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Folge 258 · 18. März 2024 · 1:18 Std.

Ein unfreiwilliges Psychogramm von Elon M.

mit Pip Klöckner

Heute mal Fanservice in „Haken dran“-Manier, denn reden wir nahezu ausschließlich über X/Twitter und Elon Musk. Er hat sich aber auch wirklich bemüht, endlich mal wieder eine Folge gewidmet zu bekommen. Dass wir das heute ausgerechnet mit Pip Klöckner vom Doppelgänger TechTalk machen dürfen, ist dabei eine umso größere Ehre.

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Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:08 Gavin Karlmeier

Hallo Pip. Grüß dich, Kevin. Ich stelle dich nochmal kurz für die drei Leute vor, die dich jetzt noch nicht kennen. Du warst schon mal hier. Und das war ein großer Spaß, du bist aber vor allem bekannt als Teil des Doppelgänger Tech Talk Podcasts. Habe ich es richtig gesagt? So ist der formell korrekte Name, richtig?

00:26 Pip Klöckner

Noch ist das der korrekte Name, genau. Oh. Wir lassen das Tech Talk vielleicht bald weg, weil das Doppelgänger jetzt so ein bisschen für sich selbst steht inzwischen, habe ich das Gefühl, aber ja.

00:35 Gavin Karlmeier

Okay, du bist vor allem jemand, der so Also wann immer ich irgendwelche Fragen über Investments oder Zahlengeschichten oder Berichte, Jahresberichte oder so. in die Welt gestreut habe, ist immer relativ schnell aus der Community dein Name gefallen, als Vorschlag, jemanden einzuladen, der sich damit doch mal auskennt. Ich bin immer der Excel-Guy, genau. Genau. Bist du, wenn du, wenn man sowas beruflich macht, also ich habe ja übrigens, ich habe ja eine Ausbildung, ich bin gelernter Kaufmann. Gelernt auf Veranstaltungsgauen. Ich habe drei Jahre lang auf Excel gelernt. Und benutzt man dann immer noch Excel in so einem hochprofessionalisierten Umfeld oder gibt es da irgendeinen Zauber-Excel, das so nur die Mega-Cracks kennt? Ich bin gar kein so großer Excel-Fan

01:21 Pip Klöckner

Ehrlich gesagt, ich habe mich während meines Studiums mich immer geweigert, PowerPoint oder Excel zu benutzen für Dinge, die man viel einfacher hätte machen können. Aber inzwischen geht es nicht mehr anders. Es gibt so Excel-Erweiterungen, die in der Beraterbranche ganz üblich sind. ThinkSell heißt es, so eine ganz spannende Firma, die hoch. Profitabel ist. Die bauen so Magic Plugins für PowerPoint und Excel, womit du gewisse Daten nochmal schöner darstellen kannst, zum Beispiel und so

01:47 Gavin Karlmeier

Das hätte mir das vorbereitet. Ich habe einfach nur diese Frage auf meinen Raum geschmissen. Dann kommt, hast du wirklich eine adäquate Antwort darauf. Aber lass uns einsteigen. Wir haben heute viel zu tun. Ich habe schon gesagt, das ist heute ein Highlight für Hakenrand-Poristinnen und Poristen, denn es wird heute sehr maski. Wir müssen über vieles sprechen und wir fangen an mit der Geschichte um Don Lemmon. Wir haben in der letzten Episode ja schon diese fantastische Anekdote erzählt, dass Don Lemmon. . Wenn ihr das übrigens hört, ihr am Montag, dem 18. März, ist das Interview von Don Lemmon mit Elon Musk vermutlich schon in voller Länge online, während wir das aufnehmen, am Sonntagabend, 17. März, ist das noch nicht der Fall. Don Lemmon wollte ein exklusives Format anbieten, die Don Lemmon Show. Don Lemm war früher Journalist bei CNN. und wollte in dieser Don Lemmon-Show zum Auftakt in der ersten Episode Elon Musk interviewen. Und das hat er auch gemacht. Und Elon Musk hat dieses Interview aber nicht. gefallen offenbar. Also wir kennen keine Gründe, nach wie vor nicht, aber hat direkt im Anschluss an diese Aufzeichnung diesen Deal platzen lassen. Das ist der Kenntnisstand von der letzten Episode. Jetzt sind so ein paar Dinge hinzugekommen. Kurz nach der Aufzeichnung am Wann war das?

02:58 Pip Klöckner

Also wenn ich da noch kurz hausgeben dürfte. Also ich glaube, er hat, dieser Tweet, den er danach abgesetzt hat, lässt ja so ein bisschen drauf schließen, oder? Er hat ja gesagt. Don Lemmon baut hier CNN auf X und das wird nicht funktionieren, wie man an CNN selber sieht. Das habt ihr wahrscheinlich auch schon reported. Also das lässt ja so ein bisschen darauf schließen, woran er sich gestoßen hat, nämlich am Ende doch. an der Fragenkultur oder Journalismuskultur, die er gelebt hat im Interview, nehme ich an. Und bei dem Exklusiv bin ich mir, aber da kann ich auch falsch liegen. Mein Eindruck war, er durfte es auf anderen Plattformen senden, aber Teile davon sollten exklusiv bei Twitter sein aus. Ich glaube, ich war nicht hundertprozentig aus.

03:35 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem sollte X immer der erste Ausspielweg sein. Genau. Also er durfte es dann anschließend auch auf YouTube veröffentlichen. Jetzt wird das offen. Also es ist noch nicht ganz klar, vielleicht bin ich falsch informiert, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht ganz klar, ob er das Video trotzdem bei X hochladen wird oder nicht. Elon Musk hat ihm das freigestellt, dass er es tun kann. Aber es ist, glaube ich, nicht ganz beantwortet. In diesem Statement von Don Lemmon hat er gesagt, möglicherweise auch auf X, wenn ich das richtig parat habe. Schlauer wäre es das nicht zu tun, glaube ich. Ja. Auf der anderen Seite ist das aber auch eine sehr, wäre das eine sehr schöne Blaupause für dafür wie Shadowbanning. funktioniert oder existiert Shadowbanning überhaupt? Denn wenn er es dort publiziert und dass dort überhaupt gar keine Reichweite kommt, dann ist es ziemlich sicher, dass es nicht nicht mit normalen Dingen dazugegangen ist.

04:27 Pip Klöckner

Genau, du unterstellst, Elon Musk würde das von Tag 1 quasi aktiv unterdrücken, sodass es möglichst wenig Leute erreicht.

04:34 Gavin Karlmeier

Das Ding ist, also das Buzzword Elon Musk steckt drin. Es ist ein hochbesprochenes Video. Alle warten darauf und es gibt schon erste Ausschnitte und Hinweise. Wie von Kara Swisher, die gesagt hat, er wird offenbar mit seinem vermeintlichen Drogenmissbrauch konfrontiert, also Mask. Das heißt, es gibt sehr viele Dinge, die die Leute dazu bringen, es sehen zu wollen. Wenn das nicht aus dem Stand ein unglaublicher Erfolg würde, dieser X-Upload, dann müsste man von einem Shadow-Band sprechen. Das unterstelle ich ja. Ja, würde ich es unterschreiben. Aber wir wissen es natürlich nicht. Jedenfalls, es stimmt übrigens, was du sagst, dass man so ein bisschen auf die Gründer rückschließen kann, dass eben die Art und Weise des. Der thematischen Herangehensweise, der Fall ist ihm, ich glaube, man kann das so sagen, vermutlich einfach zu ausgewogen. . zu, vielleicht auch zu Vogue, ähm, alle diese Dinge, die man da so reinlesen kann in dieser Formulierung. Man versucht ja ein zweites Ziel in aufzubauen. Das ist ja in ehrlicherweise ist das ja eine Nebelkerze, diese Aussage. Man weiß ja überhaupt nicht, was er damit sagen möchte. Oder Lee, würdest du es anders einschätzen?

05:43 Pip Klöckner

Ja, er sagt ja auch, durch ihn spricht der ehemalige CEO von CNN. Also er sagt, Don Lemmon wäre nicht mal authentisch, weil aus ihm raus eigentlich nur der ehemalige CEO. Ich habe den Namen jetzt gerade nicht überrascht.

05:54 Gavin Karlmeier

Jeff Zucker.

05:54 Pip Klöckner

Jeff Zucker, genau. Spricht und versucht ihn eigentlich jetzt so schon vor dem Twitter-Mob zu diskreditieren, so ein bisschen. Und ihm Glaubwürdigkeit einfach zu rauben, vielleicht für eine spätere verbale Auseinandersetzung noch.

06:07 Gavin Karlmeier

Ja, klar.

06:08 Pip Klöckner

Angeblich war das Interview selber, also Don Lemmon sagt, es war irgendwie von fernen Fragen und breiten Fragen zu verschiedensten Themen gekennzeichnet. Es kamen auch schon Szenen raus, wo man ja hört oder sieht. dass Elon Musk jetzt auch während des Interviews schon relativ pumpig war und unzufrieden mit der, mit der Gesprächskultur oder der, wie man es auch mal nennt, der der Line of Questioning. Das heißt, wahrscheinlich ging das währenddessen schon gegen Strich, dass der Journalist nicht demütig genug aufgetreten ist. Und dann hat am Ende, glaube ich, so einen. Mangels der Impulskontrolle direkt den Vertrag zu rissen, wo noch gar nicht so klar ist, ob es ihn überhaupt gab. Ich glaube, das ist auch noch strittig.

06:49 Gavin Karlmeier

Genau, und das ist nämlich genauso der erste Punkt. Also offenbar gibt es nach wie vor, wie es aussieht, keinen richtigen unterschriebenen Vertrag oder wenn es ihn doch gab, dann wurde er erst kurz vorher unterschrieben. Im Januar jedenfalls, als die CES in Las Vegas stattgefunden hat, die Consumer Electronic Oh Mist, ich weiß nicht, wo für S steht. Show? Genau. Hat Linda Yagreen auch schon Deals abgeschlossen und Werbung für die Show verkauft, für die es noch keinen Vertrag gegeben hat.

07:19 Pip Klöckner

Es wäre übrigens ganz lustig, wenn Elon Musk jetzt argumentiert, dass der Vertrag eh nie zustande gekommen ist, sondern es nur E-Mails gab, was ja genau das Gleiche ist, was er für sich im OpenAI-Verfahren vorbringen soll. Da hat er ja keinen Vertrag und sagt, die E-Mail ist sozusagen zeigt die Willenserklärung beider Seiten schon. Jetzt muss er sich wahrscheinlich entscheiden, ob du sagst, brauchst du einen Vertrag oder nicht, weil in dem einen Fall würde es ihm helfen, in dem anderen eher nicht.

07:43 Gavin Karlmeier

Und in der, ich weiß natürlich nicht, wie es in den USA ist, aber in der deutschen Rechtsprechung ist es doch so, dass eine schriftliche Absichtserklärung doch de facto auch ein Vertrag ist, oder?

07:53 Pip Klöckner

Genau, das muss gar nicht so viel, also muss keiner genauen Form genügen in den allermeisten Fällen. Es gibt ein paar Ausnahmen, glaube ich, wenn du jetzt eine Immobilie überschreibst, also notarpflichtige Geschäfte und sowas fallen natürlich daraus. Aber prinzipiell kannst du auf dem Bierdeckel in der Kneipe einen Vertrag unterzeichnen. Oder du kannst sogar mündlich einen haben, wenn du ihn unterzeugen hast, glaube ich.

08:10 Gavin Karlmeier

Also wenn wir beide uns jetzt entscheiden, wir kaufen uns jetzt gemeinsam einen gasbetriebenen Pizzaofen. Weil wir sagen, also 350 Euro finde ich doch ein bisschen viel, aber wenn wir beide die Hälfte zahlen, ist okay. Und dann machen wir beide damit eine Pizza und verkaufen die einer dritten Person für 5 Euro. Dann sind wir ja schon eine GbR. Also in dem Moment gehen wir dann ja zum Beispiel schon ein Unternehmen ein. Genau, so lernt man das immer im Studium oder in der Ausbildung. Genau. Mit Pizzaöfen. Ich weiß nicht, woher dieses Beispiel kam. Naja. Was wollte ich sagen? Achso, na jedenfalls gibt es jetzt so erste Hinweise, also wie gesagt, es ist Es gab schon Werbung, die verkauft wurde von Linda Yagrino. Im Haken-Dan Discord hat jemand geschrieben, der weiß die rechte Hand nicht, was die andere rechte Hand tut. Das hat mir ganz gut gefallen. Und es gibt aber erste Hinweise darauf, was Don Lemmon eigentlich verlangt hat. Man muss dazu sagen, dass diese Hinweise ein bisschen mit Vorsicht zu genießen sind, denn die einzige Quelle, die man da hat. ist die New York Post. Die New York Post ist eine sehr konservative Boulevardzeitung, wird von Rupert Murdoch herausgegeben. Also ist jetzt nicht für Das ist nicht CNN-nah, würde ich sagen. Deswegen, man weiß es nicht, aber das sind immerhin, es existieren diese Gerüchte und die Daily Mail hat sie abgeschrieben. Das muss man mit Vorsicht genießen. Ich bringe das trotzdem mal mit, weil wir haben ja darüber gesprochen das letzte Mal und die Frage aufgeworfen, warum macht Don Lemmon das? Und Don Lemmon hat zwar selber gesagt, also diesen Deal mit X abzuschließen, er hat gesagt, er glaubt, dass es der Ort ist, an dem Meinungsfreiheit herrscht besser als an jedem anderen im Internet. Aber der Lohn, den er offenbar ausgehandelt hat, sollen gewesen sein, ein Tesla Cybertruck, ein jährliches Einkommen von 8 Millionen Dollar, eine Kapitalbeteiligung an X und eine Vorauszahlung von 5 Millionen Dollar.

10:01 Pip Klöckner

Ja, ich finde es spannend, dass der Cybertruck der erste Punkt ist. Und das vermittelt, das wäre der wichtigste. Also, ich glaube, was man sagen kann, ist, ich glaube, er war zuletzt auch zu Gast bei Pivot, bei Carlos Rischer. Und hat da selber gesagt, dass das er so ein Team hinter sich hat, dass das aushandelt. Es ist jetzt nicht so, dass er da diese komischen Forderungen stellt, sondern ich glaube, er hat so eine An. Art Management oder Agentur dahinter. Das heißt, die werden schon dafür sorgen, dass er da nicht arm rausgeht. Ich weiß nicht, ob es jetzt richtig ist. richtig wäre, ihn irgendwie jetzt als besonders raffgierig darzustellen. Andererseits kann man natürlich sagen, dass er sich, glaube ich, er oder seinem Management sich sehr bewusst sind, dass. Twitter hier versucht oder X sich versucht, ein sehr teures Feigenblatt zu kaufen, um so ein Boseidism zu generieren. Also ja, wir haben hier Tacka auf der Plattform. Aber da ist auch ein gemäßigt liberaler oder vermeintlich gemäßigt liberaler und das ist hier wirklich ein breites Spektrum an Meinung und damit das Ist ihn natürlich gegen der öffentlichen Meinung noch relativ egal, aber gerade gegenüber Werbetreibenden ist er quasi ein sehr teuren, teurer Köder den sie sich einkaufen. Ich würde nicht davon ausgehen, dass man mit seinem Format dieses Geld wieder reinholen kann, sozusagen an direkter Werbung in seinem Format. Dafür ist das Geld, klingt mir ein bisschen zu viel. Aber zwei Dinge sind wahr, nämlich A Dass er sozusagen ein teurer Köder für Werbetreiben ist und B das insbesondere bewegt Bild Werbung, so die Medienmenschen werden das verstehen Viel, viel wertvoller ist und weil man einfach ganz neue Budgettöpfe damit auch öffnen kann als Twitter oder X. Das erklärt auch vielleicht so ein bisschen die Bewegtbildambitionen von deutschen Verlagen und so. Also da ist mehr Geld zu holen pro pro Visitor oder pro angeschauten Film als jetzt beim normalen Seitenaufruf. Und deswegen ist das Geschäft so strategisch wichtig für Twitter. Das bewegt Bild- und Videogeschäft. Einer der Hauptgründe, glaube ich, warum sie da reingehen. Und so würde ich quasi diesen Deal mit Don Lemmon einordnen, dass er so eine Art Dosenöffner für Werbebudgets ist und der Plattform den Anschein von Ausgewogenheit geben soll.

12:04 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde voll zustimmen. Ich wäre auch gar nicht auf diese Idee gekommen, ihm da Raffgier zu unterstellen. sondern ich finde, dass diese sehr hohen Zahlen eher dafür sprechen, dass Don Lemmon sehr wohl weiß, dass es hier nicht der große Marktplatz der Redefreiheit ist, sondern dass ihm das auf Karriereebene durchaus auch einen gewissen, ein gewisses Makel verleihen kann, wenn er zumindest teilexklusiv bei Ex veröffentlicht und sich das sozusagen als Schmerzensgeld bezahlen lässt. Und dass er eben, wie du auch schon sagst, genau weißt, welche Wirkung er auch für das Unternehmen hätte, wenn er dorthin ginge. Deswegen finde ich diese Zahlen tatsächlich unter diesem Gesichtspunkt sehr interessant, weil das eben in der Tat dafür spricht, dass es hier nicht zwangsläufig eine rein idealistische Entscheidung war, zu sagen, ich gehe zur Ex, sondern auch eine total rein finanzielle.

12:49 Pip Klöckner

Ja, er lässt sich so ein bisschen fürs Whitewashing bezahlen, könnte man sagen. Oder fürs Lemon Washing lässt er sich hervorragend bezahlen. Ansonsten könnte man auch nicht nachvollziehen, warum er jetzt ausgerechnet dahin gehen sollte mit seinem Format. Ich glaube, es konnte noch niemand beweisen, dass das aus Sicht der Content-Kreatoren oder Kreatorinnen irgendeine Art von Sinn macht, jetzt ausgerechnet. zu Twitter zu gehen, weil man da ja nachweislich sozusagen die schlechtesten Werbepreise erzielt. Es sei denn, man kriegt eben so einen zusätzlichen Blatt, weil man eine gewisse Symbolwirkung da mitbringt.

13:19 Gavin Karlmeier

Und interessant ist ja eigentlich, selbst dass der Deal ist jetzt geplatzt und selbst wenn Don Lemm jetzt auf eigene Faust völlig independent bei YouTube veröffentlicht, ist ja die ganze Publicity, die er jetzt um die erste Folge bekommt und die Tatsache, dass Elon Musk sein erster Gesprächspartner ist, der mit dem Interview auch noch nicht einverstanden ist. Oh, da ist mir meine Steckdurchgefallen.

13:41 Pip Klöckner

Ja, ja.

13:41 Gavin Karlmeier

Okay, am Kurzorgen gemacht.

13:44 Pip Klöckner

Also der Krach und dann war gesagt. Vollkommene Stille, ganz kurz. Ich habe mir Sorgen gemacht.

13:49 Speaker 4

Okay. Vielen Dank.

13:49 Gavin Karlmeier

Sorry, nee, ich wollte keine Angst machen. Das ist ja der beste Kickstarter, den er haben kann für so ein.

13:57 Pip Klöckner

Ja, das ist ganz lustig. Ich wollte, ich habe sagen, jetzt, wenn man das hört, ist mein Newsletter schon erschienen worden, sozusagen am Montagmorgen-Doppelgänger Newsletter. Da wollte ich nämlich schreiben Das Interview sollte eigentlich quasi die Anschubfinanzierung sein, oder wie sagt man der Jumpstart für die Don Lemmon Show. Und dann wollte ich schreiben, das ist jetzt schiefgelaufen, aber ist es natürlich nicht, dass ich mir dann aufhören. gefallen. Es hat quasi den gewollten Effekt, nur dass X oder Spitter jetzt gar nicht mehr davon profitieren können. Don Lemmon hat aber die beste PR bekommen, die er wahrscheinlich haben kann für seinen Foto. Oh, das ist so.

14:33 Gavin Karlmeier

Ja, das ist fantastisch eigentlich, hat sich fantastisch gefühlt. Ich bin sehr gespannt. Wir werden in der Folge am Mittwoch natürlich über dieses Interview. Noch ein bisschen sprechen. Eine andere Geschichte, bei der man leider auch, also bei der man auf jeden Fall schlechte Laune kriegt, wir müssen über Martin Sellner sprechen. Martin Sellner ist ein Rechtsextremer, ist einer der großen Kräfte hinter der identitären Bewegung. Martin Sellner ist bekannt, weil er Teil des sogenannten Geheimtreffens war aus den Korrektivrecherchen. Also Martin Sellner ist kein Unbekannter, vor allem für die Rechte. Eigentlich in der gesamten Welt kein Unbekannter. Und der wollte jetzt sein Buch im Kanton Aargau vorstellen und wurde da verwiesend und zwar des kompletten Kantones verwiesen, weil die Schweizer Polizei sagt Dass Martin Söllner eine Gefährdung für die öffentliche Sicherheit dort wäre.

15:27 Pip Klöckner

Selbst ist Österreicher, muss man dazu sagen.

15:29 Gavin Karlmeier

Genau, er ist Österreicher, aber genau. Der Kanton Aargau ist aber in. Der Schweiz, oder? Ja, genau. Gut, ja. Muss ich ja fragen, warum die ihn verweisen können. Achso, ja. Achso, ja, ja. Achso, deswegen, genau. Und er darf jetzt zu zwei Monate nicht in diesen Kanton einreisen und wurde mit Handschellen sozusagen auch abgeführt. Das hat er getwittert und Elon Musk hat auf diesen Tweet geantwortet und hat gefragt Ist das legal? Und was damit passiert ist, ist, ähm, dass der Tweet von Martin Sellner eine unglaubliche Öffentlichkeit bekommen hat und Elon Musk somit wieder einmal seine sehr, sehr große Reichweite dafür nutzt, um Naja, in eine sozusagen, es gibt da bestimmt einen tollen Fachbegriffe, aber eine irreführende Aussage eines Rechtsextremen in einen vermeintlich ungerechtes Licht zu rücken und ihm sozusagen eine riesengroße Bühne zu bescheren. Und das ist so eine, so eine, ein Fall von vielen, bei denen ich immer sage, also ich will nicht über jeden Stock springen, den Elon Musk einem hinhält. Aber das ist so eine Geschichte, über die kann man nicht nicht reden. Wir müssen das hier erzählen, um nochmal, damit alle, damit sich niemand am Ende damit herausreden kann, er hätte von nichts gewusst.

16:43 Pip Klöckner

Genau, also Zelna will, glaube ich, den üblichen so einen rechten Märtyrer-Mythos erschaffen. Ich lasse mich jetzt hier unter Kamera-Licht festnehmen und werde vom Staat verfolgt und so weiter, aber unsere Gedanken sterben nicht oder was er da gesagt hat. Und Mars geht voll drauf ein, wie du Volker Molti sagst. Man könnte sagen, man fragt sich, wie man es schafft, immer wieder auf der falschen Seite eines Sachverhalts zu sein. Aber eigentlich passt es auch 100 Prozent so in der letzten Wochen, wenn nicht Monate. Was ich mich schon frage, ist, macht Mast das, weil es seine aktuelle politische Agenda, also dieses ganze Gegen Also und man muss sagen, Selna hat in dem Post auch wieder Remigration nochmal befürwortet. Und darunter hat Elon Musk quasi dann gesagt, also hat das Mehr werden sie mit seiner Reichweite versehen. Also die Frage ist: Macht Mast das ganz bewusst, weil das gerade seine, ich weiß nicht, Remigration würde er es jetzt selber nicht nennen, sozusagen, aber er hatte eine Anti-Immigrations- oder anti-illlegale Immigrationsagenda. Gerade, oder ist es wirklich so, dass er sich einfach so stark nur noch auf seiner eigenen Plattform informiert, dass es wirklich komplett seine Realität schon verändert. Ich glaube, dass man über die schlimmen, also Ich habe ab und an mal so Menschen getroffen, die man vielleicht als unmoralisch oder böse bezeichnen würde. Und was ich aber gemerkt habe, oder was man vielleicht auch, wenn man irgendwelche Reportagen schaut über Attentäter oder so, Das scheitert bei denen in der Regel nicht an der Datenverarbeitung im Kopf, sondern daran, dass sie die Welt von vornherein falsch oder anders wahrnehmen und daraus dann eigentlich in sich richtige Schlüsse ziehen. Also jeder. Attentäter oder sich davon überzeugt, dass er die Welt rettet und das Richtige tut. Er verfügt nur nicht, er oder sie verfügt oder einer Regel ist ein Er, aber verfügt nicht über die richtigen Informationen mehr oder hat keinen Zugang mehr dazu oder Blende. Blendet sie aus. Und ich frage mich, ob wir bei Musk inzwischen auch schon davon ausgehen können, dass er gar nicht mehr genug Informationen bekommt, weil einfach die sogenannten Mainstream-Medien ignoriert. Und sich nur noch aus der eigenen Plattform versorgt. Und gleichzeitig, glaube ich, wenn ich jetzt ein Putin oder ein Ski wäre und ich möchte, sagen, die westliche Welt ins Weinen, ich würde gar nicht mehr irgendwie tausende Bots auf irgendwelche Twitter-User ansetzen. Ich würde eigentlich ganz gezielt sehr große Accounts auf Elon Musk selber ansetzen, weil das inzwischen, glaube ich, der effektivste Weg geworden ist, spaltende, polarisierende Inhalte zu verstärken oder die Gesellschaft zu entzweien, indem man ihn einfach mit mehr und mehr Informationen versorgt, die er dann wiederum weitergibt und damit quasi andere Leute Wasser trägt oder sich zum letzten Idioten macht.

19:29 Gavin Karlmeier

Ja, das ist super spannend, dass du sozusagen sagst, Elon Musk selber ist eigentlich das schwächste Glied in der nicht in der westlichen Welt, aber zumindest ein mögliches Eintrittstor für gesellschaftsspaltende oder sogar demokratiegefährdende Theorien. Ansätze. Im Moment funktioniert der auf jeden Fall.

19:53 Pip Klöckner

So, ob das gewollt ist oder ob das schon ausgenutzt wird, ist nochmal eine andere Frage. Aber ich habe, und ich würde sagen, wäre ich jetzt jemand, der sowas macht, also der Also ich möchte zum Beispiel diese Märtyrageschichte verbreiten, dann würde ich dafür sorgen, dass Leute da irgendwie Elon Musk taggen oder seine Aufmerksamkeit bekommen oder dass über Dritte ihm zugeschickt wird. Weil er offenbar sehr empfängt empfänglich für solche Geschichten gerade ist und bereit ist, da immer wieder sozusagen auf die, ich sage jetzt mal, falsche Seite zu gehen.

20:25 Gavin Karlmeier

Ich finde die Fragestellung total legitim, auch die Frage nach den Beweggründen. Weil, also ich denke da natürlich schlagartig sofort an Donald Trump, der nachweislich sich nur noch über Fox News informiert hat und von dem es diese Geschichten gibt, dass Dinge, die donnerstags abends bei Fox News besprochen wurden, er freitags morgens in der Pressekonferenz selber genannt hat. Also dass es einfach immer wieder Geschichten davon gibt, dass Donald Trump keine andere Informationsquelle hat und dass das im Zweifel dazu führen kann, dass das Weltbild eben auch ein verschobenes ist. Ich glaube, bei Elon Musk kommt sogar noch eine Komponente hinzu, nämlich die Komponente des Egos, dass er sehr viel von dem, was er tut, offenbar Dafür macht, um sein eigenes Ego ein bisschen zu pudern, sagt man nicht, aber du weißt, was ich sagen möchte. Und dass sozusagen sich das Lob aus der eigenen Community abzuholen, einer der Gründe ist für ihn, Dinge zu tun und Entscheidungen zu treffen. Und wenn seine Community nach seiner Auffassung eben so tickt dass sie sich so etwas wünscht, dann wird das, könnte das dazu führen, dass er sich stärker zu solchen Thesen selber auch hinreißen lässt, weil es sozusagen, er ist ja immer Da ist ja dieser Satz wieder, Elon Musk ist immer der Meinung von der Person, mit der er als letztes gesprochen hat. Und dass die Community einer der Aspekte für ihn ist, glaube ich. Eine Entscheidung zu treffen.

21:46 Speaker 4

Also, welches Umfeld braucht er eigentlich, um sich gesehen zu fühlen und Bestätigung zu holen?

21:53 Pip Klöckner

Das hat fast schon wieder was Schönes. Also, dass er als Chef und Eigner dieser Plattform quasi dem einfachsten Mechanismus, der eigentlich breit bekannt sein sollte, nämlich der inverse Feedback Cycle. Also das polarende schlechte Sachen, böse Sachen oder so, sich einfach stärker verbreiten, dass er dem, eventuell aufgelegen wäre Und deswegen, weil er weiß, die Leute ticken so, dass das immer noch weiter verstärkt. Also es gibt ja viele Leute, die sich dann dadurch so selbstradikalisieren, weil du eigentlich immer merkst, je mehr du überziehst, desto mehr Applaus bekommst du eventuell. Und es ist durchaus möglich, dass er da quasi so weit ist, dass das ihn Unterbewusst oder bewusst auch schon stört. Ansonsten finde ich immer noch, er eigentlich macht er so die typische Karriere eines Reichsbürgers durch. Er hat einmal sozusagen diesen vermeintlich ungerechtfertigen staatlichen Eingriff erfahren. Das sind bei den normalen Reisbürgern oft irgendwie, dass sie eine hohe Steuerrechnung bekommen haben oder irgendwie anders bevor geblitzt worden sind, genau. Oder jemand die Jagdwaffe gefunden hat im Schrank oder so. Das war bei ihm, glaube ich, dass sie ihm mal die Fabriken dicht machen wollten wegen Corona, wo er sich, glaube ich, sehr ungerecht behandelt gefühlt hat oder nicht den Grund dafür gesehen haben. Und Seitdem scheint das aber auch so in Reichsböckermann hier einfach jeder Verschwörungs- äh, sagen, jedem Verschwörungsnarrativ so aufzusetzen, die sagen, äh Ich habe Angst, dass er demnächst irgendwie mit Echsenmenschen oder Chemtrails anfängt. Und irgendwie ist das im Großen genau das gleiche, was du in so ganz vielen kleinen Karrieren siehst. Zumindest sieht es so aus. Vielleicht versteckt sich dahinter auch noch viel schlauere Agenda, aber.

23:27 Gavin Karlmeier

Nee, das stimmt total. Und ich glaube, es gibt noch eine Komponente, die man sehr oft ausblendet, weil es eine zu naheliegende oder vielleicht deswegen auch zu weit weg seine Theorie ist. Nämlich, dass viele dieser Verschwörungserzählungen oft auch als Scam oder als Trolling anfangen. Also dass du so Sachen hast wie irgendjemand denkt sich halt so ein Quatsch aus und framed es auch als Quatsch und sagt, das hier ist jetzt absurd, weil und dann hast du so eine Geschichte wie eine Pizzeria in der Kinderblut sozusagen extrahiert wird oder sowas. Und es ist relativ lange klar, dass es gerade noch ein Troll-Move ist. Und irgendwann nimmt das Ding aber Fahrt auf und erzählt sich weiter und weiter und weiter, bis Leute anfangen, das tatsächlich zu glauben und das eigentlich am Ende völlig egal ist, dass ganz am Anfang eigentlich mal die Idee eines eines Troll-Moves stand. Und ich habe manchmal das Gefühl, dass viele dieser Leute, die solche Radikalisierungsthesen, Verschwörungserzählungen verbreiten, dass die das oft selber mitspielen, dieses Spiel, auch sehr bewusst. Und Elon Musk nehme ich da nicht raus. Ich glaube, auch der schmeißt manchmal mit Begriffen um sich, die wie du schon sagtest, auch überreißen. Und ohne dass am Ende klar wird, wie viel Ernsthaftigkeit war da eigentlich von vornherein drin geplant. Ich will nicht sagen, dass er das alles als Satire-Move macht. Dafür fehlt ihm, glaube ich, so ein bisschen das Das zweite Layer, wie man so schön sagt, aber manchmal ist es halt erstmal auch nur so ein Scam-Move. Und dadurch verschwimmt ganz oft die Grenze zwischen tatsächlicher Realität oder Wahrheit und dem, was Leute daraus lesen, was er sagt.

25:07 Pip Klöckner

Ja und Realität, um dank da den Bogen nochmal zu schließen und das ungewollte Psychogramm damit auch abzuschließen, ist glaube ich das ihm auch einfach viel näher zur Realität fehlt. Einfach. Weil wenn du einfach nur noch im Privatchat um die Welt fliegst, ist es ja nicht so, als ob er regelmäßig die Situation an der Grenze, auf der Straße oder wo auch immer. Alle Probleme, über die er tweetet, sind eigentlich welche, mit denen er selber schon lange keinen Kontakt mehr hat. Und ich glaube, dadurch beobachtet er die Welt natürlich auch nur noch durch seine Plattform, weil er die meiste Zeit, ich glaube, man kann gesichert davon ausgehen, dass er die meiste Zeit im Flugzeug verbringt. Oder zumindest einen Großteil der Zeit und ansonsten in seinen Corporate-Gebäuden oder Behausung. Und wenn man gleichzeitig dann mehr oder weniger sagt, dass man die Medien nicht mehr verfolgt oder ihnen nicht traut. dann wird diese Plattform für ihn wahrscheinlich eine zweite Realität und wenn man dazu eventuell noch unter irgendwelchen Substanzen steht, dann kann man auch davon ausgehen, dass er vielleicht schlechter und schlechter überhaupt unterscheiden kann, was Realität ist, oder was seine Realität und was die Realität von normalen Bürgern ist.

26:10 Gavin Karlmeier

Und um da jetzt direkt den nächsten Kreis anzudocken, ist nämlich am Wochenende etwas passiert. Elon Musk hat einen Tweet gepostet, in dem ein, wie hier steht, grafisches Video zu sehen war. Und es ging da um einen vermeintlichen, auch das ist eine völlig hanebüchende Behauptung, über Kannibalismus in Haiti. Und das ist eine Verschwörungserzählung, soweit würde ich gar nicht gehen, es ist halt eigentlich nur. naja, rassistischer Müll, den er da verbreitet. Und dieses Video, der diesen angeblichen Kannibalismus zeigt, wurde von Ex gesperrt, weil das Video zu grafisch gewesen ist. Das heißt, Elon Musk. ist jetzt selber sozusagen von seiner eigenen Plattform wegmoderiert worden. Und das ist ein Novum in der Welt, würde ich sagen.

26:56 Pip Klöckner

Da bin ich sehr gespannt, ob das algorithmisch passiert ist oder ob wirklich ein Mitarbeiter dafür die Verantwortung übernommen hat. Oder ob es überhaupt sozusagen automatisch noch irgendwelche Art von Sanktionen gegen seinen Account ausgesprochen werden kann oder ob es nicht sowieso besprochen werden muss mit dem Geschäft. Da würde mich jetzt interessieren, sagen, was die Kette der Ereignisse war.

27:15 Gavin Karlmeier

Ja, das würde mich auch interessieren. Ich fürchte, wir werden das nicht erfahren, es sei denn. Es sei denn und es gibt einen Menschen, der dafür seinen Kopf hinhalten muss, weil dann werden wir in spätestens vier Wochen ein langes Interview darüber lesen. Vermutlich. Aber also ich finde auch, dass die, also ich würde zustimmen, mit Sicherheit steht er auf allen Positivlisten, die man sich vorstellen kann. Das heißt, er taucht eigentlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass er automatisiert noch irgendwas eingefangen wird. Es könnte allerdings sein, dass es einen Automatismus gibt. der identische Videos sperrt, sodass irgendjemand anders dasselbe Video postet. Dieser Post wurde gesperrt wegen des Videos und alle anderen, die dasselbe Video gepostet haben. So, das kann natürlich sein. Das halte ich für das wahrscheinlichste Sendai sogar, glaube ich. Ich auch, ja. Aber naja, wie gesagt, also Content-Moderation arbeitet eigentlich niemand mehr dran, aber bei Elon macht man dann eine Ausnahme. Apropos Elon Musk und eigene Plattformen, das war sie wieder eine der Top-Überleitungen. Donald Trump hat sich letztes Jahr mit Elon Musk getroffen, also mindestens einmal, vermutlich mehrfach, aber mindestens einmal, unter anderem in Palm Beach Heißt es. Schreibt zumindest die Washington Post, die hat die Geschichte exklusiv. Und bei diesem Treffen hatte Donald Trump Elon Musk. Angeboten, Truth Social zu kaufen. Dieses Angebot hat am Ende nicht dazu geführt, dass er es gemacht hat, soweit ist ja auch bekannt, aber Forbes hat Elon Musk jetzt zitiert und hat gesagt Musk hatte Truth Soulships zuvor kritisiert und gesagt, es habe einen schrecklichen Namen und existiere nur, weil Twitter die freie Meinungsäußerung zensiert. Das finde ich eine super spannende Geschichte, weil da ja auch die Frage ist, was sich Donald Trump davon versprochen hat von diesem Treffen. Also ob es ihm darum ging, hier da noch ein paar Euro Dollar rauszuholen. oder ob es ihm darum ging, diese Plattform noch irgendwie zu einem zweiten Frühling zu verhelfen oder, und das ist meine Theorie jetzt, ob es Donald Trump am Ende darum ging. sich selber einen eleganten Exit zu bauen, um dann wieder auf Twitter posten zu können, ohne gefragt zu werden, warum er das tut.

29:16 Pip Klöckner

Das denke ich, könnte auf jeden Fall der Grund gewesen sein, warum Elon Musk dieses Treffen auf jeden Fall angenommen hat, weil er, glaube ich, ein großes Interesse daran hat, dass Trump zurück auf die Plattform kommt. Und das könnte sogar, weil wenn man jetzt überlegt, was für Don Lemmon bezahlt wurde, dann wäre es wahrscheinlich Nicht unmöglich, dass man auch mal eine 100 Millionen zahlt oder so, damit Trump einfach die eigene Plattform dicht macht oder Pseudo verschmilzt mit Twitter und sozusagen rüberkommt auf Twitter. Das wäre wahrscheinlich aus Business Sicht erstmal schlau. Was mich überrascht hat, ist, dass der Artikel auch sagt, dass 2021 man noch 31 Millionen Dollar Verlust gemacht hat bei Truth Social und zwar 22, aber einen Gewinn erzielte. Das ist ja mehr als überraschend, dass man damit Geld gemacht hat und ich frage mich, und das ist natürlich Spekulation, aber ob Trump das so ähnlich gehandhabt hat wie seine anderen Business. Es ist ja bekannt, dass er in seinem Hotel, das zur Trump Organization gehört, in New York, dann regelmäßig Lobbyisten und Staatsoberhäupter anderen Länder quasi da viel Geld ausgegeben haben, um Trump ihn gewogen ist, also dass es so eine indirekte Art von Lobbyismus oder Finanzierung war, dass man einfach bei den Unternehmen von Trump viel Geld ausgibt. Und ob es deswegen vielleicht auch so ist, dass auf True Social so viel Werbung gekauft wurde, um ihn damit indirekt zu beeinflussen. Ansonsten könnt ihr mir nicht vorstellen, warum das Geld verdienen hätte sollen 2022, weil es eigentlich ja viel zu klein

30:46 Gavin Karlmeier

Dafür ist, um jetzt signifikanten Gewinn zu erzielen.

30:50 Speaker 4

Ja, das ist wahr.

30:51 Gavin Karlmeier

Auf der anderen Seite, dadurch, dass es so klein ist, hat es vermutlich auch nicht allzu viele Ausgaben. Und das hilft natürlich auch. Wenn du willst, dass die Wippe auf der einen Seite ein bisschen weiter runter geht, kannst du einfach auf der anderen Seite ein bisschen mehr runternehmen.

31:05 Pip Klöckner

Ja, ich will.

31:06 Gavin Karlmeier

Aber ein Jahr vorher haben sie es noch geschafft, 31 Millionen zu verbrennen in einem Jahr.

31:09 Pip Klöckner

Also so klein kann es auch nicht gewesen sein.

31:12 Gavin Karlmeier

31 Millionen Dollar ist übrigens auch wirklich verhältnismäßig viel Geld für so eine kleine Plattform, oder? Also zumindest mein Gefühl.

31:19 Pip Klöckner

Genau. Und Trump wollte es ja später, ich glaube, das war vor dem Börsengang, der jetzt nicht geklappt hat. Er wollte es ja mit so einem Spec. ver merchen und darüber an die Börse bringen. Und da wäre sozusagen Umsatz auch viel spannender gewesen als das. Also Es wäre viel spannender, noch extra Umsatz zu machen mit True Social, weil das dann den Börsenpreis erhöht hätte, weil dann bisher mit dem Vier-, Fünffachen des Umsatzes wahrscheinlich bewertet worden wäre, als sich das Geld direkt in die Tasse zu stecken. Das wäre auch eine für Trump sehr effiziente Art. der Finanzierung, sofern das so gewesen sein könnte. Aber wie gesagt, das ist Spekulation.

31:54 Gavin Karlmeier

Ja, aber hochspannend. Also wir können da ja mal, vielleicht kann da ja jemand mal housekepen. Vielleicht hat ja jemand Zahleneinsicht oder vielleicht gibt es auch mit mehr Informationen als die, die Forbes hier jetzt einfach nur in diesem Artikel Nebensatz genannt hat über die Verhältnisse bei Truth Social. So. Wir müssen, ähm, leider, wir bleiben leider bei Elon Musk und wir bleiben leider auch Beim politischen Elon Musk und wir bleiben leider auch bei Nazis. Und zwar geht es um einen Comiczeichner. Dieser Comic-Zeichner heißt Stone Toss. Und dass es ein Mensch ist, der diese Comics zeichnet, das ist noch gar nicht so lange bekannt. Also es gibt relativ lange diese Comics und die gelten als rassistisch, homophob, antisemitisch, also eigentlich alles, was irgendwie. Wo man schon sagen würde, ach nee, komm, haun wir ab damit. . . Und es ist aber passiert, dass in der letzten Woche über das Anonymous Comrades Collective und Late-Night Antifascists, die Identität dieses Comic-Zeichners deanonymisiert wurde. Und zwar, und das ist eigentlich ganz geil, das muss man mal sich auf der Zunge gehen lassen, also der hat sich relativ lange darum bemüht, anonym zu bleiben im Internet, hatte diesen, die eben diesen Nickname Stone Toss und hat viel versucht, um eben nicht irgendwie als Name in Erscheinung zu treten. Und dadurch aber, dass es ein großes Leck bei Gap Social gab, das ist so dieses andere rechtsextreme soziale Netzwerk. konnte man durch eine E-Mail-Adresse, mit der Stonehoofd sich dort angemeldet hat und ein paar anderen Daten herausfinden, wer dieser Mensch ist. Und zwar handelt es sich dabei um Hans-Christian Gräbener aus Spring, Texas. Es ist ein Wachmann und hat als IT-Spezialist gearbeitet früher und arbeitet eben heute als jemand, der diese Comics zeichnet. Oder Cartoons, wie ich neulich gelernt habe. Und das Spannende ist aber eigentlich, und da wird es jetzt nämlich interessant für uns, dass sobald du diesen Namen Hans-Christian Gräbener, also diese echte Identität dieses Comic-Zeichners, auf Twitter postest, Wird schlagartig sofort dein Twitter-Account für zwölf Stunden gesperrt. So, das ist gerade der Fakt.

34:04 Pip Klöckner

Gesperrt sogar. Ah, ich dachte nicht in den Notiz gerecht. Man könnte natürlich argumentieren, dass das auch ein Fall von Doxing ist. Und das ist ja einer der Bestandteile, die weiterhin in den Twitter Richtlinien stehen und die Elon Musk, vor allen Dingen aus persönlicher Betroffenheit, Elon-Chat und so weiter, sehr wichtig sind. Also es wird hier der volle Name und der ist sehr speziell für amerikanische Verhältnisse natürlich. Das Alter und die der Ort, in dem er wohnt, in Texas, bekannt gegeben. Und ich vermute, dass das die Richtlinie ist, gegen die angeblich verstoßen wird. Man muss dazu sagen, er hat selber sozusagen versucht, über Twitter Kontakt zu Elon Musk zu bekommen, als er gemerkt hat, er wird jetzt geoutet. Sozusagen hat er aktiv einen Tweet abgesetzt, wo er sagt, wenn jemand Kontakt zu Elon Musk hat, ich brauche die Hilfe dabei, ich werde jetzt quasi zum Schweigen gebracht, indem meine Anonymität aufgedeckt wird. Und dann könnte man sagen, dann werden hier einfach nur Richtlinien durchgesetzt. Dazu müsste man aber auch glauben, dass das in jedem anderen Fall auch der Fall ist. Und da bin ich mir nicht so sicher, dass dieser Doxing-Pagraf, also Doxing, der Umstand, dass man die den Aufenthaltsort oder die Identität eines pseudonymen und anonymen Accounts geoutet oder bekannt gibt. Da bin ich nicht so sicher, ob das immer so weit ausgelegt wird. Oder was wäre dein Punkt, sozusagen, warum das richtig oder falsch ist?

35:30 Gavin Karlmeier

Ja, hundertprozentig bin ich deiner Meinung. Also es mag sein, dass es ein Verstoß gegen genau diese Richtlinie ist, die ähm Tatsache aber, dass ein Begriff auf einer Liste offenbar steht und dieser Begriff ist hier der Klarname dieses Menschen. Dass dieser Begriff auf einer Liste steht, der dazu führt, dass dein Twitter-Account für zwölf Stunden gesperrt wird, ist eine Geschichte, die mir so in der Geschichte auf jeden Fall bei Twitter noch nicht untergekommen ist. Also vielleicht habe ich es nicht mitbekommen, dann korrigiert mich gerne, aber das ist doch eine ziemlich, ziemlich harte Sanktionierung, die schlagartig hier passiert. Und ich stimme dir zu, das wäre in anderen Fällen so nicht passiert.

36:10 Pip Klöckner

Das ist natürlich nochmal ein wichtiger Unterschied. Das habe ich jetzt nicht gesagt, oder hast du vollkommen recht? Allein die Verwendung des Namens führt jetzt quasi zu einer

36:19 Gavin Karlmeier

Zu einem automatischen Sperre.

36:22 Pip Klöckner

Und das wiederum ist dann kein Docs, also den Namen zu verwenden, das an sich ist kein, auch wenn man es im Kontext natürlich interpretieren kann, ist das natürlich Kein Doxing, wenn ich einfach nur den Namen verwende. Der wird irgendwo anders im Internet vielleicht auch nochmal stehen. Wozu das jetzt natürlich geführt hat, ist der allseits bekannte Stry Sand-Effekt. Also das Durch das aktive Unterdrücken dieser Informationen sie viel weiter reist, eigentlich als sie es wahrscheinlich ohne dies getan hätte.

36:54 Gavin Karlmeier

Ja, also wir hätten hier zum Beispiel niemals über ihn gesprochen. Und weiß ich auch nicht, ob das der Comiczeichner, ob ihm das tatsächlich jetzt geholfen hätte, die ganze Aktion. Vermutlich nicht. So, dann gibt es noch eine, wir bleiben bei Ex, aber vielleicht eine Geschichte, die eher so ein bisschen, die, die, die so, die könnt ihr heute Abend mitnehmen und zu Hause erzählen, die ist schön. X gilt jetzt nicht mehr als Brand safe. Also es gibt die Trustworthy Accountability Group. Das ist ein Teil eines einer größeren Organisation, die in den USA Branchenstandard für die Werbebranche entwickelt, wie es heißt. Was es genau bedeutet, können wir gleich nochmal sinnieren drüber. Aber die sind so sozusagen ein Zusammenschluss der Werbeindustrie in den USA, in Kanada und auch in Teilen Europas. Und kümmert sich darum, dass es so gemeinsame Absprachen gibt. Und da gibt es eben zum Beispiel die Tatsache, dass es bei Tech eine Art Brandsafe Attribut gibt. Also es gibt Werbeorte, die als Brand safe getaggt werden von Tech, um als als Gremium sozusagen allen die Werbung schalten am Ende, die Arbeit zu erleichtern und zu entscheiden, wo finden wir eigentlich statt und wo nicht. Und da ist es jetzt tatsächlich passiert, dass X, die X Corp, nicht mehr dieses Brand Safety-Siegel bekommt, obwohl das erst im letzten Jahr erneuert wurde, dieses Brand-Safety-Siegel. Und was daran so das Pikanteste ist, ist eigentlich, dass diese Tag, die eben ja so ein Zusammenschluss ist, das Ex-Mitglied dieses Zusammenschlusses ist. Noch wären wir offen. Vermutlich wird in den nächsten Tagen eine große Hasswelle von Elon Musk gegen diese Gruppe losgehen. Und so, da lege ich mich fest. Aber zum jetzigen Zeitpunkt, äh, zum jetzigen Zeitpunkt ist das der Sachverhalt.

38:51 Pip Klöckner

Ja, das Spannende ist tatsächlich, dass man davon ausgehen muss, dass bis vor kurzem X noch als Brandsafe deklariert war. Das ist. Und dass in der Antwort auch nur steht, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr der Fall ist. Also wann genau das zurückgezogen wird, das versucht man, glaube ich, mit Absicht auch nicht zu sagen. Finde ich ein bisschen auffällig. Aber komischer, dass es überhaupt noch so lange als Brandsafe galt. Ansonsten dieses IAB, das Internet-Advertising-Board, das ist, glaube ich, eine Sehr akzeptierte, sagen, ein Plenum der Zusammenarbeit zwischen sämtlichen Parteien der Werbebranche vielleicht so ein bisschen Vergleich. Die legen zum Beispiel auch fest, was ist jetzt eine Page Impression oder ab wie viel oder schaffen einfach Standards, ab wie viele Sekunden kann man was in der Werbeindustrie als gesehen oder abgespielt. Also all das, wo Elon Musk dann einigen Standards erfindet. Das ist so ein bisschen die Aufgabe, also eine gewisse Art von Standardisierung und gemeinsamem Code of Conduct in der Werbebranche. Zu etablieren und sind da durchaus akzeptiert. Also, das ist, glaube ich, die größte Dachvereinigung der Werbeindustrie.

40:00 Gavin Karlmeier

Wir haben in Deutschland so etwas ähnliches: die IVW. Genau, IVW. Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Klingt jetzt nicht so ganz geil wie Interactive Advertising Board, aber ist halt die deutsche Variante.

40:15 Pip Klöckner

Damit kann man es gut vergleichen, aber glaube ich ja.

40:17 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Ja, auch interessant, wie gesagt, ich schätze, dass wir da in den nächsten Tagen noch über einen großen Austritt mit Pauken und Trompeten berichten werden. Jerry Rick Everything, kennst du den? Tatsächlich nicht. Oh, das ist toll. Also das ist ein Rabbit Hole, wenn du heute Abend oder morgen nichts vorhast, setz dich mal hin und guck dir an, was. . Du hast wirklich toll. Das ist ein YouTube-Account, der nimmt immer so neue Produkte, so ein neues iPhone zum Beispiel. Und der guckt dann zum Beispiel mit verschiedenen Messern, mit so verschiedenen Metallhärten. Ab wann fängt das Display an zu kratzen? Oder wo kann ich eigentlich mit dem Feuerzeug dran an das iPhone? Schreibt es auseinander und dabei erzählt er In der ganz so neuen Stimme erzählt er, was er so tut und so ist. Also wirklich toller Content, sehr entschleunigend, ganz anders als Mr. Beast. Genau das Gegenteil, würde ich sagen. So, und der lädt sein, der ist super erfolgreich. Jerry Rick hat auf YouTube, warte, ich check das jetzt live, während wir hier sprechen. Hätte ich mir aufschreiben müssen. 8,5 Millionen Subscriber. 8,5 Millionen auf YouTube. Und hat auf The X 850. 000 FollowerInnen. Und der hat jetzt mal öffentlich gemacht, wie viel Revenue-Share er bei X bekommen hat im Zeitraum. 1. März bis 15. März, also ein halber Monat. Und zwar, hat er 42,24 Dollar verdient in dem Zeitraum. Und er schreibt selber dazu, du kannst deinen Lebensunterhalt mit Ex verdienen. Vorausgesetzt, du lebst unter einer Brücke in einem Karton. Sehr schön.

41:50 Pip Klöckner

Ja, also ähnliche Posts sind ja bekannt geworden im als Mr. Beast sein Video und wo er scheinbar deutlich übervergütet wurde für X-Verhältnisse. Also so viel Werbe Ja, Werbegelder einfach auf seinen Account umgeleitet worden, zumindest der Eindruck entstanden. Da haben ja auch viele Kreatorinnen und Kreatoren angefangen, ihre. Einkünfte zu posten und da hat man relativ klar gesehen, dass der durchschnittliche CPN oder ein Tausender Kontaktpreis, den man da erreicht, als um als X-Kreator deutlich, deutlich unter dem liegt. Und das, was Mr. Beast gemacht hat, war jetzt auch schon nicht beeindruckend. Aber das, wie gesagt, 42 Ob das vielleicht auch Absicht ist, dass es 42 Dollar24 Dollar? Stimmt.

42:38 Gavin Karlmeier

Also so oder so, genau, es zeigt, es ist einfach kein Ort für CreatorInnen. Zumindest nicht um Geld zu verdienen. Ja, ja, richtig. Passen dazu aber NKBHD, Marques Brown Lee ist ein Tech-YouTuber, einer der Vermutlich einer der größten weltweit, würde ich mal unterstellen. Der hat jetzt angefangen, seine Videos auf X hochzuladen Wir wissen aber noch nichts genaueres. Wir wissen, dass er vor einigen Jahren mal Elon Musk interviewt hat, dass es also eine Art Verbindung zwischen den beiden gibt, dass er Cybertruck fahren darf als einer der ersten, dass der auch immer wieder Testberichte über Teslas macht. Und der lädt eben jetzt seine Videos auch nativ auf X hoch. Ich würde auch da unterstellen, entweder geht es da nicht um Geld oder er hat einen anderen Deal bekommen. Eine dritte Option sehe ich dann nicht.

43:27 Pip Klöckner

Würde ich auch davon ausgehen, dass es einer der Vorzeige Creators wird, quasi. Ganz ähnlich wie Don Lemmon. Nur nicht aus dem politischen Spektrum, sondern dass es halt jemand, der regelmäßig So wie Jerry Rick Everything Hardware Reviewed, auf eine andere Art und Weise, ist, glaube ich, entweder der populärste oder einer der populärsten Apple Vision Pro Reviews zum Beispiel auf YouTube. hat zig Millionen an Views bekommen dafür, dass er diese Apple-Brille als einer der ersten sozusagen sich angeschaut hat und ein sehr gutes Review dafür gemacht hat. Und auch die möchtest du natürlich auf der Plattform haben, weil auch das natürlich Werbegelder aus der Elektronics-Industrie im Zweifel, also Handyhersteller und so weiter, auf die Plattform bringt. Das heißt, ich würde davon ausgehen, dass es da auch ein Side-Letter gibt und er mehr als die normale Vergütung bekommt dafür. Anders macht das. Man kann immer sagen. Die nutzen X einfach nur, um Traffic auf ihre sozusagen ursprüngliche Plattform, in dem Fall YouTube zu holen. Aber ich glaube, selbst das ist es nicht wert, weil man so ein bisschen verwässert man. Sein YouTube-Angebote auch, weil man davon aushängen muss, dass er auf YouTube das Zehn, zwanzig-fache bekommt pro abgespielten Video. Und deswegen kann man sich durchaus auch schaden. Und es ist nicht so, dass das rein inkrementell ist. Also ich habe nur zusätzliche Viewer und zusätzliches Einkommen. wenn ich auf X bin, sondern es kann eben im schlimmsten Fall so sein, dass ich einen Nutzer auf X habe, der dann nicht mehr auf YouTube schaut und dann würde ich tatsächlich Geld verlieren, rechnerisch.

44:58 Gavin Karlmeier

Und das halte ich gerade in dem Fall übrigens für gar nicht so unwahrscheinlich, weil die Leute, die ihm ja auf X folgen, das sind ja auch zahlreiche, hat er einen riesengroßen Twitter-Account. Das sind ja vor allem Leute, die ihm wegen seiner Videos folgen. Und wenn sie jetzt in dem Umfeld, in dem sie sich gerade bewegen, die Videos gucken können und dafür nicht mehr zu YouTube gehen müssen, Dann besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Leute eben sich jetzt dort anschauen und nicht mehr bei YouTube. Und zweites Mal gucken sich die Leute aus dem Video eh nicht an, als aus Altruistischen Gründen zum Beispiel.

45:28 Pip Klöckner

Genau, und es gibt sogar noch einen zusätzlichen Effekt, dass eventuell sogar die Advertiser, die vorher sehr hohe sich überboten haben, um in seinem YouTube-Kanal. zu sein, jetzt quasi ein günstiges Substitut haben, nämlich sie lernen quasi, dass sie über Ex sich deutlich günstiger einkaufen können. Und dadurch sagen, verliert da nicht nur Volumen eventuell, weil also Trank Zuschauer auf YouTube, sondern eventuell sinkt sein Werbeerlös auch noch zusätzlich, dadurch, dass die Preise verfallen, weil Advertiser bei Mr. Beast gehe ich fest daran aus, dass das passiert ist. dass die Advertisers sagen, warum soll ich für irgendwie 20 Dollar das Video auf YouTube sozusagen fördern, wenn ich es für 4 Dollar haben kann auf X?

46:10 Gavin Karlmeier

Ja, 100 Prozent. Spannender Gedanke, vollkommen richtig. Mr. Beast hat übrigens dazu, um das heute nochmal zu nennen, hat übrigens angekündigt, dass er seine Videos zukünftig nicht mehr so schnell schneiden möchte, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Er hat gesagt, er möchte da ein bisschen die Geschwindigkeit rausnehmen und verändert jetzt die Art und Weise, wie seine Filme gebaut sind. Warum ist das? Das gibt keinen Grund, keinen bekannten Grund. Hat er nur getwittert. Es gibt so eine Zahl, ich glaube, die hast du mir sogar geschickt über Click-Fraud-Rates. Also die Klickbetrugsraten in Werbenetzwerken. Und das Interessante ist, also es gibt so eine Art Prozentzahl, bei der davon ausgegangen wird, wie viele Menschen oder wie viele Aufrufe auf den Werbeanzeigen sind, nicht echt. Und da ist TwitterX auf Platz 2 mit 61 Prozent in dieser Auflistung. Die wurde vom Polygraph auf Reddit. gepostet. Ich kenne keine nähere Quelle, aber ich finde es tatsächlich sehr interessant, dass vor Twitter nur TikTok mit 74% zu sehen ist. Und dass die Instagram-Ads tatsächlich unter 1% haben hier auf dieser Auswertung.

47:22 Pip Klöckner

Genau, Polygraphs, glaube ich, sogar der Account, die Institution, die das erhebt. Genau, auffällig ist Instagram quasi kein Bot-Traffic, der da durchgelassen wird, oder zumindest bezahlen die Advertiser nicht dafür. Google-Anzeigen mit 11% auch relativ niedrig. Da steckt eine Mischung aus YouTube-Display und Search drin. Ich würde davon ausgehen, dass am wenigsten hast du bei Suchanzeigen. Bot Traffic bei Displayanzeigen erfahrungsgemäß schon etwas mehr und bei YouTube vielleicht irgendwo dazwischen Dann Bing, Microsoft 14 Prozent, Reddit ungefähr noch ein Drittel, aber TikTok drei von vier Klicks angeblich durch Bots. generiert. Also auch hier Twitter und X wieder auf den Spitzenplätzen mit sechs von zehn Klicks, die nicht nicht von menschlichen Nutzern ausgelöst worden, vermutlich. Man muss aber noch gucken, für wie viel bezahlt man dann wirklich. Teilweise wird hinterher sozusagen, wird der Klick zwar vermittelt, aber dann die Rechnung nicht gestellt. So war es früher bei Google zumindest immer. Aber ich gehe davon aus, dass Twitter jetzt nicht einen besonders sophistizierten Abrechnungsmechanismus hat.

48:33 Gavin Karlmeier

Davon ist es wohl auszugehen, ja. Was meinst du, woran liegt, dass es bei TikTok diese Botrate so ultra hoch ist?

48:42 Pip Klöckner

Ich könnte mir vorstellen, weil es wahrscheinlich auch Accounts und Creator sind oder sogar Werbetreibende, die versuchen, sagen, Viralität zu erzeugen, indem sie selber Klicks erzeugen. Und das führt dann automatisch auch zu diesen diesen falschen Werbeklicks. Also es könnte sogar theoretisch sein, dass es aus Sicht eines Werbetreibenden sinnvoll ist, seine eigene Anzeige künstlich zu klicken, um sie interessant erscheinen zu lassen, in der Hoffnung, dass man insgesamt mehr Verbreitung erfährt und sozusagen netto, netto am Ende dadurch günstigere Werbepreise hat, weil die wahrscheinlich so ein bisschen mit der Viralität gewichtet werden. Also so funktioniert normalerweise das in den Abrechnungsmodellen, dass wenn du viel geklickt wirst, dann musst du weniger pro Klick bezahlen. Könnte sein, dass das ein Incentive bringt, vielleicht dass die Werbetreibenden am Anfang selber es klicken. Ansonsten können es auch die Creator sein, die es eventuell machen. andere Bots, die aus welchen anderen Gründen das auch immer tracken. Können irgendwelche Social Listening Tools sein, die das klicken oder Tools, die Werbung auswerten. Da gibt es viele Gründe für. Normalerweise hat man Anreiz, das zu filtern, aber TikTok scheint es entweder nicht zu gelingen oder es scheint sich keine Mühe zu geben. Und für Twitter scheint das Gleiche zu gelten, aber Facebook auch relativ schlecht.

49:58 Gavin Karlmeier

Ja, in der Tat. Finde ich hochinteressant, weil das ja alles also bei Twitter ist es größtenteils so, bei Facebook ist es zu 99% so, dass es Bewegen auf der Plattform unangemeldet quasi gar nicht möglich ist. Was den Prozess des Buttons, ich weiß nicht, ob das ein Name ist, aber der Prozess des Buttons wird dadurch natürlich ungleich schwieriger als beispielsweise jetzt bei Google, bei dem das Klicken auf Werbeanzeigen ohne Anmeldeprozess eben deutlich einfacher zu automatisieren ist. Absolut, ja, das stimmt. Interessant, interessant, interessant. Die EU hat ein paar Fragen und hat wieder mal offizielle Informationsanfragen im Rahmen des DSA. Verschicktes Digital Services Act. Und zwar gehört dazu auf der einen Seite LinkedIn. LinkedIn muss ich jetzt über die personalisierte Werbung äußern. Und muss erklären, wie dort die Daten genutzt werden, die erfasst werden über das Ausspielen personalisierter Werbung Oder aber auch, wie die Daten verwendet werden, die genutzt werden, mit der Werbung personalisiert wird. Und die andere Frage, die die EU gerade rausschickt, und das finde ich eigentlich den viel, viel spannenderen Punkt, das ging nämlich hier an Bing. Google, Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok, YouTube und X. Und zwar wurden jetzt diese Dienste aufgefordert, die Informationen über die jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung von Risiken im Zusammenhang mit generativer KI. bereitzustellen. Also wie zum Beispiel gehen diese Plattform Halluzinationen der KI um? Also wie wird die virale Verbreitung von Deepfakes gebremst und und solche Punkte. Also da will man jetzt mal, schaut man jetzt mal genauer hin bei der EU. Und das zeigt, finde ich, auch so ein bisschen, wie sich die Ausführung des DSA am Ende tatsächlich auch versteht, nämlich das endet nicht tatsächlich bei der Verwendung der NutzerInnen-Daten, sondern das geht hier noch deutlich weiter, nämlich auch wie kann zum Beispiel die Bildung eines Wählervillens manipuliert werden und wie kann das vor allem verhindert werden. Und das finde ich sehr bemerkenswert.

52:03 Pip Klöckner

Ja, würde ich erstmal gut heißen. Ich frage mich, wen X da hinschickt, um die Fragen zu beantworten oder wer das beantwortet bei X, ob man tatsächlich scheint ja niemand damit beschäftigt zu sein. Und das andere, was spannend ist, wenn X unter diesen, nicht nur unter den DSA, sondern auch den DMA fallen sollte, dann dürften sie auch sich nicht mehr selbst bevorzugen. Das heißt, theoretisch könnte man argumentieren, dass Wenn X ein Gatekeeper wäre, dass sie eigentlich den Account von Elon Musk, sollte es eine Sonderbehandlung geben, wäre das Eigentlich nicht zulässig, sagen, wenn der DM DMA Digital Markets Act auch, weil der beinhaltet ja quasi das Verbot der Selbstbevorzugung Und man könnte so interpretieren, dass der Chef sozusagen mehr ausgespielt wird oder so, dass das dann eigentlich nicht sein dürfte, sondern dass alle dem gleichen Algorithmus unterliegen. Das fände ich auch lustig, wenn das nochmal genauer aufgedeckt würde.

52:58 Gavin Karlmeier

Gut, aber bis der Algorithmus, also einer der Gründe, warum ja der Algorithmus von X nach wie vor noch nicht Open Source ist, weil man den einfach selber noch nicht verstanden hat. Das ist ja, glaube ich, der einer der Punkte. Das kann sehr gut sein, ja. Man ist sozusagen, ich vergleiche das immer mit dem Bau des Flughafens Berlin-Brandenburg. bei dem dann das neunte oder zehnte Unternehmen angekommen ist, um dort Kabel zu verlegen und die wissen nicht, wussten nicht, was die Kabel machen, die da schon in den Wänden liegen, die irgendwelche anderen Unternehmen, die mittlerweile insolvent waren, dort verlegt haben. Also haben sie angefangen, neue Kabel zu legen. Und da liegen jetzt, weiß ich nicht, wie viele Kilometer Kabel in den Wänden, die eben keinen Anfang und kein Ende haben. Einfach weil niemand wusste, was macht man damit. Und so stelle ich mir das immer vor mit dem neuen Entwicklerteam, EntwicklerInnen-Team bei X, die dann sich quasi anschauen, was haben eigentlich die Leute bei Twitter hier damals gemacht? Keine Ahnung. Das kann gut sein, ja. Und es gibt noch eine Zahl, und zwar aus, die ist leider so ein bisschen unbefriedigend. Ich habe sie aber trotzdem mitgebracht, weil der ORF das recherchiert hat. Deswegen, ich kann nicht viel weiter ins Detail gehen, außer diese Schlagzeile mitzubringen. Und zwar hat der ORF eine Studie mitgebracht, die Safer Internet AT und das österreichische Bundeskanzleramt. veröffentlicht haben. Und dabei gibt es zum einen die Beobachtung, dass die generelle Social-Media-Nutzung bei Jugendlichen rückläufig ist und dabei vorneweg WhatsApp und YouTube am stärksten UserInnen verloren haben, dass die stärksten Zugewinne Be Real verzeichnet glaube ich, nicht so ganz doll überraschend. Und dass immer noch 77% der Jugendlichen WhatsApp benutzen. Auf Platz 2 hast du Instagram, auf Platz 3 YouTube, was eben im Nutzungsverhalten der jungen Leute ist.

54:46 Pip Klöckner

Was ich noch kürzlich gelesen oder gesehen habe, aber ähm Wenn du schon berichtet hast, unterbrech mich gern sofort. Aber das hatte ich für den Newsletter heute auch nochmal recherchiert. Und zwar ist es ja so, dass ähm. TikTok tatsächlich inzwischen überhaupt nicht mehr wächst. Das erste Mal so schrumpfende oder ganz, also stagnierende Wachstumsraten hat. Und nur Twitter ist noch schlechter, aber das ist ja auch im Selbstzerstörungsmodus, aber das Ein weiterer Grund, warum es vielleicht auch oben tun ist, TikTok gerade zu verkaufen, ist, weil die Nutzerzahlen und die Nutzung eigentlich nicht mehr besonders stark ansteigt auf TikTok.

55:23 Gavin Karlmeier

Ja, und dass Instagram schneller wächst und damit im Zweifel auch größer werden kann und damit.

55:27 Pip Klöckner

Genau, selbst Snapchat doch deutlich, also sogar am schnellsten gerade Snapchat, was Userwachstum angeht, oder ja, Daily Average Users.

55:35 Gavin Karlmeier

Genau, also ja, total interessant. Also gerade Social Media-Nutzung bei jungen Menschen ist ohnehin ein unglaublich spannendes Thema, weil da ja Faktoren eine Rolle spielen, die bei der Gesamtgesellschaft gar nicht so interessant sind, wie zum Beispiel bei Snapchat. dass es eine relativ geschlossene Welt ist, in der man sich dort bewegt. Ich glaube, das ist ein Riesenargument.

55:54 Pip Klöckner

Ich war überrascht, dass es für dich jetzt so natürlich war. Be Real. Aus meiner Welt ist Be Real inzwischen vollkommen verschwunden, aber du bist ja noch näher dran. Ich glaube, du gibst da auch so Workshops, habe ich gehört. Du erwähnst es nie, aber ist das wirklich ein Ding?

56:10 Gavin Karlmeier

Also Be Real ist auf jeden Fall ein Ding. Ich habe auch das Gefühl, dass es eigentlich eher weniger wird. Ich glaube aber, ich erkenne natürlich den Zeitraum dieser Studien nicht. Und wenn wir jetzt sagen, geht es jetzt um ein ganzes Jahr. Dann glaube ich, dass du von März 2023 bis heute schon nochmal ein stärkeres Wachstum bei Real erlebt hast als von März 2022 auf März 2023. Ja, das ist auch ein bisschen meine Befürchtung. Dass wir

56:34 Pip Klöckner

Im März 2024 über das Gesamtjahr 2023 eventuell sprechen. Das damit eigentlich an Social Media Zeit gemessen schon nicht mehr aktuell ist. Ja, so lese ich das auch.

56:46 Gavin Karlmeier

Okay, warte, ich fahr kurz her. Ich fahre was ab. Funktionen und Emotionen. Das erste Mal, dass wir heute so richtig über Instagram sprechen, heute ist viel, war viel Mask, aber Wir haben ein paar Funktionen und zwar bringt Instagram die Möglichkeit, dass du in der Vergangenheit Postings veröffentlichen kannst. Also dass du sozusagen einen Post rückdatieren können dürfen sollst.

57:16 Pip Klöckner

Ich glaube, das macht total viel Sinn. Ich könnte mir vorstellen, Use Cases, du findest nochmal dieses schöne Video vom Schuh-Shierurlaub und niemand nimmt dir aber ab, dass du noch so aussiehst. inzwischen und du hast eine neue Frisur oder was auch immer bis 20 Kilo schwerer. Und jetzt möchtest du das aber trotzdem eigentlich auf deinem Instagram-Profil haben und möchtest sozusagen den Post da unten nochmal so ein bisschen reinkleben mit dem Datum von damals. Verstehe ich das richtig?

57:41 Gavin Karlmeier

Ja. Dann finde ich es total sinnvoll auch. Aber genau, also es ist halt profilkosmetisch. Ich weiß allerdings nicht, wie. das algorithmisch aussieht, also ob der Post dann jetzt trotzdem allen ausgespielt wird und darunter steht dann 5. Oktober 1999. Oder ob der vielleicht einfach so Sang- und Klanglos Info sich bei dir im Profil einfach verstecken kann, ohne dass er nochmal ausgespielt wird.

58:05 Pip Klöckner

Ersteres wäre, glaube ich, irreführend. Also, wenn dann damit auch nochmal ins Feed gerät, dann müsste man es entweder hervorheben, dass das sozusagen Time Machine ist. Ansonsten glaube ich, manchmal will man glaube ich so eine Art Jahrbuch oder sowas rückwirkend herstellen und die Möglichkeit gibt es ja anders nicht. Von daher kann ich mir vorstellen, dass es Nutzer gab, die danach gefragt haben.

58:24 Gavin Karlmeier

Ja, total. Was ich mir vorstellen kann, wenn du ein altes Bild in deiner Instagram Story hochlädst, dann wird die XIF Data, ich weiß nicht, ob man Exiv sagt oder so. Also das im Foto hinterlegte Aufnahmedatum. wird automatisiert auf diese Story als Sticker gelegt. Du kannst es zwar löschen, aber wenn ich jetzt ein Bild vom letzten Sommer in die Story laden möchte, dann wird mir erstmal angeboten, dass ich als Sticker das Aufnahmedatum direkt mitbringe. Und ich könnte mir vorstellen, dass man daran arbeitet, dass es so dieses Fotoalbums, ähm, das Fotoalbumsgefühl damit so ein bisschen mitbringt, dass wenn ich jetzt ein altes Bild hochlade, dass ich das dann theoretisch auch standardisiert auf das Aufnahmedatum datiert hochladen kann. Auch das total sinnvoll. Voll sinnvoll. Und wenn man das mal noch weiter denkt, dann könnte das ja sein, dass es eine Antwort auf das Nutzungsverhalten ist. Ich weiß nicht, ob du das auch so wahrnimmst, aber in meiner Bubble posten die Leute gerade sehr, sehr viele Bilder. zum Monatswechsel und sagen, das ist mein Februardump und schmeißen einfach so. Und das führt natürlich zu einer total unverhältnismäßigen Gewichtung der Veröffentlichung der Bilder, weil du Anfang des Monats immer sehr, sehr viele Postings hast, die dann über den Monat natürlich weniger werden, weil die Leute sammeln, um zum Monatwechsel zu posten.

59:42 Pip Klöckner

Ja, beobachte ich auf jeden Fall.

59:44 Gavin Karlmeier

Ja, und jetzt ist meine Frage und das weiß ich natürlich nicht, aber ich könnte mir vor. . Das könnte aber übrigens sein, dass deswegen auch die Karussell-Post. auf 15 oder 20 Uhr erhöht werden gerade. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das früher oder später dazu führt, dass du ein Album posten kannst indem die verschiedenen Bilder verschiedene Daten haben, damit du sagen kannst, das hier war der 15. Februar und das war der 23. Februar

01:00:06 Pip Klöckner

Ja, und so eine Art andere Art von Story, so ein Fotobuch, so ein bisschen mit Daten. Ja. Genau. Kann ich mir sehr gut vorstellen. Und das wiederum ließe sich auch sehr gut monetarisieren, eventuell sogar.

01:00:17 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Absolut.

01:00:21 Pip Klöckner

Ich überlege, ob es irgendwas gibt, was man daran jetzt missbrauchen könnte oder wollte, aber es hält sich, glaube ich, in Grenzen.

01:00:27 Gavin Karlmeier

Naja, du kannst natürlich damit das öffnen und natürlich eine Betrugsachse, indem du halt sagen kannst, also ich hier gucke, da habe ich das doch gepostet, ich war doch. Da, so, und dann war es eben nicht da. Aber auf der anderen Seite ist ja bekannt, dass sobald die Möglichkeit des Zurückdatierens besteht. Dass je alles, was in der Vergangenheit gepostet wurde, theoretisch nicht dann schon dort gewesen sein musste. . .

01:00:49 Pip Klöckner

Ich wundere mich ja immer bei den Accounts, also Ich weiß nicht, ob du das Problem auch hast, aber wenn man so Doppelgänger hat, die, also dass jemand für so ein Identity-Theft begeht und deinen Account dupliziert einfach. Das ist ja eigentlich so ein starkes Pattern, dass jemand schafft, innerhalb von wenigen Minuten alle deine Bilder, die du hast, hochzuladen. Und die müssen ja alle einen aktuellen Zeitstempel dann eigentlich haben. Und allein das müsste ja eigentlich so untypisch schon sein. Ich frage mich manchmal, ob man das damit nicht was eingeengt oder ein bisschen eingedämmt bekommt. Aber wahrscheinlich ist es zu kompliziert. Aber ich frage mich oft, wäre das nicht so einfach, dieses Duplizieren der Profile? Wobei es gibt viele Menschen, die aus redlichen Motiven auch. Duplikate von eigenen Profilen schaffen. Das ist, glaube ich, das Problem, dass man zu viele False-Positives hätte.

01:01:38 Gavin Karlmeier

Ja, aber also ich glaube auch, dass du gegen Identitätsdiebstahl, gerade in dem Fall, also Beispiel, wie du es genannt hast. Also ich erstelle jetzt das gleiche Profil wie deins und wenn ich das jetzt ausspreche, dann musst du gleich nochmal was machen. Aber mal angenommen, ich erstelle jetzt einen Instagram-Account und nenne mich auch Pip im 1980 heißt glaube ich dein Instagram-Profil, richtig? Unterstrichen. Genau, tausche aber das I in der Mitte durch ein kleines L aus. dann sehe ich dein Profil ja sehr ähnlich. So und bin für viele Leute vermutlich auf den ersten Blick gar nicht als Duplikat erkennbar, abgesehen von der Tatsache, dass ich gerade erst mich erstellt habe und keine FollowerInnen habe und nichts hochgeladen habe. Und bis dahin kann, glaube ich, algorithmisch nicht viel gemacht werden. Wenn ich aber jetzt das gleiche tue und alle deine Bilder einfach reposte Dann ist algorithmisch, glaube ich, relativ klar, dass ich hier Schindlower treibe. Warum sollte ich das denn tun? Denke ich auch immer. Ja, das ist so. Okay, wer verlieren uns? Benutzt du Instagram Notes? Ehrlich gesagt nicht.

01:02:46 Pip Klöckner

Ja, aber er verließ erstmal die Funktion.

01:02:49 Gavin Karlmeier

Man kann da auch so Videos machen, die dann, indem die M-Postfach die ganze Zeit automatisiert laufen. Ich habe das letzte gemacht. Und mein lieber Freund Floh, der jetzt bald auch wieder hier Gast sein wird bei uns, oder Floh Grigorzik, hat mir eine WhatsApp geschrieben und hat geschrieben Ey, ich glaube, du hast versehentlich deine Note hochgeladen und ich habe geschrieben, nächstes Absicht. Das war kein Versehen. Also so gut funktioniert diese Funktion. Und dort gibt es jetzt die Möglichkeit, die Kamera zu flippen, also von der Rückkamera auf die Vorderkamera zu wechseln oder umgekehrt, um zu zeigen, wo man sich gerade bewegt.

01:03:19 Pip Klöckner

Ja, lässt mich relativ emotionslos, da ich keinen Grund sehe, dieses Feature zu benutzen. Es sei denn, du verkaufst es mir jetzt richtig gut, aber dann weichen wir wieder ab.

01:03:28 Gavin Karlmeier

Casey Neistad hat mal eine App gestartet, die so Sflip the Camera so ein bisschen zum Muster gemacht hat, und das hieß Be Me. Da konntest du sozusagen, krieg ich das jetzt zusammen. Also du hast das Smartphone genommen und hast es hochgehalten. Und in dem Moment, wo du es hochgehalten hast, wurde quasi die Rückkamera gefilmt und ich glaube die Vorderkamera auch. Ach, ich weiß auch nicht. Und ja, flip the camera. Gut. Bei Threads kannst du jetzt, wenn du auf das Threads. net in deinem Profil klickst. kannst du sehen, wie dort steht, bald wirst du in der Lage sein, mit anderen Menschen auf Fediverse-Plattformen wie Mastodon zu interagieren und ihnen zu folgen. Und sie können dich dort mit deinem vollen Benutzernamen finden, at gavinKahlmeyer. threads. net zum Beispiel. Also es gibt jetzt sozusagen eine fiddiverse kompatible Schreibweise von allen Profilen, die du einsehen kannst, wenn du auf diesen Button klickst.

01:04:29 Pip Klöckner

Aber ich sehe trotzdem hauptsächlich den Profilnamen und die ab. Ich finde eher das Problem, dass ich bei Threads ganz oft noch nicht weiß, wem diese Namen zuzuordnen sind. Was auf Twitter ein bisschen einfacher war. Ansonsten, ob ich jetzt die volle Fattiverse-Bezeichnung oder Mastodon-Bezeichnung habe, bin ich mir nicht so sicher, ob mir das jetzt schon deutlich hilft. Nee, ich glaube, tut's nicht.

01:04:55 Gavin Karlmeier

Bei Ex kriegst du jetzt, wenn du eine Werbung, die dir angezeigt wird, angezeigt wird, ausblendest, kommt ein Pop-up, das dich einlädt, Ex Premium zu abonnieren, damit dir keine Werbung mehr angezeigt wird oder weniger Werbung angezeigt wird.

01:05:10 Pip Klöckner

Ja, habe ich noch nicht erlebt, aber fühlt sich bekannt an, weil eigentlich jedes sinnvolle Feature, was es auf X noch gibt, ist in dem Moment, wo man es benutzen will, wird am eigentlich gesagt. . Ja, könnten wir machen, aber nur für Premium-Ekunde. Ich habe meinen blauen Haken übrigens auch nicht mehr. Ich habe das ein Jahr mal getestet, wirklich um es zu testen. Und aber, also meine Kreditkarte ist abgelaufen in der Zeit und es Nichts motiviert mich, gerade das zu erneuern. Obwohl es gar nicht so einfach war, sich danach, weil es passiert sowas Lustiges, nämlich dass deine Two-Factor Authentification wird ja ausgeschaltet. Aber gleichzeitig kommst du glaube ich nicht mehr so einfach einen Account rein, um das wieder zu ändern. Also es war gar nicht so einfach. Naja, aber mein Gefühl, dass das eine Produktstrategie von Twitter ist, das Produkt so nervig zu machen, dass man bezahlt, um es überhaupt benutzbar zu haben zu irgendeinem Zeitpunkt, weil man es umbürgt, für die, die es unbedingt benutzen müssen. Ich muss es zum Glück weniger und weniger.

01:06:05 Gavin Karlmeier

Ja, das ist die, ähm, aber das ist das Prinzip Prinzip YouTube Premium, ne? Ja, vielleicht auch. Google testet jetzt Trending-Icons im Knowledge Panel. Ich habe das Gefühl, über das Knowledge Panel noch nie so viel gesprochen zu haben wie in den letzten zehn Tagen, aber irgendwie spielt es die ganze Zeit eine Rolle. Und im Knowledge Panel gibt es jetzt an der Seite, gibt es ja auch Leute, nach denen andere Menschen auch gesucht haben. Und da gibt es jetzt wiederum den Punkt Trending. Also wenn ich jetzt zum Beispiel nach Don Lemmon suche, dann steht da andere Leute, suchten auch und dann ist da Elon Musk und der hätte ein Trending-Symbol.

01:06:44 Pip Klöckner

Mir kommt so vor, als würde es schon länger getestet oder ich verwechsle es mit einer anderen Funktion, dass es In einem anderen Feature, was ganz ähnlich aufbereitet ist in Google News oder so, schon der Fall war. Aber dieses Overlay über den Bildern, dass da so ein steigender Chart oder Pfeil ist. Das kommt mir unheimlich bekannt vor. Also entweder bin ich schon länger Teil eines AB-Tests, wo genau das getestet wird. Ich verbinde es auch immer im Zusammenhang mit Personen und Gesichtern. Also entweder läuft es schon länger aus, oder es liegt ein sehr ähnlicher Test bei einem ähnlichen Feature. in der Vergangenheit. Ansonsten gehe ich davon aus, dass auch das mein Leben nicht groß verändert Ehrlich gesagt.

01:07:24 Gavin Karlmeier

Aber wenn man das mal in so ein, ich hab, aber ich habe noch einen Aspekt dazu. Wenn man das in so ein größeres Bild mal setzt, ne, also wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass du in der Google-Bildersuche jetzt Bilder, die dir angezeigt werden, liken kannst. und dass du sie chronologisch sortieren kannst, wenn du dir überlegst, dass hier jetzt mit dem Begriff Trending gearbeitet wird. Und wenn ich jetzt nach Don Lemmon suche zum Beispiel. Dann wird auch oft gesucht, so heißt es auf Deutsch, sind also Leute bei wie Chris Cuomo, also andere CNN-Moderatoren, die aber, oder Anderson Cooper . Die aber wahrscheinlich schon lange nicht mehr die waren, nach denen gesucht wurden. Und der erste, der diesen Trending-Button hat, ist Donald Trump und der ist irgendwie auf Platz 5, nachdem auch auf gesucht wird in dem Zusammenhang. Das fühlt sich alles so an, als erleben wir gerade die Algorithmisierung aller übrig gebliebenen Stellen bei Google, an denen das noch nicht der Fall ist. Also dass früher oder später diese andere suchten auch nach, grundsätzlich so sortiert wird, dass es eher in einen zeitlichen Kontext passt als in einen kontextualen Kontext.

01:08:26 Pip Klöckner

Ja, und man überschreitet auch, also überschreitet ist vielleicht ein bisschen streng formuliert, aber man bewegt sich ja so ein bisschen in Richtung von Redaktion oder also man fällt ja in dem Moment ein Urteil und das ist natürlich vollkommen neu. Also Googles Aufgabe war es ja in der Vergangenheit hauptsächlich. Dinge einfach nur darzustellen oder wiederzugeben. Und jetzt da ein Urteil zu treffen, das hier ist Trending und das nicht. Das ist natürlich datenbasiert dahinter oder algorithmisch. Aber das ist was, was ich Google, glaube ich, früher sehr, sehr lange überlegt hätte, ob man jetzt mutmaßt, dass ein Politiker Trending ist und der andere nicht. Und dieses Urteil zu treffen. Das hätte man früher, glaube ich, nicht gemacht bei Google. Und ich glaube dadurch, dass man sich jetzt sowieso ein bisschen aus dem Fenster lehnen muss beim Thema AI und so, wo man viele dieser Dinge eh nicht mehr aufrechterhalten kann. So ein bisschen mehr wagen muss, hat man vielleicht auch das jetzt ein bisschen aufgeweicht und ist da mutiger. Ja, total.

01:09:17 Gavin Karlmeier

Vor allem das Spannende ist aber ja, dass dieser Trending-Begriff, der ist ja so Der basiert ja immer nur auf einer Verhältnismäßigkeit zu anderen. Also er funktioniert nur in einem Kontext. Genau. Was aber dazu ja führt, ist, dass es offenbar eine Art Trendliste geben muss unter der Haube, die sich die ganze Zeit verändert nach Suchvolumen und Suchbegriffen und so. Das heißt Es gibt offenbar, und ich weiß nicht, ob wir das irgendwann zu Gesicht bekommen oder ob das unsichtbar bleibt, aber es könnte theoretisch die Möglichkeit geben, dass es so diese, es gibt ja auch diese Google-Trends, die kennt man ja, ne? Dass es dort dann sozusagen eine reine Liste gibt an Personen, die jetzt gerade interessant sind. Und das ist natürlich mit Hinsicht auf so Wahlbeobachtungen und Wahlkampfbeobachtungen, kann das ganz schön interessant werden, ehrlicherweise

01:10:07 Pip Klöckner

Ja, also die Daten liegen bei Google auf jeden Fall vor, um genau das zu machen. Ich glaube, es gibt ein Google Trends Newsletter, wo ähnliche Auswertungen manchmal auch gemacht werden. werden. Oder beziehungsweise bei anderen Themen, also kommerziellen Themen, wird es für Werbetreibende zum Beispiel aufbereitet, was gerade tolle Ausflugsorte sind oder was gerade irgendwie die spannendsten Künstler sind und so weiter. Das heißt, die Daten hat Google auf jeden Fall. Kann man sich gut vorstellen, dass sie das mehr teilen in Zukunft auch hält.

01:10:32 Gavin Karlmeier

Ja, spannend. Es gibt übrigens auch, wo wir gerade dabei sind, finde ich, super Empfehlung, den Google Trends Bildschirmschoner. Kennst du den? Nee. Da siehst du sozusagen die Suchttrends in Echtzeit, wie so Kaffeln auf deinem Bildschirm Und wenn der Rechner gerade nicht aktiv ist, kannst du gucken, wonach suchen Leute gerade so. Spannend. Dann hat man noch einen Bildschirm schon, ne? Hast du einen Bildschirm schon, ne? Ich habe einen Bildschirm schon, ja. Und wenn ich so telefoniere, manchmal hat man ja so dieses Oldschool-Telefonieren. Dann fängt er immer an zu laufen und dann freue ich mich immer. Ja, vielleicht muss ich mal wieder einrichten. Und das ist, du hast den oder hast du einen anderen? Ich hatte lange den, den habe ich aber jetzt nicht mehr, weil seit der letzten Mac OS-Version ja es passende Bildschirmsschoner zu den Hintergrundbildern gibt. Und dann fangen die Hintergrundbilder an, sich zu bewegen. Und das hat mir imponiert. Ah, verstehe. LinkedIn, das ist ja so ein bisschen das Netzwerk, wo man dich vermutlich am meisten findet, richtig? Das ist Ja, am wahrscheinlichsten gerade. LinkedIn arbeitet jetzt an In-App-Games. Also es wird Spiele in der LinkedIn-Plattform geben.

01:11:40 Pip Klöckner

Also du kannst es nicht sehen, aber du würdest in ein vollkommen verständnisloses Gesicht blicken. Ich bin mir sicher, danach hat niemand gefragt. Was nicht heißt, dass man. . Ich weiß nicht, was das Incentive sein soll, das zu benutzen. Ach doch, es werden so Ligen, Liga, Ligas, Ligen gebaut. dass man so Unternehmen gegen Unternehmen konkurrieren kann, glaube ich, ne? Mit den Ergebnissen. Das wäre zumindest das Incentive oder der Nudge, das zu nutzen. Aber Also kann man vielleicht irgendwelche Persönlichkeits, äh, so sagt man Persönlichkeitsmerkmale damit testen oder so? Ich frage mich wirklich, was der, also will man Umgedeihen, Verderb jetzt mehr Engagement in LinkedIn reinbringen, dann weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist. Ich finde es komplett deplatziert oder ich verstehe einfach noch nicht, was der Masterplan dahinter ist.

01:12:32 Gavin Karlmeier

Ich nehme, also ich teile deine Verständnislosigkeit zu 100%. Vor allem die Beispiele, also hier wird Queens gespielt zum Beispiel oder ein Spiel, das heißt Crossclimb, Blueprint, also es sind halt so. so d so Browser Games und die sehen alle in den Screenshots so aus wie so das ist so das Internet 2007. In der Ästhetik. Also wirklich komplett textuell, ganz also Wenn Grafik, dann einfach nur ein bisschen orange und blau in der LinkedIn-Optik. Und Das ist halt, der erste Gedanke ist natürlich, man nähert sich dem frühen Facebook damit total an. Also es gab bei Facebook ja früher so Spiele wie. . Wie hieß das? Ach, Candy Crush war auch ein Facebook-Spiel zum Beispiel. Farm will. Genau, Farm will, sehr gut. Also, aber die Zeiten sind ja aus gutem Grund vorbei. Das war ja kein Versehen der Geschichte, dass man irgendwann aufgehört hat, die zu spielen. Und also da verstehe ich auch nicht, wer auf diese glorreiche Idee gekommen ist.

01:13:35 Pip Klöckner

Vielleicht hat man herausgefunden, dass Spielewebsites oft gesperrt sind beim Arbeitgeber und will quasi Gaming so reinsneaken. weil man LinkedIn schlecht sperren kann beim Arbeitgeber. Ich weiß es wirklich nicht. Also gut, ich meine, natürlich muss das Ziel irgendwie mehr Engagement auf der Plattform sein, aber dadurch verwässert man natürlich die Qualität des Engagements. Es sind natürlich immer noch berufstätige Person mit einem gewissen Profil, den man erreicht. Und vielleicht kann man zwischen jedes Level des Spiels da zwei Werbeblöcke reinhauen. Aber Ich finde das noch sehr random, ehrlich gesagt. Ich wäre auch wirklich überrascht, wenn das kommt. Aber ja. Gut, das ist genau die Schritte. Vielleicht hilft es bei der Authentifizierung, dass gewisse Bots das nicht machen werden, euch weiß.

01:14:24 Gavin Karlmeier

Ja, weiß ich auch nicht.

01:14:26 Pip Klöckner

Ich bin gespannt. Also ich glaube, es wird irgendeine Auflösung geben und irgendwas, was sich daraus entwickeln soll. Und wenn ich das dann erkenne, werde ich spannend, finde, bin ich mir sicher. Vielleicht kriegst du dann auch so ein Krönchen, wenn du der Beste in Blueprint bist. Ja, genau. Neben meiner Qualifikation kann HTML und Englisch lesen, steht dann, hat ein Blueprint Level 3 erreicht, oder? Großartig.

01:14:51 Gavin Karlmeier

Schön. So und dann eine kleine Meldung. Es gibt gerade ein Team, das an Loops arbeitet. Loops wird eine im Fediverse stattfindende TikTok-ähnliche Plattform sein. Also Kurzvideos. Was ich allerdings nicht weiß, weil ich kenne nur diesen einen Post hier, ob das auch so super doll algorithmisiert sein wird oder ob das ein chronologisches TikTok sein wird.

01:15:17 Pip Klöckner

Ähm, finde ich, also es ist keine große Emotion, aber ich finde es sehr schlüssig, glaube ich, diese dieses vermeintliche Vakuum oder etwaige Vakuum, was auftauchen könnte, sollte TikTok wirklich gebannt werden. Da können wir jetzt heute nicht nochmal reingehen, aber es ist, glaube ich, ich glaube, die Chinesen wollen es nicht verkaufen. Die Amis würden am liebsten es natürlich nicht wirklich bannen, sondern lieber verkaufen, damit sie sagen können, wir sind weiterhin die Kapitalisten. Aber für den Fall, dass es nicht stattfindet, dass man es verkaufen kann und dass dadurch so eine Art Vakuum entsteht, dann wäre es natürlich spannend, sowieso einen TikTok-Konkurrenten weiteren am Start zu haben. Und wenn sich die Stimmung weiter verschiebt, oder die ist ja per se, was Richtung Datenschutz bei TikTok immer sehr erlert, dann ist vielleicht natürlich spannend nochmal ein dezentrales. dezentrale alternative Plattform zu haben. Plus man könnte Indien hätte man als Markt, weil TikTok dort verboten ist. Ist glaube ich Schlüssig das zu probieren. Ob das wirklich so gut wird vom Produkt wie TikTok oder annähernd so gut, da bin ich mir nicht ganz so sicher, ob man das aus dem Stand schaffen kann. Aber das zu probieren ist, glaube ich, legitim. Ja, ich stimme zu.

01:16:28 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das Problem ist, dass das Haupt, das Kernprodukt von TikTok ist ja nicht nur der Editor oder die Art und Weise, was da für ein Content stattfindet. sondern vor allem der Algorithmus. Also die Tatsache, dass ich die App aufmache und sofort eine Umgebung habe, in der mir Inhalte angezeigt werden, die mir gefallen und die mir auch besser gefallen als das, was ich davor gesehen habe. Und ich die ganze Zeit sozusagen weiter angereichert werde mit Dingen, die mir gefallen könnten. Das ist ja für die für die Social Media Welt, wie wir sie kennen. ein ziemliches Novum gewesen, dass ich mir nicht erstmal eine Welt zusammenbaue, dessen Inhalte ich sehe, sondern dass ich sofort eigentlich nur von dem Inhalt bespielt werde und das ist genau das, was ich möchte. Und da bin ich sehr gespannt, wie man das sozusagen, wenn man alle diese grundlegenden Selbstverständlichkeiten der dezentralen Netzwerke weiterhin umsetzt. wie man das sozusagen aufrechterhalten möchte, dieses Wahlversprechen von TikTok. So, da bin ich sehr gespannt. Ja, ich auch. Gut. Und bevor wir jetzt irgendwie uns hier verlieren, vielleicht bauen wir beide einfach jetzt hier unser eigenes TikTok noch. Noch einen Konkurrenten. Ein Haki TikTok. Ja. Pip. Pip Doc. Pip Pip Doc. Pip-pipop. Pip Pip Pop. Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Sehr gern. An alle, die das hier hören, abonniert den Newsletter, hört den Podcast, Doppelgänger. Klammer auf noch, Klammer zu Tech Talk Podcast Und ich hoffe, du beärst uns bald wieder. Es war mir ein großer Spaß. Vielen Dank. Es würde mich sehr freuen. Vielen Dank auch Und alle anderen.

01:18:07 Speaker 4

Ich wünsche euch eine ganz wundervolle Woche. Hier geht es weiter am Mittwoch und ihr könnt, wenn ihr wollt, solange in den Hakendran-Discord kommen oder diesen Podcast finanziell unterstützen unter hakendrann. org. Schöne Woche.