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Folge 166 · 19. Juli 2023 · 43 Min.

Phantastische Leselimits und wo sie zu finden sind

mit Dennis Horn

Threads wird in der EU noch „viele Monate“ auf sich warten lassen. Elon Musk doktert derweil am Begriff „Follower“ herum, als hätte er keine andere Sorgen. Und dann ist da noch die Sache mit dem Unternehmenswert.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Da sind wir wieder, der Podcast für 50-jährige Ingenieure, die Selbsthilfegruppe der Threads Ausgeschlossenen, die Trauervereinigung Twitter 22. Willkommen zur neuen Ausgabe.

00:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich will ganz kurz da direkt rein, also uns hat jemand, man kann, wenn man uns bei Spotify hört, manche von euch tun das, ungefähr die Hälfte. Dann kann man da quasi einen in, also da wird man gefragt, wie fandest du diese Folge? Und kann da so Nachrichten schreiben. Und die lesen wir natürlich auch. Da gibt es jetzt zu jeder Folge gibt es so zwei, drei, vier. Solche Anmerkungen. Und da hat Ann oder Anne geschrieben, sie hat es auch gemerkt.

00:44 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Mit den Ingenieurten. Ja, es ist großartig. Manuel hat uns noch geschrieben. über diese Geschichte, über die wir gestern sprachen, wie Anhänger von Verschwörungserzählungen daran festhalten, wenn sie nicht eintreten, also die Verschwörungserzählungen, auch bei Sekten und so, wenn das UFO nicht kommt und alle rettet. Er schreibt, das klingt stark nach dem Klassiker When Prophecy Fails. Den hat er uns nochmal als Tipp mitgegeben. Und schreibt dann Zu euren andauernden Diskussionen zu Mastodon kann ich nur sagen, dass mittelalterliche Bilder von Katzen auf Mastodon weiter beliebter sind. Dort haben wir 1300 Follower auf Twitter nur knapp 200.

01:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, gut. Das sind die kleinen Dinge. It's a thing, offenbar. Ja, ich bin auch ein bisschen nicht überrascht, komischerweise. Also auf eine ganz komische Art ergibt das vollkommen Sinn.

01:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Absolut. Ich gucke mir das mal an, vielleicht ist es ein sehr schönes. Rabbit Hole.

01:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, ich fürchte. Cat Hole. So. Ansonsten kann ich Pepito the Cat empfehlen, aber über den haben wir ja auch schon sehr oft gesprochen. Gut.

01:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Wir starten heute mit einem Threat Hole. Die Zahl der täglichen Aktiven NutzerInnen ist in nur einer Woche gesunken von 49 Millionen auf 23,6 Millionen bei Threads. Auch keine Überraschung. Es war eben das erste Ausprobieren, das erste Rumgehype und erst danach entscheidet sich, auf welchem Level sich das überhaupt einpegelt. Wie ist die User Experience bei Threads aktuell für dich?

02:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich möchte nicht darüber sprechen.

02:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich sehe da jetzt gar keine Inhalte mehr. Also doch, äh, nein, wirklich?

02:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Nee, wirklich, da lädt nichts. Doch, bei mir lädt, äh. Doch bei mir lädt es. Ich kann es öffnen und dann kann ich lesen, dass zum Beispiel hier ein neues App-Update gerade ausgerollt wurde und so. Das kann ich alles sehen. Ich kann damit sogar, ich kann es liken. Aber ich kann halt nicht auf die Aktivität gehen und ich kann auf mein Profil gehen und kann sehen, dass mir da, dass die FollowerInnen Zahl immer so schwankt.

02:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und sonst kann ich da nichts sehen. Vielleicht schwankt sie um Plus und Minus eins, nämlich um den Account von Gurkennase. Der uns bei Mastodon geschrieben hat, als Twitter-Nutzer auf der Suche nach Alternativen habe ich mir Threads näher anschauen wollen. Aus Gründen habe ich allerdings kein Konto bei Meta gehabt. Nun, nach noch nicht einmal zwei Wochen und einem einzigen Post bei Threads, das hier, trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung, Telefon- und Fotoverifikation, Wird mir willkürlich ohne Angabe näherer Gründe das Konto dauerhaft deaktiviert. Da hat er einen Screenshot dazu gepostet, Verstoß gegen die Gemeinschaftsrichtlinien heißt es da.

03:21 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Vielleicht wird Guckennase von Community Guidelines als Beleidigung aufgefasst.

03:26 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Möglicherweise. Ich habe halt noch überlegt, ob hier. . Auch sich irgendwie die EU-Zugehörigkeit äußert, aber das hätte man ja vielleicht öfter dann gehört, dass so etwas geschieht. Die Gefahr wollen sie vielleicht nicht eingehen. Naja, auf jeden Fall keine gute Nachricht, was den Start von Threats in der Europäischen Union angeht von Instagram und damit Threatschef Adam Mosseri, der sagt, wir hören hier mal rein, es kann noch Monate dauern.

03:57 Speaker 4

Unfortunately, for support in the EU to make sure that we're compliant with laws that are coming in 2024, it's just going to take a while. I wish it wasn't. I have been living outside the US for a year now. I think we need to be way less US centric. as a team, I've been pushing for that in a really big way, but it just turns out that order to m make sure that we can verify all the things we need to do to be compliant here in the EU, I'm actually in Italy right now, um, it's just gonna take many moments unfortunately.

04:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, und ich gebe Thomas Giegold recht, der uns das geschickt hat, diesen kurzen Ausschnitt. Das könnte ein wichtiges Momentum stören.

04:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja.

04:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Schreibt er. Das ist so. Und gleichzeitig hat Meta hat offenbar aktuell durchaus ein bisschen Respekt. vor den Datenschützern in der Europäischen Union.

04:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, ich habe das ja schon mal so Pleasing genannt, dass man Angst hat, die Datenschützer, wenn man sie jetzt. hier wütend macht, dass man dann auch an anderer Stelle eventuell Probleme mit denen bekommt, so ein bisschen wie der Wie der Drogenhändler, der dann erwischt wird, weil er bei Rot über die Ampel gegangen ist. So dass man versucht, man immer nur ein Vergehen gleichzeitig zu begehen. Lieber nicht zu viel gleichzeitig aufwirbeln und dementsprechend sagen, wir halten uns hier mal lieber so ein bisschen den Ball schlag. So empfinde ich das gerade so ein bisschen. Das ist aber in der Tat wahrscheinlich echt ein Problem mit dem Momentum. weil die Leute erstmal lernen, es geht auch ohne Microblogging. Die, die von Twitter genervt sind, die, die es nicht sind, bleiben bei Twitter. Bei Instagram baut man sich so weiterhin so das, wie man es gerade braucht. Das ist, glaube ich, echt ein großes Problem und ich wünschte, es wäre anders. Also er Adam was Harry, wie er sagt, ja auch. Aber er, er spricht von many months, also viele Monate, auf die in denen wir noch warten müssen. Vielleicht fliegen wir ein Weihnachtsgeschenk.

05:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das wäre ja nett. Das ist, ähm, finde ich, also erstmal übrigens, du hast deine Wette damit verloren. Ja, ich habe gesagt, bald, ne? Zwei Monate oder so? Ja, weiß ich nicht, auf jeden Fall lag es unter Many Months, glaube ich. Ja, das ist wahr. So, und das ist außergewöhnlich, wollte ich sagen. Also ein solches Abwarten mit dieser Begründung Und die Vorsicht, die daraus spürbar ist, hochinteressant. Ich hatte einen What the Fuck-Moment mit Adam Musseri auch, der ein Posting bei Threads veröffentlicht hat. Indem er Leselimits angekündigt hat, um Bots zu bekämpfen. Ja, genau, komm, erzähl erstmal die Meldung. Also er hat geschrieben: Spam-Attacken haben zugenommen. Also müssen wir Dinge wie Rate Limits strenger handhaben, was bedeutet, dass wir ungewollt mehr aktive Leute einschränken werden. In Klammern False Positives. Und wenn ihr betroffen seid, lasst es uns wissen.

06:57 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das ist aber was anderes, als was Twitter als Rate Limit begreift, richtig?

07:00 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, und genau, darüber müssen wir sprechen, weil dieses Posting ist bei Twitter hämisch kommentiert worden. Aber tatsächlich liest es sich für mich so, dass das, was eh stattfindet, so ein Rate Limit, um gegen solche Dinge anzukämpfen, ein bisschen verschärft werden muss Auf die Gefahr hin, dass einzelne Nutzerinnen und Nutzer das merken werden. Und davon würde er gerne hören, und das ist etwas völlig anderes, als mit so einer Rasenmäher-Methode allen das irgendwie abzu. Dings, was die Elon Musk-Verteidiger und Fanboys bei Twitter natürlich ein wenig verschweigen gerade. Also, das wurde äußerst hämisch kommentiert dort. Zu hundert Prozent genau, das habe ich nämlich auch gedacht.

07:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich dachte auch so, also ehrlicherweise wird es diese Rate Limits schon immer gegeben haben. Die sind nur so hoch, dass du halt als. NutzerInnen normalerweise nichts davon merkt. . . Wir erinnern uns an diesen Screenshot, auf den Elon Musk reagiert hat, in dem jemand gesagt hat, so nach neuneinhalb Stunden hätte er dieses Limit erreicht und das ist ihm nicht genug Bildschirmzeit. Stefan Dörner hat genau am heutigen Dienstag, wenn wir das hier aufnehmen, auch die Frage gestellt, dieses View Limit bei Twitter hat es doch nie so richtig gegeben oder was impliziert, er hat es nicht gespürt. Und dementsprechend, also das kommt halt so ein bisschen darauf an, wie viel Zeit wir mit den Netzwerken verwenden. Und als Elon Musk hier sich entschieden hat, dieses Rate Limit so extrem niedrig zu stellen, hat es halt alle NutzerInnen gegolten. Und das ist was anderes als das, was Adam Mossari hier sagt, dass er sagt Es könnte Falsch Positive geben, die, obwohl sie keine Bots sind, sondern aktive NutzerInnen trotzdem in diese View Limits fallen. die gr äh einge äh, die eingeführt werden, um Spambots einzudämmen. Das ist was anderes, auch weil Spambots, finde ich, eine deutlich griffigere Formulierung ist als Many Scrapers, wo wir niemals so genau wussten, was die eigentlich da wollten und wo sie herkamen. Also, ja, ich finde auch, das ist was anderes und das ist schwierig zu vergleichen.

09:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Dann, der Justizausschuss im Repräsentantenhaus in den USA hat META dazu aufgefordert, Informationen über die Content-Moderationen. By Threats zu übergeben. Das passiert im Rahmen einer Untersuchung, die gerade sowieso läuft, angetrieben vom Vorsitzenden des Justizausschusses, das ist Jim Jordan, Republikaner. Und das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Threads ist gemein, das ist ein Hinweis darauf sein, dass Threads Meta noch mehr Aufmerksamkeit bringen könnte in Washington. Und mich hat das erinnert an dieses Nachrichten und Politik wollen wir auf Threads nicht im Mittelpunkt sehen Und da muss ich dann nochmal sagen, es ist halt ein großer Teil von dem, was Twitter ausgemacht hat, und Threats könnte stärker ins Visier der Politik rücken. Wenn es dort auch der Fall sein wird. Und vielleicht eben auch jetzt schon, weil PolitikerInnen da vielleicht einen Punkt drin sehen in dieser Plattform.

10:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich hab das, so kann man das sehen. Ich finde, das sagt aber auch noch etwas anderes aus, nämlich dass zumindest in den USA Threads relativ schnell so auf dem Radar aufgetaucht ist, dass selbst die Politik das mitbekommt. Das finde ich eigentlich sehr bemerkenswert und spricht eigentlich eher dafür, dass es relativ schnell geschafft hat, im der öffentlichen Wahrnehmung eine Rolle zu spielen.

10:32 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das ist so, vielleicht als als zusätzlichen Kontext noch der Kulturkampf, in dem auch Threats stattfindet und hier, wie ich finde. Von den Republikanern auch so ein bisschen genutzt wird. Jim Jordan sagt oder schreibt: Thread gibt Anlass zu ernsten spezifischen Bedenken, weil es als Konkurrent von Elon Musks Twitter vermarktet wird. dass von der beiden Regierung politisch verfolgt wird, nachdem Elon Musk sich so eingesetzt habe für die Redefreiheit. Und weiter: Es gibt Berichte, dass Threads die Community-Richtlinien von Instagram durchsetzen wird. Was dort dazu führte, dass rechtmäßige Rede auf Druck der Regierung moderiert wurde. Also da weißt du, in welche Richtung das läuft Ja, vielleicht auch direkt zu Beginn dieser Plattform von Seiten der Republikaner aus klarzumachen Da wollen wir aber hier voll durchkommen mit unseren Inhalten.

11:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das sind wieder irgendwie so, also ich hätte jetzt wirklich fast einen Kraftausdruck benutzt, ne? Das sind halt wieder so Leute. die sich halt hinstellen, Zensur brüllen, wo keine Zensur ist. Und also das, ich habe das hier, glaube ich, schon, also das hier ist jetzt Folge 164. 65, 166, oh wow. In der Folge 166 und die hab's glaube ich 160 mal schon gesagt, aber Zensur geht nach Definition immer von einem Staat aus. Und wenn du hier unterstellst, dass Zensur vorliegt, weil eine Regierung Einfluss auf ein öffentliches Netzwerk nimmt, weil sich hier zum Beispiel jemand Sagen Sie mal, weil jemand versucht hier sowas wie Regeln einzuführen, die im normalen, echten Leben eben auch gelten, dann ist das keine Zensur. So. So. Oh, das macht mich schon wieder so, da werde ich echt.

12:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Na komm, wo du schon in der guten Laune bist. Gehen wir direkt rüber zu Twitter.

12:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich will noch kurz über das Update sprechen, über das Tweets Update. Das kam wirklich kurz bevor wir.

12:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, stimmt, stimmt. Ich hab's unterschlagen.

12:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, ist nicht schlimm. Das kam, bevor wir. Kurz bevor wir aufgenommen haben. Und so richtig kann ich nicht alles mit Leben füllen, aber ich sagte mir, es ist wieder so eine kryptische Liste an Changelog sozusagen, die wir beim letzten Mal ja auch hatten. Und zwar Translations sind da, also man kann jetzt Threads übersetzen. Das ist uns in der EU natürlich alles egal, was ich hier sage, aber ist egal. Dann Follow Step on Activity Feed. Also, wenn ich es richtig verstehe, ist das eine Timeline, die nur aus den Leuten besteht, denen man folgt. Subscribe to unfollowed users. Das weiß ich nicht, was es bedeutet. Vielleicht kann das irgendjemand.

13:09 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also da würde ich sagen, das erinnert mich ein bisschen an die Unterscheidung zwischen Follower und Abonnenten bei Facebook. Also du kannst jemandem folgen. Dem du eigentlich nicht folgen möchtest, sondern du möchtest sozusagen nur, das hat natürlich in der Funktion dasselbe, aber du möchtest sozusagen nicht diese. Diese Bestätigung, hey, hier, ich folge dir geben, sondern möchtest nur von den Inhalten mitbekommen.

13:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, okay, ja, das ergibt sich. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Dann Activity Feed Scrolling and Loading Improvements. Das ist, glaube ich, was Gutes. Following und On-Thread Replies Page. Also weiß ich auch nicht so genau, was es ist. Tappable Reposter Labels. Also ich glaube, man kann damit jetzt. . sehen wer ne wenn jemand was repostet kannst du auf den punkt wer es repostet hat drauf tippen und kommst auf dessen profil das ging nämlich nicht Open the Instagram Followers List. Also du kannst per Knopfdruck sehen, welche Leute dir folgen, weil sie dir auf Instagram folgen. Und die App ist noch kleiner geworden, es wurden weitere Crash-Fixes repariert. Sie schreiben, we are now at 0,02 Prozent. Aber du bist du bist der technische Profi.

14:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, keine Ahnung.

14:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Okay. Das ist ein Gag. Ah ja, okay. Na gut, das wird sein. Aber also erstmal, da passiert immer noch viel, viel, viel gerade. Also nach wie vor heiß.

14:46 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Es gibt eine Partnerschaft noch.

14:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau, die wollte ich auch noch hinterherschmeißen. Satya Nadella hat jetzt gepaustet. Ich weiß nicht, ob ich seinen Namen richtig ausspreche.

14:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich sag immer Satya Nadella, aber er auf jeden Fall der CEO von Microsoft, jedenfalls.

14:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

hat angekündigt, what a great day to join threads. Ich glaube damit meinte er bei sich. Und er schreibt aber, we're thrilled to expand our AI Partnership with Meta. Das heißt, Microsoft und Meta haben jetzt eine KI-Partnerschaft, sind sie eingegangen und das riecht für mich doch ganz schön nach Amarda gegen Twitter. Also ich kann das nicht anders lesen, als wenn die beiden jetzt in Partnerschaft eingehen, dass man sich hier stark in Stellung bringt gegen die ganzen XAI-Entwicklungen, über die wir hier die letzten Tage sprechen mussten.

15:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Liest sich für mich genauso. Gut, dann sind wir uns da einig. Und eine interessante Partnerschaft, weil man ja in den vergangenen Jahren eh so den Eindruck hatte, dass Microsoft ein bisschen aufholt. Also Microsoft has its mojo back auf jeden Fall.

15:41 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das ist definitiv so. Spannend aber auch die Frage, wie weit diese Partnerschaft reicht und ob das bedeutet, dass jetzt OpenAI mit Daten aus Threads trainiert werden wird. Tja. Tja, wir werden es vielleicht nie erfahren.

15:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Dann jetzt aber zu Twitter, wenn du bereit bist. Elon Musk findet, wo wir gerade über Follower und wie folgt man Leuten, denen man nicht richtig folgen möchte, gesprochen haben, dass der Begriff Follower nicht so gut ist. Sagt er. Ja? Und jetzt diskutiert halb Twitter darüber. Ich möchte noch ein bisschen kurz was dazu sagen. Also es gibt eine Aufnahme von einem Meeting, das Elon Musk mit MitarbeiterInnen von Twitter hatte. Im November 2022, da hat er schon mal darüber gesprochen und gesagt, er fände ein anderes Wort besser. Damals hat er zum Beispiel gesagt Abonnent, denn Folgen klingen wie bei einer Sekte. Aber es wolle ja nicht jeder ein Sektenmitglied sein. Und es sei eher so, dass einen ja interessiert, was eine Person zu sagen hat. Und man kann dann damit einverstanden sein oder nicht. Und deswegen ist Folgen nicht der ideale Begriff, sagt er. Und jetzt in der Diskussion bei Twitter hat er noch Leser, alles natürlich im Deutschen Leserinnen und Leserabonnentinnen und Abonnenten, so also noch Leser vorgeschlagen. Und jetzt du.

17:07 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Wie kann man denn, also wir sind ja häufig dran, dass wir uns hier über so Micromanagement aufregen und dass wir sagen, muss man jetzt wirklich auch noch einen Job-Feature einführen? Aber das sind halt immer so Baustellen. Also er hat halt gestern noch gesagt, dass die Latech-Unterstützung nicht kommt, weil wir Wichtigeres zu tun haben. Vor ein paar Tagen hat er gesagt, wir müssen erstmal in positiven Cashflow kommen. um überhaupt wieder größere Features einführen zu können und das ist ja eh das wichtigste Ziel. Und jetzt wird darüber diskutiert, ob der Begriff Follower überhaupt noch passend ist. Für mich fühlt sich das so ein bisschen an, wie auch gleichzeitig so eine bisschen sein Humor, weil er aus seiner Perspektive auch in allen solchen Diskussionen ja immer einen Kulturkampf vermutet. Also Leute, die sich über bestehende Begrifflichkeiten beschweren, das ist so eins der ersten Sachen, über die Elon Musk sich lustig machen würde. Wobei fast jedes Mal das eine völlig gerechtfertigte Anmerkung ist, wenn beispielsweise irgendein Begriffen Relikt aus einer Zeit ist, in der wir Rassismen teilweise noch nicht wahrgenommen haben oder so. Also meistens eine völlig gerechtfertigte Diskussion, die dann leider oft ja auch einfach auskletschert und alle sagen, naja, wir lassen es jetzt so, wir haben es immer so gemacht. Dass Elon Musk jetzt genau selber so eine Diskussion anzettelt, fühlt sich da, wie gesagt, wie eine Satire an, nur dass er halt echt kein Satire-Talent hat. Also, ich glaube, er meint es nicht witzig und das ist eigentlich schade, weil Er könnte. Aber das ist so die besten Witze von Elon Musk, die waren nie als Witz geplant.

18:39 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Die kommen irgendwann mal als Buch. Aber also ich Also bei so Begriffsdiskussionen bin ich ja doch immer mal so ein bisschen dabei und finde sie nicht ganz so unwichtig. Mich hat das an was erinnert, nämlich dass Apple. Vor einer ganzen Weile, ich weiß nicht, wie lange das her ist. Zwei Jahre, drei Jahre? Ein Jahr? Keine Ahnung. Auf jeden Fall vor einer Weile. In seiner Podcast-App, die früher mal iTunes hieß, den Begriff Fürs Abonnieren von Podcasten hat Podcasts geändert hat. Und zwar von Abonnieren in Folgen Stimmt. Und ich fand das aus einer aus einer taktischen Sicht eigentlich ganz klug. Und deswegen kann man jetzt nicht sagen Das ist so totaler Mumpitz, über diese Begrifflichkeiten nachzudenken an sich. Ich fand es aus einer taktischen Sicht ganz gut und fände deswegen den Vorschlag von Elon Musk, Abonnent zu nehmen. Taktisch unklug. Apple ist ja genau den entgegengesetzten Weg gegangen, weil Menschen mit dem Abonnieren ein Bezahlen auch verbinden. Ja, was abonnierst du sonst? Du abonnierst Netflix oder eine Zeitung oder irgendwas. Und wenn du Folgen aber schreibst, dann weißt du, ah, alles klar, kann ich folgen, kommt jetzt. Ja, verstehe ich. Ja, also deswegen finde ich eigentlich von dem, was wir haben als Set, folgen im Moment den besten Begriff und würde deswegen sagen, die Diskussion ist trotzdem unsinnig. Aber halt mit einer inhaltlichen Argumentation.

20:13 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber war das nicht bei Instagram früher auch mal abonnieren und wurde dann zu folgen? Da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht kann das einer der Hackis kurz fact checken, das wäre toll. Ich glaube ja. Ähm, so oder so, also ich finde, also die Diskussion mag sogar gerechtfertigt sein. Ich finde sogar auch die Argumente ja gar nicht so verkehrt, zu sagen, ey, irgendwie ist der Begriff nicht so geil. Aber wir haben uns an denen in den letzten Jahren gewöhnt. Und jetzt muss ich mal etwas sagen und ich hasse es, wenn jemand in Diskussionen anbringt, aber ey Twitter, wir haben gerade echt andere Probleme. Das ist gerade wirklich nicht die Priorität.

20:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Naja. So. Wenn Walter Isaacson sich äußert, dann schauen wir immer genau hin, denn Walter Isachsen kann uns dabei helfen, Elon Musk besser zu verstehen und damit seine Entscheidungen zum Beispiel Er ist der Biograf von Elon Musk. Er hat auch schon die Biografie über Steve Jobs geschrieben. Er kam hier öfter im Podcast schon vor und hat jetzt bei CNBC über Elon Musk gesprochen. Und wir gehen mal so ein paar Punkte durch, die da gefallen sind. Also, er hat zum Beispiel gesagt, er ist mehr von Elon Musk als Ingenieur beeindruckt, aber denkt, dass er kein Gespür für Empathie und Emotionen hat. Machen wir, glaube ich, einen Haken dran an die Nummer. Der hat auch in einem Twitter Space im vergangenen Monat schon mal über etwas genannt, das er den Dämonen-Modus von Elon Musk nennt. und gesagt es wirkt auf MitarbeiterInnen einschüchternd, aber ist Teil von Elon Musks Erfolg Und die Menschen haben sich in diesem Twitter-Space durchaus kritisch mit Walter Isaacson auseinandergesetzt. Und der hat dann selbst auch gesagt, also wenn man jetzt eine Biografie schreibt, dann ist das wie wenn man die dunklen Fäden aufnimmt und erkennt, dass man sie nicht einfach herausziehen kann. Und Elon Musk wäre nicht der, der er ist, ohne beides, diesen Dämonen-Modus und seinen Antrieb, den er hat. Und hat gesagt, wenn man einer Person so nahe kommt, wie ich es in den letzten drei Jahren mit ihm war, dann versteht man diese Person, man versteht die Beweggründe. Und es gibt auch eine Menge Fehler. Also hier nur, um seine Unabhängigkeit nochmal so in den Scheinwerfer zu stellen. Dann ging es um den Käfigkampf mit Mark Zuckerberg und da bietet Walter Isachsen eigentlich eine Metapher an ähm, die ich oder eine Erklärung an, die ich für ganz gut halte und der ich mich anschließen würde, nämlich dass diese Gerüchte über eine körperliche Auseinandersetzung im Grunde eine Metapher sind. Für die geschäftliche Rivalität der beiden und wir diesen Kampf am Ende nie sehen werden. Ja, für den. Gehe ich mit. Dann, äh, Elon Musk sei fast süchtig nach dem Drama, dem Streit, der der ähm, den Twitter mit sich bringt. Twitter sei etwas, das er liebt, fast bis zur Zwanghaftigkeit. Er sagt, wenn Elon Musk Geld verdienen wollte, hätte er Twitter nicht gekauft. Er finde Thread langweilig.

23:28 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also Walter Isaacson selber?

23:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Nee, nee, Elon Musk. So, und dann noch, warum er die Finanzen von Twitter preisgegeben hat, also dieses minus 50 Prozent bei den Werbeeinnahmen. Er ist halt impulsiv. Er twittert alles, was ihm in den Sinn kommt. Und liebt halt das, was es, hat er, habe ich eben schon zitiert, was es mit sich bringt. So.

23:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich finde das alles auch sehr bestätigend in dem, was man so an persönlichen Einschätzungen und Menschenkenntnis. . Bestandteilen da so reingelegt hat. Ich bin wirklich super gespannt auf diese Biografie, zumal die ja vermutlich auch schon fertig ist. Das heißt, die endet vermutlich an einem Punkt. Wo wir uns alle wünschen würden, dass sie noch etwas weiter ginge.

24:17 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, wo wir gerade bei den Zahlen waren. Arc Invest ist eine Investmentgesellschaft in den USA, verwaltet einen zweistelligen Milliardenbetrag in US-Dollar. Und ist vor fast zehn Jahren gegründet worden von Kathy Wood. Und die hat mit Arc Invest auch in Twitter investiert. Und hat jetzt über dieses Investment gesprochen. Und sie sagt, Arkinvest hat die Twitter-Aktie zu 47% abgeschrieben. So, und wenn man diese Einschätzung dann glaubt, dann läge der Wert von Twitter jetzt bei nur noch 23 Milliarden US-Dollar von den 44. Und gleichzeitig sagt sie, das sei nicht repräsentativ für die langfristige Perspektive des Unternehmens und niemand im Fonds, also so aus ihrem Team, wolle die Aktien abgeben. Und sie würde gerne mehr kaufen, sagt sie. Hat sich dann auch über Threads geäußert. Wir glauben, dass Twitter und Threads koexistieren können. Sie denkt, Threads hat den Konkurrenzdruck entfacht oder noch einen draufgelegt und das werde gut sein für Twitter. Und sie glaubt, dass Elon Musk und sein Team das längerfristig sehr ernst nehmen. Auch die eigenen Pläne aus Twitter eine Alles-App zu machen. Vielleicht das noch zur Einschätzung. Arc Invest hat diesen Venturefonds, der in Twitter investiert. Und besitzt nur einen kleinen Anteil an Twitter. Das ist so in diesem Konsortium recht wenig. Aber Twitter macht zwölf Prozent des Fonds aus.

25:55 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Von diesem Unternehmen. Ja, also ich bin leider zu wenig Investor, um da so eine eigene Einschätzung abzugeben.

26:06 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, mich hat das sehr erinnert an das, was Linda Jaccarino einfach gesagt hat, sich treiben zu lassen von diesem sehr vordergründigen, motivierenden Sprech von Elon Musk und seinem Seine Aura, die ihn so umgibt für viele Menschen noch immer. So wirkte das auf mich, diese Aussage dieser längerfristigen Perspektive. Sie hat nicht rausgerückt, warum diese Perspektive so selbstverständlich auch eintritt oder eintreten sollte. Und welche strategischen Einzelpunkte dahinter stecken. Also, wir haben nicht mehr erfahren. War interessant, das nochmal so zu hören.

26:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, voll. Ich finde, dass dieser de facto-Wertverlust um 50 Prozent, das ist eigentlich ja die Meldung. Und das finde ich auch hochinteressant, weil das ja am Ende auch bedeuten würde dass all die Anstrengungen der letzten Monate bislang noch nicht dazu geführt haben, dass man zumindest in so einen Bereich kommt, wo man von Stabilität sprechen könnte oder sowas. Ja. Zumindest die Bemühungen, von denen wir glauben, dass es sie gibt. Also so genau wissen wir es nicht, wie da gearbeitet wird. Wir haben immer nur. Also ich glaube, das ist ja auch eine ganz grundsätzliche Sache, die man vielleicht mal auch dazu sagen kann. Alles, über das wir sprechen, ist ja schon durch mehrere Filter gelaufen, ist auch immer schon in gewisser Weise nur ein Ausschnitt von dem, was tatsächlich passiert. Und zeigt ja eigentlich nicht wirklich, wie dieses Unternehmen geführt wird, sondern wir kriegen immer nur so Spikes mit, und zwar in beide Richtungen. Spikes in die Richtung, es verändert sich was zum Guten oder es ist was schief gegangen. Und daraus malen wir uns ein Bild. Und trotzdem hätte ich mir vorstellen können, dass man irgendwann zumindest auf so einem Weg ist, dieses ganze Gerede von, wir sind auf einem guten Weg, Cashflow positiv zu werden und so, irgendwie Das mal in sichere Fahrwasser zu bringen, plus es ist auch niemand mehr da, der eigentlich noch Geld kostet, oder der das Unternehmen Geld kostet, außer denen, die versuchen, das Geld einzuklagen, das ihnen zusteht. Also schon krass, dass es eigentlich, wenn man das so mal konstatiert, eigentlich immer noch bergab geht. So.

28:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Außer für manche Creator. Das stimmt. Wir sind beim Ads Revenue Share Programm, also beim Werbegeld-Zahlungsprogramm von Twitter ist Auszahlungsprogramm. Es gibt Voraussetzungen, daran teilzunehmen, um sich zu qualifizieren, müssen NutzerInnen in den letzten drei Monaten mindestens 5 Millionen Aufrufe ihrer Beiträge verzeichnen, also Impressions. Es gibt jetzt noch so ein paar Details, die Twitter Daily News veröffentlicht hat, dass diese Payouts monatlich geschehen. Je nachdem, wie das Add-Revenue der der einzelnen Tweets auch war. Minimumauszahlung ist 50 Dollar pro Monat. Die Inhalte müssen original sein, also nicht das ist ganz interessant, not mostly reposts of other content. Der eigene Account muss verifiziert sein, blau behakt, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen. Übrigens, ganz interessant, in all diesen Details fällt nirgendwo mehr das Wort Tweet. Es ist überall von Post die Rede. Oh. Wo wir noch bei. bei Begrifflichkeiten waren. Ja, das sind so die ganzen Punkte und das wiederum freut nicht alle. Der Rolling Stone schreibt, einige prominente konservative Accounts sind wütend darüber, dass sie von der ersten Auszahlungsrunde ausgeschlossen wurden. Einige glauben sogar, das System werde Twitter noch schlechter machen. Ich zitiere mal so ein paar. Da gibt es einmal Cateret 2, das ist ein rechter Shit-Poster. Zwei Millionen Follower. Er schreibt, dass die meisten, nicht alle der handverlesenden Twitter-Accounts, die große Schecks erhalten haben, nicht wegen ihres Potenzials für Werbeeinnahmen. Sondern weil sie die Lieblinge des Lehrers sind, unerträglich geworden sind. Und dann weiter, ich möchte nicht, dass mein Konto zu einem Schleimbeutel cringe-fest wird. Dann. The Hodge Twins, das ist ein Komikerduo, Donald Trump-freundlich, kann man vielleicht sagen. Wir haben auch keinen Scheck erhalten, obwohl wir uns bereits im Februar angemeldet haben, deren Accounts hat mehr als zwei Millionen Follower. Anna-Maria Lupis ist eine dänische Medizinerin, die regelmäßig aufgefallen ist während der Pandemie mit Anti-Impf-Verschwörungstheorien. Die hat eine halbe Million Follower, schreibt, Twitter sei so schlecht und unfair geworden. Einige Influencer werden bezahlt und gefördert, während andere zerstört werden. So.

30:59 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Also, ihr könnt die mal alle im Beiflag halten, das ist ja jetzt, also. Sie regen sich ja darüber auf, dass andere Geld kriegen und sie nicht. Wie sie damit zerstört werden, ist mir wirklich überhaupt nicht klar.

31:11 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also da kann man mal erstmal über den. libertären, republikanischen, rechtskonservativen Begriff von Freiheit sprechen, der natürlich auch nur so lange reicht, bis man selbst von dem Geld nichts abbekommt. So, ganz offenbar. Aber ähm also wenn Elon Musk im Hinterkopf irgend sowas hat wie wir. Wir haben ja mal über die Strategie gesprochen, ob sozusagen Twitter das erfolgreiche Truth Social werden könnte. Und wenn das sozusagen die Strategie ist, es gibt in dieser politischen Bubble zwischen Rechts und Libertär Irgendwie genug Leute, die wir als Zielgruppe für Twitter identifizieren und daraus könnte ein zukunftsfähiges Geschäft werden. Wir sprechen gleich auch nur über Takar Carlsen. Wenn das so kommt, dann sind das keine so guten Aussichten, weil er ja im Grunde Zwietracht sät in seiner zukünftigen, fokussierten Zielgruppe.

32:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, aber es ist so, also es eigentlich sagt man, das ist ja sonst immer der Linken nach, dass sie sich selber so zerfleischt. Was hier ja eigentlich passiert, ist ja anders bemerkenswert. Also es gibt genug Leute, wir haben über Andrew Tate zum Beispiel gesprochen, genug Leute, die eben auch stark rechtsaußen sind. die Inhalte posten, die nur mit als zugedrückten Augen irgendwie noch als demokratieförderlich zu verstehen sind. Wir haben über Leute gesprochen, die auch rechte Memes posten, die alle Geld bekommen haben. Und jetzt hast du halt so einen rechtsextremen Account wie Cattered, die eigentlich müssen wir deren Namen auch gar nicht die ganze Zeit nennen, aber sei es so, man versteht relativ schnell, warum das nicht gut ist, was die veröffentlichen. Dass die ihm kein Geld kriegen und sich darüber aufregen. Und man denkt sich so, also eigentlich hat Elon Musk diese Entscheidung des des Ad Revenue Shares, ja vor allem gemacht, vermutlich, um Leute auf seiner Plattform zu halten, um seine Community zu fördern. um Anreize zu bieten, um auch so ein bisschen zu zeigen, hey ich bin hier und tu was für euch. Und was er damit aber gemacht hat, war nicht genug Lollies zu verteilen, wie es Münder gibt. Und jetzt regen sich die wenigen auf, die keinen abgekriegt haben. weil sie eben sich auf dieser Payroll gesehen haben, während alle anderen einfach sich denken, ja gut, dann halt nicht. Also Oder? Also ich krieg wenig Leute, mit die Reichweiten stark sind, die aber jetzt eben nicht aus dem rechten Lager kommen, die sich auch lautstark darüber beschwert hätten. Sondern das sind alles so Leute, die eigentlich das Gefühl haben, der Elon, der wird mich schon nicht vergessen. Und dann hat er sie eben doch vergessen. Und dann regen sie sich auf. Und ich verstehe den Punkt ehrlicherweise nur so halb. Aber es ist, wie gesagt, es ist schön, dass auch da sich gegenseitige Zerfleisch nützt eine Rolle spielt.

34:08 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Naja, also ich kann es schon nachvollziehen, wir haben ja hier viel über Dog-Whistles gesprochen und so weiter. Und die Leute, die sich Dog-Gewistelt gefühlt haben, und und angesprochen gefühlt haben und und gebunden gefühlt haben. Naja, weißt du? Ja, also ich verstehe, woher es kommt, aber es ist trotzdem absurd. Ähm, Taka Carlson, haben wir angesprochen, hat einen Werbekunden gefunden für seine Twitter-Show und einen Deal abgeschlossen über mehr als eine Million Dollar. Und zwar mit Public Square, das ist eine App, eine Shopping-App. Und das ist es, ist etwas, was wir von hier aus Europa gar nicht so kennen. Ein Unternehmen Dass sich politisch positioniert, über sich selbst sagt, dass es Umwelt-, Sozial- und Governance-Richtlinien hasst Cool. Also politisch in dieser Richtung positioniert. Hinter Public Square steckt 1789 Capital, das ist eine Investmentfirma. die auch einer der ersten Investoren werden möchte im Medienunternehmen von Tucker Carlson. Im Grunde eine Produktionsfirma, die jetzt erst einmal diese Twitter-Show umsetzen soll. Und Public Square will nächsten Monat damit beginnen, Anzeigen darin zu schalten, also im August. Es hieß letzte Woche. Dass Tucker Carlson mit Neil Patell, mit dem er The Daily Caller gegründet hat, eine rechte Nachrichtenwebsite Nachrichten, in Anführungszeichen wahrscheinlich, hunderte von Millionen Dollar für dieses neue Unternehmen aufbringen wollen würde. Ja, also da entsteht vielleicht so eine kleine, also so ein kleines Biotop für rechte digitale

35:53 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das ist spannend, weil das ja trotzdem so ein Werbemechanismus ist, den man sonst eher von anderen Plattformen kennt, nämlich Also eingebrannte Werbungen, die eben nicht über die Plattform kommen. Also jetzt nicht so ein Pre-Roll oder ein Mid-Roll, die eben von der Plattform da platziert wird. sondern eine Werbung, die man direkt mit dem Video gemeinsam hochlädt und dann auch refinanziert, so oder sich refinanziert Da hat ein Twitter-Nutzer mit dem Namen Dr. Know It All hat geschrieben, weiß jemand von Twitter, wie das mit den Terms of Services, also mit den Richtlinien aussieht? um solche Werbungen in Full-Length-Videos zu benutzen, weil ich würde das gerne machen, aber ich weiß nicht, ob das erlaubt ist. Und Elon Musk hat darauf geantwortet und hat gesagt, der eigene Werbung Also, sozusagen, hier ist schon die Einschränkung, das ist zwar gerade noch erlaubt, wird aber wohl früher oder später kassiert werden als Werbemittel. wenn ex dasselbe anbietet oder Twitter. Diese diese Werbeform. Und das wäre schon eine Veränderung, weil YouTube das auch selber anbietet und trotzdem eben nicht verbietet.

37:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Aha. Warten wir ab, aber ich glaube, wir sind an der Stelle schon mitten angekommen in unserer Lieblingsrubrik.

37:15 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Spiel den Jingle.

37:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, Achtung. Funktionen und Emotionen. So, Love it. Manchmal höre ich das beim Vorbereiten tagsüber einfach nochmal. Es ist super. Also, fangen wir an. Twitter Daily News, oft unsere Quelle heute. Der Twitter-Algorithmus Könnte bald geändert werden, um, Achtung, wir haben darüber gesprochen, Engagement-Bait-Tweets herabzustufen. Das liest man zumindest aus einem Tweet von Elon Musk heraus. Das war wieder vielleicht noch zur Einordnung, so eine Personal-Kunden-Service-Nummer. Da hat sich eine Nutzerin beschwert, die sich Tesla Diva nennt. Ihr Feed sei voller Tweets, die es überoffensichtlich auf Impressions oder Follower anlegen Und es gäbe gerade ein großes Defizit an unterhaltsamen Inhalten. Und Elon Musk schreibt, solche Beiträge, die die Erfahrung auf Twitter trüben, sozusagen, die sollten bald wesentlich weniger Reichweite erhalten.

38:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das ist so wild, weil dadurch, dass halt plötzlich dieses Revenue Sharing eine eine eine eine zu erreichende Metrik ist, ne, hast du eine völlig andere Zielsetzung in der Nutzung von Social Media. Es geht nicht mehr darum, der Erfolgreichste zu werden, die größte Reichweite aufzubauen, sondern es geht jetzt um Geld. Und das lockt natürlich nochmal ganz andere niedere Gelüsse. In den Leuten hervor, die E-Inhalte veröffentlichen. Ich empfinde das auch. Also, wenn ich Twitter aufmache, dann habe ich da auch Leute, die völlig steile Thesen veröffentlichen. Oder, das habe ich jetzt auch öfter gesehen. What's your hottest take on? Und dann Tech beispielsweise. Und dann sollen Leute alle schreiben, was ihr hottest take ist. Und dann ist da natürlich extrem viel Interaktion, einfach nur um diese View-Rate, äh, nee, wie heißt das, die View-Count Hochzutrei, so heißt das.

39:07 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Den View-Count und mehr Interaktion in den Antworten bedeutet mehr Werbung in den Antworten, was sich direkt auf diesen Ad-Revenue-Share auswirkt. Ja, genau. Ja, also muss man vielleicht sagen, es ist nicht so, dass es vor Elon Musk keine Hot Takes bei Twitter gab. Nein, im Gegenteil.

39:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das meine ich ja auch nicht.

39:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Aber wir reden einfach über eine ganz andere Qualität nochmal.

39:32 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Genau. Und es geht auch, also die Leute veröffentlichen jetzt nicht mehr Hot Takes, weil sie das Gefühl haben, sie müssen ihn loswerden oder trüge etwas. zu einer gerade geführten öffentlichen Debatte bei, was glaube ich die Hauptgründe waren, sondern die Leute veröffentlichen jetzt Hot Takes oder vertreten vielleicht doch auch Meinungen, die sie eigentlich nicht vertreten, weil sie damit Geld verdienen können. Das heißt, inzwischen, jetzt ist wirklich alles egal.

39:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Dann NutzerInnen können jetzt ihre Communities in ihrem Profil hervorheben, in denen sie Mitglieder sind. Ich fülle nichts. Twitter benennt das kommende Notes Feature um in Articles.

40:12 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, doch, da habe ich Gefühle. Ja, weil wir haben seit gefühlt einem halben Jahr nichts von diesem Feature gehört. Also, so aussehen, nichts tut man so. Also es ist völlig legitim, darüber zu sprechen. Und dieses Feature ist ja auch eine totale Also, es ist völlig schleierhaft, warum es das noch braucht, weil dieses Revenue Share ihr Anreize bietet, Threads zu schreiben. Und jetzt gibt es plötzlich ein Feature, ich habe auch ein bisschen darüber gelesen, ich weiß nicht, ob du da noch zu kommst, dass diese Notes, nee, Articles, die da jetzt kommen, auch in der Länge unbegrenzt sein sollen.

40:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Nee, aber erzähl.

40:50 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Die sollen in der Länge unbegrenzt sein. Und ich glaube, die Formulierung, die ich gelesen habe, war. Rein theoretisch sollte hier nun jeder in der Lage sein, dort ein Buch zu veröffentlichen, wenn er oder sie es wollte. Und naja, also. Also was wie habe ich das zu verstehen, wenn ich doch eigentlich Anreize geboten kriege, Threads zu schreiben und viele Tweets hintereinander zu setzen? die dann einzeln auch noch, ich weiß gar nicht, wie lange sie gerade sein dürfen, 25. 000 Zeichen lang sein können. Warum brauche ich diese Artikelsfunktion noch?

41:25 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ich glaube, im Dating-Geschäft nennen wir das Mixed Signals, oder?

41:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, ganz genau. Würde ich auch so sagen.

41:31 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, okay. Gut.

41:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Yeah. Yeah, it's the wings. Uh this will allow users to post very long complex articles with mixed media. You could publish a book if you want. Ja, finde ich gut.

41:48 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Anlegen. Es ist perfekt.

41:51 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, es ist perfekt.

41:52 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Dann, Twitter gibt einen Hinweis jetzt, einen großen Fullscreen-Hinweis, dass es neue Einstellungen gibt für Direktnachrichten, um Spam zu vermeiden. den man verstehen kann als eine Antwort auf die Beschwerde darüber, dass Twitter einfach bei allen Nutzerinnen und Nutzern Die Standardeinstellung verstellt hat, auf nur Blau Behagte dürfen die schreiben.

42:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, und ich finde vor allem, dass es eine ganz uncoole Art ist, darauf zu reagieren. Also alle haben gefordert, dass dieses Warnsignal kommt. Aber jetzt einfach so klammheimlich dieses Ding dann noch so nachschieben nach drei, vier, fünf Tagen, wo Leute schon keine Nachrichten mehr bekommen konnten. Und so zu tun, als wäre damit alles in Ordnung und als hätte man sich nicht in Bock geschossen, ist halt so die von Kommunikation her und von Krisenkommunikation her Halt echt ein bisschen unsouverän.

42:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, gute zeitgemäße Kommunikation wäre gewesen, wir haben Fehler gemacht, ne?

42:49 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, genau. Ein Tweet hätte ja gereicht. Sorry, wir haben es umgestellt. Jetzt kriegt ihr auch eine Nachricht, war doof. Das wäre ja easy gewesen. Oder vielleicht hätte Elon Musk das tut dann können. Aber der ist ja nicht so in der Kommunikation. Nee, nee, nee, nee.

43:03 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, und dann gibt es jetzt die neuen Analytics für alle, jetzt auch im Web.

43:14 Speaker 5

Gut, dann bis morgen. Bis morgen.