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Folge 164 · 17. Juli 2023 · 41 Min.

Zu wegen EU

mit Dennis Horn

Der Zugriff auf Threads wird aus der EU erschwert, sprich: Komplett verhindert. Das ist ärgerlich, aber Twitter nutzt dieses Momentum auch nichts: Tweetdeck jengat sich durch das Wochenende, die neue DM-Regelung bringt die Community auf die Palme – und die Werbeeinnahmen brechen auch noch ein.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Wenn heute Züge hier im Hintergrund rumfahren, dann liegt das daran, dass ich den Sonnenuntergang genieße über Dresden, ganz am Ende des Bahnsteigs.

00:20 Dennis Horn

Ich dachte schon, das ist ein Hinweis darauf, dass es heute eine zügige Episode wird. Ja, das bitte auch. Wollen wir direkt loslegen? Ja, ich habe zwei Gedanken. Gedanke eins. Nee, den überspringen wir, es führt uns zu weit. Aber der andere Gedanke ist, es zieht sich so ein bisschen wie ein roter Faden durch meine Mondtage, wenn ihr das hier hört. Wir sitzen hier gerade wieder mal, also ich zumindest entspannt in kurzer Hose mit Sonnenlicht. An einem schönen Sonntagabend. Spreche in ein Mikrofon und hinter mir liegt mal wieder ein Wochenende, bei dem ich nicht Sweats nutzen konnte. Ach so, ja, lass doch damit beginnen, tatsächlich.

00:58 Gavin Karlmeier

Also, Meta hat, wie Sie es irgendwie formuliert haben, Maßnahmen ergriffen, die Nutzung zu verhindern in der EU. Und das führt jetzt dazu, dass man lesen kann, aber nicht schreiben.

01:10 Dennis Horn

Ja, es ist ein bisschen wild. Also wir haben auch eine Anfrage an Meta gestellt, die wurde uns nicht beantwortet. Deswegen müssen wir auf die der Kolleginnen und Kollegen von Heise Online zurückgreifen. Und die sagen wortwörtlich, Threats ist in den meisten Ländern Europas nicht verfügbar und wir haben weitere Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern. dass Menschen auf Threads zugreifen können. Europa ist ein wichtiger Markt für uns. Wir hoffen, dass wir Threads dort in Zukunft in mehr Ländern zugänglich machen können. Und also das ist also das ist ja eine völlig unangenehme Formulierung für wir haben einfach keine Lust, dass ihr hier seid oder dass es uns auf die Füße f. fliegt. . Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass diese ganzen Vorsichtsmaßnahmen und jetzt diese weiteren Verhinderungsmaßnahmen so ein bisschen pleasing the EU sind. Also so ein bisschen gut stellen mit denen, kurz bevor der Digital Service Act startet.

02:01 Gavin Karlmeier

Ja, ich weiß auch ehrlich gent nicht, wie viele Unwägbarkeiten da möglicherweise trotzdem noch irgendwie drinstecken, aber Ja, das wird wohl so sein und vor allem die Angst vor dem auf die Füße fallen, weil offener konnte dieses Geheimnis, das sich ja trotzdem viele Nutzerinnen und Nutzer anmelden konnten, ja auch irgendwie nicht sein. Es ist ja Wahnsinn, was da. ähm so allein aus meiner deutschen Bubble ja am Ende trotzdem los war. Ja, aber das hätte man denen auch vorwerfen können.

02:27 Dennis Horn

Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ehrlicherweise, weil der Weg schon relativ sperrig war und die Spitzenzahlen, also Wie gesagt, ich glaube, Red Bull war einer der größeren Accounts, über den wir hier auch gesprochen haben. Die hatten so 10. 000 FollowerInnen. Das ist eigentlich für einen deutschsprachigen Markt wirklich klein, finde ich, für eine Woche und für Hype.

02:44 Gavin Karlmeier

Ich weiß gar nicht, ob es darauf am Ende so ankommt, wenn ein EU-Politiker argumentiert und Meta dann vorwirft, ihr habt nicht alles getan, was möglich ist.

02:54 Dennis Horn

Genau, deswegen glaube ich, ist das so ein bisschen so ein EU-Service hier von Meta oder eben so sehr vorsichtig sein. Ich glaube, in einem tatsächlich juristischen Prozess Das heißt, es hätte das für Meta keine größeren Probleme gegeben. Ich bin kein Jurist, aber für mich waren die bisherigen Einschränkungen, dass du nicht reingekommen bist über einen Browser und die App nicht runterladen konntest hier zu Lande. Das kennen wir von anderen Netzwerken ehrlicherweise genauso als Schutzmaßnahmen. Also es gibt, ich sag mal, offene Geheimnisse im Internet. die deutlich schlechter versteckt wurden als dieses hier. Genau. Wenn ich nur daran erinnere, wie wir alle damals, so als wir im Abi waren, über eine große, illegale Videostreaming-Plattform immer Kinofilme gestreamt haben. die wirklich alle kannten und die einfach da rumgelegen haben. Da hätte man sich, glaube ich, hier ein bisschen entspannen können. Und genau, es ist ein bisschen seltsam, weil du kannst Threads lesen, du kannst sie auch reposten. Kannst liken, aber du kannst deine Benachrichtigungen nicht sehen und auf deinem Profil auch keine Posts, sondern nur wie viele Menschen dir folgen und diese Zahl aktualisiert sich auch. Also mir ist am Wochenende jemand entfolgt, das ist mir aufgefallen, vermutlich jemand, der mehr geilen Content erwartet hat. Sorry. Und jemand Neues gefolgt. Und da finde ich eine geile Beobachtung von einem Nutzer, der hat ist mir gefolgt mit dem Namen Faden. Drum. Und da bin ich natürlich aufmerksam geworden. Und der hat gesagt, offenbar ist es so, dass wenn du dich jetzt neu bei Threads registrierst, von hier, dass das unproblematisch geht. Und du es auch erstmal benutzen kannst. Also es sieht danach aus, dass diese Sperrungen von Accounts, und da würde ich gerne mit dir drüber sprechen, dass die sozusagen so badgeweise passieren, so stapelweise. Also dass nicht sofort erkannt wird, von wo du dich einloggst. Es ist keine Geoblocking klassisch, kein IP-Blocking. sondern es sieht ganz danach aus, dass an deinem Account die Information geheftet wird, dass du ein EU-Bürger oder eine EU-Bürgerin bist. Interessant.

04:55 Gavin Karlmeier

Interessant. Ich kann das nicht einordnen, ehrlich gesagt, so direkt. Meine Wahrnehmung ist: da passiert relativ viel auf händischer Ebene. Auch das kann sein, ja. Ja, aber keine Ahnung.

05:10 Dennis Horn

Also das weiß ich nicht so genau. Kann auch sein, dass da einfach Leute sitzen, die das filtern. Meine These war, dass einfach das Land, in dem du warst zum Zeitpunkt deiner Stretsregistrierung vielleicht maßgeblich sein könnte. Und dass das tatsächlich stapelweise passiert. Und da hat Martin, das ist nämlich der, der hinter dem Faden drum-Account steckt, Ich hoffe, ich leak ihn jetzt hier nicht. Hat die These aufgestellt, dass sie dieses Wöchentliche in Badges sperren, dass das natürlich auch dazu führt, dass du die Leute erstmal anfixt und sie damit aussperrst und die dann wiederum weiterhin Druck machen. Und das fand ich auch eine sehr spannende, ein bisschen verschwörerische These. Aber ich konnte ihr was abgewinnen, sage ich mal. Vielleicht klären sich da noch Dinge.

05:50 Gavin Karlmeier

Ich habe ein bisschen Zahlen mitgebracht. Durch die kämpfen wir uns jetzt mal durch. Wir versuchen es relativ kompakt zu halten, aber bei Threads lässt die Nutzung tatsächlich auch außerhalb der EU, also innerhalb des eigentlich dafür zugelassenen Raums, Ein wenig nach. Da deuten oder weisen Daten von verschiedenen Analysediensten darauf hin: Sensor Tower, Simul Similar Web, über die wir hier im Podcast auch schon mal gesprochen hatten. Also fangen wir mit Sensor Tower an. Das Engagement der NutzerInnen seit dem Start von Threads zurückgegangen im Vergleich Dienstagmittwoch letzte Woche zum Samstag davor um etwa 20 Prozent und die Verweildauer um 50 Prozent, von 20 Minuten auf 10 Minuten Das ist natürlich so ein Justieren nach dem ersten großen Trubel. Similar Web sagt dasselbe. Zwischen dem Höchststand, das war am 7. Juli, und dem Montag vergangene Woche sei die Zahl der täglich aktiven Nutzer von Threads Auf Android-Handys, weltweit um mehr als 25 Prozent zurückgegangen. Die iOS-Daten sind da noch nicht raus und auch die durchschnittliche Zeit, die die US-Nutzer mit der App verbrachten. Ist von etwa 20 Minuten am 6. Juli gesunken auf knapp über 8 Minuten am 10. Juli Und übrigens ganz interessant, a Similar Web sagt, dass ein Teil dieses Engagement bei Threads direkt von Twitter ab Geschöpft wurde. Das wirkte so ein bisschen wie die Wählerwanderungsgemeinde. Da ist nämlich in den ersten Tagen dieser Spitzenaktivität von Threads der Twitter-Webtraffic um etwa fünf Prozent. zurückgegangen gegenüber den gleichen Tagen in der Vorwoche. Das sind so ganz frühe Indikatoren, sagt Similar Webb, aber die zeigen Sagt das Unternehmen, dass Threads das Potenzial hat, Twitter eine beträchtliche Menge an Nutzern abzujagen? Insbesondere wenn noch fehlende Funktionen ergänzt werden. Da kommen wir später nochmal. Also, das erstmal so zu den Zahlen. Ich würde sagen, keine Überraschung. So weit da drin, da konnte man mit rechnen. Jetzt gibt es noch interne Zahlen von Meta. Die ganz interessant sind. Ein Newsletter an die Menschen, die dort arbeiten, für Threads, für das Barmeta drumherum. Da steht zum Beispiel drin, dass die größte Nutzungsregionen die USA seien. mit großem Abstand gefolgt von Brasilien. Das ist auch super spannend. Dann ein Team von nur drei ProduktmanagerInnen, drei DesignerInnen. Und etwa 50-jährigen Ingenieuren habe Threads in fünf Monaten erstellt und gestartet. Das hatten wir ja auch schon mal drin, dass es so ein kleineres Team ist. So, und dann hat Adam Mosseri, so angesichts dieser ganzen Zahlen, über die ich gerade gesprochen habe, noch was wahrscheinlich sehr Treffendes gesagt. Wir müssen uns daran erinnern, dass es einfacher ist, Leute dazu zu bringen, sich anzumelden, als etwas zu bauen, das die Leute in einem Monat oder einem Jahr noch nutzen wollen. Und deshalb konzentrieren wir uns sehr auf die Kundenbindung. So, das erstmal zu den Zahlen.

09:08 Dennis Horn

Ja, ich finde das spannend, dass Brasilien das Land ist, in dem es am zweitstärksten genutzt wird, weil Brasilien interessanterweise immer so ein Land war, in dem soziale Netzwerke ein bisschen anders genutzt wurden als in anderen Ländern. Brasilien taucht ganz oft auf, wenn man über andere Netzwerke spricht. Also zum Beispiel Ach, da müsste mir jemand helfen. Orkut damals, oder? Danke. Genau, Orkut war in Brasilien stärker genutzt als Ich vermutlich MySpace, ich weiß nicht, was da so der Konkurrenz zu dem Zeitpunkt war. Also es taucht immer wieder auf, wenn du so über Exoten sprichst in dieser Social-Media-Welt. Woran das liegt, wird uns sicherlich der ein oder die andere Haki beantworten können. Da gibt es bestimmt irgendwelche soziokulturellen Effekte. Aber trotzdem spannend, dass Thread sich hier relativ schnell durchsetzen konnte, offenbar. Finde ich gut. Und diese Formulierung von Adam Ossari, die ist natürlich genau richtig beobachtet. Du musst nicht viele Leute dazu kriegen, sich anzumelden, weil dieser Honeymoon-Effekt verpufft und dieses mal kurz reingucken wollen, davon hat man mittelfristig nichts, wenn du die Leute dazu bringst, wirklich naja, so eine gewisse dich dich in ihre Routinen aufzunehmen als App, dann bist du bist du eigentlich nicht mehr totzukriegen. Das sehen wir an Twitter, ehrlicherweise. Vermutlich hat man sich auch das genau angeschaut, dass die Leute trotzdem Twitter die Stange halten, auch immer noch in großer Obwohl Twitter halt das ist, was es ist.

10:37 Gavin Karlmeier

Ein paar Funktionen zusätzlich noch zu denen, über die wir schon gesprochen hatten. Für Thread sind wohl noch in der Mache die Alttexte. Kommen. Und es soll direkt Nachrichten geben, auch direkt in Threads. Das ist spannend, ja.

10:52 Dennis Horn

Ja, bitte. Ich frage mich, ob die auch dann interoperativ mit Instagram sind, die Fred DMs oder nicht. Weil das ja ein Riesenthema ist. Erstens gibt es diese EU-Richtlinie, dass alle eine Messenger-Dienste zumindest interoperabel sein müssen, richtig? Das weißt du vielleicht eher als ich.

11:11 Gavin Karlmeier

Ich bin nicht auf dem Stand, was die Interoperabilität angeht, aber das wird gefordert.

11:16 Dennis Horn

Ja, genau. Und da sich die ganzen, zumindest die Metadienste das schon sehr doll annähern, also im Kleinen, du siehst, dass in der Instagram App jetzt das Facebook Messenger-Symbol genutzt wird, um DMs zu verschicken, es soll möglich sein, vom Facebook Messenger aus Nachrichten an Instagram Accounts zu schicken. Also da da das sehr stark verzahnt wird Glaube ich, dass diese DMs hier eigentlich auch direkt da mit reingehangen werden müssen, um nicht noch eine Baustelle aufzumachen? Das finde ich irgendwie auch seltsam.

11:46 Gavin Karlmeier

Ich finde das auch alles aus Markenführungsfragen sehr wild.

11:50 Dennis Horn

Ja, es ist total kompliziert, weil du, also natürlich kompliziert, aber jetzt gerade geht es ja erstmal darum, die Leute dazu zu kriegen, Threads zu verstehen. Wir erinnern uns damals, als die Storys angefangen haben. hatten wir ja nicht nur die Facebook Stories und den WhatsApp-Status und die Instagram Stories, wir hatten ja sogar zeitweise Facebook Messenger My Day, was de facto eine eigene Storys-Funktion im Facebook Messenger war. Auch das war ziemlich wild und das hat relativ lang gedauert, bis man das irgendwie so ein bisschen übereinander gekriegt hat. Deswegen den Fehler sollten sie hier nicht nochmal tun. Machen. So. Ich habe noch eine Kleinigkeit von Threads, ich fand den Gedanken so spannend. Jack Dorsey hat sich bei Threads angemeldet. Und Mark Zuckerberg hat versucht, ihm zu folgen. Er hat eine Anfrage geschickt, Jack Dorsey hat das getwittert, diesen Screenshot. Zuck requested to follow you. Er hat nur geschrieben, Too soon. Und es ist ziemlich gut. Aber The Virge hat, da finde ich, einen super schönen Gedanken zu gehabt. Die haben nämlich dazu geschrieben, das ist ein One-On-One Posting-Lesson für alle. Gib deinen Gegnern niemals Content. Ja, genau so. Finde ich sehr spannend.

13:02 Gavin Karlmeier

Du übrigens aus diesen Zahlen, internen Zahlen von Meta, ich finde ganz zum Schluss das eigentlich interessanteste. Facebook hat die monatlich 3 Milliarden NutzerInnen erreicht und steigert wohl auch zum ersten Mal seit Jahren die Nutzung unter jungen Erwachsenen. Das ist etwas, was sich nie in den Schlagzeilen wiederfindet, aber ja schon seit Jahren in zum Beispiel der ARD-ZDF-Online-Studie. Ich finde Die öffentliche Wahrnehmung und die tatsächlichen Zahlen klaffen gerade bei Facebook ja total auseinander. Alle schreiben diese Plattformen so ab und ich kann es nie verstehen, warum Und ja drei Milliarden NutzerInnen, das sind natürlich weltweite Zahlen, da muss man sich die einzelnen Märkte dann nochmal angucken und so weiter. Das hat mich dann nochmal aufhorchen lassen.

13:49 Dennis Horn

Ja, 100% habe ich auch gedacht. Drei Milliarden ist eine unglaubliche Zahl, wenn du dir überlegst, dass wir irgendwie 8, vier Milliarden Menschen sind. Also das ist so jeder dritte Mensch, wenn nicht sogar jeder zweieinhalbte. Und da sind auch sehr viele Kinder bei, die nicht alt genug sind, das zu benutzen, weil sie nicht dürfen. Nein, aber auch weil sie nicht dazu in der Lage sind. Das ist halt super krass. Und in der Tat, in Deutschland ist es auch immer noch so, dass die Reichweitenzahlen, die du über Facebook generieren kannst. immer noch immens hoch sind und stimme dir zu, dass das eigentlich ein fataler Fehler auch von jüngeren Medienmarken ist, das so komplett zu ignorieren. Weil klar, das Nutzungsverhalten hat sich voll geändert, die jungen Leute posten dort nicht mehr so viel, das ist wahrscheinlich so. Aber trotzdem nutzt es doch jeder immer mal wieder zum. Also wenn ich die Leute so frage, was macht ihr mit Facebook? Dann sind so nebenwissen, wann die Leute, der eine Mensch, den ich im Erasmus kennengelernt habe, wann der Geburtstag hat und wissen, warum über der Bahnhofstraße ein Hubschrauber fliegt. Kommt dann doch relativ schnell, naja, das ist die Nachrichtenquelle. Die Leute nutzen das als Kuration für ihre News und das auch nach wie vor.

14:59 Gavin Karlmeier

So, dann gehen wir rüber zu Twitter. Das ist ja immer noch ein Twitter-Podcast hier. So, also es sieht nicht so gut aus, sagt auch Elon Musk, was die Werbeeinnahmen angeht. Sie hätten um 50 Prozent Nachgelassen. Es ist nach wie vor unklar, auf welchen Zeitraum er sich bezieht, aber 50 Prozent sind trotzdem eine Hausnummer, dann plus die hohe Belastung wegen der Rückzahlung der Kredite und er schreibt We must einen positiven Cashflow erreichen, bevor wir uns den Luxus von etwas anderem leisten können. Also, da habe ich mich gefragt, wie gut passt das erstens mit den Meldungen zusammen, die er sonst verteilt, nämlich dass die Werbekunden ja alle zurückkämen. Und wie gut passt das mit dem Verteilen von Werbegeldern zusammen? Der will die Auszahlungen für dieses Creator Add Revenue Programm sogar noch verdoppeln. hat er jetzt noch geschrieben, ich finde es Wahnsinn. Also das ist so, da passieren einfach so Aussagen, die für mich nicht zusammenpassen. Wobei ich diesem 50% Werbeeinnahmenverlust eher neige zu glauben. So. Naja, so und damit landen wir schon wieder beim Ad Revenue Share. Was ist deine Beobachtung so in den vergangenen Tagen bei Twitter? Meine ist ja, da beginnt jetzt das Austricksen des Algorithmus in Verbindung mit diesem Ad-Revenue-Share-Mechanismus und es wird eine. . Absolute Engagement-Bait-Hölle da losbrechen. Also es geht aus meiner Beobachtung gerade auch schon so los. So wie LinkedIn und Facebook Newsfeed zusammengerechnet auf Steroid.

16:34 Dennis Horn

Ja, ehrlicherweise, ich habe am Wochenende sehr wenig reingeguckt bei Twitter. Was auch mal schön war, ich dachte, wenn die EU mehr Threads nimmt, nehme ich Twitter mich. Und das war mal ganz angenehm, deswegen habe da wenig beobachtet. Ich habe aber im Anschluss an die Aufzeichnung unserer letzten Folge, da haben wir ja so live mitgetickert während der Aufzeichnung. wer gerade alles so meldet, wer da Geld kriegt. Und wenn man das dann so mit der Zeit sich dann mal angeschaut hat, wer da so alles noch zugekommen ist, stellt man schon fest, es gibt doch eine gewisse. Politische Schieflage unter denen, die Geld bekommen haben und denen, die es eben nicht bekommen haben. Sorry, hier fährt Karten thread los auf Gleis 7. Also es geht um die Threadsbaren. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben. Der stärkste Grund ist aber sicherlich, dass die Nutzung von Twitter unter Menschen die sich eben diesen Lager zugehörig fühlen, vermutlich stärker zugenommen hat als unter denen, bei denen es nicht der Fall ist.

17:34 Gavin Karlmeier

Ja, und dass diejenigen sind, die sich auch blau behaken lassen. Da haben wir ja schon über die politische Schlagseite gesprochen. Taylor Lawrence hat da übers Wochenende nochmal einen guten Artikel geschrieben. Für die Washington Post, was die politische Ausrichtung dieses Ad Revenue Share-Programms angeht. Und da war Elon Muskmann not amused, den zu lesen.

17:51 Dennis Horn

Allerdings, ja. Ja, auch das war auch wieder ein bisschen unangenehm, was da am Wochenende mit Taylor Lawrence und Elon Musk passiert ist, aber naja, also auf jeden Fall kann ich deine Beobachtung noch nicht so ganz teilen. Ich bin aber gespannt, sie noch ein bisschen ausgeführt zu bekommen.

18:06 Gavin Karlmeier

Ja, also das ist so ein Gefühl. Und da mischt sich ein bisschen mit Sicherheit auch Erwartungshaltung rein. Also ich glaube, so wie das jetzt aufgesetzt ist, dieses Programm wird es auch genau dazu führen und deswegen habe ich da natürlich jetzt so ein bisschen so eine selektive Wahrnehmung. Aber als ich mir geguckt habe, welche Tweets da in meinem 4U-Algorithmus jetzt eine Millionen Reichweite sammeln, und so habe ich gedacht, ach du liebe Güte. also irrelevant bis zum Getnow Hot Takes, so diese ganze Mischung, wo ich einfach auf einer inhaltlichen Ebene dann am Ende nichts mehr mit anfangen kann.

18:49 Dennis Horn

Ja, kann ich nachvollziehen. War ja auch so ein bisschen zu erwarten, ehrlicherweise. Also eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit, dass das so gegen Twitter verwendet wird. Dass jetzt alle nur noch irgendwelche Threads schreiben, um da möglichst viel Werbung drin zu platzieren.

19:04 Gavin Karlmeier

Es gibt jetzt auch eine große Einblendung, dass man sich doch bitte blau behaken lassen soll, weil das so schön viel Geld gibt über das Ad Revenue Sharing. Und Elon Musk hat die Policy entfernt, dass Parodie-Accounts oder solche von fiktiven Charakteren und so weiter von Subscriptions und dem Ad Revenue Share Programm abgeschnitten werden. Ähm, die können dort jetzt auch teilnehmen. Ich b da das aber wieder so ein Personal-Kundenservice-Ding auf der Plattform.

19:34 Dennis Horn

Ja, weil er diesen Elon-Parodie-Account so witzig findet, dass er sogar damit shakert, dass er ja dahinter stecken könnte. Ist ein bisschen unangenehm, auch das so zu lesen, wie er sich so anbietet an diesem Account, so tut, als wäre er. Das ist halt, das wird langsam ein bisschen Gaga, weil wenn die Parodie-Accounts jetzt dafür Geld bekommen können, dass sie parodieren. . Dann müssen sie dafür ja die Kriterien erfüllen, unter anderem blaue Hakt zu sein. Der blaue Haken sollte aber eigentlich ein Verifikationstool sein, für den eh nicht mehr ist. ja schon. Und anfangs wurde also einer der Gründe für diese für das Aussetzen von Twitter Blue und dieses, wir haben relativ lange darauf gewartet, bis es gestartet ist. Und ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, Dennis, aber wir sind sogar davon ausgegangen, dass es nicht kommt damals, war, dass es so viele Accounts gab, die sich Elon Musk genannt hatten und dann einen blauen Haken dahinter hatten. Also Er ist jetzt wieder mal ein bisschen inkonsistent in seiner Argumentationslinie und natürlich auch nicht überraschend, aber trotzdem heißt das jetzt, dass du dich auch, wenn du möchtest, Thomas Gottschalk oder auch Harald Schmidt nennen kannst. der dafür einen blauen Haken kaufen kannst, wenn irgendwo Parodie auftaucht. Das muss nicht mal im Handel sein. Und dann kannst du mit diesem Account auch noch Geld verdienen, obwohl du dich als jemand anders ausgibst. Ich weiß nicht, ob das wirklich diese ursprüngliche Idee von Twitter Blue mal war.

21:00 Gavin Karlmeier

Aber ich will wer weiß das schon wahnsinnig gaga. Ja. Gucken wir ein bisschen auf weitere Funktionen. Ich lese dir wieder vor, du reagierst wieder. Da ist einmal die Umstellung, wer dir direkt Nachrichten schicken kann. Wir sprachen da. Da hat Twitter etwas gemacht, was man den Plattformen in der Regel sehr, sehr übel nimmt, nämlich die Voreinstellungen automatisch für offenbar alle verändert. Auf Direktnachrichten darf mir nur schicken, wer blau behakt ist.

21:26 Dennis Horn

Ja, und das ist so, also das ist wirklich ein Riesenproblem. Da habe ich sehr viele Gefühle und auch sehr viele Gefühle von Hackis und anderen Menschen bekommen, den ich hier auch in Stellvertretung einmal sagen möchte, I feel you. Was ist denn das für eine ultradämliche Regelung einzuschalten, dass man Nachrichten anfangen, nur noch von verifizierten Leuten bekommen kann? Also per Default für alle. Denn schon vorher war das so, dass es die Einstellungsmöglichkeit gab. Ich möchte nur Nachrichten von Leuten bekommen, denen ich folge, oder Nachrichten von den Leuten von allen. Diese beiden Möglichkeiten gab es vorher. Jetzt kam eben noch als dritte Option hinzu: Ich möchte nur Nachrichten bekommen von denen, denen ich folge, oder denen, die blau behakt sind. Und das wurde per Default bei allen eingeschaltet, unabhängig davon, ob sie vorher für alle frei waren oder nur für die, denen sie folgen. Und das ist so ein massiver Eingriff und der auch nicht mal mit einer Benachrichtigung irgendwie mitgeteilt wurde. Also man wird darüber nicht in Kenntnis gesetzt. Und im Zweifel, wenn du darauf angewiesen bist, als Journalist in Informationen darüber geschickt zu kriegen, dann hast du einfach plötzlich einen Informationsstrang abgeschnitten, ohne dass du genau weißt, warum. Und das geht nicht.

22:40 Gavin Karlmeier

Dann das Leselimit für blaubehackte NutzerInnen soll erhöht werden. Das war auch wieder so ein Kundenservice-Ding, so eine kleine Unterhaltung. Da hat er dann nicht geglaubt. wie das kann nicht sein, dass es so schnell erreicht ist. Dann hat diese Person ihm ein Screenshot geschickt, wie wenig in Anführungszeichen sie eigentlich Twitter genutzt hat. Dann hat er geschrieben, alles klar, dann setzen wir das hoch. Um 50 Prozent. Das ist übrigens, also das ist in a nutshell, dieses Elon Musk ist immer der Meinung der letzten Person, mit der er gesprochen hat, was da passiert. Wirklich. Dann zitierte Retweets sollen in der Timeline kürzer werden, weil sie einen ganzen Bildschirm in Beschlag nehmen könnten, schreibt Elon Musk. Das gilt übrigens auch, fügt er dann hinzu, für die Werbeanzeigen. Die sollen in ihrer Höhe insgesamt gekürzt werden und die Kosten für Werbeanzeigen insgesamt von der Höhe abhängig gemacht werden. Kann man nachvollziehen, ne? Also je mehr Platz du im Bildschirm verbrauchst, desto teurer wird es.

23:47 Dennis Horn

Ja, okay. Wenn das jetzt die Art und Weise ist, wie man hier jetzt die Kosten ermittelt, why not?

23:53 Gavin Karlmeier

Und eine Prio für die Rückkehr von Periscope, habe ich hier noch auf der Liste.

23:58 Dennis Horn

Ja, High Priority hat Elon Musk gesagt auf Rückfrage. Und er hat es noch ein bisschen ausgeführt. Er hat gesagt, Livestreaming is a high priority. Diese Funktionalität wird sowohl mobil als auch im Web. kommen. Das war früher bei Periscope de facto auch schon so. Du konntest über das RTMP-Protokoll damals schon auf Periscope streamen, wenn du sowas benutzt hast wie OBS. Oder Wirecast, also externe Streaming Software.

24:26 Gavin Karlmeier

Das ist einfach für Unternehmen und Medien ganz wichtig, damit die und Gamer, damit die ihre Streams einfach in Twitter reinschleisen können.

24:34 Dennis Horn

Ich wollte gerade sagen, wer die letzten zehn Sekunden meine ganzen Wörter dann nicht verstanden hat, ist nicht so wichtig. Also es ist halt vor allem wenn du halt so Reaction-Clips oder halt so Gaming-Video, Gaming-S Streams. Also eigentlich so wie Twitch funktioniert, das hat Periscope früher auch schon angeboten. Das heißt, das ist alles schon, technisch liegt das schon da. Es muss wahrscheinlich nur einmal ein bisschen aufgehübscht werden. Und das Team arbeitet weiterhin an einer Smart-TV-App für Twitter. Also man möchte jetzt nicht nur YouTube und TikTok werden und LinkedIn und YouTube, sondern auch Twitch.

25:06 Gavin Karlmeier

So. Okay. Dann Jenga. Man kann bei TweetDeck gerade nichts posten. Was ist da los? Keine Ahnung.

25:18 Dennis Horn

Also das alte TweetDeck, wenn man das aufmacht, dann also das ist ja schon relativ schwierig da hinzukommen, wenn man versucht, da etwas zu posten, zu retweeten, zu antworten, was auch immer. Dann kriegst du eine Fehlermeldung und wirst in die App geführt. Das finde ich schon sehr spannend. Und mir ist aufgefallen, dass du für manche Dienste aus der TweetDeck-App rausgeführt wirst. Also wenn du auf ein Profil klickst. Beispielsweise kann es passieren, dass es sich nicht mehr in so einem Overlay öffnet, sondern direkt auf twitter. com. Ist mir öfter passiert. Interessanterweise, während ich es jetzt gerade mache, nicht mehr. Also offenbar war das ein Fehler oder vielleicht auch nicht gewünscht, aber ich bin auf jeden Fall immer auf twitter. com geführt worden. Also es haben sich ein paar Sachen am klassischen Tree-Deck tatsächlich überraschenderweise doch verändert und man kann eben nichts veröffentlichen.

26:06 Gavin Karlmeier

Ja. Nicht, dass Meta aus Versehen TweetDeck auch gesperrt hat in der EU. Dann gibt es NutzerInnen, die haben in der Videos für dich-Sektion in Twitter Pornos angezeigt bekommen. Es läuft verdammt gut. Und du hast ein bisschen Housekeeping zum Ton. Ja, ich hab das nicht.

26:24 Dennis Horn

Ich zieh runter und lade die Timeline neu funktioniert.

26:27 Gavin Karlmeier

Genau, wir haben da vor einigen Tagen darüber gesprochen, dass

26:30 Dennis Horn

Dieser Sound, dieses, wenn man die Timeline neu lädt, dass das ein Signal auslöst, um die Musik, die im Hintergrund läuft, zu stoppen und dass das danach auch nicht weitergeht. Und da hat mir Toto bei Mastodon geschrieben Zum Sound in der Twitter iOS App bei Haken dran. Man muss als Entwickler die Audio-Session konfigurieren, zum Beispiel als Videoplayer, dass man die aktive Session ersetzt und damit die Musik stoppt. Oder auch Ducking. Das kennen wir vom Radio. Da war der Sound, genau. Oder beim Radio, wenn Musik läuft und man macht das leise, um zu sagen, und jetzt kommt hier nochmal ein richtiger Hit für euch, hab ich was mitgebracht, hier ist Johannes Erding, alles brennt. Dieses ist Ducking. Also das leiser werden von Musik, das kannst du eben auch konfigurieren. Oder wenn du Soundeffekte hast, die einfach reingemischt werden. Auch das sind alles Konfigurationsmöglichkeiten bei dieser Audio-Session, bei denen du als Entwickler die Wahl hast. Tote schreibt, man kann es halt auch falsch machen wie Twitter. Vermutlich ist das ein Code, den sie für Long-Video-Upload geschrieben haben. Sehr spannend

27:31 Gavin Karlmeier

Okay, dann lass uns zum Abschluss noch auf ein paar andere Plattformen gucken und wir bleiben nochmal bei Elon Musk. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, der große Twitter-Space zum Auftakt. von XAI. Ich versuche mal ein wenig zusammenzufassen und ihr werdet vielleicht mein Kopf schütteln hören. Ja. Ich sag mal kurz so ein bisschen zu dem. Also das Ziel von XAI ist der Aufbau einer AGI. Also einer Artificial General Intelligence, das ist das, was man vielleicht wirklich unter KI am Ende verstehen würde. Mit dem Ziel, das Universum zu verstehen. Also es ist wirklich Marketing bis zum Gen nicht mehr. Der sicherste Weg darin bestehe, eine AGI zu entwickeln. Die maximal neugierig und wahrheitsneugierig sei, sagt Elon Musk, und zu versuchen, den Fehler zwischen dem, was man für wahr hält und dem, was tatsächlich wahr ist, zu minimieren. Und dann hat er erzählt, dass es so viel gibt, von dem wir glauben, dass wir es verstehen, aber in Wirklichkeit tun wir es nicht. Beispiele hat er genannt. Fragen zur Natur der Schwerkraft. Warum es keine Beweise gibt für Außerirdische. Er hat das Fermi-Paradoxon genannt und wie es möglich ist, dass in unserer Galaxie kein anderes Bewusstsein existiert. Und er hat gesagt, wenn man den KI-Technologien heute solche Fragen stellt, kriegt man nur Blödsinn raus. Und deshalb muss das Ziel um viele Größenordnungen irgendwie wachsen. Seine Vorhersage ist bis 2029.

29:03 Dennis Horn

Also wenn XAI einen Chatbot startet innerhalb der nächsten zehn Jahre. Erinnert euch bitte exakt an heute, 17. Juli 2023, was Elon Musk hier als Ziel ausgelotet hat. Und dann fragt diesen Chatbot doch mal, was will das Universum von uns? Ja, genau. Also der wird sich da.

29:23 Gavin Karlmeier

Das mit dem Mars hat er ja auch nicht geschafft. So, und dann sind ein paar Sachen, die machen mir dann Bauchschmerzen. Also, er will auch Twitter-Daten verwenden, um diese KI zu trainieren. Wo da das Wissen über das Universum drin steckt, aber gut, das ist Berge sagt Berge sagt er eine erhebliche Gefahr Die KI darauf zu trainieren, politisch korrekt zu sein oder sie darauf zu trainieren, nicht zu sagen, was sie für wahr hält. Und deshalb werde man bei XAI die KI sagen lassen, was sie für wahr hält. What could possibly go wrong, ja? Darf ich ganz kurz da reinbieten?

30:03 Dennis Horn

Ich habe das, als du es eben schon geschildert hast: dieses Sagen, was wahr ist nicht, was sie für wahr, was, was man für wahr hält, den zu minimieren, also diesen Gap dazwischen, wie er es nennt. Das sind alles. Also, das sind kind of Dog-Whistles für Leute, die jetzt schon das Gefühl haben, man dürfe ja eh gar nichts mehr sagen. Und wir sind eh alle fremdgesteuert und Nachrichten sind alle staatsgelenkt und so. Das ist alles schon verschwörerischer Bullshit. Diese Behauptung in den Raum zu stellen, die dann auch noch angereichert mit so einem Zorn, den er OpenAI gegenüber verspürt. Da gibt es ja auch gewisse Geschichten, über die wir hier auch schon gesprochen haben. Den er hier drin verpackt, in dem er sagt, wir sind aber eben nicht evoken, weil es eben irgendwelche Screenshots gibt, wo OpenAI eben keine menschenverachtenden Informationen schreiben wollte, also Chat-GPT. ist natürlich hier auch so ein bisschen Applaus von der von der rechten Bubble abholen und genau für diese Leute diesen Service hier aufbauen.

31:00 Gavin Karlmeier

Dann war da noch ein bisschen so eine Spur von KI wird in Zukunft auch KI trainieren, was hochgefährlich ist. Weil sich KIs, die mit KI generierten Inhalten gefüttert werden, irgendwann selbst vergiften. Da gibt es so eine Studienlage zu. und dass also solche Daten dann auch zum Zusammenbruch von KI-Systemen am Ende führen können. So, aber jetzt nochmal zu dieser AI-Geschichte und OpenAI. Da ging es auch genau um diese Konkurrenz. Elon Musk hat gesagt, XAI werde als Konkurrenz zu OpenAI entwickelt und auch positioniert. Er hat gesagt, jede Organisation, die im Moment KI-Systeme, Betreiber und Anbieter habe, auch Daten von Twitter illegal verwendet, um die zu trainieren. Und ich habe mich gefragt, wie sehr könnte in der Strategie auch eine Rolle spielen, XAI aufzubauen, um Twitter durch Klagen gegen andere KI-Unternehmen zu schützen. Weißt du? Also, du meinst, wir sind selbst in diesem Geschäft und ihr greift uns aus unserem Firmenkonglomerat die Daten von Twitter ab. Damit ist Open äh XAI geschädigt, das geht so nicht.

32:19 Dennis Horn

Ja, könnte kann natürlich gut sein. Ich glaube, dass hier ehrlicherweise. Also ich habe darüber nachgedacht. Also, als ich das gelesen habe, war meine erste Reaktion so, also wenn ihr mit meinen Tweets in KI trainiert, ich würde da jetzt nicht auf die Antworten auf die großen Fragen des Universums hoffen, ehrlicherweise. Und das gilt ja für vieles bei Twitter. Ich finde das interessant, dass hier vorne nämlich diese Daten genannt werden, weil die Art, wie man auf Twitter veröffentlicht, ja schon eine stark andere ist als an anderen Orten. Und ich glaube, dass wenn ChatGPT sich nur aus Tweets geschwiesen hätte, würde es heute anders aussehen, wäre meine These. Dementsprechend, ich glaube, hier wird so ein bisschen die Bedeutung und der Stellenwert von dem, was Tweets dafür an Power haben, so ein bisschen überbewertet. Und ich glaube, dass Elon Musk sich hier so ein bisschen schützend vor seine Daten stellt. Das ist sicherlich nachvollziehbar. Ich mag die These auch. dass man dadurch, dass man selber als AI-Betreiber oder als AI-Player auftaucht, natürlich eine gewisse andere Verhandlungssituation hat, das ist ja das, was du quasi so unterstellst oder überlegst. Genau. Das kann ich mir gut vorstellen, ja, das glaube ich auch. Ich ehrlicherweise, ich weiß auch nicht. Also Ich denke mir halt die ganze Zeit, so was, wohin soll das führen? Was soll das bringen? Hier nochmal so ein. Ich nee, vielleicht machen wir das jetzt auch nicht auf, aber mich fuchst das so, dass Elon Musk sich hier so schützend über seine Tweets schmeißt. die er ja nicht geschrieben hat. Das ist ja alles Content von anderen, den er hier versucht, zum einen abzuschirmen vor denen, die damit Geld machen. Um damit auf der anderen Seite aber eben auch Geld zu machen. Das wird das Ziel von XAI sein. Diese ganze AEGI, von der du da gerade gesprochen hast, dieses große Ziel am Ende. Das ist ja auch nichts anderes als der Versuch, einfach nur relativ schnell viel Geld zu verdienen. Das ist das, was Elon Musk am Ende immer angetrieben hat.

34:18 Gavin Karlmeier

Ich habe überlegt, ob wir da einfach sehr deutsch drauf antworten, nämlich mit einer Verwertungsgesellschaft KI, die Elon Musk nochmal schön abschöpft.

34:25 Dennis Horn

Oh, Jan Böhmermann hat vor vielen, vielen Jahren, also das ist wirklich über zehn Jahre her. Das wird aber auch in seinem Buch sein, er hat ja diese Tweets irgendwann veröffentlicht, das habe ich aber leider nicht gelesen, hat er mal einen Tweet geschrieben, dass er eine VG-Tweet einführen möchte. Und vielleicht brauchen wir die. Vielleicht ist es jetzt mehr Zeit denn je, sich für die VG-Tweet einzusetzen und zu stärken.

34:48 Gavin Karlmeier

Jetzt noch schnell rüber zu zwei anderen Diensten. Einmal Reddit. Die größte Reddit-Community, die im Rahmen dieses großen Protests noch privat ist, hat 5 Millionen AbonnentInnen. Und das ist Mail Fashion Advice für Modegespräche und Ratgeber. Die ermutigen jetzt ihre NutzerInnen, sich anderswo zu versammeln, nämlich bei Discord und Substack. Ähm, Reddit ist nicht so glücklich darüber, dass diese Sub Reddit immer noch privat geschaltet ist, die ModeratorInnen Haben jetzt am Donnerstag eine Info bekommen, jetzt öffnet die Community, sonst ersetzen wir euch. Das wurde bei vielen anderen ja schon gemacht. Und es sind jetzt noch mehr als 2000 Subreddits dunkel, wegen dieses Protestes, von aber ursprünglich mehr als 8000. Das heißt, von dem Protest hört man da nicht mehr ganz so viel.

35:40 Dennis Horn

Ja, es ist halt schwierig, den aufrechtzuerhalten, wenn die Plattform selber gegen dich arbeitet. Wenn sie den Protest, also man muss, das Bild ist, sie setzt Streikbrecher ein, sie zerschlägt den Protest ja auch in gewisser Weise. Und das ist leider eine ganz unangenehme Art und Weise, mit so einer Community aufz umzugehen. Und dementsprechend kann ich hier die Mods von Mail Fashion Advice ja auch total verstehen. Zu sagen, ist einfach nur noch nur noch frustrierend hier.

36:09 Gavin Karlmeier

So, und was ist da jetzt noch passiert bei Reddit? Sämtliche DMs, die älter sind, werden gelöscht?

36:15 Dennis Horn

Ja, das kam gerade erst. Also, wenn du jetzt Reddit aufmachst, kannst du keine Nachricht mehr sehen. Die du vor dem 1. Januar 2023 gelesen oder geschickt hast. Also, wenn du bis ganz umscrollst, wirst du feststellen, die Nachrichten sind weg und das steht auch sinngemäß in dem Bemühen, eine neue, reibungslose und schnellere Infrastruktur zu ermöglichen. Werde ich die Chat-Nachrichten, die vorher verschickt wurden, migrieren. So, was auch immer das heißt, wann das passiert, man weiß nicht, sie sind vor allem erstmal weg. Und ich hab so bei Reddit so echt krasse Twitter-Vibes, weil ich das Gefühl habe, man verscherzt es sich gerade so komplett mit der Community. Ohne Anlass auch, weil das ja wirklich ein totaler Goldschatz war, in dem das Wissen der InternetnutzerInnen wirklich zusammengekommen ist und auch deren Kreativität.

37:05 Gavin Karlmeier

Kein Happy Place, wirklich für die Nutzerinnen und Nutzer.

37:09 Dennis Horn

Na, zumindest nicht für die, die ein bisschen mehr wollen, als einfach nur mal eben ein Bild veröffentlichen oder zu sehen. Sondern für alle, die, die am Ende die Plattform zu dem machen, was sie ist. Oder wahr, so wie es bei Twitter auch so ist. Die Leute, die einfach nur bei Twitter mal reinschauen, die werden vielleicht gar nicht so einen großen Unterschied feststellen oder die mal einen Tweet schreiben wollen. Aber die, die das so ein bisschen mitgestalten wollen, also die, die auch Vereinsmitglied werden, um vielleicht in Vorstand zu gehen. Die werden da halt früher oder später halt gerade einfach frustriert werden.

37:38 Gavin Karlmeier

So und dann haben wir noch die Tatsache, dass nicht nur außerhalb von Twitter neue Twitters entwickelt werden, es werden auch außerhalb von Instagram neue Instagrams entwickelt. Da gibt es jetzt die App. Die Gründer haben Meta im Frühjahr verlassen, um eine Reihe von Produkten zu entwickeln, die Familie und Freunde wieder in diesen sozialen Fotofeed bringen. Die Wired schreibt darüber, Retro ist auf Fotos ausgerichtet. Die Profile sind standardmäßig privat. Nutzer müssen beantragen, einander zu folgen. Erstmal Fotos dann selbst freigeben, um die der anderen zu sehen. Freigeben heißt hier die Galerie auf dem Smartphone, wenn ich das richtig verstanden habe. Und alle Fotos, die länger als vier Wochen zurückliegen, sind gesperrt, da braucht es einen privaten Schlüssel. Das heißt, so dieser Spirit der Konkurrenzentwicklung Der ist weiter da, auch auf anderen Ebenen. Ich bin immer vorsichtig. Ich glaube wirklich, dass Twitter und Threads und all die anderen Konkurrenten hier wegen Twitter ein Momentum haben. Und dass in den anderen Bereichen so dieses yet another Instagram, yet another Facebook, das wird dort weiterhin nicht so einfach funktionieren Ich glaube wirklich, dass wir im Bereich von Twitter gerade über eine Einzigartigkeit stimmen.

38:52 Dennis Horn

Ich will hundertprozentig zustimmen. Ich habe trotzdem Gefühle auch zu dieser Retro-Geschichte, weil wir lustigerweise ja am Freitag genau über dieses Thema gesprochen haben, nämlich die Frage, worin entwickeln sich die sozialen Netzwerke und wie sieht es eigentlich aus mit dieser Veränderung von NutzerInnen getrieben zu Content getrieben. Also sehen wir Inhalte oder sehen wir die Inhalte von den Leuten, die wir uns ausgesucht haben und die Veränderungen, die jetzt gerade die Netzwerke vor die Entscheidung stellt. sich zu entscheiden, so, also an einen Punkt stellt, der vielleicht einen Scheideweg sein bedeuten könnte oder einen Scheidepunkt bedeuten könnte Und das finde ich spannend, dass genau jetzt aus genau solcher Bubble, also es sind, wenn die Leute bei Meta gearbeitet haben, dann haben die ja diese, ich will nicht Brainwash sagen, das meine ich nämlich auch nicht, aber die so zumindest diese Prägung haben, die Meta ja schon so als Losung ausgibt. auch so ein bisschen Post-Privacy zumindest zu sein, haben die ja auch mitgenommen. Das heißt, da kommt das ja schon auch her und das versuchen sie ja bewusst dann als Gegenthese hier zu entwickeln. Und das Finde ich dann doch irgendwie super spannend, dass da sowas passiert. Aber du hast natürlich recht, solche Apps starten halt reihenweise gefühlt im Tagesrhythmus. Wir könnten jeden Tag über irgendeine andere neue Apps sprechen, die irgendeine andere Art von Social Media bedeutet und der ich meinen Eltern Bilder freigeben kann, wenn sie meine Kurse.

40:12 Gavin Karlmeier

Und diesen Gegentesen-Moment habe ich ja auch schon einfach so oft erlebt und Nutzerinnen und Nutzer entscheiden eben nicht nach. Gegenthesen, sondern nach neuen, wollte ich gerade sagen, Prothesen, wollte ich das gerade sagen, nach neuen Ansätzen, die neue Lösungen bringen. Und so dieses Yet Another ist das halt nicht. Und deswegen immer, wenn da so die Überschrift drüber steht, ist das jetzt der XY-Killer? dann heißt es am Ende nein.

40:39 Dennis Horn

Aber da gibt es ja eh diese These, dass wenn eine Schlagzeile mit einem Fragezeichen endet, ist die Antwort immer nein.

40:45 Gavin Karlmeier

Ist die Antwort meistens nein, das stimmt. So, sind wir für heute fertig? Ja. Ja. Gegenthese. Dann bis morgen.