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Folge 267 · 17. April 2024 · 1:02 Std.

E-Postbrief für dich

mit Dominik Hammes

Wir machen das Dominik-Doppel! Heute mit einigen großen Themen:

Tweets schreiben kostet jetzt Geld, X gibt den Kampf gegen Brasilien auf, Threads wird in der Türkei nicht mehr erreichbar sein und TikTok ist nicht so unabhängig von China, wie es gerne tut.

➡️ Der FORBES-Scoop über TikTok: https://fortune.com/2024/04/15/tiktok-china-data-sharing-bytedance-project-texas/?showAdminBar=true 

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Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Jetzt mal bereiten wir uns früher vor. Ja, ist okay.

00:09 Dominik Hammes

Ja, ja, gerade so.

00:12 Gavin Karlmeier

Hallo Dominik.

00:14 Dominik Hammes

Grüß dich, Gavin.

00:15 Gavin Karlmeier

Na, wie geht's?

00:17 Dominik Hammes

Ach komm, wenn wir das fast aufmachen, sind wir von morgen hin.

00:20 Gavin Karlmeier

Ich wollte eigentlich nur irgendeine Überleitung bauen, dass Leute jetzt mal wieder erraten dürfen, wo ich mich befinde. Und ich gebe einen Tipp, ich schaue auf Bahnschienen und in, also ich kann an den Bahnschienen entlang in einen S-Bahnhof schauen. Ich glaube, es ist mehr als das. Und in dem S-Bahnhof steht mit so großen Leuchtbuchstaben Love. So, unter vorher fahren S-Bahn.

00:47 Dominik Hammes

Ich sage nicht welche, weil das verrät zu viel. Aber ich glaube, du hast jetzt zwei. Bubbles direkt mal aktiviert. Das eine ist natürlich die Geogesser-Bubble, die kennen wir ja hier.

00:57 Gavin Karlmeier

Alte Freunde.

00:58 Dominik Hammes

Aber das andere ist die öffentliche Verkehrsmittel, Zug und Bus. Bahn. Grüße an Marco Beret an der Stelle, der wahrscheinlich schon weiß, wo du bist.

01:06 Gavin Karlmeier

Und die Trainspotter. Wenn das jemand errät, das wäre wirklich beeindruckend. Ich gebe noch einen Tipp: In diesem Bahnhofsgebäude befindet sich ein. Nein, direkt, also direkt am Bahnhofsgebäude befindet sich ein TK Max. Ja, das ist mein Tipp. Alles, was man braucht, ja. Und unter diesem Bahnhofsgebäude fährt eine B fahren Autos lang. Also der Bahnhof befindet sich. ist quasi eine Brücke gleichzeitig. Also jetzt müsste man es eigentlich nicht.

01:33 Dominik Hammes

Bahnhof ist eine Brücke.

01:34 Gavin Karlmeier

Ja. Ein Bahnhof kann eine Brücke sein.

01:38 Dominik Hammes

Und ein Lied, ein Brief.

01:39 Gavin Karlmeier

Jedes Gleis ist wie ein Stein.

01:43 Dominik Hammes

An sieben Bahnhöfen musst du einchecken.

01:49 Gavin Karlmeier

Ja, ich weiß gar nicht, wie wir einsteigen sollen. Meine Stimme ist auch wahnsinnig angeschlagen, wie du hörst.

01:54 Dominik Hammes

Also in dem Moment aber auch als hätte es einen Schalter umgelegt, um zu betonen, wie es in der Stimme geht.

01:59 Gavin Karlmeier

Ja, aber also ich weiß wirklich nicht, woran das liegt, weil eigentlich ich versuche mich zu schauen, weil ich klang ja in der Vorstellung. Folge vom Montag schon so schlimm. Es wird immer schlimmer.

02:07 Dominik Hammes

Aber du redest ja auch weiter. Also natürlich beruflich ist es schwierig, das ist mir klar. Und ich habe gerne das Problem ja auch und ich habe da bisher Glück gehabt über die Jahre, dass ich, das war natürlich auch erkältet war, aber dass das kein Hindernis war. Und die meisten Ärzte werden ja sagen, ja, dann reden sie doch mal nicht so viel. Danke. Ja, aber es bringt einmal nichts. Es ist immer dieses, ja, hier ist ein Krankenschein. Ja, das bringt mir herzlich wenig.

02:37 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, wie lange ich keinen Krankenschein mehr hatte.

02:39 Dominik Hammes

Ich sammle die einfach so irgendwann und mache ich eine Tapete damit, aber man kann damit ja nichts anfangen in unseren Einstellungsverhältnissen. Das ist das Problem.

02:49 Gavin Karlmeier

Steigen wir ein, ich habe ein kleines Housekeeping und zwar möchte ich mit über Double Verify sprechen. Über die haben wir in der letzten Folge schon gesprochen. Es ist ein Unternehmen, das Untersuchungen durchführt, um die Brand Safety Rate zu ermitteln. Also wie. markensicher ist es eigentlich dort Werbung zu schalten. Und das machen sie für Meta, für Google, für X. Und die haben am vergangenen Wochenende bekannt gegeben, dass sie sich offenbar vertan hätten bei der Ermittlung. des Brand Safety Wertes für X und haben den auf 99,999% korrigiert. Und jetzt hat Nendini Jummy Das ist eine amerikanische Aktivistin und Beraterin für Brand Safety, die hat eine eigene Agentur, die auch so Brand Safety-Untersuchungen macht und so, hat bei X dazu ein bisschen was geschrieben, weil sie gesagt hat. Also der Grund, warum Double Verify plötzlich die Werte korrigiert hat, ist, weil die einzigen Werte, die Double Verify hat. Sind die, die sie von X selbst dazu bekommen. Also sie fordern die Unternehmen dazu auf, ihn Daten zu schicken. Also eine B wahrscheinlich eine feste Tabelle, die ausgefüllt werden muss oder so. Und das wiederum wird dann von Double Verify analysiert. Und sie sagt, das ist wahrscheinlich der Grund. warum Twitter überhaupt einen Wert von 100% erreichen kann. Schreibt aber auch, sie findet auch den Zeitpunkt hochgradig interessant, zu dem diese Double-Verify-Korrektur kommt. Weil wir wissen ja, dass Twitter, also Ex, diese Tech-Zertifizierung, da haben wir auch am Montag drüber gesprochen, verloren hat. Tech ist auch so eine relativ valide Art und Weise Unternehmen auf Markensicherheit zu überprüfen und da war X bis zum 12. März eben als Brandsafe markiert, hat das aber eben verloren. Und sie sagte, Zeitpunkt, dass das so ungefähr einen Monat danach passiert, das findet sie sehr interessant. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Double Verify ein privat arbeitendes Unternehmen ist, das von jedem beauftragt werden kann.

04:48 Dominik Hammes

Ja, das ist natürlich doppelt schwierig, wenn man dann, ich bezahle euch Geld, damit ihr anderen sagt, wie toll wir sind. Ist immer schon ein komisches Verhältnis.

04:57 Gavin Karlmeier

Ist so ein bisschen wie diese Deutschlands beste Arbeitgebersiegel.

05:01 Dominik Hammes

Ja, oder die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, der ein Logo auf jeglichem Lebensmittel in Deutschland draufklebt. wo ich auch gar nicht weiß, was ich mir sagen soll, außer dass es sich wohl um Nahrung handeln soll. Aber dass hier zusätzlich diesen Trump-esken-Faktor von 10 oder 99% sieht schon sehr auffällig aus. Warum sagt man nicht einfach 95%? Da hätte ja keiner mehr gefragt.

05:24 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Putinistische Werte.

05:28 Dominik Hammes

Ja, es ist wirklich dieses: Ich höre halt Trump im Häuser, wir sind 1000 Prozent sicher. Weißt du, ob sie sind 2000 Prozent sicher? Okay, also alles, was du sagst, muss ich in Frage stellen. Gut.

05:39 Gavin Karlmeier

Naja, gleichzeitig erhört aber Musk gerade den Kampf gegen die Bots.

05:48 Dominik Hammes

Er ist also auch Helldivers 2-Spieler. Grüße an die Gaming-Bobble an der Stelle.

05:52 Gavin Karlmeier

Oh, das habe ich nicht verstanden.

05:53 Dominik Hammes

Das ist vollkommen okay.

05:55 Gavin Karlmeier

Danke. Und zwar ist es aber so, dass es ja schon in Neuseeland und auf den Philippinen schon länger eine Regelung gibt bei X. Dass wenn du dich dort registrierst, dass du drei Monate lang nicht selber veröffentlichen kannst, es sei denn, du zahlst dafür eine kleine Summe. Ich glaube, in den Ländern ist das umgerechnet ungefähr ein Dollar pro Monat. Also wirklich eine verhältnismäßig kleine Summe. Ja. Offenbar findet Musk diese Idee so toll, dass diese Regelung jetzt auch international ausgerollt wird. Es ist so, dass eine Bezahlpflicht für alle neuen NutzerInnen kommen wird. Und die einzige Möglichkeit, dass du halt innerhalb der ersten drei Monate etwas veröffentlichen kannst auf Twitter, ist dann eben so, dass du einen kleinen Betrag dafür zahlst, von dem aber nicht genau bekannt ist. wie viel das ist. Und ich habe da ganz viele Gefühle und Gedanken zu, aber ich möchte erstmal deine hören.

06:45 Dominik Hammes

Ich hab wieder, das gemeine ist, ich bin jetzt sowieso schon in diesem, in dieser Bauchgefühl-Reaktionsschwemme, die ja nur Populismus eigentlich hervorbringt, oder zumindest. halbl lustig sein möchte. Und da fällt mir nur ein, er als Free Speech Absolutist, ist natürlich aber auch kapitalistisch. Das heißt, wie macht man Die freie Rede noch besser, die man dafür bezahlen muss, logisch.

07:06 Gavin Karlmeier

Das war genau mein Gedanke. Ich hab gedacht, wieso ist das so? Also, nein, das Wieso ist eigentlich falsch, aber es ist so Es ist so stillos, das ist glaube ich ein gutes Wort. Es ist so stillos, dass reiche Menschen auf Probleme, die sie haben. immer nur die Antwort kennen, naja, dann müssen Leute halt bezahlen. Und also ich verstehe schon, dass das womöglich funktionieren kann, wobei da habe ich gleich auch einen Take, der nicht von mir ist, ich aber interessant finde. Ich verstehe, dass das natürlich auf eine Art funktionieren kann, dass es weniger Bot-Accounts gibt, wobei man auch da sagen muss, ob ein Dollar jetzt sagen wir mal. . so ein sagen wir mal russisch orchestrierte Botfarm davon abhält, weil die ja mit 10. 000 Dollar einfach 10. 000 Accounts hätten. So, das ist wahrscheinlich nicht allzu viel Geld. Das würde ich auch mal zur Frage stellen, aber Ich verstehe, dass es möglicherweise funktionieren kann, so eine Schutzgebühr zu erhöhen, aber das löst halt das Problem im Kern ja nicht.

08:03 Dominik Hammes

Genau das ist es. Wenn Mars zu mir sagen würde, ey, es kostet ab sofort von mir aus für alle 50 Cent im Monat, aber dafür benutzen wir dieses Geld, um sauber zu moderieren. Ich finde es immer noch ein bisschen frech, aber wenn ihr das wirklich macht, dann habt ihr wenigstens das Geld sinnvoll eingesetzt und nicht einfach nur gesagt, hey, wir können gleichzeitig Geld verdienen und haben so eine Minimalhürde für automatische Bots, die vielleicht nur 30 Prozent davon nehmen werden und bezahlen werden. Ich so, ja, komm, das ist doch albern.

08:33 Gavin Karlmeier

Ja, genau, es ist nämlich genau das ist albern, weil es so Durchschaubar ist, dass auch das nicht funktioniert, aber eine Maßnahme ist, mit der man sich nach außen stellen kann und sagen kann: schau mal, wir haben uns das überlegt. Ich fand es total interessant, dass hat der Spiel Spiegel hat ihn zitiert, glaube ich. Ja, so habe ich es mir zumindest aufgeschrieben. Der Spiegel hat Marcus Hutchins zitiert, das ist ein Sicherheitsexperte, IT-Sicherheit. Und der hat gesagt, ihm falle keine Botaktivität auf der Welt ein, die sich mit der Gebühr von einem Dollar stoppen ließe. Was eher passieren wird, ist, dass Spammer will stohlene Kreditkarten verwenden und die Kosten für Rückbuchungen würden höher sein als diese Einnahmen. Das heißt, am Ende würde diese Idee am Ende Ex auch noch mehr Geld kosten. Und das ist natürlich auch ein wahnsinnig schlauer Gedanke.

09:19 Dominik Hammes

Ja, das ist smart zu Ende gedacht, weil. Wir reden also über sowieso schon kriminelle Leute, die versiert im Internet unterwegs sind. Kreditkarten.

09:28 Gavin Karlmeier

Ja. Genau.

09:30 Dominik Hammes

Also wie oft meine alte, jetzt nicht mehr Existente, weil von Amazon eingestellte Amazon-Kreditkarte wirklich gehackt worden ist im Internet, obwohl ich relativ vorsichtig bin. Ja, das ist eine Riesensumme an Geld, die da einfach fälschlicherweise, illegalerweise zur Verfügung steht. Ja, absolut alle Karten.

09:47 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und es geht ja auch nur um den Verfügungsrahmen, weil du kannst das Geld ja vermutlich zurückbuchen und so, aber der Verfügungsrahmen ist relativ hoch und wenn du all diese Kreditkarten halt nutzt. Also die Summe, die du nutzen kannst, um erstmal Accounts freizuschalten, die dann vielleicht nur für drei Tage nutzbar sind, das reicht ja für so einen Botangriff. Also am Ende keine allzu smarte Lösung vermutlich. Ich finde aber auch, dass Was Musk dabei entweder in Kauf nimmt, billigend, oder gar nicht erst sieht, ist ja, dass er damit als der Free Speech Absolutist, der ja sein will. mal wieder deine Entscheidung auf Kosten sozial schwächerer stellt. Weil wenn X eine Plattform derer sein soll, die sich eine Stimme suchen können. dann kann auch im Zweifel das Zahlen eines Dollars eine Herausforderung sein, weil du beispielsweise in deinem Land keine Kreditkarte kriegst oder weil du vielleicht diesen Dollar auch gar nicht zahlen kannst, weil du vielleicht an einem Ort bist. An dem du nicht digitale Zahlung leisten kannst. Oder was auch immer. Es gibt Dutzende Gründe, warum du gerade nicht online einen Dollar zahlen kannst. überhaupt etwas zahlen kannst. Und dass diese Leute jetzt eigentlich erstmal drei Monate davon ausgenommen sind, auf Ex zu ver was zu veröffentlichen, sofern sie nicht schon einen alten Account haben, finde ich, ist mal wieder eine Entscheidung zu Lasten der Falschen. Ja. So. Und ich finde, und noch ein Gedanken, ich finde auch, dass wir diese Umkehrung von diesem dieser Tatsache, dass Social Media eigentlich immer umsonst war, dazu, dass man jetzt dafür etwas zahlen muss, um es so zu benutzen, wie es gedacht ist, finde ich auch hier falsch gedacht, weil am Ende jetzt dafür die bezahlen sollen, die Anreize liefern für die, die es lesen wollen. Also eigentlich müsstest du die Leute bezahlen lassen, die dafür lesen wollen, nicht die, die schreiben wollen. Also, weißt du, was ich meine?

11:38 Dominik Hammes

Ja, ich muss nur gerade meinen Kopf aufbrechen, überhaupt für Twitter zu bezahlen, weil ich natürlich da in der Gratismentalität aufgewachsen bin. Selbstverständlich. Aber natürlich normalerweise in dem werden die Leute, die als Konsumenten gelten, eben die sein, die bezahlen. Und die eben die Inhalte zur Verfügung stellen, sind eigentlich die, die Geld bekommen. Und das hat Musk ja bisher auch so gemacht. Also er hat zumindest propagiert hier, wenn ihr genügend Gläser und Follower habt, dann könnt ihr bei mir Geld verdienen. Wie gut das geklappt hat, wie sauber die Ansage war, da muss ich mich gar nicht drauf anlassen. Aber jetzt macht er quasi von beiden Seiten die Tür auf und sagt, ja die anderen können vorher auch mal noch gelb. bezahlen. Also ihr bezahlt dafür, dass ihr posten dürft und die anderen, die folgen, die dürfen aber auch bezahlen.

12:22 Gavin Karlmeier

Das ist, als müsstest du bei YouTube jetzt Geld dafür bezahlen, ein Video hochzuladen, weißt du? Das ist falsch rum gedacht. Weil ohne diese Leute ist die Plattform nichts.

12:32 Dominik Hammes

Ja, so funktioniert das Internet.

12:34 Gavin Karlmeier

Ja, also Völlig absurd. Und was mir noch ein Gedanke zu dem Thema ist, also du merkst, das ist ein Thema, bei dem ich wirklich viele Emotionen habe. Defiant Nerd hat im Hagen dein Discord. Bei dem ihr euch alle anmelden könnt. . Wir haben die 800 übrigens geknackt. Außer unserem Discord. Wir haben die 800 übrigens geknackt. Ding, ding, ding, ding. Yes. Alle anderen können sich dort auch noch gratis anmelden. Es ist einfach so geil, dass wenn irgendein Thema gerade in dieser Social Media-Welt eine Rolle spielt, dass es da schon diskutiert wird. Also die Recherche für diesen Podcast war früher, würde ich mal sagen, so. eigentlich viel so zusammensuchen aus meinen feeds und den accounts und heute würde ich sagen sind die meisten themen schon einmal aufgeworfen worden im discord wenn ich anfange diese folgen zu planen das ist schon Ist schon echt geil. Also das muss man mal sagen. Das, wie gesagt, ich kann da gar nicht oft genug aus dem Schirm kommen. Hagenran. org könnt ihr euch auch alle anmelden. Na, jedenfalls hat Defined Nerd in dem Discord einen Link ausgegraben von Heise vom acht äh, sechsten März zwei tausend vier von vor zwanzig Jahren Und das ist ganz geil, weil es geht um Bill Gates. Und die Schlagzeile ist E-Mail-Porto gegen Spam. Virtuelle Briefmarken für E-Mails könnten das Spam-Problem lösen, meint Bill Gates. Virtuelle Briefmarken, das heißt am Ende, dass du sozusagen Rechenleistungen, zehn Sekunden Rechenleistung zur Verfügung stellst, damit eine E-Mail verschickt und die, die das nicht tun, können halt keine E-Mails mehr verschicken. Aber am Ende ist die Idee die gleiche, dass du sozusagen eine Leistung erbringst, ob eine finanzielle oder eine tatsächliche Rechenleistung, damit du Dinge veröffentlichen kannst. Und das finde ich sehr interessant, dass wir jetzt 20 Jahre später Full Circle, der reichste Mensch der Welt, der hat einen anderen Namen, aber die gleichen Ideen.

14:18 Dominik Hammes

Gleichzeitig ist die Idee 20 Jahre alt, war damals schon nicht sehr gut, aber in einer Situation, wo man damals nicht so einfach hätte sagen können, ja, aber die Bots haben ja tausende Kreditkarten zur Verfügung. Das war damals in dem Umfang, glaube ich, auch noch nicht so. Aber auch damals hätte ich gesagt, naja, wenn ich jetzt hier 10 Cent bezahle pro E-Mail, dann möchte ich aber auch, dass die Infrastruktur mir Dinge garantiert Dass meine Mail zum Beispiel nicht als Spam wirklich deklariert wird. Man möchte eine Garantie, dass kein Spam-Felter der Welt sagt, ja, das könnte Spam sein. Sowas zum Beispiel. Oder eben das Protokoll vielleicht mal anpassen, das ja aus den 70ern, glaube ich, ist. Das war damals schon alt.

14:55 Gavin Karlmeier

Ja, es war, aber das sind so Dinge, die kriegst du nicht weg. Das ist wie UKW. für Radio, wie die SMS, an der ja immer wieder gearbeitet wird, um es wegzukriegen, bei UKW auch. Aber es gibt einfach.

15:06 Dominik Hammes

Es ist doch bald in Deutschland tot

15:08 Gavin Karlmeier

Ja, aber dieser Termin der Abschaltung von UKW, der wurde auch gefühlt schon 39 Mal verschoben.

15:14 Dominik Hammes

Ja, also das sind so Toleranzfristen, glaube ich, für kleinere Sender, die die Technik noch nicht nachgerüstet haben oder so. Bin ich mir nicht ganz sicher. Aber das ist zumindest rechtlich mal beschlossen worden. Das ist bei den anderen Sachen nicht so, weil es da ja keine, also es gibt, glaube ich, keine Regierungsinstanz, die sagt, wir setzen jetzt mal die V3-Konsortium-Entscheidungen um. Ja, ich glaube, da gibt es keine Regierung, die es machen würde.

15:37 Gavin Karlmeier

Nein, klar. Aber ich glaube, dass einfach so manche Dinge, manche Ideen, weil sie so gut funktionieren und so einfach sind, dass sie auch nicht totzukriegen sind. Und also bei UKW ist es so, das sollte 2023 schon mal abgeschaltet werden. Ich habe sie gerade kurz nur UKW-Abschaltung gegoogelt Eine kurze Google-Recherche. Dann hast du 23, dann wird es auf Ende 25 verschoben. Jetzt im Moment ist der Termin Ende 2026. Es gibt sogar hier eine Quelle, die sagt, wo habe ich es gerade gesehen im Vorbeiscrollen, die sagt, 2033 könnte das erst abgeschaltet werden. Also

16:14 Dominik Hammes

Aber auch da gibt es ja diesen Unterschied, man baut das Digitale ja schon komplett aus. Die senden, glaube ich, auch alle schon digital. Autoradios empfangen digital, das heißt, irgendwann ist es einfach überflüssig. Und dann ist der Termin quasi noch symbolisch. Das hatten wir ja, ich glaube, im letzten Jahr war es, als wir hatten das im Vorgespräch ja kurz, das Telegramm abgeschaltet worden ist, was man ja noch bis, glaube ich, 2023 verschicken konnte.

16:36 Gavin Karlmeier

Oh, in der Tat, ja. Und seitdem gibt es den guten E-Postbrief.

16:40 Dominik Hammes

Ich weiß nicht, ob der besser ist, aber. Stimmt, die gibt es doch gar nicht mehr. Auf jeden Fall war das ja schon längst am Ende seiner Zeit und war mehr so ein Uh krass, ich kann noch ein Telegramm verschicken, das mache ich mal aus symbolischen oder unterhaltsamen Gründen. Und das mit OKW wird halt eher so sein, oh, ich staub mal das Radio vom Opa ab, das da am Dachboden liegt.

16:59 Gavin Karlmeier

Aber stell dir mal vor, du hättest jetzt ja irgendeine Art einer. Krassen Katastrophe. Dann ist das alte Kurbelradio, das du noch im Schrank hast, wäre jetzt gerade die Möglichkeit. dich dann zu informieren. Also klar, wenn du eine krasse Katastrophe hast, glaube ich, auch würde man die UKW-Sender vielleicht nochmal einschalten und sagen, ja, auch wenn wir jetzt keine Sendegenehmigung mehr haben, vielleicht machen wir es trotzdem nochmal an. Aber

17:23 Dominik Hammes

Ich kenne die Gesetzestexte jetzt nicht, du lädt das nicht ins Wort folle. Aber es wäre zum Beispiel sinnvoll, Notfallfrequenzen zu haben. Es wäre sinnvoll, eine Sonderregelung zu haben für solche Fälle. Aber das Kurbelradio, dem eine Digitalfrequenz zu verpassen, ist ja auch nur ein Chip, der mehr verbaut werden muss.

17:42 Gavin Karlmeier

Das weiß ich, ist das so, kann ich mir reicht die Energie, die ich mit dem Kurbeln generiere, um auch DAB zu empfangen?

17:49 Dominik Hammes

Ja, bin ich mir recht sicher.

17:51 Gavin Karlmeier

Okay. Also die Geräte verbrauchen heute alle nichts mehr.

17:54 Dominik Hammes

Außerdem hängst du dann deine Powerbank dran, hast du für drei Wochen genug. Also, du musst wahrscheinlich ein neues Kurbelradio für die Katastrophe kaufen, aber. wann die kommen soll, wo du das wirklich brauchst, weiß ich auch nicht.

18:05 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, das ist ein interessantes Thema, weil da so auf der einen Seite Innovationsbegeisterung auf Hintertürchen Mentalität trifft.

18:16 Dominik Hammes

Ich stimme dir insofern zu, dass es eine Peinlichkeit war, wie wir im Katastrophenschutz umgegangen sind in den letzten Jahren.

18:22 Gavin Karlmeier

Ja, also dass wir Cell Broadcast jetzt seit einem Jahr erst haben, zum Beispiel finde ich.

18:26 Dominik Hammes

Ja, das zum Beispiel, oder dass glaube ich auch so Notfallsegrenen nicht mehr gewartet worden sind in den letzten Jahren. Da waren wir einfach blind auf dem Auge.

18:34 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wahr. Wir müssen über Brasilien sprechen. Mal wieder. Brasilien begleitet uns. Ich kann aber sagen, das ist vielleicht die letzte Geschichte aus jedes Mal, wenn ich sowas sage.

18:48 Dominik Hammes

Nee, also ich hoffe, es wird noch viele Geschichten aus Brasilien geben, nicht das ganze Land direkt den Untergang.

18:53 Gavin Karlmeier

Nein, aber Ex und Brasilien. Elon Musk hat sich da ja so ein bisschen angelegt. Mit einem Richter und mit der Regierung eigentlich mit allen. Jetzt hat Reuters am Anfang dieser Woche gemeldet. Ich zitiere Reuters. Anwälte, die Elon Musks Ex vertreten, haben dem Obersten Gerichtshof Brasiliens mitgeteilt, dass die Social Media Plattform jede Entscheidung des Gerichtes Oder des obersten brasilianischen Wahlgerichts befolgen wird, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das Reuters vorliegt. Das heißt, all dieses Krawallgemache, all der Stress, all der Terror. War für die Katz, wenn man jetzt klein beigibt und sagt, ja, okay, wir machen das nicht. Und das ist natürlich interessant, weil am Montag haben wir ja noch davon gesprochen, dass der Justizausschuss des Repräsentantenhauses Ex vorgeladen hat, um darüber zu sprechen, wie man da eigentlich in Brasilien gerade mit der Verfolgung der Gesetze umgeht oder der Beachtung von Gesetzen. Naja, und offenbar hat diese Vorladung einen Effekt bei Elon Musk ausgelöst.

19:53 Dominik Hammes

Ja, das ist halt, du musst halt nach den Regeln des Landes spielen. Oder du verschwindest aus dem Land. Also als Unternehmen in dem Fall.

20:02 Gavin Karlmeier

Also, und ja, und wenn jemand ja von sich behauptet, dass er sich gerne an die Regeln eines Landes hält, dann ist das ja Elon Musk. Mr. Rechtschaffend.

20:10 Dominik Hammes

Ich meine, es ist ja auch völlig in Ordnung, wenn er ein Problem mit irgendwas hat und sich dann erstmal wehrt, aber da, wie du gesagt hast, so ein großes Fass aufzumachen, war wahrscheinlich auch Quatsch einfach.

20:21 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich. Und also angesichts der Tatsache, dass ähnliche Gesetzes dazu führten, dass in anderen Ländern sie einfach umgesetzt hat, wie in der Türkei, wie auch schon in Deutschland Accounts gesperrt wurden auf gesetzlicher Richtlinie. Und das ausgerechnet in Brasilien man da jetzt irgendwie so Säbelasselt mit einem Richter, bis man dann irgendwann Feststellt, dass man da keine Chance hat, um dann wieder klein beizugeben.

20:44 Dominik Hammes

Ja, und wichtig ist für uns, dass in dem Fall keiner von uns beiden sagt, das Gesetz finden wir übrigens gut, sondern das sind halt die Gesetze, die mögen inhaltlich ethisch fragwürdig sein, weiß ich in dem Fall halt überhaupt nicht.

20:56 Gavin Karlmeier

Es geht ja also das Ding ist, dass es hier um Unterstützer des rechtsradikalen ehemaligen Präsidenten geht. Also Das ist jetzt, also es kann durchaus, wenn du überlegst, wie, also wer bin ich denn, dass ich Gesetze in einem anderen Land so beurteilen.

21:12 Dominik Hammes

Aber es kann ein Graubereich sein, rein moralisch, aber wenn jetzt Neonazi-Accounts gesperrt werden, dann ärgern wir uns persönlich nicht sonderlich.

21:20 Gavin Karlmeier

Exakt, richtig. Und naja, Mask offenbar schon. Das Spannende ist aber, dass Blue Sky parallel dazu angekündigt hat, dass Staatsoberhäupter ab sofort auch einen Account auf ihrem Netzwerk haben dürfen. Das ehrlicherweise ist mir das total untergegangen, dass es da ein Verbot gab dafür, als Staatsoberhaupten-Account zu haben. Aber Bluescare wollte die offenbar nicht dort haben. Und das erste Staatsoberhaupt, das sich dort angemeldet hat, ist der brasilianische Präsident Lula da Silva.

21:51 Dominik Hammes

Ja, das ist natürlich eine symbolische Kiste. Eine symbolische Kiste ist nicht Tautologie.

21:59 Gavin Karlmeier

Nee, nicht zwangsläufig. Es gibt auch nicht symbolische Kiste. Kisten.

22:02 Dominik Hammes

Wenn ich mit dir beim Mittelfinger ins Auge rame, oder? Ist okay. Sprechen wir dann einfach im Metapher dran. Das lassen wir hier weg.

22:15 Gavin Karlmeier

Das ist toll, ja, wenn wir einfach nur so sprachliche, wie sagt man sprachliche Figuren?

22:20 Dominik Hammes

Tropen und Figuren.

22:21 Gavin Karlmeier

So, genau, Tropen. Rhetorische Stilmittel. Der Tropen-Podcast.

22:25 Dominik Hammes

Ja, also mit Helm, ja. Um das dämliche Wortspiel direkt auch reinzubauen.

22:32 Gavin Karlmeier

Wir schaffen Ordnung im Sprachdschungel.

22:37 Dominik Hammes

Direkt von duden. de kopiert, finde ich. Also weiß ich nicht, ob die das benutzen, aber würde dahin passen. Aber rhetorische Tropen, also rhetorische Stilmittel, waren mein Lieblingsbereich in der Literaturwissenschaft damals. Das habe ich immer sehr gern gemacht.

22:49 Gavin Karlmeier

Hast du Literaturwissenschaft studiert? Ja. Toll, was man hier alles lernt. Komparatistik ist das, oder?

22:55 Dominik Hammes

Nee, Komparatistik ist vergleichende Literaturwissenschaft. Ich habe neuere deutsche Literaturwissenschaft studiert.

22:59 Gavin Karlmeier

Ah, also was heißt, an welcher Uni war das? Davon das Fragen hier? Vor Populationen? Ist der Brücken natürlich. Ah, weil ich habe in Bonn auch Literaturwissenschaft studiert und da gab es auch neue deutsche Literatur und das neueste Werk, was wir da besprochen haben, war Goethe.

23:11 Dominik Hammes

Das ist seltsam, weil eigentlich geht neuere Deutsche bis ungefähr Mauerfall.

23:17 Gavin Karlmeier

Ich habe ja auch nicht zu Ende studiert, vielleicht hätte wäre ich da irgendwann nicht.

23:20 Dominik Hammes

Ich wäre es auch gekommen. Also fängt eigentlich, ich glaube, nahe Mittelalter an und geht dann Bis eben zum Fall der Mauer. Aber da ist man immer sehr träge, das hinterherz. . Also mag jetzt mittlerweile auch ein bisschen mehr sein, aber zu meiner Zeit war das Fall der Mauer rum. Wendeliteratur, das war so das Neueste.

23:38 Gavin Karlmeier

Das sind Bücher, die auch auf der Rückseite Text haben.

23:40 Dominik Hammes

Hat einer meiner Dozenten ein wichtiges Buch zugeschrieben. Grüße.

23:44 Gavin Karlmeier

Shoutout. Ex bietet übrigens auch jetzt, ich bring dich mal, bring uns mal wieder hier zurück auf die Frage.

23:53 Dominik Hammes

Ja, bitte, bitte, bevor ich das den Dominik Hames-Podcast würde, ich ekel mich gerade von mir selbst.

23:57 Gavin Karlmeier

Hames dran. Hammes drin. Expedited neue Anreize, um Marken zur Anmeldung bei X Verified for Organizations zu bewegen. Und zwar ist es jetzt so, dass wenn du Verified Organization als Basispaket für 2000 Dollar pro Jahr buchst, kriegst du dafür 2000 Dollar Werbeguthaben gebucht. Und wenn du das Full-Access-Angebot, wie hier steht, buchst für 10. 000 US-Dollar, kriegst du auch 10. 000 Dollar Anzeiguthaben. Das heißt, für jeden Dollar, den du zahlst, um den goldenen Haken zu kriegen, kriegst du einen Dollar Werbeguthaben. Was am Ende heißt. Die Werbung auf Ex wird noch mehr verscherbelt.

24:33 Dominik Hammes

Ja, also das das sind klassische, das kenne ich aus dem werbenden Bereich, in dem ich mich ja nicht so gut auskenne, auch nur als Milchmädchenrechnung, in der man möglichst beliebt werden will. Wir geben mir noch 20% Rabatte von unseren eigentlichen Preis. Wir haben immer gesagt, wie viel es eigentlich kosten würde, aber das bezahlt halt niemand.

24:51 Gavin Karlmeier

Ja, aber also das Ding ist so viel. Ich bin ja, wir sind ja jetzt beide keine Volkswirtschaftler oder Betriebswerte. Aber es ist ja schon so, dass wenn, also das kann sehr, sehr, sehr, sehr wertvoll sein, wenn es niemand bezahlt, dann hat es eigentlich nicht diesen Wert. sondern der Wert richtet sich ja danach, welchem Angebot. Der Preis einer Sache richtet sich nach der Nachfrage. So ist richtig. Und im Fall der Werbung hier ist es offenbar so, dass man den Wert der Werbung offenbar damit künstlich erhöhen möchte. Wäre meine These. Weil Werbung wird ja nach so einem Art Bieterverfahren vergeben in sozialen Netzwerken. Also Wenn wir beide uns entscheiden für eine selbe Zielgruppe, sagen wir mal, Angler zwischen 40 und 50, die in der Stadt Bielefeld wohnen. Wenn wir die beide bespielen wollen mit Werbung, dann entscheidet am Ende danach, wer von uns beiden bereit ist, mehr Geld für eine Impression zu bezahlen, wessen Werbung ausgespielt wird. Wenn aber jetzt das bei X hier dadurch passiert, dass der Werbemarkt sozusagen überschwemmt wird von Leuten, die alle einfach nur einen goldenen Haken kaufen und damit jetzt Werbung schalten können, dann steigt natürlich der Preis, weil genau diese ganzen Gruppen schärfer umkämpft werden, obwohl eigentlich kein Geld fließt.

26:10 Dominik Hammes

Du hast absolut recht, weil das ist, also man könnte sagen, es ist smart, aber es ist eben auch sehr durchschaubar. Weil es sind jetzt 2. 000 US-Dollar pro Jahr oder 10. 000 US-Dollar pro Jahr, sind auch für mittelständige Unternehmen ja keine Preise. Da sagt man, ja klar, dann nehmen wir das einfach mal mit und sagt dann Werbeabteilung, hier ist es Guthaben, guck mal, was er damit macht, weil nicht verkommen lassen, auf jeden Fall benutzen, ist ja ein Bonus. Und wenn die das dann alle machen, passiert genau das, was du gesagt hast. Die Werbeplätze werden umkämpft und das Geld, was man in Anführungsstrichen dann geschenkt bekommen hat, existiert gar nicht mehr.

26:43 Gavin Karlmeier

Richtig. Und das bedeutet aber doch am Ende, dass wenn man jetzt eigentlich damit Anreize schaffen möchte, um Werbung zu schalten, dass Leute, große Unternehmen, die Werbung schalten, sich denken, das ist ja viel zu teuer. Dafür schalten wir doch nicht Werbung bei X.

26:57 Dominik Hammes

Das ist eben die Frage, ob man dann intern vielleicht manipulativ eingreift und sagt, ja komm, eigentlich wäre der Preis, weil hier 100 mittelständige Unternehmen was schalten wollen. Eigentlich wäre der Preis X. Aber Microsoft will buchen, deswegen ist es jetzt x minus 50 Prozent, weil das besser für uns aussieht.

27:15 Gavin Karlmeier

Ja, hundertprozentig. Ja, ja, solche Pakete gibt es auf jeden Fall. Aber ich weiß halt nicht, ob das so förderlich ist, dass du darauf angewiesen bist, so einen Hinterzimmerdeal abzuschließen, um überhaupt noch. marktfähige Werbepreise zu erzielen.

27:33 Dominik Hammes

Also wenn ich jetzt, das ist natürlich als jemand, der eigentlich keine Erfahrung im Gebiet hat. Ein bisschen vage, sowas zu sagen, aber wenn ich jetzt in der Position wäre, für irgendein Unternehmen Werbung bei Ex zu schalten, sehen wir mal davon ab, dass ich als ich das nicht machen würde. Dann hätte ich halt, würde ich so einen Bonus nehmen. Ich wäre aber auch, wenn es seltsam, wenn es genau der Wert ist, den man im Jahr bezahlt. Wenn das irgendwie, keine Ahnung, 20 Prozent davon wären, wäre ich so, ja, okay, das ist ja quasi so ein Lokangebot, guckt euch das mal an. Und wenn dann irgendwann von X einer auf mich zukommt und sagt, hey, wie findet ihr denn die Werbeplattform? Kann ich euch irgendwie helfen? Können wir ein größeres Angebot für euch vorbereiten, dass man so eine Türöffner hat? Das ist das, wie ich das verstehe, wie das normalerweise funktioniert. Fände ich das auch sympathisch und okay. Aber das hier ist halt so transparent, ey, wir wollen einfach nur, dass irgendwelche Leute Werbung buchen, das riecht halt nach Verzweiflung.

28:23 Gavin Karlmeier

Ja. Also ja. Kommen wir zu TikTok. Wir müssen über TikTok sprechen. Und zwar hat Forbes eine exklusive Geschichte veröffentlicht, eine ziemlich verrückte Recherche, finde ich. Ein verrückt ist, glaube ich, total ein unangemessenes Adjektiv. Eine bemerkenswerte Recherche. Und zwar haben sie in diesem Text, den wir hier auch in die Shownotes gepackt haben, heute, weil es wirklich ein lesenswerter wie man auf Neudeutsch sagt, ein lesenswerter Longread ist. Also wirklich eine ganz tolle, tolle, tolle Geschichte, in der es darum geht, Forbes hat übrigens eine lange Vorgeschichte übrigens mit TikTok. weil es Forbes-JournalistInnen gibt, dessen IP-Adressen und Standorte von TikTok ausspioniert wurden. gibt es auch eine ganz spannende Geschichte zu. Aber heute geht es darum, dass mit ehemaligen TikTok-MitarbeiterInnen gesprochen wurde, seitens Forbes, die sagen dass die eigentlich angeblich herrschende Trennung zwischen ByteDance, dem chinesischen Unternehmen, und TikTok, dem amerikanischen Ableger, dass diese eigentlich herrschende Trennung de facto nicht existiert. Und da sind mehrere Leute genannt, zum Beispiel Evan Turner, der war leitender Datenwissenschaftler bei TikTok. Und ihm wurde im Laufe seiner Arbeit irgendwann ein, also er hatte erst einen Manager in Peking für den er gearbeitet hat. Dann irgendwann wurden die Unternehmen ihm getrennt und ihm wurde ein Manager in Seattle zugewiesen, dem er eigentlich berichten sollte. Aber Turner sagt in diesem Text auch, während der Arbeit hat er eigentlich diesen Menschen nie kennengelernt, der in Seattle eben ist, den hat er auch nie getroffen. Hatte aber weiterhin wöchentliche Joe Fixe mit seinem Manager in Peking und hat dieser Person in Peking eben auch, also es waren immer nur kurze Calls, also es wird ja gesprochen von Calls, wöchentliche Calls von weniger als sieben Minuten. Was wahnsinnig effizient ist, finde ich.

30:19 Dominik Hammes

Hallo und Tschüss, super.

30:21 Gavin Karlmeier

Aber Turner musste alle 14 Tage Tabellen mit hunderttausenden NutzerInnen-Daten. an weiterhends Mitarbeiter in Peking schicken. Also und zu diesen Daten gehörten Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen, geografische und demografische Informationen. Also eigentlich nichts anderes als so eine wirklich so eine. eine Sammlung von Daten, die einfach nach Peking geschickt wurden. Und das finde ich, ist erstmal natürlich stark bemerkenswert, dass offenbar es zwar eine infrastrukturelle IT-Trennung gibt, aber dann einfach Excel-Tabellen erstellt werden, die dann verschickt werden, aber naja. Es geht aber noch weiter. Es gibt ein Tool, das Byteins entwickelt hat mit dem Namen LARK, das eigentlich das gleiche ist wie Slack.

31:02 Speaker 4

wie hier geschrieben wird.

31:04 Gavin Karlmeier

Und LAC hat keine Trennung zwischen China und USA, sondern Bytance und TikTok können darüber miteinander kommunizieren. Und das führt dazu, dass es eben durchaus engere Gespräche gibt zwischen diesen beiden Unternehmen, die auf dem Papier natürlich stark getrennt sind. Es gibt außerdem einen VPN-Dienst, den die Mitarbeitenden von TikTok nutzen müssen, überall auf der Welt. Und dieses Tool heißt Ziel, so wie der Sänger.

31:34 Dominik Hammes

Oder wie Navy Seals oder das Tier.

31:36 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Jetzt siehst du mal, was ich für ein popkulturell versauter Typ bin. Das ist das Erste, woran ich denke, wenn ich Seal lese, ist Kiss from a Rose.

31:44 Dominik Hammes

Ei, das ist ein guter Song, guter Sänger. Ja.

31:48 Gavin Karlmeier

Ja.

31:49 Dominik Hammes

Besser der Film, zu dem er gehört?

31:52 Gavin Karlmeier

Nein. Jedenfalls ging es noch weiter. In dem Text, weil es wird davon gesprochen, dass viele MitarbeiterInnen bei TikTok nie ein Diensttelefon bekommen haben, sondern gebeten wurden, ihre privaten Geräte zu benutzen, wurden aber dann verpflichtet, wenn sie die benutzen wollen für die Arbeit, darauf bitte Ziel zu installieren, den VPN-Dienst. der eben auch direkt nach China kommuniziert. Also das ist so, sind jetzt so die so ein paar Bullet Points, die ich da rausgezogen habe. einige Mehrnamen und Geschichten da genannt in diesem Text, den ihr, wie gesagt, in den Shownotes findet. Aber ich finde, dass doch, also der Vollständigkeit halber müssen wir da mal zumindest drüber sprechen.

32:30 Dominik Hammes

Ja, und ich finde den wichtigsten Teil, also von den Dingen, die du ausgelassen hast, ist noch der, dass die Quelle da gesagt hat, also die Leute in den USA waren mitschuldig daran, denen war das bewusst. Dass das so läuft. Und das überrascht jetzt, glaube ich, niemanden im Gesamtkontext der Story. Aber das ist dieses typische: Ja, wir machen das. Das hier ist eine Variante nicht von Greenwashing, weil es geht nicht um die Umwelt, aber Man sagt hier, wir machen das, wir kümmern uns darum und dann gründet man einfach nur ein Unternehmen mit einem Namen und einem Briefkasten. Da wird auch was gearbeitet, aber man hält sich an nichts, was man vorher vereinbart hat. Finde ich lächerlich. Und für alle da draußen, die schon mal so eine Situation hatten oder vielleicht haben werden, wenn das Unternehmen sagt, benutzt bitte eure Privattelefone für die Arbeit, das ist schon eine milde Red Flag. Ja, Orange Flag. Genau, eine Orange Flag. Aber wenn dann gesagt wird: installiert bitte auf jeden Fall diese Software, das ist die roteste Red Flag, dann kauft man sofort ein billiges Smartphone und installiert da das Zeug und sucht sich sofort einen neuen Job.

33:26 Gavin Karlmeier

Ja, ja, absolut. Hundertprozentig. Ich würde auch niemals, also obwohl auf der anderen Seite habe ich auch schon VPN-Verbindungen mit meinem Privatgerät. zu Unternehmen aufgebaut.

33:37 Dominik Hammes

Ja, ich auch. Das ist ja auch an sich kein Problem. Aber in dieser Situation hier, vor allen Dingen, wenn das einfach so durch die Bank gefordert wird. verkaufe ich mir halt mindestens ein extra Handy dafür, wenn das mein Arbeitsalltag ist. Wenn ich auf diesem Handy ständig arbeiten muss. Natürlich ist es so, wenn du mit einem sicherheitsorientierten Unternehmen arbeitest und die sagen, ey, wir müssen das aus Sicherheitsgründen über einen VPN-Kanal machen, wenn du diese und diese Daten einpflegst. Das ist natürlich sinnvoll, aber hier klingt das so wie, du musst immer unsere App installieren und die ganze Zeit darüber in Verbindung sein und fragwürdig.

34:10 Gavin Karlmeier

Ja, in der Tat. Ich finde also, na klar, ist es jetzt, also man hat schon länger geahnt, natürlich, dass diese eigentliche Trennung zwischen TikTok und Bydance dass die eher eine theoretische ist. So, ich glaube, dass da ist jetzt niemand überrascht, dass es da offenbar noch Telefonate miteinandergegeben hat. Dass aber dann in so vielen Fällen so viele Übergriffe auch in Form von schick uns doch bitte mal eine Tabelle mit hunderttausenden Daten, dass es sowas gibt, finde ich dann doch überraschend, weil das also unverhältnismäßig plump ist als vor ihm, oder?

34:44 Dominik Hammes

Naja, ich meine, vorher war es eleganter, da konnte man es wahrscheinlich über eine API einfach selber machen.

34:48 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn sie doch ja, klar, genau. Aber dass es das nicht gibt, damit als zumindest auf dem Papier weiterhin die Trennung existiert. Dann immerhin smart. Aber dann eine E-Mail schicken müssen über dieses Server mit diesen Excel-Tabellen, naja.

35:02 Dominik Hammes

Tja, Arbeitsplätze geschaffen, ne? Also, da ist jetzt wirklich der Polemiker in mir aktiv. Mich überrascht daran leider sehr wenig. Aber ich finde es dennoch tragisch und ich finde es umso wertvoller, dass es hier einen Whistleblower gegeben hat, der gesagt hat, naja, also diese Trennung existiert einfach nicht.

35:17 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Aber es kommt sicherlich auch zu einem ganz guten Zeitpunkt, weil ja immer noch im Raum steht, wird es jetzt verkauft, wie geht es da weiter? Die Geschichte ist auch noch nicht ganz geklärt. Wird es womöglich verboten in den USA? Auch da bin ich sehr gespannt. Und du wahrscheinlich auch als TikTok-Ultra.

35:36 Dominik Hammes

Ja, ich bin so Ultra, dass ich es nicht installiert habe. Es ist also TikTok ist immer so eine Welt, wo ich denke da, ich sehe da ja immer wieder Reels dann auf Instagram, wo das TikTok-Logo drauf ist. Oder es steht irgendwo in der Bio drin. Auf TikTok habe ich übrigens 10 Millionen mehr Follower oder sowas. Ähm Deswegen weiß ich, dass es da auch guten Content gibt. Das ist im Internet ja meistens so. Aber ich habe einfach Angst vor dem Ding. Ich habe wirklich psychische Angst davor, weil ich ja bei Instagram schon so viel Bildschirmzeit habe. Und da möchte ich mich eigentlich nicht drauf einlassen.

36:06 Gavin Karlmeier

Und ich habe das ja, ich weiß gar nicht, ob ich es schon mal hier erzählt habe, aber ich gehe ja in neunte Klassen, um dort Medienkompetenz zu trainieren mit denen. Und also es gibt immer so, es gibt die Schülerinnen, weiß ich gar nicht, ob ich es schon mal erzählt habe, aber es gibt die SchülerInnen, die TikTok installiert haben und die, die es nicht haben Und interessanterweise ist bei denen, die es installiert haben, in der Bildschirmzeit TikTok immer auf der 1. Also es funktioniert halt einfach wie Kartoffelchips. Also du kannst nicht die Tüte aufmachen, einen Chip rausnehmen und das zurück tun, sondern der Magen glaubt, da kommt jetzt eine Mahlzeit, also wartet er so lange darauf, dass da mehr reingeht, bis da so ein Gefühl von Mahlzeit ist. Und wenn das vier Stunden lang Kartoffelchips fressen ist. Und so funktioniert TikTok einfach. Ja.

36:51 Dominik Hammes

Wir hatten den Jugfood Vergleich ja schon mal hier und der greift eben leider Gottes. Man muss sich quasi eine Uhr stellen, aber sagen, okay, jetzt habe ich meine 10 Minuten TikTok. Das sind ja schon einige TikToks normalerweise, wenn es nicht ein 30-Minuten-TikTok ist, was sich wahrscheinlich nur so wenige angucken. Und dann bimmelt er so ein ist so, das waren zehn Minuten, bin ich mir sehr sicher.

37:09 Gavin Karlmeier

Ja, ist genauso. Also wenn du jemandem, der TikTok noch nie benutzt hat, mal in die Hand drückst, auf einem neuen Handy natürlich. Oder auf dem Handy der Person und sagst, mach mal vom Bauchgefühl her 10 Minuten TikTok. Du hörst eine halbe Stunde nichts von der. Hundertprozentig.

37:27 Dominik Hammes

Ja, vielleicht ein paar Flüche. Also wenn ich eine neue App ausprobiere, dann floh ich immer sehr viel.

37:32 Gavin Karlmeier

Ja, wirklich.

37:33 Dominik Hammes

Ja, also als ich das erste Mal TikTok benutzt habe, war ich so, wu. Und vielleicht verwechsle ich es auch tatsächlich gerade mit Snapchat was gehört. Oh ja. Bei Snapchat war ich so, wo sind denn hier, wie bedingt man den Zwipen? Warum? Also ich war wirklich, da habe ich mich alt gefühlt zum ersten Mal. Weil alles irgendwie mit Gesten zu regeln war. Und das hat mich wirklich, wirklich verwirrt. Und das gibt es immer mal wieder. Und das fällt mir auf, wenn ich. Wenn ich irgendwie, wir haben ein Handy im Haushalt, so ein altes, da haben wir einen TikTok-Account drauf installiert und manchmal benutzt das einer von uns, wir haben es beide nicht Auf unseren Haupthandys. Und manchmal gucke ich dann doch rein, aber wirklich sehr wenig. Leg es direkt wieder weg, weil das Handy auch ganze Lang alt ist. Und das wipe man ja umgekehrt als in Instagram. Und dann bin ich in Instagram und sofort wisst ihr, oh Gott, nein, ich wollte doch gar nicht jetzt in die DMs. Was ist denn jetzt passiert? Band sofort rum.

38:23 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so, ne? Stimmt. Was mich aber bei Reels übrigens so beschäftigt, und da kommen wir, wir wandern jetzt langsam zum Meta rüber, dass ich es nicht hinkriege, für mich selber umzuschalten von Ich produziere kurze Texte zu ich produziere Reals. Also ich schaffe es noch nicht, Gedanken, die ich habe Also ich habe ja schon eine scharfe Trennung zwischen professioneller Produktion von Inhalten, also im Job halt, und der Produktion von Inhalten für mich. Da gibt es schon eine ganz klare Trennung für mich so. Die Inhalte, die ich für mich mache, die schaffe ich noch nicht, so intuitiv im Video zu binken.

39:06 Dominik Hammes

Das verstehe ich.

39:07 Gavin Karlmeier

Obwohl ich glaube, dass mir das Spaß machen würde.

39:11 Dominik Hammes

Ich glaube es auch, vielleicht ist das auch einfach wiederum so eine Altersfrage, dass man die Energie nicht mehr hat. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Bei mir ist es tatsächlich so immer, wenn ich mich an Reels probiere. Entscheide ich mich entweder aktiv so einen Kontrapunkt zu setzen und filme dann einfach irgendwie einen Baum, der im Wind so weht. Das ist jetzt einfach mal ein ruhiger Moment für euch beim Swipen. dass er mal wieder runterkommt. Oder ich mache so ein Reaction-Video, wo ich nichts sage, sondern einfach nur Grimassen schneiden. So, okay, das hat die Person jetzt wirklich gesagt. Davon gibt es zwei, also ich mache das nicht oft. Und nee, der Content geht auf gar keinen Fall viral. Das kann ich schon mal sagen. Ich mach's aber natürlich auch nicht konsequent genug. Wenn ich jetzt einen Account hätte, wo man nur entspannte Bilder und Musik sieht, könnte das noch erfolgreich sein. Aber Ich sehe es auch nicht. Also bei Twitter kurze Gags schreiben, kein Problem. Also gibt es ja nicht mehr, deswegen Threads Blue Sky, wo man gerade ist. Das ist irgendwie in der DNA drin. Aber genau die gleichen Inhalte in Videoform, das kriege ich nicht hin, weil das ist dann noch mehr Personality, das ist noch mehr mein Gesicht und Text bin ich gewohnt.

40:16 Gavin Karlmeier

Ist einfach. Vielleicht muss ich mich motivieren, weil ich habe mit Twitter damals angefangen, weil ich gesagt habe, ich möchte jeden Tag einen Tweet schreiben. Und habe das sehr, sehr viele Jahre durchgezogen.

40:26 Dominik Hammes

Ja, gut, ein Tweet pro Tag ist ja auch.

40:28 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn. Ja, das genau. Aber wenn ich dasselbe jetzt mit Reels machte, vielleicht mache ich das mal. Vielleicht mache ich die im Mai, die Gavin Karl-Meyer-Reel-Challenge.

40:40 Dominik Hammes

Jeder andere, so jeden Tag zehn Kniebeugen und du so jeden Tag einen Reel.

40:44 Gavin Karlmeier

Ja, so funktioniere ich.

40:46 Dominik Hammes

Bis ich ein Sixpack habe.

40:49 Gavin Karlmeier

Hast du in den letzten zwei Tagen mal Threads aufgemacht? Ja, ich mache es tatsächlich.

40:59 Dominik Hammes

Ich glaube, ich werde nicht die Antworten nennen können, die du hören willst. Was ich im Moment wahrnehme, ist, dass diese. Phase leider vorbei ist, dass man nicht mehr mit den Leuten interagiert, die Weinungen haben, die man auf der Plattform nicht sehen will. Also dieses Credo ist verloren gegangen. Ich halte mich da noch dran und blocke wie wild, aber ich krieg da leider natürlich immer noch dieses für dich-Ding vorgeschlagen und da ist immer wieder Interaktion mit Leuten, mit denen man einfach nicht interagieren sollte. 300 Follower, sagt irgendwas Frauenfeindliches, 70. 000 Kommentare drunter. Alle einfach blocken. Vielleicht einen Screenshot noch machen ohne den Account und sagen, solche Meinungen gehen gar nicht und posten voll okay, aber gebt denen keine Reichweite.

41:35 Gavin Karlmeier

Ja, das ist ein guter Punkt. Ich wollte auf Taylor Swift hinaus, aber du hast natürlich recht.

41:39 Dominik Hammes

Hab ich nicht da gesehen, ne?

41:41 Gavin Karlmeier

Ehrlich? Bei mir ist die Startseite voll gewesen von Leuten, die gesagt haben: hey, wenn ihr Swifties bei Threads markiert oder als Hashtag benutzt. Und das dann liked, dann fliegen weiße Herzchen über die Plattform. Oder wenn du bei Instagram auf den Account von Taylor Swift gehst und nach unten wischst, um die Seite neu zu laden, dann entsteht da ein Bild oben in diesem Ladeding. Also kannst du es noch weiter nach unten ziehen. Und dann siehst du da Werbung sozusagen fürs neue Album. In diesem Punkt, wo man neu lädt. Und das ist eine ganz sehr bemerkenswerte Werbeform. die natürlich eine gewisse popkulturelle Kredibilität gibt, auch dem Netzwerk. Das erinnert aber an die Geschichte, über die wir hier, glaube ich, letzte Woche gesprochen haben, dass du, wenn du Billie Eilisch gefolgt bist, bei ihr in der engen FreundInnenliste gelandet bist. Und das dazu führte, dass sie sechs oder sieben Millionen FollowerInnen aufgebaut hat in wenigen Tagen, weil eben alle in ihrer Closed Friends Liste sein wollten. Und jetzt ist aber rausgekommen, dass das ein Deal war, der zusammen mit Meta gestemmt wurde als Werbemaßnahme sozusagen.

42:44 Dominik Hammes

Ich gucke kurz die Redaktion an. Nee, ist keiner überrascht.

42:47 Gavin Karlmeier

Also klar, wir haben alle schon überlegt, wie funktioniert es eigentlich, sechs Millionen Leute auf eine enge Freundeliste zu heben. Ja, offenbar mit einem Deal, mit Meta. Ich finde nur, dass es jetzt diese Werbeformen gibt, die jetzt zum Beispiel den Neuladenbildschirm verändern, das verändert den kompletten Charakter des Netzwerks, bei dem du eigentlich weißt, wo du Werbung zu erwarten hast und wo nicht.

43:07 Dominik Hammes

Habe ich mir jetzt auch kurz angeguckt, ist auch sehr schön gestaltet, muss man es einfach mal sagen. Sieht super aus. Absolut. Ganz unabhängig davon, wie man das als Entscheidung findet, finde ich das ganz toll designt. Und bin ja auch so ein Miner Swifty, sag ich mal. Also ich behöre das sehr gerne und fand das jetzt auch schön. Freue mich tatsächlich auch aufs Album. Ich bin wirklich so, ja, ist ganz nett. Ist natürlich immer die Frage, braucht also eigentlich braucht der SWIFT keine Werbung mehr, aber das ist nicht das Thema

43:35 Gavin Karlmeier

Deswegen.

43:36 Dominik Hammes

Ich finde es ganz süß und eigentlich sind das die Dinge, die im Internet mich immer wieder bei der Stange halten. Das war bei Twitter ja auch so, wie man Geburtstag hatte und die Luftballons sind geflogen. Bei Google, die heute ist ein besonderer Tag, Grafik. Das sind immer Sachen, natürlich, wir reden jetzt über Werbung, das ist ein bisschen was anderes, aber das sind immer Dinge, wenn man so die Form ein bisschen attackiert und damit bricht, wo ich immer froh bin, dass man das noch macht.

44:00 Gavin Karlmeier

Ja, voll Stimme ich hundertprozentig zu. Und ich finde aber interessant, vor allem, dass wenn du das machst bei dem Instagram-Profil von Taylor Swift, dann öffnet sich diese Seite mit dem Countdown, wann das Album kommt, und dann kannst du unten auf Threads öffnen klicken. Und wenn du das tust, landest du auf dem Threads-Account von Taylor Swift, aber die hat keinen. Dann kriegst du nämlich die Meldung, Taylor Swift ist noch nicht bei Threads registriert.

44:24 Dominik Hammes

Das ist jetzt vielleicht metamäßig nicht im Sinne Ist nicht perfekt gelöst.

44:29 Gavin Karlmeier

Aber ich finde auch toll, genau. Mit Formbrechen eine sehr clevere, schön aussehende Werbemaßnahme. Also das ist doch deutlich angenehmer als einfach nur noch eine Story mehr, die bezahlt ist.

44:39 Dominik Hammes

Ja, das verpufft ja auch. Also da muss man jetzt auch sagen, rein aus der werbetreibenden Perspektive, das was eh alle machen, warum soll eine Taylor Swift das machen?

44:48 Gavin Karlmeier

So, so ist es. Und noch eine Meldung aus der Meta-Welt und zwar in der Türkei wird ab dem 29. April Threats. wie es heißt, vorübergehend geschlossen. Das liegt daran, dass es dort eine einstwertige Verfügung eines Gerichtes gibt, ne, der Entschuldigung, der türkischen Wettbewerbsbehörde, TCA. oder rekabet kurumu, die verbietet, dass Threads und Instagram Daten miteinander austauscht Und das ist ein sehr interessanter Punkt, denn auf der einen Seite ist natürlich das ein Punkt, der in Europa, in der EU, Entschuldigung, in der EU dazu führte, dass wir acht Monate später ersten Zugang zu Fets bekommen haben. Also lange oder sechs Monate später. Also warten mussten, bis gewisse regulatorische Hürden genommen wurden durch die Plattform. Zum anderen ist es aber auch so, dass in der Türkei tatsächlich mehrere solcher Maßnahmen gegen Meta schon öfter erhoben wurden. Zum Beispiel musste Meta da 18,6 Millionen Dollar Strafe zahlen, weil die der Austausch von Nutzerdaten zwischen Facebook, Instagram und WhatsApp dort ein Verstoß gegen die Richtlinie einer Kartellbehörde gewesen ist. Also es gibt in der Türkei da offenbar sehr viele Leute, die oder gerade in der Wettbewerbsbehörde in der Türkei Leute, die da stark hinterher sind, dass Meta eben dort nicht seine Monopolposition noch stärker ausbauen kann. Finde ich ehrlicherweise immer abgesehen davon, dass es eventuell auch eine politische Dimension haben könnte, die ich mal kurz zur Seite legen möchte. Finde ich das aber eigentlich ganz gut, dass es doch auch noch solche Behörden in Ländern gibt, die eben nicht so so groß organisiert sind wie die EU, die natürlich eine unglaubliche Macht hat und Meta dazu zwingt, sich anders zu verhalten, sondern dass man so, das ist so ein bisschen wie eben die Geschichte in Brasilien mit Ex, man darf sich nicht alles bieten lassen. Und wenn man das Gefühl hat, nach unserer Definition, in unserem meinetwegen auch kulturellen Verständnis, ist das eine Ungerechtigkeit, die wir so nicht wollen. Und entweder ihr löst das oder es funktioniert hier nicht, ist mir im Kern nicht zwangsläufig unsympathisch.

46:53 Dominik Hammes

Nee, mir auch nicht. Also das sind ja Strukturen und wie du schon gesagt hast, wir können jetzt nicht in die Details der türkischen Politik absteigen. Nicht, dass da noch irgendwo was mitspielt, was wir jetzt gar nicht am Schirm haben. Aber grundsätzlich Kartellbehörden, Wettbewerbsbehörden, die sind ja dazu da, um den Kapitalismus so ein bisschen in der Spur zu halten, damit er nicht komplett wildwüchsig unterwegs ist. Und das sind einfach, sind oft sinnvolle Gesetze, die man dann eben auch durchziehen muss. Also es geht ja hier auch nicht um eine Person, der man dann Geld wegnimmt, sondern es ist ein riesiges US-Unternehmen, die sollen sich einfach nur in die Regeln halten. Und ist jetzt natürlich für alle ein bisschen blöd, dass Threads da dann nicht mehr da ist, aber das ist jetzt vorübergehend mutmaßlich, wenn Meta nicht sagt, ey, auf dem Markt können wir scheißen, das kann natürlich auch sein. Und dann wird sich das schon irgendwann wieder einspielen. Das sollte eigentlich Alltag sein. Dass man sagt: Ah, okay, das ist jetzt ein Problem, damit müssen wir uns jetzt auseinandersetzen und dann finden wir eine Lösung.

47:50 Gavin Karlmeier

Ja, hundertprozentig. Was ich allerdings nicht weiß ist, ob es in der Türkei jetzt gerade schon so ist, dass du quasi dieselben, äh, dieselbe Nutzungserfahrung bei Threads hast wie in der EU, dass du sozusagen gefragt wirst. Möchtest du dich mit einem Instagram-Profil oder ohne Profil einloggen? Oder ob in der Türkei das Problem ist, dass du eben nicht ein Profil erstellen kannst, das nicht mit Instagram verknüpft ist. So, das kann ich dir jetzt nicht im Detail beantworten. Was ich aber sagen kann, ist, wie Meta selber sich dazu äußert. Sie sagen, wir sind mit der einstfälligen Verfügung nicht einverstanden. Surprise. Wir glauben, dass alle türkischen Rechtsvorschriften eingehalten werden. Wir werden Berufung einlegen. Die einstwärtige Verfügung lässt uns aber keine andere Wahl als Threats in der Türkei vorübergehend abzuschalten. Wir werden konstruktiv mit der TCA zusammenarbeiten und hoffen, dass wir Threads. so schnell wie möglich wieder für die Türkei, äh, Menschen in der Türkei zugänglich machen können. Ah ja.

48:43 Dominik Hammes

Ja, ich meine, das ist das, was ich gesagt habe, ne?

48:45 Gavin Karlmeier

Man muss eine Lösung finden. So. Und es gibt noch eine andere Lösung auf Threads, die gerade gefunden wird. Und die Überleitung war gut, ne? Nee. Das ist stolz.

48:56 Dominik Hammes

Das ist wie Wortwitze, also Wortspielereien. Die sind nie wirklich gut.

49:00 Gavin Karlmeier

Und die sind noch besser, wenn man sie dann betont.

49:02 Dominik Hammes

Ja, aber man.

49:04 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und zwar hat Adam Mossari etwas veröffentlicht auf Pads und Ash hat geschrieben, wir beginnen mit einer kleinen Anzahl von Personen zu testen, relevante Suchergebnisse in Echtzeit zu finden. Und es gibt Leute, die haben schon den Screenshot gepostet, du kannst suchen und kannst in der Suche einstellen, möchtest du die algorithmische Sortierung oder eine chronologische Sortierung der Suchergebnisse. Wir haben das vor vielen Monaten schon mal als Screenshot gesehen bei Threads und An hat Instagram gesagt, das war ein Fehler, das testen wir gar nicht. Überraschenderweise testen sie es. Doch. Und naja, es wird jetzt gerade mit Leuten getestet. Das heißt, es könnte früher oder später passieren, dass das den Leuten stärker ausgespielt wird. Man muss dazu sagen, was du auswählen kannst, ist halt Recent als Suchergebnisse, also die jüngsten Suchergebnisse. Die sind aber nicht hundertprozentig chronologisch, aber sie sind deutlich chronologischer als der Top-Feed. Also es gibt immer noch eine kleine algorithmische Sortierung, aber sie ist schon näher an einem Echtzeiterlebnis.

50:05 Dominik Hammes

Ich bin da ja auch wie immer ein großer Freund von Optionen. Das heißt, wenn es da ein Untermenü gäbe, wo man einfach das wirklich sehr gut selber fein justieren kann. Weil da spielen ja Dinge eine Rolle, ne? Wichtige große Accounts reinnehmen oder bevorzugt behandeln, ja, nein, Posts relevanter behandeln. Die mehr Engagement haben, ja, nein, neue Posts wichtiger. Das könnte man ja alles den Nutzern überlassen, das macht Meta natürlich nicht so gerne. Aber so eine grobe Einstufung könnte man vielleicht sogar machen, dass man nicht nur diese zwei Spalten hinterher hat, sondern auch sagen kann, ey, Ich nehmt mir bitte einfach mal alle Riesen-Accounts da raus. Oder ich möchte nur bei den Leuten, die ich folge, auch die Suche haben. Als Optionen.

50:48 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich. Also ich finde auch, dass diese algorithmische Einschränkung da sogar sinnvoll ist, um zu sagen, naja, damit können wir zumindest ein bisschen Bots aussortieren und so ein. Überfluten von solchen Hashtags zum Beispiel verhindern. Aber dass du halt die Option hast, Threads wirklich als Echtzeit-Tool zu nutzen, weil das ist, was die Leute von Twitter eigentlich haben wollten. Das ist ein fehlendes Puzzlestück, das halt ein totaler, totales Versäumnis ist, dass man das bislang eben nicht angeboten hat.

51:17 Dominik Hammes

Ja, stell dir mal vor, du hättest sogar Schalter, in denen du justieren kannst. Ich möchte nur, und das wäre jetzt eine redaktionelle Sache, ich möchte nur von Nachrichtenmedien die Ergebnisse sehen, denen ich nicht mal zwingend folgen muss. Oder ich möchte, wenn es das gäbe bei Threads, das fehlt, eben aus denen und den Listen die Ergebnisse haben. Da könnte man sehr viel machen.

51:40 Gavin Karlmeier

Ja, leider ist es nicht im Interesse des Netzwerks.

51:43 Dominik Hammes

Das glaube ich nicht mal, aber das ist immer zu kurzfristig gedacht von denen, aber. Weil die Anzahl der Leute, die das wirklich effizient nutzen, sind nämlich Aggregatoren und Journalisten. Und wenn die das mehr nutzen, ist es im Sinne des Netzwerks. Ist meine persönliche Meinung, aber Wie gesagt, das ist eine langfristige Sache.

52:02 Gavin Karlmeier

Also das stimmt, aber ich glaube, es ist deutlich einfacher, je also je enger die Zäune sind, die sich um dein Nutzungserlebnis spannen, Fragezeichen, umso einfacher ist es natürlich dort. früher oder später Werbung zu platzieren, deine Nutzungserfahrung auch so ein bisschen stärker zu kontrollieren. Das heißt, je mehr Optionen du hast, umso mehr Eventualitäten müsste man auch mitdenken. wenn man das baut.

52:32 Dominik Hammes

Ich glaube aber persönlich, dass der Wald- und Wiesennnutzer das gar nicht benutzt.

52:36 Gavin Karlmeier

Ja, das glaube ich auch.

52:37 Dominik Hammes

Und dass das wiederum als Argument benutzt wird, sowas nicht umzusetzen, weil das ja dann Zeit und Arbeit kostet. Da würde ich halt widersprechen und sagen, im Gänze führt das dazu, dass das Netzwerk wächst. Der normale Benutzer, den können wir weiterhin die Werbung ausspielen. Und die anderen helfen uns dabei, das Netzwerk besser zu machen. Aber wie gesagt, das sind alles Dinge, wo man nicht so kurzfristig sagen kann, Profit, sondern nur langfristig. Und deswegen ist es natürlich nicht so attraktiv.

52:59 Gavin Karlmeier

Ja, und ich bin ja, also vom Rutschungsverhalten her bin ich ja sogar auf deiner Seite.

53:04 Dominik Hammes

Ja, natürlich, weil du aus der gleichen Ecke kommst. Du willst ja recherchieren. Du willst ja eigentlich Twitter, wie es früher war, mit mehr Suchoptionen.

53:10 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und mit allen Leuten. Leute, komm, lass uns doch alle immer wieder treffen. War doch immer so schön. Komm.

53:18 Dominik Hammes

Ja gut, jetzt muss ich an die dunklen Zeiten denken, die es da auch gab. Und das Drama, oh Gott. Aber hey, das ist bei jeder Gruppierung irgendwann so.

53:27 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Das ist wahr. Ich habe noch einen Punkt und eine letzte Geschichte. Ach nee, die will ich heute. Die machen wir nächstes Mal. Kleiner Cliffhanger, den gibt es beim nächsten Mal, der kriegen wir nur schlechte Laune. Und ich habe die schon mal aufgeschoben, machen wir das nächste Mal. Okay. Stattdessen machen wir das jetzt hier. Funktionen und Emotionen. Haben wir gar nicht so viel, aber interessante Sachen. Und zwar die neue Friendly Map, also eine Karte. die du in der Notes-Section siehst, bei der du deine Location mit deinen FreundInnen teilen kannst. Ist ein bisschen so ähnlich wie dieses Kartenfeature von Insta. Achso, bei Instagram übrigens. haben wir vor vergangenen Tagen irgendwann schon mal darüber gesprochen, dass das kommen soll. Wird jetzt mehr Leuten ausgerollt, passiert jetzt gerade, aber eben nicht als eigenständiges Feature. sondern in den Notes bei Instagram. Wahrscheinlich These, weil dieses Feature ja eine 1 zu 1 Copycat von Snapchat ist. Also diese Friends Map und die Notes, das Feature ist, das von den jüngsten bei Instagram genutzt wird.

54:41 Dominik Hammes

Deswegen kann ich mich da auch so schwer reindenken. Und ich habe auch immer den Eindruck, wer benutzt denn irgendwie die Maps? Also ganz selten, wenn man mal möchte, dass irgendwas viral geht. So geht es mir, poste ich was, wo irgendwie eine Location dabei ist und dann wird es tatsächlich auch häufiger abgerufen, weil Leute anscheinend ihre Wissen, also wenn sie in Berlin sind, wissen wollen, was geht denn in Berlin und dann sehen sie, ach scheiße, der Hames ist hier. Wenn das einmal im Jahr vorkommt. Und dann hast du halt 10% mehr Abrufe. Aber ich kann mich mit diesem Kartending nicht wirklich anfreunden und ich raff auch nicht. Also es muss ja schon meine Haupt-App sein, dass ich das krass nutze. Wenn ich mich mit Freundin treffen will, dann teile ich denen halt meinen Standort. Und wie häufig kommt es vor, dass ich aufs Handy gucke und sage, ach guck mal, der ist um die Ecke. Also ich will ja eher fragen, wo bist denn du gerade?

55:28 Gavin Karlmeier

Ja, und eigentlich, also die Leute, bei denen ich das möchte, dass sie das sehen, die könnte ich dir jetzt alle nennen, namentlich.

55:34 Dominik Hammes

Das wäre sehr schnell vorbei, ne?

55:36 Gavin Karlmeier

Ja, das ist sehr schnell vorbei. Also ich kann ja mal was disclosern hier, was ich noch nie erzählt habe. Es gibt so ein paar Freunde in meinem Leben, mit denen ich, also ein paar ist eine Übertreibung. Es sind, glaube ich, zwei Menschen. Und mit denen teile ich den Standort in der Wo ist-App auf dem iPhone. Und auch wenn ich das nie benutzen, ist es irgendwie nett, dass man mal so, manchmal guckt man dann so und dann denkt man so, ach guck mal, der ist gerade da und da. Und die leben beide in anderen Städten, die leben sogar in anderen Ländern, diese beiden Freunde. Aber irgendwie ist das was Nettes. Aber auch nur, weil ich genau weiß, das ist jetzt ja so ein One-on-One-Ding, wir beide können das und sonst niemand. Und Ich möchte nicht, dass das für, also selbst meine enge Freunde-Liste auf Instagram besteht aus 100 Leuten, glaube ich, ungefähr. Und ich denen die von denen allen würde ich das nicht zwangslauf. Ich wollen, dass sie wissen, wo ich gerade bin.

56:30 Dominik Hammes

Nee, also ich sehe es natürlich als ein Sicherheitsfeature, dass man innerhalb der Familie weiß, wo sind die denn gerade natürlich. Und das, was du jetzt genannt hast, finde ich auch spannend, weil ich glaube auch, ich würde es eher Bekannten in Kanada oder in den USA oder Großbritannien geben. Und umgekehrt auch, weil dann so, dann bist du, was machen die eigentlich gerade? So, ach guck mal, das ist mal ein Konzert heftig, oder? Mir die Gegend angucken. Weil aus der Ferne ist es ja nicht so, dass ich dann einfach um die Ecke komme und durchs Fenster gucke, während die gerade auf Toilette sind oder sowas. Sondern es ist einfach nur ein bisschen teilhaben am Leben. Und wenn die Leute in Deutschland leben, dann brauche ich das nicht. Also dann kann ich die nur einfach schreiben.

57:06 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem, wenn sie in derselben Stadt, in derselben Nachbarschaft sind.

57:09 Dominik Hammes

Ja, genau das. Also man kennt das ja alles. Aber da würde ich natürlich, rufe ich natürlich auch die Community. Das fühlt sich direkt wieder so 90er an, ne? Den Discord. Ja, den Discord-Channel und alle, die uns irgendwie sonst wie auf Social Media erreichen können, auf nutzt ihr das? Oder nutzen eure Kinder das oder eure Patenkinder oder sowas? Ich weiß nicht, wer das heftig nutzt. Aber wie du schon gesagt hast, diese Notes-Funktion wird von jungen Leuten genutzt, die ist für mich noch nicht mal richtig existent. Und deswegen interessiert mich das natürlich. Weil diese jungen Leute sind natürlich das interessanteste für Meter.

57:50 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Schlimm.

57:54 Dominik Hammes

Ja, für mich persönlich spielt es da keine Rolle. Weil ich keine Emotionen habe, weiß es ja nicht, dass es eine blöde Idee ist.

57:59 Gavin Karlmeier

Nein, es stimmt alles, was du sagst. Instagram arbeitet an der Möglichkeit, dass du Chats verstecken kannst und es wird dann einen Hidden Chats Ordner geben In dem Chat sind, die nur du siehst, wenn du sie mit deinem beispielsweise biometrischen Merkmal, also Face ID, entsperrst, also den Ordner. Ich weiß ganz genau, was du denkst.

58:23 Dominik Hammes

Ich denke sehr viele Dinge gleichzeitig. Mein erster Gedanke war natürlich auch noch ein versteckter Chat-Ordner. Die anderen finde ich ja selber schon nicht. Die Top-Unfragen und sowas. Nochmal meine große Entschuldigung an alle, die mir da hier geschrieben haben, was ich nicht gesehen habe bis vor drei Jahren. Aber das andere ist, in Kombination mit der Map habe ich das Gefühl, dass man hier in Instagram nochmal eine Dating-App installieren will und vielleicht mit versteckten Chats auch noch eine Fremdge-App.

58:47 Gavin Karlmeier

Was ist denn da los? Ja, das war auch mein erster Gedanke.

58:51 Dominik Hammes

Es sagt mehr über uns, als es sollte, ne?

58:54 Gavin Karlmeier

Nee, im Gegenteil. Also, oder meinst du, vielleicht?

58:58 Dominik Hammes

Ja, es war ja nur ein Witz jetzt. Ich weiß, ich weiß.

59:02 Gavin Karlmeier

Instagram hat jetzt neue Sticker in der Story eingeführt mit dem Namen Frames. Die sehen so aus wie so kleine Polaroids.

59:09 Dominik Hammes

Okay. Ich meine, das ist so ein typisches Es muss was passieren, Ding.

59:13 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und Blue Sky, und das ist die letzte Meldung der heutigen Episode. Blue Sky erlaubt jetzt, dass du in Feats, äh, also dass du auch Feeds dir angucken kannst, ohne dich einzulongen.

59:25 Dominik Hammes

Hatten wir das nicht in der letzten Folge sogar noch bemängelt, dass es nicht geht? Alles was einbetten.

59:30 Gavin Karlmeier

Genau, und das ist auch weiterhin so.

59:32 Dominik Hammes

Ach, das ist doch doof jetzt. Du musst er einfach mal den kindischen Tulfer reinmachen. Wenn er das eine erlaubt, dann müsst ihr das andere auch erlauben. Sonst müssen die alle Screenshots machen. Was soll das denn?

59:42 Gavin Karlmeier

Das ergibt auch wirklich überhaupt gar keinen Sinn. Also Warum kann ich denn nicht, also ich kann nichts einbetten, weil dann muss ich eingeloggt sein, aber ich kann es benutzen, ohne eingeloggt zu sein. Das ist doch därmlich.

59:55 Dominik Hammes

Aber hier steht zumindest in der gleichen Meldung: also has I added the ability to embed posts on website using the embed post-tool. Aber in dem Tool kann man das nur anzeigen lassen, immer noch, wenn man angelockt ist. Jesus Christus.

01:00:08 Gavin Karlmeier

Ja. Ich möchte, dass Jesus Christus das letzte Wort dieser Episode ist.

01:00:13 Dominik Hammes

Da musst du es, glaube ich, nochmal sagen.

01:00:16 Gavin Karlmeier

Lieber Dominik, danke, dass du nochmal hier warst. Das war eigentlich gar nicht so geplant, aber wir haben nach der letzten Episode festgestellt, es ist immer so schön mit uns. Du bist sozusagen, du bist so mein Sicherer Hafen.

01:00:27 Dominik Hammes

Ja, du kannst auch sagen, dass es zusätzlich relativ einfach ist, mich zu kontaktieren. Das ist völlig in Ordnung.

01:00:33 Gavin Karlmeier

Das würden andere aber auch für sich beanspruchen, dieses Attribut.

01:00:36 Dominik Hammes

Glaube ich. Das möchte ich niemandem absprechen. Aber ich habe mehr Zeit.

01:00:41 Gavin Karlmeier

Ah, das ist wahr. Das war. Und vor allem bist du so angenehm spontan. Das ist auch immer nett, weil ich manchmal, so an so Tagen wie heute, wenn ich jetzt in meinem zu diesem Spot fahren muss, an dem ich auf dem Fenster schauen und laugh aus großen Blühbuchstaben sehen kann, dann ist der Tag schwieriger planbar. Das ist richtig. Apropos planbar, was planbar ist, die nächste Episode Haken dran gibt es am Freitag. Da ist dann Janis Schakarian zu Gast.

01:01:12 Dominik Hammes

Ah, liebe Grüße.

01:01:13 Gavin Karlmeier

Ja, richtig aus. Und dir, lieber Domme-Ennick, vielen Dank, dass du dabei warst. Hab eine schöne Restwoche, Jesus Christus.

01:01:22 Dominik Hammes

Bitte auch nicht vergessen, in den Discord zu gehen, hakendran. org, Jesus Christus.

01:01:27 Gavin Karlmeier

Ist das jetzt schon, kriegen wir jetzt schon Probleme wegen Blasphemie?

01:01:31 Speaker 4

Pfff, am Arsch.