Alle Episoden

Folge 187 · 17. August 2023 · 47 Min.

Der aggressive Junge aus der Parallelklasse

mit Dennis Horn

Elon Musk kindet sich wieder durch die Medien. Die 5-Sekunden-Wartezeit bei Links ungeliebter Medien? Nur ein Fehler, na klar. Aber was ist mit Donald Trump? Und was ist mit Scott Galloway? Es tut uns leid, aber „Haken dran“ bleibt der Schlechte-Laune-Podcast seit November 2022. Aber an uns liegt’s nicht.

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüße ich Gavin. Hallo Dennis. Ist es Elon Musk, der mich so fertig macht? Oder das Wetter? Oder dass ich eben beim Sport war? Oder kann. Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen den Dingen. Sag mal, weinst du oder ist das der Regen?

00:18 Dennis Horn

Der von meiner Nasenspitze tropft. Nein, der von deiner Oberlippe perlt. Ja. Oh, wir fangen direkt an mit so einem 90er Flashback und ungefähr 40% unserer HörerInnen verstehen kein Wort. Voll gut. Ja, ist super gut.

00:34 Gavin Karlmeier

Bitte äh, du willst mit Housekeeping beginnen, habe ich gehört?

00:37 Dennis Horn

Ja, ich hab ein bisschen Housekeeping gesammelt. Also erstmal vorneweg Unser heißt es dann auch, also unser Subfedded. So sagt man bestimmt. Sagen wir mal. Wird mir morgen wahrscheinlich aber klar, dass man das nicht sagt. Er hat schon 165 Abonnentinnen. Was ist da los? Super vieles. Also Leute, feddit. de, das ist wie Reddit nur cooler. Also Reddit ohne.

01:01 Gavin Karlmeier

Reddit ohne den Chef.

01:03 Dennis Horn

Ohne Steve Huffman, genau. Also geht da mal hin, dezentrales Reddit und da sind 165 Menschen, die schon Bock auf die Hakendan-Community haben. Das ist wild, das müssen wir nochmal erwähnen. Also vielen Dank nochmal an Vitellius fürs Aufsetzen. Da werde ich ja eh ein bisschen, da kriege ich weiche Knie vor Ehrfurcht, wenn ich sehe, dass Leute so Haki-Support leisten, ohne dass wir da irgendwas beisteuern. Das ist voll krass.

01:27 Gavin Karlmeier

Und vielleicht für alle zu sagen, was es da gibt. eine ganze Menge von Quellen und Links aus den einzelnen Ausgaben hier.

01:34 Dennis Horn

Ja, die wir aber nicht zusammentragen, ne? Also ja. Dann habe ich aber noch ein bisschen Housekeeping aus unseren Spotify Kommentaren. Ja, mach. Wer keinen Bock auf dezentral ist hat, bei Spotify kann man unseren Podcast auch kommentieren.

01:48 Gavin Karlmeier

Zentral, dezentral, alles, alles, äh, Hauptsache.

01:51 Dennis Horn

Hauptsache all Ich fange Also ich habe ein paar Sachen durchzugeben. Punkt 1, Taylor Lawrence haben wir gestern versehentlich dem Wall Street Journal zugeordnet. Ja, ja, ja, völlig richtig. Dann habe ich gefragt, dass ich keine Idee habe, wie viele 100 Millionen Euro sind oder Dollar. Da hat Witchend Hat er geschrieben, wie viele Badewannen sich damit füllen lassen?

02:16 Gavin Karlmeier

Noch besser.

02:17 Dennis Horn

Also Euro-Banknoten haben eine einheitliche Stärke von rund 0,1 mm. 100 Millionen Banknoten wären also 10 Kilometer hoch. Gestapelt. Das heißt auf Reiseflughöhe, wenn du 100 Millionen Euro in Noten stapelst, ich weiß jetzt nicht in welcher Stückelung, aber wahrscheinlich in einer. nicht in so einer Sparkassengeldautomatstücklung, sondern in einer geschickten, dann wären das zehn Kilometer.

02:42 Gavin Karlmeier

Zehn Kilometer.

02:43 Dennis Horn

Das ist Reiseflughöhe, das ist schon echt doll hoch. Ja. Also da kann man nicht, also wenn man da hochklettert und runterfällt, hat man ein Problem.

02:51 Gavin Karlmeier

Krass.

02:52 Dennis Horn

Und die Geschichte, die du gestern erzählt hast, hast du schon mal erzählt.

02:56 Gavin Karlmeier

Welche?

02:57 Dennis Horn

Irgendeine, wo du gesagt hast, habe ich das schon mal erzählt.

03:00 Gavin Karlmeier

Ja, ja, natürlich habe ich das. Jedes Mal, wenn ich diese Frage stelle. Habe ich sie schon mal erzählt. Ich glaube, es ging um die Badewand, es ging um die Galileo-Badewand. Das Ding ist, ich habe ja auch nur so fünf Geschichten auf Lager und alle 20 Folgen bringe ich die hier nochmal unter.

03:13 Dennis Horn

Ich wollte gerade sagen, das ist halt super tückisch. Dass wir hier so einen täglichen Podcast machen, weil irgendwann kommt man ans natürliche Ende seiner sprachlichen Bilder und muss dann einfach wieder von vorne anfangen. Genau das ist das Ding.

03:25 Gavin Karlmeier

Ja, ja, genau das. Oder einfach freies Assoziieren, da bist du aber der Profi. Okay, was haben wir noch?

03:31 Dennis Horn

Das war's von mir jedenfalls. Also es gab bestimmt noch viel mehr. Vielen Dank. Wenn ihr Gedanken habt zu diesem Podcast, schreibt uns den als Spotify-Kommentar oder bei FedEt oder ganz simpel bei Mastodon, Blue Sky oder auf allen anderen Netzwerken. Zum Beispiel Ex. Da lese ich noch mit, ansonsten bin ich aber weitestgehend eingeschlafen da.

03:51 Gavin Karlmeier

Huch, Ex, womit wir beim Thema wären.

03:53 Dennis Horn

Huch.

03:53 Gavin Karlmeier

Man könnte meinen, ich habe dir eine Brücke gebaut. Also jetzt ist es so. Gestern gab es diesen Moment, wo du bist du jemals in diesen mittlerweile 187 Ausgaben, wenn man diese heute hier mitrechnet? So emotional geworden wie gestern?

04:10 Dennis Horn

Bestimmt, oder?

04:10 Gavin Karlmeier

Ja, ich weiß nicht, aber ja, es hat mich schon doll mitgenommen. Das nehmen wir auf jeden Fall in die Top Five auf. Ja, ist okay. Apropos five. Entschuldigung, es ist ganz schlimm heute. Also, wir lagen da gestern ganz richtig. Ex hat über mehrere Tage Die Aufrufe von Links, die zu verschiedenen Medien und sozialen Netzwerken führen, verzögert. Und zwar um etwa, es hat mir sehr gefallen, Heise hat es natürlich nochmal exakt nachgemessen. 4,5 Sekunden. Betroffen waren die New York Times, Reuters, Facebook, Instagram, Blue Sky, Substack. Und Reuters hat tatsächlich eine Bestätigung von Ex dafür bekommen, dass diese Verzögerung existiert hat, weil Ex bestätigt hat, dass sie entfernt wurde. Und Heise hat dann nochmal getestet, funktioniert meistens wieder, aber links zu Substack und Threads lassen immer noch 2,7 Sekunden auf sich warten. Normal sind aber eben nur Sekundenbruchteile.

05:10 Dennis Horn

Und also, das hat mir nämlich auch jemand bei Exat mir das auch jemand gestern, also wenn ihr es hört gestern geschrieben. Das sei gefixt. Und diese Formulierung, das da habe ich den Mann aber auch direkt entgegengeworfen, er hat es auch nicht so gemeint. Das ist ja natürlich Bullshit. Auch die Formulierung von denen, dass es korrigiert sei. Ist natürlich auch Bullshit. Denn was da passiert ist, ist ja nicht etwa ein Fehler, den man reparieren müsste. Auch wenn man das jetzt so veranschaulichen möchte. Ich bin mir sogar relativ sicher, dass ich in der Folge gestern gesagt habe. Jetzt ist es halt erst aufgefallen und jetzt werden sie es wegmachen. Und also, was ist denn da das ist so wie das Kind? Dass so immer wieder, man verbietet dem Kind irgendetwas an einen Absprung zu gehen. Und jetzt mal, wenn man wegguckt, geht das Kind so einen Schritt näher an diesen Abgrund. Einfach nur so.

06:04 Gavin Karlmeier

Ich hatte heute genau denselben Gedanken. Diese Nummer hier. Ja, hocherwischt? Nee, war ich nicht. Habe ich schon wieder repariert. Oder halt diese Nummer mit Marc, ich stehe vor deiner Haustür, Vollidiot. Und so. Also wir alle kennen doch mindestens einen so einen Typen aus der Parallelklasse in der Grundschule. Ohne Scheiße, das ist doch unfassbar. Ey, das ist voll krass. 52 Jahre, oder?

06:32 Dennis Horn

Ja, 52 Jahre muss man immer wieder vor Augen führen. Elon Musk, 52 Jahre alt und also. Vor allem, wenn du wirklich davon überzeugt bist, das muss man ja auch mal dazu sagen, wenn du wirklich davon überzeugt bist, was Elon Musk uns immer wieder glauben macht, dass er davon überzeugt ist, seine App sei die beste für alles. Alle werden das benutzen. Also ein Marktwert von hundert Milliarden US-Dollar, kein Problem. kommen. Wenn du das wirklich alles glaubst, dann hättest du so ein Verhalten nicht nötig. Also das kommt ja, also dieses Verhalten, das zeigt ja einfach nur. Dass hier jemand große Probleme mit Konkurrenz hat, große Probleme mit Leuten, die erfolgreicher sind als er, was er sich aber öffentlich niemals eingestehen würde.

07:12 Gavin Karlmeier

Ja, also mir geht es ein bisschen so wie dir. Die Berichterstattung jetzt spielt Ex voll in die Hände mit diesem, wir haben das jetzt abgestellt und überall liegt die Betonung darauf. Aber die Frage, warum ist denn das überhaupt passiert, wurde nirgendwo wirklich gestellt. Und das passiert ja nicht zum ersten Mal. Also dieses Jahr wurden Links ja schon blockiert oder innerhalb dieses vergangenen fast Jahres seit der Übernahme. Zu Konkurrenzplattformen. Elon Musk greift Medien wie die New York Times regelmäßig an, er hat öffentliche Medien als Staatsmedien diffamiert und damit gleichgesetzt mit Propagandasendern wie denen aus China oder Russland. Und das ist schlicht Prinzip. So und also, da kann Linda Jaccarino noch so oft sagen, wie sie möchte. Das ist ein sauberes Umfeld. Und gesunde Tweets oder oder Xieeds oder mir egal. Das ist ja unfassbar.

08:13 Dennis Horn

Komplett.

08:14 Gavin Karlmeier

So.

08:14 Dennis Horn

Also ja. Absolut. Also, und ich finde auch, diese Frage, warum das so war, kann man gar nicht hoch genug hängen, weil wir reden ja hier nicht über ein generelles Problem mit links. Dann hätte ja niemand etwas gesagt, wenn alle Links so lange brauchen, hätten wir gesagt, naja, komisch, aber ey, Jenga, haha. Aber es geht ja hier um diese Auswahl von Medien, die sowieso schon auf der bösen Liste stehen. Und das kann man doch diesen Mann nicht durchgehen lassen. Und vor allem auch nicht jetzt hinnehmen mit, naja, jetzt ist es ja wieder weg. Nee.

08:48 Gavin Karlmeier

Nee. Also, das ist nicht. Die einzige Stelle, wo Willkür herrscht, der Business Insider, schreibt über einen Marketingprofessor der New York University. Den Namen kennen wir, das ist Scott Galloway. der mit Kara Swisher irgendwie podcastet, Autor ist, auch als Redner bekannt ist. Und der sagt, dass er nach einem Streit mit Elon Musk aus seinem Ex-Konto ausgesperrt wurde. Da hat sich wohl ein gemeinsamer Freund gemeldet bei ihm und hat ihm dann gesagt, Elon fühle sich von Scott Galloway unfair angegriffen und wolle mich mit ihm treffen. Und Scott Galloway hat abgelehnt. Und zwei Tage später hat er dann keinen Zugriff mehr auf sein Konto. Mein Gott. Über eine halbe Million Follower hat. Jetzt sind 17 Tage rum mittlerweile, immer noch gesperrt. Er schreibt darüber auf Threads und er bringt es auf einen ganz wundervollen Satz dort. Er schreibt: Elon Musk wäre eine Legende geworden, wenn er nicht angefangen hätte zu twittern.

09:55 Dennis Horn

Das ist so komplett richtig.

09:56 Gavin Karlmeier

Das ist komplett richtig. Und ich habe heute nur, um das noch drauf zu geben, ich habe heute noch von einem großen deutschen Fußballverein eine E-Mail bekommen, bei dem ein früherer Kollege mittlerweile arbeitet. Die kommen auch nicht mehr in ihren X-Account und wissen nicht, was sie tun können. Es gibt keine Ansprechpartner, nichts mehr und so weiter. Also es ist einfach ein Ein sauberer Betrieb dieser Plattformen ist einfach nicht im Interesse dieses Unternehmens. Man kann das nicht anders sagen. Und also, weiß ich nicht, es könnte auch. Die Tagesschau treffen oder was weiß ich will, niemand hätte dort einen Ansprechpartner. All diese Accounts sind unsicher. Ich kann es nur immer wieder sagen.

10:38 Dennis Horn

Ja, und also die ich also das, ich wiederhole mich da auch jetzt zum X-ten Male. Aber ich muss das nochmal, die Frage auch an euch selber stellen An alle, die in verantwortlicher Position in Medienhäusern sitzen, die Entscheidungen treffen, dafür diesen Betrieb weiter fortzuführen. Warum? Also was habt ihr gerade davon? Ihr schafft es nicht mehr, einen funktionierenden Kundensupport aufrechtzuerhalten, weil die Leute nicht mit zu euch durchdringen, wenn sie nicht dafür bezahlen? Ihr schafft es nicht mehr, Conversion zu erzielen, weil die Leute nicht auf eure Links klicken, weil die Links ihnen nicht mehr angezeigt werden. Warum sind wir noch da? Also es gibt keine logische, kluge, clevere Antwort, außer da erreichen wir immerhin mehr Leute als auf anderen Kanälen, wo man sagen muss, dann nimm doch deine Ressourcen und kümmere dich um eine gute Strategie für deine anderen Kanäle. So. Also, nee, ey.

11:35 Gavin Karlmeier

Es gibt andere Gruppen, die verlassen die Plattformen. Und da begeben wir uns jetzt mal kurz rein. Nature, das Wissenschaftsmagazin, hat eine Umfrage durchgeführt, die darauf hindeutet, dass WissenschaftlerInnen Ja, Nature schreibt das sehr schön: den Wert von Ex überdenken. Und viele scheinen die Plattformen tatsächlich zu verlassen. Das lief so. Nature hat sich, also dieser ganze Artikel. Auch wie in so einem Nature-Artikel schön wissenschaftlich aufgebaut, erstmal das Design beschrieben. Nature hat sich an mehr als 170 70. 000 WissenschaftlerInnen gewandt, die mal Twitter-Nutzerinnen-Nutzer waren oder noch sind. Und fast 9200 haben geantwortet. Das ist ordentlich. Und mehr als die Hälfte von denen hat angegeben, dass sie in den vergangenen sechs Monaten weniger Zeit auf der Plattform verbracht haben. 7% haben die Nutzung komplett eingestellt. Und 46% haben sich anderen Social-Media-Plattformen angeschlossen. Die beliebteste Alternative war Mastodon. Und hier interessant, auf Platz zwei landete LinkedIn.

12:47 Dennis Horn

Ja, spannend.

12:48 Gavin Karlmeier

Auf Platz 3: Instagram. Und Threats war wenige Tage vor der Umfrage erst gestartet, landete aber trotzdem auf Platz 4. Krass. So Und Nature zitierte eine Forscherin, die kommt von der Australian National University in Canberra. Das ist Ingar Muburn, die sagt, das hinterlässt eine fragmentierte Landschaft für die Wissenschaftskommunikation und die wissenschaftliche Gemeinschaft. weil einer der Vorteile, und das würde ich so aus unserer journalistischen Warte unterschreiben von Twitter, war ja Es war die wichtigste Plattform. Das war dieser eine Ort, an dem sich alle getroffen haben. Und so sehr Elon Musk immer von diesem öffentlichen Marktplatz spricht. Er hat ihn eigentlich zerstört. Ja, das stimmt. Das sehe ich komplett auch so. So, und dann geht diese Nature-Umfrage noch auf die Gründe ein. Die waren wohl recht verschieden, aber viele von denen, die bei X deutlich weniger unterwegs sind oder ihre Aktivitäten da auch eingestellt haben, Haben die Verwaltung der Plattform durch Elon Musk genannt. Und viele haben gesagt, sie hätten Anstieg der Zahl von gefälschten Konten, Trollen und Hassrede auf der Plattform festgestellt.

14:13 Dennis Horn

Ja, also gut so, weg da.

14:16 Gavin Karlmeier

Also die Zielgruppe, die Elon Musk anspricht, ist ja mitunter eine wissenschaftsfeindliche.

14:22 Dennis Horn

Trotzdem muss man dazu sagen, ich glaube, du hast gerade gesagt, 46% haben sich neue soziale Netzwerke gesucht. Richtig? Zusätzlich, genau. Das heißt aber im Umkehrschluss auch, dass 54% das nicht getan haben. Und das ist noch nicht genug. Ich glaube, es braucht tatsächlich so eine, vielleicht brauchen wir so eine Art Ratgeber, so eine Art, so eine Website, wo du durchklickst und du kriegst so zehn Fragen gestellt oder fünf. Was möchtest du gerne lesen? Was möchtest du gerne posten? Dein neues Twitter ist Blue 3. Weißt du, also dass du dich so dass du da so hingeführt wirst, weil diese Fragmentierung, die ich finde das auch natürlich in ein Stück weit schade, aber vielleicht auch Als muss man das auch als Chance begreifen. Diese Fragmentierung erlebe ich ja auch in meiner Bubble. Also, diese ganze, ich schreibe Quatsch ins Internet-Bubble, die ist inzwischen relativ vollumfänglich auch bei Blue Sky unterwegs. Und schreibt da sehr viel. Und das hat jetzt so in den letzten Tagen so massiv zugenommen, dass auch ich mich verleitet gesehen habe in den letzten Tagen, dort Dinge zu veröffentlichen. Hier bin ich wieder.

15:28 Gavin Karlmeier

Ich war wieder öfter in der App wieder drin.

15:31 Dennis Horn

Also da habe ich so das Gefühl, hier sind wir jetzt angekommen, das ist gut. Bei Mastodon habe ich das Gefühl, sind die ganzen Leute, mit denen ich hier mich über diesen Podcast austausche oder immer halt fachliches. Die aber alle so ein bisschen eher Tech-Nerd-affin sind. Und der größte Gewinner, und das hast du glaube ich vor Monaten schon prognostiziert und wir haben da auch schon öfter darüber gesprochen, dieses ganzen Dings ist und bleibt LinkedIn, denn all diese Leute haben auch einen LinkedIn-Account, also abgesehen von denen, die eh pauschal ablehnen. Haben LinkedIn-Accounts und veröffentlichen dort Inhalte.

16:04 Gavin Karlmeier

Also, das ist schon spannend. So ein heimlicher Gewinner, ne? Also, man hört ja gar nichts von denen so, ne? Und das ist so, das läuft so klammheimlich. dass diese Plattform, also die hat schon vor der Übernahme durch Elon Musk einfach an Relevanz gewonnen, finde ich Aber es ist hochinteressant, was da gerade so ein bisschen abseits des Scheinwerferlichts passiert.

16:28 Dennis Horn

Vielleicht stellen wir da mal eine Anfrage. So eine Art Presseanfrage, ob die das bei LinkedIn auch so wahrnehmen, Punkt 1 und Punkt 2, ob es in den Zahlen Unterschiede gibt, also der Posting-Frequenzen beispielsweise. Das nehme ich mir mal mit, da haben wir vielleicht bis Montag schon was.

16:43 Gavin Karlmeier

nicht immer unsere Recherchestrategien verraten. Es steht morgen wieder bei Übermedien. Ich habe gerade über die Wissenschaftsfeindlichkeit gesprochen, die in Teilen dieser Zielgruppe, die Elon Musk ganz offenbar anspricht, vorherrscht. Der Guardian schreibt, dass die Hälfte der Menschen, die regelmäßig über die Klimakrise Twittern, ähm, posten. Twitter und in der Folge X verlassen haben, nachdem es von Elon Musk übernommen wurde. Da sagen Forscher, dass Zuvor auch die führende Social Media Plattform für Umwelt- und Nachhaltigkeitsdiskussionen gewesen sein. Und der Exodus sei eine existenzielle Bedrohung für eine der wichtigsten Informationsquellen für Menschen, die sich für den Klimaschutz engagieren wollen. Da gab es ja auch Berichte, dass Desinformation über den Klimawandel bei Ex dramatisch gestiegen ist. Der Guardian hat im Dezember schon mal geschrieben, seit der Übernahme durch Elon Musk ist die Zahl der Klimawandel leugnenden Äußerungen auf Twitter stark gestiegen. Da hat man 380. 000 NutzerInnen genommen, die regelmäßig über die globale Erwärmung und die Artenvielfalt getwittert haben und festgestellt. Auch hier knapp die Hälfte ist nach der endgültigen Übernahme inaktiv geworden. Aber wirklich inaktiv. Und die haben eine Kontrollgruppe genommen von rund 450. 000 Nutzerinnen und Nutzern, die über die US-Politik vorwiegend getwittert haben. Und da sind nur 21 Prozent im gleichen Zeitraum inaktiv geworden. Also, wir erleben auf Ex einen Wissenschaftsexodus.

18:41 Dennis Horn

Ja, Exodus. Und existenzielle Bedrohung, beides in einem Satz. Ja, nicht schlimm. Ja, ich finde das fatal, weil wenn wir merken, okay, wenn 54% der WissenschaftlerInnen nicht Pauschal sich eine Alternative suchen, dann wird die Zahl derer, die nicht ein publizistisches Interesse in Eck sehen vermutlich nicht viel kleiner sein. Also die Leute, die einfach so völlig unbedarft weiterhin so vor sich hin twittern wollen, die sind natürlich auch immer noch da. Wenn jetzt aber gleichzeitig all die, die wichtige Inhalte dort veröffentlichen, gehen dann haben wir ein Problem. Und das, ich weiß, dass ich mir da selber massiv widerspreche, weil ich gesagt habe, die die Inhalte veröffentlichen und Anreize liefern bei Ex unterwegs zu sein, die müssen als erstes weg. Aber das führt natürlich zu einer Übergangsphase, die unangenehm wird. Also wir müssen Anreize, schnell Anreize bieten, weg von Ex.

19:39 Gavin Karlmeier

Social Media Minister, Gavin Keymeyer, wir müssen schnell Anreize bieten. Wieder will ich, nämlich den Job an. Ja, morgen Abend bei Markus Lanz mit dieser These. Der ist doch in Sommerpause, Mensch. Ach so. Aber ich gehe zum Eisberger. Ich bin auch in Sommerpause. Ich habe es nicht mitbekommen. Hier, wir bleiben noch ein bisschen in der Politik. Die Bundesstaatsanwälte, die Donald Trump diesen Monat angeklagt haben, wegen Verschwörungen zur Fälschung der Wahlen im Jahr 2020. Mhm. Die haben tatsächlich schon seit dem Winter Zugang zu einer Reihe von Direktnachrichten, die Donald Trump privat über seinen Twitter-Account an andere geschickt hat. Das steht in Gerichtsunterlagen. Die sind heute bekannt geworden. Mehrere Medien haben darüber berichtet. Das ist eine PDF-Datei. Über 200 Seiten stark, die ist auch in einigen dieser Artikel verlinkt, und aus diesen Unterlagen geht nicht hervor, was in diesen Direktnachrichten zu finden war, aber eben, dass es sie gibt und dass sie vorliegen. Diese Unterlagen enthalten auch Abschriften von Anhörungen vor dem Bundesbezirksgericht in Washington im Februar. Und die sind super interessant. Also darin sagt zum Beispiel die zuständige Richterin Beryl Howell, dass der Sonderermittler, das ist Jack Smith, den Namen haben wir hier schon mal gehört im Podcast. Im Januar, ähm bei einer Durchsuchung, die Direktnachrichten von Donald Trump direkt von Twitter angefordert hatte, Und das bestätigt auch ein Anwalt von Twitter in einem dieser Protokolle. Alle Direktnachrichten, einschließlich der Gesendeten, der Empfangenen, der in Entwurfsformen gespeicherten und wohl auch gelöschten, Und an einer anderen Stelle wird es auch noch interessant: die Richterin hat Elon Musk beschuldigt, dass er die Daten von Donald Trump erst einmal zurückgehalten hat. Sie hat ihn gefragt oder sie hat den Anwalt von Twitter gefragt. Ob Elon Musk den Staatsanwälten den Zugang verweigert habe, um sich bei dem ehemaligen Präsidenten einzuschmeicheln Sie fragt im O-Ton: Sollte das Donald Trump das Gefühl geben, dass er hier ein besonders willkommener, neuer, erneuerter Nutzer von Twitter ist?

22:03 Dennis Horn

Gute Frage

22:06 Gavin Karlmeier

Das gibt nochmal so ein leichtes zusätzliches Licht auf diese Angelegenheit Aber mehr wissen wir eben über dieses Set an Direktnachrichten nicht. Das wird dann vielleicht im weiteren Verlauf dieser Ermittlungen und in einer möglichen Anklageschrift eine Rolle spielen. Hochinteressant.

22:25 Dennis Horn

Ja, super interessant. Ich frage mich gerade die ganze Zeit, was halten wir davon, dass diese Direktnachrichten einfach so unverschlüsselt weitergegeben werden können. Und B, was halten wir davon? Das ist jetzt keine, ich bin nicht überrascht davon, aber ich erzähle dir das eigentlich nur, um das nochmal auch nochmal schwarz auf weiß zu haben. Wenn ich eine Direktnachricht lösche, die ich verschickt habe, dann lösche ich nicht die Direktnachricht, sondern ich lösche, dass sie bei mir angezeigt wird. Und wenn du die gleiche Direktnachricht bei dir löscht, dann löscht du auch dann nicht diese Direktnachricht, sondern auch du löscht nur das Abbild dieser Direktnachricht.

23:04 Gavin Karlmeier

Das ist, ähm, das muss man vielleicht nochmal auch noch dazu sagen, ein gängiges Prinzip in der IT. Ja, also auch wenn man Dateien löscht, so auf einer klassischen Festplatte, dann löscht man nicht diese Daten, sondern man löscht nur den Verweis, der zu diesen Daten führt. Und Na, wie nennen die sich denn Daten? Nein, nein, diese Typen, die dann Diese alten Daten, jetzt nicht Datenretter, sondern.

23:33 Dennis Horn

Ah, doch, du hast ja mal eine alte Festplatte da retten lassen, oder?

23:36 Gavin Karlmeier

Ja, ja, klar, das sind so Datenretter, aber es geht Forensiker, Datenforensiker, das war der Begriff, den ich suchte. Die können dann darauf auch noch stoßen. Das ist einfach auch viel ressourcensparender. Und genauso funktioniert das eben dann in Social Media auch. Da wird der Link sozusagen gekappt. Aber ganz tief in den Tabellen der Datenbanken im Hintergrund kann es durchaus sein, dass alles noch vorhanden ist.

24:02 Dennis Horn

Ja, nur dass das eben hier anders als bei einer Festplatte nicht so ist. Dass man den Weg dorthin nullt und da halt halt als Datenmüll darauf wartet, dass diese Punkte auf der Festplatte neu und anderweitig vergeben werden können.

24:16 Gavin Karlmeier

Sondern es bleibt so oder so da immer liegen.

24:18 Dennis Horn

Genau, es bleibt da liegen, A. Und B, es ist offenbar ja trotzdem immer noch mit dem Nutzer verbunden, weil man es sonst nicht hätte rausgeben können.

24:25 Gavin Karlmeier

Ja. Das ist schon doll. Und der Unterschied ist, dass ähm Nutzerinnen und Nutzern hier einfach ein anderes Versprechen gemacht wird. Ja. Also Naja, es wird zumindest was suggeriert.

24:39 Dennis Horn

Ja, genau. Also ich glaube, das ist nochmal ein weiteres Indiz dafür, dass man auf Ex lieber nicht mehr per Direkt Nachrichtabsprachen trifft, die irgendwie, also bei denen es Menschen geben könnte, die darüber nicht Bescheid wissen sollen. Also alles, was man per Ex als Direktnachricht schickt, das sollte so die Faustregel sein, sollte man auch öffentlich posten können, weil es ist quasi einsehbar für andere. So

25:06 Gavin Karlmeier

Jetzt können wir uns mal von diesem Thema lösen und kommen mal ein bisschen wieder näher an die Plattformen, an die Funktionen, an all die Dinge, die uns Spaß machen oder Spaß machen, darüber zu lachen. Nikarus schreibt uns, er hat sich nach längerer Zeit wieder einmal auf Twitter-x eingeloggt per Browser. Und als jemand, der da gar nicht neu ist, aber eben ein bisschen länger nicht da ist, hat er etwas eingeblendet bekommen, hat uns den Screenshot dazu geschickt und das finde ich hochinteressant. Oben ein großes Ex-Logo, darunter die Worte, die Worte mehr auf Twitter freischalten. Also Also erstmal Twitter, so aber was soll denn das heißen, mehr auf Twitter freischalten? Also Wenn ich sowas sehe, möchte ich doch im ersten Blick erkennen, was wollen die von mir? Mehr auf Twitter freischalten, keine Ahnung. Und darunter steht: damit, also ich finde es irre und frag mich jetzt erstmal, ob du das so verstehst wie ich. Damit Twitter für alle eine gute Erfahrung ist, möchten wir sicher sein, dass ein Mensch hinter diesem Account steht. Hilf uns, indem du Zeit mit deiner Timeline verbringst und Verbindungen mit anderen aufnimmst. Und dann geht's weiter. Wenn wir uns überzeugt haben, kannst du Folgendes tun. Erstens, höhere Sichtbarkeit. Deine Inhalte sind leichter zu entdecken und du erscheinst in Suchergebnissen und Trends. Zweitens, direkte Verbindung mit anderen aufnehmen. Sende Direktnachrichten an Leute, die dir nicht folgen, ohne dass deine Nachricht automatisch gefiltert wird.

27:02 Dennis Horn

Also ich frag dich jetzt mal, weil vielleicht habe ich es einfach in den letzten 794 Folgen Haken dann übersehen, aber. . Ja. Wussten wir das, da eine Art halbautomatisierter Pseudo-Mensch-Erkennungsprozess stattfindet? Nein, mir ist das neu.

27:18 Gavin Karlmeier

Mir ist das auch neu. Mir ist das wirklich neu. Ich finde da mehrere Dinge faszinierend dran. Wenn das neu ist, warum steht dann da noch Twitter? Richtig? Aber inhaltlich so, wenn ich das richtig verstehe, heißt das doch Dass Twitter-x mir droht, wenn ich mich nicht regelmäßig einlogge. Dann bin ich in Suchergebnissen und Trends nicht aufzufinden, sondern geschadowbant. Und meine Direktnachrichten an andere Leute werden automatisch gefiltert. So Das passiert nur nicht, wenn ich X regelmäßig nach irgendeinem Kriterium, was mir hier aber nicht mitgeteilt wird, nutze Und vorgeschoben wird der Grund, das wäre irgendeine Art von Capture und Check, ob ich auch wirklich ein Mensch bin.

28:22 Dennis Horn

Ja, so würde ich das auch verstehen, genau so. Also es ist so ein bisschen so, es gibt in anderen Ländern, nicht in Deutschland, hier wird aber immer wieder so Menschen, die das fordern. Wenn du mit dem Auto über die Autobahn fährst, zum Beispiel in den Niederlanden. Dann gibt es so ein Modell, um zu gucken, ob du dich an die Höchstgeschwindigkeit hältst und nicht etwa mit einer Momentaufnahme, du wirst geblitzt, a 140 km/h. Da kommt der Punkt, sondern da ist es so, dass geprüft wird, zu welchem Zeitpunkt betrittst du die Zone und zu welchem Zeitpunkt verlässt du die Zone. Und bist du in Sekunden zu schnellen, musst du. Insgesamt zu schnell gefahren sein. Ob du dafür die ganze Zeit 130 gefahren bist oder die ganze Zeit 120 und einmal auf 200 beschleunigt hast, ist egal. Aber du warst zu schnell. Und das, was DatenschützerInnen kritisieren an diesem Prinzip ist, dass alle unter Generalverdacht gestellt werden. Also alle, die erfahren, werden erstmal fotografiert und geguckt sind, mögen, könnten das womöglich Straftäter sein. Und so fühle ich mich hier am Ende auch. Also wenn das, wenn diese Argumentation, von wegen wir wissen nicht, ob du wirklich ein Mensch bist, stimmen sollte, ich bin sogar geneigt, das zu glauben, dann ist das nämlich die Resignation vor Boterkennungsmechanismen, die die völlige Kapitulation davor zu erkennen, wer jetzt gerade wirklich als Mensch da unterwegs ist und wer nicht.

29:40 Gavin Karlmeier

Natürlich und ehrlich gesagt. Entschuldige, aber dieses Prinzip, was hier beschrieben wird, was auch immer dahinter steckt, das wird doch auch Bots nicht zuverlässig von Menschen unterscheiden können. . .

29:51 Dennis Horn

wenn du jetzt auch noch weißt, was du tun musst, Zeit mit der Timeline verbringen, dann machst du halt die Bot-Accounts so, dass sie halt erstmal drei Tage die ganze Zeit durch X surfen. So, also das ist jetzt nicht so das ultra kompliziert. Natürlich, du hast jetzt dadurch so eine Latenzzeit eingebaut und das ist ja auch das, was Elon Musk immer wieder beschworen hat. Dass Spots eben dann gebremst werden, wenn sie nicht schnell agieren können. Also deswegen, das passt für mich schon ins Narrativ. Oh, jetzt habe ich das böse Narrativ, das Wort Narrativ gesagt. Ja, jetzt muss ich wirklich zu Lanz. Auf jeden Fall, dieses Narrativ, da passt das schon rein in diese Botbekämpfung und so. Aber das zeigt ja am Ende die absolute Verzweiflung davor, dass man nicht weiß, wie man den Bots her werden soll. Außer alle Leute erstmal für Bots zu halten, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie sich als etwas Gegenteiliges bewiesen haben. Und das kann wirklich nicht der Anspruch eines sozialen Netzwerkes sein zu glauben. Also wer sich anmeldet, ist erstmal grundsätzlich kriminell. Das ist so ein bisschen, du kaufst Rohlinge und dann stehst du schon die Datenschützer, ne, die Kopierschützer vor der Tür und gucken, ob du auch wirklich keine Filme kopieren möchtest. Kleine 2003-Metapher.

31:02 Gavin Karlmeier

Ja. Also, ich betrachte das noch so aus so einer anderen Sicht. Es ist ja so, dass das im Grunde eine Dreiklassen-Gesellschaft bei X schafft. Also du bist bisher, wenn du einen Account dort hast, von einem bestimmten Set an Funktionen und Möglichkeiten ausgegangen. Das wurde mit Ex Premium vorher Twitter Blue ja schon aufgehoben. Also ein paar der Funktionen sind hinter die Paywall gelandet, hinter die Paywall gewandert und ein paar andere Dinge Gibt es sozusagen obendrauf als Bonus hinter der Paywall zum Beispiel die höhere Sichtbarkeit. So. Und jetzt wird sozusagen So, wie Expremium einen obendrauf gesattelt hat, noch eine Stufe nach unten hingeschaffen Nämlich Leute, die geschadowband sind, deren Inhalte in den Suchergebnissen und Trends nicht auftauchen, deren Nachrichten in einem Direktnachrichtenfilter landen. Weil sie Ext zu wenig nutzen, das heißt, hier wird noch eine dritte Kategorie an Nutzerinnen und Nutzern aufgemacht Und durch diese Ansage hier wird so ein bisschen genudgscht, obwohl das ist ja kein Nudging mehr, das ist ja Nötigung. Die Plattform in irgendeiner Art und Weise, von der man gar nicht weiß, welche Art und Weise es ist, Zu nutzen, um sie überhaupt dem Grundversprechen nach nutzen zu können.

32:31 Dennis Horn

Ja, genau. Also, das ist ja indiskutabel. Ja, genau. Und um jetzt mal, ich will jetzt nicht zu viel vorwegnehmen, aber eine Sache, über die wir gleich noch sprechen und über die wir schon sehr oft gesprochen haben, ist ja noch eine neue Stufe, nämlich die Verifizierung über Personalausweis. Das heißt, auch das ist ja noch völlig unklar, welche Vorteile es bringt, sich mit Personalausweis bei X zu verifizieren. Aber diese Stufe wird ja auch noch irgendwann dazukommen, also sich als. nicht nur als irgendein Mensch, sondern als der eine unique Mensch, der jetzt mit diesem Account unweigerlich verbunden ist, zu bestätigen oder zu verifizieren. Also man, ich habe das Gefühl, selbst bei X gibt es da keine klare Linie mehr, geht es jetzt darum zu trennen zwischen Leuten, die zahlen und nicht zahlen, Leuten, die Bots sind und keine Bots sind, Leute, die als Mensch verifiziert und nicht verifiziert sind, Leute, die mit einem Personalausweis verifiziert sind und nicht verifiziert sind. Da kommt ja alles durcheinander gerade. Ja.

33:30 Gavin Karlmeier

Übrigens, es ist nicht so, als gäbe es so etwas bei Facebook zum Beispiel nicht. Das wollte ich hier nochmal kurz erwähnen. Wenn du bei Facebook regelmäßig postest, also nicht wenn du nichts machst, sondern wenn du regelmäßig postest, dann kommt irgendwann so ein so eine Hooray-Einblendung. Du postest hier so schön regelmäßig und dadurch bist du Und dann steht darunter so regelmäßig überall zu sehen. Du hast eine erhöhte Sichtbarkeit. Genau, so heißt das. Solche Dinge und mach schön weiter so. Aber das Vorgehen ist hier. Einfach ein anderes. Es ist so ein bisschen wie bei den blauen Häkchen. Das kommt einfach obendrauf. Das ist ein Plus, aber es wird niemand abgestraft. Das finde ich schon im Grundsatz einfach ein anderes Vorgehen.

34:19 Dennis Horn

Genau, es ist vor allem in der Wirkung, in der Verkaufe ist es eben nicht über den Hebel der Bestrafung, sondern eine, wie wir Pädagogen sagen, positive Verstärkung.

34:30 Gavin Karlmeier

Yeah, sehr gut. So, ein bisschen Jenga. Um Matt Navara um postet das Dass die Bearbeitungsfunktion für Beiträge unter iOS nur in etwa 10% der Fälle funktionieren würde. Also meistens wird die Option in einem Posting gar nicht angezeigt. Dass du den bearbeiten kannst, obwohl du den eigentlich bearbeiten können müsstest. Und er schreibt, was scheiße ist, wenn es sich um einen kostenpflichtigen Premium-Vorteil handelt. So. Und dann haben wir noch von XDaly. Es gibt Benutzerinnen und Benutzer, die berichten dass in Ex Pro, also in Tweetec, die Benutzerspalten nicht funktionieren. Also da kann man sich so einzelne Spalten mit wirklich nur einem Account eines konkreten Nutzers belegen. Und das geht wohl gerade nicht. Cool. Gucken wir mal, was geht, oder?

35:36 Dennis Horn

Ja, es gibt, also, na, warte kurz, es gibt offenbar auch erste Leute, die mir im Kleinen erzählt haben, Dass bei Ihnen das Tree-Tech schon nicht mehr ginge.

35:48 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja, dazu kommen wir jetzt. Ah, okay, gut. Aber lass mich noch das feiern hier. Ja, bitte. Funktionen und Emotionen. Ich hab's ein bisschen lauter gemacht. Hast du gehört? Hab ich gemerkt, ja. Toll, oder? Toll. Toll, dann ist gut. So. Ex Pro. Ist jetzt ein kostenpflichtiger Dienst. TweetDeck, der freie Zugang, ist verschwunden. Es ist jetzt ein Tool für Premium-AbonnentInnen. Und du hast das auch schon Von allen Seiten gehört. Ja, nur bei mir geht es noch. Ach, guck mal, das Übliche. Also im freundlichsten Fall sagen wir: Ja, ist ein Rollout. Ja, genau. Aber also da scheint sich jetzt was zu tun. Und bei vielen, die den Versuch machen, irgendwie Tweetek aufzurufen, wird jetzt eine Verkaufsseite für Ex Pro angezeigt. Was eine schlechte Nachricht ist, also für diejenigen unter euch, die dieses Tool nie genutzt haben, für Social Media Manager, Journalistinnen, Powernutzer.

36:55 Dennis Horn

So, ja. Ja, schade war, nö nö, selber schuld, schade, ciao.

37:02 Gavin Karlmeier

Alle schon abgearbeitet, ne? Ja, genau, alle schon weggefühlt. TechCrunch schreibt, dass X damit begonnen hat, eine neue Funktion für Premium-Nutzer einzuführen, mit der sie dann eine neue Registerkarte in ihrem Account füllen können. Die da heißt Highlights.

37:23 Dennis Horn

Ne, da fülle ich echt gar nichts.

37:25 Gavin Karlmeier

Nima OfGi schreibt: Ex arbeitet weiter an der ID-Verifizierung. Ähm, da musst du ein Foto deines Ausweises hochladen und ein Live-Selfie machen.

37:38 Dennis Horn

Was ist bitte ein Live-Selfie?

37:41 Gavin Karlmeier

Das ist so, da geht der Selfie-Modus an. Und das bedeutet, und dann sagt die.

37:48 Dennis Horn

Guck links, ja, und

37:50 Gavin Karlmeier

Ja, oder geh jetzt näher in genau diesen Kreis, der dir hier angezeigt wird, sowas.

37:56 Dennis Horn

Schläg dir den Finger in die Nase, grunts einmal. Ja, genau. Kopfstand bitte. Aber also, ja, gut, meinetwegen. Haupt, alles ist besser als Postident, sag ich mal.

38:08 Gavin Karlmeier

So, heute ist die Filiale leider geschlossen. Kommen Sie Mittwoch nochmal wieder. Nächste Woche. So, und dann, also auch keine großen Gefühle, Ahmed Garnem schreibt noch, X testet eine Vollbildanzeige für die Timeline. Also im Moment, wenn du das zum Beispiel in so einem iPhone Modus siehst, hast du ja oben noch die, da ist es einfach schwarz, wo du die Uhrzeit siehst und mit welchem Netz du gerade verbunden bist, was der Akkustand ist. Und unten hast du diese Leiste mit Home und was ist denn da noch? Ich musste mal gerade aufrufen. Ja, und die Suche und die Benachrichtigung und so weiter. Genau, und wenn du jetzt scrollst, dann passiert folgendes. Unten, das geht weg und oben geht die Timeline einfach. Bis komplett an den oberen Rand des Bildschirms, was heißt, dass sich die Schrift einfach unter die Uhrzeit legt und unter. Es sieht furchtbar aus. Und unter das 5G und unter die Akkuanzeige sind einfach zwei Schriften nebeneinander sozusagen.

39:19 Dennis Horn

Also, habe ich, das ist mir wirklich echt total egal. Ja, ne, keine Gefühle. Ja.

39:28 Gavin Karlmeier

Du bist einfach kein Ästhet, ja?

39:31 Dennis Horn

Doch, doch, aber das, also in der Ex-App ist, also, um davon Ästhetik zu sprechen, muss noch viel passieren.

39:39 Gavin Karlmeier

So, machen wir ein bisschen weiter bei BlueSky. Blue Sky hat ein neues Update. Da sind Funktionen drin wie Selbstkennzeichnungen. Du kannst jetzt deine eigenen Beiträge als not safe for work markieren. Gut. Profile haben jetzt ein Medientab. Ja, okay. Und wenn du etwas zitierst. Also ein Posting zitierst. Ja, ein Drüko. Ein Drüko. Und derjenige oder diejenigen, die das dann lesen, werden von dem Account, den du zitiert hast, geblockt. Dann werden dir jetzt mehr Informationen angezeigt über dieses Blocking. Ach, okay. Ja gut.

40:21 Dennis Horn

Okay. Aber ich habe ein Blue Sky-Feature entdeckt, das ich ganz mega finde. Okay, erzähl. Und zwar kannst du in den Einstellungen aktivieren, dass du kein Bild posten kannst ohne Alt-Text.

40:37 Gavin Karlmeier

Das heißt, du kannst sozusagen einen Selbstzwang einrichten.

40:41 Dennis Horn

Ja, ganz genau. Also du kannst geil.

40:43 Gavin Karlmeier

Und jedes Mal, wenn du ein Bild blues skylen

40:46 Dennis Horn

Skeeten möchtest, wird dir angezeigt, sorry, da fehlt der alte Text runter. Das finde ich sehr gut. Ja, das finde ich auch sehr gut. Vor allem, dass das aber eine Einstellung ist, für die man sich proaktiv entscheiden muss. Also du gehst in die Einstellung, kannst es einschalten und dann kannst du es nicht mehr ändern. Ist eine mega Idee. Du kannst es dann nicht mehr ändern. Also doch, aber du kannst halt keine Bilder ohne posten. Ja, ja, genau.

41:05 Gavin Karlmeier

Cool. Gute Sache. Okay. Und dann ein Update bei Instagram. Da gibt es die Möglichkeit, jetzt auch Beiträge und nicht nur die Storys nur für enge Freunde zu posten.

41:18 Dennis Horn

Das finde ich ein bisschen nervig, ne? Diese Unterscheidung. Ja, ich verstehe, warum man das macht, aber das macht das alles so. Das überlädt das eigentlich sehr einfache Netzwerk mit Features, die also. Ja, das brauche ich nicht. Also mach halt, aber nee. Vor allem, was das ja mit sich bringen wird, wird ja immer mehr Bezahlaccounts auch bei Instagram sein.

41:43 Gavin Karlmeier

Ja, also ich habe hier so ein bisschen, also ich habe so gedacht, wenn Adam Mossari da jetzt an Bord kommt und Instagram-Chef wird, dann ist klar, dass genau das passieren wird. Ja, also all diese Liste an Growth-Kramen, den er da abarbeitet. Und das gehört auch irgendwie dazu. Ja. Schade, aber meinetwegen. So schlimm ist es ja auch nicht. Völlig überboardete App mittlerweile.

42:11 Dennis Horn

Ja, finde ich auch.

42:12 Gavin Karlmeier

So, und Mastodon habe ich noch was mitgebracht. Oh. Red Planet Labs. Das ist ein Softwareunternehmen, gegründet vor zehn Jahren, 2013, das sich auf skalierbare Software spezialisiert hat. Die haben so ein Rama, heißt das, so ein Framework, würde ich mal sagen, bieten die dafür an Mit dem sich sowas sehr schnell umsetzen lässt. Und die schreiben jetzt in ihrem Blog: sie haben eine Mastodon-Umsetzung gebaut, die man problemlos auf die Größe von Twitter skalieren könnte. Die haben eine Testinstanz dazu aufgesetzt, die erst einmal mit Bots läuft und zwar mit 100 Millionen davon, die 3500 Mal pro Sekunde posten.

42:56 Dennis Horn

Okay, wow.

42:57 Gavin Karlmeier

Und wenn du dir das aufrufst, wirkt das ziemlich fluffig alles. Also so, du merkst es ja, wie schnell bewegt eine Seite sich, wie also das wirkt alles so Geht so durch. Und interessant ist, Red Planet Labs hat es vom Grund aufgebaut mit nur 10. 000 Zeilen Code und damit deutlich weniger als die rund eine Million Zeilen Code, die es bei Twitter einmal waren. Und diese Mastodon-Umsetzung benötigt auch deutlich weniger Code als die offizielle Mastodon-Implementierung, die selbst schon nicht einmal annähernd die Größenordnung von Twitter erreicht, schreibt Red Planet Labs. Und Die wollen diese Umsetzung oder wie wir in der Informatik sagen, Implementierung in zwei Wochen vollständig als Open Source rausgeben. Okay, krass. Ja. Das finde ich jetzt nochmal so perspektivisch interessant. Ich glaube, wir müssen dann nochmal drauf gucken, weil es ist ein Unternehmen, ne? Und was halten die? Wollen dieses Framework auch verkaufen? Also, was halten wir davon? Da habe ich jetzt leider noch nicht so viele Facheinordnungen zugelesen. Aber das habe ich gedacht, bringe ich nochmal mit. Weil das könnte nochmal ein interessantes Thema werden, denn wir haben ja schon häufiger gesagt, dass so dieses Onboarding und die Chancen auch ein wenig mit dem Strukturellen im Hintergrund zu tun haben. Und vielleicht ist das hier ein schöner Beitrag dafür.

44:24 Dennis Horn

Ja, um das, also ja, das Onboarding haben sich ja sogar schon ein bisschen verändert, aber was, was glaube ich, wo wir uns einig sind und auch viele, die uns hören, glaube ich, mit uns d'accord gehen. dass der Grund, warum Mastodon eben nicht ohne weiteres das neue Twitter werden konnte, auch wenn es das vielleicht auch gar nicht wollte, aber es hatte ja durchaus Potenziale, weil es gerade in der Übernahme So Phasen gab, in denen man das Gefühl hatte, okay, jetzt wandern wir gerade alle rüber. Dass einer der Gründe sicherlich auch Look and Feel war. Also, dass eine Plattform wie Twitter oder jetzt halt Ex wegen des Kapitaldranges Gibt es das Wort, die haben noch Kapitaldrang, kann man das angehört. Wegen des Kapitaldranges darauf optimiert war, möglichst sleeke User Experience anzubieten. Und das war nie das Ansinnen von Mastodon, zumindest am Anfang nicht. Und das war eventuell dann genau das Problem. Und da jetzt aber eine Antwort drauf zu haben, indem man sagt, hey, wir nutzen Best of Both Worlds sozusagen, wir bauen eine sleeky User Experience auf der einen Seite. Aber auf der anderen Seite bleiben wir im dezentralen Fiddiverse. Das halten wir ja beide eigentlich für einen der erfolgsversprechendsten Wege, um das irgendwie geil zu kriegen.

45:36 Gavin Karlmeier

So, wir werden sehen, was wir davon, vielleicht in zwei Wochen, was wir davon halten können. Jetzt habe ich gedacht, guck mal, nach diesen beiden. Gar nicht so ergiebigen Tagen. Haben wir heute doch schon ein paar Räder gedreht hier.

45:48 Dennis Horn

Das war die große Gassi-Runde, würde ich mal sagen. Zum Donnerstag? Donnerstag.

45:55 Gavin Karlmeier

Haben wir noch was zum drüber nachdenken heute? Und du meinst eine Aufgabe, die ich bis morgen mitgebe, denk mal darüber. Ich habe alle, die du so genannt hast in der Richtung, habe ich ja am nächsten Tag wieder vergessen, haben wir auch nicht wieder darüber gesprochen.

46:04 Dennis Horn

Nö, das war ja mehr so die Aufgabe, weil ja darüber nachdenken. Es war einfach Freiwilligkeit, das wird nicht getestet am nächsten Tag. Nee, es ist ja, also nee, du tust ja so, als wäre es eine Aufgabe. Eigentlich war das ja mehr ein Geschenk von mir. An alle, was zu haben, mit dem man so schwanger gehen kann.

46:20 Gavin Karlmeier

Na, dann würde ich gerne mal drüber nachdenken, worüber man noch nachdenken könnte. Und wir lesen dann mit bei Fedet. Was es sein könnte.

46:28 Dennis Horn

Oder in Spotify-Kommentaren. Oder in Spotify-Kommentaren oder Blue Sky oder meinetwegen sogar auf X oder Facebook. Schreibt uns auf Facebook.

46:36 Gavin Karlmeier

Bis morgen. Bis morgen.