Die Arbeitsrechtsverfahren gegen Twitter laufen an. Leider aber jedes einzeln – und so haben wir jetzt wenigstens die Gewissheit, dass wir für „Haken dran“ auch im Jahr 2085 noch Content haben. Juhu!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich, Gevin. Hallo Dennis. Na, hat sich die heiße Hexe gemeldet mit ihrem Neon-Schild. Da hast du schon eins abgeräumt.
00:12 Dennis Horn
Nee, leider nicht. Auch nicht die die ähm prickernde Punika auch nicht. Ja. Und der Mir fallen keine doofen Alliterationen. Es ist zu warm. Es sind 31 Grad, hier unter diese Folge aufnehmen. Kann nichts Lustiges sagen
00:29 Gavin Karlmeier
Bei mir hat ein Kollege aus der ARD unter meinem Posting dazu geschrieben: frag mal Linda Zervakis. Und da habe ich gedacht, was man meint. Ist das eine Beleidigung oder hat sie wirklich mit der heißen Hexe zu tun?
00:41 Dennis Horn
Ich bin nicht sicher. Ich habe das auch gelesen und habe überlegt, ob ich frage, ob das sexistisch gemeint ist. Ja, genau. Also ich habe es nicht verstanden. Ich habe aber deswegen nicht darauf reagiert, weil ich dachte, ich würde da jetzt nicht irgendwo reintappen. Wir gehen mal vom Besten aus.
00:56 Gavin Karlmeier
Vielleicht fragen wir auch. Und beginnen zu twittern, sozusagen. Was ist eigentlich aus den Arbeitsrechtsklagen gegen Twitter geworden? Wir waren uns ja einig, das könnte so eins der beiden Themen werden, die Twitter richtig Probleme bereiten können. Die Anwälte von Twitter geben zu, jetzt sie sind überfordert. Weil fast 2000 entlassene MitarbeiterInnen Klage eingereicht haben. Krass, 2000. Das ist jeder vierte Entlassene. Also genau, wir gehen die Zahlen nochmal durch. Als Elon Musk Twitter übernommen hat, es gab 7500 MitarbeiterInnen. Ein Monat später nur noch 2500. Und die letzten Zahlen, die bei uns so angekommen sind, sagen, es sind nur noch gut tausend. Krass. Also das heißt, etwa 6500 Beschäftigte sind verschwunden und von denen hat knapp ein Drittel geklagt.
01:50 Dennis Horn
Boah, krass, ist noch heftiger, ja.
01:53 Gavin Karlmeier
Und der Kaufvertrag, also TechDirt schreibt das, und der Kaufvertrag, den Elon Musk unterschrieben hat, sagt. Dass die MitarbeiterInnen unter seiner Eigentümerschaft im Wesentlichen vergleichbare Leistungen erhalten müssen. Und da geht es nicht nur um das Gehalt, Sondern auch zum Beispiel um Bonuszahlungen. Die dürfen also nicht sinken, wenn es um ähnliche Ziele geht, zum Beispiel wie vor der Übernahme, die dann mit einem Bonus irgendwie belohnt werden, wenn man sie erreicht hat. Und auch weitere Leistungen müssen vergleichbar sein mit denen vorher. Und da geht es dann eben auch zum Beispiel um Abfindungszahlungen. Und um all das. Und natürlich hat sich Elon Musk aber geweigert, vielen MitarbeiterInnen, die er dann hat feuern lassen, überhaupt eine Abschluss Findungen zu zahlen. Wir haben ja auch darüber gesprochen anfangs, dass da das Geld dann lange nicht angekommen ist und so. Und wenn es dann passiert ist, war sie auch oft deutlich kleiner als erwartet. Und viele wehren sich jetzt eben dagegen. Und sind dann am Ende in einem Schiedsverfahren gelandet. So, und jetzt kommt die Geschichte, warum die Anwälte überfordert sind. Bei Morgan Lewis, das ist die Anwaltskanzlei, die Twitter vertritt, weil solche Schiedsverfahren nämlich einzeln geführt werden. Oha. Ja, obwohl die meisten Fälle von insgesamt nur vier Anwaltskanzleien bearbeitet werden und rund 1850 von diesen 2000 Fällen Sogar von einer einzigen. Und die Anhörungstermine beginnen im September und Twitter will sich da jetzt um eine Koordinierung bemühen.
03:31 Dennis Horn
Und sie dauern bis 2084.
03:34 Gavin Karlmeier
Da habe ich auch beim Lesen gedacht. Also, die Sorge davor kann ich verstehen. Ich glaube, es wäre nicht sinnvoll, für jedes Verfahren zum Beispiel dieselben Zeugen einzuladen oder so. Also da hat aus meiner Sicht haben da auch die Wie nennt man die denn? Schiedsrichter kann man ja nicht sagen. Schiedsgerichte? Schiedsgerichte haben da auch ein Interesse dran. Sozusagen nicht jeden Einzelfall da zu wiederholen. Ich bin gespannt, wie das weitergeht.
04:04 Dennis Horn
Ey, super gespannt. Also, man muss nochmal sagen, es wirkt wie eine wahnsinnig dumme Idee von Elon Musk, diesen Vertrag unterschrieben zu haben. Ja. Oder vielleicht hat er noch nicht gelesen, kann auch sein.
04:16 Gavin Karlmeier
Ja, oder es wird immer besser spürbar, warum er sich kurz davor nochmal irgendwie da aus der Aus der Schlinge ziehen wollte, ne? Kurz vor der Übernahme. Ja. Vielleicht ist es ihm da selbstbewusst geworden. Ja, das kann sein. So, dann. Haben wir noch ein bisschen API Talk, diesmal nicht zu Reddit, sondern zu Twittern. Twitter will So viel Geld für diesen API-Zugriff. Wir haben ja schon darüber gesprochen, für den sinnvollen Enterprise-Zugriff, zum Beispiel für die Forschung, mehr als 500. 000 US-Dollar pro Jahr. Und die Washington Post hat zu diesem Thema jetzt nochmal sehr viele Stimmen zusammengetragen. Und in ihrer Gesamtheit ist das. Doch recht bemerkenswert, was dann nochmal über die Möglichkeit geschrieben ist, zum Beispiel zu forschen zu Desinformationen und Kriegsverbrechen. Auch für den Einsatz bei Rettungsmaßnahmen, bei Naturkatastrophen, da sagen ExpertInnen jetzt: all das wird erschwert. Und ich gehe mal so ein paar Beispiele aus diesem Artikel durch. Das ist krass. Also, Alexa König ist Direktorin des Menschenrechtszentrums der Berkeley School of Law, das mit den Vereinten Nationen zusammenarbeitet und sie sagt Ich denke, dass im Moment jede Verantwortung für die Achtung, den Schutz und die Behebung von Menschenrechtsverletzungen, die Twitter verursacht Oder zu denen es beiträgt, ganz klar hinter den finanziellen Interessen zurücktritt. Soweit so Captain Obvious.
05:52 Dennis Horn
Ja, schwitz.
05:53 Gavin Karlmeier
Und da muss man auch sagen, obwohl andere Social Media Plattformen Ja, auch für ForscherInnen freien Zugang zu ihrer API gewähren oder gewährt haben. Twitter war da nochmal besonders. Also da gab es zum Beispiel. Verbindungsbeamte zum Teil, die laufend Kontakt zu Twitter gehalten haben und die Strafverfolgern dann geholfen haben bei der Suche nach Informationen. Es gab diese ganzen OSINT-Tools, also Open Source Intelligence, die auf Twitter aufgesetzt haben, weil man da öffentliche Daten durchsuchen konnte. Um zum Beispiel Beweise für Kriegsverbrechen zu suchen. Da sind auch Beweisketten vor Gericht gelandet am Ende. Und jetzt kommen eben so eine Menge von Beispielen. Also Menschenrechtsermittler, die sich auf Syrien und die Ukraine konzentriert haben, die sagen, Twitter war eigentlich immer ein entscheidendes Instrument bei der Lokalisierung. Von Desinformationsklustern rund um Kriegseignisse. Zum Beispiel bei den Chemiewaffenangriffen der syrischen Regierung, bei russischen Angriffen auf ukrainische Schulen. Das ist dann am Ende sogar vor dem Internationalen Strafgerichtshof gelandet als Beweismittel. Dann gibt es HALA Systems, das ist eine, oder HALA Systems, das ist eine Organisation, die in Syrien, wo Zivilisten ja getötet wurden durch Luftangriffe der Regierung, die API genutzt hat als Input für ein Frühwarnsystem, Das hat Rettungskräften dabei geholfen, sich auf den Anflug vorzubereiten von Kriegsflugzeugen. Die API hat es leichter gemacht, Botkampagnen zu enttarnen, auch Wahlbeeinflussungen in den Vereinigten Staaten, in afrikanischen Ländern. Durch diese russische Trollfabrik, diese Internet Research Agency, IRA, die auch im Nahen Osten in Afrika tätig war, wie gesagt, in den ersten Monaten im Sudan in diesem Konflikt haben Forscher vom Digital Forensic Research Lab des Atlantic Council die API genutzt, um Aufzudecken, wie gekaperte Twitter-Konten genutzt wurden, um sich auf die Seite einer Kriegspartei zu schlagen. und deren Darstellung künstlich zu verstärken. Und dann gibt es jetzt auch perspektivisch Forscher der International Crisis Group, die sagen Dass Informationen über die Auswirkungen von Wahlmanipulation auch weiter zurückgehen werden und das wird im nächsten Jahr ein Problem, zum Beispiel Im Tschad, in Mali, Ruanda, Somaliland, Südsudan, Pakistan, Sri Lanka, Tunesien, Venezuela, überall wird gewählt. Und dann hat Twitter ja gesagt. Wir schaffen Ausnahmen für Regierungen, die da irgendwie mit arbeiten wollen. Und da nennt der Artikel dann auch direkt ein Beispiel, nämlich das Erdbeben in der Türkei und in Syrien im Februar. Du erinnerst dich, 70. 000 Todesopfer und da hatten sich Softwareentwickler zusammengeschlossen. Und haben Datenbanken erstellt und Heatmaps, um Rettungskräften zu helfen. Also da war dann zu sehen, zum Beispiel, wo Menschen in den Trümmern gefangen sind Aber die Bemühungen der Regierung hinkten hinterher. Also gerade diese Ausnahme für Regierung bringt dann am Ende vielleicht gar nichts. Also Ich fand es interessant, wie die Washington Post das hier nochmal alles zusammengetragen hat. Ja, voll. Und diese katastrophale API-Politik hier nochmal damit auch. . gegeißelt hat.
09:27 Dennis Horn
Ja, es ist halt so scheiße, man kann das nicht anders sagen, dass dieses Netzwerk, das mehr als nur ein Netzwerk war, sondern es war ein kultureller, ein Bestandteil unserer Kultur, der menschlichen Kultur, sich darüber auszutauschen, Informationen darüber zu vermitteln, auch sich zu über Neuigkeiten zu sprechen. Und das mit dieser, ich weiß gar nicht, wie man das nennen soll, mit diesem Ding, das Elon Musk im Kopf hat, der Sorge dafür hat, dass KI irgendwie seine Informationen der Leute nutzen könnte oder die der Umgang generell mit den Informationen auf Twitter, mit dieser Idee, so ein isolierter Staat zu werden. Halt völlig den Gulli runtergespült wurde. Also man kann es ja nicht anders sagen, als Twitter ist jetzt ein sehr geschlossenes, umzäuntes Gebiet, wo du eigentlich nicht so richtig gerne rein willst. Und wenn du reingehst, dann stellst du relativ fest, das ist gar nicht so schön da drin. Und das ist Also wir sind ein weiteres Mal vermutlich einfach nur noch resigniert und sagen, das ist doch einfach scheiße, vor allem mit Blick auf die großen Wahlen. Du hast gerade einige gelernt, aber genannt, wir haben auch die US-Wahlen. im übernächsten Jahr eine Wahl, die extrem anfällig für Desinformationen ist, eben weil sie die weltweit große Bühne einfach suchen kann und über sehr viele Banden spielen kann. Und das ist einfach, das ist ein Riesenproblem, dass diese Plattform sich jetzt gerade schneller verändert Als die Wahrnehmung der Plattform. Also dass die dass sie in von MedienmacherInnen, von der Gesellschaft als solcher immer noch so genutzt wird oder in Teilen genutzt wird, wie wir das vor einigen Jahren getan haben, die Plattform selber aber eigentlich längst eher bei Truth Social oder GapAI angekommen ist.
11:15 Gavin Karlmeier
Während Elon Musk einfach nicht müde wird, die ganze Zeit das Gegenteil zu behaupten und so zu tun, als wäre es jetzt besonders transparent und Die Redefreiheit besonders unterstrichen und es passiert einfach das genaue Gegenteil. Und wir rätseln ja immer noch, wie viel Berechnung ist dabei oder wie komplett naiv ist eher mit dem, was da bei ihm an Weltbild einfach dahinter steckt. Es ist eine katastrophale, destruktive Naivität. Und das wurde mir beim Lesen dieses Artikels in der Washington Post auch nochmal sehr deutlich vor Augen geführt.
12:00 Dennis Horn
Ja, die Frage ist halt so ein bisschen: Was kann man tun? Also was Nix, ne?
12:06 Gavin Karlmeier
Regulierend. Ja, aber mein Lied seit zehn Jahren so und passiert ist
12:15 Dennis Horn
Zu wenig. Und da muss man auch nochmal dazu sagen, wir haben ganz oft über den Elon Musk gesprochen, der immer wieder Rechtschaffenheit als Argument aufgeführt hat oder als Vorwand aufgeführt hat. um zu handeln, wie er handelt. Der Elon Musk, der sich hingestellt hat und um diese Rechtschaffenheit zu beweisen, gesagt hat, er hat sich sogar impfen lassen, um nach Deutschland zu reisen, um das Tesla-Werk zu besuchen. Und Wir waren ganz oft versucht, dann solche Entscheidungen von Twitter grundsätzlich mit dieser Rechtschaffenheit zu verteidigen. Wir hatten das zuletzt mit Desinformationsfällen in der Türkei, wenn ich mich richtig erinnere, wo Elon Musk gesagt hat, die Alternative wäre gewesen, die Plattform wäre wahrscheinlich geschlossen worden. Trotzdem hat Twitter hat ja kein Rückgehalt, äh, keinen Rückgrat bewiesen und hat sich als Plattform zum Erfüllungsgehilfen einer Regierung gemacht, einer autokratischen Regierung. Ehrlicherweise muss man sagen, regulieren ist das eine. Aber auch so langsam kann man das, glaube ich, also du sagst Naivität, ich bin mir dann nicht so sicher, ob das Naivität ist, ob das wirklich Rechtschaffenheit ist. Oder ob das nicht wirklich auch in Teilen einfach ganz boshaft ist.
13:31 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja.
13:34 Dennis Horn
Man weiß es nicht, ne?
13:35 Gavin Karlmeier
Genau, man weiß es nicht, aber man kommt dieser Unterstellung immer näher. Weil man sich das einfach anders überhaupt nicht erklären kann. Also wie sehr muss er seine Augen und Ohren verschließen vor dem, was Menschen sagen und analysieren und Institutionen ja auch sehr klar benennen, um das nicht zu hören und und seine Position da zu überdenken. Und Ja, reine unschuldige Naivität ist es absolut nicht. So ist das. Ja, also Elon Musk sagt: Alles in Ordnung. Er war auf der Viva Tech zu Gast und hat im französischen Fernsehen dann ein Interview gegeben. Da haben Elon Musk Fanboys So ein bisschen empört, geschrieben, unter anderem der Account Twitter Daily News, dass er viermal wiederholen musste, dass Twitter die EU-Regeln zur Content-Moderation im Digital Services Act einhalten wird. Und da hat Elon Musk, der Interviewerin, dann auch nochmal gesagt, die Sichtbarkeit von Hate Speech auf Twitter sei, seit er an Bord, ist um 30% zurückgegangen. Und und jetzt wird es interessant, es sei auch gar nicht so sehr gekürzt worden bei den Content Moderationsteams, da se Rund viertausend Auftragnehmer in diesem Bereich tätig, also so Contract Workers, nehme ich an. Aber deren Priorität liege nicht bei der Bekämpfung von Desinformationen, sondern von CSAM, Spam und so weiter.
15:11 Dennis Horn
Okay. Kann man halt nicht prüfen, ne?
15:15 Gavin Karlmeier
Kann man nicht prüfen. Genau. Und ich würde sagen, bei CSAM und Spam Merkt man nicht so viel.
15:25 Dennis Horn
Machen die leider keinen guten Job, die Auftragnehmer.
15:27 Gavin Karlmeier
Genau, so die 4000. Dann ganz interessanter Aspekt in dem Interview ging es auch um XAI, also die KI. Abteilungen des neuen Ex-Unternehmens sozusagen. Die Interviewerin hat mit ihm über dieses Statement gesprochen, das er zusammen mit vielen anderen Menschen abgegeben hat. Du erinnerst dich. Wir brauchen sechs Monate Entwicklungsstopp für KI-Systeme. Und sie hat im Grunde gesagt, ist das nicht Heuchelei, wenn er gleichzeitig dieses Unternehmen XAI gründet? Eine Frage, die wir uns auch schon gestellt haben. Ja, und seine Antwort ist fantastisch. Also fantastisch im Sinne von, sie lässt uns wieder die Kinnlade runterkippen. Er sagt Zu XAAI könne er noch nicht so viel sagen, das sei auch noch ein ziemlich frühes Stadium. Aber weil diese Pause, diese sechs Monate Moratorium nicht stattgefunden hat. Said er, ist er lieber Teilnehmer als Beobachter?
16:39 Dennis Horn
Das ist krass. Also so nach dem Motto, ey, wenn ihr nicht auf mich hört, dann mache ich es halt so. Sie können mich nicht vorher an Chef, ich kündige.
16:48 Gavin Karlmeier
Oder in anderen Worten, er hat den Vorwurf der Heuchelei bestätigt. Ja, es ist.
16:56 Dennis Horn
Und so richtig geklärt sind, äh ist es ja auch immer noch nicht, was die sechs Monate am Ende gebracht hätten, richtig?
17:03 Gavin Karlmeier
Richtig, also ich würde ja sagen, sehr viel über KI die letzten Monate berichtet und mich damit beschäftigt, ähm, für die vielen anderen Jobs, die ich habe neben diesem Podcast. Und das ist natürlich totaler Bullshit, diese sechs Monate Entwicklungsjob. Die Probleme liegen halt an einer ganz anderen Stelle schon heute. Also da kann man an anderer Stelle drüber nachlesen. Genau, also das ist ja auch nicht.
17:30 Dennis Horn
Also es wäre ja auch, also ich verstehe ja auch jeden Menschen, dem das ungeheuer ist oder der damit irgendwie Sorge hat, dass es irgendwelche Eingriffe in sein Leben vornimmt. Das ist ja eine völlig legitime Angst. Die will man ja nicht kaputt, kann ich nicht abstreiten. Aber diese sechs Monate, die wären auch jetzt bald rum übrigens. Also das hätte jetzt nicht so richtig viel verändert auf die Strecke der nächsten 10.
17:55 Gavin Karlmeier
000 Jahre. Genauso. So, zum anderen Problem von Twitter, dass das Unternehmen nach wie vor beschäftigt, die Werbung. Twitter plant jetzt, das schreibt Axios. Basierend auf einem ganzen Thread bei Twitter von Chris Reedy. Das ist der Vice President für Global Sales bei Twitter. Dass das Unternehmen neue Adtech-Partner gewinnen möchte. EdTech ist schon mal kurz angeklungen hier bei uns in Haken drin. Das sind also Haken drin, da habe ich Haken drin gesagt. Haken dran. Ich habe auch schon einen Haken drin heute.
18:36 Dennis Horn
Da ist schon einen Haken drin wieder. Die Nikroni Folge 2. The Return of Carter.
18:43 Gavin Karlmeier
So, also, Twitter will AdTech-Partner gewinnen. Und das sind so Anbieter, die Twitter dabei helfen können, werbetreibenden Tools zur Verfügung zu stellen, mit denen sie markensichere Kampagnen starten. Können. Brand Safety.
19:02 Dennis Horn
Brand Safety.
19:03 Gavin Karlmeier
Und Twitter hat einen RFP-Prozess gestartet: Request for Proposal. Also mit, äh, wie nennen wir das denn hier in unserem Beamtendeutsch? Eine Ausschreibung. So. Und da können sich jetzt Unternehmen bewerben. Und Chris Reedy hat getwittert dazu, was im Moment so möglich ist, also dass Verbentreibenden Listen zum Beispiel anlegen können von Schlüsselwörtern oder Konten, um die herum ihre Anzeigen nicht angezeigt werden sollen. Und Twitter arbeitet zurzeit schon mit einigen AdTech-Partnern, das sind IAS, Double Verify, so heißen die, um Kampagnen auch nach dem Geld auszugeben. Dann zu monitoren. Hat das geklappt mit der Markensicherheit sozusagen? Und da hätten die Ergebnisse gezeigt, über 99 Prozent der Werbeanblendungen in der Nähe von Inhalten oder sind in der Nähe von Inhalten erschienen. Die für die Markensicherheit als sicher eingestuft wurden. Also weiß ich nicht, dann haben wir gestern über dieses eine Prozent gesprochen, wo das bei Neonazi-Propaganda im Umfeld zu sehen war.
20:13 Dennis Horn
Ja, und das war dann leider ausgerechnet Disney-NBA. Ja. Microsoft.
20:17 Gavin Karlmeier
Ja, kann ja mal sein. Der Zufall kann ja sein, dass da genau das die 1% sind, wo es anders läuft.
20:22 Dennis Horn
Ja, na klar.
20:23 Gavin Karlmeier
Dann schreibt Chris Reedy: mehr als 75 Prozent der Top 100 Werbetreibenden des Jahres 2022. Sein für Werbung auf Twitter zurück mittlerweile. Und diese ganzen Infos kommen kurz vor einem großen Festival der Werbebranche in Cannes. Und das ist eine Veranstaltung, bei der Plattformen wie Twitter normalerweise die Vermarkter umwerben. Und da hat Twitter bisher tatsächlich immer einen ganzen Strandabschnitt gemietet. Und hat so richtig üppige Partys veranstaltet, um da die Vermarkter irgendwie zu umwerben Und unter der Leitung von Elon Musk wurde die Präsenz jetzt drastisch reduziert. Interessant finde ich, dass noch nicht mal Linda Jaccarino dahin reißt, sondern Twitter hat einfach so eine kleine Delegation von Werbefachleuten zu dieser Konferenz geschickt.
21:17 Dennis Horn
Ja, es ist nicht in den USA. Ich glaube, damit hast du es schon erklärt. Ja, interessanter Punkt. Also, ich glaube, das ist einfach wirklich die in Zukunft nicht mehr der interessante Markt, der Weltmarkt. Sondern es geht einfach, es geht gar nicht mehr um alles andere außerhalb von Nordamerika. Das ist so der Eindruck, den man so gewinnt, wenn man das alles mal so zusammenfasst.
21:39 Gavin Karlmeier
Das ist ja in den Unternehmen generell so. Also ich war 2019 ja bei Instagram, hab einen der Instagram-Gründer interviewt, und wenn man da durch diese Firmenzentrale geht und so ein bisschen mit den Leuten da auch spielt spricht und welche Gedanken die sich machen und wie die ticken, das ist einfach sehr US-zentriert. Und man merkt da förmlich, wie weit einfach alle anderen Märkte von dort weg sind. Und also Twitter wird vorher genauso getickt haben und diese Herausforderungen gehabt haben. Bei Meta ist das exakt genauso, nur wie offen das jetzt zur Schau gestellt wird und und klargemacht wird, ähm wie egal halt auch Märkte außerhalb sind, wir haben ja auch über Linda Jaccarino gesprochen, wie US-zentriert sie auch geredet hat auf so Veranstaltungen. Das ist schon nochmal eine neue Qualität.
22:36 Dennis Horn
Ja, voll. Also weil das hier einfach mit einer ganz anderen Draste das nächste Wort ist morgen in die Umfrage.
22:43 Gavin Karlmeier
Komizität und jetzt Drastizität.
22:45 Dennis Horn
Draste, hätte ich jetzt gesagt.
22:47 Gavin Karlmeier
Annette von Draste Hülzow.
22:51 Dennis Horn
Übrigens, ich sende heute live von einem Drastplatz. Vom Karl Drasten. Entschuldigung. Morgen dann live vom Drasenfahrrad. Ähm auf jeden Fall die Drastik Mit der das hier, wie du sagst, zur Schau gestellt wird. Aber auch die politische Tragweite, die das Ganze hat. Also es ist einfach, es liegt Twitter nicht mehr am Herzen, wenn es nicht um die USA geht. So ist das.
23:21 Gavin Karlmeier
So, zum Abschluss bereit für ein kleines Wo habe ich Emotionenspiel?
23:28 Dennis Horn
Heute ist die Auswahl besonders cool. Gross. Lass mich dir meine Gefühle zeigen.
23:32 Gavin Karlmeier
Also wir beginnen mit einem Tweet von Nima Ovi. Das ist Eine dieser vielen Reverse Engineer-Personen, die wir hier öfter zitieren, hat ein Screenshot gepostet dass Twitter eine Zwei-Spalten-Timeline testet. Und da waren einfach wirklich so Tweet-Spalten nebeneinander, ohne erkennbar why.
23:56 Dennis Horn
Ding, ding, ding, ich hab Gefühle. Hab ich auch. Aber mein Gefühl ist, ähm, Hä?
24:04 Gavin Karlmeier
Ich hab's so ein What the fuck gefühl.
24:10 Dennis Horn
Aber in völlig unbrauchbar. Was will ich denn mit einer zweiten Spalte bei Twitter? Ich will, dass die erste funktioniert und nicht mal eine zweite nehmen. Nee, ich habe eine These, warum das geprobiert wird und zwar wegen dieser Trennung zwischen dem der Timeline, in der so ein TikToky mir angezeigt wird, was mir gefallen könnte, die bei mir übrigens inzwischen so stark unbrauchbar geworden ist, dass ich sie gar nicht mehr aufmache. Weil da nichts mehr drin ist, von Menschen, denen ich folge. Ich habe auch, ich folge ja relativ vielen Menschen bei Twitter Und Profilen, was dazu führt, dass ich nicht so genau weiß, wem ich folge und wem nicht. Und ich muss da immer gucken Ob das Leute sind, die ich Anführungsstriche kenne. Und dementsprechend völlig unbrauchbar. Und die andere Timeline, die folge ich, die ist ja aus Twitter-Sicht uninteressant.
24:57 Gavin Karlmeier
Aber wahrscheinlich für die NutzerInnen nicht.
24:59 Dennis Horn
Und dementsprechend könnte ich mir das vorstellen, als das der Grund ist, aber so richtig doll ist es nicht.
25:08 Gavin Karlmeier
Ich habe da nichts hinzuzufügen. Pratchy Podder arbeitet bei Twitter und schreibt: Wir haben das Limit für Note-Tweets. Also, das sind die Longform-Tweets. Von 10. 000 auf 25. 000 Zeichen erhöht.
25:25 Dennis Horn
Yes.
25:27 Gavin Karlmeier
Viel Spaß beim längeren Note-Tweet und viel Spaß beim Twittern.
25:31 Dennis Horn
Übrigens, wo wir gerade hören, dass das internen Note-Tweet heißt. Wir haben ganz am Anfang mal lange darüber gemutmaßt, ob und wann neben den Langform-Tweets eventuell auch so eine Notes-Funktion kommt, also so eine Art Blogging-Tool für Twitter, wo man so richtig richtig bearbeiten kann. Dann gab es immer mal wieder die Geschichten von Bilder, die du mitten im Tweet einfügen kannst. Das Formatieren wurde ausgerollt und so. Aber dieses Feature ist uns nie wieder untergekommen. Wo ist das? Keine Ahnung. Schade.
26:04 Gavin Karlmeier
In der Micromanagement-Schublade versandet. Irgendwann findet Elon Musk das und sagt: So ist raus! Dann, Twitter fügt eine Meldung hinzu, wenn du einen Tweet anpinnen möchtest, ganz oben im Profil, ob du wirklich nur anpinnen möchtest oder den lieber als Highlight. markieren möchtest. Habe ich Gefühle zu.
26:30 Dennis Horn
Überraschenderweise. Wirklich? Ja, aber ich sag dir auch, warum. Der Highlight Tab ist ja relativ neu. Und das ist sehr bemerkenswert, dass Twitter jetzt neuerdings wieder, das haben wir seitdem Elon Musk übernommen hat, nämlich nicht mehr gesehen und uns die ganze Zeit gefragt, warum nicht. wieder auch die Bewerbung neuer Funktionen in alte Funktion einbaut. Also wir hatten diese Geschichte mit dem Kommunen, ne, mit dem Ach, wie heißt denn? Mit dem Subscribing, mit diesen Premium-AbonnentInnen, dass du quasi nicht abgesellt wurdest, wenn du irgendwo einen Link dazu geschickt bekommen hast, dann würdest du eine Fehlermeldung bekommen. Oder also weißt du, dass es so ganz viele Punkte gibt, an denen dir nicht angezeigt wird, hier könntest du jetzt übrigens auch in diesen Genuss kommen, sondern dir wird einfach gesagt, nee, Pech gehabt Und dass hier aber in eine alte Funktion jetzt dieses Ding platziert wird, zeigt doch, dass da zumindest so was User-Interface angeht, doch wieder jetzt jemand sitzt und sich Gedanken macht. Ah, okay. Also ein paar Gefühle habe ich da tatsächlich, wie du merkst, zu.
27:28 Gavin Karlmeier
So, dann wird Twitter eine Suche zu Lesezeichen hinzufügen, zu den Bookmarks. Fühle nichts. In der Desktop-Version von Twitter ist es jetzt möglich, benutzerdefinierte Emoji-Reaktionen in Direktnachrichten auszuwählen und zu verwenden.
27:42 Dennis Horn
Mhm.
27:43 Gavin Karlmeier
War letzten Monat schon für iOS und Android möglich. Geil.
27:48 Dennis Horn
Es ändert alles
27:51 Gavin Karlmeier
Und es gibt eine Möglichkeit, Direktnachrichten auszuwählen, auf die man dann direkt antworten kann. Also weißt du, so wie im Chat. Ich möchte auch eine konkrete, weiter oben liegende Nachricht. So, das kann man auf iOS und Android schon auf dem Desktop noch nicht.
28:08 Dennis Horn
Da sprechen wir dann in einem Monat drüber.
28:10 Gavin Karlmeier
Ja, so. Gut. Also auch keine Gefühle.
28:12 Dennis Horn
Nee. Dann haben wir uns ausgefühlt, aber jetzt für heute. Ich habe also immer noch 31 Grad. Ich will einfach nur zerschmolzen da liegen.
28:23 Gavin Karlmeier
Ich bin in einem Hotelzimmer, hier läuft die Klimaanlage. Und wenn man sich so geduscht hat, Lala, ich kann nicht hören.
28:32 Dennis Horn
Fantastisch. Ja, ist gut. Ich war neulicher als die Republika, war auch in einem Hotelzimmer. Und da habe ich hier nicht drüber gesprochen. Aber das Hotelzimmer war, also, stell dir die Fläche eines Bettes vor Dann fügst du so 10 cm an jeder Seite dran. So groß war mein Hotelzimmer. Nur, dass auf der Seite, an der man an dem Bett vorbei musste. Um durchzukommen, hing so eine Soundbar und man hat sich jedes Mal die Hüfte daran gestoßen, weil dieses Soundbar genau in diesen kleinen Bereich reingeragt hat. Und die Klimaanlage hatte zwei Einstellungsmöglichkeiten. Die eine Einstellungsmöglichkeit war so. Aus. Also sehr, sehr, sehr warm. Und das andere war so kalt halt. Also so minus 60 Grad. Wir können nur die Extreme, oder? Ja, nur extrem.
29:21 Gavin Karlmeier
Ich bin hier reingekommen und wurde in ein Zimmer geschickt, das in etwa so groß war wie das, das du gerade beschrieben hast.
29:28 Dennis Horn
Ja.
29:28 Gavin Karlmeier
War aber nicht gemacht. Also da standen noch die Flaschen von der Mini-Bar oben drauf und das Bett war nicht gemacht.
29:33 Dennis Horn
Hat da auch noch jemand drin geschlafen?
29:35 Gavin Karlmeier
Das zum Glück nicht. Tatsächlich, aber ich bin dann, sorry, und dann wurde ich abgegradet. Und jetzt sitze ich in diesem Klimaanlagen-Hotelzimmer auf einem Sofa und die Minibar wurde aufgefüllt. Sehr gut.
29:45 Dennis Horn
Und diese Minibar verschwindet jetzt vollständig im Körper von Dennis Horn.
29:49 Speaker 4
Richtig.
29:50 Dennis Horn
Und morgen erzähle ich, wie es gewesen war.
29:52 Speaker 4
Ja. Ich freue mich drauf. Bis morgen. Bis morgen.