Wir haben noch keinen Platz für Wehmut, wir haben ja noch zwei Wochen. Also bleiben wir beim Thema: Wie sieht es eigentlich bei X mit dem Thema Datenschutz aus? Und wie mit Hassrede in Tweets? Ihr ahnt es, aber wir müssen trotzdem darübersprechen.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Ich bin komplett zerstört. Ich hatte Dorfbumsparty am Wochenende.
00:14 Dennis Horn
Das klingt nach so, die Leute vom Land dürfen auch mal einen Zwinger kluppen.
00:20 Gavin Karlmeier
Nein, nein, nein. Es gab in Dormagen gibt's immer noch, aber gab es so eine große, für Dormagen große Disco. Im Club. Und ähm, gestern. Bekannte haben alle Leute von damals nochmal reaktiviert. Und dann sind wir mit 400 Leuten da, glaube ich, eingefallen. Ihnen genau. Wussten die Betreiber dieses Ladens, was da ihnen blüht, oder war das die sich verloren? Die wussten das und ich glaube. Also mein Verdacht ist, sie haben auch die Bierpreise erhöht, deswegen nochmal. Ja, natürlich. Klar, wenn Leute über 30 kommen, kannst du auch mehr als 1,60 nehmen, finden wir. Und die Getränke von damals. Wodka Kirsch für 7 Euro und so. Oh, das war oh oh oh oh oh.
01:03 Dennis Horn
Es gab, als ich so gerade 20 war und Abi hatte und nach Köln gezogen bin in die große Stadt gab es eine Bar auf dem Ring, die gibt es auch nicht mehr, die hatte den tollen Namen Bar Rock. Und da gab es einen roten, kurzen Kirschwodker, der hieß der Rote Tod. Und man hat den Namen nicht ernst genommen, bis man zwei getrunken hatte. Und dann wusste man, warum er so heißt. Also wirklich Wodgabisch schlimme Assoziationen.
01:30 Gavin Karlmeier
So in diesem Sinne war der ganze Abend. Oh Gott, oh Gott. Ja gut, dann wäre ich an deiner Stelle auch verwüstet. Muss sie erstmal wieder klarkommen. Wir sind wieder unterwegs. Möchtest du den GeoGessing? Boah, ja, heute ist sehr schwierig.
01:48 Dennis Horn
Ich gebe einen Tipp. Also, ich gucke gerade auf ein sehr, sehr, sehr, sehr, also für das, was ist völlig überdimensioniert, großes Gebäude. mit dem Namen King of Kebab und befinde mich unter einer Talbrücke im Tipp gebe ich noch im hessischen Nirgendwo Viel Erfolg, wo bin ich? Morgen lösen wir es auf.
02:08 Gavin Karlmeier
Oh wow, okay. Ähm, ja, was kann ich denn hier? Hier dazugeben. Also hier ist ein.
02:19 Dennis Horn
Oh, ich höre hinter die Turnschuhe quietschen über Boden.
02:22 Gavin Karlmeier
Genau, das ist richtig. Daneben Koffer. Und in der Nähe ist eine Pokémon-Arena mit dem Namen mit dem Namen Aussichtsplattform. Okay. Das muss doch jetzt wirklich reichen, oder?
02:38 Dennis Horn
Ja, also die Geogasser, die 2016 schon aktiv waren und heute immer noch sind, die wissen auf jeden Fall sofort, wo du bist, denn die kennen die Pokémon-Arena natürlich auswendig. Ich bin gespannt, ob es Leute erwarten.
02:51 Gavin Karlmeier
Ich war letzte Woche übrigens in der Eifel unterwegs und dann schrieb Steffi auf Mastodon, ich würde ja sagen, wittlich, aber ich bin auch kein Geogesser. Darum liege ich wohl falsch, da sage ich falsch. Es war wittlich. So, sehr gut gemacht. So, willkommen zurück in einer neuen wilden Woche des Rechtstrahls. Café Bohne hat uns auf Blue Sky einen Screenshot geschickt, weil sie sich neu bei Ex anmelden musste. Hat dann auch direkt gesagt, um Kontakt zu jemandem aufzunehmen. Es ging nicht anders. So, und dann bekommt man dann ja immer vorgeschlagen, wem man folgen soll. Und das sind Elon Musk tatsächlich ganz oben als Tipp für Neuangemeldete. Ich wette, dass das bei allen Menschen immer ganz oben gemacht wird. Dann die Tagesschau und die Welt. Und dann never forget Nikki, ein rechter Influencer, Alice Weidel und Boris Reitschuster, der mittlerweile ja auch zum Spektrum rechter Publizistik gehört.
03:45 Dennis Horn
Ich finde, da gibt zwei Lesarten, ne? Die eine Lesart ist, dass das irgendwie inhaltlich beeinflusst ist von der Plattform. Das glaube ich aber gar nicht mal. Ich glaube, dass das einfach Accounts sind, denen Neuankömmlinge verhältnismäßig häufig folgen. Was eher ein Licht darauf, einen Blick darauf erhaschen lässt, was für Menschen sich in den letzten Monaten neu bei X angemeldet haben und sich neu dort ausgetobt haben. Also ich schätze, dass es durchaus so Algorithmen gibt, die erkennen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Leute wiederkehren, wenn sie diesen Menschen folgen, wenn sie sich dort neu anmelden und so.
04:18 Gavin Karlmeier
Das wäre auch wirklich mein mein Tipp. Also das Interesse tatsächlich an Elon Musk ist ja wahnsinnig hoch, wahrscheinlich mehr als an jedem anderen auf dieser Plattform, dass das ein Algorithmus ist, der tatsächlich. eher transparent macht, wie die Rechtsverschiebung mittlerweile passiert ist.
04:37 Dennis Horn
Wobei mich bei Elon Musk auch nicht wundern würde, wenn er gesagt hätte, dass er gerne bitte immer ganz oben wäre bei diesen Empfehlungen. Absolut.
04:44 Gavin Karlmeier
Übrigens, mir ist noch runtergekommen, du bist ja, hast ja immer so dieses Problem hier, dass du nicht Ex sagst, sondern Twitter hast. Ich spreche von Retweets dann immer und so weiter. Es gibt eine Umfrage. Mad Navara hat die gepostet. 69 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von X in den USA bezeichnen die Plattformen immer noch als Twitter und Beiträge als Tweets.
05:09 Dennis Horn
69 Prozent.
05:10 Gavin Karlmeier
Ja, ja. Ich saß am Wochenende mit Katharina Nukun auf einem Podium vom Besser Online, der Konferenz vom DJV. Und Katharina sagte auch so. Ich weigere mich. Ich nenne das Ding einfach weiter Twitter und die Dinger tweets. Naja, große Sympathie dafür.
05:29 Dennis Horn
Ja, auf jeden Fall. Ich bin auch so ein bisschen Also ich denke da auch viel drüber nach, wie das, ob irgendwann nicht der Punkt kommt, wo man damit umgehen muss als Ex Also wenn 70% sich weigern oder auch das irgendwie nicht richtig hinkriegen, so wie ich beispielsweise, also ich aute mich da auch, ich würde das glaube ich gerne übertragen können, weil ich da jetzt keine, also Da jetzt Ideologie reinzulegen, wäre ja fast sogar Etikettenschwindel, denn am Ende ist das Ex, über das wir heute sprechen, gar nicht mehr das Twitter, über das wir vor einem Jahr geredet haben. Also es ist einfach auch eine andere Welt. Aber es ist einfach so im Sprachgebrauch drin. Das ist so ein bisschen wie meine Oma auch die Bushaltestelle in meiner Heimatstadt immer noch konsequent Stadthalle genannt hat, obwohl sie seit Jahren nicht mehr so hieß.
06:14 Gavin Karlmeier
Das ist doch, also ich meine, Elon Musk ist es ja selbst passiert, wir haben es letzte Woche gehört. Andererseits glaube ich, ist es ihm einfach egal.
06:21 Dennis Horn
Naja, meinst du, es ging hier nur um Zeichensetzen, ne?
06:24 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. So, wir springen mal rein. Für heute und für diese Woche Ex bekommt es offenbar mit den Datenschützern zu tun. Das Justizministerium in den USA spricht gerade mit Ex über dieses Thema. Letztes Jahr hat das Unternehmen noch, als es Twitter hieß, unter seinen alten Eigentümern zugestimmt, unzulässige Datenpraktiken zu beenden. Und eine Vereinbarung mit der FTC, der Aufsichtsbehörde, abgeschlossen in den USA. Teil dieser Vereinbarung war auch eine Geldstrafe von 150 Millionen Dollar. Und dieses Jahr hat X beantragt, von seinen Pflichten aus dieser Vereinbarung befreit zu werden. Das schreibt der Plattformer Newsletter, Casey Newton, Zoe Schiffer. Und die zitieren das Justizministerium, das dazu nur sehr trocken festhält, ich zitiere, mit ihrem Antrag auf Befreiung von diesen Verpflichtungen. . Argumentiert Ex nicht, dass die Sicherheitsvorkehrungen, denen Sie zugestimmt haben, unnötig oder undurchführbar geworden sind Vielmehr beschweren sie sich darüber, dass die FTC zu viele Fragen gestellt hat, nachdem Elon Musk das Unternehmen übernommen hatte. Sympathisch. Ja, Casey Newton und Zorri Schiffer schreiben jetzt, diese Fragen scheinen aber gerechtfertigt. Sie haben mit Quellen aus dem Unternehmen gesprochen und die nennen vor allem zwei Punkte. Erstens, es gibt wohl ein lange verzögertes Projekt, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Daten der Nutzerinnen und Nutzer, wenn sie ihre Konten schließen, kündigen, auch tatsächlich ordnungsgemäß gelöscht werden. Und zweitens, es gibt wohl schwache interne Kontrollen, die es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die es darauf anlegen, ermöglichen könnten, sich auch unrechtmäßig Zugang zu verschaffen zu Nutzerdaten. Und das sind diese beiden Punkte. Sollen wir direkt hier das Hauskeeping übrigens zu deinem Klingelton machen? Oh Gott, ja.
08:19 Dennis Horn
Ich wollte das Thema nicht sprengen, aber ich habe es natürlich auch.
08:21 Gavin Karlmeier
Bevor wir zu dem Thema zurückkommen. Ja, bitte, also. Ja, komm, dann spring doch mal kurz rein. Also jemand.
08:29 Dennis Horn
Also jemand hat bei Mastodon geschrieben, hast du es gerade vorliegen? Ich muss es sonst immer raus, ich hab's dir geschickt. Jemand hat mich darauf hingewiesen. Ach nee, in den Spotify-Kommentaren war das. An. Nee. Wer war das denn? Ah doch, doch, Anne hat geschrieben. Gevin Sklingelton, ey. Ich hätte da mehr Individualismus erwartet. Klammer auf Jamba Spa-Abo ab und zu. Also ich bin, ähm, ja, das ist ein Debakel. Denn Menschen wie ich muss da kurz eingehen, sorry, ich springe das Thema total, weil eigentlich ist es ein total wichtiger Punkt. über den wir da sprechen aber also ich habe den standardklingelton weil der am wenigsten bei mir zu ich sag mal zu so einem Triggern führt, weil alle anderen Klingeltöne bei mir in meinen Weckern verarbeitet wurden. Also ich habe so ein Wecker-Konzept, das so alle drei Minuten klingelt. Kennst du das? Also ich kann mal irgendwann einen Screenshot posten von meinen Weckern. Und ich wechsle da drin immer die Klingeltöne. Das heißt aber, dass jeder andere der Standardklingeltöne, die auf dem iPhone angeboten werden, bei mir schon mal zu einem Oh ne. geführt haben. Und deswegen ist es dieser Klingoton, der einfach noch so unbelastet ist. Auf der anderen Seite könnte ich das natürlich umdrehen, weil wenn ich den jetzt als Weckerton nehmen würde, würde ich immer denken, dass ich angerufen werde und mit Sicherheit aufstehen. Jetzt gibt es aber Gerüchte, dass. . Das ist genauso, das ist ja ganz lustig. Ehrlich? Toll.
09:50 Gavin Karlmeier
Sprich weiter.
09:51 Dennis Horn
Im neuen iOS, dass in dieser Woche. in die auf die Handys kommt, sollen neue Klingeltöne sein. Und dementsprechend bin ich bin ich bereit für einen Wechsel. Time for a change.
10:04 Gavin Karlmeier
Ich habe auch ganz große Probleme damit, wenn so in der Öffentlichkeit Handys von anderen Personen bimmeln und das ist mein Weckerton. Dann werde ich nochmal, obwohl ich wach bin, nochmal wach. Das ist ein ganz unangenehmes Gefühl.
10:14 Dennis Horn
Genau, es retraumatisiert quasi. Befnachter?
10:19 Gavin Karlmeier
So, ja. Zurück zum Datenschutz. Also Wir haben einmal dieses lange verzögerte Projekt, das sicherstellen soll, dass Daten der Nutzerinnen und Nutzer ordnungsgemäß gelöscht werden, wenn sie ihre Accounts auch löschen. Und dann diese schwachen internen Kontrollen, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich Zugriff auf Nutzerdaten verschaffen können. Das finde ich hart. Das zeigt ja auch nochmal, also ich habe ja, bin ja im November, habe ich ja aufgehört, letztes Jahr zu twittern unter Dinge zu veröffentlichen und dann ja auch alles gelöscht. Wir haben ja schon häufiger darüber gesprochen. Wahrscheinlich liegen die Daten noch dort. Genau.
10:58 Dennis Horn
Das ist ja wie beim Formatieren der Festplatte unser Beispiel, dass nicht die wirklichen Daten gelöscht wurden, sondern nur der jeweilige Verweis auf die Stelle, wo sie liegen.
11:07 Gavin Karlmeier
Genau, so ist es. Und ich bin gespannt, wie diese Datenschutznummer vorangeht, wir sind uns ja nach wie vor einig, das sind so die großen Bußgelder und Ordnungsverfahren, die X auch wirklich zum Problem.
11:22 Dennis Horn
Ja, und wir reden da aber ja gerade ganz viel noch über die USA. Jetzt ist Europa und die EU vor allem ja als Gesetzgeberin. Eine sehr starke Instanz, gerade was Datenschutz angeht. Und da haben wir bislang zwar einige Richtlinien schon gehört, aber ich könnte mir vorstellen, wenn die EU da mal anfängt, so KommissarInnen drauf anzusetzen, wie Ex eigentlich mit diesen Punkten umgeht.
11:46 Gavin Karlmeier
Das könnte noch empfindlich werden. Dann gehen wir mal weiter zu den Hasskommentaren. Wir haben gesprochen letzte Woche über den neuen Bericht des Centers for Countering Digital Hate, CCDH, der Bericht, in dem es darum geht. wie ex angeblich Inhalte moderiert und wieder Kritik daran, weil hier Hass stehen geblieben ist. Und Der Safety Account von X nimmt dazu jetzt mit ein paar Tagen Verzögerung Stellung. Und ich lese dir mal die drei Punkte vor, die. die hier nennen. Erstens, jeden Tag teilen die Nutzer mehr als 500 Millionen Beiträge auf X. Für ihren jüngsten Bericht wählte die CCDH 300 Beiträge. In Klammern 0,00006% der täglichen Beiträge aus, um die allgemeine Gesundheit der Plattformen zu demonstrieren. Wir wissen, dass ein einziger Beitrag schädlich sein kann, aber wir wollten die Menge in den Kontext stellen.
12:45 Dennis Horn
Das ist so eine Schmierenkampagne, ne? Ja. Boah, ist das. Das ist doch, also, hä? Das ist ja wie wenn du anfängst. In Frage zu stellen, ob Mord überhaupt strafbar sein sollte, denn die Anzahl der MörderInnen in der Gesellschaft ist ja 0,001 Prozent. Ja, natürlich ist das ein kleiner Anteil, aber das CCDH hat ja auch nicht eine repräsentative Stichprobe der Gesamtinhalte genommen, sondern problematische Inhalte. die sie verfolgt haben und die sie beobachtet haben, bei denen sie geprüft haben, wie verheilt sich eigentlich deren Sichtbarkeit und wie verhält sich deren Verfolgung durch die Plattform. So funktioniert das nun mal. Das kannst du nicht in den Kontext von allem stellen. So klappt das nicht. Das ist wie also, da werde ich so wüten. Das ist wie wenn du, guck mal, ich war mal am Osnabrücker Hauptbahnhof bei McDonalds und habe ich mir einen Burger bestellt und der hatte einen schimmeligen Brot oben. Dieser Burger. Das ist ja so, als würde ich damit zurückgehen und die sagen, nee, das ist kein Problem, weil das entspricht gerade 0,000 einem Prozent der rausgebenden Burger heute.
13:48 Gavin Karlmeier
Deswegen ist es unproblematisch. So nämlich.
13:52 Dennis Horn
Was für eine Scheiße.
13:53 Gavin Karlmeier
Und Ex, wenn ihr das nicht so als so kleine Stichprobe haben möchtet, sondern wirklich ordentlich, dann gibt doch endlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Zugang zu eurer Plattform. Mic Drop. So, dann, zweiter Punkt. Wir haben alle Beiträge in der Stichprobe untersucht und Maßnahmen ergriffen, die gegen unsere spezifischen Regeln für hasserfülltes Verhalten, Missbrauch, Belästigungen sowie gewalttätige Äußerungen verstoßen haben. Zu diesen Maßnahmen gehören die Einschränkung der Reichweite, die Entfernung von Beiträgen und die Sperrung von Konten. Das ist also Das ist ein No-Brainer. Also ein paar Maßnahmen haben sie ergriffen, aber eben bei den größten nicht. Und eine Zahl nennen sie hier nicht. Und dann schreibt X, die Reichweite der Beiträge wurde falsch dargestellt, indem fälschlicherweise die Anzahl der Follower Und nicht die öffentlich zugängliche Anzahl der Aufrufe angegeben wurde. Die Beiträge, die gegen unsere Regeln verstoßen haben, wurden im Durchschnitt 168 Mal von 84 eindeutigen Nutzern angesehen. Was nun eine unglückliche Erhöhung der Reichweite um 10% beinhaltet, da der Bericht veröffentlicht wurde, bevor die Ergebnisse mit uns geteilt wurden. Also das ist. Unerheblich. Ja, also es geht nicht darum, wie groß die Reichweite für diese Beiträge ist. Es geht ganz einfach nur darum. Ob Hass stehen bleibt oder nicht. Und sobald er öffentlich ist, und es handelt sich um strafbare Hasskommentare, ist das Ding strafbar. Egal wie hoch die Reichweite ist.
15:29 Dennis Horn
Genau. Und die Plattform ist in der Pflicht, sich, sobald sie darüber Kenntnis erlangt, sich darum zu kümmern. Spätestens dann, was in dem Fall passiert ist, da die Beiträge gemeldet wurden, richtig?
15:42 Gavin Karlmeier
So ist es. Und da passierte dann eben bei den meisten dieser Beiträge nichts. Also das ist. So ein Null-Statement, auch irreführend, wie ich finde, und das zeigt einmal mehr, dass die Plattform dieses Thema nicht ernst nimmt. Und ich würde gerne noch eine Sache anfügen, nämlich einen Bericht der Washington Post laut Staatsanwälten aus Deutschland. Kommt X bei der Identifizierung von Nutzerinnen und Nutzern, wenn es um Volksverhetzung geht, mehr deutschen Anfragen nach als vor der Übernahme durch Elon Musk. Und jetzt gibt es Spekulationen, schreibt die Washington Post, dass der Personalabbau in Europa eine Erklärung sein könnte, weil die jetzt häufiger einfach nicht Nein sagen. So. Und Elon Musk hat sich dazu jetzt geäußert in einem weiteren Posting. Und er schreibt, auch auf die Gefahr hin, das Offensichtliche auszusprechen. Ich weiß nicht, was in jedem Teil dieser Plattform die ganze Zeit vor sich geht, aber unsere Politik besteht weltweit darin, für ein Höchstmaß an Redefreiheit im Rahmen des Gesetzes zu kämpfen. Jeder, der für uns arbeitet und nicht nach diesem Prinzip handelt, wird eingeladen, seine Karriere bei einem der anderen Social Media Unternehmen fortzusetzen, die ihre Seele für einen Dollar verkaufen.
17:03 Dennis Horn
Hossa. Also da weiß man ja auch gar nicht, wo man anfängt, wenn man so eine Aussage, ne? Gab es nicht die Überlegung, von Ex auch Meta zu verklagen, weil MitarbeiterInnen von Ex zu Meta gewechselt sind? In der Fetsgeschichte.
17:21 Gavin Karlmeier
Also auf jeden Fall, genau, genau, war das war das Thema, ja. Also ich Das ist ein bisschen der Punkt, den wir schon angesprochen haben. Also das weitestmöglich auszudehnen, die Redefreiheit im Rahmen der Gesetze. Das scheint so ein bisschen die Devise zu sein. Aber tatsächlich, wenn jetzt wir hier mehr Anfragen haben, die Ex auch tatsächlich beantwortet, kann es auch einfach sein. Dass dieses weitestmögliche Redefreiheit im Rahmen der Gesetze so einfach nicht durchgehalten wird, weil sie zu wenige Leute haben. Und weil sie, also das klingt so ein bisschen paradox, weil sie weniger Leute haben, beantworten sie mehr. Weil sie sich sozusagen nicht mehr die Mühe machen, das abzuweisen und Begründungen dafür zu finden und so weiter. Und das ist schon interessant, finde ich, ihn zu beobachten, wie schnell er da solche krassen Worte. wählt, also wie ihn das offenbar getriggert hat.
18:29 Dennis Horn
Ja, und ich glaube, es triggert ihn auch vor allem, weil er da in seiner Argumentation eine Schwachstelle erkennen könnte, wenn er genau hinsieht. Denn einer der größten Vorwürfe, die er dem alten Twitter, oder wie er sagt, Twitter 1. 0 gemacht hat, war ja, vor dem Start zu spuren. Also dieser direkte Draht beispielsweise der Demokraten in das Twitter Headquarter im Falle von der Veröffentlichung eigentlich strafbarer Tweets seinerzeit war einer der Anlässe, diese Twitter-Files überhaupt erst zu schreiben. Die Sperrung von Donald Trump, die dann am Ende ja ein Ergebnis von auch ähnlichen Prozessen war. war auch ein Anlass, darüber zu diskutieren. Also ich habe so das Gefühl, dass hier mit zwei Zungen gesprochen wird, weil du auf der einen Seite eine Unabhängigkeit vom Staat predigst und immer wieder damit argumentierst, dass es dir wichtig ist. Unabhängig zu sein, auf der anderen Seite dich aber so in den Sinne des der Gesetze stellst, dass du im Zweifel auch gar nicht mehr hinterfragst, ob diese Gesetze hier überhaupt tatsächlich berührt werden. was eigentlich ja die Arbeit dieser Abteilung bei Twitter oder bei X wäre. Ich finde das sehr bedenklich, vor allem, weil jetzt reden wir hier gerade über Deutschland beispielsweise, ein Land, in dem du eine relativ große Redefreiheit hast, eine relativ uneingeschränkte Redefreiheit. Also du kannst ja alles sagen, was nicht beispielsweise Geschichts verleugnet ist oder vor allem deutsche Geschichte verleugnen würde. Aber wenn du diesen Satz, die Redefreiheit herrscht überall im weitestmöglichen Sinne der Gesetze. Wie ist das denn denn in Ländern, in denen du einen Autokraten hast, ein autokratisches Regime? Also auf die Spitze getrieben. Was ist mit China? Dem Land, mit dem sich Elon Musk sich am allerwenigsten verschärzen möchte, weil er dann in Interessenkonflikte mit seinen anderen Unternehmen käme. Und dann bist du aber eigentlich in einem Widerspruch der eigentlichen Redefreiheit.
20:27 Gavin Karlmeier
Ja, da ist einfach seine Argumentation arg naiv. Ja. Ja. So, wir sprechen einmal kurz über die Leute in diesem Unternehmen X. Also Linda Jaccarino hat in einer Notiz an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Neueinstellungen angekündigt und organisatorische Umstrukturierungen. Da kommen eine ganze Reihe neuer Leute von Warner Brothers, NBC, Dow Jones und der Werbeplattform TATS. viele Namen und Zuständigkeiten, ich glaube, das würde sprengen, jetzt darüber zu sprechen, aber mir ist so aufgefallen bei dieser Liste Das sind breitere Strukturen. Da gibt es eine stärkere Aufteilung. Es werden viele Leute genannt, die jetzt. zu verschiedenen Themengebieten zuständig sind für Werbekunden, zum Beispiel um, schreibt Linda Jaccarino, den Kunden besser gerecht zu werden Die dieses Unternehmen hat, den Werbekunden. Das fand ich ganz interessant. Ich habe wenig Emotionen dazu, habe das mal so ein bisschen beobachtet und dann fiel mir ein, Als ich so ein bisschen da durchgegangen bin, ein langer Kommentar, den wir im Haken dran fettet bekommen haben, von Haloxifob. über die Entwicklerinnen und Entwickler, über die wir letzte Woche gesprochen haben. Und da hat Elon Musk ja so ein bisschen tabula rasa gemacht. die auch so um die Entwicklerteams herum gearbeitet haben, entlassen. Jetzt werden viele neue bei der Werbung eingestellt und gleichzeitig betont das Unternehmen, wir sind hier so pushy, was neue Funktionen angeht und so weiter. Mit fünfmal weniger Leuten. Haloxyfob schreibt, als Person, die eine ganze Menge Erfahrung in Entwicklerteams hat und mit dem Management davon, kann ich mir ganz genau vorstellen, wie diese Entwicklerteams bei X aussehen. Normalerweise, und das fanden wir jetzt einfach mal einen schönen Einblick, existiert in jedem Software-Team mindestens eine halbe Stelle pro Entwickler. Die dafür sorgt, dass die Entwickler reibungslos entwickeln können. Und das sind zum Beispiel Anforderungsspezifikatoren, Application Manager nennt man die. die jedes neue Feature erstmal auf dem Papier entwickeln, also vorgeben, wie das auszusehen hat, wie es zu funktionieren hat. Und das sind normalerweise die Leute, die mit dem Product Owner reden des jeweiligen Projektes oder des Softwareteils. Und dann gibt es noch andere Stellen, Softwarearchitekten, zum Beispiel Tester, Deployer, Git Manager und so weiter. Und der schreibt, so ein gut funktionierendes Entwicklerteam, das ist vor allem Arbeitsteilung. Also wer irgendwie Datenbankabfragen schreiben kann, der soll das machen und keine Zeit irgendwie verschwenden, Oberflächen zu programmieren oder so. Das sollen andere Leute machen. Und deshalb hört man auch von Firmen wie Google, dass sie 10. 000 Leute in der Entwicklung angestellt haben, aber da sind wahrscheinlich noch nicht mal 50 Prozent von denen Entwickler. sondern eben die Jobs drumherum, die dafür sorgen, dass Entwickler eben eine gute Arbeit machen. So, und jetzt kommt Elon Musk. Und soweit man weiß, sind für den in der Entwicklung nur Entwickler nötig. Ja, also er hat alle Leute, die nicht selbst coden, erstmal rausgeschmissen. Das hatte auch die damalige Entwickler-Chefin Bestätigt. Er glaubt, das war bei CNN. Ich weiß es tatsächlich nicht mehr genau. So, und das ist für eine gute Entwicklung eben tödlich. Also normalerweise gehen nicht mal 50% Der Zeit für so ein Feature in die Entwicklung, sondern mehr als die Hälfte in die Planungen, die Definitionen, die Tests, das Ausrollen und so weiter. Und Elon Musk fokussiert das eben auf diese Entwicklung und das kann katastrophal sein. Das ist also Haloxiefropp nennt das Schienenlegen, während er Zug fährt. Und das sorgt dafür, dass das Feature dann länger dauert. Mehr Entwicklerzeit verschlingt, weil Elon Musk dann irgendwie sagt, soll blau sein, aber vorher nie gesagt hat, dass es blau sein soll, also wird irgendwie Zeit damit verschwendet. Das perfekte Rot zu finden, um es dann wieder umzufärben. Das ist zwar ein Beispiel, was dann passieren kann. Und jetzt kommt der Clut. Achso, sag du erstmal.
24:50 Dennis Horn
Nee, ich wollte nur kurz sagen, das ist halt, und das ist ja eigentlich nur der Anfang. Also das ist ja nur die operative Ebene. Also wie du schon sagst, die Frage nach der richtigen Farbe, wer macht jetzt eigentlich die Grafik? Also das sind alles so Dinge. Die müssen halt als Rahmenbedingungen gegeben werden, damit entwickelt werden kann. Voll richtig. Und wenn die fehlen, dann machst du dir doppelt so viel Arbeit. Aber es gibt ja auch noch die Ebene darüber, nämlich die strategische Ebene. Also die Überlegung, und da mangelt es X ja ganz, ganz, ganz stark in letzter Zeit, die Frage nicht, welche Funktion, wie sieht unsere Roadmap aus, welche Funktionen veröffentlichen wir zu welchem Zeitpunkt, um welche Art der auch Veröffentlichungskampagnen zu fahren und zu sagen, jetzt machen wir, wir stellen uns jetzt ein Dreivierteljahr lang komplett in den Fokus von Videos, bis das Ding fährt und können uns dann zum Beispiel über Business-to-Business-Gedanken machen und über Stellausschreibung. Diese strategischen Überlegungen gibt es im Hause Ex gar nicht. Und das Interessante ist, dass ich das aus meiner Arbeit und du mit Sicherheit auch aus der Beratung durchaus auch schon öfter beobachtet habe, dass wenn es diese strategischen Vorüberlegungen, wenn es an denen mangelt, dann wirst du zwangsläufig in der Entwicklung an einen Punkt kommen, wo du Fragen hast, die du nicht beantworten kannst, weil es keine Linie dahinter gibt. Das heißt, du musst dann anfangen, entweder Mutmaßungen anzustellen oder mehrere Routen anzubieten oder am Ende auch Dinge auszuprobieren, die du dann vielleicht wieder komplett zurückfahren musst, um dann nochmal weiterzugehen. Alles Dinge und Prozesse, die man sich komplett sparen kann, wenn man sich einmal von vornherein klar überlegt hat, was wollen wir eigentlich und wer hat da am Ende auch den Hut auf und entscheidet das. Also ich finde, genau das, was wir so in unserem regelmäßigen Arbeiten auch beobachten, macht Elon Musk hier vor unser aller Augen komplett falsch. Und das ist doch echt krass.
26:31 Gavin Karlmeier
Der schreibt jetzt noch dazu, dass eben sehr gut dazu passt, dass X sich halt nicht traut, den Code zu veröffentlichen. Also da kann man sowas eben ablesen. Dass das Spaghetti-Coding ist, sagt er. Also man muss nicht schmecken, muss wirken. So und ähm, was hat er denn gegen Spaghetti? Das fand ich nochmal Nur gegen Spaghetti Coding. Und das fand ich nochmal ganz interessant. Ja, total. Also auch schön beobachtet auf jeden Fall. Dann gucken wir nochmal auf den aktuellen Stand dieser Entwicklung. Funktionen und Emotionen. Auch nicht so viel heute, aber die ID-Verifikation ist jetzt am Start im Netz. Was bringt sie? Einmal ein Ja, eine Art Verifizierung im Profil. Dann sagt X: vorrangige Unterstützung gegen Identitätsdiebstahl, wie auch immer die aussehen mag. Das weiß ich ja nicht, ob das ein leeres Versprechen ist. Es ist mir zu wenig Transparenz. Und was soll demnächst noch kommen? Ein schnellerer Genehmigungsprozess für das Verifikationshäkchen. Und eine Möglichkeit, den Benutzernamen zum Beispiel zu ändern, ohne das Häkchen zu verlieren. Das war bisher übrigens immer der Fall. Wenn man das Handle. geändert hat, war auch das Häkchen weg. Das ist doch noch nie möglich. Spannend. Das soll sich damit ändern.
28:05 Dennis Horn
Aber hä, das ergibt doch gar keinen Sinn. Wenn mein Name da schon hinterlegt ist als Passwort, dann ist doch klar, wie man handelt sein muss. Also ich kann mich dann ja nicht plötzlich Spiegel Online 2 nennen. weil mein Personalausfest dann liegt, oder? Ja, jetzt offenbar ja. Okay, dann nenne ich mich auf jetzt Spiegel Online Dislei.
28:22 Gavin Karlmeier
So, und dann haben wir.
28:24 Dennis Horn
Mir ist aber auch egal, mir ist auch egal, was die Verifikation bringt. Ich möchte eigentlich nur, dass Ex und Elon Musk einen direkten Zugriff auf meinen Personalausweis hat. Alles andere ist mir egal. So, nämlich.
28:35 Gavin Karlmeier
Und dann haben wir noch letzte Woche darüber gesprochen, dass diese Möglichkeit, sich zitierte Postings anzugucken, so ein bisschen irgendwo weit hinten verschwunden ist. Da gibt das wird jetzt wieder ein bisschen nach vorne gezogen in das Repost-Menü. Based on Feedback Sagt der X. Habe ich auch sehr gelacht.
28:57 Dennis Horn
Ich sag mal so, das ist ein weiterer Beweis. Elon ist Haki.
29:01 Gavin Karlmeier
So nämlich.
29:03 Dennis Horn
Das war es auch schon für heute.
29:04 Gavin Karlmeier
Und zum Start in diese neue Woche.
29:07 Dennis Horn
Oh, und in unsere gemeinsame vorletzte Woche, richtig? Aber da habe ich mich verrechnet. Haben wir noch drei?
29:12 Gavin Karlmeier
Nee, nee, es stimmt so. Diese und nächste Woche noch. Aber ich lasse Wehmut erst nächste Woche aufkommen. Das ist mir sonst zu früh jetzt.
29:19 Dennis Horn
Erst WWW nächste Woche Wehmut. Dann sage ich bis gleich. Bis morgen.