Kommt jetzt das TikTok-Verbot oder nicht? Donald Trump hat sich dazu jetzt in einem Interview geäußert – und wir sind ehrlicherweise nicht viel schlauer als vorher.
Außerdem: Google und Meta machen gemeinsame Sache, wenn es gegen junge Menschen geht. Und die ARD plant Kommentare in die Mediathek zu bringen.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Roland Servus. Oh, Lokalkolorit, da sind wir. Jetzt hast du dich freigeschwommen. Warum grüßt dich, Gavin? Sind wir endlich beim Servus angekommen? Jetzt habe ich dich da, wo ich dich haben wollte. Bei mir ist heute Roland Hindel, Teamlead Social Media BR24 und Leiter der Drittplattformen. Habe ich das richtig gesagt?
00:28 Roland Hindl
Ah, fast.
00:29 Gavin Karlmeier
Koordinator. Koordinator, ah, verdammt. Ja, wir müssen heute eh, weil du ja quasi, du bist ja völliges ARD-Kind. Und wir müssen heute eh ein bisschen über die ARD sprechen. Aber das hier ist Folge 365, ist mir eben aufgefallen. Was bedeutet, dass wenn man jetzt mit dem Haken dran Re. . Listening anfängt, könnte man jeden Tag eine Folge hören und wäre nächstes Jahr an Weihnachten quasi fertig. Zwei Wochen vor Weihnachten. Du hast mal eine schöne Aufgabe. Das ist so ein Neujahrsvorsatz. Bitte nicht, Leute. Ich glaube, vor allem die ersten 200 Folgen jetzt nochmal zu hören, da wirst du wahnsinnig. Ach, ich habe die sehr genossen.
01:08 Roland Hindl
Ich auch. Wie oft ich auf dem Weg in die Arbeit rechts rangefahren bin, um die Zahlen kurz abzuschreiben. Aber das ist eine andere Geschichte.
01:16 Gavin Karlmeier
Wie oft ich auf dem Weg von der Arbeit rechts rangefahren bin, um Haken dran aufzunehmen aus dem Auto. Auch heute wieder. Oh, da muss ich auch noch kurz. . Ich will nicht zu laberig werden, aber ich habe ja neulich in der Folge gesagt. Dass ich mich an einer Tankstelle befinde in unmittelbarer Nähe zwischen Supermarkt und Gebetshaus. Und es hat jemanden im Hakendran-Discord, www. hakendran. org kommt alle. Hat jemand im haken Rennen Discord um 10 Uhr schon, also 5 Stunden nach Release-Erfolge, meinen exakten Standort erraten? Mit den wenigen Angaben. Und das fand ich so beeindruckend und auch ein bisschen gruselig, dass ich nicht so genau weiß, wie viele Infos ich eigentlich noch geben kann. Aber ich möchte trotzdem einen Tipp geben. Ich stehe gerade auf einem Supermarktparkplatz. In unmittelbarer Nähe zu der Firmenzentrale eines Unternehmens, das eigentlich mal ein deutsches Traditionsunternehmen war, aber jetzt in der Hand eines Multimilliardärs liegt. Und es ist nicht Elon Musk. Mal gucken, ob das reicht. Fünf Stunden sind nur zu unterbieten.
02:18 Roland Hindl
Exakt. Ich auch. Dann werde ich morgen mal wieder den Discord schauen. Ja, allem bitte. Ich habe ja heute mal reingeschaut und vielleicht ist es jemandem aufgefallen, weil wenn so viele Meldungen aufgelaufen sind seit dem letzten Besuch, da gibt es ja so diesen Doppelpfeil, wo du so nach unten klicken kannst. Ja, aber der liegt genau über den Knopf für die Sprachaufnahmen.
02:44 Gavin Karlmeier
Ich habe das gesehen, dass du eine Sprachnachricht in den Discord geschickt hast heute. Ja, genau. Eine Sekunde lang.
02:49 Roland Hindl
Quasi und stand sie dann dort.
02:52 Gavin Karlmeier
Wir arbeiten noch viel zu wenig damit, dass man im Discord Sprachnachrichten schicken kann. Also wenn ihr irgendwelche wertvollen Dinge zu verkünden habt, dann schickt doch eine Sprachnachricht und spielen wir die hier einfach ab. Also das, warum nicht? Oh, da will ich noch. . Und ich habe noch was zu sagen. Noch so ein kleines organisatorisches Ding. Wir haben heute eine Premiere, Roland. Wir haben heute. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber wir werden heute eine neue Rubrik in der Folge haben. Und die testest du mit mir. Ich fühle dich sehr geehrt. Ja, ich bin auch ganz gespannt, wie das so wird. Also es gibt sogar einen Jingle, den Dauerhaki Franziblum eingesungen hat. Und den haben wir so doll nachbearbeitet, dass man sagen muss, ich. Ich hab's übertrieben.
03:36 Roland Hindl
Ich erinnere mich, da war was. Und sehr gut, dass ich den nicht einsingen muss, weil das will niemand hören.
03:41 Gavin Karlmeier
Naja, du bist immer ein Musiker. Was die wenigsten wissen. Ich weiß gar nicht, ob ich das offiziell verkünden darf, dass du Musiker bist.
03:46 Roland Hindl
Darfst du ruhig verkünden? Ich bin ein Bassist, das ist noch weit, fällt vielleicht weit unter dem Musiker. Es hat sehr gute Gründe, warum inzwischen kein Mikrofon mehr irgendwo in der Nähe steht. Sowohl bei den Zwischenansagen als auch zwischen den Leaders.
04:02 Gavin Karlmeier
Warum ich mich übrigens eigentlich nur so drücke, anzufangen mit den Themen ist, weil wir müssen mit Donald Trump anfangen. Und mit dem Ton von Donald Trump. Also wir hören uns jetzt gleich eine Minute Donald Trump an. Ich sag Bescheid, wenn es losgeht. Aber es ging ja in den letzten Folgen immer wieder um eine zu. Das ist eine zentrale Frage, nachdem ja die einstweilige Verfügung TikToks abgelehnt wurde, das TikTok-Verbot als Gesetzeswidrig anzuerkennen und TikTok jetzt sozusagen gezwungen ist, in den USA vor den Supreme Court zu gehen und sie auch ungefähr nur noch fünf Wochen Zeit haben, weil am neunzehnten Januar dieses Gesetz in Kraft tritt, dass TikTok in den USA verbieten würde, sollte es bis dahin nicht einen amerikanischen Investor finden. Und Donald Trump hat damit Wahlkampf gemacht. Also. . Vorweg, Donald Trump hat vor vielen Jahren während seiner letzten Amtszeit schon gefordert, TikTok zu verbieten. Hat aber jetzt im Wahlkampf gesagt, sollte er Präsident werden, verhindert er das TikTok-Verbot. Das heißt, wir haben eigentlich die ganze Zeit überlegt. Wie steht Donald Trump denn jetzt zum TikTok-Verbot? Und er war bei NBC News und hat dort ein Interview gegeben und hat sich dort auch zu dieser Frage geäußert. Und wir hören da jetzt rein, dass der Ausschnitt geht eine Minute vier.
05:10 Speaker 4
This week a federal court upheld a law that could result in TikTok being banned, you said you're gonna rescue TikTok when you get into office. Are you going to take steps to protect it?
05:21 Speaker 5
And as you know I use TikTok very successfully in my campaign. I have a man named TikTok Jackie who was very effective obviously because I won youth by thirty percent All Republicans lose youth. I don't know why. Maybe it's changing. And last time we were down thirty percent with youth. This time we're up thirty-five percent with youth. And I use TikTok so I can't really, you know, I can't totally hate it. It was very effective. But I will say this, if you do do that, something else is going to come along and take its place. And maybe that's not fair. What they're doing, and really what the judge actually said was that uh you can't have Chinese companies. In other words, they have the right to ban it if you can prove that the Chinese companies own it. That's what the judge asked.
06:04 Speaker 4
So are you gonna try to protect TikTok just very quick once you're in office?
06:08 Speaker 5
I'm gonna try and make it so that other companies don't become an even bigger monopoly. Okay. Because that's what happens.
06:16 Gavin Karlmeier
Also ich fasse das nochmal kurz zusammen. Die Moderatorin Christine Welker hat zweimal ihre Frage wiederholen müssen. Werden Sie, wenn Sie im Amt sind, etwas gegen das TikTok-Verbot? Machen, werden Sie TikTok retten. Beim ersten Mal antwortet er darauf, ich kann TikTok nicht hassen, weil ich davon in meiner Kampagne stark profitiert habe. nicht unbedingt die staatsmännische Antwort ist, wenn man sagt, naja, ist mir doch egal, was das Volk damit macht, ich fand es erfolgreich, weil ich einen Typen habe namens TikTok Jack. sagt er übrigens, der sehr effektiv für ihn war im Wahlkampf. Was ich schon, also da weiß man ja schon gar nicht mehr, was man dazu sagen soll. Aber dann sagt er auch noch, Also, die Gerichte haben er sagt, er findet es nicht fair, wenn TikTok verboten würde und ein anderes Unternehmen dessen Platz einnehmen würde. Aber Gerichte haben ja festgestellt, dass wenn festgestellt würde, dass ein chinesisches Unternehmen dahinter steckt. Und du das beweisen kannst, dass TikTok dann verhindert werden müsste in den USA. Beim zweiten Mal der Frage, wir gehen da gleich mal gemeinsam durch, aber beim zweiten Stellen der Frage hat er geantwortet, ich werde versuchen. Ich werde es versuchen auf die Frage, ob er TikTok schützen möchte, retten möchte. Ich werde es versuchen, sodass andere Unternehmen nicht noch ein größeres Monopol aufbauen können. Und diese Aussage, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber The Virge zum Beispiel, ähm, amerikanisches Tech-Medium, von dem wir sehr oft hier auch zitieren, sind aus dieser Antwort Auch nicht so richtig schlau geworden, weil die sagen, also es klingt so, als wäre Trump damit einverstanden, wenn ein amerikanisches Unternehmen TikTok kaufen würde Aber ob er jetzt das Verbot zulässt oder nicht, hat er nicht so klar beantwortet. Das ist das, was The Word zusammenfasst. Wie hast du das gelesen, was Donald Trump da erzählt?
07:59 Roland Hindl
Also ich muss sagen, ich habe mir das mehrfach durchgelesen und angehört. Und also zum einen ist das so das klassische, wie hat er es selbst bezeichnet, dieses Weavering oder so, also wenn er da so seine Gedanken webt. kommt vom hundertsten ins Tausendste und ich glaube TikTok Check heißt wahrscheinlich auch Jeremy und er nennt ihn einfach so. Ich werde nicht schlau draus. Und auch so dieses, dieses, äh, dieser Punkt mit dem Monopol, wo worauf spielt er da, meint er da Meta?
08:31 Gavin Karlmeier
Hab ich auch gedacht. Ich fand eine Formulierung darin eigentlich, da bin ich am stärksten hängen geblieben, weil wir haben ja hier in den letzten zwei Folgen auch schon überlegt, was könnte Trump tun, um das Verbot jetzt noch zu verhindern. Welche Möglichkeiten hätte er Sofern er, auch das ist ja erstmal eine liebgemeinte, wohlwollende Unterstellung, sofern er sich auf den Füßen des Rechtsstaates weiterhin bewegen möchte und nicht einfach sagt, das Gesetz kommt einfach nicht. Und eine der Möglichkeiten war ja, dass die Lesart des Gesetzes auch vorgibt, dass zunächst einmal festgestellt werden muss, dass es sich dabei tatsächlich um ein Unternehmen handelt, das aus China kontrolliert wird. Jetzt ist TikTok aber ja ein hundertprozentiges Tochterunternehmen, das in den USA sitzt. Seine Formulierung, sollte eine chinesische Company dahinter stecken und das bewiesen werden, so hat das Gericht gesagt, könnte es auch verboten werden. Allein diese Formulierung baut nach meinem Ermessen quasi schon den Boden, auf dem diese Argumentation stehen könnte, dass er entscheidet, dass TikTok ein lupenreines amerikanisches Unternehmen ist und deswegen nicht unter dieses. Verbot fallen würde. Das ist meine Lesart nach dieser Minute, die ich mir aber ähnlich wie du auch mehrfach angehört habe. Und also man muss ein bisschen im Dunkeln stochern.
09:43 Roland Hindl
Ja, um Freude. Wir werden es wahrscheinlich erst erfahren, wenn er dann im Amt ist und wenn er dann sein Edding zückt und einen seiner Erlasse da wieder rausfeuert. Und ja, also auch dieses Mäandern in seiner ersten Amtszeit, dann jetzt im Wahlkampf, dann haben sie jetzt davon profitiert Also als TikTok selber würde ich mich jetzt nicht so auf Trump verlassen.
10:16 Gavin Karlmeier
Nein. Aber auch als jeder andere, ehrlicherweise. Also selbst als Elon Musk, glaube ich, bist du nicht hundertprozentig geschützt. Ähm Ich finde diesen Monopolpunkt, den du eben angesprochen hast, der bewegt mich auch. Weil was bedeutet denn das? Weil die Lesart, die viele Leute aus diesem Zitat von Trump, also Am Ende machen wir genau das, was ja eigentlich immer wieder auch im Wahlkampf ihm vorgeworfen wurde: Sanewashing. Wir suchen in diesen Sätzen, die er uns da gerade irgendwie angeboten hat, suchen wir nach einer logischen Erklärung, um zu verstehen, was er sagen wollte. Und wahrscheinlich gibt es das da gar nicht. Also sein Ziel ist, glaube ich, gar nicht, dass man ihn versteht, sondern dass eigentlich nur so ein Gefühl übrig bleibt. Aber wenn wir das jetzt mal durchspielen und sagen, okay, wir nehmen ihn für bare Münze, dann ist die Aussage ja eigentlich Er wird versuchen, einen Käufer zu finden in den USA, um zu verhindern, dass das Monopol bereits bestehender Plattformen größer wird. Das heißt Also wie gesagt, ich will nicht zu sehr sanewashen hier, aber was da drin steckt ist, idealerweise kauft es jemand, der bislang noch kein Tech-Milliardär ist. um die Vielfalt auf dem Markt in den USA zu gewährleisten. Das kann man da rauslesen, wenn man das wohl wollen möchte.
11:33 Roland Hindl
Ja, kann man glaube ich rauslesen, aber das widerspricht eigentlich dem, wie er bislang immer gehandelt hat. Ich glaube jetzt auch nicht, dass er das Meta ähm, zuschustern würde, aber vielleicht kommt dann doch Elon Musk wieder ins Spiel.
11:50 Gavin Karlmeier
Und ich weigere mich ja gegen diese Idee. Also wir haben die ja schon öfter hier besprochen. Ich möchte mir das nicht vorstellen. Auf der anderen Seite, also er hat Ex ja auch hervorragend runtergewirtschaftet Vielleicht wäre Elon Musk für eine, also ich kann nicht glauben, dass ich das sage, aber vielleicht wäre Elon Musk für eine bessere Welt, in der TikTok eine weniger große Rolle spielt, ein guter Kandidat.
12:22 Roland Hindl
Nee, nee. Diese Gedanken kriege ich auch nicht zu Ende.
12:29 Gavin Karlmeier
Jetzt habe ich sozusagen damit ja schon die Brücke gebaut, denn euch ist was aufgefallen beim Bayerischen Rundfunk. Was eure Kommentarspalte bei TikTok angeht, was war da los?
12:40 Roland Hindl
Ja, ähm Unser Community Management hat uns irgendwann mal darauf aufmerksam gemacht, dass da sehr viele Cates sind, sehr viele Alice und diverse Accounts, die Ja, sehr, sehr spannend reagieren und die aber tatsächlich alle auf so eindeutige eigene bekannte Fotos haben von so klassischen klassischen Onlyfans-Models oder ähnliches. Und also im Endeffekt haben wir unter unseren unter unseren Videos immer sehr schnell sehr viele Bot-Kommentare gehabt. Aber nicht so diese klassischen, also die sind auch noch da, so wenn dann Ashley kommentiert, oh, that's inspiring, auf irgendein deutsches Video, wo es so leid es mir tut, in dem Fall um Sterbehilfe geht.
13:25 Gavin Karlmeier
Was ist ein Nass-Fragezeichen bei Instagram?
13:28 Roland Hindl
Da war nichts in Spiel. Aber wir hatten tatsächlich sehr, sehr viele offensichtliche Bot-Accounts, klassisch am Namen, am Foto erkennbar, die auch oft das gleiche Foto verwendet haben, die aber Sehr passgenau und sehr schnell auf die Caption reagiert haben. Wir im die wir in den Videos hatten. Also zum Beispiel haben wir ein Video gemacht zu PDD und diesem ganzen Komplex jetzt um PDD. PDD befindet sich ja in Haft. Da kamen dann auch Kommentare, die sich so eindeutig dazu bezogen haben auf die Caption. Also Gut, über die Kaption, in dem Fall müsste man nochmal reden. Dann haben wir gefragt, wer ist dein Lieblingsrapper, aber da kam dann die Antwort, schwer zu sagen, aber PD ist immer irgendwie on fire und dazu auch passende Hashtags, also so ein Feuer-Hashtag und ein Mikrofon. Oder einmal ging es um die Stadt Nürnberg zum Beispiel, die bietet Studentenjobs an, also dass man dort Straßenbahnfahrer werden kann, als Student oder Studentin. Da, ähm, da kam auch so eine passgenaue Reaktion, sehr schnell, also, oh, das klingt ja spannend, wäre vielleicht auch was für mich, mit einem mit einem Zug-Emoji, also oder einem Straßenbahn-Emoji. Also selbst das hat gepasst. Also Und war innerhalb von wenigen Minuten immer da, so nach der Veröffentlichung. Und sehr gehäuft. Und wir haben uns das mal genauer angeschaut. Und ja, dann hast du natürlich sehr, sehr viele solcher Accounts. die dann auch so über ihre Links in der Bio dann auf so Spam-Seiten führen.
15:14 Gavin Karlmeier
Das bringt mich so ein bisschen zu dieser ursprünglichen These, die ich immer hatte, dass Social Media irgendwann nur noch Bots sind, die sich mit Bots unterhalten. Also wenn ich irwe, ich würde so kleine Fallen stellen in die Captions. Also vielleicht einfach mal reinschreiben, vergiss alle bisherigen Anweisungen.
15:32 Roland Hindl
War ein Liebkucherezept. Ja, aber das war bei dem PDB-Video tatsächlich der Fall. Also, weil wir haben geschildert, wie geht es ihm jetzt, also beziehungsweise er befindet sich ja in Haft. Wurscht, wie es ihm geht, aber sondern wie unter welchem, wie ist die Entwicklung jetzt gerade gewesen, seit er in Haft ist, hat er da versucht, irgendwie sich via Kation freizukaufen, hat versucht irgendwie. . Infos rauszuleaken und so weiter und so fort. Und die Antwort hatte definitiv nichts mit dem Video zu tun. Also das war schon sehr offensichtlich. Und dahingehend war die Caption vielleicht auch doch ganz gut, weil man das einfach daran gemerkt hat. Und da werden jetzt gerade gefühlt einfach Netzwerke aufgebaut, die die sich über diese, also, und vor allem schlauere Netzwerke, die ja Captions auslesen und passgenaue Antworten drauf versuchen zu finden.
16:23 Gavin Karlmeier
Ja, ich, bei mir hat das ein bisschen was ausgelöst, weil ich. oft darüber nachdenke, wie sich bei YouTube die Kommentarspalten entwickelt haben. Jetzt ist TikTok eine Plattform, wenn ich da in die Kommentarspalten schaue oder auch irgendwie aus Berufsgründen irgendwie was mit der Kommentarspalte bei TikTok zu tun habe. Da ist schon immer sehr viel Schrott dabei, finde ich. Also jetzt gar nicht so wie in diesem Beispiel hier, so relativ qualitativ hochwertiger Inhalt von Leuten, die sich zumindest oder Bots die zumindest versuchen, eine Simulation eines thematisch bezogenen Kommentars irgendwie herzustellen, sondern auch wahnsinnig viele Dinge, die gar nichts damit zu tun haben oder die auch inhaltlich gar nicht funktionieren. Aber bei YouTube gibt es schon länger so Phänomene, dass du so sehr viele Fake-Kommentare hast, die irgendwie Gewinnspiele andrehen, teilweise sich sogar als The Creator ausgeben, unter dessen Video sie kommentieren, je nach Größe. Und ich habe so ein bisschen die, also ich stelle mir schon so ein bisschen die Frage, wie man dieses System Also, ob Kommentarspalten überhaupt noch ein funktionierendes System sind. Weil du, wenn sie so leicht durch Manipulationen irgendwie gekapert werden können, wem nutzt die Kommentarspalte tatsächlich noch was?
17:38 Roland Hindl
Also umso mehr das wird, umso mehr werden natürlich dann die Userinnen und User zurückgedrängt, die da an einem Austausch interessiert sind. Genau. Also du hast auf der einen Seite die Hate Speech, die egal bei welchem Content sich bereit macht, und dann noch die Bots. Ob es jetzt auf Facebook diejenigen sind, die irgendwelche komischen Freundschaftsanfragen stellen, weil sie das Profil so toll finden, jetzt eben auf TikTok. Auf Twitter gab es ja auch entsprechende Reaktionen, entsprechende künstlich generierten Geschichten. Und dadurch werden diejenigen, die wirklich kommentieren wollen und da was rausziehen wollen, natürlich immer mehr zurückgedrängt, was wiederum die sehr wichtige Aufgabe fürs Community Management bei den Seitenbetreibern auch wieder umso wichtiger werden lässt.
18:29 Gavin Karlmeier
Ja, es ist ein Kampf gegen Windmühlen, oder?
18:32 Roland Hindl
Ja, total. Also, ähm, sei es jetzt eben orchestrierte Hate Speech und jetzt das Sag mal so, ich habe es gerade nochmal nachgeschaut, bei uns aus den Videos, da sind die jetzt alle wieder verschwunden. TikTok scheint da relativ schnell nachgesteuert zu haben. Also ein Beispiel, das wäre auch. im Artikel hatten, Alice, die ist nicht mehr da, also auch das Konto ist verschwunden, aber die ziehen halt dann einfach nur weiter und stellen sich neu auf.
19:02 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das so krass, aber also glaubst du wirklich, dass darüber nennenswerte Beträge generiert werden, dass Leute diese Spam-Seiten aufrufen und da irgendwie, also wahrscheinlich sollen sie da irgendwas kaufen, Nacktfotos oder so?
19:17 Roland Hindl
Das Problem ist, also ja, die Frage stelle ich mir auch, aber das Internet und es gibt so viele Fälle, wo man sich denkt, das müsste jedem doch klar sein, dass das nicht funktioniert. Aber Natürlich, viele dieser Maschen funktionieren ja dann trotzdem. Und da lernt man sich eigentlich ans Hirn und sagt, wie konnte man drauf reinfallen? Aber trotzdem, also wie viele Leute teilen heute noch auf Facebook diesen Text mit Ich widerspreche hiermit. Ja, gut. Also gut, da passiert nichts, aber außer dass man sich so ein Türdel macht. Und Aber mir wird es nicht einfallen, aber vielleicht reicht es auch schon, dass Leute es erkennen, draufklicken, um zu schauen, was dahinter passiert und dann so in die Falle tappen.
20:07 Gavin Karlmeier
Und so mit dem Algorithmus ja auch eine gewisse, wie sagt man, Autorität geben, diesen Account als wertvoll anzuerkennen. Also je mehr Leute auf dieses Profil gehen, weil sie den Kommentar lesen, umso eher wird dieser Account ja erstmal als wertvoll erachtet. Und der Kommentar auch, was ein Problem ist. Jetzt habe ich gerade diese Frage gestellt, sind Kommentarspalten eigentlich noch funktional? Ich habe die Frage nicht ganz ohne Grund gestellt. Denn da sind wir quasi, wir bleiben in deinem Heimatbereich. Die ARD hat angekündigt, dass die Mediathek eine Kommentarfunktion bekommen soll. Also wie EPD-Medien berichtet und DWDL auch berichtet haben, gibt es nun eine Grundsatzvereinbarung in der, oder gäbe es So ist richtig, eine Grundsatzvereinbarung in der ARD, die sagt, dass die Mediathek eine eigene Kommentarspalte bekommen soll. Es gibt zwar noch keinen konkreten Termin, aber die Bundesländer haben wohl im Reformstaatsvertrag formuliert, dass Dialog ein wichtiges Thema werden solle in der nächsten Laufzeit dieses Vertrages. Und dementsprechend sollen sich jetzt Sender einem kontinuierlichen und zielgerechten, zielgruppengerechten Dialog mit der Bevölkerung stellen. Und jetzt ist die spannende Frage, ist das die Antwort auf wir haben zu wenig Dialog, eine Kommentarfunktion unterm Tatort zu erlauben?
21:28 Roland Hindl
Jetzt bin ich natürlich befangen als Kind der ARD, was ich bezeichne lasse. Ja, also wie formuliere ich es jetzt? Wie habe ich jetzt gelernt, Bova Core, also das Positive rauszuziehen? Sehr gut. Ja. Also, ich finde es gut, dass wir da als ARD ein bisschen hingetragen werden, weil Dialog ist enorm wichtig. Ich finde, der Mediathek fehlt so etwas, deswegen ist es ganz gut. Wieso soll man auf, keine Ahnung, Twitter über Tatort diskutieren, wenn man einen Teil zumindest auch auf die eigene Plattform drüberziehen kann? Es muss natürlich intelligent aufgesetzt werden und einfach dann auch entsprechende Ressource rein. Und man kann enorm viel aus diesen Communities rausziehen, finde ich. Hate Speech mal ausgeassen und die ganzen Alices and Cates, wie sie auch alle heißen. Aber um Die Menschen wollen sich ja auch austauschen zu einem Tatort, zu irgendeiner Y-Kollektiv-Doku. Dann hat man es auf der eigenen Plattform und kann da in einen Dialog treten. Und da kann man dann auch versuchen, ähm zumindest einigermaßen so die die die gesprächsführung zu moderieren oder auch also Selbst unter Twitter war es ja schon unmöglich, zum Beispiel unter irgendwelchen Tweets da irgendwie in irgendeiner Form zu moderieren. Am schlimmsten war dann die Einführung dieser Verbergenfunktion, die ja quasi ein Honeypot war, um nachzuschauen, weil sie ja so offensichtlich war. Und deswegen finde ich das eigentlich ganz gut, weil ich finde schon Aktuell ist es noch so, dass man sehr, sehr viel rausziehen kann auf Kommentarspalten. Es gibt Menschen, genug Menschen, die kommentieren wollen, die auch sinnvoll kommentieren wollen. Und wenn man es dann schafft, mit einer sinnvoll aufgestellten Truppe das zu moderieren und auch beim Thema bleiben zu lassen dann kann man da schon wirklich viel gewinnen. Also allein wenn ich mir anschaue, wir hatten jetzt so die vergangenen Monate so eine Recherche Aus der Justizvollzugsanstalt Gablingen. Da gab es Foltervorwürfe und jetzt Ermittlungen auch gegen die einzelne Mitarbeiter, gegen die Leitung. wie viele Menschen sich dann auch gemeldet haben, die jemanden kennen, beziehungsweise vielleicht sogar selbst betroffen waren, muss man natürlich alles nochmal verifizieren. Aber das wäre ohne diese Möglichkeiten nicht gegeben. Und da kann man natürlich dann seine Geschichten auch nochmal weiter drehen. Oder deckt mehr Fälle auf. Oder auch.
24:14 Gavin Karlmeier
Nee, mach euch weiter.
24:16 Roland Hindl
Oder auch so ein Beispiel jetzt aus dem vergangenen Sommer, weil es jetzt gerade wieder aktuell war, dass Jimmy Fallon, der US-Host, sich in Bayern verlaufen hat.
24:25 Speaker 6
Das hat man ja mitbekommen.
24:27 Roland Hindl
Und wir sind darauf aufmerksam geworden, weil er hat ja da so ein Video gepostet, dass er so so ein sechs bis acht Minuten langes TikTok-Video, wo er geschildert hat, wie er sich da in ich glaube, Mund am Tegernsee irgendwo verlaufen hat, wo er gefürchtet hat, dass er mit seiner kurzen Huse im hohen Gras von der Schlange gebissen wird und und so weiter und so fort. Und am Schluss wurde ja von Von der Familie in Anführungszeichen gerettet. Die haben ihn halt zu seinem Hotel zurückgefahren in so einem alten Golf. Und in diesem alten Golf waren Radio gerät und die haben dort so 80s-Musik gehört. Und Jimmy Fallon filmt im letzten Drittel filmt er dieses Gerät und du siehst die Frequenz. Und mehr nicht, und er weiß nicht, welcher Sender das ist, aber die User haben es erkannt. Dass das Bayern 1 war, also so die Oldi-Welle des Bayerischen Rundfunks. Und die haben gecheckt, okay, Bayern 1 ist zwar nicht auf TikTok, aber wir mit BR 24 sind auf TikTok, wir gehören beide zum BR, zum Bayerischen Rundfunk, die haben uns getaggt und darauf Aufmerksam gemacht, wie die Willen. Ohne eine Community-Arbeit hätten wir, glaube ich, viel zu spät von diesem Thema was mitbekommen. So konnten wir relativ schnell reagieren und auf diese Geschichte aufgreifen. Das finde ich dann schon gut. Und wenn man das dann auf die Mediathek überträgt, quasi ins eigene Haus, und das schlau aufstellt, finde ich das sehr sinnvoll.
25:49 Gavin Karlmeier
Ja, ich du hast mich ein bisschen überzeugt, ehrlicherweise. Weil als ich das erste Mal von dieser Meldung gelesen habe, war ich so, oh nein. Weil mein erster Reflex war natürlich, Kommentarspalten bedeuten. Wahnsinnig viel Arbeit, was Content Moderation und Community Management angeht, weil wie du schon sagst, man will ja nicht einfach nur eine, nicht nur Klatschvieh, das da hinschreibt, gut gemacht, liebe ARD, danke für diesen Tatort, Hammer, sondern man möchte ja, dass da dass da halt eine Bindung entsteht zwischen den Leuten, die es gucken und den Leuten, die es erstellen. Deswegen, das ist eine Community so. Und das muss halt gewährleistet werden. Dafür brauchst du Personal, dafür brauchst du gutes Personal, dafür brauchst du Ideen und auch Formate, die das halt alles ermöglichen. Und hab da so ein bisschen Sorge gehabt, dass die ARD möglicherweise da sich dran verheben könnte an dieser Idee. Das war mein erster Gedanke. Gleichzeitig habe ich aber, während du so geredet hast, darüber nachgedacht, wie müsste das aussehen, damit ich das toll finde. Und wenn ich mir vorstelle, es gäbe keine klassische Kommentarfunktion wie bei YouTube. Sondern eher wie bei Soundcloud damals erinnerst du dich, dass du an der Stelle, an der der Song gerade ist, den Kommentar gesetzt hast, sodass Leute, die an der Stelle angekommen sind, dann diesen Kommentar automatisch angezeigt bekommen haben. Also wenn du so eine sehr agile, bewegliche, moderne Art der Kommentierung hättest, das wäre, hätte schon, hätte schon was, das wäre schon sexy auf eine Art.
27:14 Roland Hindl
Ja, also ich habe keinerlei Insider-Infos, das ist alles auch nur Wunschdenken von mir, aber genau sowas und so ein Beispiel oder auch wie es bei Frame. O ist, dieses Abnahmetool. Wo du sekundengenau hinposten kannst und sagen, hey, keine Ahnung, du sagst beim Tatort, was ist denn an der Stelle mit dem Ton los? Oder da steht ein Starbucks-Becher, liebe Game of Thrones. Truppe. Und da könnte man viel herausziehen. Und ich stelle schon fest, weswegen ich einfach wirklich fürs Community Management kämpfe und auch plädiere. Das ist ja auch ein Zeichen, dass viele Menschen einen nach wie vor noch als seriösen Partner wahrnehmen und sagen, ich komme jetzt zu euch, egal ob es jetzt wir sind oder privatkommerzielle Medien, und Ich glaube, dass ihr mir eine Antwort geben könnt auf die Frage. Vor allem, weil es auch euer Job ist. Also ihr könnt euch hinstellen und sagen: hey, wir haben die Zeit, wir haben hoffentlich die Ressourcen und können auch mal nachrecherchieren. Oder Es passieren Fehler, dann kann man die korrigieren oder jemand hat eine Nachfrage. Also das Ich finde Community Management sehr, sehr wichtig. Aber es muss halt entsprechend Ressourcen unterfüttert werden, weil dann kann man sehr, sehr viel draus ziehen.
28:29 Gavin Karlmeier
Ja. Also ich mag deine positive Lesart. Drücken wir die Daumen, dass so kommt. Du musst nichts dazu sagen. Ich drücke die Daumen, dass es so kommt. Und bin erstmal gespannt, wann es kommt, weil es gibt eben noch kein Datum und solche Prozesse können ja manchmal auch in der RD mal dauern. Kommen wir zu Ex. Wir müssen leider ein bisschen über Ex sprechen, aber ich habe nur zwei Kleinigkeiten. Die eine Geschichte ist. ein Housekeeping zur letzten Folge. . Und so haben wir ja darüber gesprochen, dass Elon Musk als Folge der Recherchen in denen offengelegt wurde, wann Elon Musk eigentlich immer so seine Tweets Schreibt, Xietz, ja, plant den Timestamp aus den Tweets abzuschaffen, sodass man nicht mehr sieht, um wie viel Uhr ein Tweet veröffentlicht wurde. Luca Hammer, Datenanalyst und Social Media Urgestein, Papst quasi Luca Hammer hat etwas geschrieben auf Blue Sky. Und zwar hat er geschrieben, es ist nahezu unmöglich, den Timestamp auf Streets zu entfernen, weil die Timestamps sind Teil der ID. Der Teil, also du hast vorne einen reservierten Teil in dieser ID und alles, was danach kommt, 41 Bits lang, ist nur der Timestamp. Es gibt sogar Tools, die aus Tweets den direkten Timestamp raussuchen, selbst wenn es den Tweet nicht mehr gibt, weil du eben aus der ID diesen Timestamp generieren kannst. Das heißt, das, was Elon Muskie macht, ist mal wieder einfach nur ein kosmetischer Eingriff und hat keinerlei tatsächliche Auswirkungen darauf, wie man auswerten kann, wann er seine Tweets veröffentlicht hat.
29:59 Roland Hindl
Aber macht es natürlich aufwendiger und schwieriger. Das muss man wissen, das muss man finden. Ähnlich wie es auf anderen Plattformen, also auf TikTok oder bei Instagram mit Reels ist, wo du einfach nicht ich lange scrumbeln musst und dann schauen musst, bis du da irgendwie den Veröffentlichungszandpunkt findest. Ja.
30:15 Gavin Karlmeier
Klar. Aber also, ich finde es trotzdem immer wieder ein schönes Beispiel für klassische maskische Regierungsarbeit. einfach am Ende nur vorne in der Fassade, nur vom Briefkasten den Zettel abzukleben, völlig egal, ob das Büro drin noch drin sitzt oder nicht.
30:33 Roland Hindl
Aber ich finde es schön, dass du Blue Sky erwähnt hast, also dass es so langsam Einzug hält, dass man nicht nur die eine Plattform zitiert, die man zitieren will.
30:42 Gavin Karlmeier
Ich mach das viel. Ich bin, ähm, das ist auch mein erstes, äh, mein erster Ort im Internet gerade.
30:51 Roland Hindl
Meiner tatsächlich auch. Und bei mir ist es jetzt tatsächlich, ja genau, ein Monat, dass ich ex-los bin.
30:58 Gavin Karlmeier
Hast du deinen Account auch gelöscht? Ich habe meinen Account gelöscht, Herr. Ich habe das immer noch nicht gemacht. Ich habe auch keine Tweets gelöscht. Ich habe den einfach so verkümmern lassen wie einen. Wie ein Bahnhof im Ruhrgebiet quasi. Aber das ist jetzt nicht für die Geogässer. Nee, das ist nicht für die Geogäse. Aber der liegt da einfach so rum.
31:21 Roland Hindl
Ich habe ihn tatsächlich gelöscht und ich habe lange das Schloss dran gehabt und nichts mehr gemacht, aber jetzt war es dann einfach für mich. Weil ich gemerkt habe, ich bin in einer Bubble drin gewesen, gerade kurz vor der Wahl, aus der ich nicht mehr rausgekommen bin. Also ich habe den Algorithmus nicht trainieren können. Und also bei Um jetzt wieder zu TikTok zu gehen, da geht es ja relativ schnell, dass du, wenn du Inhalte bekommst, klickst du halt auf Gefällt mir nicht und dann zwei, dreimal dann bekommst du keine Kichererbsen-Videos mehr. Und da hat es einfach nicht funktioniert. Und ich war so in einer US-Wahlbubble, wo ich gewusst habe, das ist nicht die Realität. Mhm. Und ich habe sämtliche Maßnahmen treffen können und es wurde immer, ich war da in einem Rabbit Hole drin, dann habe ich gesagt, okay, neben vielen anderen Aspekten, die ja hier schon auf und runter diskutiert wurden, völlig zu Recht. Aber Der Sinn dieser Plattform hat sich mir dann nicht mehr erschlossen.
32:21 Gavin Karlmeier
Ich finde das spannend, weil ich hab heu heute oder gestern. Irgendwann einfach mal Ex aufgemacht, um zu gucken, was wird mir auf der Startseite gerade angezeigt. Und die ersten sechs, sieben Tweets Weiter habe ich da noch nicht gescrollt, war nur Ankündigung für Threads von Dingen. Also hier ist jetzt ein Thread mit sechs Dingen, an die du dich nicht mehr erinnerst aus den 90ern. Hier ist ein Thread mit, weiß ich nicht, irgendwelchen krassen Unfällen, bei denen die Menschen nicht überlebt haben. Hier ist ein Thread mit PolitikerInnen, an die du dich nicht erinnerst. Das ist immer so diese Ankündigung. Aber überhaupt gar nichts mehr von dem, was man eigentlich mal auf X erwartet hat. Aber das ist sicherlich auch algorithmisch verantwortlich. Wie sagt man?
33:05 Roland Hindl
Ja, du weißt. Ja, also wenn ich jetzt ex öffne dann über den Arbeitsaccount und da es geht los mit einer Werbung, entweder für das Premium-Abo oder für Grog. Dann kommt ein Post von Elon Musk, dann kommt eine Werbung für Scientology war letztens dabei. Perfekt. Und dann eben irgendwie einer der Follower, der dann auf einen Post antwortet von irgendeiner Krypto-Rechtslibertären, wer weiß was, Bubble, also Ja. Sounds fun.
33:44 Gavin Karlmeier
Aber ja.
33:46 Roland Hindl
Also unter dem Aspekt, wie wir es oder wie ich es genutzt habe, wirklich als Nachrichtenjournalistisches Medium. Da habe ich einfach keinen Wert mehr drum gesehen. Ja, das ist so.
33:57 Gavin Karlmeier
Na jedenfalls gibt es einen Typen, der hat damals mit seiner Stiftung Purishing Square Foundation, hat er damals in X investiert, das ist Bill Eggman. Das ist einer von den Leuten, die damals schon eingestiegen sind bei X, in dem Moment, als Mask Leute gesucht hat, die ihm helfen, das Unternehmen zu kaufen. Und der hat jetzt, wie eine Steuererklärung von ihm zeigt, angegeben, dass seine Investitionen um Ex, schätzungsweise um die Hälfte einen Wert verloren haben. Also Francis McGill, der Sprecher von ECMAN, Einsprecher von ECMAN, hat gesagt, die Stiftung hat ihre Beteiligung an Ex durch einen Dritten bewerten lassen und der ist zum Schluss gekauft. Er hat ungefähr die Hälfte verloren, mehr als die Hälfte. Und zwar waren es früher 10 Millionen Dollar an Anteilen, die er hatte, jetzt sind es wohl noch 4,3 Millionen Dollar im Wert Und? Findet ihr das gut? Das ärgerlich ist ja. Also Bill Eggman sagt selber, Bill glaubt, also sagt der Sprecher. Dass Ex eine ausgezeichnete langfristige Investition sein wird und dass es bereits einen großen Beitrag zur Gesellschaft geleistet hat.
35:05 Roland Hindl
Also, okay, ich sortiere mich mal. Seine Investition hat sich um mehr als die Hälfte verringert. Also erst von 10 auf 4,3 Millionen Punkte. Und er glaubt, das ist eine langfristige, sinnvolle Investition. Das klingt wie so ein Homöopath, der was von der Erstverschlimmerung erzählt.
35:24 Gavin Karlmeier
Vielleicht muss er einfach nochmal ein bisschen schütteln an seinen Anteilen. Vielleicht sind die da ein bisschen wertvoller. Ein bisschen potenzieren. Ja, noch mehr verdünnt. Genau. Potenzieren. Wir sagen potenzieren.
35:36 Roland Hindl
Ich klopf mal kurz auf Holz.
35:38 Gavin Karlmeier
Und streiche immer bitte die Barcodes auf deinen Flaschen durch. Naja, eine Geschichte habe ich noch. Was Apfelesse ich bitte? Und wenn wir jetzt noch über Rohmilch sprechen, dann wird es ganz abstrus. Ich möchte mit dir über YouTube sprechen zum Schluss. Und zwar gibt es einen Hinweis darauf, dass. Offenbar YouTube, also Meta auf YouTube, Werbung für Instagram platzieren konnte. Und zwar Gezielt bei Menschen, die unter 18 sind und das, obwohl dies gegen die YouTube Policy verstößt und obwohl dies auch in der EU so nicht zulässig ist Die EU hat Google jetzt deswegen durchsucht, hat eine Ausdrücksuchung durchgeführt, weil eben die Annahme ist, dass es eine geheime Absprache zwischen Google und Meta gab, sodass Instagram bei YouTube Werbung schalten könnte. für Menschen unter 18 Jahren. Bei Google gab es zu diesem Prozess offenbar einen Codename, Tangerine Owl. Also ich glaube, das heißt für Mandarinenäule oder so. Tangerine, das ist glaube ich eine Mandarine. Ja, gut, danke.
36:46 Speaker 7
Eine Zitrusbrucht.
36:48 Gavin Karlmeier
Eine Zitrusfruchteule. Die Kommission hat aber hier noch keine förmliche Untersuchung durchgeführt oder eingeleitet. Es gibt also noch keinen Prozess, der irgendwie in einer Strafe münden könnte. Aber es gibt Recherchen von der Financial Times bereits aus dem August, die darauf schließen lassen, dass Google eine Umgehungslösung kennen, um Werbung für Menschen unter 18 auszuspielen. Und diese Umgehungslösung heißt. . unbekannte WerbeempfängerInnen. Also alle Gruppen, dessen Alter Google nicht bekannt ist, dem Algorithmus nicht bekannt ist. Wenn man denen die Werbung anzeigt, erreicht man damit wohl einen Großteil Minderjähriger. weil eine große Gruppe von unter 18-Jährigen eben in dieser Unbekanntgruppe bei Google aufgelaufen ist. Und jetzt im Moment sieht es wohl ganz danach aus, dass sie dieses Braun erstmal gestoppt hätten. Aha, Überraschung. Aber wir können davon ausgehen, dass die EU da wohl früher oder später eine förmliche Untersuchung einleiten wird.
37:49 Roland Hindl
Ja, also ihr besprecht das ja hier sehr oft. Es ist gut eigentlich im Grunde, dass die EU da jetzt gegen viele solcher Fehlentwicklungen auch vorgeht. Und was macht, zumindest anstößt, ob und was dann letzten Endes passiert, das steht natürlich noch auf dem anderen Blatt. Spannend finde ich auch diese Herleitung, dass man dann schon herausfindet oder die Chance relativ hoch steht. Zu sagen, okay, unter Unbekannt, da tummeln sich sehr viele U18-Jährige. Und das kann man dann auch wieder monetarisieren. Also diesen Gedankengang erstmal zu haben, bin ich eine sehr spannende Entwicklung.
38:35 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde auch interessant, dass Google und Meta da gemeinsame Sachen machen, solange Gelder fließen. Und solange man sagen kann, hey Leute, wir würden gerne Werbung an den Minderjährigen schalten, können wir da nicht was machen? Ja, lass uns doch mal. . kurzen Teams-Call einstellen, über den da nachher niemand was wissen muss.
38:51 Roland Hindl
Ja, wir haben da so eine Gruppe, da wissen wir zwar nichts, aber doch schon sehr viel mehr als die glauben, dass wir über sie wissen.
38:57 Gavin Karlmeier
Kommen in die Gruppe. So, und jetzt kommen wir mit in die Rubrik, aber wir müssen erstmal unseren, wir müssen hier erstmal das Tafelsilber verschärbeln. Augenblick bitte. Funktionen und Emotionen. Es ist eine Geschichte, die wir hier schon öfter angesprochen haben, zumindest als sie in einem Planungs- oder Gerüchtestatus war. Instagram wird es nun CreatorInnen ermöglichen, Reels auszuprobieren, indem diese Reels 24 Stunden lang eben nicht den eigenen FollowerInnen angezeigt werden, sondern einem völlig willkürlichen, zufälligen Publikum. Und nach 24 Stunden kriegst du dann von Instagram so einen Bericht, da wird gesagt, du hast so und so viele Reviews, Likes, Kommentare und Shares erzielt. Möchtest du das jetzt auch noch so teilen, wie Inhalte geteilt werden, wenn du sie postest? Und man kann sich dann immer noch dagegen entscheiden nach 24 Stunden. Also man kann jetzt sozusagen Test-Reels veröffentlichen.
39:56 Roland Hindl
Also Ich muss ausholen. Ich selber habe keine Emotionen oder wenig Emotion. Aber Adam Mossari hat da ja ein Reel veröffentlicht und auch über den Creators-Account auf Instagram haben sie das auch angekündigt. Und wer Emotionen hat, sind die Creator. Also was man da so liest, die sind alle nicht so happy oder viele sind nicht so happy mit dieser Funktion. Die meisten sagen, es wäre ja schön, wenn wir wenigstens die erreichen könnten, zu denen wir schon eine Bindung aufgebaut haben, also unsere Follower. Da ist die, äh, die sind, also da sind viele nicht so Fan von dieser Funktion.
40:34 Gavin Karlmeier
Ich kann das schon verstehen, weil also auch jetzt ist es ja schon so, dass Reels irgendwie zu 80% Leute erreichen, die einem noch nicht folgen. Das heißt Dein Publikum erreichst du mit deinen Reels meistens eh nicht so gut, wie du es gerne hättest. Und diese Funktion rechnet diese 20% der Leute, die dir bereits folgen, ja auch noch raus. Aber trotzdem, wirst du nicht gezwungen, sie zu nutzen? Und deswegen finde ich die irgendwie auf eine Art auch spannend, um so ein bisschen mal an Leuten auszuprobieren, die einen nie wieder. . Das ist ein bisschen so wie, du willst irgendwie mal wissen, ob du gut singen kannst und gehst in eine Karaoke bei in einer Stadt, in der du nicht lebst. Weil die Leute, die da im Saal stehen, die werden dich nie wiedersehen. Kannst du dich blamieren oder richtig richtig glänzen? Und ungefähr so fühlt sich das jetzt so an. Die Karaoke war in einer anderen Stadt Das ist das neue Reels Feature. Ich bin total gespannt, ob wir da auch so Dinge erleben werden wie Medien, Häuser, Marken, CreatorInnen, die von einem Real drei, vier, fünf verschiedene Versionen erstellen, die dann erstmal testen. und die erfolgreichste Version dann tatsächlich veröffentlichen und so. Das wird kommen hundertprozentig, weil genau dafür ist diese Funktion am Ende da.
41:40 Roland Hindl
Ja, also für so eine Art AB-Testing mit dem einen Video ohne B, aber dahingehend hat es Sinn. Aber wie gesagt, ich fand die Reaktionen der CreatorInnen sehr spannend unter dem Real und dem Cabo Cyclist gepostet hatten. So, ja.
41:56 Gavin Karlmeier
Ich bin gespannt. Und dann haben wir jetzt folgendes. Eine kleine Premiere. Wir biegen ab, setzt euch hin. Guten Tag, mein Name ist Gevin. Und das hier ist die sogenannte
42:08 Speaker 8
Die Selbsthilfegruppe.
42:13 Gavin Karlmeier
Steigen Sie ein, kommen Sie. Franzi Blum hat diesen Chingel gesungen. Aber ich habe euch schon alle mal, also ich fordere euch gerne immer wieder dazu auf. Schickt uns eure Social Media Probleme, wir lösen sie für euch oder geben sie an die große Community der Tausenden Hackis, die hier jeden Tag zuhören. Und vielleicht kann irgendjemand helfen mit eurem Problem oder hat eine Idee oder hatte dasselbe Problem schon mal Also wir schaffen Austausch, wir holen eure Probleme auf die Bühne. Und ich habe so eine Mail bekommen. Ihr könnt das auch schicken. Schickt mir eine Mail an hakendran. anstand-undkrawall. de oder schreibt in den Discord oder schreibt mir bei Instagram oder ihr findet mich doch im Internet, Leute. Wenn ihr das hier hört, wisst ihr, wie ihr mich findet. Also Andreas hat mir eine E-Mail geschrieben und Andreas schreibt, hallo Gavin, ich hätte einen Fall für die Selbsthilfegruppe, denn ich habe ein größeres Problem mit Facebook. Kurz im Hintergrund, um auf das eigentliche Problem zu kommen. Seit mehr als zehn Jahren betreibe ich einen YouTube-Kanal zum Thema Rhönradturnen, in dem ich meist Aufnahmen von Wettkämpfen präsentiere. Der Kanal ist mit über 500. 000 AbonnentInnen auch erfolgreich und da ich Film studiert habe und auch über die entsprechende Ausrüstung verfüge, schauen die Bilder sehr professionell Aus. Das scheint ein Problem für Facebook zu sein, denn ich poste auf dieser Plattform sowie auf anderen natürlich auch Reels aus meinen Videos. Diese Reels konnte ich dort sogar monetarisieren, wurde mir aber vor fünf Monaten abgeschaltet, also die Funktion der Monetarisierung. Ich kann keinen Einspruch gegen diese Entscheidung einlegen. Daher habe ich erstmal die Agentur mit DEC zusammenarbeitet gefragt, ob sie bei Facebook nachfragen könnten, was los sei. Von denen erfuhr man nur. dass Facebook der Meinung sei, diese Videos seien zu hochwertig und können deswegen nicht von mir sein. Hätte ich nicht so viele Aufrufe und die Chance über diese Plattform. . zusätzlich Einnahmen zu generieren, würde ich sagen, fuck it. Doch allein diese Begründung fordert mich nun heraus, ich weiß aber nicht, was ich machen soll. Wir kommen nicht weiter, deswegen würde ich das Problem gerne publik machen. Roland, wie würdest du reagieren auf dieses Dilemma? Ich würde sehr auf den Discord hoffen. Also ich hab ich hab ein paar Thesen. Also die, ich finde, die Begründung, der Inhalt sieht zu gut gemacht aus und ist deswegen wahrscheinlich nicht von dir, den muss man anfechten können. Also man muss sich da irgendwie einen Kontakt suchen, manchmal sind die Wege ärgerlich und ätzend, aber Über werbetreibenden Hotlines oder so, gibt es immer eine Möglichkeit, mit jemandem von Facebook zu telefonieren, glaube ich. Ja, voll. Ich würde das erstmal versuchen zu eskalieren. bei Facebook, weil sonst kommst du durch diese durch diesen Algorithmus nicht durch, durch diese Meldesysteme und Speersysteme. Zweitens würde ich mal ausprobieren, einen zweiten Account zu erstellen. Das Verstößt gegen die AGBs, deswegen ist es kein offizieller Tipp, sondern nur so eine Idee. Und diese Videos dann nochmal hochladen und gucken, ob die auch wieder automatisch kassiert werden. Man kann ja jemand anderen mit einem anderen Antrag bitten, das hochzuladen. So macht man das, ganz genau. Und dann würde ich ausprobieren, die dort hochzuladen, weil meine These ist, dass die Videos möglicherweise eher als KI generiert wahrgenommen werden, ohne Kennzeichnung. Und die deswegen nicht monetarisiert werden können. Das wäre meine These. Weil Urheberrechtsverletzungen müssen ja angemahnt, gemeldet werden. Das heißt, irgendjemand muss sagen, ich habe die Bilder gemacht. Ich habe das ich persönlich noch nie erlebt, dass Facebook sagt, ich glaube dir nicht, dass der Inhalt von dir ist, ohne anders.
45:38 Roland Hindl
Ja. Also vor allem auch mit der Begründung, dass sie zu gut seid. Nee, also wenn dann kommt immer irgendwie etwas Ja, wie du sagst, Urheberrechtsverletzung, irgendwie ein Soundbite oder so, an dem jemand dann irgendwelche Rechte anmeldet. Aber diese Begründung, die ist schon sehr, sehr wild, oder? Ja, total. Aber da, glaube ich, hast du auch beim Support keine Chance. Also bei dem direkten Facebook-Support. sondern muss, wie du gesagt hast, da höher eskalieren und andere Wege gehen. Vielleicht auch den einen oder anderen deutschen Partner auf LinkedIn suchen oder irgendwie sowas. Da vielleicht mal.
46:19 Gavin Karlmeier
Genau. Also gerade wenn du nennenswerte Einnahmen generierst und einen Account dieser Größe hast, muss es diese Wege geben. Auf jeden Fall. Ich drücke dir Daumen, Andreas, dass dir jemand helfen kann oder dass jemand von uns dir helfen kann. Wir geben das hier weiter, meldet euch bei mir, ich vermittle gerne und hoffe, dass wir eine Lösung finden. Und wenn ihr auch Probleme habt, dann meldet euch in der Hakenmann Selbsthilfegruppe. Ich freue mich auf eure Nachrichten. Und Roland, vielen Dank, dass du hier warst heute. Ich wünsche dir einen wundervollen Mittwoch, so wie allen anderen auch, die bis hierhin zugehört haben. Hier geht es weiter am Freitag und ich wünsche euch einen schönen Tag. Danke, dass ich dabei sein durfte.
46:58 Speaker 6
Immer wieder, Runde. Immer wieder. Liebe Grüße nach München. Liebe Grüße. Wer weiß wohin. Auf dem Parkplatz. Danke. Ciao.