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Folge 454 · 23. Juli 2025 · 48 Min.

Unverzichtbar, aber schädlich

mit Markus Beckedahl

Personalisierte Werbung macht eine besser User Experience! Ist massiv verkürzt, hilft aber dabei, Geld zu sparen, das man sonst womöglich Meta überwiesen hätte.

Außerdem will die Mehrheit der Deutschen mehr Durchsetzung von Gesetzen gegenüber US-Konzernen und X legt sich mit Frankreich an. Popcornemoji einfügen!

Kapitelmarken

KI-generiert

00:00 Hallo Markus!

00:52 Instagram – Geld oder Werbung!

05:43 Metas Haltung zum EU AI Act

08:26 Sicherheitslücken bei Meta AI

09:53 X vs. Frankreich

15:25 Politische Allianzen und Metas Board

16:53 Die Abhängigkeit der US-Regierung von SpaceX

21:09 Wir wollen Regulierung!

25:50 Die Zukunft der Digitalregulierung und die Macht der Lobbyisten

28:30 Herausforderungen für die Demokratie im digitalen Zeitalter

31:15 Faktenchecks bei Google verschwinden

33:40 Sicherheitslücke bei Microsofts SharePoint

38:30 IShowSpeed

42:46 Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Markus. Hallo Gevin. Bei mir ist heute Markus Beckedal, der Gründer des, boy jetzt, ich hoffe, ihr kriegt den Namen richtig richtig hin, des Zentrums für Digitalrechte und Demokratie. Super. Richtig? Gründungsmitglied der Republika und auch ansonsten ein Tausendsasser in Sachen Internet und vor allem alter Hase und vor allem hast du mir etwas erzählt im Vorfeld zu dieser Folge, das wir als Anlass nehmen, mal auf etwas zu schauen. Denn wer innerhalb dieser Woche schon einmal Instagram geöffnet hat. Und die Wahrscheinlichkeit, unter all denen, die das hier hören, ist relativ hoch, haben so ein Splash-Screen bekommen, der sie abermals dazu, naja, aufgefordert hat, sich zu entscheiden, ob sie Werbung auf Instagram sehen wollen oder 7,99 Euro im Monat dazu. dafür zahlen wollen, sie nicht zu sehen. Oder weniger zumindest nicht personalisierte Werbung zu sehen. Vielleicht magst du einmal ganz kurz in einem Satz zusammenfassen. Warum mussten wir das jetzt schon wieder machen? Weil wir hatten das ja genauso.

00:57 Markus Beckedahl

Naja, weil Facebook oder Meta, der Konzern hinter Instagram und Facebook sich nicht an die Regeln hält vom Digital Markets Act. Und die EU-Kommission quasi schon mal Meta eine 200 Millionen Dollar-Strafe im Mai aufgedonnert hatte. Und gesagt hat, ihr müsst ja nachbessern. Und jetzt musste ich Instagram mal wieder eine informierte Einwilligung holen und jubelt uns quasi unter Dass man werbefrei Instagram nutzen könnte für 7,99 Euro, das heißt 100 Euro im Jahr Mark Zuckerberg zahlen könnte, dafür, dass man keine Werbung angezeigt bekommt, aber trotzdem noch total überwacht wird. Und die ganzen algorithmischen Entscheidungssysteme immer noch genauso funktionieren. Oder da wird man hingenatscht, dass man ja quasi weiter akzeptieren soll, dass das weiterläuft.

01:50 Gavin Karlmeier

Und also was daran ja so abstrus ist, finde ich, also wir begleiten diesen Prozess ja hier wirklich seit Anfang an. Und das fing ja an im November 2023, also fast vor zwei Jahren. Und das, was aber damals unser Entscheidungsspielraum als Nutzerinnen und Nutzer war, war ja exakt derselbe. Also auch damals hatten wir schon ein Pay-or-Consent-Modell. Also entweder haben wir gesagt, zeig mir Werbung. Oder nimm mein Geld und speide das mit der personalisierten Werbung. Dann hat die EU gesagt, so wie ihr das macht, ist es nicht okay, zahlt uns jetzt 200 Millionen Euro und repariert das. Und was als Reparaturangebot jetzt vorliegt, ist de facto dasselbe. Also, oder?

02:26 Markus Beckedahl

Da ist natürlich immer ein bisschen abgewandelt. Was ich ganz interessant fand, also ich wollte mal kein Geld zahlen und habe dann erstmal auf Akzeptieren geklickt. Dann gab es aber noch eine Auswahlmöglichkeit und zwar, die war mir neu, und zwar, ob man jetzt weniger personalisierte Werbung haben möchte. Aber man wird dann dringend von ab Abgeraden, sozusagen. So eine Formulierung, davon raten wir die aber ab. Da dachte ich natürlich hochmotiviert, geil, das klingt dann schon nach einer Empfehlung. Klicke ich an.

02:58 Gavin Karlmeier

Und das Geile ist aber, wie die beiden Antwortmöglichkeiten unten hießen. Ich weiß nicht, ob du darauf geachtet hast. Also, dir wird angeboten, weniger personalisierte Werbung zu sehen, im Austausch dafür, dass du dann längere Werbeblöcke siehst, die du auch nicht unterbrechen kannst. Also dann hast du unten wie bei keine Ahnung, bei Streaming-Diensten zum Beispiel, so einen durchlaufenden Balken und musst dir diese Werbepausen anschauen, die eben nicht personalisiert oder wie Meta sagt. weniger personalisiert sind. Und die beiden Antwortmöglichkeiten waren, so die erste Formulierung habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber die andere Verantwortmöglichkeit, die zu der du auch genatscht wurdest und die dir gesagt hat. Hier bitte klick hier drauf, lautete wortwörtlich, das interessiert mich nicht. Und da dachte ich mir, wie wenig kann man sein Publikum denn noch ernst nehmen, wenn man sagt, also entweder du liest jetzt in diesen ganzen Kram, durch der dich eh gar nicht kümmert, oder du klickst einfach direkt drauf, dass sich das nicht. nicht interessiert und dann können wir uns das hier alles schon mal an. Das ist ein bisschen wie so ein Autohändler, der dir so eine Versicherung aufquatschen möchte und der auf jeden Fall verhindern möchte, dass du das Kleingedruckte liest.

03:56 Markus Beckedahl

Ja, also ich bin auf jeden Fall jetzt mal wieder, zumindest vorübergehend, von meiner leichten Instagram-Abhängigkeit geheilt. Weil dadurch, dass ich jetzt weniger personalisierte Werbung angezeigt bekomme, sehe ich nur noch Scam, also lauter Betrügerwerbung, wo ich die ganze Zeit frage, warum ist das eigentlich hier machbar? Also warum dürfen hier so viele Betrügerwerben? Oder diese ganzen Multilevel-Marketing-Scheiße, die auch Betrügereien sind, aber nicht ganz so offensichtlich wie ja. eine ganze Menge offensichtliche Betrüger anzeigen. Also ich gehe jetzt kaum noch zu Instagram, dass das auf jeden Fall eine sehr gute

04:36 Gavin Karlmeier

Wahl gewesen. Also können wir festhalten, Markus Beckedal bestätigt, die Nutzungserfahrung mit personalisierter Werbung bei Instagram ist deutlich besser als ohne.

04:45 Markus Beckedahl

Ja, und man kann auch sehen, wie hier durch ein geschicktes Nudging alle Leute dahin leiten möchte, wo man vorher auch schon war. Ja, also entweder man schmeißt Geld rein, hat davon aber kaum Vorteile, oder aber man sieht die ganze Zeit nur Betrüger. Und hat keinen Bock mehr.

05:08 Gavin Karlmeier

Und das das also zum einen fragt man sich ja, wieso ist dieses Nudging noch erlaubt In dieser Form, wieso darf es diese Dark Patterns überhaupt überall geben? Und also ehrlicherweise hast du das ja auf nahezu jeder Medienseite auch, dass du gesagt wirst: entweder alle Cookies akzeptieren oder dich hier durch einen Dschungel von 36 Buttons durchklicken, die dich irgendwie tausend Fragen stellen, die du nicht verstehst. Das ist ja einlauter, finde ich. Also ich habe das Gefühl, man wird so, man wird so klatschvieh dadurch.

05:36 Markus Beckedahl

Ja, das ist halt, ja, hätte es bessere Gesetze geben können, hat die Werbelobby verboten, aber eigentlich brauchen wir ein Verbot der kompletten personalisierten Verarpung.

05:49 Gavin Karlmeier

So ist es. So, und jetzt die andere Abbiegung. Ich finde das so interessant, dass diese sehr, naja, bei Meta muss man schon sagen, in vielen Teilen verhältnismäßig strenge Content-Moderation und das ist aber, wie gesagt, im Verhältnis zu dem, was wir von TikTok, X und YouTube kennen. dass die ja tatsächlich nur die Inhalte betrifft, mit denen Meta eben nicht auf direktem Wege Geld verdient. Also dass es offenbar möglich ist, mit Scam und Betrügereien einfach Werbung zu schalten, ohne dass irgendjemand dazwischen mal sagt, also hier haben wir gerade ein Problem. Oder mit dem Bild von Günther Jauch, Jogo Winterscheid oder wem auch immer Werbung zu schalten, ohne dass es ein Problem mehr gibt, solange das nicht einfach nur organisch ausgespielt wird, finde ich, da musste ich Meta schon einen Schuh anziehen, das hier mit zwei Maß gemessen wird.

06:32 Markus Beckedahl

Ja, also da müssen ja aber auch die Regulierungsbehörden Schuhe anziehen, dass sie da nicht konsequent dagegen vorgehen, weil das ist also dass die sich eigentlich die ganze Zeit zurück auf die Position zurückziehen können, oh wir können ja nichts machen, wir können ja erst machen, wenn wir darauf hingewiesen werden, dass dir jemand betrügt.

06:48 Gavin Karlmeier

Ja, auch wahr. Wir bleiben direkt bei Meta, steigen damit ein, denn im August würde für Meta und für viele andere Betreiber von großen künstlichen Intelligenzsprachmodellen der RAI-Act in Kraft treten. Also äh Meta müsste dann ihr Meta AI-Modell gesetzlich auch an europäische Gesetze anpassen. So, und da gibt es so einen Vorlauf sozusagen von der EU. Das ist der Verhaltenskodex der Europäischen Kommission für Allgemeine. Meine KI-Modelle, GPAI, also so eine Art, naja, man kann das unterschreiben und kann dann schon im Vorfeld sagen, na, wir halten uns schon vorab an diese Gesetzesmäßigkeiten, bekommen dann Untersuchungen von der EU, ohne dass sie dabei gegen geltendes Recht verstoßen. Jetzt hat Joel Kepler von Meta, aber Ich habe angekündigt, dass Meta diesen Kodex nicht unterschreiben wird, weil dieser Kodex angeblich eine Reihe von rechtlichen Unsicherheiten für Modellentwickler mit sich bringen würde. Und das Erste, was ich da so als Subtext rauslese, ist, ihr ärgert uns mit unseren sozialen Netzwerken, dann machen wir so wenig, wie wir müssen, bevor wir müssen, oder?

07:50 Markus Beckedahl

Ja, also das ist natürlich immer ein Problem mit dieser freiwilligen Selbstverpflichtung. Funktioniert nie. Da machen die eigentlich auch nur mit, wenn sie ihnen irgendwas bringt, so vorher, wenn sie da irgendwie. Regulierung verhindern können, das auf die lange Bank schieben können. Aber offensichtlich haben sie hier festgestellt, dass sie es auch ohne damit machen zu müssen, auf die lange Bank schieben können und aussetzen können.

08:11 Gavin Karlmeier

Ja, also das Interessante ist ja, wenn der AI-Ack denn dann für Meta auch wirklich gilt, dann müssen sie sich ja trotzdem daran halten. Also das ist ja hier nichts anderes als eine Wirkung mit Symbolwirkung ohne tatsächliche Folgen, oder? Ja, genau deswegen sitzen sie das aus und denken sich so, warum sollen wir da jetzt mitmachen, so wenn wir später je irgendwas machen müssen. Okay, ja, cool. Cool. Um auch ein Gefühl dafür zu kriegen, wie Meta eigentlich so mit den eigenen Sachen umgeht. Im Rahmen des, es gibt ja so Bugbounty-Programme, ne? Also wo du sozusagen als, wie sagt man, White Hacker? Also White White Hack kannst du sagen, als Grey Hacker. Oder Gre, also auf jeden Fall, wenn du jemand bist, der Fehler in Systemen findet und die nicht ausnutzt, über schädliches Ausnutzen von Fehlern, sprechen wir gleich nochmal drüber, aber das nicht ausnutzt, sondern dass einem Unternehmen quasi meldest, dann geben diese Unternehmen sehr häufig vor allem. zu groß, dass Silicon Valley Unternehmen sind, geben sie dafür Prämien, um dich quasi dafür zu belohnen, dass du diese Schwachstellen nicht ausgenutzt hast. Und da gab es nämlich eine Person, das war der Gründer des Sicherheitsunternehmns App Secure, der hat einen Fehler in der Meta AI gefunden und dafür 10. 000 US-Dollar Bug Bounty-Premie bekommen, weil offenbar bis Januar diesen Jahres es möglich war, bei Metaai herauszufinden, mit welchen Prompts andere NutzerInnen mit der KI in Interaktion oder mit dem Chatbot in Interaktion getreten sind. Das lag daran, dass dieser Code, der generiert wird, also jetzt mal ganz runtergebrochen, ich bin ja kein Entwickler, dieser Code, der generiert wird, wenn du einen neuen Chat startest, nicht nochmal überprüft, ob die Personen, die die Inhalte sieht, die in diesem Chat passieren, wirklich die Person ist, die auch eingeloggt ist. Und das hat eben diese Person hier, Sandy Paukasia, gefunden und dafür Geld bekommen. Melden wir mehr so der Vollständigkeit halber. Ja, okay, du hast nicht mehr Gefühle dazu. Dann wir bleiben kurz in Europa, aber wir gehen zu einem anderen sozialen Netzwerk, nämlich zu Ex. Und zwar gibt es in EX im Moment eine, in Frankreich gegen X eine strafrechtliche Untersuchung. Die Staatsanwaltschaft hat nämlich hier zwei Staatbetände. Tatbestände identifiziert, die gegen Ex gerade ausermittelt werden oder sogar zum vor Gericht getragen werden können. Das eine ist die Manipulation der Funktion eines Systems zu automatischer Datenverarbeitung durch Eine organisierte Bande oder betrügerische Ausleitung von Daten aus einem solchen System durch eine organisierte Bande. Damit wird das Unternehmen X in dieser Kriminalermittlung hier gleichgestellt mit Bonde organisée. Der französische Begriff. Und das wird üblicherweise für Drogenkartelle und mafiöse Gruppen benutzt, und Ex gilt jetzt eben auch als eine solche organisierte Bande. Und da sind die Ermittlungen jetzt eben angelaufen. Es wurden auch schon, wurde an Ex herangetret und gesagt, hey, wollt ihr nicht ganz? Transparent zeigen, wie eure Algorithmen funktionieren, damit wir ausschließen können, dass es ausländische Einflüsse auf Wahlen beispielsweise gibt. Und X hat dazu ein ziemlich langes Statement veröffentlicht, in dem sie erstmal jeden Vorwurf der betrügerischen Datenextraktion von sich fernweisen, auch jede Manipulation des Algorithmuses ablehnen und sagen, das ist nie passiert und werfen sogar diese Kampagnepolitische Agenda vor, weil sie sagen, dass die Menschen, die als Experten hier zu Rate gezogen wurden, Menschen sind, die bislang auch Kampagnen gegen Ex eingeführt haben, wie zum Beispiel Escape Ex oder Hello Quit X. Das waren so Kampagnen in Frankreich, wie wir hier in Deutschland auch dieses Bye bye Elon hatten beispielsweise. Und sagt deswegen, wir werden hier diesen Forderungen überhaupt nicht nachkommen. Wir sind gesetzlich dazu berechtigt, diesen Forderungen nicht nachzukommen, und werden Ex keinerlei Daten zur Verfügung stellen, weil hier einfach nur versucht wird, politisch die Meinungsfreiheit, wie Ex es formuliert, die freie Meinungsäußerung. Die Redefreiheit einzuschränken. Ja, finde ich super. Von X?

12:03 Markus Beckedahl

Nee, ja, also ich finde das mal eine sehr interessante Herangehensweise, auch um quasi mal auszutesten, wie man kreativ Regulierung durchsetzen kann. Ich meine, es gibt ja diese historischen Beispiele gegen El Capone, wurde auch mit wegen Steuerhinterziehung erfolgreich. vorgegangen. Warum nicht hier mal mit Debattenkriminalität gegen Elon Musk vorgehen, ne? Weil, also ich halte die Argumentation für Nachvollziehbar, dass wir es hier mit einer bandenmäßigen Manipulation der Öffentlichkeit zur Sicherung von eigenen ideologischen und kommerziellen Interessen zu tun haben. Und zumal wir die Situation haben, dass die EU-Kommission offensichtlich nicht so ganz willens ist, ihre Investigation In das Geschäftsgebaren und das Agieren von Elon Musk im Rahmen von einer offiziellen DSA-Untersuchung zum Ziel zu tragen, kann man das und sollte man das auf nationaler Ebene

13:05 Gavin Karlmeier

Stärker forcieren. Ich finde das auch. Also, dieses Ecupone-Beispiel habe ich ja auch schon öfter bemüht, weil ich immer gesagt habe: sowohl sehr, wie diese riesengroßen, milliardenschweren Tech-Unternehmen mit Anwaltsamarden Ich weiß nicht, ob das der Plural von Amada ist, gegen Rechtsdurchsetzung vorgeht in allen möglichen Ländern, muss man kreative Wege finden, um die irgendwie zur. Vollstreckung zu zwingen und dazu zu bringen, dass das Gesetz durchgesetzt werden kann. . . Und dass das hier in Frankreich jetzt eben über diesen Weg passiert, halte ich für ein sehr cleveres Vorgehen, weil das am Ende auch Ein bisschen kratzt, glaube ich, an dem Stolz und Ego von X, ihnen einfach zu sagen, ihr seid nicht ein einflussreiches, großes Unternehmen, ihr seid kein großer politischer Player, sondern ihr seid eine kriminelle Bande. Und das, was ihr macht, ist der Versuch Wahlen im Ausland. zu manipulieren. Also ich finde, kreative Rechtsdurchsetzung finde ich da eine sehr clevere Formulierung.

14:00 Markus Beckedahl

Ja, ich weiß nicht, ob ich das schau mal hier ein. der das Beispiel gebracht habe. Es gibt ja dieses Buch von der Whistle äh von der Meta-Whistleblowerin Sarah Sarah. Genau, Kerles People. Und da beschreibt sie auch eine Bordsitzung von vor wenigen Jahren, wo in dem Aufsichtsrat halt unter anderem Peter Thiel und Mark Andresen saßen, also zwei rechtsextreme Tech-Milliardäre. Und dass es dort Diskussionen gab, dass man doch in Staaten wie Frankreich oder Deutschland rechtsextreme Parteien bevorzugen sollte, um sich ein positiveres Regulierungsklima zu verschaffen. Das Ganze ist so formuliert, dass man auch den Ja, den Anschein haben könnte, dass das alles so quasi anwaltsgeproft ist, sozusagen, zwischen den Zeilen. Nicht wirklich beschreibt, dass sie das auch beschlossen haben, aber dass man davon ausgehen muss Dass sie das möglicherweise so gemacht haben. Also insofern bräuchten wir auch hier viel stärkere Investigationen, weil wir können nicht ausschließen, bis zum Beweis des Gegenteils, dass Ja, quasi diese Plattformen so manipuliert werden, um die Geschäftsinteressen einzelner Personen, in diesem Fall Elon Musk oder Mark Zuckerberg, zu befriedigen. Im ja, in Kontrast zu Quasi unserer Demokratie und unserer Öffentlichkeit, so die schützenswerte Güter sind.

15:31 Gavin Karlmeier

Ja, und wenn wir es jetzt mal ein bisschen dystopisch dann weitererzählen, was dann passiert ist, dass Peter Thiel das Board von Meta verlassen hat mit der Argumentation, er will sich auf seine politische Laufbahn konzentrieren, dabei aber nie selber politisch aktiv in Erscheinung getreten ist, sondern vor allem eher so als Hintermann oder als Denker, Vordenker galt, dass Mark Andreessen einen wahnsinnigen großen Einfluss auf Donald Trump hat, sehr nah an der Regierung dran. ist zum Beispiel auch als einer der möglichen Investoren für das neue TikTok-Modell im Gespräch ist, dann sieht man schon, dass diese Gedanken, die dahintergesteckt haben. . gar nicht bei Meta aufgehört haben, sondern entweder ja auch schon vorher in Meta hereingetragen wurden, da wo sie irgendwo entstanden sind, und auch aus Meta auch wieder herausgetragen wurden. Und dass Mark Zuckerberg dann ungefähr zwei Wochen vor der Inauguration von Donald Trump gesagt hat, dass man davon ausgeht, dass die Zusammenarbeit Präsident Trump dabei helfen wird, die eigenen Interessen durchzusetzen und auch die institutionalisierte Zensur in Europa zu bremsen. Wenn man das alles mal so zusammen aufs Brett legt, dann würde ich sagen, gibt es gar keinen Zweifel sogar daran, dass man diese Schlüsse ziehen muss.

16:33 Markus Beckedahl

Ja, zumal jetzt das aktuelle Board auch ohne Peter Thiel noch rechter geworden ist, sozusagen. In dem, da sind dann noch diverse neue Trump-Freunde. Ja, ja, oder der Typ, der von dieser World Wrestling.

16:49 Gavin Karlmeier

Ja, das ist der, genau, der UFC-Chef. Genau, der White. Und ja, ich glaube, da gibt es gar keinen Zweifel dann. Dass das so ist. Wir bleiben aber kurz noch bei Elon Musk, gehen aber wechseln kurz das Unternehmen und schauen auf SpaceX. Wir erinnern uns, dass als dieser große Bruch zwischen Trump und Musk passiert ist. Donald Trump gesagt hat, dass unter dem dass der einfachste Weg, Effizienz durchzusetzen, die Kündigung. der Regierungsaufträge mit maskischen Unternehmen wäre. So, was im Hintergrund offenbar passiert ist, zeigt jetzt eine Recherche des Wall Street Journal, dass man tatsächlich sich angeschaut hat, wie diese Verträge zwischen der Regierung in den USA und den Maske-Unternehmen. Tatsächlich aufgestellt sind und ob die ohne weiteres kündbar wären. Es gab da so ein paar Hinweise in der Vergangenheit schon drauf, die wir auch mitbekommen und auch hier berichtet haben, wie zum Beispiel, dass es einen Aufruf gab von der NASA gab dass andere Unternehmen doch quasi pitchen sollen, ob sie nicht diese Dinge übernehmen können. Die SpaceX zum Beispiel übernimmt und bei SpaceX bleiben wir auch. Denn das Ergebnis dieser Untersuchung der Trump-Regierung war, dass die Verträge mit SpaceX nahezu unverzichtbar seien zum jetzigen Zeitpunkt und es so nahezu nicht möglich ist auf Die Dienstleistung von SpaceX für die NASA oder von Starlink für das Verteidigungsministerium zu verzichten, weil man eben darüber kommuniziert, weil man darauf angewiesen ist, die die. Ich werde mich damit jetzt auf jeden Fall wieder auf die Schnauze legen mit. der Formulierung. Ich sage mit den Raumfahrzeugen, mit den Raumfahrzeugen von SpaceX, dass man darauf angewiesen ist, die zu nutzen bei der NASA, weil man eben selber so stark unterfinanziert ist, dass man das nicht mehr selber auffangen könnte. Und es auch kein anderes Unternehmen gibt, das diese Dienstleistung in dem Umfang und der Größe zur Verfügung stellen könnte. Also es gibt eine massive Abhängigkeit von Elon Musk, die auch erstmal möglich gemacht werden musste, ehrlicherweise. Augen auf bei der Deregulierung und Sparpolitik. Erstens das. Also ich meine, wer wüsste das besser als zwei Menschen wie wir beide, die darauf angewiesen sind, regelmäßig mit der Deutschen Bahn zu fahren? Aber das gilt eben auch, wenn du dir anschaust, mit wem du eben dich da ins Bett legst. Und das gilt auch für alle Folge, für alle Verträge, die wir als in Europa oder hier in deutschen Regierungen abschließen, dass man sich ganz genau überlegt, mit wem man da eigentlich einen Vertrag abschließt und wie unverzichtbar die dadurch werden. Oder ob man es nicht so schafft, wie die NASA das übrigens selber schon seit Jahren fordert, dass es für alle Dinge, die extern sozusagen Zugekauft werden, jeweils zwei Optionen gibt, also dass man sagt, es gibt immer zwei Leute oder zwei Unternehmen, die dasselbe zur Verfügung stellen können, Ist eigentlich eine total naheliegende und schlaue Forderung, weil es muss ja nicht nur sein, dass der Typ, den du da eingekauft hast, irgendwie sich auch öffentlich radikalisiert oder zum Rechtsextrem wird oder Gegen deinen Staat arbeitet oder sich mit deinem Chef zerstreitet. Es kann ja auch einfach sein, dass ein Unternehmen pleite geht, dass es Fehler in der Entwicklung oder Fehlentscheidungen in der Strategie gibt. Also sich so auf einen zu verlassen, Abhängigkeiten, das ist immer eine ganz dumme Idee. Ja. So, und dann bleiben nochmal kurz bei Elon Musk. Wir gehen aber noch kurz zu Tesla. Und das ist eine Geschichte, die habe ich vor allem mitgebracht, weil ich mich so frage. Also, wir sind ja nicht die Menschen, die den Kalender von Elon Musk verwalten. Aber Elon Musk hat sich in den letzten Tagen und Wochen vornehmlich mit einem Thema beschäftigt. Nämlich der Eröffnung des Tesla Diner in Santa Monica. In Santa Monica hat jetzt beim Tesla, ähm wie sagt er, heißt das, Hypercharger, Supercharger, Power Charger, bei den Ladeplätzen von Tesla jedenfalls, hat jetzt ein eigenes Fastfood-Restaurant aufgemacht, bei dem dir versprochen. wird, dass du dein Essen bekommst und essen kannst, während du dein Auto auflädst. Mashable selber schreibt, diese Woche erfahren die Kalifornier, was passiert, wenn ein Mann ohne Geschmack ein Restaurant eröffnet. Denn es sieht aus wie eine Mischung aus, es gibt eine Maske. Formulierung von Musk selber, der hat selber erklärt, wie er sich vorstellt, wie das aussieht. Grease trifft auf The Jetsons mit Supercharging. Das ist eine Formulierung und so sieht es ein bisschen aus, ein bisschen, als wäre es aus dem Computerspiel Fallout gefallen. Also alles so. retrofuturistisch. Dabei kannst du aber eben vor allem Essen konsumieren, das von lokalen Anbietern kommt, also Hot Dogs, Burger, Hähnchen mit Waffeln. Es ist ein amerikanisches Restaurant immer noch, Händchen mit Waffeln und dabei dein Auto aufladen. Und es gibt eben draußen große Bildschirme, auf denen Filme laufen. Und das Programm dieser Filme kannst du dir sozusagen auf deinem Display im Auto anschauen. Also man muss sagen, Elon. Maske hat die Mischung aus McDonalds und dem Autokino erfunden.

21:15 Markus Beckedahl

Ja, sieht auf jeden Fall schicker aus als so eine McDonalds-Filiale.

21:18 Gavin Karlmeier

Ja, das würde ich dir sogar zustimmen. Aber es ist trotzdem so gruselig, wo man sich so, also weil man natürlich als erstes den Gedanken haben, muss na klar, wird er sich da nicht selber hinsetzen und dieses Ding designen. Aber wir kennen auch Elon Musk und seinen Hang dazu, sich in Dinge reinzu hyperfokussen und dass er sich sozusagen seit Tagen mit nichts anderem, zumindest auf seinem Ex Account, damit beschäftigt, als das jetzt in Santa Monica, ausgerechnet im verhassten Voken, Kalifornien. Das erste Fastfood-Restaurant mit dem Tesla-Logo eröffnet hat, finde ich doch schon erstaunlich. Übrigens, kleiner Funfact: da ist ein Optimus-Roboter, also diese humanoiden Roboter, die Tesla auch herstellt, und verteilen Popcorn an Gäste. Es ist nicht klar, ob das so bleiben wird oder ob das jetzt nur für die Eröffnungsphase ist. Aber das Video von diesem Optimus-Roboter, den das Elon Musk selber gepostet hat, wurde schneller abgespielt, weil das in echter Geschwindigkeit sehr deutlich macht, wie langsam diese Roboter tatsächlich noch dabei sind. Einfach nur diese Bewegung Popcorn in Tüte durchzuführen.

22:17 Markus Beckedahl

Ja, aber ich bin ja immer ganz glücklich, wenn Elon Musk irgendwie mit anderen Sachen beschäftigt ist, als auf X über Politik zu randen.

22:24 Gavin Karlmeier

Aber es ist auch so geil, dass er festgestellt hat, eine Parteigründe ist ganz schön stressig. Oh, dann konzentriere ich mich mal auf meinen kleinen MacDrive.

22:31 Markus Beckedahl

Naja, vielleicht kannst du ja demnächst dort irgendwie einer Partei beitreten. Nein, kriegst du halt ein paar Prozente.

22:36 Gavin Karlmeier

Oh ja, boah, das bringt hier niemand auf Ideen. Das ist könnte tatsächlich passieren. Aber als Pendant dazu, wie Donald Trump damals erinnern, uns doch, wie er an diesem Fosk Fos, diesen Landscape-Ort, diese Pressekonferenz, zusammen Giuliani durchgeführt hat, die eigentlich nur so ein Kind. Kleiner Hinterhof eines schlechten Hotels war, weil man eigentlich das For Season haben wollte, aber sich offenbar verbucht hat, könnte ich mir vorstellen, dass in diesen Tesla Diners tatsächlich dann solche Pressetermine auch abgehalten werden. Weil jetzt gibt es einen Ort, den gab es bislang nicht.

23:03 Markus Beckedahl

Na, SpaceX.

23:05 Gavin Karlmeier

Traumschiff. Der Traumhafen. Ja, da übrigens tatsächlich, der Starbase soll der nächste Tesla deiner eröffnen, ist die Ansage. Also, beides mit einer Klappe geschlagen. So, es gibt eine Umfrage von Yugov, über die ihr auch berichtet habt. Ich beziehe mich hier auf digitalrechte. de, was eine tolle Quelle für solche Informationen ist, und bei der Markus Beckedain nicht nur ganz unwesentlich beteiligt ist. Und diese Dugov-Umfrage sagt, dass es eine große Mehrheit in Deutschland dafür gibt, die Big Tech-Unternehmen konsequent regulieren. Also tatsächlich sagen die Befragten sogar zu siebenundvierzig Prozent. Dass der Umgang mit der Gesetzesdurchsetzung gegenüber amerikanischen Unternehmen aus Europa zu relaxed sei. Und sie sagen auch, also die Frageformulierung in der Umfrage war: Big Tech Companies und ihre CEOs Haben enge Beziehungen mit Präsident Donald Trump. Generell gesprochen, glaubst du, das ist ein gutes oder eine schlechte Sache. Und da haben in Deutschland insgesamt 31% gesagt, das ist eine sehr schlechte Sache, 26 Prozent gesagt, eine ziemlich schlechte Sache. Also, dass auch eine klare Mehrheit. Also aus Deutschland gesprochen muss man sagen, es gibt also auch hierzulande offenbar einen zumindest mehrheitlich getragenen Wunsch, dass es Alternativen zu der Abhängigkeit von amerikanischen Unternehmen gibt, wenn wir es denn nicht schaffen, da endlich konsequente Gesetze durchzubringen

24:27 Markus Beckedahl

Ja, das ist eine ganz interessante Umfrage, weswegen wir auch darüber berichtet haben, weil hier sind erstmals viele Menschen in Frankreich, Spanien und Deutschland befragt worden. Also es gibt da sozusagen jetzt mal Zahlen wie Menschen in den größten europäischen Staaten über dieses Thema denken und die denken wie mal relativ gleich, sozusagen. Und das auch in Zeiten, wo die EU-Kommission aus Angst vor Autozöllen davor zurückschreckt, unsere Regeln, die ja zum Erhalt von Demokratie, Wettbewerb und Meinungsfreiheit geschaffen worden sind, konsequent durchzusetzen, zeigt halt diese Umfrage, naja, also die Bürgerinnen, zumindest in diesen drei größten Staaten Wollen das nicht. Sie wollen eine konsequente Durchsetzung, aber sie wollen auch, dass europäische Alternativen gefördert werden. Das ist ja etwas, was in der politischen Diskussionen immer ein bisschen zu kurz kommt. Also nicht von uns, wir sagen das eigentlich überall, wo es geht, aber wenn Politikerinnen Mal ein bisschen über Regulierung sprechen, dann vergessen Sie immer, dass Sie auch die Aufgabe haben und die Möglichkeiten haben Könnten, Alternativen jetzt zu fördern, damit wir morgen Wahlfreiheit haben.

25:42 Gavin Karlmeier

Vor allem ist es so ein, ich finde, eigentlich ja so der naheliegende erste Gedanke. Also in dem Moment, wo du sagst, okay, es gibt hier eine Abhängigkeit, da müssen wir das gegen tun, ist es ja eine ganz logische Konsequenz, dass die Antwort darauf sein könnte, wir schaffen hierzulande eine Alternative oder zumindest aus unserem Rechtsraum eine Alternative. Und ich finde, dass der aber auch in unserem Bauchgefühl, also auch in der anekdotischen Evidenz, häufig zu kurz kommt. Weil wenn du ich weiß nicht, du wirst vermutlich wie ich sehr viele Gespräche mit Menschen darüber führen, die entweder beruflich mit Social Media oder Medien zu tun haben. haben, aber auch mit Leuten, die damit beruflich gar nichts zu tun haben. Und trotzdem wird man ja, wenn man sowas macht, was wir machen, sehr häufig auf diese Themen angesprochen. Und was sagst du zu Mask? So, und dann muss man sich da irgendwie, muss man versuchen aus dem Gespräch ja, dann ich versuche das immer so So zu drehen, dass ich gleichzeitig auch erfahre, wie andere Leute darauf blicken, die damit nicht die ganze Zeit in Kontakt stehen wie wir. Und da erlebe ich sehr häufig, dass du, sobald du das Wort Mastodon, Signal was auch immer in den Mund nimmst und Signal ist ja nicht mal nicht mal ein deutsches Unternehmen zum Beispiel, aber dann hast du sofort so den Gedanken, dass du dich fast schon entschuldigen musst dafür, diesen Gedanken aufgebracht zu haben.

26:52 Markus Beckedahl

Ja, wir haben es leider verlernt, uns vorstellen zu können, dass demokratische Infrastrukturen im digitalen Raum möglich sind, weil wir eigentlich uns ja abgefunden haben, dass irgendwie digitale Infrastrukturen Gott gegeben von irgendwelchen Unternehmen kommen, wo ein in der Person einfach kontrollieren und entscheiden können, wie wir uns dort fortbewegen dürfen, wie wir darüber kommunizieren und uns informieren können. Und das ist halt eine riesen Herausforderung. Andererseits ist es halt machbar, sich um Alternativen zu kümmern. Aber das ist halt nichts, wo man sich halt hinsetzen sollte und denken sollte, das macht schon der freie Markt. Der freie Markt hat gar nicht die Möglichkeiten mehr. Sozusagen, diese Alternativen zu bauen. Das heißt, wir brauchen hier eine Förderung, die beispielsweise über Innovationsförderung kommen könnte. Wir haben dezentrale Open Source Infrastrukturen wie Mastodon, die aber vor allen Dingen von denen, die sie nutzen, dann auch sehr häufig als nicht so nutzerinnenfreundlich abgestempelt werden. Und da haben natürlich die großen Plattformen den großen Vorteil. Sie haben Sehr viel Geld können sich sehr viele Designer leisten, können sich sehr viele Verhaltensökonominnen leisten, sozusagen, wissen sehr genau, wie sie was strukturieren müssen, um uns zu manipulieren und unsere Aufmerksamkeit größtmöglich zu binden. Und Das heißt nicht, dass wir das jetzt auch für dezentrale Infrastrukturen brauchen, aber ich glaube, über Innovationsförderung könnte man einen Manko zumindest mal beseitigen, nämlich das Designerin. und Verhaltensökonomen eher weniger ehrenamtlich in Open Source Infrastrukturen mitarbeiten, als sie gesellschaftlich sollten und könnten. Hier kommt der Staat sozusagen oder eine Verantwortung dem Staat zu, hier über Innovationsförderung genau das zu ermöglichen und dafür Geld bereitzustellen.

28:38 Gavin Karlmeier

Ja, genau, dass eben User Interface mehr ist als einfach nur die technische Infrastruktur. Was, also, ich sagte das jetzt als Sohn eines Softwareentwicklers, ja. Und als Sohn eines Softwareentwicklers kann ich dir sagen, dass es zwei wahnsinnig unterschiedliche Lage gibt, die Leute, die was bauen und die Leute, die das so aussehen lassen, dass es Spaß macht. Und das ist auch, also das ist ja auch legitim und fair, weil der eine denkt über die Funktionsweise nach und der andere darüber, dass es irgendwie. nutzbar und bedienbar ist. . Es gibt bestimmt Leute, die das den Personal und Lohn leisten können, aber dieses Dilemma hast du. Und dazu kommt noch das zweite Dilemma, dass selbst wenn Plattformen es schaffen, all diese Dinge, die so als Vorurteil im Raum stehen, wie machst du Donn? As we have this podcast, was the onboarding process of Mastodon wahnsively sparring. And that have we here so often addressed. easy, du bist sofort drin. Hast dann das gleiche Problem, dass alle Microblogging Plattformen natürlich haben. Du stehst dann erstmal auf einem leeren Platz und musst dir den so ein bisschen füllen. Aber das hatte Twitter früher ganz genauso. Das hat Blue Sky ganz genauso. Das haben all diese Netzwerke ganz genauso. Aber es ist als Vorurteil hängen geblieben. dass Mastodon in der Registrierung kompliziert ist. Das heißt, eigentlich gehört es zu diesem Innovationsgedanken ja auch, dass man eben nicht sofort eine Beta an den Start schmeißt, sobald es das gibt und dann setzen sich schon die ersten Vorurteile fest, sondern wir müssen halt dahin kommen, in diesen veröffentlichungspsychologischen Gedankengängen uns zu bewegen, indem das eben die großen wirtschaftlichen Player eben auch tun. Und das finde ich, also ich glaube, wir haben da sowohl, wie du sagst, nämlich Dieses politischen Handlungsbedarf. Ich glaube, wir müssen kulturell auch noch ein bisschen was lernen. Ich glaube, wir sind einfach in vielerlei Hinsicht da noch ein paar Jahre hinterher, was diese ganzen Unternehmen, die eben einfach nur damit Geld verdienen wollen und sehr auf. Wirtschaftlichkeit optimiert sind, was sie eben schon lange verstanden haben. Ja, und wo sie schon sehr lange Geld reinschmeißen konnten. Ganz genau, ja. Ja, ich glaube, da so ist es. Willst du noch eine dystopische Nachricht? Nö, vorhaben nicht. Cool. Google hat angekündigt, dass es Änderungen an den Suchergebnissen gibt, was eine vorsichtige Formulierung dafür ist, dass das Claim Review abgeschafft werden soll. Also die Art und wie und ob Faktenchecks überhaupt angezeigt werden sollen bei Google. Auch früher war es bei Google so, dass wenn du eine Falschmeldung oder eine Desinformation findest als Suchergebnis, das darunter steht, Fakten gecheckt durch XY, Redaktion XY, wir haben das überprüft, hier befinden sich Falschaussagen in diesem Text. Offenbar plant Google das weitgehend runterzufahren oder sogar ganz abzuschaffen.

31:09 Markus Beckedahl

Ja, das ist mal wieder so einer der Klassiker. Google ist ja nicht Mark Zuckerberg. Marc Zuckerberg setzt sich vor seine Kamera und erzählt erstmal allen der ganzen Welt irgendwie im Januar, dass man jetzt verk. Checking abschafft. Google hält sich so im Hintergrund, macht aber dasselbe, wenn das Ganze ein bisschen so abgeflaut ist. Mit anderen Worten, man hat jetzt hier auch eine Unternehmensentscheidung getroffen, die der Trump-Regierung entgegenkommt und auch der Politik, der hinter der Trump-Regierung entgegenkommt. nämlich mit Lügen, mit Falschinformationen, mit Desinformation Politik zu machen und Öffentlichkeit zu manipulieren. Und man setzt das halt heim die Stündelneise um. Diese Meldung, die gab es schon. Vor eineinhalb Wochen und sie ist eigentlich nur durch so Fact Checker Kreise gegangen und damals fand ich es schon schade, dass sie nicht mehr Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit bekommen hat, weil man muss ja einfach das Blame Game spielen und halt auch ganz klar machen, ähm Google, das sind nicht die Guten, das sind nicht diejenigen, die sagen, we don't do evil.

32:14 Gavin Karlmeier

Die machen genau denselben Scheiß. Und bei Google war es aber ganz lange so, dass sie, wie du schon sagst, sich sehr, sehr lange sehr bedeckt gehalten haben, sehr viele Dinge eben nicht gemacht haben, die alle anderen getan haben. Und dann aber vor einigen Wochen damit anfingen, zum Beispiel die Community an den Community-Guidelines bei YouTube herumzuschrauben und jetzt eben auch die Faktenchecks aus den Google-Suchergebnissen rauszuziehen. Das sind alles so kleine Schritte, die eben genau in diese Richtung gehen, in denen die großen Social Media Plattformen schon seit einigen Monaten irgendwie mit großen Schritten wandern. Aber Google versucht das eben weitgehend so ein bisschen unterhalb des Radars irgendwie versuchen, sich da hinzukommen. Aber trotzdem, auch Google hat den Golf von Mexiko umbenannt. Google hat all diese Dinge sozusagen sofort befolgt. Google hat den Black Pride History Month aus den Google-Kalendern entfernt und so weiter. Also Google hat all diese Dinge auch getan, die eben gegen eine diversere Gesellschaft stehen. Don't be evil, das ist es nämlich. So, und dann kommen wir zu Microsoft. Wir haben in der letzten Episode über Microsoft schon mal gesprochen, weil es eben im Sinne des Cloud Actes der amerikanischen Regierung offenbar möglich ist. Das hat ein der Chef der Rechtsabteilung von Microsoft Frankreich vor Gericht eingebraucht. Aus Frankreich kommt gerade viel, muss man dazu sagen. Die machen gerade, da passiert einiges. Der hat vor Gericht gesagt: Naja, wir können nicht ausschließen, dass amerikanische Unternehmen auch auf Daten zugreifen können, die auf europäisch. Servern liegen, denn der US Cloud Act schreibt genau das vor, dass amerikanische Unternehmen auch Daten an die US-Regierung herausgeben müssen, die nicht auf amerikanischen Servern liegen. Das war die Geschichte, über die wir das letzte Mal gesprochen haben und so ein bisschen gesagt haben: naja, also für all die Unternehmen, in denen Monat. Lange Schutzprozesse hin und her gingen und man sich dann am Ende dazu entschieden hat, lass man nur Microsoft Teams benutzen. Da muss man spätestens jetzt sagen, auch in dieser Cloud Act, der ja seit 2018 schon im Gespräch ist und sogar wegen einer, wie uns gehauskippt wurde, wegen einer Microsoft-E-Mail sogar überhaupt nicht mehr. er es irgendwie es ins Gesetz geschafft hat. Könnt ihr alles nachlesen, so weit in der Geschichte reisen wir jetzt nicht, aber. haben wir gesagt, naja, offenbar gilt es gerade sehr vorsichtig gegenüber Microsoft zu sein und genau diese Dinken Dinge eben neu anzudenken, vor allem unter den jetzigen Rechtsbedingungen in den USA. Jetzt gibt es ausgerechnet seitdem eine Sicherheitslücke bei Microsoft Servern, die Microsoft jetzt schon mit einem Software-Update gepatcht hat, aber offenbar war es wohl möglich über SharePoint. Das ist sozusagen die Dropbox von Microsoft, also die der Cloud-Speicher, wo du deine Daten hinlegen kannst. War es wohl möglich, von außen mit Hilfe, also Hackern war es möglich, von außen auf Daten zuzugreifen, die Firmen, Behörden oder Universitäten auf diesen Servern gespeichert haben. Sprich, es gab hier die Möglichkeit, mit Hilfe von Spoofing, das ist für die ganzen ganzen EntwicklerInnen, InformatikerInnen unter euch wahrscheinlich kein Fremdwort, Spoofing war es so möglich, dass man sich als Angreifer, als ein Mitarbeiter eines Unternehmen, Unternehmens ausgeben konnte und dann einfach auf die Daten zugreifen konnte. Was ein Riesenproblem ist. Vor allem, wenn du dort eben nicht einfach nur ein Word-Dokument mit einem Gesprächsprotokoll aus dem letzten Teams-Meeting irgendwie abspeicherst, sondern eben tatsächlich relevante Daten.

35:24 Markus Beckedahl

Ja, wir haben ja hier zwei verschiedene Aspekte. Also erstmal dieser Hacker-Aspekt. Wenn eine Sicherheitslücke bei Microsoft auftritt, vor allen Dingen eine so kritische Sicherheitslücke, dann sind erstmal sehr, sehr viele Systeme gleichzeitig betroffen. Also unsere Verwaltung soll auch bis zu 99 Prozent abhängig sein von Microsoft-Infrastrukturen. Das ist nur die Verwaltung sozusagen. Okay. Der andere Punkt, was du vorher nochmal meintest, mit dem Cloud Act, ja, das ist alles bekannt und so weiter. Das erzähle ich auch seit vielen Jahren. Schön, dass wir es jetzt mal so schriftlich haben, sozusagen. Aber erinnert eigentlich auch nichts daran. Aber das Interessante wiederum ist, dieser Cloud-Act geht es ja vor allen Dingen um Strafverfolgungsbehörden. Strafverfahrungsbehörden ist eine Polizei und so weiter, wie die auf Daten zugreifen können. Aber was man nicht sagt ist halt, dass, was wir durch die Snowden-Entwicklungen wissen, dass es so Prison-Programme und so weiter gibt, das heißt Geheimdienste der USA, dürfen ja wiederum nach ganz anderen Gesetzen und Geheimgerichten auf diese Daten zugreifen, und das ist halt nicht so wirklich im CloudEck geregelt. Also Leute Darüber darf man auch nicht reden, deswegen sagt man das auch nicht. Das wird aber gerne vergessen, sozusagen bei der CloudAct-Debatte. Aber was halt ganz klar ist, amerikanische Plattformen oder Plattformen, die von amerikanischen Unternehmen betrieben werden, auch wenn sie deutsche Subunternehmen haben, sind einfach nicht vertrauenswürdig.

36:55 Gavin Karlmeier

Ja, und also man muss trotzdem, also ich will eine Sache dazu sagen, weil wir wollen das ja nicht nur schwarz zeichnen. Es spricht ja nichts dagegen, wenn du irgendwie, keine Ahnung, ganz plattes Beispiel. Du spielst mit dem Online-Spiel und machst mit dem einen Audio-Chat über eine Microsoft-Plattform, weil ihr über eine Xbox spielt. Das ist erstmal, natürlich kann es trotzdem passieren, dass sich dabei jemand zuhört, theoretisch. Aber das ist nicht so gefährlich wie die Tatsache, dass wie du eben sagst, die Verwaltung basiert darauf, wahnsinnig viele Unternehmen nutzen Microsoft Infrastruktur, Behörden nutzen Microsoft Infrastruktur. Also wir reden ja hier nicht einfach nur über zwei Leute, die miteinander zocken und sich unterhalten. Was Das kann auch eine Einschränkung im eigenen Sicherheitsgefühl sein, aber ist vermutlich nicht ganz so schädlich wie die Tatsache, dass die Dinge, die bei uns eben auch Geheim- und Verschlusssachen sind. einfach auf diesen Servern liegen, die von anderen Geheimdiensten einfach ausgelesen werden können. Also ich finde, dass diese Fallhöhe, die da drin steckt, ist ja nochmal so viel größer, als einfach nur das Gefühl, okay, ich habe jetzt ein Foto in die Cloud geladen und jetzt kann jemand auf ein Foto zugreifen. auch problematisch sein kann. Aber wir reden ja hier über tatsächliche Sicherheitsinfrastruktur, Dinge, die tatsächlich unser Leben betreffen können und unser Wohl. Also schon fatal. Ich habe mal eine Geschichte mitgebracht heute, Markus. Ich weiß nicht, ob du dafür empfänglich bist, aber vielleicht schon. Aber ich fand das so toll, weil ich manchmal, also man muss ja dazu sagen, ich bin ja Berufsjugendlicher. Ich arbeite sehr viel in der Unterhaltungsindustrie mit Leuten. In der Unterhaltungsindustrie, mit Leuten, die eben ihr Geld als Content CreatorInnen verdienen. Das heißt, ich kriege es durchaus, ich habe eigentlich immer das Gefühl, ich kriege Social Media Trends und Internet-Trends schon immer irgendwann mit. Dieses Mal habe ich ein Social Media Phänomen erst über den Spiegel kennengelernt. Und das ist eigentlich ein schlechtes Zeichen, weil wenn der Spiegel einen Artikel darüber schreibt, dann hätte ich das eigentlich schon dreimal mitbekommen müssen. Es geht um den Creator iShow Speed.

38:47 Markus Beckedahl

Kennst du den schon? Ja, den habe ich heute Morgen auch bei Spiele online gekriegt.

38:53 Gavin Karlmeier

Und zwar ist es jemand, der solche Real Life-Streams macht. Das machen deutsche Creatorinnen auch sehr oft. Das ist ein relativ aktuelles Phänomen. Man macht eigentlich Das ist so eine Mischung von Raab in Gefahr und ich filme mich einfach mal, aber eben nicht am Computer, sondern draußen. Leute, die eben unterwegs sind, es gibt einen dieser riesengroßen deutschen Creator, Zabex heißt der, der fährt dann den ganzen Tag mit dem Schiff durch die Gegend, der hat das gemacht als Real Life-Stream oder über die Gamescom laufen die. Machen wir Lastream. Das ist so ein Ding. Ja, das ist ganz schlimm auf der Gamescom. Diese ganzen Handysticks und so. Und das ist nicht das Schlimmste auf der Gamescom, aber darüber reden wir nochmal. Aber. I Show Speed hat das sozusagen absolut vermissterbiestisiert, also völlig auf die Spitze getrieben, denn er macht eine Welttournee, ist immer an anderen Orten. Und an diesen Orten kommen dann tausende von Leuten und bilden sozusagen eine riesengroße Traube von Menschen. die auf ihn warten und er tritt dann im Kostüm beispielsweise auf, er hat zum Beispiel in, wo war das, in Kroatien, in Split oder Split. Ich weiß nicht, wie man es ausspricht, hat er sich als Legionär verkleidet mit einem Schwert und laut This ist Sparta in die Menschenmenge gerufen. Ganz analog zu diesem Film. In Griechenland war er unterwegs, in Frank, Frankfurt, in Deutschland war er auch schon unterwegs und er ist halt, also ich will Ich will einfach nur mal so eine Sensibilität auch mitbringen. Für viele Leute da draußen, die uns wahrscheinlich auch zuhören und mit Social Media arbeiten, dass es doch auch immer wieder passieren kann, dass man so, dass solche Phänomene irgendwie an einem vorbeigehen und dass es eigentlich ein ganz gutes Zeichen dafür ist, dass es Jugendkultur gibt.

40:23 Markus Beckedahl

Ja, ich war da ein bisschen irritiert, wie viele Leute so heute diesem zu gucken und dass auch Staaten quasi ihm ja ein Reiseprogramm irgendwie anbieten und er dann vorbeikommen kann und dann quasi vom Wirtschaftsminister in Empfang genommen wird. Ja, ja. Rundreise machen kann. Also, dass sie das so quasi als Tourismusmarketing ansehen. Ja, faszinierend fand ich aber auch, dass es halt anscheinend jetzt so neue Methoden gibt, dieses Livestreaming. Also dass es halt früher Sind die Leute sieben Stunden lang mit ihrem Livestream rumgelaufen? Und jetzt scheinen sie halt in diesen Livestream so zu inszenieren, dass halt überall so kleine TikTok-Videos da rausgeschnitten werden können, sozusagen. Das heißt. Ja, ja, also ja, wären wir nochmal jung, könnten wir das auch machen.

41:20 Gavin Karlmeier

Ja, ich schnibbel ja immerhin kleine Clips aus diesem Podcast hier. Das ist ja mein kleines bisschen Livestreaming hier. Ich bin ja der deutsche Eye Show Speed, aber für Nerds. Naja, genau, aber was du sagst, ich finde, dass es so in Lettland ist eben passiert, dass der Wirtschaftsminister ihn da begleitet hat, er selber kaum zu Wort gekommen ist und am Ende eigentlich auch. kaum eine Rolle gespielt hat in dem Stream, aber dadurch, dass er ihn sozusagen begleitet hat und ihm sozusagen Orte zeigen konnte und so, hat man ein bisschen was für Lettland getan oder zumindest das Empfinden. Könntest du dir vorstellen, dass Friedrich Merz, Mr. Beast, über die Gamescom begleitet? Ich nicht. Ja, ich mir schon, aber es wäre ziemlich cringe, wie man heutzutage sagt. Ah, ich merke, du bist ganz schön da. Ja, sehr gut. Ja, vielleicht passiert das.

42:09 Markus Beckedahl

Ein Dinnemann würde da wahrscheinlich irgendwie vorlaufen.

42:13 Gavin Karlmeier

Gott bewahre. Aber ich musste nämlich direkt daran denken, wie Armin Laschet sich damals mit Elon Musk hat fotografieren lassen, obwohl er und damit sozusagen der kompletten Bevölkerung. Von Grünheide vor den Kopf gestoßen hat, die alle sagen, wir haben hier ein Riesenproblem mit Wasser. Und jetzt kommt auch noch Elon Musk, und anstatt dass unsere Politik uns da verteidigt und unsere Interessen vorbringt, lässt man sich auch einfach nur noch schön fotografieren mit Elon Musk. Während Elon Musk daneben steht und lacht und sagt, guck mal, hier ist doch ein Wald, wir haben doch Wasser. Also ja, ein sehr wilder Moment. Und naja, Vereinnahmung durch Politik von Content-Creatern ist fast immer cringe. Muss man auch sagen. So, wir gehen in unsere Rubrik. Los geht's.

42:53 Speaker 4

Funktionen und Emotionen.

42:58 Gavin Karlmeier

DuckDuckGo, das ist eine Suchmaschine, die Alternative bildet zu vielen anderen Suchmaschinen und die bietet jetzt die Möglichkeit, in der Bildersuche per Torre, also per Button, auszuschalten, dass dir KI-generierte Inhalte angezeigt werden.

43:10 Markus Beckedahl

Ja, Funktionen, die ich bisher noch nicht gebraucht habe, aber okay.

43:15 Gavin Karlmeier

Ich habe ganz, ganz, ganz viele Leute gelesen, die darauf hingeschrieben haben, dass sie jetzt ihre Standardsuchmaschine deswegen ändern, obwohl DackDuckGau auch selber sagt, wir werden wahrscheinlich nicht alle Bilder finden mit unserem Filter. Aber sie versuchen es.

43:27 Markus Beckedahl

Ja. Ich bin ja immer sehr solidarisch mit DuckDuckGo, weil privacy-freundlichere Suchmaschinen dringend notwendig sind, aber ich finde DuckDuckGo von den Suchergebnissen leider immer noch nicht gut. Das ist so das. Problem.

43:41 Gavin Karlmeier

Ähm, ja. Und ist es nicht so, dass DuckDuckGo vor allem die, jetzt muss ich mich ein bisschen halb wissen hier, aber dass es im Grunde die Suchergebnisse von Bing am Ende neu korattiert und nutzt? Also, dass du am Ende trotzdem Microsoft-Infrastruktur nutzt?

43:57 Markus Beckedahl

Das weiß ich jetzt nicht so genau. Ecosia und andere machen das ja alles so nach. Aber das würde einiges bedeuten. War auch nicht gut. Also das ist halt natürlich auch wiederum diese Herausforderung mit Google. Google ist auch nur so gut, weil wir alle Google genutzt haben und jeder Klick auf Google irgendwie hilft diese Suppe. Maschine zu verbessern, sozusagen, denn wenn Alternativen nicht ausreichende Chance geben mit unserer Aufmerksamkeit und Suchverhalten, machen wir sie ja auch nicht besser so. Aber Ich nutze halt am liebsten Startpage, weil das ist sozusagen die Google-Suchergebnisse in datenschutzfreundlich.

44:33 Gavin Karlmeier

Ist immer noch besser als die Bing-Suchergebnisse. Bisschen datenschutzfreundlich. Das ist ein schöner Tipp, vielen Dank. Ich wollte nur ganz kurz einen Satz zu der KI-Geschichte sagen. Mir wurde letztens gesagt, wir seien so KI-feindlich. Das will ich nochmal ein bisschen zurückweisen. Also, ich habe nicht grundsätzlich ein Problem damit. Dass wir technologisch inzwischen an den Punkt angekommen sind, an dem du viele Prozesse automatisieren oder clever anstellen lassen kannst. Das Einzige, was mich ein bisschen umtreibt, ist A, dieser KAI-Slot, wie man ihn nennt. Also dieses Fluten von KI-generierten Inhalten, generativen, generative KI generierten Inhalten, die in den sozialen Netzwerken sozusagen jeglichen echten Inhalt überschwemmen. Und gleichzeitig, dass man feststellt, dass viele Leute diese KI-Gener Sprachmodelle als Alternative zu Suchmaschinen nutzen und dann dessen Antwort sozusagen völlig unüberprüft übernehmen. Das sind beides Dinge, die mich so ein bisschen umtreiben. Ich glaube aber nicht, dass wir Hier ist schaffen können, selber die KI schlecht zu reden, weil dafür ist das Ding zu groß und zu gekommen, um zu bleiben, glaube ich, das ganze Thema. Der Vollständigkeit wollte ich jetzt einmal sagen. Apropos, bei X kannst du jetzt Texte in Tweets markieren und dann Grog zu diesen bestimmten Passagen eine Frage stellen und musst nicht immer drunter einfach nur schreiben, at Grog, ist das real? Okay. Ich nutze die X nicht mehr. Nee, wir alle nicht. Und bei TikTok, bei TikTok gibt es jetzt das Family Pairing. Mit dem gibt es die Möglichkeit, dass du sozusagen als Erwachsener einen anderen Account eines Kindes, eines Jugendlichen mit deinem Account verknüpfen kannst und damit dann sozusagen dessen Screentime begrenzen kannst, ein Tageslimit setzen kannst, auch festlegen kannst, wer dieser Person, also dem Kind oder der Jugendlichen, Nachrichten schicken kann und deren Privacy und Safety Sets. Anpassen kannst. Also, so ein bisschen mehr Kontrolle als Eltern auf die Kinder bei TikTok. Du bist noch da, ne?

46:31 Markus Beckedahl

Ja, das, was die anderen schon ein bisschen länger anbieten.

46:36 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Aber ich wollte nur wissen, ob du noch Emotionen hast. Lieber Markus, vielen Dank, dass du da warst. Für alle, die sich bei YouTube angeschaut haben. Du bist irgendwann plötzlich nicht mehr sichtbar gewesen, aber wir haben ja die erste Hälfte der Episode, konnte man lernen, wie du aussiehst. Für die, die sich das Ganze angehört haben, ich hoffe, für euch klang alles perfekt. Wenn ja, dann haben wir hier gute Arbeit geleistet. Danke, dass du da warst. Hast du noch irgendwas auf dem Herzen, was du uns mitgeben möchtest? Ja, danke fürs Zuhören, danke für die schönen Fragen.

47:03 Markus Beckedahl

Ich komme immer gerne. Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, das Zentrum für Digitalrechte und Demokratie finanziert sich. vor allen Dingen auch über Spenden und Daueraufträge und ermöglicht uns, das ermöglicht uns, dass wir halt noch viel bessere Einschätzungen machen können und eine viel bessere Kritik An dem, was Unternehmen alles so leisten und wie die Politik möglicherweise falsch oder inkonsequent darauf reagiert. Unter digitalrechte. de findet ihr dazu mehr Infos.

47:32 Gavin Karlmeier

Perfekt. Vielen Dank. Danke, dass du da warst. Ich freue mich, wenn du bald wieder hier bist, und wünsche dir jetzt erstmal eine ganz wundervolle Restwoche. Allen, die bis hierhin zugehört haben, auch eine wundervolle Restwoche. Alles zu diesem Podcast diskutieren könnt ihr mitorg.

47:43 Speaker 5

Und tollen Danke euch. Danke dir.