Es soll kommen: Verified Organizations in der Lightvariante. Zumindest preislich. Außerdem gibt es neue Features, neue Kündigungen, neue Zahlen über Twitter Blue-Abos und: Neue Bluesky-Codes. Heute ist also für alle was dabei.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran!
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Wie war dein Wochenende? Ja und eins. Ja, ich war beim Deutschlandfunk. Ah, Grüße. Und wir haben über Twitter gesprochen. Also ein paar Hackis haben es das Wochenende über schon gemerkt und waren froh, nicht verzichten zu müssen auf Twitter Twitter-Themen und auf mich, serviert von dieser Stimme. Und das war ganz interessant. Ich habe mit Nikola Balkenhol gesprochen. Die online Digital Multimedia-Chefin von Deutschlandradio ist, so nennen die das ja. Die sagen ja nicht des Deutschlandradios, sondern von Deutschlandradio. Da gehören drei Sender dazu: Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Nova. Und war eine ganz interessante Diskussion. Ich habe gesagt, Leute, raus hier aus Twitter. Und am Ende. Hat sie gesagt, so als Fazit, also vielleicht ist tatsächlich der Zeitpunkt erreicht, wo man nochmal alles pro und contra nebeneinander legen muss und sich angucken muss, ob man wirklich aus publizistischer Sicht auf dieser Plattform bleibt.
01:14 Gavin Karlmeier
Ja, und auch die Frage, ob diese roten Linien, die man irgendwann mal definiert hat. die vielleicht nicht direkt überschritten wurden, aber vielleicht auch in anderer Hinsicht mit einem großen Sprung hinter sich gelassen wurden. Ja. Ob man die nicht vielleicht einfach nochmal neu überdenkt, ob man nicht vielleicht jetzt dann nochmal zum Anlass nimmt, zu überlegen. Also jetzt so ein halbes Jahr, wo die Übernahme durch ist und so. Ob man nicht nochmal kurz überlegt, gibt es noch rote Linien, die uns wichtig sind? Und können die überhaupt noch überschritten werden? Und wenn ja, setzen wir uns die jetzt tatsächlich mal. Also die Frage nach den tatsächlichen Konsequenzen.
01:49 Dennis Horn
Da haben wir uns auch drüber unterhalten. Das war ganz interessant, weil sie hat gesagt, dass Deutschlandradio sich tatsächlich so rote Linien gesetzt hat zu Beginn. Und dann habe ich mit dir ja nochmal gesprochen am Freitag. Wir haben uns gesehen übrigens live am Freitag. Leider ist Samstag kein Podcast erschienen.
02:07 Gavin Karlmeier
Aber das war ein ganz seltsames Erlebnis, Dennis. Weil wir uns 118 Tage lang gehört haben, hier jeden Tag. Und dann plötzlich standen wir voreinander und ich habe direkt gesagt, hallo Dennis.
02:20 Dennis Horn
Ich habe gesagt, grüß dich Gavin. Na? Und dann, also dann hast du noch gesagt. So, deine These ist, dass sich Medienhäuser anders verhalten würden, wenn all die Änderungen, die wir jetzt in den letzten sechs Monaten über einen längeren Zeitraum miterlebt haben bei Twitter. Wenn die innerhalb eines Tages geschehen wären, dann würde man sich komplett anders verhalten.
02:47 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Ja. Also, weil einfach das sich so reinschleicht. Und wir immer wieder, also es ist so ein bisschen ja wie mit der mit der Diskursverschiebung, die immer wieder so genannt wird Wenn wir uns jetzt eine Talkshow von vor 20 Jahren anschauen, dann haben wir schon ein anderes Gefühl über den Standort des Diskurses als heute. Und genauso ist mit Twitter auch. Wenn wir vor einem halben Jahr. . gesagt hätten, morgen werden die und die und die und die Punkte eintreten, wir werden JournalistInnen sperren, wir werden keine Steuern mehr zahlen, wir werden keine Abfindung zahlen, wir werden sieben Achtel unserer Belegschaft entlassen. . Wir werden JournalistInnen sperren auf der Plattform, weil sie zum Beispiel einfach nur über Dinge berichten, die uns nicht gefallen. Und das passiert alles morgen, dann hätten wir alle gesagt, wir sind weg. Aber da sich das über Wochen eingeschlichen hat, nehmen wir das, glaube ich, eher hin. Ja.
03:44 Dennis Horn
Mich hat das an die Anekdote von. Philipp Rösler erinnert vor gut zehn Jahren, als er FDP-Chef geworden ist. Du krampst wieder, finde ich gut. Da hat er gesagt, wenn Sie einen Frosch in heißes Wasser werfen, dann hüpft der sofort heraus. Wenn Sie aber einen Frosch in kaltes Wasser setzen und dann langsam die Temperatur erhöhen. Wird er zunächst nichts merken und nichts machen. Und wenn er etwas merkt, dann ist es zu spät für den Frosch. So viel zum netten Herrn Rösler, hat er über sich selbst gesagt.
04:16 Gavin Karlmeier
Aber genau das Bild ist es, ja, hundertprozentig. Und da frage ich mich doch, wo legen wir jetzt eigentlich unsere Maßstäbe an? Also sind wir einfach nur noch froh, wenn wir. Wenn wir nicht gesperrt werden, weil wir Dinge veröffentlichen, ist das der Standard? Ich weiß ja nicht.
04:31 Dennis Horn
Also, wenn ihr noch ein bisschen darüber. Hören möchtet, Nikola Balkenhol, Brigitte Bätz von Medias Res und ich haben darüber diskutiert im Deutschlandfunk. Die Sendung heißt Nach Redaktionsschluss. Es ist ein längeres Talk-Format, so aus der Redaktion selbst heraus. Und in der letzten Podcast-Ausgabe dazu, mit dem Titel Elon, es reicht, bedauern Nikola Balkenhol und ich auch, dass es diesen Weg geht und sprechen auch nochmal viel über den Wert. Von Twitter für den Journalismus. So, und wir legen los mit den Themen für heute, unser Lieblingsthema Elon Musk dreht sich wieder und kommt dort an, wo er vorher war, und merkt jetzt diese 1000 Dollar im Monat für verifizierte Accounts für Organisationen, also Behörden. Regierungen, Unternehmen, NGOs und so weiter und so fort, das ist vielleicht ein bisschen zu viel Geld So, und er antwortet jetzt, naja, wir werden ein billigeres Angebot für kleinere Unternehmen machen. Aber wir müssen das Onboarding. Sehr vorsichtig angehen, um Betrug zu verhindern. Und die 1000 Dollar pro Monat sind gemeint für größere Organisationen.
05:52 Gavin Karlmeier
Also, ich möchte kurz nochmal über die Genese dieses Tweets sprechen. Ja. Er antwortet hier auf ein Tweet von Joel de Tiefs, der ist der Gründer eines Networks. eines, ich weiß nicht so genau, ist ein IT-Support-Unternehmen in Vancouver, also nichts Großes. Und der wiederum hat auf einen Tweet. . eine Antwort geschrieben. Und jetzt muss man aber dazu sagen, der Ursprungstweet, auf den dieser Joel geschrieben hat, der ist vom 31. März. Am 31. März hat Twitter nämlich veröffentlicht, dass es diese Verified Organisations gibt. Das ist so die offizielle Verkündung, dass das kommt. Daraufhin hat Joel de Thieves am 22. April, also wirklich sechs Wochen oder vier Wochen später, geschrieben Drei Wochen. Drei Wochen, entschuldige. Auf jeden Fall später. Ich habe keinen Kalender. Also auf jeden Fall hat er drei Wochen später geschrieben: 1000 Dollar im Monat ist ganz schön viel für kleine Unternehmen. Hey, Elon Musk. Gibt es eigentlich eine Überlegung, das in Relation zu den assoziierten BenutzerInnen zu stellen oder eher so nach dem Motto, wie groß eigentlich diese Unternehmen sind? Und darauf hat Elon Musk dann am 6. Mai, also an diesem Samstag, nochmal geführt, acht Wochen später, nee, das sind glaube ich zwei Wochen, zwei Wochen später eben das geschrieben. Also. Ich weiß nicht genau, was die Geschichte ist. Ob die Geschichte ist, dass Elon Musk einen Tweet gesucht hat, auf den er das antworten kann, um das als Mittel der Kommunikation zu machen. Zu nutzen, weil er weiß, seine Antworten werden sowieso von allen Leuten gesehen. Deswegen sucht er sich einfach was aus. Oder ob er einfach so seine Inbox durcharbeitet und jetzt beim 22. April angekommen ist. Bin ich mir nicht sicher, finde ich aber doch sehr seltsam, diese Genese. Und eben diese grundsätzliche Maskhaftigkeit, zu sagen, naja, das war sowieso für größere Organisationen gedacht, ist so, das ist so schwach mal wieder.
07:45 Dennis Horn
Total. Absolut. Also, das ist interessant, weil dieses Scroll- und Nutzungsverhalten der Twitter-App von Elon Musk. Sagt ja auch ein bisschen darüber aus, wie er möglicherweise da so seinen Arbeitsalltag verbringt. Meine These ist, der hat sich nochmal diese alte Ankündigung rausgesucht und angeguckt und hat dann eine der Antworten da gesehen. Von einem verifizierten Nutzer auch, der offenbar für Twitter Blue bezahlt hat, deswegen ist es weit nach oben gerutscht. Aber ja, tatsächlich. Aber noch keine näheren Details, also es gibt keine offizielle Ankündigung von Twitter dazu und Sagen wir mal so, betriebswirtschaftlich ist das ja nicht so schlau, weil wäre ich jetzt ein kleineres Unternehmen, das trotzdem damit gehadert hat, diese 1000 Dollar im Monat zu bezahlen. Jetzt wohl erstmal nicht, nicht wahr?
08:42 Gavin Karlmeier
Stimmt komplett. Ich weiß noch nicht, ob es so viele Unternehmen gibt, die sagen, diese 1000 Dollar, die sind mir das wert, die können wir uns nur nicht so richtig leisten. Also vermutlich vergrößert er damit nur nochmal den Kreis der Verifizierung. In Anführungsstrichen, der Behagten sozusagen um mehr, weil der bisherige Kreis nicht groß genug ist. So, also ich glaube eher, dass er das Gefühl hat, ey, da kann auch ein bisschen was passieren, weil zu wenig Leute den Haken kaufen und durch Unternehmen immerhin die Möglichkeit besteht, dass es eben Affiliates gibt. Na gut. Aber sicher sind wir uns natürlich nicht.
09:16 Dennis Horn
Dann gehen wir doch direkt weiter zu den Behagten, oder? Bitte. Also Zahlen machen uns großen Spaß, weil Zahlen die Wahrheit sprechen, wenn sie irgendwo von außen kommen und nicht aus Twitter heraus. Und Mashable schreibt jetzt, dass neue Daten raus sind zu den Twitter Blue-Abos. Seit dem Start der Abo-Version, das war im November. Konnte Twitter bis Ende April etwa 640. 000 Twitter-NutzerInnen in zahlende AbonnentInnen umwandeln? Das hat Mashable schon mal berichtet. Und da ist noch ein aufschlussreicheres Detail drin, nämlich wie viele der ersten Abonnenten Nämlich der ersten 150. 000 darin, Twitter Blue mittlerweile wieder gekündigt haben. Und von diesen 150. 000 sind bis zum 30. April, also bis vergangene Woche, nur 68. 000, gut 68. 000 dabei geblieben und haben das Abo dann auch weiter abgeschlossen. Das ist aus einem Leak, ähm, das die Washington Post im vergangenen Jahr noch veröffentlicht hatte, in dem stand, dass 150. 000 sich für TwitterBlue angemeldet hatten. Und dann hat Twitter vorübergehend neue Anmeldungen erstmal deaktiviert, weil sich Konten auch für Blue angemeldet hatten, mit der Absicht, sich da irgendwie als große Marken zum Beispiel auszugeben oder unter anderem Namen. Und dann hat dann wurde ein bisschen rumgerechnet mit diesen Zahlen. Am Ende kam dann eben raus, so gut Ein und oder knapp 82. 000 so oder gut die Hälfte der Twitternutzer, die eben Twitter Blue dann beim Start im November abonniert hatten. nutzen diesen Dienst heute nicht mehr. Das ist geil, ne?
11:15 Gavin Karlmeier
Also die These, die wir von vornherein hatten, dass die Idee Twitter Blue ja nur funktioniert, wenn viele Leute lange dabei bleiben. Die wird hiermit noch ein bisschen schmerzhafter, wenn du halt genau weißt, okay, die Hälfte springt ab. Das ist ein Wert, mit dem muss man jetzt erstmal arbeiten. Ich bin natürlich gespannt, wie sich das über einen längeren Zeitraum erstreckt, ob die Zahl eher größer wird oder eher kleiner. Beides ist ja vorstellbar. Also es kann ja sein, dass gerade in der ersten Rutsche viele Leute waren, die einfach nur interessiert waren und das mal ausprobieren wollten. Kann aber auch sein, dass insgesamt einfach über die längere Strecke mehr Leute schneller wieder weg sind. Weil eben mehr es einfach ausprobieren wollen, als die, die von vornherein vielleicht gesagt haben: ja, natürlich zahle ich das.
11:56 Dennis Horn
Ja, es ist auch nochmal wichtig, wie die Leute im Hintergrund damit umgehen. Also es kann natürlich sein, dass. Nicht alle dieser gut 68. 000 NutzerInnen, die Twitter Blue dann nach November noch weiter abonniert haben oder weiter zu den AbonnentInnen gehören. Das irgendwie ununterbrochen aufrechterhalten haben, vielleicht haben sie es gekündigt, später dann nochmal wiedergekommen. Also, das ist in den Zahlen nicht ablesbar. Und es kann eben auch sein, dass ein Teil der NutzerInnen, die jetzt nicht mehr als AbonnentInnen zählen trotzdem Twitter Blue weiter nutzen, nämlich kostenlos. Wir haben ja schon darüber gesprochen, dass einige ihr Abo einfach nicht loswerden, obwohl sie es irgendwie gekündigt haben, seit Monaten nicht mehr bezahlt haben und trotzdem jetzt noch Twitter Blue NutzerInnen sind. All das ist in den Zahlen nicht enthalten, aber Mashable setzt das in ein Verhältnis, nämlich in Das Verhältnis zu einer Zahl, die Re-Curly veröffentlicht hat. Das ist ein Unternehmen, das Abonnementmanagement betreibt. Und das hat eine Studie rausgegeben im vergangenen Jahr. Dass die durchschnittliche Kündigungsrate so übers Jahr für abonnementbasierte Unternehmen zwischen 5 und 6 Prozent liegt, So, und da ist gut die Hälfte deutlich drüber, sage ich mal.
13:22 Gavin Karlmeier
Das ist wohl wahr. Ja, super spannend. Also ich hoffe, dass man diese Zahlen über einen längeren Zeitraum so ein bisschen beobachten kann. Vermutlich werden wir da was kriegen, aber das wird ja nur spannender werden mit der Zeit. Gut.
13:35 Dennis Horn
Geil. So, und Vielleicht lassen sich die Zahlen nochmal beeinflussen, wenn es bald die Funktion gibt, Twitter Blue zu verschenken. Das ist so cool.
13:51 Gavin Karlmeier
Ja, genauso habe ich das nämlich auch gedacht. Also ganz lange gab es ja jetzt eben das Problem, dass so Prominente gegen ihren Willen Was sind hier heute? Die Klangkulisse ist heute beeindruckt. Es klingt, als würde ich draußen sitzen. Es ist ja so, dass es durchaus Prominente gibt, die gegen ihren Willen mit einem Haken markiert wurden. Und jetzt finde ich es geil, dass man das auch wirklich so als Ärgernis, wenn ich mit dich ärgern möchte, dann schenke ich dir einfach einen blauen Haken hier. Batsch. Das ist der perfekte Prank.
14:23 Dennis Horn
Danke, den werde ich nie wieder los. Das stimmt. So, also auch hier coming soon, schreibt Elon Musk, wir wissen nicht wann. Und gleichzeitig hat er eine neue Umfrage gestartet. We're trying hard to make your feed as compelling as possible. In Klammern maximize unregretted user minutes. How is it now versus six months ago? Better, same, or worse? Was würdest du sagen? Es ist halt ganz ohne Zweifel schlechter geworden alles. Habe ich auch angeklickt. Klickt aber nur ein Viertel an. Und alle anderen haben sich entweder von Elon Musks Account oder vom Versuch der ernsthaften Nutzung von Twitter mittlerweile schon wieder verabschiedet. Also das ist ja ganz interessant.
15:10 Gavin Karlmeier
Ja, es ist wie immer mit den Umfragen auf seinem Account. Erstmal erreicht er da vor allem Leute, die ihm folgen, dann stimmen da Leute ab, die mit ihm interagieren wollen. Also das ist natürlich überhaupt nicht aussagekräftig. Glücklicherweise ist das aber jetzt auch nicht so eine Umfrage mit einer unglaublichen Konsequenz, wie beispielsweise sollen wir Donald Trump zurückholen. Trotzdem irritiert mich doch, dass 55 Prozent zum Zeitpunkt dieser Aufnahme Sonntagabend 21 Uhr 55 Prozent der Leute sagen, es ist besser geworden. Also ich frage mich, was A, wie ihre Nutzungserfahrung vorher war. Und B, wie sie jetzt ist. Weil wie gesagt, meine For You-Timeline besteht nur aus Menschen, die keine Twitter Blue-AbonnentInnen sind. denen ich aber auch nicht folge. Also da sind so viele Leute drin, zu denen ich keinen Bezug habe, dass ich inzwischen, und ich habe da schon mal hier eine große Führrede, Für diese algorithmische Twitter-Timeline gehalten, dass ich inzwischen nur noch die Folge ich-Timeline nutze. Also ich benutze ihn nicht mehr. Und das ist ja nicht die Idee, mich davon einfach wegzutreiben gewesen.
16:17 Dennis Horn
Wer es nicht as compelling as possible findet, sind die MitarbeiterInnen von Twitter. Es gibt eine Reihe von Hochrangigen Abgängen, schreibt Zoe Schiffer vom Plattformer Newsletter seit dem 1. Mai, unter anderem in den Teams Trust Safety und Public Policy. Und ihr wurde gesagt, dass einige Senior-MitarbeiterInnen von Twitter gekündigt haben, weil die Elternzeitregelung sich verändert hat. Von 20 Wochen auf 2 Wochen. Und Twitter hätte dann eine Follow-up-E-Mail nochmal gesagt, nee, nee, sind nicht zwei Wochen, es sind zwölf Wochen. Aber auch das zwei Monate weniger als diese 20 Wochen vorher. Also auch da werden die Schrauben weiter angezogen und es gibt zumindest ordentlich ordentliche Verwirrung ähn welche dieser beiden Richtlinien zwei Wochen oder Zwölf Wochen denn nun wirklich gilt.
17:22 Gavin Karlmeier
Ja, klar. Und spannend finde ich auch, dass Zoe Schiffe das nochmal ein bisschen elaboriert hat. Hier in den Kommentaren drunter, nämlich, hat jemand gefragt, ist das ne, das war sie gar nicht. Egal. Auf jeden Fall hat jemand gefragt Diese Policy, liegt die eigentlich über oder unter den US-Stand-Standards für diese Elternzeitregelung. Und es ist so, dass Kalifornien zwar in der Tat nur acht Wochen vorschreibt für Elternzeitregelungen. Aber die Leute schreiben, es liegt unter den Standards für die Tech-Industrie. Also, dass man sich quasi als Unternehmen damit nicht mal mehr konkurrenzfähig in der Tech-Branche macht. Das ist schon erwähnenswert, jedenfalls.
18:00 Dennis Horn
Dann schweben wir ein bisschen Jenga.
18:02 Gavin Karlmeier
Na endlich, genau.
18:03 Dennis Horn
Wobei es ist ein alter Klotz, den wir da rausgenommen haben oder den wir da heute nochmal rausnehmen oder auf dessen raus wir heute noch mal blicken. So. Ihr erinnert euch an Twitter Circles, das ist eine Funktion, die du sehr gerne genutzt hast. Noch nutzt? Nee, lange nicht mehr. Also eine Möglichkeit, einen Kreis von Leuten, deswegen Circles, zu erstellen oder von Accounts und dann Tweets zu posten, die nur von dem gelesen werden können.
18:35 Gavin Karlmeier
Ja. Also ein bisschen wie die enge Freunde-Liste bei Instagram.
18:38 Dennis Horn
Genau. Oder bei Facebook kann man das auch sehr modular festlegen, wer was sehen darf. Auch so Listen anlegen heißt es da. Genau. So, und diese Funktion hat nicht sauber funktioniert. Da gab es einen Datenschutzbruch und Tweets, die eigentlich nur für eigene Circles zu sehen. gewesen sein sollen, wurden dann auf Gesamt Twitter veröffentlicht hat. Veröffentlicht. Und Twitter hat das jetzt nach wochenlanger Hinhaltetaktik auch zugegeben. Also hat tatsächlich auch eine E-Mail an die Leute rumgeschickt. Because your Twitter account may have been potentially impacted by a security incident that occurred earlier this year. In Klammern April 2023. Vor mindestens einer Woche. Und da wird das nochmal geschildert und wir werden das jetzt untersuchen, um zu verstehen, wie das passieren könnte, und haben diese Issue adressiert. Und wir uns ist das so wichtig, der Datenschutz und so weiter, also bla im Grunde. Und naja, also.
19:50 Gavin Karlmeier
Also was war der Auslöser dieser E-Mail, die übrigens hier um 2. 44 Uhr morgens angekommen ist auf diesem Screenshot. Was soll der Auslöser sein? Also könnte es sein, dass die Zahl der Leute, die Circles nutzen, runtergegangen ist?
20:09 Dennis Horn
Also ich frage mich nicht, ob das eher wie so häufig rechtliche Auslöser sind, weil das, was da passiert ist, darf nicht passieren.
20:17 Gavin Karlmeier
Ja, und das zerstört halt die Funktion nachhaltig. Also wie ich eben ja auch, seitdem ich weiß, dass es diese Lücke gibt, ist diese Funktion ja. Gänzlich unbrauchbar. Also du kannst dann gar nichts mehr damit anfangen, wenn du dich darauf nicht verlassen kannst. Dasselbe gilt für die Blockierfunktion, die nicht zuverlässig funktioniert hat. Also diese ganzen Funktionen, die ja eigentlich dazu da sind, um einen geschützten Raum, einen Safe Space in Twitter zu finden, wenn die nicht mehr funktionieren, dann also bei dem ersten Vertrauensbruch war es das.
20:47 Dennis Horn
Ja. Wir haben darüber gesprochen, dass aus rechtlicher Sicht eben bei einem systematischen Versagen nach dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz Geldstrafen fällig werden können von bis zu 50 Millionen Euro pro Fall.
21:04 Gavin Karlmeier
Mhm.
21:05 Dennis Horn
Und deswegen finde ich das aus dieser Sicht einfach nochmal einen interessanten Punkt. Die E-Mail, die dann die Nutzerinnen und Nutzer erhalten haben, ist nicht auf Einzelfälle eingegangen, natürlich nicht, aber Da gibt es ja Berichte über diverse private Accounts, deren Tweets einfach niemand sehen sollte, außer den zugelassenen FollowerInnen. Und das ist einfach der Hintergrund. Also da bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ohne Folgen bleibt. Regulierungs- und Strafensicht.
21:41 Gavin Karlmeier
Ja, es ist überraschend, dass es diese E-Mail gibt, weil es hätte auch niemanden gewundert, wenn es einfach überhaupt keine Kommunikation dazu gegeben hätte. Genau.
21:48 Dennis Horn
Und das an sich spricht schon eine Sprache. Ja, in der Tat. So, dann schauen wir auf neue Funktionen. Wir haben noch einen Jenga-Punkt.
21:56 Gavin Karlmeier
Haben wir noch mehr Jenga? Eine Kleinigkeit. Und zwar gibt es einen Tweet von Mark Kalman. Mark Kelman arbeitet bei Twitter und der hat einen Tweet geschrieben, in dem drin steht, hey alle! Schreibt mir mal die Direktnachricht mit eurem Ad. Solltet ihr Probleme mit Videos, Livestreams oder Spaces oder anderen Features haben, wir brauchen ein bisschen Feedback. woraufhin dann Twitter Daily News geschrieben hat. Also wenn du Probleme hast mit Twitter Spaces oder Streaming und möchtest, dass sie gelöst werden, musst einfach nur Mark Kalman schreiben. Das ist jetzt, wie gerade Probleme gelöst werden hier bei Twitter. Der Typ, der das offenbar umsetzt, schreibt einfach selber auf Twitter, wenn irgendjemand Probleme hat, die er gerne gelöst hätte, mir bitte direkt schreiben. Ich kümmere mich dann schon darum. Was auch geil ist, weil auch gar nicht genauer erklärt wird, womit die Leute offenbar Probleme haben. Aber es scheint Menschen zu geben, die größere Probleme mit Twitter Spaces. Haben. Ich habe vergessen, wie er es jetzt angefangen hat, aber haben wir.
22:54 Dennis Horn
Ja, das, also, ich finde das so einfach aus Firmensicht interessant, weil das ja so ein bisschen nach außen kehrt, dass es einfach intern keine Strukturen mehr gibt. In denen das ablaufen muss. Und wenn das schon so ist, dann kann man auch direkt den Leuten draußen sagen, sie sollen mich direkt anschreiben. Weißt du? Voll. Es ist ja verrückt. Ja, aber das ist ja, also da haben wir ja jetzt schon zwei, drei Fälle erlebt, bei denen das so war, wo dann Twitter-MitarbeiterInnen direkt irgendwie öffentlich genannt wurden als mögliche Ansprech.
23:24 Gavin Karlmeier
Das ist wild, wirklich. Wirklich.
23:27 Dennis Horn
So, und jetzt aber neue Funktionen. Was für Updates haben wir da?
23:30 Gavin Karlmeier
Da haben wir reihenweise. Ich lese einfach vor und du kannst dann mal Stopp sagen, wenn da irgendwas beißt ist. interessiert. Also es wird jetzt eine Bar geben, eine Linie, so ein bisschen wie du das vom iPhone 14 mit dieser Dynamic Island kennst, oben in der Twitter-App. Wenn ein Space läuft, dem du zuhörst, und zwar auch nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf dem Desktop, Es wird Reaktionen in Twitter Spaces geben. Es wird HLSJS-Video geben in Safari. Das ist ein Flow Video Player, das ist glaube ich wirklich erst ein bisschen klein-klein. Inline Images Also die Möglichkeit eben Bilder und offenbar auch Videos, wie es hier aussieht, in einem in deinem Tweet Dort zu platzieren, wo du es platzieren möchtest und nicht immer unten?
24:24 Dennis Horn
In diesen 10. 000 Zeichen, wie Zammer letzte Woche auch schon, einmal kurz drüber gesprochen.
24:28 Gavin Karlmeier
Videos auch, okay. Und man startet gerade das Experimentieren mit Rich Text Input, also fett gedruckt und kursiv rein copy and pasten, dann wird das auch so angezeigt in Twitter. Irgendwas dabei? Sonst gehe ich weiter?
24:43 Dennis Horn
Mach weiter. Dann wird es ein Highlight sein. Also ich habe gerade nur gedacht, da kann man jetzt endlich auch aus Word heraus formatierte Inhalte bei Twitter reinposten und regt sich da genauso drüber aus. Ja, bestimmt.
24:52 Gavin Karlmeier
Ich freue mich schon, wenn man das erste Mal versehentlich eine Tabelle bei Twitter reinkopie und pastet und alles explodiert. So, es wird ein Highlights-Tab geben. Wir haben schon über die unzähligen Tabs geredet, die auf den einzelnen Profil angezeigt werden. Highlights sind eben, du kannst dann so ein paar Tweets auswählen und wenn Leute da drauf gehen, können sie da. Sich die anschauen, das finde ich übrigens ganz cool irgendwie. Also ich mag die Funktionen. Also wenn Menschen dann auf mein Profil kommen, dann müssen sie sich nicht zuerst durch 20 Tweets fühlen, die sich nicht interessieren, sondern können sie sich angucken, von welche Die ich als wichtig erachtet habe, sozusagen.
25:27 Dennis Horn
Ja, das mag ich auch. Würde aber voraussetzen, entschuldige, ganz kurz, da haben wir ja schon mal kurz über dieses Highlights-Tab gesprochen, aber das würde natürlich voraussetzen, dass Twitter überhaupt so genutzt würde, wie Instagram genutzt wird. Weißt du, bei Instagram gehst du ja häufiger mal durch die Profile und scrollst dich da so durch wie durch so einen Katalog, weil viel bei Instagram ja auch schön mit Optik zu tun hat und so weiter. Und da nutzt du das ja so. Also da ist ja dieses Highlights-Tab wirklich interessant oder das Festgepinte oben in einem Profil. Twitter nutze ich natürlich gar nicht so.
26:08 Gavin Karlmeier
Ja, wobei, wenn ich bei jemandem, wenn ich bei jemandem aufs Profil gehe, dann gucke ich ja schon, was schreibt er so Aber wenn die letzten 20 Tweets sich eben alle um den Tatort drehen, dann ist das ja noch nicht zwangsläufig repräsentativ für den ganzen Account. Nee, das ist so. Da finde ich es ganz gut, dass es das gibt. Die Frage ist natürlich, brauche ich dann immer noch die Möglichkeit von angepinnten Tweets oder fallen die weg? Wissen wir nicht?
26:30 Dennis Horn
Also als Idee super. Mag ich auch. Ich frage mich halt, ob das dieselbe Wirkung einfach hat wie bei Instagram.
26:37 Gavin Karlmeier
Aber ja. Ja, wahrscheinlich nicht. Aber ist eine schöne Idee, könnte man, würde ich mich freuen, wenn es sie auch bei Mastodon oder Blue Sky gäbe. Dann gibt es eine neue UI für Direktnachrichten. Also mit Direktantworten auf Direktnachrichten und so haben wir schon ein bisschen drüber gesprochen. Das UI für Entwürfe wird angepasst und ich sage dir, Dennis. Read My Lips. Hundertprozentig, wenn diese UI ausgerollt wird, verschwinden alle meine gespeicherten Entwürfe. Hundertprozentig. Das ist eine Hölle, ne?
27:09 Dennis Horn
Weil es gibt ja wirklich viele Twitter-NutzerInnen, die richtig mit diesem Entwürfeordner arbeiten. Ja, ich.
27:16 Gavin Karlmeier
Und ich habe ja, du hast ja im Browser einen anderen Entwürfeordner als auf den mobilen Geräten.
27:21 Dennis Horn
Ja, der war immer lokal gebunden, der immer schon genervt hat.
27:24 Gavin Karlmeier
Ja, genau, der ist lokal gespeichert, außer der im Browser ist eben auf dem Server gespeichert. Und das wird hundertprozentig irgendwo schief gehen. Ist safe. Dann gibt es die Möglichkeit für Tweet-Boosting offenbar. Also du kannst einfach mal eine Summe zahlen und dann und ein Keyword eingeben. Und dann wird dein Tweet entsprechend bei diesem Keyword als Werbung ausgespielt. Inline Media haben wir gerade schon darüber gesprochen und das. ist es auch schon. Eine Kleinigkeit haben wir noch und zwar Voice-Memos starten. Also die Möglichkeit, Sprachnachrichten per DM bei Twitter zu schicken. Da haben wir auch schon mal so ein bisschen drüber gesprochen, ist am Ende einfach nur, alle Messenger-Dienste nähern sich einander an und Twitter würde da gerne mitspielen. Ja. Werden sie ihn natürlich nicht können, aber naja.
28:12 Dennis Horn
Wird kein Killer-Feature sein am Ende, vermuten wir.
28:16 Gavin Karlmeier
Ja.
28:17 Dennis Horn
Ansonsten eine ganze Reihe von. Änderungen, Neuerungen, die wieder mal irgendwie nicht so die richtige eine Richtung erkennen lassen, wie ich finde.
28:28 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Das sind jetzt alles so, es ist so ein bisschen so wie dieses iOS-Update jedes zweite Jahr. So ein bisschen fixen, ein bisschen komfortabler machen. Also man muss dazu sagen, dass ich die dass ich diese Features, die ich gerade genannt habe, fast ausnahmslos alle sinnlos voll finde und sagen muss: Ja, das ist doch Ich habe noch die Kurve gekriegt, habe ich gemerkt. Alles sinnvoll finde und deswegen freue ich mich. Also ich finde es okay.
28:57 Dennis Horn
Okay. Good. Dann willkommen zurück auf Twitter. New York Cities Metropolitan Transit Authority. Der erste Tweet nach der Rückkehr lautete We know that customers missed us. So starting today we'll resume posting service alerts. Um die Subway und um der öffentliche Nahverkehr aus New York ist zurück, der abgesprungen war von Twitter wegen der 50. 000 Dollar pro Monat. die als Preisschild dran klebten, ähm, an der Möglichkeit, die API weiterzunutzen. Und dann gab es von Twitter die Information, naja, wenn das ach, so hier Notfall-Tweets und so weiter und wichtig irgendwie für Öffentlichkeit. Nee, dann könnt ihr auch so. Und jetzt ist die MTA eben zurück bei Twitter.
29:56 Gavin Karlmeier
Finde ich irgendwie ganz gut. Also habe ich schon drüber nachgedacht. Würde ich mir wünschen, dass sie nicht zurückkommen, dass sie da irgendwie stolz sind und zu sagen, nee, das machen wir jetzt nicht. Nee, ich finde das ganz gut, dass solche Public Service-Unternehmen Dass die sich nicht, dass die da keine Haltung beziehen, sondern sagen, naja, das nutzen halt Millionen Leute, wir erreichen da Millionen Leute, dann nutzen wir das auch, sobald es umsonst ist, finde ich irgendwie vertretbar, oder?
30:21 Dennis Horn
Ja, es ist wohl so, dass dieser Rückzug von Twitter, ähm, der ging wohl so ein bisschen über diese. 50. 000 Dollar hinaus und 500. 000 Dollar pro Jahr. Also ging ein bisschen über diese Begründung hinaus. Weil es allein im vergangenen Monat, am 14. und am 27. April, ähm, das hat die MTA mal veröffentlicht, zwei größere Störungen des Twitter-Kontos gegeben habe. Also da war wohl auch so ein bisschen Sand im Getriebe und Die MTA hat gesagt, wir kommen zurück, auch wenn das reibungsloser läuft. Und Jetzt hat wohl Twitter eine schriftliche Zusicherung gegeben, dass die Plattformen Durch technische Mittel, dass da die Zuverlässigkeit gewährleistet wird, sodass eben auch die Fahrgäste sich darauf verlassen können. Naja, und jetzt sagt. Sagt die MTE, wir werden weiter genau beobachten, um sicherzustellen, dass Twitter den Zuverlässigkeitsstandard erfüllt, den die Fahrgäste verdienen. Also das reichte ein wenig über diese rein finanzielle Begründung hinaus.
31:40 Gavin Karlmeier
Ja, aber gut.
31:42 Dennis Horn
Gut. Also willkommen zurück. Und Was haben wir noch? Ach, Blue Sky haben wir noch. Ich habe heute, wir zeichnen auf am Sonntag, ich habe heute einen Strauß-Tulpen gepostet auf verschiedenen Plattformen.
32:00 Gavin Karlmeier
War das ein Experiment oder einfach Blumen?
32:03 Dennis Horn
Nö, waren einfach Blumen. Manchmal poste ich poste das ja so quer. Ich denke mir jetzt nicht für jede Plattform immer was Eigenes aus. Und ich habe bei Facebook elf Likes bekommen.
32:13 Gavin Karlmeier
Ja.
32:14 Dennis Horn
Ich habe bei Instagram, das war in der Story, da läuft das nicht immer so gut bei mir. Da war kein Like. Naja. Nicht so der Influencer-Account. Ich hab bei Mastodon habe ich ähm immerhin drei Likes. Und bei Blue Sky habe ich für dieses eine Posting 47 Likes bei. Hä? Was? Ist das denn ernst? Ja
32:40 Gavin Karlmeier
Hä?
32:40 Dennis Horn
Ja. Hast du es auf Englisch gepostet? Nee, ich habe Sonntag einfach drüber geschrieben. Sonntag und ein Bild von gelben Tulpen. Sieben? Und es wurde zweimal geteilt.
32:49 Gavin Karlmeier
Und die Leute, die das alle geliked haben, folgen die dir alle? Nee. Nee. Ich sehe gerade warum. Oh Gott. Weißt du auch warum?
32:59 Dennis Horn
Ja, ich weiß, wer es geteilt hat. Also da ist eine, die es geteilt hat und sie ist CEO von Blue Sky. Ich kling's. Daran.
33:05 Gavin Karlmeier
Die CEO von Blueskine.
33:07 Dennis Horn
Die hat 15. 000 Follower. Reskeetet deine Blumen. Reskeetet, genau. Das ist ganz gut, oder?
33:13 Gavin Karlmeier
Das ist nicht schlecht.
33:14 Dennis Horn
Das schreibe ich mir, das hat bei Instagram, so Teenie-Fans von irgendwelchen Stars, die haben das ja immer in die Bio gepostet. Ich schreibe mir rein, dass am 7. Mai. Folgt sie dir auch? Reskeet, ja, ja, tut sie. Ach, toll.
33:26 Gavin Karlmeier
Ach guck mal, du bist Promi.
33:29 Dennis Horn
Naja. Sie wesentlich mehr. Aber damit kommen wir zu Blue Sky. Und BlueSky hat, das ist ersichtlich, wenn man in den Code der Android-App reinguckt, Blue Sky hat eine ganze Reihe von NutzerInnen-Namen. Reserviert, also die kann man nicht nutzen, wenn man sich auf der Plattform anmeldet, obwohl es sie gäbe. Also sie wären eigentlich noch frei, aber sie wurden auf nicht reservierbar geschaltet. Und ich lese dir mal ein paar davon vor, ja, die dazu in dieser Liste sind. Ich fange mal an ganz vorne mit A. Adele. Alicia Keys. Ariana Grande, Avril Lavine, Barack Obama, BBC Breaking, BBC World, Bill Gates, Britney Spears, Bruno Mars, BTS, Champions League Coldplay, Conan O'Brien, Cristiano, David Getta, Drake Und so weiter und so fort. Elon Musk. Welche Sprache? Oh hier, Twitter, Taylor Swift13. Und so weiter und so fort. Welche Sprache spricht das?
34:52 Gavin Karlmeier
Also, es spricht eine ganz besondere Sprache. Also, die These ist ja, wenn ich das richtig erinnere, ist die These ja, man registriert das für den Fall, dass die kommen. Richtig? Richtig. Ich bin mir dann nicht so sicher, ob man nicht einfach nur schützt, dass es keinen Missbrauch gibt. Also, ob das, also ich glahrlicherweise glaube ich, ist das auf allen Plattformen so, oder?
35:17 Dennis Horn
Also entschuldige, ich verstehe deine Argumentation. Ja. Aber da gibt es dann auch einige Namen hier, bei denen ich mich frage, warum man sie nicht noch in anderer Form auch reserviert hat. Ja, das stimmt. Also hier steht zum Beispiel Net Geo drin, das ist National Geographic. Das hätte man auch komplett ausschreiben können und sichern können, zum Beispiel. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem.
35:44 Gavin Karlmeier
Also, wahrscheinlich wartet man darauf, dass sie kommen, um denen das anzubieten. Glaube ich auf jeden Fall, dass das so ist. Zum anderen wäre das für Blue Sky eine ganz schlechte PR, wenn jetzt rauskommen würde, dass der Account der dort als Barack Obama die ganze Zeit rumskietet. dass da gar nicht Barack Obama hintersteckt. Also ich glaube, das ist auch eine große Vorsichtsmaßnahme, die natürlich so ein bisschen Vorsicht zu genießen ist, weil ich müsste mich ja nur Barack Obama 3 nennen und könnte immer noch sagen, hey, ich bin's Barack. Aber das finde ich schon eindeutig. Spannend finde ich, dass Elon Musk dabei steht.
36:21 Dennis Horn
Ja, das ist, da gibt es weiter unten in diesem, also Jaroslav hat das getwittert. Das ist einer dieser Dekonstrukteure. Ja, Dekonstrukteure, die wir ja der Reverse Engineering, das war der Begriff, den ich gesucht habe, die man drunter den Screenshot hat, da Elon Musk drin umkreist und hat dazu geschrieben This one is ambitious.
36:46 Gavin Karlmeier
Ja, ist so. Tatsächlich aber finde ich das spannend, weil das so ein bisschen zeigt, wo Bluesky hin möchte. Also man nimmt sich da offenbar Großes vor, wenn man sagt, also wir gehen schon davon aus, dass Barack Obama, Adele und Alan de Generais hier früher oder später einen Account haben werden.
37:03 Dennis Horn
Und ich meine, die ersten großen Namen, die da jetzt in den vergangenen zwei, drei Wochen für so eine Viralität gesorgt haben auf dieser Plattform, geben dieser Annahme ja recht.
37:15 Gavin Karlmeier
So Ja, aber trotzdem, also ich verstehe schon, dass die Plattform, das ist natürlich ambitious, so, alles insgesamt. Aber es hätte ja auch sein können, dass Blue Sky von vornherein sich so ein bisschen underdoggig aufstellt, indem man eben sich auch mit dieser Dezentralität irgendwie brüstet und sagt, hey, wir sind die coolen.
37:34 Dennis Horn
Ja, da können wir jetzt gleich nochmal drauf gucken, weil wir da noch eine andere Geschichte zu haben. Aber da würde ich sagen, der Gedanke ist genau an anderer. Und zwar an breitbeinigerer, um das mal so zu formulieren. Also ein interessanter Punkt, aber Wir hatten ja die These in der vergangenen Woche, wo wir gesagt haben, unsere Beobachtung ist so ein wenig das deutschsprachige Twitter geht zu Mastodon. Das englischsprachige Twitter, so die internationale Timeline, eher zu BlueSky. Ich habe jetzt die letzten Tage dann wiederum beobachtet, dass auch das deutsche Twitter ein bisschen anzieht bei BlueSky. Und bin sehr gespannt, was da die nächsten Wochen mit sich bringen werden.
38:19 Gavin Karlmeier
Ja, voll. Bin ich auch gespannt. Also, ich glaube, irgendwann muss ich nur einer mal trauen, den ersten Ski auf Deutsch zu schreiben, und dann geht das schon. Ja.
38:27 Dennis Horn
So, und dann eine interessante Konversation mit Twitter und dann später Blue Sky-Gründer Jack Dorsey auf Blue Sky. Da hat ihm ein Nutzer geschrieben, mein Verständnis ist, dass Blue Sky in Klammern das Unternehmen Das AT-Protokoll entwickelt. Das ist also dieses dezentrale Protokoll im Hintergrund. Und dann Blue Sky in Klammern, die App. Als Proof of Concept entwickelt hat, also als einen Beweis dafür, dass dieses Protokoll gut funktioniert. Und soweit wir alle wissen oder soweit ich weiß, schreibt dieser Nutzer, könnte damit aber diese App Blue Sky auch einfach ein temporäres Ding sein. Mit dem einfach dieses Protokoll zum Fliegen gebracht werden soll. Und Jack Dorsey antwortet darauf, ja. Und dann fragt einer nochmal nach: also diese Seite hier, also in Klammern die App, ne, Blue Sky, ist temporär und Jack Dorsey schreibt: Ich hoffe. möge das Protokoll für immer leben. Und ich finde das interessant, also da scheint ja der Ansatz eines Twitter-Gründers hinterzustecken. Und ich meine, so hat das ja mitunter auch zwischendrin kommuniziert. All die Erfahrungen aus der Zeit bei Twitter zu nehmen, um jetzt eine Grundlage zu entwickeln, die all die Herausforderungen, die er bei Twitter erlebt hat, in der Content-Moderation, in der Zentralität, in der Angreifbarkeit eines solch zentralen Dienstes Auf einer Protokollebene schon so umzusetzen, dass diese Herausforderungen eben verhindert werden oder möglichst abgemildert. Ja, also ich finde das auch spannend.
40:19 Gavin Karlmeier
Es ist natürlich auch ein bisschen Marketingblabla dabei in dieser ganzen Haltung, die er da an den Tag legt, dieses visionäre, großspurige. Das ist schon auch ein bisschen eklig. Aber ich finde es trotzdem super spannend, weil ja das, was du sagst, stimmt zu 100 Prozent. Die Frage bleibt nur. Warum diese Fehler bei Twitter selbst nicht von vornherein hätten behoben werden können. Und was mir daran aber gefällt, an dieser Art, wie er antwortet hier, ist, dass wir, haben das ja auch schon öfter gesagt, Twitter könnte das nicht überleben, diese ganze Elon Musk-Geschichte gerade. Aber die Idee Twitter, die kriegst du nicht kaputt. Und das merken wir ja gerade allein, dass wir überhaupt darüber diskutieren, welche Alternativen es gibt, darüber diskutieren, wie Mastodon eigentlich Sich macht, was Blue Sky für eine Position gerade einnimmt, wo die Leute hinströmen. Das sind ja alles nur eigentlich Beweise für unsere These. Die Idee, Microblogging, wenn die in der Welt ist, kriegst du sie nicht mehr raus aus den Leuten. Genauso ist es. Das steckt da ja auch mit drin, nur dass die hier eben mit einem Protokoll eben auch noch verheiratet ist. Also einer technischen Grundlage, auf der alle Art von Microblogging funktionieren soll.
41:29 Dennis Horn
Und ich finde aber trotzdem am Ende, auch wenn da PR-Sprech drin ist und so weiter, die Idee, eine Protokollebene so zu schaffen. dass das positive Auswirkungen auf all die Herausforderungen hat, über die wir immer sprechen. Ich glaube nicht daran übrigens, dass man ein Protokoll so schaffen kann, dass man es später dann als Anbieter oder als Protokollverantwortlicher oder als Instanzverantwortlicher, um mal im Mastodon-Sprech an der Stelle zu bleiben, es dann nicht doch mit der Content-Moderation zu tun bekommt. Ich glaube nicht daran Oder mit Fragen der Verifikation, das hebt dieses Domainsystem nicht auf. Wir haben ja letzte Woche auch über die Lücken und Herausforderungen darin gesprochen. Und trotzdem finde ich das interessant, das einmal mit viel Geld im Rücken auf dieser Ebene anzugehen und damit viel Ruhe auch. Und das, ähm, also ich verfolge das interessiert weiter, was da bei Blue Sky passiert, weil ich auch finde, dass hier endlich mal Ein offenerer, werden wir am Ende natürlich sehen, wie offen das wirklich ist, so, aber ein offenerer Ansatz praktiziert wird über Eine App, die aber eine ganz andere Zugänglichkeit hat und Nutzerinnen und Nutzer mit dem Wesen, der Kultur der Plattform anlockt und eben nicht über die Technologie dahinter. Ich habe Sympathie dafür und bin deswegen gespannt, wie es da weitergeht. Aber ich glaube, problemlos wird das genauso wenig verlaufen, wenn diese Plattform dann irgendwann mal groß ist, dann wird man auch dort merken, was ich auf einer Protokollebene an Grundlagen lege, skaliert eben zum Teil auch nicht.
43:16 Gavin Karlmeier
Ja, so voll.
43:17 Dennis Horn
Zumal wird das ja auch alles noch nicht so richtig
43:20 Gavin Karlmeier
Wissen. Also es gibt bislang eben auch nur Blue Sky, die auf diesem Protokoll kommuniziert. Und dementsprechend ist er natürlich jetzt gerade viel in der Formulierung, in der Kommunikation viel mehr möglich als wir tatsächlich überprüfen können. Es bleiben natürlich ein paar Fragen offen. Also es bleibt so ein bisschen die Frage offen, was kann AT denn besser als das Fediverse? Mal abgesehen, also damit meine ich wirklich die Protokollebene. Activity Pub. Genau, so heißt es in Fediverse, genau. Oder die kurz Ausfall. Nee, genau, so heißt es Die Frage bleibt aber bleibt auch offen, warum Jack Dorsey sich jetzt da hinstellt und sagt, hier, wir haben Fehler gemacht, ich weiß, wie man es besser machen kann. Aber vor einem Jahr eben noch gesagt hat, Elon Musk kann Twitter retten. Also so ein bisschen. So ein paar Fragezeichen bleiben dann natürlich trotzdem offen am Ende. Und es bleibt offen die Frage, wie temporär das tatsächlich gemeint ist. Meint ihr damit fünf Jahre oder meint er damit 150 Jahre? Also auch das ist auch eine Wahrheit, die natürlich da auch mit drin liegen könnte. Leicht gesagt ist zu sagen, ja, es ist alles nur temporär, denn es ist alles
44:34 Dennis Horn
Haben wir noch temporäre Invites für Blue Sky angst?
44:37 Gavin Karlmeier
Ja, die sind immer super temporär. Ich muss direkt dazu sagen. Also es ist ein bisschen komplizierter. Also ich lese jetzt gleich neun Codes nochmal vor. Ich weiß, Vorlesen ist nicht optimal, weil es auch nervig ist, abzutippen. Warum eigentlich genau 9? Ich weiß noch nicht, das ist eine schöne Zahl.
44:55 Dennis Horn
Ja, okay. Oder? Ja, ich kann sonst einen zehnten, dann haben wir es rund. Ja, lass uns dazu machen.
45:00 Gavin Karlmeier
Ja, gut. Okay, dann haben wir heute zehn. Wir lesen die vor. Ich verstehe um den Frust wenn man die mitteppt und dann beim neunten Feststellt, die sind alle schon weg. Weil das passiert offenbar. Mir haben mehrere Leute das geschrieben. Mir fällt nichts. cooleres ein irgendwie, wenn ihr eine Idee habt, wie wir das wirklich, weil die das Ding ist, wenn ich das twittere oder wir das über andere Wege veröffentlichen, kommen sofort Leute, die uns eben nicht zuhören. Und uns ist das ja wichtig, dass das an Hakis geht. Also wir haben ja extra auch gefragt, können wir jetzt nicht für die HörerInnen unseres Podcasts haben und nicht für alle Leute, die irgendwie im Internet unterwegs sind. Und wenn du nur einen Tweet mit Blue Sky schreibst. hast du sofort 10 DMs im Postfach von irgendwelchen Leuten, die sagen, hast du noch einen Code? . Von Leuten, die ich auch nicht kenne. Also das ist irgendwie, das ist so ein bisschen das Problem gerade.
45:47 Dennis Horn
Es ist unser Weg, das einigermaßen fair für alle zu halten. Ja, genau.
45:51 Gavin Karlmeier
Auch wenn es also unglücklich ist, aber ja. Ich fange mal an mit neun und dann hast du auch noch einen, ja? Gut. Also wie immer gilt bei diesen Codes, sie sind immer nach demselben Schema aufgebaut. Sie fangen nämlich an mit B-Sky, ein Wort B-SKY, minus Social Minus. Und das, was jetzt kommt, ist dann quasi austauschbar. Also immer B-Sky minus Social minus. Und dann fange ich an mit O. 5T4I minus 7L6BZ. Ah, und dazu noch alle Buchstaben sind Kleinbuchstaben. Ich glaube, das ist nicht case sensitive, aber Bei mir sind sie alle klein. Ich mach weiter O B zwei M F minus D P. Vier sieben M. Der nächste Ops R V J G P M D.
46:58 Dennis Horn
Vier Minus, I Du musst aufpassen, dass du dich auf der nächsten Dienstreise dich im Hotel nicht mit einem Blue-Sky-Invite buchstabierst. Wie ist ihr Name?
47:13 Gavin Karlmeier
Mein Name ist. Q D Y A G, Minus E I, P. U Nächste. P, ne, Entschuldigung, ich fange nochmal an. Irgendwann fängt die Buchstaben fangen an zu tanzen mit der Zeit. Nochmal. QP VG5 minus Vier C drei L, der nächste Q 5b minus VHZYL. Das ist für Scrabble auch ganz geil. Nenn ein Wort mit 3 mal Y. Bluesky Invite Scrabble, alles spät. Und daneben sitzt einer und probiert die ihm aus. Q Z W U, Minus F fünf R. Und mein Neunter? S R zwei F D G.
48:18 Dennis Horn
Und unser zehnter R. I vier sieben P Minus R D179. So. Alle Angaben wie immer ohne Gewehr. Genau. Wir wünschen euch viel Glück. Nachzulesen auch im Videotext auf Tafel 575 kriegen wir auf Tafel 404. Ist das machbar? Kriegen wir irgendwie eine Teletext-Seite auf irgendeinem Sender geliehen für einen Tag? Wenn ihr bei einem kleinen Sender arbeitet, irgendwie so Tele5, gibt es die noch? Ja, die gibt es noch. Ja, aber die sind nicht mehr so klein, die wurden, glaube ich, übernommen. Okay, dann, also irgendein ganz kleiner Sender und ihr habt ein Teletext-Angebot und könnt uns das einrichten, dass wir unsere Blue Sky-Invites über einen Videotext rausgeben können. Dann würden wir das als anderen Weg akzeptieren, weil es einfach so geil wäre. Das wäre so cool.
49:06 Gavin Karlmeier
Vor allem können wir dann ja hier genau sagen, also ihr müsst jetzt. Eurosport öffnen. Teletex-Seite 603 und da stehen jetzt fünf Blues. Das wäre toll.
49:17 Dennis Horn
Wir würden das machen sofort. Sofort. Toll. Vielleicht ist ja irgendein Haki in einer Videotextredaktion.
49:24 Gavin Karlmeier
Oder zumindest in dem Sender. Wir vergeben vielleicht auch davon Blue Sky Code. Ich muss, also die werden ja immer weniger. Und ich frage nochmal nach, ob wir dann nicht nochmal eine Rutsche kriegen. So. For German Television Teletext. Hey, do you know Teletext? Tell them what? So, bis morgen. Bis morgen.