Wir reden heute darüber, wieso der Papst eigentlich dasselbe ist, wie die c’t auf dem Klo, über das erste virale Video Deutschlands – und über die Radikalisierung von Elon Musk. Mit dabei ist Podcaster, Psychologe, Philosoph, Papsttreffer und Pionier Alexander „Hoaxmaster“ Waschkau. Es war mir eine Ehre!
Hört diese Folge nicht in doppelter Geschwindigkeit! Und wenn doch, dann macht’s halt.
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Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Hallo Alexander
00:08 Gavin Karlmeier
Ahoi Gavin. Ich sage jetzt schon zum zweiten Mal Hallo Alexander, weil beim ersten Mal hat uns unser Aufnahmetool hier durch ein kleines Tutorial geführt, als wäre das nicht die 238. Episode von Hakendran oder so. 36. So, aber ich freue mich, dass du hier bist. Wie geht es dir?
00:25 Alexander Waschkau
Es geht mir ausgezeichnet und warte mal, ich muss mal gerade Hakner verbucket ist gemacht. Gastbarhaken dran, das kann mir keiner mehr nehmen.
00:35 Gavin Karlmeier
Das ist ja die eine Hand wäscht, die andere, ich war ja bei dir auch schon mal zu Gast. Ich habe nämlich die ganze Zeit überlegt, wie ich dich vorstelle. Und das ist gar nicht so einfach. Also, wenn man so anfängt zu recherchieren, dann findet man so Dinge wie Psychologe, Podcaster, viele Begriffe mit P, merke ich gerade. Livestreamer Aber man tut ja, glaube ich, auch nicht Unrecht, wenn man auch schon, ich habe noch ein Wort mit P, wenn man noch Pionier dazu nimmt. Also ihr macht den Hoxdiller-Podcast, wenn ich recht informiert bin, seit circa 90 Jahren.
01:06 Alexander Waschkau
Das ist richtig, ne? Ja, also Urgestein hatte ich schon, Pionier ist super. Ich habe jetzt ein bisschen Angst davor, dass man mir demnächst irgendwie den Preis für das Lebenswerk gibt, weil das ist ja das Signal, dass man aufhören soll.
01:17 Gavin Karlmeier
Aber du meinst so der Podcast-Günter ja auch?
01:21 Alexander Waschkau
Ja, ja, also 2010 haben wir gestartet und ich würde mich nicht als Pionier des Podcastings bezeichnen, weil es ganz viele vor uns gab. Ich sage immer, wir waren die dritte Generation von Podcastern in Deutschland, die das irgendwie nennenswert ernsthaft betrieben haben. Aber auch damals in der dritten Generation konnte man damals noch nicht viel mit anfangen. Da muss man jedem erklären, was man macht. Da hat man noch ein RSS-Feed rumgeschickt, um die Leute zum Podcast.
01:45 Gavin Karlmeier
Zu bringen, richtig. Die ersten Folgen habe ich auf das Kettel distribuiert an die einzelnen. Oh, das ist übrigens ein Thema. Da weiß ich nicht, wie weit dich das bewegt, aber das war so nochmal fünf, sechs Jahre vorher. Gab es ja Lord of the Weed, kennst du das? Das kenne ich, ja. Ja. Das war ja sozusagen das erste virale Video, bevor es das Internet gab, weil das wurde auf gebrannter CD auf dem Schulhof verteilt. Und so richtig, ich verstehe bis heute nicht so richtig, wie das System funktioniert, dass wir zum Beispiel das beide kennen, obwohl das ja in einer Zeit rumgeschickt wurde, in der wir beide wahrscheinlich nicht mal über fünf Verbindungen miteinander Kontakt hatten.
02:21 Alexander Waschkau
Nee, das stimmt. Aber ja, wahrscheinlich, weil wir irgendwie mal zu irgendeiner Zeit was mit Computern zu tun hatten. Das ist vielleicht doch so eine. Eine verbindende Ebene, die uns da alle berührt.
02:34 Gavin Karlmeier
Weil die CT auf der Toilette lag. Das habe ich Thorsten letzte Woche auch erzählt. Das tatsächlich ja bei mir die Geschichte ist, mein Vater liest die CT, seitdem ich denken kann. Und sie lag immer bei uns auf der Toilette. Das heißt, ich hatte da sozusagen. Also das letzte Woche Thorsten Beck in diesem Podcast da war wahrscheinlich für meinen Vater, er hat jetzt plötzlich akzeptiert, was ich für einen Beruf habe
02:59 Alexander Waschkau
Das ist sehr interessant. Wir haben mal den Papst getroffen, das hat viele Leute beeindruckt, obwohl wir gar nicht gläubig sind und auch schon gar nicht katholisch. Aber da haben auch viele Leute gesagt, okay, er scheint irgendwas zu machen, was eine gewisse Relevanz ist.
03:12 Gavin Karlmeier
Ja, und so war das für meinen, genau, das ist so, wie als hätte ich den Papst getroffen. Für dich, ich habe Thorsten weg getroffen. Ich habe beim Kumpel immer die
03:19 Alexander Waschkau
Weil das ist ein älterer Bruder, das hatte den 64er gelesen. Das kennen aber wahrscheinlich auch nur Menschen meines Alters. Das war ein Magazin zum Commodore 64, 64er, eine ganz bekannte Zeitschrift. Wo dann auch so ganz lange Basic und zum Teil auch Maschinencode-Programme drin abgedruckt waren, die man dann abtippt. Ja, Hannah, klar.
03:39 Gavin Karlmeier
No way. Du kannst doch theoretisch deine, also wenn ich jetzt so eine Videodatei im Notepad öffne, auf meinem Windows 98-Rechner. Dann habe ich da ja auch sehr viel Kauderwelsch. Hätte man das nicht rein theoretisch, wäre natürlich sehr viel Arbeit gewesen, weil da sehr viele Sonderzeichen drin sind, für die man den ASCII-Code vielleicht nicht parat hat, aber rein theoretisch hätte man doch Lord of the Weed sozusagen auch komplett abdrucken können dann.
04:08 Alexander Waschkau
Ja, ist die Frage, wie viel Seitenmaterial das dann gewesen wäre. Stell dir vor, du machst. ein falsches Mikolon irgendwo.
04:17 Gavin Karlmeier
Dann läuft dieses Ding nicht. Du tippst wirklich sechs Wochen lang, jeden Tag Vollzeit das ab oder nicht Geht gar nichts.
04:24 Alexander Waschkau
Und hast kein Speichermedium, um das zu speichern. Der Rechner muss die ganze Zeit anbleiben.
04:28 Gavin Karlmeier
Genau, im Arbeitsspeicher zwischengespeichert. Vielleicht bringen wir irgendwann mal die erste Folge Haken dran als Printversion raus, aber nicht das Transkript. Sondern die erste MP3, die auf den Servern liegt, sozusagen abgetippt. Das ist richtig nerdy.
04:44 Alexander Waschkau
Ich hätte ja lieber einen Gavin Carmeyer Starschnitt. So für mein Studio.
04:48 Gavin Karlmeier
Oh, das ist ja toll. Starschnitte übrigens, und dann sind wir doch bei diesem kleinen Generationsunterschied bei uns. Starschnitte gab es in meiner Generation schon gar nicht mehr. Nein, hör auf. Wirklich. Ich hatte zwei. Von wem? Ich hatte David Hesslerhoff, tatsächlich, Meister. Aber der war ja auch politisch wichtig. Der hätte die Mauer zu Fall gebracht.
05:07 Alexander Waschkau
Der hat uns zusammengesungen. Das muss man ihm einfach lassen. Und das zweite war die dann später tragischerweise früh verstorbene Silvia Seidel, Anna, die Weihnachtsserie, die Ballerina.
05:18 Gavin Karlmeier
Die hatte ich auch komplett als Darschnitt. Die Serie kenne ich sogar. Weil das Ferienprogramm war, als ich ein Kind war. So. Das Ballett war das, ne? Ja, genau. Genau, die dann erst im Rollstuhl saßen und dass ich zurücktanzte ins Leben.
05:31 Alexander Waschkau
Ja. Ja, toll.
05:34 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Also alle Menschen unter 40 haben jetzt schon abgeschaltet. Definitiv. Aber für alle über 40 ist die nächste Information sowieso wahrscheinlich die relevantere. Ich habe nämlich in der letzten Folge erzählt, dass der Karin Merska Talk, der, wenn diese Folge hier rauskommt, schon lief. Dass der ja bei Threads gestartet ist und ich das so interessant finde, dass sich so ein lineares Outlet dafür entscheidet, von vornherein Thread-Statt X zu bedienen. Ähm, muss aber nachtragen, dass sie auch einen Mastodon-Account haben. Also die sind nicht nur ausschließlich eben bei Threads, sondern auch im Fitiverse zu finden.
06:05 Alexander Waschkau
Hab ich gedacht, als ich das gehört habe, als du das erzählt hast, weil ich sowohl auf Threads als auch auf Mastodon gesehen habe wie hart dann doch auch die armen Social Media RedakteurInnen angegangen worden sind, weil ja Frau Mioska gesagt hat, sie will auch mit jedem reden und auf unbequeme Meinungen, und das ist ja In der heutigen Lage, wo gerade jetzt hier gestern in München 200. 000 Menschen auf der Straße waren und die Demo geschlossen werden musste gegen rechts. Extremisten. Das wird zumindest bei Mastodon und Threats, so wie es verfolgt habe, hat das viele kritische Antworten erstmal gegeben. Aber stimme dir zu, dass das eine spannende Entwicklung ist? Und früher wären die bei Twitter gewesen, definitiv.
06:48 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Ja, hundertprozentig. Und ich werde das auch heute Abend mal verfolgen. Wieso, also ob Leute das second screenen und wenn ja, in welcher Form. Und dann werdet ihr, wenn ihr diese Folge hört, euch denken, das interessiert mich doch nicht, was du gestern Abend gemacht hast, was passiert. Ich reicht das nachher am Mittwoch
07:08 Alexander Waschkau
Darf ich gerade noch ganz kurz was, weil das liegt mir echt auf dem Herzen nicht. Ich verschieße jetzt völlig deinen. Nö, ich hab kein Konzept. Bin noch nie so gut vorbereitet vorhin auf den Gastauf. Aber was ich sagen wollte, war zum einen, ähm Du bist ja mit Haken dran jetzt seit einiger Zeit und deinen GästInnen. Eigentlich im Grunde genommen der zweite Podcast, den ich schaffe, regelmäßig zu verfolgen. Das Problem ist, dass ihr zu lang werdet bei Haken dran. Und ich bin jetzt ein bisschen entsetzt, wie langsam du sprichst, weil ich muss, damit ich das in meinen Tagesplan reinkriege, wenn die Folgen erscheinen, halten dran mindestens mit 1,75er oder zweifacher Geschwindigkeit hören. Und das ist noch vom Gast abhängig. Also bei dir habe ich das inzwischen, bekomme ich das gepasst, diese hohe Geschwindigkeit. Das ist dann aber davon abhängig, wie die, wie die Gäste sind. Also insofern Höre ich das alles? Und ich will noch einen zweiten Satz sagen, weil ich als Podcast-Pionier, das ist schön, das müssen wir noch ein paar Mal sagen, dann landet das vielleicht auch bei mir in den Wikipedia-Eintrag. Das finde ich auch ein schöner, ist auch.
08:10 Gavin Karlmeier
Ach stimmt, ja, wir waren eigentlich auch in der Vorstellungsrunde und haben uns irgendwie sind falsch abgebogen.
08:15 Alexander Waschkau
Alles, alles gut. Ich wollte noch mal sagen, die Ich finde die Neuausrichtung deines Formates, die du jetzt gemacht hast, das fand ich A sehr, sehr mutig und ich finde es B aber grandios, wie das gelungen ist. Weil ich Ich bin ja Psychologe, mal irgendwann habe ich das studiert und wir Psychologen wissen ja, dass wir unsere Realität uns immer selber generieren und die ist ja natürlich völlig subjektiv. Wir haben so viel Überschneidung, dass wir gemeinsam miteinander reden können, alle miteinander und trotzdem in der gleichen Welt wehen, aber so die subjektive Erfahrungswelt ist ja immer eine eigene. Und das, finde ich, gilt auch für, ich komme gleich zum Thema, gilt auch für Social Media. Das gilt ja auf Social Media, weil du dir deine Social Media Realität zusammenbaust Indem die du Leute folgst, indem irgendwelche Algorithmen im Zweifelsfall dich beobachten und dir dann daraus deine Social Media Realität auf einem beliebigen Netzwerk ja zusammenbauen. Und mit Dennis war es so, das war natürlich ein super Überblick und ihr habt das diese Trauerarbeit, an der ich ja auch sehr gelitten habe, das habe ich ja auch sehr genossen, was Twitter anging und später Ex. Das war sehr toll, aber ihr wart, ihr hattet nach einer Zeit eine gemeinsame subjektive Welt, war so der Eindruck. Und was jetzt passiert ist, dass ganz viele neue Leute nochmal neue Facetten reinbringen. Und ich lerne Social Media, weil ich, wie gesagt, keine Tech-Podcaster oder auch gar nicht Zeit habe, mich großartig einzulesen. Ich kriege jetzt nochmal ganz neue Facetten mit von Social Media und nicht nur noch von X. So war es ja auch geplant von dir. Und ich wollte das einfach mal loben, dass das sehr, sehr gut gelungen ist und dass ich das wirklich großartig finde, was daraus jetzt geworden ist.
09:56 Gavin Karlmeier
Vielen Dank. Das freut mich total, weil das ja natürlich auch ein wahnsinnig mutiger Schritt ist, weil als jemand, der also ich mein Job ist es ja, Unternehmen und Teams und Redaktionen in ihren Prozessen zu begleiten, auch ein Podcast Podcast of zu produzieren und Podcasts zu entwickeln. Und das Schlagwort, das ich da immer wieder anbringe, und das kommt ja, glaube ich, sogar aus der Psychologie, ist das Schlagwort parasoziale Beziehung. Also man baut zu denen, die da gerade das Produkt herstellen, also zu denen, die diesen Podcast hosten. Baut man eine Beziehung auf, die einer Freundschaft sehr ähnlich ist, nur dass sie eben nur einseitig ist. Das heißt, wenn jemand mich auf der Straße sieht, würde er mich aus dem Affekt wahrscheinlich grüßen, weil er denkt, ich bin ein alter Bekannter. Ich im Zweifel weiß aber gar nicht, wer das ist. Und diese Schieflage in diesem Verhältnis, die wird natürlich viel, viel schwieriger, wenn die Leute, die ich mir da jeden Tag anhöre oder jeden zweiten Tag. wenn die auch noch rotieren und wechseln und das nicht immer Gavin und Dennis sind. . Und diese Sorge, die habe ich natürlich mit mir herumgetragen, sodass ich versuche, irgendwie einen Teil dieser wir bauen uns eine Welt aufrechtzuerhalten, wohlwissend, dass es aber auch eher davon eigentlich bereichert wird, dass Leute hinzukommen, die mal ganz andere Blickwinkel oder Gedanken mitbringen.
11:07 Alexander Waschkau
Ich finde, es ist gelungen und da ja Lob immer viel zu selten kommuniziert wird, sondern meist wird ja nur rumgekrittelt
11:14 Gavin Karlmeier
Wenn es Rückmeldung gibt, wollte ich das mal gesagt haben. Vielen Dank. Also mich lässt nicht los, dass du mich schneller hörst, weil Leute mir immer sagen, ich würde zu schnell sprechen. Und ich arbeite das stark an mir, dass ich das nicht tue und konzentriere mich auf meine Sätze. Aber also mich auf zweifach könnte ich nicht Gleichzeitig übrigens, Sprachnachrichten bei WhatsApp kann, alle hören das zum Beispiel auch schneller. Das kann mein Gehirn nicht kognitiv verarbeiten. Ich kann das nicht schneller als einfach hören.
11:42 Alexander Waschkau
Witzig. Also ich höre sonst, wie gesagt, ganz, ganz wenig Podcasts und einfach, weil mir sonst die Zeit fehlt. Ich habe nicht genug Zeit, das zu hören. Ich finde es aber hochgradig interessant und da habe ich das angefangen. Ich habe so langsam hochgeschoben. Je länger die wohnen, desto schneller muss es werden, damit die Nettozeit, die ich brauche, gleich bleibt, aber Ich finde, es geht. Und wenn du jetzt natürlich noch langsamer sprichst, dann muss ich es halt noch wieder schneller machen. Also insofern, nach mir kannst du deine Geschwindigkeit gerne beibehalten.
12:10 Gavin Karlmeier
Okay. Ja, ich weiß gar nicht. Ja, erstmal, also vielen lieben Dank. Das ist Du hast mich etwas aus dem Konzept gebracht, aber positiv gemeint. Lieb gemeint. Also ich wollte mit dir kurz über Mr. Beast sprechen. Ja. Wie stehst du zu Mr. Beast? Der ist das wahrscheinlich auch mit deinem psychologischen Blick. Ich weiß gar nicht, wie sehr der psychologische Blick dich Tag und Nacht begleitet, aber. Wahrscheinlich doch generell ein super spannendes Phänomen auch, oder? . .
12:41 Alexander Waschkau
Ich muss ganz ehrlich sein, ich bin ja ein alter Sack, ich werde ja in anderthalb Jahren oder so 50. Und ich habe immer gedacht, wenn ihr über den gesprochen habt, ich muss mir den mal angucken. Weil ich tatsächlich noch nie ein Video von Mr. Beast gesehen habe, sondern nur die Beschreibung tatsächlich aus Haken dran darüber kenne. Und ich bin jetzt auch ein Thema, worüber wir wahrscheinlich gleich nochmal reden, nämlich diese Idee, ihn von YouTube nach Ex rüber zu holen. Und ich habe die ganze Zeit, und da damit beantworte ich vielleicht eine Frage gesagt, für mich selber oder zu mir selber gesagt, Du musst dir das mal angucken, was ist denn das für ein Typ, wenn der solche sozial-psychologischen Experimente im weitesten Sinne ist natürlich jetzt nicht korrekt, weil das keine saubere Wissenschaft ist, was der macht. Stellt euch mal hin, fackt ein Auto an und wer am Ende noch festhält, der darf das dann haben oder kriegt eine Million Dollar. Ich muss mir den mal angucken. Also vielleicht habe ich ja das Glück nochmal irgendwann bei Tier in der Sendung zu sein, dann mache ich gerne nochmal eine Analyse.
13:39 Gavin Karlmeier
Aber ich habe es noch nicht geschafft, mir den anzugucken. Und du kannst ihn dir gerade nicht bei Ex angucken, denn während wir aufnehmen, Jenga, Jenga, Jenga, kann man keine Tweets laden. Das heißt, also ich krieg nur Fehlermeldungen. Im Discord haben übrigens ein paar geschrieben, dass sie es können. Also es scheint ein vielleicht ein nutzerspezifisches Phänomen zu sein. Vielleicht bin ich auch ausgesperrt worden wegen Haken, dann vielleicht ist Elon böse.
14:02 Alexander Waschkau
Das wäre geil. Ich gucke jetzt mal gerade, ich habe ja so einen Forschungs-Account für Ex. Ich bin da ja nicht mehr tatsächlich. Ja, gut. Vielleicht kommen wir da noch zu, was das so mit einem macht. Also hier läuft ein Video von ihm, 16 Minuten 25.
14:17 Gavin Karlmeier
Okay, ja, okay, das ist das $1 K, ne? Kannst du mal gucken, wie viele Impressionen dieser Tweet hat? Das ist die Zahl ganz rechts, die höchste.
14:25 Alexander Waschkau
152 Millionen, sagt er mir gerade.
14:28 Gavin Karlmeier
152 Millionen in ungefähr einer Woche. Die haben wir nämlich jetzt ja erreicht, diese Woche. Und Mr. Beast hat versprochen, dass er eine Woche später, nämlich jetzt irgendwann, in dieser Woche, mal sagen wird, wie viel Geld er damit verdienen wird. Und da sind wir auf jeden Fall dran. 152 Millionen Impressionen bedeutet aber hier in dem Fall nicht 152 Millionen Menschen dieses Video gesehen haben, sondern denen wurde dieser Tweet angezeigt. Und jetzt gab es am Wochenende mehrere Leute, die gemutmaßt haben und auch das Gefühl bekommen haben, dass dieser Tweet ihnen angezeigt wurde, obwohl sie nicht Mr. Beast folgen. Und jetzt könnte man ja zum Schluss kommen. Momentchen mal, wird da etwa Schindluder getrieben, weil Elon Musk und X natürlich ein großes Interesse daran haben, dass Mr. Beast hier möglichst viel Erfolg aus diesem einen Video rauszieht. Und es gab da mehrere Texte zu, die einen, die gesagt haben, da gibt es ein sogenanntes Shadow-Boosting, dann gibt es andere, die gesagt haben, Social Media Today zum Beispiel, nein, da gibt es kein Shadow-Boosting, Exit für alles tun, was in ihrer Macht ist aber nee ne sie haben hier keine versteckten werbungen und es gibt sogar auch eine ein statement von einem Ich nehme an S-X-Mitarbeiter, ich komme gerade nicht auf sein Profil, aber er hat auf jeden Fall S-X-Mitarbeiter, er hat nämlich ein Ex-Logo hinter seinem Namen. Und der hat geschrieben, das ist nicht neu oder Mr. Beast spezifisch, das ist wie das Amplify Program Funktioniert. Sondern es gibt wohl ein Programm, aber X schon seit 2016, glaube ich, also schon etliche Jahre Das heißt Amplify Pre-Roll. Und dafür müssen sowohl die Kreativen als auch die Werbetreibenden zugelassen werden. Also es ist so ein Einladungssystem. Und nach diesem Programm können dann Werbetreibende Pre-Rolls schalten, theoretisch in allen Videos, die dafür zugelassen sind, können einzelne Creator aber auch exkludieren. Und dann wird das Video, in dem sie sozusagen die Pre-Roll geschaltet haben, wie eine Werbung ausgespielt. Und das scheint angeblich hier passiert zu sein. Und das finde ich hochinteressant, weil zum einen, dass die Reichweite von Inhalten ja massiv nach oben schiebt und hier, wie gesagt, eine völlig unaussagekräftige Endzahl am Ende mit sich bringt. gebringen wird, zum anderen aber auch dazu führt, dass Werbeschaffende so direkten Einfluss auf die Reichweite von Inhalten haben. Also mir war das Programm ehrlicherweise so nicht bekannt.
16:55 Alexander Waschkau
Weiß man denn, wie man sich für dieses Programm qualifiziert? Also zahlt man dann Geld dafür, dann bekommt Mr. Beast jetzt was geschenkt, damit er auf die Plattform kommt und wenn ich aber als Werbetreiber sozusagen muss ich ja sicherlich dann extra nochmal mehr Geld Wahrscheinlich jedem, oder?
17:08 Gavin Karlmeier
Also macht ja keinen Sinn. Ich kann dir zumindest die Kriterien nennen, die du erfüllen musst, um für das Amplify Publisher Program zugelassen zu sein. Dazu gehört Be verified and in good standing. So? Okay. Und be an Active Ex-Video Publisher. Auch was das genau bedeutet, ist gar nicht so klar. Ob das ein Status ist, den du bekommst, den du einfach Videos hochlädst. I don't know. Du darfst nicht gegen die Spam-Regeln verstoßen, du darfst keine illegitimen Aktivitäten verwickelt sein. Du musst die Program Terms erfüllen, die hier nicht verlinkt sind. Also Es ist so ein bisschen ehrlicherweise die Antwort nein, man weiß es nicht.
17:47 Alexander Waschkau
Halt so wie immer bei Ex, ne? Genau. Ich habe übrigens gerade gesehen, Elon Musk hat das Ding ja auch sozusagen nochmal zitiert. Das ist das Wort, was ich gesucht habe. Und diese Zitation hat ja auch schon 56 Millionen Impressionen. Da ist ja auch die Frage, ob das dann zusammengezählt wird. Also wie die Metrik dahinter ist, also sind es jetzt 56 Millionen mal nur der Tweet oder werden diese 56 Millionen auf das Video noch mit drauf gerechnet?
18:12 Gavin Karlmeier
Ich schätze, die sind in den 152 Millionen mit drin. Müsste, oder? Ja. Also wundern würde es mich nicht, wenn nicht, aber ich glaube, X versucht alle Zahlen immer schön zu schreiben.
18:22 Alexander Waschkau
Definitiv.
18:23 Gavin Karlmeier
Ja, so. Dieses Programm gibt es in Deutschland übrigens noch nicht. Das kann ich noch. noch ergänzen zumindest. Also es ist nur in so ein paar Ländern ausgerollt worden in den letzten, wie viele Jahre sind es jetzt? Acht. Aber das scheint wohl hier passiert zu sein und das ist so einer dieser Punkte, bei denen ich sagen würde, naja, vielleicht ist das jetzt kein Keine Schattenwerbung, vielleicht ist es kein Shadowboosting, aber es ist doch in jedem Fall ein unsauberer Umgang für die NutzerInnen auf der anderen Seite für uns jetzt, um zu verstehen, wie dieses Video hier zu seiner Reichweite gekommen ist.
18:54 Alexander Waschkau
Na klar, also geht es ja auch wieder nur um das Ego von Elon Musk, der größte YouTuber der Welt, muss jetzt natürlich auf seine neue Videoplattform-Aggs rüberkommen. Das ist ja völlig klar, dass das für ihn jetzt ganz wichtig ist. Und ihr habt jetzt schon in einer der vergangenen Folgen gesagt, also wenn da nicht im Hintergrund an irgendwelchen Hebeln und und auf irgendwelchen Dampfmaschinen dran gearbeitet wird, dass die Views nach oben gepusht werden. Und der dann irgendeine Fantasiesumme ausgeschüttet bekommt, dass alles andere wäre verwunderlich. Die Frage ist, was er damit anfängt, dann, Mr.
19:28 Gavin Karlmeier
Beast. Und das kommt dann nämlich eben auch noch dazu, dass nämlich die Ausschüttung auch nach einem Schlüssel ja passiert, der völlig intransparent ist. Das heißt, sie können ihm jetzt einfach 10 Millionen Dollar überweisen und sagen, das ist das, was dir zusteht. Ja, schauen wir mal. Ansonsten habe ich hier jetzt leider den Punkt, über den wir sprechen müssen. Mask macht Masksachen. Das ist zumindest die Schlagzeile, die ich mir aufgeschrieben habe. Eigentlich kommen da so drei Themen zusammen. Ich möchte mal mit dem ersten anfangen, der vielleicht so einer der ärgerlichsten ist. Und zwar geht es um folgendes. Der Standard hat das Ganze ganz gut aufgeschrieben. Und zwar sind in New York die Patriot Front aufmarschiert ist. ist eine Gruppe von Rassisten und Rechtsextremen, die ist nicht besonders groß, hat aber immer wieder relativ große Medienaufmerksamkeit generiert. Und es gibt von der ADL die Zahl, dass sie für etwa 80 Prozent aller Fälle von Volksverhetzung in den USA in den vergangenen Jahren verantwortlich seien. Und die wurden aber, in Teilen wurde diese Demonstration zerschlagen, Leute wurden festgenommen. Und Elon Musk hat diese Fotos dieser Festnahmen selber veröffentlicht auf X und hat dazu geschrieben. Seltsam, warum werden die Masken denn nach der Verhaftung gar nicht abgenommen? Und daraufhin hat dann ein anderer Nutzer ihm erklärt, weil die Leute unter den Masken eigentlich FBI-Agenten sind, denn diese Masken. . Wenn ihnen die Masken abgenommen worden wären, würde man ja sehen, dass es eigentlich Leute sind, die Staatsbeamte sind und das ist alles nur ein abgekaltertes Spiel. Und so weiter, und so weiter. Ich will gar nicht viel weiter in diesen Verschwörungswust einsteigen. Aber Masca hat das Ganze natürlich erstmal passieren lassen, hat dem nicht widersprochen und bietet damit eigentlich mal wieder einer Verschwörungserzählung eine Plattform. Bei der man sagen muss, dass sie so Hanebüchen ist, dass man inzwischen das Gefühl hat, seine Realität hat mit der tatsächlichen Realität nicht mehr so viel zu tun.
21:24 Alexander Waschkau
Ich habe gerade auch bei dem, äh der Geschichte und dann auch, gab ja auch wieder so eine schöne Äußerung von Taka Karls, nämlich Verschwörungsschwurbel zu ähm ähm ähm nicht Röhrenbomben, was denn Pipe Bombs auf Deutsch?
21:41 Gavin Karlmeier
Rohrbomben.
21:43 Alexander Waschkau
Rohrbomben, die dann also auch vor als Falts Flag Aktion der Regierung selber gezündet worden sein sollen. Vor einigen, vor drei Jahren in Washington DC. Ich glaube, Elon Musk wird ja zunehmend Opfer seiner eigenen Plattform. Denn wenn du, wenn der auf X geht, was sieht denn der noch? Also der sieht ja irgendwie wahrscheinlich Bitcoin-Werbung ohne Ende. Das Posting von Mr. Beast wahrscheinlich zehnmal am Tag. Und ansonsten liest er ja im Grunde genommen nur noch Hardcore-Verschwörungserzählung, antisemitisches Zeug. Und republikanische Propaganda, das ist wahrscheinlich das, was der auf X noch wahrnimmt. Und das ist ja das Problem, da er ja auch anderen Medien nicht mehr vertraut, das ist ja sein großes Credo, also People Journalism, das will er ja. unterstützen, also nicht mehr den Medien vertrauen, sondern Menschen möchte er ja vertrauen. Da hat er sich jetzt auch ein Biotop geschaffen, dessen Opfer er jetzt. offensichtlich selber wird, weil er diese ganzen Erzählungen, wenn die den ganzen Tag auf dich einprasseln und du dann mit deinen 18 Energy-Drinks abends nochmal vom Einschlafen dir das durchliest, äh Dann findest du das alles ganz realistisch, was die dir erzählen. Das ist, glaube ich, ein echtes Problem.
22:55 Gavin Karlmeier
Ja, weil, also ich finde, da erlebt man mal so relativ, also wir gucken nicht wirklich in den Maschinenraum, aber wir sehen so ein bisschen, wie der Dampf links und rechts. rauskommt zumindest, wie Radikalisierung eben funktioniert. Dieses gegenseitige Hochschaukeln, gegenseitiges Bestätigen, weil du hier, also er sucht sich Leute, die ihm ein gutes Gefühl geben. Er umgibt sich von Leuten, die ja sagen und ihm sozusagen das Gefühl geben, vor allem auch mächtig zu sein. Und das sind aber gleichzeitig die Leute, die aber ihn dafür nutzen, um seine Plattform für die Verstärkung ihrer Inhalte zu benutzen, die er dann anfängt zu glauben. weswegen er diese Leute wiederum weiter abfeiert, die ihnen dann wiederum weiter abfeiern. Und das ist eine, glaube ich, eine so gefährliche Wechselwirkung, die aber dann, wenn man das mal ganz plakativ betrachtet, ja, also offenbar nicht wirklich intrinsisch motiviert ist bei ihm, sondern auch ein bisschen was damit zu tun hat, dass er eigentlich eher von seinem, also eher Opfer seiner Plattform, wie du sagst, aber auch Opfer seines Egos hier wird.
23:50 Alexander Waschkau
Also natürlich ist es immer ganz schwierig und das fand ich übrigens auch sehr gut, dass er weder den Drogenkonsum noch andere psychische Faktoren großartig hier immer heranzieht. und die als Erklärungsmuster gelten lässt. Aber natürlich kann man, wenn man von außen drauf guckt, und Elon Musk ist eine sehr exponierte Persönlichkeit, weil er sehr viel erstmal selber natürlich nach außen trägt. Und es gibt ja sehr, sehr viele Berichte über ihn und wenn man da sehr viel liest, dann kann man zumindest den Eindruck bekommen und das ist natürlich eine Ferndiagnose, die höchst unseriös ist, aber Es gibt auch einige Verdachtsmomente, die sagen, dass er offensichtlich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Das ist ja das, was du mit dem Ego bezeichnest. Und wenn du das hast, dann möchtest du ja gerne, dass so dein Confirmation-Bias erfüllt wird. Also das, was du glaubst zu wissen, dein Wissen, wie die Welt funktioniert, wie die politische Zusammenhänge sind, wie Wirtschaft funktioniert. Das möchtest du ja immer bestätigt wissen. Also deswegen podcaste ich jetzt gerne mit dir, weil du sagst Dinge, die finde ich auch gut und dann ist das total angenehm. Kontroverse Gespräche sind anstrengender.
24:52 Gavin Karlmeier
Das ist so ein ganz einfaches Beispiel für einen Confirmation-Bias.
24:55 Alexander Waschkau
Und das beides zusammengenommen, also jemand, der unbedingt bestätigt werden möchte. Natürlich, weil er das braucht für sein Ego und jetzt dieses Biotop, was alle seine Ideen, Vorurteile ihm mannigfaltig vor die Tür legt. Das ist ganz, ganz ungut. Und das tut ihm als Menschen meiner Einschätzung nach auch nicht gut. Aber ich glaube nicht, dass man da noch großartig was ändern kann aktuell.
25:20 Gavin Karlmeier
Naja, gut. Also wie viel von dem Menschen Elon Muskler tatsächlich noch übrig ist, ist ja auch so eine spannende Frage, weil also das, was man von ihm weiß, ist ja, dass er seine Privatzeit eigentlich damit verbringt. bis fünf Uhr nachts in Hotelzimmern zu sitzen und irgendwelche dubiosen Videospiele zu spielen, die auch. Highscores zu knacken. Genau, Highscores zu knacken, aber in so, wie sagt man, Pay-to-Win-Spielen. Er ist jetzt nicht so ein krasser Fortnite Pro, sondern schon die dritte Folge in Folge, in der wir über Fortnite sprayen. Habe ich schon nie gespielt übrigens. Ich glaube, das kann man mal machen. Es ist ja umsonst. Dafür habe ich übrigens aber ein YouTube-Premium-Abo.
25:55 Alexander Waschkau
Jetzt bist du. Ich hab endlich gedacht, ich treffe auf dich und erzählst mir, dass du es gekündigt hast. Jetzt habe ich endlich mal zwei Leute mit einem Premium-Abo zusammen und dann kündigst du.
26:06 Gavin Karlmeier
Vielleicht gibt es das nicht. Vielleicht können zwei YouTube-Premium-Abonnentinnen nicht aufeinandertreffen. Das ist einfach nicht vorgesehen. Also in meiner Stichprobe ist es im Moment so. Ich schließe, ich bin, also ich muss dazu sagen, ich habe jetzt an dem Wochenende drei Situationen gehabt, bei der mich YouTube-Werbung so genervt hat. Ich bin kurz davor, wieder das abzuschließen. Vor allem, weil ich eine Situation hatte, wo ich ein Video zeigen wollte, ich war in so einer Runde und. Ich bin einer der Verfechter, die sagen, wir zeigen uns jetzt keine Videos, schickt mir einen Link, das machen wir ja nicht hier vor Menschen. Aber ich wollte ein Zitat von Marius Müller-Westernhagen vorspielen. Und dieses Video geht neun Sekunden oder so bei YouTube. Und ich musste mir zwei Werbespots von 20 Sekunden Länge vorher anschauen für diese 9 Sekunden. Und da war ich schon wieder kurz davor.
26:51 Alexander Waschkau
Das ist übrigens die Strafe des Google-Algorithmus, weil die ja wissen, dass du gekündigt hast. Je kürzer das Video, desto mehr Werbung, bis du wieder das Abo anmachst.
27:01 Gavin Karlmeier
Vielleicht darf ich ja nicht offen drüber reden. Das kann halt sein. Die wissen das alles von mir jetzt Die, die da. Mein Gott, wir sind zu albern, aber wir haben eigentlich jetzt so ein anderes Thema, das gar nicht so witzig ist. Jetzt wird's ernst, ja. Denn Elon Musk wird in dieser Woche nach Polen reisen. um zum einen das KZ Auschwitz zu besuchen und dann um an einer Konferenz zum Thema Online-Antisemitismus teilzunehmen, die veranstaltet wird vom Verband Europäischer Juden und Judinnen. Und die findet eben jetzt in dieser Woche statt. Und dort wird er auf Ben Shapiro treffen und mit ihm über das Thema Online-Antisemitismus treffen. diskutieren gesprochenes Fragezeichen und ich hab da ganz doll Bauchschmerzen
27:57 Alexander Waschkau
Ich hab das, also ich habe die, ich habe das auch gelesen, diese Pressemitteilung, dass der also, ja, heute soll ja dieses Gespräch mit Ben Shapiro dann sein und habe mich gefragt, was ist denn das für eine Konferenz, wo jemand, der gerade wegen antisemitischen Äußerungen sein Unternehmen ruiniert in weiten Teilen oder zumindest den Gewinn massiv nach unten fährt, weil die Werbekunden scharenweise abspringen. Dass der jetzt da hinfährt, um ein positives Signal mal zu senden, in der Hoffnung, dass vielleicht doch ein paar Burbepartner zurückkommen, das überrascht mich jetzt gar nicht mal. Aber dass er dann dort mit Ben Shapiro Auf einer Podiumsdiskussion da irgendwie sitzt. Das habe ich auch nicht verstanden. Also wer lädt denn auch Ben Shapiro da ein? Denn der ist jetzt ja auch, für alle, die das nicht wissen, jemand, der wirklich zu der ganz, ganz hardcore-konservativen US-amerikanischen äh republikanischen ist fast schon zu wenig Lager gehört. Fand Trump erst doof, als Trump dann erfolgreich war, ist er ihm dann doch an die Seite gesprungen. bezeichnet Frauen, die abtreiben, im Grunde genommen als Babykillers, erfährt da eine ganze, eine ganz Hardcore-Linie, extrem transphob Ganz, ganz unangenehmer Typ, also immer wenn man den sieht, stellen sich mir zumindest die Nackenhaare auf. Und die beiden diskutieren kurz vom Holocaust-Gedenktag am 27. Januar in Krakow auf so einer Konferenz. Also Interessant. Also ich hoffe, dass ich danach dann morgen oder so mal einen Bericht darüber finde, worüber wir die gesprochen haben. Ich meine, das Mask jetzt gemerkt hat, da muss er was tun, das ist glaube ich relativ, also der ist ja eben nicht intellektuell vermindert oder so, der weiß schon, ich muss jetzt irgendwas tun, um wieder zu zeigen Dass die Werbekunden wieder zurückkommen sollen, das macht Sinn, aber diese ganze Veranstaltung finde ich komisch.
29:55 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist der erste Blickwinkel, an dem ich viel mehr hängen geblieben bin. Also, dass er mit Ben Shapiro Das spricht, das kann ja zwei Gründe haben. Also entweder wurde er mit eingeladen, weil er selber Jude ist oder weil man gedacht hat, man stellt da einen Kontext her mit jemandem der. Elon Musk ansonsten vielleicht inhaltlich gar nicht so fern ist. Oder aber Elon Musk hat vorgeschlagen, ihn einfach mitzubringen. Das weiß man natürlich nicht. Ich finde es viel spannender die Frage. wie man auf die Idee kommt, Elon Musk dahin einzuladen. Also genau wie du sagst, jemand, der in den letzten Wochen Schlagzeilen gemacht hat, weil er antisemitische Verschwörungstheorien von Weltverschwörungen unterstützt hat, weil er deswegen Großzahl seiner Werbekunden vor allem in finanzieller Art verloren hat. Also da sind so viele Dinge, die eigentlich vom Verband Europäischer Juden hätten Anlass sein müssen, zu sagen, den laden wir eben nicht ein. Ähm, dass ich also ich bin eher irritiert deswegen. So aus der Perspektive, also als Elon Musk, natürlich nachvollziehbar dieses Angebot dann anzunehmen, weil das eben total hilft, sich irgendwie vermeintlich reinzuwaschen und sich auf eine Bühne zu stellen. Und wir wissen auch, dass Elon Musk es immer wieder schafft, auf Bühnen Leute ja auf eine Art einzulullen, zu begeistern. Und wir wissen auch, dass Elon Musk sich sehr schnell begeistern lässt, auch von Leuten, mit denen er dort spricht. Also dass das für ihn sicherlich keine schlechte Entscheidung ist, bin ich auch überzeugt. Aber dass das stattfindet, halte ich für. Naja, wie gesagt, irritierend.
31:27 Alexander Waschkau
Jetzt weiß man natürlich auch nicht, wie lange da so die Planungen sind bei solchen Gästen. Vielleicht haben die auch schon vor einem Dreivierteljahr den Termin fix gemacht und da war das alles noch nicht. Also das weiß man ja eben auch alles überhaupt gar nicht. Aber ja, das ist insgesamt alles sehr, sehr, sehr, sehr merkwürdig. Also fühlt sich nicht gut an und ich bin sehr gespannt und hoffe, dass man da ein paar Berichte bekommen wird, um was es da gegangen ist.
31:52 Gavin Karlmeier
Ja. Wir bleiben dran auf jeden Fall. Ich werde das weiterverfolgen. X hat einen Account gestartet mit dem Namen X Payments. Endlich. Endlich. X hat jetzt gerade International, nein, national gesehen in 17 Bundesstaaten die Lizenz, um Geldtransfer durchzuführen oder durchführen zu dürfen. Das ist noch nicht mal die Hälfte. Und es gibt schon Leute, die sagen, X startet hier illegal Bankengeschäfte gerade. Ich finde, das ist der richtige Blickwinkel.
32:25 Alexander Waschkau
Es ist die Frage, was dieser Account jetzt erstmal sagt und ob da schon eine Funktionalität dahinter ist. Also erstmal, dass man natürlich jetzt vorbereitet und vielleicht Angst hat, dass einem dann der Account geklaut wird, kann ja auch eine Motivation sein. Aber ja, das ist ja hier oft genug thematisiert worden, wenn ich alles tun würde in meinem Leben. Aber meine Bankdaten an von Elon Musk geführtes Unternehmen übermitteln. Ganz im Gegenteil habe ich ja mein oder unsere gesamte Ex-Präsenz im Oktober letzten Jahres komplett gelöscht, weil ich es nicht mehr ertragen habe, dass da noch irgendwelche Daten von mir oder von uns sind.
33:01 Gavin Karlmeier
Wie war das? Also ihr seid ja, um das mal so in Kontext zu stellen, ihr seid ja. Nee, ich sag mal anders. Euer Konzept setzt sich ja durchaus damit auch auseinander, dass ihr solche Dinge wie Elon Musk erzählt Quatsch Ihr seid eine der Marken, der Online-Marken, die sowas am allerwenigsten durchgehen lassen. Weil ihr, mm, kann man, ich weiß nicht, ob der Begriff Skeptiker richtig ist.
33:28 Alexander Waschkau
Das ist ein Buzzword. The Skeptics in Amerika hat eine andere Bedeutung als das deutsche Wort Skeptika, spätestens seit der Corona-Pandemie. Gab es sehr viele Skeptiker, die merkwürdig sind? Ich würde mal sagen, meine Frau und ich und unser Huxilla-Podcast, das ist ja unsere Kernmarke Wir setzen uns für das wissenschaftlich kritische Denken ein. Und da hapert es an der einen oder anderen Stelle, finde ich, bei Elon Musk schon. Also insofern, ja.
33:50 Gavin Karlmeier
Weil wo ich nämlich jetzt hin wollte, Folgefrage, wie hat eure Community darauf reagiert, dass ihr eure Ex-Präsenz komplett eingestellt habt? Also gab es Leute, die das gar nicht. . Verstanden haben.
34:01 Alexander Waschkau
Ja, na klar. Also es gab, da gab es alles. Es gab Leute, die gesagt haben, ja, das ist der richtige Schritt oder die gesagt haben, gut, dass ihr das macht, das muss ich dann jetzt auch machen. Es gab Leute, die gesagt haben, damit überlasst ihr da ein Feld anderen Leuten, die dann frei agieren können und ihr seid dann nicht mehr antifaschistisch tätig. Also wir sind da auch übelst für beschimpft worden an verschiedenen Stellen im Internet. Und dann gab es noch so eine dritte Ebene, das fand ich auch ganz, ganz interessant von Menschen, die gesagt haben, das könnt ihr auf gar keinen Fall machen Weil dann nutzt irgendwann jemand anderes euren Handle. Also ihr könnt ja gerne gehen, aber ihr dürft auf keinen Fall euren Handle abgeben. Huxelang, also das ist in Deutschland auch eine geschützte Wortmarke. Weil dann kapert das jemand und dann gibt er sich für euch aus. Das waren so die drei Reaktionen, die es da so gab. Und im Grunde genommen ist die Antwort, also die, die dann gesagt haben, dass sie es gut finden, das bestärkt natürlich dann meinen Confirmation-Bias. Insofern hat sich das gut angefühlt. Und bei den anderen habe ich immer geantwortet, naja, ich bin aber auch nicht bei Parla, ich bin nicht bei Truth Social, das sind ja die klar rechts gerichteten sehr, sehr konservativen Portale, wo ja bei Truth Social insbesondere ja Donald Trump einen Exklusivvertrag hat. Und Pa, die sind dann die, die noch ein bisschen weiter recht stehen, die sind dann bei Paula. Da bin ich ja auch nicht. Und da kämpfe ich ja auch nicht gegen diese Aussagen, weil es gar keinen Sinn macht.
35:31 Gavin Karlmeier
Also ich kann ja auch nicht auf einen AfD-Parteitag alleine hingehen und dann sagen, was genau, ihr macht das alles doof.
35:37 Alexander Waschkau
Da hört dir ja keiner zu, sondern ganz im Gegenteil bin ich jemand, der sagt, das ist ein ganz, ganz wichtiges Zeichen, dass die DemokratInnen, die Menschen, die nicht an Verschwörungserzählungen glauben, da weggehen und damit ein Signal setzen. Und deswegen finde ich ja jedes Medienhaus, jede Redaktion, jeder Verlag, der sich da trennt, das finde ich ein ganz, ganz wichtiges Signal. Aber das ist so ein bisschen wie. Eine Beziehung, die endet und wenn man dann noch solo ist, hat man ja immer noch die Hoffnung, dass dann Partnerin, Partner doch noch zurückkommt zu einem. So nach dem Motto, irgendwann wird es vielleicht ja doch nochmal gut wieder. Und das hat bei mir auch eine ganze Zeit gedauert, bis ich realisiert habe, das wird nicht mehr gut, sondern das ist jetzt schlecht und es ist halt kaputt. Und das zweite war letztendlich auch, dass die Metrigen hier absurd waren. Also wir hatten mit dem Muxilda-Account gar nicht so viel, ich weiß nicht, 12. 000 Follower oder was. Bolloween. Und ich glaube, am Ende hat mir die Metrik gesagt, dass das 1500 bis 200 Impressionen noch hatte, was ich da gebraucht habe, weil wir natürlich keine Haken bezahlt haben. Das heißt, das hat halt auch gar keiner mehr gesehen, was wir da gepostet haben. Es hat einfach, die Zahl war zwar gefühlt toll, aber der Outcome war halt Unsinn. Und insofern gab es harte Kritik. an der einen oder anderen Stelle, aber das war uns auch wichtig, da ein Zeichen zu setzen. Und natürlich, wer uns verfolgt und den Podcast hört. Der hat es ja mitbekommen. Also die wissen, dass wir da jetzt nicht mehr sind.
37:04 Gavin Karlmeier
Und ja, ich finde es ja, ich glaube, ich brauche es gar nicht dazu sagen, dass ich es genau richtig finde und genau deiner Meinung bin. Ähm, und dieses Argument von wegen, naja, du musst dort den Kampf führen, ich glaube das Gefühl, den Kampf gibt es eigentlich nicht mehr. Also wenn du jetzt bei Ex schaust und egal in welcher Kommentarspalte du schaust Es gibt gar nicht den Wunsch der Diskussion und ich habe auch nicht das Gefühl, dass Leute noch dort sind, die Lust haben, sich in eine Diskussion von einer anderen Meinung überzeugen zu lassen, sondern ne, es fühlt sich tatsächlich an wie ein Kampf und das muss man dann vielleicht nicht führen
37:40 Alexander Waschkau
Ja, und du hast als Gegenstimme jetzt bei diesen ganzen blau behagten Accounts, die sich ja untereinander auch bestärken, da sind wir wieder beim Confondations, weißt du hast, du kriegst da gar kein Gehör mehr. Wer dann glaubt, ich werde da so lange reintippen, bis da einer reagiert, der nutzt, finde ich, seine limitierte Lebenszeit, die wir ja alle nur haben, nicht sinnvoll.
38:03 Gavin Karlmeier
Nee, das ist aber genau richtig, das gefällt mir gut. Ich habe eine kleine Meldung aus der Welt der Community Notes, die. Sehr bemerkenswert fand. Super. Und zwar hat einen Account, einen sehr geschmacklosen Witz gemacht, der hat ein Schwarz-Weiß-Foto von Elon Musk gepostet und dazu geschrieben, Elon Musk, der Tesla, Milliardär und Gründer von X. ist verstorben diesen Morgen im Alter von 52. Also erstmal nicht witzig und auch mir ein bisschen zu stumpf. Bemerkenswert ist aber die Community Note darunter. Denn die Community Note, die da drunter steht und die mir angezeigt wird, ist, Elon Musk ist nicht der Gründer von X, früher bekannt als Twitter. Die eigentlichen Gründer von Twitter sind Jack Dorsey, Noah Glass, Bliss Dorn und Evan Williams. Und geht nicht auf diese Behauptung ein, dass Elon Musk verstorben sei, sondern eben auf die Behauptung, dass er der Gründer von Ex ist. Und diese Community Note hat es ja offenbar geschafft. in die Sichtbarkeit zu rücken. Das heißt, wurde von so vielen Leuten aus politisch unterschiedlichen Lagern als wertvoll eingestuft, dass sie jetzt da drunter steht unter diesem Tweet.
39:10 Alexander Waschkau
Also diese Death Hoaxes, die es ja jeden Tag tausendfach auf allen Systemen gibt, was Prominenter angeht Guckt immer aufs Datum und checkt es einmal gegen. Das ist immer unser Hinweis, den wir darauf geben. Oder aber guckt, wie alt die Meldung ist. Manchmal sterben auch Rockmusiker, ist mir auch schon passiert, das hat mich elektrisiert, dass da jemand gestorben ist, ein Gitarrist von einer Heavy-Metal-Band. Und da habe ich festgestellt, dass das aber schon drei Jahre her ist. Das gibt es manchmal auch. Also der war tatsächlich verstorben. Ich habe es halt noch nicht mitgekriegt damals. Aber das zeigt ja, wie, also um auf das, was du hier gerade beschrieben hast, zurückzukommen, das zeigt ja, wie kaputt auch dieses System insgesamt inzwischen ist. Also das Also mir fällt da gar nichts ein, man lacht natürlich darüber, aber dass natürlich hier eine falsche Todesmeldung dann ja auch stehen bleibt. Und als Information weitervermeldet wird und es wird einfach nur darauf eingegangen, dass er eben nicht Twitter gegründet hat. Also es ist Ja, Community Notes sind nicht der Weisheit letzter Schluss, für die Elon Musk sie uns ja seinerzeit verkaufen wollte. Und selbst die hat er ja nicht erfunden, die waren ja schon in der Schublade. So ist es ja, ganz genau.
40:12 Gavin Karlmeier
Aber bist du denn, da jetzt auch wieder, ich grab einfach, wenn ich dich schon mal hier habe, dein komplettes, deine komplette Wissenschaftlichkeit und dein komplettes psychologisches Wissen an, wie stehst du generell zu diesem Prinzip der Community Notes?
40:27 Alexander Waschkau
Also in einem System, also das Problem ist, die Idee finde ich sehr, sehr gut. Ich habe das über euch ja kennengelernt, das ist über Hagenbrand, da habe ich das das erste Mal gehört und habe gesagt, ist eigentlich eine sehr, sehr gute Methode. Das Problem ist natürlich, dass die Transparenz bei einem Unternehmen wie X inzwischen einfach nicht gegeben ist. Also ich weiß halt überhaupt nicht, ob ich mich darauf verlassen kann, dass diese Aussagen stimmen. beide Seiten, was heißt denn beide Seiten? Wie bestimmt denn das System, zu welchem politischen Lager ich gehöre? Woran wird das festgemacht, woran macht das System das fest, wenn du sonst gar nicht aktiv twitterst? Also all diese, also da gibt es ja tausend Fragen dran In einer idealen Welt, in einem idealen Social Media System finde ich die Idee gut. Ich glaube aber nicht, dass das auf Ax noch sinnvoll funktionieren wird.
41:20 Gavin Karlmeier
Aber der Grundgedanke, den finde ich gar nicht schlecht. Fragen dran, das Community Note Update. So.
41:25 Alexander Waschkau
Ist ein bisschen wie Wikipedia. Also wenn alle mitschreiben und alle korrigieren können, ist es ja nicht so schlecht.
41:30 Gavin Karlmeier
Ja, nee, also genau, weil ich finde das Prinzip ja auch mega. Ich hätte wünsche um mir die Community Notes auch in anderen Netzwerken Ich finde genau diese Einteilung in unterschiedliche Lager, finde ich, auch ist so ein bisschen die Sollbruchstelle in dem Prinzip. Und es gibt ja auch diese Forschung, über die wir hier gesprochen haben, nach der 8 bis 10 Prozent aller wirklich sinnvollen Community-Nodes überhaupt nur das Tageslicht erblicken, weil alle anderen eben in diesem in diesem Netz hängen bleiben.
42:03 Alexander Waschkau
Wenn immer mehr Liberale, sag ich mal, rausgehen aus dem Netz, dann kriegst du ja auch dieses Gleichgewicht gar nicht mehr hin. Ja, ganz genau.
42:09 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Ich möchte mit dir über das Fediverse sprechen. Juhu! Und zwar gibt es eine Untersuchung.
42:20 Alexander Waschkau
Da bin ich übrigens sechs Tage nach Holger Klein, habe ich mich da angemeldet. Ich hab das mal nachgeschaut, weil du sagst, dann hab ich jetzt irgendwie 2018, hast du sechs Tage Unterschied, also sechs Tage nach Holgi. Ach krass. Hat sich da schon angemeldet?
42:34 Gavin Karlmeier
Ja, Holger hat sich für die was angemeldet, da war es noch schwarz-weiß.
42:37 Alexander Waschkau
Ja, ich habe da auch noch eine Postkarte hingeschrieben.
42:39 Gavin Karlmeier
Ja, genau, zur Anmeldung, zur Verifikation. Es ist ja übrigens auch ein Ding, über das wir hier noch nie gesprochen haben. gesprochen haben, es ist, glaube ich, ein relativ große, ein großer Anteil von Menschen, die in diesen sozialen Netzwerken angemeldet sind, in die man nur mit Postkarte tatsächlich reinkommt. Also so etwas wie nebenan Oder Next Door ist glaube ich auch so eins. Also es gibt so Nachbarschaftsnetzwerke, die genau so funktionieren, dass du halt quasi, jede Stadt wird so in so kleine Waben unterteilt, eigentlich so ein bisschen wie wie bei Wahlkreisen, nur viel kleiner, also wirklich in so Kieze. Und du musst, um dich dort anzumelden, entweder empfohlen werden oder mit einer Postkarte bestätigen, dass du wirklich dort wohnst. Und in diesen Netzwerken passieren dann so Dinge wie, wer hat den Haus des Schlüssel, wer hat diesen Schlüssel hier auf dem Spielplatz liegen lassen?
43:28 Alexander Waschkau
Das ist so der Austausch in diesen Netzwerken. Und warum wird da nicht WhatsApp für. . Aber gut, das ist eine andere Frage. Ja, oder auch Facebook, ne?
43:35 Gavin Karlmeier
Oder so. Aber also ich bin da auch angemeldet für unsere Nachbarschaft hier. finde das eigentlich ein ganz gutes Prinzip, vor allem weil das eben nicht Facebook oder Instagram ist, sondern da hört mich keiner schreien, wenn ich da was veröffentliche. Das ist ich bin da, ich bin da, wie sagt man, zie zivil unterwegs. Hier nur privat. Also, ähm, eigentlich, also ich will gar nicht so sehr in die technischen Details einsteigen von dieser Meldung hier, weil die ein bisschen ich also Ich bin kein Informatiker und ich weiß genau, ich müsste nachher sehr, sehr viel Haus keepen. Aber die grundsätzliche Meldung ist, dass 51,6% aller Mastodon-Instanzen Nee, aller NutzerInnen von Mastodon, so ist die Formulierung, 51,6% aller Mastodon-NutzerInnen scheinen über Server von Hetzner zu kommunizieren. Hetzner, das ist ein Dienstleister für Server. Also ein Dienst, ähm, wie sagt man, also ein Serverdienstleister
44:44 Alexander Waschkau
Anbieter, der hat ja halt rumstehen, da kann man sie anbieten.
44:47 Gavin Karlmeier
Genau, hallo, ich habe einen Server, willst du dich eine Fidiverse-Instanz anbringen? Und die logische Frage, die daraus sich ableitet, also Ben Jojo ist der, der es untersucht hat. Systemingenieur ist auch so ein Wort, also für mich ist es ein Informatiker.
45:04 Alexander Waschkau
Ich bin da raus, also aber mach weiter, ich finde das völlig faszinierend. Das ist für mich wie eine andere Sprache.
45:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und die spannende, also die Frage ist halt, die da zugrunde liegt, ist Wie dezentral ist das Ganze eigentlich, wenn mehr als die Hälfte aller NutzerInnen dann doch über dieselben Server hier sind? Ist aber natürlich ein bisschen eine Farce, die Frage. Aber naja, ja, sag du erstmal.
45:24 Alexander Waschkau
Also was mich natürlich da jetzt interessiert als wirklich alleie. Also ich bin wirklich ein User vor dem Herrn und klicke mir da alles Mögliche zusammen. Aber wie sieht denn die Verteilung von Servern überhaupt aus? Also, wie viele Serveranbieter gibt es überhaupt auf der Welt? Also ich weiß, Amazon hat sehr, sehr viele Server noch, die man mietet, da läuft halt unglaublich viel drauf. Hier in diesem Artikel, den du ja uns geschickt hast, stehen ISIO, Oracle und Google, die haben wohl auch eigene Server. Aber wie ist da überhaupt die Verteilung? Und wenn es denn nur fünf Systeme gibt. dann ist ja dezentral eben dann dezentral auf fünf Systemen, die ganz groß sind. Also das ist schon schwierig und wir haben ja auch schon erlebt in der Vergangenheit, dass einige Fediverse Instanzen Probleme bekommen haben. Ich weiß, dass ich habe mich ja, dadurch, dass 2018 mich da angemeldet habe, ganz, ganz früh habe ich ja die Wellen dann immer mit bekommen. Und insbesondere dann in der Übernahmezeit von Twitter durch Elon Musk gab es ja diese Riesenwellenbewegung, wo dann zum Teil den ganzen Tag lang, das FDVs fast nicht mehr benutzbar war, weil einfach die Last, die dann auf den Servern lag, zu groß war, selbst auf den großen Instanzen. Und die Frage ist, tatsächlich, wie viele große Serverinstanzen kann es denn dezentral geben? Ist eine ganz spannende Frage, weil ich ja im Grundsatz diese dezentrale Idee auch sehr, sehr gut finde.
46:45 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja, genau. Also es ist schon so, dass das Internet größtenteils auf den von dir genannten Unternehmen liegt. Aber rein theoretisch funktioniert das Internet ja so, dass du dir einen Server kaufen kannst, der eine ordentliche Leitung legen lässt. Und dann warst du. Genau, und dann hast du einen Server. Und was ich halt interessant finde, dass diese Statistik, die hier eben Ben Jojo veröffentlicht hat, die sagt, also 51,6% aller NutzerInnen kommen über Hetzner. ins Fiddiverse. Und auf Platz 2 liegt der französische Provider OVH SAS und der hat schon nur einen 10% Anteil. 10,7%. Also das ist nicht so, dass er auf Platz zwei im Google ist und das war's dann, sondern dann wird die Luft halt dünn, dann wird es wenig. Also da siehst du schon, dass du einen sehr, sehr großen Teil eben auf einer Serverwelt liegen hast. Aber das ist eigentlich am Ende bringt es gar nicht so richtig, sich darüber aufzuregen oder zu diskutieren, weil am Ende hast du immer noch eben völlig also nicht wirtschaftlich orientierte Menschen, die da die Entscheidungen treffen. Du hast immer noch die Möglichkeit, zu dem einen oder zu dem anderen zu zu gehen und wessen Serverinfrastruktur der da nutzt. Naja, also ganz plakativ gesagt, es kann dir natürlich auch passieren, dass egal ob du bei Facebook oder bei Twitter unterwegs bist, am Ende trotzdem auf Google oder Amazon Servern liegst. Das stimmt. Also, man dreht sich ein bisschen im Kreis, aber es macht trotzdem Spaß, das zumindest mal anzusprechen.
48:11 Alexander Waschkau
Vielleicht poste ich das nachher mal im Fediverse und guck mal, wie die Reaktionen sind.
48:14 Gavin Karlmeier
Ah ja, mach das doch gerne morgen, dann habe ich auch noch was davon.
48:17 Alexander Waschkau
Ah ja, dann können wir das mal nutzen, genau. Also nachher, sozusagen.
48:22 Gavin Karlmeier
Achso, ja genau, also jetzt. Ich hab noch so kleinere Meldungen, aber die eine muss ich anbringen, weil du ja einer der sechs Menschen in Deutschland bist, die YouTube Premium abonniert haben. Und zwar gab es Menschen, die beobachtet haben, dass ihr YouTube langsamer wurde, wenn sie at AdBlock und AdBlock Block Plus installiert haben, diese Werbeblocker. Und da gab es die These, und die ging dann relativ lange durchs Netz, dass die dass Google Die Nutzung von YouTube bewusst verlangsamt, wenn du diese Werbeblocker nutzt. Und Google hat das aber jetzt offenbar analysiert und hat herausgefunden, dass es wohl einen Programmierfehler in diesen Werbeblockern gibt. Und nicht etwa auf der Seite von Google. Und Raymond Hill, das ist ein Entwickler von uBlog Origin und der sagt, also das beobachtest du vor allem, wenn du Adblock und Adblock Plus gleichzeitig installiert hast.
49:22 Alexander Waschkau
Ja, also kann man jetzt glauben, kann man auch nicht glauben. Ist auch die Frage, wie gut Google sich das dann angucken kann. Also dann ist ja die Frage, hacken die dann dieses Thema auf und lerne dann gleich, wie sie auch wieder diese Ad Blocker umgehen können. Also ich habe für mich tatsächlich als jemanden, der viel Google nutzt, aus ganz verschiedenen Gründen äh, nicht Google, YouTube, Entschuldige, äh, YouTube used, habe mich wirklich entschieden, dass es mir meine Lebenszeit wert ist. Also schlimm genug, dass du natürlich dann immer noch die, die eingebettete Werbung hast, die dann von den Talents selber eingesprochen wird. Und bei einigen habe ich dann irgendwann auch sogar Patreon-Unterstützung für diese Creator gemacht, weil ich diese Art von Unterstützung für sehr sinnvoll halte. Und dann gucke ich mir den Scheiß aber trotzdem nicht bei Patreon an, da wo dann diese eingebettete Werbung, wo der Host selber nochmal sagt, vielen Dank für die Unterstützung. dann gucke ich es trotzdem auf Google, weil der Schmerz trotzdem nicht so groß ist, weil die Videos sofort starten. Also ich möchte das nicht mehr müssen. Das ist viel, viel Geld, in der Tat. Aber die Emotionalität und der Blutdruck, der unten bleibt und der schnelle Zugriff auf Videos macht es immer bezahlt. Und ich kriege sie jetzt mal mit, weil wir haben so einen Fernseher, auf dem das dann sozusagen verbunden ist, dann können wir auf dem Fernseher Google gucken und wenn ich dann mal das Handy, das Smartphone meiner Frau in die Hand nehme, die hat einen Google-Account. Wo kein YouTube-Abo drauf ist, das macht mich, da geht der Blutdruck sofort durch die Decke. Das ist für mich nicht mehr aushaltbar. Es geht nicht. Und gleichzeitig finde ich diese Adblock-Geschichten, ich finde es halt auch schwierig, Ich bin ja auch jemand, der als Content Creator davon lebt, dass er für Content oder aus Content irgendwie Wert schöpft.
51:07 Gavin Karlmeier
Das ist ja ganz, ganz wichtig.
51:09 Alexander Waschkau
Und die Idee, auf YouTube sich Sachen dann umsonst anzugucken oder dafür zu sorgen, dass der, dass der die Revenue nach unten geht durch solche Adblocker und solche Systeme. Da habe ich tatsächlich inzwischen auch so ein gewisses Problem, zumal insbesondere aus Amerika jetzt da die ersten Stimmen auch von großen YouTubern kommen, nicht so groß wie Mr. Beast, aber doch relativ groß. die berichten, dass die Einnahmen drastisch in den Keller gehen in den Vereinigten Staaten. Also YouTuber so Größenordnung von, weiß ich nicht, 1,6 Millionen Abonnenten, die dann aber auch zum Teil mal 3 Millionen Aufrufe haben. Die stellen plötzlich fest, dass die Einnahmesituation sich stark bei ihnen verändert. Und insofern, wie sie diese Adblock-Geschichten nicht verstehen, den Impuls, das zu tun, wenn es nervt, aber gleichzeitig denke ich. . Also ich nehme ja diesen Content und der hat ja für mich auch einen Wert und ich finde das dann fair zu bezahlen. Bin aber auch in der luxuriösen Lage, dass ich das machen kann. Das muss man natürlich auch sagen.
52:03 Gavin Karlmeier
Hast du auch so pur Abos auf Webseiten, so auf journalistischen Webseiten, um die Werb frei zu genießen?
52:10 Alexander Waschkau
Erstaunlicherweise erstaunlicherweise klicke ich mich da dann doch noch durch und versuche dann gerade auf ein Smartphone in diesem kleinen Fensterchen, was so in der Mitte bleibt, wo dann noch der eigentliche Artikelblende ist, mich da durchzufummeln. Da war der Schmerz noch nicht groß genug, aber vielleicht kommt es bei mir noch.
52:28 Gavin Karlmeier
Aber ja, also stimmt.
52:30 Alexander Waschkau
Stimmt, eigentlich ist es auch Quatsch dann zu sagen, dann mache ich da kein Plusabo bei irgendwie zu betalen.
52:34 Gavin Karlmeier
Nee, weil ich kann ich verstehe das halt total, weil ich auch keinen, ich nutze keinen Adblocker und es gibt durchaus Webseiten, bei denen das dann wirklich, da ist der Schmerz groß, weil dann wirklich die Nachricht selber so 30 Prozent des Browser Fensters einnimmt, während 70 Prozent halt verschiedene Overlay-Werbungen sind und so. Aber ich bin da wie du, ich denke dann, also irgendwie müssen die sich auch finanzieren. Und wenn ich, wenn ich schon geizig, zu geizig bin, hier eine monatliche Mitglieder Wirtschaft abzuschließen, dann ist das halt so.
53:03 Alexander Waschkau
Wenn es zumindest nicht immer springen würde, also das nervt mich tatsächlich dann am meisten. Also wenn Werbung 80 Prozent des Bildschirms einnimmt, ist ja okay, aber du hast ja auch so Portale, wo die Werbung sich verändert. Und dann der Text auch ständig nach oben und unten springt. Das finde ich extrem anstrengend. Ja, ich stimme zu.
53:19 Gavin Karlmeier
Du hast gerade schon angesprochen, dass es bei den Creatern oder CreatorInnen in den USA gerade finanziell schwieriger wird. Und tatsächlich gibt es auch hier Zahlen von Twitch, dass die Twitch-Zahlen rückläufig sind. Also es geht da ganz konkret darum, dass das Wachstum inzwischen deutlich langsamer geworden ist. Und das, also wenn du dir die Kurve anguckst, ich suchte das mal, das habe ich, hätte ich mal schön vorbereiten können, aber Habe ich natürlich nicht. Ich schickte jetzt parallel hier gerade mal die diese Grafik. Das ist schon tatsächlich sehr überraschend, weil ich so immer die Hoffnung, und das ist jetzt so ein ganz also ich habe einen persönlichen Beweggrund, warum ich darüber rede, ähm Ich brenne für Live-Inhalte. Also ich komme, ich habe beim Radio gearbeitet, ich mache beruflich immer mal wieder, habe ich Berührungs. mit dem Fernsehen. Und ich glaube immer daran, dass Dinge, die live passieren, die nicht, die im Zweifel auch nicht planbar sind und die irgendwie. . Jetzt gerade sind, dass die eine ganz andere Magie umgeben, als Inhalte, die eben voraufgezeichnet sind. Diesen Podcast nehmen wir übrigens sonntags abends auf. Nee, und was ich aber sagen möchte ist, dass so dass meine Hoffnung immer war, egal ob das Fernsehen stirbt, ob das Radio stirbt, es wird immer den Wunsch danach geben. Dinge, die jetzt gerade passieren, auch mitzukriegen. Und leider war aber in der Vergangenheit so, dass die Netzwerke dann irgendwann die Begeisterung dafür verloren haben. Also Periscope wurde irgendwann eingestellt und es Twitter Pendant hat es geschluckt und ist auch irgendwann kleiner geworden, war weg, dann ist es jetzt wieder da. Aber so richtig nutzen tun das auch nicht so die ganzen Leute. Außer das Auswärtige Amt, das immer noch Pressekonferenzen über Twitter streamt, wie wir im Discord festgestellt haben vergangene Woche. Bei Facebook, das Facebook Live war mal eine Zeit lang das Ding in den Redaktionen, die alle gesagt haben, wir müssen Facebook Live machen, das ist so gut für die Reichweite. Ich habe schon ewig kein Facebook Live mehr gesehen. Ähm, bei Instagram, die Livestreams waren früher, wir haben immer Push-Nachrichten gekriegt, wenn irgendjemand live ist. Inzwischen muss man schon froh sein, wenn man es überhaupt noch mitkriegt und wenn es überhaupt noch jemand macht. Also Der lange Atem, den so Live-Etablierungen benötigen würden, den haben viele offenbar einfach nicht. Und deswegen fand ich es so toll, dass mit Twitchen. tatsächlich live exklusives Format irgendwie existiert. So, und jetzt ist es aber so und da geht es nicht ganz konkret um die Toll, wie ich überbrückt habe, während ich die Zahlen gesucht habe.
55:47 Alexander Waschkau
Irre. Soll ich das beruflich machen?
55:50 Gavin Karlmeier
Also, was halt vor allem passiert ist, ist, dass die Nutzungszeit, die Watchtime eben rückläufig ist auf dem Netzwerk. Und also klar, in der Pandemie war die natürlich höher, das ist gar keine Frage, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir so ein bisschen auf inner Also ich glaube, dass es früher oder später sich wieder die Frage stellen wird, wie finanziert sich das eigentlich noch, dass das weniger werden wird und dass auch so eine Plattform wie Twitch dann anfangen wird, On-Demand-Inhalte anzubieten. Das ist so mein Blick in die Glaskugel jetzt.
56:22 Alexander Waschkau
Also wir haben ja tatsächlich 2020 auch angefangen auf Twitch zu streamen mit Tommy Krappweiß, kennen die meisten ja als Berndter Broterfinder. Und haben da einen wöchentlichen Live-Talk gemacht, da ging es am Anfang viel um Pandemie und Wissenschaftskommunikation, Fragen zum Impfen und solche Geschichten Und inzwischen haben wir das Format ein bisschen umstrukturiert, dass ja auch das Format ganz am Anfang der Sendung hast du gesagt, dass du mal bei uns zu Gast warst Das nennen wir jetzt Nachsitzen seit letztem Jahr. Und also wir können das nachvollziehen. Also, wir sehen auch, dass die Watch Hours auf dem Kanal, das ist die Metrik, im Grunde genommen bei Twitch, auf die du schaust, gar nicht so viel, wie viele Leute haben. Live zugeschaut oder hinterher das aufgerufen, sondern die Watch Hours sind da die Metrik, dass das weniger wird. Und jetzt sind wir noch ein Kanal, der, glaube ich, gut funktioniert. Wir spielen den ja auch relativ regelmäßig mit unterschiedlichen Formaten. Aber wir kennen eine ganze Reihe von befreundeten CreaternInnen, die ja im Grunde genommen das berichten und es wird deutlich. . Schwieriger. Und das ist natürlich jetzt auch gemein, dass viele im Rahmen der Pandemie das natürlich genutzt haben, um einen Teil ihrer Einnahmen darüber zu generieren. Da hat es gut funktioniert. Und ich stimme dir zu, dass ich im Moment mir nicht sicher bin, wie es weitergeht. Jetzt gibt es die zweite große Plattform natürlich mit Kick für die Live-Inhalte. Das ist ja wirklich, wenn man sich das anschaut. Irre, weil das Ding einfach so krass geklaut ist. Also insgesamt alles. Also kick.
57:56 Gavin Karlmeier
com ist ja die zweite große Streaming-Plattform, die es jetzt gibt.
58:00 Alexander Waschkau
Und das kommt jetzt noch hinzu. Also, die sehen sich absolut identisch. Und jetzt wird es darum gehen, ob da die ganz großen Content Creator bei der einen oder bei der anderen Plattform bleiben. Und letztendlich kommt bei Twitch ja noch was hinzu, dass das ja noch nie kostendeckend im Grunde genommen war. Und der Amazon-Konzern, der ja hinter Twitch steht, so ähnlich wie bei Audible, was ja auch nicht kostendeckend ist, hat immer Geld reinbuttert ohne Ende, weil sie das gerne haben wollen. Als Konzern, aber jetzt merkt man auch so an Veränderungen der Regularien und wie du gewisse Dinge machen darfst und was du nicht machen darfst. Dass es schwieriger wird und dass da jetzt Leute nach dieser Honeymoon-Zeit, wie bei allem, was du so im Internet hast, wo es erstmal allen nur toll gehen soll, fangen jetzt die Rechenschieber an, im Hintergrund zu laufen. Und interessant finde ich aber trotzdem, dass dieses Multistreaming jetzt ja erlaubt ist. Also du darfst ja als Twitch-Streamer inzwischen, das durftest du früher nicht. Du kannst jetzt nach YouTube parallel livestreamen, du darfst parallel zu Gig streamen, du darfst nach Facebook streamen, theoretisch zu TikTok, wenn dein Kanal dir das ermöglicht auf TikTok. Das war ja früher ein absolutes No-Go, dieses Multiplattform-Streaming. Das ist inzwischen erlaubt. Und ich hoffe, dass das vielleicht noch ein bisschen was bewegt, weil man damit auch so diese Aufspaltung in die verschiedenen Systeme, die Live-Videos zulassen, die ihm nachkommen kann. Aber das bleibt tatsächlich spannend. In der Pandemie habe ich auch gedacht, jetzt muss ich das Fernsehen wirklich, wirklich warm anziehen. Aber es wird weniger. Wir sehen es auch. Also ich habe aber auch keine Antwort.
59:40 Gavin Karlmeier
Ich habe jetzt sehr lange geredet und die Podcast-Folge nicht länger gezogen.
59:43 Alexander Waschkau
Aber es ist so unsere Binnenperspektive, die wir ein wenig darauf haben.
59:46 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist ja auch das ist ja auch genau das, warum du, warum du da bist und was so spannend macht. Ich verstehe auch nicht, warum YouTube das nicht noch stärker ausbaut. Also wenn ein Kanal, den ich abonniert habe, live geht, dann will ich doch eine Push-Nachricht mit meinem Telefon kriegen. Krieg ich aber nicht. Also ich habe einfach das Gefühl, dass so, es muss vielleicht irgendwann der Live-Podcast kommt wieder. Ich habe ja früher mal einen Live-Podcast gemacht, ganz lange, wo Leute anrufen konnten, wie ähm Bei anderen solchen Call-In-Formaten. Vielleicht mache ich das irgendwann wieder.
01:00:16 Alexander Waschkau
Mal sehen. Wir haben vor ganz, ganz vielen Jahren ein Format gehabt, das hieß Re-Life. Da haben wir den Hofsilla-Podcast noch wöffentlich veröffentlicht. Und haben das dann aber so gemacht, dass wir das nicht live sozusagen eingesprochen haben, weil mit so einem rechercheintensiven Format Das war zu schwierig, das hätte man nicht gepasst bekommen. Aber wir haben dann die Folge aufgenommen und haben dann parallel zum Tatort, wir waren damals schon mutig oder sehr, sehr dumm. tatsächlich diesen Audiostream ins Netz geballert und dann konnten die Leute in einem IRC-Chat, wir hatten damals ja nichts, im Crater Lab. parallel mit uns dann über die Folge diskutieren. Und das hat eine Rennstag sehr, sehr cool funktioniert und hat sehr viel Spaß gemacht Und wir haben das jetzt aufleben lassen, das ist eins unserer Twitch-Formate. Einmal im Monat hören wir jetzt tatsächlich 14 Jahre alte Podcast-Folge von uns, Alexa, meine Frau und ich. Mit der Community zusammen und wir wechseln natürlich die Farben, weil das einfach so unfassbar peinlich ist. Also ich klinge so ein bisschen wie aus dem Telekolleg Mathematik, so Anfang der 80er noch. Weil ich irgendwie seriös vielleicht klingen wollte. Ich habe keine Ahnung, was ich da gemacht habe. Das ist halt eine riesen Gaudi für die Community, weil die uns jetzt zuhören. Also man hört die alte, verrauschte Folge mit unfassbar schlechter Tonqualität. Und wir kommentieren, falls wir da ungenau waren. Und ansonsten hat die Community einfach eine riesen Graudie, uns beim Schämen zuzugucken.
01:01:37 Gavin Karlmeier
Das ist voll nett. Das könnte man mit Haken dann ja auch mal machen, so zwei Jahre später. Ja. Warum nicht?
01:01:43 Alexander Waschkau
Aber ihr müsst euch ja nicht schämen, also ihr seid ja quasi aus der Box wie auf so einer Rennbahn.
01:01:51 Gavin Karlmeier
Es gibt aber tatsächlich einen Chat von Leuten, die jeden Tag sich über Haken dann austauschen. Ich baller hier mal unverholen eine kleine Werbung hin. Der kostet gar nichts, macht aber viel Spaß, den könnt ihr auf hakenrenn. org besuchen. Das ist nämlich der Discord-Channel. Und da passiert so, also es ist so krass, wie viel da diskutiert wird, wie was da für schlaue Leute sind, die alle gute Ideen haben und sich austauschen und aufmerksam sind. Und also alle, die beruflich was mit Social Media zu tun haben oder auch privat oder auch nix, guckt euch das zumindest mal an. Ich glaube, da kann man echt viel rausnehmen.
01:02:23 Alexander Waschkau
Der ist toll. Ich bin da ja auch drin. Ich bin eher stummes, mitlesendes Mitglied im Discord-Kanal. Ja, jetzt wissen das alle, ne? Ja, genau. Ja, ich versuche zu diskutieren mit euch, wenn ich was hinkriege.
01:02:39 Gavin Karlmeier
Also ich werde mich auf jeden Fall mitnehmen, diese Idee, zwei Jahre später nochmal drüber zu hören. Ich wollte aber noch ganz kurz auf den Amazon-Konzern. kommen, weil das, was du ansprichst, das passt da ganz gut ins Bild. Und das ist ein Sprachassistent, dessen Namen ich jetzt nicht verraten werde, weil wir das letzte Mal als wir einen Namen gesagt haben Ich sag mal, Feedback bekommen haben von Leuten, die die Folge über Geräte gehört haben.
01:03:01 Alexander Waschkau
Lustig ist ja, du weißt, wie meine Frau heißt, ne? Die heißt ja Alexa. Das sind alle regelmäßigen Hörer von Hoxilla. haben inzwischen ihre Sprachassistenten, die so heißen, bei sich zu Hause umbenannt, weil sie einfach keinen Bock mehr hatten. Das ist so ein bisschen das Kreuz, was du tragen musst, wenn du Huxilla hörst.
01:03:18 Gavin Karlmeier
Und es ist jetzt aber so, dass Amazon halt angekündigt hat, dass sie wohl eine schlauere Version von diesem Sprachassistenten, dieser Sprachassistentin entwickelt haben. Um die zu benutzen, muss man dafür aber einen monatlichen Betrag bezahlen. Und das ist halt tatsächlich ganz verrückt, weil die ursprünglichen, also da sieht man, wie so die die Entwicklungswege solcher Produkte ganz auf dir angelegt sind. Erstmal die NutzerInnen einsammeln und dann gucken, wie man damit Geld verdienen kann. Weil dieser Sprachassistent, die Sprachassistentin, als sie an den Start gegangen ist, wurde ja oft belächelt, als so eine Methode, sich Klopapier zu bestellen. Und auch wenn, glaube ich, 99 Prozent der Use Cases wahrscheinlich so auf so eine Liste von 10 passen. Also Sachen wie wie viel Uhr ist es, wie ist das Wetter und stell einen Timer und spiel Radio meinetwegen noch. Es ist doch schon, bin ich sehr gespannt, wie groß da die Nachfrage sein wird von Leuten, die dann irgendwie doch fünf, sechs Euro im Monat dafür bezahlen werden.
01:04:13 Alexander Waschkau
Na, ich kenne viele Smarthäuser, die darüber auch inzwischen hier gesteuert werden. Also da wird es dann ja schon spannend. Beleuchtung ändern und solche Geschichten. Ja, das ist. Ja, Honeymoon vorbei, jetzt wird es teuer.
01:04:24 Gavin Karlmeier
Jetzt wird es teuer. Ich kann gar nicht so viel Geld verdienen, wie ich für Abos zahlen müsste.
01:04:29 Alexander Waschkau
Irre. Ich darf das gar nicht zusammenrechnen, wo ich jeden Monat Geld hinstecke. Das ist. Ich will es gar nicht wissen. Nee. Ignorance is bliss manchmal.
01:04:38 Gavin Karlmeier
Kontoauszüge muss jemand anders machen.
01:04:42 Alexander Waschkau
Ich kann das alles absetzen. Ich bin ja Medienschaffender. Damit redet man sich immer schön.
01:04:48 Gavin Karlmeier
Zur ersten Kassenprüfung geht das. Ich möchte mit dir noch kurz über OpenAI sprechen. Sehr gerne. Wie ist so dein Gefühl zu OpenAI als Unternehmung?
01:05:00 Alexander Waschkau
Ich finde das hochgreich spannend. Das ist, habe ich ja auch über euch gelernt und habe da natürlich die entsprechenden Artikel gelesen. Hü und Hot natürlich hin und her. was die Führungsspitze angeht. Insgesamt spannend und ich nutze tatsächlich auch die ein oder andere Anwendung von OpenAI ganz niederschwellig. Aber da ich keine Ahnung von Internet habe, lasse ich mir gerne von ChatGPT manchmal Formate für kleineren HTML-Code und so erklären. Mal gucken, wie sich das weiterentwickelt und wann es dann richtig teuer wird. Die haben ja eh schon so ein Stufenmodell natürlich und da bin ich mal gespannt, wie lange du überhaupt noch in der Lage bist, sowas kostenfrei zu nutzen.
01:05:38 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja, voll. Also die müssen sich auf jeden Fall um Geldeingang jetzt erstmal keine Sorgen machen. Weil folgendes. Vor ungefähr einer Woche wurden die Nutzungsrichtlinie von ChatGPT angepasst. Früher standen da so Sachen drin wie, dass Aktivitäten wie Waffenentwicklung und Militär- und Kriegsführung tabu seien. Am 10. Januar wurden die angepasst und die Formulierung lautet nun, dass die Technologie nicht verwendet werden darf, um sich selbst oder anderen zu schaden. Also eine Dolde, also zum Beispiel die Entwicklung oder Verwendung von Waffen steht da noch so drin, aber mehr so als kleiner Nebensatz. Und wie gesagt, am 10. Januar kam diese Meldung, dass die diese Richtlinien angepasst haben. Und jetzt ist es so, dass vergangene Woche bekannt wurde, dass. OpenAI eine Zusammenarbeit mit dem Pentagon plant, mit dem amerikanischen Verteidigungsministerium. . Und ehrlicherweise finde ich das sehr interessant, dass hier jetzt plötzlich so eine Technologie, die eigentlich ja als von einem Unternehmen, das er ursprünglich sogar als Non-Profit-Unternehmen gestartet wurde, dann jetzt tatsächlich dazu genutzt wird, um ein Verteidigungsministerium mit, naja, wahrscheinlich Informationstechnologie auszustatten.
01:06:50 Alexander Waschkau
Das Problem ist natürlich, du hast ja schon mit dem einen oder anderen AI-Experten hier gesprochen, dass mir so tatsächlich manchmal als alternder User von Technologien die Fantasie dann immer fehlt, was man damit also anfangen kann. Aber es ist spannend, dass so eine Sprachsimulationssoftware, ein Sprachmodell, ja am Ende jetzt auch für ein Verteidigungsministerium interessant wird. Und wir werden ja natürlich wahrscheinlich nie erfahren, was die damit wirklich machen wollen. Also, das Beispiel, was du hier verlinkt hast, da geht es ja auch darum, dass Verhinderung von Selbstmorden von Veteranen soll da verhindert werden. Also ich kann das nicht so ganz mit Inhalt füllen. Es ist spannend. Und es zeigt natürlich auf der anderen Seite auch, dass diese Technologien neben dem ganzen Bass, den wir natürlich immer erleben und auf der einen Seite der Panik und auf der anderen Seite so dieses, diese Ja, Gleichgültigkeit der Technologie gegenüber. Ich glaube, beides ist nicht angemessen, sondern auch damit werden wir gesellschaftlich uns immer wieder und auch intensiv auseinandersetzen müssen. Weil das so viele Implikationen jetzt mit einem Mal bekommt und in einer rasenden Geschwindigkeit. Finde ich absolut faszinierend.
01:08:04 Gavin Karlmeier
Ja, und was mich da so fasziniert, dass diese Ankündigung dieser Cybersicherheitssoftware, die du gerade angesprochen hast, dass die halt Open Source sein wird. Und gleichzeitig an diesem Wochenende hat Mark Zuckerberg angekündigt, dass auch die Meta-AI zumindest die weiteren Entwicklungen auch Open Source sein werden. Und was es damit auf sich hat, das müsste man sich tatsächlich mal von einem KI-Experten hier erklären lassen, weil das führt ja nicht dazu, dass das Material, mit dem trainiert wird, offengelegt wird, sondern eigentlich nur die Art und Weise, wie damit gearbeitet wird.
01:08:35 Alexander Waschkau
Ja, also ich stelle mir da als Laie auch vor, dass die Algorithmen offen sind, aber natürlich nicht die, die Trainingsdatenbank, die dahinter liegt. Also alles andere wäre ja dann Unsinn. Dann würdest du ja einfach dein gesamtes Geschäftsmodell aufgenommen legen. Das macht ja wenig Sinn, aus meiner Warte. Aber vielleicht, wie gesagt, mir fehlt ja. tatsächlich das technische Know-how, um das zu durchdringen in der Konsequenz.
01:08:56 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Und während wir hier reden, übrigens kommt jetzt gerade die Einmeldung Sonntagabend, 21. 17 Uhr, dass Ron DeSantis seine Präsidentschaftskandidatur beendet. Ach. Hat er gerade auf Ex bekannt gegeben, bemerkenswerterweise. Krass. Wirklich krass. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag. Ich nehme nicht mal kurz mit, wohin? Funktionen und Emotionen. Du kennst das Spiel? Du hörst es immer in doppelter Geschwindigkeit. Heute machen wir es mal in langsam. Heute haben wir über richtig, richtig viele Funktionen. Deswegen, wenn du wenig Emotionen hast, gar nicht so schlimm, aber wenn doch, warum nicht? Ich guck mal. Okay, LinkedIn. Bist du ein LinkedIn-Typ? Ich habe da sehr drüber gedacht.
01:09:44 Alexander Waschkau
Ja, ich bin auch bei LinkedIn. Und poste da sehr gerne meine Erfolge. Aber ich hab nicht so viele. Wenn du bei mir mal Beiträge reinguckst
01:09:55 Gavin Karlmeier
Aber du kannst es bei LinkedIn auf jeden Fall, also du kannst ja so Artikel veröffentlichen und die kannst du als Company jetzt auch noch sponsern. Also du kannst jetzt so richtig Energie reinlegen, damit alle Leute, die da im Unternehmen folgen, sehen, was du für Erfolge hattest.
01:10:08 Alexander Waschkau
Ja, ich weiß auch ehrlich gesagt nicht so genau, warum ich bei LinkedIn bin, aber ich bin da so ein bisschen so ein FOMO-Typ wie du auch. Ich muss überall sein. Also außer bei Ex.
01:10:18 Gavin Karlmeier
Und du verpasst was, weil X führt jetzt Audio- und Video-Calls auch auf Android ein.
01:10:23 Alexander Waschkau
Endlich gut habe ich lange darauf gewartet, wenn ich über Instagram die Leute nicht erreiche oder über WhatsApp oder den Messenger, dann Dann ehrlich auf Axe. Irgendwie krieg ich euch.
01:10:35 Gavin Karlmeier
Boah, ich stell dir mal vor, zu der Zeit, wo wir alle so richtig, richtig, richtig aktiv auf Twitter waren, und so, also du wirst ja wahrscheinlich genauso wie ich sehr viel Zeit in diesem Netzwerk verbracht haben. Hardcore-User, ja klar. Stell dir mal vor, du hättest dann die Leute hätten dich dann darüber angerufen. Wer will das denn?
01:10:54 Alexander Waschkau
Ja, gar nicht. Also, wie du schon sagst, also gerade wenn du so ein Content Creator, Podcaster bist und Du hast es genau beschrieben, diese Schieflage des Beziehungsgeflechts, wenn dann möglich gewesen wäre, dass dann HörerInnen dich anrufen, auch wenn es wohlgemeint ist. Das geht halt nicht. Man muss ja auch arbeiten irgendwie. Bitte ruft uns nicht an. Genau. Ja. Toll, toll. Ich finde das toll, dass wir demnächst irgendwie. mit jeder App alles können, das wird alles auch sehr stabil funktionieren. So ist es. Begeistert.
01:11:30 Gavin Karlmeier
WhatsApp, wie hier geschrieben wurde, vermatscht das Quickshare-Wasser, mit dem Android gerade arbeitet, weil WhatsApp führt jetzt die Möglichkeit ein, Dass du direkt über ein, also hier steht über ein Bluetooth-File-Sharing-Tool Dateien bis zu 2 Gigabyte verschicken kannst. Das Wort Bluetooth habe ich da drinnen nicht untergebracht in meinem Kopf. Aber es ist wohl möglich eine Art, so wie Airdrop, wie man das von Apple kennt, jetzt mit Android-Geräten über WhatsApp zu nutzen. Das war sehr wild. Also ich kann jemanden Menschen, die um mich herum sind. Also wenn du jetzt hier wärst neben mir und wir hätten beide Android-Geräte, könnte ich dir mit der WhatsApp-App Dateien von bis zu zwei Gigabyte schicken.
01:12:10 Alexander Waschkau
Also ich finde grundsätzlich die Idee eines eines schnellen, einfachen File-Sharings finde ich immer gut. Also gerade wenn man irgendwas mit Medien in irgendeiner Art und Weise macht. Aber wie du schon sagst, Bluetooth ist halt bescheuert. Also das würde wahrscheinlich ja schon nicht mal bis ins Schlafzimmer dieser Wohnung reichen, wenn ich meiner Frau was schicken will. Ja, also File-Sharing finde ich gut, aber gut, wenn es Bluetooth sein soll.
01:12:33 Gavin Karlmeier
Vielleicht bin ich da auch auf dem alten Stand, aber ist Bluetooth nicht auch turbolangsam? Also würden zwei Gigabyte nicht Ewigkeiten dauern, sie über Bluetooth zu verschicken?
01:12:42 Alexander Waschkau
Ich glaube, das war ein großes Argument von Airdrop, dass es halt viel, viel schneller als Bluetooth ist, ja. Ich meine, sowas auch mal gehört zu haben.
01:12:50 Gavin Karlmeier
Vielleicht kann das jemand nachreichen. Ich würde mich freuen. Ja, okay. Dann gehen wir zu Instagram. Wenn du jetzt bei Instagram dein Profilbild änderst, wirst du gefragt, ob du es auch direkt als Post veröffentlichen möchtest. Kennt man, ne? Ja. Weißt du von welchem Netzwerk? Es war bei X, oder? Ja, bei Twitter war das immer so Ja, stimmt.
01:13:17 Alexander Waschkau
Vom besten Lernen heißt sie.
01:13:22 Gavin Karlmeier
Dann führt Instagram mit so Funktion ein, da bin ich mal gespannt, was du sagst. Wenn du ein privates Profil hast und du oder nee, jemand anders hat ein privates Profil und du fragst an, dieser Person zu folgen. Kannst du dafür jetzt einen Grund hinterlegen? Du kannst sagen, ich möchte dir folgen, weil weiß ich nicht, finde deinen Namen toll oder so.
01:13:40 Alexander Waschkau
Also im Grundsatz finde ich das als Idee gar nicht so schlecht. Weil Menschen, die ein geschütztes Profil haben, haben ja auch einen Grund. Ich kann eben nicht abschätzen, ob das dann dazu führst, dass du halt tausend Anfragen mit irgendwelchen absurden Begründungen bekommst, ob sich da Bots draufsetzen können. Dann ist es halt super nervig. Aber grundsätzlich finde ich die Idee jetzt gar nicht mal so schlecht, weil ich kenne auch Leute, die ein geschütztes Profil haben, wo man zum Beispiel Nachrichten austauschen will. Ob das dann auf Instagram sein muss. Seien wir dahingestellt, aber da könnte man schreiben, nur mal kurz, weil ich dir eine Presseanfrage schreiben wollte oder irgendwie sowas dieser Art. Also da würde mir durchaus eine Anwendung einfallen. Ob ich sterben würde, wenn es das nicht gibt, weiß ich nicht.
01:14:25 Gavin Karlmeier
Das ist eine schöne Beschreibung einer Emotion. Ich finde es tatsächlich eine ganz gute Idee. Habe aber ehrlicherweise noch nicht ganz bis zu Ende gedacht, ob das auch problematisch sein könnte. Aber so auf den ersten Blick habe ich ausgefühlt, das ist eigentlich erstmal eine ganz gute Idee. Dann führt Instagram, das passt wieder in die Welt des Jugendschutzes und diese komischen neuen Gesetze in den USA und ich kann also naja, äh, Instagram führt Nighttime-Nudges ein. Leute, die als Teenager bei Instagram registriert sind. bekommen alle zehn Minuten eine Erinnerung von Instagram, wenn sie nach 22 Uhr online sind. In der drin steht, es ist ziemlich spät, möchtest du dein Handy nicht weglegen und dann musst du einen Moment warten, um die wegzudrücken. Oder sie wird automatisch angezeigt nach zehn Minuten, wenn du nachts online bist und sie kann nicht deaktiviert werden, diese Funktion.
01:15:18 Alexander Waschkau
Also die Idee finde ich gar nicht so schlecht, weil ich ja manchmal auch so ein Junkie bin und dann manchmal, wenn ich eine Unruhe gedacht habe, nämlich das Handy in der Hand und dann sind. ist eine Stunde oder anderthalb verstrichen, weil ich dann in die amerikanischen Timelines reinrutsche und dann irgendwelche News lese und dann rege ich mich dann schon wieder auf. Insofern finde ich die grundsätzliche Idee gut. Ob das bei Jugendlichen zu einer Verhaltensänderung führt, wage ich. Stark zu bezweifeln. Also das ist immer so, das wirkt alles für mich, auch die vielen anderen Jugendschutz-Ideen, die es da so gibt. sehr, sehr hilflos und ich glaube, dass das Social Media Nutzungsverhalten glaube ich familiär erziehungstechnisch mit den mit den Kindern besprochen werden. gehört. Also die Erziehung macht nicht Instagram, sondern das macht man zu Hause unter sich aus. Das ist meine Meinung aber.
01:16:04 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde dir zustimmen. Also ich glaube halt auch nicht, dass es irgendetwas ändert und es ist halt einfach wirklich nur maximal nervig. Wenn du es richtig anlegen würdest, müsstest du ja eigentlich so ein Familienkonzept fahren, mit Eltern können nicht in die privaten Nachrichten ihre Kinder schauen, aber können beispielsweise eine Bildschirmzeit festlegen oder können sagen, ja, ich möchte, dass mein Kind diese Nighttime-Nudges bekommt. Und dann bist du tatsächlich in der Welt der Selbstregulierung und ihr kriegt das schon hin. Aber dieses alle zehn Minuten so eine nervige Nachricht aufpoppen lassen. Führt dir einfach nur dazu, dass Teenager ganz insgesamt weniger Instagram benutzen werden. Hundertprozentig. Weil sie genervt sind. Ja, ganz genau. Und das ist vielleicht nicht der richtige Weg. Apropos junge Leute, die Netzwerke nicht mehr benutzen, du kannst bei Facebook jetzt, ähm, kannst bei Facebook jetzt Inhalte veröffentlichen, die nur für deine Top-Fans sichtbar sind. Also die Top-Fans gibt es, wenn du eine Seite hast bei Facebook, da gibt es so Top-Fans und ähm, also ich kann ehrlicherweise nicht so ganz rekonstruieren, nach welchem Schlüssel die ernannt werden, diese Top-Fan.
01:17:08 Alexander Waschkau
Das ist sehr schade. Ich dachte, du könntest mir das jetzt erklären, weil wir haben ja mit Hoxilla eine Seite und wir haben auch Top-Fans. Ich habe bis heute nicht begriffen, warum die Top-Fans sind. Ich vermute, dass es was mit Kommentieren, Nutzen, Liken, Interaktion zu tun hat.
01:17:19 Gavin Karlmeier
So ist es formuliert, aber ich kriege so einmal die Woche, kriege ich irgendwelche Push-Nachrichten von Facebook. Du bist jetzt ein Top-Fan von der Spiegel, und also ich habe nichts nichts getan, was mich in diese Richtung irgendwie verstärkt hätte ehrlicherweise.
01:17:34 Alexander Waschkau
Also schöne Grüße an alle Hochsiller Top-Fans, ich habe da auch nirgendwo drauf gedrückt und Ja, ich würde, ich sehe da jetzt für mich keinen Sinn drin, weil wenn ich auf Facebook was teile, möchte ich ja, habe ich ja eh schon damit zu kämpfen, dass es keinen Menschen sieht, weil ich dafür kein Geld bezahlen möchte. Und insofern das für mich nochmal künstlich weiter zu. reduzieren, halte ich für problematisch. Es sei denn, es wäre so, dass alle Top-Fans das auch garantiert einmal angezeigt bekommen. Und wenn ich dann auch wüsste, wie ich die Leute zu Top-Fans mache, dann wäre das schon wieder eine spannende Option für mich.
01:18:07 Gavin Karlmeier
Also theoretisch, und jetzt wird es kurz, also kurz Social Media theoretisch, ich habe durchaus schon Redaktionen beraten, denen ich empfohlen habe, Zielgruppen auszublenden für Inhalte. um die Anzahl derer, die den Inhalt dann sehen, für die er dann interessant ist, wichtiger werden zu lassen, weil, also mal angenommen, du hast 100 Top-Fans und 1000 Fans mit deiner Seite. Und Post ist etwas öffentlich, dann ist ja die mögliche Anzahl der Leute, die es sehen können, 1000 plus X, also plus all denen, mit denen sie vernetzt sind. Die Leute, die aber Top-Fans sind, sind ja nur 20 plus x. Das heißt, wenn von diesen 20 Leuten einer reagiert, hast du schon eine Interaktionsrate, die viel, viel höher ist als von diesen 1000 Leuten. Das heißt, theoretisch kann das sogar dazu führen, ist aber, also wie gesagt, super hypertheoretisiert, weil es noch ein paar andere Faktoren gibt, die entscheiden, ob die Inhalte angezeigt werden. Aber das kann dazu führen, das Problem ist aber in der Tat, du weißt nicht, wer deine Top-Fans sind und das ist auch nicht immer ganz klar ersichtlich. Also ich glaube, die, die die meisten Kommentare schreiben und so, die sind es auf jeden Fall, aber das wird dir dann aufgefüllt mit Gavin Karlmeyer ist dieser Welt. Okay, Threads. Arbeitet an der Möglichkeit, Postings zu speichern.
01:19:27 Alexander Waschkau
Für eine Emotion müsste ich es genau durchdringen, was damit gemeint ist.
01:19:29 Gavin Karlmeier
Das ist ein Lesezeichen quasi. Ach, ein Lesezeichen, ja, finde ich praktisch. Ja, ich auch. Ich warte da ehrlicherweise auch. Bei Instagram nutze ich das massiv, dieses Feature. Threads erlaubt dir nun, dass du Like-Counts und Share-Counts unsichtbar machst. Also wie viele Leute haben diesen Post weiter gepostet? Wie bei Instagram?
01:19:53 Alexander Waschkau
Also mir fällt keine Anwendung ein, für die es für mich wichtig ist. Vielleicht ist das für Menschen wichtig, dass sie es ausblenden, aber ja. Also bin ich sehr neutral gegenüber.
01:20:04 Gavin Karlmeier
Mhm, gut. Und Instagram testet gerade, dass du nicht angezeigt kriegst Also keine relative Angabe des Posting-Zeitpunkts, also nicht vor fünf Tagen, sondern das tatsächliche Datum.
01:20:16 Alexander Waschkau
Das ist ja nicht immer praktisch. Gut.
01:20:20 Gavin Karlmeier
Dann gibt es bei Telegram jetzt neue Features. Telegram, eigentlich nicht wirklich ein soziales Netzwerk, aber ich bring es mal mit, weil das sind ja Messenger-Features, die werden wir dann ja in zwei Monaten auch bei WhatsApp und in vier Monaten dann bei Messag bei Facebook wiederfinden.
01:20:35 Alexander Waschkau
Und in einem Jahr bei X.
01:20:37 Gavin Karlmeier
Genau. Und in zwei dann auch bei Android. Und zwar One-Time-Voice Messages. Also man kann sich einmal anhören, diese Nachdicht wird sich anschließend selbst zerstören. Und One-Time-Video-Messages. Und du kannst Aufnahmen von Sprachnachrichten auch pausieren jetzt.
01:20:54 Alexander Waschkau
Für die ersten beiden Anwendungen auch in anderen Netzwerken habe ich noch nie eine sinnvolle Anwendung gefunden. Ich bin jetzt immer so ein Geheimagent oder so und das letzte finde ich sehr praktisch, wenn das geht.
01:21:07 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch. Blue Sky, du kannst jetzt, und das ist ein Feature, das haben wir im Discord super viel diskutiert, weil wir nicht so genau verstanden haben warum Also der Post-Composer, also das Fenster, in dem du einen Post bei Blue Sky schreibst, erkennt jetzt automatisch die verwendete Sprache und schlägt dir vor, diesen Post mit dieser Sprache zu vertacken.
01:21:30 Alexander Waschkau
Die Text setzt dann Blue Sky alleine, oder?
01:21:33 Gavin Karlmeier
Genau. Also sagt dann, hey, ist das ein Post auf Deutsch? Du hast ja unten rechts, kannst du schon Post-Language auswählen. Ja, stimmt. Ich weiß aber nicht so genau, mit welcher Konsequenz, ehrlicherweise.
01:21:46 Alexander Waschkau
Ja, das wissen die Menschen vom Bluesbare wahrscheinlich. Also ja, fehlt mir eine Emotion, weil ich es nicht verstehe an der Stelle, aber gut.
01:21:53 Gavin Karlmeier
Gut. Ein Feature, das ich glaube, da hast du Emotionen. Du kannst jetzt bei Blue Sky auswählen, ob Links, die du öffnest, in einem In App Browser oder in deinem Standardbrowser auf dem Telefon geöffnet werden.
01:22:04 Alexander Waschkau
Ja, das ist, ich verstehe, warum das immer so ist, aber ich will es natürlich möglichst einfach haben und will nicht gefragt, wenn ich draufklicke auf einen Link will ich, dass der aufgeht und insofern, ja.
01:22:13 Gavin Karlmeier
Aber gut. Genau. Und ich will dann auch bitte immer Webbrowser. Also ich will meine Webseite.
01:22:17 Alexander Waschkau
Definitiv, also ich will denen keine Informationen über das geben. was ich dann im Zweifelsfall noch weitermache. Ganz genau.
01:22:24 Gavin Karlmeier
So, und jetzt kommt eine Funktion, da habe ich, da habe ich richtig Rechercheaufwand reingelegt. Pass auf, BlueSky führt RSS-Feeds ein. Also du kannst jetzt NutzerInnen mit deinem Feedreader folgen bei Blue Sky. Ja. Meine Recherche ist aber, weil ich dachte, Momentchen mal, das kenne ich doch noch. Twitter hatte das auch mal. Du könntest bei Twitter NutzerInnen. also ihren Tweets folgen, äh, abonnieren per RSS. Das waren das die gelikten Tweets, also die Favoriten eines Nutzers als RSS Feed abonnieren, die Erwähnungen eines Nutzers als RSS-Feed, einzelne Hashtags und auch Suchen als RSS-Feed abonnieren, früher bei Twitter. Twitter hat das Ganze aber 2012 schon eingestellt, also vor zwölf Jahren.
01:23:16 Alexander Waschkau
Ich weiß, dass es bis heute Menschen gibt, die RSS-Reader nutzen und die auch tatsächlich sowas praktisch finden. Aber ja, es hält sich die Frage, ob so eine Funktion, die 2012 eingestellt wurde, 2024 wieder aufgewärmt werden muss. Ich weiß gar nicht, wie viele Leute noch einen SS-Reader haben. Aber ich weiß nicht, vielleicht Politiker oder sowas wie, wenn du einem Ministerium vielleicht mal irgendwann auf Blue Sky folgen kannst oder solche Geschichten oder Informationen aus dem Bundestag. Vielleicht macht es dann Sinn, dass das in ein RSS-Feed läuft. Also antiquiert, man kann das auch anders lösen, über Listen, über andere Funktionen.
01:23:58 Gavin Karlmeier
Ja, also es frisst. Aber es frisst kein Brot, hätte mein Vater gesagt.
01:24:02 Alexander Waschkau
So ist es. Und jede F muss ja alles können, das wissen wir. Wissen wir eigentlich, ob Blue Sky schon irgendwelche Zahlungslizenzen beantragt hat?
01:24:13 Gavin Karlmeier
Nee, aber ich habe jetzt Blue Sky Blue abonniert. Ach, schön. Gut. Ist das bei dir schon ausgerollt? Ich warte noch drauf. Und letzte Meldung, und dann sind wir durch. Bei TikTok gibt es jetzt eine Funktion, die heißt AI-Song, die einen AI-generierten Song für dich generieren lässt.
01:24:30 Alexander Waschkau
Also ich habe es noch nicht geschafft, das zu tun, was ja in der letzten Episode passiert ist. Ich finde, erst songs ja finde ich ja spannend. Also ich glaube, ich muss das bei TikTok gerne mal ausprobieren. Ich finde es draus witzig.
01:24:40 Gavin Karlmeier
Ich finde, dass ich habe darüber nachgedacht, weil in der Folge mit Gregor haben wir ja diesen Haken-Hanzung gehört. Ich kann dir kurz nochmal vorspielen, die ersten paar Sekunden, wenn du willst. Oder nicht. Nö, mach ruhig, mach euch. Warte, ich glaube, ich hab den noch hier. Jo, haken dran, wir sind am Start. Get the Karlmeyer Flofi. Und so weiter und so weiter. Das wäre komplett. Ich habe kein Deutschrap, aber gut, die Jugend steht ja drauf. Naja, ist es dann auch Deutschrap, wenn es einen Computer macht? Aber. Wird das dazu führen, dass wenn die, wenn du das jetzt schon so, also macht das viele Teile der Popmusik nicht auch ein bisschen hinfällig? Weil auch ich liebe Popmusik und ich liebe auch die Erstellung und das Wachsen sehen von Popmusik und kann auch Leute, aber es gibt ja Bereiche der Musik und nicht nur Popmusik, wir können auch weitergehen. Es gibt ganz viel auch Begleitmusik, Filmmusik. Also ganz viele Formen von Musik, die mehr ein Mittel zum Zweck ist, in Werbespots, in Aufzügen, in Hotelzimmern, was auch immer. Bei dem der künstlerische Anspruch an die Musik nicht so groß ist wie der Wunsch um ihre Wirkung. Oder die Tatsache, dass überhaupt Musik ist Wird das, also macht das nicht viele Dinge kaputt? Es verändert, ich glaube, es verändert ganz viele Dinge.
01:25:58 Alexander Waschkau
Ich würde dir dazu stimmen. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten tatsächlich über Popmusik auch sehr ausführlich nachgedacht und habe mir die Frage gestellt, warum gibt es denn so einzelne KünstlerInnen In dem Fall sind es in der Regel sogar zwei Frauen, die ich mir mal ein bisschen ausführlicher mal angeguckt habe, nämlich einmal Dua Lipa und einmal Taylor Swift, die so einen unfassbaren Erfolg haben. Und auch wohl, ja was heißt zu Recht, also sie treffen den Geschmack von sehr, sehr vielen Menschen und können sehr, sehr viele Menschen begeistern. Und ich habe mir da auch so mal Making-Offs angeguckt und wie die so ihre Songs konzipieren und wie das so alles entsteht. Und ich glaube, dass genau das passieren wird, was du sagst. Wir werden. eine Branche irgendwann bekommt, die diese Background-Musik, die den Doodelfunk, die die Liftmusik, ich glaube das ist ja sogar auch ein Begriff. Aufzugmusik, das wird irgendwann kein Mensch mehr im eigentlichen Sinn komponieren. Zeitgleich musst du diese AIs ja aber auch vernünftig füttern, damit nicht alles wirklich komplett gleich klingt. Also das hat man ja auch schon gehört. Du gesagt hast, kann ich das noch ein bisschen anpassen. Da war die Antwort, naja, es ist halt kein Kompositionswerkzeug. Und dann gibt es natürlich folgende Einschränkungen, die man da hat. Aber ich glaube, wie bei allem werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass sich da was verändert. Ich habe für mich immer den Gedanken im Kopf. Dass du, also ne, Kutschen, Autos, also Veränderung von Verkehr, Veränderung von Industrie, Einführung der Dampfmaschine, da werden sich Dinge grundlegend ändern und es wird aber immer. glaube ich, der Künstler, die Künstlerin selber weiter gewertschätzt werden, weil das immer mehr kann als reine Technik. wäre meine Hypothese, die ich.
01:27:51 Gavin Karlmeier
Ist hundertprozentig so. Also ich habe ja bewusst gesagt, viele Teile der Musik, ich glaube halt, jeder der Musik aus künstlerischen Gründen konsumiert. der wird sich nicht damit zufrieden geben, wenn irgendeiner bei TikTok eingegeben hat, mach mir einen Song. Aber ja, ich glaube alles dazu gesagt. Ich wollte jetzt gar nicht so Innovations skeptisch rausgehen oder Kulturpächs.
01:28:14 Alexander Waschkau
Sollte man schon sein. Also ich kenne sehr, sehr viele Künstlerinnen, gerade aus dem grafischen Bereich, die machen sich da schon Sorgen. Und auch wir, wenn wir mal ein KI-generiertes Podcast-Cover verwenden, werden dafür kritisiert, dass die Leute sagen, warum macht ihr das denn? Bezahlt auch Künstler dafür. Und leider habe ich nicht das Budget. Also ich würde gerne meine meine Firma Huxilla in dem Fall auf ein Niveau bekommen, wo ich KünstlerInnen adäquat dafür bezahlen kann, dass sie mir Cover generieren. Und ich will dann aber auch nicht, dass es aus der Community Leute gibt, die sagen, ich mach dir das umsonst, weil ich finde das unangemessen.
01:28:48 Gavin Karlmeier
Wenn ich das sozusagen als Unternehmung betreibe, möchte ich nicht.
01:28:51 Alexander Waschkau
Dass mir das dann jemand umsonst gibt, weil diese Person muss ja auch wieder von ihrem künstlerischen Output leben. Und dann habe ich zwei Wahl, zwei Möglichkeiten. Ich kann Creative Commons Bilder benutzen, das ist nicht immer ganz einfach. Oder man generiert dann ein KI-Bild. Richtig glücklich bin ich damit nicht, weiß aber zeitgleich ohne irgendeine Form von Visualisierung, wenn du eine Podcast-Folge ausbringst. Dann sieht es halt auch einfach gar keiner. Also, wenn ich nur per Text reinschreibe, neue Folge ist da.
01:29:21 Gavin Karlmeier
Klar. Zieht nicht. Aber also in dem Moment, wo du diese Entscheidung aber so herleitest. nimmt die KI ja den GrafikerInnen keinen Job weg, weil die Alternative zu KI-generierte Kunst oder KI-generiertes Bild, so ist richtig Wäre ja kein Bild. Weißt du, also es ist, glaube ich, legitim, wenn das einfach nur mehr schafft, wo sonst nichts wäre. Es wird problematisch, wo es anfängt, das zu erschaffen, wo sonst eh was gewesen wäre. Ja. Jetzt enden wir auch noch philosophisch alles. Das ist das letzte, das ist das letzte P, das bei dir fehlte.
01:30:00 Alexander Waschkau
Sag nicht Philosoph, oh Gott, nicht mit Recht, um Gottes Willen. Mach das nicht zum Ende, es war so schön.
01:30:08 Gavin Karlmeier
Vielen Dank, dass du da warst. Der Philosoph des kleinen Mannes. Alexander, vielen Dank, dass du da bist. Es war mir eine große Freude. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder.
01:30:16 Alexander Waschkau
Ey, das wäre mir eine große Ehre und darf ich noch einmal kurz Werbung machen? Unbedingt. Wenn ihr das heute hört, habt ihr die Chance, uns live zu sehen. Mich um eine. Deutlich bessere Hälfte, nämlich am Mittwoch in Hamburg in der Fabrik, am Donnerstag bei den Wühlmäusen in Berlin und am Freitag dann in Leipzig im Zentralkabarett Huxilla Live. Und was wir da bringen, ist die wahre Wahrheit. Würde mich freuen, wenn ihr da Lust habt, hinzugehen. Ansonsten hört gerne bei hochsiller. com mal rein. Würde mich sehr freuen.
01:30:45 Gavin Karlmeier
Und jetzt mache ich auch noch eine kleine Werbung zum Schluss, wenn ihr in den Discord kommen wollt. Oder wenn ihr euch denkt, mein Gott, das ist so geil, jetzt will ich da auch noch ein paar Euro in den Hut schmeißen. Könnt ihr jetzt alles tun unter hakenrann. org. Vielen Dank, dass du dabei warst und ich habe das als Versprechen genommen. Bis zum nächsten Mal, lieber Alexander. Danke dir. Es war mir ein Fest. Mach's gut. Schöne Woche.