified bist, da geht es, das geht nicht so leicht wieder weg. Also wenn du dir einmal den blauen Haken eingefangen hast, wirst du nicht mehr los. Und Das Spannende daran ist aber, dass der dass der Kollege auch ewig nicht mehr dafür bezahlt hat. Das heißt ja, dass das wahrscheinlich für alle gilt. Wir könnten uns alle kurz den blauen Haken kaufen, einmalig 8 Dollar zahlen. Und diese Idee dieses festen Einkommens, mit dem Twitter hier gerechnet hat, geht gar nicht auf
28:40 Dennis Horn
Es ist toll. Es ist toll. Und das Ding ist ja, die anderen Funktionen von Twitter Blue, die sind ja alle noch angekündigt für in Kürze.
28:48 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
28:48 Dennis Horn
Vielleicht sind die dann auch weiter da, wenn es sie irgendwann mal gibt. Kostenlos, toll. Kann sein. Toll. Dann werden die verschlüsselten DMs kommen bald. Das ist ja eigentlich auch eine gute Nachricht, weil bisher Twitter durchaus Zugriff hatte.
29:05 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist vor allem, also das ist, wir wissen nicht genau, wie gut die Nachricht ist. Ich mag, dass das kommt. Encrypted DMs. Was mit den alten DMs allerdings passiert, wissen wir nicht. Ob die nachträglich auch noch verschlüsselt werden. Bleibt offen. Es gibt dazu einen spannenden Text von Wired. Die haben wir schon öfter zitiert. Der Text heißt, möchtest du deine Twitter-DMs löschen? Viel Spaß damit oder viel Glück damit. Denn im Laufe des Textes scheint eine Recherche zu sein, wo ein Mensch, der sich mit Digital Rights am University College London auseinandersetzt. Sagt, der Delete-Button auf Twitter tut nicht, was du glaubst, was er tut. . Wenn du deine Direktnachrichten bei Twitter in der App oder auf der Webseite löscht, wirst du diese DMs nicht vom Twitter-Server löschen. Sondern was du löscht, ist quasi die Anzeige dieser DMs. Und naja, wenn die halt nachträglich nicht verschlüsselt werden, dann bleiben diese Sachen für immer da liegen.
30:05 Dennis Horn
Er beschreibt ein Grundprinzip der IT. Also bei einem Löschen werden nie die Daten überschrieben, sondern immer nur der Verweis zu diesen Daten gelöscht. Aber natürlich hängt dann die Frage damit dran, wie sehr kann man dem Unternehmen dann trauen, nicht wahr?
30:18 Gavin Karlmeier
Richtig. Also wir haben immerhin ja bei in anderen sozialen Medien inzwischen eine Möglichkeit, bei Instagram zum Beispiel. eine Nachricht zurückzurufen. Damit wird sie nicht nur von dir gelöscht, sondern auch vom anderen Account und vermutlich auch damit vom gesamten Server. Das wissen wir natürlich nicht im Detail, aber der Schluss liegt nahe, dass das immerhin tatsächlich eine Auswirkung auf den Verbleib der Nachricht auf dem Server hat, während wir bei Twitter tatsächlich nur unsere Anzeige dieser Nachricht löschen.
30:45 Dennis Horn
Stichwort, wie sehr kann man Twitter vertrauen? Einem Unternehmen, das eine Sperre seiner API ankündigt, für den, was war das, 8. Februar, das war der vergangene Donnerstag.
30:55 Gavin Karlmeier
9.
30:56 Dennis Horn
Hat jetzt Die Fotos Fotos äh, di die die die Sperre der Api verlängert. So. We've been busy with some updates to the Twitter RP, so you can continue to build and innovate with us. And we're excited to announce an extension of the current free Twitter RP access through February 13. Also jetzt kann man doch bis morgen, heute, wenn ihr das hier hört, kann man dann doch noch eine Weile oder konnte man dann doch noch eine Weile frei auf die Twitter-API zugreifen. Das hatten uns auch einige berichtet. Es gab ja einige externe Dienste dann. Haben einige von euch uns geschrieben, die dann doch weiterliefen und vielleicht hat es daran gelegen.
31:44 Gavin Karlmeier
Ist super geil, ne? Also es ist einfach selbst nicht mal Nicht mal etwas abschaffen funktioniert hier unproblematisch gerade.
31:52 Dennis Horn
So, und das trabt uns zur letzten großen Frage für heute, bevor ich wieder zum Gate muss, lieber Gavin. Wie Geht es mit den Funktionen allgemein weiter bei Twitter? Also da kommen wir nochmal zurück auf diesen Ausfall von Twitter in der vergangenen Woche. Und da berichten jetzt mehrere Medien, der ist geschehen. Weil bei Twitter selbst Angestellte irgendwie in den internen Datenbanken rumgepusht haben und wichtige Daten dort gelöscht haben. Versehentlich. Zum Beispiel für die Rate Limits, also wie häufig man twittern kann und so weiter. Das hat uns da ja beschäftigt. Und das Team, das dann daran gearbeitet hat, dass solche Sachen nicht geschehen, Das ist im November, als es darum ging, extremly hardcore zu arbeiten, ja, yes or no, das hat das Unternehmen damals verlassen. Also es gab niemanden mehr, der diesen Fehler jetzt irgendwie aufhalten konnte. Und es ist interessant, worauf das jetzt so ein bisschen hinweist. Also frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Twitter und Menschen aus der Wissenschaft haben jetzt, die sich so mit Cybersicherheit beschäftigen, haben gesagt, Auch darüber haben wir ja schon häufiger gesprochen, das wird jetzt noch häufiger passieren. Klar, der Personalabbau, klar, die Kosteneinsparungen. Es gibt jetzt auch massive Fehler im Code. Ja, weil da einfach so frei dran rumgefrickelt wird und dass jetzt nur noch gut 500 Entwicklerinnen und Entwickler sind bei Twitter und vor Elon Musk waren es einfach noch Noch Tausende, aber ich fand in dieser ganzen Berichterstattung einen Punkt ganz interessant Nämlich, dass dieser neue Ausfall jetzt auch daran gelegen haben kann, dass gerade zu viel an Twitter herumgedoktert wird. Und die Pakete, mit denen dann Updates ausgeliefert werden zu den Nutzerinnen und Nutzern, die sind zu groß. Ja, also so in Updates wird ja immer ein Teil von so einer App, das ist dann neu und dann wird es ausgeliefert. Und dann wird das sozusagen live von den Nutzerinnen und Nutzern getestet. So ein Update. So. Und wenn die jetzt Fehler feststellen, dann kann man, weil so Updates eigentlich relativ kleinschrittig sind. Relativ gut. Hier werden Menschen ausgerufen, ich bin's noch nicht.
34:20 Gavin Karlmeier
VO-konform übrigens, dass man diesen Namen hört. Das ist eine gute Frage, ne? Finden wir raus.
34:26 Dennis Horn
Und also, ähm. Wenn das so kleinere Pakete sind, die als Update ausgeliefert werden, dann ist das okay, weil dann kann man relativ schnell Fehler verorten, wenn sie dann auftauchen. Bei diesen großen Bei diesem großen Teil an Updates ist das aber jetzt nicht mehr so einfach. Und dann hat Elon Musk ja gesagt, als jetzt dieser Twitter-Ausfall war: Ihr stoppt jetzt erstmal all eure Weiterentwicklungen. Es werden erstmal keine neuen Updates programmiert. Das Problem ist, dass ja durch diesen Stopp, den Elon Musk da anordnet, ein Rückstand sogar noch entsteht bei den Code-Änderungen, sodass mit dem nächsten Update nochmal mehr Dinge rausgehen. Und das katalysiert eben diese Wirkung, was wiederum noch ein anderes Problem katalysiert, nämlich das mit den Werbekunden, die dann die Flucht ergreifen, weil die Plattform irgendwie unzuverlässig wird und man in dem Umfeld nicht mehr werben will. Was wiederum weniger Geld bedeutet, was wiederum weniger Leute bedeutet, die dann an diesen Code-Änderungen arbeiten können. Und ich fand nochmal diese Spirale so in dieser großen Form beschrieben, fand ich sehr interessant. Was hier auch eigentlich das Problem ist gerade.
35:40 Gavin Karlmeier
Ja, es ist halt tatsächlich spannend, dass diese neuen Funktionen, die ja eigentlich, ich kann das gar nicht oft genug sagen. Eigentlich abgeschafft werden soll. Der erste, die Antrittsrede von Elon Musk war ja quasi, wir verschlanken die App. Wir schaffen die Microservices ab. Jetzt haben wir jeden Tag 40 Minuten Podcast gemacht über neue Funktionen. Und das führt im Umkehrschluss natürlich dazu, dass die komplette App nicht nur in seiner Usability, sondern eben auch in der Ausspielung, in der im ganz haptischen, in der Datei der App App auf unserem Telefon, dass das alles viel zu groß wird, dass das alles viel zu umfangreich wird, viel zu behelblich wird, viel zu wenig beweglich ist. Und also wenn Twitter als Jenga-Turm nicht auf Serverseite irgendwann auseinanderfällt, dann vielleicht daran, dass wir einfach. . 436 verschiedene Versionen im Umlauf haben, die alle eine andere Erwartungshaltung an die Server haben. Das macht es total undurchsichtig.
36:37 Dennis Horn
Total interessant. So wollte er verschlanken. Und hat alles nur noch komplexer gemacht.
36:42 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Hochinteressant. Super interessant. Ich habe noch eine Kleinigkeit zum Schluss. Für unsere heutige Episode. Und zwar, wenn ihr das hier hört, dann ist der Super Bowl wahrscheinlich gerade zu Ende. Und wir haben ja darüber gesprochen, dass Pepsi, obwohl sie angekündigt haben, sich vom Super Bowl zurückzuziehen. mit 3 Millionen Dollar Werbeetat für Twitter nochmal eingestiegen sind in diese ganze Superbowl Marketinggeschichte And yet that Elon Musk there let's super appreciate support of NFL, also the National Football League Congrats to Twitter Team und hey, wie cool und echt Zeit. Und wir haben auch während der RWM ganz viel hier gelesen, wie Elon Musk Twitter abfeiert. Naja, auf jeden Fall ist jetzt passiert, dass am gestrigen Sonntag Elon Musk der NFL auf Twitter entfolgt ist. Warum wissen wir nicht, aber wir werden es vielleicht wissen, wenn ihr diese Folge hört und werden vielleicht morgen darüber sprechen. Und ansonsten haben wir noch ein paar andere Sachen vom Wochenende, die wir dann morgen besprechen.
37:40 Dennis Horn
Ja, das heben wir uns für morgen auf. Listan.
37:42 Gavin Karlmeier
Bissan, ciao