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Folge 551 · 16. März 2026 · 1:07 Std.

Tschechows Überwachungskapitalismus

mit Titus Blome

Freie Chats für freie Bürger! Meine Daten sind mein Diesel! Und: Halbgeviertstriche – gegen die KI!

Musk macht einen Haken an die Hakensorge der EU, lässt sich von Grok aber verbessern, Meta hat Probleme mit der KI und setzt womöglich ein Fünftel der Belegschaft vor die Tür und Grammarly lässt Journalist:innen ihre Expertise beweisen, die davon gar nichts wissen. „Dies ist spekulativer Bericht über theoretische Ansätze.“

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Titus!
  2. Xs kaputtes Verifikationssystem
  3. Das auseinanderbrechende Internet
  4. X ignoriert Sanktionen (schon wieder)
  5. Dubai warnte Influencer per SMS
  6. Xs ineffektive Demonetarisierung
  7. Grok warnt vor Elon Musks Empfehlung
  8. Metas KI-Modell "Avocado" verzögert sich
  9. Massenentlassungen bei Meta
  10. Meta schließt Content-Deals mit Medienhäusern
  11. Instagram entfernt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für DMs
  12. Revolving Door in Irland
  13. Grammarlys "Expertenbewertung"
  14. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Titus

00:07 Titus Blome

Grüße dich, Gabin.

00:09 Gavin Karlmeier

Oh, auch die Begrüßung direkt im Hakendran-Sound. Sehr gut. Bei uns ist heute Titus Blome. Und das Tolle bei dir ist also, du bist Journalist bei der Zeit und in deiner Bio auf zeit. de steht, und das finde ich so toll, ich habe es noch gar nicht, hab's gar nicht offen, aber da steht so sinngemäß, du bewegst dich auf dieser Schweißnaht zwischen Tech und Kultur. Und ich finde, das ist genau dieser Angle, den wir hier viel zu selten in Deutschland sehen. Und ich freue mich. Ah, ich habe sie doch offen. Die Schnittstelle dazwischen, das ist es. Ich finde das mega, dass du hier bist und frage mich, warum musste das 551 Episoden dauern.

00:45 Titus Blome

Das habe ich ja auch gefragt. Hallo, ich wäre schon gerne mal früher vorbeigekommen. Aber quasi. Water under the bridge. Jetzt haben wir es endlich geschafft. Dementsprechend. Let's go.

00:53 Gavin Karlmeier

Geil, wir haben es geschafft. Und wir haben heute wirklich wilde Themen aus allen Bereichen. Und du darfst ja aussuchen, fangen wir heute mit X oder mit Meta an?

01:01 Titus Blome

Oh, einfach so aus Nostalgie, weil sozusagen, dort habe ich ja damals meine quasi ersten Schritte in die Medienbranche damals Twitter. Stimmt, ja, aber das gilt eigentlich für fast alle Leute, die ich heute aus der Medienbranche finde. Ich hieß da damals der Lampenputzer und bis heute kommst du zu diesen unfassbar. demütigen Momenten auf irgendwelchen Medienveranstaltungen, wo ich sage, guten Tag, mein Name ist Titus Blome. Kennen wir uns? Der Lampenputzer. Ach der? Es ist schrecklich quasi so halt. Weil ich habe das seit drei Jahren nicht mehr gepostet.

01:33 Gavin Karlmeier

Ja, das ist auch richtig so. Aber bei Instagram hast du ja auch bis heute noch so. Du hast dich da ja dran fest. Da ist weniger Medienbubble. Ja, glaubst du? Ich glaube mir, wenn es keine Medienbubble gäbe, hätte ich bei Instagram keine Reichweite. Okay. Also wir fangen an. Und zwar erinnern wir uns, dass Ende letzten Jahres Ja, eine Strafzahlung gegen X verhängt wurde in Höhe von 120 Millionen Euro nach DSA, weil das Verifikationssystem von X kaputt sei. Das ist so ein bisschen die, wie sagt man so, die Origin Story für Haken dran, weil wir dieser Podcast heißt so, weil wir damals beobachtet haben, dass dieser blaue Haken irgendwann eigentlich nichts bedeutend mehr war, weil man ihn sich einfach kaufen konnte und Menschen, die halt tatsächlich vielleicht Interesse gehabt hätten. Dass man sie nicht verwechselt, dass man die auch nicht mehr erkennen konnte, was dazu führt, dass es Dutzende Parodieaccounts gab, die sie einen Haken gekauft haben und so. Jedenfalls hat die EU jetzt gefühlt hundert Jahre später identifiziert, dass das ein Problem ist, hat 120 Millionen Euro Strafe verhängt. Und Elon Musk hatte bis zu 12. März, also vergangenen Freitag, Zeit, Lösungen für das Problem vorzuschlagen. Ansonsten gäbe es jetzt regelmäßige Strafen und er müsste bis zum 16. März, also bis heute, wenn ihr das hier hört, eine finanzielle Sicherheit leisten. Wie es heißt und wie Bloomberg berichtet, hat Elon Musk wohl Vorschläge gemacht und möchte das Verifikationssystem ändern, zumindest in der Europäischen Union.

02:56 Titus Blome

Ja, also ich habe, als ich diese Geschichte gesehen habe, auch nochmal so ganz, ganz nostalgisch nach diesen Tweets gegoogelt von den Leuten, die sich damals die Haken gekauft haben und dann war da so irgendwie so. Mein persönlicher Favorit war damals der Pharmakonzern Eli Lilly, wo dann jemand quasi sich den Namen holte, einen Taken dran machte und sagte. . Insulin, was ja in den USA 10. 000 Dollar die Pulle kostet, so ungefähr. Insulin ist gonna be free from now on. Und daraufhin brach der Aktienkurs von Ilai Lilly ein und so weiter. Also quasi, es war, ne, das war ja eine der besten und der schlimmsten Dynamiken von Twitter seit jeher. Dass es selbst sozusagen diese vollkommenen Tragödien, jedes Chaos in halt Entertainment verwandeln konnte. Und das war einer der glorreichsten Tage. auf Twitter, auch wenn sozusagen die Nachfolgen wahnsinnig schlimm sind. Ja, ich bin total neugierig, was Elon Musk da letztendlich jetzt irgendwie vorschlagen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in irgendeiner Form was ist, was man irgendwie Good Faith was in good faith sein wird. Weil ich glaube, was er eher sucht, ist halt irgendwie dieses Spektakel, dass er jetzt halt irgendwie sagen kann, ich hab längst irgendwie Sachen vorgeschlagen und die wollen mich weiter zensieren und dann halt hoffen, dass irgendwie Daddy Trump da wieder einspringt und halt noch irgendwie weiter Stress schiebt gegen die EU. Weil, also, ja. Elemask hat kein Interesse daran, das zu lösen. Das Chaos ist halt irgendwie sein Machtfaktor dort.

04:19 Gavin Karlmeier

Ja, aber eine Lösung gäbe es, weil was ist denn, wenn es nur noch, habe ich mir überlegt. Weiß nicht, ob es so ist. Aber wenn Häkchen nur noch für Leute, die sich mit Personalausweis verifizieren, ausgegeben werden. Ohne Geld.

04:32 Titus Blome

Das quasi. Das war damals ein ganz kontroverser Take auf Twitter, den ich machte. Ich war selber überrascht. Ich war nämlich der Meinung, ich habe mir als Student noch Mal so einen blauen Haken erschlichen, so ein kleines bisschen das System ausgetrickst, als sie es nämlich auf Algorithmen umgestellt haben, also auf algorithmische Prüfungen umgestellt haben. Da habe ich mir, okay, wenn es ein Algorithmus ist, dann kann ich das Ding bescheißen. Und dann habe ich das geschafft. Und meine Meinung war immer, ähm, das müsste, jeder sollte sich verifizieren lassen können. Aber halt, also nicht nur Journalisten und nicht nur irgendwie Notable Persons und so weiter, sondern halt mit einem Ausweis, wer das will, soll das machen können. Und ja, und das wäre halt die Lösung, quasi. Also, du kannst dir das Ding weiterhin kaufen, du kannst auch die Leute meinetwegen dafür bezahlen lassen, aber du musst halt beweisen, dass du bist, wer du sagst, dass du bist.

05:19 Gavin Karlmeier

Wie hast du den Algorithmus damals beschissen? Was war der Trick?

05:26 Titus Blome

Es war ja für Notable Persons und ich wusste sozusagen, sobald es auf eine algorithmische Logik umgestellt wird, wird das ganz stark quantifiziert sein, weil das wird dann halt irgendwie quasi hintenrum eine Google-Suche laufen lassen und halt gucken, wie oft taucht diese Person irgendwo auf. Habe ich in so einem Praktikum ganz mich freiwillig für so einen News-Destdienst bei einem Medium gemeldet und halt immer so ein Anruf pro Nachricht quasi angereichert, damit ich meinen Namen drunter setzen konnte, weil ich wusste, dann kommt, dann reichere ich meine. Es ist unfassbar peinlich, das nachzuerzählen. Es ist voll geil. Quasi. Ja, also Aber eine schöne Geschichte. Es hat funktioniert und man wurde plötzlich auf eine Weise, weil es dieses so auf gewisse Weise Klassensystem gab, so ne, irgendwie mit Blauhaken und Nicht-Blauhaken. dass man halt irgendwie von manchen Leuten ernster genommen wurde, wenn man dieses Ding hatte. Es hat leider herrlich funktioniert und daraufhin quasi bekam man da irgendwie Kontakte, die man danach nutzen konnte.

06:27 Gavin Karlmeier

Ich hatte den Haken auch auf Twitter früher. Also ich aber nicht habe mich nicht in News-Dienste geschlichen, um das irgendwie hinzukriegen. Bei mir war es, glaube ich, einfach ein absoluter Irrtum des Systems, aber ich wollte mich nicht beschweren. Es hat irgendwie, aus irgendeinem Grund hat es geklappt, egal. Das Ding ist aber, bei LinkedIn gibt es das ja schon, diese Häkchen für verifizierte Accounts mit Personalausweis. Das sind diese kleinen Schutzschilder mit einem Hick hin drin. Und da läuft die Verifikation, und bei X im Ausland ja auch schon, über Persona, dem Dienst den man eigentlich dann Personalausweis vermutlich eher nicht so gerne geben möchte. Aber mein Take wäre, dass das der Vorschlag ist, den Elon Musk macht. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Häkchen in der EU dafür eine andere Farbe bekommen, um immer noch eine Unterscheidbarkeit zwischen den zahlenden Unternehmen. und den Regierungsaccounts herzustellen, die ja, wie wir wissen, blau, gold und grau sind.

07:19 Titus Blome

Vielleicht wird es eine andere Farbe geben, aber vielleicht sehen wir auch diesen Prozess Der sich auf ganz, ganz vielen anderen Plattformen, selbst auf Hardware-Ebene und so weiter, immer weiter ankündigt. Das ist einfach ein separates Twitter, auf gewisse Weise für EU und für die USA geben wird. Also so wie es jetzt halt einen USA-TikTok und ein USA, äh, und ein EU-Tik und so weiter gibt, wo wir auf ganz, ganz vielen verschiedenen Leben sehen dass diese ultimative Maschine des Universalismus, wie sie halt irgendwie mal angekündigt wurde, das Internet, immer weiter auseinanderbricht. Und halt jetzt gibt es nicht nur irgendwie The Great Firewall of China, sondern jetzt hat es sozusagen gibt es so irgendwie hemisphärisch abgetrennte Internets letztendlich. Wo jeweils die Erfahrung eine andere ist und wenn jetzt tatsächlich auch noch so Alterskontrollen angeht, wird das ja noch eine weitere Form der Stratifizierung einziehen. Nämlich, dass dann halt plötzlich, wenn du halt irgendwie 16 bist oder sowas, du ein anderes Internet siehst als andere Leute. Das ist ein Trend, den ich seit auch mit Kollegen zusammen im Digitarreshort bei uns seit jetzt zwei, drei Jahren wahnsinnig interessiert beobachte, das Internet bricht auseinander. Von Plattformene bis runter auf Hardware-Ebene.

08:31 Gavin Karlmeier

Ja, also wir hatten so einen ähnlichen Take schon mal, dass Elon Musk gar kein Interesse daran hat, Leute in der EU glücklich zu machen, sondern dass er eigentlich nur noch auf den US-Markt schielt und alle anderen so ein bisschen aus. aufbluten lässt. Das haben wir damals beobachtet mit den ganzen Büroschließungen außerhalb der USA und so. Das Ding ist aber, dass das amerikanische TikTok ja immer noch interoperabel mit dem Rest der Welt TikTok ist, abgesehen von China, die ein eigenes TikTok haben. Aber ganz von der Hand zu weisen ist der Vorschlag natürlich nicht, weil dann Elon Musk garantieren könnte, dass alle Ex-NutzerInnen außerhalb der EU immer noch die komplett unhingcht und unzensierte Realität sehen würden. Und in Europa wäre das eben alles irgendwie in Leidplanken, die Elon Musk nicht gefallen und die ja auch jedes Mal beschimpfen könnte von außen.

09:17 Titus Blome

Nein, also ja, ja, klar, da und wenn man das irgendwie voneinander abtrennt, dann kann er ja auch wirklich weiterhin irgendeinen Da drüben ist alles schrecklich, Boogeyman, ähm, beschwören und so weiter. Also quasi so, wie sie immer darüber, wie er unter seine Kumpanen immer darüber schreiben, dass man irgendwie, wenn man in London auf die Straße geht, halt direkt abgestochen wird und so weiter und dann irgendwie Packt da mal so Zahlen für so Angriffe, quasi so Austin, Texas versus so London und London ist hier unten und Austin ist so hier oben und so Also, ähm, ja, also es lebt ganz, ganz stark davon, irgendwie das so zu externalisieren und dann so als Boogeyman aufzubauen, um halt zu rechtfertigen, dass irgendwie. Auf der anderen Seite ist zwar irgendwie schrecklich ist, aber nicht so schlimm wie bei denen da drüben immer erstmal frei.

10:00 Gavin Karlmeier

Ja, wenigen sind wir frei. Apropos frei. Wer nämlich auch einen blauen Haken hat. Ist der neue oberste Führer des Iran. Der hat nämlich einen blauen Haken und zwar auch schon, ich kann dir nicht sagen, seit wann, glaube ich. Das wird hier nicht in dem Text. Den ich hier vorliegen habe, von Angadget benannt. Aber er hat einen blauen Haken auf Ex. Und das ist deswegen interessant, weil Mutaba Kamene seit 2019 auf der Sanktionsliste der US-Regierung steht. Bedeutet Der darf diesen blauen Haken nicht besitzen, weil er dafür bezahlen müsste. Er könnte einen grauen Haken bekommen, der kostet ja nichts. Aber achso, der Account wurde erst diesen Monat erstellt. Okay, das. damit wissen wir noch nicht allzu lange, konnte sich also ohne Probleme diesen Haken kaufen. Und damit scheint Elon Musk die Sanktionsliste abermals zu ignorieren. Wir hatten das schon mal berichtet, dass auch andere iranische Führungs Behörden und so weiter sich alle im blauen Haken kaufen konnten. Aber jetzt geht es einfach so weiter. Draufgeschissen. 8 Dollar haben oder nicht haben.

11:02 Titus Blome

Das soll's, kann man auch von denen nehmen. Ja, ich habe das sozusagen vorher nicht nochmal nachrecherchiert, aber leider, ich finde es fast schade, dass er nicht den Weg. Ich glaube, es war sein Vater, der sich ja einen Account gekauft hatte. Und wo dann irgendwie vor einigen Monaten nochmal so alte Tweets hochkamen, wo halt der Account seines Vaters, also des Ayatollas, So über so, wie das, Ariana Grande oder sowas getwittert hatte. Wirklich. Was halt so ein alter. Ja, ich bin mir wirklich zu 99% sicher, dass das. dass das der war oder irgendein anderes Hoch oder des Präsidenten oder sonst irgendwie sowas vom Iran. Ja, also die grauen Haken sind ja in dem, was wir auch gerade so da besprochen haben mit dem Verifizierungssystem, sind ja auch eigentlich der allergrößte Witz, weil quasi er erkannt hat, okay, das ist die eine Ebene, wo ich halt irgendwie Das ist die eine Ebene, wo das halt irgendwie so eklatant wurde mit den Problemen, dass er dort halt einfach wieder das alte Verifizierungssystem eingeführt hat. Das sind ja die alten Blauhaken da. Und dann gibt es ja auch noch diese Goldhaken für Unternehmen und so weiter. Und es ist halt irgendwie unglaublich lustig, dass er halt dachte, das sind alles Linksradikale bei Twitter, die irgendwie hier Quatsch machen. Und dann hat er all deren Entscheidungen abgeräumt und dann so Stück für Stück. von den Drängen des Marktes, denen Twitter schon immer gehorcht hat, vom Drängen des Marktes sozusagen dorthin gedrängt zu werden, dass es halt backward engineieren muss, so ungefähr. Also er, er, er. Moonwalk so in Richtung der alten Twitter-Entscheidung, so sehr, sehr langsam.

12:30 Gavin Karlmeier

Und das Geile ist, dass das, was du da gerade beobachtest, das haben wir hier in, glaube ich, Hakenbrand Folge 2 oder so. Haben wir das prognostiziert, dass Elon Musk alles zurückschraubt und dann dieselben Fehler wiedermachen wird, die Social Media Plattformen, eigentlich die letzten 10, 15, 20 Jahre gemacht haben? Also, dass die ganzen Content-Moderationsentscheidungen, die Facebook über die Jahre lernen musste, bitter lernen musste, dass die jetzt Elon Musk einfach nochmal treffen wird und die gleichen Fehler machen wird, weil er sich nicht belehren lassen möchte, aber am Ende wieder genau an dem Punkt ankommen wird.

13:00 Titus Blome

Wirklich, wirklich interessant wird das, aber besonders dann sollte der nächste Präsidentin dort ein Demokrat sein. Also halt momentan sind ja diese ganzen Agenturen, äh Agencies Ähm, so mit Brandon Carr und so weiter, die FCC, FTC und so weiter, sind die alle gekapert, mehr oder minder. Und lassen ihn deswegen irgendwie für relativ viel Quatsch, der da auf der Plattform passiert, lassen die den alleine und Wenn die nächste Wahl anfängt, ich glaube die 250 Millionen, die er da an wie in Trump reingesteckt hat, die werden aussehen wie Kleingeld Weil das wird nochmal eine ganz, ganz andere sozusagen Maßstab annehmen, weil der wird so panische Angst haben, dass er vor all den Mist, den er in den vergangenen vier, fünf Jahren dann verzapft hat, dass er dafür dann drankommt. Was wir auch Würde, wenn es Gerechtigkeit in der Welt gäbe. Das ist so eine sehr große Fußnote dort.

13:55 Gavin Karlmeier

Es gibt hier immer wieder Leute, die so ganz optimistisch sind und sagen, das sieht alles. Gut und Trump ist, die Tage sind gezählt und so.

14:01 Titus Blome

Ich glaube das gerne, weil ich möchte Wenn du Optimismus willst, dann musst du jemanden anderen einladen.

14:06 Gavin Karlmeier

Ja, ich bin dafür leider auch nicht der Typ hier. Also wir sind ja immer Doomscrolling für die Ohren. Aber das Ding ist, Elon Musk hat noch vor der Wahl von Trump gesagt, ich glaube, aber wo war das denn? Bei Joe Rogan oder mit irgendwem anders? Nee, hier bei Tucker Carlson hat er es gesagt. Wurde er ja gefragt, was macht er denn, wenn Trump nicht gewählt wird? Dann hat er gesagt, I'll go to jail. Also Elon Musk weiß schon offenbar durchaus, dass sollte die das Trump-Regiment enden, er möglicherweise Dinge zu bepflichten hat.

14:37 Titus Blome

Ich muss sagen, das sind jetzt auch so ein kleines bisschen die paranoiden Fantasien eines, ich möchte betonen, in sehr vielen Wall Street Journal und Washington Post Recherchen bestätigten Das ist nicht nur Beleidigung, also es sind die paranoiden Fantasien eines regelmäßigen Ketaminnutzenden, glaube ich. Der sich halt als irgendwie verfolgte Minorität auch verstehen muss, damit er halt irgendwie seine Politik rechtfertigen kann. Ähm. Und glaube ich, weniger Realität ins Gefängnis gehen würde natürlich nicht. Der Typ hat irgendwie quasi den Netto, also sozusagen das Nettovermögen eines mittleren Inselstaats. Nee, wahrscheinlich irgendwie sozusagen eines kleineren europäischen Landes, ehrlich gesagt. Ähm er wird nicht ins Gefängnis gehen, weil in welcher Welt soll das passieren? Ja, das wird nicht passieren. Ich glaube das auch nicht.

15:28 Gavin Karlmeier

Aber ich möchte kurz beim Themenkomplex Iran bleiben. Denn kleines, nö, alles gut. Dafür sind wir hier da Ähm, kleines Follow-up zu der Geschichte der Dubai-InfluencerInnen, über die wir hier sehr, sehr umfangreich gesprochen haben, vor zwei Wochen oder so. Und ich habe damals die These aufgestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da jetzt irgendwie der Emil persönlich eine Nachricht geschrieben hat und gesagt hat: Ja Leute, denkt mal dran, dass man das so nicht macht. Ben Moss ist ein Creator, Lifestyle-Influencer und wurde interviewt von der Daily Mail. Und er hat eine SMS bekommen, die er, wie alle Einwohner Dubais, berichtet Daily Mail. bekommen habe, in der drinnen stand, das Fotografieren oder Teilen von sicherheits- oder kritischen Standorten oder das Weiterleiten unzuverlässiger Informationen kann rechtliche Konsequenzen haben, die nationale Sicherheit und Stabilität gefährden. Füchsamkeit hilft, die Gemeinschaft sicher und stabil zu halten. Ihre Sicherheit ist unser Glück.

16:22 Titus Blome

Wundert mich ehrlich gesagt kein Stück. Also quasi, ich meine, ich glaube, wenn die da rübersiedeln, müssen die doch auch sich irgendwie sowieso schon so verpflichten, dass sie irgendwie nette Sachen über Dubai und so weiter posten, also das irgendwie nicht zu sehr kritisieren. Das heißt, dass da irgendwer quasi auf die Idee gekommen ist, jetzt irgendwie irgendeine automatisierte Mail an jeder einzelnen Influencer und ich bin mir sicher, irgendwo In der Regierung dort existiert ein sehr großes Excel-Dokument mit all den Namen, Adressen und Telefonnummern und Followerzahlen und so weiter, dass da halt irgendwie einmal so eine SMS rausgekommen ist, die jetzt Jetzt auch natürlich nicht sagt, by the way, wir machen richtig böse Sachen und halt, vielleicht haben die auch nicht alle gekriegt, aber halt so der Chilling-Effekt ist natürlich klar. Und diese Sozusagen, Influencer sind ja auch alle hintenrum vernetzt und so weiter. Aber da habe ich doch hofft.

17:14 Gavin Karlmeier

Also, ich habe auf diese Vernetzung gesetzt und dachte, es braucht diese E-Mail oder diese SMS gar nicht. Man zensiert sich selber, weil man diesen Vertrag unterschrieben hat und diese Genehmigung unter dieser Auflage bekommen hat. Man muss gar nicht daran erinnert werden, weil alle genau wissen, wo sie sich da aufhalten.

17:30 Titus Blome

Es ist relativ, du hast, du hast insofern recht, es ist relativ heavy-handed, hätte ich gesagt. Wahrscheinlich hätte das, hätten die das viel, viel ähm subtiler machen können, wäre ohne Zweifel, in deren so Fähigkeitsradius gewesen Ähm, vielleicht hatten sie tatsächlich mehr Panik als man denkt, so quasi. Also so das gesamte Ding lebt von diesem Image alles funktioniert quasi so. Es ist halt einfach, und das ist ja auch das, was sie überall versuchen zu betonen Das ist das Image, das sie versuchen, so sehr zu kultivieren, weswegen sie auch diese ganzen Leute da ohne Steuern und so weiter sitzen und arbeiten lassen. Und halt eine Rakete, die irgendwo in ein Hotel reinballert, ist halt so ein bisschen die Antithese dazu. Das heißt, man will auch nicht irgendwie quasi nur 90, also So, ne? Relativ schwer, das irgendwie wieder wegzuargumentieren. Das heißt, ich glaube irgendwie wirklich einmal dafür zu sorgen. Das sollte auf gar keinen Fall erst überhaupt in Umlauf geraten. Und sie haben ja gesehen, wie groß der Reflex war quasi. Also halt. Diese ganzen Influencer, die da saßen und sagen quasi, boah, ich hatte eine schlaflose Nacht wegen Raketen, aber zum Glück habe ich meinen meinen Augenlied, meine quasi Augenring wegtuschierdings von Maybelline oder von L'Oreal oder sonst irgendwie sowas. So, ne, diese Influencer-Logik, die sie normalerweise so für sich nutzen, hat ja dann direkt gegen sie agiert. Ja, absolut. Weil alles muss zu Content gemacht werden und dann einmal zu sagen: So Leute, bis hier noch nicht weiter. Vielleicht war es notwendig.

19:09 Gavin Karlmeier

Vielleicht, ja. Könnte stimmen. Wir bleiben immer noch kurz beim Themenkomplex Iran. Kommen wir zurück zu X, weil Nikita Beer, Head of Product bei X. Der hat Freitag einen Post abgeschickt, in dem drin stand Happy Friday. Die Creator-Payouts der letzten Woche sind um 335. 000 Dollar gestiegen. weil das Geld von denen kommt, die wie angekündigt demonetarisiert wurden, weil sie falsche Informationen und AI-generierte Videos Aus dem Iran-Krieg gepostet hätten und damit ja kein Geld mehr verdienen dürfen. Das war ja die Ankündigung, die Ex im Vorfeld gemacht hatte. Jetzt ist es aber sehr interessant. dass es dazu von Indicator Media eine kleine Stichprobe gibt. Die haben sich mal so einige Postings angeschaut, die AI-Content zum Irankrieg beinhalteten, die aber halt nicht der Wahrheit entsprachen. Und zwar haben sie elf Postings gefunden mit hilfreichen Community Nodes, die eine Grundlage für diese Demonetarisierung sind die insgesamt 36 Millionen Views generiert haben. Da geht man dann davon aus, weil eben die diese Community-Nodes drunter hatten, die als hilfreich bewertet wurden und damit den Leuten auch angezeigt wurden, dass die eben kein Revenue Share, kein Geld bekommen haben. Gleichzeitig hat Indicator Media aber 38 weitere Community Nostes unter ähnlichen Postings gefunden Die nicht als hilfreich bewertet und damit auch nicht angezeigt wurden, die insgesamt 47 Millionen Views generiert haben. Bedeutet also, man kann davon ausgehen, dass der Großteil dieser KI-generierten Desinformationen aus dem Iran-Krieg niemals demonetarisiert werden und vor allem auch nicht der Großteil derer, die die meisten Views generieren. Zumindest dann nicht, wenn man hier auf diese Ergebnisse schaut und dann muss man sagen, hey Nikita Bier, diese 335. 000 Dollar, das hätte wahrscheinlich deutlich mehr sein können.

20:53 Titus Blome

Erstens das, und ich meine, ich finde die Pointe hier ist ja offensichtlich, dass der Gedanke, hm, okay, wir können diese Leute, die das verteilen, können wir dadurch bestrafen. Dass wir sie demonetarisieren, ist so zwei Zentimeter. Sie werden nicht drauf kommen, aber es ist halt so zwei Zentimeter davon zu entfernen, zu kapieren, was das Problem ist, nämlich dass Sie einen finanziellen Anreiz geschafft haben, weil halt irgendwelche Leute, die auch meistens nicht in den USA sitzen, wir haben das ja, als da quasi man plötzlich die Locations einsehen konnte, dann saßen die ja in Kenia und in Mazedonien und wo auch immer. Sie haben einen finanziellen Anreiz geschaffen. für Leute möglichst reißerisches Material zu schaffen, das möglichst viel Reichweite generiert und dementsprechend möglichst viel Revenue, was Per View produziert wird. Und das heißt quasi, oh well, if it isn't the consequences of my own actions, wirklich sagen. Das ist ja genau das, was Leute vorhergesagt haben, was passieren würde. Absolut. Und was dann sofort anfing, auch zu passieren, es ist halt irgendwie nicht quasi, was quasi vor allem mit Bezug auf I dann macht es natürlich besonders lustig jetzt. It's not Rocket Science. Sie sind in der Lage, Rocket Science zu betreiben, aber halt nicht irgendwie eins und eins zusammenzuzählen. I don't know what to tell you. Also, da braucht man quasi. Ich freue mich hier im Podcast zu sein, aber halt, um darauf zu kommen, bräuchte man auch niemanden, der sich irgendwie großartig mit Tech-Journalismus beschäftigt oder so. Es ist halt so straightforward quasi so, ne? Irgendwie, ja

22:21 Gavin Karlmeier

Schön, ja. Aber der Elon Musk hält an seiner KI-Strategie trotzdem fest. Und er hat jetzt nochmal Werbung dafür gemacht, dass man ja bis zu 100 Dateien bei Grog hochladen könnte, zum Beispiel Steuerdokumente, Medität. Medizinische Einträge, Confidential Files, Contracts oder Office Projects und Gok wird das innerhalb von Sekunden analysieren. Woraufhin ein Nutzer hat Grog gefragt hat, ist es eine smarte Idee, Medical Files, Contracts, Confidential Files, Tax Records oder andere wichtige und geheime Informationen in AI-Applications hochzuladen? Was hat Grog gesagt? Nein, in der Mehrheit der Fälle ist das keine smarte Idee. Und für die meisten Everyday-Users ist es sogar gefährlich, Medical-Files, Text-Records und so weiter hochzuladen. Also selbst Grog rät davon ab, was Musk hier seinen NutzerInnen empfiehlt.

23:07 Titus Blome

Quasi ist es ein sehr guter Moment, sich direkt an die sehr geehrten Hörerinnen und Hörer zu wenden und zu sagen, bitte im Leben nicht. Quasi. Keine Confidential-Sachen, quasi diese Sachen Selbst bei Systemen, die sicherer sind, gab es schon Leaks dieser Chats quasi. Und das unsicherste von all diesen Systemen ist Elon Musks Grog. Bitte, quasi, auf gar keinen Fall, auch nicht irgendwie die Adresse dort eingeben oder sowas, keine confidential Informations an diese Dinge geben. Das ist wirklich die döfste Idee, auf die man kommen kann. Und im Zweifel einfach zum Arzt gehen oder Zum Steuerberater oder sonst irgendwie sowas.

23:47 Gavin Karlmeier

Also vor allem hier so Symptome und so auch schon nicht. Aber da aus anderen Gründen, nicht aus Sicherheitsgründen, sondern also auch, aber auch einfach, weil die Ergebnisse, wie wir wissen, nicht gut sind, die du dabei rausbekommst.

23:58 Titus Blome

Auch, naja, nein, absolut quasi bitte auf gar keinen Fall. Also halt, bei Symptomen auch nicht googeln, bitte, sondern tatsächlich einfach. Da ist ja dann immer so quasi. Ach, das wirklich, das ist grauenhaft. So, quasi, aber bitte nicht, quasi da googelt man immer so, ich habe leichten Kopfschmerz, wenn man irgendwie so ein seltsames Zuck im blinken Augen wieder sagt, ja, du hast einen Hirntumor, Bruder. Es ist so, ja, das ist so. Ja, nee also einfach keine confidential informations. Auch alle Leute, die hier zuhören und immer darüber mimen oder die Memes zumindest liken, dass sie irgendwelche vertraulichen Sachen ihres Arbeitgebers in ChatGPD hauen, um sozusagen halt irgendwelche Bullshit-Aufgaben, also im David Grabischen Sinne Bullshit-Jobs zu automatisieren, was ich durchaus respektiere und durchaus encouragen würde. Auch das nicht dort hochladen, da könnt ihr auf Dauer richtig Probleme mitkriegen.

24:49 Gavin Karlmeier

So ist das. Jetzt gab es aber Freitag, wo wir ja in der KI-Welt jetzt schon drin sind. Jetzt bleiben wir auch hier, rutschen aber zum Meter rüber. Geil, oder? Es sollte eigentlich im März Avocado an den Start kommen. Und Avocado ist nicht nur interessanterweise die Frucht, die das meiste Wasser für die Produktion braucht, was ein toller Name ist für ein KI-Modell, sondern eben auch die neue Version von des Meta-AI-Chatbots. oder des Meta-AI-Modells. Das sollte Avocado heißen. Was ich, wie gesagt, aus Marketinggründen einen wahnsinnig, einen wahnsinnig dummen Namen finde. Aber egal. Das sollte eigentlich im März an den Start gehen. Jetzt ist aber, also man hatte sogar schon angekündigt, wir sind eigentlich schon soweit, wir machen hier noch nur so kleine letzte Testrunden und das Vortraining ist schon abgeschlossen und wir haben die besten frei verfügbaren Basismodelle übertroffen und bla bla bla. Ist es aber ja noch nicht da und wir haben ja mitten im März und jetzt heißt es in einem Bericht aus dem Heise hier zitiert, dass im Mai Erst Avocado kommen soll. Was natürlich relativ schlecht für die Außenwelt als Wirkung da ist. Und da, dass ja am Freitag gekommen ist, diese Meldung. Hatte man wahrscheinlich auch ein bisschen, also ich schätze mal, wer das an einem Dienstag rausgekommen hätte, der Aktienkurs reagiert auf diese Meldung, weil wir wissen, Meta steckt richtig viel Kohle. 115 Milliarden Dollar in diesem Jahr in die Entwicklung von KI-Technologie. Und naja, jetzt wird es auf jeden Fall nicht kommen. Und ein interessanter Sidefact dazu, intern wurde diskutiert. Ob man stattdessen Gemini lizenzieren sollte, anstatt an dem eigenen Modell weiterzuarbeiten, weil man sich so abgehängt fühlt.

26:22 Titus Blome

Also, ich habe volles Vertrauen in Meta. Mir fällt in den letzten paar Jahren kein einziges Projekt von Meta. Ein, wo sie viel Geld reingesteckt hätten, was im Endeffekt nichts geworden ist. Überhaupt nichts. Aber ich wundere mich tatsächlich, nein, also Spaß beiseite, quasi, ich spiele natürlich auf das Metaversum an, weswegen die sich extra umbenannt haben und was dann wirklich jetzt irgendwie kürzlich, klar und heimlich eingestellt wurde. Ich wundere mich tatsächlich. dass Meta so weit hinterher ist. Weil Meta kann ja wirklich eine Sache sehr, sehr gut, die können Produkte erstellen, also ChatGB, also OpenAI. Macht momentan nichts anderes, außer Meta-Produktingenieure abzuwerben, um zu gucken, okay, wie machen wir halt irgendwie unsere gute KI, also gute Quote unquote, quasi im Vergleich zu anderen wohl funktionierenden KI. ähm in irgendwie compelling products und was openai so sehr fehlt ist halt ein Weg des Ausspielens. Also sie brauchen irgendwie Real Estate, wo sie das Ding ausspielen können. Das ist Googles großer Vorteil. Google hat erstens viel mehr Zugriff auf das gesamte Internet. als irgendein anderes Unternehmen weltweit, weil sie sind de facto das offene Internet. Und Meter, und deswegen ist Google auch so wahnsinnig gut, weil sie einfach sagen können, okay, wir bauen jetzt halt hier irgendwie sozusagen den Chatbot in die Google-Leiste und damit sind wir einer der meistgenutzten Chatbot. Chatbots der Welt. Zack. Und wir können das User-Feedback halt irgendwie nutzen, um halt unser Chatbot besser zu machen. Und die eine andere, das eine andere Unternehmen, das das natürlich grundsätzlich hätte, ist Meta Denen gehört WhatsApp, den gehört Instagram, denen gehört Facebook. Und irgendwie kriegen sie es nicht gerafft. Ich habe auch in meinem Leben noch nicht diese Meta, Ask Meta AI, also das ist ja inzwischen überall dort integriert. Ich habe es in meinem Leben noch nicht genutzt, ich habe kein Bedürfnis, das zu nutzen. Es wirkt so icky und irgendwie so, bam, wieso ist das da? Und sie sagen irgendwie überall so quasi: generier doch einen Hintergrund für deine Story und irgendwie generiert die so einen Sticker und ich bin so, ja, aber warum, Alter? Also, und es wundert mich wirklich, es ist wirklich, also so, so, ne, und dann wieder Spaß beiseite, es ist wirklich kurios, dass sie so weit hinterher sind, dass sie da so am Ablusen sind, weil eigentlich Haben sie halt mehr Geld als Gott?

28:36 Gavin Karlmeier

Und das ist nämlich der Punkt eigentlich. Weil was Google nämlich für einen Vorteil hat, neben dieser unglaublichen Reichweite und Sichtbarkeit schon jetzt ist Dass sie damit kein Geld verdienen müssen. Sie müssen mit Gemini, also sie müssen natürlich versuchen, dass das Ding nicht alles auffrisst an Geld, weswegen die größeren Modelle und Nutzung natürlich Geld kosten. Aber sie können halt in diese Suche. diesen Chatbot reinballern, weil sie damit erstmal so ein bisschen erstmal die Leute von woanders abwerben können, dessen Nutzungslimits alle erreicht sind. ChatGPT zum Beispiel. Das ist, glaube ich, ein großer Vorteil. Und das einzige andere Unternehmen von diesen großen, nämlich neben OpenAI und Anthropic. ist ja, dass auch Meta eigentlich eine andere Einnahmenquelle hat, nämlich die Werbung und da eigentlich ziemlich viel Geld verdient mit. Das heißt, natürlich werden sie auch damit immer Geld verdienen müssen, aber auch die. Hätten einen unglaublichen Marktfort auf Marktvorteil gegenüber ChatGPT und Klot. Und klappt nicht.

29:31 Titus Blome

Ja, nee, also bei Google muss man natürlich kleine Fußnote immer hinzufügen, dass bei ihnen ja eher die Gefahr ist, dass sie mit KI ihre Einnahmequelle killen. Ja, stimmt. Also halt, ne, so wenn, Google ist halt jeher beruht seit jeher auf einem Dreiklang, quasi Leute laden Internet, laden Inhalte ins Internet, Google führt Leute zu diesen Inhalten damit sie auf diese Inhalte klicken können und im Rahmen dessen sozusagen kontrolliert Google die gesamte Werbeinfrastruktur, das heißt alle verdienen Geld, Win-Win-Win-Situation. Und halt quasi der dritte Win ist, dass wir finden, was wir suchen. Und jetzt quasi, wenn sie stattdessen Leute einfach halt die ganze Zeit bei sich halten und halt irgendwie alles beantworten, dann sinkt der Anreiz hintenrum Inhalte hochzuladen für Leute. Und deswegen setzt durch die Während gleichzeitig auch noch billige KI-Inhalte das Internet fluten, deswegen setzt so eine doppelte Nekrose im Internet gewissermaßen gerade ein. Das sieht man ja auch schon stellenweise. Aber du hast und das sozusagen das. Quasi kommt aber dann eigentlich nur daran hinzu, wie kurios es ist, wie sehr Meter hinterher ist. Weil sie sind ja wirklich, also das ist ja einfach eine Gelddruckmaschine. Also ich muss auch sagen, ich gebe zu, ich benutze weiterhin diese Die personalisierte Werbung. Ich weiß, dass viele abgestellt haben, quasi die personalisierte Werbung auf Instagram, weil es so gut ist. Also die sind wirklich gelegentlich so präzise Und ich werde gelegentlich auch von so einer Werbeanzahl einfach so one-shottet, quasi so. 360 No Scope. Oh, ich möchte jetzt bitte dieses Notizbuch haben.

30:58 Gavin Karlmeier

Wie oft kaufst du so im Jahr Produkte, die du einfach bei Instagram als Werbung angebracht hast?

31:01 Titus Blome

Ich habe es erst zweimal gemacht. Aber ich will sie sehr gerne. Aber ich bin quasi, also ich bin sehr zurückhaltend. Ich mag das nicht, das zu kaufen

31:10 Gavin Karlmeier

Mir geht mir auch so, ich habe aber sogar schon mal im Instagram Shop etwas gekauft. Und ich habe das ja, glaube ich, schon mal erzählt, aber es ist keine schwere Glanzstunde. Die ich dir aber jetzt trotzdem hier gerne öffentlich erzählen möchte. Es ist so ein bisschen wie deine Verifizierungsgeschichte. Heute ist eine große, große Beichte hier. Das war während Corona und ich bin so durch Instagram gescrollt und habe ich eine Werbung für das kaum erzählen. Für ein Kissen gesehen, das aber so ein Bogen ist. Und ich bin so ein Seitenschläber, ich liege auf dem Arm und dachte, das ist ja geil, kann ich meinen Arm drunter schieben und mich dann drauflegen? und dann habe ich gesehen im Instagram Shop dass 1,50 ne 35 Dollar kostet aber 2,50 Da dachte ich mir, ja, da bestelle ich doch direkt zwei. Und dann habe ich mir zwei Kissen bestellt. Und die haben unglaublich Wie ein Primark gerochen, also wirklich dieser Plastikgeruch und waren unfassbar unbequem. Und die sind sofort im Schrank gelandet. Und ich hätte das Geld auch einfach die Toilette runterschwimmen. Es war wirklich der unnötigste Kauf überhaupt. Aber das war im Instagram Shop.

32:14 Titus Blome

Wahrscheinlich irgendwo noch so ein kleines eingelegtes Etikett. Bitte holen Sie mich heraus. Ich sozusagen halt irgendwie werde in der Fabrik festgehalten. Im Endeffekt hat sich das als Fake rausgestellt bei Primer, glaube ich, aber quasi das gab es ja mal.

32:25 Gavin Karlmeier

Aber so fühlte sich dieses Kissen an. Ich weiß nicht, irgendwo habe ich das noch. Ja. Schicke ich dir eins, wenn du willst. Ich habe zwei.

32:33 Titus Blome

I'm good, aber danke fürs Angebot auf jeden Fall. Unbeschlagend. Rückenschläfer bin ich.

32:39 Gavin Karlmeier

Oh, gut. Egal. Ich habe gerade gesagt, dass diese Avocado-Geschichte sich ja vermutlich negativ auf den Aktienkurs von Meta ausgewirkt hätte. Und Meta wäre ja nicht Meta, wenn Sie das nicht antizipieren würden. Denn Meta hat am selben Tag angekündigt, dass sie 20% ihrer Belegschaft entlassen wollen, also bis zu 15. 800 Stellen gestrichen werden sollen. Jetzt ist die größte Entlassungswelle seit der letzten Entlassungswelle Anfang 2023 bei der 22. 000 Mitarbeitende entlassen wurden. Und das ist natürlich ein heftiges Signal, zwanzig Prozent der Leute rauszuschmeißen. Fraglich, ob man die Qualität beibehalten kann. Andy Stone, übrigens der Vollständigkeit halber Metasprecher, hat gesagt: dies ist ein spekulativer Bericht über theoretische Ansätze, weil es eine tolle Formulierung ist.

33:29 Titus Blome

So habe ich meine Hausarbeiten im Studium immer beschrieben. Hast du Philosophie studiert? Ja, Philosophie studiert natürlich quasi. Ja, also es wundert mich ehrlich gesagt eher, dass Sie nicht gerade gesagt haben, so wie alle anderen Tech-Unternehmen, die das momentan machen, dass sie halt irgendwie Leute rausschmeißen, weil KI so wahnsinnig mächtig ist, was wirklich quasi ein perfider Trick Die ganze Zeit ist, weil diese ganzen Tech-Unternehmen haben halt irgendwie während der Pandemie, als wir alle irgendwie schön eingeschlossen waren bei uns zu Hause und nichts anderes gemacht haben, als irgendwie Geld auf ihren Plattformen auszugeben oder Zeit auf ihren Plattformen zu verbringen, haben sie halt einfach zehntausende Menschen zu Viel eingestellt, also haben sich vollkommen zu weit aufgeblasen. Und jetzt müssen die halt irgendwie, vor allem, weil sie jetzt wieder investieren müssen, müssen sie die halt wieder rausschmeißen, weil die halt einfach zu viel da sind und tun dann gleichzeitig so, dass das schon irgendwas mit den Effekten der Technologie hätten, die sie gleichzeitig gerne bewerben würden. Also quasi sie schmeißen diese Leute raus und nutzen das gleichzeitig als eine Art Marketing für sich und ihr eigenes Produkt, was in Wahrheit the most tentative Beziehung zueinander hat, die man sich irgendwie vorstellen kann. Die haben halt einfach sich vollkommen verschätzt. Also wie gesagt, wir waren ja gerade schon dabei. Facebook hat sich in Meta umbenannt und dachte, wir werden halt irgendwie alle durch das Metaversum spazieren. Eine Technologie aus einem relativ dystopischen Cyberpunk-Roman namens Snow Crash, wo man auch so ist, quasi. Ja, also falls das irgendwie euer großer Plan für uns ist. Ja, also das ist glaube ich auch so ein bisschen der abschließende Kommentar dazu. Es würde mich nicht wundern, wenn sie das tun. Zu dem Aktienkurs spezifisch fällt mir auch so ein Bericht des Economist ein. Ne, der Financial Times, Verzeihung, Financial Times ein, wo sie halt irgendwie so einen exklusiven Bericht hatte, wo halt irgendwie so Anleger dass es so Vermögensbanker halt irgendwie so gesagt haben, gibt es momentan den Krieg im Iran Weil das lenkt Leute davon ab, wie sehr der Markt momentan unter Druck steht und wie sehr KI halt nicht das liefert, was eigentlich versprochen wurde, also wie sehr die Blase eigentlich am Platzen ist. Und solange alle halt irgendwie auf einschlagende Raketen in Teheran gucken Guckt niemand so ganz genau hin, dass da halt irgendwie was ganz im Argen ist. Das heißt, ich weiß gar nicht, ob die irgendwie großartig abstürzen werden. Solange halt irgendwie dort weiter geschossen wird.

35:55 Gavin Karlmeier

Ich habe da jetzt gerade das mal gegoogelt, der hat Freitag tatsächlich, wie wir Wirtschaftsexperten seien, nachgegeben. Aber abwarten, ob sich das mit dieser Ankündigung der Layoffs, die halt noch keine Ankündigung der Layoffs sind, sondern erstmal ein Gerücht, das The Virge hier aufgeschrieben hatte, sich möglicherweise vielleicht wieder ändert, weil wir wissen ja, dass Entlassung eigentlich immer Wenn ich das richtig sage, wenn nicht, bitte korrigiert mich, eigentlich eher positiv auf eine Aktien wirkt.

36:23 Titus Blome

Bei den Tech-Unternehmen, ja. Also hat zumindest traditionell immer ganz gut funktioniert. Ja, bei Trigema jetzt wahrscheinlich nicht so.

36:35 Gavin Karlmeier

Wir bleiben noch kurz bei der Meta-AI Denn die haben jetzt Content-Deals abgeschlossen mit der News Corporation, dem Unternehmen von Rupert Murdoch, Le Figaro mit Prisa und der Süddeutschen Zeitung. die es letzte Woche ex verlassen hat, damit sie offenbar jetzt ein Content-Deal mit Meta abschließen konnten. Was die Möglichkeit gibt, dass du eben Real-Time-Content in Meta-AI bekommst. Das heißt, du stellst eine Frage, was ist in. Ohr Erken schwick los und wenn die Süddeutsche Zeitung versehentlich darüber geschrieben hat, dann kriegst du das in der Meta. AI auch beantwortet mit einem direkten Link. Bedeutet aber vermutlich auch Teil des Stils, dass wohl auch einige der dort geschriebenen Artikel wohl in den Trainingsdaten der Meta-KI landen.

37:17 Titus Blome

Vermutlich. Ich stehe diesen Deals immer sehr kritisch gegenüber. Ich kenne sehr, sehr kluge Menschen, die sie von notwendig halten ich quasi als jemand der sich irgendwie sehr sehr viel mit den Mit Plattformgeschichte und so weiter, was ja auch inzwischen 20, 25 Jahre sind, quasi, was man auch mal klar machen muss, dass das ganze Zeug auch echt eine Weile existiert langsam. Gucke immer relativ pessimistisch drauf, weil diese Art von Deals Spezifisch mit Facebook, ehrlich gesagt. Facebook ist sozusagen wirklich da der schlimmste Verbrecher, sind traditionell immer in die Hose gegangen, immer zugunsten von Facebook ausgegangen. Und immer zu ungunstende Medienhäuser, die sich halt irgendwie an beispielsweise Facebooks Algorithmus gekoppelt haben, gleichzeitig hat es auch eine taktische Dimension, weil wenn ein solcher Deal abgeschlossen wird, quasi da gibt es beispielsweise die New York Times, die glaube ich einen mit Lass mich sagen, Amazon abgeschlossen haben für ihre Inhalte, während sie gleichzeitig beispielsweise OpenAI verklagen, um dann halt zu sagen, okay, guck mal. Unsere Inhalte sind einem KI-Unternehmen so viel wert, das heißt, und jetzt können wir mit dieser Summe zum Richter gehen und sagen, und dementsprechend gehört uns, also sozusagen halt, und wir dementsprechend schulden uns diese Tech-Unternehmen, die wir jetzt verklagen, so und so viel. Also es hat auch eine taktische Definition, dass man einen Präzedenzwall schafft. Ähm. Und natürlich, diese Medienhäuser stehen alle unter Druck. So quasi, man kann jetzt irgendwie denen nicht vorwerfen, wenn sie halt irgendwie auch mal kurzfristige Entscheidungen treffen, die eventuell langfristige Folgen haben. Aber ich so, man muss da wirklich, und mindestens bei der Süddeutschen Zeitung weiß ich, dass da irgendwie auch Leute sehr, sehr scharf darüber nachdenken. Man muss einfach unfassbar skeptisch bleiben, weil diese Plattformunternehmen haben nicht das Beste der Medienbranche im Sinn. Und auf keiner Ebene.

39:27 Gavin Karlmeier

Ja, und es ist ja nicht nur bei Facebook so passiert, dass es sehr häufig solche Deals gegeben hat, die dann so lange genutzt wurden, wie sie eben den Menschen hier in diesem Plattformunternehmen eben hilfreich waren und als man sie nicht mehr brauchte, einfach fallen ließ. Und dann am Ende gab es dann irgendwann diese Aufkündigung dieser Deals und am Ende waren dann die, die das Nachsehen hatten, eben die Content-Kreierenden. Also, das gibt es halt leider sehr häufig im Internet, deswegen bin ich da auch sehr skeptisch. Aber du hast natürlich recht, das ist halt Geld. Und wenn du irgendwie aus der AI-Geschichte gerade ein bisschen Geld rausziehen kannst als Medienunternehmen. Why not? Also Reddit wäre wahrscheinlich nicht da, wo sie sind, ohne solche vergleichbaren Deals. Wobei da der Unterschied sogar noch ist, dass Reddit ja den Content versherbelt, den sie nicht selber schreiben. Sondern Nutzer eben unentgeltlich geschrieben haben.

40:11 Titus Blome

Und einen quasi internen Streik gebrochen haben, was also eine Art Content-Streik ganz kuriose. Geschichte für ein andermal so ungefähr.

40:19 Gavin Karlmeier

Da haben wir hier, glaube ich, sogar im Podcast damals die ganze Fax-Best-Geschichte beleuchtet hier.

40:25 Titus Blome

Wirklich, wirklich spannend. Tragisches Ende dafür, was es war.

40:28 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Naja, okay, ich habe noch eine Meter-Geschichte, die eigentlich, also wir haben ja so eine Rubrik, die heißt Funktionen und Emotionen, das würde da fast reinpassen, aber irgendwie auch nicht. Und ich glaube, die Geschichte ist viel größer, dass wir sie hier mitbringen müssen. Und zwar ab dem 8. Mai. wird Instagram die Ende-zu-End-Verschlüsselung für die M's einstellen. Das ist deswegen in vielerlei Gesichtspunkte ein sehr bemerkenswerter Schritt. Punkt 1. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, dass TikTok angekündigt hat, Keine Ende zu Ende Verschlüsselung für ihre DMs einzuführen. Sie haben das mit Sicherheit für junge Menschen verargumentiert. Sie haben gesagt, so haben wir Einblick darauf Meta sagt zum Beispiel selber auch, na wenn ihr doch Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten schicken wollt, geht doch zu WhatsApp, was übrigens in den USA de facto keine große Rolle spielt für die Nutzerinnen und Nutzer. Einfach nicht bei WhatsApp. Und drittens ist es sehr interessant, weil Meta auch sagt, dieses Feature würde nicht genutzt und wäre nicht angenommen worden vom Publikum, weil es aber, und das ist jetzt die Einordnung, die hier vielleicht wichtig ist. Weil es bei Instagram auch ein Opt-in-Feature war. Also wenn wir beide per Instagram per Ende-zu-End-Verschlüssel hätten kommunizieren wollen, hätten wir das einschalten müssen im Chat. Und das macht natürlich kaum jemand. Defaults matter, wie wir wissen. Alles, was die Voreinstellung ist, ist am Ende auch das, was die Leute nutzen.

41:45 Titus Blome

Ja, und niemand ist so gut darin, wie Meta mit diesen Design-Features und so weiter, so, also quasi so, wie nennt ihr das nochmal? Magic malicious Ja, ja, nudging ist sozusagen der eine Begriff, äh, libertärer Paternalismus, wie sich das auch nennt, was wirklich der größte Witz aller Zeiten ist. Aber das andere. Heißt irgendwie so bösartiges Befolgen. Also sozusagen, es gibt gewisse Standards, die man einhalten muss. Und mir fällt das der englische Fachbegriff nicht ein. Nee, nee, nee, nee, quasi, ich finde es vielleicht noch raus, aber der Mechanismus ist schlicht, quasi, dass man halt irgendwie gewisse Standards einhalten muss und dann halt irgendwie Und Meta ist immer so geschickt daran, das irgendwie so zu verstecken oder so irgendwie mit etwas anderem noch zu koppeln, dass halt Leute im Endeffekt sich doch so verhalten, wie sie es irgendwie am liebsten hätten. Das heißt, wenn Meta sagt, Leute haben das nicht angenommen, dann heißt das in 99,9 Prozent aller Fällen, sie haben es halt irgendwie auf eine solche Weise hinter fünfzehn Dropdown-Minus gebaut. Dass man halt irgendwie Indiana Jones sein muss, um das halt irgendwie ausfindig zu machen. Dann rollt noch so der große Stein hinter dir her, wenn du halt irgendwie den Knopf drückst oder sowas. Es ist absolut tragisch, es ist quasi, dass das halt nicht irgendwie ein viel, viel verbreiterer Standard halt auch ist. Ich halte sämtliche Begründungen, die gegen End-to-End-Encryption vorgeführt werden, äh, ins Feld geführt werden, meist für sehr, sehr vorgeschoben. Und es ist halt auch eigentlich einfach momentan ein extrem beunruhigender Trend. Also halt so, ne, jetzt auch irgendwie mit diesen ganzen Alters mit den ganzen Altersbeschränkungen und so weiter, wo man dann irgendwie häufig in den Ländern, wo es irgendwie aktiv ist, das eigene Gesicht scannen muss und so weiter, der ist einfach so wird Gerade extrem aber was heißt subtil? Null subtil, wird dann halt irgendwie eine echte Überwachungsinfrastruktur in Aktion gebracht. Und selbst wenn das halt irgendwie momentan noch nicht wirklich in Aktion tritt quasi. Es gibt im der im Dramatik, also im Theater gibt es in Gibt es dieses wunderschöne Prinzip namens Check-Offs-Pistole, das da heißt, wenn im ersten Akt eine Pistole an der Wand hängt, dann wird sie spätestens im dritten Akt abgeschossen. Quasi. Es gibt genauso gut ein etwas, was man jetzt Check-offs-Überwachungskapitalismus nennen könnte. Wenn ein sehr, sehr juicy Datenpaket im ersten Akt an der Wand hängt, dann wird es im nächsten, mindestens im dritten Akt von irgendeinem staatlichen Akteur ausgenutzt und ausgeschlachtet. Perfektes Bild. Das wären meine zwei Cent dazu.

44:22 Gavin Karlmeier

Ich bin komplett beeindruckt. Das werde ich dir klauen Fantastisch. Let's go quasi. Nein, aber das haben wir, das beobachte ich ja ständig. Es gab ja auch die Diskussion darum, ob iMessage die verschickten Fotos, bevor sie verschlüsselt werden. überprüfen darf, wenn sie von Kinder-Accounts kommen, um zu gucken, ob die nackte Körper beinhalten, um dann die Eltern damit zu wahren. Und da war ein unglaublicher Protest aus der Datenschützer in Bubble, die natürlich gesagt haben, In dem Moment hast du eine Überwachungssoftware, du hast eine Chatkontrolle eingeführt, das möchten wir nicht haben. Also du hast hundertprozentig recht mit genau dieser Sorge und dass eben dieser. . Preis der Freiheit und ich bin nicht Ulf Paschat, ne? Aber dass der Preis der Freiheit eben nicht immer die Sicherheit sein darf, ist ein Dilemma. Oder andersrum. Was bitte?

45:11 Titus Blome

Freie Chats für freie Bürger mit 180 kmh auf der linken Spur der Datenautobahnen links durchziehen. Quasi.

45:21 Gavin Karlmeier

Meine Daten sind mein Diesel. Ja, mir gefällt das, wo ich mag, wo wir hier hingehen. Und dann habe ich noch so einen Ja, ich wollte noch eine Sache aus der Kategorie Revolving Door mitbringen. Haben wir ja neulicher erst gehabt, weil wir über Aura Sala gesprochen haben, die eine finnische EU-Abgeordnete ist, die früher Metalobbyistin war, wo es jetzt ein bisschen Protest gegen gab, wir haben darüber gesprochen in Folge 548 mit dem Namen Ist Entertainment das Ende der Vernetzung, die ihr, wenn ihr Apple-NutzerInnen seid. möglicherweise nicht gehört habt, weil Apple unsere Folgen auch immer noch nicht so richtig vollständig ausspielt. Solltet ihr, ich muss euch das hier, glaube ich, nicht erzählen, weil, wenn ihr das hier hört, dann habt ihr die Folge ja gefunden. Aber wenn ihr jemanden kennt, der Haken dann nicht mehr findet. Wäre mein Tipp, kurz einmal sich den Link von jemandem schicken lassen, indem es angezeigt wird, weil dann taucht die Folge plötzlich auf. Ist ein Bug, wir sind dran. Wissen auch nicht so genau. Egal, jetzt bin ich abgeschwiffen von Aura Sala. Also, Aura Salah haben wir darüber gesprochen, die eben jetzt EU-Abgeordnete ist. Jetzt kommen wir aber nach Irland. Und dort ist es so, dass Helen Dixon, die jahrelang dort, zehn Jahre lang, die irische Datenschutzbehörde geleitet hat als Chefin und damit Man muss dazu sagen, es gibt das Herkunftslandprinzip im EU-Recht, das eben die ganzen Unternehmen dort in die gesetzliche Verpflichtung nimmt, wo sie sitzen. Das ist bei Meta, Apple und Google und einigen anderen eben Irland. Und die irische Datenschutz. mit Ausnahme des diesjährigen der diesjährigen Entwicklung eigentlich immer sehr vorsichtig war damit diese Unternehmen irgendwie. zu regulieren. Und diese Helen Dixon, die eben diese Datenschutzbehörde geleitet hat, die hat jetzt einen neuen Job. Und zwar geht sie jetzt in die Anwaltskanzlei Mason, Hays <unk> Curran. Und die kennt man, weil die Meta schon häufiger vertreten haben, zum Beispiel in Gerichtsverfahren gegen diese Datenschutzbehörde in Irland.

47:19 Titus Blome

Es kommt zusammen, was zusammengehört. Man kennt es. Ja, nein, aber sozusagen ist es natürlich jetzt ein wahnsinnig High-Profile Case und so weiter, aber das ist ja jetzt halt auch. Welche eine Zahl haben wir vorhin genannt, 20 Jahren? Also das ist seit auch mindestens 15 Jahren wirklich leider der absolute Standard. Also es gab schon zu Obamas Zeiten quasi zwischen seiner Administration und Damals besonders Google und so weiter, gab es schon damals diese Revolving Door, dass halt wirklich diese Leute sich quasi auf den Weg raus halt irgendwie so High-Five gegeben haben und dann quasi in entgegengesetzten Richtungen immer liefen. sich gegenseitig in den jeweiligen, quasi entweder Administration oder halt im Unternehmen die Jobs vermittelt haben. Und das ist seitdem einfach nur noch weitergegangen. Ich meine, quasi bei was so Ein bisschen Geschmäckle auch immer hat, beziehungsweise einfach so the system working as intended ist. Bei Trump kommt jetzt natürlich einfach nackte Korruption hinzu, was nochmal so ein bisschen was anderes ist. Aber ja, also ein Fall von vielen der da halt irgendwie nicht sozusagen überraschend ist. Deswegen war ja auch damals die Commissioner der Federal Trade Commission in den USA unter beiden Lina Khan, dieser unfassbare, diese unfassbare Ausnahme, einfach quasi eine völlig überzeugte So eine völlig überzeugte Kämpferin für so Konsumentenrechte und so weiter und so gegen Kartell, äh, also so aus dem Kartellrecht, aus dem Wettbewerb rechts. Ähm, kommend und halt unwavering, also quasi einfach standfest unfassbar und halt, ja, irgendwie kriegt man halt, so jemanden kriegt man halt irgendwie einmal Alle 13 Mune, wenn irgendwie Jupiter und Merkur zueinander im rechten Winkel stehen und irgendwie seitdem halt nicht mehr, sonst kriegen wir halt irgendwie eine wie. Diese gute Frau.

49:06 Gavin Karlmeier

Ja, wir wollen dir jetzt nicht zwangsläufig Krumpierbarkeit unterstellen, natürlich, weil man muss dazu sagen, bei der Revolving.

49:15 Titus Blome

Ich halte sie in die Obama-Sache nicht bei dem Trump-Ding. Das muss man natürlich quasi präzisieren.

49:21 Gavin Karlmeier

Aber zu Helen Dixon wollte ich nur sagen: das ist natürlich, wie du schon gesagt hast, High Profile. Wie viele Leute kennen sich denn, kennt man denn oder gibt es denn? die extreme ExpertInnen auf dem Bereich Datenschutz von Digitalunternehmen in Irland sitzend sind, da ist wahrscheinlich der Kreis der Leute, die für diesen Job in Frage kommen, vermutlich auch nicht ganz so groß.

49:41 Titus Blome

Vermutlich auch das. Aber es ist halt auch quasi, ne, natürlich auch eine unterschätzte Funktion dessen, wenn man halt irgendwie Unternehmen so wahnsinnig reich und mächtig werden lässt, quasi so jemand mit ihren Kenntnissen, wäre es natürlich toll, weiterhin dann halt irgendwie Ähm, so ne, vielleicht haben die dann halt so ein paar Jahre so einen staatlichen Job, aber halten sich halt schon damals irgendwie zurück, weil sie genau wissen, nach hinten raus würde ich halt gerne meinen. Mein Kontaktbuch versilbern.

50:07 Gavin Karlmeier

Ja, klar.

50:08 Titus Blome

Und dann kann ich halt quasi, wenn ich jetzt irgendwie nicht zu hart rangehe, dann kann ich halt nach hinten raus irgendwie, dann habe ich das Haus in Italien und dann irgendwie sozusagen gehen meine Kinder auf eine schöne Schule und so weiter.

50:19 Gavin Karlmeier

Und da, ja, also Das ist die Sorge, eben. Fair. So, jetzt bist du ja Journalist, ne? Und

50:27 Titus Blome

Manche unterstellen es mir zumindest.

50:29 Gavin Karlmeier

So, ich bau dir jetzt eine Brücke, pass auf. Wie häufig arbeitest du mit Grammarly? Kennst du das Tool? Ich quasi.

50:39 Titus Blome

Ich hab mal davon gehört. Aber ich habe einen Spruch zu der Geschichte, die gleich kommt, aber dann hebe ich mir noch kurz zehn Sekunden auf.

50:47 Gavin Karlmeier

Grammarly hat nämlich eine Funktion. oder hatte, klären wir gleich, bei der du nicht nur deine Texte, also es ist ein Tool, mit dem du Texte sozusagen verfeinern kannst. Übrigens, Fun Fact, de facto wird das einfach nur in ChatGPT geschickt. mit einem offenbar cleveren Prompt, der das Ganze dann überprüfen lässt. Also kannst du es auch direkt bei ChatGPT hochladen und sparst dir die ein paar Euro für Grammarly. Aber Grammarly ist ein Tool, das so eine Art Schreibassistent ist. Also du kannst da Texte reinschreiben, da werden dir Formulierungen vorgeschlagen oder werden auch Kommafehler angezettelt und so weiter und so weiter. Angezettelt, egal, markiert. Auf jeden Fall gibt es dort eine Funktion der Expertenbewertung, mit der du dir sozusagen andere JournalistInnen als Experten dazu holen kannst, die dann sagen, na das würde ich aber nicht sagen, hier ist ein faktischer Fehler. Und da gibt es eben auch so Namen dabei wie Casey Newton oder Kara Swisher, die aber alle gar nichts davon wissen, dass sie ExpertInnen in diesem Tool sind. Und dieses Feature hat jetzt relativ viel Gegenwind Mitgebracht. Ich kann dir noch so ein paar Namen nennen, wenn du willst. Joana Stern von The Verge zum Beispiel oder ehemalige Redaktorin von The Verge. Monika Chin von The Verge ist aber auch dabei. Mark German von Bloomberg, den wir kennen, weil er die ganzen Apple-Leaks immer mit sich bringt. Also eine ganze Reihe von Leuten, das ist jetzt hier nur die Reihe der Text-JournalistInnen, die da drin sind. Es gibt auch so ein paar andere Namen, wie zum Beispiel Stephen King, Neil deGresse Tyson und Carl Sagan, die auch solche Experten sind.

52:13 Titus Blome

Neilegress Tyson und Carl Sagan, ich weiß nicht, ob die sozusagen Zwangshäftriffe bekannt sind, irgendwie so wahnsinnig toll zu schreiben. Ich quasi Ich verstehe, quasi das ist ja wirklich so dann so einmal jetzt so ein bisschen so hochgekocht, quasi sozusagen einmal so ein bisschen größer geworden, weil natürlich all die Leute, die darüber berichten, auch die Betroffenen sind. Aber gleichzeitig ist halt die Relevanz dieser Geschichte und damit die Relevanz von Grammarly schon darin enthalten, dass diese Funktion, glaube ich, im vergangenen August eingeführt wurde. Und Leute, deren Job es ist, sich mit sowas auseinanderzusetzen, es jetzt rausfinden. Quasi. Also, es hat jetzt halt irgendwie sechs Monate gedauert, bis sie irgendwie bemerkt haben, was passiert denn da drüben. Und das, finde ich, sagt halt irgendwie alles darüber, wie erfolgreich dieses Programm ist und dieses Produkt. Und ja, die haben es jetzt eingestellt. Es ist Finde ich, ja. Es ist gut, dass es jetzt eingestellt ist.

53:10 Gavin Karlmeier

Ein sehr fairer, valider Punkt, muss ich dazu sagen. So, jetzt berichtet aber The Verge, dass Grammarly diese Funktion jetzt doch einstellt. Und zwar sagt Alien Gann, Produktmanagerin bei Superhuman, dem Unternehmen hinter Grammar Lee, nach sorgfältiger Überlegung haben wir uns entschieden, die Expertenprüfung zu deaktivieren, da wir die Funktion überarbeiten, um sie. . Benutzerfreundlicher zu gestalten, ich weiß nicht, ob das das Problem war, und Experten die volle Kontrolle darüber zu geben, wie sie dargestellt werden oder ob sie überhaupt dargestellt werden möchten. Und diese sorgfältige Überlegung kommt nämlich, und das ist wirklich genau der Punkt: neun Monate nachdem diese Funktion eingeführt wurde.

53:45 Titus Blome

Aber das Ding ist halt, das Ding ist, will man dann, wenn man so eine Funktion hat, wenn man so eine Funktion hat, wenn man ruchlos genug ist, sozusagen halt wie reelle Personen zu nutzen, also wenn man sich anmaßt, reelle Personen zu nutzen. nutzt man dann irgendwie quasi alle lieben Kollegen irgendwie quasi sozusagen nur Respekt an der Stelle. Aber will man dann von irgendwelchen Tech-Journalisten redigiert werden oder sonst sowas? Da muss man auch so ein bisschen auf der, auf der quasi into the Deep End gehen können sozusagen irgendwie Shakespeare und dann so irgendwie schreibt man da irgendwie so die E-Mail an den Boss und dann wird da so vorgeschlagen, irgendwie so, shall I compare these to a summer day? Oder halt irgendwie so Cicero und quasi dann quasi kann man so ein kleines bisschen skandieren und so weiter. Also da muss man doch so ein bisschen, wir haben diese wahnsinnige Technologie. die ja, so sehr ich auch viele Kritik an ihr habe, in vielen sozusagen viele beeindruckende Dinge kann. Und dann benutzen wir sie dafür. Ich finde das schrecklich. Fantasielos leider.

54:40 Gavin Karlmeier

Vor allem die Frage ist ja auch, weil wie gesagt, dass hier Chat-GPT-Prompt sind mit einer neuen Maske, ob da wirklich diese, also mal angenommen, ich hätte dich jetzt Titus Bloma als Experten in Grammarly. Ob da wirklich regelmäßig mit deinen Texten eine KI gefüttert wird oder so einfach vollkommen random gesagt wird, korrigiere das im Stile von Titus Bloma und gehofft wird, dass ChatGPT da schon irgendwie so ein bisschen den Vibe trifft.

55:03 Titus Blome

Wenn dann so ein Satz rauskommt, quasi, der so 17 Kommate hat, dann weißt du, dass die KI mich KI mich kennt, quasi. 17 Kommentare und drei Gedankenstriche, die ich mir jetzt abgewöhnen muss, weil Gedankenstriche ja so ein Ding von Chat-GPT sind. Sie benutzen zum Glück den Geviertstrich, den langen Gedankenstrich, und ich benutze den kurzen Gedankenstrich, weil der in Deutschland üblicher ist. Aber es ist grauenhaft, weil es ist so das Nummer 1 quasi Giveaway, dass es von KI oder mit KI geschrieben wird. Und ich bin so wütend, dass ChatGPT kurz davor ist. mir dieses Ding wegzunehmen, meinen Gedankenstrich.

55:41 Gavin Karlmeier

Das ist genau bei mir dasselbe. Ich schreibe immer übrigens mit einem halbgeviert Strich, das ist der Langstrich. Und der ist der, den du, wenn mit, wenn du Option und Bindestrich auf Mac drückst, dann kriegst du den. Und ich benutze es dauerhaft. Und jetzt habe ich aber überlegt, weil ich habe mich auch darüber hier schon mal mit Lorenz Meyer darüber aufgeregt, der ja auch schreibt. wo wir uns darüber so wirklich wütend wurden, weil ChatGPT die KI jetzt beeinflusst, wie wir Texte machen. Ob die Antwort nicht sein muss, dass wir das Semikolon einfach zurückholen.

56:10 Titus Blome

Ich did, quasi, mir wurde letztens letztens gab es von einem sehr geschätzten Kollegen meinerseits quasi eine Redigatur meines Textes quasi Den Kommentar im Text, ich respektiere das Semikolon Geballer, aber ist das nicht ein bisschen exzessiv? Und ich war so, ja, wahrscheinlich hast du gerade.

56:34 Gavin Karlmeier

Aber wir sollten diese M-Dashes, diese Langstriche, wir dürfen uns sie eigentlich nicht wegnehmen lassen.

56:38 Titus Blome

Nee, eigentlich muss man sie jetzt erst recht verwenden, quasi. Maschinenstürmer werden.

56:43 Gavin Karlmeier

Gegen die KI. Halb gefährt Striche gegen die KI. Das ist drück ich auf ein T-Shirt.

56:48 Titus Blome

Ja, ich war auch kurz davor. Wir machen Merch. Das wird fantastisch.

56:51 Gavin Karlmeier

Das würde wirklich gut auf dem T-Shirt machen. Also es würden Leute tragen. Halb geviert Striche, dann einen Gedankenstrich gegen die KI. Perfekt. So, bevor wir uns da jetzt in unsere kapitalistischen Illusionen verlieren, nehme ich dich kurz mit in eine Rubrik Augenblick. Funktionen und Emotionen. Oh, dein Blick ist aber toll. Ganz cool. Was passiert hier? Das ist ein kleines Spiel. Ich stelle dir neue Funktionen vor, die die Plattformen entweder gerade entwickeln oder schon an den Start gebracht haben. Und ich will von dir einfach nur wissen, was du fühlst. Das erste ist ein kleines Nachhak zur letzten Folge, aber wir haben es jetzt bestätigt von Meta. Es werden tatsächlich Links in Captions auf Instagram getestet. Also klickbare Links zu Artikeln, wohl erstmal nur für Subscribers von MetaVerified, also Leute, die sich einen Haken kaufen. Solange das in der EU zumindest noch möglich ist. Aber du kannst dann sozusagen einen Link in einen normalen Post setzen und den können Leute auch anklicken.

57:53 Titus Blome

Wundert mich unfassbar, dass das nicht seit jeher existiert. Also es ist ja, Instagram ist eine Mall im Endeffekt. Und ähm Das heißt, sozusagen die Produkte umso näher an die Leute ranzubringen, da haben so zwei, offensichtlich immer so zwei Impulse Innerhalb von Meta konkurriert, nämlich einerseits der Impuls, ähm, wir wollen die Leute auf der Plattform halten, koste es, was wolle, das heißt, wir müssen sie von links fernhalten, deswegen werden auch Stories, die halt irgendwie Links verwenden und so weiter, werden wahnsinnig gedrosselt und so weiter und es gibt diesen In-App-Browser, der sich öffnet und so weiter. Und dann jetzt offensichtlich der entgegengesetzte quasi, dass man halt so die Leute möglichst schnell zu den Produkten hinführen will. Und anscheinend hat jetzt letztendlich Und ich bin mir sicher, in irgendwelchen Boardrooms in Palo Alto gab es da epische Schlachten, über die Leute kluge Bücher schreiben werden irgendwann. Da hat jetzt anscheinend der zweite Impuls gewonnen. Aber er hat mich seit jeher gewundert, dass es das nicht vorher gab.

59:00 Gavin Karlmeier

Ja, es gab schon mal, also es gab mal so Gerüchte, dass Instagram das teste. Kann jetzt nicht konkreter werden, aber da ist schon ein paar Jährchen her. Und dann haben alle gewartet und es ist einfach nie gekommen. Also vermutlich hatte man in Tests herausgefunden, dass Leute die dann auch anklicken. Das will man ja nicht. Vermutlich. Gleichzeitig scheint Instagram offenbar jetzt schon auszurollen eine Möglichkeit, Kommentare nach der Veröffentlichung noch bearbeiten zu können.

59:29 Titus Blome

Wunderbar, großartig quasi. Ich bin also ich bin der absolute Meister in viel zu schnell auf Senden ballern, quasi. Also früher auf Twitter war es halt auch. Kein Tweet ohne mindestens drei Rechtschreibfehler. Ich war vollkommen irgendwie kognitiv nicht in der Lage, etwas Probe zu lesen, bevor ich es irgendwie rausgehauen habe. Was wahrscheinlich auch irgendwie Zeichen irgendeiner Pathologie ist. Aber ähm Großartig. Nein, ich bin sozusagen Fan von allen nachträglichen Bearbeitungsfunktionen.

59:58 Gavin Karlmeier

Absolut. Eine vorträgliche Bearbeitungsfunktion kommt hier auch noch, denn Instagram führt Voice Effekt. in DMs ein. Du kannst also Sprachnachrichten verschicken, die dann entweder original klingen oder wie ein Chipmunk oder wie ein Dämon oder wie ein Alien oder wie ein Roboter oder wie unter Wasser oder wie im Stadium oder Wobbel. Oder Fishbowl.

01:00:20 Titus Blome

Da passiert auch wieder was Interessantes, was sozusagen Leute jetzt natürlich jetzt hier nicht sehen oder hören. Aber in dem Interface, wo man sich das auswählen kann und wir haben ja von einem Screenshot hier, ist dieser kleine KI-Stern. Also alle Unternehmen nutzen ja diesen vierfuckigen Stern, um ihre KI-Produkte zu zu kennzeichnen. So, jeder, der jetzt damals auf dem Schulhof mit irgendwie dem iPhone 3G von irgendwie dem Kid aus der Klasse, das irgendwie Wahrscheinlich sozusagen Scheidungseltern hatte und deswegen halt irgendwie so ein Smartphone hatte vor allen anderen. Diese Apps gab es schon damals. Das ist keine KI-Funktion. Du brauchst dafür nichts zu zeigen. Das ist halt irgendwie das Banalste Aller Zeiten, die banalste Software aller Zeiten. Und das ist wieder so ein Ding, wo dann halt irgendwie so getan wird: oh, by the way, diese Software, die nennen wir jetzt einfach KI, damit wir halt so tun können, als hätten KI so viele Funktionen. Nein. Und dazu kommt noch, also ich bin mir sicher, dass irgendwelche 16-Jährigen, bevor sie vor der Bundesregierung von der Plattform geschmissen werden, halt irgendwie so Wahnsinnig gerne mit Chimpbanks-Stimme einsprechen oder sonst irgendwie sowas. Aber ja, also ich muss sagen, es lässt mich jetzt relativ kalt. Hat die Welt darauf gewartet, ich weiß es nicht.

01:01:40 Gavin Karlmeier

Ich glaube absolut, nee, es ist so eine dämliche Idee. So, und dann eine Sache habe ich noch und dann sind wir aber durch für heute und die finde ich total bemerkenswert. Twitch hat ein neues Feature, das sie gerade testen Mit dem Namen Give Them All. Und damit kannst du Leute, die gerade dieses Video gucken, mit einem Sub beschenken. Also es gibt ja die Möglichkeit, gifted Subs zu geben im Stream. Also dass du sagst, ich kaufe jetzt 5 oder ich kaufe jetzt zehn. Aber du kannst jetzt für jeden Menschen, der diesen Kanal gerade schaut, mit einem Sub begiften.

01:02:14 Titus Blome

Es gibt zwei Plattformen, in denen ich mich schmällichst wenig auskenne. Das sind LinkedIn und Twitch. Okay, ich kann das erklären. Deswegen quasi, ich habe in meinem Leben zwar total viel. Twitch insofern gesehen, dass es dann halt irgendwann auf YouTube landet und dann gucke ich es mir an, also halt als früher der League of Legends gezockt hat. Quasi, habe ich meinerzeit schon viel so einmal CudiPie und dergleichen halt irgendwie mir angeguckt. Aber tatsächlich die genauen Mechaniken dieser Plattformen habe ich nie vollständig begriffen. Deswegen brauche ich jetzt bitte Hilfe von dir.

01:02:45 Gavin Karlmeier

Also du kannst einem Kanal folgen. Oder du kannst Subscriber werden. Ein Subscriber zahlt einen monatlichen Obolus. Das hat dann so ein paar gimmicks, wie zum Beispiel du siehst die Videos werbefrei Oder du kannst auch, wenn der Chat-Modus auf nur Subs umgestellt ist, immer noch schreiben und so Sachen. Also es gibt so ein paar Perks, die du bekommst. Und jetzt ist es so, dass du als Zuschauer oder Fan, vor allem der du dann bist, nicht nur entweder ein Sub hinterlassen kannst. Übrigens, du kannst nur Amazon Prime-Kunde bist, kannst du einen Sub im Monat umsonst kriegen. beim Account. Und du kannst aber eben einen Sub für dich kaufen, du kannst aber auch fünf oder zehn kaufen oder 20 und damit andere Leute, die zuschauen, damit beglücken, aber vor allem dem Creator. damit eben nicht 3 Euro zu zahlen, sondern 30, 60, 100, whatever. Also relativ große Summen hinterlassen. Jetzt nehmen wir mal aber an, du schaust gerade ein Video mit 400 Viewern, dann kannst du jetzt per Klick Vierhundert Subs kaufen. Und das ist ja unfassbar viel Geld.

01:03:55 Titus Blome

Ja, also ja, wenn das, wenn das ist, worauf die Welt gewartet hat. Ich kenne wirklich sozusagen da das Ökosystem nicht. Das heißt, vielleicht gibt es halt irgendwelche Twitch-Guckenden und so weiter, die halt jetzt sagen so: Oh Endlich quasi kann ich allen Leuten da was Gutes tun und quasi in meiner kleinen, und das ehrlich gesagt respektiere ich auch immer total quasi in meiner kleinen Community halt irgendwie. So nett sein und nicht irgendwie schön verhalten und irgendwie den Leuten, die das auch so toll finden wie ich, was Gutes tun, weil vielleicht hat man ja das Geld, quasi vielleicht sitzt das dann irgendwie an der Stelle locker. Ähm Ist das in irgendeine Richtung weltbewegend? Ich weiß sozusagen wiederum dann auch dieszüge nicht, ob das jetzt irgendwie dazu führen wird, dass irgendwelchen jungen Leuten, die das gerade im Kopf irgendwie quasi, dass die da eine Null verrutschen oder sowas. Unfassbar viel Geld zahlen. Also vielleicht müsste man einen irgendwie Return-Button oder zumindest irgendwie mal so zwei Klicks zusätzlich. By the way, sie zahlen jetzt so viel Geld aus oder sowas. Müsste man das irgendwie noch einführen? Sonst, ehrlich gesagt, go ahead.

01:04:55 Gavin Karlmeier

Aber das war auch genau meine Sorge, dass ich mir überlege, die Leute, die ich so Wenn ich so Medienkompetenzen in Schulen trainiere, die gucken halt alle, die gehen nach Hause und gucken sechs Stunden Monte und gucken sich halt an, wie der irgendwie Fortnite spielt und so. Und das sind jetzt, also wenn das die Zusehenden von Monte sind, Montana Black übrigens, für die, die ihn nicht kennen, für alle über 18, dann und die möglicherweise Zugang auf die Kreditkarte der Eltern haben, dann ist das ein wahnsinnig gefährliches Feature. Aber ich stimme natürlich zu, wie sagt man so schön, Support ist ja kein Mord.

01:05:29 Titus Blome

Ich muss auch sagen, also das gab es schon, wo wir gerade so bei dem Kit waren, ein Entscheidungskind, das sozusagen sehr früh ein Smartphone hatte. Es gab natürlich sozusagen auch vorher Handys auf dem Schulhof. Und falls für sozusagen die Leute wirklich mit irgendwie Rückenschmerzen unter uns, die sich daran erinnern, dass diese Handys teilweise einen sogenannten Internetknopf hatten.

01:05:49 Gavin Karlmeier

Oh ja. Quasi.

01:05:49 Titus Blome

Also halt so, als es noch Tastenhandys waren. Aber noch keine Smartphones, äh, aber schon internetfähig, aber noch keine Smartphones. Gab es den Internetknopf. Und ich weiß nicht mehr, was das pro Megabyte gekostet hat, aber wahrscheinlich irgendwie 50 Cent oder sonst irgendwie sowas. Und wenn man den anliest, wenn man V-System drauf kam und dann halt irgendwie das so das Handy mal für eine Schulke, so die Länge einer Klassenstunde irgendwie weglegen musste. Dann kamen da plötzlich echte Summen zusammen. Und ich muss dazu sagen, das gab es schon damals, dafür brauchen wir sozusagen keinen großen neuen Twitch-Knopf, damit das voll in die Hose gehen kann. Ich erinnere mich, wie ein Kollege aus einer Klasse da. Dem der Urlaub maßgeblich gestrichen wurde, weil der halt irgendwie das sehr lange anließ.

01:06:36 Gavin Karlmeier

Never forget das Jamba Spar-Abo

01:06:38 Titus Blome

Das Jamba Spar-Abo. Genau. Eure Lieblingssongs.

01:06:41 Gavin Karlmeier

In diesem Sinne, lieber Titus, vielen Dank, dass du heute hier warst. Das war. Das war meine absolute Freude. Gerne wieder. Absolut. Das machen wir auf jeden Fall. Ich wünsche allen, die bis hierhin zugehört haben, einen wundervollen Start in die Woche. Wir hören uns wieder am Mittwoch dann mit Finn Kröger.

01:06:55 Speaker 4

Und jetzt bis dahin, passt auf euch auf, passt, trinkt einen Kaffee und bis dann. Danke, Titus.