Bringt das Lagerfeuer zurück!! Bitte! TikTok jedenfalls gibt sich diesbezüglich Mühe.
Außerdem hat Instagram “neue” Funktionen vorgestellt – die uns irgendwie bekannt vorkommen.
Und Grok macht mal wieder Grokdinge. Leider diesmal wieder nicht ohne Schäden.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
00:00 Hallo Simon!
01:36 Rekord auf TikTok!
06:27 Grok erstellt Deepfakes von Taylor Swift
17:49 Metas Datenschutzverstöße
24:16 Neues Leak in Tea-App
30:38 Perplexity ignoriert robots.txt
34:24 Funktionen und Emotionen
51:00 Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Simon Hi, Gevin. Bei mir ist heute Simon Pücher. Das erste Mal. Ich freue mich, dass du hier bist, weil du jemand bist, an dem man in den letzten Monaten kaum vorbeigekommen ist. Du bist, machst, und das ist das Interessante, ich will, wenn ich diesen Satz zu Ende spreche, wirft das ein komisches Licht auf mich. Aber du mal, wir beide haben quasi den gleichen Job. Also du bist Social Media Analyst in verschiedenen Redaktionen, schreibst aber auch über Social Media, zum Beispiel beim Medienmagazin DWDL. Liebe Grüße. Und um es deswegen stolper stolperten wir immer wieder übereinander. Und jetzt freue ich mich, dass du heute den Weg hier, den weiten Weg in diesem Podcast gefunden hast.
00:42 Simon Pycha
Ich freue mich auch und ich hoffe, du sagst das nur nicht so, sondern du meinst das mit voller Inbrunst. Aber ich bin ganz überraschiert zu sein. Also ich glaube, ja, ist man doch immer, wenn man irgendwo eine Einladung bekommt, oder? Mit der man nicht rechnet.
00:54 Gavin Karlmeier
Ja, bei Hackenden ist das so ein bisschen so, wenn du einmal zusagst, dann lasse ich nie wieder los. Also du wirst jetzt leider immer wieder eingeladen werden.
01:01 Simon Pycha
Mist, scheiße.
01:03 Gavin Karlmeier
Und wir haben heute ganz viele bunte verschiedene Themen. Und ich freue mich, da du ja ein dezidierter TikTok-Experte bist, habe ich direkt eine Meldung mitgebracht, die so ein bisschen auch das, wie sagt man, das Kneipenwissen. . anreichert, weil TikTok hat am Wochenende einen neuen Rekord aufgestellt mit den meisten ZuschauerInnen bei einem Livestream. Und dabei ging es um das Festival Tomorrowland. Das war das Festival, bei dem auch die Bühne abgebrannt ist im Vorfeld, das dann trotzdem stattgefunden hat, weil Metallica den eine Bühne geliehen hat. Wow, viel Popkultur heute alles auf einmal. Aber der bisherige Livestream, den TikTok, äh, der Livestream-Rekord, den TikTok hatte. War auch Tomorrowland mit 16 Millionen ZuschauerInnen. . An diesem Wochenende hat aber TikTok mehr als 74 Millionen ZuschauerInnen auf diese Tomorrowland-Livestreams gebracht. 74 Millionen, das ist doch, also wir, wenn wir sagen, wir wünschen uns alle immer wieder diese Lagerfeuermomente oder diese Straßenfeger, das ist doch jetzt gerade hier der Beweis, dass das auch im Digitalen geht.
02:03 Simon Pycha
Voll. Also ich würde sagen, der Weg dahin war so ein bisschen vorhersehbar. Also rein medial gesehen, erst kam Text, dann kamen Bilder, dann kam Video und jetzt sind wir eben in der Ära der Livestreams. Das auf jeden Fall. Ich finde es krass, dass TikTok das Momentum so für sich nutzen kann, wenn es irgendwie noch Twitch gibt und das ja eigentlich im Hintergrund schon viel länger rumzappelt. Aber auch geil. Also wir sehen bei uns immer wieder, dass Livestreams nochmal anders wahrgenommen werden als die Inhalte, die wir hochladen. Aber das ist schon eine ganz andere Ebene.
02:34 Gavin Karlmeier
Nee, aber die ist eine gute Ebene, weil ich also Du weißt das wahrscheinlich nicht, was ich jetzt erzähle. Manche, die uns zuhören, wissen das schon. Ich habe 2015 mit einem live übertragenen Podcast jede Woche mit meinem Medien Scheiß angefangen. Und dieser Podcast, der lief ganz gut. Wir haben das auch per Facebook Live, so lange ist es her, zehn Jahre, per Facebook Live gestreamt und so. Und leider hatte damals, aber auch schon immer live den Anstrich von Liebhaberei. Also jetzt letzte Woche erst hat Instagram selber auf der Creators Page so als Tipp gegeben, wie man seine, welche Medien man über welchen Ausspielweg sozusagen verteilen soll. Und haben auch dort gesagt, Livestreams sind so für die absoluten Hardcore-Fans, um die irgendwie nochmal zu binden. Twitch Auch ein gutes Beispiel. Twitch hat zwar eine mega krasse Bindung, bei denen die Zuschauern im Vergleich zu allen anderen Möglichkeiten irgendwie Inhalte an die Leute zu bringen, sind die Zuschauer in Zahlen aber verhältnismäßig klein bei Twitch. Und deswegen finde ich das so bemerkenswert, dass TikTok hier tatsächlich immens große Zahlen irgendwie mit Livestreams holt, weil sie live völlig anders verstehen als Instagram, als YouTube, als TikTok, als Twitch, wo das eben überall irgendwie so auch von der Plattform her als Nische irgendwie geframt wird.
03:48 Simon Pycha
Also ich finde das Versprechen gegenüber Unternehmenskonten ist auch nochmal ein anderes. Also was vorher irgendwie immer nisig bei den Creatern selber lag und da irgendwie dann wohlwollend angenommen wurde haben wir gemerkt, also ich nehme das jetzt bei 1 Live zum Beispiel raus, dass wir damit unglaublich viel Reichweite machen auf der einen Seite, aber auch nochmal ein anderes Publikum an Leuten erreichen. die dann auch nochmal irgendwie dem Account eher folgen, als wir das mit unseren Inhalten machen. Also wir sind mittlerweile sehr gut aufgestellt bei uns. Aber vor allem auch mit Livestream-Inhalten, weil wir wissen, okay, die Plattform will das und die belohnt das zusätzlich mit Followern. Also ich kann aus Erfahrung sagen, ein virales Video mit ein, zwei Millionen Aufrufen macht genauso viele Follower wie ein einstündiger Livestream mit durchschnittlich 2000 Leuten. Und da ist die Flughöhe eine ganz andere. Also die Conversion, die dadurch entsteht, ist viel, viel höher und die Bindung an den Account. kommt natürlich immer auf die Inhalte drauf an, die gesendet werden. Das nochmal ganz außen vor. Aber wir reden da von unglaublich hohen Followerzahlen. Die man mit deutlich weniger Aufwand und mit viel hoherer Berechenbarkeit umsetzen kann.
04:56 Gavin Karlmeier
Aber das ist ja, du das, was du sagst, ist so spannend, weil ja der inhaltliche Anspruch an einen Livestream, der ist ja noch niedriger als an der an Storys zum Beispiel. Voll. Du musst ja nichts tun. Wenn ich an Leute denke, die sich dabei live filmen, wie sie, keine Ahnung, eine Pommes machen, eine Pommesbude, das da passiert ja nichts. Man partizipiert ja gerade einfach nur die gemeinsame Einsamkeit. Und das ist ja dieses Erfolgsversprechen. Und das finde ich so. So faszinierend, dass TikTok darin aber Potenzial sieht, dass sie zum Beispiel solche Partnerschaften eingehen, weil ich würde behaupten, dass die Lizenzzahlungen ans Tomorrowland auch nicht ganz überschaubar gewesen sind.
05:31 Simon Pycha
Ja, ich glaube, es war eine Pole Position. Also gerade mit der Berichterstattung im Vorfeld, das hat natürlich nochmal irgendwie einen ordentlichen Einfluss gemacht. Grundsätzlich finde ich es total immens, dass man alles Mögliche zeigen kann. Zur Not nutzt man Synergien mit Inhalten, die man eh schon hat. Also ich spreche jetzt über alle Produktions- und TV-Firmen, die sowieso irgendwas im linearen Programm zeigen, die eigentlich mit jeder Aussendung auch einen TikTok-Livestream draufhalten könnten und da ihre Zahlen machen und das nichts kostet, also im Verhältnis.
06:00 Gavin Karlmeier
Ja, eben. Also zumal, wie gesagt, es muss auch nicht so geil aussehen. Es reicht, wenn du ein Handy dann eben stellst. Ja, ich finde das saugeil und möchte damit allen, die uns hier zuhören und selber Content erstellen, animieren, vielleicht das mal auszuprobieren. Einfach mal live. Ich möchte gerne das live, ich kämpfe da seit Jahren für, dass live Einfach wieder als Contentform verstanden wird im Internet. Dann kommt auch mein Anrufpodcast wieder zurück, wenn wir soweit sind. Kommen wir von TikTok und Livestreamings, die wahnsinnig authentisch sind, zum genauen Gegenteil zu KI-generierten Videos. Und wir müssen leider auch direkt über Elon Musk sprechen. Ich habe da ein kleines Housekeeping an der Stelle. Wir haben jetzt zum Podcast einen begleitenden Discord. Da habe ich hier schon sehr, sehr, sehr häufig beworben und erwähnt, www. hakendran. org. Wir sind bald 2000 Leute da und die Leute tauschen sich sehr, sehr, sehr viel über Inhalt aus, über Themen, auch über Themen, die so ein bisschen peripher an unserem Podcast hier vorbeilaufen, aber sehr, sehr schlaue, clevere Leute. Und da ist aber eine Diskussion entstanden, weil wir in der letzten Episode viel über Tesla gesprochen haben. Und die Frage war, wie nah wollen wir Elon Musk eigentlich noch an uns ranlassen? Wie viel Social Media ist es eigentlich, wenn Elon Musk Tesla verlässt? Wie groß sind eigentlich die Auswirkungen von Elon Musk auf Social Media noch. Und ich glaube, grundsätzlich muss man sagen, wir sind einfach in einer Welt, in der Social Media und Politik nicht mehr voneinander zu trennen sind, in der aber auch Elon Musk und Politik nicht voneinander zu trennen sind. Es ist alles ein großer Klumpatsch, ein großer Brei. Trotzdem werden wir zukünftig versuchen, so ein bisschen so Tesla und Neuralink eher ans Ende der Episoden zu stellen, damit all die Leute, die sagen, ich habe jetzt genug Social Media Content gehört, ich werde das dann auch irgendwie für überlegen, uns hier noch ein Audiosignal oder so. Um das so ein bisschen voneinander abzugrenzen. Ich bin da, verstehe mich da ja als Dienstleister. Ja, das ist sehr zuvorkommend.
07:46 Simon Pycha
Ich muss auch sagen Ein Tag, an dem ich nichts von Elon Musk höre, ist ein guter Tag generell.
07:51 Gavin Karlmeier
Das sagen interessanterweise, wenn also fast alle, die hier mein Gast sind oder so hier vorbeikommen, sagen, immer, wenn ich den Namen Elon Musk in den Mund nehme, sagen die, ah Und sie haben natürlich recht. Das Problem ist nur, dass genau dieser Effekt ja Absicht ist. Weil wenn wir so lange genervt werden, bis wir nichts mehr davon hören können, dann kann er machen, was er will. Und das geben wir ihm nicht.
08:12 Simon Pycha
Nee, da braucht man einen Gegentrend.
08:14 Gavin Karlmeier
Genau.
08:15 Simon Pycha
Selbst du.
08:15 Gavin Karlmeier
Haken dran, der Gegentrend-Podcast. Und zwar hat Elon Musk ja angekündigt mit seinem KI-Unternehmen XAI Das inzwischen auch das Besitzerunternehmen von X ist, dass die eine Video- und Bildgenerative KI mit dem Namen Imagine an den Start bringen. Und wir haben alle schon mit den Augen gerollt und befürchtet, dass die Grenzen, die diese KI den erstellten Inhalten setzen, Nicht so sein werden, wie man es sich wünschen würde. Tatsächlich wissen wir jetzt schon, berichten mehrere Medien, wir gehen das gleich mal durch, dass diese generierten Inhalte offenbar überhaupt keine Grenzen kennen. Also The Verge ist es zum Beispiel gelungen. ein Fake-Nackt-Video, also ein Soft Porn, wie der Spiegel hier schreibt, ähm, von Taylor Swift zu erstellen. Obwohl eigentlich in den Regeln von XAI selber gesagt ist, dass das Generieren von solchen Deepfakes, Deepfake-Porno vor allem oder Deepfake-Erwachseneninhalten, definitiv ausgeschlossen ist und auch gegen Die eigenen Richtlinien verstößt. TechCrunch hat es versucht zu reproduzieren, bei denen kamen aber nur so geblörte und unscharfe Bilder zurück. Trotzdem haben sie es geschafft, halbnackte Bilder zu generieren und auch zu animieren, wenn sie die selber runtergeladen und wieder hochz hochgeladen haben, wenn sie nicht gesagt haben, mach das halb nackt, sondern mach es spicy. Es gibt nämlich bei Grog jetzt verschiedene Modi, custom, spicy, fun und normal. Und wenn du spicy auswählst, entsteht eben sowas. Ähm, ich finde, das ist, also es überrascht mich, aber es ist natürlich tragisch.
09:49 Simon Pycha
Also, ich glaube, jeder, der länger als drei Minuten im Internet ist, ist jetzt nicht wahnsinnig surprised. die Nachricht oder die Modi an sich zu hören. Ich muss auch dazu sagen, den Podcast wird bestimmt meine Mama hören. Also falls sie das hört, ich bin nur auf Twitter wegen der guten Nachrichten. Nichts anderes. um das einmal gesagt haben, aber auch ich bin nicht überrascht. Also ich kam tatsächlich wenig mit Grog in Berührung Hat aber auch damit zu tun, dass ich so dieser Trendwende gefolgt bin, Twitter bzw. Ex nicht mehr so stark zu nutzen seit der Übernahme. Und das war auch vorher nicht so mein Medium. Deswegen hatte ich immer nur so, also man sieht dann schon irgendwie die Screenshots auf anderen Plattformen, aber selber, ich glaube, ich habe noch nie was eingegeben oder was von Grog-Suchen erklären lassen.
10:36 Gavin Karlmeier
Ja, brauchst du jetzt auch nicht mehr zu tun, nachdem da die sogenannte Wokeness, also die Faktenbasiertheit, rausgerechnet wurde. Interessant ist halt trotzdem, dass eigentlich alle anderen Plattformen, die generative KI anbieten, zumindest im Rahmen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und solche Dinge sehr stark verhindern. XAI in Grog aber explizit diesen Spicy-Mode einprogrammiert. Und sogar Elon Musk Bilder postet, die, wie der Spiegel schreibt, hypersexualisiert sind, um damit zu zeigen, wie geil Grog ist. ist natürlich diese, man nimmt hier diese Verantwortung überhaupt nicht ernst. Und allein, dass du ein Bild von einer prominenten Person hochladen kannst. dieses Bild nicht nochmal gegengecheckt wird, du das animieren lassen kannst und auch nicht sagen musst, mach es mal halb nackt, sondern sag es nur ma mach es spicy Ausreicht, um solche Bilder zu generieren, wird natürlich massenhaft Klagen hervorrufen, denn in den USA gibt es seit einigen Monaten den sogenannten Take-It-Down-Act, der die explizite Verbreitung von Deepfake unter Strafe stellt. Also da, selbst da legt sich Elon Musk jetzt nochmal mit US-Recht an, wahrscheinlich, weil es auch seiner Auffassung von Redefreiheit nicht entspricht.
11:47 Simon Pycha
Er würde ihn ma würde man ihn wahrscheinlich fragen, würde er witzigerweise sagen, dass. Das ist ein geiler USP-Wäre, den halt keine andere Plattform liefert. Also ich glaube, er hat da einen ganz anderen Blickwinkel drauf und würde sich dafür feiern, dass X das jetzt hat. Und andere machen das nicht und sind wahnsinnig doof natürlich.
12:02 Gavin Karlmeier
Genau, und schränken die Redefreiheit ein.
12:04 Simon Pycha
Auf jeden Fall.
12:05 Gavin Karlmeier
Was übrigens nicht geklappt hat, das ist interessant. TechCrunch hat versucht, ein Video von einem schwangeren Donald Trump zu erzeugen. Das ging nicht. Da hat Xay Grog abgelehnt. Also offenbar bewegt man sich da nach wie vor in diesem Meinungskorridor der politischen Rechten. Auch nicht überraschend, aber der Vollständigkeit halber. Mitgenommen. Übrigens, ein XAI-Mitarbeiter hat einen Post vor einigen Wochen gemacht, in dem er geschrieben hat, Grog kann jetzt sogar Nacktbilder erstellen und den musste er, hat er offenbar selber gelöscht, wahrscheinlich, weil das Unternehmen gesagt hat, mh. Mach mal da jetzt nicht so viel, wie willst du.
12:38 Simon Pycha
Das war dann doch zu direkt. So darf man es dann auch nicht sagen.
12:42 Gavin Karlmeier
Du musst dich aber als volljährig ausweisen, um diese nackt den Spicy Mode zu nutzen. Und zwar. Auch das ist auch geil. Wir reden die ganze Zeit über Altersverifikation, über Personalausweis hochladen, selbst über Selfies, die mithilfe von KI gecheckt checken, ob du erwachsen bist oder nicht. Nee, bei Grog, um den Spicy-Mod zu aktivieren, musst du ein Geburtsjahr auswählen.
13:00 Simon Pycha
That's it.
13:01 Gavin Karlmeier
Ja, also das schafft wirklich jeder und alle. Ja genau. Es ist wirklich so ein bisschen dieser Enter-Button auf Porno-Seiten.
13:11 Simon Pycha
Den kann ich natürlich auch noch von Hörensagen, aber ich habe den auch noch schon mit 15 gefunden.
13:16 Gavin Karlmeier
Und dann aber auf Exit geklickt. Was passiert eigentlich, wenn man dann auf Exit klickt? Ich glaube, das ist eine gute Frage, das ist mir nie passiert. Also vielleicht könnt ihr das ja mal hausgeben. Ich würde mich freuen, wenn wir das mal klären können, dieses ewige. . . Ich habe noch zwei andere Punkte zu X, die beide so ein bisschen kopfschütteln machen. Das eine ist, wir haben hier über eine Recherche gesprochen, die Leute auch im Discord übrigens mit gebracht haben, nämlich dass Ex angekündigt hatte, die E-Mail-Adresse aus dem Impressum mit Beginn des 15. August zu entfernen, wo wir gesagt haben, okay, das ist ein Verstoß gegen die Impressumspflicht, das wird nicht lange gut gehen. Interessanterweise hat Ex wenige Tage danach, also zwischen dieser Episode, in der wir darüber gesprochen haben und heute, die E-Mail-Adresse schon entfernt, aber nicht einfach ersatzlos, sondern das steht jetzt. Ecke geklammer auf, E-Mail-Protected Ecke geklammert zu. Und wenn du draufklickst, landest du in so einem Cloudflare, in so einem Cloudflare-Loop, der am Ende sagt, hier gibt es nichts zu sehen. Also sie haben offenbar jetzt schon dafür gesagt, dass diese E-Mail-Adresse nicht mehr funktioniert. natürlich jetzt schon ein Verstoß gegen die Impressumspflicht ist. Und unser Hörer und Discord-Nutzer Bastelbro 1 hat da schon die Medienanstalt Niedersachsen drüber informiert, die dazu jetzt ein Verfahren aufgenommen haben. Alles gut.
14:32 Simon Pycha
Hagen dran wirkt. Grüßigen raus an Bastel Pro 1.
14:36 Gavin Karlmeier
Immer.
14:36 Simon Pycha
Immer. Finde ich gut.
14:38 Gavin Karlmeier
Ja, dass Ex aber auch mit Verfahren in Deutschland gut unterwegs ist, hat Christoph Schattleitner, Journalist unter anderem vom ZDF-Magazin Royal. offenbar herausrecherchiert. Er hat nämlich herausgefunden, dass im Februar 2024 X schon eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht hat. Weil X vorhat, die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden einzuschränken oder zu erschweren. Und zwar auf Grundlage des Telekommunikations-Digitale Datenschutzgesetzes, TDDF. glaube ich, hier noch nie gefallen ist als Gesetz, aber wahnsinnig interessant. Man kann nur hoffen, dass das Verwaltungsgericht Wiesbaden relativ früh irgendwo da den Vogel zeigt. Aber ja, wahnsinnig spannend, wir bleiben da dran, wir hoffen, wir erfahren darüber mehr.
15:25 Simon Pycha
Auf jeden Fall. Ich würde immer wieder einschalten, wenn ich jemand bin, der das gerade hört.
15:29 Gavin Karlmeier
Das sind die Sätze. Muss ja jetzt eh, du bekommst ja eh ständig wieder, Simon.
15:33 Simon Pycha
Das stimmt.
15:35 Gavin Karlmeier
Blue Sky, kleine Meldung, nur hat 38 Millionen NutzerInnen geknackt. Auch das bemerkenswert. So viele Leute schalten im Schnitt bei einem Tomorrowland Livestream übrigens ein, um eine Relation herzustellen. Also ich liebe Blue Sky, aber. Es ist schon eine Nische.
15:49 Simon Pycha
Ja, da kann ich was zu sagen, weil da habe ich einen Artikel drüber geschrieben. So, jetzt kommt mal was. Ich habe mir natürlich, wie jeder gute Journalist, wie jede gute Journalistin habe ich mir den Reuters News Report angeguckt und da wurde natürlich geguckt, wie stark ist die Nutzung, unter anderem bei Nischen-Apps und Blut Sky war, wenn ich mich richtig erinnere, auch schon vertreten mit ein paar wenigen Prozentpunkten. Und da stellte sich die Frage, wo ist die Grenze, um in die breite Masse einzutauchen? Also wo fängt der Mainstream an? Sind das 5% sind das 10%. Und da stellt sich die berechtigte Frage, welcher der kleinen Player wird es irgendwann?
16:28 Gavin Karlmeier
Ja, das ist genau das Thema, was wir hier seit Beginn des Podcasts vor bald drei Jahren eigentlich die ganze Zeit uns stellen. Also braucht es ein neues Twitter und wenn ja, wer wird es? Und Threads ist da auf einem sehr guten Weg. Blue Sky ist da in dem, in der in der Pflege der Twitter-Kultur, zumindest im deutschen und englischsprachigen Raum, finde ich, auf einem sehr guten Weg. Aber was sie dabei ja immer übersehen, ist, dass auch Twitter nie Mainstream war. Auch Twitter war immer schon absolute Nische. Mein Lieblingsbeispiel sind diese Zahlen aus 2018, wo Facebook in Deutschland 23 Millionen Aktien aktive wöchentliche NutzerInnen hatte und Twitter 600. 000. Also du Nordrhein-Westfalen gegen Stuttgart eigentlich aufwegst. Das war schon Nische. Aber das waren halt Leute, die halt am Ende darüber Artikel geschrieben haben und deswegen dachten alle, Twitter ist es. Und die haben sich jetzt verstreut im Internet und deswegen ist halt Blue Sky. so klein und deswegen ist das Feniverse in Deutschland sicherlich auch noch nicht so durch die Decke gegangen, weil das eben Microblogging textbasiert sich austauschen im Internet doch ein bisschen auch Liebhabertum ist, fürchte ich.
17:30 Simon Pycha
Aber gut, dass du es sagst, jetzt muss ich mir nicht die Aufnahmen der letzten drei Jahre anhören, sondern hab das in dir in einem Recap bekommen.
17:36 Gavin Karlmeier
Exakt, das war eigentlich alles, worüber so eben. Das gibt übrigens auch richtig geil, um da nochmal kurz reinzuschieben. Das habe ich irgendwo auch rauszuweitet. Ich habe die Zahlen nicht hier. Und zwar. haben wir einen Hörer, der so sehr, sehr, sehr fleißig unsere Gäste in Relation setzt zu der Zeit, die sie in diesem Podcast waren, wann, wie viel haben die Leute hier eigentlich verbracht und so weiter und so weiter. Und er hat herausgefunden, dass wir waren früher fünf Tage die Woche und sind dann irgendwann auf drei Tage die Woche gegangen. Und interessant ist, dass die Verkürzung von fünf auf drei Tagen die Woche Nicht dazu geführt hat, dass die Folgen oder dass wir weniger Zeit mit diesem Podcast verbringen, sondern sie sind ungefähr gleich lang, ehrlicherweise. Das bedeutet, also dieses Versprechen, dann habe ich ein bisschen mehr Zeit mal im Leben, das hat sich überhaupt nicht erfüllt. Das ist alles eine Illusion. Alles ist immer eine Illusion. Genau, Nick hat das nämlich geschrieben. Fünfmal die Woche war wöchentliche Sendezeit zwei Stunden 28. Dreimal die Woche wöchentliche Sendezeit zwei Stunden 34. Das ist crazy. Ja. Apropos crazy, kommen wir zu Meta. Es gibt eine Klage in Meta, also beziehungsweise eigentlich sogar schon einen Beschluss eines Bundesgerichtes in Kalifornien, die gegen Meta geurteilt haben. Und zwar geht es um eine Menstruations-App mit dem Namen Flo, FLO. Das ist eine App, bei der NutzerInnen, also meistens Nutzerinnen, ihre Lebenssituation, aber auch ihre Zyklus eben tracken können und dann eben auch weiter Informationen darüber kriegen, wie ihr Körper sich verhält, wann mit weiteren Veränderungen zu rechnen ist und so weiter und so weiter. So, für Darmengesundheit eben eine App. Und diese App hat aber Werbung geschaltet. Also du hattest in dieser App kleine oder hast kleine Werbebanner. Und die wurden zum Beispiel vermarktet über Meta, über Google und so weiter. Und die Information, die aber eben über diese Werbebanner erzielt wurden und umgekehrt, die Information, die diese App über die Nutzerinnen gesammelt hat, mit der sie dann beim Meta ähnliches Publikum generiert hat, hat eben nicht nur dazu geführt, dass. sie anderes Publikum erreicht haben im Sinne von Micro-Targeting, sondern es hat auch dazu geführt, dass Meta diese Daten der Nutzerinnen genutzt hat, um den MetanutzerInnen. entsprechende Werbung anzuzeigen. Also konkret wird darüber gesprochen, dass Frauen, die darin zum Beispiel als Ziel getrackt haben, dass sie schwanger werden wollen, zukünftig Werbung auf Meta gesehen haben für Produkte, die eben Schwangerschaften fördern sollen. Meta hat gegen dieses Urteil jetzt natürlich schon angekündigt, Berufung einzulegen. Und sie werden jetzt dort dagegen vorgehen wollen, aber allein, dass es dafür Beweise gibt, dass Meta und Google sich so verhalten haben. Und zwar so viele Beweise, dass das Gericht auch schon hier überzeugt wird. Wurde davon, ist natürlich ein absolutes No-Go und zeigt auch, ey Leute, wenn ihr Apps benutzt, in die ihr solche Gesundheitsdaten eintragt, dann überlegt sehr genau, ob ihr dieser App vertrauen könnt und welche Cookies ihr da so akzeptiert.
20:38 Simon Pycha
Ich finde, das macht immer irgendwie den Eindruck, dass man sich als großes Internetunternehmen irgendwie alles erlauben darf. Aber vielleicht nicht dazu negativ eingestellt.
20:46 Gavin Karlmeier
Nö, also hier in diesem Podcast kannst du nicht zu negativ sein.
20:49 Simon Pycha
Ja, das ist echt, also ich finde, wenn man sowas hört, dann das ist irgendwie immer alles, boah, das ist alles Meta, aber ich kann das gar nicht greifen.
20:58 Gavin Karlmeier
Ja, das also also ich find's ich finde diesen diese diese dieses Vorgehen einfach so heftig, dass du sozusagen diese Informationen, die so wahnsinnig sensibel sind, nutzt, um die sozusagen mit den NutzerInnen-Profilen in deiner App zu verknüpfen. um darauf dezidierte Werbung anzuzeigen. Wir reden hier nicht von, du warst auf einer Website für irgendwelche bestimmten Sneaker oder für einen Sportwagen und bekommst die Werbung für dieses Sneaker oder diesen Sportwagen angezeigt, sondern Da steckt ja auch schon wahnsinnig viel kriminelle Energie in diesem Vorgehen.
21:30 Simon Pycha
Voll. Aber ich merke auch, wie ich immer abstumpfe, wenn ich solche Apps nutze. Bei mir ist das, keine Ahnung, Kalorienzellen. Und dann am Anfang habe ich noch drüber nachgedacht, okay, was tippe ich da jetzt überhaupt ein und was passiert mit meinen Daten? Ich glaub so, da denkt man irgendwie nach 1, 2, 3, 4 Wochen, fünf Jahren nochmal dran. Also
21:47 Gavin Karlmeier
Ich könnte dir sagen, wenn man zwei Stunden 34 im Schnitt einen Podcast darüber aufnimmt, dann wird man sensibel. Weil als wir angefangen haben mit diesem Podcast, habe ich hier schon mal gesagt. war ich deutlich nachlässiger mit meinen Daten, mit meinem Umgang, mit dem Internet und so, als jetzt, wo ich dreimal die Woche über diese Themen spreche und jedes Mal denke, Ah, das mit den WLAN-Passwörtern ist ganz schön problematisch. Oh, dass ich da Dinge in die Cloud geladen habe, ist gar nicht mal so gut, weil die KI scannt jetzt auch die Gesichter von Leuten, die vielleicht gar nicht wollten, dass sie auf diesem Fotos sind und so weiter und so weiter. Also das, ähm, man, man, man. Dieser Abstumpfung wird irgendwann rückläufig.
22:23 Simon Pycha
Also, ich glaube, ich bin so pointiert informiert. Ich glaube, bei allen Sachen, die so medial sehr stark getrieben werden, da achte ich schon sehr stark drauf. Also, wenn das mir persönlich bewusst ist Auf der anderen Seite, wenn bei Teams irgendwo ein Feld aufploppt, ob ich das jetzt freigebe oder nicht, weil es irgendwie doch noch eine Berechtigung will, ja mach. Also ich muss jetzt in den nächsten Call und ich habe jetzt auch keine Zeit mehr, das durchzulesen und dann drücke ich da drauf. Und bei anderen Sachen bin ich wirklich total picky und ich kann es total verstehen.
22:50 Gavin Karlmeier
Das Problem ist nur, dass wir von Apps wie BeReal zum Beispiel wissen. Dass Be Real dieses Ja-Mach ausgenutzt haben, indem sie dir zum Beispiel so lange dieselbe Nachricht angezeigt haben, bis du gesagt hast, okay, ich bin einverstanden. Weil wenn du gesagt hast, ich bin nicht einverstanden, wurdest du beim nächsten Mal neu gefragt.
23:10 Simon Pycha
Also ich bin auch schon über Zeitungsseiten online gestolpert, die abwechselnd die Buttons gewechselt haben zur Einwilligung und zum Abo. So wo klar war, wenn du dreimal dann auf Nee, ich möchte die Paywall lesen und ich möchte das Abo nicht abschießen, dann haben die das geswitcht und durch Muscle Memory klickst du dann irgendwann mal aufs Abo. Die Frage ist, was so ein bisschen der Hintergrund davon ist, weil ich lese mir das ja trotzdem nicht durch, aber ich bin halt. . Halt schon mal auf der Seite gelandet.
23:35 Gavin Karlmeier
Ja, das ist die Ausnutzung von Dark Patterns. Also du wirst sozusagen genutscht, dass du dich so verhältst. Interessanterweise ist das gar nicht zulässig nach europäischem Recht, aber.
23:46 Simon Pycha
So habe ich mich auch gefühlt, genau.
23:48 Gavin Karlmeier
Lang wird nicht geklagt, ja genau.
23:49 Simon Pycha
Genauso.
23:52 Gavin Karlmeier
Ich habe noch so eine Geschichte, bei der du dir an den Kopf fasst und sagst, das kann alles nicht wahr sein. Wir gehen kurz weg vom Meta, wir kommen gleich nochmal zurück zum Meta, aber es geht um. T. T ist eine App, über die wir hier schon mal gesprochen haben. Ist eine App, die Frauen nutzen, um sich gegenseitig von Männern zu warnen. Also du konntest in dieser App sozusagen dich mit anderen Frauen vernetzen, die. ähnlich schlechte Erfahrungen, Red Flags mit anderen Männern erlebt haben, um darüber dich auszutauschen. Und wir haben darüber gesprochen, dass es dort ein Datenleck gab, bei der die hochgeladenen Personalausweise der Nutzerinnen zum Beispiel geleakt wurden, sodass andere Nutzer, meistens Männer, daraus dann eine Map erstellt haben mit den Meldeadressen der Nutzerin von T. Jetzt gibt es ein zweites Datenleck bei T Was darauf schließen lässt, dass man offenbar nicht heftig nachgelegt hat, was die Sicherheitsstandards bei den Servern angeht. And this Datenlack ist noch deutlich pikanter als das erste, denn es beinhaltet sämtliche versendete Privatnachrichten. For Media liegt dieses um Leak. vor und sie haben im Test, um zu prüfen, ob dieses Leak stimmt, versucht, mit den Nutzernamen, die in diesem Leak auftauchen, neue Accounts bei T zu erstellen und haben jedes Mal die Meldung bekommen, dass dieser Account bereits existiert, was sie zum Anlass nehmen zu glauben. valides, authentisches Leck ist von Daten und eben von Privatnachrichten von Frauen, die sich eben mit anderen Frauen ausgetauscht haben, über dass sie sich mit denselben Männern treffen. Oder zwei Frauen werden hier zitiert, die sich darüber ausgetauscht haben, dass die eine mit einem Mann verheiratet war und die andere ihn gedatet hat gleichzeitig. Oder aber auch Frauen, die gemeinsam sich verabredet haben, dort um über Abtreibungen zu sprechen. Also durchaus pikante, sensible Informationen, die eben in dieser App überhaupt nicht geschützt waren.
25:33 Simon Pycha
Krass. Ich dachte immer, das wäre fake. Also vorher schon die App-Idee per se, weil ich habe immer TikTok-Videos gesehen mit Fake-Tinder-Schwindlern, die sozusagen auf der Plattform beworben wurden, wo irgendwie Obvious ist, dass es sich dabei nicht um eine reale App handelt, sondern irgend so Phishing-Videos, die dich auf irgendeine Seite locken sollen. Und ich gehe immer direkt davon aus, diese Geschäftsidee gibt es nicht. Weil wenn es gefakt im Internet stattfindet, kann man es nicht wirklich realisieren und deswegen kann das kein seriöses Angebot sein. Also das war schon das war mein erster Gedanke, als ich die Headline gelesen habe.
26:08 Gavin Karlmeier
Ja, und es gibt Hinweise darauf, dass T vor allem, wie sagt man, vibe-coded ist. Also eigentlich mit so viel einfach nur. Irgendjemand hat denn so viele KI-Bots Dinge eingegeben, bis genug Code rauskam, um diese App zu nutzen. Und in diesem Zusammenhang hat man offenbar sehr stark Die Sicherheitsanforderungen an solche sensiblen Daten halt krass vernachlässigt. Also dieses Leak jetzt hier gerade, dieses zweite Leak, wir warten aber, ob es das letzte ist, aber beinhaltet 1,1 Millionen Nachrichten, was extrem viel ist. Und VR von Media hat gesagt, dass sie mit diesem Leak und dem ersten Leak durchaus in der Lage gewesen sind, über die Handles, die die angemeldeten Nutzerinnen dort verwendet haben und. . gleichnamige Social Media Handles oder Telefonnummern oder echte Namen, die in den Chat zu finden waren, eigentlich problemlos in der Lage waren, über jede Person, die dort Nachrichten verschickt hat, Dinge zu rekonstruieren. Und das ist Also, ja.
26:58 Simon Pycha
Also, vor allem, wenn dir das einmal passiert, ne, also in dem Kontext vielleicht nicht, aber einmal ist kein Mal. Beim zweiten Mal ist schon
27:07 Gavin Karlmeier
Ich hatte meinen Sportlehrer, der hat über das Vergessen von Sportsachen immer gesagt, einmal ist keinmal, zweimal ist zweimal zu viel.
27:13 Simon Pycha
Ja, also das ist auch meine Philosophie, wie ich da.
27:17 Gavin Karlmeier
Ist natürlich schwierig, wenn einmal dein Personalausweis im Internet ist, ist er halt da. Aber das ist nämlich genau der Punkt. Also ich glaube, dass das halt bei man muss auch sagen, also wir haben auch darüber gesprochen, dass diese App natürlich. in ihrer Kernidee schon problematisch ist, weil dort Menschen gedoxt werden und trotzdem nachvollziehbar ist, warum so eine App notwendig ist, weil eben viele Frauen einfach . häufig in der Situation sind, dass sie am kürzeren Hebel sind, weil Männer häufig Machtsituationen ausnutzen. Also Ich glaube, letztes Mal hat jemand gesagt, in diesem Spiel kann sich hier niemand auf uns verlassen oder es gibt nur Verlierer. Aber beim zweiten Mal muss man jetzt schon dazu sagen, man muss weg von dieser App. Die schützt euch nicht und geht sehr schlecht mit den Sachen um, die ihr da austauscht. Und die Dinge, die ihr da austauscht, sind halt extrem pikant. Aber nicht nur T ähm ist offenbar sehr vorsichtig formuliert, sehr flexibel im Umgang mit Rechten und dem, was sie dürfen und dem, was sie sollten und wie wir mit ihnen umgehen, sondern auch Perplexity AI. Wir bleiben kurz in der Oder wir gehen in die KI-Welt. Denn es gibt jetzt eine Untersuchung von Cloudflare. Das ist der Service, über den wir hier schon häufiger gesprochen haben, der sozusagen so eine Art Türsteher des Internets ist, wenn man so will. Also wenn du jetzt Gefahr läufst, dass dein Service irgendwie, deine Website irgendwie so überrannt wird mit einer DOS-Attacke, dann kannst du Cloudflare dazwischen schalten und die verhindern das. Oder Cloudflare schafft es zum Beispiel KI-Bots. Fernsehalten von deinen Seiten, wenn du nicht möchtest, dass deine Seite gecrawlt wird. Außer von Perplexity. Denn die Regel im Internet ist ja, dass du eine Robots-Txt auf den Server lädst. Das ist eine leere Textdatei, in der du, also nicht leer, sondern es ist eine reine Textdatei. Indie du reinschreibst, willst du von Suchmaschinen gefunden werden, was dürfen die damit machen, willst du auch, dass KI-Bots deine Seite durchsuchen dürfen? So, im Moment ist das Prinzip, wenn es keine Robots-TXT gibt, krallen sich die Bots erstmal alles. Jetzt ist aber in der Untersuchung von Cloudflare aufgekommen. kommt, dass sich Perplexity nicht an diese Robots. txt hält, sondern auch eben Seiten crawled, die explizit ausgeschlossen haben, dass sie von KI gecrawlt werden. Und das tatsächlich auf eine relativ perfide Art. Also die Leute von Cloudflare haben dafür Webseiten erstellt, die auf einem Server liegen, die aber von Suchmaschinen nicht auffindbar waren. Und haben dort eine strikte Robots. txt vorgelegt und eine Firewall vorgesetzt, die ausgeschlossen hat, wer von außen zugreifen kann. Und man hat fast immer festgestellt, relativ schnell. . kommt irgendwann der Perplexity-Crawler, der diese Seite crawlen will und der ist nicht durchgekommen wegen der Firewall. Kurz danach wurde diese Seite aufgerufen von einem Chrome auf einem Mac. der eben mit einer Verschleitenherkunft und eben einem anderen Nutzeragenten dann diese Seite aufgesucht hat. Und es wird offenbar, oder wir können davon ausgehen, dass das ein Schattencrawler ist, der sich als Chrome auf einem Mac ausgibt, damit er die Seiten aufrufen darf. und scannt die dann, um diese Inhalte zu nutzen und Perplexity zu füttern. Tatsächlich war es sogar so, dass die Informationen, die auf diesen Geheimseiten verborgen wurden, dass die später von Perplexity sogar auslesbar waren, womit diese These sogar bestätigt ist.
30:31 Simon Pycha
Also du stellst nur verrückte Sachen heute vor. Aber ich finde es gut, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem man Fallen stellen kann und sowas dann irgendwie doch nicht machtlos hinnehmen muss, sondern. . Also gewitzt und gewieft kommt man dem Ganzen auf der Spur.
30:47 Gavin Karlmeier
Ja, klar, aber das ist so, es ist auch so frustrierend, dass man das muss. Weißt du, wir haben alle uns schon so ein bisschen damit abgefunden, dass KI nahezu jeden Lebensbereich verändert, in welcher Form auch immer. Wir haben uns auch damit abgefunden, dass wir inzwischen eine andere Beweislast haben. Also dass wenn du Inhalte im Internet siehst, du eigentlich in ein Zeitalter gerade kommst, Wo erstmal nachgewiesen werden muss, dass es echt ist und nicht, dass es KI-generiert ist. Das sind aber alles Dinge, die haben wir, zumindest hier in unserem kleinen Mikrokosmos, alle schon als Realität akzeptiert. Das funktioniert aber ja größtenteils trotzdem auf dem Deal, dass wir, naja, nicht die ganze Zeit nur verarscht werden, was schwierig ist, weil wir bei Social Media Plattformen sehr häufig das Gefühl haben, sehr oft verarscht zu werden. Dass aber jetzt sowas wie die Robots TXT einfach auch noch geschickt umgangen wird, ist in dem Zusammenhang nicht überraschend, aber dann leider doch nochmal eine Frustrationsebene mehr.
31:38 Simon Pycha
Ja, ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, dieser kleine Common Ground, der noch besteht, nämlich die bestehenden Regeln des Spiels, dass man die ja wenigstens noch einhalten könnte. Aber nicht mal das, also nicht mal das lassen sie uns.
31:50 Gavin Karlmeier
Nee, null. Ja, es ist düster, aber wir werden jetzt ein bisschen fröhlich, weil wir haben eine Rubrik und die ist heute ein bisschen XXL. Die Rubrik heißt Funktion und Emotionen und du hast die Aufgabe, ich werde dir eine Funktion vorstellen. Und dann erst du mir deine Emotionen geben und dann tauschen wir jetzt ein bisschen darüber aus. Ganz simpel, lass dich nicht von diesem Jingle irritieren, er ist stark verstörend. Funktionen und Emotionen. Wir fangen an Instagram hat angekündigt, dass Reels fortan repostet werden können. Also dass du ein Reel auf Instagram teilen kannst, dass dann deine FollowerInnen dieses Reel auch sehen und auf deinem Profil erscheint ein neuer Reiter mit dem Namen Reposts, in dem du deine Repost. posteten Reels sehen kannst. Woher kennen wir das?
32:37 Simon Pycha
Jede andere App, die jemals Kurzvideos gemacht hat.
32:41 Gavin Karlmeier
Es ist exaktes TikTok-Vorgehen, ne? Es ist genau die gleiche Dynamik, genau die gleiche Idee. Es ist nur insofern stark bemerkenswert, als dass Instagram jahrelang dagegen gekämpft hat, dass es Repostings gibt. Also dass du Du kannst Storys nicht reposten, es sei denn, du bist in ihnen markiert, was die Anzahl der möglichen Leute, die es reposten können, auf ein Minimum reduziert. Du konntest auch nie echte Postings im Feed reposten, weil Instagram das nicht wollte. Dass sie da jetzt hier eine Kehrtwende machen, finde ich doch schon erstaunlich auf eine Art.
33:10 Simon Pycha
Definitiv. Also dass irgendwie nochmal Features geklaut werden, ist, glaube ich, überrascht niemanden so wirklich.
33:16 Gavin Karlmeier
Das ist auch bei Meta gehört es zum Handwerk.
33:19 Simon Pycha
Also, ne, deswegen da glaube ich, das ist ein No-Brainer. Aber die haben sich ja wirklich ewig lange gewehrt. Und ich meine, also es ist vielleicht auch ein Hot Take. Aber ich glaube, es war ja nie was, was technisch nicht umsetzbar war, sondern es waren entweder interne politische Entscheidungen oder, und das ist so ein bisschen aus meiner Analysesicht. Ich glaube, man wusste ganz lange nicht, wie man damit umgehen soll. Wirtschaftlich gesehen. Also Storyviews, generell Anzahl an Aufrufen, wie machst du das? Das ist natürlich auch nochmal irgendwie ein Hindernis, dass. einzubauen, ohne irgendwie alles umzuwerfen.
33:52 Gavin Karlmeier
Ja, das ist voll der gute Punkt, weil wir letzte Woche oder ne, am Montag darüber gesprochen haben, dass YouTube jetzt anfängt, Collaboration. Videos zu erlauben, also dass mehrere Absender ein Video hochladen können. Auch super spät eigentlich. Aber da war der Punkt tatsächlich wirtschaftlich, wie verrechnest du das? Du hast Werbeeinnahmen, an wen geht das? Auch das Backend muss umgehen. Bei Instagram spielt aber, glaube ich, noch ein anderer Faktor mit rein und das finde ich auch ein Hot Take. Bei Instagram ging es immer darum, dass Leute selber posten sollen, selber Inhalte erstellen wollen. Und die Sorge bei Instagram war ganz offensichtlich. Wenn du das Reposten aktivierst, nimmst du den Leuten den Grund, selber einen Inhalt zu erstellen. Jetzt sind wir aber in einem Zeitalter, wo die Leute sowieso keine Inhalte mehr selber erstellen. Why not?
34:34 Simon Pycha
Ich finde, das geht so ein bisschen Hand in Hand damit, dass der Instagram-CEO ja auch gesagt hat, dass sie weniger Storys wollen. Was für mich eigentlich bedeutet, es gibt genug Content. Und sie wollen sozusagen die Maximalanzahl beschränken aus diversen Gründen, also sowohl aus Kapazitären als auch wahrscheinlich aus einfach nur Usability-Gründen. Und das für mich wirklich so der nächste Schritt ist zu sagen, okay, wir verstehen, wir haben genug Inhalte und wir müssen so ein bisschen gucken, wie wir damit haushalten. Und die Repost-Funktion ist ja auch irgendwie ein Auswachs davon, weil du damit ja wieder bestehendem Content, den du. . nicht nochmal hosten musst, irgendwie neu verzweigen kannst, neu mischen kannst. Und es erinnert mich irgendwie krass an Tumblr. Also ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die diese Repost-Funktion so krass geownt haben. Aber erster Instinkt war für mich auch, okay, es ist halt auch irgendwie ein verschollenes Tumblr-Feature, das jetzt wieder zurückkommt.
35:27 Gavin Karlmeier
Stimmt. Also bei Tumblr bestanden die Pages ja eigentlich nur aus Reposts.
35:31 Simon Pycha
Klar, also und die Musik haben sie ja auch genommen. Die Musik bei Poster haben sie sich ja auch ewig lange mit Zeit gelassen. Und das war ja auch so ein Tumblr-OG-Ding, dass du bei deiner Seite. . Musik einbetten konntest, ganz schrecklich mit HTML und Schieß mich tot. Und das haben sie ja auch ewig lang nicht gemacht und war ganz überraschend, dass das irgendwann kam.
35:52 Gavin Karlmeier
Best of all worlds. Ja. Insgesamt hat Instagram aber sogar drei Features angekündigt. Und das zweite Feature, bin ich mal gespannt, ob dir das auch bekannt vorkommt.
36:00 Simon Pycha
Okay.
36:01 Gavin Karlmeier
Ich lese mal aus dem Pressetext von Instagram vor. Bleibe mit der Instagram-Karte über deine Freunde auf dem Laufenden. Du kannst dich dafür entscheiden, deinen letzten aktiven Standort mit ausgewählten Freunden zu teilen und diese Funktion jederzeit deaktivieren. Du kannst aber auch deine Karte öffnen, um Inhalte zu sehen, die deine Freunde oder andere Creator von interessanten oder unterhaltsamen Orten ausprobieren
36:20 Simon Pycha
Ich bin mir unsicher, ob ich Apple oder Snapchat sagen soll.
36:25 Gavin Karlmeier
Es ist Snapchat.
36:25 Simon Pycha
Es ist Snapchat, ich weiß nicht, war mir nicht sicher, welches was zuerst kam, aber ja.
36:30 Gavin Karlmeier
Es ist hundertprozentig Snapchat. Diese Karte, bei der du deine FreundInnen siehst und aber auch erfolgreiche Postings von Crowded Places sozusagen, ist genau das Snapchat-Feature, das Instagram hier kopiert.
36:45 Simon Pycha
Ich muss tatsächlich sagen, also erstmal ist nicht schockiert eine Emotion, weil dann fühle ich sie. Ja, ein bisschen.
36:51 Gavin Karlmeier
Okay, da ist schon.
36:53 Simon Pycha
Dann das. Und bei dem Thema, ich weiß nicht, also das ist auch, glaube ich, sehr Nische hier. Aber ich bin ja ganz großer Fan von Swarm und Foursquare.
37:01 Gavin Karlmeier
Nein, ich war auch ein Riesenfan davon.
37:03 Simon Pycha
Ich liebe das und ich glaube, ich bin der einzige Nutzer Deutschlands, der das noch aktiv bedient.
37:08 Gavin Karlmeier
Bist du inzwischen auch der Mehr vom 1 Life House? Weil das war ganz lange ich.
37:12 Simon Pycha
Ähm, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich werde das parallel nachgucken und wenn ich das bin, dann schade ich es heute gut.
37:19 Gavin Karlmeier
Toll Aber das wird ja, wurde, also wir haben ja, glaube ich, mehrfach darüber schon berichtet, dass es eingestellt werden soll und dann wieder zurückgerudert wurde.
37:27 Simon Pycha
Ja, sie haben es jetzt gemerkt, ich weiß nicht, ob du das gesehen hast.
37:30 Gavin Karlmeier
Früher war es doch auch noch Foursquare. Sie haben es ja, das war ja eigentlich eins früher.
37:34 Simon Pycha
Ja, ja, aber jetzt gibt es in Swarm, also Swarm wurde mehr oder weniger gemerged und sie haben da jetzt die Karte mit den Orten integriert, was übrigens ein absolut grauenhaftes Usability-Update ist. Weil vorher konnte man so richtig schön Die Punkte sehen, wo man überall war. Und ich konnte mich daran ergötzen, dass ich das mit 18 gestartet habe. Das ist jetzt Jahre her. Und ich konnte sehen, wo ich schon überall war und was ich erreicht hatte. Und jetzt geht das nicht mehr.
37:59 Gavin Karlmeier
Wild.
38:00 Simon Pycha
Und jetzt checke ich nur noch mehr traurig überall ein.
38:03 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich.
38:04 Simon Pycha
Boah.
38:05 Gavin Karlmeier
So schnell geht's. Vielleicht muss ich da auch mal reingucken, weil ich habe das so mit ähnliches Alter, so 19 bis 25 würde ich sagen, extrem konsequent gemacht. Ich bin bestimmt auch immer noch Mehr an gewissen Orten, an gewissen Orten, die es auch nicht mehr ist. Ich würde mich auch nicht mehr ändern, glaube ich.
38:22 Simon Pycha
Also wirklich, ich glaube, keine App ist so tot wie diese.
38:27 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich ist das so. Wobei das Studie, mein VZ, Studie VZ ist auch immer noch online. Das ist krass. Auch krass, ja. Ich kriege einmal im Monat eine E-Mail, dass es dort neue Features gibt und denke mir, ja. Bin ich der Einzige, der diese E-Mail kriegt? Naja. Die dritte Funktion, die Instagram vorgestellt hat, ist ein eigener Reels-Reiter mit dem Namen Freunde, bei dem du in einem eigenen Feed nur die Inhalte siehst, die deine Freunde hochgeladen haben. Ja, gut. Also ich meine, ich weiß gar nicht, ob TikTok das auch geklaut hat, sind wir ehrlich. Also, es ist aber exakt die TikTok-Konfiguration.
38:57 Simon Pycha
Ja, also damit auf jeden Fall. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass das vorher irgendwelche Nischenplattformen auch hatten und dann.
39:03 Gavin Karlmeier
Ist das richtig an den? Ich finde halt schön, dass Instagram sicher so in so einem großen Lounge über Features spricht, die wir hier schon immer, also kleine, wir haben das immer wieder so als Tests hier beobachtet, weil wir sehr häufig über diese auch kleinen Meldungen von neuen Funktionen. sprechen und hatten immer so Emotionen dazu. Es ist eine Kopie, dass sie diese ganzen Kopien aber jetzt gebündelt, als das neue, die neuen Vernetzungsmöglichkeiten von Instagram vorstellen, ist halt klassisch Instagram Playbook. Aber es fehlt trotzdem so irgendwie, ich weiß gar nicht, was ich erwartet habe, aber so ein kleiner Schnuff, so eine kleine Idee mehr, dass man das Gefühl hat, sie haben es nicht einfach nur kopiert, sondern sie haben da irgendwas dazu gepackt, hätte ich irgendwie ganz nett gefunden.
39:45 Simon Pycha
Ich glaube, ich könnte das gar nicht mit so einer Ernsthaftigkeit aussenden oder vortragen. Also wenn ich diese Neuerungen ankündigen müsste, ich könnte da gar nicht ernst bleiben. Sondern wüsste ja, dass das alles irgendwie zusammengeklaut ist und man das jetzt irgendwie vielleicht geiler implementiert. Das möchte ich gar nicht in Frage stellen. Also die Qualität der. Der Umsetzungen ist ja an sich immer sehr hoch, deswegen sind die Plattformen ja aus dem Lied. Aber ich glaube, ich bin dafür zu ehrlich. um das vertreten zu können.
40:13 Gavin Karlmeier
Hast du mich hier gerade verlogen genannt, Simon?
40:16 Simon Pycha
Nein, aber du könntest das auch nicht.
40:18 Gavin Karlmeier
Also du meinst achso, du meinst, wo Instagram das tut? Nein, genau. Ich dachte, du meinst, wie ich das hier tut? Nein, nein, nein, nein, nein. Nein, nein. Könnte ich auch nicht. Ich würde mich wahnsinnig schäbig fühlen, aber auch weil, aber nicht nur, weil ich zu ehrlich bin, das vielleicht auch. Ich kann auch nicht Schwarzwannen mit der. . Ach nee, sagen wir nicht mehr, habe ich gelernt. Schwarzwand ist raus. Ich könnte nicht. Ohne Fahrscheinbahn fahren, würde ich mich schlecht fühlen. Aber ich hätte auch einen zu großen Anspruch an Originalität. Also ich würde so gerne Leute überraschen mit einer geilen Idee und nicht, dass Leute sich denken, ah, more of the same.
40:52 Simon Pycha
Also ich glaube, es muss sich manchmal auch einfach was tun. Das Gefühl habe ich ganz oft so, sie brauchen jetzt eine Neuerung und dann muss auch eine Neuerung kommen. Und ob es eine ist oder nicht, ist im Endeffekt eigentlich ganz egal.
41:02 Gavin Karlmeier
Ja, und wir wissen aber auch, dass seit Adam Ossari bei Instagram der Chef ist. dass eigentlich der Plan ist, alle Funktionen, die du im Internet findest, in Instagram reinzuprügeln, koste es, was es wolle.
41:11 Simon Pycha
Ja, aber das Gefühl hat man auch. Also ich glaube, ne, so das ist so, das zieht sich irgendwie durch und das hat schon was Na, gewöhnliches irgendwie. Also es, es, ja, ich weiß nicht.
41:25 Gavin Karlmeier
Die nächste Funktion ist vielleicht, vielleicht hast du da auch Emotionen, weil ich habe eine ganz Konkrete Emotion. Meta führt aktualisierte Warnmeldungen zu Betrugsaktivitäten in WhatsApp ein. Und zwar gibt es wohl neuerdings bei WhatsApp eine große Scam- und Spam-Welle, bei der Leute. in Gruppenachrichten hinzugefügt werden, so wie man das möglicherweise eher von Telegram oder von iMessage kennt. Das passiert wohl auch gerade im großen Stil bei WhatsApp und deswegen wirst du jetzt bei WhatsApp, wenn du eine Gruppe in eine Gruppe eingeladen wirst, von dessen Admin du nicht die Nummer gespeichert hast. Mit so einem großen Screen erstmal gewarnt und kannst die Gruppe direkt verlassen, ohne sie dir ansehen zu müssen. Also musst gar nicht da reingehen. Du kriegst aber auch keine Benachrichtigungen aus dieser Gruppe bis zu dem Moment, wo du aktiv dich entschieden hast, diese Gruppe zu betreten. Meta selber sagt, dass sie allein in diesem Jahr, also in den ersten sechs Monaten, schon 6,8 Millionen Konten bei WhatsApp entdeckt und gesperrt haben, die mit Betrügereien in Verbindung stehen und sagen, dass sie davon ausgehen, dass dass es hier große organisierte kriminelle Banden gibt, die sogar auf Zwangsarbeit setzen, um groß angelegte Betrugsaktivitäten auf WhatsApp durchzusetzen.
42:34 Simon Pycha
Ich habe tatsächlich gar nicht so viele Gefühle dazu, was aber auch daran liegt, ich bin kein Gruppenchat-Mensch.
42:43 Gavin Karlmeier
Verstehe ich. Aber du wirst ja einfach hinzugefügt.
42:46 Simon Pycha
Ja, also.
42:46 Gavin Karlmeier
Ob du willst oder nicht.
42:48 Simon Pycha
Ist mir tatsächlich noch nicht passiert. Also ich kannte das von einer sich.
42:51 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist genau meine Emotion. Same. Ich habe das bei WhatsApp noch nie erlebt bis heute. Kein Schwab. Ich wurde heute In der Gruppe eine Gruppe hinzugefügt mit einer Telefonnummer, die eine Vorwahl aus, das muss ich jetzt mal checken, was das für eine Vorwahl ist, plus 62, was ist das für ein Land, Indonesien hat. Okay. Wo ich plötzlich genau diesen Splash-Screen bekommen habe. Du wurdest der Gruppe hinzugefügt. Vorsicht vor Betrug. Teile keine persönlichen Daten mit Personen, die du nicht kennst. Niemand in dieser Gruppe ist ein Kontakt von dir, auch der Admin ist nicht in deinen Kontakten. Und der Mensch, der die Gruppe erstellt hat, wurde bereits gelöscht. Auch das steht dabei, die Gruppe wurde bereits erstellt. Am 20. 03. 2025. Ich könnte sie direkt bei WhatsApp melden, verlassen oder sie mir ansehen. Und das interessante ist, und das nehme ich dich jetzt noch mit auf die. . Diese kleine Reise. Ich hab natürlich auf Ansehen geklickt, weil ich glaube, auf das Abenteuer. So, in dieser Gruppe sind hundertzehn Menschen. Inzwischen nur noch 21, aber als ich vorhin reingeguckt habe, waren 110 Menschen. Und die Leute chatten da drin miteinander. Das schreibt Ronald, schreibt Hallo, Tobias schreibt, hallo, wozu dient denn diese Gruppe? Dann schreibt eine andere Nutzerin: Hallo, kennen wir uns? Jemand anderer schreibt, hallo zusammen. Tobias schreibt, worum handelt es sich hier? Dann schreibt Heiko, es sieht so aus, als ging es darum, irgendeine Fangemeinde zu erhöhen, weil kurz davor. . ein Volker, ein Jobangebot, wie das immer bei Telegram auch ist, ein vermeintliches Jobangebot, das Betrug ist, da reingepostet hat. Und Leute scheinen das zu glauben. Und ich denke, so, man muss fairerweise dazu sagen. Einige von denen, aber längst nicht alle, einige von denen, die in diese Gruppe geschrieben haben, haben keine deutsche Vorwahl, was darauf schließen lässt, dass die eben auch Teil dieses Betrugssystems sind. Aber es sind eben auch ganz viele dabei, bei denen man das Gefühl hat, das ist sehr, sehr, sehr, sehr gut, dass Meta jetzt diesen Splash-Screen vor diese Gruppe setzt, weil es eben ganz viele unbedarfte NutzerInnen gibt. Und wir reden hier bei WhatsApp ja nicht über eine Gruppe, die von Nerds genutzt wird, sondern. . Alle sind bei WhatsApp. Und es ist ganz, ganz wichtig und richtig, dass Leute, von denen du gar nicht erwarten kannst, dass sie Haken dran hören. Obwohl ich das schon von allen erwarte. Nein, aber von denen du es nicht erwarten kannst, dass die entsprechend gewarnt werden und eine Möglichkeit haben, nicht auf einen Betrug reinzufallen, der eben nur für uns, die halt irgendwie medienkompetent sind. oder sich zumindest anmaßen, sich Medienkompetent zu nennen, erkannt werden.
45:18 Simon Pycha
Ich sehe da ganz stark meine Eltern, die so eine Nachricht bekommen. das wegdrücken, weil sie es nicht lesen und dann anfangen mit Leuten in dieser Gruppe zu chatten und unironisch am Ende der Nachricht ein LG-Inge platzieren werden. Ja.
45:31 Gavin Karlmeier
Und also das sehe ich sehr, sehr stark kommen in Zukunft. Ja, das ist das Problem. Also deswegen ist gut, dass Meta da jetzt zumindest etwas tut. Ich finde aber den Zeitpunkt, dass Meta diese Ankündigung macht und ich direkt danach in so eine Gruppe hinzugefügt werde, Das kann kein Zufall sein. Also ich schätze, dass nur bei Meta davon ausging, dass die jetzt eher mehr werden, diese Übergriffe.
45:50 Simon Pycha
Jetzt hattest du aber geskippt, wie die Gruppe hieß. Kannst du oder willst du das nicht verraten? Ach, ich hab's.
45:56 Gavin Karlmeier
Oder soll man raten? M196 heißt die. Also die hat auch keinen crazy Namen.
46:00 Simon Pycha
Ich wollte gerade sagen, weil wenn das jetzt noch irgendwas Geläufiges wäre, weiß ich nicht, Grillfest, ESV. Buxe Hude, dann wäre das ja noch unglaublich glaubhaft.
46:10 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt.
46:11 Simon Pycha
Aber da sind wir ja noch nicht.
46:12 Gavin Karlmeier
Ja, aber das, also das ist ja jetzt ein sehr kleiner Schritt. Du musst ja eigentlich nur eine KI fragen, wie soll so eine Gruppe heißen? Okay, nächste Funktion. Reddit hatte vor einiger Zeit angekündigt, dass es dort auch bezahlte Subreddits geben soll. Also dass du sozusagen die Mitgliedschaft in Subreddits dir erkaufen. Können sollst. Das ist zwar unter so einer Creator Economy-Perspektive nachvollziehbar, wurde aber von vielen NutzerInnen nicht positiv aufgenommen, wie viele Veränderungen errettet. Jetzt hat aber der CEO Steve Huffman angekündigt, dass diese Pläne erstmal aufs Eis aufs Eis gelegt sind, weil man sich erstmal auf die Suchfunktion von Reddit konzentrieren möchte, die, wie wir wissen, ja eigentlich eine Art KI-Chatbot werden soll. Bist du Reddit-Nutzer?
46:56 Simon Pycha
Jein.
46:57 Gavin Karlmeier
Ich hätte gewettet, dass du Reddit-Nutzer bist.
47:00 Simon Pycha
Ja, also ich finde Reddit genial. als Ideengrube. So, ich habe es nie aktiv selber benutzt und ich war auch nie so der krasse, dass ich mir da irgendwie die Storys zusammengeguckt habe. Aber Je länger ich so im Social Game als Analyst unterwegs bin, umso häufiger stolper ich über Reddit, weil das ganz oft die Ursprungsquelle von ganz vielen viralen Inhalten ist. Und ich erinnere mich immer an diese Sludge-Videos, ich glaube Sludge heißt es. Wo Reddit-Stories mit KI-Hintergründen visualisiert wurden. Also da spielt einer Minecraft und dann kamen diese Storys, die dir dann eben einen viralen Reddit-Thread vorgelesen haben. Und das war, glaube ich, letztes Jahr ungefähr einer der krassen Inhaltstreiber der Plattform, weil diese Videos einfach die Startzeite übernommen haben und keiner irgendwie so richtig wusste. Wo kommen die her? Was sind das? Bis halt dann klar war, okay, das sind halt wirklich gute Reddit Storys, von denen klar ist, dass sie irgendwie auch viral gehen.
47:58 Gavin Karlmeier
Mhm. Ja, total. Und ich finde, dass, also bei mir ist es zum Beispiel so, dass meine Zeit, die ich früher bei Twitter verbracht habe, die sehr, sehr sehr, sehr viel war, dass die in großen Teilen inzwischen bei Reddit gelandet ist, obwohl ich ein bisschen mehr so ein, man sagt, glaube ich, Lurker bin. Also ich lese da schon mehr, als dass ich selber irgendwie Inhalte teile. Aber Reddit ist so eine Plattform, du findest halt zu jedem Thema ExpertInnen. Und das mag ich eigentlich ganz gerne. Das kennt man sonst gar nichts aus dem Internet. Also es ist schon das deutsche Reddit ist nicht gutefrage.
48:31 Simon Pycha
net, will ich damit sagen. Ja, also, aber es könnte es sein. Ich hatte ja immer die Hoffnung, dass gute Frage. net nett diesen Schritt schafft. Ich habe das immer sehr gerne gelesen.
48:40 Gavin Karlmeier
Ja, aber man hat das doch, also geht es dir nicht auch so, dass man sich ein bisschen schmutzig fühlt, wenn man das liest, weil man sich wie so ein Voyeur fühlt, fühlt, der gerade Leuten bei eben mangelnder Medienkompetenz zuschauen kann?
48:51 Simon Pycha
Ja, auch. Ich muss sagen, ich ergötze mich an sowas halt auch sehr. Also es ist so, es ist so ein bisschen von beidem, was mich wahrscheinlich zu keinem guten Menschen macht, aber.
48:59 Gavin Karlmeier
Wir haben alle unsere Fehlbarkeiten.
49:01 Simon Pycha
Ja, genau, aber ich bin halt immer gut unterhalten. Das ist halt die positive Seite davon.
49:05 Gavin Karlmeier
So ist es. Okay, jetzt hätten wir eigentlich noch eine Versöhnlichkeit des Tages. Ich habe aber kein. . Ich hab nichts Versöhnliches zum Ende. Hast du irgendwas? Hast du irgendwas Tolles gelesen, gehört, gemacht?
49:16 Simon Pycha
Du musst mir die Kategorie nochmal kurz. .
49:19 Gavin Karlmeier
Aber vorher müssen wir einmal kurz den Jingle abspielen, damit wir hier das Protokoll weiterhin verfolgen können. Das ist wichtig. Kommt, glaube ich. Versöhnlichkeit des Tages Die Idee ist, wir haben so viele dystopische Themen, die schlechte Laune machen. schauen so oft auf eine Welt, die düster ist, dass wir zumindest aus diesen Folgen rausgehen wollen, um den Leuten ein gutes Gefühl zum Schluss zu geben. Und das kann eine Buchempfehlung sein, das kann. eine Freizeitaktivität sein. . . Das kann irgendetwas sein, das einem gut tut. Das kann aber auch eine gute Nachricht sein, die man so gesehen hat. Wir haben zum Beispiel in unserem Hakenmann-Discord haben wir einen Kanal, der heißt Hopeful News. Nach dem gleichnamigen Podcast von Nicole Diekmann, der den es leider nicht mehr gibt, wo wir auf Dinge schauen, die gut sind und gute Laune machen. Und eine Nachricht ist zum Beispiel da drin, die schmeiße ich jetzt hier einfach mal rein, die ist schon ein paar Tage alt, aber die ist Die ist gut. In Helsinki gab es ein Jahr lang keine Verkehrstoten, weil dort ÖPNV gut funktionieren und es Tempo 30 gibt in der Stadt. was zeigt, Verkehrswende kann halt klappen. Und ich wohne ja in Essen und in Essen plakatieren jetzt Leute für die bevorstehende Kommunalwahl mit Wahlplakaten, wo draufsteht, stopp den Fahrradwahnsinn, wo ich überhaupt nicht verstehe, was das ist.
50:37 Simon Pycha
Was heißt denn Fahrradwahnsinn? Ja. Die hat sogar mich erreicht. Also ich kannte die Headline schon. Finde ich wild. Ich weiß nicht, ob das als reine Good News zählt. Das könnte man mir auch falsch auslegen, aber ich finde die Nachricht, dass Influencer in NRW steuerbelangt werden. ist für mich aus der Perspektive von jemandem, der seine Steuererklärung mit sehr viel Schmerz macht, damit sie richtig ist, weil ich es nicht. Verstehe oftmals auf Anhieb und dann nachgucken muss. . Eine Good News. Und weil ich finde, dass sie das Bild der Influencer, was ja durchaus verschieden geprägt ist, Doch nochmal in ein Licht der Bodenständigkeit rückt, nämlich dass die halt nicht unantastbar sind. Und ich habe mich, als ich das gelesen habe, gut gefühlt. Ich kann aber auch verstehen, wenn man das hört und sich nicht so gut fühlt.
51:29 Gavin Karlmeier
Verstehe ich auch. Haben wir, glaube ich, haben wir ja sehr groß darüber gesprochen. Ähm. Und finde ich aber alles auch. eine absolut gute Versöhnlichkeit. Und damit hast du diese Rubrik, würde ich sagen, mit Bravour erfüllt.
51:41 Simon Pycha
Dankeschön, danke schön. Ich hatte kurz Schweißperlen auf der Stirn.
51:43 Gavin Karlmeier
Nein, du hast es toll gemacht. Du hast es alles toll gemacht. Vielen Dank, dass du heute da warst, Simon. Ich hoffe, du kommst wieder. Es hat mir großen Spaß gemacht.
51:49 Simon Pycha
Danke dir, ja, sehr gerne. Jederzeit.
51:51 Gavin Karlmeier
der Transparenz einfach dazu sagen, wir haben diese Folge bereits am Mittwochabend aufgenommen. Das heißt, also üblicherweise ist am Donnerstag irgendetwas sehr krasses passiert, das ihr noch mit reingemusst hätte. Darüber reden wir dann am Montag, wie sich das so gehört und dann mit Thomas Gigold, der war auch schon länger nicht mehr hier. Auch schön. Vielen Dank, danke Simon und schönes Wochenende euch allen.
52:12 Simon Pycha
Ciao.