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Folge 284 · 27. Mai 2024 · 54 Min.

⅛ Tasse Kleber und 8-9 Ziffern

mit Dennis Horn

Die Ursuppe des Messagings, ICQ wird bald der Vergangenheit angehören. Einer Vergangenheit, an die wir gerne zurückdenken. Aber wieso eigentlich?

Außerdem machen wir einen wilden Ausflug in die Welt der Trainingsdaten und dann erfindet X auch noch die Verifizierung.

➡️ Mit der "Haken Dran"-Community ins Gespräch kommen könnt ihr am besten im Discord: [http://hakendran.org](http://www.hakendran.org⁠)

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Dennis. Grüß dich, Gavin. Es ist selten, dass wir uns persönlich begegnen und dann auch noch einen Podcast miteinander aufnehmen können. Ja, in einem Straßencafé. Fahrrad musst du gerade voll. Entschuldigung. Ich wollte eigentlich so ein Glas anstoßen. Es hat funktioniert als Hörstellung. Es ist, wenn wir aufnehmen, Sonntagabend vor dem Beginn der Republika. Wir sind in Berlin. So ist es. Wir sitzen unter, was ist denn das? Platar. Linden. Ach Linden. Wir sind unter den Linden und haben uns vorgenommen auch. mal ein bisschen darüber zu sprechen, was eigentlich so in Social Media passiert ist ausnahmsweise. Das haben wir lange nicht getan. Zumindest zusammen nicht. Das stimmt. Ich freue mich da zu sein.

00:51 Dennis Horn

Du, wir, ähm, aber also Ich glaube, mit ein bisschen Housekeeping musst du anfangen, weil du tiefer in den Themen steckst.

01:00 Gavin Karlmeier

Das ist eine Aufforderung.

01:02 Dennis Horn

Der rote Teppich, den ich dir auslege.

01:04 Gavin Karlmeier

Ich möchte kurz mit Apple, äh, mit dir über Apple sprechen, weil Apple Er hatte jetzt ein Statement veröffentlicht, zumindest über Umwege, auf Nachfrage eines Journalisten. Und zwar ging es um den Fall, dass beim Update iOS 17. 5 passiert ist, dass Menschen in ihren Fotos gelöschte Fotos, die teilweise seit Jahren gelöscht waren, wiederentdeckt haben. Es gab viele Thesen, viele hatten die These, dass es ein sozusagen versteckter iCloud-Sync war, dass also auch Fotos hochgeladen wurden, wenn du das nicht akzeptiert hast eigentlich.

01:33 Dennis Horn

Das ist eine ziemlich krasse Nummer wäre für Apple, die ja gerade so auf Privacy immer abfasst.

01:37 Gavin Karlmeier

So ist es. Und so ist es aber wohl tatsächlich nicht. Also alle Hinweise darauf, dass es da zu einem Sync Hätte kommen können, haben sich jetzt nicht bestätigen. Und Apple hat auch selber gesagt, dass es nicht an iCloud liegt, sondern an einem beschädigten Datenbankeintrag, der im Dateisystem des Gerätes vorhanden ist. Das heißt, wie das so ist, wenn du eine Datei löscht, wird erstmal der Hinweis auf diese Datei gelöscht und dann später, wenn dieser Speicherplatz tatsächlich genutzt werden, muss dir dieser überschrieben. Und es ist wohl so, dass diese Fotos auch nicht. komplett zerstückelt wurden als Dateileichen auf dem Speicher, sondern weiterhin rumgelegen haben dort. .

02:12 Dennis Horn

Aber über sehr viele Jahre und in der Zwischenzeit haben Leute doch auch ihr Handy nochmal gewechselt und irgendwie eine neue Versionen oder so.

02:19 Gavin Karlmeier

Also laut dem Statement ist es wohl nicht möglich, dass wenn du ein Gerät weitergibst oder ähm äh Platt machst, sozusagen, dass diese Dinge übrig bleiben. Es kann aber durchaus sein, dass diese Dateien bei der Wiederherstellung eines Backups, die da hätten, hergestellt werden können.

02:35 Dennis Horn

Also dass du zum Beispiel, wenn du irgendwie ein neues Handy kaufst und du überträgst einfach das komplette alte iPhone aufs Neue.

02:41 Gavin Karlmeier

Und das kann offenbar auch ein iCloud-Backup sein. Also, denn im iCloud-Sync geht es ja um die tatsächliche Synchronisation deiner Fotos-Datenbank. Bei einem iCloud-Backup dagegen geht es um ein komplettes Abbild deines Gerätes. Da es in der Cloud liegt.

02:56 Dennis Horn

Also ich sag mal so, hoffentlich ist das die Erklärung.

02:59 Gavin Karlmeier

Ja, so ist es. Wir können es nicht so richtig überprüfen. Ich finde aber interessant, dass offenbar auch diese toten Dateireste mit gebackupt werden, was ja eigentlich bedeutet, wenn man mal ehrlich ist, dass das Backup offenbar deutlich kleiner sein könnte, als es ist. Ja. Das lese ich daraus. Ansonsten hat mich dieses Wochenende eine Geschichte beschäftigt, die, also wie alle, war ich sprachlos über das Video, das aus Sylt rumging. Mich hat aber vor allem die Tatsache beschäftigt, dass Spotify. offensichtlich mit Algorithmen ermöglicht hat, dass wenn ich nach dem Begriff Ausländer raus oder Deutschland den Deutschen suche, dass ich ein Lied finde, in dem keines dieser Worte auftaucht, dass ich ein Lied finde. das eigentlich auch nichts mit diesen Worten zu tun hat, abgesehen davon, dass seit einigen Monaten immer wieder Videos von irgendwelchen Dorffesten auftauchen, auf denen. Idioten, ich glaube das kann man nicht anders sagen. . . Idioten-Aschlöcher, diese Worte singen zu einer Melodie, nämlich dem Lied La Motu Jur von Gigi D'Agostino. Und mich hat das bewegt, weil ich mich gefragt habe, wie kann so etwas passieren? Ja, wissen wir es? Wir wissen es nicht, ich habe drei Thesen, die ich jetzt hier hinstelle.

04:14 Dennis Horn

Erstmal deine Beobachtung. Ja, okay.

04:16 Gavin Karlmeier

Sag mal. Stelle ich jetzt vor allem hier hin, weil sobald Spotify ein Statement veröffentlicht. Ich kann alle sagen, Gavin hat es gewusst. Okay. Also These 1 ist, dass wenn du nach einem Begriff suchst, nicht fündig wirst, dann die App verläss, nach etwas googels, dann fündig wirst und dann ein Lied suchst und das abspielst, dass es da offenbar ein Zusammenhang hergestellt werden kann. Okay, also Nähen zwischen deinem Suchverlauf. Ja, genau.

04:42 Dennis Horn

Zwischen den einzelnen Einträgen in deinem Suchverlauf.

04:45 Gavin Karlmeier

Genau, also wenn 100 Leute suchen einen Begriff und spielen danach dieses Lied ab, dann könnte der einen Algorithmus Rückschlüsse darauf ziehen, dass das damit gemeint ist. Okay, These 2. These 2, es gibt eine Art Data Mining. bei dem News zu Musik grundsätzlich gescannt werden, um diese sozusagen in der eigenen Datenbank zu verzahnen. Also mal angenommen, irgendein Lied wird zum Europameisterschaftslied. Dann wäre Spotify gut beraten, dass wenn jemand EM-Lied eingibt, dass er dieses Lied findet. Und dafür brauchst du eine Datengrundlage, zum Beispiel durch News. Und das könnte mit dem Song natürlich auch passiert sein, weil das schon seit einigen Monaten so herumgeistet, dieser Zusammenhang. Okay, TSE3? TSE3 ist, dass es irgendwie einfach händisch eingetragen wurde. Also zum Beispiel durch eine Songtexte-Website, die User-Generated Content. zur Verfügung stellt oder durch den Verlag, durch das Label, das sagt, hey die Leute singen das alle gerade dazu, dann tragen wir das doch mal irgendwo in die Metadaten mit ein. Label oder als Hinweis oder als nicht einsehbare Lyrics oder was auch immer.

05:53 Dennis Horn

Okay, also die letzte wäre jetzt die einzige These, die Nan hätte zu deiner Formulierung eingangs hier. Spotify habe das so hergeleitet in seinem Algorithmus. Ich glaube, es wird eine dieser Thesen sein, in der irgendein Automatismus eine Rolle spielt. Also ob das jetzt Data Mining ist oder auch das Aufarbeiten der Suchhistorie, auch das ist ja eine Art von Data Mining. Also ich würde stark darauf tippen, dass das so eine Geschichte ist. Wir haben ja über die Jahre viele solcher algorithmischen. . Faux pas erlebt. Wir haben, glaube ich, auch hier mal über diese automatischen Foto-Ordner auf den Google-Smartphones gesprochen, wo dann so ein Ordner Gorillas gebildet wurde, wenn da besonders viele Fotos schwarzer Menschen drin zu sehen waren. Auch das war ja eine ziemlich heftige Geschichte. Und da lag es an einem Automatismus der des Trainings dieses Systems vorher.

06:56 Gavin Karlmeier

Ja, gut möglich. Es ist aber schon bei einigen Leuten nicht mehr auffindbar, nicht reproduzierbar bei Spotify. Das heißt, sie arbeiten daran und sind dabei, das gerade zu unterbinden, dass du das immer hergestellt werden kannst. Dann ein anderes Thema, das dich wahrscheinlich auch beschäftigt hat. Und ich sage nur neun. Neun kleine Ziffern. Und zwar 1, 2, 6, 6, 0, 3, 2, 5. 8. Ich, 8. Ich neun Ziffern. Ich bin aber auch 14 Jahre jünger als du. 279 75996. Und das ist so der, ich würde sagen, das Karl-Mayersche Gesetz, habe ich glaube ich schon mal hier gesagt in diesem Podcast, dass wenn man das Gespräch auf ICQ gebracht hat, dass alle Leute beweisen mussten, dass sie sich an ihre Nummer erinnern.

07:38 Dennis Horn

Das ist wirklich. .

07:40 Gavin Karlmeier

Und das Ärgerliche daran ist aber, dass dieses Gespräch jetzt bald nur noch retrospektiv passieren kann, denn am 26. Juni wird ICQ endgültig vom Netz genommen.

07:48 Dennis Horn

Also, erstmal es war auch bisher schon retrospektiv, weil die haben irgendwann vor ein paar Jahren die Nummern umgestellt. Stimmt, es gibt usernames.

07:56 Gavin Karlmeier

Genau. Ich habe den username aber so benannt, wie meine alte Nummer warantwort.

08:02 Dennis Horn

Okay, und jetzt geht's endgültig. vorbei. Also ICQ hatte im Jahr 2001 100 Millionen NutzerInnen. War ein sehr großes Ding. Ich glaube, wir können uns alle an die Zeit erinnern, wo wir nach der Schule nach Hause gekommen sind und uns erstmal in ICQ eingeloggt haben, um da noch miteinander verbunden zu bleiben.

08:18 Gavin Karlmeier

Kommst du heute noch on? Das war die Frage. 2009 waren es sogar 470 Millionen. Also es ist noch krass, ja.

08:27 Dennis Horn

Also das hatte eine Größe und deswegen ist da jetzt so ein bisschen Wehmut mit verbunden, wie so. Weiß ich nicht, WinAmp und all diese.

08:37 Gavin Karlmeier

WinAmp kommt gerade wieder übrigens als Browser, weil sie im Peter App.

08:39 Dennis Horn

Ja, aber so dieses Zurückgucken auf das frühe Internet ist ein bisschen traurig. Bei mir ist ICQ zwischendrin nochmal aufgepoppt, als die dann irgendwie. Von diesem VK-Netzwerk, also diesem russischen Eigentümer, übernommen wurden. Hat AOL denen das direkt verkauft? Ja, ne?

08:59 Gavin Karlmeier

Ich glaube, Mirabilis war das, oder?

09:01 Dennis Horn

Mirabilis.

09:02 Gavin Karlmeier

Ah ne, AOL hat von Mirabilis gekauft, israelische Firma Mirabilis. AOL hat es gekauft und AOL hat es auf weiterverkauft an DST, zu denen mail. ru gehören und eben Vorkontakte oder VK.

09:13 Dennis Horn

So, und die haben das ja dann irgendwann nochmal neu aufgelegt und ich erinnere mich, dass ich irgendwann mal darüber berichtet habe im WDR, über dieses neu aufgelegte ICQ, habe ich mir die App runtergeladen, war dann selbst ganz überrascht und die hatte ganz geile Filter. Also die hatte so ein, also da da habe ich so gedacht, okay, das ist, ähm Das ist auf einem Level mit Instagram und Snapchat. Und so, da gab es so einen geilen Weihnachtsmann-Filter, den fand ich schon sehr ordentlich. Und gut, aber das hat ICU.

09:44 Gavin Karlmeier

Das hat ICQ da Ich weiß noch wie Janis, der hier ja auch schon öfter zu Bast war und ich herausgefunden haben, das war 2016, dass es ICQ Stories gab. Eine Zeit lang, 2017. Also du konntest bei ICQ auch Stories posten. Man muss dazu sagen, dass seit diesem Verkauf an DST, das war so 2010, seitdem ICQ eigentlich tot war. Und das liegt aber nicht an dem Verkauf an DST, sondern ich glaube, an einem massiven Versäumnis. Weil du musst ja überlegen, eigentlich gab es die perfekte Infrastruktur der Kommunikation, die Leute hatten dort Netzwerke, hatten Gruppen, haben sich total daran gewöhnt, kennen die Nummern alle bis heute auswendig. Wie konnte es also passieren, dass WhatsApp ICQ überholt hat? überlegen, 2009, so als die ersten Leute so, als die Smartphones in den Mainstream kamen, da war das ein No-Brainer, dass die Leute sich alle auf WhatsApp gestürzt haben. Und das hätte man vermuten, meine These ist, das hätte ICQ mit ein bisschen richtigem Marketing und Investment an der richtigen Stelle verhindern können, weil WhatsApp ja, also es hat erstmal zwei Euro gekostet und es war so oder 1,79 Euro oder so. Ich weiß es, ich weiß auf jeden Fall hat es Geld gekostet und ICQ war eine bestehende Infrastruktur.

10:52 Dennis Horn

Ja Aber das reicht, glaube ich, nicht, weil du hast ja gerade gesagt, Investment an den richtigen Stellen. Da gab es ja diesen Cut zwischen der alten Desktop-Welt und der mobilen Welt.

11:02 Gavin Karlmeier

Yeah, genau.

11:05 Dennis Horn

And ehrlich gesagt, auch Facebook war ja at this point, where it was really gefährlich. Also du hast Facebook sehr lange desktop. Top-Genese angemerkt in der Bedienung. Das war so ein bisschen alles so überfrachtet und war so wie das Microsoft der sozialen Netzwerke irgendwie. Und ICQ hat ja diesen Sprung in die mobile Welt so nicht gemacht. Wenn du sagst, Investment an den richtigen Stellen, dann hätte es das sein müssen. Ich glaube auch, genau. Und ich glaube, also Ja ganz interessant, dass du Marketing sagst, ne? Weil WhatsApp hat ja Diesen Siegeszug angetreten mit diesem Gedanken, wir machen deine SMS kostenlos. Ja, genau. Und darauf hätte ICQ dann auch kommen müssen, ne? Irgendwie. Aber also Jeder hat einen anderen Hintergrund. Der ICQ kannter hat einen anderen Hintergrund von ICQ im Kopf gehabt. Es wäre, glaube ich, gar nicht so einfach gewesen. Das ist interessant. Die ganze Infrastruktur ist da, aber so ein kleiner Zungenschlag entscheidet theoretisch darüber, ob das ein Ding ist. Ja, ich glaube das auch.

12:15 Gavin Karlmeier

Man hätte sich quasi auffrischen müssen und das hat man wahrscheinlich einfach versäumt an dem Punkt und mitgehen müssen und beobachten müssen, weil jetzt kommt nämlich die spannende Funfact über Gavin Karl Mayer. Ich hatte das, ähm, oh, jetzt muss ich. Ich glaube, es hieß Nokia 3650.

12:32 Dennis Horn

Oh, das kenne ich gar nicht.

12:33 Gavin Karlmeier

Und das war ein Gerät, das, ähm ich glaube, das war, ich bin mir nicht ganz sicher, ich glaube, es hieß 36,50.

12:39 Dennis Horn

Er googelt das jetzt live.

12:42 Gavin Karlmeier

Das hatte so eine Wählscheibe und das lief über Alter, das sieht aus. Das sieht aus wie diese Samsung-Fernbedienung, nur unten und abgeschnitten. Genau, man muss dazu sagen, die Zahlentasten dieses Telefons sind in einem Kreis. Angeordnet an diesem Telefon. Und das war das Besondere. Und das war eben mit Series 60, was ein Symbian OS war und damit de facto ein Smartphone.

13:04 Dennis Horn

Hat man für Innovationen dran geschrieben?

13:06 Gavin Karlmeier

Also für mich war es das, weil ich konnte Dateien einfach so vom Computer auf mein Handy. die Partner mit einem Transferkabel und konnte vor allem Apps installieren schon und hatte ICQ auf diesem Telefon. Und konnte. Über wahrscheinlich über den Warp-Dienst damals noch. Ich glaube nicht, dass es. Nee, es ist 3G auf gar keinen Fall. Es war noch über GPRS, hieß es so. GPRS. GPS. GPS? Nee, GPRS. GPS-Sistings. GPRS. Genau, darüber konnte ich unterwegs per ICQ Nachrichten verschicken. Und das war sehr datensparsam, dass ich trotz Prepad-Karte das easy machen konnte. Das heißt, ich hatte schon WhatsApp. Als noch niemand WhatsApp hatte. Nur die anderen, mit denen ich geschrieben habe, waren nicht mobil. Und also wann war das denn wohl? Das Telefon kam auf den Markt im Jahr. 2003. Ich würde sagen 4. 05 hatte ich das. Und da konnte ich das schon nutzen. Also deswegen hat sich das für mich so. Nach so einem Versäumnis angefühlt, seitens ICQ das nicht mitzugehen.

14:07 Dennis Horn

Ja, das verstehe ich. Okay. Das heißt, du hast so a Glimpse of WhatsApp zu der Zeit einfach schon erlebt. Und guckst dir das damit ja gar nicht so retrospektiv an. Also du hattest diesen Gedanken, okay. Interessant. Ja. Ich stimme zu.

14:22 Gavin Karlmeier

Gut. Ansonsten muss man dazu sagen, dass ICQ selber jetzt sagt, also auf der Website, das ist auch ein wahnsinnig schmaler Hinweis darauf, dass sie eingestellt werden. Es gibt keine große Abschiedsseite, keine Erklärungen. nichts, sondern wenn du auf icq. com gehst, sieht die Seite aus sie immer. Sie haben nur die Titelzeile ausgetauscht durch den Satz ICQ will stop working from June 26. Und darunter steht, du kannst mit deinen Freunden aber weiterhin im VK Messenger. und mit deinen Kollegen bei VK Workspace in Kontakt waren.

14:47 Dennis Horn

Ja, das ist so ein bisschen wie das Studie-VZ, das ja auch irgendwie mit dieser Oberfläche noch lange so vor sich hindümpelte und keiner hat es da irgendwie für nötig gehalten, weil. was zu schreiben oder so, das war einfach egal. . So kommt mir das hier auch vor. Ja, schade.

15:01 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Auf der anderen Seite. Alles hat seine Zeit. So ist es. Und die ist bei OIC auch wirklich schon sehr lange rum. Oh oh. Da, die Hupe macht mit. Kommen wir zu Twitter. Oh, ist schön. Ich habe diese Nachricht mitgebracht, weil ich immer daran denken muss, dass wir in den Anfangstagen von Hakentran immer wieder eine These aufgestellt haben. Und zwar, dass Elon Musk sich zirkulär bewegt und immer wieder an dem Punkt ankommt, von dem er eigentlich mal ausgestanden

15:26 Dennis Horn

Ja, das haben wir gesagt. Wir haben gesagt, er ist so doof, da jetzt alles über den Haufen zu werfen, was nicht alt ist, sondern einfach nur bewährt. Also als hätten da vorher nur Nur Deppen gearbeitet, genau so. Und jetzt hat er die Verifizierung wieder erfunden. Die Verifizierung wieder erfunden. Also erstmal der Gedanke, hm, es wäre ja sinnvoll, hier irgendwas zu haben, mit dem man klar machen kann, dass dieser Nutzer oder dieser Account. . Echt ist.

15:57 Gavin Karlmeier

Ja, es geht hier in dem Fall konkret um alle, die Creator sind, die von X bezahlt werden wollen, also die Revenue Share bekommen wollen und die halt eben auch wollen, dass andere Nutzerinnen und Nutzer dafür zahlen können, besondere Inhalte von ihnen zu bekommen. Also jeder Zahlungsfluss von X an Creator passiert jetzt nur noch, wenn diese CreatorInnen sich selber per ID, also mit Personalausweis oder Pass. bei X verifizieren lassen. Heißt aber im Umfeschluss, dass X bald eine Sammlung von Personalausweisen all derjenigen hat, die sich von Ex bezahlen lassen. Was ich interessant finde, weil dazu sicherlich auch Accounts gehören jetzt schon, die vermutlich auch Inhalte posten, die in vielen Ländern dieser Welt illegal sind. Das war mein erster Gedanke dazu.

16:44 Dennis Horn

Ich finde das super interessant, weil das ja gleichzeitig auch eine Forderung ist, die es in der Sicherheitspolitik, was das Internet angeht, immer mal wieder gibt. Also ich erinnere mich, dass das durchaus auch zwischendurch CDU-Position war, Unionsposition, dass man gesagt hat, wenn wir möchten, dass das alles besser nachverfolgbar ist, dann muss man im Hintergrund die Accounts mit einem Personalausweis hinterlegen. Kann ja alles pseudonym bleiben? Außen hin, aber das Unternehmen muss das speichern und dann auf Anfrage rausgeben. Ich glaube, das war so ein bisschen so der Gedanke dahinter. Natürlich auch hart diskutiert worden. So und ähm Ich möchte das jetzt erstmal noch gar nicht bewerten, aber ich finde das ganz interessant, dass das im Grunde die Umsetzung ist, die man eh erwartet hat oder eh mal diskutiert hat.

17:38 Gavin Karlmeier

Ich halte das aber für einen durchschaubaren Move, weil das natürlich dazu führt, dass weniger CreatorInnen Anspruch auf Geld haben. Also X mindert damit die Summen, die sie ausschütten müssen. Inwiefern? Naja, wenn du sagst, hey, ihr kriegt nur die Anteile der Werbeimpressionen, die unter deinen Tweets generiert wurden, wenn ihr uns eure ID schickt, dann werden das viele Leute wie Lips auf TikTok vermutlich nicht tun, weil das dazu führen würde, dass die Anonymität und auch der Pass des Inhabers bei X sicher nachweisbar ist.

18:14 Dennis Horn

Und glaubst du nicht, dass das damit auch eine gute Wirkung hat?

18:18 Gavin Karlmeier

Hätte gleichzeitig? Eventuell, also unerwünt, ungeplant, ja.

18:24 Dennis Horn

Ja. Aber vielleicht, vielleicht nicht in der Breite und so überlegt, wie das wie es sein könnte, wenn man sowas ernsthaft nicht wegen des Geldes angeht, sondern wegen des Effekts, der da auch drin liegen könnte.

18:39 Gavin Karlmeier

Also Sie sagen selber, es geht um die Authentizität und darum, Betrug auf der Plattform zu bekämpfen. Ob da jetzt gerade so viel Betrug an diesem Punkt passiert, kann ich aber gar nicht einschätzen, ehrlicherweise.

18:50 Dennis Horn

Ja, das spielt in einem interessanten Feld, weil ja gleichzeitig das auch ein Schritt ist, der denjenigen. die so eine Plattform nutzen, um sich eine Stimme zu verschaffen, über die wir ja auch immer mal gesprochen haben, die Möglichkeit entzieht, dass wirklich Anonym zu machen.

19:09 Gavin Karlmeier

Vorausgesetzt, sie wollen dafür Geld haben, ja.

19:13 Dennis Horn

Gleichzeitig würde das diese Argumentation, wenn jetzt Strafverfolgungsbehörden sagen, wir brauchen das in aller Breite, sogar noch ein bisschen Vorschub leisten. Weil man jetzt sagen kann, seht ihr, Twitter kann das ja auch. Oder X kann das ja auch. Warum macht ihr das nicht auch? Also ich bin auch gespannt, welche Auswirkungen das auf diese Debatte haben könnte.

19:33 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Es ist halt auch die Frage, ob irgendwann diese Pässe tatsächlich. . rausgibt oder überhaupt dazu gezwungen werden kann, es rauszugeben. Ich glaube, da gibt es vermutlich noch keine Rechtslage für. Aber hochinteressant. Dann gibt es eine Geschichte bei der des Observatory on Social Media der Universität Indiana.

19:55 Dennis Horn

Ich stelle mir das auch wie so einen Raum vor, in dem die Leute sitzen mit einem großen Monitor. Ne, mit so einem Periskop. Die gucken so direkt ins Internet. Aber weil das ein Periskop ist, das ins Internet geht, ist das nach unten gerichtet, in den Boden rein, wo die ganzen Kabel hängen.

20:11 Gavin Karlmeier

Genau, in die Kabel direkt.

20:12 Dennis Horn

Genau. Ja, finde ich gut.

20:15 Gavin Karlmeier

Wenn man so ein Netzwerkkabel durchschneidet, dann kann man ja auch sehen, wie die ganzen kleinen Pakete daraus Genau, ist ja Licht. Und der Fachbereich Informatik der Universität Exeter haben drei Millionen, knapp drei Millionen, also 2,4 Millionen Tweets. Es sind nicht wirklich drei Millionen Tweets. 2,4 Millionen Tweets. Analysiert, die als unglaubwürdig einzustufen sind. Und diese Tweets sind insgesamt von 448. 000 Nutzerinnen und Nutzern abgeschickt worden. Interessant ist aber. dass in diesem Datensatz, den wir haben, der aus dem Jahr 2020 stammt, dass mehr als 70% dieser Beiträge, die als wenig glaubwürdig eingestuft wurden, dass mehr als 70% dieser Beiträge von nur 1000 Konten stammen. Und sie nennen das selber Superspreading von Desinformationen, was offenbar passiert. Und sie sagen, dass. . 34% der wenig glaubwürdigen Inhalte sogar nur von 10 Nutzern erstellt wurden. Das heißt, also, die, ich weiß nicht, ob es dann, da gibt es wahrscheinlich ein tolles statistisches Bild für ein sprachliches Bild, dass es also ein sehr knapp. Kleinen Anteil gibt, die für einen sehr großen Teil der Informationen, Desinformationen verantwortlich sind.

21:26 Dennis Horn

Ja. Ja, ich, ähm also eine laute Minderheit.

21:30 Gavin Karlmeier

Ja.

21:31 Dennis Horn

Das ist ja keine Überraschung. Also das haben wir ja häufig schon mal so. So besprochen, es gibt ja diese Pi mal Daumen-Regel, die 9091-Regel. die besagt, dass so im Schnitt über soziale Medien hinweg im Netz 90% der Leute nur konsumieren, 9% irgendwie passiv reagieren, 1% aktiv. verbunden mit dem Gedanken, dass ja immer die, die meckern wollen, die besonders lauten und aktiven sind und die, die sich neutral verhalten oder nicht zu meckern haben, sich einfach ruhig verhalten. Also es ist nicht überraschend. Mein Gefühl ist aber gleichzeitig gut nochmal als Hinweis, weil ich Ich denke, dass in der Debatte oder so in unserer Wahrnehmung das immer noch nicht angekommen ist. Also welchen Raum geben wir eigentlich solchen Mechaniken, solchen, weiß ich nicht, so ein paar Leuten, die irgendwie die Debatte vergiften, die vielleicht ein Anliegen haben, aber das extrem laut und überzogen vertreten, was auch man da jeweils dahinter stecken mag oder hier eben Desinformationen verteilen. Welchen Raum geben wir dem eigentlich? Und meine Wahrnehmung ist, dass wir sozusagen auf diesen Effekt Immer noch reinfallen. Ja, klar. Also das ist ja auch in so Shitstorm-Momenten, wo Unternehmen oder Organisationen sich nicht So richtig verhalten, was einen Shitstorm angeht, die ja dann immer falsch reagieren. Also in dem Moment, in dem man eigentlich sagen müsste, hier, das ist so eine laute Minderheit, kann man eigentlich noch relativ ruhig reagieren. Wird dann immer überzogen und in dem Moment, wo dann irgendwie das Kind in den Boden gefallen ist, reagieren sie nicht, wo sie eigentlich reagieren müssten. Stimmt. Und da spielt das ja auch eine Rolle. Also diese lauten Minderheit- und paar Accounts, die da richtig Krawall machen. Und wir fallen irgendwie immer noch drauf rein. Haben wir als Gesellschaft nicht gelernt bisher.

23:36 Gavin Karlmeier

Und ich glaube, dass das ein Effekt ist, den du aber, den du mit Logik sogar schon befüllen kannst, also aus Logik heraus ableiten. kannst, weil der ja auch besagt, dass wenn eine Desinformation in die Welt kommt, dass es nicht so ist, dass viele Leute gleichzeitig auf die Idee kommen, eine Desinformation zu verbreiten, sondern offenbar es kleine Keimzellen solcher Unwahrheiten gibt, die in die Welt gesetzt werden und sich dann so lagert, ne, wie sagt man brandherdartig weiterverbreiten. So und das steckt da ja auch drin. Also wenn es zehn Accounts sind, die 34% der Desinformationen gepostet haben, dann heißt das, sie werfen mit so vielen Nudeln an die Fensterscheibe, bis eine mal kleben bleibt. Und diese Nudel ist dann eben die, die eben von allen anderen auch gesehen wird.

24:16 Dennis Horn

Ja. Ja, und dann wird über die Nudel diskutiert und dann sind wir wieder in der Framing-Debatte. Wenn die Nudel nur erwähnt wird, setzt sie sich erst recht fest.

24:24 Gavin Karlmeier

So ist es. Und wenn eben 400. 000 Leute über die Nudel sprechen. Dann ist diese Information, die keine Information ist, sondern eine Desinformation ist in der Welt.

24:33 Dennis Horn

Nudeln als Bild für Desinformation.

24:35 Gavin Karlmeier

Ja. Schön. Also was lernen wir daraus? Ihr habt eine ganz kleine Nutzung. Notiz zu Instagram, die aber glaube ich ganz groß sein könnte. Die Notiz ist nämlich, dass Mossari in einem seiner QAs jetzt gesagt hat. Wir nennen ihn nur noch Mossari, At Mossary. Oder unser alter Freund Adam, Instagram Boss Musari, hat gesagt, dass Instagram sich nicht auf die Entwicklung von Langform-Content konzentrieren wird, wie YouTube das etwa tut, weil er sagt, dass die je mehr man sich auf langform content. Content konzentriert, umso schlechter ist das, was dabei rumkommt, dafür mit Menschen Ich fange jetzt jetzt nochmal an. Mach mal bitte. Dann habe ich mehr Zeit zu überlegen, wie ich abtauche. In meinem Kopf übersetzt, während ich ihn hier auf Englisch lese. Simultan quasi. Also, je mehr man sich auf Langform konzentriert, desto schlechter ist das für die Plattform, Vernetzung und Freundinnen und Freunde zu ermöglichen und das würde dem Kernbusiness von Instagram schaden, glauben Sie.

25:39 Dennis Horn

Weil, da muss man jetzt wahrscheinlich einen Halbsatz hinzufügen, je länger. desto weniger Interaktionen, weil man dann nur konsumiert.

25:45 Gavin Karlmeier

Du kannst ja, also du kannst ein Video nur einmal liken, aber zehn Videos kannst du zehnmal liken oder nicht liken. Und ein Video schickst du nicht an so viele Leute weiter. Du schickst ja nicht an mehr Leute weiter, nur weil es länger ist. Und das Geschäft von Instagram besteht darauf, es gibt kein Mid-Roll, also keine Werbung, die in Content eingebrannt wird, sondern nur. . Pre-Roll oder Post-Roll, also Inhalte, die vor oder nach dem Content ausgeschrieben werden. Werbeinhalte.

26:10 Dennis Horn

Also, auch hier. Es überrascht uns nicht. Nein, überhaupt nicht. Habe ich hier in Hakendran jemals erzählt von dieser Vorstellung von IGTV in London? Als diese. Als diese Funktion an den Stand, das war fantastisch. Also, da habe ich noch, war ich auch noch in der Berichterstattung, bin dann gereist und dann gab es die offizielle Vorstellung. Von IGTV. Das war für den Konzern Meta, der damals noch Facebook hieß, ein Riesending. Die hatten ja auch bei Facebook diesen Pivot to Video, der auch längst wieder abgeräumt ist. Und dann haben sie halt IGTV gestartet. Und dafür haben die dann die Vorstellung, die morgens irgendwie um zehn in San Francisco stattfand. Haben sie in der Welt übertragen.

27:02 Gavin Karlmeier

Ah ja, wie Apple das auch immer macht.

27:04 Dennis Horn

So, wie Apple das auch immer macht. Und hier hat die Übertragung stattgefunden in London. Und da wurde sozusagen die gesamte europäische Medienmeute dort eingeladen. Und Das erste Mal, dass ich das so erlebt habe, auch die, sagen wir mal, Influencerschaft. Ah ja. So die Creatorin. Die CreatorInnen In Europa waren dann so größere Namen dabei. Ich weiß jetzt nicht mehr, welche konkret, aber mir auch aus Deutschland einige auch aufgefallen zu der Zeit. Die haben dann in London so eine große Location gemietet, so ein Loft-Ding, so Industriehallen-Style und haben dann da richtig aufgefahren. Da gab es Essen und Trinken, Party, DJ danach, die haben das so Instagram. Grammable alles eingerichtet, damit man da schön Fotos machen kann und eine riesige Leinwand in Hochkant. Ah ja. Und auf der sollte dann Diese Keynote von wer war denn das damals für Instagram als Chef? Kevin Sistrum, glaube ich, übertragen werden.

28:11 Gavin Karlmeier

Das ist der, der später dann Artefekt gegründet hat, richtig?

28:13 Dennis Horn

Genau, mit Mike Krieger zusammen. Also Kevin Sistram und Mike Krieger waren ja die beiden Instagram. Gründer und der, der immer so der Öffentlichkeitswirksame war, war Kevin Sistram. Ich glaube, er war das, der das irgendwie vorgestellt hat. Oh, ich höre sie reden. In Berlin? Berlin. Also ich fand. Ja. Zweimal Polizei. Ich fand bisher war es verhältnismäßig ruhig für mich.

28:42 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich bin doch erstaunt, wie viele Leute auf meinem ersten Gang 60 fahren.

28:49 Dennis Horn

Also, großer Hochkant-Monitor, da war das dann auch neu, solange Videos dann auch irgendwie Hochkant und Facebook hat ja dann auch immer Medienunternehmen und CreatorInnen auch finanziell irgendwie gepusht, damit die dann diese ganzen Inhalte herstellen und so weiter. Naja, auf jeden Fall, es war vor Ort in London, ich glaube 18 Uhr oder so. Und dann ging diese ganze Veranstaltung los, Licht wurde gedimmt, Auftakt, herzlich willkommen, bla Keynote, 5 Minuten und zack war die Leitung weg Perfekt. Nach San Francisco. Und ich, also, ich kann das jetzt gar nicht irgendwie storytelling-mäßig groß aufpumpen. Ich kann nur sagen, sie kamen auch nicht mehr wieder. Und das war dann der Abend. Und irgendwie nachträglich, also hast du natürlich gedacht, jetzt bin ich hier in London und jetzt denkst du, du siehst das ganze Ding.

29:49 Gavin Karlmeier

Naja, so halt das.

29:50 Dennis Horn

Das war peinlich. Und Vielleicht schon eine Art Omen.

29:56 Gavin Karlmeier

So ist es. Langformat ist nicht das Ding, nach fünf Minuten ist Schluss. Aber die, ähm, also das IGTV, ähm hat sie, also IGTV wurde ja mit der Zeit auch immer kleiner runtergedampft. Also anfangs hast du eine eigene App. Später wurde es dann doch in den normalen Feed reingedrückt, irgendwann ist dann der Name verschwunden, irgendwann ist dann sogar das Logo verschwunden.

30:15 Dennis Horn

Ja, und es war auch alles verdammt inkonsistent. Du hattest die Storys mit Videos drin, du hattest die Reels und du hattest zusätzlich die Videos deine Zeit lang. Da hat ja Adam Musseri, als er dann übernommen hat und dann so das erste Mal seine ganzen Transparenz-Videos veröffentlicht hat: Was machen wir jetzt, was probieren wir aus, bla. Da hat er dann relativ schnell auch gesagt, wir müssen hier irgendwie eine Lösung sein. dafür finden, weil das alles komplett verwaschen ist.

30:41 Gavin Karlmeier

Kraut und Rüben, ja. Crowd and Röhmen. Crowd and Rüben. Was ich aber sagen möchte ist, dass diese Inkonsistenzen damals ja dadurch vor allem auch für den Nutzer aufgefallen waren dass du jede dieser angesprochene Videoformen in der Story teilen konntest, die aber alle unterschiedlich aussahen. Also das IGTV-Video ist in der Story als Video gelaufen. This video video is in the story, aber als Standbild ausgespielt worden. So that Leute anfingen kurze Videos als IG TV Video hochzuladen, damit das eben in der Story auch teilbar wurde.

31:16 Dennis Horn

Was ja Quatsch ist, weil IGTVideos, uh, T V Videos ja die langen Videos sein sollten. Eigentlich yeah.

31:21 Gavin Karlmeier

Jetzt aber dann zu sagen, also lange, da glauben wir gar nicht mehr dran an lange Videos, das lassen wir völlig bleiben, finde ich nicht überraschend, finde aber trotzdem in seiner Deutlichkeit bemerkenswert, weil man das nicht so oft hört, dass man sagt, nee, das war nichts, das machen wir nicht.

31:34 Dennis Horn

Ja, ja.

31:36 Gavin Karlmeier

Jetzt habe ich keins vergessen, dass ich uns ja hier eigentlich durch die Themen fahre.

31:39 Dennis Horn

Ich hab wir haben jetzt einen Größe. Ich kann also das fällt mir jetzt immer schwerer, den Moderationsjob hier noch zu übernehmen nach so langer Zeit.

31:46 Gavin Karlmeier

Ich find's gut, wie du das machst. Danke. Ich habe den Themenblock Trainingsdaten für KI noch. Da ist nämlich ganz viel gleichzeitig passiert in den letzten Tagen. Okay. Und zwar fange ich mit einer Geschichte an, bei der ich das Gefühl habe, das ist so. So ein Stich ins Westen ist eine Diskussion, die ich mal aufgreifen möchte. . . Und zwar Rupert Murdoch hat jetzt angekündigt, dass die Inhalte der auflagenstärksten Zeitungen der News Corp. , das ist das Unternehmen von Robert Murdoch, einer der größten, wenn nicht sogar der größte Medienunternehmen. der Welt aus Australien, wenn ich richtig informiert bin, Australien, Neuseeland.

32:21 Dennis Horn

Da gab es da die ganze Diskussion um Facebook und das Unternehmen von Nachrichten und so.

32:26 Gavin Karlmeier

Auf jeden Fall hat er nun angekündigt, dass er die uneingeschränkte Nutzung der Inhalte seiner Zeitung eben an OpenAI lizenziert und das betrifft eben auch Archivmaterial. Also dazu gehört Wall Street Journal, New York Post, Times, Sun, alle diese Titel werden jetzt eben von OpenAI ge. . ge scannt und verwendet. Und der DJV hat dazu nämlich eine Art Wutschrift geschrieben und nennt das Packt mit dem Teufel. Und ich habe das gelesen. Und war mir noch nicht ganz sicher, wie ich das persönlich bewerte und dachte, ich bringe dir das mal mit, weil vielleicht hast du da ein starkes Gefühl zu.

33:03 Dennis Horn

Boah, ja, jetzt muss ich sortieren. Also, erstmal, ich habe ja so meine Probleme mit dem DJV und dessen Positionen zu Digitalthemen. So Das möchte ich vorausschicken. Also ich finde das selten besonders konstruktiv. Und wenn ich jetzt hier höre, packt mit dem Teufel. Der DJV hat ja vor ein paar Monaten irgendwann zuletzt noch dieses Blogger sind keine oder YouTuber sind. Sind keine Journalisten aufgemacht und hat er dafür ordentlich zu Recht Gegenwind erhalten, weil das ja einfach ein kompletter Kategorienfehler dieser Gedanke ist. So und Also, ich fange mal hier an. Warum macht OpenAI das? Da habe ich eine These. OpenAI geht diesen Pakt ein mit den Verlegern Weil man bei Facebook und bei Google ja sehr gut zusehen konnte, wenn so ein Digitalkonzern wächst und so ein Produkt Wächst, wie sehr die Verleger denen das Leben zur Hölle machen können. Auch über gesetzliche Lobbyarbeit. Das heißt, wenn OpenAI jetzt diese Verträge schon abschließt, dann kauft es sich damit Ruhe.

34:13 Gavin Karlmeier

Möglicherweise.

34:14 Dennis Horn

Für die Entwicklung dieser Technologie. Jetzt komme ich nochmal zurück zum DJ und dessen Position. Ich verstehe, warum oder woher das kommt, das kritisch zu sehen. Ich würde das auch kritisch sehen, weil die Verlage hiermit einer möglichen breiten Lösung für so Lizenzierungen vorweggreifen. Also das wird ja jetzt seit einer ganzen Weile diskutiert und die Urheberrechts und Lizenzinhaber sind da schon auf den Barrikaden. Ich habe auch so einen GEMA-Mitglied irgendwo in meiner Timeline, der die ganze Zeit irgendwo in Interviews sagt, alles böse und schlimm. so und saß selbst vor einer Weile irgendwo, ich glaube Medientage Mitteldeutsch standen wir auf dem Panel, da haben wir auch über diese Frage gesprochen. Da waren Vertreter von Microsoft dabei auf diesem Panel, da waren die ja selbst da So KI-Modelle trainieren mit solchen Daten. Da waren Verlagsvertreter dabei und die haben auch darüber gesprochen und so. Und da ging es dann um die Frage, was ist eigentlich eine Lösung generell? So, eine Lösung besteht generell aus meiner Sicht eigentlich nur einer Pauschalabgabe. Weil du weißt ja nachher, wenn so ein Text erzeugt wird von Chat-GPT oder von jedem anderen großen Sprachmodell, nicht aus welchen Quellen konkret die einzelnen Inhalte dieses Textes Textes hervorgeholt werden. Also, du kannst sozusagen die Ausgabe nicht mit einem Preis versehen, du kannst nur die Eingabe mit einem Preis versehen. Aus meiner Sicht braucht es, um das zukunftsfähig zu machen, also um sozusagen diese Technologie zu nehmen und wir sagen, die wollen wir. Wir wollen aber, dass die Urheber und die Lizenzgeber etwas davon haben. Es ein Pauschalmodell, also so etwas wie die VG Wort oder die GEMA. OpenAI greift jetzt dieser Debatte im Grunde vor, indem schon Verträge mit einzelnen Verlegern abgeschlossen sind. werden, mit anderen möglicherweise nicht. Das bedeutet, die großen Verleger profitieren davon, die kleinen haben ein Problem und es macht die Schere nur noch größer, weil der Gesetzgeber es nicht rechtzeitig schafft, so ein Verwertungsgesellschaftsmodell hier irgendwie aufzusetzen. Ja, ich verstehe. Fand ich übrigens schon bei der Debatte um die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene blöd, weil auch da so in meiner Wahrnehmung dieser alte, wir lizenzieren hier pro Werk Gedanke im Vordergrund steht. Aber dass diese Realität, in der wir heute leben, nämlich diese Remix-Kultur und im Grunde sind die großen Sprachmodelle ja noch eine Fortschreibung aufs Sprach. Speed dieser ganzen Geschichte. Eigentlich hätte da schon so ein Pauschalmodell erfunden werden müssen aus meiner Sicht. Hat man da versäumt. So, da würde ich das jetzt einsortieren. Das heißt, Das heißt aber auch, dass die großen Verlage sich jetzt zurückhalten werden mit Lobbyarbeit zurück werden, die dann auch mittleren oder kleineren Verlagen zugutekommt. So würde ich das jetzt erstmal wahrnehmen.

37:28 Gavin Karlmeier

Das könnte man lesen. Interessant daran, vor allem, dass die Deals, die es ja diese Art gibt, eben mit News Corp und mit Axel Springer. Beides Verlage sind die A sehr stark in diesem Bereich tätig sind. Also Döpfner, lange Vorsitzender des Bundes.

37:43 Dennis Horn

Exakt. Verbund Deutscher Zeitungsverleger.

37:45 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Genau, danke. Und Rupert Murdoch, wie du eben gesagt hast, eben auch beispielsweise gegen Meta vorgegangen ist. Also beides sehr meinungsstarke Unternehmer, aber gleichzeitig auch beides Verlage, die vor allem Publikationen haben, die ein gewisses Framing mit sich bringen. Also sowohl die New York Post beispielsweise, die eher als rechtskonservativ gilt, aber eben auch die Welt oder die Bild in Deutschland, die auch eher als rechtskonservativ gelten. Also schon eindeutig. Während die New York Times beispielsweise gerichtlich vorgeht gegen OpenAI.

38:20 Dennis Horn

Das heißt, wenn man die Texte dort mit einbezieht, jetzt muss man natürlich auf den Korpus der Texte insgesamt gucken. Die Frage, die du aufwerfen möchtest, ob da eine Schlagseite drin ist. Entstehen wird.

38:33 Gavin Karlmeier

Könnte sein. Vielleicht. Und interessant ist aber, dass nicht nur OpenAI solche Deals abschließt, sondern offenbar auch Meta das derzeit prüft. Also es wird geschaut, ob Meta Vereinbarungen mit Nachrichtenverlagen abschließt. um damit Zugang zu Trainingsdaten zu bekommen. Ausgerechnet Meta. Das Unternehmen, das in den letzten zwei Jahren eigentlich nahezu alles dafür getan hat, dass eben diese Nachrichtenverlage, Zeitungsverlage eigentlich nicht mehr gut auf die zu sprechen sind.

39:01 Dennis Horn

Ich finde das alles kein gutes Zeichen für die Frage, wie gut schaffen Staaten oder solche Gebilde wie die Europäische Union es diese Entwicklung. und diese Unternehmen zu regulieren. Ist kein gutes Zeichen.

39:20 Gavin Karlmeier

Ja, man schließt jetzt einfach mal Deals ab. Generell ist bei Meta überhaupt interessant, dass das Modell, das sie schon haben, offenbar noch an Trainings, dass es ihm an Trainingsdaten macht. Weil wenn sie dieses erwägen und gleichzeitig aber jetzt, auch in Deutschland gibt es Leute, die kriegen schon Benachrichtigungen, wenn sie sich bei Facebook anmelden. mit einem Hinweis auf eine Richtlinienänderung, die sich liest mit. Wir bereiten uns aktuell darauf vor, KI bei Meta auf deine Region auszuweiten. KI bei Meta bezeichnet alle Features und Erlebnisse, die generative KI benutzen. Das bedeutet für dich. Das wird zukünftig die Rechtsgrundlage des berechtigten Interesses deine Information zu verwenden, um KI weiterzuentwickeln und zu verbessern. schaffen. Also anders ganz kurz gesagt, Facebook lässt sich von dir jetzt die Genehmigung einholen, dass alle deine Postings verwendet werden können, um die KI zu trainieren.

40:11 Dennis Horn

Ja. So wie bisher Algorithmen. . trainiert wurden mit meinen Daten irgendwie, ne? Ja, genau. Ja, okay.

40:20 Gavin Karlmeier

Du kannst widersprechen, allerdings musst du dafür eine Art formloses Schreiben aufsetzen, was es sehr behelblich macht.

40:27 Dennis Horn

Ja, interessant, an der Stelle. Stelle, was das mit den Privatsphäre-Einstellungen macht, die du festlegst. Also, wir haben ja bei ChatGPT zum Beispiel immer mal wieder den Fall gehabt, dass Leute es geschafft haben. diesem Sprachmodell dahinter ganz konkrete Informationen zu entlocken. Und wenn jetzt dieses Sprachmodell trainiert wird bei Meta mit Texten Für die ich die Privatsphäre-Einstellungen nur für Freunde sichtbar gegeben habe, dann besteht natürlich hier die Gefahr, dass in solchen Fällen Dinge aus dieser Privatsphäreinstellung herausgetrennt und öffentlich angezeigt werden können. Yeah.

41:14 Gavin Karlmeier

Das zum einen, das birgt aber auch die Gefahr, dass du, also ich habe damals als Google den Deal mit Ray. Abgeschlossen hat. Habe ich gesagt, das ist ja eine wahnsinnig gefährliche Idee, weil gerade die Informationen bei Reddit sind auch davon geprägt. Also natürlich abgesehen davon, dass sie davon geprägt sind, dass da sehr viel Rabbit-Holing stattfindet und sehr viele Leute, die es sehr, sehr gut auskennen, dass da auch wahnsinnig viel Chip ist. Posting passiert. Das heißt, du beziehst dich hier auf eine Quelle, bei der es sehr schwierig einzuschätzen ist, auch für eine KI oder vor allem für eine KI, ob das jetzt hier ein für bare Münze zu nehmen, da Inhalt ist oder eben nicht.

41:47 Dennis Horn

Das ist sowieso schwierig. Also aus der Warte heraus ist es eh sinnvoll, das Trainingsmaterial zu begrenzen auf vertrauenswürdige Quellen.

41:57 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und wenn du aber jetzt alle Facebook-Posts zu Rate ziehst. Naja, dann kannst du vielleicht das Modell fragen, warum ist da ein Hubschrauber über den Berliner Westen beispielsweise.

42:07 Dennis Horn

Die Antwort ist Schrapp, Schrapp, Schrapp, Schrapp.

42:11 Gavin Karlmeier

Mach den Hub, macht den Schrauber, Schrauber, Schrauber. Aber weißt du, also. . Also die These, die dem ja zugrunde liegt, ist ja, dass Menschen immer die Wahrheit sagen, weil ansonsten kannst du mit diesen Daten nichts anfangen. Jetzt wissen wir aber von Facebook und auch von Reddit, dass das nicht der Fall ist. Und das ging ganz kurz noch ein Punkt noch. Weil jetzt am Wochenende ging nämlich ein Screenshot rum, wo jemand bei Google diese AI-Übersicht generiert bekommen hat bei einer Frage, bei der er gefragt hat, wie er es schafft, dass der Käse einer Pizza. . wie der so ein bisschen stärker Fäden zieht. So, und als Antwort hat er bekommen, du kannst einfach einen Achtelkap von einem Nicht Giftigen Kleber hinzufügen, damit du der Soße etwas mehr Techymess vermeiden kannst. Und Leute haben herausgefunden, dass das ein Nutzer namens FuckSmith vor elf Jahren bei Reddit als Gag kommentiert hat.

42:59 Dennis Horn

Ja, gut, aber das ist ja auch nicht neu. Also den Fall, dass das Sprachmodell dir Unsinn auskippt und du sagst dann, Moment, das stimmt doch nicht. Und ChatGPT antwortet dir, ach ja, stimmt, in Wirklichkeit ist es so und das ist wieder Unsinn. Das ist ja das passiert. Passiert ja jetzt schon. Also ist jetzt die Frage, wie viel mehr an Problemen damit irgendwie auftauchen, aber ja. Naja, it's a thing.

43:24 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, also was mich so umtreibt, ist, dass diese, dass gerade in Social Media wahnsinnig viel Unfug geschrieben wird. Und das sagte jemand, der wahnsinnig viel Unfug in Social Media geschrieben hat. Und das aber als Grundlage zu benutzen, um ein System zu bauen, das nur anhand von Wahrscheinlichkeiten errechnet, welche Antwort die plausibelste auf Dinge ist, ist super gefährlich.

43:48 Dennis Horn

Ja, ja.

43:50 Gavin Karlmeier

Ja, das ist, was ich sagen wollte. Hier ist jetzt der Jingle für Funktion und Emotionen, aber ich habe keinen Knopf. Wir können ihn live machen.

43:57 Dennis Horn

Wirst du ihn noch einnehmen? Wir machen ihn live. Soll ich mal probieren? Machen wir. Funktionen und Emotionen. Ich habe keinen Unterschied erkannt.

44:08 Gavin Karlmeier

Nein, ich kann es noch. Ich habe nur drei. Sachen. Und eine Sache, die finde ich aber toll daran, weil also da ich freue mich für diesen Podcast darauf. Instagram bietet dir jetzt an, möglicherweise. Dass du Early Access zu Features einschalten kannst. Das ist so eine Art wie bei TikTok gab es mal ein Feature, das ist Lab. Dass du sagst, ich möchte gerne neue Features früher bekommen.

44:30 Dennis Horn

Ja, das sage ich aus Sicht des Unternehmens, das ist ein Bindungsmittel. So wie ein Achtel Cup of Kleber, das ist auch ein Bindungsmittel. Und das ist doch schlau gemacht.

44:41 Gavin Karlmeier

So, das ist meine Emotionen dazu. Gut. Threads, das schickt jetzt Benachrichtigungen. Zweitz verschickt jetzt Benachrichtigung, wenn ein Post mehr als 10. 000 Aufrufe generiert hat. Kriegst du eine Nachrichtung?

44:56 Dennis Horn

Da habe ich überhaupt keine Emotion zu.

44:58 Gavin Karlmeier

Ich ganz doll. Ehrlich? Ja, weil das Das richtet Schaden an in der Welt.

45:04 Dennis Horn

Okay, ich geb dir noch was Wasser.

45:05 Gavin Karlmeier

Ja, bitte. Ich muss mich gleich wieder runter kaufen, wenn ich jetzt einfahre. Ich hatte jetzt schon mal. Boah, ich hoffe, da muss niemand auf Toilette mehr deshalb. Ähm. Ich halte das ja für einen irreparablen Schaden, dass die ganzen Netzwerke gerade auf Aufrufe setzen statt auf Reichweite. Weil Aufrufe ein Wert ist, bei dem immer eine Metrik fehlt, um sie zu verstehen. Also wenn ich deinen Post 40 Mal sehe. . Weil ich zum Beispiel 40 Mal auf dein Profil gehe, dann hast du 40 Aufrufe generiert, aber nur ein Like. Wenn ich deinen Post aber nur einmal sehe und 39 andere auch und den alle liken, dann hast du 40 Likes. Das heißt, du siehst bei dir nur, ich habe zwei Posts. gemacht bei deinem 40 Aufrufe, aber der eine hat nur ein Like, der andere hat 40 Likes, der eine ist ein Erfolg, der andere nicht. Das ist das Problem mit Aufrufen, weil das keine Es ist kein Wert, der sich darauf beschränkt, wie viele Leute diese Aufrufe generiert haben. Verstehst du, was ich meine?

45:56 Dennis Horn

Achso, das ist der Unterschied zwischen Page Impressions und Visits.

46:00 Gavin Karlmeier

Exakt. Oder Visitast. Wenn Threads es aber darauf setzt, diese Aufrufe stärker nach vorne zu stellen und X das auch tut, in bei Videos beispielsweise, dann führt es am Ende nur dazu, dass eine seriöse Analyse Diese Auswertung der Zahlen bei Social Media immer schwieriger wird, weil Leute sagen, da steht doch 150. 000 Aufrufe. Und du, also das erhöht unseren Arbeitsaufwand, also meinen Arbeitsaufwand enorm, weil ich immer wieder erklären muss, warum dieser Wert nicht gut ist.

46:32 Dennis Horn

Ja, und es pusht ja nur noch mehr, dieses ewige. . Dieses ewige Viralding. Also so dieses wie bei TikTok, so einige schießen so richtig nach oben, andere dann kaum. Und ja, okay.

46:47 Gavin Karlmeier

Ja, und also ich finde, es ist halt so wichtig, dass man genau weiß, wie man seine Erfolge misst. Weil ich glaube, dass viele Leute immer sich dann eine Metrik angucken und über Jahre immer wieder diese Metrik vergleichen und dann das Gefühl haben, bei Facebook reiche ich gar nicht. Nichts mehr.

47:01 Dennis Horn

Ja, also das schafft, ich kann verstehen, warum die Plattformen das machen, aber am Ende schafft das natürlich ein großes Maß an Nicht-Einschätzbarkeit. Genau. Senkt damit die Nachhaltigkeit deiner Maßnahmen oder das Gefühl, ich kann hier auf dieser Plattform als Medienanbieter zum Beispiel irgendwie nachhaltig arbeiten, senkt damit das Vertrauen. Und alles wird nun noch kurzweiliger, kurzfristiger und irgendwie verschichtig.

47:29 Gavin Karlmeier

Ja, also du nimmst quasi. Wirklich die Möglichkeit der Analyse, wenn dieser Wert so wichtig genommen wird. Und das finde ich sehr ärgerlich.

47:37 Dennis Horn

Ja, jetzt argumentieren wir aus einer Sicht, in Anführungszeichen, klassischer Medienmacher heraus. Und wir finden Aber vielleicht ist das auch eine Äußerung dazu, für wie wichtig Instagram zum Beispiel oder andere Plattformen die Auftritte solcher klassischen Medien überhaupt noch halten.

48:00 Gavin Karlmeier

Ja, stimmt. Aber auch professionelle Content CreatorInnen machen ja Analysen ihrer Zahlen. Und da ist es jetzt schon so, dass zum Beispiel Storyviews eine wahnsinnig wichtige Metrik sind, wenn es darum geht. wie aktiv ist eigentlich meine Community. Storyviews sind aber unique. Also ich kann eine Story dreimal gucken, ich bleibe ein Storyview. Wenn du das veränderst, also wenn du sagst, es geht nicht mehr darum, Gavin Kai deine Story gesehen, sondern es wurden drei Aufrufe generiert. unter anderem von Gavin Karlmeyer, dann kannst du damit nicht bearbeiten.

48:34 Dennis Horn

Sehr interessant, weil man bei der klassischen klassischen Website-Business ist man ja tendenziell eher davon weg, weil man gesehen hat, dass diese Page-Impressions, dann haben Leute halt einfach Bildergalerien gemacht. Dann war das ein Besucher, aber er hat 40 Aufrufe erzeugt. Das Crazieste, was ich mal gesehen habe, war auf der Westen. de, die sind ja eh krasse. de, die haben so eine kombinierte Foto-Textgalerie gemacht. Das heißt, du musstest ist immer das Foto eins weiter klicken, damit dann der Text aber dazu passt, darunter auch den Text noch eins weiter.

49:05 Gavin Karlmeier

Und lassen wir gerade in jeder dritte Punkt war auch noch ein Placement, also eine Werbung. Bestimmt, das weiß ich nicht mehr.

49:10 Dennis Horn

Aber das, also ja, und da ist man ja eher davon weg, weil die Werbewirtschaft gesagt hat, das ist ja für uns auch gar nicht. Das war auch ein Akt, davon irgendwie wegzukommen, aber das ist ja für uns auch gar nicht mehr nachvollziehbar und schlau. Und jetzt kommt das über diesen Weg so ein bisschen wieder rein.

49:25 Gavin Karlmeier

Ja. Und eine letzte Meldung, Facebook arbeitet daran, dass du Reels jetzt Share to Groups verbreiten kannst. Also, dass du sagen kannst, ich finde das Real toll, ich möchte das in drei bis zu drei Gruppen gleichzeitig teilen.

49:38 Dennis Horn

Keine Emotionen. Doch.

49:41 Gavin Karlmeier

zu ja weil das das das ist notwend seitens facebook weil weil also ich da muss ich auch ausholen ja bitte und zwar wir haben nimm dir die zeit wir haben sie wir haben sie es ist ein schöner abend es ist warm Die Leute sind gerade auf dem Weg zur Republika, hören diese Folge.

49:57 Dennis Horn

Und man hat uns schon dreimal Wasser nachgebracht, obwohl wir bisher nur einen Espresso bestellt und haben auch bezahlt.

50:03 Gavin Karlmeier

Und man muss auch dazu sagen, dass, also full disclaimer, wir befinden uns an einem Hotel, in dem ich zum Beispiel gar nicht schlafe. Das heißt, ich lasse hier, ich koste gerade mehr als das Springe. Hoffentlich hören die das nicht.

50:14 Dennis Horn

Negativer Impact.

50:17 Gavin Karlmeier

Aber es bleibt natürlich als ich bleibe, ich komme vielleicht wieder.

50:20 Dennis Horn

So wie ich das kenne, ist irgendjemand an der Rezeption Haki und dann gibt es ein Problem.

50:24 Gavin Karlmeier

So wie du es kennst, passiert ständig. Also, Facebook möchte jetzt sozusagen ermöglichen, dass du mit einem Knopf ein Reel in drei Gruppen teilen kannst. Schon ganz lange gibt es Leute, die professionell seeden bei Facebook. Also du gehst, du suchst dir ein Thema aus, suchst dir 40, 50 Gruppen und gehst in diese 50 Gruppen gleichzeitig und teilst dort diesen Inhalt, um zu sagen, hey Leute, und machst quasi sozusagen. sagen, ein Organic Growth Hack.

50:49 Dennis Horn

Das ist, was Gruppenadministratoren auch mal sehr mögen. Ja, das finde ich ganz toll.

50:54 Gavin Karlmeier

So, dass das jetzt auch noch automatisiert passiert, ist ja, also da gibt es wirklich überhaupt gar keine Notwendigkeit für, außer dass du sagst, wir wollen, dass diese Leute, die vielleicht gerade abwandern, nicht abwandern. Also geben wir denen irgendein Stück Zucker. Weil diese Gruppen sind eins der Hauptfeatures, die Leute noch zu Facebook bringen. Und das ist eben auch für diese Leute, die halt Content. . generieren. Ein wahnsinnig wichtiger Andock-Punkt, weil man sagt, ach, ist ja toll, da erreiche ich sehr viele Leute, die sich zum Beispiel für Haustiere interessieren.

51:25 Dennis Horn

Gleichzeitig irgendwie ein minimales Ding an Zucker. Also ich meine

51:29 Gavin Karlmeier

Weil es nur drei sind, meinst du?

51:30 Dennis Horn

Wenn sie da einen Achtelkleber brauchen, dann müsste man vielleicht ein bisschen mehr, noch grundlegendere.

51:37 Gavin Karlmeier

Ja, aber es verändert etwas, weil Facebook alle diese Batch Dinge eigentlich abgeschafft hat. Du könntest. Früher konntest du zum Beispiel zu einer Veranstaltung alle deine Freundinnen einladen. Er wollte in den Podcast.

51:54 Dennis Horn

Ja, das wird die Erklärung sein. Anfahren im ersten Gang auch check.

51:58 Gavin Karlmeier

Also, äh, jetzt habe ich den Fahren verloren. Naja. Egal. War die Funktion wohl doch nicht so wichtig. Aber die Emotion traf sie um groß. Nein, jetzt weiß ich wieder. Diese Badgeprozesse wurden alle abgeschafft. Du konntest früher alle FreundInnen zu einer Veranstaltung einladen. Dann konntest du alle FreundInnen zu Seiten einladen. Möchtest du meine Seite abonnieren? Das gibt es alles nicht mehr. Jetzt schaffen sie aber so etwas Ähnliches wieder, vor allem in Gruppen, was sie da. dazu führt, dass du dass sie ultra nervig werden bei Facebook. Wenn du jetzt in den gleichen drei Gruppen bist wie ich, und ich da in den drei.

52:34 Dennis Horn

Ja, verstehe ich, aber wie viel nerviger soll es ist doch egal. Ja, okay. Bin auch überzeugt. Ende. Schön, ja. Dann treffen wir uns wieder. Also heute, wenn wenn diese Ausgabe Erscheint ist Montag, dann treffen wir uns wieder morgen um 18. 45 Uhr, Bündnis. Stage 2, wobei letztes Jahr haben wir auch gedacht, wer ist Stage 2. Dann sind wir auf Stage 1 gelandet auf der Republika.

53:03 Gavin Karlmeier

Zum großen Haken dran-Gipfeltreffen. So ist es mit Nicole Dickmann. Und das könnt ihr dann aber auch, wenn ihr nicht zugegen seid, entweder bei YouTube schauen. Scheiben ist kein Ding.

53:18 Dennis Horn

Er hat das gerade gehört und hat gedacht, schnell zur Station.

53:23 Gavin Karlmeier

Also. Oder am Mittwoch in der Episode. Da gibt es nämlich keine klassische Episode, sondern den Mitschnitt dieses Gespräches zu hören. So, vielen lieben Dank, Dennis, und jetzt gehen wir alle ins Bett. Bis morgen. Bis morgen. Moment.