Threads ist da! Und Twitter baut die schönste Rampe, die Meta dafür braucht, um ihnen die Butter vom Brot zu nehmen. Jedenfalls in den USA – denn wir werden innerhalb der EU erst mal Zaungäste bei Threads sein.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Grüß dich Gavin Hä? Wer ist denn da? Ja, wer ist denn da? Wir müssen vielleicht erstmal zu Beginn sagen, warum ich heute hier bin. Dennis ist nämlich im Urlaub und.
00:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Und deswegen bist du wieder da.
00:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Hallo Dennis, willkommen zurück. Hallo. Na? Na, wie geht's? Ach du, ich hab das Gefühl, ich habe strategisch zu einem guten Zeitpunkt Urlaub gemacht. Ich glaube, da gibt es Leute, die sehen das anders. Naja, vielleicht müssen wir heute einfach ein bisschen nachholen. Oh Gott, ich habe nicht so viel Zeit. Ja, gut, okay, dann nicht. Dann bleiben wir einfach bei unserer knallharten Chronistenpflicht und steigen direkt ein. Ich bin übrigens wirklich. Ich bin für den Podcast zurück. Das möchte ich vielleicht noch sagen. Ich mache noch ein bisschen Ruhe. So zwei Monate.
00:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Dennis Horn ist jetzt privatier.
01:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, und aber den Podcast mache ich wieder. Und vor einem dreiviertel Jahr gab es in einem Chat Bei Meta, eine Nachricht so unter MitarbeiterInnen, die jetzt von der New York Times zitiert wird. Und diese Nachricht hieß Twitter is in Crisis And Meta needs its mojo back. Let's go for their bread and butter.
01:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Wir hatten gestern hier, auch hätten wir Not Safe for Work nochmal hier im Podcast. Dann muss ich Nicole erklären, dass du nicht weißt, was das ist. Ja, ich hab's gehört.
01:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und dann erklär mir jetzt bitte, was Mojo heißt.
01:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also, das Mojo ist so ein bisschen so wie der Vibe. So ein bisschen wie so ein, wenn du It hast, dann hast du It. Das ist Mojo. Mojo ist so das Charisma, die Aura, die Energie. Das ist das Mojo.
02:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also es gibt Leute, die haben das Mojo einfach. Ich hab's ja, und deswegen muss ich nicht drüber nachdenken, was das heißt. Weißt du? Heute ist, wenn ihr diese Ausgabe hört, der 6. Juli und heute ist der Tag, an dem Meta vielleicht It's Mojo back bekommt.
02:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Zumindest können wir das so als Zaungast einschätzen.
02:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Naja, da würde ich gleich noch was zu sagen. Aber auf jeden Fall geht Meta jetzt vor der Bread and Butter, denn heute erscheint Threads, der mögliche Twitter Killer von Instagram aus dem Hause Meta. Aufgeregt, Gavin
02:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ein bisschen, wir sprechen jetzt gleich darüber, warum die Aufregung leicht getrübt ist, aber ich habe das gestern schon so durchklingen lassen. Also mir, ich habe in den letzten Tagen, als du weg warst, hatte ich ja viel Zeit, um nachzudenken. Abends, wenn ich alleine in unserem großen Bett gelegen habe. Und da ist mir eine Sache aufgefallen. Und zwar das, was Twitter inzwischen für mich auch lange war und inzwischen so ein bisschen verloren hat. war der schnelle Finger. Also so der schnelle Gedanke, den man einfach so in die Welt hinaus posaunt. Und das habe ich auch in den letzten Wochen und Monaten, die Leute haben das ja auch vielleicht mitbekommen, weiterhin über Twitter getan. Weil einfach das für mich so, ich kann das so ein Screenshotten und bei Instagram posten oder so, ich habe das da vollständig, da findet das statt. Einfach weil mir der andere, mir fehlt der Weg, wo ich das sonst veröffentlichen soll. Mir fehlt die Alternative. Wenn ich es ins Fidiverse geschrieben habe, dann haben mir Leute erklärt, warum das nicht witzig ist. Wenn ich es bei Blue Sky geschrieben habe, dann hat das eine Person geliked und das warst du. Und wenn ich es bei Facebook gepostet habe, dann hat das mein Vater giked. Also das war so die Herausforderung. Und deswegen war es nach wie vor Twitter, aber mehr so als öffentliches Tagebuch. Und ich habe auch die Benachrichtigung inzwischen ausgeschaltet bei Twitter. Und dementsprechend kriege ich gar nicht mit, was da drauf zurückkommt, sondern es ist mehr so, ich bin froh, wenn es weg ist, der Ende der Prozess des Denkens. Und warum ich dir das erzähle, ich habe zu viel Redebedarf, weil du so lange nicht da warst. Nee, warum ich dir das erzähle, ist, weil ich glaube, dass Threads das für mich werden wird. Und was das bedeutet weiterhin. Dass sobald ich dort veröffentlichen kann, sagt nur mein Gefühl, werde ich nichts mehr bei Twitter veröffentlichen. . .
04:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, ich gehe mit, wir haben ja beide die Vermutung, das könnte die App sein und die. Der Dienst, der da für viele Menschen was auffängt und wirklich zum Problem für Twitter kommt. Wir werden es ab 16 Uhr unserer Zeit heute wissen, denn das ist der Veröffentlichungsmoment. Threads kann auf jeden Fall im US App Store von Apple vorbestellt werden. Vielleicht kommen wir da kurz zu dem Punkt, dass es nämlich bei uns erstmal gar nicht zu haben sein wird in der gesamten Europäischen Union und das auch auf absehbare Zeit nicht. Das schreibt Der Irish Independent unter Berufung auf die Datenschutzbehörde in Irland, das ist die Data Protection Commission, die DPC, die wiederum sagt, sie hat von Meta selbst erfahren, dass Threats erstmal nur in den USA und in Großbritannien an den Staat gehen.
05:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, das finde ich auch toll.
05:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und sie sagt auch, also an uns liegt es nicht. Wir haben da nichts verhindert. Woran mag es liegen? Wahrscheinlich denkt. Und Weißmeter, ganz kurz mit der DSG VE geht das nicht wirklich zusammen.
05:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Aber ist das nicht toll, dass wir, also dass unsere Bar inzwischen so low hängt? dass es schon etwas Besonderes ist, dass wir hier über ein soziales Netzwerk sprechen, die der EU sagen, ja wir haben da was, aber das wird bei euch gegen das Recht verstoßen, das veröffentlichen wir erstmal nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass andere soziale Netzwerke, über die wir hier öfter mal sprechen, Tütter, dass die sich da durchaus anders verhalten hätten.
05:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, ja, oder Meta sich, also man kann ja auch sagen, die Bar hängt verdammt high, weil Meta über viele Jahre sich ja auch anders verhalten hat und jetzt merkt, das können wir in der EU nicht mehr machen, weil es zu krass ist. Und das wiederum zeigt ja eher, dass die Gesetzgebung funktioniert, oder?
05:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Beides, ja, beides stimmt. Ich würde, ich habe da so auch viel drüber sinniert, weil das natürlich schon eine. Also offenbar hat man Prioritäten gesetzt bei Meta und hat gesagt, die Priorität ist, das Ding muss in den USA in den Start gehen. Den Rest klären wir dann.
06:14 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also zu sagen auf unbestimmte Zeit wird es in der EU nicht starten, ich würde prognostizieren, das dauert keine zwei Monate Ich finde das ganz interessant, was du sagst, weil es ja vielleicht auch ein Zeichen dafür ist, wie schnell da alles gehen musste. Ja, voll. Also ich habe eben eben gesagt, die App kann jetzt im US-App Store von Apple vorbestellt werden, was ich eine witzige Formulierung finde dafür, was da passiert, nämlich den Benachrichtigungen, wenn sie da ist. Einfach so. Und hier kommt erstmal die offizielle Beschreibung aus dem App Store. Threads ist ein Ort, an dem Communities zusammenkommen. Um alles zu diskutieren, von den Themen, die sie heute interessieren, bis zu den Trends von morgen, egal wofür du dich interessierst Du kannst deinen Lieblingsautoren und anderen, die die gleichen Dinge lieben, folgen und dich direkt mit ihnen verbinden oder eine eigene treue Fangemeinde aufbauen. Um deine Ideen, Meinungen und Kreativität mit der Welt zu teilen.
07:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich habe in so vielen Workshops in meinem Leben gesessen, in denen man so lange an solchen Texten rumgefeilt hat. Ja, oder? Ja. Also ja, es ist halt genau das, was Twitter mal war, diese Beschreibung. Und man kann ja theoretisch übrigens, das wird glaube ich kein Verstoß gegen geltendes Recht sein. auch in Deutschland auf den US-App Store zu verpassen. Aha, das wollte ich gerade sagen, genau.
07:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Du kannst dir einen Account im US-App Store anlegen. Ich habe eben gesehen, ich habe da noch 3,54 Dollar. gut haben.
07:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Da kannst du wieder dreimal Threads kaufen. Nee, es kostet nichts.
07:42 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Nee, aber man konnte damals, als man im US-Store wirklich noch so iTunes Musik runtergeladen hat und gekauft hat. Da konnte man sich immer bei eBay die Gutscheinkarten für einen US-App-Store kaufen und damit dann auch Sachen bekommen, die es in Serien, die es in USA nur. Daher hatte ich das noch. Naja, so, und genau, da habe ich das jetzt gemacht. Also, ich bin jetzt gerade mit dem US-App Store auf dem iPhone eingeloggt.
08:04 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja.
08:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und das heißt, ich werde mir diese App, wenn sie jetzt rauskommt, 16 Uhr, auch runterladen können.
08:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja.
08:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und wir werden morgen hören hier im Podcast, ob sie denn überhaupt dann funktioniert oder ob sie nicht auch noch ein internes Geoblocking hat, was dann. . Ich glaube, dass man sie überhaupt einsetzen kann.
08:22 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich glaube, das hat sie, weil der Browser, also da sprechen wir jetzt gleich auch noch drüber, dass du über den Browser schon auf Threads zugreifen kannst und auch schon Leute sehen kannst, die dort gethreadet haben. Wir brauchen ein neues Vokabular, das ist immer stressig. Also die dort Dinge publizierten, zum Beispiel Sack persönlich. Und entschuldigung. Oh Gott, alle Wortspiele, die gerade mal im Kopf sind. Ja, da hatte ich echt mal den Sack. zu. Auf jeden Fall. Und da kann man ein bisschen rumklicken. Da erfährt man noch ein paar spannende Sachen. Über die eine Sache sprechen wir gleich, über die andere sprechen wir jetzt. Es wird mir angezeigt, dass wenn ich versuche, dort mich einzuloggen, weil ich versuche etwas zu reposten beispielsweise, dass Threads in meiner Region derzeit noch nicht ausgerollt ist. Aber alles, also auch die Wie heißt das denn, wenn ich die Maus über ein Symbol halte? Tooltipps, Hover-Tipps, die sind auch schon auf Deutsch übersetzt, was zeigt, man ist quasi bereit, man muss noch Regularien klären. Und da wollte ich jetzt nochmal nämlich kurz zu kommen. Ich glaube, diese unbestimmte Zeit, die ist relativ überschaubar. Ich glaube nicht, dass wir jetzt so wie bei Apple Pay fünf Jahre darauf warten, dass es in Deutschland oder in der EU ankommt. Ich schätze, dass tatsächlich noch Kleinigkeiten geklärt werden müssen. Damit es DSGVO-konform ist, aber dass dort schon daran gearbeitet wird, da würde ich mich festlegen.
09:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Okay.
09:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Glaubst du nicht?
09:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Nein, das müssen wir, da könnte ich, da wäre ich einverstanden mitzugehen. Okay. Ja?
09:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Einverstanden.
09:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Da müssen wir uns dann in zwei Monaten nochmal hier updaten, was draus geworden ist. So. Es gibt aber eine Reihe von NutzerInnen, die sind schon drin, also Influencer, die von Meta eingeladen wurden, die App schon vor dem offiziellen Start noch zu testen. Und da hat die US-Version vom Business Insider. den vier Seitenlangen Onboarding-Leitfaden vorliegen, den diese Influencer bekommen haben. Und drei, das ist eine schöne Formulierung vom Insider. Fachleute aus der Influencerbranche haben darüber ein bisschen erzählt. Interessant finde ich, wie in diesem Leitfaden um die Influencer geworben wird. Ihr werdet zu den ersten gehören, die Dinge in der App teilen und habt Zeit, euch an die neue Erfahrung zu gewöhnen. Wenn ihr beitretet, erhaltet ihr. . Ein temporäres Profilabzeichen auf Instagram, das eine Nummer anzeigt, basierend auf der Reihenfolge eures Beitritts. . Wenn ihr vor der Öffentlichkeit beitretet, habt ihr den Vorteil, eine der niedrigen Nummern zu haben. Ihr könnt dieses Abzeichen jederzeit ausblenden, aber dieses Abzeichen wird erst nach dem Start der App, also von Threads, für die Öffentlichkeit sichtbar sein. Hochinteressant. In der Tat, ja. Dann während der Early Access Phase könnt ihr mit anderen Top-Kreativen und Meta-Managern wie Mark Zuckerberg und Adam Mosseri interagieren. Also die posten da übrigens auch schon fleißig. Max Zuckerberg hat gepostet, let's do this. Welcome to Threads mit gut 2000 FollowerInnen. Adam Mossari hat noch ein paar mehr. Also da sehen wir schon die Größenordnung dieses Tests. Ein paar tausend offenbar, die da jetzt irgendwie schon dabei sind. Netflix hat übrigens auch einen Account. Warum wir nicht? Warum wir nicht? Das Blue Sky Playbook ignoriert. So, ähm, weil, äh, Marc, wir könnten hier ein paar Invite-Codes Wir sind einflussreich, mag und sonst nicht so viele große Namen bisher, ehrlich gesagt Aber man kann, du hast es gerade erwähnt, mit der entsprechenden URL die Postings auch schon auf seiner Webpage sehen, mit einem nur Lesezugriff.
12:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Aber das ist brillant, dass du jetzt schon ein funktionierendes Webinterface hast. Also all diese Dinge, die man hätte befürchten können, die man von Twitter vermisst. Hat man bisher das Gefühl, werden schon eingehalten. Und diese Idee mit dieser ID im Instagram-Profil ist auch brillant, weil du einen Anreiz setzt, dass die Leute sich früh anmelden.
12:19 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Genau, also tatsächlich, unser erster Eindruck von dem, was wir gesehen haben. Funktionabel gebaut, sozusagen. Dann steht in diesem Leitfaden drin, sobald die App öffentlich zugänglich ist, ist das Teilen in Instagram Storys oder dem Feed eine gute Möglichkeit, eure Follower darauf aufmerksam zu machen, dass ihr jetzt eine neue App nutzt. Während der Early Access Phase werden die Posts, die ihr von dieser neuen App in Instagram Stories oder Feed teilt, nicht für die Öffentlichkeit sichtbar sein. Fand ich ja auch ganz interessant. Also, da wird es eine direkte Integration mit Instagram geben, was ja auch schlau ist
13:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ist übrigens auch ein bisschen Instagram Playbook, dass solche Dinger, die werden wahrscheinlich auch super krass geboostet werden in der Reichweite. Also wir kennen das von den Reels. von den Live-Videos, bei denen alle deine Follower innen eine Push-Nachricht bekommen haben, wenn du live gegangen bist anfangs, bis die Corona-Pandemie kam und so eine leichte inflationäre Verwendung davon gab. Das kennen wir von Facebook Live damals auch, da war das auch so, dass sie immer sehr weit oben angezeigt wurden. Also das ist ein sehr typisches Vorgehen dort, dass die neuen Funktionen immer sehr stark belohnt werden.
13:32 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So. Und interessante Einschätzung übrigens nochmal gelesen bei allsocial. de. Wie sehr ist Threads eigentlich ein Konkurrent für Facebook? Also wenn man mal nur auf die blanken Funktionen von Threads guckt, Texte, Fotos, Videos, Kommentare von Menschen, die uns wichtig sind. Das ist doch Facebook, wie es mal war, oder? Darf ich da mal kurz eine Frage reinwerfen?
13:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Wissen wir denn wirklich, dass man Fotos und Videos dort veröffentlichen kann?
13:57 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ach so, weil du bisher nur Texte gesehen hast.
13:58 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich habe nur Texte gesehen und ich bin mir da nicht sicher, ob Instagram da wirklich auch Videos stattfinden lässt. Ah, weil Instagram, weil Adam Masary auch immer wieder gesagt hat, wie unglücklich er mit der Verwendung von Video auf seiner Plattform ist, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die dort zu teilen.
14:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Na, aber wenn du wirklich gegen, also wenn wirklich die interne Maßgabe war, wir nutzen jetzt den Moment, um uns da in Positionierung gegen Twitter zu bringen. Dann würde ich sagen, wäre es doof, wenn das nicht möglich sein wird. Stimme ich voll zu. Bin aber gespannt, ob das direkt da ist. Ja, okay. Schauen wir mal. Ja, aber es ist eh interessant, was am Anfang schon da ist und was nicht. Und was mit am interessantesten ist, was am Anfang nicht da sein wird. Ist die Anbindung ans Fettiverse. Ja, und da habe ich viele, viele Emotionen zu. Ja, pass auf, ich bringe erstmal die Fakten und du die Emotionen. Adam Musseri schreibt das. Er schreibt: Wir sind bestrebt, Unterstützung für Activity Pub. Das Protokoll hinter Mastodon in diese App zu integrieren. Finde ich auch interessant.
14:58 Gavin Karlmeier
Er sagt nicht das Fediverse, sondern er nennt nur Mastodon.
15:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und wir waren nicht in der Lage, es zum Start fertigzustellen, da es eine Reihe von Komplikationen gibt, die mit einem dezentralen Netzwerk einhergehen, aber es wird kommen. Wenn ihr euch fragt, warum das wichtig ist, hier ist ein Grund, ihr könntet eines Tages Threads verlassen oder hoffentlich nicht deplattformt werden. Wenn das jemals passiert, solltet ihr in der Lage sein, euer Publikum mit auf einen anderen Server zu nehmen. Offenheit kann das ermöglichen. So, jetzt deine Emotionen.
15:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Also ich bin ihm so ein bisschen auf den Grund gegangen. Wenn man auf dieses Profil von Mark Zuckerberg in Threads geht, kann man auf Also du siehst sein Username oben stehen. Marc Zuckerberg erstmal den Namen und darunter steht Sack und also Z-U-C-K und daneben steht threads. net. Wenn man da draufklickt Dann sieht man, dass das quasi die Instances auf der Sack eingeloggt ist oder angemeldet ist. Und darunter steht, auf Deutsch auch schon übersetzt Bald kannst du Menschen auf anderen Fediverse-Plattformen wie Mastodon folgen und mit ihnen interagieren. Diese können Personen auf Threads auch über den vollständigen Benutzernamen wie at sackthreads. net finden. Meine erste Emotion ist, ich glaube Adam O'Sarry war sehr unscheid. Also das ist jetzt, dass ich jetzt dieses Lied singe, ist vielleicht überraschend, aber Er war sehr unscharf in der Verwendung der Begriffe Activity Pub, Mastodon Fediverse. Und zweitens formulierte das hier so, als hätte Threads einen Support. für Mastodon oder für ActivityPub. Das ist ja seine Formulierung. Und da habe ich erstmal gestürzt und habe mir gedacht, Moment, das war doch eigentlich der Plan, dass es auch eben dezentral organisiert ist, dass du die Möglichkeit hast, nicht nur interoperabel zu sein, sondern auch auf dieser Infrastruktur basierst. Liebest Threads. Und die Formulierung, die ich da eben auf Deutsch vorgelesen habe, die ist ja ein bisschen eindeutiger und signalisiert, offenbar ist das jetzt auch schon so. Offenbar ist die ganze Infrastruktur schon so angelegt, als wäre sie für die Verse. kompatibel, die ist halt nur noch nicht geöffnet. Also sozusagen die Schleuse ist noch zu oder die Brücke ist noch zu, weil man vermutlich Dinge klären muss. Und da habe ich eine These. Und zwar habe ich gelesen bei 925 Google, war es glaube ich, heißen die so? Ja? Ja, ja. Habe ich gelesen, die haben den APK von. Threads, also die App, die du für Android nutzen kannst, haben die reverse engineert. Und haben herausgefunden, dass es wohl eine Funktion gibt, Dinge zu veröffentlichen. Die nur auf der Threads-Instanz zu lesen sind und nicht außerhalb von Threads, also nicht im Fidiverse. Ich glaube, dass das eine Vorbauleistung ist, um Werbung zu platzieren, Weil Werbung ja auch nur vermutlich in Threads sichtbar sein soll, weil wenn sie das komplette Fiddiverse mit Werbung spülen, dann werden sie von allen Instanzen blockiert werden. Und vermutlich ist das noch nicht fertig. Also dieser Weg, das sozusagen isoliert zu veröffentlichen.
17:52 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, du hast ja die letzten Tage hier auch im Podcast, ich habe alles gehört. Du hast ja auch gesagt, mit Werbung würdest du erstmal nicht rechnen, weil das so ein Stück negative Nutzungserfahrung sein könnte, das erstmal alles überschattet. Und dass die das gerade nicht gebrauchen können. Wird dazu passen.
18:09 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Wird dazu passen, genau. Also ich glaube, sie brauchen noch keine Werbung, weil sie einfach Frustmomente auf Null halten wollen. Und das kleinste negative etwas kann ihnen ja schon um die Ohren fliegen. Sie wollen hier viel richtig machen, habe ich das Gefühl.
18:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Okay. Ja, dann warten wir ab. Also ich würde sagen, morgen haben wir dann nochmal ein bisschen. Wieder über Threads zu sprechen. . . Ich glaube auch. Kommen wir mal zu Twitter. Was? Also vor genau zehn Jahren hat Elon Musk auf einer Veranstaltung des Wall Street Journals mal gesagt, ich werde eines Tages einen Menschen auf den Mars bringen. Und zwar in genau zehn Jahren.
18:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Und jetzt sitzt er da und schlägt mit der Faust auf die Tastatur, weil das View-Limit nicht eingehalten werden kann.
18:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, genau. So, also das ist ein Ist ein Tweet von Majority Report mit diesem kleinen Zeitsprung. Genau, was hat er stattdessen gemacht, das Leselimit bei Twitter eingeführt? Laut Twitter hat das übrigens nur minimale Auswirkungen auf die Werbung. Naja. Und jetzt gibt es dazu noch ein offizielles Statement auf der Twitter-Website, im offiziellen Blog. Und das, da möchte ich gerne nochmal kurz mit dir drüber sprechen. Twitter schreibt, um die Authentizität unserer Nutzerbasis zu gewährleisten, müssen wir extreme Maßnahmen ergreifen. Um Spam und Bots von unserer Plattform zu entfernen. Kurzer Einschub hier von mir. Ich dachte, das wäre alles längst geschehen. Bla, so. Warum ist das immer noch ein Problem, wenn man das so einfach in den Griff bekommen würde, wie Elon Musk es am Anfang gesagt hat? Ich glaube nicht daran, aber okay, weiter. Deshalb haben wir die Nutzung vorübergehend eingeschränkt, damit wir Bots und andere bösartige Akteure, die der Plattform Schaden aufspüren und eliminieren können. Jede Vorankündigung dieser Maßnahmen hätte es bösen Akteuren ermöglicht, ihr Verhalten zu ändern, um der Entdeckung zu entgehen. Im Großen und Ganzen arbeiten wir daran, diese Konten daran zu hindern, erstens die öffentlichen Twitter-Daten von Personen auszuspionieren, um KI-Modelle zu erstellen? Das ist ja ein Punkt, über den wir tatsächlich auch schon öfter diskutiert haben. Und zweitens, Personen und Gespräche auf der Plattform auf verschiedene Weise zu manipulieren. Derzeit betreffen die Einschränkungen nur einen kleinen Prozentsatz der Nutzer der Plattform. Und wir werden sie auf dem Laufenden halten, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind. Was unsere Kunden betrifft, so waren die Auswirkungen auf die Werbung minimal, da ist dieser Satz. Schön finde ich noch poetisch, ganz kurz. Auch wenn diese Arbeit niemals abgeschlossen sein wird, sind wir alle fest entschlossen, Twitter zu einem besseren Ort für alle zu machen. Manchmal muss man. Wenn auch nur für einen kurzen Moment langsamer werden, um schneller zu werden.
20:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich meine. Mein Gott, es ist so pathetisch. Es gibt, ich hab das kurz gegoogelt, es gibt ein Determinativ-Kompositum. aus zwei Wörtern in der deutschen Sprache, die ziemlich gut, das ziemlich gut zusammenfasst, wie ich diesen Text wahrnehme. Und dieses Determinativ-Kompositum lautet Räuberpistole. Eine Räuberpistole ist ja eine Wie Victionary schreibt, eine unglaubliche haarsträubende Geschichte, die aber jemand als Wahl präsentiert. Ich glaube kein Wort davon, dass es diese bösen, dunklen Männer gibt da draußen, die irgendwo im Schatten stehen und darauf warten, uns die Daten zu klauen.
21:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Du hast halt deine Rechnung.
21:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, und selbst wenn er die Rechnung. . Also es ist ja f am Ende ist völlig egal, was der Grund ist. Aber der Grund ist nicht, dass jetzt. irgendwo Leute mit Kapuzen stehen und uns Twitter wegnehmen wollen. Und diese Erzählung, die Elon Musk und Twitter hier die ganze Zeit versucht aufrechtzuerhalten, die sich auch überhaupt nicht belegen lässt, für die es keine Anhaltspunkte gibt. Und jedes Unternehmen wird das öffentlich machen, würde klagen gegen so rechtswidriges Verhalten, die bindet er uns die ganze Zeit so auf, als wäre das so völlig selbstverständlich, dass wir unser Twitter beschützen müssen. Ehrlicherweise sind das Argumentationen, die wir von Pegida, von der AfD, von Donald Trump kennen, immer wieder einfach so, es gibt irgendwo die Bösen und wir müssen hier unsere Heimat beschützen, wir müssen hier aufpassen. Und das ist Bullshit. Das macht mich so wütend, dass man so immer so einen Vorwand sucht, um so eine Scheiße zu ver. . Ach Mann, ey. Manchmal muss man etwas langsamer werden, um schneller zu sein.
22:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Also das habe ich da, hab ich schon gedacht, das hat das Linda Jaccarino geschrieben. Das ist doch schon so ein, so, also irgendwie, deren Texte waren ja auch völlig irre. Also Was ich interessant finde jetzt in diesem Zusammenhang Leselimit, lass da nochmal kurz drüber sprechen.
22:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, bitte.
22:47 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ich kam aus dem Urlaub zurück. Und das Erste, was passierte, waren Anrufe von Redaktionen komplett aufgescheucht, wo ich so dachte, na, na, also. Die haben sich jetzt irgendwie monatelang keine Gedanken gemacht. Wir haben ja auch öfter darüber geschrieben, warum verlassen die Twitter nicht, kommen wir gleich auch noch zu zu dem Thema, warum verlassen die Twitter nicht? So. Und man hatte immer so den Eindruck, ja Journalistinnen, Journalisten bleiben einfach da. Ist auch nicht ganz falsch, weil es ist ja weiter trotzdem mitunter ein wichtiges Recherchemedium. So, aber ich hatte, also mein Eindruck war einfach, die nehmen gar nicht wahr, wie schwierig es um diese Plattform insgesamt steht. So. Und jetzt mit diesem Leselimit sind die plötzlich aufgescheucht und konnten offenbar ihre Arbeit nicht mehr richtig machen.
23:38 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Aber in die falsche Richtung aufgescheucht, Dennis. Also. Nee, geht's genauso. Ich habe auch in den letzten Tagen mit vielen Menschen gesprochen, die beruflich was mit Twitter zu tun haben, immer so unter drei Gespräche, hey, können wir mal kurz und so. Und unter drei Gespräche sind Gespräche, die man nicht veröffentlicht im Anschluss. Und. Der Trainer war immer genau das. Ich kann nicht mehr recherchieren. Hier Floh Gregorzig zum Beispiel, der ist ein Positivbeispiel, weil der ist ein Journalist, der sich sehr lange mit Twitter schon auseinandersetzt. Der merkt, was da passiert. Aber der hat hier einen sehr guten Satz in der Sprachnachricht in der Folge mit Johannes am Montag gesagt. Der hat gesagt, er muss jetzt plötzlich rationieren wie er seine Views einsetzt für den Fall, dass eine Lage eintritt. Er muss darauf aufpassen. Und genau diesen Schluss ziehen eben gerade auch andere Redaktionen, aber mit der falschen Folge. Ich kriege ganz oft mit, dass daraus die Folge gezogen wird, wie kriegen wir es jetzt hin, weiter recherchieren zu können. Aber die Überlegung ist nie, sollten wir vielleicht mal überlegen, ob die Plattform nicht gerade eigentlich gefährdet ist oder uns sogar in Verruf bringt. Ob das ganze Umfeld, in dem das da gerade stattfindet, ob das nicht vielleicht problematisch ist. Und die Tatsache, dass wir hier plötzlich Inhalte de facto hinter einer Login, wenn nicht sogar hinter einer Paywall veröffentlichen, obwohl wir eigentlich nur mal dahin gehen wollten, wo die Leute sind. Ich finde die argumentative Herle, man kann ihnen da keinen Vorwurf draus machen. Nicht alle müssen irgendwie 154 vollen Podcast über das Thema aufnehmen. Es ist schon in Ordnung, dass Leute sich damit nicht so viel beschäftigen wie wir. Aber ich kann das nur immer wieder, ich werde auch nicht müde und ich werde auch nicht garstig, das immer wieder zu wiederholen und zu sagen, diese Plattform. . Die ist nicht mehr das, was sie mal war. . Das Netzwerk ist nicht mehr das, was sie mal war. Die Leute, die da sind, sind nicht mehr als das identifizierbar, als dass sie mal identifizierbar waren. Und der Typ, der alle diese Entscheidungen trifft, ist der Typ, der antisemitische Dinge witzig findet und JournalistInnen sperrt, wenn ihm die Berichterstattung nicht passt.
25:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, aber da würde ich aber trotzdem nochmal abschichten. Es sind natürlich dieselben Redaktionen, die sich diese Frage stellen. Müssen, aber wir haben halt immer noch den Unterschied zwischen Recherchieren und Publizieren. Ja, stimme ich dazu. Und ähm Also, ich gebe dir bei allem recht und das sind Fragen, die man sich für das Publizieren, also für die eigenen Auftritte auf der Plattform Twitter schon längst hätte stellen müssen, weil, also aus meiner Sicht, war ja schon in dem Moment vorbei, wo ich da gegangen bin. Dass diese Plattform für den Journalismus sicher ist. Und das war im Wann? November? Vor Weihnachten. Letztes Jahr. So. Oder Dezember. So, und das hätte längst eine Rolle spielen müssen. Es kommt erst jetzt in dem Moment, also durch das Falsche getriggert, insofern gebe ich dir recht, ne? Es kommt erst jetzt in dem Moment auf, in dem Die Recherche nicht mehr möglich ist. Und das müsste dann zu der Folge führen, natürlich, dass man auch mal über das eigene publizistische dort jetzt nachdenken müsste. Aber das kann natürlich nicht dich von der Frage befreien, wie kannst du da weiter recherchieren. Die Frage muss ich mir aus beruflicher Sicht natürlich trotzdem stellen. Und das ist natürlich jetzt super schwierig. Also ja, da bin ich beim Rationieren von Flo. Dass das eine Variante sein könnte, da irgendwie mit. Aber ja, also das finde ich immer nochmal wichtig, nur diese Differenzierung zwischen, was wird da gemacht, recherchiert oder publiziert.
27:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja, ich stimme dir voll zu, aber Ja, nee, ich stimme nicht zu. Aber die Folge darf halt jetzt nicht sein, dass Elon Musk gewinnt und recherchierende Personen 8 Dollar im Monat bezahlen. Ja, ja, ja. Das ist ja, also dann hat, dann funktioniert ja die ganze Schikane, die wir hier erleben.
27:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Aber interessant, ne? Also, was jetzt erst dazu geführt hat, dass da mal so aus der Sache, sag ich mal, Handwerksebene des Journalismus, wo plötzlich ganz viele Leute aufgescheucht sind.
27:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ja. Und wer was ist dein Ratschlag oder zuckst du mit den Schultern?
27:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Nee, also du kannst ja nur als also mein Ratschlag ist nach wie vor publizistisch runter von dieser Plattform, raus da. Ja. Journalistisch recherchierend, solange sie relevant ist, muss ich mir halt Wege suchen. Ja, gut. Und warum verlassen so viele Organisationen, aber auch Menschen Twitter nicht? Du hast mit Janis darüber gesprochen am Montag. Da kam nochmal ein interessanter Gedanke von Nora Hispers bei Mastodon zu, den ich. In der Richtung auch schon mal hatte. Also sie schreibt, Twitter ist ja nicht nur Bestätigung, Sucht und Performance. Twitter ist für viele Menschen auch einfach eine Art digitale Heimat. Also ein Ort, an dem Menschen Communities finden, Netzwerke und Verbindungen. Und zwar in der Form, wie sie es vor der eigenen Haustür nicht finden, haben sich WissenschaftlerInnen zusammengetan und ausgetauscht, die sich ohne dieses Netzwerk entweder nicht gefunden hätten. Nee, äh, äh. nicht gefunden hätten und Twitter hat Menschen thematisch zusammengeführt. Und dann weiter. Diese Netzwerke, diese digitale Heimat sind nicht leicht zu ersetzen. Also man könnte fast sagen, es braucht einfach sehr viel, um seine Heimat zu verlassen. Selbst wenn es nur eine digitale ist. Und diesen Vergleich finde ich interessant. Also sie schreibt weiter: Systeme, Regime können sich massiv verschlechtern, aber solange es Netzwerke gibt, solange es eine Community gibt, solange halten Menschen auch aus. Selbst wenn die Lage bedrohlich wird, sie nehmen dafür jede Menge in Kauf. Und sie findet genauso wenig dann überraschend das JournalistInnen und MedizinerInnen immer noch auf Twitter sind, sie sind auch die Letzten, die sich auch aus realen Krisengebieten zurückziehen, weil sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Und ich finde wir, also schreibt sie, ich finde, wir sehen aktuell ganz gut, was Migration bedeutet, auch wenn sie in Anführungszeichen nur digital ist. Für viele Menschen hängt eben doch mehr dran und dieses Digitale ist Teil ihres realen Lebens. Und das finde ich einen validen Punkt. Sehr gut, übrigens diesen Gedanken, dass wir da gerade Effekte der Migration im Kleinen beobachten können. Mir geht das ja manchmal bei der Ankunft bei Mastodon auch so, ne? Also Hashtag Willkommenskultur oder eben nicht, aber ja, finde ich nochmal einen guten Punkt.
29:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ich ja, ich hab das natürlich, ich habe mich da auch so ein bisschen, äh, hab ein bisschen mitgemacht in diesem Gespräch. Ich stimme dir und Nora insofern zu, dass diese Migrationseffekte so im Kleinen. Das ist eine Simulation davon. Es gibt aber viele Faktoren, bei denen ich finde, dass das Bild etwas schief ist. Also sein Zuhause, seine Heimat zu verlassen, ist, glaube ich, im realen Raum immer noch von einer anderen, von einer anderen Wirkung als im digitalen Raum. Denn im digitalen Raum Hast du nicht ein Zuhause, kannst du vier, fünf Zuhauses haben. Und ich habe an die Zuhauses gedacht, die ich in meiner Vergangenheit so im Internet erlebt habe. Wie viel Zeit, also wirklich, in also wie viel Zeit de facto ich bei MySpace verbracht habe. Das ist Einfach auch in Relation dazu, wie viel Freizeit ich damals zur Verfügung hatte, vermutlich nicht mehr als bei Twitter, aber in absoluter Zeit definitiv mehr bei Twitter. Mein ganzes L als bei Twitter. Mein ganzes Leben hat damals nicht bei MySpace abgespielt. Ich habe darüber Freundinnen und Freunde gefunden. Ich habe mich verabredet zum Wochenende. Ich habe da Bulletins. geschrieben als Gedanken. So alles natürlich ein bisschen anders als heute. Erstmal war ich da 16 und zweitens ist es 20 Jahre her. Aber das war eine digitale Heimat. Und Interessanterweise, ich habe da nämlich so drüber nachgedacht, ob ich das so bestätigen kann, weil du es in der Vergangenheit gab es ja öfter so Bewegungen, wo man solche zu Hause verlassen hat. Und komischerweise fiel das nicht so schwer, das zu Hause zu verlassen, wenn sonst keiner mehr da war. Und das war bei Facebook auch so ein bisschen so. Ich habe Facebook natürlich mich da nie gelöscht und bin da immer noch angemeldet, aber. . Die Relevanz, die das früher mal hatte, hat es heute nicht mehr. . ICQ, dasselbe, irgendwann hast du es einfach nicht mehr geöffnet. Myspace, ähm, Knuddles. Als ich elf war, war ich bei Knuddles eingeloggt. Das ist ein Generationenunterschied zwischen uns, aber Darüber hat man sich damals verabredet in die Stadt in der Stadt halt so. Das war das Ding. Das war die digitale Heimat. Und ich glaube, dass jedes Netzwerk und jede Plattform so ein bisschen auch so ein Dokument der Zeit ist. Und ich glaube, Twitter hätte noch ein paar Jahre gehabt. Aber früher oder später wäre auch das uninteressanter geworden. Ich glaube, die Zyklen sind langsamer geworden, aber sie bewegen sich immer noch. Und diese malenbenden Bewegungen gibt es auch immer noch. Und ich glaube, dass dieses einfach dieses Weiterziehen Das ist schon was anderes als seine Wohnung, sein Zuhause, seine Stadt, seine Familie, alle Menschen, die man kennt, einfach hinter sich kommt.
32:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, das stimmt. Also. Da müssen wir natürlich nochmal über andere Ebenen sprechen und solche Bilder wackeln natürlich auch immer. Wenn du digital und analog vergleichst, irgendwo hört dann die. . Also hört die Vergleichsmöglichkeit auch auf. Ich finde, es gibt aber natürlich auch nochmal Besonderheiten an Communities, ja, also so solche, wo sich wo sich Minderheiten zusammenfinden, die sonst nie Kontakt miteinander geknüpft hätten Einsamkeiten aufheben dadurch, also wo die Community nochmal einen sehr viel tieferen anderen Wert hat, als in Anführungszeichen nur in Kontakt mit Leuten zu bleiben. Und auch eine berufliche Community und ein Quellennetzwerk hat natürlich einen anderen Wert, als etwas, was vergänglicher ist, weil man mit seiner. Crowd irgendwie dann weiterzieht und es nicht so schlimm ist. Also ich glaube, es gibt nochmal andere Sorten von Community Das stimmt. Die dann nicht so im Durchschnitt zu sehen sind.
33:25 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Nee, nein, das stimmt auch. Ich glaube auch, dass der Informationswert von dem, was bei Twitter. . Also ich will ja gar nicht sagen, dass das nicht ein wahnsinnig trauriger, schmerzlicher Verlust ist. Deswegen machen wir doch den ganzen Schießen hier. Das ist ja so. Und das stimmt natürlich auch, dass das, was an Informationen verloren geht mit Twitter, dass das so schnell nicht wieder aufzurollen ist. Also. Sowohl nicht für die Gegenwart, aber vor allem auch nicht mehr für die Vergangenheit. Weil das werden wir irgendwann zurücklassen und dann gibt es ja diese Geisterstadt. Das wird passieren, vermutlich. Und So, das stimmt alles auf jeden Fall. Ich fand nur, dass dieses Heimatbild da so ein bisschen. Also, weil mit Heimat assoziiere ich. emotionale Nähe. Die Erinnerung an eine an eine Kindheit hier, an eine glückliche Kindheit, an Familie, an und all das, das hinkt halt, wenn wir wenn wir hier darüber sprechen, dass es eben eine Website ist. Ich weiß auch, dass es nicht nur eine Website ist, dass es hier für Leute ähm, wirklich das wichtigste Sprachrohr in die Welt ist, dass es eine Art der Vernetzung ist, die es sonst nicht gibt. Und es gibt da, und da hat Nora auf jeden Fall recht, wenn sie sagt, das ist eine privilegierte Perspektive, wenn wir sagen, warum gehen nicht einfach alle? Weil es für Leute, andere Menschen keine Alternative eben gibt als Twitter, weil das eben alles bei Twitter stattfindet. Das Problem ist mit diesen Netzwerke-Effekten, die sind relativ schwierig voraussehbar. Und es wäre ganz gut, wenn es irgendeine Art Hack gäbe, die Leute zu motivieren, das schneller zu verlassen. Weswegen wir uns eigentlich immer gewünscht haben, dass ein größerer Knall schneller käme und nicht peu à peu.
34:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
So, dann habe ich, wie wir das hier immer machen, noch einen kleinen Blick auf Funktionen. Und du sagst mir wieder, wo du Emotionen hast. Am Montag hat sich ja gezeigt, dass Google dieses Indizieren von Twitter-Inhalten so ein bisschen eingeschränkt hat, nachdem Twitter dafür gesorgt hat, dass nicht registrierte NutzerInnen oder die, die abgemeldet sind, keine Tweets mehr sehen können. Und jetzt hat Twitter wohl so ein paar Änderungen vorgenommen und die machen es möglich, dass Google die Tweets wieder sehen und indizieren kann und in Suchergebnissen zeigen kann. Da ist jetzt wohl auch die Sichtbarkeit von twitter. com in der Google-Suche wieder gestiegen.
35:34 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Ach was. Ja. Hat man wohl gemerkt, dass da Traffic ausbleibt, ja?
35:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Hat man wohl gemerkt, dass die Idee nicht so gut war. Was? Komisch.
35:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
iMessage übrigens auch wieder, hast du auch wieder vorgeschlagen.
35:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Genau, ja. Deswegen macht jetzt die Planung auch wieder Spaß hier. Deswegen bist du wieder da. Deswegen nur deswegen. So, und die zweite Geschichte, Twitter hat eine Beta-Version seiner neuen Analytics-Seite für. Account Analytics online gestellt, Impressionen, Interaktionsrate, Profilbesuche, Link-Klicks, alles jeweils für die letzten sieben Tage.
36:07 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Wenig Gefühle.
36:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, ich auch. Außer, dass ich habe mich eben eingeloggt, um zu gucken, bei mir ist alles auf null. Schade. Ja, und bei, ähm Impressionen minus 100% gegenüber den sieben Tagen davor. Also von 0 auf 0. Ist minus 100%.
36:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Vielleicht hättest du ja einen.
36:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ach so, meinst du?
36:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Das ist ja das Problem, bei 100% weiß man nie, wie viel er vorgestanden hat. Ich guck nächste Woche nochmal rein. Ja, aber vielleicht sprechen wir vorher morgen nochmal. Ich will ja wissen, wie dein deine Threads Experience ist. Ich bin ja im Oktober, habe ich ja schon mal gesagt, bin ich ja in Kalifornien. Ja. Vielleicht kann ich mich dann bei Threads registrieren und dann bringe ich meinen Account einfach mit. Soll ich dir einen mitbringen?
36:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Soll ich Threads-Account schmuggeln? Gib dir mein Smartphone mit, dann kannst du es vor Ort installieren.
36:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Thread-Account-Schmuggler. Also wenn jemand Thread die App oder einen Account haben möchte, kann er bei mir bestellen. Ist sehr teuer, 5000 Dollar Aber ist immer noch billiger als 100 Jahre Tütter Blue.
37:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Und irgendwann gibt es so ein Denkmal am Flughafen in Düsseldorf, weil das früher so eine Schmugglerroute für Threats-Accounts war.
37:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Am Handgepäckausgang würde ich damit A mich strafbar machen? Wahrscheinlich nicht, ne?
37:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Nee, du verstehst ja nur. Da habe ich mal irgendwann einen Beitrag drüber gemacht. Nein. Du umgehst diese Sicherungsmaßnahmen, aber verstößt nur gegen die Lizenzbedingungen. Eine Strafbarkeit ist das nicht.
37:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Okay, und Frage 2, würde ich damit Meta in Probleme bringen? Das ist jetzt erstmal tendenziell nicht so schlimm, aber.
37:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ich meine, es gibt ja auch Leute, die in den USA wohnen, das legal dürfen. Und dann nach Europa einreisen, auf einer Dienstreise oder so.
37:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Aber das könnte ja sein, dass dann angezeigt wird, das ist leider aus your country not visible.
37:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)
Ja, das kann ja auch passieren, wenn du da hinreist und wieder zurückkommst.
37:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)
Übernehme ich keine Gewehr. Ja. Also meine Dienstleistung beschränkt sich auf das, was ich in Kalifornitu. Klären wir im Oktober. Ich freue mich drauf. Bis Oktober denn. Bis Oktober. Bis morgen. Bis morgen.