Folge 270 · 24. April 2024 · 19 Min.
Der unwirtliche Ort im Internet
Threads hat X in den USA überholt – zumindest was die Daily Active Users angeht. Bleibt nur ein bisschen die Frage: Wieso? Liegt es daran, dass Threads besser wurde – oder daran, dass X an Boden verloren hat? (Hoffentlich beides!!)
X dagegen baut sich lieber eine Mediathek und TikTok denkt sich neue Konzepte aus, um von der EU auseinandergenommen zu werden. Also alles wie immer.
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Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Hallo zusammen
00:07 Gavin Karlmeier
Wenn ihr das hier hört, ist wahrscheinlich Mittwochmorgen. Wenn ich das hier aufnehme, ist allerdings Dienstagabend relativ spät, nahe am Ende eines sehr stressigen, intensiven Tages. Und an solchen Tagen, bei denen ich von vornherein weiß, das ist für mich nicht plan und koordinierbar, da irgendwie eine Aufnahme mit jemandem hinzukriegen. Da behalte ich mir vor, solche Folgen auch mal alleine aufzunehmen. Das hatten wir in der Vergangenheit ja immer mal wieder schon. Und interessanterweise auch mit sehr positivem Feedback von euch. Also das gibt mir ein bisschen die Motivation und Hoffnung, dass ihr das hier tatsächlich auch hört. Vielen Dank dafür. Ähm, äh, was wollte ich denn sagen? Achso, aber trotzdem, manchmal, manchmal klappt es eben nicht anders und manchmal macht es ja auch Spaß, alleine in seinem Mikrofon zu quatschen, um mal so ein bisschen. Über das zu sprechen, was neu passiert ist und interessanterweise passiert das sehr oft, dass diese alleine ins Mikrofon aufnehme folgen. An Tagen passieren Als hätte ich es geplant, habe ich es natürlich nicht, an denen die Nachrichtenlage sowieso generell ein bisschen überschaubarer ist, was mir und euch wahrscheinlich auch zugutekommt oder in den Kram passt. Aber ich kann euch auch schon mal so viel versprechen, dass in der nächsten Folge, also am Freitag, übermorgen, mit Tommy Krappweiß ein ganz besonderer Gast kommen wird, auf den ich mich sehr freue. Das heißt, diese Solo-Episoden hier bleiben weiterhin kleine Ausflüge in einer Welt, in der eigentlich sonst Gespräche stattfinden. So, ähm, eigentlich wollte ich aber gar nicht so viele Worte verlieren, sondern direkt ins Thema einsteigen. Und es gibt ein paar News. die ich für so gesprächswert halte, dass wir darüber sprechen müssen. Und die interessanteste Meldung ist die, die vom Business Insider kommt Na, vielleicht nicht die interessanteste, aber eine sehr interessante Meldung, dass Threads es geschafft hat, die Daily-NutzerInnen, also die täglich aktiven NutzerInnen in den USA, auf einen so hohen Wert zu treiben, dass sie damit vor Ex landen. Das haben sie zwar immer mal wieder schon geschafft, aber tatsächlich sind sie inzwischen jetzt bei 28 Millionen täglichen aktiven Nutzerinnen und Nutzern, während Twitter oder im Ex. bei nur 22 Millionen täglich aktiven NutzerInnen landet. Und das ist interessant, weil es sehr schwierig ist, für solche Netzwerke Vergleichbarkeiten herzustellen. Das heißt, wir müssen uns irgendwie auf Metriken Einlassen, die zumindest auf eine Art vergleichbar sind, von der wir wissen, dass wir damit arbeiten können. Und wir sind leider sehr oft auch auf Daten angewiesen, die eben von Dritten kommen. Das ist hier auch der Fall. Das sind Schätzungen von Aptopia, die haben hier versucht, das mal zu ermitteln. Die haben auch noch ein paar andere Zahlen zusammengesammelt, zum Beispiel, dass Threads im Moment in den App Stores bei Apple auf Platz 3 liegt und bei Google auf Platz 12, in Twitter auf 41 im Apple App Store und auf 44 im Google Play Store. So liegt. Ich finde diese Platzierungen in den App-Stores immer mit Vorsicht zu genießen, denn das bedeutet ja nur, dass Leute die App neu heruntergeladen haben, was auf die meisten Leute vor allem und weil Twitter natürlich nicht ganz so greift. Und es werden auch die monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzer genannt. Und bei denen ist es tatsächlich noch so, dass Twitter deutlich noch davor liegt mit 140 Millionen. Nutzerinnen und Nutzern im Gegensatz zu Threads, die nur auf hundert monatlich aktive kommen. Trotzdem muss man das mal sich genauer anschauen. Also sechs Millionen Leute mehr, die täglich Threads öffnen als Twitter, obwohl die monatlich aktiven insgesamt weniger sind, bedeutet unterm Strich, dass die Leute häufiger wiederkehren und nicht immer mal wieder nur sporadisch in die App reinschauen, wie das offenbar bei Twitter oder X mittlerweile tatsächlich der Fall ist. Also das finde ich schon mal das eine Bemerkenswerte. Das andere Bemerkenswerte ist für mich, dass Die Beobachtungen, die viele der Leute, mit denen ich hier in diesem Podcast so spreche, mit denen ich im privaten Leben spreche, mit denen ich aber auch beruflich zu tun habe, weil sie beruflich Social Media machen. Fast alle beobachten doch eine leichte Threats-Ermüdung. Also ich kriege doch häufig von Leuten mit, dass sie das Gefühl haben, Threats sei noch nicht da, wo es hingehört. Und das entspricht auch ein bisschen meiner Wahrnehmung, gerade wenn wir so auf Live-Event schauen und Feature, das ja gerade erst noch kommen soll, dann ist doch durchaus das Gefühl da, dass da noch ein bisschen was zu tun ist. Dass Threads es aber schafft, dass die Leute in so großer Zahl, und zwar von all denen, die monatlich kommen, jeder und jede Dritte nahezu, jeden Tag in die App reinschauen, zeigt, dass die. For You Page, die Threads ja hier als Startseite hat, zumindest stärkere Anreize liefert, sich immer und immer wieder einzuloggen, als das Ex oder Twitter tut. mit der für dich Timeline, die dort am Start zu sehen ist. Interessant finde ich auch, dass Business Insider hier von Sensor Tower, ein Analyseunternehmen, über das wir hier auch schon öfter gesprochen haben, Noch eine andere Erhebung mitgebracht haben, und zwar, äh, zitiere ich, letzte Woche als Taylor Swift Threads zum ersten Mal benutzt hat, um ihr neuestes Album zu promoten, dafür mehrere maßgeschneiderte Funktionen erhielt, Verzeichnete Threads laut Sensor Tower keinen spürbaren Anstieg der Nutzerzahlen. Eine Schätzung der täglichen Nutzer von Apptopia für diese Woche zeigte ebenfalls keinen Zuwachs an Threads-Nutzern. Was also bedeutet, dass diese Kampagne, von der wir hier auch gesagt haben, dass Meta die sicherlich nicht ganz uneigennützig für Taylor Swift installiert hat und bestimmt ist da auch Geld geflossen. dass die aber eben nicht dazu geführt hat, dass Leute sagen, ich möchte jetzt mal in diese App reinschauen und fühle mich motiviert zu gucken, was Taylor Swift auf Threads postet. Und das ist interessant, weil ich glaube, dass das auf anderen Netzwerken durchaus noch funktioniert, solche Sog-Effekte, dass es möglich ist, dass wenn jemand, der sehr, sehr, sehr reich werden, stark oder sehr populär, sehr interessant ist und sehr spannende Dinge veröffentlicht, dass diese Person das auch schaffen kann, die Leute weiterhin beispielsweise an Ex zu halten, weswegen ich ja hier immer wieder größeren Kanälen empfehle, eben nicht dort weiter zu publizieren. weil man damit Anreize bietet, sich dort anzumelden. Wenn das bei Threads aber jetzt nicht so der Fall ist, müsste man vielleicht A, entweder diese These mal überprüfen, Oder B, überlegen, ob vielleicht die ganzen Swifties alle schon da sind. Wahrscheinlich nicht. Oder C, ob es vielleicht gar nicht aus der Bubble herausgekommen ist, dass Taylor Swift jetzt eben so viel auf Threads macht. So richtig beantworten kann ich das nicht. Logischerweise, finde aber diese Beobachtung tatsächlich auf jeden Fall bemerkenswert und spannend. Ein anderen Punkt, über den wir sprechen müssen, ist eine Geschichte, die wir hier in der Folge vom Lack letzten Freitag mit Janis schon mal angeschnitten haben und zwar geht es um TikTok Lite. TikTok Lite ist ein Feature von TikTok in. in Frankreich und Spanien, mit dem es möglich ist, durch das Anschauen von TikTok-Videos zumindest über Umwege Geld zu verdienen. Was eine Veränderung, der ohnehin schon mindestens mindestens an Suchterinnernden TikTok-Algorithmen nochmal verschärft, nochmal verändert. Also gerade wenn wir daran denken, wie. Kinder und Jugendliche sich von TikTok motiviert fühlen, sehr, sehr viele Stunden am Tag damit zu verbringen, dort reinzuschauen, darauf zu warten. . . Wir haben auch hier mit Dominik schon mal diesen. Oder ja doch, ich glaube mit Dominik hier diesen Junkfood-Vergleich gebracht, dass TikTok-Schauen eigentlich so sei wie eine Chipstüte essen, weil der Magen wartet auf Essen und es kommt nicht. . . Und man denkt die ganze Zeit, das nächste Video ist eben noch ein bisschen geiler als das letzte. Deswegen bleibe ich dran, deswegen gucke ich mir das an. Und jetzt ist es offenbar so. dass diese, dass es in Frankreich und Spanien eben so möglich ist, eben nicht nur Bock da auf mehr TikTok zu haben, weil TikTok generell schon so viel Bock macht. eben in der Art und Weise, wie es gebaut ist und wie man eben motiviert wird, dran zu bleiben, sondern eben dadurch, dass es jetzt dort die Möglichkeit gibt, mit diesem Feature Geld zu verdienen. Zumindest über Umwege. Wie gesagt, man bekommt dann solche Coins und diese Coins kann man in Gutscheine umwandeln und diese Gutscheine sind dann wahres Geld wert. Die sind jetzt zum Anlass genommen worden, also diese Veränderungen in den Funktionen, dass die EU ein tatsächliches Verfahren eröffnet. In der Folge von Jannis haben wir schon gesagt, das war am 18. April. ähm, dass ein Bericht eingereicht werden müsse, ähm, von dem die EU offenbar angenommen hat, dass TikTok ihn eigentlich angelegt haben sollte, ob es verbundene Risiken mit dieser neuen Funktion gibt. Risiken, die zum Beispiel das Suchtpotenzial steigern oder eben Risiken für junge Leute. Diesen Bericht konnte TikTok nicht vorlegen. So dass TikTok am gestrigen Dienstag, dem 23. April, eine Aufforderung bekommen hat, innerhalb von 24 Stunden eine Risikobewertung vorzulegen. Andernfalls drohten tägliche Geldstrafen. Die Kommission, und das schreibt dir der Spiegel, könnte dann Geldbußen von bis zu einem Prozent der gesamten Jahreseinnahmen oder des weltweiten Umsatzes von TikTok erheben. was für TikTok, eine tatsächlich sehr empfindliche Bestrafung wäre. Das heißt, es ist davon auszugehen, dass dieser Bericht vorgelegt wurde und dieser Bericht wird vermutlich so in der Form nicht des Tageslicht. erblicken, aber wir können davon ausgehen, dass wir in den nächsten Tagen ein bisschen mehr Aufklärung dazu bekommen, was TikTok eigentlich vorhat, um das Suchtpotenzial dieser Funktion einzuschränken. Zwinker, Zwinker, oder welche Wege es weiterhin geben wird, um damit umzugehen. Ich glaube, dass die EU hier relativ schnell Und das ist jetzt meine persönliche Meinung, relativ schnell auf den Tisch hauen muss, um sich nicht weiter von TikTok vor sich her treiben zu lassen. Also wir wissen das schon. im Februar durch die Kommission ein Verfahren gegen TikTok eröffnet wurde, bei dem geprüft werden soll, wie eigentlich die Verbreitung illegaler Inhalte gestoppt wird bei TikTok, wie der Jugendschutz bei TikTok funktioniert, wie die Werbetransparenz bei TikTok funktioniert und wie. junge Menschen generell geschützt werden, also nicht nur in Form des inhaltlichen Jugendschutzes, sondern auch des, ich sage mal, formellen Jugendschutzes, also wie zum Beispiel Suchtpotenziale verringert werden. Das heißt, die EU hat TikTok sowieso schon im Blick auf dem Radar, natürlich, was auch sonst, und hat schon Verfahren eingeleitet, dieses zweite Verfahren hier jetzt aber. hat nochmal eine ganz andere Dimension, dadurch, dass hier eben so eine hohe Dringlichkeit aufgerufen wird. Und angesichts der Entwicklung des Verbotes in den USA muss auch diese EU sich ja relativ schnell Partei zeigen, Partei zeigen. ergreifen und sich positionieren. Also ich glaube, das wird ein sehr, sehr spannendes Verfahren, bei dem wir hier auf jeden Fall dranbleiben. Ich bin mir relativ sicher, dass wir am Freitag hier schon ein kleines Update zu dem Fall haben werden. Zumindest darüber, ob TikTok Geliefert hat oder nicht. Und dann kommen wir noch zu X. Bei X gibt es die News bei Twitter, dass die App X-TV jetzt gestartet ist, eine Smart-TV-App, über die schon seit Monaten gemunkelt wurde, ob sie denn komme, in welcher Form sie denn jetzt komme, ob das nur eine Möglichkeit wird, die Videos, die man sich bei Ex anguckt, zu spiegeln. Und tatsächlich ist es so, dass sich die App so vom Look and Feel so eingliedert, irgendwo zwischen der YouTube-App auf Apple TV beispielsweise oder auf anderen Smart TV-Anbietern, zwischen YouTube und Netflix würde ich sagen. Sie hat schon das Look and Feel einer Mediathek, aber sie hat gleichzeitig die Möglichkeit, dass man eben selber über die X-App Videos hochlädt und dann in dieser App landet. Linda Jaccarino hat dazu einen Post geschrieben, ein Tweet, der in klassischer Linda Jaccarino Naja, ich will mal sagen, Hochtrabigkeit eigentlich nicht zu überbieten ist, aber ich lese euch den gerne vor. Vom kleinen Bildschirm zum großen Bildschirm, X verändert alles. Schon bald bringen wir mit der X-TV-App fesselnde Inhalte in Echtzeit auf ihre Smart-TVs. Sie wird ständiger Begleiter für ein hochwertiges, mitreißendes Unterhaltungserlebnis auf einem größeren Bildschirm sein. Wir sind noch in der Entwicklungsphase, aber hier ist ein Vorgeschmack auf das, was Sie erwarten können. Es wird einen Trending-Video-Algorithmus geben. mit dem man mit maßgeschneiderten beliebten Inhalten auf dem Laufenden bleiben kann. KI-gestützte Themen. Organisieren Sie Videos nach Themen für ein personalisiertes Ereignis. Erlebnis, wo ich mich auch hier wieder frage, wir haben das ja bei der bei der Suchfunktion von doppelten Inhalten von TweetClaw in der Folge mit Dennis am Montag schon mal angeschnitten. wo hier jetzt genau die KI benötigt wird, um Videos nach Them zu sortieren, bleibt uns Linda Corino ein bisschen schuldig, aber. Generell ist es ja so, wenn man einfach nur sehr, sehr, sehr oft KI sagt, dann kommen die Leute schon und sagen, das muss gut sein. Ähm, geräteübergreifendes Erlebnis, beginnen Sie auf Ihrem Handy und schauen Sie auf Ihrem Fernsehen weiter. Finden Sie Inhalte schneller mit unserer verbesserten Videosuche und es gibt eine mühelose Überspielung, das ist zumindest die automatische Übersetzung, die angezeigt wurde. Genießen Sie Ihre Lieblingsvideos auf dem großen Bildschirm mit einem einfachen Streaming von immobilen Geräten, demnächst für die meisten Smart-TVs verfügbar. Und es gibt schon die ersten Leute, die das am Dienstag, also am gestrigen Dienstag herunterladen konnten auf dem Smart TV, ich selber noch nicht, aber in den USA gibt es schon einige Menschen, die schon Fotos gezeigt haben. Und tatsächlich durch diesen Mediathekswibe, den diese App ausstrahlt, fühlt es sich nicht so an, als wäre das einfach nur eine Sammlung von Social Media Videos, sondern es ist halt sehr, sehr, sehr stark angereichert mit den Inhalten. bei denen X in den letzten Monaten eben mit Exklusivität und mit Geld gelockt hat, um die Leute dazu zu motivieren, stattzufinden. Also zum Beispiel gibt es einen zehnsekündigen Trailer über diese App, mit in der das Vladimir Putin Interview von Taka Karlsten zu sehen ist. Es gibt aber auch hier die Erinnerung von Wisst ihr, ich habe noch nicht aufgeschrieben, wo ich es her habe, aber von, ich glaube, Mashable, dass X gleichzeitig im Februar auch einen Deal mit der WW geschlossen hat, dass es einen Zweijahresvertrag über eine exklusive Videoserie gibt, bei der mit dem Namen WWE Speed Videos produziert werden von fünf Minuten Wrestling-Kämpfen. Übrigens ein Sportart, bei der ich glaube, das ist eine relativ hohe Überschneidung in der Maskenzielgruppe und in der in der Wrestling-Zielgruppe gibt. So oder so, also wie gesagt, offenbar entwickelt sich hier die Everything App gleichzeitig auch ein bisschen zu einem Video-Anbieter, zu einem Kleine Netflix, aber mit einer starken politischen Färbung. Wir erinnern uns, dass Don Lemm relativ schnell wieder ausgeladen wurde, aber Taka Carlson jetzt sogar ein Werbegesicht hier wird. Man kann so ein bisschen erahnen, wo das hinführt und dass die Entwicklung weg von der timeline-basierten sozialen Umgebung hin zu einer Medienplattform, dass die hier so ein bisschen erkennbar wird. Und zwar das erste Mal interessanterweise nach fast zwei Jahren. Ähm, und eine, das ist eine Entwicklung, die wir, um die ich überraschender war, also es ist nicht überraschend, wenn ich das jetzt sage, aber eine Entwicklung, die ich da tatsächlich auch mit Sorge betrachte, denn ähm X und Twitter ist selbst in der Art und Weise, wie Musk es erzählt, ein Netzwerk immer gewesen, das ursprünglich angelegt war, als eines, an dem man einfach sich platzieren konnte. Und jetzt haben wir aber am Montag in der Folge mit Dennis über die Veränderung weg von Broadcast Yourself hin zu Brieslung gesprochen und darüber, dass das Nutzungsverhalten in Social Media eben nicht mehr so ist, dass man in Interaktionen mit CreatorInnen tritt. sondern eigentlich mit Interaktion mit einem Algorithmus. Und das beobachten wir hier eben genauso an dem Punkt, nur dass sie eben in der Hand eines Menschen liegt, der eine ganz klare politische Agenda hat, der grundsätzlich auch Naja, ich muss das alles nicht erzählen. Ihr hört diesen Podcast regelmäßig. Ihr wisst alle, wie gefährlich Elon Musk für die freie Rede, für die Demokratie grundsätzlich ist. Und wenn es jetzt eine Plattform gibt. die sich eben anfühlt wie eine sehr einfache, gemütliche Video-App, bei der aber wir von Taka Carlson begrüßt werden, wie er mehrere Stunden lang Platz für Wladimir Putins Ausführungen macht. Naja. Was erwarten wir eigentlich? Das ist ja jetzt so ein Moment gewesen, da hätte ich mir ein Gegenüber gewünscht, weil ein Gegenüber hätte man wahrscheinlich relativ schnell mit mir angefangen mit. in die Schimpftiraden einzusteigen. Wer das nicht mehr tut, sind Netzpolitik, die haben nämlich jetzt angekündigt, Twitter zu verlassen und haben deswegen veröffentlicht folgenden Text. Jetzt ist wirklich Schluss. Wir verlassen als Redaktion das zur Plattform für Rechtsradikale verkommene Twitter und freuen uns, wenn ihr uns woanders folgt. Wir haben uns heute als Redaktion mit großer Mehrheit entschieden, dass wir Twitter nicht weiter mit unseren Inhalten bespielen werden. Die Gründe für unsere Entscheidung liegen auf der Hand. In den letzten Monaten haben bereits andere die Plattform deswegen verlassen. Twitter hat sich seit der Übernahme durch Elon Musk zu einem extrem giftigen und unwirtlichen Ort entwickelt. Und dem ist nicht zuzu, äh, nein, stopp, nichts hinzuzufügen, so will ich es sagen. Also Chapeau, gut gemacht, Matchpolitik. Sehr gut. Und eine letzte Meldung aus der Welt von X, Mask erwägt, dass die Notifications nicht mehr chronologisch sortiert werden, sondern algorithmisch. Also, da will ich gar nicht mehr viel mehr zu verlieren, aber es macht die einfach nur noch stärker, unbrauchbarer. Also es ist dann auch einfach nicht nur ein politisch-unweltlicher Ort, sondern auch ein. Unbrauchbarer Ort. Und eigentlich ist es das auch schon längst. Soviel zu, das ist es auch schon längst. Ich bin auch schon am Ende. Meine Stimme, übrigens, wie ihr hört, ist immer noch nicht so richtig repariert. Ich weiß auch nicht so genau, was ich machen soll. Ich muss dreimal die Woche Podcasts aufnehmen. Meine Stimme kann sich nicht korrieren. Aber auf der anderen Seite finde ich, sie klingt auch ein bisschen. Sie hatte was Verruchtes durch dieses Kratzige. Naja, es ist spät. Vielen Dank, dass ihr bis hierhin zugehört habt. Solltet ihr bis hierhin zugehört haben, ihr kennt das Spiel, in meinen Solo-Episoden freue ich mich immer. Wenn ihr bis zum Ende hört, schreibt mir doch mal in die Spotify-Kommentare oder im Discord oder in einem sozialen Netzwerk eurer Wahl. Ein Emoji, das mich überrascht. Wie immer. Schickt mir doch mal, es gibt ein Emoji von so einem schwebenden Menschen im Anzug. Das hätte ich gerne.
18:37 Speaker 3
Und zwar so viel wie möglich, würde ich mich freuen. Vielen lieben Dank, macht euch einen schönen restlichen Mittwoch und wir hören uns hier am Freitag mit Tommy Kapweis wieder. Und wenn ihr wollt, kommt in den Hagnan-Discord unter hagennon. org. Vielen Dank