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Folge 144 · 19. Juni 2023 · 51 Min.

Twitter, die coole neue Video-App!

mit Dennis Horn

Die Tiktokisierung Twitters schreitet voran. Aber auch die Twitterisierung Reddits. Und die Irritation zum Büro in Boulder ebenfalls. Viele Substantive zum Wochenstart, auch mal schön!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich, Kevin. Hallo Dennis. Und zurückliege, liege, Liebe, Liebe Hakis in einer.

00:14 Dennis Horn

Zurückliege ein Wochenende.

00:16 Gavin Karlmeier

Zurückläge ein Wochenende Voller Nachrichten über Twitter. Wir haben den Eindruck, das wird schon wieder ein Brett, weil so ein paar längere Geschichten dabei sind, über die wir heute sprechen müssen. Ich würde sagen, wir stürzen direkt rein, oder?

00:29 Dennis Horn

Ja, wir versuchen es kurz zu halten trotzdem heute. Wir wollen euch gar nicht quälen bei den heißen Temperaturen.

00:33 Gavin Karlmeier

Also, Elon Musk war in Europa, hat Emmanuel Macron besucht.

00:40 Dennis Horn

Und leider uns nicht. Können wir mal kurz ankreiden.

00:45 Gavin Karlmeier

Und Giorgia Meloni und diesen französischen Chef dieser Luxuswarengüterkette, wo ich immer den Namen vergesse. Elvin Asch. Nein, nein, nein. Nee, nee, den isst er das gar nicht. Ich dachte, du meinst Bernard Arnaud. Ja, Bernard Arnaud. Achso, so heißt die Kette, die du bist.

01:07 Dennis Horn

Die Kette heißt LWM Asch, das ist Moy Hennessy, Louis Vuitton.

01:10 Gavin Karlmeier

Ach so, wo du schon wieder, in welchen Themen du schon wieder drin bist. So, und rausgekommen ist aber nichts. So richtig, ne? Also, ähm Das nur als Chronistenpflicht.

01:28 Dennis Horn

Er hat auch kurz einen Stopp auf so einer auf einer Konferenz gemacht mit dem Namen Vivatech in Paris. Es ist nach Eigenangabe Europas größtes Startup-Event. Und Elon Musk als frischer, junger Gründer war da natürlich genau richtig. Der hat dann eine kurze Keynote gehalten, aber auch da können wir sagen, ist ehrlicherweise nichts Überraschendes passiert.

01:48 Gavin Karlmeier

So gut, dann starten wir in unsere Großthemen für heute. Wir haben erstmal Wir haben erstmal so ein paar Kinnladeklappt drunter Themen zu beginnen. Also, was macht Linda Jaccarino, die neue CEO von Twitter? Da schält sich langsam eine neue Strategie raus. Und die scheint zu sein, dass sich Twitter auf Video, Kreativ- und Handelspartner konzentrieren möchte. Ähm Linda Jaccarino hat in der vergangenen Woche gegenüber Investoren gesprochen. und hat dort erwähnt, es gäbe Gespräche mit Persönlichkeiten aus Politik und Unterhaltung, Zahlungsdienstleistern So wie Nachrichten und Medienverlagen, aber in einer sehr frühen Phase, was für mich heißt, wir haben mal eine E-Mail geschrieben, ob wir einen Termin ausmachen können, für einen Zoom-Call oder so. So, und jetzt wird es wild. Also diese Konzentration auf Videopartner. Es soll eine Twitter-Video-App für Smart TVs geben. Das ist so wild. Und Reuters, und ich mache nochmal kurz zu Ende, Reuters hat eine Investorenpräsentation gesehen. Und in der heißt es, mehr als 10% der auf Twitter verbrachten Zeit würden auf vertikale Videos entfallen. Und jetzt plant Twitter eben, das zu vermarkten. Ähm, so. Jetzt du.

03:26 Dennis Horn

Also jetzt mal ganz unabhängig davon, also dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Leute sich vor ihren 55-Zoll-Fernseher setzen. um dann über die 5. 1 Dolby Atmos Soundanlage, die daran angeschlossen ist, sich dann so zwölfsekündige vertikale Videos anschauen von irgendwelchen Leuten, die stolpern. Also das passiert nicht. Ich glaube auch, TikTok ist einfach keine, das Nutzungsszenario von TikTok ist auch nicht vorm Fernseher. Twitter macht ja gerade gleichzeitig so eine kleine Offensive für eben nicht vertikales Video, sondern für langes normales 16 zu 9 produziertes klassisches altes video und die diese videos die kann man sich durchaus wahrscheinlich auch am fernseher angucken aber das macht man wahrscheinlich auch nicht mit der Twitter-App. Also um da jetzt mal nochmal, wir machen das gerne, vor allem montags irritierenderweise, mal eine kleine Zeitreise zu wagen in das Thema. Es gab mal eine Smart TV-App für Apple TV beispielsweise von Facebook. Und du konntest da nicht etwa die Timeline dir anschauen, den Newsfeed gucken, was da haben Leute so gepostet. sondern nur Videos deiner FreundInnen bei Facebook dir angucken. Und also ich habe das mal gemacht und ich hatte auch währenddessen schon das Gefühl. Ich bin hier gerade in einem Teil des Internets, wo sich noch nie ein Mensch hinverirrt hatte. Also das macht keiner. Das war also ganz seltsam. Und die App wurde meines Erachtens mittlerweile auch eingestellt. Es gab auch eine, tatsächlich aus dem Hause Twitter, eine Periscope-App. für Smart TVs und für Apple TV beispielsweise. Auch da habe ich jetzt nicht so das Nutzungsszenario gesehen, ehrlicherweise. Weil Periscope auch so genutzt wurde, anders als Twitch. wo du ja sehr wohl gut produzierte Live-Situationen übertragen hast und inzwischen ja auch Riesen-Events hast, die per Twitch stattfinden. Ist Periscope eher so, ich bin gerade auf einer Demonstration und halt mal kurz 20 Minuten das Handy drauf, so wie Instagram Live. Instagram Live würde ich mir jetzt auch nicht auf dem Fernseher anschauen. Also ich weiß nicht so genau, was der Effort jetzt soll, in diese Smart TV-App zu investieren, aber gleichzeitig wundert mich auch gar nichts mehr.

05:33 Gavin Karlmeier

Also mich hat das erinnert an den Pivot to Video bei Facebook. Also gar nicht mal auf so einer handwerklichen Ebene. Also ich gebe dir da völlig recht. Ich glaube, das ignoriert auch, dass solche Videoplattformen einen unterschiedlichen Status haben, so im Verlauf der Zeit. Ich meine, YouTube war auch mal irgendwie das Video für die verwackelten Handy-Videos. Ja, die Plattform für die verwackelten Handy-Videos. Und es ist mittlerweile nicht mehr, sondern ist Hochglanz und das würde ich mir am Fernseher angucken. Aber andere Plattformen sind das eben nicht, also TikTok, Instagram Stories, so und Dieser Versuch hier in Richtung Video zu gehen bei sozialen Netzwerken, die eher feed geprägt sind. Das war bei Facebook ein Reinfall, das war bei Instagram mit IGTV ein Reinfall, was vertikales Video auch angeht. Ich meine jetzt, Twitter macht das einfach. Kennst du diese Grafik mit den verschiedenen Browsern, wo so. Wer sind wir? Browser. Was wollen wir? Ganz schnell sein. Und so weiter. Und dann werden ihnen so fünf Fragen gestellt und ganz am Ende sagt der Internet Explorer: Browser. Und so kommt mir Twitter gerade vor. Was den Weg zum Video hin angeht. Also, Facebook hat ja auch damals so, ist dann, wie Linda Jaccarino das erzählt, auf Verlage zugegangen und hat die zum Teil sogar gesponsert. Also da gab es auch deutsche Verlage, die haben dann Geld von Facebook für so Webvideo-Formate entgegengenommen. Das war dieser Pivot to Video. Ja, genau, für Facebook Watch. Und ich meine, das ist ja auch irgendwie, also das Geld wurde irgendwann nicht mehr gezahlt, diese Strategie wurde eingestellt, da ist man, ähm, also Zumindest in dieser Form ist man nicht weitergekommen und mich erinnert das einfach sehr an diese Zeit und diese Geschichte

07:37 Dennis Horn

Ja, vor allem ist es.

07:38 Gavin Karlmeier

.

07:40 Dennis Horn

Erstens das. Zweitens, es ist auch so ein bisschen so, irgendjemand in deinem Unternehmen. Also mal angenommen, du arbeitest nicht in einem Medienunternehmen und irgendeiner in deinem Unternehmen hat am Wochenende einen Artikel gelesen in der Zeitung, wie viel Geld so ein YouTuber verdient. Und kommt dann montags mit der Entscheidung ins Haus, wir machen jetzt auch YouTube.

07:59 Gavin Karlmeier

Ja, genau so.

08:00 Dennis Horn

So fühlt sich das gerade an.

08:01 Gavin Karlmeier

Ja, so ein alter Typ, der gerade irgendwie. der so ja mit einem Finger, mit dem Zeigefinger sein iPhone bedient.

08:13 Dennis Horn

Und no offense, aber der auch eine Klapphülle für sein iPhone hat. Natürlich hat er eine Klapphülle, ja. So. Tut mir alle Leute da draußen leid, die Klapphüllen an ihrem iPhone haben.

08:23 Gavin Karlmeier

Linda Heccarino hat übrigens jetzt noch so eine Randnotiz. Die Investoren auch informiert darüber, dass es Steigerungen gab bei den Werbeausgaben in mehreren Kategorien. Um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und zwar Gesundheit, Finanzdienstleistungen und Konsumgüter. Aber in diesem In dieser Info an die Investoren gab es halt keine Gesamtübersicht. Also da hat man sich offenbar nur die Kategorien rausgepickt, die irgendwie gut laufen. So klang das für mich so ein bisschen so.

08:53 Dennis Horn

Sind Cannabis und Glücksspiel, sind das Finanzdienstleistungen und Konsumgüter.

08:58 Gavin Karlmeier

Möglicherweise. So. Dann ähm Die nächste weirde Geschichte. Maika hat uns geschrieben. Und nochmal nach dieser Nummer mit dem Twitter-Büro in Boulder, Colorado, das ähm. Jetzt geschlossen wird, oder wo die rausgeworfen wurden vom Mieter, obwohl da keiner mehr drin war. So ist es richtig ausgedrückt. Da hat Rod Hilton, ein früherer Twitter-Mitarbeiter, einen ganzen Thread zu bei Mastodon veröffentlicht und der ist super krass Und diese Story gehen wir jetzt wirklich mal in voller Länge durch. Und die ist deshalb interessant, das schreibt Maike auch, weil die kein gutes Licht auf das Management vor Elon Musk wirft. Und eben nachvollziehbar macht, warum Twitter wegen Missmanagement auch einfach finanziell schlecht darstand. Was dann diesen Einstieg von Elon Musk auch noch mal ein bisschen erleichtert hat. Und Rod Hilton schreibt in seinem Thread: Das ist eine Fehlerkomödie, die am Ende zur Räumung dieses Twitter-Büros geführt hat in Boulder. Ähm, er nennt sie bizarr und urkomisch. Also ist es so, dass Twitter jahrelang in einem Büro war an der Walnut Street in Boulder. Da waren hauptsächlich Mitarbeiter von GNIP. Das ist ein Unternehmen, das Daten von Twitter an Unternehmenskunden verkauft hat. Twitter hatte GNIP übernommen. Und dieses Büro in der Walnut Street, das waren die oberen beiden Stockwerke, dritte und vierte Etage. Und so Stück für Stück ist dieses Knip-Büro zu einem echten Twitter-Büro geworden. Indem dann MitarbeiterInnen aus allen möglichen Teams gearbeitet haben. Darunter für die Timelines, Direktnachrichten, Health. Und Tweets. Das waren so Abteilungen sozusagen von Twitter. Und das ist schnell gewachsen.

10:55 Dennis Horn

Ich arbeite in der Tweet-Abteilung bei Twitter.

10:58 Gavin Karlmeier

Genau. Und Anfang 2019 Hat es dann begonnen, dass die Schreibtische mit zusätzlichen Leuten besetzt wurden. Das hat man Desk Buddies genannt. Und Leute, die oft in Meetings waren, vor allem Produktmitarbeiter, wurden gebeten, irgendwie auch ein Hotdesk einzurichten. Also da wurde Schreibtischnot, sagen wir mal. So, und um diese Situation dann zu entschärfen, hat Twitter auch die Etagen 1 und 2. Angemietet. Da gab es dann Bauarbeiten, die sind ziemlich geheimnisvoll verlaufen von einem Team, das nennt sich REW. Ich sage das schon mal so deutlich, weil das kommt jetzt ein paar Mal vor. Real Estate Workplace. Heißt dieses Team. Und das wollte dann diese neuen Räumlichkeiten nach der Fertigstellung in einer großen Eröffnungsfeier vorstellen. Das war dann im August 2019, ein paar Monate später, der Raum wurde eröffnet. Und und ähm Rod Hilton schreibt, alle hassten ihn. So der war einem Keller. Es gab keine Fenster, der gesamte Bereich fühlte sich an wie ein Schreibt der Twitter-Grab mit großen Glaswänden, seltsamen schalligten Paneelen, die diese Arbeitsbereiche voneinander trennten, und niemand wollte da arbeiten. Auch weil man von diesen Hauptarbeitsbereichen weiter oben und allen anderen MitarbeiterInnen getrennt war, also isoliert, einsam, Und die haben das dann das Twitter Dungeon genannt, wollten da nicht hin versetzt werden. Dieses REW-Team hasste diesen Namen. Und hat dann auch Versuche vereitelt, so Laptop-Aufkleber drucken zu lassen, auf denen Twitter, so irgendwie I'm working in Twitter Dungeon oder so stehen sollte. Und dann wurde der Twitter Dungeon zu einem Ort für Besprechungen, wenn die Konferenzräume dann in der dritten und vierten Etage ausgebucht waren. So oder man wollte auf eine garantiert leere Toilette, wenn die unten vollmann, dann sind die alle immer runtergegangen. Und dann sind sie wieder zurück an die Oberfläche, haben sie es genannt. Also große Unzufriedenheit mit diesem Standort. Und trotzdem ist das Büro weitergewachsen. Also da kamen dann immer mehr Leute. Und dann hat Twitter versucht, die Ostseite des Gebäudes zu mieten zusätzlich. Da wollte der Vermieter zu viel Geld. Also hat sich Twitter das oberste Stockwerk eines Gebäudes dahinter noch gemietet. Das war aber eine Untervermietung, das heißt, das war alles nicht im Twitter Design oder so, ja, also Da waren auch wohl immer noch Logos des Unternehmens, das das untervermietet hatte. Und das fühlte sich dann an, so wie das falsche Büro. Und so wurde es auch genannt. Also man hatte den Twitter-Dungeon und das falsche Büro. So, und der war dann auch nicht mit diesem Büro in der Walnut Street verbunden, dieses falsche Büro. Da musste man also irgendwie zwischen den Büros. ins Erdgeschoss fahren mit dem Aufzug, nach draußen gehen, Block um die Ecke gehen und dann wieder ein Aufzug drei Stockwerke nach oben So lief das. Das war Ende 2019 dann, dass dieses falsche Büro in Colorado eröffnet war. Da war es oft kalt. Es schneite zu dieser Jahreszeit. Also musste man sich, um darüber zu laufen, so warm anziehen, ja, um da irgendwie überhaupt an einem Meeting teilzunehmen oder irgendwie ähm einen Ausdruck zu bekommen, weil der Drucker nie funktionierte und die IT-Abteilung auch nie in das falsche Büro rüberkam. Da musste man immer ins Hauptbüro zurückgehen dafür. Dann gab es irgendwie Fenster. Aber die Arbeitsbereiche, da gab es keine Teppiche, sodass die Stühle, also dass man versucht hat, die Stühle irgendwie vom Schreibtisch weg in die Mitte des Raums zu schieben. Also mit dem Böden, das war irgendwie so wie so weird, man muss einen Schreibtisch irgendwie festhalten, um nicht wegzurollen. Also völlig verrückt. So. Und dann hat dieses Twitter-Team Dieses REW-Team darum gebeten, einen Teppichboden zu verlegen. Und die haben dann wahllos irgendwelche Teppiche auf den Boden gelegt, die nicht auf den Raum zugeschnitten waren.

15:11 Dennis Horn

Geil, das klingt doch alles so nach meiner ersten Wohnung, in der ich gewohnt habe.

15:15 Gavin Karlmeier

Das ist geil, oder? So, und dann haben die Leute, die im falschen Büro waren, begonnen zu fragen, ob sie nicht zurück in den Twitter-Dungeon könnten. Das heißt, wir hatten jetzt, das war eine Dreiklassengesellschaft. Also die Oberschicht auf den Etagen drei und vier im eigentlichen Büro, auch die Führungskräfte alle. Die Mittelschicht saß im Twitter Dungeon. Und die Unterschicht im falschen Büro, wo nicht mal der Firmenausweis funktionierte. So. Und ähm Jetzt arbeiteten dann auch immer mehr Leute einfach von zu Hause aus. Twitter hat sich dann langsam auch so eine Remote First. Philosophie angeeignet, obwohl die diese ganzen Räume da hatten und je mehr dann irgendwie das Team aus der Ferne gearbeitet hat desto wahrscheinlicher, dass es dann ins falsche Büro gekommen ist oder wenigstens noch in den Twitter Dungeon, weil die ja eh nicht so oft da waren. Mhm. Ja, so, und was macht jetzt REW, dieses Team, wegen dieser Lage? Die haben Anfang 2020 dann beschlossen, einfach nochmal ein ganz neues Gebäude zu zu bauen. Zu bauen, um die MitarbeiterInnen zu motivieren, ins Büro zurückzukehren. Das heißt, die hatten vor, diesen Standort da an der Walnut Street komplett zu schließen. Genauso das falsche Büro. Und das neue Gebäude, das ist jetzt das, über das wir hier auch reden wurde, dann eigens für Twitter Boulder gebaut. Und sollte dann alle Mitarbeiter aufnehmen können, die irgendwie schon da waren und die auch in den nächsten Jahren noch dazukommen sollten. So, das war schon damals seltsam, weil ja viele angefangen hatten, irgendwie von zu Hause zu arbeiten. Das heißt, die haben so ein bisschen das Pandemieergebnis schon vorweggenommen. Also da bestand noch nicht mal so ein Bedarf, ja. Und dann kam. Die Pandemie, die Corona-Pandemie, Twitter hat weltweit alle MitarbeiterInnen nach Hause geschickt, um da zu arbeiten. Jack Dorsey hat im Mai 2020 dann verkündet, das gesamte Unternehmen werde für immer von zu Hause aus arbeiten, auch wenn die Pandemie vorbei ist.

17:30 Dennis Horn

Da saß Jack Dorsey übrigens, wie wir wissen, wahrscheinlich auf irgendeiner Südsee-Insel zu dem Zeitpunkt.

17:35 Gavin Karlmeier

Ja, genau, genau, so, ja. Also und die Mehrheit der MitarbeiterInnen war auch einverstanden So, mit mit diesem Plan. So, und dann ging die Zeit voran, irgendwann gegen Ende 2021, nachdem die MitarbeiterInnen auch in Boulder so anderthalb Jahre lang von zu Hause gearbeitet hatten. Gab's eine Präsentation von REW über die Fortschritte des neuen Bürobaus. Ich habe das Gefühl, ich kriege gerade so Elbphilharmonie-Vibes. Ja, so ein bisschen, ne? Also, das ist geil. Rod Hilton schreibt jetzt: die Leute waren schockiert. Niemand wollte REW in die Suppe spucken, aber why? So, ne? Also da gab es dann so In internen Chats so, Moment, die bauen das immer noch. Ich dachte, es wurde gestrichen. Wer wird es ihnen sagen? Was für ein Clusterfuck. So. So, und dann kam im April 2022 Also das Gebäude wurde fertiggestellt und dann kam im April 2022 Elon Musk mit dem Versuch, Twitter zu übernehmen. Er hat dann auch schon darüber gesprochen, wie viele Leute entlassen werden müssten, wie sehr er Fernarbeit hasst. So, und dann ist eine Reihe von Mitarbeitern aus Boulder gegangen, wegen der Ungewissheit. Das heißt, da ist die Zahl der MitarbeiterInnen schon geschrumpft. Und im Juni zweitausendzwaundzwanzig wurde dann das neue Büro eröffnet. So, ja, also was ist da passiert? Er schreibt so, ist das Projekt vielleicht einfach durch die Maschen gefallen? Ja, also hat das RLW-Team nie eine Memo bekommen, irgendwie aufzuhören? So, nein, streichen sie das. Also das ist ja unwirklich, ne? So. Und er schreibt nochmal dieser Ort, ich weiß nicht, als ich den Podcast letzte Woche gepostet habe, als wir darüber sprachen. Da habe ich so Bilder davon auch rausgesucht. Und er schreibt auch, und so ging mir das auch, dieser Ort war prachtvoll. Also überall maßgeschneiderte Twitter-Symbole, mega neu, richtig schick und so weiter. Und dann hat man die Leute gebeten, ins Büro zu kommen. Vor allem damit man Fotos machen kann. Ohne dass das Büro verlassen aussieht. Und selbst bei der großen Selbst bei der großen Eröffnung kamen nur etwa 15 Leute und von denen mussten sich zwei hinter die Rezeption setzen, damit es in Fotos überhaupt irgendwie abgebildet werden kann. kam Elon Musk ein paar Tage später zu diesem Ask Me Anything. Und da wurde er wieder zu Remote Work, zu Entlassungen befragt, hat sich nicht zu seinen Plänen geäußert. Und gleichzeitig stand da jetzt dieses neue Gebäude, ein Denkmal für den Unwillen oder die Unfähigkeit eines Unternehmens, den Kurs angesichts neuer Informationen zu ändern, schreibt Rod Hilton. Da sind Kunstinstallationen drin von lokalen Künstlern, für die viel Geld ausgegeben wurde, Technikbereiche mit hunderten von Doppelmonitoren. Er schreibt, funkelnagel, neues, modern gebautes, verlassenes Geisterhaus. Vier Monate später übernimmt Elon Musk Twitter, feuert fast das gesamte Team in Boulder. Und der der Sidlied, also Chef von Boulder, von Twitter Boulder sozusagen War die einzige Person, die die Eröffnung dann überhaupt irgendwie öffentlich noch erwähnt hatte. So, also Komplette Küche, wo Köche Mahlzeiten für MitarbeiterInnen kochen konnten, aber es wurden nie Köche eingestellt Und also, das ist schon erstaunlich, die ganzen Geschichten. Und er schreibt: Es waren so wenige Menschen jemals in diesem Gebäude, dass er sich vorstellen kann, dass alles in noch absolut tadellosem Zustand ist. Mit dem Twitter Design gebrandet, das jetzt vom Vermieter herausgerissen werden muss, der das Gebäude nur für Twitter gebaut und nie einen Cent kassiert hat. Und auf den Tag genau ein Jahr nach der Eröffnung ordnete an Richter die Räumung des neuen Büros Durch Twitter an, dass ein ganzes Kalenderjahr ungenutzt und unbezahlt herumstand. Ein Bürogebäude, von dem tausende von Menschen zu jedem Zeitpunkt Punkt der zweijährigen Bauzeit hätten sagen können, dass es nach seiner Eröffnung leer stehen würde. Das ist krass, oder?

22:18 Dennis Horn

Das ist super krass. Und also ich finde es auch gut, dass wir uns hier mal die Zeit genommen haben, uns diese Geschichte anzuhören. Weil da so ganz viele Sachen drinstecken, ehrlicherweise auch so Tragödien, von denen ich glaube, dass die zwar jetzt bei uns und im Fall Twitter einfach sehr doll auffallen. Aber ich glaube, davon gibt es einige Geschichten von Unternehmen, die während der Pandemie gemerkt haben, hey, diese 6000 Arbeitsplätze, die wir hier gerade neu gebaut haben, vielleicht brauchen wir die nicht mehr. Also ich würde mal die These aufstellen, dass es kein Einzelschicksal ist, von dem wir hier gerade gehört haben.

22:51 Gavin Karlmeier

Ja, das würde ich auch sagen. Konkret, aber nochmal bezogen auf Twitter, es ist wichtig, das zu betonen, dass Twitter wirklich Probleme. . Hatte und dass nicht diese Schwarzmalerei sein kann, die man vielleicht manchmal, wenn man jetzt nur so punktuell auch Haken dran hört. vielleicht raushört, Elon Musk reißt jetzt alles ein, was vorher ausnahmslos gut lief. So war es nicht. Also das war wirklich argesmanagement, und zu diesem Missmanagement und der Fehleinschätzung Gehört einfach auch dazu zu sagen, Elon Musk wäre ein guter Kandidat. So würde ich sagen.

23:29 Dennis Horn

Schön, ja, ein guter. Das macht die Geschichte rund. Ja, ich finde es trotzdem, also das ist so unvorstellbar. dass das vor allem auch, dass es dem Unternehmen vermeintlich mal so gut ging, dass man sich, also da wird ja auch wenn du gesagt hast, das hat einen Vermieter gebaut im Auftrag von Twitter und wahrscheinlich mit diversen Vereinbarungen und Deals, dass Twitter für eine gewisse Zeit da reingeht und so, da wird Twitter ja trotzdem ein unglaubliches Geld reingeschnickt haben. Das heißt, Twitter hatte mal Geld, dass es da reinstecken konnte, ob das jetzt geliehenes Geld war oder nicht, immer ist ja fast egal. Aber das zeigt auch ein bisschen, dass Tütte eigentlich mal gar nicht so schlecht dagestanden ist, auch obwohl solche schlechten Entscheidungen offenbar ja auch zuhauf getroffen wurden. Dass Twitter wenigstens wirtschaftlich beweglich war zu einem gewissen Zeitpunkt. Und ich glaube nicht, also ich weiß es natürlich nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass so ein Prachtbau jetzt gerade finanziell gerade nicht so drin sitzen würde. Ja, so ist es. Doch, krass, ja. Boah, geile Geschichte.

24:34 Gavin Karlmeier

Jetzt kommen wir zu ein paar, sagen wir mal, weiteren Geschichten, die sich übers Wochenende noch so gebildet haben. Ich werfe dir die Stichworte hin, du erzählst.

24:43 Dennis Horn

Ja, ich bin gespannt, ob ich schnell genug hier den richtigen Tab aufmache. Aber schauen wir mal.

24:47 Gavin Karlmeier

Wir beginnen mit einem Interview, das Elon Musk gegeben hat, in einem Podcast.

24:52 Dennis Horn

Ja, und zwar geht es um einen Podcast des Rappers Subi. Subi ist ein britischer Rapper und Podcaster und ähm Allzu viel muss man über den nicht erzählen. Also wichtig ist, glaube ich, nur zu verstehen, dass er sich transfeindlich geäußert hat, dass er einen Brief unterschrieben hat, der J. K. Rowland in ihren Ansichten über Transmenschen supported. Man versteht, glaube ich, ganz gut, wie so seine Identitäts Politische Haltung ist, dass er auch gesagt hat, die USA haben kein Rassismusproblem. Also ein Mensch, der jetzt also nicht allzu weit weg ist von dem inhaltlichen Mindset von Elon Musk. Und das erklärt wahrscheinlich auch, warum Elon Musk überhaupt zu ihm in den Podcasts ist. gekommen ist. So. Und der war da und wurde interviewt und Elon Musk hat da ein paar Sachen gesagt, die ich ganz spannend finde. Also zum Beispiel das, was du gesagt hast, diese. Fokussierung auf Video, der Weg, dass Twitter in diesem Jahr Video- und Voice-Call starten möchte. . Also die Möglichkeit, dass ich auch direkt live mit dir kommunizieren kann über Twitter noch in diesem Jahr. Und dass in diesem Jahr, also er sagt, maybe later this year. Twitter Payment starten soll, also die Funktionalität, dass wir uns Geld schicken über Twitter Das ist spannend, weil bitte?

26:13 Gavin Karlmeier

Maybe later this year, schöne Formulierung. Ja, gut, wie sich auch nichts festnageln lässt.

26:18 Dennis Horn

Das ist mehr, als wir erwarten konnten. Aber Ähm, das ist spannend, weil wir ja über die Kollegin gesprochen haben, dessen Name mir leider gerade nicht mehr einfällt, die damals als Tutapaymance-Chefin quasi schon installiert wurde, um diesen Weg quasi zu etablieren und die auch als sehr nahe Gefährtin von Elon Musk galt seit der Übernahme. Also sie hat ja die, sie galt ja in diesem Text, den wir hier sehr oft zitiert haben. Galt sie als Taschenträgerin von Elon Musk. Also eine, die sich relativ schnell nach oben gearbeitet hat und dieses Vakuum der Macht seit Übernahme, egal, ausgenutzt hat. Und die wurde Chefin von Twitter Payments und wurde dann entlassen, und seitdem wurde es relativ ruhig um diese neu gegründete Firma.

27:06 Gavin Karlmeier

Esther Crawford war das übrigens.

27:07 Dennis Horn

Ja, genau, vielen Dank. Esther Crawford. Seitdem wurde es ziemlich ruhig um dieses extra gegründete Unternehmen und spannenderweise holt. Elon Musk das hier wieder raus und er sagt in diesem Interview auch, dass Twitter, äh, nee, dass die Idee 24 Jahre alt ist, nämlich X zu gründen, ein allumfassendes Finanzdienstleistungsunternehmen. Die effizienteste Datenbank für Informationen, die eigentlich Geld sind. Und er sagt über die Zeit und Wenn es richtig gemacht wird, sagt dem glaube ich auch noch, komme ich gleich zu, über die Zeit sollte X die Hälfte des globalen Finanzsystems ausmachen. Das ist so das Ziel. Also viel dicker hätte das Brett kaum sein können, dass er da bohrt. Aber ich finde das geil, weil diese Aussage so ein bisschen stützt, was unsere Küchentischpsychologie hier in diesem Podcast schon war. Nämlich die Vermutung, dass das eigentlich so ein Kleiner persönlicher Rachefeldzug gegen all die Menschen ist, die Elon Musk an der Ausübung seiner tatsächlichen Vision vor 24 Jahren eigentlich wahr Twitter zu kaufen. Und das ist ja so ein bisschen drin bestätigt, finde ich Auch finde ich spannend, dass er sagt, und das ist eine Frage, die ich ja immer wieder gesagt habe, wenn er ein Unternehmen kauft, das existiert und alles verändert, was es dort gibt, sogar den Namen ändert, warum hat er nicht von neu angefangen und er sagt Er hätte sich auch vorstellen können, die X-App from the Scratch starten zu können. Aber Twitter zu kaufen hat diesen Prozess wahrscheinlich drei, vier, fünf Jahre um drei, vier, fünf Jahre beschleunigt. Finde ich sehr spannend, weil plötzlich bekommt man einen ganz anderen Eindruck über die Motivation, warum Elon Musk eigentlich tatsächlich Tutta gekauft hat. Ob das jetzt so stimmt, würde ich mal auf ein ganz anderes Blatt schreiben, also ob das wirklich von vornherein die Überlegungen waren oder ob das hier nicht das Ergebnis der Überlegungen sind, die er angestellt hat, seitdem er festgestellt hat, dass er kaufen musste. Aber dass er sich so dazu sehr deutlich positioniert und äußert, ich finde das zumindest bemerkenswert.

29:03 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ja ein Ding. Also um die. 24 Jahre alte Idee der Finanzdienstleistungs-App zu vollführen, macht man jetzt den Pivot to Video.

29:14 Dennis Horn

Naja, also wenn du mich ganz ehrlich fragst, ich habe so ein bisschen die These, dass das alles so Kennst du das, wenn man so sich was, wenn man eine lustige Idee hat für einen Namen oder ein Logo oder so und man hat das Gefühl, ich kriege das niemals verargumentiert, warum das eine gute Idee ist. dass man dann anfängt, so weit hergeholte Argumentationstexte zu schreiben, die dieses Logo versuchen, irgendwie auf so eine hohe Ebene, überliegende Ebene zu setzen und zu sagen, ja, aber es ist So, und genauso erklärt er hier auch im Nachhinein eigentlich ein Status quo, mit dem er halt irgendwie umgehen muss. Also ich kaufe ihm das nicht so ganz ab, dass das seine Motivation war.

29:47 Gavin Karlmeier

Wie man manchmal von einem Wortwitz so überzeugt ist, dass das Konzept dahinter auch gut sein muss. Ja, voll.

29:55 Dennis Horn

Oder wie das auch egal wird, ob die Idee wirklich gut ist, weil der Witz so gut ist. Dass man dann anfängt, sich für das Konzept zu interessieren.

30:04 Gavin Karlmeier

Dann habe ich hier noch, also das haben wir ja schon kommen sehen. der Hinweis, oh, wir finden immer noch irgendwo ganz deep im Code von Twitter irgendwelche Shadowbands. Das ist auch nach wie vor Thema, nicht wahr?

30:20 Dennis Horn

Ja, absolut. Also das hat er offenbar auch in diesem Call, äh, in diesem Podcast auch nochmal gesagt. Und das hat er auch bei dem beim beim beim dieser Viva Tech-Messe, von der ich eben gesprochen habe, auch nochmal erwähnt. Also er hat gesagt, diese Shadowbands, die im Twitter-Code versteckt sind, die werden jetzt immer noch rausgekramt. Und dass immer noch daran gearbeitet wird, diesen Account-Status endlich transparent sichtbar zu machen. Ich finde das stark irritierend nach wie vor, weil ich so das Gefühl habe, dass. . Also, wenn der Algorithmus doch längst veröffentlicht, wir wissen, er ist nicht vollständig veröffentlicht, aber wenn du dich damit hinstellst und sagst, wir haben ihn veröffentlicht, wie passt das zusammen, sich dann jetzt hier hinzustellen und sagen, naja, wir finden immer noch Dinge. . Also so ganz transparent konnte diese Veröffentlichung dann ja vor einigen Wochen gar nicht gar nicht gewesen sein, ne?

31:06 Gavin Karlmeier

Ja. Uns ist eine Community Note aufgefallen unter einer Werbeanzeige.

31:12 Dennis Horn

Ja, und da habe ich eine lustige Geschichte zu, weil ich habe mich ja auch angemeldet für kollektive Anmerkungen, wie wir in Deutschland sagen. Ja. Und du wirst ja, damit du anfangen kannst, selber welche zu schreiben, nicht, dass ich da wirklich gerade die Motivation zu hätte, aber musst du ja mehrere bewerten und abstimmen und so. Und genau diese Community-Note, die uns dann auch nochmal zugetragen wurde, die lag bei mir im zu bewerten Postfach sozusagen. Ah, das hast du gemacht. Also ich kann ja meine Put. Ich habe gesagt, die stimmt. Wir erklären gleich, was das genau für den Community Note ist, aber die Push-Nachricht, die ich dazu heute bekommen habe am Sonntag, ist. Du hast dazu beigetragen, dass diese Notiz den Status hilfreich erhalten hat und nun von einer Million Personen auf Twitter gesehen wurde. . Dein Bewertungseinfluss hat sich erhöht. Also ich bin jetzt quasi. Korrektivinfluencer. Ja, ist gut. Gut. Also die Werbung wurde 5,6 Millionen Mal angezeigt. Und ist die Werbung für eine Drohne, die 69 Dollar kostet. Und ist ein Video drin. Und dieses Video, das man sieht, zeigt eine Drohne, die extrem schnell reagiert. Also da schmeißt jemand einen Ball auf die Drohne. Und die Drohne weicht aus oder schafft es sich auf jeden Fall sofort zu erholen von diesem Aufprall und so. Also ganz, eine ganz irre verrückte Drohne und diese Community Note, die 2,1 Millionen Mal angezeigt wurde inzwischen, sagt, this ad is a scam. Dieses Video zeigt eine komplett andere Drohne und das ist nicht, was du bekommst. Diese Drohne ist die so und so und so und kostet 1800 Dollar. So, mit einem Link zu einem Shop. Und ich finde, das ist tatsächlich eine sehr spannende Nutzung von Community-Nodes aus inhaltlicher Sicht. Ich könnte mir nur vorstellen, dass wenn du Linda Jaccarino fragst, wie sinnvoll es eigentlich ist, dass du Werbung mit Community-Nodes versiehst. dass die da vermutlich eine andere Meinung zu hat. Weil als Werbekunde denke ich mir ja, also wenn meine, wenn meiner Werbung so umgegangen werden kann, was soll ich da?

33:11 Gavin Karlmeier

Gerade in der Zeit jetzt, in der sie versucht, das Vertrauen da zu erarbeiten auf Seiten der Werbekunden und gleichzeitig hat man halt Elon Musk mit diesem. . Freiheitsansatz, der ja eigentlich jetzt dann dafür ins Gefecht springen müsste. Das ist ja doch so seine Argumentation immer.

33:29 Dennis Horn

Eigentlich wäre das jetzt genau eine Sollbruchstelle zwischen den beiden, dieser Fakt hier. Ich bin gespannt, ob wir das noch oft erleben werden, dass Werbungen durch. . Community Notes so entmachtet werden. . Weil, wie gesagt, 5,6 Millionen Impressions, die müssen bezahlt werden. Das also das ist wirklich viel Geld, was da an Twitter geflossen ist. Und 2,1 Millionen dieser Impressions sind bemerkt mit dem Hinweis, dass es eigentlich ein Scam ist. Und das ist schon krass. Also 2,1 Millionen Impressions wurden jetzt dafür gezahlt, damit Leuten angezeigt wird, dass dieses Unternehmen hier de facto eine Scam-Werbung schaltet. Ja.

34:11 Gavin Karlmeier

Gut, halten wir fest. Wir haben hier noch liegen, dass Tommy Krappweiß Twitter-Account gesperrt wurde.

34:20 Dennis Horn

Ja, und zwar, weil sich jemand als Tommy Krappweis ausgegeben hatte und sich dann verifiziert hatte, den hat er gemeldet und daraufhin wurde sein Account gesperrt. Dann sperrt man lieber den echten, ne? Ja. Verstehe ich. Ja, also das zeigt so ein bisschen, wie schlimm diese Verifikation. Ich male gerade Anführungsstriche in die Luft. Verifikationsmethoden sind. Also er sagt, wenn mein Profil nicht entschwert wird, bin ich eben nicht mehr auf Twitter. Und ich finde, dass, also selbst diesen ersten Einschub von hätte er sich sparen können, was will er da noch? Also die Plattform ist offenbar nicht mehr funktionabel. Sagt man das so? Funktionabel.

34:59 Gavin Karlmeier

Wir sagen das so. Das haben auch einige Leute gedacht, als es jetzt einen Tweet gab, unter dem stand One Billion Views. Ja. Und dann haben die gelacht und haben gesagt, hier funktioniert doch schon wieder nicht Django und so weiter. Du meldest Zweifel an, beziehungsweise sagst, nee, kann sein.

35:18 Dennis Horn

Die hörbare Community Note hier bei uns. Und so Jules Sass Delcef heißt der Twitter-Account, der diesen Sorry, ich habe den Namen gerade das erste Mal vorgelesen. Ist dieser Twitter-Account, der diesen Tweet rausgekramt hat und sagt, eine Milliarde Views. einer von sieben Leuten auf der Erde sollen diesen Tweet gesehen haben, okay, very real metrics on here, dude. Und ehrlicherweise, also wir wissen, dass dieser Zähl-Counter da unten nicht besonders zuverlässig ist, weil der nicht wirklich jede Impression zählt und weil der auch unterschiedlich funktioniert und halt eben, also der ist halt nicht belastbar, weil er eben sehr selektiv nur zählt. Aber bleiben wir mal bei dem, was er da anprangert. Ich glaube, dass das nicht falsch, also nicht, also in seiner Logik trotzdem richtig ist, sagen wir es so. Weil dieser Tweet der eine Milliarde Mal angezeigt wurde, ist der Tweet Without Googling, name a famous historic battle. Und dieser Tweet wurde 82. 000 Mal zitiert, also auch in meiner Twitter-Timeline, wenn ich mal so reingeschaut habe. Wurde der sehr oft zitiert mit irgendeinem lustigen Take da drauf, irgendeine lustiges historische lustige historische Schlacht Und wenn diese 82. 000 zitierten Tweets, also diese 82. 000 Tweets, die dann mitentwickelt wurden, wenn die im Schnitt 12. 180 Mal angezeigt wurden, was für einen Tweet gar nicht so viel ist. 12. 000 Views, dann kommst du schon auf eine Milliarde. Also ich halte das nicht zwangsläufig für eine Falschaussage

36:52 Gavin Karlmeier

Ja, okay. Also man kann aber dann darüber sprechen, wenn mir das als kommentierter Retweet mehrfach in der Timeline unterkommt, mit jeweils einem anderen Take darunter. Jedes Mal ein View darauf zu berechnen, ob das so sinnvoll ist, das könnten wir dann trotzdem, also die Zählweise könnten wir schon in Frage stellen.

37:11 Dennis Horn

Ja, also das ist halt eine völlig bescheute Metrik. Weil du, weil nicht ganz klar ist, sind Views jetzt unike Personen oder sind, wenn ich den Tweet dreimal angezeigt kriege, bin ich dann drei Views Wenn ich den jetzt dreimal auf Twitter und dreimal im Browser angezeigt kriege, bin ich dann sechs Views. Nein, theoretisch wäre ich dann jetzt gerade nur drei Views. Also das jetzt, das ist alles halt, es ist krumm. Aber in dieser Krümme trotzdem solide Krummigkeit.

37:44 Gavin Karlmeier

This is nahezu chromesque. Krum-Aroma haben wir hier ein bisschen in dem Podcast heute. So. Dann vielleicht noch, also, wir haben gesagt, wir müssten eigentlich alles als Twitter-Buch mal aufschreiben. Da habe ich schon schlechte Laune bekommen im Moment. Und Angst und all das, was mich beim Schreiben umtreibt. Zum Glück hat dann Oliver geschrieben, wir müssen das nicht tun. Das macht schon der Kollege Kurt Wagner von Bloomberg. Der hat Twitter and Elon Musk als Buch schon angekündigt.

38:23 Dennis Horn

Ja, und das ist auch das Buch, auf dem der Wondery Podcast basiert, über den wir gesprochen haben. Genau. Ja, gut, aber wir könnten da ja einen völlig anderen Blickwinkel drauflegen auf das Thema. Ja, mal sehen.

38:38 Gavin Karlmeier

So.

38:39 Dennis Horn

Ich habe ehrlicherweise auch gar keine Lust darauf.

38:42 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Drück dich das. Das, dank.

38:45 Dennis Horn

Gut. Das reicht ja schon, aber dieses Versprechen, dass wir uns gegenseitig die Walter Isaacsen-Elon Wasp-Biografie vorlesen, das steht immer noch.

38:54 Gavin Karlmeier

Genau. Machen wir es eigentlich live irgendwie?

38:56 Dennis Horn

Ja, am Stück, live am Stück. Am Stück live. Ja, gut. Wie lange wird das sein? 4000 Seiten? Wie lange dauert das?

39:02 Gavin Karlmeier

4000 Seiten? Nein, das wird halt, also. Na, das ist ein. Ich würde sagen, das wird eine 6-Stunden-Veranstaltung.

39:09 Dennis Horn

Ja, ich glaube nicht. Aber mal sehen.

39:11 Gavin Karlmeier

So. Natürlich geht es in unserem Twitter-Podcast regelmäßig auch um Reddit. Wir wussten selbst nicht, warum es hier um Reddit gehen würde, aber jetzt klärt es sich endlich. Also vier Tage dauerte dieser Protest auf Reddit, der Reddit Blackout, wir haben mehrfach darüber gesprochen, bis der CEO. Steve Huffman in die Offensive gegangen ist. Er hat mehrere Interviews gegeben, noch in der vergangenen Woche, die wir dann zeitlich, also das fand so statt, dass wir schon aufgezeichnet hatten. nicht mehr mit reingenommen haben. Und da hat er nochmal gesagt, wir werden als Reddit an diesen Plänen für die API. festhalten, das teurer zu machen. Und das eigentlich interessante in diesen Interviews war aber, er hat Regeländerungen angekündigt. Mit denen Reddit renitente Moderatorinnen und Moderatoren austauschen kann.

40:12 Dennis Horn

Ja, das ist so schlimm, ne?

40:15 Gavin Karlmeier

So nennt Heise das. Renitente Moderatorinnen und Moderatoren finde ich sehr schön. Und das ist eine rote Linie, du sagst gerade selbst schon, das ist so schlimm. ähm weil das eigentlich Öl ins Feuer gießen ist, dieses dieses ganzen Streiks da. Reddit selbst sagt, na die, also das wird alles nicht so große Auswirkungen haben auf unser Geschäft. Die Auswirkungen werden nicht dramatisch sein. Der Großteil der Plattformen funktioniere auch normal. Trotzdem ist dieser Punkt mit Moderatorinnen und Moderatoren austauschen, den finde ich ganz interessant. Ja, also Steve Huffman hat hat bei NBC News gesagt, ihm geht die Macht der Moderationsteams zu weit Hat auch subtil Kritik daran geäußert, wie die überhaupt an ihre Jobs als Moderatorinnen und Moderatoren gekommen sind, wie sie die behalten. Ich zitiere mal den Heiße Artikel darüber. Ja, und danach kannst du dich äußern. Als Politiker oder Unternehmenschef sei man den Menschen gegenüber verantwortlich. Man müsse gewählt werden bzw. könne von den Anteilseignern gefeuert werden. Moderatoren auf Reddit seien eher mit dem Landadel vergleichbar. Wer zuerst da sei, dürfe auch da bleiben und den Posten an die Nachkommen weitergeben. Das ist nicht demokratisch. So, dann hat er also diese Regeländerungen angekündigt. Sprecher hat dann The Verge auch erklärt, Reddit selbst könne auch renitente Moderatorinnen und Moderatoren absetzen. Und wenn ein Subreddit im Rahmen des Protests unzugänglich gemacht werde Würden die Moderatoren damit gegen die Regeln verstoßen und könnten auch damit abgesetzt werden? Nur um dann nochmal hinterherzuschieben, es geht gar nicht um die Proteste. Sondern wir wir reden hier überm ja über die Policy. So, jetzt du. Das also

42:24 Dennis Horn

Das geht nicht. Du kannst nicht eine Plattform bauen, die nur darauf basiert, dass es die Inhalte von Menschen. . Featured, also Reddit und vor allem war Reddit ja eigentlich ganz lange vor allem nur eine Art Aggregator für Inhalte weiterer Dritter. Mit der Zeit sind dann sehr viele eigene Gedanken in diese Plattform geflossen, Reddit hat sich auch verändert. Aber Es ist vor allem wachsen, weil die Leute da Zeit rein investiert haben. Extrem viel Zeit. Diese ganzen ModeratorInnen kriegen dafür ja Wahrscheinlich nicht ein Cent, sondern das ist alles Tätigkeit, weil man daran glaubt, dass Reddit wichtig fürs Internet ist. So, das ist the Front Page of the Web. Alle Leute, die bei Reddit unterwegs sind, die brennen dafür. Jetzt hinzugehen und die Regeln des Spiels zu verändern an einem Punkt, an dem das eigentlich, also an dem alle schon total gut in diesem Spiel sind, Geht halt nicht. Und vor allem nicht auf so einer Ebene, um zu erklären, naja, das ist schon wieder Londadel, bla bla bla. Nee, das stimmt halt nicht, weil die Leute sich ja diese Flächen, diese, diese, dieses Land selber gebaut haben. Das ist nicht eine begrenzte Anzahl an Ländern, die die Leute sich jetzt unter sich ausmachen, sondern die Leute haben sich hier selber was aufgebaut. Wenn du dir anschaust, Mi IRL zum Beispiel. einer der Ursprünge super vieler Memes im Internet und auch der ganzen Meme-Kultur, der ist übrigens nach wie vor immer noch private, also man kann da immer noch nichts lesen gerade. Das ist halt kein geschützter Begriff, sondern irgendwelche Leute haben damit angefangen und jetzt hat das über 5 Millionen AbonnentInnen. Und zwar, weil die Leute diese Inhalte haben wollen, die von wiederum anderen moderiert werden. Und jetzt hinzugehen und diesen ModeratorInnen diese Macht zu entziehen und zu sagen, ja, ist ja schön, dass ihr euch das aufgebaut habt. Aber da ist die Tür. Wenn ihr weiterhin Inhalte posten wollt, macht das ruhig. So funktioniert das nicht. So funktioniert eine Plattform wie Reddit nicht. Und dieser CEO argumentiert gerade so stark in so einer Mask-Manier. Mich erinnert das alles an diese, hey, wir stimmen einfach mal ab, wollte Donald Trump zurück, ich mache das aber auf meinen privaten Twitter-Account, haha. Also das ist so. Es ist so eine autokratische Willkür, die da eigentlich nichts verloren hat, vor allem nicht auf einer Plattform, die der Ursprung von dieser ganzen Meme-Kultur am Ende auch ist. Das funktioniert so nicht.

44:48 Gavin Karlmeier

Also, ich finde, dass hier so eine komplett unterschiedliche Argumentationslinie drin ist. Also es geht ja um zwei Dinge, die hier gerade stattfinden. Das eine ist der Umgang mit Moderatorinnen und Moderatoren, die ja Ähm, ich hab ein Interview gehört mit Simon Hurz in Medias Res im Deutschlandfunk. Der hat irgendeine Zahl genannt, welchen Wert Also, welchen Wert der Job hat, den die dort machen? Und das ist immens. So, ja, die machen das ja unbezahlt. Also das ist das eine, die Frage des Umgangs mit den Moderatorinnen und Moderatoren, das andere ist die Frage des Umgangs mit der API. Ja, das sind zwei Fragen. Genau, es sind zwei unterschiedliche Fragen, nur um das mal gerade zu trennen, weil natürlich gerade in der Berichterstattung wird alles verhandelt, aber wenn man das mal so trennt. Die Argumentationskette ist ja eine völlig andere. Also, du hast auf der einen Seite die Argumentationskette von Steve Huffman so Moderatorinnen und Moderatoren, Demokratie, Graswurzel, hier kann nicht einfach einer so entscheiden auf der Plattform und so weiter. Und du hast eine völlig entgegengesetzte Argumentationslinie, was die API angeht. Und wenn du jetzt so ein demokratisches Ding aus dieser Plattform machst und so argumentierst, und sagst, hier kann nicht einfach einer so entscheiden, dann ist dieses einer entscheidet so für die API, finde ich, ein bisschen schwierig zu verargumentieren. Weißt du, was ich meine? Als Plattformbetreiber müsste ich sagen, ich behandle hier alle gleich und meine Argumentationslinie ist dieselbe. Und das würde für mich bedeuten. Dass man die API nicht in dieser Form spart, sondern gemeinsam mit den Drittentwicklern eine Variante sucht, die für das Unternehmen finanziell gut ausgeht, also das Unternehmen als Plattformbetreiber, indem man zum Beispiel in der API verpflichtend die Werbeausspielung mit unterbringt. Das wäre eine Möglichkeit geschrieben. Das heißt, man ändert sozusagen die Policy, behält aber auf beiden Ebenen sowohl Also im Hintergrund, ne? So, behält aber auf beiden Ebenen, sowohl bei den ModeratorInnen als auch beim Betrieb der Plattformen und der API. Dieselbe Argumentationslinie. Das wäre glaubwürdig gewesen. Aber was hier passiert, ist einfach wegen der Unterschiedlichkeit der Haltung, das ist ja, das widerspricht sich ja komplett, das ist einfach nicht glaubwürdig. Und ich würde sagen, wenn sie sowas gemacht hätten, also das ein bisschen so differenzierter betrachtet hätten und die Kommunikation nicht so zack. Friss oder stirb und jetzt im Nachgang auch noch recht kavallig so verhältnismäßig gewesen wäre, dann hätten sie sich all diese Probleme nicht so eingehandelt.

47:59 Dennis Horn

Ja, voll. Und das Problem ist so ein bisschen, dass du dich als CEO einer Plattform, die so gewachsen ist, es dir nicht so mit deinem Publikum verscherzen darfst, finde ich. Also die Sachlage wäre ja eine völlig andere, wenn, wie du sagst, von vornherein gesagt wurde, Leute, jeder Nutzer von Apollo oder einer anderen Drittanbieter-App. Schadet uns und wir sind pleite, wir müssen was tun. . Wäre ja eine völlig andere Sachlage gewesen als eine völlig willkürliche Ankündigung. Übrigens ab nächsten Monat kostet die API einen völlig absurden Fantasiebetrag. Liebe Grüße, ciao Also es gab ja diese Transparenz nicht und auch diese Demokratisierung nicht der Plattform, sondern die Plattform wird ja, wie gesagt, autokratisch regiert und das ist irgendwie ein unzumutbarer Zustand für ein Netzwerk, das davon lebt, dass die Leute sie zu dem gemacht haben, was es ist. Und das ist ja nicht nur, das muss man auch nochmal kurz dazu sagen, dieser Protest sind ja nicht einfach nur renitente ModeratorInnen, wie Reddit das hier irgendwie nahezu formuliert. die, die ein Problem mit einem neuen Layout hatten oder haben. Das gab es ja auch, als das neue Design gekommen ist, haben sich Leute alle beschwert und haben gesagt, das wollen wir nicht. Das gibt es ja immer. Communities, die sich über Kleinigkeiten aufregen, über kleine Designentscheidungen. Wie damals bei Twitter, als es von von Sternchen auf Herzchen umgeschaltet wurde und alle ausgerastet sind. Aber das, was hier passiert und deswegen gibt es eben auch diese Proteste und diesen Blackout und Wie gesagt, Subreddits ohne Ende in großer Zahl, die halt komplett deaktiviert wurden, weil den Leuten wichtig ist, dass die Plattform eben nicht völlig willkürlich. behandelt werden soll.

49:39 Gavin Karlmeier

Ja. Vielleicht noch, ich habe gesagt, jetzt stellt sich auch heraus, warum wir darüber sprechen. Er hat in den Interviews explizit Bezug genommen auf Elon Musk und seine Gedanken über die API bei Twitter. Ja, das passt. Und ja, das passt.

49:53 Dennis Horn

Genau. Ah, nee. Der macht mich wirklich wütend. Vor allem, weil der auch in seinen Interviews sich halt immer so extrem aggressiv gegen die Community spielt. Also der Tonfall, den er da wählt, dass er zum Beispiel auch sagt, dass Apollo, ich glaube, er hat so nicht wortwörtlich, aber sinngemäß sowas gewählt als Formulierung wie Das ist halt eine Schmarotze-App, irgendwelche Leute nehmen unsere Daten umsonst und verkaufen sie und machen 100% Gewinn. Das ist so die Formulierung, die er da wählt. Und das ist ja nicht, das entspricht ja nicht der Wahrheit, das ist ja Polemik.

50:29 Gavin Karlmeier

Es ist eine komplette Polemik, es ist dumm, sich so zu äußern. Und dann mach doch nicht diesen Silicon Valley Growth Hack, in dem du deinen Dienst groß machst. Über eine API und beschwer dich dann im Nachhinein darüber. Wie dumm ist das? Ja. Ja. So.

50:50 Speaker 4

Schön aggro raus. Schönen Montag. Genau. Bis morgen. Bis morgen.