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Folge 215 · 26. September 2023 · 38 Min.

Der Weihnachtsmann im Einkaufszentrum

mit Dennis Horn

Die Tage werden kürzer, die Nachmittage dunkler und die üblicherweise kostenlosen Funktionen teurer: X schiebt die Anrufe hinter die Paywall und wir zucken mit den Schultern.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

So grüße er Ihnen, Gavinor von Kalmeiro.

00:10 Gavin Karlmeier

Äh, hallo Dennis. Hast du Terry Pratchett gelesen oder was passiert hier?

00:17 Dennis Horn

Da habe ich mir als KI-Bot reingezimmert. In meinem Kopf, jetzt kann ich nur noch so sprechen. Willkommen in der Dienstagsausgabe.

00:28 Gavin Karlmeier

Wo du das gerade so, wo du meinen Nachnamen da gesagt hast. Mir ist aufgefallen, dass in der Stadt, in der ich wohne, Essen Ich weiß nicht, ob ich das je verraten habe, dass ich in Essen wohne, ist aber auch kein Geheimnis. Da befindet sich ein Karl-Meyer-Platz.

00:43 Dennis Horn

Warum gibt es das Selfie noch nicht?

00:46 Gavin Karlmeier

Das ist genau die richtige Frage. Ich war noch nicht da. Ich habe es erst Samstag erfahren. Aber das ist ja unglaublich.

00:53 Dennis Horn

Kann doch nicht sein, dass mir 20 Leute pro Jahr ein Foto vom Straßenschild Hamburg-Horn schicken und du noch nie am Karl-Meyer-Platz warst.

01:00 Gavin Karlmeier

Dankeschön, wirklich. Also wo ist denn da das Commitment? Absolut. Wo ist der Merger?

01:09 Dennis Horn

So, wir gehen weiter, tiefer, tiefer in diese Woche rein. Die am Freitag um neunzehn Uhr. Ich möchte es nochmal sagen. Wir werden es jeden Tag nochmal sagen, einfach um euch daran zu erinnern. Am Freitag um 19 Uhr gipfelt im großen QA in Instagram zum Abschluss unserer gemeinsamen Podcast-Zeit. Auch das gehört nochmal, also ich lese jetzt viel zu oft. Es geht ja dann vorbei. Es ist nicht Schluss. Müssen wir jetzt nochmal deutlich. Kannst du das bitte nochmal deutlich sagen? Es ist nicht Schluss. Ja. So? So. Oder wolltest du noch Ausführung? Nee. Nee, nee, vielleicht auch ein bisschen Ausführung noch dazu.

01:45 Gavin Karlmeier

Also es gibt nicht so super viele Ausführungen, außer Am Freitag endet unser gemeinsame, unsere gemeinsame Zeit bei Haken dran. Aber ich bin, also erstmal sind wir beide nicht aus der Welt. Und ich bin auch mit Haken dran noch nicht fertig, Leute. Also hier geht es noch weiter. Es wird auch diskutiert, also die Diskussion, ob der Name bleibt oder nicht, die kann ich verstehen. Da habe ich mir noch nicht abschließend Gedanken zu gemacht. Aber das wird schon, ja wir hier, wir müssen ja trotzdem, also wir können doch jetzt, jetzt können wir nicht Elon Musk das Feld überlassen, Freunde.

02:20 Dennis Horn

Genau. Oder? Ja. So sehe ich das auch. Ich möchte zum Start in diese Show kurzen Einblick geben in meine Nutzungserfahrung heute, Montag, 25. September. Ich habe jetzt öfter Blue Sky. offen gehabt heute und ich habe keinen Unterschied mehr festgestellt zum alten Twitter. Ich bin angekommen. Ich bin wirklich angekommen. Heute ist mir Marie-Agnes Strack-Zimmermann über den Weg gelaufen, die erste Bundestagsabgeordnete. Grüße, jetzt auch in schätze ich sehr, jetzt auch in Blue Sky. Und ich würde jetzt, also für mich ist jetzt alles cool. Es ist total krass. Ich hab Twitter zurück, habe ich heute gedacht. Das heißt aber das tatsächlich auch damit, und dann sind wir in diesem Also jetzt nicht wegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann, aber jetzt kommt die. Ich habe schon die ersten WissenschaftlerInnen da auch gesehen und so weiter. Jetzt, da passiert was. Und die Laune ist immer noch gut und der Chef des Vater ist immer noch nicht in der Stadt. Es ist fantastisch.

03:19 Gavin Karlmeier

Ja, und ich stimme zu und tatsächlich schließt sich dann auch so ein bisschen unser Kreis und die Suche. endet hier nämlich an dem Punkt, wo man sagt, also jetzt, wir haben ja jetzt ein neues Zuhause. Jetzt warten wir drei Jahre, bis das an irgendeinen anderen Milliardären verscherbelt wird und dann müssen wir wieder von vorne anfangen.

03:36 Dennis Horn

Ja, aber also für den Moment habe ich einfach Gefühle. Für Blue Sky. Starke blaue Emotionen, genau. So. Und um noch kurz bildlich den Abstieg von X. Hier darzustellen, die irische Niederlassung von TikTok wird ab sofort vier von fünf Stockwerken der Ex-Büros in Dublin mieten. Ja, also ein großer Teil stand im vergangenen Jahr leer, weil die Mitarbeiter in Irland von 500 auf unter 100 reduziert worden waren. Und vier der fünf Stockwerke übernimmt TikTok jetzt. Das ist so der Abstieg von Ex in a Nutshell, wie wir in Frankreich sagen.

04:25 Gavin Karlmeier

Ja. Don La Nu Chalet.

04:29 Dennis Horn

Es ist eine typische Dienstagsausgabe, weil wir starten hier direkt mit dieser Rubrik. Funktionen und Emotionen. Dafür haben wir an dieser Stelle viel mitgebracht für euch. Wir beginnen mal bei X. Da taucht jetzt Code in der App auf, der verrät, da wird es Audio- und Videoanrufe über die X-App geben, aber nur für Premium-NutzerInnen.

04:58 Gavin Karlmeier

Das ähm also da habe ich voll viele Emotionen zu. Ich auch, aber fangen wir mal an, ja. Ich bin mir nicht sicher, wie viele ich von denen jetzt hier kurz kanalisieren, kurz channeln muss. Wichtig ist vor allem also die Ankündigung, dass X diese neue Everything-App werden wird. Und ich glaube, Elon Musk hat als einen, der Indizien Dafür genannt, dass es die nächste Everything-App wird, weil man ja jetzt auch ein Telefonbuch von allem mit sich herumträgt, weil man alle Leute telefonisch oder per Videoanruf über Ex erreichen kann. Das stimmt jetzt nicht mehr so richtig, wenn das nur noch für die gilt, die dafür, ich weiß gar nicht, wie viel das aktuell sind, 8 bis 12 Dollar im Monat bezahlen. Ist auch geil, so ein sehr bewusstes Anlass-Statement da zu setzen. Ich weiß gar nicht, wie viel man dafür bezahlt. Also 8 bis 12 Dollar dafür zu bezahlen, weil das ja wahrscheinlich auch in beide Richtungen gilt. Das heißt, du bist auch nur anrufbar. wenn du Ex-Premium hast. Und damit dezimiert sich dieser Kreis von Die ganze Welt ist in deinem Telefonbuch auf, naja, zumindest die paar Leute, die dafür Geld ausgeben, um einen blauen Haken zu haben und ein bisschen Reichweite zu bekommen, um ihre In der Regel rechten oder antidemokratischen Thesen in die Welt zu blasen. Und dementsprechend muss ich sagen, damit ist dieses Feature eigentlich aus der Wahrnehmung der Öffentlichkeit komplett verschwunden.

06:22 Dennis Horn

Also vielleicht kann man auch nochmal kurz zur Größenordnung sagen. Es gibt diesen Forscher Travis Brown, den haben wir öfter schon mal zitiert, der so ein bisschen versucht, den Erfolg von Expremium nachzuvollziehen. Und er sagt, es sind im Moment eine Million Abonnements für Ex Premium. Und zum Vergleich, es gibt das Snapchat Plus Premium Abonnement. Das hat gerade die Marke von fünf Millionen geknackt. Und Analysten schätzen, schreibt TechCrunch für Meta Verified bis Anfang 2024 12 Millionen AbonnentInnen. Das ist so krass.

07:02 Gavin Karlmeier

Um Metter Verified ist, wenn ich das richtig sortiert habe, einen Tacken teurer und hat weniger Funktionsumfang, nämlich nur den Haken. Jetzt muss man dazu sagen, dass die Metaprodukte natürlich einen deutlich größeren Anklang in der Community finden. Genau. Aber trotzdem. Also das ist schon, das spricht schon eine klare Sprache. Und die letzte Zahl, mit der ich so, die sich bei mir in den Kopf gebrannt hat über die GesamtnutzerInnen von X, waren diese 535 Millionen. Wir hatten aber neulich auch irgendwie 300 Millionen, glaube ich, genannt. Aber irgendwo dazwischen bewegt es sich dann wahrscheinlich. Und da ist dann natürlich eine Million, ist dann halt so circa ein Dreihundertstel. Das ist gar nicht mal so viel.

07:46 Dennis Horn

Ja, und ich habe noch so einen ganz anderen Gedanken dazu. Also, wenn du dich in einem Markt platzieren möchtest mit einem Premium-Abonnement. Und du willst Menschen das anbieten. So, welche Funktion wählst du aus, um dich im Markt abzuheben? Eine besondere oder die Funktion, die bei allen anderen kostenlos ist?

08:10 Gavin Karlmeier

Ja, auch das ist ein komplett richtiger Punkt. Also what the fuck? Ja, stimmt. Also es ist gar kein Anreiz. für Premium zu bezahlen, weil man sich denkt, naja, dann rufe ich die Leute halt über alle anderen Kratiswege an. In wahrscheinlich besserer Qualität, auch das muss man mal dazu erwähnen.

08:28 Dennis Horn

Na gut, so dann habe ich bei X noch auf der Liste, dass die Bild-in-Bild-Video-Widergabe jetzt auch im Web funktioniert. Dann gehen wir rüber zu Snapchat. Seit April gibt es in Snapchat MyAI. Das ist ein KI-Chatbot. Der offenbar auch so ein bisschen wie eine Suchmaschine genutzt wird. Das sagt man ja gemeinhin so, sind diese Chatbots die neuen Suchmaschinen, bla. Und Snapchat sagt, unsere NutzerInnen setzen es ein, um reale Empfehlungen zu erhalten, etwas über ihre Interessen zu erfahren, zu Themen wie Essen, Trinken, Schönheit, Fitness, Shopping-Gadgets und mehr. Und jetzt hat Snapchat vor kurzem damit begonnen, gesponserte Links in MyAI zu testen, um dann zu weiteren Inhalten zu führen von ausgewählten Partnern. Und ist jetzt eine Partnerschaft eingegangen mit Microsoft Advertising für gesponserte Links in MyAI.

09:27 Gavin Karlmeier

Gibt es da schon Beispiele von anderen Chatbots, bei denen du quasi bezahlte Inhalte bekommst?

09:33 Dennis Horn

Nee, mich hat das nur ein bisschen an diese Einbindung der Google-Suchergebnisse in TikTok erinnert, über die wir vor ein paar Tagen gesprochen haben. Ist aber jetzt auch nicht direkt die Chatbot-Nummer da, ne?

09:43 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, ja, klar. Aber das ist schon wild, weil du Ich finde, also mal angenommen, du hättest das bei ChatGPT, um das mal durchzuspinnen, in dem Moment, wo ChatGPT nicht mehr auf Grundlage einer eigenen Einschätzung antwortet, sondern hey, du hast eine Frage gestellt, zu der ich eine bezahlte Antwort. parat hätte. In dem Moment bricht die vierte Wand, über die wir hier auch schon mal gesprochen haben, also sehr, ist ein Brechtscherbegriff. Theaterwissenschaftlich. In dem Moment wird es sozusagen, verlierst du die Illusion? Also, das ist so der Moment, wo der, wo du den, den Weihnachtsmann im Mall am zwanzig. Dezember bei dem eigentlich die ganze Zeit die Kinder auf dem Show sitzen und sich was wünschen, wo du den auf dem Park der Grauchen siehst, so in dem Moment verlierst du halt die Illusion, die Magie, dass das der Weihnachtsmann ist. Und so ist das, glaube ich, mit seinem Chatbot auch. Wenn der nämlich eben nicht mehr schlaue Antworten nahezu mensähnlich gibt, das ist ja, glaube ich, der Grund, warum überhaupt Leute Angst vor KI haben oder davor ihre Jobs wingen, KI zu verlieren.

10:52 Dennis Horn

Ja, was er ja übrigens auch, also Leute sagen immer, das sind Antwortmaschinen und das sind sie ja nicht, das sind ja einfach nur Wahrscheinlichkeitsmaschinen. Da geht es ja schon los.

11:02 Gavin Karlmeier

Aber ich glaube, der ganze Grund, warum die Leute davor Angst haben, ist, weil sie das Gefühl haben, hier plötzlich mit einer Maschine in Kontakt zu treten. Und die Maschine, die sagt Dinge, die denkt Dinge, die fühlt Dinge. Das ist zumindest die Illusion, der sich Leute dahingeben. Wie beim Weihnachtsmann, in dem sie die Wünsche sich äußern. Das Bild ist ganz schön stabil, übrigens, diese Metapher. Aber in dem Moment, wo der Weihnachtsmann sagt: Aber dieses Matchbox-Auto hier, das kriegen deine Eltern für 20 Prozent weniger. In dem Moment glaubt man nicht mehr, dass es der echte Weihnachtsmann ist. Ja.

11:38 Dennis Horn

Nicht schlecht. Ich habe mich einfach im Bild verloren. Ja, ist gut. Ich komme da auch nicht mehr raus. Na gut, wie aus einem guten Kamin. Dann gehen wir mal rüber zum.

11:53 Gavin Karlmeier

Ist das nicht der Slogan von Douglas?

12:00 Dennis Horn

Gehen wir mal rüber zum Wie nennen wir zum Meta Messenger. So. Auch da, eine Reihe neuer Funktionen. Erstmal, man kann Links jetzt automatisch in einem externen Fenster öffnen lassen. Das finde ich übrigens gut.

12:17 Gavin Karlmeier

Das hätte ich gerne in anderen Apps auch.

12:19 Dennis Horn

Das hätte ich auch gerne im Instagram. Ja, das stimmt. Also diese internen Browser, ich hasse sie. Ja, kann man sagen.

12:25 Gavin Karlmeier

Ja, ich auch. Komplett. Es gibt keinen Grund dafür.

12:29 Dennis Horn

Und dann, ähm.

12:31 Gavin Karlmeier

Also aus Nutzerperspektive, ganz kurz noch, weil das müssen wir sonst morgen ausgeben. Ist auch gut schon antizipieren, vorsichtig formulieren. Also natürlich gibt es einen Grund dafür, dass es diese internen Browser gibt, nämlich um Nutzungsverhalten zu scannen und zu tracken. Aber für mich als Nutzer gibt es keinen Grund, den zu benutzen in Time Browser.

12:53 Dennis Horn

Wenn wir 24 Stunden nicht in Mastodon gucken, müssen wir hier gar nichts rauskeppen. Ist jetzt alles egal, der Boden. Oh Mann. So, dann kann man sich jetzt im Messenger automatisch Warnungen anzeigen lassen, wenn es unsichere Seiten sind, auf die man da eventuell kommt.

13:12 Gavin Karlmeier

Ja.

13:12 Dennis Horn

Ja. Nehmen wir mit. Und du hast jetzt, wenn du dir Avatare hin und her schickst. Von dir, ne? Diese du b das bist du Avatare.

13:22 Gavin Karlmeier

Das Mimoji von Meta.

13:24 Dennis Horn

Genau, das Metaji. Dann kannst du da noch so Texte zu den Avataren hinzufügen, so Texteffekte am Avatar direkt.

13:36 Gavin Karlmeier

Gut, dann gehen wir weiter zur Insta. Das ist halt. Ja, das ist voll gefährlich. Weil ich sehe jetzt schon Memes von so einem fröhlichen Emoji, das Suizidgedanken äußert und so, das wird durchs Netz gehen. Da wette ich Geld drauf. Ja.

13:53 Dennis Horn

Okay. Müssen wir denn da noch bleiben bei dem Thema? Ich möchte das jetzt nicht so, dass es so nach wegbügeln klingt. Okay.

14:00 Gavin Karlmeier

Ja, doch, bügel.

14:01 Dennis Horn

Gut. Dann Instagram. Alessandro Paluzzi. Doch, stopp. Okay, Alessandro Paluzzi hast du doch lieber noch einen anderen Gedanken.

14:11 Gavin Karlmeier

Nee, weil bevor wir jetzt den Facebook Messenger verlassen. Habe ich dazu insgesamt Gedanken, weil wir haben, als wir heute unseren berühmten iMessage-Chat nutzten, haben wir daher viele, viele, viele Dinge über den Meta-Messenger gehabt. Also mit viele meine ich mehr als null, was der Regelfall ist. Und ich bin so irritiert, weil sich der MetaMessenger in den letzten Monaten und fast Jahren So stiefmütterlich behandelt angefühlt hat. Da ist nichts passiert, die ganze Zeit. Also, mal Kleinigkeiten, aber ich hatte nie das Gefühl, dass da jetzt gerade irgendwas Größeres passiert. Und ich habe das Gefühl Dass der Meta Messenger jetzt gerade so ein bisschen an WhatsApp rangeschoben wird, auf eine Art. Ich kann das noch nicht stärker elaborieren, aber es ist so ein Gefühl, dass da gerade was passiert.

15:01 Dennis Horn

Also das Gefühl, dass da gerade was passiert, teile ich. Interessanterweise das mit dem weiter ranschieben, also man hat ja jetzt WhatsApp gerade, also eigentlich hat man WhatsApp ja zuletzt weiter rangeschoben. Da ist ja das Aufbohren passiert, das ich da erstmal gar nicht vermutet hätte, weißt du?

15:18 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt.

15:20 Dennis Horn

Und so in dieser Gesamtheit dieses Messenger-Marktes, auch gerade bezogen auf Meta, auch mit all dem, was in der Direktnachrichtensektion von Instagram passiert. Auch das ist ja nochmal ganz interessant. Das ist schon irgendwie alles ein Blick wert.

15:35 Gavin Karlmeier

Ja, Interoperabilität ist wahrscheinlich die interne Begründung dafür. Aber mir ist es zu wenig, weil Interoperabilität muss ja nicht bedeuten, dass alle Apps alles können.

15:48 Dennis Horn

Ja, ja, genau. Ja, vielleicht innerhalb der Facebook-Welt schon. Das ist herangeführt. Also wird interessant sein zu beobachten. Ja. Dann fange ich vor Alessandro Paluzzi vielleicht mit Ahmed Garem an, der nochmal entdeckt hat, dass Instagram jetzt auch Antworten in Broadcast-Channeln testet. Das passt ja auch ein bisschen in diese in diese ganze Fragestellung.

16:10 Gavin Karlmeier

Ja, und das, das finde ich eine Funktion, also das ist, finde ich, Käse, ehrlicherweise. Es gibt, es gibt ja diese Broadcast-Listen, bei denen du kommentieren kannst bei Telegram schon. Ui, da sind wir ganz nah dran am Wurstcast-Szenario. Da müssen wir ganz vorsichtig sein. Also auf jeden Fall. Gibt es das bei WhatsApp, äh, bei Telegram, dass du dort in diesen Broadcast-Listen veröffentlichtest kommentieren kannst? Und Das finde ich nachvollziehbar, dass du da immer noch eine Trennung zu einem normalen Chat hast. Das ist aber in diesen Broadcastlisten bei Instagram offenbar nicht so gedacht Und da ist meine Frage, wo ist der Unterschied zwischen einem einer Broadcast-Liste und einem, ich glaube man nennt es einfach Chat?

16:57 Dennis Horn

Da gibt es einen Unterschied.

16:59 Gavin Karlmeier

Ja?

17:00 Dennis Horn

Ja. Weil also der Chat ist ja Many to Many.

17:04 Gavin Karlmeier

Ja.

17:04 Dennis Horn

So. Auf eine Broadcast-Liste Antworten ist wie auf eine Instastory Antworten. Also der Output ist one-to-many, aber du antwortest

17:14 Gavin Karlmeier

Eins zu eins. Okay, ach, das hab ich falsch verstanden dann. Ja, ne, dann finde ich's okay, dann why not? Mach. Mach denn es komm, bringst du bringst in die Welt.

17:25 Dennis Horn

Haben wir Best-Case-Szenario einfach. So. Alessandro Paluzzi, jetzt aber. Instagram arbeitet an einer Funktion, die hieß Hall Pass, die nennt sich jetzt Crews und du kannst Storys teilen innerhalb einer Crew. Ich bin noch nicht so sehr darauf gestoßen, was das ist.

17:47 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das sind zahlende Mitglieder, also eine Art enge Freunde, die aber dafür Geld bezahlen. Also das, was wir von Von X mit diesen super Followers kennen oder wie Subscriptions. Genau, Subscriptions.

18:00 Dennis Horn

Das finde ich aber ganz nice. Also die Bezeichnung. Crew ist doch super.

18:06 Gavin Karlmeier

Ja, Crew finde ich auch cool. Ja, finde ich auch. Besser als, wie hieß es, Hall Pass? Also der Eintritt ins Foyer sozusagen.

18:17 Dennis Horn

Ja, genau.

18:19 Gavin Karlmeier

Ja, das ist richtig interessant.

18:21 Dennis Horn

Das ist immer was für eine völlig andere Benamensung. Finde ich gut.

18:24 Gavin Karlmeier

Benamensung gefällt mir gut. Also, aber für uns, für klassische Deutsch deutschsprachig Sozialisierte sind es harte Zeiten, ne? Dass du dich entscheiden musstest, ob du bei Thread oder im Hall Pass dabei bist. Jetzt kannst du aber in die Cruise gehen.

18:45 Dennis Horn

Da lobe ich mir doch die kollektiven Anmerkungen. So ist es. Dann rüber zum Meta. Matt Navara schreibt das Meta wohl noch und das wird. Glaube ich, jetzt ein interessantes Gesprächsthema. In dieser Woche seine neuen AI-Chatbots auf die Welt loslassen möchte. Und das scheint ein metavites Thema zu sein. Wir haben das ja besprochen. In Threads, ja, mit der Fragestellung, wird das irgendwie eine Nummer, die Threads jetzt nochmal helfen soll, voranzukommen, dass man da mit irgendwelchen AI-Persönlichkeiten sprechen kann? Jetzt gibt es die Screenshots dazu, die metaweit aussehen. So ein bisschen auch so eine Instagram-Optik. Es gibt auch Screenshots, die einen Early Access zu diesen Chatbots innerhalb von WhatsApp

19:32 Speaker 4

Zeigen.

19:34 Dennis Horn

Und da steht dann: die Chatbots beantworten Fragen, geben Ratschläge und man könne aus 30 Persönlichkeiten wählen. Da war ja war irgendein Abraham Lincoln dabei oder so, ne, haben wir ja schon drüber gesprochen.

19:51 Gavin Karlmeier

Wie mit der deutschen Synchronstimme von Bruce Willis im Navigationssystem.

19:55 Dennis Horn

Ja. Aber ich hab auch so gedacht, wenn wir wenn man jetzt ähm Im Deutschen, ne? Also hier im Englischen ist noch Bob der Roboter mit überlegenem Intellekt, scharfem Witz und beißendem Sarkasmus. Kannst du dir auch aussuchen? Und das ist so.

20:12 Gavin Karlmeier

Ich denke nach der Selbstbezeichnung von Dietanur.

20:16 Dennis Horn

Im Englischen gibt es ja so: denkst du so, ja, kann das okay. Und im Deutschen frage ich mich, wen man da genommen hätte. So die immer 20 gleichen Chatbots, wie so Serienschauspieler, die man überall immer wieder sieht.

20:30 Gavin Karlmeier

Ich hätte gerne so coole Serienfiguren, die so vergessen sind, aber die alle kennen. Also So, mein Chatbot hat die Persönlichkeit von Mutter Beimer oder so.

20:38 Dennis Horn

Oh, im Deutschen, ja. Ich hätte gern Data als Chatbot. Oder irgendwie sowas.

20:43 Gavin Karlmeier

Das sind jetzt wieder so Figuren, die du, die, die, bei denen du. . Es könnte sein, dass du sie dir gerade ausgedacht hast oder dass sie wieder aus deiner Chewbacca-Welt da kommen.

20:53 Dennis Horn

Entschuldige, Data-Quindmann. Alter. Naja.

20:58 Gavin Karlmeier

Ist so ein Herr der Ringe, ne?

20:59 Dennis Horn

Richtig. Richtig. Dieser Trilogie von Joanne K. Rowling. Gut. Mehr Gefühle hast du nicht zu dem Thema, oder was? Also, wie finden wir das denn? Doch, also ich finde das super spannend. Haben wir uns nicht lächerlich darüber gemacht? Vor einer Weile. Nur als Wiederauferstehungsinstrument für Threads haben wir uns lächerlich darüber gehört.

21:21 Gavin Karlmeier

Genau, da würde ich mich ja weiterhin drüber lächerlich machen. Aber so ein. weltweit, also ne, wie würde man das denn, also ein meterweiter Rollout von Chatbots, die erstmal da sind, ist natürlich ein Also schon eine Art Platzierung, ein Versuch zu zeigen, auch Meta geht mit der Zeit und zeigt, wir sind hier und Stellt sich natürlich auch ehrlicherweise auch gegen Ex, die mit Ex AI ja versuchen, so etwas Ähnliches selber an den Start zu bringen. Man bringt sich plötzlich auf die Landkarte, taucht, muss aber damit leben, dass man sagt, naja, nach Google kommt jetzt eben auch Meta. Google hatte ja neulich erst Bart gestartet, heißt ja so Bart? Bart gestartet. Also wirklich wie der Simpsons-Zone? Nee, mit D. Ach ja. Und dementsprechend, ich bin etwas skeptisch, weil ich mich frage. Warum? Also, ist der einzige Grund zu zeigen, dass man zukunftsfähig ist bei Meta? Oder gibt es wirklich einen so ein klares strategisches Ziel, sich plötzlich auch auf dieser AI-Landkarte zu platzieren.

22:29 Dennis Horn

Das frage ich mich gerade auch. Also für Für mich sieht diese ganze Chatbot-Geschichte nach wie vor, der Nutzen ist mir noch nicht bewiesen, ehrlich gesagt. So als so eingebauter Chat, dass ich irgendwie gezielt zu ChatGPT gehe und ähm Mit dem ihr irgendwie meine Texte hin und her werfe oder so, gekauft. Aber was ich da gerade sehe, wirkt auf mich tatsächlich eher Wie so ein Wettlauf, weil das alle jetzt machen, nicht, dass wir dadurch irgendwie in Rückstand geraten.

22:57 Gavin Karlmeier

Ja, genau so fühlt es sich an. Und da muss man dazu sagen, da war, also um nochmal, erinnerst du dich noch an Knuddelste? Haben wir ja schon mal drüber gesprochen, ne? Da gab es James, den Butler. Und James der Butler, dem konntest du so Sachen schreiben. Der hat immer nur mit Witzen geantwortet. Aber du konntest mit dem chatten. Und so fühlt sich das jetzt gerade so ein bisschen an, wenn ich plötzlich auch bei Instagram so ein Chatbot habe, dann ist das wie bei Slack dem Slackbot schreiben und sagen, erinnere mich morgen um 10 Uhr.

23:23 Dennis Horn

Der Slackbot? Das ist mein Roboter, der mit mir sonntags im Park abhängt zwischen zwei Bäumen. Oder wie Eva von YellowStrom. de.

23:34 Gavin Karlmeier

Ach, oder hier, du meinst auch hier von Lieferando, wie heißt sie denn nochmal? Ah, da gibt es auch mal diese E-Mail von Lieferando.

23:41 Dennis Horn

Ansonsten einfach Karl Klammer.

23:44 Gavin Karlmeier

Oder keine Klammer, genau. Ach toll. Es gibt auch, von DriveNow gibt es auch diese Elisabeth Strunkmann, die geschickt ist auf dem F.

23:53 Dennis Horn

Elisabeth Strunkmann?

23:54 Gavin Karlmeier

Elisabeth Strunkmann von DriveNow, die schickt immer die Newsenderin des Newsletters. Ich schätze, dass es die wirklich gibt, aber das wissen tue ich es nicht.

24:10 Dennis Horn

Das erinnert mich an diese Geschichte aus Köln, die die KI-Autorin des Kölner Express. Also der Kölner Express lässt Texte mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellen. Oh. Schreibt das aber nicht so mega deutlich dazu, sondern hat eine Autorin installiert dafür. Mit so einem Autorinnenkasten, der steht dann da so unten drunter, ja. Zur Person. Dann ist ein Foto von ihr daneben. Und so. Dann steht da drunter: dieser Text ist von Clara Indernach.

24:46 Gavin Karlmeier

Ah, KI. Smart.

24:50 Dennis Horn

Ist großartig, oder? Naja. So, wir bleiben noch mal ein bisschen beim Meta.

24:57 Gavin Karlmeier

Ja, aber um ganz kurz nochmal zu diesen Bots. Also, ist das jetzt wirklich, also gibt es irgendetwas wo diese KI-Bots, diese Chatbots, eine Art Gimmick zum Funktionsumfang dazugeben oder bei denen man eine einen unbedingten Zwang verspürt, warum das nur bei Instagram funktioniert. Bisher nicht, oder? Nee, nee. Und das ist, glaube ich, das Problem.

25:24 Dennis Horn

Ja, ja. Sehe ich genauso. Deswegen auch mein Wettlaufgefühl. Das ist einzig ein Wettlauf aus Sicht der Plattform. Und dann guckt man, was daraus wird.

25:34 Gavin Karlmeier

Ich stimme voll zu, ja.

25:35 Dennis Horn

Mal den KI-Finger in die Luft halten, sozusagen. Genau. So, dann Meta. Wir erinnern uns an den Newsban in Kanada, wir haben häufiger darüber gesprochen. Gizmodo hat einen ganz interessanten, sehr langen, wir können wirklich nur in Auszügen darüber sprechen. Artikel Veröffentlicht über die Kollateralschäden dieses Vorgehens von Meta. Der beginnt mit einer Reihe von College-Radiosendern, also so Uni-Radios. Und Studentenzeitungen in ganz Kanada, die Probleme haben mit den Besucherzahlen auf ihren Websites. Insbesondere den Leuten, die über Facebook und Instagram dahin kommen. Und die Ursache scheint das Gesetz C18 zu sein, der Online-News Act in Kanada. Also das Gesetz, das Meta, aber auch Google und andere Unternehmen dazu zwingt, Nachrichtenverlage zu bezahlen für Links. Wir kennen es hier aus Deutschland als das Leistungsschutzrect, wie Wie Jeff Jarvis immer sagt. Und es ist offenbar so, dass diese Nachrichtensperre, die Meta da jetzt ausgesprochen hat, als Reaktion darauf, um dieses Geld nicht zahlen zu müssen. Nicht nur große und kommerzielle professionell arbeitende Nachrichtenverlage, Organisationen, Agenturen betrifft Sondern auch große Auswirkungen hat auf kleine Verlage, auch auf nicht kommerzielle Newsangebote. Gizmode hat mit einem halben Dutzend Studentenjournalisten und Uni-Radio-Managern gesprochen, die sagen: Dieses Verbot von Nachrichtenlinks, das eigentlich die großen Verlage treffen sollte und denen schaden sollte. Treffen stattdessen ihre Möglichkeiten zur Mittelbeschaffung, auch zur Rekrutierung von Freiwilligen, die dann in solchen Sendern helfen können Auch die Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit und so weiter. Gismodo hat eine Journalistikstudentin aufgetan in Kanada, die sagt, sie hat ihren Traum, Reporterin zu werden, jetzt ganz aufgegeben. Weil sie merkt, bei so kleinen Sendern, wo sie anfangen wollte, funktioniert das online nicht mehr, weil das ein Riesenproblem ist. Und jetzt sorgt diese Online-News Act über Umwege sozusagen dafür, obwohl er eigentlich die lokalen Verlage, Sender und so weiter in Kanada stärken sollte, dass die eigentlich mehr Schwierigkeiten dadurch haben, durch die Entscheidung Von Meta. Gizmod hat mit dem Leiter von CIUTFM gesprochen. Das ist das Uni-Radio in Toronto. Der sagt, die Sperrung der Facebook-Seite sei ein schwerer Schlag, vor allem für die älteren Hörer. Es gibt ein paar Sendungen dieses eigentlich Uni-Radios. Die schon uralt sind, also diese Sendungen stammen schon aus den 90ern oder frühen 2000er Jahren Also verhältnismäßig uralt. Und die Hörerinnen und Hörer dieser Sendung sind halt Facebook-Publikum. So. Das ist ein nicht kommerzieller Sender, der jetzt super Probleme damit hat. Und es gibt ein paar lokale Sender auch, die sagen, das hat nicht nur Auswirkungen auf Nachrichteninhalte. Es ist auch schwieriger, zum Beispiel Konzerte zu bewerben. Die diese Sender organisieren. Das machen ja Radiosender häufig, auch auf so einer lokalen, regionalen Ebene, dass sie auch Konzerte veranstalten, präsentieren und so weiter. Und das heißt, am Ende leiden an der Stelle zum Beispiel auch lokale Künstler und Musiker, darunter, die sich auf solche Community-Sender verlassen und sehen auch ihr Publikum

29:26 Gavin Karlmeier

Ich würde mal kurz beiseite schieben, auch wenn das schwierig dabei zu vernachlässigen ist, auch mal kurz beiseite schieben. Dass wir natürlich vollkommen eins sind, dass diese ganze Entwicklung am Ende, also erstmal dem Journalismus im Gesamten schadet, kann er da weit und vermutlich damit auch einen gesellschaftlich negativen Effekt hat. Das würde ich mal kurz beiseite schieben, weil ich würde eigentlich gerne auf genau diesen Punkt gehen, dass jetzt die eigentlich am schärfsten davon betroffen sind, die auch am wenigsten davon profitiert hätten, wäre es anders gewesen. wenn es geklappt hätte, dieser diese Sprung zu, da müssen jetzt Gelder abgeführt werden. Und wie so oft ist es so, wenn zwei Riesen sich bekämpfen Und dann zertrampeln sie unter ihnen alles Kleinere, was sie vielleicht gar nicht mehr sehen. Und das ist, glaube ich, ein riesen, riesens Schaden, den man auch nicht mehr, der ist nicht. das ist nicht reparierbar, was hier an Schaden angerichtet wird, glaube ich. Weil du als also meine ganze journalistische Karriere fing irgendwie auch beim Hochschulradio an. Deswegen habe ich dafür ein großes Herz für Leute, die sich einer Sache widmen, die zum Beispiel eben nicht ein Job ist oder wo sie eben nicht von leben, sondern weil sie sagen, wir haben halt Bock, einfach hier diese Inhalte zu erstellen. Und Was ich halt fatal finde, ist, dass hier wirklich völlig rücksichtslos ein Kampf geführt wird, der offenbar zwischen, ich bin nicht, wir sind nicht so im Detail in der kanadischen Innensicht, aber vermutlich auf der einen Seite lobbyierenden Verlagshäusern oder Gemeinschaften der Verleger und eben auf der anderen Seite Digitalunternehmen, die sagen, wir möchten aber nicht bezahlen. Und gehen dem aus dem Weg. Und ich glaube, der einzige Ausweg, der da funktionieren kann, ist dann am Ende eine Art Opt-out-Verfahren, eine Möglichkeit, sich diesen Zahlungen zu entziehen, um jetzt an diesem Punkt weitere Schäden zu verhindern, oder?

31:30 Dennis Horn

Ja, es gibt ja dieses Vorgehen von Google, mit dem die sehr smart in Deutschland, glaube ich, dieses Gesetz ausgehebelt haben. Die haben gesagt, wir nehmen euch alle. Aus dem Listing raus. Ja, also streichen alle Verlagsangebote Und ihr könnt mit einem Opt-in wieder rein, wenn ihr uns sagt, dass ihr auf die Ansprüche aus dem Leistungsschutzrecht verzichtet.

31:58 Gavin Karlmeier

Aber das gilt nur für Google News hier zueinander, richtig? Ja, also das ist ja immer noch deutlich kleiner, als jetzt der Impact in Facebook hat.

32:07 Dennis Horn

Naja, aber das finde ich eigentlich eine Ich weiß nicht, ob das per Gesetz an der Stelle verhindert wird, so einen Weg zu gehen. Dafür kennen wir dieses Gesetzeswerk nicht genug. Aber ja, ich Also die Frage ist, wen trifft hier die Schuld? Trifft die den Gesetzgeber trifft die Meta, weil diese Lösung irgendwie sehr pauschal ist, die die sich da jetzt ausgewählt haben und eben auch andere trifft. Aber wenn Metas natürlich anders halten würde und da differenzieren würde, machen sie vielleicht ein Tor auf, sich irgendwie angreifbar zu machen oder so, weil sie dann diese Medien unterschiedlich behandeln und das vielleicht auch wieder justiziabel. Ich finde das auch total schwer zu sagen. Ich glaube, im Ursprung trifft die Schuld die Gesetzgebung, die einfach in dieser Form nicht zeitgemäß ist.

33:02 Gavin Karlmeier

Ja. Ich will komplett zustimmen. Und es ist halt so bitter, aber dass wir dann am Ende so Geschichten erzählen müssen von halt Also sobald du eine Reporterin hast, die sagt, mein Traum ist damit zunichte, so und auch wenn das natürlich ein Extrembeispiel ist, der auch jetzt nur in einer relativ kurzen Zeit offenbar schon zu einem Ergebnis gekommen ist. muss man trotzdem sagen, dann ist das schon fatal. So, jetzt enden wir mit Sonderstimmung?

33:33 Dennis Horn

Nee. Uns bleibt noch das Thema Thread. Adam Mossari hat sich nochmal geäußert und hat gesagt, dass durchaus bei Meta auch Enttäuschung herrscht. was die Nutzungszahlen bei Threads angeht. Wir hören mal hier kurz rein.

33:49 Speaker 4

Overall good. A lot of people use it, but they don't use it as frequently as we would like. There's some people who use it a ton and some people who use it in very, very lightweight way. So lots of work to improve. We talked already about going out in Europe. We need to make messaging more easy. We make it easier to find interesting accounts to follow. We need to do better at recommendations. Gotta build an edit button. Lots of things coming. So just give us some time.

34:14 Dennis Horn

Na? Welcher Teil dieser Aufzählung ist dir besonders aufgefallen?

34:20 Gavin Karlmeier

Ich bin am letzten Satz total hängen geblieben, dass er sagt, wir geben der Sache Zeit. Was ich total bemerkenswert finde Ja klar, aber da steckt ja gleichzeitig auch drin, ja, wir schneiden das Ding jetzt nicht zum Jahreswechsel wieder ab. Was auch nicht überraschend gewesen wäre, finde ich. Wenn man sich anschaut, wie Meta sonst so mit irgendwelchen Tools auch mal umgegangen ist.

34:44 Dennis Horn

Also mir ist aufgefallen, dass er Europa erwähnt, direkt zu Beginn seiner Aufzählung.

34:49 Gavin Karlmeier

Oh, das ist mir durchgegangen.

34:51 Dennis Horn

Ja. Ja, so, und ich finde, das sagt was aus, weil diese Äußerung, ähm, es gab ja, da haben wir letzte Woche drüber gesprochen, so die diesen diesen Gedanken, wer hatte darüber geschrieben, welches Magazin war das die Frage. Er hat die Frage, ob das überhaupt nach war das The Information?

35:10 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe irgendwie independent im Kopf. Aber so war es, ja.

35:13 Dennis Horn

Also die Frage danach, ob Threads überhaupt noch nach Europa kommt, und da gab es ja auch diese Abwägungen, die die getroffen haben die haben, die haben gesagt, dieser Nutzerschwund Der sorgt jetzt für eine Prioritätenverschiebung bei Meta. Die müssen jetzt erstmal dafür sorgen, da irgendwie das klebrig zu machen für die US-NutzerInnen. Damit die wieder auf die Plattform kommen und sie auch irgendwie nutzen. Europa ist jetzt erstmal ganz egal. Da haben wir schon drüber, das fand ich schon eine ganz steile These irgendwie, weil der Markt in Europa so groß ist, dass er nicht egal sein kann. Und wenn sowas in Europa fußt, auch allein ein erfolgreicher europäischer Markt ein wichtiger sein könnte für so eine Plattform. Und Da finde ich doch ganz interessant, also er wird nicht einfach so Europa hier reinwerfen, wenn das so runterpriorisiert ist, wie The Information das behauptet hatte. Und das fand ich doch nochmal bemerkenswert, dass er das direkt zu Beginn seiner Aufzählung erwähnt. Das heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt und damit möchte ich enden.

36:19 Gavin Karlmeier

Ja, das finde ich ganz gut. Also ich glaube ja auch, also man müsste sich langsam mal echt beeilen. Da sind wir uns ja einig.

36:27 Dennis Horn

Das ist sowieso. Hashtag Blue Sky, sage ich da.

36:30 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Aber ich glaube, dass Europa, der europäische Markt auch für Thread in den USA und international nochmal einen kleinen Impact haben könnte. Also das möchte ich, möchte ich doch, möchte ich glauben. Das möchte ich glauben. Ansonsten will ich noch eine Kleinigkeit Hausgeben an, hat nämlich gesagt, dass der Engländer auch Rollgabelschlüssel genannt wird. Achso, ich dachte Engländer am Saturn.

37:01 Dennis Horn

Nein, nein, das Werkzeug. Einen Rollgabeschlüssel, natürlich.

37:04 Gavin Karlmeier

Nur nicht Wasserpumpenzange, oder wie ich gestern sagte, Wusserpumpenzunge.

37:09 Dennis Horn

Das spielt für mich in einer Liga mit der Umschaltknarre.

37:12 Gavin Karlmeier

Oh, das ist auch toll. Ich weiß sofort, was es ist. Toll, ja. Wir sehen uns. Übrigens, Tinder startet jetzt Ultra Premium. Hast du das gehört? Auch schön die Geschichte zum Schluss. Passt am Ende auch am Ende so ein bisschen zu uns, weil so das Twitter Blue, weiß ich auch nicht von wem ist. Also es gibt das Ultra-Premium bei Tinder, es kostet 500 Dollar im Monat.

37:36 Dennis Horn

Ja, schön. Super, was habe ich da bei was?

37:41 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich direkt einen Kundenservice oder so. Ach so. Ne, VIP-Search kriegst du dann.

37:47 Dennis Horn

VIP-Search.

37:48 Gavin Karlmeier

Dann kannst du dann nach VIP suchen.

37:51 Dennis Horn

Gut, wenn das Geld übrig ist, also lege ich immer noch lieber an als in Ex.

37:56 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich.

37:57 Dennis Horn

In meiner Ex. So. Na gut. Wir hören auf.

38:04 Gavin Karlmeier

Ja, bitte. Das war die längste Dienstagsfolge gefühlt seit Jahren.

38:07 Dennis Horn

Absolut, aber das ist für unsere gemeinsame letzte Woche auch einfach angemessen.

38:12 Gavin Karlmeier

So ist es. Bis morgen. Bis morgen.