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Folge 116 · 5. Mai 2023 · 26 Min.

Bot sei Dank

mit Dennis Horn

Mastodon meldet ersten Spam und Google fängt mit den blauen Haken an und bei Bluesky probieren sich die Ersten an der Domainverifikation aus. Und was ist mit Twitter? Nun. Da sind die Bots.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Letzte Ausgabe vor dem Wochenende. Oh, ich habe das so bitter nötig diese Woche. Und dann huschen wir doch hier mal schnell durch. Ich habe allerdings jetzt am Anfang für dich ein Thema, also und für euch alle, liebe Hakis, da müssen wir jetzt gedanklich Schritt für Schritt mitgehen. Das kommt von Social Media Today und die haben sich die Nutzerzahlen, die Twitter angibt und die Botzahlen, die Twitter angibt, mal genauer angeguckt. Und guess what? Irgendwas passt da nicht zusammen. Twitter sagt, die Plattform hat eine rekordverdächtige Nutzung, sowohl in Bezug auf die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer als auch auf die Zeit, die sie in der App verbringen. Und Elon Musk hat doch so eine Grafik gezeigt auf der Tech Media and Telecommunications Conference im März von Morgan Stanley, diese Konferenz, von der wir auch gesprochen hatten. In der Stand, Twitter hatte im vierten Quartal zwei tausend zweiundzwanzig bis zu zweihundertfünfzig Millionen täglich aktive Nutzer. Und würde jetzt 8 Milliarden Nutzerminuten pro Tag überschreiten. Das ist so eine schwer einschätzbare Zahl, wenn man nicht dauernd mit der handelt und so. Aber das würde bedeuten, dass die Nutzerinnen und Nutzer im Durchschnitt eine gute halbe Stunde pro Tag in Twitter verbringen Und erstmal, wenn man die Zahlen sich so ein bisschen so anguckt, dann denkt man, das unterscheidet sich jetzt nicht grundlegend von dem, was Twitter sonst so meldet. Die sind ja immer so ein Stück gestiegen. 253 Millionen Nutzerinnen und Nutzer jetzt irgendwie kurz bevor Elon Musk übernommen hat, lag das bei rund zweihundert achtunddreißig Millionen. Und es gibt auch Berichte darüber, dass Twitter-Nutzerinnen und Nutzer tatsächlich etwa 30 Minuten pro Tag in der App unterwegs sind. Also erstmal, wenn man sich das so anguckt, saubere Zahlen scheint so dem Gesamteindruck zu entsprechen. Aber sie werden interessant, wenn man daneben jetzt die Behauptungen legt über die angeblichen. . Fake-Profile und Bots und so weiter, die Elon Muskia hervorgezogen hat wie so ein Hütchenzauber, als er Twitter doch nicht kaufen wollte. Und er wollte ja von diesem Kauf abrücken, weil Twitter ja irgendwie zu viele davon hätte. Und dann hat er gesagt, ja, dann, also wenn hier so viele Bots unterwegs sind und so weiter, dann ist Twitter auch nicht so. Viel Wert. Twitter selbst hat lange Zeit behauptet, der Anteil an Bots läge bei nicht höher oder nicht mehr als 5% der gesamten Nutzerzahl. Elon Musk sagt, nee, nee, nee, das sind in Wirklichkeit, oder hat gesagt, das sind in Wirklichkeit viel mehr. Etwa ein Drittel der aktiven Profile seien Fake-Profile. Das hätten seine eigenen Analysen ergeben. Und er hat sich dann mit sich selbst geeinigt auf einen Wert von 20 Prozent, also ein Fünftel der Nutzerinnen und Nutzer.

03:19 Dennis Horn

Dann er sich dann drauf committed mit sich selber.

03:22 Gavin Karlmeier

Ja, so und das sah jetzt die Zahl So, und dann hat er ja immer gesagt, wenn ich jetzt Twitter übernehme, dann machen wir hier erstmal den Bots den Gar aus. Weil das verzerrt die Kommunikation in Twitter. Und das sind so viele, das kann so nicht sein. So. Und wenn man jetzt diese 20% nimmt, also wenn Bots zu. Derzeit tatsächlich 20% der Nutzerinnen und Nutzer von Twitter ausgemacht haben, dann wären das gut 50 Millionen gewesen. Und wenn Twitter seit Juli letzten Jahres aber 65 Millionen neue tägliche Nutzer hinzugewonnen hat, dann wären in etwa die Bots so von der Zahl her durch echte Menschen ersetzt worden. Und es hätte gar kein Wachstum geben dürfen. Verstehst du? Also er zeigt diese Grafik mit dem Wachstum. Ich verstehe. Und wenn alle Bots gesperrt wurden, dann hätte es dieses Wachstum gar nicht geben dürfen.

04:24 Dennis Horn

Ich verstehe. Oder es wären halt über 100 Millionen neue NutzerInnen dazugekommen. Okay, verstehe.

04:33 Gavin Karlmeier

Also, das würde am Ende bedeuten, Social Media Today hat das nochmal umgerechnet, dass Twitter innerhalb eines Jahres so gewachsen wäre wie sonst innerhalb von drei Jahren. Und das kann nicht sein.

04:45 Dennis Horn

Ja, das ist wahr.

04:47 Gavin Karlmeier

Oh wow.

04:48 Dennis Horn

Das heißt, Elon Musk hofft einfach darauf, dass wir einfach alle vergessen haben, wie er sich auf den Kopf gestellt hat, um irgendwie aus diesem Kaufdeal wieder rauszurutschen.

04:57 Gavin Karlmeier

Ja, oder er sagt nach außen Das läuft jetzt hier alles transparent und sperrt die Möglichkeit, transparent an Zahlen zu kommen. Und selbst dann ist es noch nachrechtenbar, dass das alles so nicht stimmen kann.

05:10 Dennis Horn

Nee, das kann ich mir nicht vorstellen bei Elon Musk. Das genügt doch nicht.

05:15 Gavin Karlmeier

Bei der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, du erinnerst dich, wie wir vor gar nicht so langer Zeit hier nochmal darüber gesprochen haben. Da gab es in dem, ich glaube, in dem BBC-Interview Jetzt erstmals eine feste Zahl, 1500 hat er gesagt. Gibt es noch? Hat nicht gesagt, ob in dieser Zahl die Vertragsarbeiter enthalten sind. Also es gibt ja eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sind nicht Vollzeitbeschäftigte bei Twitter selbst, sondern so Leiharbeiter bei Dritten angestellt. Das ist auch ein Modell, ganz häufig in diesen Content-Moderationsjobs. Und dem Business Insider hat eine der, oder der hat, glaube ich, mit zwei Personen gesprochen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, wie es so schön heißt. Und der Personalbestand von Twitter seien noch niedriger und liege eher bei 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vor allem, wenn man die verbleibenden Vertragsarbeiter ausschließt.

06:16 Dennis Horn

Das ist noch ein Achtel von dem, was da war, als er angefangen hat. Ja. Also jetzt sieben Achtel der Belegschaft entlassen. Ja. Führt aber neue Funktionen an. Krass, oder? Ja, das ist. Ja, es ist mega krass.

06:30 Gavin Karlmeier

Also Business Insider schreibt noch zusätzlich so über die Leistungsüberprüfungen, die zwischendurch dann immer stattfinden, also dass die sich dann auch alle noch irgendwie rechtfertigen müssen gegenüber Mask. So regelmäßig, einigermaßen regelmäßig, während sie gleichzeitig dann die ganze Zeit die Probleme auf der Website handeln müssen oder im Ablauf und in der Funktionalität der Plattformen. Und es komme auch immer häufiger vor, dass so Verhör- oder regelmäßig vor, dass so verhörartige Situationen entstehen, auch wenn die Vermutung da ist, dass irgendjemand mit der Presse spricht. Da werden die dann zu Gesprächen mit dem Sicherheitsteam von Elon Musk geholt und befragt. Also für die Verbleibenden auch keine sonderlich gute Stimmung. So Ja, natürlich nicht.

07:20 Dennis Horn

Also das ist so, ich verstehe, dass die Tech-Unternehmen jetzt gerade Layoffs durchführen und Menschen entlassen, jetzt auch schon seit einigen Monaten, weil es eine wirtschaftlich schwierige Lage gibt, weil die Unternehmen viele Leute eingestellt haben und so. Aber das, was Elon Musk hier macht, ist ja völliger Irrsinn. Also auch nicht das erste Mal, dass wir so einen Attest ausstellen, aber trotzdem, also das ist unglaublich. Exakt.

07:43 Gavin Karlmeier

So, und zur letzten Zahl, Twitter hat die zweite Zinszahlung geleistet. Da haben wir ja auch schon häufiger drüber gesprochen, Kaching, für diese 12,5 Milliarden Dollar. Schulden, die Elon Musk von Externen noch zusätzlich bekommen hat, von diesem Konsortium, um Twitter zu übernehmen. So. Das erstmal zu den harten Zahlenfakten. Hast du noch was dazu?

08:10 Dennis Horn

Nur eine Frage. Also glaubst du es, wenn Elon Musk jetzt so auf seinen Kontostand guckt? Ja, ja, klar. Der gibt zu seiner Bank Sparkasse Gelsenkirchen Und dann steckt er seine Karte rein und dann kommt der Kontoauszugdrucker, macht und dann kommt die Kontoauszug.

08:27 Gavin Karlmeier

Kreissparkasse Nevada. Es ist ganz wichtig, dass diese kleinen Sparkassenräumchen mit dem Geldautomaten, ATM, Da immer sehr klimatisiert sind. Ja, genau. Und eigentlich ist das, wofür man vor allem zahlt.

08:42 Dennis Horn

Aber es riecht alles immer nach diesen Laserdruckern in den Kontoauszugdruckern. Und dann guckt er da so drauf und dann sieht er da so minus 300 Millionen Dollar eben an zweite Zinse, Zins jetzt, Zinszahlung, dass er sich dann so denkt, war vielleicht doof mit Twitter. Dass du sich so, weißt du, kennst du das Gefühl, dass du so, du kaufst dir was Teures und du freust dich über das Produkt, aber wenn dann die Kreditkartenabrechnung kommt, dann stellst du fest, das war nicht so gut.

09:09 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Eigentlich muss er ja schon von Beginn an in dieser Kategorie gedacht haben.

09:15 Dennis Horn

Ja, klar.

09:15 Gavin Karlmeier

Und dass er selbst dann immer noch die ganze Zeit, also gefühlt sitzt er jetzt einfach seit sechs Monaten da in diesem Twitter-Büro, in diesem Twitter-Office. Hat sich um SpaceX und andere gar nicht mehr so doll gekümmert, weil es da irgendwie läuft, und macht jetzt nur Twitter seitdem, um das dann irgendwie zu retten. Es ist also zumindest bemerkenswert, die Energie, die er dann doch da reinsteckt, obwohl er von Anfang an wusste, das war nicht die beste Idee. Offenbar. Ja, wirklich. Ja, also wir hatten es als gute Tradition in den vergangenen Ausgaben hier in diesem Twitter-Podcast nicht nur über Twitter zu sprechen, und jetzt ist es wieder soweit, wir bleiben noch ein wenig beitragen. Herr Blue Sky tatsächlich. Also erstmal, es gibt bei Twitter auch weiter Abwanderungen. Wir haben ja darüber gesprochen, dass so dieses automatische Posten bei Twitter nicht mehr möglich ist von WordPress aus. Deswegen hat jetzt auch Tech Dirt, größeres Tech-Medium, das dort aufgegeben und verlässt Twitter. Und gleichzeitig sind jetzt bei Blue Sky. Wer ist da alles aufgetacht? Microsoft. Die Washington Post zum Beispiel, also jetzt auch wirklich andere größere Namen nochmal unternehmen, wobei ich mir nicht immer so sicher bin, für wie voll ich diese Accounts bisher nehmen kann. Haben wir etwa ein Verifikationsproblem bei Blues Gas? Ja, vielleicht können wir da mal kurz drüber sprechen. Also ich fange mal mit meinem. Mit meiner Geschichte an. Ich habe mein Handle geändert. Es war at horn. bsky. social. Das ist einfach Bei Blue Sky anmelden und Ad Horn war noch frei. Und dann gibt es aber ja da die Möglichkeit, das über den eigenen Server, die eigene Domain, die man besitzt, zu verifizieren. Und da kannst du nämlich in die Einstellungen gehen von Blue Sky und dann wird dir da ein Eintrag genannt, den du in deinen Domain-Record aufnehmen musst. So, das habe ich gemacht. Also du kannst inner in einer Domain, man ist Dennis Horn. de kannst du zusätzliche Informationen aufnehmen. Normalerweise stehen da so Informationen zum Beispiel drin über Subdomains, die du irgendwie anlegen möchtest. Und diese Dinge. Und man kann aber auch einfach so Textinformationen in so einem Domain-Eintrag ablegen und wenn die Textinformation darin auftaucht, die Blue Sky dir vorher gegeben hat mit der Information, schreib das doch mal in deine Domain rein. Dann ist es verifiziert, weil dann klar ist, die Domain gehört dir. Und dann ist dein Handle bei BlueSky der Name deiner Domain. Also ich heiße jetzt bei BlueSky denishorn.

11:54 Dennis Horn

de.

11:55 Gavin Karlmeier

Und das finde ich eigentlich ganz nice. Das gibt es bei Mastodon auch, aber das wirkt sich dort nicht aufs Händel aus, aber du kannst das mit der Domain so abgleichen und dann kriegst du da so ein. Grünen Haken neben der Domain, die du angegeben hast in deiner Bio bei Mastodon.

12:11 Dennis Horn

Ich habe da ja ein Problem mit, das habe ich dir ja gestern auch schon mal kurz geschrieben in unserem kleinen Chat, aber ich möchte diese Diskussion mal ganz transparent hierfür. Unsere Hakis machen. Ich finde, es gibt zwei Probleme, die da dran hängen. Denn zum einen ist nun at horn. bsky. social wieder frei. Das heißt, ich kann mich jetzt so nennen, wie du vorher geheißen hast, und wenn du irgendwo schon Leuten empfohlen hast, dir zu folgen unter diesem Namen, dann kommen die Leute zu mir. Finde ich, ist das eine Problem. Und das zweite Problem, und das finde ich eigentlich das Schwierigere, wenn alle Accounts per Default erstmal ein gleichklingendes Schema haben, dann ist ja jede Abweichung dazu erstmal eine Ausnahme. Was bedeutet, dass wenn ich jetzt angenommen, die Tagesschau heißt attagesschau. de Es gibt aber auch einen Account, der tagesschau. bsky. social heißt, dann glaube ich, dass 95% der NutzerInnen sich immer für Letztklingenden entscheiden würden, weil dieses Handle sich ja dem eigenen so stark ähnelt und dem von 95% der anderen NutzerInnen.

13:16 Gavin Karlmeier

Weißt du, was ich meine? Also ich weiß, was du meinst. Ich würde aber hier sagen, das kommt darauf an, wie der Charakter der Plattform ist, wenn sie irgendwann eine Relevanz entwickelt hat, in der das eine Rolle spielt. Und meine Beobachtung mittlerweile ist, dass ganz schön viele Accounts nicht mehr das klassische Blue Sky-Handle haben. Das heißt aber nicht, dass sowas keine Probleme macht, weil wenn du das jetzt so freistellst, und da können wir vielleicht nachher nochmal drüber reden, was auch ein Grund ist für diese Befreiung von Such dir das doch selber aus und geh auf den Server, auf den du möchtest. Wobei das ja jetzt auch noch kein anderer Server ist, sondern nur das Handle und die Domain. Also das ist ja noch nicht das, was wir bei Mastodon als Instanz kennen, worüber wir jetzt gerade sprechen. Aber das führt natürlich dazu, dass jetzt jemand sich als Dennis Horn ausgeben kann über den offiziellen Blue Sky. Account, weißt du? Genau. Es könnte aber auch jemand, hätte ich horn. bsky. social geheißen, hätte sich trotzdem auch Dennishorn. bsky B-Sky. social nennen können und das irgendwie impersonaten können alles. Deswegen, ich weiß nicht, ob das tatsächlich am Ende zu so einem großen Problem wird, weil auch schon innerhalb eines Benamsiungssystems dieses Problem ja existiert. Weißt du, was ich meine?

14:44 Dennis Horn

Ja, ja, auf jeden Fall.

14:45 Gavin Karlmeier

So, ja. Aber jetzt Also, das ging sehr schnell bei mir. Das war innerhalb von so einer Minute gemacht, wenn man weiß, wie man sich bei seinem Domain-Provider einloggt und das dann schnell eingibt und so überhaupt keinen. Keine große Action. Und jetzt heiße ich da eben at dennishorn. de und die Washington Post hat washingtonpost. com Aber Inhalte in ihrem Profil, wo ich denke, hm, also die Bio heißt Democracy Skies in Blueness und die hat als letzten Post an An Skeet heißt es ja jetzt, gepostet, wo das Logo der Washington Post zu sehen ist, aber da steht The Washington Skeet Und drüber einfach, who did this. Da stimmt doch was nicht, oder? Und da gab es diese eine Geschichte von einem Account, der hat es tatsächlich geschafft, sich als s3. amazonavs. com. Das Händel zu geben. Und da reichte offenbar auch einfach nur eine Datei auf dieser Domain, und jetzt ist natürlich das ein Hoster für lauter Leute, die irgendwie auf Amazon Web Services ihre Dateien ablegen und so. Also da scheint noch irgendwie ein bisschen dieses System lückenhaft zu sein. Das heißt, ich trau der Sache auch nicht, ob das wirklich Microsoft und WashingtonPost. com sind, obwohl das die Handles von deren Domain sind. Also das würde ich noch ein bisschen beobachten wollen, sagen wir mal so.

16:22 Dennis Horn

Ja, zumal offenbar, also wenn wirklich eine Textdatei reicht, dann wird ja jetzt jeder Server eines Hosting-Anbieters. wird ja jetzt relativ schnell abgegrast werden. Also es wird den ersten weTransfer. com bei Bluska geben, den ersten Bit. ly wird es geben. Die Dropbox, Google Drive. Also alle diese Domains werden ja jetzt relativ schnell unter irgendwelchen cleveren Kits aufgeteilt. Und das zeigt so ein bisschen, dass das System so jedenfalls nicht funktioniert. Eigentlich war die Idee mit dieser DNS. Geschichte ja eigentlich sehr einfach. Wie heißt das? Nicht DNS? Doch, doch.

16:59 Gavin Karlmeier

Und andererseits, da gab es jetzt so einen Typen von Gizmodern. Thomas heißt der, arbeitet bei Gizmodo, auch so ein Online-Magazin. Und der hat, also Gizmod hat das gemacht, hat diesen DNS-Eintrag hinterlegt für Blue Sky. Und dann kann man, wenn man jetzt dahin wechselt, sich dann zusätzlich noch an Handle geben. Und der heißt jetzt bei bluesky thomas. gismodo. com.

17:27 Dennis Horn

Und das ist cool.

17:28 Gavin Karlmeier

Ja, und da finde ich ja, da habe ich mir zu gedacht, das ist die coole Version der Affiliate-Badge von Twitter. Ja, finde ich auch. Oder? Also wenn das klappt, dieses System. Dann mag ich das schon in sich sehr, auch wenn das so an dieser einen Schnittstelle, wo man das einmal einrichten muss für eine Domain, ja dann doch wieder, das ist ja doch Schlimmer als Mastodon. So und technischer sozusagen. Aber das fand ich doch irgendwie nochmal. Nochmal interessant. Ja.

17:58 Dennis Horn

Voll.

17:58 Gavin Karlmeier

Ja, finde ich auch. Also, das zu dem Stand bei Blue Sky, offenbar doch noch ein paar Lücken. Und was ich eben meinte, ist, warum machen die das? Warum lagern die das so aus? Mir scheinen viele Designentscheidungen bei Blue Sky damit zusammenzuhängen, dass man mit vielen Dingen, die wir in der öffentlichen Debatte so führen, einfach nichts mehr zu tun haben möchte. Komm, wir bauen euch das System so und wir müssen uns als Bereitsteller dieser Plattformen keine Gedanken mehr selbst über Verifizierung machen. Das soll sich bitte einfach alles selbst regulieren.

18:33 Dennis Horn

Ist ja für ein System, das also auch dezentral ja geplant ist, eigentlich ja eine total richtige Entscheidung.

18:39 Gavin Karlmeier

Eigentlich eine total richtige Entscheidung, aber wir sind ja jetzt schon, da können wir jetzt gleich vielleicht nochmal drüber sprechen, an einem Punkt angekommen, wo sich trotzdem auch der Plattformbetreiber Blue Sky Gedanken machen muss über eine Content-Moderation. Und meine These bleibt weiterhin so ausgefeilt und geschickt, du versuchst die Designentscheidungen für die Entwicklung einer solchen Plattform zu treffen. Du wirst nicht drum herumkommen, dir auch Gedanken zu machen über eine Content-Moderation. Und das ist jetzt vielleicht das Beispiel, mit dem du hier auftrumpfst noch.

19:10 Dennis Horn

Ja, die Überschrift dieses Artikels von Wired lautet Twitter Rival Blue Sky has a nudes problem. Und zwar ist es offenbar so, dass es dort ein Phänomen gibt bei Blue Sky. Mir selber ist noch nicht untergekommen, aber ich bin einfach, glaube ich, nicht genug in der Shitpost-Bubble auf Blue Sky unterwegs. Es gibt dort Health Threats. Die gab es bei Twitter auch mal so ein bisschen. Das ist, ich schreibe jetzt einen Tweet an 20 Leute und alle, die darauf antworten, geben allen anderen 19 Leuten auch immer eine Push-Nachricht mit jeder Nachricht. Und alle schreiben dann wie verrückt da drauf. Und bei Blue Sky ist es scheinbar so, dass du auch deutlich mehr als 20 Leute hinzufügen kannst und damit relativ schnell einer relativ großen Gruppe an Menschen gleichzeitig Push-Nachrichten schicken kannst, weil die halt alle in diesem Thread drin sind. Und das steigert sich halt hoch, weil alle Leute fügen Leute hinzu. Und dann wird einfach extrem schnell, extrem vielen Leuten gleichzeitig Nachrichten geschickt. Also hier wird von hunderten von Leuten gesprochen, die in solchen Threads drin sind. Und das Problem war, dass du diese Threads bislang nicht stumm schalten konntest bei Blue Sky. Und das also das hätte natürlich relativ schnell so einer DDOS-Attacke gleichkommen können, weil irgendwann einfach auch der Server aufgibt, wenn er gleichzeitig. . Die ganze Zeit allen Leuten Push-Nachrichten schicken muss. Das ist aber nicht passiert, stattdessen wurde jetzt eben dieses Feature nachgerüstet, relativ schnell, dass man Threads stumm schalten kann. Und damit sind diese Hell-Threads auch so ein bisschen behoben. Zumindest erstmal Oder eingedämmt, sag ich mal. Was aber darin passiert ist, ist, dass immer wieder Leute nach Nacktfotos gefragt haben und vor allem angefangen haben, diese Nacktfotos auch da in diese Threads zu posten, die dann alle diese Leute automatisch geschickt bekommen haben. Und das hat sich so hochgesteigert, so dass diese Health Threads dann auch auf dieser What's Hot Timeline, also so ein bisschen der Entdecken-Feed oder die For You. Timeline von Blue Sky angezeigt wurden und die war halt dann voll mit Nacktfotos. Und das ist tatsächlich unter content-moderativen Gesichtspunkten natürlich ein Riesenproblem, weil plötzlich Blue Sky komplett not safe for work ist. Und da ist eben, also das ist das Problem, über das jetzt gerade eben diskutiert wird. Und die Frage ist tatsächlich: Wir haben ja diesen Satz von Joel Ross noch im Ohr, skaliert Content-Moderation natürlich nicht?

21:24 Gavin Karlmeier

Exakt. Ja, und das wird, glaube ich, Blue Sky einholen, so wie alle anderen auch. Übrigens, ich glaube ja auch Mastodon Olaf hat uns geschrieben, er hatte heute seinen ersten Mastodon-Spammer. Und der würde wohl ein paar Accounts erwähnen und einen Link schicken zu einer Krypto-Börse. Und dieser Spammer kam rein über Mastodon. social und Olaf fragt sich, ob das vielleicht an der vereinfachten Anmeldeprozedur liegt, von der wir noch so geschwärmt haben.

21:54 Dennis Horn

Also auszuschließen ist es natürlich nicht, dass du nur nur noch zwei Knöpfe drücken musst. und keine Fragen mehr gestellt bekommst, dass das dann auch einfacher ist, solche Prozesse zu automatisieren.

22:03 Gavin Karlmeier

Also ich würde grundsätzlich sagen, eine Plattform wird interessanter. für solche Dinge, je relevanter sie wird.

22:11 Dennis Horn

Ja, stimme ich zu.

22:13 Gavin Karlmeier

Und das relevant werden hat nicht allein mit der Anmeldeprozedur zu tun, sondern auch mit dem, was bei Twitter passiert und gerade im Umfeld passiert. Und ja, das würde ich nicht allein auf so eine technische Frage zurückführen.

22:29 Dennis Horn

Würde ich zustimmen, aber das kann natürlich das Ganze etwas vereinfacht haben. Ja, absolut. Ja, aber ich stimme natürlich zu, also dass Bots sich überhaupt oder Leute, die sowas entwickeln, überhaupt die Mühe machen, das bei Mastodon zu tun, spricht ja dafür, dass da Erfolg hinter erwartet wird. Das ist ja nicht einfach nur ärgern.

22:49 Gavin Karlmeier

Ja, und was man dann auch in Teilen als ein, also das hat einen guten Part. Diese Erkenntnis. Ja, aber ich habe da noch eine Frage.

22:58 Dennis Horn

Wäre es nicht so? Also, warum den Umweg über die Mastodon. social Instanz? wenn du doch rein theoretisch und alles ist Open Source und jeder kann eigene Instanzen aufsetzen und bauen und tun, doch einfach wahrscheinlich relativ einfach eine relativ stressige Instanz bauen könntest, die vor allem zum Verbreiten von Spam da ist. und die wird dann halt irgendwann von allen anderen Instanzen ausgesperrt, das ist mir schon klar. Aber bis dahin hat man doch wahrscheinlich einen relativ einfachen Durchmarsch, oder?

23:23 Gavin Karlmeier

Ja, die Frage wäre halt, wie lange dauert dieses bis dahin? Und wie schwer ist es, eine Instanz in dieser Form aufzusetzen und nutzbar zu machen für Spam? Das weiß ich nicht. Und Die Frage ist jetzt auch, wie händisch war das, was wir da gesehen haben. Und wie sehr lohnt sich schon Automatismus für Spam zu schaffen bei Mastodon? Da bin ich gerade überfragt.

23:49 Dennis Horn

Ich auch, aber ich könnte mir vorstellen, dass durch diese Offenheit der Schnittstellen natürlich auch für solche Technologien eigentlich ein guter Nährboden wäre, vermute ich. Aber wenn das jemand aufklären kann, Vielleicht, weil er schon mal selber an der Instanz herumprogrammiert hat, würde ich mich sehr freuen über Aufklärung.

24:09 Gavin Karlmeier

So. Und Google macht jetzt auch einen Haken dran. Das war die Formulierung von Thomas. Also, ähm, Google Mail hat vor zwei Jahren diese verifizierten Markenlogos eingeführt an den E-Mails. Dahinter steckt technisch eine tatsächliche Authentifikation, damit es klar ist, das ist auch der Absender. So, und jetzt geht Google einen Schritt weiter und fügt dann den E-Mails auch ein blaues Häkchen hinzu.

24:37 Dennis Horn

Ja, ich habe mehrere E-Mails in meinem Postfach, die das schon haben. Ja. Und da wird man, also LinkedIn beispielsweise, ich habe eine Mail von LinkedIn bekommen, da freue ich mich immer besonders. wenn ich E-Mails von LinkedIn bekomme, die ich nicht abstellen kann. Und da ist ein blaues Häkchen und wenn ich dann meinen Daumen drücke, mein, mein, äh, mein, wie sagt man, Cursor? So. Mein Gott. Den technischen Daumen drüber halte. Dann steht daneben, der Absender, dieser E-Mail hat bestätigt, dass er der Inhaber von linkedin. com ist und dem Logo im Profilbild. Das heißt, also es wird gesagt hier Logo, Domain, alles stimmt miteinander überein. Das ist wirklich LinkedIn. Und ich habe das zum Beispiel auch bei Amazon-E-Mails auch gehabt, so einen blauen Haken. Interessanterweise, bei Twitter habe ich es nicht.

25:25 Gavin Karlmeier

Keine Leute mehr für da, die das einrichten können. Stimmt, ja, ist sehr aufwendig. Toll, damit sind wir durch für heute, oder? Oh, das klingt flink. Und entlassen uns und euch ins Wochenende.

25:37 Speaker 4

Gott sei Dank. Also nicht deinetwegen, Dennis, aber was war das eine Woche? Das geht mir genauso. Einfach mal schlafen jetzt. Oh ja, bis Montag. Bis Montag.