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Folge 206 · 13. September 2023 · 30 Min.

Das Buch, das Elon gerne selbst geschrieben hätte

mit Dennis Horn

Kein Corona unter dieser Nummer – Threads macht die Suche zu, X kriegt Gegenwind statt Banklizenz und müssen wir echt schon wieder über diese Biografie sprechen?

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Schön, diese ASMR. Ah, toll. Weißt du, wenn ich manchmal so ich befinde mich ja in der Phase eines Lebens. So fangen Sätze.

00:19 Dennis Horn

Eines Lebens nur, von mehreren deiner Lebens.

00:22 Gavin Karlmeier

Ich komme nochmal rein. Ich befinde mich derzeit in einer Phase meines Lebens. in der Schlaf keine. Schlaf ist nichts, dass ich mir selber einzuteilen habe, sondern die Zeiten, in denen ich schlafe, die werden mir so ein bisschen auferlegt. Es gibt so drei Phasen, in denen das passiert. Die erste Phase ist die ersten acht Jahre so oder zehn. Die zweite Phase ist die über 80, wo man in vollständiger Obhut liegt. Und die dazwischen ist die, in der man sich um Menschen kümmert, die entweder unter acht oder über 80 sind. Und in der letztgenannten befinde ich mich derzeit. Und wenn ich dann, wenn ich nicht schlafen kann, aber muss, dann mache ich, dann klingt das, also mache ich so Sounds an, die so klingen wie das, was ich jetzt höre.

01:05 Dennis Horn

Das ist super, oder? Ich sitze auf dem Parkstreifen in Nippes. Köln-Nippes. Vor der Zauberschule, wo ich gerade meinen Kurs hatte. Und alles an dieser Geschichte.

01:22 Gavin Karlmeier

Morgen werden Leute fragen: Moment, zieht sich Dennis von Haken dran zurück, weil er Zauberer wird? Ja. Ja, jetzt ist es raus. Wie das Kaninchen aus dem Hut.

01:33 Dennis Horn

Ja. Weil ich aber den ganzen Tag schon hier sitze und dem Regen lausche. Da war ich nicht an meinem Schreibtisch, wo die Biografie von Elon Musk liegt. Bei mir liegt sie auch.

01:45 Gavin Karlmeier

Hab auch noch nicht reingelesen. Ach, verdammt! Liebe Geo Gesser, auch ich befinde mich heute nicht zu Hause. sondern ich befinde mich an einem kleinen Ort, in dem ein Aktienunternehmen sitzt, das Chemieprodukte für die Kosmetikindustrie herstellt. Es ist definitiv ein Hidden Champion, definitiv. Hundertprozentig. Und ich würde, ich gebe noch einen Tipp. Ich bin gespannt, ob die Geogester-Community dahinter steckt, wo ich bin. Ich befinde mich im Dreieck dreier deutscher Großstädte. die alle drei das Attribut, von der S kann ich nicht sagen, die alle drei das Attribut nicht so aufregend verdient haben, sagen wir es so.

02:32 Dennis Horn

Ja, da klopfe ich mal drauf, sage ich.

02:35 Gavin Karlmeier

Oh, guter Tipp. Gut.

02:37 Dennis Horn

So. Also wir hatten keine Zeit für die Biografie, beide heute nicht. Weil wir einfach wildromantisch diesen Tag verbringen. Aber wir hatten Zeit für die sekundärliche Frage.

02:50 Gavin Karlmeier

Also wir haben Rezensionen quer gelesen. Und es gibt eine ganz spannende, naja, Rezension ist das fast gar nicht, sondern mehr eine Einordnung der LA Time. Ich frage mich übrigens, ob da also die Geschichte des Namens LA Times würde mich auf einem anderen Papier mal interessieren, aber da sprechen wir dann drüber in Druckwerk dran. Das Print-Update.

03:13 Speaker 4

Sie riefen dran.

03:14 Gavin Karlmeier

Oh, auch sehr gut, ja genau, sie riefen dran. Toll. Und die haben so ein bisschen über etwas gesprochen, dass sie den ähm, Isachsenpakt nennen. So, ähm, und zwar sagen die, ähm, schreiben sie davon, dass in dem Buch So eigentlich, also die Zusammenfassung des Textes der LA Times ist, dass es die Geschichte, die Elon Musk am liebsten selbst erzählt hätte oder von der er möchte, dass sie erzählt ist. Und der letzte Satz dieses Artikels ist, es ist das Buch, das Elon Musk eigentlich auch so selbst geschrieben hätte. Denn jede Geschichte, die dort stattfindet, wird immer wieder eingeordnet durch so eine Umklammerung von wegen. Während alle Leute, mit denen er groß geworden sind, ihre Unternehmen an Ebay verkauft haben, hat sich Elon Musk mit seiner visionären Idee einfach nicht mit den anderen verstanden. Das ist so der Blickwinkel, die Perspektive, aus der dieses Buch geschrieben wird. Und das Spannende ist, und das ist dieser Isachsen-Pakt oder wie Sie schreiben, hier des The Eisachson Accord, das Isachson Abkommen. Schreiben sie, es gibt offenbar einen stillschweigenden Pakt zwischen Autor und Person. Der Autor darf ungeschminkt persönliche Anekdoten ausgraben und Geschichten über die Fähigkeit der Person, grausam zu sein, erzählen. Aber im Gegenzug wird die Größe des Subjekts als Annahme behandelt. Die Raison d'être für das Buch selbst zu sein. Also, sozusagen, der Deal ist, wir gehen davon aus, dass Elon Musk so groß ist, dass er es verdient hat, eine der größten Biografien. Von einem der größten Biografen der Welt geschrieben zu bekommen. Und dafür darf ich aber auch all das Düstere aus diesen Menschen raus erzählen. Und das fühlt sich für mich wie eine sehr gute, clevere Beobachtung an eine Art Agreements zwischen den beiden, die rechtfertigt, warum er all diese Geschichten erzählt, weil er denkt: egal wie schlimm die Geschichten über mich sind, dieses Buch alleine lässt mich gut aussehen.

05:11 Dennis Horn

Das ist so interessant, ne, weil wenn wir da mit unserer journalistischen Perspektive drauf gucken, dann Ist ja die erste Frage, die mir kommt, wie nah kann man damit eigentlich der Wahrheit kommen? Oder ist auch diese Biografie am Ende im Grunde eine Geschichte?

05:30 Gavin Karlmeier

Ja, eine gute Frage, aber also ich will es jetzt nicht zu, passt vielleicht aber doch zum Regen. Vielleicht machen wir es doch kurz philosophisch.

05:37 Dennis Horn

Ja, komm, ich halte es auch näher an den Regen dran in der Zeit.

05:40 Gavin Karlmeier

Und du stellst die Frage. Achtung! Ist im Grunde nicht jede Biografie auch eine Geschichte? Also, sobald ein Biograf eine Geschichte erzählt, fließen dort ja immer auch persönliche Eindrücke ein, persönliche Interpretationen von Situationen. Und ehrlicherweise auch ein persönlicher Erfahrungsschatz. Also das, die Worte, die du wählst, die suggerieren ja auch immer ein Wertekonstrukt, aus dem heraus du eine Geschichte aufschreibst. Das heißt, ich glaube, es gibt gar nicht die Wertneutrale Beobachtungen. Es gibt, glaube ich, auch nicht den neutralen Journalismus, weil wir dafür halt alle Menschen sind. Also, wenn du neutralen Journalismus willst, dann musst du denen nach meinem Ermessen eine Maschine aufschreiben. Und die Maschine müsstest du dann aber mit Beobachtungen füttern, die auch in gewisser Weise gebiased sind. Und dementsprechend glaube ich, dass das fast immer der Fall ist. Die Frage ist aber in der Tat legitim, wenn eine der Perspektiven die in also eine Biografie einfließen, die Perspektive des erzählten Subjektes selber ist, dann ist es in der Tat eine sehr wichtige Frage, wie viel. Wie groß ist eigentlich der Marketingaspekt für diese Figur an dieser Biografie? Ja.

06:55 Dennis Horn

Und wie nah, diese Frage hast du ja auch schon mal aufgeworfen, sind wir eigentlich an diesem Geschehen noch dran, sodass es gar nicht möglich ist. Das abschließend und objektiver zu betrachten. Also vielleicht kommt diese Biografie zu früh.

07:13 Gavin Karlmeier

Das ist meine These, genau, ja. Was die LA Times übrigens als zweiten, ich würde sagen, Kritikpunkt auch aufschmeißt, ist folgendes. Ich lese vor. Lesen Sie die Liste der Quellen, die Esachsen in seinem Buch aufführt. Führungskräfte, Risikokapitalgeber, Gründer, hochrangige Ingenieure. Isaichsen hat auch mit Gegnern wie Jeff Bezos und Bill Gates gesprochen, aber nicht, zumindest laut der Liste. mit Arbeitern in der Produktion, nicht mit Jenna, der Tochter von Elon Musk, die keinen Kontakt mit zu ihrem Vater haben möchte. Nicht mit jemandem, dessen Familienmitglied bei einem Autopilotumfall ums Leben gekommen ist und auch nicht mit jemandem, der versucht hat, ein Teslawerk zu tun. zu organisieren. Also ich glaube, das ist eine krumme Übersetzung, meint eigentlich eine Gewerkschaft dort aufzubauen. Und die Kritik ist also. . Selbst die Gegenstimmen, die hier zu Wort kommen, sind immer noch die, die aus einem erlesenen Kreis herauskommen, bei denen man genau weiß, dass sie . vermutlich auch mächtig genug sind, um sich des diplomatischen Ausmaßes bewusst zu sein, dass es bedeutet, in diesem Buch aufzutauchen. Und das ist ein Kritikpunkt, dass man dem Buch, äh, dass sich das Buch auf jeden Fall gefallen lassen muss.

08:23 Dennis Horn

Also, wir sind Lesezeichen drin, das Literaturupdate und werden natürlich. Ja, werden natürlich noch, wenn, wenn uns da auch Punkte auffallen, nochmal hier drüber reden. Wir haben uns dafür entschieden, jetzt nicht sozusagen In Etappen mit all diesen Veröffentlichungen weiter zu hantieren, die da rauskommen, sondern so ein bisschen auch auf dieses Phänomen, das jetzt um diese Biografie herum entsteht, zu blicken. Und ich kann mir gut vorstellen, dass uns das die kommenden Tage Wochen so viele wie noch haben gemeinsam noch beschäftigen wird. Ja, absolut.

09:03 Gavin Karlmeier

Und ich glaube auch, das ist jetzt auch der Punkt, wo wir auch nicht mehr uns als einfach nur als Werbevehikel für dieses Buch Verstehen. Ja.

09:13 Dennis Horn

Also wir vielleicht stoßen wir noch auf den einen oder anderen interessanten Aspekt, der uns hier weiterbringt. So Dann möchte ich mit dir sprechen über das Vorhaben von Elon Musk Ex zu so einer Art Banking-App. zu machen. Also wir haben ja darüber gesprochen. Er hatte dieses Praktikum in der Bank in Kanada, der Scotia Bank. Das hat ihm da alles nicht gefallen. Er hat gesagt, eigentlich bräuchten wir So ein Online-Dienst, der alle Banken platt macht, weil es einfach cool und digital macht und so. So hat man Ende der Neunziger darüber gedacht, und Elon Musk hat die Idee von Ex geboren, die er jetzt im Grunde nochmal durchziehen möchte, die ganze Story sozusagen nochmal in Kurz zusammengefasst. Also, er möchte dieses Unternehmen und die App versehen mit einer Bankenlizenz. Die Bankenaufsichtsbehörden in bisher acht Bundesstaaten der USA haben auch schon die Anträge genehmigt auf Geldüberweisungslizenzen. Haben jetzt aber ein Schreiben bekommen, eine Aufforderung, berichtet der Guardian, diese Genehmigungen nochmal zu überdenken. Und das ist ganz interessant. Das ist der Punkt, den wir gestern auch angekündigt haben, da nochmal drüber sprechen zu wollen. Da geht es um die Anwälte von Warden, Macht und Haran, die eine saudische Familie vertreten. Und das ist die Familie, die Ex gerade verklagt. Über diese Klage haben wir auch schon gesprochen. Und die Anwälte sagen Das Unternehmen X ist ungeeignet für Banklizenzen und begründen das mit dem Umgang mit persönlichen Daten der Nutzerinnen und Nutzer. und der vorsätzlichen Komplizenschaft bei Menschenrechtsverletzungen. Das sei kein vertrauenswürdiges Unternehmen und ein solches Unternehmen wie X dürfe auch nicht einfach auf Verbraucherdaten und Verbraucheraufzeichnungen zugreifen. wie es banken dürfen. So, und da gibt es ja diese Klage, die ich gerade schon genannt habe, über die wir auch schon gesprochen hatten, die ist aus dem Mai, in der es darum geht, dass noch unter Jack Dorsey, damals ehemalige Twitter-Mitarbeiter die 2019 auch selbst schon angeklagt wurden, sich mit dem saudischen Regime verschworen haben sollen, um mehr als 6000 Menschen auf Twitter zum Schweigen zu bringen. Die haben anonyme Twitter-Konten enttarnt, haben die Daten nach Saudi-Arabien weitergegeben. Und in dem Schreiben dieser Anwälte von Warden, Macht und Haran heißt es auch noch, dass Elon Musk ja auch eine persönliche Geschichte mit der saudischen Regierung hat, das sei ebenfalls ein Grund zur Besorgnis. Newsweek hatte berichtet, dass es enge und langjährige finanzielle Verbindungen zur saudischen Königsfamilie gibt. Und die hätten Elon Musk davon abgehalten, sich zu äußern, als ein saudischer Lehrer nach Postings auf der Plattform zum Tode verurteilt wurde. Da ist Elon Musk dann nämlich schön still geblieben. Und ich kann dieses Zusammenführen von Sollte ein Unternehmen, das sich an der einen Stelle so verhält, an der anderen Stelle eine Bankenlizenz bekommen, schon verstehen. Also Elon Musk hat das Kind ja selbst in den Brunnen geworfen, indem er gerade für Verflechtungen all seiner Firmen sorgt. Tesla mit finanziellen Interessen in einem Land. Was macht das dann mit X an der anderen Stelle? Und dieses Verweben der verschiedenen Unternehmen untereinander, das machen seine Kritiker natürlich jetzt genauso mit. Und ich sehe hier durchaus einen Punkt drin.

13:11 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich.

13:13 Dennis Horn

Jetzt weiß ich ganz kurz noch, ich weiß natürlich nicht, ob Vertrauenswürdigkeit in dem Sinne ein Kriterium ist für die Frage, ob solche Banklizenzen erteilt werden. Dann wäre es aber am Ende bei den Kundinnen und Kunden zu entscheiden, ob das ein Unternehmen ist, dem man tatsächlich sein Geld anfühlt.

13:29 Gavin Karlmeier

Ja, das definitiv. Ich glaube aber, dass Verflechtungen mit anderen Staaten durchaus eine Rolle spielen kann bei der Vergabe von Banklizenzen. Das war ja auch Teil dieser Formulierung in diesem Schreiben, um den das es da geht, dass du hier eine Verflechtung hast, die offenbar über eine persönliche Freundschaft, die auch hinausreicht. Also die, ähm, das, das, äh, die saudische Führung, die Teile von Ex ähm, besitzen. Die Frage, ob so ein Unternehmen dann gleichzeitig eine Bank in einem anderen Land werden kann, wenn es den Verdacht gibt, dass dort eventuell Geheimnisse weitergegeben werden. Das ist ja so die Frage, über die wir zumindest gestern am Ende mal so kurz philosophisch wurden. Es ist ein total kompliziertes Thema, weil. Natürlich auch die Vergabe von Banklizenzen am Ende sich vermutlich nur auf Einzelfälle konzentriert und eben nicht auf die Frage, was macht eigentlich der eine Typ von denen. Andernorts. Also hat der Besitzer dieser Bank noch ein anderes Unternehmen, das irgendwo anders irgendwelche Interessen haben könnte? Vermutlich. Wir sind beide im Vergabeverfahren von Banklizenzen in den USA jetzt nicht zwangsläufig zu Hause. Aber ich finde das Thema, wir haben das ja so ein bisschen, sorry, ich habe ja versucht ein bisschen Luft abzulassen, aus meiner Luftmatratze. Wir haben das Thema so ein bisschen prognostiziert. Wir haben gesagt, wir glauben nicht, dass mit dieser Mit diesem einfachen Fakt, dass der saudische Prinz, ein Freund Elon Musks, Teilhaber von X, früher schon Teilhaber von Twitter dass es allein mit diesem Fakt zu Ende erzielt wäre, was in dieser Geschichte alles noch an Musik sein könnte. Und dass wir jetzt schon wieder darüber sprechen in der Frage der Bankenlizenzvergabe. Zeigt ja, dass wir nicht die einzigen sind, die diesen Zusammenhang zumindest seltsam finden.

15:36 Dennis Horn

Das ist wohl so. Na, wir bleiben dran. Funktionen und Emotionen.

15:46 Gavin Karlmeier

So, jetzt muss ich wirklich mal kurz meine Wasserflasche aufmachen, weil gerade habe ich hier schon. Hier wird auch nichts geschnitten, das ist ASMA anders.

15:55 Dennis Horn

Dann hole ich mir noch ein paar Chips toll.

15:59 Gavin Karlmeier

Hast du wirklich Chips da?

16:01 Dennis Horn

Ja.

16:02 Gavin Karlmeier

Hä? Toll. Das ist jetzt, das ist jetzt, wie hast du es genannt, Werkschau?

16:08 Dennis Horn

Ja, ich mache es mir gemütlich im Auto. Schön.

16:13 Gavin Karlmeier

Bist du gerade auf dem Fahrradsitz oder hast du dich auf die Rückbank gelegt?

16:17 Dennis Horn

Nee, nee. Das mache ich ja auch manchmal, aber ne, Fahrersitz. Man kann sich ja auf der Rückbank kann man sich so schön ein Büro basteln. Du musst also entsprechend fast da haben, um das so auszugleichen und gerade zu machen.

16:29 Gavin Karlmeier

Also ich hab in meinem Auto, wir kommen ins Schwafel, ne?

16:34 Dennis Horn

Aber. Nee, nee, kommen wir nicht. Das ist Funktionen und Emotionen. Das sind die Funktionen unserer Autos.

16:41 Gavin Karlmeier

Ich habe in meinem Auto so eine Funktion, mit der ich die Position meines Sitzes speichern kann. Und ich habe dafür zwei, also ich habe zwei Speicherslots sozusagen, zwei Speicherpunkte. Und ich habe eine Einstellung, bei der ich perfekt arbeiten kann und eine zum Autofahren. Das ist ein tolles Feature.

17:01 Dennis Horn

Privileg dran, das Freiberufler-Update.

17:05 Gavin Karlmeier

Schön. Jetzt kann ich sogar, ähm, während ich. auf irgendwelche Dinge warte im Auto, auch arbeiten. Die komplette Verwertung. Es ist eher, ich weiß nicht, ob das ein Privileg ist. Also bestimmt auch, aber, ach, naja, lass uns damit jetzt nicht anfangen.

17:21 Dennis Horn

Wir nehmen am Vorabend auf, es ist 10 vor 10 abends, heute war Apple Event. Hast du mal auf Like geklickt bei Apps?

17:27 Gavin Karlmeier

Das macht aber auch nur, wenn in dem Tweet ein Hashtag Apple-Event gesetzt ist. Also es sieht dann so aus wie das Key-Visual des Apple-Events, so eine Zerstäubung des Herzsymbols.

17:43 Dennis Horn

Ja, also das ist unsere erste Funktion. Da haben wir Emotionen dazu. Ich habe die Emotionen dazu, wie viel Geld, verdammt, nochmal gibt Apple dafür an X?

17:54 Gavin Karlmeier

Also es ist eine besondere Werbeform. Branded Likes heißt diese Werbeform bei Twitter. Zumindest steht das auf der Twitter-Business-Seite. Und Branded Likes ist so ein Feature, bei dem steht, hey, wenn du daran interessiert bist. Contact us. Also da steht kein Preis dran. Und dementsprechend wird das ziemlich teuer sein, hängt aber auch zusammen mit diesem gekauften Hashtag. Denn hinter Hashtag Apple Event ist so ein kleines. Apfellogo. Und was bedeutet das? Eine Hashflag, genau, stimmt, vielen Dank. Und was das am Ende bedeutet, dass Apple extrem viel Geld in X gesteckt hat, um diese Sichtbarkeit zu erzielen. Für ein Event, das vermutlich ohnehin Sichtbarkeit generiert hätte.

18:35 Dennis Horn

Ja, deswegen wundert mich das.

18:36 Gavin Karlmeier

Irre.

18:37 Dennis Horn

Also meinst du, die Zielgruppe von Apple ist eine, die auch besonders ex kompatibel ist?

18:42 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, die Zielgruppe von Apple ist sehr groß. Und es gibt viele, aber eine Zielgruppe, die das Apple-Event verfolgt, ist mit Sicherheit auch auf X unterwegs, das glaube ich schon. Da gibt es ja schon eine gewisse Tech-Affinität und Die ganzen Tech-Vlogger, Blogger in den USA, die sind auch noch immer viel auf X unterwegs und schreiben dort auch viel und begleiten es dort. Dementsprechend für Apple ist das natürlich irgendwie nachvollziehbar. Aber auf der anderen Seite passt das nicht so richtig dazu, dass man eigentlich so, wir haben ja in der Vergangenheit darüber gesprochen, dass Apple offenbar auch die Werbeaktivitäten auf X so ein bisschen zu hinterfragen scheint. Und das sieht jetzt leider tatsächlich erstmal nicht mehr danach aus.

19:30 Dennis Horn

Dann gehen wir mal die normalen Funktionen durch, die wichtig sind. Die Neuerungen. Du musst jetzt einen Klick mehr machen. Und in ein Untermenü wechseln, wenn du sehen möchtest, wie oft ein Posting geliked oder geteilt wurde und auch zitierte Postings sehen möchtest.

19:45 Gavin Karlmeier

Also die Zahl verschwindet.

19:47 Dennis Horn

Nee, wer?

19:49 Gavin Karlmeier

Achso, wer? Okay. Keine Emotion.

19:53 Dennis Horn

Keine Emotionen. Ich finde das wahnsinnig doof. Ja, ist. Also, ex. Ich habe Emotionen. X Daily schreibt, das würden Leute ja eh nicht so oft machen. Und geben auch eine Zahl dazu. Nur 3,5 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer würden. auf diese Engagement-Werte tippen, um das rauszufinden. Keine Ahnung, woher diese Zahl stimmt. Steht leider nicht dabei. Ansonsten verbesserte Lesbarkeit und eine konsistente Benutzeroberfläche, die sich nach Videos, Galerien, Artikeln und so weiter regelt.

20:25 Gavin Karlmeier

Das ist natürlich Bullshit.

20:28 Dennis Horn

Genau, es ist. Und das wird doch häufig genutzt.

20:33 Gavin Karlmeier

Also gerade wer hat es retweetet und so. Und ich muss sagen, ich habe das hier gerade mal getestet. Bei mir ist das Feature auch schon angekommen. Und frage dich jetzt mal, was glaubst du, wo tippe ich drauf, wenn ich die sehen möchte, wer etwas geliked hat? Also ich möchte kurz dazu erklären, dieses. . Die Übersicht unten, die ist jetzt deutlich sortierter. . Also es gibt jetzt dort eine Sprechblase mit Zahlen, es gibt dort die Reposts mit Zahlen und die Likes mit Zahlen und die Lesezeichen mit einer Zahl. Also ich kann all das sehen, wie viele Leute haben da wie interagiert. Und das ist wirklich eine sehr sortierte, hübsche Ansicht. Also das hat gut geklappt. So, jetzt frage ich dich, Dennis, wo muss ich drauf tippen, um zu sehen, wer hat einen Tweet geliked?

21:11 Dennis Horn

Also, das sage ich dir jetzt aus meiner Vermutung, wie das mittlerweile ist. Du musst den Tweet groß machen, auf die Detailansicht gehen.

21:19 Gavin Karlmeier

Ja, das habe ich schon gemacht. Ja, ja, das habe ich schon gemacht. Achso, und dann musst du nochmal. Ja, nee, Pustekuchen. Sondern ich habe unten diese Zahlen und wenn ich, also ich dachte, wenn ich auf die Zahlen tippe, sehe ich, wer es geliked hat, und wenn ich aufs Herz tippe, like ich. So wäre es schlau. Ja, es ist aber nicht so, denn wenn ich auch auf die Zahlen tippe, dann like ich. Ich muss oben rechts auf diese drei kleinen Punkte. Und dann öffnet sich ein Kontextmenü mit 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 Unterpunkten. Und der siebte Unterpunkt heißt Post-Interaktionen anzeigen. Und wenn ich da drauf tippe, dann sehe ich Zitate, Reposts, gefällt mir Angaben in einzelnen Spalten. Wie das ist das? Komplett dämlich. Ja, gut.

21:59 Dennis Horn

Also ich finde das ja zum Beispiel zur Verifikation enorm wichtig. Wenn ich nicht weiß, zum Beispiel, was ich von einem konkreten Posting halte. Dann ist es oft sehr hilfreich, die zitierten Postings dazu zu sehen. Also die Postings, die das Ding zitierten. Es war doch einfacher, als man sagen konnte: zitierter Retweet, oder? Es war doch einfacher. Jeder wusste, was gemeint ist. Drukos, ja, Drückos, so. Also, dann gucke ich mir doch die Drukos an, weil die mir eventuell einen Kontext geben. Und da muss ich jetzt, das ist ja für. So, und das wird halt aufwendiger gemacht dadurch. Ist doof.

22:37 Gavin Karlmeier

Ja, also es ist völlig unnötig verkompliziert. Also ohne Not. Naja.

22:44 Dennis Horn

Naja. So, dann noch eine Funktion. X arbeitet an einem Autosafe-Feature, das Postings, die du irgendwie gerade so tippst und dann machst du irgendwie zu. Das landet in den Entwürfen.

22:58 Gavin Karlmeier

Das finde ich gut, glaube ich. Finde ich auch gut. Das ist eine gute Idee.

23:02 Dennis Horn

Ich habe gedacht, wie findest du, dass der ja relativ intensiv mit den Entwürfen arbeitet? Ob das dann irgendwann nervt, wenn da nur so ein A drin ist, weil du irgendwie. Du, meine Entwürfe sehen jetzt schon so aus. Achso, okay. Na, dann schauen wir mal auf Instagram. Das macht jetzt schon wieder Spaß. Also, es geht um Notes Ja voll. Du kannst Song Clips an Notes anhängen und bald auch Sprachnachrichten Locations Events

23:28 Gavin Karlmeier

Cool. Was ist denn ein Event? Achso, so ein Reminder, ne? Ah, toll.

23:34 Dennis Horn

Toll. Instagram testet eine Option, mit der du deine Likes verbergen kannst. Also in so einem Zuschnitt. Du kannst dann sagen. Willst du, dass das jeder sieht? Nur Leute, denen du folgst, nur enge Freunde oder niemand?

23:48 Gavin Karlmeier

Aber damit ist jetzt nicht gemeint, die Likes auf meinen Bildern, sondern ich like ein Bild von dir und kann ausschalten, dass Leute sehen, dass ich dein Bild geliked habe. Exakt. Oh, toll. Damit wird Instagram jetzt für gerade für so Eifersuchtsgeplagte Beziehungen ein wirklich tolles Instrument. Jetzt ist es ganz unangenehm.

24:07 Dennis Horn

Also das, ähm Das bewegt sich damit aber auch nur ein bisschen Richtung Facebook, wo man ja manche Dinge auch schon granularer einstellen kann. Ich glaube, das nicht, aber ja.

24:17 Gavin Karlmeier

Okay. Ja, das ist besonders, weil in dem Moment verfälschst du ja solche Ansichten auch total. Die Frage ist, bleibt die Likezahl dann, ja, wahrscheinlich wird es so sein, dass die Likezahl richtig bleibt, wenn du drauf tippst, dann steht er drunter. Wie wir das jetzt schon übrigens kennen von uh Followes, uh den Follower an, ähm, bei großen Accounts, das dann steht Nur diese Person kann alle Menschen anzeigen, die ihm oder ihr folgen. Und das wird damit den Gefällt mein Gaben auch so sein. Das finde ich erstmal okay. Es wird halt, und das ist, glaube ich, das, was man da so ein bisschen als Vorwurf rausstrecken muss. Es wird dadurch natürlich nochmal wieder komplizierter.

24:58 Dennis Horn

Ja. Ja. Ja. Aber also, so ist Instagram auf diesem Weg ja schon länger. Und das, also mich erinnert das sehr stark an den Weg, den Facebook auch eingeschlagen hat, mit all diesem überbordenden Funktionswahnsinn und du weißt irgendwann nicht mehr wo und wie du das überhaupt alles einstellen sollst. Naja. Naja. Dann hat Instagram eine Option hinzugefügt, mit der du anstellen kannst, dass deine Reels nicht mehr als Vorlage genutzt werden können.

25:29 Gavin Karlmeier

Das ist, wenn du nicht möchtest, dass Leute sich von dir inspiriert fühlen. Ja. Gut.

25:35 Dennis Horn

So, meine Liste ist durch.

25:38 Gavin Karlmeier

Das ging flott heute.

25:39 Dennis Horn

Ja, ne? Also, ich möchte mich nicht beschweren. Achso, wir haben noch eine Geschichte. Die über Threads, etwa?

25:48 Gavin Karlmeier

Richtig. Haben wir nicht?

25:51 Dennis Horn

Doch, die haben wir. Und zwar hat also gibt es jetzt einen Artikel darüber. Von der Washington Post, dass Threads Inhalte blockiert, Suchanfragen blockiert, die im Zusammenhang stehen mit Covid und Impfstoffen. Wo die Zahl der Fälle sich wieder erhöht. Kann man das so ausdrücken? Ja. Ja. Das also das liest sich im ersten Moment, wenn man das so sieht, so ein bisschen wie diese Diese Twitter-Files-Vorwürfe, ja, jetzt nur in Richtung Threads. Also es ist so, dass Suchanfragen blockiert werden, wie gerade beschrieben. Experten aus dem öffentlichen Gesundheitswesen jetzt sagen, das sind keine richtigen Moderationsrichtlinien, weil die den Zugang zu wichtigen Gesundheitsinformationen einschränken. Also es ist nicht so, dass Oder es ist so rum, dass hier Informationen, die Leute vielleicht suchen, so News-related, ne? Ich brauche diese Informationen, sie ist wichtig für mich, dass die dadurch auch irgendwie zurückgedrängt werden. Und zwar sind das Suchbegriffe wie Covid oder Long-Covid. Und da haben Nutzerinnen und Nutzer dann auf Threads einen leeren Bildschirm angezeigt bekommen, wo keine Suchergebnisse drin waren. Und einfach nur ein Pop-up, das dann auf die Website verweist des Centers for Disease Control and Prevention in den USA. So. Das heißt, da werden keine Inhalte kuratiert sozusagen von der Plattform, sondern du gibst es einen, du wirst einfach weitergeleitet, ganz woanders hin, die sollen sich darum kümmern.

27:49 Gavin Karlmeier

Das ist natürlich ein gefundenes Fressen, wenn sich das jetzt rumspricht, gerade für einen Elon Musk, der hinter allem, was irgendwie aus irgendeinem Grund passiert, immer eine Verschwörung wittert. Dementsprechend, ich bin mir nicht sicher, ob das so ein geschickter Move ist, wenn das denn eine tatsächlich beabsichtigte globale Entscheidung ist, weil man damit also du generierst damit deutlich mehr Nahrung für Trolle und für Leute, die politisch ohnehin schon Zensur wittern, anstatt dass du damit tatsächlich ein irgendeinen positiven Effekt auslöst, außer eben, dass du damit vielleicht ein bisschen Arbeit in der Content-Moderation sparst.

28:34 Dennis Horn

Vordergründig irgendwie sauber, weil gesagt wird, wenn wir diese Informationen oder wenn Leute diese Informationen suchen, dann Dann weist man darauf hin. Ich finde es auch nicht gut, weil so mündig dürfte dann doch gleichzeitig jede und jeder sein, dass sie diese Begriffe auf einer Plattform suchen, um sich selbst darüber informieren zu können. Und vielleicht ist auch nicht in jedem Fall der Wunsch der nach Informationen von den Behörden, sondern auch einfach nach Meinungen, Einschätzungen und so weiter, die diese Begriffe enthält. Und das ist einfach äußerst schwierig, in der Tat.

29:10 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Und also auch wirklich eine unnötige Angriffsfläche. Ja. Ja, ärgerlich.

29:18 Dennis Horn

Und vielleicht, ja, also am Ende vielleicht wieder ein Baustein in unserer Argumentation. Jemand anderes als diese Plattform müsste entscheiden, was in solchen Momenten passiert und wie moderiert wird.

29:30 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme hundertprozentig zu. So. Und jetzt lauschen wir nach einem Augenblick dem Regen, oder?

29:35 Dennis Horn

Ja, lass mal kurz machen. Das hören wir uns nochmal an.

29:46 Gavin Karlmeier

Das ist schön. Wirklich.

29:49 Speaker 4

Und wer es schafft, aufgrund der Regenmenge und der Angabe Nipples deinen exakten Standort zu erraten, der kriegt einen Blue Sky-Code. Bis morgen. Bis morgen