Elon Musk spielt wieder die "Vox Populi"-Karte – aber sind diese Umfragen seriös oder ist das ein – Achtung – abgekartetes Spiel? Wir müssen außerdem über künstliche Intelligenz sprechen, über Klagen und es gibt auch wieder zwei Tschüsse des Tages. Schöne Woche!
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Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Flo. Hi
00:09 Florian Gregorzyk
Achso, ich muss sagen, hallo Gavin, ne? Scheiße!
00:12 Gavin Karlmeier
Nein, es gibt doch kein Regelwerk. Das hat sich hier nur irgendwie so eingebürgert mit der Zeit, dass Leute die Dennis-Floske übernommen haben und sagen, das für Gavin. Willst du nochmal? Ja, okay. Aber hier wird nichts geschnitten. Hallo Flo. Hallo Gavin. Toll. Heute ist Flo bei mir, Florian Grigorzik. Content Creator tut ihm wahrscheinlich fast Unrecht. Im Herzen eigentlich Journalist, auch auf dem Papierjournalist und auch vor allem den meisten Leuten stimmlich bekannt, denn er ist einer der Hosts. Des WDR-Podcasts 630. Das heißt, du begleitest die Leute eine halbe Stunde nach Haken dran in diesem Tag. Und ehrlicherweise veröffentlichen wir nur um 6 Uhr, damit wir vor 6. 30 sind. Sehr gut. Und ich freue mich, dass du heute hier bist.
00:57 Florian Gregorzyk
Ja, ich freue mich, dass ich heute hier sein darf. Ich bin ja ehrlicherweise so ein bisschen vom Fan jetzt hier rekrutiert worden, weil ihr ja tatsächlich einer meiner Top-Podcasts auch gewesen seid. Und ich habe ein bisschen drüber nachgedacht, ob ich dazu sagen kann oder nicht, weil ihr natürlich euch super krass auskennt auf allen möglichen Social Media Kanälen. Du hast es ja gerade schon gesagt, ne? Ich bin ja mal Content Creator gewesen, da könnte man natürlich meinen, okay, dann kenne ich mich auch noch ein bisschen aus. Aber so diese ganzen Linda Yakerino-Stories und so, die ich ja immer wahnsinnig gerne bei euch beiden verfolgt habe. Die habe ich natürlich nicht drin. Und ich habe auch so ein bisschen geguckt, du hast ja so ein paar Links vorher mal, es gibt ja so eine Linkliste, wo du so ein bisschen so gesammelt hast. Und da ist mir nochmal aufgefallen, Bluesguy zum Beispiel. Habe ich ja mir gemacht, dank dir auch oder dank euch auch, hab da aber seitdem auch nie wieder reingeschaut, weil es für mich als, weil ehrlicherweise, ich hoffe, ich kriege jetzt hier keine Hate Mails von deinen Fans. Aber ehrlicherweise für mich als Journalisten oder auch jemanden, der mit Internet arbeitet, ist Blue Sky ehrlicherweise irrelevant.
02:01 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist eine völlig legitime These, weil also die letzte Hochrechnung kommt jetzt aus dem August, deswegen Da wird sich noch ein bisschen was dran geändert haben, aber war so ungefähr 30. 000 Menschen in Deutschland, die sich dort registriert haben. Das ist natürlich gar nichts. Das ist völlig abseits der Relevanz, sondern es ist halt ein kleiner, spaßiger Spielkanal, der vor allem aber, also ich finde Blue Sky ist so ein sehr guter Proof of Concept. Weil Blue Sky beweist, dass die Idee Microblogging nicht mit Twitter stirbt, sondern die Leute, die so zu den Power-UserInnen gehören. Bei Twitter, das sind auch die, die jetzt gerade bei Bluesca immer noch aktiv sind, glaube ich. Ja, ja, voll, voll. Und das Spannende ist, und da sind wir eigentlich direkt im ersten Thema, weil die spannende Frage wird ja sein, wie sieht das Am Donnerstag aus oder nach Donnerstag? Wie sieht die Welt nach Donnerstag aus? Ich habe in der Folge vom Freitag mich ja festgelegt und habe gesagt, ich sag Instagram Threads startet kommende Woche. Jetzt sind wir in kommender Woche und wir wissen seit leider Freitag vor dieser Veröffentlichung dieser Episode. Deswegen, ich wurde sozusagen überholt, dass Threads am Donnerstag, 12 Uhr unserer Zeit mittags, starten wird. Wirklich? Ja.
03:14 Florian Gregorzyk
Ich habe ja ganz gespannt zugehört, weil du ja gesagt hast, ja, Threads, da sollte man sich drauf vorbereiten und so. Und ich habe ehrlicherweise, ähnlich wie bei Bluesky, ich hatte mir das gemacht am Anfang, Threads, und dann konnte man damit ja nicht viel anfangen. Das heißt also, du würdest mir jetzt empfehlen, das auf jeden Fall, wenn diese Folge hier rauskommt, das nochmal runterzuladen. Es wird Zeit.
03:32 Gavin Karlmeier
Also, das ist natürlich, da können wir gerne mal so ein bisschen, wie sagt man, schwadronieren. Er sagt mir, ist, glaube ich, negativ konnotiert. Überlegen, weil die Frage wird natürlich sein, wie sich der ganze Markt verändern wird, wenn Threads da ist. Denn zum einen wird der Start von Threads viele Leute, die jetzt gerade noch bei Twitter. So, die warten darauf, dass es das gibt Dann gibt es Leute, die zwar Alternativen wahrnehmen und nutzen, die sich dort aber, glaube ich, geparkt fühlen, die dann eben von Blue Sky zum Beispiel zu Threads rübergehen werden. Und dann wird es auch Leute geben, die sich dem konsequent verweigern. Und ich glaube, die ersten Tage, die sind entscheidend, die sind kritisch, weil sich da herausstellen wird, welche Wucht das so haben kann. Wir sehen das ja in den USA, es hat in den ersten fünf Tagen 100 Anmeldungen gegeben. 100 Millionen Neuanmeldungen gegeben. Das war der erfolgreichste Start eines sozialen Netzwerkes überhaupt. Und dann sind die Zahlen erstmal runtergegangen und alle waren erstmal besorgt. Und jetzt ist es aber so, dass man all diese Verluste fast wieder rausgeholt hat. Also Threats ist tatsächlich in den USA da. Und ich glaube, das wäre nicht passiert, wenn man nicht so ein knaller Start gehabt hätte.
04:49 Florian Gregorzyk
Also, ich freue mich auch total auf Threads. Ich sag's ganz ehrlich, ich bin ein totaler Fanboy, weil ich auch die Optik der App irgendwie sehr gerne mag, auch wenn die natürlich recht ähnlich zu Twitter, beziehungsweise mittlerweile Ex ist.
05:00 Gavin Karlmeier
Ja, oder vielleicht weil.
05:01 Florian Gregorzyk
Ja, mit Sicherheit. Worauf ich aber am meisten gespannt bin, ich habe so ein bisschen das Gefühl, ich bin ja tatsächlich Twitter, ich sage auch immer noch Twitter, ich habe auch die App immer noch nicht geupdatet bei mir auf dem Handy. Also ich habe immer noch Twitter auf dem Handy. Ich weigere mich auch, das zu updaten.
05:14 Gavin Karlmeier
Darf ich ein privates Geheimnis von dir verraten? Ich glaube, ich weiß schon, was du jetzt verrätst, aber machst du. Der Grund, warum du die IP vor allem nicht geupdatet hast, ist, weil du ja keinen Speicherplatz auf deinem Handy hast.
05:24 Florian Gregorzyk
Ich bin so ein Cheepo, ich habe so ein Handy mit Mit ganz wenig Speicherplatz. Was wollte ich jetzt sagen? Achso, genau, Threads. Ich bin sehr gespannt darauf, was da die neue Meta wird, höhö. Also es gibt ja, sag ich mal so, aus Computerspielen abgeleitet, bei jedem Computerspiel gibt es immer eine Art und Weise, das Spiel zu spielen die am besten funktioniert und das nennt sich dann die Meta sozusagen. Und auf Twitter ist ja gerade, zumindest in dieser öffentlichen Timeline, also den Leuten, denen man nicht folgt, ist ja die die Metagrade Videos aus dem Netz zu kopieren und da einfach hochzuladen, damit dann Views zu generieren und irgendwann irgendwie Geld zu verdienen. Ganz viele, zumindest öffentlich wahrnehmbar weibliche Accounts, die so sexuelle Inhalte vertwittern und so. Und das nervt einfach, weil das das ballert einfach meine Timeline zu mit so viel Müll, wo ich als Journalist irgendwie ein bisschen Probleme habe, tatsächlich das zu finden, was ich brauche. Es geht noch oder wieder, aber es ist schwierig und ich Bin sehr gespannt, wie das auf Threads wird. Ob Threads auch belohnt, dass man einfach Content aus dem gesamten Inhalt zusammenklaut oder so möglichst provokante Sex-Tweets, Threads da reinballert. Ich hoffe, es wird anders.
06:33 Gavin Karlmeier
Also, ich glaube, Sex wird da nicht funktionieren. Warum?
06:35 Florian Gregorzyk
Wegen Meta?
06:36 Gavin Karlmeier
Ja, weil Meta immer so sehr oft family-friendly aus war. Also es ist ja quasi auch jetzt unmöglich bei Instagram einen wirklich guten ab FSK 18 Account zu pflegen, einfach weil du algorithmisch nicht so nicht so stattfindest, wenn deine Inhalte nicht sogar komplett einkassiert werden, wenn man mal einen Nippel sieht. Und das war bei Twitter ja immer anders. Twitter war ja sehr offen für alle Inhalte.
06:58 Florian Gregorzyk
Ja.
06:59 Gavin Karlmeier
Aber tatsächlich glaube ich, dass die Erfahrung, die Meta da hat, Meta helfen wird. Und Freds helfen wird, weil wir bei Zwar gibt es durchaus auch jetzt schon so Algorithmus-Hacks. Im amerikanischen Threads-Raum gibt es so Leute, die fangen an, so Tweets zu, äh, Posts zu schreiben, Threads zu schreiben. Naja, du weißt schon. In denen sie einfach nur so Berufsgruppen auflisten. weil sie glauben, dass das Algorithmus dazu führt, dass diese Leute in diesen Berufsgruppen diese Inhalte sehen. Dann steht da einfach nur Graphic Designer, Web Designer Social Media Manager, bla bla bla.
07:30 Florian Gregorzyk
So wie man früher so SEO-Optimierung bei Websites gemacht hat und einfach so ganz lange Texte mit tausend verschiedenen Wörtern, die aber überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun haben. Dieses Kuchenrezept ist auch interessant für Programmiererinnen. Genau. Und Landwirte.
07:46 Gavin Karlmeier
Und was ich sagen will, ist, dass diese Erfahrung, die Meta aber von den anderen Netzwerken mit dem Algorithmus schon gemacht hat, dass man solche Leute, die so Algorithmus-Hacks etablieren Dass sie früher oder später immer wieder einkassiert werden. Also, wir erinnern uns an die Zeit, wo bei Facebook massiv Videos belohnt wurden, algorithmisch, und Leute angefangen haben, statische Bilder als Videos hochzuladen. Also einfach nur ein Bild auf 20, 30 Sekunden und als Video eben hochgeladen. Das hat Facebook dann irgendwann gecheckt und dann haben die Leute angefangen, so durchsichtige Bubbles über dieses Bild wandern zu lassen, damit Bewegung stattfindet. Also es ist halt so ein bisschen so ein Wettrennen.
08:22 Florian Gregorzyk
Ja, ich bin sehr gespannt und ich hoffe auch irgendwie, dass ich da wieder irgendwo einen Platz finde, weil ehrlicherweise Also es ist natürlich so ein bisschen fake, wir hatten es ja vorhin angesprochen, ich war früher mal Content Creator, ich habe 102. 000 Twitter-Follower, aber wenn ich da was reinschreibe, erreicht das halt original. niemanden mehr, wenn es jetzt nicht wirklich irgendein provokanter Tweet ist oder so, der es dann mal schafft, da doch irgendwie noch Leute zu erreichen. Und es wäre natürlich irgendwie cool, bei Threads da nochmal es irgendwie möglich zu machen, auch mit journalistischen Inhalten präsent zu sein, weil das einfach Auf Twitter, wenn du jetzt nicht wirklich deinen ganzen Gehirnschmalz da reinsteckst, einfach nicht mehr möglich ist.
08:59 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist ein guter Punkt, weil Adam Mossari ja auch schon angekündigt hat, dass er Threads nicht als News-App. versteht. Und wir sehen auch, wir sehen ja, da haben wir ja schon auch öfter drüber gesprochen, dass so Facebook und Instagram auch generell die Inhalte von Nachrichtenseiten in den letzten Monaten eher so ein bisschen aufs Abstellgleis geschoben hat. Und das ist in der Tat sehr, sehr spannend, denn ehrlicherweise hängt gleichzeitig aber am Erfolg des Echtzeitmediums auch so ein bisschen die Frage, wie man eben mit Echtzeitmeldungen umgeht. Wenn Notre Dame brennt, das ist immer mein Lieblingsbeispiel in Seminaren und so, dann muss man das über diese App mitkriegen. Oder wenn ich irgendetwas von einer Lage erfahre, dann will ich mich in dieser App darüber informieren und möchte nicht Notre Dame suchen und erstmal 400 schöne Bilder finden. Und das wird in der Tat, glaube ich, so ein bisschen die Herausforderung.
09:45 Florian Gregorzyk
Ja, also ich meine, dann hört es ja auch schon irgendwann auf mit Gründen, warum ich jetzt diesen neuen Dienst nutzen sollte. Also wenn es da weder Sag ich mal, ne, du hast es ja gerade gesagt, Sexinhalte im weitesten Sinne, wenn es die nicht geben wird, wenn es keine News nein, aber wenn es keine Newsinhalte geben wird, dann bleibt ja eigentlich nur noch Entertainment, Musikindustrie. Gaming-Industrie und das finde ich ja schon auf Instagram. Da brauche ich ja jetzt nicht die zweite App für. Oder eben Dinge, die meine persönlichen Freunde teilen. Und das finde ich im Zweifel auch bei Instagram. Oder vielleicht, wenn ich älter bin, bei Facebook.
10:19 Gavin Karlmeier
Ja. Also ich bin gespannt, wir werden das beobachten. Und dann kommst du einfach in einen Monat oder so nochmal wieder und dann erzählst du mir, wie sich das für dich entwickelt hat.
10:26 Florian Gregorzyk
Ich mache einen Feldversuch. Festversucht Journalismus auf Threats.
10:30 Gavin Karlmeier
Ja, das ist gut, freue ich mich. Adam Mossari hat übrigens erzählt, er hat ein bisschen aus dem sogenannten Nähkästchen geplaudert, dass der Name Threats tatsächlich nicht der erste Wunsch war. Das Team hatte sich eigentlich gewünscht, die App Textagram zu nennen.
10:44 Florian Gregorzyk
Das habe ich auch gelesen. Hast du gelesen, was im Prinzip das naheliegendste war, was einer da drunter geschrieben hat, was die vielleicht mal wo die hätten drüber nachdenken sollen? Sag mal. Textbook Oh, also ne, Facebook, okay, das ist ein Ort für Bilder, okay, Text, Textbook. Wirklich, das wäre doch so easy gewesen. Ja, dann hätte man alles.
11:06 Gavin Karlmeier
Epigramm war auch der Lieblingsname von Adam Ossari. Und ich finde tatsächlich Threads eigentlich, abgesehen davon, dass es natürlich für meinen deutschen Deutschen Mundapparat nicht aussprechbar ist, finde ich, ist das ein tolles Wort. Also irgendwie mag ich den Namen Threats.
11:19 Florian Gregorzyk
Ja, Threats ist cool. Ich mag das auch mit diesem verschnörkelten Logo, was ja dann so ein bisschen so diesen Faden irgendwie symbolisieren soll. Ich finde das cool. Ich mag es Ich mag das auch.
11:27 Gavin Karlmeier
Wir haben nachher bei den Funktionen und Emotionen noch ein paar Sachen, aber das ist ja eigentlich Housekeeping, weil wir nur sagen wollten, ich hatte recht. Ich habe noch drei andere Housekeeping-Sachen, vier. Das eine ist. Irgendwie grauscht mein Mikrofon und das ist überraschend, weil ich habe mit diesem Mikrofon 200 Episoden Haken dran aufgenommen und zwar alles okay. Vielleicht ist es Zeit für ein Upgrade. Einmal das. So, dann habt Dominik in der Folge am Freitag die Frage aufgestellt, ob die Netzneutralität noch gilt. Und tatsächlich gibt es eine EU-Richtlinie, die das einfordert. Also, das ist jetzt nicht einfach nur ein spaßiger Fortschritt. von irgendwelchen InternetaktivistInnen, sondern das ist ne es gibt eine rechtliche Grundlage für die Netzneutralität. Gut. Dann gab es die Frage, welcher der DAX-Konzerne noch der Einzige ist von dem DAX 40, der noch auf X wirbt. Und dabei handelt es sich um Continental oder Continental. Und das ist, wenn ich richtig informiert bin, ein Reifenhersteller, oder?
12:25 Florian Gregorzyk
Das ist der alte Sponsor von Borussia Dortmund. Als ich Kind war, war da noch das große C drauf.
12:30 Gavin Karlmeier
Genau, Lars Ricken hat mit dem großen C auf der Brust seine Dorf.
12:34 Florian Gregorzyk
Ich hatte Lars Ricken-Trikord mit fünf Jahren. Siehst du, ich auch Ich hätte anders richtig ein Trick. Echt? Ja. Geil.
12:40 Gavin Karlmeier
Und Bodo Ramelo, ähm, hat ja bei, das war in der Folge mit Holgi, haben wir ja darüber gesprochen, dass Bodo Ramelo erzählt hat, er hätte im Klapphaus. . damals erzählt, dass er immer ein Spiel gespielt hat während der Ministerpräsidentenkonferenz. Ich habe gesagt, es wäre Angry Birds gewesen, es war aber Candy Crush.
12:55 Florian Gregorzyk
Es war Candy Crush, ja.
12:56 Gavin Karlmeier
Ja, das hätte ich auch noch gewusst. Mussten wir noch einmal. erzählen. So, aber kommen wir zum Thema X, kommen wir zu Twitter. Da ist nämlich einiges passiert an diesem Wochenende. Und wahrscheinlich die größte Geschichte nach meinem Ermessen. Vielleicht siehst du das anders, aber nach meinem Messen ist die größte Geschichte, dass wir mal wieder einen Fall von Vox Populi Vox Dei haben. Die Stimme des Volkes ist die Stimme Gottes. Und Also Elon Musk, was ist passiert? Elon Musk hat eine Abstimmung auf seinem Twitter X-Account gestartet, bei der er gefragt hat, ob Alex Jones wieder auf die Plattform zurückkommen soll. Alex Jones, für die, die ihn nicht kennen, das ist der Mann, der so, ihr habt den hundertprozentig schon mal gesehen oder auf jeden Fall gehört. Den kennt ihr auf jeden Fall von seinen sehr wütenden Internetvideos. Der hat einen Online-Fernsehsender, kann man das so nennen. Wie willst du es nennen? Ja, doch, doch, doch. Ein Online-Fernsehsender mit dem Namen InfoWars und der kennt man, weil er immer sehr wütend in seinem Mikrofon schreit und sehr viele Desinformationen verbreitet. Ist eigentlich ein Rechts extremer Verschwörungstheoretiker, Verschwörungserzähler, würde ich, so würde ich ihn zusammenfassen. Und der wurde gesperrt 2018, weil er behauptet hatte, dass das Massaker an der Sandy Hook-Grundschule, bei der 20 Schulkinder und sechs Lehrer erschossen wurden, dass das nicht stattgefunden hätte und alle Leute, die darüber sprechen, SchauspielerInnen seien, die das inszenieren. Er wurde deswegen wegen dieser Behauptungen auch zu Inzwischen zur Zahlung in Höhe von mehreren Milliarden Dollar verurteilt. Also, das hat sich für ihn wahrscheinlich trotzdem nicht gelohnt, auch finanziell nicht die ganze Schmierengeschichte. Aber Elon Musk erwägt jetzt, ihn zurückzuholen, was ein totaler Euphemismus für die Tatsache ist, dass Elon Musk sich eigentlich schon entschieden hat, ihn zurückzuholen. Jetzt aber mal wieder unter dem Deckmantel der der Stimme des Volkes eine Abstimmung gestartet hat auf seinem Kanal, bei der er gefragt hat, ob Alex Jones zurück zu Ex kommen soll
14:57 Florian Gregorzyk
Es gibt ja mehrere Dinge, die man sich da erstmal fragen kann. Also die erste Frage, finde ich, ist, hat Alex Jones danach gefragt? Hat Alex Jones gefragt, du sag mal. Darf ich eigentlich wieder zurück? Hat der irgendwo gesagt, du, ich würde eigentlich gerne mal wieder zurück zu Ex? Oder hat Elon Musk das von sich aus gemacht? Das wäre für mich die erste Frage. Ich weiß nicht. Ob du dafür eine Antwort hast?
15:18 Gavin Karlmeier
Leider nicht, weiß ich leider nicht. Aber bei Trump war das ja auch so, dass Trump also sehr bewusst nicht danach gefragt hat.
15:23 Florian Gregorzyk
Ja, ja. Und dann ist die zweite Frage, die sich ja auch direkt stellt, also wenn Alex Jones nicht danach gefragt haben, und Elon Musk das von sich aus sich überlegt hat. Klar, aus seiner Sicht kann man argumentieren, ja, ich stehe ja für die Meinungsfreiheit ein und deswegen habe ich mir mal den überlegt, der sozusagen die am extremsten Rand irgendwo noch Vertritt, auch wenn es natürlich auch offiziell einfach Straftaten sind und gar nicht mehr so viel mit Meinungsfreiheit zu tun hat, sondern einfach mit Lügen, dann ist ja die Frage, okay, ist das ein Versuch, noch mehr Reichweite auf seine Plattform zu holen? Weil natürlich, wir merken ja, ich hab's ja gerade schon. So ein bisschen erzählt, was mein Eindruck zumindest ist, Sexstweets, möglichst provokante Bullshit-Tweets, das sind die, die jetzt gerade belohnt werden mit Reichweite, ist dann vielleicht so ein bisschen die Idee, okay, dann holen wir wirklich den provokantesten Lügner Auf die Plattform, den wir haben können, um einfach mehr Views auf den Tweets zu generieren. Fragezeichen? Ich würde sagen, ja.
16:18 Gavin Karlmeier
Ich würde auch sagen, ja. Also ich finde, das ist sogar eine sehr durchschaubare Strategie an dem Punkt. Weil eben genau, so ein Alex Jones, das sind halt so Namen, der reiht sich ja ehrlicherweise in eine Liste mit Donald Trump eben ein. Leute, die sehr laut herumpoltern, Lügen verbreiten, aber immer im rechtspopulistischen, rechtsextremen Spektrum unterwegs sind. Also die, wir führen diese Diskussionen dann nicht über Leute, die gesperrt sind, weil sie. eher auf der linken Seite sich irgendwie geäußert hätten und deswegen gesperrt wurden, weiß ich gar nicht, ob es da so viele Beispiele gibt, aber Das sind alles Leute, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie die Leute ansprechen, die Elon Musk gerne auf seiner Plattform hätte. Und das, also ich habe schon das Gefühl, dass er hier sehr bewusst versucht, dass. große, größere Truth Social zu sein. Also ich glaube, er hätte es schon ganz gerne, dass am Ende die die komplette Rechte, idealerweise sogar der Welt, sich irgendwie bei Ex versammelt, weswegen auch diese diese AfD-Smuseleien, die wir da im Herbst hatten oder im Spätsommer, die auch da ganz gut zu passen. Ex soll ein Zuhause werden für Leute, die die immer wieder mit Meinungsfreiheit argumentieren, aber damit eigentlich nur meinen, dass sie sagen können, was sie wollen, völlig unabhängig davon, ob das jetzt der Wahrheit entspricht oder nicht und am Ende eigentlich nur Macht stärken soll.
17:39 Florian Gregorzyk
Ich fand ja auch ganz interessant, was Kim. com da drunter geschrieben hat. Auch noch so einer, ja. Ja, genau. Das passte auch irgendwie ganz gut. Aber der hat es eigentlich ganz treffend zusammengefasst, auch wenn er das vielleicht anders meint, als ich das jetzt vielleicht dann interpretiere, hat geschrieben: Redefreiheit ist Redefreiheit, du hast hier auch Massenmörder und Kriminelle auf X. Alex Jones ist wirklich das Kleinste deiner Probleme. Und also so drüber nachgedacht stimmt es natürlich, ne? Also auch die Hamas ist auf Twitter oder weiß ich nicht, die iranischen Revolutionsgarden. die ja tatsächlich auch nicht nur wortwörtliches Blut an den Händen haben, sondern tatsächliches Blut an den Händen. Und dann ist es natürlich irgendwo folgerichtigt, Dass man auch solche Leute dazu holt, dass jetzt natürlich sich mehr Menschen darüber echauffieren, liegt natürlich daran, dass es einfach jemand ist, der eben aus dem gefühlt aufgeklärten Westen kommt und eben nicht aus einer Diktatur Und dann reinstated wird, sozusagen. Also, der kann noch ein bisschen mehr Schaden innerhalb unserer demokratischen Systeme anrichten, als es jetzt vielleicht die iranischen Revolutionsgarden oder sowas könnten.
18:45 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht. Ja, doch, das glaube ich auch. Zumal, also stimmt natürlich. Ich glaube nur, dass so, so So ein Alex, ich hab, nee, ich habe keinen finalen Gedanken dazu. Also das, was du sagst, ist natürlich eine sehr schlaue Argumentation und sehr schlüssig. Jetzt ist es aber so, dass es für solche ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll. Organisationen im vorsichtigsten Sinne wie die Hamas beispielsweise, die über Twitter, über X veröffentlicht. Für die ist das. glaube ich, nicht zwangsläufig ein Kanal, um Anhänger zu gewinnen oder um bewusst Destabilisierung herbeizuführen. sondern es ist ein Kommunikationskanal. Völlig unabhängig davon, ob das, was sie kommunizieren, nicht am Ende dasselbe Ergebnis auslöst. So, jetzt benutzt ein Alex Jones aber X sehr bewusst als Waffe. Wo würde ich formulieren, zumindest tun das viele der Rechtspopulisten, benutzen Ex als Waffe, mit der sie es schaffen, Spaltung und weitere Polarisierung in eine Welt zu führen, die eben in großen Teilen auf dieser Plattform unterwegs ist. Das heißt, die die die Tragweite von einem Ex-Account für Donald Trump, der aktiv twittern würde in dem Beispiel. hat halt tatsächlich Potenzial, direkten Schaden anzurichten. Und ich glaube, dass das die Ex-Kanäle der genannten Beispiele nicht zwangsläufig hat, weil die Menschen, die sie darüber erreichen, nicht die sind, die sich davon destabilisieren lassen.
20:16 Florian Gregorzyk
Ja, also ehrlicherweise, ich habe einfach, als ich es persönlich, als ich das gelesen habe, konnte ich mir schon denken, was auch bei dieser in Anführungsstrichen Abstimmung herauskommen würde, weil natürlich der Großteil der Menschen, die Elon Musk Folgen, die wollen die Welt brennen, sehen, ganz einfach. Das sind einfach Trolle, die das einfach wollen, so, die auch dieses Extreme gerne wollen, um sozusagen das System auch an seine Grenzen zu bringen. Und ja, ich will nicht sagen, ich habe Angst. Aber ich glaube schon, dass der Schaden, der jetzt dadurch nochmal angerichtet werden kann, der ist schon nicht klein, glaube ich. Also ich glaube, gerade in den USA, gerade in solchen Zeiten wie jetzt, wo sowieso die gesamte Gesellschaft so polarisiert ist. Da nochmal so jemanden, den man eigentlich irgendwie von der Backe hat, nochmal dazu zu holen. Ja, mal schauen.
21:04 Gavin Karlmeier
Wird, glaube ich, ein sehr interessantes 2024. Das ist sehr lieb formuliert. Interessant ist ja. Ja, ich fürchte auch. Da muss ich tatsächlich dran denken, wo du sagst. Katrin hat das in unserem Discord, im Haken dran-Discord, wenn ihr kommen wollt, www. hakendran. org. Ihr seid herzlich eingeladen, über 200 Leute sind da schon. Ich bin auch schon da. Und du bist auch da, geil. Katrin hat da einen schönen Satz gesagt. Sie hat nämlich geschrieben, Elon Musk hat mal gesagt Das Ziel ist jeden Tag eine Schlagzeile, egal was für eine. Und ich finde, damit kann man sehr viele seiner Entscheidungen ganz gut erklären. Also Hauptsache im Gespräch bleiben, Hauptsache Thema werden, Hauptsache stattfinden. Achso, aber der Vollständigkeit habe, ja, die Abstimmung ist natürlich schon zu Ende. Laut X haben an dieser Abstimmung eine Million neun hundredsechse. Jones zurückkommt und Elon Musk sagt, the people have spoken, so it shall be. Ich habe noch eine kleine Geschichte, bevor wir vielleicht zu einer anderen, größeren kommen, zum Thema Ex. Alan Rosa, der war bei Twitter für die Informationssicherheit zuständig und der wurde entlassen. Kurz nachdem er sich geweigert habe, eine Dienstanweisung umzusetzen, die Dienstanweisung war nämlich Kürzinnen umzusetzen Und diese Kürzungen sollten dazu führen, dass 50% des Budgets für physische Sicherheit auf Twitter eingegrenzt werden, eine Software abzuschalten. bei der es möglich gewesen wäre, Informationen mit Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt auszutauschen. Das waren alles so Anweisungen, die Rosa in seinem Job hatte. Die hat er nicht umgesetzt, wurde daraufhin entlassen. Und er sagt, dass das Umsetzen dieser Maßnahmen dazu geführt hätten, dass man gegen einen Vergleich mit der FTC der Handelskommission in den USA. Also man hat einen Vergleich geschlossen im Rahmen eines Gerichtsverfahrens in Höhe von 150 Millionen Euro. Und am Ende gab es eben dieses Ergebnis, dass Twitter sich selber dazu verpflichtet, diesen Austausch einzuführen mit Strafverfolgungsbehörden. Und das alles unter dem Rahmen von geltendem Datenschutz. unter dem Schutz vertraulicher Daten. Sehr komplex. Elon Musk hat ihnen quasi angewiesen, das alles abzuschalten und damit gegen diesen Vergleich zu verstoßen. Er hat gesagt, das macht er nicht, wurde entlassen. Und der hat jetzt Klage eingereicht, eine der vielen Klagen, die gegen Twitter und X eingereicht wurden, in New Jersey. Ich weiß nicht, ob das eine Rolle spielt, aber ich sage es gerne mal dazu.
23:34 Florian Gregorzyk
Ist nicht schön da auf jeden Fall.
23:37 Gavin Karlmeier
New Jersey?
23:38 Florian Gregorzyk
Mehr weiß ich nicht über New Jersey.
23:42 Gavin Karlmeier
Aber guckt man da nicht auf, guckt man da nicht auf New York. Ist das nicht schön?
23:45 Florian Gregorzyk
Ja, ja, genau, aber es ist die schlechte Seite, glaube ich. Achso, ich weiß es nicht.
23:48 Gavin Karlmeier
Aber Bruce Springsteen kommt daher. Das weiß ich nicht. Na, jedenfalls, die Klage wurde eingereicht und ich glaube, das könnte auch nochmal wie so oft spannend werden.
23:57 Florian Gregorzyk
Ja, das war ja eine Sache, die Musk ja auch schon bevor er Twitter gekauft hat, immer wieder versucht hat zu leaken und dann als er es gekauft hat, dann auch die ganze Zeit geleakt hat, an welchen Stellen dann mit Strafverfolgungsbehörden und ich weiß es gar nicht, im weitesten Sinne auch Geheimdiensten zusammengearbeitet worden ist. Korrigiere mich, wenn du wenn, wenn das so ist. Ja, wahrscheinlich ist das so. Und gleichzeitig hat ja auch Elon Musk dann einigen ja Dingen nachgegeben, die beispielsweise der türkische Staat dann gewollt hat. Also klar, an den Ecken, wo es dann sozusagen sein antiliberales Weltbild Oder in sein antiliberales Weltbild passt, arbeitet man zusammen oder wenn es dem Geschäft hilft, aber wenn es sozusagen seinem Narrativ hilft, er kämpft gegen die bösen Globalisten, die da die Meinungsfreiheit einschränken wollen. Dann ist er natürlich vorne dabei zu sagen, nee, nee, das müssen wir jetzt hier stoppen. Ist mein Take.
24:45 Gavin Karlmeier
Ja, ist auch ein guter Take, weil das aber auch so einen großen, das bringt einen sehr großen Kratzer im Lack der Glaubwürdigkeit, dieser immer wieder von Musk angeführten Rechtschaffenheit. Also er sagte immer das, ähm, in dem Türkei-Beispiel war das ja so, dass Twitter-Accounts von der politischen Opposition am Rahmen, am Tag der Präsidentschaftswahl gesperrt wurden. Und dass er gesagt hat, naja, das ist halt das Recht in der Türkei, und dem fügen wir uns. Und wenn man diese Argumentation weiterspielt, dann würde auch hier Dieser Vergleich, den Tutter ja eingegangen ist, würde befehlen zu sagen, wir halten uns ein geltendes Recht. Und das passierte eben nicht. Das heißt, diese Argumentation, wir setzen geltendes Recht um, gilt immer nur so lange, wie es, wie du gerade schon gesagt hast, in das Weltbild passt. und sonst eben nicht weiter. Er hat übrigens auch gesagt dazu, um da nochmal ein Befühl zu kriegen, dass er dieses Narrativ die ganze Zeit pflegt, dass er gesagt hat, er hat mal versucht, GTA zu spielen, GTA 5. Und er musste auch Polizisten schießen und deswegen konnte er es nicht spielen.
25:46 Florian Gregorzyk
Bro, shut the fuck up, echt. Echt, Alter. Also gerade Elon Musk, der ja wirklich vertritt, ja, hier, wir sollten echt die kontroversesten Takes drin haben, der Kannst mir halt auch nicht erzählen, dass er irgendwie ein Computerspiel deswegen ausmacht, weil er sagt: Was in der ersten Szene spiele ich einen Kriminellen? Das mache ich sofort wieder aus. Weiß ich jetzt nicht. Wirklich, da weiß ich auch überhaupt nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Das ist wirklich schon so lächerlich. Dass man damit dann aber auch immer noch Leute hinterm Ofen hervorbekommen, hinterm Ofen hervor. Krieg, die dann sagen, ah ja, Elon Musk, super, du stehst für die Blue Line, für unsere rechtschaffenden Polizeieinheiten in den USA. Einen herzlichen Dank. Auch ich kenne viele PolizistInnen auch in den USA, die sehr gerne GTA spielen.
26:35 Gavin Karlmeier
Liebe Grüße.
26:38 Florian Gregorzyk
Auch im New Jersey.
26:41 Gavin Karlmeier
Ich habe mir aufgeschrieben, dass du mit mir über Grog sprechen möchtest. Ja. Und ich möchte da auch gerne drüber sprechen, aber ich lasse dir gerne den Vortritt.
26:48 Florian Gregorzyk
Ja, du pass auf. Ich habe das gesehen. Ich habe das erst gelesen hier, Grog, ich hab dem irgendwelche Fragen gestellt. Ich dachte erst, also ich wusste nicht, dass es der Twitter-Chatbot ist. Ich habe es nur in meiner Twitter-Timeline wahrgenommen Hab dann mal ein bisschen nachrecherchiert, dann gecheckt, dass das ein Twitter-Account ist. Hab gedacht, ach, das klingt ja eigentlich lustig, was die ganzen Leute hier als Screenshots posten von diesen Unterhaltungen. Hab dann, wie gesagt, diesen Grog G-R-O-K. In Deutschland findet man dann schnell auch mal Gronkh, das ist der falsche Account. Grog heißt er. Bin dem dann reingefolgt, weil ich dachte, okay, wo kann ich jetzt hier mit dem schreiben? Hab irgendwie geguckt, muss ich den jetzt anschreiben? Nee, das ist ja irgendwie alles aus DMs. Hab versucht, dem eine DM zu schreiben und dann gemerkt, das geht ja gar nicht. Und dann herausgefunden, dass das unter anderem ein Service ist, den man eben jetzt mit Twitter, äh, wie heißt das, Twitter Plus bekommt?
27:34 Gavin Karlmeier
Ja, genau, das ist wirklich nicht so ganz leicht zu durchdringen. Also, jetzt seit einigen Tagen ist es möglich, vorzeitigen Zugriff auf Grog zu kriegen, wenn man nicht etwa früh hieß Tutta Blue, dann hieß es Ex-Premium, so heißt es. Und es gibt aber jetzt eben auch noch seit einem Monat oder so, da haben wir nicht drüber gesprochen, weil das um die haken dran freie Zeit fiel. Gibt es nicht nur Ex Premium, sondern eben auch Ex Premium Plus. Das ist kein Witz. Und Ex Premium Plus ist werbefrei und du hast eben vorzeitigen Zugriff auf Grog. G Glock Grog, wenn du wenn du ein iOS-Nutzer bist. Also da sind schon ein paar Wenns und Abers, die dich dahin bringen, um Mit dem ex-eigenen Chat-GPT-Klon zu sprechen.
28:20 Florian Gregorzyk
Da war ich tatsächlich ein bisschen traurig, weil ich dachte, hab ich als großer Haken dran-Hörer Habe ich die Folge verpasst, wo ihr darüber gesprochen habt? Und dann habe ich gedacht, nee, das ist wahrscheinlich in eure Pause gefallen. Also das als Hintergrund ist dann doch schon relativ wichtig. Und die Idee bei diesem Chatbot ist ja so etwas einem, ein Maska. Ansatz zu Chat-GPT, der ja relativ humor, also Chat-GPT ist ja relativ humorlos im weitesten Sinne. Klar, man kann sich auch Gags damit schreiben lassen, aber die Idee von Grog ist, dass es quasi Chat-GPT mit so einem ironischen Unterton ist. Also du kannst auch Grog fragen, erklär mir mal, wie mache ich aus Kokain Crack. Und dann sagt er dir, also als erstes solltest du dir von der DEA, also der Drug Enforcement Agency, also dem, wie sagt man in den USA, der Agency, die sich um Drogenkramat? Drogenfahndung? Ja, irgendwie sowas. Du solltest dir dir von denen erstmal eine Lizenz holen und dich immer dem Gesetz beugen und ich werde dir das bestimmt nicht sagen, aber wenn, dann würdest du es so und so machen und dann gibt er dir irgendwie eine Anleitung, wie du aus Kokain-Crack machst oder irgendwie sowas. Also so ein bisschen edgy, wo halt irgendwie 14-Jährige sagen, das ja, da kann ChatGPT nicht mithalten, ihr verdammten Liberalen.
29:36 Gavin Karlmeier
Ja, genau, es soll auch ein nicht-vokes-Gegengewicht zu Chat-GPT sein, weil Chat-GPT zum Beispiel sich nicht rassistisch äußert. Und das finden Leute offenbar schade.
29:47 Florian Gregorzyk
Ja, also ich muss aber trotzdem gestehen, auch wenn ich jetzt natürlich hier schon wieder die große Kritikkeule rausgeholt habe, ich fand es trotzdem interessant, deswegen bin ich ja drauf, habe ich ja drauf geklickt, hab's ja auch versucht, das irgendwie zu machen. Aber wie gesagt, wenn ihr nicht für Twitter bezahlt, dann könnt ihr das nicht nutzen.
30:02 Gavin Karlmeier
Aber also diese Screenshots, die du gerade angesprochen hast, es gibt da zwei, die ich da tatsächlich sehr bemerkenswert finde. Oder einen, den ich ganz besonders bemerkenswert finde. Da hat nämlich jemand an Grok geschrieben, sind trans Frauen echte Frauen? Und Grok sagt einfach nur yes. Und das ist tatsächlich sehr interessant, weil das ja also in das Weltbild eines Inglatermas gar nicht reinpasst, aber Grog offenbar, naja, vielleicht doch ein paar wie soll ich sagen, Menschenrechte dann doch als Grundlage seiner Argumentation nimmt.
30:37 Florian Gregorzyk
Also hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Ich hätte gedacht, der macht dann irgendwie einen Joke darüber.
30:40 Gavin Karlmeier
Nee, leider nicht. Er sagt auch, jemand hat auch geweiht, sind Transmänner Männer? Und dann hat Grog geantwortet, ja, Transmänner sind Männer. Geschlechtsidentität ist eine persönliche Erfahrung und kann sich von deinem. . Per Geburt definierten Geschlecht unterscheiden. Finde ich interessant.
30:57 Florian Gregorzyk
Passt ja vom Grundgedanken her schon auch in ein libertäres Weltbild, wo ja jeder eigentlich das machen soll in der Extrem, was er möchte.
31:06 Gavin Karlmeier
Ja, passt aber nicht ganz zu dem Elon Musk, der noch vor einem halben Jahr diese Scheindokumentation mit weiß nicht wie viel Reichweite mit 100. 40 Millionen Follower genutzt hat, um diese Dokumentation zu bewerben und in ganzer Länge auf seinem Kanal zu platzieren. Ja. Naja. So, soviel zu Gork. Ja, Premium Plus, der Falschgänge hat, aber kostet übrigens 19 Euro im Monat und es damit. Ganz schön teuer.
31:35 Florian Gregorzyk
Was kostet denn ChatGPT-4? Das ist doch auch so irgendwie nicht. 20 Euro. Also, je nachdem, wie gut Gronkh, je nachdem, wie gut dieses Grong ist, könnte das natürlich ein gutes Argument sein, sozusagen, sich die. dieses Twitter Plus da zu kaufen, Twitter Premium Plus.
31:52 Gavin Karlmeier
Ich hab noch eine Geschichte aus der Twitter Welt und es führt uns wieder in die Welt der Gerichte. Und zwar, das ist jetzt eine Geschichte, es ist so eine Never-Ending Story, da haben wir schon sehr, sehr oft drüber gesprochen. Nach wie vor ist es so, dass wenn Elon Musk etwas über Tesla veröffentlicht bei Twitter Dann muss da jemand drüber gucken, ein Anwalt. Und das ist eine rechtliche Vorgabe, die Also die Grundlage ist die, es gab 2018 eine Geschichte, dass Elon Musk getwittert hat, er überlegt, Tesla von der Börse zu nehmen und die Finanzierung dafür bereits gesichert zu haben. Und das hat dazu geführt, dass der Tesla-Aktienkurs sich verhalten hat. Und viele AktionärInnen waren dann ziemlich wütend und haben Elon Musk verklagt wegen Markenmanipulation. Und zu Recht. Zu Recht, ja. Das Ding war aber, dass im Laufe der weiteren Verfahren herausgekommen ist, dass Das Gericht entschieden hat, ein Tweet alleine ist noch keine Marktmanipulation. Diesen Beschluss gibt es. Trotzdem gab es aber diese gerichtliche, gerichtliche. Auflage, dass er eben ein zweites Paar Augen haben muss, das über seine Tweets schaut. Und das gibt es bis heute, dieses zweite Augenpaar, dieses anwältliche Augenpaar. Und das ist. Elon Musk ein Dorn im Auge, weswegen er jetzt vorhat, vor das oberste Gericht zu ziehen. Er hat jetzt diesen Antrag gestellt, um vor dem obersten Gericht seine, naja. das Recht auf Mülltwittern zurückzubekommen.
33:20 Florian Gregorzyk
Ach, stell mal vor, du bist der Anwalt, der wirklich da drüber gucken muss und dann wirklich die Verantwortung übernehmen muss, dass dass das so marktrechtlich in Ordnung ist. Also ich habe ja wirklich wahnsinnig Respekt vor so Jobs wie so, es gibt ja so Bauprüfer oder so, ne? Die, also irgendwelche Architekten zeichnen ein Haus und die müssen dann ihren ihr Brief und Siegel drunter setzen, dass das nicht einstürzt. So bei so einem Fußballstadion oder so. Die werden wahnsinnig gut dafür bezahlt, aber die haben halt auch super viel Verantwortung. Und Elon Musk hat das ja schon mehrfach gedacht. Der hat das ja auch zum Beispiel mit diesem Dogecoin gemacht, ne? Oder mit Bitcoin oder so, dass er die einmal hochjast, sozusagen, wenn er selber davon profitiert und dann fallen lässt. Und das ist natürlich eine Art von Marktmanipulation. Ob sich das rechtlich so feststellen lässt, das weiß ich nicht. Aber dafür die Verantwortung zu übernehmen als Anwalt.
34:06 Gavin Karlmeier
Naja, vor allem also auch rein praktisch, so wie man Elon Musk kennt, wird dieser Anwalt wahrscheinlich morgens um 3. 33 Uhr angerufen von einem mit sieben Red Bull hochgepeterten Elon Musk, der sagt, check den Tweet jetzt! Die Frage ist ja auch, ob der Anwalt vielleicht pro Tweet bezahlt wird.
34:24 Florian Gregorzyk
Oder so Bereitschaft-Däde wird mit sich halt ein Team sein, oder?
34:26 Gavin Karlmeier
Ja, das wird ein Team sein und die werden einen Pauschalbetrag kriegen und der ist wahrscheinlich absurd hoch für die Arbeit.
34:31 Florian Gregorzyk
Ja, hundertprozentig.
34:33 Gavin Karlmeier
Apropos Team, es gibt ein neues Twitter-Team und das ist das erste Mal, dass ein komplett neues Team bei Twitter im Twitter-Haus sozusagen gestartet wird. Das ist unter der direkten Leitung von Linda Jaccarino. Und dieses Team ist ein neues App-Entwicklungsstudio in Japan. Und dort werden jetzt neue MitarbeiterInnen eingestellt. Und dessen Job ist es nur, Instrumente zu entwickeln, mit denen kleine und mittlere Unternehmen in Japan gut Werbeanzeigen schalten können. Das ist interessant, weil der japanische Werbemarkt ungefähr 10% der Werbeeinnahmen für Twitter ausmacht. Also es ist ein sehr wichtiger Markt. Und ich finde daran besonders interessant, dass man jetzt gerade offenbar erstmal davon Abstand nimmt, weiter zu versuchen in den USA. Werbekunden zu gewinnen, sondern sich jetzt tatsächlich eher mal auf die anderen Märkte, an die anderen Märkte richtet, in denen es vielleicht eben nicht ganz so polarisiert ist
35:21 Florian Gregorzyk
Macht ja auch Sinn, ne? 120 Millionen Einwohner, 125 oder so in Japan. Da kann man einiges reinholen, vor allen Dingen in so einer, ja, sag ich mal, reichen Gesellschaft wie Japan. Ja, voll.
35:32 Gavin Karlmeier
Also ich glaube das auch, und es kann ja so eine Art Inkubator-Funktion sein. Also man kann halt dadurch dann ableiten, wenn es hier so und so gut funktioniert, dann wird das wahrscheinlich auch in den anderen Märkten klappen. Also das ganz ungeschickt ist es nicht.
35:46 Florian Gregorzyk
Ich meine, Japan ist halt natürlich einfach ein sehr, sehr homogener Markt einfach. Also die Gesellschaft ist ja auch relativ homogen. Ich meine, ich kenne mich jetzt mit solchen Instrumenten nicht so gut aus, aber ob das dann so hundertprozentig übersetzbar ist Würde ich zumindest mal ein Fragezeichen hintermachen, oder? Weil ja auch kulturell das schon, glaube ich, recht anders funktioniert als jetzt in den USA.
36:08 Gavin Karlmeier
Ich glaube, inhaltlich musst du das anpassen, die Wege, aber die ganzen Verfahren, die ganzen Mechanismen, mit denen Werbung dann gebaut und geschaltet werden kann, die kannst du ja dann Hoch Jassen auf andere. Märkte. Thomas Gigold, ein langer, langhöriger Haki. Langhöriger, sagt man das so?
36:29 Florian Gregorzyk
Lange Ohren hat er.
36:31 Gavin Karlmeier
Der hat auf jeden Fall ein Fragezeichen an eine Zahl gemacht, denn Ex hat verkündet, dass in der ersten Dezemberwoche zehn Millionen neue Menschen sich bei Twitter registrieren. Er sagt, das wären 60. 000 NutzerInnen pro Stunde. Und er sagt, das ist dann doch, das wirkt doch ganz schön viel.
36:46 Florian Gregorzyk
10 Millionen ist echt krass. Also, das, ähm, ich habe es nochmal nachgeschaut. X hat ja insgesamt Knapp 650, 660 Millionen Nutzer nur. Da sind natürlich zehn Millionen, das werden ja aufs Jahr hochgerechnet, würden ja dann ein Sechstel ihrer Hörerschaft, ihrer Nutzerschaft quasi on top packen.
37:07 Gavin Karlmeier
Wild. Ja, finde ich auch wild. Wir lassen das mal stehen und sacken. Und zwei, wir haben noch zwei, eigentlich brauchen wir dafür einen Jingle, einen Namen für diese Rubrik. Ex-Verabschiedung der Woche. Denn zwei große, also ein sehr großer Player und ein mittelgroßer Player haben sich verabschiedet. Zum einen die GLS-Bank aus Deutschland. hat gesagt, wir sind weg, wir haben hier keine Lust mehr drauf zu schauen. Und das W3C, das World Wide Web Consortium. Das ist quasi. Ich kann das nur falsch erklären, aber ich sag mal, das ist sozusagen der Bundesrat des Internets. Also die verifizieren die HTML-Richtlinien, wie eine HTML-Seite aussieht, was HTML sein kann. der hohe Rat des Internetschefs Genau. Internet sein Vater ist es. Und auch die haben jetzt ihren X-Account abgeschaltet und empfehlen all ihren FollowerInnen zum Mastodon zu kommen.
38:16 Florian Gregorzyk
Stell dir mal einfach vor, das Internet selber möchte nicht mehr auf deiner Plattform sein.
38:21 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so, ne? Bitcher. Super krass.
38:25 Florian Gregorzyk
Aber vielleicht auch nicht, weil das mit Sicherheit einfach so eine richtige Nerd-Organisation ist. Und Elon Musk so total auf die runterschaut und sich denkt, ihr seid so alt und langweilig.
38:34 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Okay. So, dann apropos Mastro eine Kleinigkeit, die Mammoth App, also wie das Mammut, Mammoth, hat eine neue Version, Version 2, gestartet. Das ist eine App, mit der du sozusagen ins Fiddiverse eintauchen kannst. Und diese App hat eine, also erstmal ist das Onboarding dort extrem spaßig, extrem einfach, aber es gibt dort sogenannte Smart Lists. Also ein eigener Feed. der sich so ein bisschen selber aussucht, welche Inhalte, die angezeigt werden, oder? Man will das Wort fast gar nicht sagen, algorithmisch sortiert. Und das ist tatsächlich sehr interessant, weil das so die Möglichkeiten eines offenen Netzwerkes, eines offenen Systems zeigt. Ähm, hier gibt nicht die Plattform vor, was dir angezeigt wird, sondern du kannst dich entscheiden, ich möchte eine App benutzen, die einen Algorithmus nutzt, der wiederum mir die Inhalte anzeigt, die mir gefallen. Und wenn mich das aber nervt, dann nehme ich eine andere App. Und das ist natürlich super attraktiv und man würde sich doch glatt wünschen, dass man da so generell ein bisschen offener an diese Themen herangeht bei anderen Playern, die so sehr closed sind.
39:39 Florian Gregorzyk
Ja, ich fürchte, das ist wahrscheinlich einfach Von vielen nicht gewünscht, weil man mehr in der Hand haben möchte selber, ne? Ja. Also als große Firma. Ist ja auch schlau, so ein bisschen. Ich hatte jetzt letztens relativ ausführlich mich mal informiert über die Mittel und Wege, wie das in China zum Beispiel gemacht wird. Also da wird ja über WeChat, es ist ja auch so ein bisschen modulhaftig, dass man da verschiedene Apps innerhalb der App auch haben kann. Vielleicht ist es auch einfach zu kompliziert für viele westliche Firmen so.
40:11 Gavin Karlmeier
Ich glaube, also was ich mir vorstellen könnte, was du auch, also zum einen, wie du schon sagst, dieses, ich regle mich ab als Unternehmen. um einfach so die, um auch Argumente zu liefern, ähm, sowohl auf Datenbasis, da fragt dann keiner nach, oder es fragen viele, aber es gibt keine Antworten, aber auf der anderen Seite, um auch so eine Art Berufsgeheimnis daraus zu machen. Also da gibt es ja so ganz Ein ganz bekanntes Beispiel ist sicherlich iMessage von Apple, das ja ein geschlossener Messaging-Service für iPhones oder iOS-Geräte ist. Und in den USA spielt das eine sehr, sehr große Rolle bei jungen Leuten, ob du jetzt blaue oder grüne Nachrichten schickst. 75% der Teenager in den USA haben ein iPhone, das heißt, du willst nicht zu den 25% gehören, die grüne Nachrichten schicken.
40:55 Florian Gregorzyk
Nee, will man auch einfach nicht. Kann ich aber auch nachvollziehen. Hätte ich auch als Teenager nicht gewollt. Als Teenager wollte ich auch immer die blaue Blume bei ICQ haben.
41:02 Gavin Karlmeier
Ja, hast du aber nicht bekommen, obwohl du allen immer wieder diesen Text geschickt hast.
41:05 Florian Gregorzyk
Ich habe auf alle Links geklickt, das hat nie funktioniert.
41:08 Gavin Karlmeier
Schicke diese Nachricht jetzt an zehn Kontakte. und deine ICQ-Blume wird zu einem Hanfblatt.
41:13 Florian Gregorzyk
Ja, aber es ist nicht passiert. Ich weiß auch nicht, woran es gelegen hat. Woran hat gelegen?
41:18 Gavin Karlmeier
So, und bevor wir hier in unsere Rubrik kommen. habe ich noch ein kleines, eine Kleinigkeit aus der Metawelt, weil wir gerade so schön über KI gesprochen haben. Diese Meta-KI, die wird ja immer mehr eingeführt, findet an immer mehr Orden statt. Wir haben letzte Woche schon immer. die vom Facebook genannten Beispiele gesprochen, wofür man die benutzen kann. Möchtest du jemandem zum Wurzel gratulieren? Die KI kann dir einen Text vorschlagen. So was. Und jetzt kam aber raus, das Meta für den KI Image Generator, also für die Generative Bild KI, die man jetzt auch schon testen kann, unter imagine. meta. com. Das ist ehrlicherweise ist das jetzt nichts. Besonderes, wer sich schon mal mit generativer Bild-KI auseinandergesetzt hat, der kennt das alles, weil es fühlt sich ein bisschen an wie so Dolly halt. Da gibt es was ein, da kommt was raus. Aber interessant ist, dass zum Trainieren dieser KI. 1,1 Milliarden öffentlich einsehbare Bilder von Facebook und Instagram genutzt wurden. Das heißt, all das, worüber wir auch bei X schon gesprochen haben, dieses welche Daten gehören eigentlich noch uns und wie viel können wir eigentlich noch darüber verfügen und ändert sich im Nachhinein so ein bisschen auch die Nutzungsvereinbarung, weil jetzt gesagt wird, okay, meine Daten werden nicht nur zur Distribution genutzt und zur Bewerbung der Plattform, sondern auch zum Trainieren. eines Services, der meine Daten am Ende überflüssig machen soll, das finde ich doch schon sehr bemerkenswert, ehrlicherweise
42:44 Florian Gregorzyk
Ja, und also ehrlicherweise Twitter macht das ja glaube ich ähnlich mit dieser Grog-KI. Also die ist ja auch, meine ich, unter anderem auf Basis von Tweets. basiert das ja? Shame on me, wenn dem nicht so ist.
42:56 Gavin Karlmeier
Nee, das ist so, ja. Wobei, also wir wissen es offiziell nicht, aber wir wissen, dass Elon Musk sich gewehrt hat, dagegen, dass andere Crawler die Tweets andere Leute nutzen, um KIs zu trainieren und kurz danach eben Kraut vorgestellt wurde.
43:10 Florian Gregorzyk
Ja, und es war ja wohl auch so, also ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast. In der EU ist jetzt dieser AI-Act verabschiedet worden, der ja von der Europäischen Union so gefeiert wird. Wir sind die Ersten, die es jetzt schaffen, hier KI. zu regulieren, damit eben alles auch ein bisschen transparenter wird und Nutzerinnen und Nutzer einerseits erkennen können, was ist KI generiert, also dass zum Beispiel so Wasserzeichen auf verschiedenen Produkten dann drauf gemacht werden sollen, dass man aber auch dass auch solche Unternehmen eben dazu verpflichtet werden sollen, detaillierte Zusammenfassungen zu erstellen, womit deren KI trainiert worden ist. weil es da ja eben auch viele Bedenken gibt, dass so eine KI ja auch trainiert wird mit urheberrechtlich geschützten Werken. Also da aus der aus der Richtung weht, glaube ich, so ein bisschen der Wind bei der EU. Das hatten wir ja schon bei anderen Gesetzen auch, dass so diese Lobby-Organisationen für Verlage und Rechteinhabe relativ groß ist einfach und dass man hier dann so ein bisschen der KI oder zumindest den Tech-Unternehmen vielleicht auch so einen Riegel vorschieben möchte. Was ich aber ganz interessant fand, ist, wie das dann die EU geframed hat. Also Thierry Breton, das ist so der Handelskommissar, oder? Ja, es wird immer so ein bisschen als Handelskommissar zusammengefasst. Der ist, glaube ich, auch noch irgendwie für Weltraumverteidigung zuständig, irgendwie aus irgendeinem Grund. Lirum Larum. Verteidigung im Weltraum? Ja, habe ich zumindest mal gelesen. Jedenfalls, der hat getwittert Ähm, der AI Pact ist oder der AI-Act ist so viel mehr als ein Regelwerk. Er ist ein Launchpad für EU-Startups und Researchers, die dann irgendwann das Global AI Race führen sollen. wo man jetzt sagen kann, würde ich jetzt mal zumindest ein Fragezeichen hintermachen, weil natürlich ist das aus Nutzer und aus Rechteinhabersicht Cool, dass es sowas gibt, dass das irgendwie alles durchsichtiger wird, wie diese ganzen fetten Firmen mit Milliarden und irgendwelchen Rechensystemen das halt machen. Aber gleichzeitig ist also die EU weit davon entfernt, irgendwo entweder ein Launchpad zu sein für Startups und auch die Startups im AI-Bereich, die wir gibt ja in Deutschland und in Frankreich, glaube ich, sind die beiden großen in Europa. Die sind ja auch weit davon entfernt, irgendwie konkurrenzfähig zu sein. Also zum Beispiel auch unter diesem Tweet von Thierry Breton, wo der das dann so gefeiert hat und da irgendwie so 50 EU-Kommissare sind, die alle so einen Daumen hoch zeigen. Das sind alles so irgendwelche weißen Bürokraten in ihren Anzügen. Haben dann auch Leute so drunter geschrieben, ja, das ist wirklich historisch, prähistorisch. Oder die, die, The World's Regulatory Superpower strikes again oder äh. . Das ist ein Launchpad, um all diese Startups schneller nach San Francisco zu befördern. Weil natürlich in so einem frühen Stadium so eine Regulierung rauszuhauen, während das in den USA halt nicht der Fall ist.
46:11 Gavin Karlmeier
Ja, ist eigentlich eher als Bremse verstanden, vermutlich, ne? Von der Industrie.
46:15 Florian Gregorzyk
Ja, weil also natürlich ist es einerseits gut, dass wir eine detaillierte Zusammenfassung bekommen, okay. Nutzt Twitter jetzt meine Tweets, um das zu trainieren oder Meta in dem Falle dann irgendwie die Fotos von mir bei der Weihnachtsfeier von meiner Oma? Aber wenn das dann jede kleine Firma machen muss, bevor die überhaupt erstmal ein Produkt rausbringen, das schon so zusammenzufassen und das irgendwie. . Ja, alles irgendwo dann wird ja dann wahrscheinlich eingereicht, dann wird es geprüft und da kriegst du einen Stempel oder was? Also ja
46:47 Gavin Karlmeier
Es hat zwei Seiten, diese Medaille, glaube ich. Ja, mit Sicherheit. Also ich habe da auch da auch zwei Gedanken zu. Zum einen, ich glaube, dass die EU in der Tat durch ihre Marktmacht, durch ihre Wucht, durch ihre Wichtigkeit tatsächlich Veränderungen herbeiführen kann, die zum Guten der NutzerInnen sind. Also mein Lieblingsbeispiel ist der USB-C-Anschluss an einem iPhone. Also ich finde das wirklich Das ist eine gute Entwicklung. Aber das hat erstmals sehr lange gedauert und zweitens wird es natürlich aus den USA stark belächelt, dass sie hier so ein starker Eingriff stattfindet. Und solange dort die ganzen Unternehmen sitzen, ist das in der Tat eher ein Anlass, sich dann von der EU fernzuhalten für diese Unternehmen, die sagen, hey, woanders kann ich aber produzieren, ohne mich diesen Sachen hinzugeben. Das zweite Problem ist, glaube ich, dass die Umsetzung dieser an EU-Richtlinien geknüpfte Backend-Informationen in den Netzwerken. . Wie habe ich den Satz angefangen? schwierig ist. Weil wir kennen das von Instagram beispielsweise, diese Auswertung der Werbeinteressen, das ist nicht auf Usability getrimmt. Das lädt super langsam, dann musst du nochmal Cookies akzeptieren, dann musst du 36 Mal zustimmen, dann klickst du hier, dann klickst du da. Und dann ist das auch noch unsatiert und dir wird gesagt, du interessierst dich für Innenarchitektur, obwohl das vielleicht in einem richtigen Ranking irgendwo auf Platz 914 wäre. Also diese, diese, die, die Richtlinien sind gut, dass es die gibt. Ich würde mir noch manchmal wünschen, dass da auch tatsächlich der direkte der direkte Nutzen mitgeliefert wird. Also wie kann ich das für mich so einsetzen, dass es eben nicht nur ein Feigenblatt ist, dass ich sagen kann, ja, aber ich kann mir ja meine Werbeinteressen ansehen. Sondern dass ich damit auch konkret arbeiten kann. Und das finde ich tatsächlich manchmal ein bisschen kompliziert. Und das wird hier nicht anders sein. Also dann wird es so eine Art Support-Portal geben. So, bei dem ich sehen kann, welche meiner Tweets genutzt wurden, um damit KI zu trainieren und kann vielleicht jetzt noch widersprechen. Ich kann aber die Daten aus den Trainingsdaten nicht mehr rausziehen, sondern ich kann sagen, ab jetzt diesen Tweet bitte nicht mehr verwenden. Und dann war es das. Und dann ist tatsächlich am Ende die Frage, bringt das wirklich etwas oder ist es hier jetzt eher nur die Möglichkeit, sich abzufeiern?
49:00 Florian Gregorzyk
Ja und die nächste Frage ist, wenn man jetzt darüber spricht, okay, die Europäische Union hat eine Marktmacht, mit der man quasi weltweit solche Sachen wie dieses lustige USB-C-Kabel durchsetzen kann, was ja tatsächlich ein Fortschritt ist in vielen verschiedenen Bereichen, ist ja aber auch die Frage, wie man sich nicht mehr so gut ist. Wie lange kann man diese Marktmacht behalten, wenn man sowas wie KI, da schützt man dann vielleicht irgendwie, sagen wir mal, die Konsumentinnen und Konsumenten weltweit? Aber man schafft es einfach nicht, gleichzeitig auch irgendwie Gesetze oder Gegebenheiten zu schaffen, die einfach dazu führen, dass man in Europa auch diese Marktmacht behalten kann. Weil einfach AI-Firmen Klar, die haben jetzt vielleicht nicht den besten Nutzen für uns persönlich im Sinn, sondern die haben auch, hat man ja jetzt auch bei OpenAI an der ganzen Geschäftsführerdiskussion gesehen, die haben auch im Sinn vor allen Dingen Kohle damit zu machen. Aber es wäre natürlich trotzdem schön, wenn die Kohle auch irgendwie in Europa am Ende gemacht wird, weil ansonsten es diese Marktmacht ist ansonsten vielleicht irgendwann Den großen Firmen, egal, wenn die irgendwann eine Trillion wert sind.
50:02 Gavin Karlmeier
Ja, was es halt, also glaube ich, aber tatsächlich bringt, ist, dass hier halt, wie viele? 300 Millionen Menschen leben in der EU? Weil es gerade, ich weiß gar nicht, wie viele es sind.
50:10 Florian Gregorzyk
750 oder so, glaube ich.
50:12 Gavin Karlmeier
So viele, so, ehrlich, in der EU?
50:14 Florian Gregorzyk
Die EU weiß ich nicht, das muss ich nochmal nachkommen, aber in Europa konntest es lib.
50:17 Gavin Karlmeier
440, 448 Millionen Menschen in der EU. Und das ist einfach ein Argument für die Unternehmen. Also eine halbe Milliarde Menschen, die will man natürlich nicht außen vor lassen, vor allem nicht die halbe Milliarde Menschen, die in den größten Wirtschafts ähtschaftsstandorten der Welt lebt. So, das das ist, glaube ich, noch das ist schon noch wichtig. Und dann finde ich es auch tatsächlich ganz gut, dass die EU dann eben, und deswegen finde ich das Framing, wie du es gerade genannt hast, von Breton, da eben in der Tat seltsam. Denn das eigentliche Framing müsste sein. Leute müssen keine Angst mehr vor KI haben, dass das baut, das wollen wir hier sicherstellen. Und nicht die Unternehmen können sich hier ansiedeln. Der wirtschaftliche Blickwinkel ist eigentlich der nicht richtige.
50:57 Florian Gregorzyk
Ja, und ich glaube, damit würde man auch weniger Spott weltweit ernten, sondern dann würden die Leute sagen, alles klar, danke EU. Vielleicht würden die das sagen und halt nicht sich drüber lustig machen, so ihr seid die Bremsen, die regulatorischen Bremsen der Welt. Ich wollte jetzt aber auch nicht so einen AI-Podcast hier draus machen. Es findet ja alles auf Twitter statt, diese ganze Diskussion.
51:17 Gavin Karlmeier
Muss man ja auch so sagen. Da führt ja kein Weg dran vorbei. Also wenn wir merken, dass 1,1 Milliarden unserer Instagram-Postings jetzt gerade genutzt werden, um KI zu trainieren, dann müssen wir da mal drauf schauen, was das eigentlich bedeutet. Ich habe aber noch einen ganz anderen Gedanken. Und zwar, und da hängt die EU vielleicht auch mit dran, nämlich die Frage, die dich als Journalist viel stärker umtreibt, nämlich die. Sicherung des klaren Umgangs mit Quellen von Fotos. Also wir haben hier schon mal über Content Credentials gesprochen. Das dreht sozusagen die Beweislast um. Du musst nicht mehr sagen, wo kommt mein Bild her, sondern das Bild selber liefert mit wie es aufgenommen wurde, mit welcher Kamera es aufgenommen wurde, an welchem Ort und zu welcher Uhrzeit es aufgenommen wurde. Also all diese Quellennachweise, die direkt in das Bild eingebrannt sind und bei Veränderungen auch nicht weggelöscht werden, sondern wenn ich das Bild dann in Photoshop verändere, dann habe ich da stehen, das wurde mit dieser Kamera an diesem Order aufgenommen und es wurde an diesem Tag mit Photoshop verändert. Und diese Umkehr der Beweislast ist vermutlich die einzige richtige Antwort, wie wir im Journalismus am Ende damit umgehen können, dass es eben KI-generierte Inhalte gibt.
52:24 Florian Gregorzyk
Ich mache einfach ein Foto von dem Bildschirm. Und dann mache ich nochmal einen Screenshot davon und dann ist alles weg.
52:30 Gavin Karlmeier
Ausgedribbelt. Funktionen und Emotionen. Ich habe gar nicht so mega viel auf der Uhr, aber dafür eine Sache, die ich wichtig finde. Wir haben letzte Woche über Schlagworte gesprochen, die bei Threads genutzt werden, um Inhalte algorithmisch zu verstehen und auszuspielen und haben gesagt, es gibt immer nur eins. Jetzt wissen wir mittlerweile auch, was damit tatsächlich gemeint ist, denn es gibt jetzt Hashtags of Threads, die heißen nur nicht so. Die heißen dort Topics. Also du kannst jetzt Topics taggen, indem du eine Raute machst. Man kennt das vielleicht. Und dann wird das Wort blau und dann kann man nach diesem Wort suchen. Also. De facto, es gibt nun Hashtags auf Threads und zwar immer nur eins.
53:14 Florian Gregorzyk
Also ab Donnerstag können wir das dann. Ja, genau. Noch können wir es nicht. Genau.
53:18 Gavin Karlmeier
Und Threads testet gerade mit einem Empfohlen für dich Reiter, wie wir das von Instagram auch. kennen. Also wenn ich jemandem schon folge, kann ich auf einen kleinen Pfeil klicken und kann gucken, welche Profile diesem ähnlich sind. Hast du da Gefühle zu?
53:31 Florian Gregorzyk
Ich finde das sinnlos. Das gibt's ja auf TikTok auch, aber ich denke mir immer, also ich bin der Person jetzt gerade schon aus Versehen gefolgt und den anderen will ich auf gar keinen Fall folgen. Aber es mit Sicherheit, sag ich mal, als Nutzer, Nutzer ist es bestimmt cool, wenn ich sehe, okay, ich folge jetzt hier Lady Gaga und dann wird mir angezeigt, ach alles klar, die Rolling Stones sind auch auf Threads. Oder dann ist es bestimmt eine coole Funktion, kann ich mir vorstellen.
54:01 Gavin Karlmeier
Schön, wie du noch das Gute suchst. Und die letzte Meldung, das ist wirklich die kleinste Funktion, die wir je hatten, aber die ist so witzig, weil es sie bei Twitter auch gibt. Wenn du bei WhatsApp nach unten scrollst in deiner Chatliste, dann klappt oben das WhatsApp-Logo weg. Also du schiebst das quasi raus und bleib nicht da stehen. Das WhatsApp-Logo? Ja, du hast da oben rechts steht da so WhatsApp dann. Ganz oben.
54:25 Florian Gregorzyk
Dann muss ich vielleicht mal meine App updaten. Aber dazu brauche ich erst ein neues Telefon mit mehr Speicherplatz drauf.
54:33 Gavin Karlmeier
Twitter hat das ja auch eingeführt, dass unten die Navigationsleiste verschwindet, wenn man scrollt. Ich glaube, das ist jetzt einfach gerade so ein Trend. Apropos Trend, wir beide müssen uns jetzt trend, Flo
54:45 Florian Gregorzyk
Ja, ich hätte ja eigentlich schon vor einer halben Stunde, habe ich dir ja auch gesagt, ne? Muss eigentlich vor einer halben Stunde schon weg gewesen sein. Ich möchte zum Schluss die Leute noch mit einem Gedanken entlassen. Du hast mir ja gerade ganz am Anfang gesagt, dass Blue Sky 30. 000 aktive NutzerInnen hat.
55:02 Gavin Karlmeier
Ja, es ist eine Zahl, die es mit Vorsicht zu genießen.
55:04 Florian Gregorzyk
Aber so ungefähr, ne?
55:05 Gavin Karlmeier
Das sind so die Sphären.
55:06 Florian Gregorzyk
Also ich bin jetzt gerade hier auf WhatsApp nämlich gewesen und jeder Post im Montana Black WhatsApp Channel hat 35. 000 Likes oder Reaktionen. Plus. Das vielleicht einfach mal zum Nachdenken darüber, wie groß, wie die Größenverhältnisse so sind.
55:24 Gavin Karlmeier
Ja, guter Punkt. Vielen Dank, Flo. Es war mir eine Freude. Du darfst immer wieder kommen.
55:28 Florian Gregorzyk
Ja, sehr gerne. Ich bin sehr gespannt, was mit Alex Jones wird. Und ich hoffe, dass die Welt noch nicht untergegangen ist, wenn wir uns das nächste Mal hören.
55:36 Gavin Karlmeier
Das wäre ganz gut, ja. Ich danke dir. Hier geht es weiter am Mittwoch. Dann mit Janis Schakarian, ein alter Bekannter des Hauses. Freuen wir uns sehr drauf. Ich wünsche euch allen eine schöne Woche. Wenn ihr Hakenran unterstützen wollt, könnt ihr das machen, indem ihr das per Steady oder Patreon tut auf hakendran. org oder indem ihr einfach in den Discord kommt und mit uns chattet. Wäre empfehlenswert, alle in den Discord. Das ist wirklich lustig da. Das ist wirklich die coolste WhatsApp-Gruppe, in der ich je war. Vielen Dank, schöne Woche.
56:05 Florian Gregorzyk
Tschüss.