Da ist er wieder, der Frosch-im-Topf-Podcast eures Vertrauens. Es geht um Bevormundung im Twitterverse, die große Lebensbeichte von Esther Crawford und darum, was mit den Community Notes passiert. Zusammenfassung: Es ist eh nur noch Irrsinn.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran!
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Wie stehen die Aktien?
00:10 Dennis Horn
Äh, ja, ich ähm äh was denn?
00:17 Gavin Karlmeier
Aufwärts, abwärts
00:19 Dennis Horn
Ja, im Zweifel lieber aufwärts. Ich hab keinen, aber deswegen weiß ich nicht, wie man auf diese Frage adäquat antwortet.
00:26 Gavin Karlmeier
Typen, die Dead-Jokes machen, machen am nächsten Morgen Boomer-Smalltalk. Also wirklich. Oh Dönis, du hier, nicht in Hollywood? Du hast eine E-Mail bekommen von mein VZ.
00:39 Dennis Horn
Habe ich das richtig gelesen? Ich war mir nicht sicher, ob es Spam ist oder nicht, aber ich habe eine E-Mail von MindVZ bekommen, in der drin stand unsere Website meinvz. eu ist wieder online. Hast du mal draufgeklickt? Nee, ich hatte Angst, weil die Domain sieht total shady aus. Aber also, ich sag mal so, das ist wieder, es ist wieder da. Vielleicht machen wir jetzt Full Circle Internet, vielleicht fangen wir jetzt einfach da wieder an, wo wir aufgehört haben. Oder wir gehen rückwärts zu Benjamin Button-mäßig, reisen wir rückwärts ins Internet, dann sehen wir uns nächste Woche irgendwie im Usenet. Da würde Twitter aber nochmal richtig Spaß machen dann. Das stimmt, ja. Oh, ich hab so Bock, meine eigene, meinen eigenen IRC-Client also ein bisschen umzuscripten, damit ich im Quake mit die coolsten Farben habe.
01:25 Gavin Karlmeier
Ja, wir sehen uns bei ICQ 27975996. Das ist doch viel älter als ich. Tja, das ist. Ich habe 126603245. Aber wenn du jetzt die Zeit wie Benjamin Button rückwärts drehst.
01:42 Dennis Horn
Ich will gar nicht deine Ambitionen, hier wirklich weiter voranzukommen boykottieren. Aber das Karl Mayersche Gesetz lautet übrigens. Dass wenn du eine ICQ-Nummer nennst, dass alle Leute ihre ICQ-Nummer darauf antworten.
01:54 Gavin Karlmeier
Ja, es ist passiert, oder? Ist so. Und es ist nach wie vor beeindruckend. Aber alles klar.
02:02 Dennis Horn
Alle eure ICQ-Nummern. Egal ob bei Spotify in der Kommentarfunktion oder per Twitter oder bei Mastodon oder Blue Sky oder am Instagram, ist egal. Hauptsache ihr schickt uns eure ICQ-Nummern, wenn ihr noch welche hattet. Wenn nicht
02:16 Gavin Karlmeier
Sorry for boomering you in the day. Morgen erinnere ich mich nicht mehr daran, was du hier versprochen hast, dann schicken die Leute mir die Nummer und dann sage ich, das funktioniert als Blue Sky Invite nicht. Also es ist ja so, wenn du die Zeit jetzt zurückdrehst, dann bedeutet das ja, du wirfst den Frosch in heißes Wasser und es wird langsam kälter.
02:39 Dennis Horn
Ja, also wir müssen über diesen verdammten Frosch sprechen. Genau. Also als wir angefangen haben, dieses Bild zu malen von Wäre bei Twitter alles innerhalb von einer Woche so schlimm geworden, wie es wurde, wären die Leute auch sofort weg gewesen. Aber da es immer schlimmer wurde Sukzessive haben die Leute sich immer mehr an das bisschen mehr Beschissensein gewöhnt, sodass sie nicht gemerkt haben, wie beschissen es wirklich wurde. Daraufhin wurde uns vor einigen Monaten gesagt, das sei das Bild des Frosches im Kochtopf, ein klassisches Bild aus den Wirtschaftswissenschaften, der, wenn man ihn in heißes Wasser schmeißt, rausspringt, wenn man ihn in kaltes Wasser setzt und langsam erwärmt, nicht merkt, wie er langsam Zum Gericht wird, sag ich mal. So, jetzt ist es wohl so. Da hat man uns mitgeteilt, mehrfach. Also ich habe mehrere Leute darauf hingewiesen. Und anfangs war ich noch so, naja, vielleicht ist es für die Metapher trotzdem wichtig, aber Korrekturen gehören zum Geschäft, dass es wohl so ist, dass der Frosch nichts Du hast biologische Fakten. Also auch ein Frosch, den man nach und nach erhitzt, würde aus dem Topf springen, zeigen moderne Versuche. Okay. Das heißt, nur früher haben die Frösche das ausgehalten. Im 19. Jahrhundert haben Experimente das gezeigt, heute sind die Frösche schlauer.
03:57 Gavin Karlmeier
Vielleicht spricht sich das rum. Also, ich habe aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen nur Lob bekommen. Ah, sehr gut. Und zwar aus der Rechtswissenschaft Captain 99 hat uns geschrieben zum Thema Entzug der Nutzungsrechte und Frosch im Wasser. Meines Wissens gibt es so etwas wie konkludentes Handeln. Wenn ich stillschweigend die Änderungen akzeptiere, kann das Unternehmen davon ausgehen, ich würde zustimmen. Sowas wie nicht gemeckert ist Ja gesagt. Wobei ich mich daran erinnere, dass das ja so ein bisschen Gegenstand von Streit ist, weil Facebook das ja immer so gemacht hat. Da sind ja auch nicht alle Juristinnen und Juristen mit einverstanden. Aber Florian ist selbst Jurist, hat mir noch geschrieben: die Frage mit dem Frosch im Wasser ist klasse. Eigentlich ist das nichts anderes als das uralte Schiff des Theseus-Paradoxon.
04:41 Dennis Horn
Das haben wir ja quasi auch gesagt.
04:43 Gavin Karlmeier
Absolut, ja. Und meines Wissens, schreibt Flo Gibt es zu so einer Konstellation noch keine Rechtsprechung? Das wäre wirklich mal ein interessanter Fall, von dem er prima Fazie vermuten würde, dass er zu Lasten von Ex endet.
05:00 Dennis Horn
Damit ist bewiesen, unsere HörerInnen sind deutlich klüger als wir. Im biologischen, im Juristischen, im Englischen, in jedem Sinne, ja.
05:08 Gavin Karlmeier
Absolut. So, wir beginnen mit X für heute und starten nochmal mit dieser Namenswahl der Refirmierung, die wunderschöne Anekdoten hervorbringt. The Daily Beast schreibt zum Beispiel. Dass wegen dieser Umbenennung von Twitter in X die Website in Indonesien gesperrt wurde, aufgrund der strengen Gesetze des Landes zur Einschränkung von Pornografie und Glücksspiel.
05:32 Dennis Horn
Und ich habe mich schon gewundert, warum so wenig Backpacker in den letzten Wochen meine Tweets geliked haben.
05:47 Gavin Karlmeier
Das Ministerium für Kommunikation und Oh Mann. Also das Ministerium für Kommunikation und Information in Indonesien, it's The Daily Beast zitiert. Ähm, die Sperrung hat mit der Domain X. com zu tun, die zuvor zum Hosten von Inhalten verwendet worden war, die gegen die Gesetze. Gegen negatives Material, die Inhalte für Erwachsene versteßen, hat Al Jazeera.
06:18 Dennis Horn
Das bedeutet aber, dass offenbar Elon Musk oder Twitter die Domain ja zurückgekauft hat von jemandem der. Pornografie dort platziert hatte bei ex. com, richtig.
06:27 Gavin Karlmeier
Ja, oder sie haben irgendwie einen falschen Filter, der eins mit mehreren X's irgendwie verwechselt hat, oder irgendwie sowas, weißt du?
06:34 Dennis Horn
Was ist das denn, wenn ich jetzt bei x. com in die Wayback Machine gehe und mal so im Januar 2023 gehe zum Beispiel?
06:40 Gavin Karlmeier
Mach das doch bitte mal live.
06:42 Dennis Horn
Mach das doch gerade mal live.
06:44 Gavin Karlmeier
Wir hören zu. Ich kommentiere und jetzt gebt er einen. archive. org.
06:49 Dennis Horn
Es ist eine weiße Seite. Achso. Ja gut. Ich guck mal 2018. Ja, bitte. 3. September 2018. Und this site is under construction. Search the web. Ist da auch so ein gelbes Baustellengift drauf?
07:02 Gavin Karlmeier
Ja genau, Tok Doctor drunter so ein Counter-Ezweg 14, also mit grünen Buchstaben auf schwarz. Ja, gut. Also in Indonesien mittlerweile hat es aber wohl geklappt. Die haben sich nochmal bei Twitter, bei der X-Corporation gegenversichert, dass da auch wirklich kein Porno drauf zu sehen ist. Auszuschließen ist das bei Twitter X übrigens. Ich wollte gerade sagen, ja. Na gut. So.
07:25 Dennis Horn
Moment mal, Moment mal, Moment, Moment mal. Heißt das, dass in Indonesien das Internet not for porn ist?
07:34 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Also es ist ein mehrheitlich muslimisches Land und negatives Material ist dort zum Beispiel Inhalte für Erwachsene.
07:42 Dennis Horn
Krass, das war mir auch nicht klar.
07:43 Gavin Karlmeier
Gut. Dann eine sehr schöne Frage, die erstmal Matthias Bannert aufgeworfen hat, ungläubig bei Twitter. Wie heißt denn eigentlich, also wie heißt eigentlich in Zukunft die Funktion Twitter Spaces? Sie müsste ja der Benamsung nach dann X Spaces halten und was sagt dazu denn SpaceX? So. Wir wissen nicht, was SpaceX dazu sagt. Wir wissen aber mittlerweile, sie heißen tatsächlich Ex Spaces. Es ist fantastisch. Und Jeffrey Hall hat ausgegraben, dass das Konto Twitter Japan jetzt nur noch Japan heißt, aber nicht Ex-Japan, weil wenn Twitter es in Ex-Japan ändern würde, dann hätte dieser Account Denselben Namen wie eine der berühmtesten Rockbands aus Japan, die nämlich X-Japan heißt. Das ist so überragend, ne? Also, ja gut, ich meine, mit so einem generischen Namen wie X ist ja klar, dass sowas passieren muss. Ja, natürlich. Also ich bewundere ja, ganz kurz noch ich bewundere ja eh immer wieder Unternehmen, die sich umbenennen und dann plötzlich so einen mega einfachen Namen haben wie Meta oder Alphabet.
09:04 Dennis Horn
Ja, total, stimme ich zu. Trotzdem frage ich mich ein bisschen, also nee, also klar, du würdest nicht verhindern, dein Unternehm äh, Unternehmen. anders zu benennen, weil eine Band in einem Land so heißt wie dein Unternehmen plus das Land. Das ist schon logisch. Aber das sind so Dinge, die checkst du in dem Moment, wo du dir überlegst, wie wird denn eigentlich die Grammatik unserer regionalen Einzel-Accounts. Und wenn du dann feststellst, das funktioniert nicht in jedem Land, weil eine Band so heißt, dann überlegst du dir eine andere Logik um zum Beispiel das zu verhindern. Jetzt aber einfach zu sagen, na lass mir den Firmennamen weg, ist von allen Lösungen, die es gibt, wirklich die denkbar ungeschickteste, weil das ja ist, was den das ist der Inhalt des Accounts.
09:48 Gavin Karlmeier
Das ist so, wie wenn du, äh, wenn du irgendwie was reparierst oder ein Regal anbringst oder irgendwas. Und dann hast du irgendwie den Schraube.
09:58 Dennis Horn
schief reingedreht und irgendwas bricht hin und dann machst du das irgendwie noch so ach kommst du dann machst du aus trotzdem nimmst du alle drei anderen Schrauben auch aus. Ja, genau.
10:08 Gavin Karlmeier
Oh Mann, und dann ist also der Bezahldienst wird X Blue heißen. Den Account gibt es jetzt auch, aber es gab auch vorher einen Account, der XBlue hieß, den hat man einfach umbenannt in XBlue Unterstrich, Unterstrich, Unterstrich, Unterstrich, Unterstrich oder so. Auch das ist noch geschehen.
10:26 Dennis Horn
Ich Ich frage mich, wie hätte Elon Musk darauf reagiert, wenn das unter Jack Dorsey passiert wäre, dass Menschen einfach ihre Accounts verlieren, damit Twitter einfach so an diese Accounts rankommt? Ich weiß nicht, ob das nicht da auch geschehen ist. Ja, das weiß ich auch nicht. Halt einfach nur nicht so prominent. Ja, aber also ich habe halt das Gefühl, dass Elon Musk sich in der Vergangenheit, da kommen wir gleich auch noch zu einem anderen Thema, dass Elon Musk Sich einfach über diese eigene Richtlinie, jeder kann doch entscheiden, was er möchte, und alles ist transparent und du triffst deine eigenen Entscheidungen und so, dass er sich da selber nicht mehr dran hält. Ja, das glaube ich. Also, aber da kommen wir gleich wahrscheinlich beim Funktionengeschäft nochmal zu.
11:09 Gavin Karlmeier
Hier übrigens noch das auch noch. Der Account XAI ist natürlich auch jetzt an seine KI-Firma gegangen. Es war auch ein japanischer Nutzer. XAI, der hat Matt Binder von Mashable erzählt, von XAI habe ich noch nie was gehört und sein Handle wurde auf XAI unterstrich auch umgestellt. Oh Mann, oh Mann. Wirklich.
11:35 Dennis Horn
Holy moly.
11:36 Gavin Karlmeier
Jetzt landen wir örtlich wieder beim Unternehmen X in San Francisco. Und all seinen anderen Niederlassungen, in denen übrigens weiter der Vogel überall versteckt wird. Ich hab, ähm, ähm, Jenna Ballagut ist offenbar ein Mitarbeiter. von Twitter hat sehr schön so ein Video gepostet, wo er diese ganzen Vorher-Nachher-Szenen habe, der Vogel dabei nicht mehr. Da gab es eine Stelle, da habe ich sehr gelacht. Da gab es so einen großen, überlebensgroßen Vogel irgendwie hinter so einer Theke, vielleicht am Empfang, wo der Pflachtner sitzt oder irgendwie so. Und den wollte man abmachen, aber man hat ihn nicht abgeschraubt, sondern man hat einfach alles weiß übermalt. Ja, das habe ich auch gesehen. Und man sieht den Vogel deswegen auch exakt so, wie er vorher aussah, weil einfach dieser weiße Rand, der dann so zwei Zentimeter irgendwie dann in die Tiefe geht bis zur Wand, es fällt halt total auf.
12:28 Dennis Horn
Ja, es will einfach so hingehen, die komplette Wand schwarz streichen, weil da vorher mal ein Vogel zu sehen war. Das fühlt sich halt alles, wie gesagt, so an, wie, naja, als würdest du jetzt versuchen, einfach den Teufel auszutreiben gerade.
12:44 Gavin Karlmeier
Jenna Ballagott schreibt, dass die leere Leinwand Ist da ein Geschenk. Manchmal ist das alles, was man braucht.
12:53 Dennis Horn
Nun ja, so. Übrigens, weil der Vogel noch überall drin ist, wir sprechen ja gleich nochmal über die Community Notes. Aber wenn du dich dafür registrierst für die Community Notes, dann kriegst du ja ein Pseudonym. Zum Pseudonym muss man übrigens auch dazu sagen, dass dieses Pseudonym exakt gar keinen Sinn ergibt in dem kompletten Prozess, weil du ja anonym schreibst. Also da könnte auch nichts stehen, es würde keinen Unterschied machen. Aber egal. Du kriegst ein Pseudonym so ein Alias. Die sind alle nach Vögeln benannt. Also dann heißt es zum Beispiel Fun Summer Pelican oder Remarkable Magnolia Bluebird. Und das ist immer noch so und das wurde bislang noch nicht geändert und das ist aber ein Relikt aus der Zeit, als der Prototyp von Community Notes gestartet wurde, der nämlich früher noch Birdwatch hieß. Man hat das einfach nicht geändert, weil, hey, scheiß drauf. Und das ist so oft das Argument, dass man einfach so denkt, wie lieblos einfach alles inzwischen gemanagt wird. It's Find and Replace Season. Buchstaben.
13:49 Gavin Karlmeier
Wir bleiben noch ein bisschen in den Räumlichkeiten von Twitter und X. Uns interessiert ja immer ein wenig den Gegebenheiten dort. Dort näher zu kommen und auch den handelnden Personen, allen voran Elon Musk. Und jetzt hat Esther Crawford dazu einen längeren Tweet. veröffentlicht. Ist das noch ein Tweet oder ist das schon ein Buch? Weiß man nichts. Ich hab heute, heute habe ich in der Diskussion bei Twitter den Begriff Tweet-Roman gelesen. Oh, das ist gut. Ja, also da hat irgendeiner hatte einen Twitter Blue-Account und hat dann dem anderen richtig lang geantwortet. Und der andere, der konnte nicht lang antworten. Ja, das war. Weil er hat nur einen normalen Account.
14:30 Dennis Horn
Ich hab das auch gesehen.
14:32 Gavin Karlmeier
Und er hat ihm dann eine Auseinandersetzung mit einem von den Typen von diesem News. Und Jan Schippmann war das, der andere Medium von Julian Reichelt. Und er hat ihm dann geantwortet: einfach, ich kann leider keine Tweet-Romane schreiben. Das fand ich sehr schön. Das finde ich auch gut. So, und Esther Crawford hat einen Tweet-Roman geschrieben. Esther Crawford war die, die als war das, Produktchefin bei Twitter geblieben ist und die im Schlafsack. Genau.
15:01 Dennis Horn
Auf dem Boden geschlafen hat. Die auch zwischendurch, die galt ja so als, ähm, wurde immer wieder so ein bisschen despektierlich als die Taschenträgerin von Elon Musk bezeichnet. Ja. Weil die sich im Dunst Der Übernahme relativ schnell nach oben gehuscht hat. Ja.
15:16 Gavin Karlmeier
Und dann ist auch sie aus dem Unternehmen, ich sage mal, ausgeschieden worden. Am Ende und hat jetzt in einem längeren Video und dazugehörigen Tweet den sie in diesem Video einfach vorgelesen hat, XIT, dazugehörigen XITOM hat sie Aus dieser Zeit erzählt, wie sie Elon Musk wahrgenommen hat. Und da gehen wir jetzt nochmal ein Stück drauf ein, weil das einfach unser Bild. Komplettiert. Sie ist übrigens zu Twitter gekommen, weil Twitter ihr Start-up im Jahr 2020 gekauft hat.
15:56 Dennis Horn
Ah.
15:57 Gavin Karlmeier
Ja, das war ihr Start in das Unternehmen Twitter, sagt, das war toll, weil dann konnte ich das endlich von innen sehen. Und aus der Nähe war Twitter für sie, und das ist interessant, sie erzählt halt erstmal von der Zeit vor Elon Musk Sagt sie sowohl erstaunlich als auch schrecklich, wie so viele andere Unternehmen und Dinge. Also sie hat gesagt, bei Twitter gab es Licht und Schatten. Und der Schatten, den beschreibt sie vor allem in dieser unglaublichen Schwerfälligkeit der Bürokratie bei Twitter. Wir hören da mal rein.
16:30 Speaker 4
Dumb Powerplays, Reorgs and Team Name Changes. Or distractions that occurred too regularly. You couldn't just be a builder. You also needed to be a politician. I was shocked by how old and bespoke the infrastructure was But there was little will to think beyond quarterly earnings earnings calls because we were all beholden to the masters of IMDAO and revenue growth as a public company. It often felt like things were held together with duct tape and glue, and that many people had just accepted that a small product change could take months or quarters to build. Management had become bloated to accommodate career growth, and the company culture felt too soft and entitled for my own taste. Healthy debate and criticism was replaced by a default refrain of no, that can't be done, or another team owns that, so don't touch it.
17:26 Gavin Karlmeier
So, also sie beschreibt ein wahnsinnig schwerfälliges Unternehmen, das im Grunde immer nur ja von Geschäftszahlenveröffentlichung zu Geschäftszahlenveröffentlichung gehuscht ist und es gab niemanden, der sich irgendwie getraut hat, Entscheidungen zu treffen. Man hat irgendwelche Konzepte ausgearbeitet, musste dann durch irgendwie verschiedene Hierarchieeben und es wurde eh alles wieder nur gecancelt. Die einen oder anderen aus, sag ich mal, größeren Unternehmen unter euch werden das vielleicht kennen und relaten können. So. Und das war halt schon der Zustand vor Elon Musk. Und ich finde das immer wieder wichtig zu sagen. Weil es war nicht alles gut bei Twitter. Und diese Schwerfälligkeit, die hat man ja auch einfach von außen gemerkt.
18:24 Dennis Horn
Ja, zu 100 Prozent. Also auch dieser Satz, es war ja nicht alles gut bei Twitter früher, das haben wir auch schon öfter festgehalten, auch Jack Dorsey war kein. Kein guter Chef. Die Frage ist so ein bisschen, wo man da halt die Messdate anlegt. Es hat nicht alles funktioniert, es hat sich vor allem nichts verändert. Jahrelang wurden keine neuen Funktionen ausgerollt und so. Also Twitter war ein super problematisches Netzwerk, auch früher schon das Die Content-Moderation hat nicht perfekt funktioniert, es ist schlecht gewachsen, es war nicht gewinnbringend, nicht wirtschaftlich. Es gab viele Probleme mit dem alten Twitter. Aber also wie wir in den letzten Wochen und Monaten hier ja auch festgestellt haben, das ist jetzt nicht zwangsläufig einfach besser geworden, seitdem. Einfach nur, weil man sagt, break things. Also da gehört auch dann schon, der Neuaufbau gehört auch schon zum Break Things auch so ein bisschen dazu.
19:09 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also erstmal, sie hat noch so über diese alte Zeit gesagt, die meisten Leute haben ihren Job zwar gut gemacht, aber es war eigentlich fast unmöglich, schlechte Mitarbeiter zu entlassen. Die wurden dann stattdessen irgendwie wegbefördert, so weil nur wenige da irgendwie den Willen hatten oder die Ressourcen herauszufinden, wie man sie aus dem Unternehmen bekommt. Und sie war dann deswegen irgendwie auch vorsichtig optimistisch, weil Elon Musk an Bord gekommen ist.
19:36 Dennis Horn
Auch übrigens total nachvollziehbar, ehrlicherweise. Also wenn man. Du hast ja gerade gesagt, es gibt ja sicherlich Leute unter euch, die auch so große Unternehmen kennen, und ich habe in meinem Leben auch schon mal große Unternehmen kennengelernt und du eventuell auch. Und es gibt da durchaus diese Momente, in denen man extrem frustriert ist. Und wenn dann jemand kommt, der einem verspricht, jetzt geht alles gut, dann ist man, glaube ich, sehr schnell gewillt, das zu glauben, weil man den Zustand, so wie er war, eigentlich nur relativ schnell verändert haben möchte.
20:05 Gavin Karlmeier
Wir haben ja der neuen Chefin Linda Yacarino auch so diesen alten Blick auf Elon Musk attestiert. Ja, so diesen A, der hat ähm SpaceX unter sich, der hat Tesla unter sich. Das sind Unternehmen, die was hermachen, die besonders sind. Ja. Und Esther Crawford sagt in ihrem Video auch, dass sie deswegen vorsichtig optimistisch war. Und sagt also, wenn Leute mich heute fragen, warum ich geblieben bin, Optimismus, Neugier, persönliches Wachstum und Geld. So, das waren ihre Motivationen. So, und dann erzählt sie über Elon Musk. Und da wird es jetzt nochmal interessant. Persönlich sagt sie: ist Elon seltsam, charmant? Und wirklich lustig. Er hat auch Persönlichkeitsmerkmale, wie immer die gleichen Geschichten und Witze zu erzählen. Und die Herausforderung bestehe, aber mit seinen Launen umzugehen. Weil seine Persönlichkeit und sein Verhalten im Handumdrehen wechseln können, von aufgeregt, also so positiv aufgeregt
21:24 Speaker 4
At times it felt like the inner circle was too zealous and fanatical in their unwavering support of everything he said. When individuals encouraged me to be careful about what I said, I politely thanked them and said I would not be taking their advice. I had no interest in adding to a culture of fear or walking on eggshells around Elon. Either he would respect me for being real or he could fire me. Either outcome was okay. I quickly learned that product and business decisions were nearly always the result of him following his gut instinct. And he didn't seem compelled to seek out or rely on a lot of data or expertise to inform it. That was particularly frustrating for me since I believed I had useful institutional knowledge that could help him make better decisions. Instead, he'd pull Twitter, ask a friend, or even ask his biographer for product advice At times it seems he trusted random feedback more than the people in the room who spent their lives dedicated to tackling the problem at hand. I never figured out why and remain puzzled by it. I don't think things had to be as difficult or dramatic as they turned out to be. But I can't say that I'd bet against Elon or count him out. He's smart and has enough money to make a lot of mistakes and then course correct when things go awry.
22:40 Gavin Karlmeier
Also sie sagt, am Ende kann eh immer noch alles gut laufen, weil Elon Musk Geld genug hat, um seine Fehler glatt zu bügeln. Aber ja, er, wie kann man das denn sagen? Er regiert nach Anekdotenlage irgendwie so, ja. Also das, was wir. schon beschrieben haben, er glaubt mitunter der letzten Person, mit der er im Raum war. Er setzt nicht viel auf institutionelles Wissen und auf Ja, vielleicht auch datengetriebenes Arbeiten, wenn man einfach Wissen hat, gute Entscheidungen zu treffen, sondern das ist so, so, das ist
23:15 Dennis Horn
Also mir hat ein Satz von ihr total, na imponiert ist vielleicht falsch, aber hat mich, ähm, da habe ich so das Gefühl gehabt, genau das zusammengefasst zu haben. Sie sagt so, bei Zeiten sah es so aus, als würde er random Feedback mehr vertrauen als den Leuten, die bei ihm im Raum sind und ihr Leben gewidmet haben, dieses Problem zu lösen. Und ich finde das fasst total gut zusammen, was wir immer versucht haben, so zu greifen in diesem, in dieser Willkür, dass er sehr impulsiv auch sein Vertrauen vergibt und das ganz selten auf einer Grundlage die wir vielleicht als Menschenkenntnis kennen. Also sondern eher so, wie easy sagt, random.
23:58 Gavin Karlmeier
Guter Punkt. Finde ich super krass. Und diese genaue Beschreibung, also das so genau zu sehen und nachvollziehen zu können, die ermöglicht es ja dann am Ende auch. Im Grunde diese Management-Taktik zu entwickeln, wie sie dann bei SpaceX vorherrscht, nämlich Manage the Manager. Ja, genau. Man sieht so genau, wie er tickt und wie random das ist. Dass man diese Randomness mit einer geschickten Strategie auch einfach anfangen kann. 100 Prozent, ja. Also sie sagt selbst, ich habe eine Menge gelernt, indem ich Elon aus der Nähe beobachtete: das Gute, das Schlechte und das Hässliche. Sein Mut, seine Leidenschaft und sein Geschichten erzählen sind inspirierend, aber sein Mangel an Prozessen und Empathie ist schmerzhaft.
24:46 Dennis Horn
Ich finde das erstmal total beeindruckend, dass sie das macht, weil sie ja relativ lange gute Miene zum bösen Spiel gemacht hat, auch als sie entlassen wurde, eigentlich die ganze Zeit nichts Schlechtes über Twitter gesagt hat und auch über das ganze Drumherum nicht. Und dass sie jetzt aber gleichzeitig auch erkennt, es gibt ein Interesse dafür, dass sie ihre Geschichte einmal aufschreibt. Also finde ich tatsächlich sehr beeindruckend und auch sehr charakterstark an der Stelle. Wir packen den ganzen Thread mal in die Shownotes, weil da steckt noch viel drin, finde ich.
25:20 Gavin Karlmeier
Dann Ähm, wo handelt er noch impulsiv? Das Wall Street Journal schreibt, dass X die Werbekunden von Gewarnt hat, dass ab dem 7. August die Verifizierung der goldene Haken verloren geht. Wenn Sie in den letzten 30 Tagen nicht mindestens 1000 Dollar für Werbung ausgegeben haben oder 6000 Dollar für Werbung in den letzten 180 Tagen, was dasselbe ist, weil es ja mal sechs ist und sechs Monate, Fällt mir gerade auf. Schön, das nochmal so zu unterteilen. Und wir haben noch die Info von Oliver Alexander. Nach den neuesten Daten gibt es rund 33. 000 Konten mit einem Goldenen Haken. Und von denen zahlen nur knapp zehntausend für Ex Blue. Und er schreibt dann, am 7. August werden wir also sehen, ob zwei Drittel der goldenen Häkchen verschwinden werden.
26:31 Dennis Horn
Ich finde, das wirft das Ganze, wir verifizieren die größten Accounts und so, wirft das nochmal in neues Licht, weil das nur eine Art Naja, eine Art Vorbauleistung, eine Art Vorschuss war, um jetzt die Erpressung vollständig zu machen. Ich finde, das kann man nicht anders sagen, als das ist Erpressung, was da passiert. Und ich würde ehrlicherweise, also nicht überraschend, aber ich kann nur allen tunlichst davon abraten, aus diesem Grund jetzt anfangen Werbemittel zu verschleudern. So, ne?
27:04 Gavin Karlmeier
Also, der goldene Haken, übrigens, ist es vielleicht noch wichtig, kostet für diejenigen, die ihn haben wollen, genauso viel. Ja, also es sind auch diese 1000 US-Dollar im Monat. Das heißt, man würde da noch Kostenlos ein Werbepaket obendrauf bekommen, wenn man es so sieht und positiv beschreiben möchte. Aber genau, ja, es ist ein durchsichtiger Versuch. So ist es, ja, genau. Du hast angekündigt schon, dass wir über die Community Notes sprechen müssen. Angelegt von Remarkable Magnolia Bluebird und Kollegen. Elon Musk hat einen Tweet veröffentlicht. Der lautet wie folgt. Einen XIT veröffentlicht, der lautet wie folgt. Also er hält sich immer noch mit der Impfdebatte auf. Natürlich. Wir können nicht alles dem Impfstoff zuschreiben, aber wir können ihm auch nicht nichts zuschreiben. Myokarditis ist eine bekannte Nebenwirkung. Die Frage ist nur, ob sie selten oder häufig ist. Und darunter war folgende Community Note zu lesen. Studien zeigen, dass das Risiko einer Myokarditis nach einer tatsächlichen Covid-Infektion deutlich höher ist als mit dem Impfstoff. Bei jugendlichen Jungen war das Myokarditis-Risiko nach einer Covid-Infektion etwa doppelt so hoch wie das Risiko nach der zweiten Impfdosis. Und diese Community Note ist mittlerweile verschwunden.
28:35 Dennis Horn
Und das ist, mal abgesehen davon, dass das ein völlig. Und verhältnismäßiger Eingriff ist in ein Tool, das eingezogen wurde, um der Community die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu regulieren. ist das beeindruckend, dass die angezeigt wurde, weil wir hier darüber schon gesprochen haben, dass es Algorithmen gibt, die bei denen, die die Community-Notes als hilfreich bewerten sollen, Eine Art Unterteilung stattfindet in linkes und rechtes politisches Lager oder in politische Lager. Und die Leute, die im einen Lager sind, müssen genauso viele sein wie die, die im anderen Lager sind, die eine Note als hilfreich markieren müssen. damit sie überhaupt außenstehenden angezeigt wird, also nicht denen, die abstimmen. Das heißt, dass diese Node öffentlich angezeigt wurde, zeigt, dass die Node diese Hürde schon überwunden hat. möglichst viele Leute damit interagiert haben und sie jetzt einfach so und auch nicht als nicht in einen Abstimmungsmodus versetzt wurde, weil da plötzlich viele Leute anders abgestimmt hätten, sondern sie ist einfach weg. Und das ist ähm Absolut. Also damit, das ist der Moment, wo die Community-Notes halt auch kaputt sind. Jetzt brauchst du sie nicht mehr verwenden, wenn du weißt, dass es da eine. Willkür gibt von einem Individuum, das Entscheidungen trifft, um zu sagen, gute Community Note, schlechte Community Note.
30:02 Gavin Karlmeier
Vielleicht muss man auch das nochmal dabei sagen, es überrascht uns natürlich absolut nicht. Ja, also der Free Speech Absolutist hat schon einige Male die Regeln natürlich dann geändert, als es ihm nicht in den Kram passte, die Free Speech. Und ähm Hier sehen wir es nochmal deutlich. Diesem System ist natürlich mit allein einem solchen Eingriff direkt in der Gesamtheit nicht mehr zu trauen. Und das ist ein Problem.
30:28 Dennis Horn
Und das haben wir schon öfter erlebt, dass mit solcher Willkür zum Beispiel die Twitter-Circles nicht mehr brauchbar waren, weil sie nicht mehr zuverlässig funktioniert haben. Die Blockfunktion war schlagartig nicht mehr brauchbar, weil sie nicht mehr zuverlässig funktioniert hat. Das sind so Vertrauensbrüche, das geht nicht. Also wenn du weißt, dein Bankberater hat dir mal aufs Sparbuch gegriffen, hat sich 50 Euro genommen, dann wirst du da auch nicht nochmal 50 Euro hinbringen.
30:53 Gavin Karlmeier
So. Sehr schönes Bild. Danke. Ich möchte möchte überladen zu Funktionen und Emotionen.
31:07 Dennis Horn
Und ich hoffe so sehr, dass das jetzt die perfekte Überleitung zu der Geschichte wird, zu der ich die meisten Emotionen heute habe.
31:12 Gavin Karlmeier
Oh, da bin ich gespannt. Da bin ich gespannt. Also, wir beginnen mit einem Screenshot, den Andrea Conway geceatet hat. Okay, dann sind wir noch nicht da. Okay. Okay. Ich glaube aber, welche es ist. Ich glaube, ich weiß, welche es ist. Aber also, Andrea Conway die Funktions- und nee, nicht Emotions- aber Funktionsgöttin von X schreibt. Erinnert ihr euch noch daran, als einige von euch wirklich dachten? Wir würden euch einfach jede einzelne Person hier anrufen lassen. Dazu ein Screenshot aus einem Einstellungsmenü. Indem du regeln kannst, welche Menschen oder welche Accounts dich über Twitter anrufen dürfen. Erstens, Leute aus deinem Adressbuch. Zweitens Leute, denen du folgst. Drittens, Leute, die dich subskribiert haben. Viertens, die Blaubehagten. Fünftens, jeder.
32:09 Dennis Horn
Also der erste Punkt ist der, der eigentlich die meisten Emotionen auslöst. Weil er. Impliziert, dass ich mein Adressbuch mit Twitter synchronisiere. Das kennen wir von vielen anderen Apps, das kennen wir von WhatsApp zum Beispiel. Das funktioniert gar nicht ohne Zugriff auf das Adressbuch, weil es ja nur darüber abgleicht, mit wem du in Kontakt treten kannst. Andere Messenger sind da ein bisschen, ich sag mal, gutmütiger und erlauben dir auch Menschen über Nicknames hinzuzufügen, wie Telegram beispielsweise. Das ist wenn du die Everything App sein willst, musst du auch Zugriff auf Everything haben und dann kannst du auch die Leute anrufen über dein Telefonbuch. Aus der Nützlichkeit her ist es natürlich nachvollziehbar. Aber am Ende ist das ein Plan, um solche Netze zu bilden, um zu erfahren, wer wen kennt, wie Meta und Facebook das ja auch tun. Also auch dann wird es passieren, dass du dich bei X registrierst und dir Leute empfohlen werden, die dich kennen, obwohl du dein Adressbuch nicht synchronisiert hast und obwohl du auch noch mit keinem vernetzt bist, weiß die App schon, wer du bist und wen du magst oder kennst. Ansonsten, ja, das wird kommen, das telefonieren und der erste Mensch, der mich über Twitter X anruft, wird natürlich sofort blockiert, ist ja klar.
33:27 Gavin Karlmeier
So, dann für die Android-App von X gibt es neue Icons. Du kannst dann auswählen zwischen verschiedenen farbigen Hintergründen.
33:36 Dennis Horn
We know that from Reddit.
33:40 Gavin Karlmeier
Wobei bei X ist das Icon immer noch hoch aufgelöst. Aber vielleicht kann ich mir vorstellen, dass Elon Musk auch hier, das wäre doch, ich meine Lernen von Reddit, oder? Ja. Könnte man auch noch ein bisschen Geld holen. Ja. So, damit ist automatisch folgende Geschichte, die, zu der du die meisten Emotionen hast, als Fan des Dark Modes, ist mir auch klar warum. Elon Musk twittert: Diese Plattform wird in Zukunft nur noch den Dark Mode haben. It is better in every way.
34:12 Dennis Horn
Ich muss mir so in die Faust bleisen, wenn ich das lese. Das ist so eine. Bitte piepen. Wie kann man denn? Also, jetzt gerade ist es de facto so. Ich kann einstellen, ob ich Twitter hell benutzen möchte. ob ich Twitter in Gedimpt nutzen möchte oder ob ich Twitter Dark nutzen möchte. Ich kann auch einstellen, dass sich Twitter an meine Systemeinstellung hält, so wie das bei mir zum Beispiel ist, dass ich tagsüber einen hellen Modus habe und abends einen Dark-Modus. Ich habe am Wochenende lustigerweise erst Häme von Freunden bekommen, die gesagt haben, sie können schon nicht den ganzen Tag im Dark Mode sein. Alles gut. Die können alle den ganzen Tag alles auf Dunkel haben, können sich die Augen ruinieren. Mir alles egal. Es kann ja jeder machen, wie er möchte und jede. Aber zu entscheiden, dass es die Optionen nicht mehr gibt Sondern zu entscheiden, es gibt nur noch den Dark Mode, weil ich finde es auf jede Art besser, ist so ein So eine gequirelte Scheiße. Und das ist auch ehrlicherweise keine, also das ist so weit weg von liberalem Denken oder libertären Denken. Das hier, lieber Elon Musk, ist eine Art von Diktatur. Das kann man nicht anders sein. Also, das ist Bevormundung. Wow. Richtige Boomer-Vibes.
35:28 Gavin Karlmeier
Ja, da werde ich richtig wütend. Das ist so, wie Leute die aufrichten. Was ist schlimmer, dass der Deckel an deiner Milch jetzt oben immer fest ist und du ihn nicht mehr ganz mitmachen kannst?
35:38 Speaker 5
Cola oder der Dark Mode bei Twitter.
35:41 Dennis Horn
Das war der Cola, der Deckel, genau. Das sind glaube ich, das ist mein Cola-Deckel. Ich finde die Entscheidung, das ist mein Volvo, der bei 180 schon abriegelt und ich darf nicht 300 fahren. Das ist also die Immobilion, die. . Ich möchte weiter mit dem Plastikstrohhalm in meinen Twitter stechen. Nein, aber also was ist das denn für eine dumme Entscheidung zu sagen, wir machen jetzt nur noch Dark Mode. Da habe ich wirklich nur Verachtung für übrig.
36:11 Gavin Karlmeier
Gut. Ich und übrigens ganz kurz noch.
36:15 Dennis Horn
Ich benutze, ich benutze den Tags über echt nicht den Dark Mode. Aber da haben wir nicht darüber gesprochen, dass das neue Ex-Logo so technisch, männlich, martialisch wird.
36:24 Speaker 5
Ja, ja, das hier ist falsch.
36:25 Gavin Karlmeier
Das ist genau die Richtung.
36:26 Speaker 5
Ja, ja, natürlich.
36:27 Gavin Karlmeier
Absolut. Es ist alles dieselbe Sorte von Leuten, wobei ich dir abschließend zum Dark Mode einfach nur noch mit auf den Weg geben möchte: It is better in every way. Aber ich schreibe es dir nicht vor.
36:41 Dennis Horn
Es ist ja auch okay, ich finde es ja sogar 100% legitim zu sagen, das ist das Design, so sehen wir aus, Punkt. Voll okay. Aber einfach zu sagen, wir nehmen auch die Option weg, die ihr jetzt gerade habt, ist doch dumm. Vor allem mit der Begründung, es ist besser auf jede Art. Ja.
37:00 Gavin Karlmeier
Und ich bin ja als Monk werde ich ja verrückt. Also mir spielt das jetzt in die Hände, dass es Dark Mode ist. Aber als Monk werde ich verrückt, wenn es einzelne Programme gibt, die sich nicht daran halten. Ja. Was soll denn das? Also denn, also entweder ich mache alles schwarz oder alles weiß. Oder kann es einstellen, aber doch nicht, dass mir das so. Also weißt du, da würde ich ja einfach so. Es kann doch nicht eins aus der Reihe tanzen.
37:23 Dennis Horn
Verstehe ich komplett. Es ernervt mich bei Spotify schon, dass Spotify immer Dark Mode ist.
37:27 Gavin Karlmeier
Ja. Aber ist das so, habe ich nicht gemerkt. Ist immer dunkel. Ja, gut. Okay, also ihr habt 37 Minuten lang Wortwitze und Dead Jokes ausgehalten. Jetzt, liebe Hakis, gehen wir nochmal richtig in Denkarbeit. Um doch, und es geht um Ex um X und We Chat. Wir schätzen ja Den Blick aus dem Internetobservatorium von Johannes Kuhnseer, ein fantastischer Newsletter. Und er geht in dieser Ausgabe noch einmal auf diese Idee von Elon Musk ein. Ähm, Ex zu so einer Everything-App zu machen, einer, wie man es in Fachkreisen nennt, Super-App. Da wird dann immer WeChat als Vergleich herangezogen und er findet diesen Vergleich im Grunde schief. Und ich gehe mal kurz auf seine Argumente ein. Erstens war WeChat ein wesentlicher Teil des chinesischen Leapfroggings. Das ist der Übergang von offen. Direkt zu Mobile First. Also im Grunde so diese Desktop-Welt zu überspringen für viele Nutzerinnen und Nutzer. Und das war eine Nutzerschaft. Die dann in dieser Mobilumgebung auf dem Smartphone zum ersten Mal überhaupt online war, oft. Und mit einer nur rudimentären Payment-Infrastruktur, aus der sich noch kein so ein richtiger Spitzenplayer rauskristallisiert hatte, wie das vielleicht in der Desktop-Welt in westlichen Ländern PayPal war oder so. Und mit Händlern und Kunden, die meistens auch vorher noch offline waren, und dann musste man irgendwie schnell etwas entwickeln. Während im Westen aber ja schon alles ausdefiniert ist. Also wir haben Mobile First schon, wir haben die Payment-Möglichkeiten, wir haben die Händler, die schon längst angeschlossen sind und so weiter. Du musst für all diese Dinge. Ja, gar keine Lösung mehr schaffen, die WeChat in China war. Dann zweitens schreibt er, dass WeChat natürlich nochmal in sich eine Plattform ist. Also fast schon, der Begriff ist falsch, aber fast schon wie so ein eigenes Betriebssystem, für das es dann nochmal eigene Apps gibt innerhalb von WeChat. Ja, also eine eigene Funktion, wenn ich mein Auto orten möchte, nennt er als Beispiel U-Bahn-Ticket kaufe, weiß ich nicht, vielleicht Zahnarzttermin mache und so weiter. WeChat ist dann immer die Anlaufstation.
39:51 Dennis Horn
Übrigens, wir kennen das so ein bisschen, ganz kurz nur, weil es gibt in der westlichen Welt da kleine vergleichbare Dinge, weil die Facebook-App früher auch sowas war. Du hattest da ganz viele so unter, und man konnte keine eigenen Apps einreichen. Aber du hattest da ganz viele kleine Features, die sich eigentlich wie Fremdkörper angefühlt haben. Es gab Facebook Wi-Fi und du konntest darüber wählen, Passwörter. tauschen oder Facebook Places und konntest du einchecken, wo du gerade bist und so. Und auch das hat sich ja übrigens nicht so richtig halten können.
40:20 Gavin Karlmeier
Ja, Facebook hat ja auch vor, seinen Messenger in genau diese Richtung aufzubohren. M, den Bot. Und ähm, er sagt aber, es ist eigentlich für Ex eine andere Herausforderung. Warum solltest du erst in eine solche App gehen, um dir dort noch Apps oder Funktionen zu gönnen? Wenn diese Funktionen schon auf der oberen Ebene deines Smartphone-Betriebssystems sind und du dir die aus den App Stores von Google und Apple direkt rausholen kannst. Ja, und die sind ja gut, diese App-Stores. Also die sind nicht so schlimm, dass ich irgendwas anderes brauche, was dieses Problem löst.
41:05 Dennis Horn
Naja, und vor allem jeder versteht es. Auch Leute, die gar nicht Tech-Affin sind, verstehen wirklich, sich die Deutsche Bahn-App zu installieren.
41:11 Gavin Karlmeier
So, und dann drittens sagt er die Unterstützung der Regierung in China. Ja, also die Regierung hat WeChat auch unterstützt, weil das das Schön ist, das alles unter Kontrolle zu haben. Und dann wurde die Konkurrenz abgewehrt, schön protektionistisch. Dann wurde. für WeChat so die Regulierung getroffen, dass es für die App auch gut aussieht. Also dass WeChat so gut funktioniert. Ist auch der Unterstützung des chinesischen Staates zu verdanken. Und das wird es in den USA ja in dieser Form überhaupt nicht geben können. Ja, so. Und dann schreibt er, darüber haben wir auch schon gesprochen, also Treppenwitz wäre natürlich, wenn Musk wirklich glaubt dass X als Marke hier irgendeine Form von Reiz ausstrahlen kann, von Autorität und vielleicht auch von Vertrauen, Verlässlichkeit, was den Datenschutz angeht, die Infrastruktur. Das ist ja gerade, darüber haben wir vor ein paar Ausgaben gesprochen für so eine Payment-Geschichte. Unerlässlich, dass ich da Vertrauen habe. Und Johannes Kund schreibt: der Zug ist abgefahren. Elon Musk. kann keine Software und die Nutzer lassen seine Software hinter sich. Das ist eigentlich eine Zeitverschwendung. Er nennt das Hirngespinst, Super-App-Hirngespinste überhaupt zu sprechen oder zu schreiben.
42:37 Dennis Horn
Ja, und das Ärgerliche ist, da haben wir hier auch schon öfter drüber gesprochen, und aber man kann es, glaube ich, gar nicht oft genug sagen, diese ganzen Bestrebungen, diese ganzen das Umbenennen, das Ab Kanzeln von MitarbeiterInnen und Funktionen, das Absägen von all dem, was mal USP war. Im Nachhinein stellt sich heraus, das alles ist nur Beiwerk. Auf dem Weg zur Erfüllung eines Traumes, den Elon Musk mit 19 Jahren hatte. Und dabei sind alle Mechanismen des Marktes ausgeblendet. Alles, was sich seitdem auch in der Welt verändert hat, wäre Elon Musk heute 19, sein Traum sähe er anders aus. Aber er ist 52 und der Traum hat sich aber einfach nicht verändert. Er konnte ihn nie umsetzen. Jetzt hat er das Geld und er macht einfach. Und allen Dingen zum Anschein wird das wohl scheitern.
43:25 Gavin Karlmeier
Der Mann, der immer wieder dieselben Witze und Geschichten erzählt, hat oder merkt nicht, dass sich die Welt verändert. Exakt. Ich fand noch schön den Gedanken von Ryan Broderick zum Abschluss vom Garbage Day Newsletter, warum Elon Musk das so macht und also trotzdem macht und auch den Bekanntheitsgrad, also diese Marke Twitter aufs Spiel setzt. um einen schreibt er schlechten, dummen WeChat-Klon zu bauen. Weil er, das ist seine These, sich wie alle Twitter-Power-User nicht vorstellen kann, dass andere Websites wichtiger sind als Twitter. Sondern er denkt, das sei das gesamte Internet. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich dieser These entspricht, wie die Lage ist, aber ich. Finde es trotzdem faszinierend, darüber mal nachzudenken. Also er ist von dieser App besessen. Das haben wir ja öfter schon gehört, wie er sich in Twitter rumtreibt und davon nicht loskommt. Man mus ihm das Handy entreißen kann muss, damit er um 3 Uhr nachts nicht seatet und so. Und auf dem Höhepunkt der Pandemie war er so besessen von dieser App, hat gedacht. Sie sei erstens populär, was sie ja auch nicht ist, und zweitens, dass seine Erfahrungen mit dieser App universell sind. Und die Antwort auf die Frage, warum er Twitter in WeChat umwandelt, lautet, dass er sich ein Internet jenseits von Twitter einfach nicht vorstellen kann, schreibt Ran Broderick. Genau wie all die Nutzer, die es derzeit immer noch verwenden. Er will sein eigenes WeChat, weil er das gesamte menschliche Leben auf der Erde und darüber hinaus kontrollieren will. Und er kann sich nicht vorstellen, dass andere Websites wichtiger sind als Twitter, weil Twitter ihm ein gutes Gefühl vermittelt, wenn er Memes postet. Für mich ist Musk einfach das Äquivalent eines Milliardärs, der einem atemlos das Twitter-Inseldrama erklärt, als ob es die Nachrichten wären. Er glaubt, Twitter ist das wahre Leben und er ist bereit, einen Großteil seines Vermögens in Brand zu setzen. Um das Buch sterblich zu erzwingen.
45:26 Dennis Horn
Ich finde, das ist eine sehr spannende Interpretation. Ich kann natürlich nicht einschätzen, wie war viel Wahrheit da drin steckt, ne? Aber Die These, dass er eigentlich eine Machtbesessenheit hat und dass beispielsweise das Geschwurbel von Freedom of Speech und Marktplatz des Internets, dass das eigentlich nur Mittel zum Zweck ist, um seinen Thesen ein Publikum zu fortzusetzen, dass sie hören will. Weil er da weiß, da kann er andocken, das sind Leute, die lassen sich davon begeistern und die kaufen das und am Zweifel kann er dann irgendwie nachher immer noch so walten und schalten, wie er möchte. Das kennen wir tatsächlich von der politischen Rechten hier in Europa, aus vielen Ländern auch. Also, das ist keine völlig neue Mechanik, die er da anwendet. Und ehrlicherweise hat Donald Trump das auch so versucht. Also ich finde, da ist schon was dran. Wie gesagt, ich kann das aber nicht einschätzen, was die persönlichen Beweggründe von Elon Musk sind. Aber für mich wäre das eine schlüssige Herleitung.
46:33 Gavin Karlmeier
Ja, und Leute, die das, was bei Twitter. passiert in irgendeiner Form für repräsentativ halten, haben wir ja auch oft genug erlebt. Also das ist ja auch so falsch nicht. Das ist wahr, ja. Spannend. So, spannend. Danke. Danke. Interessant war es wieder heute. Ja, hat auch mal Spaß gemacht. Sagen wir, war schön mit dir zu sprechen. Machen wir nächste Woche wieder nochmal, ne? Mach ich gerne. Komm ich wieder.
46:59 Speaker 5
Machen wir vielleicht ein kleines Wochenendchen, ne? Ja? Ja, ansonsten fünf Sterne, ne? Gerne wieder. Zehn von zehn. Bis Montag. Bis Montag. Tschüss, tschüss. Leg du zuerst auf. Ja, nee, du. Okay.