Folge 229 · 5. Januar 2024 · 46 Min.
Eine häufige Quelle der Ablenkung und Peinlichkeit
mit Charlotte Voß
Das Deutschlandradio hat sich von X verabschiedet. Wir sprechen heute mit Charlotte Voß aus dessen Audience Development über den langen Weg dorthin.
Aber auch darüber, wie X überall auf der Welt gerade das Wasser bis zum Hals steht. Apropos bis zum Hals: Über die neuen Regeln von Twitch müssen wir auch reden.
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Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Charlotte.
00:07 Charlotte Voß
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Ich stell dich kurz vor, für die drei Leute da draußen, die dich noch nicht kennen, nachdem du jetzt zu überregionaler Berühmtheit gekommen bist. weil du öffentlich darüber gesprochen hast, was mit dem Deutschlandfunk bei Twitter passiert. Du bist Charlotte Voss, du bist eine der Verantwortlichen im Audience Development Team beim Deutschlandfunk. Und es ist mir eine große Ehre, dass du heute dabei bist, weil du es zeitlich timing-mäßig ja kaum hätte besser passieren können, als dass du heute hier dabei bist.
00:34 Charlotte Voß
Ja, es ist ein Traum. Als hätten wir es uns überlegt vorher.
00:39 Gavin Karlmeier
Magst du kurz erzählen, was dich ins Radio geführt hat gestern?
00:43 Charlotte Voß
Mich hat dazu gebracht, dass die Redakteurin mich gefragt hat, ob ich im Radio über Twitter sprechen möchte. Nee, aber ernst ist das ja am Tag vorher, am 2. Januar, wir, also das Deutschlandradio. Hatte sich schon dazu entschlossen, vor einiger Zeit seinen Rückzug anzutreten von der Plattform X, formerly known as Twitter. Und am 02. 01. jetzt ist der letzte Account gegangen oder haben wir stillgelegt. Das war der Account vom DLF, also der große Hauptaccount von Deutschlandfunk. der natürlich auch die größte Reichweite hatte und deswegen war das natürlich viel im Gespräch. Und deswegen habe ich da gestern drüber gesprochen im Radio.
01:22 Gavin Karlmeier
Das ist so schön zu hören. Ich wollte es eigentlich nur nochmal von dir hören. Also ich habe das ja hier auch gesagt in der Folge am Mittwoch. Dass ich das ja, also der erste Kontakt mit dieser Meldung, dass das passiert ist, war, weil ich gesehen habe, dass der Kölner Stadtanzeiger darüber geschrieben hat.
01:39 Charlotte Voß
Das Leitmedium.
01:40 Gavin Karlmeier
Genau. Für die digitale Bohem. Und was mich aber daran so gefreut hat und was so zeigt, dass so das ganze, alles, was man sich so in der Theorie mal so zusammenspinnt, ähm Dass man damit doch noch einen Impact generieren kann, wenn man sich jetzt als Medienhaus grundsätzlich dazu entscheidet, sich von Ex und Twitter zurückzuziehen.
02:00 Charlotte Voß
Fand ich auch interessant. Also ich habe natürlich schon damit gerechnet, dass das einen gewissen Widerhall erzeugen wird. Gleichzeitig aber, weil jetzt dieses Thema, also diese Plattform, wie sie sich entwickelt hat und so, das ist schon so lange im Gespräch und Einige haben sich auch schon zurückgezogen, auch offizielle Stellen, Städte und Kommunen und so weiter. Ich hätte jetzt dann doch auch nicht gedacht, dass es noch so ein riesengroßes Thema ist. Aber gut. Es scheint die Leute zu interessieren.
02:26 Gavin Karlmeier
Gab es denn, also ich will kurz disclaimerisch dazu sagen, dass wir uns auch aus Arbeitskontexten kennen, weil ich im selben Team als freier Mitarbeiter beschäftigt bin. Ich spreche aber jetzt trotzdem so mit dir, als wüsste ich nichts. Und stell jetzt mal die spannende Frage: Gab es ein Zünglein an der Waage, das in den letzten Wochen oder Monaten dazu geführt hat, dass der Rückzug von Ex für euch elementarer wurde oder dringlicher wurde?
02:52 Charlotte Voß
Nee, also jetzt den einen Punkt, wo man sagt, oh, da ist jetzt gekippt, jetzt reicht es aber wirklich. Den gab es aus meiner Sicht nicht. Also wir alle, die diese Branche irgendwie beobachten oder damit zu tun haben, beobachten das ja seit Anfang an. was da passiert bei X, seit Elon Musk übernommen hat. Und das hat sich einfach so angehäuft in den letzten Monaten. Also ich glaube sogar du hast irgendwann mal gesagt, wenn das, was alles jetzt in den letzten Monaten oder im letzten Jahr bei X passiert ist, An Tag zwei nach der Übernahme von Mask passiert, da wäre man sofort gegangen. Es ist aber jetzt einfach über die Monate hat sie es hingezogen und das war ja so erratisch und so Ich finde auch ein wenig strategisches Vorgehen erscheint es einem von außen, wieder mit der Flatte umgegangen wird. Das hat sich einfach angehäuft, dass man sagt, okay, das ist irgendwie kein. . Kein seriöses Umfeld mehr, da profitiert man wenig, da erreicht man die Menschen auch nicht mehr gut, da hat man keinen guten Austausch mehr Also es hat sich einfach über die Monate so ergeben und diverse Entscheidungen, die gefällt wurden, zuallererst ja schon die mit dem Verifizierungssystem ein totales Chaos ausgelöst hat. Und viele andere, also die habt ihr ja hier im Podcast immer wieder besprochen. Das waren ja tausend kleine Entscheidungen, die dann teilweise auch gefühlt über Nacht kamen und dann wieder zurückgenommen wurden. Also, das meine ich mit so wenig strategischem Vorgehen. Die dann einfach irgendwann in der Menge Masse gereicht haben, zu sagen, nee, okay, das funktioniert einfach nicht mehr. Also wir erreichen Menschen dann nicht mehr gut mit unseren Inhalten, wir können dann nicht mehr gut mit ihnen Austausch treten. Und dann gehen wir jetzt mal.
04:20 Gavin Karlmeier
Ich finde das so verrückt, weil dieses Zitat, dieses mit diesem, wenn das in wenigen Tagen passiert wäre. Ähm, da haben wir ja auch schon auch in anderen Zusammenhängen öfter, wir beide schon öfter drüber gesprochen und eigentlich immer wieder sind wir zu dem Punkt gekommen, selbst wenn man so rote Linien definiert hätte am Anfang zu der Übernahme durch Elon Musk Die wären alle sofort überschritten gewesen. Also politische Einflussnahme über die Plattformen, nicht nur über ihn als Privatpersonen. Einflussnahme auf die Berichterstattung, tatsächliche Einschränkung der Meinungsfreiheit, obwohl er immer dafür gekämpft hat, dass es eben nicht der Fall ist. Also all diese Dinge, die man eigentlich, bei denen man so grundsätzlich davon ausgeht, dass das so das Minimum ist, das eingehalten werden muss, damit diese Plattform zumindest, ich sag das Jetzt extra nochmal dazu, aber zumindest aus europäischer Perspektive überhaupt noch nutzbar oder funktional ist, all das ist ja längst überschritten gewesen und eingeschränkt gewesen.
05:13 Charlotte Voß
Ja, genau. Also, das ist einfach, finde ich, jetzt noch so einen langen Lernprozess, war es jetzt einfach an der Zeit.
05:20 Gavin Karlmeier
Und man muss ja auch dazu sagen, dass das vor allem dazu führt, dass zum Beispiel der Kölner Stadtanzeiger darüber gesprochen hat. Weil es eben noch keine Selbstverständlichkeit ist, weil viele, viele andere große Medienmarken in Deutschland entweder sagen, wir prüfen das weiterhin oder sich gar nicht dazu verhalten. Ähm, also die es gibt ein paar Ausnahmen eben, ne, wie Euer Haus oder wie Radio Bremen oder so, aber so das Gros verhält sich gerade noch relativ unauffällig in der Hoffnung nicht aufzufallen.
05:48 Charlotte Voß
Ja, ich glaube, es ist auch die Frage, wie sie überhaupt damit umgehen mit der Plattform. Also genau, du hast gesagt, es gibt ein paar kleinere Fälle. Ich glaube, vom NDR sind auch einige, nicht der Haupt-NDR-Account, aber kleinere gegangen. Auch recht eigenständig einfach. Aber ich glaube, gerade die ganz großen Medienmarken, die auch viel, viel, viel mehr Follower haben, als der Deutschlandfunkus hatte, also die im Millionenbereich sind Die bespielen diese Plattform automatisiert. Das heißt, da werden einfach automatisiert Meldungen gepostet oder Berichte, Nachrichten. Und ansonsten wird damit nicht viel gemacht. Also da wird auch nicht viel ins Community Management investiert oder sonst was. Das kann man so machen, aber dann ist es, glaube ich, auch so ein bisschen, ja, läuft weiter, frisst kein Brot.
06:28 Gavin Karlmeier
Und das ist tatsächlich so das Gefährlichste eigentlich, weil eigentlich wäre das, dann wird es ja am wenigsten wehtun zu sagen. Weil ich habe ganz oft beobachtet, das habe ich irgendwo auch schon mal vielleicht hier. Schon mal erzählt, dass Leute in Redaktion als Argument nennen, warum man sich nicht zurückzieht von Ex, naja, wir haben doch jetzt, jetzt haben wir die Stelle schon geschaffen und ach, was sollen wir denn mit den Leuten machen und so. Das ist so, wenn man öffentlich-rechtliche Häuser kennt, ist das ein nachvollziehbares Argument, weil die Wege für Personal oft sehr lang sind. Aber Die Alternative, also gerade wenn man das automatisiert bespielt, die Alternative ist nicht zu tun, würde ja kaum Impact-Auslösung, kaum Unterschied machen.
07:06 Charlotte Voß
Ja, und gleichzeitig kann man ja auch so eine Stelle umwidmen. Also ich meine, es wird vielleicht, weiß ich nicht, wie viele Stellen es gibt, die dezidierte Twitter-Stellen sind. Ich glaube, das ist wirklich selten. Es ist dann ihr eher eine Social Media Stelle oder irgendwo im Newsroom angedockt oder wo auch immer. Also da kann man ja, also Ressourcenknappheit darunter ächzen irgendwie die meisten Redaktionen, glaube ich. Und ich glaube, die meisten freuen sich, wenn Ressource frei wird, umendlich. sich um Thema X oder Y zu kümmern. Also deswegen finde ich das gar nicht so problematisch zu sagen, jetzt haben wir die Stelle geschaffen, ja dann mach doch was anderes mit der Stelle.
07:38 Gavin Karlmeier
Gab's denn, ähm, über, also das, ich will das jetzt gar nicht auf dich beziehen, weil wir kommen sozusagen da direkt auf den Weg zur ersten Meldung des Tages Aber die über, also es gab ja durchaus auch Redaktionen, die sich überlegt haben, für den Haken zu bezahlen, ne? Und sich zu überlegen, naja, also wenn die Verifizierung jetzt nur noch über den Umweg des Bezahlens funktioniert, dann beißen wir halt in diesen sauren Apfel. Wie teuer war das irgendwie 1000 Dollar im Monat, glaube ich, für Unternehmen?
08:06 Charlotte Voß
Du meinst, ob es die Überlegung gibt, ob wir das machen? Nein, auf keinen Fall.
08:12 Gavin Karlmeier
Eigentlich habe ich auch nichts anderes erwartet, warum ich das erzähle, ist aber und warum ich darauf komme.
08:17 Charlotte Voß
Du machst jetzt eine slicke Überleitung gemacht.
08:19 Gavin Karlmeier
Das ist jetzt der Delling, der Gerhard Delling in mir. Weil X jetzt angekündigt hat, dass es jetzt auf Verified Organizations Basic gibt. Also anstatt dem Freemium-Modell in die Einrichtung, es gibt jetzt das teure Upgrade, gibt es jetzt die Möglichkeit, es billiger auch kostenpflichtig abzugraden. Und das gibt es ja für das Premium Privat Blue Whatever Modell gibt's das ja schon. Wenn ich das aber jetzt als Organisation machen möchte, also die Basisvariante, ich kann dir mal vorlesen, was es dann wie was der Funktionsumfang ist, wenn ich das abschließe, der kostet anders als der normale, verifizierte Vollzugriff, nicht 1000 Dollar, sondern nur 200 Dollar im Monat. Und ich lese dir vor, was dabei ist. Goldenes Häkchen, Priorität beim Support, Premium Plus Und die Funktion für Hiring, also die Möglichkeit, eben Stellenanzeigen zu schalten. Was es nicht gibt, ist der zweifache Boost und keine verbundenen Accounts, also nicht die Möglichkeit, direkt Accounts weiter an Accounts das weiterzugeben, diese Möglichkeiten. So ein Premium Plus ist, und jetzt wird es richtig kompliziert, Premium Plus ist das teurere Privatmodell, das ist liegt über Premium und über Basis. Das ist super. Und dazu gehören aber so Dinge wie Werbefreiheit, wie das Häkchen, Identifitätsverifizierung. Was immer das genau heißt, die Möglichkeit Posts zu bearbeiten und so weiter und so weiter. Genau, das kostet jetzt 200 Dollar im Monat, ja.
09:46 Charlotte Voß
Ja, äußerst attraktiv. Nicht. Also, ich finde es wirklich, also es ist total offensichtlich, das ist eine Verzweiflungstat.
09:55 Gavin Karlmeier
Absolut. Also, es war einfach offenbar deutlich zu teuer. Und das gibt es die Hoffnung, dass man versucht, irgendwie nochmal so kleine Unternehmen auch überzeugt zu kriegen, weil die großen, die sind ja eh weg.
10:05 Charlotte Voß
Ja, und je komplizierter man auch sowas macht, wir haben drei verschiedene Modelle, die haben fünf verschiedene Bedingungen und Features, also das ist ja, ich finde es so unattraktiv, wenn man es auch so kompliziert macht.
10:17 Gavin Karlmeier
Leute, macht es doch convenient. Hundertprozentig, absolut. Vor allem diese verbundenen Accounts, ne? Also, das ist ja so, das sind ich jetzt angenommen, ich bin jetzt ein Unternehmen und du arbeitest für mich Und ich habe diese klassische Verifizierung als Organisation, dann könnte ich, habe ich einen goldenen Haken und kann Deinen Account anschließen. Dadurch bekommst du die Möglichkeit, einen blauen Haken zu bekommen, plus das Unternehmenslogo hinter deinem Namen, plus die Features, die bei ehemals Twitter Blue eben dranhängen würden. Was aber dazu kommt, ist, dass ich dafür dann eben nicht nur 1000 statt 200 Euro bezahle, wenn mir diese Features wichtig sind, sondern auch noch weiterhin 50 Euro nur dafür, dass ich einen Account verknüpfe und das für jeden der Accounts. Das heißt, da sind auch keine Accounts inklusive.
10:59 Charlotte Voß
Du hast gerade gesagt, wenn mir das wichtig ist, ne? Und da frage ich mich, für wen ist das wichtig? Also ich meine, das goldene Haken für eine Organisation, ja, verstehe ich. Aber für irgendwelche Mitarbeitenden, also ist es so wichtig, dass man da so viel Geld für ausgibt. Was habe ich davon?
11:12 Gavin Karlmeier
Ja, also mal angenommen, wir wären in einer funktionalen Social Media Umgebung, ja. Also ich, wir werden jetzt Angenommen, das gäbe es bei Instagram, die Möglichkeit, sich an Unternehmen anzudocken. Dann gäbe es drei Möglichkeiten, wie das attraktiv ist. Möglichkeit eins ist, du bist ein Politiker zum Beispiel und möchtest dich an die Partei andocken. Dadurch bekommst du dein Parteilogo mit an deinen Namen und das kann dir eine gewisse Glaubwürdigkeit geben und vielleicht sogar noch eine Möglichkeit geben.
11:35 Charlotte Voß
Wird schon dann problematisch übrigens, aber wenn du ein Politiker mit einem offiziellen Amt bist. Wenn du nämlich der Bundeskanzler bist, kannst du dich nicht an deine Parteiketten, weil du musst diese Aktivitäten trennen, die parteipolitischen und die des Amtes.
11:46 Gavin Karlmeier
Deswegen haben die ja auch zwei Accounts. Und dann wäre der Bundeskanzler-Account, wer hätte denn den Bundeskanzler-Account und Olaf Scholz hat aber das SPD-Logo. So, wäre Möglichkeit 1. Möglichkeit 2, du bist irgendwie wirklich sehr Proud Employee in deinem Unternehmen. Und denkst dir, das kann mich ja auch stärken, kann meine Glaubwürdigkeit auch stärken. Oder angenommen, du willst, dass Deutschlandradio dann in deinem Profil stehen haben, um dich als Journalistin auch glaubwürdiger werden zu lassen. So, das wäre eine Möglichkeit. Und die dritte Variante ist die, die wir hier mal aufgebracht haben, die so uns nie untergekommen ist, die ich aber immer noch spannend finde. Ähm, Sponsoring-Modelle. Also angenommen, du spielst beim Borussia Dortmund und möchtest Kontinentalversicherung als Hauptsponsor neunzehn fünf und neunzig war das, glaube ich, als Hauptsponsor an deine Spieler. Ich möchte darüber nicht sprechen. Aber das war wirklich. Ich bin jetzt 34 und als ich ein Kind war, war das der wichtigste, das war das Trikot. Wo ist ja doch mit Continental? Und dann könnte Continentalversicherung sozusagen als Sponsoring-Paket sich in die Accounts der Spieler bringen. um damit noch mehr Sichtbarkeit zu generieren. Das wäre so eine mögliche, das bisher ist uns kein Fall bekannt, aber die Idee dahinter ist irgendwie interessant. Also die grundsätzliche Möglichkeit, Accounts zu verknüpfen. Ich finde das nicht, das ist nicht das Schlimmste, was es an diesem ganzen Verified Organizations Modell gibt.
13:10 Charlotte Voß
Aber trotzdem stimmt schon, man braucht es auch nicht. Ja, oder wie du halt sagst, dafür müsste man in einer funktionierenden Social Media Umgebung sein.
13:18 Gavin Karlmeier
Genau, ja.
13:20 Charlotte Voß
Da kommen wir dann wieder zum Anfang. Dreht sich im Kreis.
13:23 Gavin Karlmeier
X führt übrigens auch was Neues ein und das ist etwas du bist jetzt gerade in einem historischen Moment dabei, Charlotte. Und zwar gibt es diese Diskussion darüber, über das, worüber wir jetzt sprechen. gibt es seit, ich glaube, Haken dann Folge 3 oder so, nämlich die Möglichkeit der längeren Articles, also die Möglichkeit, lange Texte bei X direkt zu veröffentlichen, als Publisher beispielsweise. Und in dem Text, den ich da gefunden habe, wird gesagt, damit wird versucht, vor allem Substack und Medium-Konkurrenz zu machen. Die Möglichkeit wird nämlich sein, dass du als Premium Subscriber, nicht zu verwechseln mit Premium Plus, der ist bestimmt auch mit drin. Als Premium Subscriber die Möglichkeit hast, Longform-Articles In deinem Profil direkt zu veröffentlichen. Das kennen wir beispielsweise von Facebook Instant Articles oder von Google AMP, dieser Mobile Amplified Content. Ja, beide dieser Funktionen wurden übrigens mittlerweile eingestellt, sowohl von Facebook als auch von Google, aber X bringt es gerade auf den Weg, dass es nun die Möglichkeit gibt, da richtige Artikel zu erstellen.
14:27 Charlotte Voß
Ja Also ich finde auch das eine Änderung, wo ich die Strategie nicht verstehe. Also wenn man jetzt, wenn ex gesagt hätte, ja, wir wollen das neue Substack werden, okay, aber sie wollen ja angeblich die neue Everything-App werden. Und das halte ich für eine totale Utopie. Also dieser Wille, ich möchte jetzt eine App bauen, der kann ich bezahlen und meinen Job finden und daten und mit meinen Freunden chatten und Musik hören und meine Videos gucken. Das ist ja so der Fiebertraum von Elon Musk, dass das eines Tages passiert. Und also da muss man halt ganz klar sagen, das ist total irre. Also, braucht man das? Ist die Frage, okay, Social Media Plattformen haben es schon in der Vergangenheit geschafft, Bedürfnisse zu schaffen, von denen man nicht dachte, dass man sie hat. Fair enough. Könnte sein, dann B, das ist überhaupt nicht durchsetzbar, meines Erachtens, auf sehr vielen Märkten zumindest nicht. Ich möchte immer die EU-Datenschützer sehen, wenn man ihnen sagt, wir möchten folgende Daten alle in einer App zusammenführen. Also da müsste man schon krasse Auflagen erfüllen, wie man das auseinanderhält, diese ganzen Dienste. Die Leute haben auch einfach ihre Gewohnheiten. Ich meine, als Facebook 2004 gestartet ist, dachte man vielleicht auch nichts, dass man das braucht. Aber da war man auch noch nicht so So drin, als da gab es dann noch nicht so viel anderes. Heute ist man ja als digitalen Nutzer irgendwie schon geschult und hat seine Apps und seine Orte und seine Gewohnheiten. Warum möchte ich jetzt irgendwie was anderes haben? Und selbst wenn man das beantworten würde mit Ja, wenn man sagen würde, ja, wir haben das Bedürfnis bei den Nutzern, die wollen sowas und ja, wir können es sogar auch durchsetzen. Will man das dann von Elon Musk haben? Also ich meine, der hat so viel Vertrauen verspielt, einfach ja auch gerade bei den großen Werbekunden. Für wen ist das noch ein zuverlässiger Partner? Also ich verstehe einfach die Strategie dann immer nicht. Der wird einfach nur so. aus meiner Sicht von außen drauf geguckt, wild rumgebastelt an Features, die man gern hätte, die andere auch haben, also machen wir das hier auch rein. Und wir wollen Geld verdienen, also machen wir ein Paid-System.
16:17 Gavin Karlmeier
Was ich daran so spannend finde, ist, dass es ganz viele von diesen extrem vielen Features, die gerade angesprochen hast, die so mit dem Kanonen auf Spatzen-Prinzip dass die alle ja schon in Schubladen lagen. Also dieser Innovationsstab.
16:29 Charlotte Voß
Erinnerst du mich an Facebook Dating? Ja.
16:32 Gavin Karlmeier
Ja, aber das war so ein bisschen, dass die Twitter, äh, die Twitter-EntwicklerInnen sich die ganze Zeit schon Gedanken gemacht haben um neue Funktionen, die entwickelt haben, die aber nie ausgerollt wurden, weil Jack Dorsey und auch der spätere CEO sich beide entschieden haben, nee, lieber vorsichtig sein, nicht zu viel verändern. Und Elon Musk gesagt hat, wir veröffentlichen alles. Und dann gab es diese Idee, dieser Instant Articles bei X, die gab es halt, wie gesagt, schon vor einem Jahr und also wirklich kurz nach der Übernahme. Und erst jetzt gibt es erste Hinweise darauf, dass diese Funktion kommt. Was bedeutet, dass entweder a die wenigen EntwicklerInnen, die noch da sind, einfach mit anderen Sachen so beschäftigt waren, dass sie dazu nicht gekommen sind, oder b das Entwickeln von neuen Funktionen in diesem jetzigen neuen Ex-Konstrukt einfach überhaupt nicht mehr funktioniert und einfach wahnsinnig umfangreich und aufwendig geworden ist, während es früher halt offenbar schneller ging, solche Dinge zu entwickeln, auch wenn man sie dann nie getestet oder tatsächlich veröffentlicht hat. Das finde ich schon sehr, das ist mal endlich wieder eine sehr bemerkenswerte News aus der Ex-Welt. weil das so zeigt, man ist offenbar immer noch nicht ganz davon abgekommen, die alten Versprechen einzulösen. Das dauert nur sehr, sehr lange. Es gibt viel Stau. Und Das wiederum bringt uns zu der Frage, gibt es vielleicht doch irgendwann die Möglichkeit, als Nutzerinnen und Nutzer ins Backend zu schauen, ob man irgendwie geschadowband ist? Eine der grundsätzlichen Versprechungen, die Elon Musk damals gemacht hat, die mit großen Tam Tam und wir erinnern uns die Twitter-Files und so gekommen sind. Darüber wurde nie wieder gesprochen. Also ich bin sehr gespannt, ob wir da ob das jetzt der Anfang ist von solchen neuen Features, die angekündigt wurden.
18:07 Charlotte Voß
Ja, gute Frage. Also, du hast den Stau angesprochen, wenn man halt natürlich viele Leute entlässt, dann hat man natürlich auch mehr zu tun.
18:17 Gavin Karlmeier
So ist es.
18:18 Charlotte Voß
Mit anderen Dingen Keine Ahnung, ich finde es mittlerweile so unvorhersehbar, dass man da so nicht so schwer spekulieren kann, was da jetzt noch kommt an Features oder was wieder wieder zurückgenommen wird, ist ja auch alles möglich.
18:30 Gavin Karlmeier
Das kommt dazu. Das ist die perfekte Überleitung. Es kommt eigentlich später erst kommen, aber ich will das erzählen. Ich habe vorgestern erzählt, also es gab ja die Geschichte, dass die Link-Previews weg sind. Da wird ja nur noch das Bild angezeigt in Tweets. Und Twitter hat offenbar wieder neue Schlagzeilen eingeführt, die dann unten rechts eingeblendet wurden. Das sah nicht gut aus, aber die waren wieder da. Jetzt wurden wir überholt, denn die sind wieder weg. Es gibt wieder keine Schlagzeilen, es werden wieder nur Bilder angezeigt.
18:58 Charlotte Voß
Ja, das ist doch schön.
18:59 Gavin Karlmeier
Naja. Ich will mit dir kurz in die Jura-Bubble eintauchen. Hast du Bock?
19:04 Charlotte Voß
Unbedingt. Ich habe ja Medienrecht studiert im Teil.
19:07 Gavin Karlmeier
Wirklich?
19:09 Charlotte Voß
Willst du mal den Titel meiner Diplomarbeit hören?
19:11 Gavin Karlmeier
Boah ja, unbedingt.
19:12 Charlotte Voß
Die rechtliche Zulässigkeit der Tagesschauapplikation für mobile Endgeräte unter besonderer Berücksichtigung des Grundsatzes der Presseähnlichkeit im 12. Rundfunkstaatsvertrag.
19:22 Gavin Karlmeier
Das ist aber, also ich sag mal so, in den öffentlich-rechtlichen kannst du damit fast jeden Job kriegen in der Digital.
19:30 Charlotte Voß
Ich hatte den längsten Titel von Diplomarbeiten in meinem Jahrgang.
19:32 Gavin Karlmeier
Ehrlich? Aber wahrscheinlich auch einen der spannendsten Themen gehabt. Also die Leute waren alle fasziniert deswegen. Presseähnlichkeit. Wie oft ich mich in meinem Beruf damals beim WDR bei 1 Live. Ich war ja früher, habe ich vielleicht nie erzählt, aber ich war ja früher auch mal festangestellt bei 1 Live, da wo Dennis ja jetzt auch hingegangen ist.
19:49 Charlotte Voß
Ja, ja, I know.
19:50 Gavin Karlmeier
Ich hörte davon. Und da war der Begriff der Presseähnlichkeit, war das Damoklös-Schwert, das über jeder Idee, die man hatte, gekreist ist.
19:58 Charlotte Voß
Na klar, das ist fürchterlich, fürchterlich schwammiger Begriff. Ich habe jetzt gelesen, in Österreich gibt es ja den Begriff der Zeitungsähnlichkeit. Wir haben die Verleger da geprägt offensichtlich. Deswegen musste der ORF jetzt seine ganzen Online-Angebote umstrukturieren. Und hat so geil präzise Angaben wie, wir dürfen auf unserer Newsseiten nicht mehr als 350 Meldungen die Woche veröffentlichen in Textform.
20:18 Gavin Karlmeier
Das ist so ein bisschen wie mit den Rate Limits bei Twitter. Wo man dann so denkt, okay, also wir haben jetzt hier eine spannende Nachricht, aber wenn jetzt noch Irgendwas anfängt zu brennen in Österreich, dann dürfen wir darüber nicht mehr sprechen, alles zaubert.
20:29 Charlotte Voß
Sorry, Meldung 30, das war's jetzt. Jetzt Schuss für heute, der immer Feierabend. Egal, wir sind abgedriftet.
20:38 Gavin Karlmeier
Du wolltest was anderes sagen. Darum hören die Leute doch Podcasts. Die wollen doch Leute mit dem Abschweifen hören, zuhören. Ich will mit dir nach Australien reisen. Denn dort wird Ex verklagt. Sag bloß. Tage ohne Klagen gegen Ex 0. Und zwar der E-Safety-Beauftragte der australischen Regierung. Der wirft der Social Media Plattform X vor. So schreibt es zumindest Heise. Ich glaube, ich habe es von Heise kopiert. Ich habe mir die Quelle nicht aufgeschrieben. Dann muss ich es doch paraphrasieren. Auf jeden Fall wird Ex vorgeworfen, dass gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern nicht ausreichend vorgegangen wird oder wenn doch nicht ausreichend wird. genug Bericht erstattet wird darüber. Und das ist sehr, sehr spannend, weil dieser Vorwurf, der sollte Elon Musk und Ex ganz besonders empfindlich treffen, denn einer. Er hat ja von Anfang an gesagt, seine oberste Priorität sei die Bekämpfung von CSAM auf Track, äh, T Twitter Twitter, Twitch hätte ich gerade gesagt, auf Twitter, also dem Material, das sexuelle Gewalt gegen Kinder zeigt. Und dass ausgerechnet dort jetzt in Australien hier eine Klage eingereicht wird von jemandem, der sich eigentlich damit Beruflich auseinandersetzt und sagt, die rechtlichen Mitteilungen, die ex hier einreichen müsste, einfach, werden einfach nicht eingereicht. Die Informationen, die so alle sozialen Netzwerke verpflichtet sind einzureichen, werden auch nicht eingereicht. Wir wissen nichts. Ähm und das ist nicht die erste Klage, denn schon im September hat diese E-Safety-Kommission eine Geldstrafe in Höhe von 610. 500 australischer Dollar eingereicht, weil eine Transparenzmitteilung nicht eingegangen ist. Also Es ist nicht das erste Mal, dass hier gegen dieses Problem verstoßen wird. Und naja, diese Überprüfungen werden jetzt vor dem Australischen Bundesgerichtshof verhandelt und es sei denn. März eine Antwort zu geben. So, und das ist noch nicht passiert. Ex hat wohl in Teilen geantwortet Hat aber nicht auf alles geantwortet. Und der E-Safety-Beauftragte sagt hier, die X-COP war in der Lage, jede der relevanten Fragen wahrheitsgemäß und genau zu beantworten. Aber Material fehlt halt und es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum dieses Material nicht auch schon früher hätte zur Verfügung gestellt werden können. Das heißt, will offenbar einfach gar nicht kooperieren und das ist natürlich gerade in diesem Bereich wirklich eine sehr empfindliche Meldung, ehrlicherweise.
22:54 Charlotte Voß
Total. Ich meine, es passt natürlich einerseits auch zum Zu der grundsätzlichen Haltung, sich mit den Inhalten auf der Plattform möglichst wenig zu befassen. Also einfach laufen zu lassen, so passt, finde ich, irgendwie so ein bisschen auch dazu. Und Selbst wenn sie das auch angekündigt haben anfangs, es ist ja ein sehr beliebtes Thema, sage ich mal, in so rechtslibertären und populistischen Kreisen, sich dem Schutz der Kinder besonders zu verschreiben. Das ist ja auch richtig, aber das wundert mich irgendwie nicht so doll, dass da dem nicht so nachgekommen wird, wie man es vielleicht sich mal vorgenommen hat oder angekündigt hat.
23:31 Gavin Karlmeier
Ja, und das passt natürlich auch so ein bisschen gegen diese Abschottung gegen Regierungen und staatliche Behörden, die Elon Musk ja auch immer wieder vor sich herträgt. Leider aber Ist er da nicht immer ganz klar in seiner Linie? Denn also ein beliebtes Beispiel ist ja die Geschichte aus der Türkei, wo sofort gespurt wurde, als es eine politische Ansage seitens der Regierung gab, Oppositionelle zu sperren auf der Plattform.
23:51 Charlotte Voß
Ja, aber seit wann ist Elon Musk bekannt für eine klare Linie in seinem Handeln bei X?
23:56 Gavin Karlmeier
Das ist übrigens nicht die einzige Meldung, in der es um Verstoß gegen Rechenschaftsrichtlinien geht. Denn in Kalifornien hat X versucht, ein Gesetz auszu. Also wie formuliere ich das? Also es gibt auch ein Gesetz, da haben wir schon mal drüber gesprochen, das heißt AB587, und das verpflichtet Anbieter von Social Media Plattformen in Kalifornien. Zweimal im Jahr Rechenschaft über die Nutzungsbedingungen und mögliche oder etwaige Änderungen dieser Nutzungsbedingungen abzulegen Und dieses Gesetz möchte Ex so nicht anerkennen und hat jetzt versucht, Klage einzureichen, beziehungsweise hat Klage eingereicht dagegen. Und hat versucht, über eine einstweilige Verfügung dieses Gesetz vorzeitig aussetzen zu lassen. Da hat der Richter gesagt, nö, nö, das machen wir nicht mit Das Ganze kommt jetzt zu einer Verhandlung in der Hauptsache, ein Verfahren in der Hauptsache, wie es heißt. Aber diese einstweilige Verfügung, die wurde erstmal abgeschmettert. Das heißt, Ex hat nicht nur kein Glück mit Klagen, die gegen sie eingereicht werden, sondern auch mit Versuchen, anderweitig gegen Klagen vorzugehen oder mit Klagen.
24:51 Charlotte Voß
Man hat aber offensichtlich Spaß an der rechtlichen Auseinandersetzung. Weil wie viele Klagen gibt er jetzt, in welche Richtung auch immer? Also gegen sie und von sich. Von Ihnen selbst aus. Also ich habe den Überblick verloren, ehrlich gesagt.
25:03 Gavin Karlmeier
Das weiß ich auch nicht. Also, also ich bin, das müsste man wirklich mal zählen. Aber dafür müsste sich jemand durch 229 Episoden Hakenband quälen. Und auch da ist nicht das Versprechen der Vollständigkeit, auch wenn wir es versuchen, gibt es sicherlich auch Klagen, die uns durchgerutscht sind. Da habe ich übrigens ein kleines Housekeeping. Und zwar ging es darum, dass wir ja in der letzten Folge darüber gesprochen haben, dass es ja auch aus der Welt der Klagen Abfindungen für Twitter-MitarbeiterInnen ging. Die haben ja versucht. Ihre vertraglich zugesicherten Abfindungen und ausgezahlt zu kriegen, dann gab es Klagen und hin und her und drauf und runter, und ich habe gesagt, ich krieg's nicht mehr. So richtig rekonstruiert Und jetzt ist folgendes passiert in unserem Discord. Alle können übrigens diesen Discord-Kanal nutzen. Discord ist wie ein großer Chatroom mit ganz vielen anderen Leuten, die sich für Social Media Themen interessieren. Zumindest hier in diesem Fall. Und Koffe Hollig, Teil der Schattenredaktion, wie wir gelernt haben, das ist hier der Begriff, hat das mal zusammengetragen, wie der Stand der Abfindungen ist. Koffe Hollik schreibt. Im Januar 2023 wurde eine Sammelklage gegen Twitter abgewiesen. Diese hat Twitter beschuldigt, sein versprochenes Abfindungspaket nicht eingehalten zu haben. Stattdessen muss in privaten Einzelschiedsverfahren geklärt werden wie die entsprechende Regelung im Toterarbeitsvertrag geregelt war. Der Arbeitsvertrag verlangt, dass sie eine Cheatsdienstleistungsfirma verwenden. die von Ex selber bezahlt wird und der Betrag für die liegt bei zwischen 300 und 15. 000 Dollar pro Tag. Das ist schon mal ein schöner Anfang. So, im Juli wurde dann eine Petition zur Erzwingung eines Schiedsverfahrens eingereicht. Weil die Ex-MitarbeiterInnen von Twitter behauptet haben, dass das Unternehmen 891 Schiedsfälle bewusst verzögert habe, indem diese Anmeldegebühren nicht. bezahlt wurden. . Und das hat dazu geführt, dass die MitarbeiterInnen dazu gezwungen wurden, zuzustimmen, die Streitigkeiten anders anarbeitet werden. zu schlichten. So, dann wurde eine erneute Sammelklage eingereicht, im Juli auch noch. Die Twitter-MitarbeiterInnen ehemaligen haben Twitter verklagt, wegen der Weigerung Twitters die Kosten in diesem Schiedsverfahren zu bezahlen. Und Da sind wir jetzt gerade. Diese Klage läuft. Im August gab es noch eine weitere Klage in dem Fall. Wir wissen noch nicht so genau, wie es ausgegangen ist, aber das ist so hier die Nachreichung zur letzten Episode.
27:12 Charlotte Voß
Ja, spannend. Ich meine, unter diesen arbeitsrechtlichen Voraussetzungen möchte man irgendwie auch keine Verträge abschließen.
27:19 Gavin Karlmeier
Nee, also in den USA ist das, glaube ich, sowieso schon problematisch, aber dann auch noch in so einem Unternehmen, wo du von vorn rein weißt. Was mir hier versprochen wird, wird eh nicht eingehalten. Das ist natürlich dann richtig bitter und wirft natürlich auch ein Licht auf Ex als Arbeitnehmer, ganz grundsätzlich. Also wer sich nicht davon abschrecken ließ, dass man nicht anderer Meinung sein darf als ein Chef, ohne entlassen zu werden, der sollte dann zumindest jetzt hier von den disziplinarischen Konsequenzen, die so am Ende da dran hängen, abgeschreckt werden.
27:46 Charlotte Voß
Wie viele Mitarbeiter hat X jetzt noch?
27:49 Gavin Karlmeier
Ungefähr noch 1500. Noch.
27:53 Charlotte Voß
Nicht so wenig.
27:54 Gavin Karlmeier
Nee, ist so. Aber dieses Vorgehen gegen Mask-KritikerInnen in den eigenen Reihen vorzugehen. Das führt uns direkt zur nächsten Geschichte des heutigen Tages. Es ist heute, es baut sich alles aufeinander auf. Hätten wir das geplant sollen. Und zwar hat SpaceX ein paar MitarbeiterInnen entlassen. Und zwar insgesamt acht Stück, weil diese, die wurden im Jahr 2022 entlassen, weil sie einen Brief in Umlauf gebracht haben. der Musk kritisiert hat. In diesem Brief gab es so Meldungen drin wie, äh, Moment, ich habe hier so ein paar Sätze aufgeschrieben. Mir hat hier die Formulierung gefallen. Das Online-Verhalten des Chefs sei eine häufige Quelle der Ablenkung und Peinlichkeit. So, es gibt aber da drin auch den. Ist geil, ne? Da drin wird aber auch gesagt, dass Musk sich über Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn selber einfach lustig gemacht hat. Und dass diese Belästigungsrichtlinien, die bei SpaceX herrschen, dass die nicht präzise genug seien und vor allem auch nicht durchgesetzt werden. Insgesamt hat SpaceX 13. 000 MitarbeiterInnen und acht sollen eben diesen Brief verfassen. haben und intern veröffentlicht haben und daraufhin wurden sie entlassen. Und jetzt ist es so, dass die die Agentur, die, wie sagt man, ich habe hier in der Übersetzung nur Bundesarbeitsbeamte stehen. Jedenfalls diese Menschen, die das prüfen derzeit, die bringen das jetzt vor einen Verwaltungsrichter im März. Es sei denn, SpaceX stimmt vorher einem Vergleich zu. Das heißt, es könnte durchaus sein, dass es hier ein Versprechen von Wiedereinstellungen oder Lohnnachzahlungen für diese Beschäftigten gibt, die dann vielleicht im Zweifel am Ende auch niemals eingehalten werden. Weil das, was bei Exia. System hat, das würde ich auch so SpaceX unterstellen, ehrlicherweise.
29:35 Charlotte Voß
Hm. Ich finde es faszinierend. Also diese ganzen Entscheidungen, diese ganzen Verfahren, das ist. wie groß kann dein Ego sein? Also Da kommt ja nichts ran. Nichts ist peinlich.
29:48 Gavin Karlmeier
Nichts ist irgendwie. .
29:50 Charlotte Voß
Meine Meinung, meine Ansicht liegt über allem fertig. Muss man erstmal haben, so ein Ego. Wo kriegt man das her?
29:57 Gavin Karlmeier
Es ist super krass. Weil du musst dir ja mal vorstellen, dass, also stell dir mal vor, du sagst irgendetwas. intern, ja vor allem, also im geschlossenen, im geschützten Raum, wo du nicht einverstanden bist mit der Art und Weise, wie dein Arbeitgeber ganz pauschal gesagt, sich verhalten hat. Und darauf wirst du einfach entlassen. Das ist, das kann man sich eigentlich nicht vorstellen. Also da wird man einfach verumgebaut von einer Mitarbeiterin, einem Mitarbeiter zu einer Naja, zu einer ausführenden Kraft einfach nur noch, zu einer Sachbearbeiterin, wenn man sagt.
30:31 Charlotte Voß
Ja, an Armstelle würde man sich dafür schämen, wenn sowas über einen bekannt würde.
30:34 Gavin Karlmeier
Voll. Ja, ja, total.
30:35 Charlotte Voß
Aber das ist natürlich hier nicht der Fall.
30:37 Gavin Karlmeier
Ja, Paige Holland-Thielen, das ist eine der entlassenen Mitarbeiterinnen, die hat gesagt, bei SpaceX mögen die Raketen wiederverwendbar sein, aber die Menschen werden als entbehrlich behandelt. Ja, das war's von X. Ich habe noch ein paar andere Sachen mitgebracht, aber das sind erstmal so, damit sind wir jetzt Twitter-mäßig in der Jetzt-Zeit angekommen.
30:57 Charlotte Voß
Ja, wie immer ist es nicht wenig, ne? Wie dafür, dass du wie oft veröffentlicht?
31:01 Gavin Karlmeier
Zwei, dreimal die Woche, ja.
31:03 Charlotte Voß
Kommt immer irgendwas hinzu?
31:07 Gavin Karlmeier
Es ist wirklich absurd. Aber wir bleiben absurd, weil die nächste Meldung, die, also die war letzte Mal schon meine Lieblingsmeldung und es bleibt Es bleibt wild. Es geht um Twitch.
31:16 Charlotte Voß
Twitch Ahnung, was kommt.
31:18 Gavin Karlmeier
Bei Twitch war es ja zwischenzeitlich so, dass man die, also Twitch war schon immer dafür bekannt, relativ rigoros mit Nacktheit umzugehen auf der Plattform. Es gab so vor einigen Wochen die Meldung, dass Twitch diese Regeln lockert. Das haben sie für zwei Tage gemacht und nach zwei Tagen haben sie gemerkt, die Leute sind ja nackt, das wollen wir gar nicht. Da werden KI-generierte Pornos gezeigt und ähnliches. Das wollen wir nicht und haben diese Regeländerung sofort wieder einkassiert. Jetzt ist es so, dass das Regelwerk sogar noch schärfer formuliert wird. Sie schreiben nämlich in Ihrem Blog selber Wir aktualisieren den Abschnitt Kleidung unserer Community-Richtlinien, um angedeutete Nacktheit beim Streamen zu verbieten. Diese Aktualisierung ist eine Reaktion auf die jüngsten Vorfälle auf Twitch, bei denen Streamer schwarze Zensurbalken oder andere Gegenstände verwenden, um ihren Körper oder ihre Kleidung zu verdecken oder den Kamerarahmen so zu positionieren, dass der Zuschauer den Eindruck hat, der Streamer sei nackt.
32:10 Charlotte Voß
Ich finde ja schön, dass das in dem englischen Original als implied nudity bezeichnet wurde. Also implied, das ist ja so Also etwas, was irgendwo impliziert wird, ist etwas, was ich mir vielleicht vorstelle. Also angedeutet ja, aber ich stelle mir vor, die Person ist vielleicht nackt. Aber ich kann ja jetzt nicht das Vorstellungsvermögen der Menschen regulieren. Also, ich verstehe schon, dass es ein Problem ist, teilweise, wenn es wirklich hart pornografische Inhalte oder ähnliches sind, das irgendwie zu regulieren. Das ist bestimmt nicht leicht. Aber Implied nudity, dann könnte ich ja für alles für alles Mögliche implied schreiben.
32:45 Gavin Karlmeier
Genau.
32:46 Charlotte Voß
Das ist implied hate. Okay, der hat zwar nichts gesagt, aber er hat es, glaube ich, so gemeint. Das ist natürlich echt problematisch.
32:54 Gavin Karlmeier
Es ist super scharf. Also in dem Regelwerk steht jetzt wortwörtlich: wir erlauben nicht, dass Streamer den Eindruck erwecken, sie seien ganz oder teilweise nackt. Das heißt, wenn ich streng genommen, meine nackten Füße mit Socken, also weißt du, es ist total naja. Twitch. Also, die haben wirklich Probleme mit Haut einfach und schon immer gehabt.
33:18 Charlotte Voß
Ich meine, nicht nur Twitch hat ein Problem mit Haut, ne? Ich meine, das ist ja auch ein Instagram, die meinen, wir müssen nicht über den Nibble-Band sprechen. Das ist ja immer ein Problem. Welche Nacktheit erlaubt und welche verboten ist. Ich meine, da gab es auch diesen Fall, dass irgendwelche barocken Kunstwerke oder so, wo nackte Personen abgebildet waren, halt irgendwie gesperrt wurden, weil da halt Brüste zu sehen waren. Ja, gut, sind es halt Brüste, aber ist halt ein Kunstwerk. Also das kann man dann offensichtlich auch nicht so super differenziert betrachten.
33:45 Gavin Karlmeier
Also Instagram hat er ja durchaus auch ein Problem mit. Nippe ist Nippe. So ist es. Außer ein Männernippel. Dann ist was anderes. Oh Mann, ja, ehrlich. Ah, ich habe noch eine kleine Meldung, die. Die hatte ja eigentlich gar nichts zu suchen, aber nachdem ich in der letzten Folge über die Rückkehr von Bibi sprechen konnte, ist alles möglich. Microsoft, eine Melde von Microsoft. Hat jetzt zum ersten Mal seit 1994, also erstmal seit fast 20 Jahren angekündigt, dass die PC-Tastaturen eine neue Taste bieten.
34:18 Charlotte Voß
Seit fast dreißig Jahren, oder?
34:20 Gavin Karlmeier
Ja, 30 Jahren, vielen Dank.
34:22 Charlotte Voß
Ich erinnere nochmal dein Alter. Wie alt du 94 warst.
34:26 Gavin Karlmeier
Überleg doch mal kurz. Ich bin 24 Jahre alt. Zum ersten Mal sind 1994, jedenfalls eine neue Taste hinzu. Das letzte Mal, dass es passiert ist, war die Windows-Taste. Für die, die sich erinnern. Also früher, jetzt bin ich wirklich alt. Boah, ich weiß nicht, ob du dich auch daran erinnerst, aber die erste Tastatur. Die ich benutzt habe, mein Vater, muss man dazu sagen, ist macht beruflich in Software. Die erste Tastatur, die ich benutzt habe, hatte zwischen der Steuerung-Taste und der Alttaste unten links eine Lücke. Und dann irgendwann kamen Tastaturen mit Windows-Taste. Erinnerst du das noch?
35:01 Charlotte Voß
Hatten die schon so einen Zahlenblock rechts?
35:03 Gavin Karlmeier
Oder waren das noch nie so rechts? Doch, das hatten die schon, aber die hatten vor allem noch so einen Klick, so einen Tick, tic, tick, tick, tic, tick, weißt du?
35:09 Charlotte Voß
Ja, ja. Es gibt einen Kollegen bei uns im Haus, der hat eine sehr alte Tastatur, die so sehr hohe Tasten hat, ich weiß nicht, wie man das nennt, die man gefühlt für mich sehr weit reindrücken muss, wenn man sie benutzt. Heute sind die alle eher flach, ne?
35:23 Gavin Karlmeier
Ja, wobei die auch schon wieder, mechanische Tastaturen sind wieder in.
35:26 Charlotte Voß
Ja, das ist so ein Retro-Ding, ne?
35:28 Gavin Karlmeier
Ja, auch Gamer haben das und die haben dann auch verschiedene Mechanismen da drin.
35:34 Charlotte Voß
Ich finde es völlig veranstrengend, auch solchen Tastaturen zu tippen.
35:37 Gavin Karlmeier
Aber das ist ein Rabbit Hall, das kann ich allen empfehlen. Also schaut euch mal bei YouTube an, wie rote, blaue und braune Tastaturmechanismen unterschiedlich klingen, sich unterschiedlich verhalten. Da kann man Stunden verbringen. Das ist der neue Zahlensender, das sag ich dir, da kann man wirklich viel Zeit verbringen. Aber jedenfalls kommt jetzt eine neue Taste. Und diese neue Taste, die ersetzt die rechte Steuerung-Taste, bei der man eh das Gefühl braucht, sie eigentlich eh nicht. Und das wird eine Taste. Benutzt du die oft?
36:07 Charlotte Voß
Nee, weiß ich nicht, aber erzähl erstmal zu Ende.
36:09 Gavin Karlmeier
Naja, das wird auf jeden Fall eine Co-Pilot-Taste, mit der du den KI-Assistenten co-Pilot im neuen Windows sofort rufen kannst, wenn man so möchte.
36:20 Charlotte Voß
Also auch wenn du und ich vielleicht nicht diese Steuerung-Taste benutzen, ich sehe da schon so. Wütende User vor mir, die irgendwie sich dauernd vertippen, weil sie an der Stelle immer darauf gedruckt haben und die immer genutzt haben und jetzt ist da was anderes. . Darauf wird vielleicht auch gesetzt ein bisschen, dass Leute sich schon dipp und dann aus Versehen bei den Copelab nutzen. Aber solche Veränderungen, ich meine, die Klar, vielleicht haben sie die auch genommen, weil sie maßen nicht oft benutzt wird, aber eigentlich sind solche Veränderungen mit so diese krasse Gewohnheiten angreifen ja sehr unbeliebt.
36:48 Gavin Karlmeier
Ja, das war ja bei Instagram auch so, als plötzlich dort, wo ein neuer Beitrag erstellen, plötzlich der Button war, um in die Reels zu kommen und sich Reels anzugucken oder so.
36:57 Charlotte Voß
Ja, oder kürzlich der Teil in der Story-Button ersetzt wurde oder verschoben wurde durch den Teilen by Threads-Button. Das hat mich auch geärgert. Darum wurde ich zu Threads geschickt, obwohl ich was in der Story teilen wollte.
37:09 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und vielleicht ist das so. Aber ich finde, es hat was Historisches. Es ist ein historischer Moment, den wir mal kurz
37:16 Charlotte Voß
Ja, es ist auch naheliegend, dass sie das machen. Sie wollen halt das Produkt pushen. Also es ist halt irgendwie, ich meine natürlich, sich fragen, wie schnell sich das durchsetzt, weil die Leute haben Alt-Tastatur und kaufen sich nicht alle paar Monate eine neue, glaube ich. Aber vielleicht haben wir in einigen Jahren, wie du jetzt schon sagst, die alten Tastaturen, die es jetzt gibt, einen ganz hohen Wert, Refro und so.
37:33 Gavin Karlmeier
Stimmt, so wie so ein alter Sportwagen. Besser aufbewahren. Auch mit zwei Steuerung-Tasten. Ich möchte dich mitnehmen in eine Rubrik. Charlotte.
37:42 Charlotte Voß
Ja, bitte. Gut.
37:45 Gavin Karlmeier
Funktionen und Emotionen. Das Spiel ist ganz einfach. Ich lese dir neue Funktionen vor, die bei den Plattformen angekündigt sind oder aufgetaucht sind und du kannst sagen, ob du dabei irgendetwas fühlst.
37:59 Charlotte Voß
Okay.
37:59 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Facebook testet ein neues Design für das Share Sheet. Also das ist ungefähr das, was du gerade gesagt hast, auch bei Instagram. Wenn man etwas teilen möchte, dann sieht das bei Facebook dann nicht mehr so aus, sofort wie einen neuen Post zu erstellen, sondern eigentlich Genauso wie bei Instagram, es ploppt von unten so ein Fenster auf und dann kannst du es direkt als Thread teilen, als Story, bei Instagram, bei WhatsApp, whatever.
38:19 Charlotte Voß
Sehe ich richtig, dass man da so länger draufdrücken muss und dann kommt das Share-Sheet?
38:22 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube schon.
38:24 Charlotte Voß
Erinnert mich an Weihnachten. Irgendwo lange raufdrücken und dann kommt was. Da war doch was bei Threads.
38:31 Gavin Karlmeier
Wie oft teilst du noch Dinge von Facebook?
38:34 Charlotte Voß
Nie.
38:35 Gavin Karlmeier
Gut, dann nehmen wir das zur Kenntnis. Dann hat Facebook jetzt ein neues Privacy-Feature angekündigt, das dir erlaubt, als Seite. Nutzerprofile zu sperren und auch alle weiteren Profile, die diese Nutzer erstellen. Das kennen wir auch von Instagram. Wenn du jemanden blockierst, dann kannst du direkt aussehen, dass auch alle weiteren Profile dieser Person mitblockiert werden.
38:56 Charlotte Voß
Finde ich, glaube ich, ganz nützlich. Also wenn man mal, warum nicht? Ich finde gerade bei Instagram sind es diese nervigen Sexbots, die da immer aufpoppen.
39:04 Gavin Karlmeier
Mhm. Ich weiß nicht so ganz genau, über welche Methode das ermittelt wird, dass das dieselbe Person ist, ehrlicherweise. Weil mal angenommen, ich hätte jetzt einen beruflichen Account. Vielleicht weiß das, irgendjemand kann das Haus. Ihr könnt euch uns das schreiben, entweder im Discord oder bei Spotify in den Kommentaren oder schickt mir ja auf irgendeinem Kanal eine DM. Wir kriegen das mit. Aber das interessiert mich wirklich, ob das jemand weiß. Weil mal angenommen, ich würde jetzt beruflich für ein großes Unternehmen arbeiten und habe mit meinem Profil auch für dieses Unternehmen einen Account erstellt, dann bin ich direkt von meiner Ex-Freundin dort auch blockiert mit diesem Unternehmen. Und weitergedacht, mal angenommen, ich bin Olaf Scholz und seine Ex-Freundin hat Olaf Scholz blockiert, blockiert sie dann direkt auch at Bundeskanzler.
39:49 Charlotte Voß
Ja, funktioniert das so? Ich weiß es nicht.
39:52 Gavin Karlmeier
Man müsste das, also vielleicht weiß das jemand, würde mich mal interessant.
39:54 Charlotte Voß
Ja, es ist wirklich die Frage, wie festgestellt wird, dass du der gleiche bist.
39:58 Gavin Karlmeier
Ja, so jetzt kommt ein Thema, da hoffe ich auf Emotionen. Facebook führt den Link-Verlauf ein. Letzten Endes handelt es sich dabei um einen Bereich, der alle Links sammelt. auf die ihr über die mobile Facebook-App geklickt habt, schreibt Kashis Blog. Also es sieht so aus, dass es gibt auch schon so ein Pop-up bei Facebook für die New Link History. Dir wird gesagt, du wirst nie wieder einen Link verlieren, denn jeden Link, auf den du je geklickt hast, kannst du jetzt in deinem Aktivitätenprofil dir anschauen, in deinem Aktivitätenprotokoll heißt das, sofern du das erlaubst.
40:31 Charlotte Voß
Da fangen wir zwei Sachen zu ein, glaube ich. Also einmal dachte ich, hallo Pocket.
40:36 Gavin Karlmeier
Stimmt.
40:37 Charlotte Voß
Ein Grab für Links, die ich nie wieder lesen werde.
40:40 Gavin Karlmeier
Oder meine Safari-Leseliste ist auch so.
40:43 Charlotte Voß
Ja, genau. Also das viel, ich dachte so, okay, es ist so ein Pocket Move. Am Ende ist es doch so ein Sie wollen darauf lernen über dich, oder? Also dass sie halt gucken, welche Links speicherst du dir und dann crawlen sie da durch und können noch besser, besser, in Anführungszeichen, personalisiert irgendwas ausspielen.
41:00 Gavin Karlmeier
Ja, das liegt nahe als Gedanke, aber ich habe dann, das habe ich nicht auch gedacht. Und dann habe ich mich aber gefragt, als würden sie das nicht ohnehin tun? Also als würden Sie nicht ohnehin registrieren, auf was ich klicke und was nicht. Unabhängig davon, ob ich das für mich jetzt sortiert nochmal aufgelistet habe.
41:14 Charlotte Voß
Ja, das stimmt vermutlich. Dann ist es einfach ein aus meiner Sicht relativ überflüssiges Feature, aber gleichzeitig muss ich sagen, ich bin auch keine Hardcore-Facebook-Userin hier mehr, deswegen Und wie gesagt, solche Linklisten, Sammelorte, das sind Gräber für Links und Texte bei mir.
41:29 Gavin Karlmeier
Ich habe nämlich jetzt was da mitgebracht in Emotionen, und zwar der Internethistoriker Gavin Karlmeyer ist wieder hier. Das gab es schon mal, das hieß glaube ich Webprotokoll. Und zwar gab es die Möglichkeit, alle Webseiten in Facebook zu betrachten, die du dort, die du angesehen hast, während du bei Facebook eingeloggt warst. Auf Grundlage von Links, auf die ich geklickt habe, aber auch Links, die den Like-Button eingebaut haben. Es gab ja damals, ich glaube, das gibt es nicht mehr. Es gab ja die Möglichkeit, dass du unter Blogartikeln zum Beispiel oder unter allem anderen ein Facebook-Gefältnir entbetten konntest. Und meines Erachtens war es so, dass es dieses Protokoll gab, kann man auch gerne bitte korrigieren, wenn es nicht stimmt, aber ich habe das Gefühl, es gab so ein Protokoll schon mal, das dann irgendwann eingestellt wurde, weil man so im Rahmen von wahrscheinlich Cambridge Analytica sich gedacht hat Alles, was irgendwie Privacy Attacking wirkt, nehmen wir jetzt einfach mal weg. So. Und deswegen, ich bin ganz gespannt, wie, wie man, also Privacy ist eh kein Thema mehr, habe ich das Gefühl. Ich glaube, niemand stört das, dass hier diese Links jetzt gesammelt werden. Zumindest nicht die, die das Feature benutzen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das gab es schon mal. Und bei Google gab es das übrigens auch mal. Es gab mal die Google Web-Historie, bei der ich, wenn ich Chrome benutzt habe, meine Suchergebnisse von allen Geräten plus alle meine Aufrufe zentral über google. de, also mobil. Nee, wie sagt man denn? Remote, serverseitig, so, serverseitig einsehen konnte, um die History dann mir quasi bei Google anzugucken, sodass Google mir direkt gezeigt hat, wo ich überall im Netz war.
42:58 Charlotte Voß
Das ist gruselig, da möchte ich mal nicht, dass das veröffentlicht wird.
43:00 Gavin Karlmeier
Wirklich nicht. So, ich habe noch zwei Meldungen. Die eine Meldung ist, TikTok hat jetzt eine Funktion, mit der du KI Text zu Image generieren kannst. Also ich schreibe, mach mir ein Foto von einem Sonnenuntergang und die KI generiert das in TikTok.
43:16 Charlotte Voß
Mhm. Ja, mir graut es davor, was da für Inhalt rauskommt, ehrlich gesagt.
43:20 Gavin Karlmeier
Schön kannst du. Wie bei allen KI general.
43:26 Charlotte Voß
Aber wenn es halt so einfach gemacht wird, dann wird es halt, also wenn es einem einfach gemacht wird, wird es viel gemacht und dann wird es.
43:31 Gavin Karlmeier
viel tausam ist.
43:31 Charlotte Voß
.
43:34 Gavin Karlmeier
Ja, ey, ich bin total gespannt, wie das wird, wenn diese ganzen KI-Features, diese generativen KI-Features wie die Meta-AI Bei Instagram beispielsweise, wenn die ähm weiträumig ausgerollt ist, also wenn es wirklich die Möglichkeit gibt, Bilder in Instagram direkt zu generieren und zwar nicht nur als haben Leute beobachtet, sondern alle können das. Dann wird das, glaube ich, einfach eine unangenehme Zeit auf Instagram.
43:56 Charlotte Voß
Ja, und wenn es auch sehr gut wird, ne? Also wenn das dann, je nachdem, ich weiß jetzt nicht, wie das bei TikTok, wie gut die Qualität ist sozusagen, aber wie gut man auseinanderhalten kann oder ob es dran steht, ob es KI ist oder nicht. Weil das öffnet ja sonst Tür und Tor für alle möglichen Verbreitungen von Schindluder.
44:15 Gavin Karlmeier
So ist es.
44:16 Charlotte Voß
Dann kann ich sagen, hier reitet Gavin Karlmeyer auf einem Esel und es stimmt gar nicht, was mir passiert.
44:20 Gavin Karlmeier
Ich würde es ja aber auch sehen wollen.
44:22 Charlotte Voß
Vielleicht möchte ja die Discord-Community das jetzt mal umsetzen.
44:25 Gavin Karlmeier
Ja, oder alle anderen. Macht ein Bild von mir auf dem Esel in KI. Weil der, der am nächsten dran ist, kriegt irgendwas geschenkt. Weiß ich noch nicht. Überlege ich mir. Und TikTok testet jetzt eine neue Funktion, bei der du aktiv deaktivieren kannst. oder aktivieren kannst, da war ich mir nicht so ganz sicher. Auf jeden Fall, du kannst es erlauben oder verbieten, dass Leute deinen Inhalt in ihrer TikTok-Story teilen können.
44:51 Charlotte Voß
TikTok Stories, das ist auch so ein Phänomen, was ich mich nie erschließt. Ist das so anders, als wenn ich einen Instagram-Inhalt in der Instagram Story teile? Vielleicht habt ihr noch nie eine TikTok-Story gemacht.
45:06 Gavin Karlmeier
Das müssen wir, das finden wir beim nächsten Mal raus, liebe Charlotte. Wir nehmen das mal mit.
45:13 Charlotte Voß
Wir nehmen das mal mit. Das machen wir dann, das klären wir dann im Umlauf.
45:17 Gavin Karlmeier
Genau, das kommt ins Housekeeping. Wie wir hier sagen. Ich habe aber noch ein kleines Hausgiving zum Schluss. Jay Graber, die CEO von Blue Sky ist, ist kein Mann. Ich habe sie letztes Mal versehentlich missgendert, sie ist eine Frau. So, ja, das ist mein Fehler. So ist es. Das hier war aber kein Fehler und wir bleiben in der Welt der tollen Überleitungen und Brücken. Vielen, vielen Dank dir, dass du dabei warst, Charlotte. Es war wirklich ein Fest. Es war schön, ein paar Einblicke zu kriegen aus der Welt der Unternehmen, die die richtigen Entscheidungen treffen. Und ich wünsche dir ein ganz tolles Wochenende und allen anderen auch ein tolles Wochenende.
45:54 Charlotte Voß
Vielen Dank für die Einladung.
45:56 Gavin Karlmeier
Vielen Dank dir.
45:57 Charlotte Voß
Tschüssi.
45:57 Gavin Karlmeier
Tschüssi. Und die, die weiterhin Haken dann gewogen bleiben wollen, können das gerne tun. Hier geht es nämlich weiter am Montagmorgen. Uhr, wie immer montags, Mittwochs, Freitags, 6 Uhr. Und wenn ihr Haken dran unterstützen wollt, könnt ihr das unter hagendran. org tun. Ich freue mich auf euch. Vielen Dank euch und schönes Wochenende.