Das Don Lemon-Interview ist vollständig online – und wir haben ausgerechnet nichts besonderes zu tun, als es uns in voller Länge anzuschauen. Na toll.
➡️ Haken dran unterstützen – oder mit der Haki-Community ins Gespräch kommen könnt ihr hier: http://www.hakendran.org
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Dominik Grüß dich, Gelvin. Ich habe kurz überlegt, ob ich dich noch vorstellen muss. Und da habe ich gedacht, eigentlich bist du der zweite Mann bei Haken dran. Ich muss dich nicht mehr vorstellen, glaube ich. Du bist jetzt da mit der heutigen Folge, du bist ja auch schon das fünfte Mal oder so hier, sechste Mal. Ja, ich zähle nicht mit, das ist ja Albert. Ja, ich habe auch nicht mitgezählt. Ich bin mir außerdem sicher, dass die Hackis das Haus keepen werden. Aber du bist jetzt fester Bestandteil hier der Inneneinrichtung. Ja, staub mich ab und zu mal ab. Ich hab dich doch schon abgestaubt.
00:39 Dominik Hammes
Oh, oh Gott. Also, ich bereue die Vorlage, die war auch keine Absicht. Es tut mir sehr, sehr leid. Ich möchte mich auch bei meiner Familie entschuldigen.
00:46 Gavin Karlmeier
Mama, wenn du das hier hörst, ist es alles in Ordnung.
00:50 Dominik Hammes
Hier ist eine Zeitung vom heutigen Tag, dem 19. März 2024.
00:54 Gavin Karlmeier
Du meinst der 20.
00:56 Dominik Hammes
März. Das ist das Veröffentlichungsdatum, ja.
00:59 Gavin Karlmeier
Exakt. Also, wir haben ganz viele Themen, aber eigentlich müssen wir nur über eins so richtig sprechen. Wir haben uns das Interview von Don Lemmon mit Elon Musk angeguckt. Ich. So zu 70 Prozent und du hast mir eben gesagt, du zu 130 Prozent.
01:13 Dominik Hammes
Ja, ich hab's einmal komplett geguckt, musste auch zwischendurch kurz pausieren, weil mein Hirn hat angefangen, Flucht Gefühle anzusetzen, sodass man dann auf einmal sich nicht mehr konzentrieren kann und das läuft dann einfach nur noch. Nee, ich muss da heute drüber reden. Wieder zurückgespult und dann habe ich im Nachhinein nochmal ein paar Man hört die Anführungsstriche, hoffe ich, nochmal genauer angehört und bin so: Das ist eine Erfahrung.
01:36 Gavin Karlmeier
Hast du, während du es gehört hast, lief dir so langsam Blut aus den Ohren.
01:40 Dominik Hammes
Nee, nee, das wäre schon früher passiert in meinem Leben, sonst.
01:43 Gavin Karlmeier
Du hast mir nämlich eine Nachricht geschickt, in der nur drin stand, ich esse gleich meinen Esstisch auf. Das ist so furchtbar. Das war völlig. Völlig ungeschützte Reaktion von dir offen.
01:53 Dominik Hammes
Ja, ja, da habe ich wirklich beim Esstisch gesessen und war gerade fertig mit Futter und dann sagt er so zwei, drei Dinge, wo ich wirklich am liebsten in die Tischplatte gebissen hätte.
02:02 Gavin Karlmeier
Also wir können ja mal von vorne reinkommen.
02:04 Dominik Hammes
Gerne.
02:05 Gavin Karlmeier
Also, Don Lemmon hat Elon Musk interviewt. So viel hat man mitbekommen, haben wir hier auch schon besprochen. Dieses Interview ist sozusagen der Auftakt der neuen Don Lemmon-Show, die eigentlich einen. Ex-teilexklusives Format sein sollte. Also nicht alle Ausschnitte wären auch auf anderen Kanälen veröffentlicht worden, aber es war eh von vornherein geplant, dass es auch auf YouTube und auch auf iHeartRadio zur Verfügung gestellt werden wird. Das sagt er auch am Anfang des Videos. Elon Musk hat im Anschluss an die Aufzeichnung dieses Interviews allerdings die Kooperation beendet und im Laufe des Interviews, naja, das ist jetzt eigentlich meine erste Frage an dich, wie du das eingeschätzt hast. Hat man während des Interviews schon das Gefühl, dass er danach die Kooperation aufgibt?
02:46 Dominik Hammes
Das ist schwer zu sagen, weil es nicht ankündigt, natürlich. Unabhängig von allem tatsächlich vielleicht eine der smartesten Sachen ist, die man, die er so gemacht hat da drin, weil solche Entscheidungen bricht man dann doch besser nicht live vor der Kamera vom Zaun. Aber er sagt mitten im Interview irgendwann so, Ey, ich muss diese Frage nicht beantworten und ich mach das Interview ja nur, weil du bei Ex bist. Und ganz gegen Ende haut einem dann ja noch zwei, dreimal so. Wähle deine nächste Frage sehr vorsichtig aus.
03:12 Gavin Karlmeier
Ja, genau, den Ton habe ich sogar mitgebracht. Wenn du willst, können wir den direkt direkt live reinhören. Und zwar, so, Moment, Augenblick. Und
03:26 Speaker 3
So you said if they kill the company it's them. But doesn't the buck stop with you? I mean, you're on it
03:34 Speaker 4
I have to say I uh choose your question carefully. There's five minutes left.
03:39 Speaker 3
Okay but so This is the same question you want to ask. Same question is you said you said that they are killing the company, but you're the head of the company. The buck doesn't stop with you?
03:52 Speaker 4
I acquired X in order to preserve freedom of speech in America, the First Amendment. And I'm gonna stick to that. And if that means making less money, so be it.
04:05 Speaker 3
So I have to be listen, I am just being honest, right? I'm not trying to like get you or anything, I was just surprised that you would blame other people for killing the company. I mean you're the I mean when you say the buck stops with the president of the United States regardless of what happens Right? So I why would the why would that question upset you? You seem upset by it, are you? I think you And I'm not trying to upset you.
04:34 Speaker 4
Um it's not what?
04:36 Speaker 3
Not codials. Cojed. Listen, I'm not I honestly I'm not meaning to offend you. You're an intense person. Where does that intensity come from? I was born that way.
04:48 Speaker 4
And I had a tough childhood. You did so, yeah. How so? Right Wolf Isaacson goes into it in the book. So too long to describe. So there are one or two questions I can do and then we'll have to call it.
05:05 Speaker 3
Okay, again, I don't mean to upset you.
05:07 Speaker 4
Why are you you just No, I th I I have a whole room full of people waiting to meet with me. Okay. So we're just going over time.
05:16 Gavin Karlmeier
Super bemerkenswerte Situation in diesem Interview. Und auch ein super, ich fasse kurz zusammen, weil es auch Englisch ist, ne? Also die Situation stellt sich wie folgt dar. Don Lemmon stellt Elon Musk die Frage, ähm, wenn du wenn du sagst, wenn die Company jetzt zugrunde geht, dann liegt es an den Leuten, aber liegt es nicht auch an deiner Verantwortung? Und Elon Musk antwortet, naja, also wir haben nur noch fünf Minuten übrig, wähle deine Fragen gut aus, die du mir stellst. Daraufhin sagt Dort Lemner, ich will die Frage wiederholen, also liegt die Verantwortung nicht auch bei dir? Und Elon Musk fängt dann an zu sagen: Also, ich habe das Unternehmen gekauft, um die freie Rede durchzusetzen. Und wenn es mich Geld kostet, dann sei es so. Und er merkt aber, also Don Lemmon merkt, wie angefasst Elon Musk ist in der Situation. Sieht man beiden auch an, finde ich, und spricht das auch an und sagt: Warum, warum regt es sich so auf? Warum macht sich das so wütend? Das ist nicht mein Ziel. Und Elon Musk nimmt ihm das nicht ab und sagt, die Art und Weise, wie die Frage gestellt ist, soll mich offenbar aufregen, wo man, finde ich, schon ganz doll die das Mindset des Elon Musks rauslesen kann. Und das Deswegen finde ich die Situation, glaube ich, so bemerkenswert. Wie ging es dir?
06:32 Dominik Hammes
Ich finde es bemerkenswert, dass das gegen Ende nochmal so kommt, weil er hat ja vorher härtere Fragen gestellt, also sachlich härtere Fragen, politisch härtere Fragen. Und auch einmal eine persönlichere Frage, als um den Ketamingebrauch ging, wo Mask sich auch direkt beschwert hat: das ist schon eine sehr persönliche Frage, wo Lemmon auch im Nachhinein zum Interview gesagt hat: Naja, der hat das ja selber thematisiert öffentlich, deswegen habe ich die Frage gestellt, sonst hätte ich das nie gemacht. Und da habe ich verstanden, warum Musks da so ein bisschen emotional geworden ist irgendwie, also rein menschlich verstanden. Und dann ging es ja irgendwann noch um die Great Replacement Theory und sowas. Und das sind ja harte Themen. Wie er sich damit da geschlagen hat, ist eine andere Frage. Aber da wurde er auch kurz emotional. Da war eben die Sache von wegen, ähm, naja, ich muss die Fragen ja nicht beantworten. Also. Also nichts hiervon wirkt, so als wäre Maske souverän gewesen, leider. Und dass er dann gegen Ende bei dieser Kleinigkeit in meinen Augen. wo er ja schon mal auf der Bühne stand und gesagt hat, die können sich ja können mich alle mal, die Werbetreibenden, wo er gefühlt ruhiger reagiert hat, obwohl er geflucht hat. Er weiß nicht warum, also es scheint ihnen wirklich, aus welchen Gründen auch immer, ist er da sehr dünn häutig. Und das verstehe ich nicht so ganz.
07:51 Gavin Karlmeier
Ich glaube, weil er Don Lemmon da eine Agenda unterstellt. Und das meine ich mit diesem Mindset, das man da so rausliest. Denn warum Elon Musk da so angefasst ist, ist ja eigentlich nicht die. Frage am Ende, also wie verantwortlich ist Elon Musk für den Untergang Twitters beispielsweise, sondern wie Dass Don Lemmon sich traut, diese Frage zu stellen und wie er die Frage stellt, lässt bei Elon Musk, glaube ich, deswegen die Sicherung durchbrennen, weil er das. . so vor allem von seinen politischen GegnerInnen kennt. Und das ist etwas, mit dem er nicht umgehen kann und nicht umgehen möchte. Also es gab noch eine andere Situation in dem Interview, die in so eine ähnliche Richtung geht. wo Don Lemmon ihn fragt, wie er denn Twitter politisch empfinden würde und ob das nicht immer schon eigentlich ein Ort für freie Meinungsäußerung war. Und Elon Musk sagt. . Nee, in seinen Augen war Twitter immer far left, also linksextrem, würde ich, kann man glaube ich so übersetzen, oder weit außen, links, links außen. Und hat eigentlich nur das Weltbild der San Francisco Berkeley Bubble in die Welt tragen wollen und jetzt hat sich Tütta eben stark verändert. Don Lamb hat daraufhin gesagt, er glaubt nicht, dass es Fahrleft war, weil er dort sehr viel Hass erlebt hat als POC. Und vermutlich auch als Politiker bei CNN, ähm, Journalist bei CNN, Entschuldigung. Und Elon Musk antwortet darauf mit, nun, dass es das Internet, was die dümmste Antwort, die dümmstmögliche Antwort darauf ist, weil das nichts von dem adressiert, was Don Lemm damit eigentlich sagen wollte. Also ich habe schon das Gefühl, dass Elon Musk einfach hinter jeder Frage hier eine geladene Waffe im metaphorischen Sinne vermutet hat und deswegen ganz schön auf der Hut war, auch von vornherein auf der Hut war. Und so geht er auch in dieses gesamte Interview. Also er traut dem Braten nicht so richtig. Und er sagt doch, ich glaube, das drei Minuten im Interview fängt er schon an, ihn zu fragen, ob er eigentlich, ob Don Lemmon selber ein linker Mensch ist. Also er steigt direkt mit so einer Frage ein, weil er direkt das Gefühl hat, alles, was irgendwie weiter links als er ist, ist der Feind am Ende.
09:57 Dominik Hammes
Ja, und ich finde es interessant, dass du die Vokabel benutzt hast, politische Feinde quasi, weil er ist ja natürlich als Reichster oder einer der reichsten, ich weiß es gerade nicht. Wie die Charts aussehen, aber als ein extrem reicher, als einer von einstellig reichen Personen im Sinne von in den Charts. Drittreichster, okay. Ist er natürlich eine politische Person in der Öffentlichkeit. Da kann er sich gar nicht dran wehren, da müsste er komplett privat bleiben und selbst dann wäre, egal welche Entscheidungen er finanziell tätigt, wenn sie sich gerade einen Kaffee kaufen, ist eine politische irgendwo. Also eine stark politische, sagen wir es so. Das ist ja für jeden irgendwo richtig. Und trotzdem würde ich ja nicht sagen, dass jede reiche Person zwingend so in der Öffentlichkeit steht, dass man politische Feinde hat, wenn man nicht gerade aktiv in der Politik ist. Und das zeigt nur nochmal mehr, was wir hier in Personalunion für eine Person vor uns haben. Und deswegen ist es, glaube ich, doppelt erschreckend, wenn man dieses Video guckt. Denn ich hatte den Eindruck von einer Person, die einerseits nicht mega gut vorbereitet war auf das Interview.
10:57 Gavin Karlmeier
Mask, meinst du?
10:58 Dominik Hammes
Mask, ja. Lemmon macht einen unfassbar guten Job, finde ich.
11:01 Gavin Karlmeier
Das wäre meine nächste Frage an dich gewesen.
11:03 Dominik Hammes
Ja. Wie gut er das macht. Also, ähm, Ich habe ja in meinem Leben auf einem wesentlich anderen Niveau und zu anderen Themen auch ein paar Interviews geführt. Und ich habe irgendwann gemerkt, es ist ein schlechtes Zeichen Zum einen, wenn der Interviewer fast genauso viel redet wie die zu interviewende Person, ist alle man ist halt in einem Podcast und es ist mehr ein Gespräch. Und nicht, ich habe 20 Minuten, ja, oder eine Stunde ist auch nicht so viel Zeit für so eine Person. Und wenn man die Frage immer wieder, bevor der andere überhaupt antworten kann, immer wieder neuen Formulierungen stellt. Und beides hat Lemon hier ein paar Mal machen müssen. Also sehr lang erklären, sehr ruhig erklären und fragen ständig wiederholen. Und ich finde, er betreibt hier eigentlich Aufklärungsarbeit. Ich habe teilweise das Gefühl gehabt, durch seine Fragestellung möchte er macht nur informieren. Im Übrigen, darum geht es eigentlich.
11:53 Gavin Karlmeier
Ich finde, man merkt Don Lemmon eine versöhnliche Art an, die mich, wenn du weißt, dass er eigentlich da mit seinem Arbeitgeber spricht, nicht überrascht. Die aber im journalistischen Kontext, glaube ich, nicht notwendig gewesen wäre. Also allein in der Szene, die wir gerade auch gehört haben, ist er ja fast schon sich entschuldigend dafür, dass Elon Musk von der Frage sich angegriffen fühlt, angefasst fühlt. Übrigens eine Situation, bei der ich an Lanz und Lasche denken musste. Kennst du das?
12:24 Dominik Hammes
Ja, aber das ist also in jeglicher Hinsicht ein schwieriger Vergleich. Ja, das stimmt. Aber das, was du sagst, Betrifft aber, glaube ich, nur diese eine Szene, weil er da ja wirklich das Gefühl hat, ich habe mich persönlich beleidigt. Frage ich mal nach, was ja, das Problem war, glaube ich, die Zeit, die ihm dann davon gelaufen ist. Aber bei dem Fragehört der Luke, also sehr schön, auf dem YouTube-Kanal haben sie halt schöne Timemarker gesetzt und so das drittletzte Thema, wo es um Diversität geht. Wo Max wirklich einfach Standpunkte aus den späten Neunzigern vertritt, in meinen Augen, die damals schon falsch waren. Da erklärt er ihm wirklich ganz behutsam dieses, was eigentlich Rassismus und why privilege is, ohne die Worte krass zu benutzen. Und er macht das in einer Seelenruhe. Wo man auch denkt, da sitzt jetzt ein schwarzer Mann und muss ihm das erklären.
13:18 Gavin Karlmeier
Ich finde in der Tat auch beeindruckend, wie sortiert Don Lemmon, auch in diesem Ausschnitt, den wir gerade gehört haben, übrigens. Er hätte ja durchaus sich abbringen lassen können von der Frage durch die Reaktion. Er hätte verwirrt werden können dadurch. Also irgendeine Ablenkung wäre da. Am Ende fast nachvollziehbar gewesen, aber er lässt sich ihm gar nicht aus der Ruhe bringen und vor allem auch gar nicht von seinem Konzept abbringen. Und da merkt man ihm dann halt eben doch die jahrelange Erfahrung als gestandenen Fernsehjournalisten einfach tatsächlich an. Ja, das finde ich schon.
13:46 Dominik Hammes
Und ich habe auch das Gefühl, er ist hier reingegangen, nicht mit ich mache jetzt Krawall, weil dann hätte es anders ausgesehen, sondern mit ich mache dieses Interview so, wie ich es machen würde, egal wo es stattfindet. Ähm, stellt meine Fragen, weil hier ja auch meine eigene Seriosität auf dem Spiel steht, wenn ich mich hier hinsetze. Und ich kann ihm natürlich eine Hofberichterstattung anbieten, aber da nimmt mich ja keiner mehr ernst. Aber ich muss ihn auch nicht beleidigen oder vorführen. Und die Mischung geht in meinen Augen ganz gut auf, aber er ist wahrscheinlich auch mit dem Wissen reingegangen, kann sein, dass danach der Vertrag weg ist.
14:17 Gavin Karlmeier
Glaubst du, dass er das erwogen hat vorher?
14:20 Dominik Hammes
Also, wenn er sich vorher mit Max beschäftigt hat, und das unterstelle ich ihm einfach mal. Dann hätte ich damit rechnen müssen. Wenn ich dem nicht nach dem Mund rede, kann das sein, dass das morgen vorbei ist, die Zusammenarbeit.
14:31 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Also klar, das muss man vorher abgesehen oder vorhergesehen haben. Don Lamb selber hat übrigens über diese Situation auch gesagt, Elon Musk ist sensibler als jeder Staatschef, den Don Lamb je interviewt hat. Und Elon Musk, da ist einfach nicht gewohnt, zur Rechenschaft gezogen zu werden oder sich vor irgendjemandem verantworten zu müssen. Vor allem nicht vor jemandem wie mir, der seine Weltanschauung nicht teilt und der nicht so aussieht wie er. Finde ich ein sehr, sehr beeindruckendes Zitat.
14:58 Dominik Hammes
Ja, ich meine, Elon Musk fragt ja wirklich zurück, was für ein Privileg halte ich denn wegen meiner Hautfarbe? Und da habe ich fast in die Tischplatte gebissen.
15:05 Gavin Karlmeier
Ja, auch kurz danach erklärt Elon Musk ja auch, dass auch er eigentlich von einer Familie von Sklaven abstammt. Ja, das war der nächste Punkt.
15:13 Dominik Hammes
Als er das sagt, und ich habe leider diesen Moment im Timecode nicht mehr gefunden, aber er sagt das von wegen, dass wir ja alle von Sklaven abstaffen.
15:19 Gavin Karlmeier
Hab ich da den Trick.
15:20 Dominik Hammes
Achso, kannst du das bitte abspielen, weil wenn man genau hindert, hört man, dass im Hintergrund ein Tonschuh quietscht, als wäre jemand stehen geblieben, als er es gehört hat? Also es mag Zufall sein, aber genauso habe ich mich auch gefühlt so.
15:29 Speaker 4
Was?
15:30 Gavin Karlmeier
Da achten wir jetzt drauf. Okay, ich uh das ab.
15:38 Speaker 4
Everyone.
15:40 Speaker 3
Yes. Well not everyone was a slave. No. Everyone was a slave. Okay. But we we we are we all we are all descended from slaves.
15:48 Speaker 4
Yeah. All of us. Yeah. Um it's just a question of when. Is it was it more recent or less recent? That's it. Because it it in in fact if you look at history, if you study history broadly, everyone was a slate. Everyone
16:05 Dominik Hammes
Also der Turnschuh, ich bin der Turnschuh. In dem Ausschnitt bin ich der Turnschuh. Ich war zwar nicht da, aber ich fühle es.
16:13 Gavin Karlmeier
Wirklich so ein schlimmer Moment, dass du dir da überlegst, da sitzt halt ein weißer, einem schwarzen Mann gegenüber und argumentiert mit es ist doch alles gar nicht so schlimm, wir haben ja alle dasselbe Schicksal. Also da würde ich auch in die Tischplatte beißen in dem Moment.
16:29 Dominik Hammes
Und es ist ja, man versucht das ja irgendwie intellektuell dann immer das zu nehmen, was er sagt, und damit zu arbeiten. Also Auf eine faire Art und Weise. Das hat Don Lemon ja auch gemacht. Und das macht er hier Gott sei Dank nicht. Weil das Einzige, was mir angefallen ist, ist diese alte Begründung. Popkulturbeisel, Christopher Lee hat irgendwann gesagt, er ist ein direkter Nachfahrer von Karl des Großen, das hat er irgendwo verbrieft. Und das mag sein, dass er das irgendwie hat und dann ist immer über die Linie des Vaters so eine ganz klare Linie. Aber Karl der Große, das ist so lange her, dass wir fast alle von ihm abstammen. Und Jingnis Khan hat so viele Nachfahren, dass sie überall auf der ganzen Welt verstreut sind. Klar stimmt das, aber das heißt ja nicht, dass ich mich irgendwie damit identifizieren kann, dass das nah genug daran ist, dass ich mich jetzt adlig fühle oder wie ein Kriegsherr. Weil irgendeiner meinem Vorfahren das mal gemacht hat. Gleichzeitig haben wir einfach, wie Don Lemalt auch schon begründet, eine Geschichte des Rassismus, die bis in die Gegenwart reinragt. Ja, und Sklaverei, die bis in die Gegenhart reinjagt. Und Maske ist so, ja, aber wir waren ja alle mal, also wir haben ja früher die Haaren, die Frauen in die Höhlen gezogen, deswegen, was? Also, das fehlt noch als Argument.
17:33 Gavin Karlmeier
Vor allem, weil er, ich finde das sehr bemerkenswert, weil er in dem ersten Ton, den wir eben gehört haben, der ja später im Interview kommt. Wir springen hier ein bisschen in der Reihenfolge des Interviews, aber das glaube ich Ist für unsere Beweisführung jetzt nicht so schlimm. Fängt er an, Dinge, die er jetzt tut, ja, mit seiner, er sagt, naja, ich bin so geboren, wie ich bin, das ist eine schwierige Kindheitsgeschichte. Was in dem Kontext von wegen, naja, aber ich beziehe mich hier auf meine Vor-Vor-Vor-Vor-Vorfahren, alles wirkt wie ein Mann, der einfach überhaupt keine Reflexionsfähigkeit besitzt. Oder nutzt, was man ihm zwar häufiger wegen seiner Äußerungen und Taten unterstellen muss, was man ihm aber angesichts des Erfolges, den er hat, eigentlich so nicht unterstellen kann, oder? Also, das funktioniert doch nicht so.
18:18 Dominik Hammes
Also ich finde es ist eine legitime Antwort auf die Frage, sie sind eine intensive Person, warum?
18:23 Gavin Karlmeier
Was ja schon sehr diplomatisch formuliert ist.
18:25 Dominik Hammes
Und dann könnte sein zu sagen, ey, ich hatte. Da ist genetisch und Erziehung und das steht in einem anderen Buch, weil es eine persönliche Frage ist. Das finde ich okay. Aber es rechtfertigt ja nichts von dem, was er als CEO oder so tut. Es ist einfach nur eine Begründung. Mein Charakter ist natürlich, und das ist ja eigentlich auch eine Nullantwort. Mein Charakter ist geprägt durch meine Gene und meine Erziehung. Also gut. So say we all, ne? Ja, das stimmt wohl.
18:53 Gavin Karlmeier
Ja, ansonsten mir auch noch Töne mitgebracht, die auch wichtig sind. Denn es geht zum einen darum, wie auf X eigentlich mit Inhaltsmoderation umgegangen wird. Soll ich das direkt abfahren?
19:06 Dominik Hammes
Du kannst es gerne abfahren, die sind relativ lang, vielleicht willst du es hinterher nochmal zusammenschneiden.
19:13 Gavin Karlmeier
Das sagt er jedes Mal, das ist einfach trotzdem. Wir hören zumindest mal in den ersten Tonnen, der ist eine gute Minute. Wenn ihr das nicht hören wollt, spurt einfach die Minute vor. Ich glaube, das ist doch eine elegante Lösung, oder? Yeah cla. Most kids.
19:30 Speaker 3
And you said you like transparency. I'm gonna show you this and and Don you can get a study that to will tell you whatever you want. But the stu this this is these are just a handful of extremely you look at those anti-Semitic and racist tropes and tweets. And as of this morning they're still on X. And from your own content policy, these posts should have been deleted. So why haven't they been deleted? Why are they still there? Uh we delete things if they are illegal. But these have been up there for a while. Are they illegal? Uh they're not illegal, but They're hateful and they can they can lead to violence. As I just read to you, the shooters, you know, in all of these mass shootings. attributed social media to radicalizing. So Don you love censorship is what you're saying. No, I don't love censorship. Then why why why you asking you to do that? I believe in moderation but I I don't believe in censorship. Censorship is a it's moderation is a propaganda word for censorship.
20:34 Gavin Karlmeier
Also zusammengefasst sagt Elon Musk hier den wichtigsten Satz dieses Ausschnitts Moderation ist ein Propagandavort für Zensur, nachdem Don Lemmon ihm Bilder zeigt, Hass Inhalte zeigt von Tweets. Die Sounds, die man übrigens hört, sind nicht, ich spiele ja nicht ein Rollenspiel und hab irgendwelche Zaubertext gestartet, sondern das ist in diesem Video, sind einfach immer, wenn irgendwelche Bilder eingeblendet werden, kommt so ein Wuch! Das wäre so meine erste Stilkritik an diesem Interview. Aber die Aussage ist natürlich hochgradig, also nicht überraschend. Aber zeigt genau, was wir eigentlich immer unterstellt haben. Elon Musk liegt es nicht am Herzen, Inhalte zu moderieren. Er argumentiert die ganze Zeit damit. Was nicht illegal ist, muss hier online bleiben. Was natürlich eine starke Verkürzung ist, vor allem angesichts der eigenen Richtlinien auf X, die eigentlich die Verbreitung von Hass nach wie vor als Regelverstoß betrachten.
21:36 Dominik Hammes
Ja, das ist zum einen müssten sie dann die AGB ändern, was PR-mäßig natürlich ein bisschen Albtraum wäre, wenn man sagt, ach nee, wir sind nicht mehr gegen Hasskontent, solange nicht alle Girl ist. Und zum anderen ist es natürlich eine Aushöhlung der Debatte und der Begriff bedeutet nicht das, was der Begriff bedeutet, ist ja kein Argument. Er versteht allerdings auch, also so wie er es benutzt, auch Zensur falsch, von daher nicht überraschend. Aber in dem Zusammenhang kann ich das einbringen, was ich die Woche dir mal geschickt hatte, weil er ja gesagt hat, was illegal ist, löschen wir. Eigentlich ist ja natürlich ein anderes Thema, weil hier geht es jetzt nicht um Beleidigung, etc. pp, sondern es geht um Lizenzen und um Copyright und so. Mir wurde nämlich ein Twitter-Account zugespielt, der Zeitpunkt der Aufzeichnung auch immer noch online ist mit den Inhalten, die ich da auch gesehen habe. Der kommt der Spielfilme von Disney und anderen Also die komplette Star Wars Reihe kann man einfach gucken. Auf Arf Twitter. Ja, der Pate Ist alles immer noch online. Ich glaube, so eine Sache wurde geclaimed und das war eine Messi-Doku, die hat wohl irgendjemand mal geclaimed. Ich habe versucht es zu claimen, weil ich gedacht habe, naja, Hier läuft einfach, also das lädt einfach auch sofort runter, mache ich mich jetzt halb strafbar oder was noch welche im Jitter-Account bin. Weil ich bin mir recht sicher, dass Disney den keine Lizenzen verkauft hat, nachdem man es gesagt hat, die haben den schlimmsten CEO aller Zeiten gerade.
22:54 Gavin Karlmeier
Schön, dass ihr das nochmal klarstellt. Also da hat jetzt nicht immer einen Twitter-Account aufgemacht, nachdem er sich Lizenzen bei Disney gekauft hat, um die Tunes hochzuladen, die Videos komplett kostenfrei hochzuladen.
23:05 Dominik Hammes
Nee, er hat nicht mal 20. 000 Follower. Also, ich glaube, die Leute, die dem folgen, sind aber auch so, das teile ich mal nicht. Da kann ich ja nochmal gratis Filme gucken nehmen.
23:15 Gavin Karlmeier
Aber ich habe den Account auch gesehen, es ist wirklich sehr, sehr, sehr krass. Dass der einfach, also da sind einfach komplette Spielfilme alle der Reihe nach online. Das ist nicht so, kurz nach Übernahme hat jemand Shrek 3 vollständig hochgeladen. Ich glaube, es war Shrek 3. Sondern es ist wirklich einfach, es ist auch geframed, also der heißt auch ungefähr so, ich irgendwie so ein bisschen wie so Kino-Website heißen. Und das sieht einfach alles seriös aus. Okay, hier kannst du einfach Kinofilme gucken, auf Ex.
23:46 Dominik Hammes
Ja, ich meine, es hat ja auch einen blauen Haken, wird schon richtig sein. Die 19 Euro oder was auch immer das kostet, hat er dann auch wieder investiert. Ja, und ich habe versucht, das zu melden. Ich habe einfach einen Post genommen, irgendeinen Film, und gesagt, dann melde ich das mal wegen Copyright-Verstoß und das konnte ich nicht machen, weil ich natürlich nicht der Rechteinhaber bin. Leider bin ich nicht der Rechtsinhaber, aber leider konnte ich es trotzdem nicht melden. Das ist ja auch verrückt Am Ende des Tages. Das ist ja nur eine Kostenersparnis, damit dann nicht noch mehr Meldungen reinkommen und noch mehr Sachen kontrolliert werden müssen.
24:19 Gavin Karlmeier
Und jetzt frage ich dich als Filmexperte, am Ende vielleicht auch Copyright-Experte, ein Stück weit. Ist es nicht so? Bitte?
24:27 Dominik Hammes
Also Copyright-Experte bin ich auf keinen Fall.
24:30 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das habe ich jetzt nicht gehört. Ist es nicht so, dass es nach diesem, es gibt doch diesen Act in den USA. diesen Deal zwischen der Copyright-Industrie, also Film und Musik, und den Netzwerken, die Inhalte zur Verfügung stellen, also YouTube beispielsweise. die diesen Deal haben, dass sie nicht alles der Reihe nach abmahnen, um nicht die ganzen Netzwerke in Grund und Boden zu stampfen, dafür aber 48 Stunden nach einer bekannt gewordenen Copyright-Verletzung diese Inhalte herunternehmen müssen. Ich habe da mal eine Doku drüber gesehen, aber ich kann dir leider nicht mehr sagen, welche das ist.
25:05 Dominik Hammes
Ich kann es weder bestätigen noch verneinen, aber ich meine, wenn es keiner melden kann, wird es ja auch nicht bekannt. Weiß ja keiner.
25:13 Gavin Karlmeier
Stimmt, so muss man es sehen.
25:14 Dominik Hammes
Was ich mich aber auch frage, was ein interessanter Vergleich wäre, bei YouTube ist es ja so, wenn ein YouTuber ein Video macht und Sagen wir mal, redet über ein Musikstück. Ich weiß das durch Zufall, dass da ganz oft, also die, die von YouTube leben, die fragen dann auch beim Label an: Kann ich das machen? Darf ich das dann refinanzieren? Kann ich die Einnahmen haben? Kriege ich die Erlaubnis von? Euch. Und wenn man das nicht macht, kann das auch mal schnell abgemahnt werden. Und im einfachsten Fall gehen dann die Einnahmen, die Werbeeinnahmen ja ans Label. Das kann ja passieren, wenn es nicht komplett runtergenommen wird. Und heißt das jetzt, dass die Werbeeinnahmen, die dieser Account eventuell generiert hat für Twitter, dass Twitter die eigentlich an, also Twitter X, an Disney bezahlen müsste und alle anderen?
25:59 Gavin Karlmeier
Ich fürchte ja.
26:01 Dominik Hammes
Das ist natürlich die Frage, wie man das ausrechnen soll. Weil die Filme sind werbefrei, um mal Werbung zu machen. Für den Account, den wir ihn natürlich nicht nennen. Also. Ich vermute, sie sind werbefrei. Ich habe keinen ganz geguckt.
26:15 Gavin Karlmeier
Aber ich bin gespannt wäre ja, ob dafür am Ende auch so Revenue Sharing stattfindet.
26:22 Dominik Hammes
Ja, also Es ist am Ende des Tages ist es einfach eine Raubkopie, die auf Ex rumhängt und keiner löscht sie. Und die Filme sind da jetzt schon länger als in der wilden Zeit des Internets, vor über zehn Jahren, wo man solche Sachen aktiv noch gesucht hat. Da waren die vielleicht drei Tage online, dann sind sie wieder runtergenommen worden. Und hier sind sie jetzt in relativ guter Qualität, einfach auf einem der größten, ehemals größten Social Networks der Welt. Und keiner kümmert sich drum. Es ist so verrückt.
26:50 Gavin Karlmeier
Man kann dazu einfach nichts mehr sagen. Es zeigt einfach, dass es und da sind wir wieder bei dem Interview und dieser Aussage, naja, also wenn das nicht illegal ist, dann nehmen wir es runter und du kannst es aber auch, du musst es auch nicht melden, weil Moderation ist Zensur. Oder ein Propagandavort für Zensur. Das heißt am Ende doch eigentlich alles nur, wir wollen damit keine Arbeit haben. Es gibt ein Gesetz und naja, und verklag uns halt. Verklag den, der es gepostet hat, idealerweise sogar noch.
27:14 Dominik Hammes
Das ist ja eigentlich die Aussage davon. Müssten die, also der hat ja bezahlt für den Haken, also irgendwie müssten sie den ja auswendig machen können. Es sei denn, der darf mit Kryptozahlen, ist ja Masksplattformen von daher.
27:24 Gavin Karlmeier
Man weiß das alles nicht. Ich glaube, das zahlt es über den Dienstleister Stripe. Ich weiß nicht, ob Stripe die Zahlung per Krypto erlaubt. Wahrscheinlich nicht. Aber man weiß es nicht. Auszuschließen ist es nicht.
27:35 Dominik Hammes
Am Ende ist das ein Privataccount von Musk selber. Das wäre eine Unterstellung. Es wäre nur sehr witzig. Also ich glaube nicht, dass es so ist.
27:41 Gavin Karlmeier
So wie viele andere Accounts, bei denen man das. Gefühl haben muss, der könnte immer Maß noch seine Finger im Spiel haben, wie dieser von uns oft erwähnte Doge-Designer-Twitter-Account, der immer relativ schnell irgendwelche Ex-Kommunikation-Talking-Points übernimmt und daraus direkt schon einen Chairpick gebaut hat. . Und ich frage, Moment mal. Und dann von Elon Musk und Linda El Carino retweetet werden.
28:00 Dominik Hammes
Das ist vielleicht auch einfach ein Prakti, der wo gesagt wird, mach mal eine schöne Grafik und dann mach mal einen Retweet. Aber mach es mal auf deinem Account. Ja.
28:09 Gavin Karlmeier
Ich habe noch einen zweiten Ton zur Zensur. Hören wir den jetzt auch noch?
28:13 Dominik Hammes
Ich muss mal gerade gucken, Zensische Pots, ich weiß nicht mehr, der ist ja noch viel länger. Hör dir den hinterher mal nochmal an, ob du den irgendwo reinschneiden kannst, sinnvollerweise. Aber das, was wir jetzt hier genannt hatten, war ja dieses Moderation. ist in seinen Augen ja einfach nur Propagandavort für Censorship. Und der zweite Teil, das ist der Schluss dieses Segments, wo er Don Lem halt die ganze Zeit vorwirft, wie sehr der auf Censorship steht und dass der unbedingt zensieren will und dass der da richtig Bock drauf hat und Don Lemm ist so. Ich bin genauso für Meinungsfreiheit wie sie auch. Leider kann man das Gesicht jetzt audiomäßig nicht gut rüberbringen, was Maske in dem Moment macht. Und es ist einfach Es ist tragisch, aber wenigstens ist das ein Austausch, sage ich mal. Hier bauert er nicht komplett, sondern sagt halt wirklich, was er denkt. Und das er denkt, ist leider nicht sehr schön im Moment.
29:05 Gavin Karlmeier
Ja, also, aber das, also ja, ich habe dem nichts zu hinzubekommen. Die eine Sache, die ich eben angekündigt habe, über die müssen wir noch sprechen, nämlich die Frage nach dem. Ketaminkonsum. Don Lemm kommt mit dieser Frage relativ, also ich finde in der Situation relativ überraschend um die Ecke, weil es eigentlich um etwas anderes ging. Und plötzlich fragt ihn Don Lamb so aus relativ weiterem Himmel. Ich bin mir sicher, das ist eine Interviewstrategie. Sie nehmen ja vom Arzt verschriebenes Ketamin. Was hat es damit auf sich? Und Elon Musk ist von dieser Frage offenbar auch sehr überrascht und sagt: Du bist aber wirklich eine sehr private Frage. Übrigens, in dem Moment noch Finde ich von Elon Musk extrem diplomatisch und unemotional gelöst. Also er ist zwar, er merkt zwar, das ist ja gerade, das zieht mich aus einer Comfortzone raus, aber er wird nicht impulsiv, wie er später zum Beispiel in den gehörten Tönen ja reagiert.
29:53 Dominik Hammes
Also darf ich ganz kurz einhaken, weil im Verlauf des gesamten Interviews macht die Position für die Ketaminfrage ergibt sehr viel Sinn, weil er am Anfang Maske noch relativ locker abholt, redet auch mal ein bisschen um, ja, was baut Tesla jetzt für ein Auto und hier und da. Oder lässt die zumindest darüber reden. Und dann geht es darum, dass wie entspannen sie sich und dass der dann Videospiele spielt und bist du, ja, okay, das ist dann ja. Eine Lowballing Question sozusagen. Also ganz einfache Fragen, auf die man eingehen kann, aber nicht muss. Und dann sagt er halt irgendwann, naja, Sie posten ja auch ganz gerne mal kontroverses Zeug. Sind Sie dabei immer nüchtern? Und das nimmt Maske ja noch relativ nur moi, ich trinke ja eigentlich fast nichts. Und dann kommt dann das Ketaminzeug und das wiederum führt dann allerdings relativ zügig zu dieser ganzen Sache mit Censorship und hier und da, was darf man im Internet sagen Und noch, also übt mir den Umweg mit der Great Replacement Theory, was ja einfach auch ein Riesenkomplex ist da drin. Deswegen, ich finde, so als Knackpunkt zu sagen, so, jetzt wird's ernst, aber ich bleibe erstmal mit was Persönlichem, fand ich das recht smart.
30:54 Gavin Karlmeier
Ja, ich fand die Antwort von Elon Musk dazu sehr aufrichtig, muss ich sagen. Ich weiß nicht, wie du das gefunden hast.
31:04 Dominik Hammes
Ich auch. Also er hat erstmal, er hat ja ein Rezept dafür und er hat es ja auch öffentlich erwähnt. Es ist hinsichtlich unangenehm. Auch das verstehe ich, wie gesagt, menschlich sehr gut. Aber dass er dann einfach sagt, naja, kurz gesagt, in meinem Kopf geht es halt manchmal drunter und drüber. Und das geht ja vielen so, sag ich jetzt. Und da hilft mir Ketamin als Medikament, das ihm verschrieben wird. Das ist eine ehrliche Antwort und da gibt es auch gar nichts, was man darin groß kritisieren sollte. Deswegen ist es auch Naja, ein bisschen unfair vielleicht, dass er damit um die Ecke kommt. Aber er hat ihn damit halt so wachgerüttelt und hakt aber nicht nach und sagt, das Kitamin nicht eigentlich scheiße und hier und da, sondern er spricht das nur an. Und ja, ich finde Marc's Antwort da auch gut. Ich muss aber sagen, er verkauft sich jetzt auch nicht gerade als, was er nicht muss, als ein guter Fürsprecher für Leute mit Depressionen und so weiter. Ich habe das Gefühl, dass er selber damit nicht so ganz klarkommt und sich nicht als jemand mit Depression hinstellen möchte.
32:05 Gavin Karlmeier
Und das kann ich aber verstehen, weil er in dem Moment jemand ist, dessen Aussagen sofort Effekte auf den Finanzmarkt haben. Also seine Formulierung, die er ja sagt, ist, es gibt Zeiten, in denen er eine Art negativen chemischen Zustand in seinem Gehirn hat. der ähnlich ist wie Depressionen, die aber nicht mit negativen Nachrichten verbunden seid. Und Ketamin sei hilfreich, um aus dieser negativen Stimmung herauszukommen. Das liest sich für mich wie eine vorbereitete Antwort, die gerade so die Wahrheit zwar thematisiert, die aber noch aktionärsvertretbar ist.
32:41 Dominik Hammes
Ja, es kommt halt nicht die Überschrift am nächsten Tag um, äh Der Chef von Tesla und SpaceX und so weiter hat Depressionen. Die Überschrift kann man danach nicht schreiben.
32:50 Gavin Karlmeier
Genau, richtig. Und das da auch da ist ihm kein Strick rauszudrehen aus der Antwort, vor allem wenn er mit diesem Problem ja offen, kundig zu einem Arzt gegangen ist und der Arzt ihm sagt, das ist jetzt die Therapie, die wir hier versuchen, finde ich, ist das eine Sache, die überhaupt nicht gegen ihn zu verwenden sei. Um wobei man dazu sagen muss, das Ketamin, es gibt Studien, aber
33:23 Dominik Hammes
Ja, und das müssen wir auch einfach so hinnehmen, in dem Fall, solange er da mit ärztlichem. . Vertrauen unterwegs ist, also Betreuung unterwegs ist, ist das alles okay. Ich finde es auch verständlich, aber nicht richtig. Deswegen machen wir das hier auch nicht, dass Leute sagen, ich kann das Interview nicht gucken, weil der so redet, als wird das Ich möchte da gar nicht jetzt genau zitieren, aber der macht so viele Gesprächspausen, weiß ich das Problem. Und es ist wirklich, wenn man es audiomässig hört, ihr habt ja ein paar Ausschnitte gehört, denkt man manchmal so, kommt da noch was? Und dann setzt er wieder ein. Aber darauf rumzureiten, dass er da rhetorisch vielleicht nicht so elegant ist wie ein Journalist, der nebendran sitzt, in einer sehr anstrengenden Situation, muss man jetzt auch sagen. Also wir wissen alle, ich bin kein Mask-Fan, aber so ein Interview ist halt nicht einfach, wenn man die Person ist, die diese Fragen gestellt bekommt. Und dann werde ich den Teufel tun und jetzt sagen, oh, der druckst da rum und der findet seine Worte nicht. Das ist nichts, was kein Schule nicht mehr anziehen will, diese Kritik rauszuhauen.
34:18 Gavin Karlmeier
Ja, hundertprozentig, absolute Zustimmung. Also spannend finde ich aber noch, dass er darauf weiterhin sagt, dass er sagt, so wie. Seine Aktionäre, äh, aus Aktionärssicht sollte er, wenn er in den Augen der Öffentlichkeit gerade Ketamin nimmt, sollte er das gleich einfach so weitermachen, weil das ist ja was für die Investoren sozusagen damit Also die Formulierung ist, wenn ich aus der Sicht des Investoren etwas nehme, dann sollte ich es auch weiterhin nehmen.
34:46 Dominik Hammes
Ja, also ich möchte mal, ich komme immer auf Mundertstens, Tausendste, aber du und ich, wir sind ja jetzt auch schon, wir sind ja nicht gerade aus der Schule raus. Und mittlerweile kennen wir wahrscheinlich, auch bei Leuten, die man national zumindest kennt, einige Geschichten, die wir öffentlich nicht teilen werden, weil dann auch der Anwalt anklopft, die aber wahrscheinlich stimmen. Und wir wissen einfach, warum Personen, die im öffentlichen Leben stehen, das von denen nicht alles bekannt ist, weil das einfach Konsequenzen hat. Und ich finde, dieses Interview ist schon sehr kurz davor, da zu kippen. Dass man das eigentlich nicht möchte, dass das in die Öffentlichkeit kommt. Denn jeder hat irgendwie Leichen im Keller, also nicht unbedingt Leichen im Keller, aber Probleme, wo man denkt, wenn das die Öffentlichkeit wüsste, würde das Vertrauen kippen, obwohl es eigentlich normal und harmlos sein kann. Und vielleicht auch eine politische Ansicht ist, die nicht jeder teilen wird, die aber vielleicht gar nicht so krass ist. Und es ist halt bei Musk alles noch tausendmal krasser mit dem Geld, das er einfach zur Verfügung hat und der Macht.
35:42 Gavin Karlmeier
Und ich finde aber da ist nämlich genau ein Problempunkt, nämlich wenn jemand so sich selber in die Öffentlichkeit schiebt und selber so eine große, so einen großen Impact auf die Gesellschaft hat, indem er die Verantwortung über eines der wichtigsten Kommunikationstools der Welt hat oder zumindest eines, das es mal war, jedenfalls. Es spielt schon immer noch eine Rolle. Verantwortung über den vermutlich größten privatwirtschaftlichen Weltraumreisekonzern, über einen der größten Automobilhersteller der Welt. Also wenn du so einen Impact auf die die Gesellschaft gesamtgesellschaftlich hast, wie Elon Musk, dann ist die Antwort darauf gar nicht so einfach zu geben, wo die Privatsphäre beginnt, finde ich. Vor allem nicht, wenn die Person, über die man das spricht, über sich selber sagt, meine Arbeitstage sind 16 Stunden am Tag, also ich bin eigentlich immer im Arbeitsmodus. Und ich habe auch keine Wochenenden. Das ist natürlich in sich erstmal schon mal, glaube ich, hochproblematisch. Aber das zeigt, wie wenig Privatmensch in Elon Musk eigentlich drinsteckt.
36:51 Dominik Hammes
Ja, und der Unterschied zur Politik ist natürlich der, er hat sich das Unternehmen ja auch selber gekauft. Er hat sich ja quasi selber in diese Rolle begeben und man hat sich nicht für ihn entschieden, zumindest wir nicht. Und auf der anderen Seite muss man sich mal angucken, wie, also Trump ist jetzt ein Sonderfall, aber wie auch in Biden natürlich kritisch beäugt wird. weil er ein bisschen, also die sind beide einfach sehr, sehr alt, ist nur die ältesten Präsidentschaftskandidaten, die die USA je gesehen haben, und das zum zweiten Mal Und sobald dann jemand mal ein Problem hat mit einer Stufe, was ich auch schon hatte mit zwanzig und ich war nüchtern, dann kommt gibt es direkt eine Schlagzeile, ist dieser Mensch noch fähig, den Rumkoffer zu verantworten? Ich meine, es ist wichtig und richtig, dieses Amt so genau zu beäugen. Aber im Fall von Musk, da ist also Wie viel weniger Macht hat er als der Ministerpräsident von Großbritannien oder Luxemburg oder ne? Also schwierig.
37:49 Gavin Karlmeier
Ich habe mir gestern gedacht, übrigens, wenn ich, also, nee, komm, das vertiefen wir jetzt nicht. Weil sonst verlieren wir uns jetzt auch noch in der Diskussion über alte alte Präsidenten. Anyway. Wir haben auch noch zwei, drei andere Themen, die ich auf den Tisch bringe, aber ich habe noch ein Randthema zu diesem Interview und zwar geht es um die, ich habe ja in der Folge am Montag erzählt, dass die New York Post, dieses konservative Blatt in der Hand von Rupert Murdoch, von einer Wunschliste Don Lemmons berichtet hatte, in der es um Forderungen ging, die er aufgerufen hat, als es um den Deal mit X ging. Dazu gehörten ein Gehalt von 8 Millionen Dollar, eine Vorauszahlung von 5 Millionen Dollar, ein Cybertruck, eine Beteiligung an X, und so weiter, und so weiter und so weiter. Und diese, all diese Forderungen hat jetzt der Agent von Don Lemmon bestritten und hat gesagt, dass da nicht Einfunkenwahrheit dran sei. Deswegen gut, dass wir direkt von vornherein vorsichtig mit diesen Fakten waren. Auch das ist jetzt nur eine andere Partei, die dazu eine Äußerung trifft, aber die ist eben genauso viel wert wie die eine Einzelneinung. Oder Einzelaussage einer anderen Partei in dieser Geschichte, denn wir kennen die Verträge nicht.
39:02 Dominik Hammes
Ja, also im Endeffekt eine Nullmeldung, ne? Also Aussage gegen Aussage ignorieren.
39:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und das wissen wir aber erst jetzt, weil jetzt kennen wir erst die zweite Hälfte. Richtig. Und wir bleiben bei dem Thema, das schlechte Launemacht, nämlich bei Elon Musk. Punkt.
39:18 Dominik Hammes
Wenn du ihn nicht machst, bei Ihnen.
39:21 Gavin Karlmeier
Und zwar hat Elon Musk in den letzten Tagen ein paar Tweets veröffentlicht, bei denen man sagen muss, so. Deutlich hat er sich politisch vermutlich noch nie positioniert, muss man sagen. Und wir sind jetzt hier in einer Welt und in einer Realität, bei der man selbst auf die kleinsten Äußerungen von Elon Musk ja schon achtet. Also wir haben schon immer wieder so kleine Punkte, wir haben auch so Dog Whistles und Chiffren zum Anlass genommen, um unser eigenes Profil und unser eigenes Bild von Elon Musk zu bilden. Und wenn wir dem jetzt gegenüberstellen, dass Elon Musk getwittert hat, entweder es gibt im November eine rote Welle, also die Republikanische Partei hat die rote Farbe, oder Amerika ist verdammt. Stell dir vier weitere Jahre davon vor, es würde nur schlimmer. Denn ist das eine sehr, sehr deutliche Wahlempfehlung von einem der einflussreichsten, reichweitenstärksten Menschen des Landes. 177 Millionen Follower auf X, selbst wenn die Hälfte davon die Karteileichen sind, erreicht er immer noch, ich kann es nicht rechnen, 85 Millionen Follower oder so. Also das ist schon. Das ist schon sehr, sehr deutlich und es geht sogar noch weiter. Er hat ein Video gepostet mit dem Wort darüber nur: This is actually happening. Also, das passiert tatsächlich. Und in diesem Video, das eine Minute 39 geht, werden einfach nur Lügen, Verschwörungserzählungen verbreitet, in denen gesagt wird, die Grenzen Die Demokraten öffnen die Grenzen in den USA, damit illegale Einwanderer in das Land kommen können, um so Joe Biden zu wählen. Das ist das, was Elon Musk hier gerade verbreitet. Und all die Dinge, die man nach einem Interview. Sagt er ja, er ist nicht politisch oder er hat keine. Doch, nee, das sagt er so nicht, sondern er sagt, er stellt sich nicht politisch auf eine Seite, sondern nur gegen Joe Biden. Aber das hier ist einfach. Das ist rassistisch, das ist demokratie zersetzend, das ist menschenfeindlich, das ist gefährlich, ich weiß gar nicht, welche Superlative ich dann noch rauskramen muss.
41:27 Dominik Hammes
Es ist in der Wortwahl, es ist schon furchtbar, es ist diese Untergangsszenarien, die dann wieder aufgemacht werden. Und vor allen Dingen, ich glaube, er meinte es nicht mal so dramatisch, wie es sich liest. Sondern so wie, nehmen wir mal ein deutsches Beispiel, wie wird der Merkel, oh Gott, nochmal vier Jahre mit der, das wird alles furchtbar. Wenn das ein Durchschnittsbürger sagt, bist du so, hä, ist ja egal. Und wenn er das aber sagt, dann klingt das direkt so: ja, rote Welle ist ja sowieso immer schon so ein Bild. Im immerhin hat er nicht gesagt Blutbad, ne? Wie Trump. Da ist man ja schon fast dankbar. Aber Es ist unverantwortlich. Punkt. Es ist immer unverantwortlich, wenn man in der Position, in der er steht, sowas raushaut. Er benimmt sich eben manchmal wie ein Internet-User, der ihn auch der ihm vorliegt, die die gleichen Ansichten haben, ohne zu realisieren, dass das, was er sagt, halt ein anderes Gewicht hat.
42:20 Gavin Karlmeier
Der Journalist Seth Abramson hat ein Thread geschrieben. Oh, hast du das gehört?
42:26 Dominik Hammes
Ich habe das gehört, für euch auch die Zuhörer.
42:28 Gavin Karlmeier
Naja, gut. Keiner gehört.
42:31 Dominik Hammes
Ich habe wieder ein Engel seine Flügel bekommen gerade.
42:36 Gavin Karlmeier
Das war in meinem Rollenspiel. Ich habe gerade ein Level abgemacht, nachdem ich mir das gepauber habe. Neue Queste. Seth Abramson, der hat bei Threads einen Gedanken dazu geschrieben, auch zu dieser Verbreitung dieses unsäglichen Videos, das ich eben erwähnte. Er hat geschrieben, dass Elon Musk endlich seine Maske abnimmt, um Zug gibt zu beabsichtigen, den größten Twitter Feed der Welt zu nutzen, um als Instrument Der von aufständig kontrollierten Republikanischen Partei zu agieren, ist eine größere Neuigkeit, als viele denken. Denken Sie daran, dass Musk hinter den Kulissen den alten Twitter-Algorithmus abgeschafft hat und durch einen ersetzt hat? der seinen Feed und den seiner digitalen Lackeien, die seine pro-GOP, also Republikanische Partei und pro-Russland-Überzeugungen teilen, exponentiell steigert. Ganz Twitter ist jetzt eine Trump-Waffe. Und das ist zwar hochmarzialisch formuliert, aber ganz falsch ist das nicht.
43:30 Dominik Hammes
Stimme ich dir genauso zu. Also es ist ein bisschen überzogen formuliert und es ist auch nicht ganz falsch. Mein erster Impuls war, ob aber auch zu sagen, naja, Trump ist ja immer noch nicht wirklich zurück auf X, sondern immer noch auf Truth Social. Andererseits ist das ja auch smart. Weil dieser Move zu sagen, wir haben ihn jetzt komplett wieder hier und er postet auch wieder hier, der wäre eben so dramatisch Dass einige, die einfach nur beiden wählen, weil nicht beiden wählen, weil sie nicht beiden wollen, dann sagen würden, nee, jetzt ist vorbei, das ist mir alles zu sehr einseitig hier. weil so schießt Musk ja weiter hingegen Biden und nicht und sagt nicht ey es muss jetzt Trump sein sondern Wenn man ihn fragen würde, ist jetzt eine Hypothese von mir, würde er wahrscheinlich sagen, naja, wir haben ein Zwei-Parteien-System bei uns, die Alternative ist eben Trump, was soll ich machen? Ja. Das wäre die einfache Ausrede. Und so muss er ihn, unterstützt er ihn halt nicht direkt, sondern nur indirekt. Das ist totaler Quatsch, weil bei Zwei-Parteien-System es auch eine direkte Unterstützung ist.
44:26 Gavin Karlmeier
Aber Ausreden sind Ausreden. Nein, genau, und hinzu kommt ja auch, also es gibt, da gibt es ja auch Nuancen. Also du kannst ja auch beispielsweise eine. einer Partei Sympathien zu. Du kannst auch sagen, ich finde den Präsidenten scheiße. Du kannst auch sagen, ich finde die Regierung scheiße. Das ist ja alles legitim, aber es ist immer noch etwas anderes. Rassistische Verschwörungstheorien, Desinformationen zu verbreiten, um die Wahl hier in die Richtung zu lenken.
44:51 Dominik Hammes
Und ich finde es gerade solchen Personen wie Musk, auch wenn der weiterhin Sonderfall ist, sagen wir, wenn Bill Gates was sagen würde, wenn irgendjemand reich ist mit so einer Reichweite was sagen würde, immer gut, wenn die. Also, wenn sie sich schon politisch äußern, dass sie sich problemorientiert äußern. Sowas wie: wir haben hier zu viele Leute, die angewiesen sind auf eine Stütze. Das heißt nicht, dass ich die Stütze abschaffen will, sondern wir müssen die in die Arbeit kriegen. Sowas oder wir müssen hier das Land mehr fördern, wir müssen das tun. Das finde ich immer okay, weil dann hat man einen Problemfall, da kann man sich drauf einigen, das hat nichts mit Parteien zu tun, bis zu dem Punkt, wo man es umsetzen will. Und was er ja auch hätte machen können, ist sagen können, ey, über Jahre haben alle Parteien
45:31 Gavin Karlmeier
gerrymandering betrieben, sobald sie an der Macht waren.
45:34 Dominik Hammes
Das ist ja auch ein Problem international häufig von Demokratie, dass man einfach als regierende Partei versucht, sich die Bezirke so zusammenzuschustern, dass die nächste Wahl möglichst gut für einen ausgeht.
45:45 Gavin Karlmeier
Genau, man muss das, glaube ich, ganz kurz erklären. Jerry Mandarin heißt in den USA, sie haben im Prinzip nach Wahlleuten, die sozusagen all or nothing heißt, also wenn bei dir im Wahlkreis 51 Prozent für die eine Partei stimmen, dann geht der ganze Wahlkreis an die eine Partei. Und die Wahlkreise werden aber immer genau so geschoben, dass es dann eben nicht so ist, dass der eine Wahlkreis 70 Prozent hat und der andere 30 Prozent. Sondern beide vielleicht 52 Prozent für deine Partei, sodass du gerade so mehr Wahlkreise kriegst, weil eben dieses All-or-Nothing-Prinzip so ausnutzbar ist.
46:17 Dominik Hammes
Ist ein bisschen vergleichbar mit dem First Past the Post in UK. die ja deswegen sehr häufig auch keine kleineren Parteien im Parlament haben, weil die nehmen dann dreißig Prozent, die können sogar vierzig Prozent kriegen und Wir kriegen dann aber nicht einen Sitz am Schluss.
46:30 Gavin Karlmeier
Wir haben in Deutschland übrigens mit der Erststimme ein ähnliches Problem. Auch da ist es so, dass du einen Abgeordneten ja direkt wählst und da aber immer auch nur der abgesandt wird, der die meisten Stimmen bekommt. Ja, deswegen ist der gute Zeit. Ein bisschen differenzierter als das Wahlleute-Problem in den USA, aber genau. Ich wollte kurz zu dieser Formulierung noch was sagen. Also du hast natürlich recht. Hinzu kommt aber eben zum einen, dass das hier eben nicht einfach nur eine politische Positionierung ist, sondern die Verbreitung von Lügen. Und dass niemand auf der Welt, kein Mensch, so eine große Plattform hat wie Elon Musk. Niemand hat so eine große Bühne, niemand erreicht mit einem Tweet schlagartig, selbst wenn es nur 20 Millionen Leute sind.
47:14 Dominik Hammes
Mir fällt eine Person ein. Wer? Taylor Swift. Wahrscheinlich, ja. Taylor Swift hat wahrscheinlich sogar mehr. Aber die ist auch nicht so problematisch, dass man dafür einen eigenen Podcast starten muss, sondern wenn, dann wäre der einfach nur so. War coole Musik wieder gestern, ne?
47:29 Gavin Karlmeier
Und das wollte ich gerade sagen. Selbst wenn Taylor Swift pro Trump wäre und auf ihrem TikTok-Account sagen würde, Welt Trump. Dann würden wir die Nase rümpfen, würden vielleicht ihre Musik nicht mehr hören, aber that's it, weil das ist ihre politische Haltung, die ich dann doof finden kann. Das, was Elon Musk hier aber macht, ist ja nicht einfach nur eine politische Positionierung. Sondern ein massives Eingreifen in die Möglichkeit, sich zu informieren. Und zwar auf verschiedenen Ebenen. Auf der Ebene, wie die Plattform funktioniert, die ihm gehört. wie die Plattform seine Inhalte anzeigt, weil sie ihm gehört. Und eben auf der dritten Ebene mit den Informationen, die er dort verbreitet, die Unwahrheiten sind. Das heißt, du hast hier eine ganz andere Art und Weise, wie Informationen verbreitet werden, als es Taylor Swift machen würde, selbst wenn sie pro Trump wäre. Also das ist, Taylor Swift hat halt nicht, ihr gehört halt nicht Instagram, sondern sie publiziert darüber nur.
48:24 Dominik Hammes
Ich habe nur ein Beispiel nehmen wollen, was vielleicht funktionieren würde von der Reichweite her. Das ist die einzige Person, die mir einfällt aktuell. Du hast natürlich auch recht, ja. Aber die ist natürlich auch in einem ganz anderen Bereich unterwegs.
48:36 Gavin Karlmeier
Boah, ich habe halt so viele Emotionen hier heute.
48:38 Dominik Hammes
Ey, es ist unfassbar. Also, vor allen Dingen, ich habe jetzt auch mehrfach über das Video nochmal nachgedacht, also da könnte man über zwei, drei Dinge nochmal 10, 20 Minuten reden.
48:46 Gavin Karlmeier
Wir machen das natürlich auch nicht. Also wir gucken mal, dass wir das hinkriegen. Ich will das hier noch nicht ankündigen, weil wir müssen noch so ein bisschen die Kalender sortieren. Aber wir haben eben gesagt, eigentlich müssten wir uns das Interview einmal komplett anschauen und darauf reagieren. Wir versuchen das mal hinzukriegen.
48:59 Dominik Hammes
Allein das Vorwort ist schon 20 Minuten, dass ich jetzt im Kopf habe, sondern dem Motto, ey, wir sind jetzt, also wir wissen auch nicht alles, ne? Das ist das Wichtigste, dem Vorwort, weil man sitzt dann immer da und zeigt einen Finger und ist so, das ist doof und das ist doof, aber ich lasse mich da. Gerade weil es ja um US-Politik auch geht, lasse ich mich auch von Tausenden von Leuten, die Ahnung haben, korrigieren. Weil ich lehne mich da aus dem Fenster bei sowas. Aber Da ist halt so viel offensichtlicher Quatsch dabei, dass man das ganz gut machen kann.
49:27 Gavin Karlmeier
Es gibt übrigens mehrere Leute, die sich über Shadowbanning bei X beriet. Ach, das haben wir noch gar nicht erzählt, dass Don Lamb das Video lange auf Ex nicht hochladen konnte
49:37 Dominik Hammes
Ja, und das danach auch, also ich habe noch ein Interview mit Don Lemmon danach gesehen, wo es dann hieß: Ein normaler Post von ihm hat schon eine viel größere Reichweite über ganz triviale Sachen, als dass das Video dann endgültig online war. Vielleicht hat er das auch nur verlinkt, das weiß ich nicht, aber der Post, der hatte eindeutig viel, viel weniger Engagement und Reichweite als irgendwie ein Hallo, ich habe gerade Kaffee-Post oder was auch immer von ihm.
50:01 Gavin Karlmeier
Und gedacht.
50:03 Dominik Hammes
Es ist einfach mal nur so eine Sache, die man dann mal benennen kann. Wir wissen ja alle nicht. Ja, die haben halt währenddessen gerade der Pate geguckt auf X. Das ist ja auch verfügbar.
50:16 Gavin Karlmeier
Also das Interview, äh, das Interview hat auf YouTube übrigens, während wir aufnehmen, 506. 000 Aufrufe erzählt innerhalb von einem Tag. Auch das, finde ich, ist weniger, als ich gedacht hätte. und auf Twitter eine Million Impressionen inzwischen. Also ist Impressionen kann man nicht mit Aufrufen vergleichen, ich weiß. Aber Und zwar überhaupt nicht. Aber immerhin ist es offenbar, wird es trotzdem zumindest auf eine Art ausgespielt. Ich könnte mir vorstellen, dass es wenig empfohlen wird, sondern dass man es schon proaktiv irgendwie sehen muss oder einen Retreat sehen muss, beispielsweise. Aber Don Lemon hat berichtet, das Team hat berichtet, dass sie versucht haben, das Video einfach hochzuladen. Und es hat nicht funktioniert. Sie haben dort Fehlermeldungen bekommen und sie haben auch. . von Ex eigentlich signalisiert bekommen, dass es gar kein Problem ist, es dort hochzuladen, aber sie haben eben dort Fehlermeldungen bekommen und konnten das nicht hochladen. Und auch ein paar Stunden später hat er nochmal geschrieben, wir haben immer noch keine Antwort von Ex bekommen, warum die Episode nicht lädt. Wir versuchen es weiter, aber es ist sonst überall online uns zu sehen. War bestimmt gerade ein Fehler in den Servern.
51:22 Dominik Hammes
Ich, es ist auch wieder, es gibt wieder kein deutsches Wort, es ist so petty. Es ist einfach so, es ist überall verfügbar, ihr Dödel Dann könnte es doch auch bei euch, Ola. Es spielt ja gar keine Rolle. Es würde von Größe zeigen, wenn ihr es einfach gestattet. Also ich verstehe es nicht.
51:40 Gavin Karlmeier
Nein, da gibt es auch nichts zu verstehen. Es ist einfach, genau, es ist kindisch. Patty ist so kleinlich, glaube ich, ne?
51:47 Dominik Hammes
Ja, ja, ja. Und das ist Dieses Es gibt nichts zu verstehen und ich verstehe es nicht, das sage ich seit dieser Mann den Laden gekauft. Auch jeden Tag habe ich gesagt, ich verstehe es nicht. Selbst wenn ich seine Linie fahren würde, verstehe ich es aus pragmatischen Gründen oft nicht, wieder entschieden wird. Das. Also, das geht so ein bisschen gegen mich. Das ist dieses: Es gibt ja immer wieder Leute, die vergleichen verschiedene Personen im öffentlichen Leben mit Lex Luther oder so. Also, Lex Luther war in den Comics, der ist ja der Gegenspieler von Superman, war auch mal Präsident. Und sagen mal, oh, jetzt ist es wie, wenn Lex Luther Präsident wird. Und dann sagen immer, nee, Lex Luther ist smart und kompetent. Ist dann immer das Gegenargument Und ich habe manchmal das Gefühl, dass zumindest die Kompetenz, ich will gar nicht sagen, dass ja irgendwie blöd ist, aber die Kompetenz in verschiedenen Bereichen von Elon Musk sehe ich nicht. Das kann temporär sein, keine Ahnung, ich werde mich da nicht. auf die Ferndiagnose einigen, aber es gibt Momente, wo ich weiß, das wäre nicht kompetent.
52:40 Gavin Karlmeier
Und aber weißt du, wo ich davon mein Take wäre da Klar ist er nicht kompetent, also weil er nie wegen Kompetenz dahingekommen ist, wo er ist, sondern wegen anderen Qualitäten, guten Ideen. vermeintlich, oder zumindest immer doch, also gute Ideen kann man ihn, glaube ich, eben nicht abstreiten. Gute Ideen, eine Art rhetorisches Geschick oder zumindest eine Art Geschickt mit Menschen umzugehen, weil es wird ihm ja immer wieder attestiert, dass er irgendwie Leute für sich einnehmen kann. Und Geld. Das sind die Gründe. Tja. Na jedenfalls gibt es viele Leute, wenn du Temporary Label bei Twitter suchst, also bei X, gibt es Dutzende, nee, Hunderte, würde ich sagen, Screenshots von Leuten. die eine Benachrichtigung von Twitter bekommen haben, in der drin steht, wir haben ein temporäres Label, ein Temporary Label, ich glaube das kann man nicht übersetzen, zu deinem Account hinzugefügt, which may impact its reach. Was also so viel bedeutet wie, deine Reichweite wird gerade beeinträchtigt von einer temporären Kennzeichnung. Schade. Das ist so, mehr weiß man nicht. Man weiß nicht warum, man weiß nicht, was dahinter steckt. Man weiß aber, dass dieses, also Elon Musk hat ja immer gesagt, es gibt kein Shadowbanning mehr auf der Plattform. Früher gab es das, aber das hat er abgeschafft, weil er das gekauft hat und deswegen gibt es kein Shadowbanning mehr. Gleichzeitig sagt er aber auch, Freedom of Speech is not freedom of reach. Und das sagt er in dem Lemmon-Interview ja auch. Der Hass, den man und das war, genau, das war in dem Ausschnitt, den wir jetzt nicht abgespielt haben. Vielleicht hören wir den doch doch noch. Dort sagt er ja, komm, wir hören den jetzt noch, das ist, glaube ich, das passt hier sehr gut hin und es ist wichtig, um da zu der Stelle jetzt gerade einen Kontext zu haben. Ja, ich hoffe, das ist okay. Da geht 1,50, wenn ihr vorspulen wollt.
54:29 Speaker 4
So the you can you can think of X as being it's much like the internet. It's not some ti it's some tiny publication with like twenty articles a day. It's five hundred million uh uh But everyone has the opportunity to read a D Lon.
54:42 Gavin Karlmeier
Is that we don't have the opportunity to read the internet?
54:45 Speaker 3
Are you said uh suggesting we should shut down the internet? No, but but but you don't own the internet. I'm asking you about you and your responsibility and your platform. And I I so I see how you feel now You don't agree. We don't agree on this. Yes, you want censorship and I don't. No, I don't want censorship. Yes you do. No, I want responsibility. I think there's I think there you desperately want censorship No, if I want to censorship. I think that there's right and wrong.
55:19 Gavin Karlmeier
Die Leute können es weiterhin sehen. Elon Musk argumentiert, kurz bevor dieser Ausschnitt hier anfängt, damit, dass die Leute, dass die Anzahl der Hasstweets mehr geworden ist. So, das hat Don Lemmon ihm vorgeworfen und er argumentiert, ja, aber die Anzahl der Views ja nicht. Und Don Lemmon sagt da, und das ist etwas, das wir hier auch immer und immer und immer wieder sagen. . Das ist keine, kein Trost, wenn nicht eine Million Leute den Hass sehen, sondern nur 300. 000. Dann haben immer noch 300. 000 Leute den Hass gesehen. Und du wirst den Hass nicht bekämpfen, damit dass er einfach nicht mehr empfohlen wird, sondern du musst den Hass. . Löschen. Er darf nicht auf dieser Plattform sein. Das ist das, wie Don Levon argumentiert und das, was Elon Musk hier als Zensur bezeichnet. Ja. So. Und genau, und in dieser Argumentation ist eben jetzt gerade folgendes passiert, dass mehrere Leute berichten, dass ihr Account temporär gekennzeichnet wurde, was die Reichweite dieses Accounts ein bisschen einschränkt.
56:18 Dominik Hammes
Naja, es ist ja kein Shadowbanning mehr, wenn sie darüber informiert werden.
56:22 Gavin Karlmeier
Stimmt, das ist Banning.
56:25 Dominik Hammes
Oder, keine Ahnung, Handbremsing, wie auch immer man das nennen will. Handbremsing. Ja, wird angezogene Handbremse posten. Also, wenn das offen kommuniziert werden wird, also noch transparenter. Ja, wo auch dabei steht, weil du das gemacht hast. Dann würde ich es ja sogar begrüßen können, wenn die Gründe okay wären. Weil das ist dann aufgepasst, das nehme ich dann Moderation In privaten Facebook-Gruppen wird ja genau das gemacht. Da werden Leute zum Teil, weil sie mehrfach auffällig geworden sind, gesagt, okay, wir werden deine Posts jetzt freischalten müssen.
57:03 Gavin Karlmeier
Aber das ist was anderes, weil das ist de facto nicht existierender Hass. Oder de facto nicht existierender Inhalt.
57:12 Dominik Hammes
Das ist die effektivere Version davon, natürlich.
57:14 Gavin Karlmeier
Genau, wenn ich sieben Tage lang nichts posten darf, wenn ich eine. So eine Strafe kriege, dann darf ich sieben Tage lang nichts posten. Dann ist es nicht so, dass ich sieben Tage lang posten darf, was ich will, es sieht nur keiner.
57:23 Dominik Hammes
Aber das ist ja, in der Welt von Elon Musk ist das eigentlich Moderation.
57:27 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
57:28 Dominik Hammes
Er reagiert ja, er stellt ein, okay, das und das kann passieren. Anstatt halt zu sagen, nee, du hast gar nicht mehr, was Zensur ist oder eben löschen und was auch nur Zensur wäre, wenn er Regierungsvertreter werden, um nochmal ganz genau drauf einzugehen. Aber er benutzt Moderation, aber er mag sie nicht. Das ergibt alles keinen Sinn.
57:46 Gavin Karlmeier
Ja, also ergibt alles keinen Sinn. Ich kann dem nicht mehr so richtig für hinzufügen. Ich glaube, alles andere, was ich hier noch so liegen habe, das ist nicht so eilig, das schieben wir einfach weiter. Ich will nur mit einer Kleinigkeit heute schließen, die. Das löst bestimmt auch Emotionen aus. Ich hoffe, das ist okay. Ich lese dir einen Tweet vor von Karl Lauterbach. Zum Schluss, ja? Karl Lauterbach hat getwittert. Am vergangenen Montag schon. Heute Abend, 21 Uhr, Ed Hart aber fährt zu sozialen Medien, werde kurz vor der Sendung mein erstes TikTok-Video hochladen. Der Account ohne Fake News bei TikTok. Karl Punkt Lauterbachdzwanzig. Kommentare willkommen.
58:27 Dominik Hammes
Vierundzwanzig, das macht das sehr witzig für alle, die in den Neunzigern schon im Internet waren.
58:34 Gavin Karlmeier
Und ich hab einen Take. Also das ist ja die Antwort auf die Ankündigung der Regierung, jetzt auch mit TikTok starten zu wollen und um quasi das nicht der AfD das Feld zu überlassen. Und da gibt es Dutzend Emotionen. Wir haben die meisten davon hier in diesem Podcast auch schon mal besprochen. Aber ich habe eine These, warum da 24 am Namen steckt. Und jetzt pass auf, die Videos, die er macht, sind halt auch wirklich maximal daddy-mäßig. Also es ist schon so.
58:58 Dominik Hammes
Moment, Moment, Moment, Moment, Moment. Es gibt sehr viele Definitionen von Daddy. Also da musst du aufpassen.
59:04 Gavin Karlmeier
Onkel. Ich spiele mal kurz das erste Video, das er hochgeladen hat, vor. Du siehst in dem Video Karl Lauterbach und Sascha Lobo ein bisschen unterwinklich gefilmt. Und dazu sagt er das ja.
59:17 Speaker 5
Revolution bei TikTok. Heute geht es los. Mein erster TikTok-Beitrag. Neben mir ein Experte, Sascha Lobo, der kennt sich aus. Ich bin Laie und. Grüße an die Boomer. Wir machen jetzt Sendung. Nee, nee, komm, wir machen hier weiter.
59:32 Gavin Karlmeier
So, und weißt du, was ich glaube? Das ist die beste Tickstock-Strategie, die man haben kann, weil das so das Uwe Baltner-Prinzip ist. Kennst du Uwe Baltner? Uwe Baltner ist ein Mensch, der einen Instagram-Account hat und dort seit Jahr und Tag jeden Tag ein Video hochlädt, bei dem er in seinem Auto sitzt und singt. Uwe Baltner ist so ein Mann, ich will ihm nicht Unrecht tun, wenn ich sage, er ist so um die 50, würde ich sagen. Der ist jetzt nicht der klassische Content Creator, aber dadurch kriegt er so einen Effekt, dass man sich denkt, oh, das gucke ich mir mal an. Und ich glaube, das ist eine ideale Strategie, um als Karl Lotterbach auf TikTok zu funktionieren. Versuch nicht jung zu sein, sondern lass alte. Es gibt so eine alte Theaterregel. Und die alte Theaterregel lautet, was man nicht verstecken kann, das muss man inszenieren. Und ich glaube, genau das tut Carl Lauterbach hier. Er nimmt dieses boomerhafte Onkelige und inszeniert das. Er filmt sich von unten, er nennt sich Carl Lauterbach 24. Es ist alles so ein bisschen, so ein bisschen. Ungelenk, aber genau das ist ja Teil der Rolle, weil er genau weiß, das hat Potenzial viral zu gehen. Ich weiß nicht, wie kalkuliert das ist, aber das wäre mein Take.
01:00:37 Dominik Hammes
Ich meine, er wirkt in dem Ausschnitt jetzt genauso, wie er ihm immer wirkt. Und warum soll er sich denn verstellen? Also der ist ja auch mit, ob man ihn mag oder nicht, sein Erfolg beruht ja auch darauf, dass er authentisch ist. Und überall um der Vergleich rüberkommt.
01:00:52 Gavin Karlmeier
Glaubst du denn, dass ein Christian Lindner auf TikTok so wäre, wie er immer ist? Oder ein Friedrich Merz.
01:01:01 Dominik Hammes
Ja, aber in dem Sinne, dass ein Friedrich Merz vor allen Dingen genauso in die Kamera blubbern würde, wie egal bei welchem anderen Medium. Und umgekehrt aber ein Lauterbach weiß, was er da tut. Bei einem März würde ich davon ausgehen, dass es ihm relativ egal ist, wo das veröffentlicht wird. Es wird ihm zwar gesagt, aber da kümmert sich dann sein Team drum. Und er sagt, so, was soll ich, also wie lange soll ich es machen? Und dann spricht er eben in die Kamera. Also, ich sage das jetzt komplett unpolitisch. Ich mag Friedrich Merz überhaupt nicht. Während, glaube ich, ein Lauterbach sich schon gerade genug dafür interessiert, um sich zu entscheiden, wie er das macht.
01:01:36 Gavin Karlmeier
Ja, und das glaube ich nämlich auch. Ich glaube, das ist halt, dieses Karl-Lauterbach 24, das ist nicht unbeholfen, das ist nicht wie das Internet der 90er, ich glaube, das ist einfach sein Humor. Und ich finde das einen sehr interessanten. Ich kann es noch nicht beurteilen, ob das gut oder schlecht ist. Ich finde es interessant und erfrischend auf eine Art. Das wollte ich hier so zum Schluss dieser Folge heute einmal platzieren. Gut. Danke.
01:02:02 Dominik Hammes
Danke. Danke fürs Lob, Dominik. Das war sehr lieb.
01:02:07 Gavin Karlmeier
Danke fürs Dasein, lieber Dominik. Das war sehr schön. So ist die Wahrheit. Hören wir bald wieder. Vielleicht machen wir diesen Stream. Ich werde in der Folge am Freitag das ankündigen, wenn wir das schaffen diese Woche noch. Oder vielleicht dauert es noch zwei Tage länger, aber ich sag Bescheid. Vielen Dank, dass du heute dabei wart. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, vor allem du dieses Interview zweimal angesehen hast, ungefähr.
01:02:27 Dominik Hammes
War wieder sehr therapeutisch, danke.
01:02:29 Gavin Karlmeier
Und wir hören uns, ich bin mir sicher schon sehr, sehr bald wieder. Vielen Dank.
01:02:34 Dominik Hammes
Ich freue mich und ihr alle wisst ja, dass ich jetzt den Werbeblock sagen darf, weil er es bisher vergessen hatte, liebe Gavin. Ihr könnt nämlich auf hagendran. org die Arbeit von Gavin unterstützen, finanziell. Ihr könnt aber auf dem Discord beitreten dort. Und ich sage es an der Stelle auch gerne nochmal, das ist alles sehr viel Arbeit. Und deswegen nehmt die Leute auf Discord. dem Gavin ein bisschen Arbeit ab mit Recherche, aber ihr könnt auch einfach sagen, ach, der Gavin hat mich jetzt weit über 100 Folgen. Wie viele Folgen sind es jetzt?
01:03:00 Gavin Karlmeier
259 heute.
01:03:02 Dominik Hammes
259 Folgen waren hier unterhalten. Da kann ich ihm auch mal einen schmalen Taler irgendwo spenden. Und alle Infos dazu gibt es auf hagentrann. org, wenn ich mich nicht irre.
01:03:10 Gavin Karlmeier
Vielen Dank, das war alles gold richtig. Im Discord sind 745 Leute und also allein der Thread Zum Thema Don Lemmon Interview hat 30 Posts, bei denen Leute sich all darüber aus. Und das ist so, ich finde das so geil. Also jetzt mal ganz unabhängig davon, ich weiß, wir sind eigentlich schon Fertig hier, aber ich will mal ganz kurz sagen, wie großartig das finde. Dass sie einfach Leute sind, die. Wir haben jetzt so eine Plattform geschaffen. Und da sind Leute, die nutzen diese Plattform, um sich dort auszutauschen und sich thematisch auszutauschen. Es geht ja nicht alles nur um den Podcast. Da sind nicht 750 Leute. die die ganze Zeit über den Podcast kommunizieren, sondern die kommunizieren alle über die Themen, über die wir hier auch sprechen. Die diskutieren, die tauschen sich aus. Wenn irgendwas passiert in der Welt, wenn es irgendeine Meldung gibt, dann kannst du davon ausgehen, dass in diesem Discord wirklich innerhalb von zwei Minuten diese Meldung steht. Also das ist. Das ist die beste Informationsstelle, die man ehrlicherweise zu Social Media-Themen auf politischer und sozialer Ebene haben kann, die man sich vorstellen kann. . Und das ist Hammer. Also, selbst wenn es diesen Podcast hier nicht für immer geben sollte, was mich überraschen würde, dann dieser Discord ist größer als das hier. Und das ist Hammer. Vielen Dank. Kann ich so bestätigen. Danke, Ende. Bis bald.