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Folge 211 · 20. September 2023 · 29 Min.

The Wolf of Paywall Street

mit Dennis Horn

Elon Musk spricht von Methoden, das „Botproblem“ in den Griff zu kriegen – und Medien sprechen davon, Twitter, also X, solle hinter eine Paywall wandern. Wir haben Zweifel. Hört ihr aber auch, wenn ihr hört.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Mittwoch, 20. September 2023. Wir zählen ja hier schon den Countdown runter. Oder also ich. Du.

00:17 Dennis Horn

Man kann ja vielleicht mal ganz kurz, weil die Leute sich ja auch vielleicht fragen, ob es und wie es dann weitergeht. Also es gibt erstmal eine Pause, so viel kann ich schon mal ankündigen. Also nach nächster Woche ist erstmal ein bisschen, weil, also manche Menschen machen dann ja nochmal so eine Art Urlaub und so. Also es gibt erstmal eine mittellange Pause und es wird aber weitergehen. So nämlich.

00:37 Gavin Karlmeier

So und die M. Wir beide haben noch 8 gemeinsame Ausgaben haken dran. Plus Vielleicht mal so ein, ich sage auch gern nochmal Hallo.

00:48 Dennis Horn

Ja, das auf jeden Fall.

00:49 Gavin Karlmeier

Na klar. Und nächste Woche Freitag.

00:53 Dennis Horn

Live aus New York City dann.

00:56 Gavin Karlmeier

Genau. Und nächste Woche Freitag, wenn es mit uns beiden hier vorbeigeht, möchten wir euch nochmal gemeinsam einladen zu Instagram. Wir haben gedacht, wir machen es nicht auf X. Ein gemeinsames QA. Nächste Woche Freitag, 29. September, 19 Uhr. Ja, dann sieht man endlich mal die Autos, aus denen wir immer diese Folgen hier aufnehmen. Nee, da setze ich mich irgendwo ordentlich hin. Das machen wir feierlich. Ich hätte im Auto sitzen müssen. Ehrlich? Ja, ich fürchte ja. Na gut, dann setze ich mich auch ins Auto. Vielleicht inselbe.

01:31 Dennis Horn

Ja, gucken wir mal. Oh, aber nee, das geht ja auch nicht. Naja. Naja, wir gucken mal. Gute.

01:37 Gavin Karlmeier

So, geogessing-mäßig habe ich heute nichts gehört. Oh, ich auch nicht, tatsächlich.

01:42 Dennis Horn

Aber ich habe auch, da haben wir Tipps gegeben. Ja, du hattest, du hattest gesagt, du guckst auf Löwen.

01:47 Gavin Karlmeier

Ja, das waren die Löwen, die von Obelisken durchstochenen Löwen oben auf dem Theater des Westens. In Berlin.

01:54 Dennis Horn

Ah, toll. Ich dachte ja, du wärst in Berlin gewesen, um am Brandenburger Tor so ein bisschen Farbe zu hinterlassen.

02:01 Gavin Karlmeier

Ja, aber die haben die Leute schon wieder abgemacht. Schade. Ach, schade. Naja. Gut, wir gehen in die Dinge. Es ist heute so eine, also heute ist Mittwoch, aber es ist eine Dienstagsausgabe.

02:13 Dennis Horn

Aber wir gehen in die Dinge, ist ja wirklich eine tolle Formulierung. Wieso ist uns das erst bei Folge 211 eingefallen? Komisch, oder?

02:21 Gavin Karlmeier

Elon Musk, gestern haben wir noch über das Treffen mit Repchep Tahib Erdogan gesprochen. Jetzt hat er über künstliche Intelligenz diskutiert. Mit Israels Premier Benjamin Netanyahu. Und bei diesem Gespräch hat er auch ein paar Dinge zu X gesagt. Zum Beispiel, dass die Plattform jetzt rund 550 Millionen monatliche NutzerInnen habe. Die jeden Tag 100 bis 200 Millionen Postings veröffentlichen würden.

02:47 Dennis Horn

Jeden Tag 100 Millionen Postings.

02:50 Gavin Karlmeier

100 bis 200, ja. Das bedeutet. NutzerInnen zwei bis drei. Ja, ne? Okay, das ist schon viel. Also mich irritiert eher dieses monatliche NutzerInnen und ich dachte, jetzt sei auch Gerätesekunden, aber naja. Die Metrik, egal. Es wird ja immer nur die Metrik gerade zur Hilfe genommen, die man gerade gebrauchen kann. Ja, die man gebrauchen kann und wenn die Zahl überhaupt stimmt. Also das ist doch auch komisch. Naja. Auch Ex Premium war Thema und das war eine interessante Aussage hier, die Elon Musk dazu getroffen hat, die Im Nachhinein interpretiert wurde, als oh, geht X etwa komplett hinter die Paywall. Wir hören da mal kurz rein, was er gesagt hat.

03:42 Speaker 4

uh for uh use of the X system is uh it's it's it's the only way I can think of to combat uh vast armies of bots. Uh because uh a bot costs a fraction of a penny, call it a tenth of a penny. But if if uh if somebody even has to pay, you know, s a few dollars or something, some some minor amount the the the effective cost of of bots is very high and then you also have to uh get a new payment uh uh m method every time you have a new bot. So th that that actually the constraint of how many different you know credit cards you can find even on the dark web or whatever. Um the this uh and and and then so prioritizing uh posts that are written by uh basically ex premium subscribers. Um and we're we we're actually gonna come out with a lower tier pricing for so it's uh you know just we just want it we don't want it to be just a small amount of money. The this is the Uh uh and it's longer discussion, but in my view this is actually the only defense against vast armies of bots. Because as the AI gets very uh very good, it it's actually able to pass uh these sort of capture tests better than humans. In fact one of the ways you might say like wait a second, this passing the test too fast.

04:58 Gavin Karlmeier

Viele haben diese Aussage verstanden, als X geht komplett hinter die Paywall. Du kannst die Plattform also nur noch nutzen, wenn du einen Bezahlzugang Dafür hast. Das kann ich da nicht raushören. Geht dir das ähnlich?

05:13 Dennis Horn

Ich bin mir nicht sicher, denn er spricht von einer kleinen Gebühr zur Nutzung der Ex-Systeme. Und ich also ich also man kann natürlich total viel Fantasie bei diesen Sätzen anwenden. Weil ich da so ein, also wir haben lustigerweise, wir haben ja diesen obskuren iMessage-Chat, über den wir hier immer wieder schon gesprochen haben. Ja. Ähm und auch da ging gestern schon hier die Meldung bei uns rum, dass Ex der, ich kann den Leiden nicht sehen, weil ich bin blockiert von dem Account, Ex Daily News Aber da wurde gestern schon diskutiert über dieses Lower Tier Pricing Model, das da kommen soll. Und die Frage ist, welche Funktionen bietet diese günstigere Variante an, wenn es denn nicht ein komplett Schieben hinter die Paywall ist, wie gerade sich alle Medien ja auch so ein bisschen gerade drauf stürzen, ehrlicherweise, ne?

06:04 Gavin Karlmeier

Genau, aber ich kann das nicht direkt aus dieser Aussage hören.

06:07 Dennis Horn

Ja, ich teile, dass man da auch eine andere Lesart anwenden kannst.

06:11 Gavin Karlmeier

Genau, also erstmal wäre die Lesart für mich. Er argumentiert noch einmal, warum die Dinge so sind, wie sie sind, nämlich dass es Ex Premium gibt, ja, dass du dafür bezahlen musst. Und auch da war ja bisher schon diese: damit verteidigen wir die Plattform gegen die Botarmeen Nummer. Die Argumentationslinie. Und es ist ja so, dass alle, die nicht für Ex Premium zahlen, in ihrer Reichbarkeit gesenkt werden und keine Einfluss haben, Features, Verdienstmöglichkeiten. Also X Daily schreibt das auch, was du gerade zitiert hast. Da wäre er missverstanden worden, es bleibe kostenlos, aber für eine ordentliche Reichweite, eben für Einfluss, Features, Verdienstmöglichkeiten, muss man sich eben gegen Geld blau behaken lassen. Und offen gestanden, das wäre auch meine Lesart, weil wenn du das, was er gerade erklärt hat, verbindest mit und alle, die es nicht tun, können diese Plattformen aber nicht so richtig nutzen, aber sie haben Zugang zumindest. Und Bots können posten, aber sie erhalten keinen Push in ihrer Reichweite, dann funktioniert es eben auch ohne X komplett hinter die Paywall zu setzen. Auf der anderen Seite wären so Paywall-Gedanken nicht neu. Also der Plattformer Newsletter hat auch schon mal geschrieben, dass das intern wohl schon mal diskutiert worden sei. Aber diese These, er schiebt das komplett hinter die Paywall, wo habe ich das überall gelesen? Bei der BBC, auch in deutschsprachigen Medien und so weiter. Das finde ich wirklich aus den Aussagen heraus nicht belegbar. Eine steile These.

07:50 Dennis Horn

Und also für mich ist bleibt aber am Ende, für mich bleibt aber unklar. was das günstigere Bezahlmodell für Features mit sich bringt. Also denn wenn das einzige Argument ist, wir lassen Leute bezahlen, also wenn wir mal in diesem Logik bleiben, wir lassen die Leute dafür bezahlen, Damit wir dem Bot-Problem Herr werden, ein Problem, das niemand, glaube ich, so als so schwerwiegend erachtet wie Elon Musk habe ich das Gefühl. Aber also ich zahle ja nicht dafür, damit ich einen Status habe, den andere nicht haben, der mir keinerlei Vorteile bringt, oder?

08:25 Gavin Karlmeier

Yeah, that's halt out, a few dollars or something Lower price tier und dass das nötig sei, aber er sagt nichts über den Timing, hat nicht gesagt, wie viel Gebühr. Es lässt sich auch interpretieren, dass er damit meint, dass die bisherige Premium-Gebühr sinken soll. Kann auch sein. Also auch wahr. Ich meine, was man halt sagen kann, ist, er kommuniziert schlecht und das Unternehmen kommuniziert schlecht. Weil wir jetzt hier so rätseln müssen und so. Aber das ist kein neues Problem auch. Ja, genau, aber wenn ich journalistisch aus diesen Aussagen die Schlagzeile machen, ex wandert hinter einer Paywall. Dann habe ich aber einen schlechten Job gemacht, muss ich auch sagen.

09:09 Dennis Horn

Ja, das ist unsauber. Das ist ja. Ich würde das aber trotzdem gerne mal ein bisschen durchspinnen, weil diese Lesart kann man da ja offenbar auch reinlesen, so wie viele es getan haben. Dementsprechend ist das nicht zwangsläufig vom Tisch, nur weil X Daly jetzt sagt, naja, so will er aber nicht verstanden werden. Also, wir haben lustigerweise diese Frage im Laufe dieses Podcasts. Immer mal wieder auf dem Tisch gehabt. Die Überlegung, was wäre, wenn entweder das Lesen bei Ex oder das Schreiben bei Ex. kostenpflichtig wäre. Und das, also das war nie völlig undenkbar, dass es solche Optionen auch gibt. Zuletzt erinnere ich mich sehr konkret dran im Rahmen der Rate Limits, die so scharf eingestellt wurden, dass wenn du nicht einmal Twitter Blue, wollte ich gerade sagen. Ex Premium Abonnent bist oder Abonnentin, dass du de facto gar keine Posts mehr lesen konntest. Also es gab Ja, so kleine Anzeichen dafür, dass solche Modelle gar nicht so undenkbar sind, wie man manchmal denken könnte. Moment.

10:12 Gavin Karlmeier

Aber ich bin dir hinterhergekommen, deswegen möchte ich mich nicht beschweren.

10:18 Dennis Horn

Gut. Und die spannende Frage ist ja aber eigentlich, also Ist das denkbar oder nicht denkbar, selbst wenn er das damit jetzt gerade nicht meint, weil die Argumentation, die da drinnen liegt, die legt ja den Schluss nahe, dass es für ihn auch nicht undenkbar ist. Wenn er sagt, also wenn wir dem Botproblem Her werden wollen, ein Problem, das er von vornherein so als so problematisch, als so schwierig erachtet hat dass das eigentlich auch den Twitter-Kauf damals verhindert hätten, also hätte sollen, wenn es nach ihm gegangen wäre. Wenn er das für so schwerwiegend hält, dass das die Plattformnutzung so stark einschränkt dann kann man trotzdem zu diesem Schluss kommen, dass diese Paywall kommt.

10:56 Gavin Karlmeier

Ja, da würde ich dir nicht widersprechen, zumal, wie lange ist es jetzt her? Über 24 Stunden und wenn ihr diesen Podcast hier diese Ausgabe hört, wahrscheinlich über 36 Stunden, dass ähm ähm diese Schlagzeilen Sich dann verteilt haben. Und so häufig wie Elon Musk twittert, könnte er das ja auch unterbinden und könnte einen seiner This is utterly false Tweets raushauen, Postings.

11:22 Dennis Horn

Er wartet wahrscheinlich, bis die New York Times darüber schreibt.

11:24 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und dem irgendwie widersprechen können. Und so kann man es jetzt auch interpretieren, als er wirft das mal so als Stein ins Wasser und guckt, was passiert. Die Trump-Strategie. Zumal das ja eben intern einfach auch schon mal Thema war. Und dann fällt es wieder für mich in diese Kategorie Dieses Unternehmen weiß strategisch einfach nicht, wo es hin soll. Dann probiert man mal das aus und mal das aus, um dann vielleicht am Ende wieder festzustellen, hinter der Paywall ist vielleicht auch nicht so gut.

11:55 Dennis Horn

Ja, und wenn man dann mal so durchspinnt, was würde das denn bedeuten? Also so rein strategisch gesehen ist es natürlich gar nicht gar nicht von der Hand zu weisen, dass. . das für alle Probleme hier lösen würde, also vor allem für die Unternehmen, nicht für die sozialen Netzwerke. Denn du hättest eine definitive Verifizierung. Wenn jede Person irgendwie bezahlen muss, muss sie auch irgendwie einen Weg haben, dieses Geld dahin zu bringen. Also es sei denn, man nimmt Bitcoins an, aber da hat Elon Musk in der Vergangenheit offenbar auch sehr gemischte Erfahrungen mitgemacht. Dann hast du das Problem aus der Welt geschafft, dass niemand mehr bei dir werben möchte. Dann hättest du das Problem aus der Welt geschafft, dass du eigentlich darauf angewiesen bist. Die Nutzungsdaten der Leute auf irgendeine Art und Weise zu Geld zu machen. Also im Fall Elon Musk geht es darum, dass er ja jetzt nicht Kundendaten verkaufen möchte, aber ja, offenbar zahlen dann oder diese diese Superfollows damit verbinden möchte, dass man E-Mail-Adressen bekommt und so. Das geht schon so ein bisschen in so eine Richtung. Also, ich habe das Gefühl, das würde eigentlich für die Netzwerke viele Probleme lösen, so ein tatsächliches Bezahlmodell einzuführen. Und ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass sowohl Ex Premium als auch Meta Verified.

13:09 Gavin Karlmeier

eine Art kleines C ins Wasser halten für solche Modelle ist. Ja. Ja, das stimme ich dir zu. Auf jeden Fall bleibt das eine interessante Entwicklung. Und auch da werden wir einen Blick drauf haben.

13:25 Dennis Horn

Ich will noch einen kleinen Gedankensprung reinwerfen, weil wir eben auch schon mal darüber gesprochen haben. Was ist, wenn nicht das Lesen kostenpflichtig wird, sondern nur das Schreiben? Auch das würde ich gar nicht für ausgeschlossen halten, weil wir öfter mal schon Screenshots und Leaks gesehen haben, in denen stand, du kannst. . nur noch eine begrenzte Anzahl an Posts oder DMs schreiben. Die waren dann zwar immer irgendwie als falsch abgetan, aber wir wissen ja auch, wie es läuft, wenn man manchmal zu so Leak-Accounts Dinge durchsticht, um mal zu gucken, wie so die Reaktionen am Ende aussehen. Dementsprechend, auch das würde ich gar nicht unbedingt ausschließen, dass es vielleicht irgendwann so ein Modell gibt, hey, du kannst fünf Tweets in der Woche schreiben, wenn du mehr willst, musst du einen Dollar dafür im Monat zahlen. Um damit diesem, also, also ich bleibe nur in Musks Narrativ, ne? Ich halte das für kein wirkliches Problem mit den Bots, zumindest nicht so in dem Ausmaß, wie er das dramatisiert. Aber damit würdest du diesem Bot-Problem ja auch auf eine Art her werden, wenn die einfach nicht mehr so viel schreiben können.

14:23 Gavin Karlmeier

Und schon wären wir wieder in einer Medienwelt, in der es ein Privileg wäre, Medien befüllen zu können. von der Graswurzel, wenn so etwas geht.

14:31 Dennis Horn

Ja, das wäre auf vielen Ebenen fürchterlich, auch weil du rein von der Logik her, wenn du in Plattformlogik bleibst. dann die bestraft, die Anreize liefern, sich anzumelden. Also das würde auch nicht funktionieren von der Strategie her. Und natürlich, wie du sagst, das verhindert Demokratisierungsbewegungen überall auf der Welt. Also das wäre katastrophal.

14:52 Gavin Karlmeier

Zu Meta Verified übrigens und wie gut das funktioniert, kommen wir am Ende noch. Aber jetzt erstmal die Kategorie, in die wir die Paywall noch nicht finden. Packen konnten. Funktionen und Emotionen. Wir beginnen mit X. Premium-NutzerInnen können jetzt die Community-Notes in die Iconleiste unten legen. Dann gehen wir über zu.

15:23 Dennis Horn

Doch, ich habe eine Emotion. Ich finde es auch auf eine Art dumm. Also von ex aus, weil diese über diese Überanpassbarkeit am Ende dazu führt, dass du nicht mehr die Steuerungsinstrumente hast als Netzwerk. die du brauchst, um diverse Funktionen zu belohnen oder ähm so ein bisschen runterkochen zu lassen. Und wenn alles individualisierbar ist, dann führt das dazu, dass du eigentlich gar nicht mehr, gar nicht, also dass alles nur noch Chaos ist. Also ich glaube, und das vor allem bei den PowernutzerInnen, die dafür auch noch bereit sind, Geld zu bezahlen. Also finde ich gar nicht, also in der Logik müsste man übrigens, wenn man meinen Gedanken jetzt zu Ende bringt, müsste man sagen, alle können ihre Toolbar navigationsbar individualisieren. Außer die sie bezahlen. Wäre auch schön.

16:14 Gavin Karlmeier

So dann rüber zu Blue Sky, wo gerade hart gearbeitet wird am Hochskalieren der Plattformen. Aber Jake Gold von Blue Sky schreibt, es wird auch eine Reihe neuer Funktionen geben, zum Beispiel Listen.

16:31 Dennis Horn

Ich bin total irritiert, dass das so lange dauert, dass du zuerst individuelle Algorithmen oder Newsfeeds, wie sie hier heißt installieren kannst und jeder eigene da reinballern kann und sagen kann, hey, hier ist unser Haki-Timeline, aber Listen halt noch nicht gingen, weil Listen halt so viel einfacher ist. Also vielleicht ist das jetzt wieder so etwas, wo ich morgen den halben Tag dann mit Leuten, äh, mich von Leuten belehren lasse, dass es nicht so ist. Aber nach meinem Ermessen, das wollte ich jetzt nicht sagen, aber Also nach meinem Ermessen müsste es doch deutlich einfacher sein, eine einfache Listenfunktion einzubauen, als eine, hier sind eigene Timelines.

17:08 Gavin Karlmeier

Ja, aber diese Algorithmennummer, die war shiny und neu und vielleicht für die Wahrnehmung eine. I see. Ja, das ist wahr. ICQ. So, dann rüber zu TikTok. Radu Oncescu schreibt, dass TikTok in seiner Suche Und man sagt ja, TikTok ist die Suchmaschine der Gen Z, einen externen Link zur Google-Suche jetzt anzeigt.

17:36 Dennis Horn

Hä? Auch das ist eine Emotion, meine Damen und Herren. Ich weiß nicht. Also. weiß ich nicht. Ich find's nicht schlecht. Why not? Ich find's schlau, aber du, du, du, also, ich muss mich kurz, du merkst, du findest mich unsortiert vor. Lass mich mal kurz, also Mach mal, ich lehne mich zurück in der Zeit. Also, junge Leute, wie du schon sagst, diese jungen Leute, geben halt alle, wenn sie eine Lampe in ihrer Wohnung aufhängen, geben sie Lampe aufhängen in die TikTok. Und das ist eine Beobachtung, die, wie du gerade auch schon gesagt hast, die ist nicht neu, die ist aber spannend. Jetzt da eine Google-Suche reinzupacken, ist eine super clevere Idee. weil es zum einen verhindert, dass du irgendwelche Leute hast, die Quatsch da reinschreiben und Desinformation, gefährliche Desinformation verbreiten und damit die Plattform überfluten. glaube ich, auch schon so passiert ist. Auf der anderen Seite führt es dazu, dass du tatsächlich auch den Journalismus stärkst, weil du echte Inhalte bekommst. Was mich am meisten aber daran wirklich als erster Gedanke beschäftigt ist, Wer bezahlt wen dafür? Also ist das so ein Gratis-Deal oder ist das so, dass Google, TikTok sagt, hey, hier habt ihr, wie man das ja auch kennt, mit der Standard-Suchmaschine? Beim iPhone, die ja Google ist, und es gibt auch diese eine Milliarde Dollar im Jahr, die Google an Apple dafür zahlen soll, dass die Standardsuchmaschine Google ist.

19:08 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde sagen, so rumläuft die Bezahlung. Definitiv. Ja, ja, ja, ja. Um der Gen Z klarzumachen, hier gibt es die besseren Ergebnisse. Und für TikTok ist es ein super Bindungsinstrument, um in der App zu bleiben, in der Umgebung der App.

19:23 Dennis Horn

Ich finde es auch schlau.

19:24 Gavin Karlmeier

Ja, voll, aber total spannend. Dann oh, rüber ins Fediverse. Das ActivityPub-Plugin für WordPress hat die Version 1. 0. 0 erreicht. Automatic, das ist die Firma hinter WordPress, promotet es jetzt stark, das heißt 43% aller Websites weltweit Die nämlich mit WordPress betrieben werden, haben damit einen möglicherweise Anschluss ans Fediverse, also einen potenziellen Anschluss ans Fediverse. Wir haben über die Entwicklung dieses Plugins vor einer ganzen Weile schon mal gesprochen. Und das ist etwas, was wir Mit Spannung beobachten. Ich glaube, das wird kein Bang sein, den so etwas verursacht, aber kann zu einer langfristigen, stabilen Entwicklung des FaiDiverse beitragen. So sage ich es mal.

20:14 Dennis Horn

Ja, ich finde das spannend. Also erstmal weil das im Grunde erstmal ein Ein Weg zur dezentralität. Mein Gott, ein langer Tag gewesen.

20:27 Gavin Karlmeier

Authentizität wichtig, auch im Sprechen. Authentizität mein.

20:32 Dennis Horn

Authentizät. Authentizät. Weil das ein Schritt dazu ist, dass Dezentralisierung Ich wollte sagen, erschwinglicher wird, ich meine aber einfacher wird. Also dass das Schwellen abbaut dazu, sich einfach darauf einzulassen, dass nicht alles über die gleichen Server laufen muss. ist erstmal eine total willkommene absolut willkommene Entwicklung. Die ich ja auf, also wir, wir sind ja hier, wir sind Fetted Ultras beispielsweise, auch wegen der Demut, dass Leute das tun, aber auch weil wir diese Entwicklung in diese Richtung eigentlich stark befürworten und das eine sehr gute, spannende Entwicklung finden. Wir sind die wohlgesonnenen Kritiker. Man muss doch auch, also das, was man liebt, das möchte man doch am ehesten verbessern. So. Ja.

21:20 Gavin Karlmeier

Zum Beispiel die eigenen Partnerinnen und Partner. Die möchte ich unbedingt verbessern immer. Weil Liebe ist.

21:27 Dennis Horn

Verbessern.

21:29 Gavin Karlmeier

Guten Morgen, Schatz. Ich habe dir heute Nacht schon mal eine neue Frisur geschnitten. Wie gefällt sie dir? Kannst du posten im Fediverse Pendant von Instagram, dann sieht es keiner. Besser. Verzeihung. So. Also rüber zu Instagram. Alessandro Paluzini. Pixelfett übrigens. Pixelfett. Pixelfett, Dankeschön. Pixelfett. Pixelfett. Alessandro Paluzzi, einer unserer Lieblings-Reversal-Engineers, schreibt, Instagram arbeitet an Freundeslisten für Storys. Also erstmal davor der Schritt Freundeslisten zu erst. Ein bisschen modularer, granularer, wie wir Gärtner sagen, als bisher, um zu checken, wer kann deine Story sehen.

22:09 Dennis Horn

Ich habe viele Emotionen. Ich finde das fantastisch. Weil du nicht? Doch, also es ist natürlich wieder einmal ein Schritt zu zur Überfunktionalisierung, aber das ist eine total sinnvolle Funktion, weil diese einzige Einteilung in alle sehen das oder enge Freundinnen und Freunde sehen das. Führt natürlich dazu, dass du dich öfter dazu entscheidest, Dinge nicht zu veröffentlichen. Mal angenommen, du machst eine öffentliche Party Ein völlig fiktives Beispiel. Und weißt du aber genau, von den Leuten, die ich jetzt hier erreiche, da wohnen nur 10, 15 Prozent in Köln. Dann poste ich das ja eher für enge Freunde und dann sehen das halt 30 Leute insgesamt oder 50. Anstatt aber vielleicht eine mögliche Zielgruppe von tausend und das ist eine super clevere Entwicklung. Also gefällt mir sehr gut Ich übersehe bestimmt irgendwas. Wenn ja, bitte schreibt es uns als Spotify-Kommentar oder im Fiddiverse oder als Nachricht bei Instagram oder E-Mail oder was auch immer. Ich übersehe bestimmt irgendetwas, was an dieser Idee nicht so gut ist, wie ich gerade zunächst glaube.

23:09 Gavin Karlmeier

Ich finde es, ich bin bei dir. Ich argumentiere genauso, ist eine super Sache. Abseits der, diese App wird immer komplexer, Geschichte, die ich schon öfter angesprochen habe. Naja, dann, Instagram arbeitet noch an einer Funktion, die nennt sich Story Drops. Und das ist eine Möglichkeit, in der du eine Story postest für einen Freund. Und der kann dann entscheiden, ja, alles klar, nimm mich an. Und dann erscheint es indessen Story.

23:33 Dennis Horn

Hä? Das ist hundertprozentig, ich weiß es nicht, aber das ist hundertprozentig so ein Social Media, äh, also eine Social Media App gewesen, die sich nicht durchgesetzt hat. die man jetzt hier einfach nur adaptiert. Weil das ist doch. Also ich glaube, ich erinnere mich sogar, dass es so eine Foto-App gab, wo andere Leute dicht abbilden können. Oh, wie hieß das denn nochmal? Ich erinnere mich. Ah, ne, ich komme nicht drauf. Es gab mal eine App. Vielleicht weiß es jemand. Wenn wir befreundet gewesen wären, du hast ein Feed und alle Leute, die dir folgen, können dir quasi Bilder in diesen Feed legen. Die musstest du akzeptieren und dann konnte man die sehen.

24:10 Gavin Karlmeier

Ach krasse, kann ich mich nicht dran erinnern. Okay. Das ist nicht so lange her. Maximal zwei Jahre. Gucken. Moment, ich muss kurz meinen Snickers aufessen.

24:28 Dennis Horn

Jetzt auf den letzten Meter, jetzt werden wir fahrig.

24:31 Gavin Karlmeier

Ich hab, ja, ich hab, ähm Snickers geschenkt bekommen. Spock auf Snickers. Eins mit Maracuja-Geschmack und eins mit Limettengeschmack. Und ich meine auch die Person, die sie mir geschenkt hat. Die Person, die sie mir geschenkt hat, hört diesen Podcast. Ich möchte kurz sagen, es ist ja, liebe Grüße, es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Also die Maracoja-Nummer. Der Geschmack tritt so zurück. Das ist so ganz leise.

25:01 Dennis Horn

Ja, aber in den Magen direkt.

25:03 Gavin Karlmeier

Tritt in den Magen zurück. Und es wiegt genau 42 Gramm. Naja. Gut, so.

25:10 Dennis Horn

Wo bist du wieder hingekommen?

25:12 Gavin Karlmeier

Ich möchte dir eigentlich gar nicht, weil ich einfach. Kurz, ich hatte so ein ganz schnelles Hungergefühl, das direkt gestillt werden musste, während du sprachst gerade.

25:21 Dennis Horn

Wenn man das googelt, findet man übrigens also Snickers Mousse Maracuja, Snickers, Kokos und Snickers, Karamell und Bacon.

25:26 Gavin Karlmeier

Ja. Karamell und Bacon, wow. Ich habe hier noch Snickers Limette, aber da erzähle ich dir vielleicht morgen von. Ich möchte über eine Geschichte noch sprechen mit dir, nämlich das Versprechen von Meta Verified, eben angekündigt. Dass es auch menschlichen Support gibt. Kannst du dich an dieses Versprechen erinnern? The Information berichtet jetzt darüber. Das klappt wohl nicht so gut. Die haben eine Nutzerin aufgetrieben, Jenny French, deren Instagram-Account deaktiviert wurde. Von Instagram. Passiert ja mal durchaus, ne? Und es ist dann immer der Moment, wo du dich durch irgendwelche Hilfemenüs. bewegen musst, um da voranzukommen und irgendwie Einspruch einzulegen oder so. Und sie ging davon aus, okay, das ist ja jetzt die Situation, da hilft der menschliche Support auch tatsächlich. Da kann ich jetzt jemanden anrufen oder zumindest direkt eine E-Mail schreiben oder irgendwas. hat dann über ihren Account, also über das, was worauf sie da noch zugreifen konnte, aber keinen Kontakt zu irgendeiner Form von Support gefunden. Also es war einfach alles wie immer. hat sich versucht, durch die Hilfeseiten zu kämpfen, nichts. Und das finde ich ja ein Ding, weil das war ja so ein wirklich zentrales Versprechen. Auch dass das Meta übrigens abgehoben hat von von Instagram und dessen Premium-Service irgendwie, wo wir ja noch gesagt haben: also wenn das funktioniert, das ist ja auch tatsächlich ein Wert, der dahinter steckt, für den ich bezahle.

26:58 Dennis Horn

Oh yeah. Das ist echt ärgerlich. Also vor allem, weil das ja wahrscheinlich eine der Leistungen ist, wegen derer man sich ja dafür entscheidet, diesen Deal einzugehen. Weil du ja nicht, also klar, primär zahlst du für den Haken, aber ja auch dafür, dass du weißt, also wenn was schief geht, ist jemand da. Also das ist zum Beispiel der Grund, warum viele Leute, glaube ich, Apple-Geräte kaufen, weil sie wissen, ich habe hier so einen Laden, da bringe ich meinen Rechner hin und nach zwei Tagen ist der wieder in Ordnung. Was auch bei vielen anderen Herstellern ja gar nicht so easy möglich ist.

27:33 Gavin Karlmeier

Und wenn du ein Business hast auf Instagram, dann kommt das ja nochmal obendrauf, dann wäre das ja wirklich einfach wertvoll für dich, wenn du das da ernsthaft betreibst, dann noch jemandem irgendwie einen Support zu haben. Ich finde, in dieses Setting würde so ein menschlicher Support auch einfach super passen. wenn das Unternehmen Meta anerkennt, wofür Menschen Instagram tatsächlich nutzen. Und das, ja, eher eine schlechte Nachricht.

27:57 Dennis Horn

Hm. Ja, ich stimme zu. Schade irgendwie. Aber was mich mal interessieren würde, da haben wir leider bisher, glaube ich, keine Insigszahlen. Da frage ich dich jetzt einfach mal so als Bauchstudie. Man kann es ja auch nicht sehen, wer Verified zahlt und wer Legacy-Verified ist bei Instagram. Von den Leuten, denen du so bei Instagram folgst, was würdest du so vom Bauch her einschätzen, wie viele Leute zahlen für den blauen Haken?

28:23 Gavin Karlmeier

Also mehr als bei mehr als bei X. Und ich will, also eine niedrige einstellige Prozentzahl. Aber ich sage immerhin Von denen, denen du folgst? Ja.

28:36 Dennis Horn

Okay, weil ich würde, also ich habe das Gefühl, ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es ein bisschen wenig unterbeworben ist oder so. Aber ich habe so das Gefühl, dass die, die so, bei denen ich so festgestellt habe, oh, der ist ja plötzlich, oder die ist ja plötzlich verifiziert, würde ich so sagen, maximal drei, vier Leute von den Leuten, denen ich folge. Ja, das ist ja, wenn du folgen. Über 2000 Leuten.

28:58 Gavin Karlmeier

Achso, nee, ich folge so, wie viel sind denn das? 700 oder so? Und dann so 300, dann kommt das hin.

29:07 Dennis Horn

Ja, da kämen wir das hin.

29:08 Gavin Karlmeier

Ja.

29:10 Dennis Horn

Spannend. Ja, bin ich mal gespannt, wie so eure Einschätzung ist. Lieber Hakis, meldet euch. So. Und wir melden uns auch, aber morgen erst wieder. Ja, morgen wieder, dann mit Snickers Limette. Bis morgen. Hoffentlich. Fred ist er bis dahin schon weg. Bis morgen