Was ist eigentlich mit Tesla los, wieso macht die niemand etwas gegen Elon Musk? Wie arbeitet X für den Jugendschutz – und wie geht man dort zukünftig mit Erwachsenencontent um? Und alles über die Instagramtamagotchis!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Pip. Grüß dich, Kevin. Ich will kurz zu meiner Aufnahmesituation kurz etwas sagen. Ich sitze in einem sehr, sehr, sehr heißen Auto gerade, weil dieses Auto stand offenbar, also es stand jetzt eine längere Zeit in der Sonne und da habe ich mich gerade reingesetzt und habe festgestellt, das ist nicht so gut. Ich werde wahrscheinlich immer Wortkarger werden im Laufe dieser Aufnahme. Hast du ein Fenster auf oder so? Ja, habe ich gerade gemacht, aber hier ist direkt vor mir so eine Pommesbude und Leute sitzen davor und ich will die jetzt natürlich auch nicht. Vielleicht solltest du noch ein paar Kilometer fahren sollen und einmal lüften oder so. Wir ziehen das jetzt durch. Wir machen es schnell einfach. Ich habe mir ja angewöhnt, auf mehrfachen Wunsch hin, dass ich meine Gäste vorstelle. Das möchte ich mit dir auch machen. Du bist Philipp Pip Klöckner. Wir haben gerade im Vorfeld schon darüber diskutiert, wie ist eigentlich mit dem Spitznamen, wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen Spitznamen und Künstlername bei dir. Du bist. Ein Podcaster, man kennt dich vom Doppel, Doppelgänger Tech-Podcast, der heißt so, ist richtig, ne? Ja, so ungefähr. Tech Talk Podcast, so das Wort fehlte.
01:06 Pip Klöckner
Das Tech Talk fällt vielleicht irgendwann weg, ich glaube, bei Doppelgänger wird fast so eine Marke, dann können wir es auch noch auf Doppelgängerplan fassen.
01:12 Gavin Karlmeier
Die Leute kennen dich ja so. Man kennt dich aber auch, weil du einer derer bist, die bei den OMRs Vorträge halten, die dann im Nachhinein extrem viel besprochen und weitergeklickt werden. Du bist einer, der sich mit all diesen Themen, über die wir hier sprechen, eigentlich extrem gut auskennt. Und deswegen freue ich mich, dass du heute dabei bist und mit mir auf die Dinge schaust, die sich so am Wochenende ergeben haben. Ich von mich genauso, vielen Dank für die nette Intro. Ja, halt gerne. Ich habe improvisiert, wie man vielleicht gemerkt hat. Wir müssen, ich möchte beim kleinen Housekeeping einsteigen. Wir keep nicht wirklich Themenhaus, die jetzt uns betreffen, aber welche, über die wir schon öfter gesprochen haben. Und zwar geht es um Microsoft Recall. Zur Erinnerung, das war so ein Feature. Oder das ist ein Feature, ein Kommis-Feature, mit dem es die Möglichkeit gibt, alles, was du auf deinem Bildschirm gesehen hast, wieder abzurufen. Und das auf Grundlage von KI-basierter Analysen. Es gab ein paar Kritikpunkte an dieser Funktion, weil diese Funktion offenbar Screenshots dauerhaft anfertigt und diese Screenshots auch noch auf der Festplatte ablegt. Das heißt, du erstellst sozusagen ein Archiv aller gesehenen Dinge, dazu gehören eben auch Im Zweifel Banking-Details oder Erwachsenenfilmchen oder was du dir eben so alles auf dem Computer anschaust. Und Microsoft hat jetzt auf diese Kritikpunkte reagiert und Freitag angekündigt, dass diese Recall-Funktion nicht standardmäßig aktiviert sein wird, sondern dass man sie zunächst. . von Hand einschalten muss, wenn man sie nutzen möchte. Und dass man auch noch ein paar weitere Datenschutzmaßnahmen vornehmen wird, um sie ein bisschen sicherer zu gestalten. Beim letzteren Punkt bin ich ehrlicherweise stark hängen geblieben, als ich das gelesen habe, weil ich gedacht habe, warum muss es dafür erst Kritikpunkte geben bei so einer Funktion, bei der ganz offensichtlich datenschutzrelevante Informationen generiert werden.
02:59 Pip Klöckner
Ja, das ist ein bisschen fraglich, wie ihn das so schnell im Gesicht explodieren konnte, ehrlich gesagt. Sieht wie ein sehr verfrühter Lounge aus. Also dazu gesagt, es hat allerlei Sicherheitsimplikationen. wie gesagt, Banken, aber auch einfach nur die Suchhistorie oder die Kontaktdaten, mit wem ich Messenger oder per Mail schreibe. Eigentlich wird die ganze End-to-End-Kommunikation bei Messengern kompromittiert. Also am Ende habe ich einen Screenshot von Messaging wieder und damit ist das ganze End-to-End-Messaging eventuell wertlos geworden. Trade Secrets Betriebsgeheimnisse, auch ein Riesenproblem. Also Microsoft liest da deine Rechnung mit oder deine Handelspartner. Vielleicht möchten das Unternehmen auch gar nicht. Und dass sozusagen die erste Version dieses Assistenten, der dein ewiges Gedächtnis ist, einfach eine Vielzahl von Screenshots ist, die letztlich dein Leben dokumentieren. Ist dann vielleicht noch nicht die beste Anordnung, sozusagen, von Applikation, um das zu gewährleisten. Und was ich aber spannend finde, ist, dass es Das viel größere Problem von AI zeigt, dass in Zukunft wahrscheinlich diese ganzen Effizienzfortschritte damit gerechtfertigt oder beziehungsweise dass man sagen wird. Wir müssen dir auf die Finger schauen, um damit die AI lernen kann, müssen wir dir zugucken. So ob wenn du gerade Buchhaltung machst oder wenn du eine nervige E-Mail schreibst oder irgendein Excel-Sheet auswertest. Damit wir das lernen können, brauchen wir deine Daten und Zugang dazu. Und dafür werden wir dich aber sozusagen super effizient machen. Aber du wirst dann am Arbeitsplatz eigentlich sämtliche Privacy aufgeben. Damit du wegrationalisiert werden kannst bald und die AI lernen kann von dir, werden alle deine Daten sozusagen freigegeben. In Deutschland können und werden sicherlich Betriebsräte, glaube ich, sehr, sehr hart dagegen vorgehen. Also einerseits, weil sie die Effizienz, glaube ich, gar nicht wollen, zwangsläufig. aber auch weil es wichtig ist, natürlich die Daten zu schützen und was Microsoft deinem Kleinen macht, ist glaube ich ein ganz generelles Problem auch. Das ist jetzt einfach nur schon eins der besten und frühest Beispiele, die diese Probleme auch sehr plastisch zeigen.
04:58 Gavin Karlmeier
Ja, hundertprozentig. Ich finde aber auch an dem, also auch schon zwei Schritte vorher hinkt für mich die Idee etwas, weil die, die, also dass Microsoft offenbar davon ausgegangen ist, eine Funktion an den Start zu bringen, die wirklich einfach Screenshots anfertigt und sie auf deinem Computer speichert und damit halt eben, wie du schon sagst, eben total Sicherheitsbedenkliche Information einfach so ablegt. Ich wundere mich doch stark, dass das nicht eine Also dass man diesen kleinen Shitstorm nicht hat kommen sehen. Also man hätte doch durchaus antizipieren können, dass wir nur mit einem der am meisten genutzten Systeme der Welt. . ein Feature, äh, in die System ein Feature integrierst, das im Zweifel alle Sicherheitsmaßnahmen, die du aufbaust, komplett um Shift und umgeht, weil du eben Grafiken einfach ablegst, dass man sich von vornherein nicht überlegt hat, wie man diesem sozusagen hätte entgegenkommen können, indem man sagt, wir speichern eben nicht Screenshots, weil. Dafür gibt es eigentlich auch gar keine Notwendigkeit, weil rein theoretisch weiß das Betriebssystem noch alles, was passiert. Warum also diesen relativ analogen Weg des Screenshotes wählen? Also es fühlt sich so an, wie du kriegst einen Brief zugeschickt von einem Amt, den musst du dann einscannen. digital was eintragen, dann wieder ausdrucken und per Brief zurückschicken. Für mich fühlt sich das so ein bisschen zu undeutlich sperrig an.
06:17 Pip Klöckner
Ja, ich habe so gedacht, die Entwickler dieser israelischen Spyware Pegasus müssen sich tot machen eigentlich, dass sie sich so lange so viel Mühe gegeben haben, die Accounts von irgendwelchen Nutzern zu kompromittieren, wenn man einfach nur einmal sozusagen in den Rechner rein muss und dann Das Problem ist ja, dass man nicht mal Administratorrechte braucht, anscheinend, hat jemand rausgefunden. Und dass man dann wirklich sozusagen die gesamte Histor des Nutzers hat. Aus so vielerlei Hinsicht ein Albtraum. Und tatsächlich passt es nicht so 100% zu Microsoft, dass sie das so ungar und undurchdacht publiziert haben.
06:51 Gavin Karlmeier
Ja, stimme ich zu.
06:53 Pip Klöckner
Man wollte natürlich auch zeigen, wie weit man voraus ist in AI, dass man der Erste ist, der so einen Assistenten auf einen Mainstream-Desktop bringt oder Laptop bringt.
07:02 Gavin Karlmeier
Ja, und also da muss man dazu sagen, und sie waren auch nicht die Ersten mit dieser Idee. Also es gibt ein Tool, das heißt RewindAI, das im Grunde genau dasselbe ist. Ich habe das getestet und habe es dann nach einer Stunde. Damals so durchgeguckt, was eigentlich so angelegt wurde, auch Screenshots. Und dachte, das will ich auf gar keinen Fall. Also es hatte wahnsinnige Bauchschmerzen bei mir ausgelöst. Und ich bin zwar jemand, der schon ein bisschen auf Datenschutz achtet, aber jetzt auch nicht, Datenschutz ist bei mir nicht immer Prio 1, ehrlich. Ehrlicherweise. Oh, das darf ich ja nicht laut sagen, glaube ich.
07:30 Pip Klöckner
Aber was tatsächlich komisch ist, dass man würde erwarten, dass so eine AI versucht, irgendeine Art von Metadaten oder Konklusio schon aus diesen Sachen herauszuziehen. Also dass so eine Art Hash oder so eine verschlüsselte verschlüsselte Essenz von diesen Screenshots abgespeichert wird, als, also so wie auch vergleichbar mit menschlichen Gehirn, eher, dass einfach sozusagen die Rohdaten ewig vorgehalten werden. Und wenn man dann überlegt, wie sehr wir gegen Vorratsdatenspeicherung sonst aufregen, dann ist absurd.
08:01 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Also ein spannendes Thema, es wird uns wahrscheinlich noch zwei, dreimal unterkommen in nächster Zeit. Ich habe das Gefühl, da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Und ich bin auch gespannt, wie die bessere Lösung aussehen wird, vor allen Dingen.
08:11 Pip Klöckner
Also ich glaube einfach nur in ein paar zusätzliche, wie haben Sie das genannt? Ein paar zusätzliche Datenschutzverkehrungen. Das reicht, glaube ich, nicht, sondern man braucht, glaube ich, ein grundlegend anderes System, das zu bewerkstelligen, ist mein Gefühl.
08:20 Gavin Karlmeier
Ja, würde ich zustimmen. Vor allem gibt es ja ähnliche Entwürfe, zumindest schon auf App-Ebene, bei Apple beispielsweise, also diese Früher ist es Time Machine, ich glaube jetzt das ist nur noch Versionshistorie, ist ja am Ende fast so was ähnliches, wenn du quasi in Pages ein Dokument anlegst, kannst du eigentlich. . jede Revision der letzten Wochen und Monate abrufen, kannst sie vergleichen, kannst du dir alles anschauen. Und das eben nicht alles auf so einer relativ behäbigen, ich mache einen Screenshot davon Basis, sondern eben es werden einfach Veränderungen. abgespeichert. Und ich bin auch gespannt, ob wir wären jetzt heute, Montag, 10. Juni, heute Abend ist die WWDC-Keynote von Apple bei der auch die AI-Verzahnungen in den Systemen vorgestellt werden sollen, ob es da ähnliche Entwicklungen in so eine Richtung gibt. Das heißt, Apple jetzt, äh, ja. stark auf Privacy bedacht. Auf der anderen Seite sind solche Dinge, die so Komfort-Features mit sich bringen. Könnte ich mir vorstellen, dass es da eine ähnliche Entwicklung geben könnte.
09:16 Pip Klöckner
Hast du da ein Bauchgefühl? Also werden Sie irgendwelche Daten vom Handy in die Cloud zurück, also entweder in OpenAI oder Ihre eigene Instanz der AI in der Cloud zurücksenden oder wird sie wirklich 100% offen? Handy, selbst wäre ein Riesenbruch mit dem Apple-Narrativ, wenn du irgendwas von dem Handy zurücksättest.
09:31 Gavin Karlmeier
Ganz genau, weil das macht Apple nie. Also dein Fingerabdruck war lokal gespeichert, deine Helds. Daten sind alle lokal gespeichert. Siri wurde größtenteils lokal verarbeitet. Also ich glaube, oh meine Siri ist ja gerade angesprungen. Sorry für alle, die. . Sorry an allen, die für alle, denen es genauso geht. Mein Bauchgefühl sagt, dass es eine Opt-in-Möglichkeit geben wird, das einzuschalten, aber dass du sozusagen weitgehende Assistenzfunktionen kriegst, die auf dem Gerät lokal stattfinden. Das ist mein Bauchgefühl. Ja, kann ich mir auch vorstellen.
10:04 Pip Klöckner
Das ist so ein kleines Modell, was auf dem Handy läuft, gibt und dann kann man sozusagen bei komplexeren Anfragen und Workload wahrscheinlich Die Cloud nutzen und wird darauf hingewiesen und es stimmt zu.
10:15 Gavin Karlmeier
Das wäre wahrscheinlich auch die beste Lösung. Das glaube ich auch. Glaubst du, es wird tatsächlich Apple Intelligence heißen, wie kolportiert wurde?
10:25 Pip Klöckner
Das hat Mark Gurman geschrieben, glaube ich, der wegen bestinformierteste Reporter bei Bloomberg. Ich glaube nicht, also ich finde das ein schlimmes Wort irgendwie. Und also so dafür, wie Apple bisher den Begriff Artificial Intelligence gemieden hat, die hast du ja nie gehört, sondern sie haben immer ein. Neural Networks und Machine Learning gesagt, also die technischen Begriffe. Aber sie haben eigentlich den Begriff AI so gemieden, als hätten sie den Plan, den später mal zu verteufeln. Als wenn sie sagen, wir nutzen den nicht, damit wir später sagen können. Das AI ist ein Riesenproblem, so wie so ein Privacy, Online-Werbung, bla bla bla. Das verteufeln wir und wir machen aus den Schwächen der anderen unsere Stärke. Deswegen hätte man erwartet, dass sie einen ganz anderen Term prägen. Apple Intelligence wäre mir eigentlich zu nah an AI dran, deswegen. Ich würde sagen, aus Branding oder Framing-Gesichtspunkten ist mir das nicht scharf genug eigentlich. Da hätte man vielleicht länger überlegen können und was finden. was das Apple-Produkt stärker distinguiert gegen den Rest des Marktes.
11:26 Gavin Karlmeier
Ich finde, es ist auch ein bisschen stumpf, der Name. Also er ist nicht besonders nicht besonders geistreich. Und was mich daran so irritiert, ist auch das, was du sagst. Also bis zu dieser iPad-Präsentation vor einem Monat, haben sie in der Tat ja nie AI genannt. Da haben sie das erste Mal die Begriffe AI genutzt. Ich glaube, das tun sie nur, um auf die. . auf die Nachfrage der Leute zu reagieren, die alle jetzt über KI sprechen und alle wollen AI hören, alle erwarten das. Aber in der Tat, dieses eigentliche Apple-Narrativ, dieses It just works, mach dir keine Gedanken darüber, wie es funktioniert, aber Es ist Magie. Dieses Vorgehen, das aufzugeben, halte ich für einen ganz großen Fehler. Weil die das Apple-Versprechen war ja immer. Du drückst auf den Knopf und es kommt irgendwas dabei raus, wo du dir denkst, Wahnsinn, wie haben sie das gemacht? In dem Moment, wo sie aber sagen, ja, wir setzen hier KI ein und machen das so und machen das so, nimmst du diesem Versprechen die eigentliche Magie. Weil du es plötzlich so pragmatisch werden lässt.
12:20 Pip Klöckner
Ja, ich hätte es auch entweder I Assistant genannt oder wieder einfach einen Namen oder Padawan oder irgend sowas ein bisschen nerdiges, aber Apple Intelligence. Ich kann mir es nicht vorstellen, ich wäre überrascht. Aber mal sehen. Schauen wir mal.
12:37 Gavin Karlmeier
Kommen wir zu X. Oder vor allem erstmal zu Elon Musk vorneweg. Elon Musk versucht ja gerade so ein bisschen dafür zu werben, dass die AktionärInnen und Investoren Investorinnen und Investorinnen von Tesla zustimmen, dass er dieses Paket endlich bekommt in der Höhe von 56 Milliarden Dollar, ein Aktienpaket. Dass er eigentlich schon mal zugesichert bekommen hatte, dass ihm dann wieder aberkannt wurde, weil ein Investor dagegen gerichtlich vorgegangen ist. Wir hatten letzte Woche darüber gesprochen, dass die kalifornische Beamtenpensionskasse Calpass die zu den 30 größten Investoren von Tesla gehört, dass die schon dagegen stimmen werden. Jetzt gibt es noch jemanden, einen großen Investor, der dagegen stimmt, und zwar der norwegische Staatspensionsfonds. Das ist der größte Wohlstandsfonds der Welt. Wir hatten ein Volumen von 1,7 Billionen Dollar. Das ist kein Übersetzungsfehler, also Trillion Dollars. sehr viel Geld und die haben auch angekündigt, dass sie nicht oder dass sie dagegen stimmen werden, dass Elon Musk dieses Paket bekommt. und haben eine Mitteilung rausgegeben, indem sie sagen, wir schätzen den erheblichen Wert unter der Führung von Elon Musk gesagt, der Zuteilung. . geschaffen wurde. Trotzdem bleiben wir besorgt über den Gesamtumfang der Prämie, die Struktur angesichts der Leistungsauslöser, die Verwässerung und die mangelnde Minderung des Risikos von Schlüsselpersonen. Ähm, was am Ende eigentlich so viel bedeutet wie, solange Elon Musk hier so viel Macht hat, sind wir eh nicht so richtig happy. Auch wenn er etwas Wichtiges dazu beigetragen hat, dass Tesla da ist, wo es ist.
14:05 Pip Klöckner
Ja, der Norwege Staatsfonds ist dafür bekannt, dass er generell oft gegen zu hohe Vergütungen stößt. Also es gibt so eine Auswertung, dass wann immer die Vergütung über 20 Millionen lagen, haben sie in der Hälfte der Fälle dagegen gestimmt. Also auch zum Beispiel bei Apple oder bei Google. Das heißt, das ist ja jetzt gar nicht eine Kampagne gegen Elon Musk, sondern es ist so ein bisschen ihre eigene Agenda auch, dass sie sagen, so Corporate Greed hat irgendwie Ausmaße angenommen, die wir nicht fördern wollen und deswegen stimmen wir da dagegen. Die besitzen ein ganzes Prozent ungefähr von Tesla, einfach weil sie ob der Schierengröße des Fonds und weil er auch gerne in grüne Unternehmen investieren möchte. Man muss schon das Pro-Argument auch nennen. Das Pro-Argument ist, Elon Musk hat in der Zeit kein Geld erfahren, sondern er hat quasi sehr, sehr ambitionierte Ziele versprochen und erreicht. und dafür eben eine Vergütung von so was ungefähr 10% des Firmenwertes entspricht, versprochen bekommen. Und hat das ein nach allen Maßstäben, die man sich vorstellen kann, so ein eingehalten das Versprechen und verdient insofern auch das Geld. Aber ich glaube, darüber hinaus gibt es aber dieses Governance-Problem, also das Das Board, was diesen Deal verhandelt hat, ihm eben scheinbar hörig ist, weil er aus Lakeien besteht. Und dann die Frage ist Hat dieses Board jemals effektiv versucht, ihn sozusagen zu noch besseren Konditionen zu bekommen? Also das irgendwo zu cappen nach oben oder zu sagen, reicht nicht auf 5% der Firma, wenn man das erreicht? Und das ist, glaube ich, auch, was der Richter damals sozusagen als das Problem gesehen hat, wenn ich mich recht erinnere. Und das andere Gegenargument ist, dass dieses Vergütungspaket 56 Milliarden entspricht und Tesla aber in der Zeit erst 17 Milliarden, glaube ich, an Free Cashflow für seine Shareholder erreicht hat. Also er bekommt quasi das, was ist das, fast dreifache ungefähr von dem Geld, was Tesla jemals erwirtschaftet hat, bekommt er als Vergütung. In sich natürlich klingt das erstmal nicht logisch, obwohl er eben zum Zeitpunkt des der Verhandlung um 750 Milliarden an Wert geschaffen hat. Das muss man fairerweise auch sagen für die Aktionäre. Er wirkt gerade sehr stark auf jeden Fall, also versucht scheinbar wirklich jeden Wähler zu mobilisieren in seinem Account. Ich glaube, jeder zweite Tweet gerade richtet sich eigentlich an die Tesla-Shareholder, um sie zu den Ohren zu bewegen und der ist das richtige Kreuz, äh das richtige Kreuz. zu machen. Und das, was er zuletzt tweetet hat, finde ich noch ganz interessant. Da gibt es einen Tweet von vor zwölf Stunden, also der müsste in der Nacht von Samstag auf den Sonntag getweetet one sein. I've mentioned something like this before, but if any of my companies goes public, we will prioritize other longtime shareholders of my other companies, including Tesla. Loyalty deserves loyalty. Also er verspricht jetzt Ich glaube, weil man ihm kürzlich diese Interessenkonflikte, als er diese Chips da verschoben hat von Tesla zu XAA, das habt ihr, glaube ich, in der vorletzten Folge drüber gesprochen. Da hat sich ja mal wieder sehr stark offenbart, wie groß die Interessenkonflikte zwischen seinen verschiedenen Unternehmen sind. Und jetzt verspricht er quasi den Tesla-Shareholdern. Dass sie bevorzugt behandelt werden bei einem etwaigen IPO von SpaceX oder eben XAI und versucht damit jetzt diese Interessenskonflikte so ein bisschen auszugleichen, indem man ihm so eine Mitmachmedaille gibt oder ähm Finde ich auch etwas desperate. Ich glaube, der Tesla-Kurs bewegt sich relativ schlecht. Das ist am schlechtestlaufenden von den großen Tech-Aktien, hat, glaube ich, rund minus 30 Prozent verloren seit Jahres. Anfangen werden die anderen Jahr hochgehen und jetzt versucht er hier, glaube ich, schon so ein bisschen den Tesla-Kurs zu stützen und damit den Aktionären auch einzureden, dass er diesen Wert geschaffen hat. Weil im Moment sieht es natürlich wieder aus, als wenn er jeden Tag ein bisschen von dem Wert, den er geschaffen hat. verliert. Und dann könnten Leute natürlich auch daran zweifeln, ob jetzt wirklich diese 56 Milliarden bekommen sollen. Ansonsten finde ich es formalrechtlich, aber eigentlich sinnvoll ihm das zu geben. Also würde ich den, also ich neige durchaus dazu, ähnliche Deals zu machen und dann würde ich auch erwarten, dass Leute dazu stehen. Das größte Problem ist aber tatsächlich, dass Es diese ganzen Interessekonflikte gibt und niemanden, der das effektiv kontrolliert. Also dass das Tesla Bord aus Lakaien und wirtschaftlich Abhängigen von Elon Musk besteht und er mit dem Geld der Shareholder, den Assets der Shareholder machen kann, was er will. Und das, wie gesagt, letzte Woche hat er es gerade bewiesen, indem er einfach Chips mehr oder weniger ein XCI verschenkt hat oder zum Vorzugspreis weitergegeben hat.
18:24 Gavin Karlmeier
Und dass er, also glaubst du, es könnte ihm aber gleichzeitig zum Verhängnis werden, dass er gerade so wahnsinnig aggressiv auch droht? das Unternehmen Tesla nahezu wertlos werden zu lassen, wenn ihm nicht seine Stimmanteile erhöht werden, obwohl er eben nicht mehr Anteile im Unternehmen hat. Weil er macht ja schon so eine, wir haben das hier Erpressung genannt, ich weiß nicht, ob das so rechtlich der korrekte.
18:46 Pip Klöckner
Ich würde so Blackmail oder Erpressung nennen, ja, ja, definitiv. Also einerseits hat er natürlich dieses starke Fund, dass alle diese Firmen so stark von ihm persönlich abhängen, dass er in einer sehr guten Verhandlungsposition ist. Andererseits, hätte Tesla jetzt ein effektives Board, das wirklich gute Arbeit macht, dann könnten die eigentlich sozusagen seinen Bluff callen und sagen, wenn du jetzt Tesla verlässt, Dann wird der Kurs am nächsten Tag um 20 bis 30 Prozent einbrechen, wahrscheinlich. Das heißt auch, dass dein Net Worth, dein persönliches Vermögen um diesen Betrag runtergeht. Alle Banken werden anrufen und die, also Man geht ja davon aus, dass viele seiner Übernahmen und seiner Besitzstände auch sozusagen mit geborgtem Geld, wo oft diese Aktien sozusagen als Sicherheit dienen, geborgt sind. Das heißt, das würde ihnen, glaube ich, also ich wäre sehr überrascht, wenn es ihn nicht in Probleme bringen würde, wenn der Kurs so stark einbricht in kürzer Zeit. Ich glaube, dass der kontinuierliche Einbruch gerade schon auch problematisch ist. Und er kann sich eigentlich nicht leisten, dass sein Erstlingswerk oder Meisterwerk Tesla jetzt dem Verfall preisgegeben wird. Also er hat selbst ein persönliches Interesse daran, dass es Tesla gut geht und deswegen. müsste das Board eigentlich härter verhandeln, wäre mein Take. Aber wir wissen, das Board tut das eben nicht. Und deswegen wird es. weiter letztlich den den den willen von elon mask einfach nur unterzeichnen oder absegnen
20:10 Gavin Karlmeier
Er hat übrigens selber gesagt, dass der norwegische Staatsfonds nicht zustimmen wird, dass er das nicht cool findet, S Othon. Finde ich cool. Wo du gerade in Akzeptist.
20:23 Pip Klöckner
Ich bin ein norwisches Staffel und einen der zehn größte Investoren, ich glaube der sieben größte Investoren in Tesla mit 1%, also wirklich signifikant.
20:29 Gavin Karlmeier
Ja, und ähm, kann ja auch durchaus zu einem Nachahmung anregen, dadurch, dass sie es jetzt schon ankündigen, dass sie sich so verhalten, was sie mit Sicherheit auch damit bezwecken. Ähm, wo du gerade den Tesla-Aktienkurs angesprochen hast, weil jetzt habe ich hier mal endlich jemanden, den ich fragen kann. Wie kann man das erklären, dass der Tesla-Aktienkurs aber sich nicht so verhält, wie man annehmen würde, wie er sich verhält, wenn zum Beispiel so Quartalzahlen veröffentlicht werden oder so Ankündigungen veröffentlicht werden, dass Tesla eigentlich alles, was man. . von dem Unternehmen erhoffen würde, wie jetzt kommt ein günstiges Auto oder wir bauen jetzt hier eine neue, neue Robotiksysteme. Wenn das alles ausbleibt, all diese Versprechen immer platzen, aber der Kurs nicht massiv einbricht, woran liegt das? Das ist eine gute Frage.
21:10 Pip Klöckner
Also einerseits ist, glaube ich, dass es sehr schwer ist, gegen Tesla zu wetten, weil Ich habe mich jetzt neulich gefragt, selber auch tatsächlich, ob es nicht an der Zeit ist, sozusagen dagegen zu wetten, weil der Automarkt wirklich unheimlich schwer bleibt. Aber das Problem ist, dass durch diese Vision Also bekommt Elon Musk es ja zum Beispiel hin diesen Optimus-Roboter wirklich in den nächsten zwei Jahren auch nur ansatzweise betriebsfähig zu bekommen, dann ist das natürlich nochmal ein viel größerer Markt, der größer ist als zumindest der Anteil am Automarkt, den er haben kann mit einer einzelnen Marke. Und diese Vision halten die Company einfach immer wieder über Wasser. Und man muss sagen. . . Also die ganz operativen Zahlen, also wie viele Autos verkauft werden, die Produktionszahlen, die Margen und so weiter, die sind größtenteils schon so antizipiert. Die sind inzwischen relativ transparent. Also man kann dann so oft in die verschiedenen Kfz-Zulassungsbehörden der Länder schauen. Auch aus China gibt es so wöchentlich Daten. Es gibt Leute, die irgendwie die Containerschiffe tracken oder die, die Bahn und Lkws, die vom Werk, von oder Du kannst mit Satelliten überwachen, wie viele Autos gerade auf den großen, jetzt irgendwie in Bremerhaven stehen oder in Rotterdam oder auf irgendeinem Zwischenlager. Und deswegen weiß man relativ genau, wie viele Autos jetzt ausgeliefert werden. Das heißt, es überrascht den informierten sozusagen Tester-Investor in der Regel nicht mehr. Und daraus kann man dann mehr oder wie auch die Margen so ein bisschen ableiten. Das heißt, keine dieser ganz operativen Zahlen war jetzt super überraschend in letzter Zeit. Dass man ihm verzeiht, dass er immer wieder diese leren Versprechungen macht. Das ist wahrscheinlich so ein bisschen der sogenannten Retail-Anlegerbasis zu Schulden. Ja, denen muss man das anlasten. Das ist einfach, ist diese mehr oder heillosen Fans gibt, die das mögen und die das einfach nicht sanktionieren. Also die das ist so eine Art Co-Abhängigkeit, nennt man das, glaube ich. Hätte er jetzt einen Drohung, also hat er ja, aber. Also vermeintlich. Aber hätte jetzt aussehen. Also, du weißt, wie ich es mein. Also die Leute sagen, deren eigenes Wertgefühl hängt dann ja auch davon ab, dass sie jetzt in dem richtigen Unternehmen ist. Und man will sich auch nicht eingestehen. Dass das jetzt eventuell scheitern könnte. Also, dass Tesla eigentlich nur noch ganz langsam wächst oder ja sogar schrumpft, dass die Margen gerade immer kleiner werden. Und das ist natürlich ein Problem der gesamten Autoindustrie gerade, aber es betrifft eben auch Tesla. Du willst natürlich nicht sagen, das ist jetzt auch nur ein besseres VW geworden, das nicht mehr wächst, das nicht besonders profitabel ist, sondern du willst natürlich daran glauben, dass die nächste Welle, dass irgendwelche Solardächer, irgendwelche Tunnelbohrat, das ist irgendwelche. Oder jetzt eben die Roboter kommen. Und ich meine, wer Robotikmark ist riesig. Ich glaube schon, dass das spannend ist und deswegen würde ich auch nicht dagegen wetten. Weil wenn er das irgendwie hinbekommt, dann ist das tatsächlich super spannend nochmal. Die Frage ist eben, ob er ausreichend inzentiviert und motiviert ist, das zu tun, weil er ja relativ klar sagt, er möchte eigentlich nichts Sinnvolles mehr bauen in der Firma, wo ihm nicht mindestens ein Viertel gehört.
24:06 Gavin Karlmeier
Ja, okay, aufregend. Aber kommen wir zu Ex, bevor wir uns da in Tesla verlieren. Ex hat ja in der vergangenen Woche angekündigt, die. . . Richtlinien für Erwachseneninhalte, also oder wie wie manche Medien schreiben, die Pornorichtlinie angepasst zu haben. Ähm, und es gab direkt Bedenken, weil nach dem DSA eine technische Maßnahme zur Verfügung stehen müsste, um auszuschließen, dass Minderjährige auf diese Inhalte zugreifen können. X versucht da jetzt so ein bisschen darauf zu reagieren, indem sie angekündigt haben und das ist tatsächlich eine glaube ich, große Veränderung des Netzwerks, dass pornografische Inhalte zukünftig nur noch per Opt-in angezeigt werden. Das heißt, wenn du dich bei X registrierst, werden dir Inhalte, die für Minderjährige nur für Minderjährige gedacht sind oder nein, die nicht für Minderjährige geeignet sind, so, werden dir per se nicht mehr angezeigt, es sei denn, du schaltest das von Hand ein. Das ist etwas, das kennen wir von Google auch mit diesem Safe Search. Wenn du nicht eingeloggt bist, dann siehst du solche Inhalte gar nicht erst. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das der EU reichen wird als technische Maßnahme zur Verhinderung, dass Minderjährigen solche Inhalte angezeigt werden. Aber das ist tatsächlich eine, finde ich, ziemlich maßgebliche Veränderung des Netzwerks, das relativ lange eben das so toleriert hat, dass dort Erwachseneninhalte neben klassischen Inhalten stattfinden.
25:30 Pip Klöckner
Ja, also es gibt ja diesen Satz, Defaults matter. Und wenn du das wirklich zu Default-Einstellungen machst, dass man das nicht mehr sieht, dann wird Twitter von heute auf morgen. . Sehr, sehr uninteressant, glaube ich, für diese ganze Industrie. Das war bisher ein großartiger Kanal, um hauptsächlich Menschen sozusagen weiterzufannen in ein anderes monetarisierbares Produkt. In der Regel OnlyFans oder irgendwelche Bezahlporenseiten. Und da könnte ich mir vorstellen, dass es der größte Kanal war in der Vergangenheit für viele Anbieter zumindest. Und wenn jetzt wirklich das Default sein sollte, man sieht das nicht und man muss das aktiv einoptieren. Dann gibt es, glaube ich, gar nicht so viele Leute, die sich daran erinnern. Also ich bin gespannt, wie Twitter die sozusagen das Interface macht, um diese Entscheidung zu treffen. Also wie stark sie einen erinnern. Möchtest du das nicht sehen oder wie das ist? Und dann muss man sich natürlich fragen, was macht der Nutzer, der eigentlich keine Altersangabe angegeben hat oder kein Geburtsam bei Twitter? sagte dann, nein, ich möchte das nicht mehr sehen. Also der 14-jährige Pip, wenn den die Plattform gefragt, möchte ich keinen Pond mehr sehen, ich weiß, was der angeklickt hat. Ich habe irgendwie Aventurti Frutti kam auch nicht auf Atem geschaltet. Ähm, von daher die Wirksamkeit würde ich prinzipiell in Frage stellen. Aber ich bin gespannt, wie sie das umsetzen werden. Woran ich glaube, dass die Default-Einstellung erstmal einen riesigen Umbruch mit sich bringen würde. Und prinzipiell wahrscheinlich auch der richtige Weg ist. Ob das streng genug ist, kann man wahrscheinlich immer extremere Positionen auch nochmal befürworten. Aber ich glaube, es ist erstmal ein sehr mächtiges Mittel, das per Default auf sozusagen safe zu stellen. Was man aber, um das wieder zu relativieren, muss man natürlich sagen, hat Twitter X die Mittel. diese Distinguierung des Contents so klar zu machen. Also da würde ich ein Ehrenfragezeichen machen. Also dieses Default zu ändern ist glaube ich ganz schlau. Ob man dann davon überzeugt ist, dass man die Inhalte ausreichend filtern kann. Da bin ich mir wiederum nicht so sicher.
27:27 Gavin Karlmeier
Also Sie haben ja in die. in diese Pornorichtlinie, von der ich gerade gesprochen habe, haben sie ja reingeschrieben, dass du solche Inhalte zukünftig nur noch hochladen darfst, wenn du an dieses Häkchen setzt, dass es sich um einen solchen Inhalt handelt. So, klar, mir ist auch völlig klar, dass viele Leute es nicht tun werden, aber das ist theoretisch die Richtlinie. Wenn sie dann sozusagen noch einen. . Moderationssystem und vielleicht so einer, ne, Moderation gibt es ja nicht bei X, aber ein KI-gestütztes System haben, um nackte Haut zu identifizieren. Könnte ich mir vorstellen, dass das vielleicht schon einen Großteil tatsächlich ausfiltern könnte. Aber in der Tat, klar, also Lücken gibt es da reichlich und wie gesagt. Ich glaube, es reicht auch nicht, ein Geburtsdatum anzugeben, um eine technische Maßnahme als technische Maßnahme zum Schutz von Minderjährigen für die EU nachweisen zu können. . Interessant ist aber die Zahl, die ich dazu gefunden habe, dass es eine Studie unter Jugendlichen gibt, die sagen, dass sie auf X mehr pornografisches Material gesehen haben als auf Pornowebseiten in ihnen. Und zwar 41% der befragten Teenager haben auf X schon Pornografie gesehen. Aber nur 37% auf Porno-Websites.
28:31 Pip Klöckner
So, das ist schon relativ deutlich, ehrlicherweise. Ich würde doch sagen, es ist Also im sonstigen Web kann man ja relativ klar sagen, möchte man das oder nicht. Einfach weil im normalen Webs kaum Verlinkungen sind, sondern es sind ja fast so Splinter-Webs, wo du so das Pornweb gibt es kaum Verlinkung, also im wortwörtlichen Sinn eine Verlinkung zwischen den beiden Bestandteilen. Bei Twitter wiederum ist es so, dass man dem quasi nicht aus dem Weg gehen kann. Also mich wundert, dass es Nutzer gibt, die auf Twitter aber noch nie Porn gesehen haben. Ich wusste mich viel mehr, was die anderen 60 Prozent. Stimmt. Was mit den D nicht stimmt, ob die nicht Porn nicht erkennen. Obwohl man eigentlich die Regel porn zu erkennen ist ja, you know it when you see it. Aber deswegen, das wundert mich eher.
29:12 Gavin Karlmeier
Geil, wir sollten irgendwann mal eine ganze Stunde darüber sprechen, wie man Porno identifiziert. Sehr gern, sehr gerne. Mit Fachleuten. Genau, wir holen uns Experten dazu. Es gibt eine Untersuchung von NBC News. Die haben nach Hashtags gesucht, wie zum Beispiel White Power oder Unite the White, also offensichtlich rassistische Hashtags oder Hashtags, die zumindest demokratie zersetzend, rechtsradikalisch. radikal, nationalistisch und so weiter und so weiter sind und haben festgestellt, dass es durchaus Unternehmen gibt, die gezielt bei diesen Hashtags Werbung platzieren. und haben eine Anfrage an X geschickt und haben gesagt, hey X, könnte es sein, dass Unternehmen gezielt Werbung schalten bei Hashtags wie Unite the White oder White Power? Und daraufhin hat Ex. . Erstmal nicht umgehend reagiert, aber auch nicht bestritten, sondern sie haben gesagt, wir haben bereits Maßnahmen zu einer Reihe dieser Bedingungen ergriffen und unseren Ansatz werden wir weiter aus. bauen, haben auch selber nochmal ein Statement zur Brand Safety rausgegeben und haben, das schreibt NBC News später, im Laufe der Zeit jetzt schon von fünf dieser 20 Hashtags, bei denen diese Werbung identifiziert wurde, die Werbung entfernt. Was, finde ich, vor allem zeigt, dass diese ganzen Recherchen und journalistischen Untersuchungen tatsächlich eine Veränderung herbeiführen können. Das ist müßig, aber es kann etwas verändern.
30:36 Pip Klöckner
Ja. Was ich auch ganz interessant finde, ist, dass ja quasi Linda Jaccarino ist und der gehässige Ex-Freund so ein bisschen, weil sie war ja vorher bei NBC, wenn ich mich richtig erinnere, also die derzeitige angebliche CEO von Warum hat man, hast du irgendwas von der gehört? Also ihr betrachtet das ja noch engmarschig ganz sicher, aber Lena Jaccarino hat man seit zwei Monaten eigentlich nichts mehr gehört, oder?
30:55 Gavin Karlmeier
Nee, man hat vor allem nicht mehr mitbekommen, da haben wir, glaube ich, in der letzten oder vorletzten Folge drüber gesprochen, dass die eine Person die sie von Universal NBC mitgebracht hat und die ihre rechte Hand bei Ex war. Stimmt, die ist die Person, die für alles verantwortlich ist, was so Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mit der Presse angeht, aber auch so Operations leitet und so, also ihre rechte Hand ist quasi, dass diese Person Ex jetzt gerade verlässt, was nicht zwangsläufig dafür spricht, dass die Position von Linda Icarino gestärkt wird.
31:20 Pip Klöckner
Und man würde ja auch davon ausgehen, dass dann dieses Werbebusiness, also genau sowas, und also Ad Safety ist ja eigentlich genau Ihr Auftrag, wenn ich das richtig verstanden, oder einer ihrer größten Baustellen, was NBC jetzt gerade da wieder reinschießt, hat so ein bisschen Geschmäckler. Auch, aber ist natürlich vollkommen richtig. Also, sie nehmen ja vor allen Dingen auch erstmal ihre Aufgabe als Journalisten wahr. Und natürlich ist mal wieder kein Good Look für Twitter an der Stelle. Aber es zeigt eigentlich, was immer so ein beeindruckendes, wie schnell Dinge sich verändern können, wenn man will. Also die Frage ist, was fehlt euch denn eigentlich, um euch diese Gedanken denn selber mal zu machen? Also es fehlt wahrscheinlich Personal. Es gibt einfach niemanden mehr in diesem Unternehmen, der sich die Gedanken macht und dann maß. Elon Musk ist es ganz sicher nicht. Aber jetzt, das ist zum Glück die gute Funktion der vierten Gewalt, dass die da drauf schaut. Aber man würde sich eigentlich wünschen, dass ein Unternehmen auch so ein bisschen sich selbst damit beschäftigt. eigentlich nicht die gesamte QA oder wir sagen Quality Assurance für Twitter als Netzwerk extern nochmal darstellen musste.
32:23 Gavin Karlmeier
Aber es ist ja so ein bisschen wie die Community Notes, die das Fact-Checking und die Moderation für das Unternehmen übernehmen. Man will sich einfach nicht damit befassen, sondern man denkt sich, naja wenn es die Leute stört. Dann sollen sie Bescheid sagen. Also es ist ein bisschen zu einer Unternehmenspolicie geworden, also so eine Unternehmensvorgehen, finde ich. Ist zumindest so die Außenwahrnehmung. Hinzu kommt, glaube ich, auch noch zu all dem, was natürlich stimmt, was du gesagt hast, ist, dass man erstmal, glaube ich, im Moment auch jeden Dollar nimmt, den man bekommen kann und dafür sich solche Gedanken vielleicht auch sehr bewusst einfach gar nicht machen möchte.
32:56 Pip Klöckner
Ja, mein Gefühl ist immer, dass der wirtschaftliche Impact dieser Edge Cases gar nicht so groß ist. das zu policen oder versuchen das jetzt zu unterbinden, ich glaube, das hätte auf der Kostenseite schon Aufwand, dass man viel Werbegeld damit verlieren würde. Da bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht so sicher. Aber vielleicht unterschätze ich auch, wie groß diese Hashtags oder Netzwerke um diese Begriffe herum sind. Es wäre ganz spannend, mal so ein Tortendiagramm zu sehen von so einem Persona auf Twitter. Man ist ja selber mal so in seine Blase. Ich denke natürlich, das sind nur ein paar recht Idioten, die da abhängen, weil vielleicht ist das tatsächlich auch ein signifikanter Anteil inzwischen in den USA.
33:38 Gavin Karlmeier
Es gibt eine Grafik, die ist mir jetzt nochmal untergekommen, die geht jetzt nicht direkt auf das ein, was du sagst, aber ein bisschen Die ist schon ein Jahr alt, aber das ist eine Grafik über die Verbreitung von Klimaleugnungstweets auf Twitter, eine nette Und da sieht man, dass die im Jahr 2022 massiv zugenommen hat. Also dass davor eine relativ gerade niedrige Linie und einen Sprung komplett in die Höhe im Jahr 2022 und der Text zu diesem Post, in dem diese Grafik zu sehen war, war nur Es wirkt fast so, als hätte sich 2022 irgendetwas an Twitter verändert. Ja, genau. Das wird wahrscheinlich viele andere Themen dann genauso betreffen. Glaube ich, genauso, ja. Also ich glaube, das hat sich einfach auch vom Publikum her massiv verändert und Dass NBC nach solchen Hashtag sucht wie White Power, ist sicherlich nicht ganz zufällig passiert, sondern man hat sich offenbar sehr gezielt auch überlegt, was mutmaßen wir eigentlich, wer da so unterwegs ist gerade. Okay, dann ist es, das hier ist jetzt die Brücke in Funktionen und Emotionen. Ein Thema, über das wir nämlich gesprochen haben, dass jetzt schon Leuten ausgerollt wird, eine Funktion, die wir schon mal hier besprochen haben. Und zwar geht es um diese Veränderung des Instagram-Algorithmuses, nicht mehr nur die größten Follower, äh, die followerstärksten Accounts, so ist es richtig, followerstärksten Accounts, mit Reichweite auszustatten, sondern auch die Client-Creator zu supporten, indem man Also angenommen ich mache ein Real und das ist witzig und das geht viral und dann kommt eine Seite, die so Inhalte kuratiert und weiter ausspielt wie Puberty zum Beispiel oder. oder Meme sah oder so, es gibt da Dutzende davon, dass wenn die dort mein Video erneut hochladen, dass unter diesem Video dann Credit für mich gegeben wird, automatisiert, ohne dass man das händisch auswählen muss Und dass das jetzt ausgerollt wird gerade. Also das kommt bei den Leuten gerade an und sieht dann so aus, dass du eine Push-Nachricht kriegst als Urheber sozusagen, wo einfach nur drin steht ein Reel von. Wem auch immer, gib dir jetzt gerade Credit für dein Original Content. Und das finde ich, ich kann gar nicht als Kreativer genug in Worte fassen, wie fantastisch ich diese Idee finde, zu sagen, wir. Geben jetzt Respekt an diejenigen, die die Inhalte zuerst erstellt haben und nicht nur an die, die die größte Reichweite damit aufbauen.
35:52 Pip Klöckner
Habe ich große Sympathie für, beziehungsweise kann ich nachvollziehen. Was ich mich frage, ist einerseits, was macht das mit veränderten Memes? Also ich nehme ein klassisches Meme und verändere aber die Schrift darauf einfach. Also wird das richtig erkannt?
36:08 Gavin Karlmeier
Ich würde unterstellen, dass es da keine Falschpositiven gibt, weil du, weil das vermutliche technisch tatsächlich eine Überprüfung ist, ist, dass eins zu eins derselbe Inhalt oder nicht. Vermutlich ist.
36:20 Pip Klöckner
Dann wiederum wäre die Frage, werden Leute das Mini mit Absicht minimal verändern, um genau das zu unterdrücken? Das ist das Erste, woran ich glauben würde. Und das andere ist, habe ich nicht damit jetzt ein Incentive geschaffen, dass ich Ähm, es gibt ja quasi Leute, die Inhalt auch Cross-Plattform klauen. Also die sehen auf Twitter oder Reddit typischerweise, wahrscheinlich Reddit oder Fortchend, wo Dinge zuerst entstehen. Sehen sie Dinge und dann publizieren sie einfach über andere Netzwerke hinweg. Und kannst du jetzt nicht dadurch quasi Menschen sogar das Recht nehmen, ihr Credit zu bekommen, Wenn ich mir was von auf Reddit von Nutzer klaue und als erster auf Instagram poste, dann werde ich ja für immer Credit als Erstposter bekommen. Ich will nicht sagen, dass das System dadurch schlechter wird, ne? Es hat ein neue Probleme, die es mitbringt, aber ich kann die Sympathie vollkommen nachvollziehen und Ich würde auf jeden Fall, dass insbesondere die Leute auch zuerst berichtet haben, eventuell, oder eben kreativ gearbeitet haben und irgendwie ein Meme oder ein gutes Video zuerst gemacht haben, dass die da Also lebenslang referenziert bleiben dafür und nicht andere Leute das halt ihr es verkaufen. Gibt es auf LinkedIn ja auch Riesenprobleme mit und anderen Netzwerken. Von daher hat Instagram, glaube ich, erstmal in die richtige Richtung gearbeitet, auf jeden Fall. Das würde ich in hundert Prozent attestieren.
37:34 Gavin Karlmeier
Ja, aber klar, jedes System kann ausgetrickst werden. Ich erinnere mich daran, dass früher um das Content-ID-System von Musikvideos bei YouTube zu umgehen dass du dafür einfach nur das Bild spiegeln musstest. Also es gab einige Videos von Leuten, die von Musikvideos, so Uploads, die einfach nur gespiegelt waren oder so um also auf 105%iger Geschwindigkeit abgespielt wurden oder bei Facebook gab es das oft dass so Videos dann ein so ein transparentes kleines Viereck auf das Video gelegt haben, dass sich immer wieder einfach nur über das Bild bewegt, um eine Veränderung zu haben und so. Solche Hacks werden mit Sicherheit auch passieren und auch kommen, das wird sich wahrscheinlich gar nicht verhindern lassen. Aber immerhin gibt es mal eine Entwicklung in die richtige Richtung.
38:16 Pip Klöckner
Ja, so ein bisschen wie beim Fahrrad klauen. Also das bessere Schloss erhöht schon mal den Aufwand und das macht es ein klein bisschen unattraktiver für die anderen.
38:24 Gavin Karlmeier
Es gibt kein sicheres Schloss, ne? Genau. So, warte mal kurz. Ja, ich muss kurz hier diesen Dschingle. Kommt jetzt gleich. Das ist immer Roulette, wie lange es dauert, bis es losgeht, wenn es hier remote ist. Funktionen und Emotionen. Es ist wirklich völlig. Niemand weiß, wann er kommt. Man drückt den Knopf und mal sehen. Wir fangen an mit Facebook. Facebook, ähm, wenn du jetzt einen Textpost auf Facebook veröffentlichst, kriegst du direkt danach eine Nachricht, in der drin steht. Menschen werden mit Postings, in denen ein Foto ist, stärker interagieren.
39:11 Pip Klöckner
Ja, also meine Emotion ist einerseits, denke ich, das wäre doch eigentlich nicht nötig. Andererseits sagt es vielleicht einiges über den Geisteszustand der Menschen, die noch auf Facebook sind und vielleicht ist es für gerade die eben doch nötig, ihnen solch selbstverständliche Dinge zu erklären. Aus Sicht der Plattform macht es bestimmt Sinn, die User da noch mehr zu guiden. Vielleicht verstehen sie dann auch, warum Ihre bisherigen, so zweizeitigen Messages nicht so gut angekommen sind in der Familie. Und mehr kann ich dazu auch schon gar nicht sagen. Also, mein Emotionslevel zu Facebook hält sich insgesamt in Grenzen, habe ich es gefühlt.
39:49 Gavin Karlmeier
Ich finde trotzdem, dass die Also wann immer Meta Hinweise darauf gibt, wie der eigene Algorithmus funktioniert oder was im System gut funktioniert Ähm, das ist jetzt so, dass es themenübergreifend gilt für alle Plattformen, aber an alle da draußen, die als Social Media Inhaltserstellende arbeiten Das sollte man sich immer zu Herzen nehmen, weil das immer Hinweise darauf sind, dass da wirklich eine massive Diskrepanz in der Reichweite, in der Interaktionsrate entsteht, wenn man zum Beispiel kein Foto an einen Post dran bappt bei Facebook. Das machen die nicht so oft, aber wenn sie es tun, dann sollte man das ernst nehmen. Du kannst jetzt auch in der EU von Facebook zu Threads cross-posten Was interessant ist, weil Facebook nicht möchte, dass du nur Texte veröffentlichst, während bei Threads nur Texte ganz gut funktionieren.
40:37 Pip Klöckner
In Konjunktion mit der ersten Nachricht natürlich besonders lustig. Obwohl du kannst ja auf Threads ja schon Bilder einbinden. Ja klar, das geht schon. Aber ja, wahrscheinlich hat man das vorher wirklich wasserdicht machen wollen, auch wieder wegen Digital Services Act, nehme ich an. Verbindung von verschiedenen Netzwerken immer ein Kritikpunkt der EU ist. Jetzt hat man offensichtlich einen Weg davon, es so zu machen, dass es keine gegenseitige Bevorteiligung ist. Und es sollen natürlich wahrscheinlich Threads wieder ein bisschen Leben einhauchen auch. Also wenn man jetzt, nachdem man die Instagram-Crew einmal durchgeprügelt hat durch Threads und das Wachstum wieder ein bisschen stagniert, versucht man. Dann, also, oder man glaubt, Threads ist jetzt stark genug von der Meinungsbildung, dass man jetzt auch die Facebook-Nutzer zu Threads bringen kann. Das birgt natürlich ein gewisses Gefahr. Also gewisse Gefahr. Wenn du jetzt die Facebook-Leute auf Threads hetzt, ähm Kann das natürlich auch nochmal ein weniger schöner Platz werden, eventuell.
41:38 Gavin Karlmeier
Das ist wohl wahr. Also meine, ich habe ja so die Beobachtung, dass viele Leute von Facebook direkt zu TikTok gegangen sind. Und dass sie sozusagen die Instagram-Zeit völlig geskippt haben. Weil diese Art der Diskussionskultur, wie wir sie bei Facebook sehr oft erleben, dass sie so sehr, wie soll ich sagen, emotionsgeladen ist, positiv formuliert. Das finde ich eher bei TikTok wieder, als dass ich das stark bei Instagram beobachte.
42:05 Pip Klöckner
Ja, würde ich auch sagen. TikTok und YouTube-Kommentare sind am ehesten. Genau.
42:10 Gavin Karlmeier
Instagram testet eine neue Funktion namens TryReels. Damit kannst du als Creator ein Reel hochladen und dieses Real, wenn du dir das als Trial sozusagen markierst, wird nicht deinen Followerinnen und Followern angezeigt, sondern nur. sozusagen den Leuten, die dir nicht folgen, ausgespielt, denen der Inhalt im Zweifel empfohlen worden wäre. Das hilft ganz gut, um so ein bisschen herauszufinden, was funktioniert eigentlich gerade, was funktioniert bei Leuten, die mir nicht folgen, wie kann ich mal so ein bisschen aus der eigenen Bubble rausgehen. Hochinteressant finde ich das.
42:41 Pip Klöckner
Ja, also ein schönes niedrigschwelliges Angebot, um einfach zu testen, wenn man sich vielleicht schämen würde für den Inhalt vor anderen Leuten. Macht irgendwie die Trennung aus dem engeren Kreis und sagen, dass man aber neue Leute erreichen würde. Nochmal klarer. Bin mir sicher, dass Instagram sich das gut überlegt hat. Und ich glaube, das ist ein Haupthinderungsgrund von Menschen, dass sie Reels nicht probieren, weil sie es nicht richtig Verstehen, wo es dann auch erscheint und wer es bekommt und so ein bisschen gesellschaftliche Ächtung auch fürchten, vielleicht wenn es nicht cool wird. Und das einfach mal zu testen und Wäre ich Facebook oder wäre ich Instagram, würde ich natürlich Leuten, die das jetzt das erste Mal testen, immer ein bisschen extra Reichweite geben, damit sie denken, sie sind auch besonders cool und sie damit zu regelmäßigen Reels post und zu erziehen. Und damit dann schafft man es dann wahrscheinlich, dass Instagram noch ein bisschen TikTokiger wird als vorher, wenn noch mehr Leute Reels posten. Aber das brauchen wahrscheinlich, merkt Instagram, dass nur eine kleine Prozentzahl der Nutzer Reels kreiert. Also konsumieren tun natürlich schon relativ viele, aber es kreieren noch nicht genug welche. Und um die zu aktivieren, macht man, glaube ich, jetzt so ein niedrigschwelliges Angebot und hängt da so eine Karotte hin. Macht das Instagram-Sicht Sinn, ist für die Nutzer aber auch sinnvoll und hat gleichzeitig, glaube ich, keine negativen Effekte für die sonstigen Konsumenten der Inhalte.
44:04 Gavin Karlmeier
Ich finde es super spannend. Was ich daran aber so interessant finde, ist, dass Instagram sich damit so ein bisschen ein bisschen nackter macht. weil du plötzlich Dinge erfahren kannst über die Performance deiner Inhalte, die das eigene Netzwerk so ausblenden. Und ich habe das. Ich finde, dass das sowas, also Dinge, die so ähnlich sind wie diese Funktion, passieren sehr selten bei Meta. Aber ich sehe das Argument des Du nennst natürlich auch, dass es halt eine Karotte sein soll, so ein bisschen mal zeigen. Was so geht da draußen.
44:37 Pip Klöckner
Es ist ja auch relativ neu, dass du überhaupt Leute erreichen kannst über den Netzwerk hinaus. Bei Instagram, bis vor kurzem, also bis vor Reels, war das ja eher die Ausnahme als die Regel. Und ja, und ich meine, es zeigt einfach auch den Weg weg vom Social Graph zum Interest Graph oder Engagement Graph, wie auch man das nennen möchte. Und dann ist es vielleicht auch schlüssig, aber es ist ein Novum, da bin ich bei dir. Es ist ein Schritt, aber es ist ein konsequenter Schritt. Also es ist die Strategie weitergedacht und durchdacht, glaube ich.
45:08 Gavin Karlmeier
Und dann gibt es sozusagen das absolute Gegenteil dazu. Wenn du nämlich ein Reel erstellst und als Entwurf speicherst, kannst du diesen Entwurf. . deinen ausgewählten FreundInnen weiterleiten. Also du kannst sagen, ich habe hier einen Entwurf und dann schickst du das mir und sagst, ey Gavin, kann ich das so machen? Und dann darf ich mir das angucken und dann kann ich das kommentieren, bevor du es hochlädst.
45:31 Pip Klöckner
Ja, einerseits sagen sie es funktionar das Gegenteil, aber ich glaube, es hat einen ähnlichen Hintergrund, damit das ich Dinge heimlich vertesten kann und nicht in the open experimentieren muss mit Inhalten, die mir eventuell später peinlich sein könnten. Das verhindert so ein bisschen dieses Mighty Lead-Lederphänomen. Und es sind dann zwei Wege. Es gibt wahrscheinlich Leute, die wollen vor allen Dingen nicht von ihrer eigenen Bubble gesellschaftlich geächtet werden und es gibt Leute, die trauen sich nicht darüber hinaus, glaube ich. Und für beide hat man jetzt vielleicht ein Tool gebaut, um das besser nachvollziehbar zu machen.
46:07 Gavin Karlmeier
Ja, würde ich zustimmen. Und es gibt Leute, die posten also Screenshots, gerade bei Threads, da habe ich aber noch keine Details drüber, dass es Leute gibt, die die Möglichkeit haben, an Reel. beim Löschen zurück in den Entwurfsstatus zu versetzen. Also du erstellst ein Reel und merkst beim Hochladen, das ist irgendwie noch nicht perfekt. Willst du das löschen und Instagram bietet dir an, dass du damit sozusagen wieder das zu einem Entwurf machst und damit auch wieder bearbeitbar machst?
46:32 Pip Klöckner
Spannend. Passt auch gut zu der Theorie, dass Instagram denkt, dass noch nicht genug Leute Reals machen und man fast jeden Weg ermöglichen will, dass man später sofort oder einfach mal experimentell ein Reel macht. Sie haben so ein bisschen mit der Brechstange vorher versucht und zu sagen, mach die Story machen wir zum Real oder wir machen mal diesen Post automatisch zum Real. Das hat aufmal nicht so gut funktioniert, beziehungsweise die Leute wollten vielleicht auch diese Aufmerksamkeit, diese ungewollte Aufmerksamkeit auch gar nicht. Und jetzt versucht man es ein bisschen subtiler, habe ich das Gefühl. Ja. Und ich glaube, wir werden weitere Experimente in die Richtung sehen, weil so ein Mehr-Content-Schaffende zu motivieren, Reels zu bauen, wird wahrscheinlich eine große Herausforderung. Ich glaube, um TikTok nachzubauen oder TikTok-IA zu werden, brauchst du diesen super Algorithmus. Ich glaube, da kann Facebook hinkommen. Du brauchst Leute sozusagen, die offen gegenüber diesem Content-Format sind. Ich glaube, dass da gewöhnen sich Leute ran. Entweder kennen sie schon von TikTok oder Shorts oder sie lernt es jetzt da kennen und gewöhnen sich daran. Man braucht eben auch eine breite Masse an Menschen, die erstmal Inhalt kreieren will. Und da gibt es sicherlich ein paar Professionelle, die es schon auf Instagram auch machen. Aber es fehlt so wahrscheinlich so ein bisschen, wie ich sagen, Bodensatz, aber dieses.
47:42 Speaker 4
Grassroot-Level.
47:44 Pip Klöckner
Da wo auch neue Kreatoren vielleicht entstehen. Das will man wahrscheinlich ein bisschen fördern. Ja, das glaube ich auch.
47:51 Gavin Karlmeier
Die nächste Funktion ist eine der, also, ich bin sehr gespannt. Also wir hatten vor einigen Wochen hier mal eine Beobachtung, dass jemand den Instagram Story Sticker. PAL beobachtet hat. PAL. Und als Symbol war daneben damals eine Phote. Und wir dachten, ah, das könnte sowas sein, dass man irgendwie ein Haustier verlinkt. So. Jetzt gibt es mehr Infos über diese Funktion. Und zwar gibt es Pals für Stories. Pals, also Englisch so etwas wie Freund oder Begleiter. Und diese, also Ich weiß gar nicht, wie ich sagen soll. Es gibt diesen kleinen Sticker für Perls, den wählst du aus und dann kannst du ein Perl picken. Also kannst du ein Perl ausführen. Das sind so kleine 8-Bit-Pixel-Tiere. Das sind eine Katze, ein Hund, ein Dinosaurier und die heißen Luna, Hugo, Siggi und Rupert. Und wenn du diesen Perl in deiner Story markierst, dann steht er drunter. Das heißt, eine Art kleines Tamagotchi für deine Instagram Stories. Das wächst, wenn Leute deine Story liken.
48:54 Pip Klöckner
Ist. Ähm. Deformiert man das richtig? Ich finde es einen spannenden neuen Ansatz, sozusagen Addiction zu schaffen oder eine ganz große Karotte sozusagen, die da hingehängt wird. Ich bin gespannt, wie sie jetzt ausgerechnet darauf gekommen sind, aber es ist aus UX-Logik oder so ist es eigentlich relativ bekannt, dass so einerseits Dinge, sozusagen, wo ich so Amounting Losses habe, also wenn ich Ich baue jetzt ein Tierchen auf, so ein Perl, das kriegt halt durch die Likes, wird das größer oder entwickelt sich. Ich will das halt irgendwann nicht aufgeben. Das heißt, ich werde es weiter pflegen. Das sorgt dafür, dass mein. . Mein Engagement weiterhin hoch bleibt, ich weiterhin Storys poste, weil das Tierchen ja sonst nicht wächst. Im schlimmsten Fall können sie irgendwie sagen, wenn du zehn Tage nicht postest, dann wird sie jetzt wahrscheinlich sterben, eventuell auch. So, dann wirst du natürlich auf jeden Fall posten. Willst du eine Story posten oder sollen wir diesen Hund erschießen? Das ist die Wahl, vor der man steht. Und einerseits ist es ein ganz traditionelles Mittel, also nutzen Leute was sammeln zu lassen oder Medaillen oder so eine Rangfolge, die einem verliehen wird. Andererseits passt natürlich intuitiv jetzt erstmal gar nicht zu einem Social Network, finde ich. Wobei in Foren gab, eigentlich gibt es ja in Forin sowas auch, so ein bisschen, dass du so eine Cloud sammeln kannst. Oder Reddit ist ja auch ähnlich sozusagen aufgesetzt, dass du so eine Art Cloud oder ähm Ja, Prominenz aufbauen kannst über die Zeit. Vielleicht versucht man, das so ein bisschen nachzubauen. Das sollte funktionieren, weil es ein vollkommen bewiesenes Pattern ist eigentlich. Man muss jetzt nur schauen, wie gut das zu Instagram passt. Grund ist, glaube ich, so Quartalsposter, die dann, wenn sie mal reisen oder so, dann sehr intensiv jeden Tag posten oder Storys machen und dann aber auch irgendwie ein halbes Jahr untertauchen und ohne Grund oder ohne Lust dann auch nichts posten. Und wahrscheinlich schafft man mit den Perls, mit diesen Tamagotchis oder Pokémons, die dann so mitwachsen, die die Leute ein bisschen länger bei der Stange zu halten.
50:56 Gavin Karlmeier
Ich finde, das ist auch so die Weiterdenkung dieser neuen Gamifizierungsfeatures bei Instagram, dass du so Medaillen verdienst, wenn du 100 Posts gemacht hast oder 500 Likes auf einen Post bekommen hast. Aber mit so einer ganz schlimm emotionalen Abhängigkeit, die da dran hängt, weil du ja Du baust hier eine Bindung zu diesem Tierchen auf. Also du willst natürlich, dass es Luna gut geht, weil du hast jetzt dich für Luna entschieden und Luna ist jetzt dein Kätzchen. Und deswegen musst du natürlich Storys posten. Und das ist aber. In einer Zeit, in der die EU gerade schon überprüft, ob diese Coins bei TikTok nicht ein Feature sind, das zu süchtig macht, weiß ich nicht, ob das so eine super Idee ist, ehrlicherweise.
51:35 Pip Klöckner
Ja, es wirkt halt sehr kalkuliert und sehr durchdacht einfach oder verkopft. Aber ich bin mir hundertprozentig sicher, dass das funktionieren wird. Wie gesagt, es gibt ausreichend Beispiele, die zeigen, dass sowas gut funktioniert. Die Pokémon-Spiele machen ja offensichtlich so Kinder auch extrem süchtig davon. Deswegen wäre es nicht überraschend, wenn es funktioniert. Aber es ist eigentlich so ganz weit weg irgendwie vom Kern von Instagram. Das hat ja gar nichts mehr mit den Inhalten zu tun, sondern es ist so, wir bauen einfach, in deine Pillenschachtel legen wieder noch so ein extra Ding rein irgendwie. Und das mag ich eigentlich nicht. Das ist so ganz weit weg, dass nichts mehr mit dem Produkt zu tun hat, nichts mit den Inhalten, nichts mit den Personen. Es ist ja so ein neues Accessoire Normalerweise ist der Creator, die Kreatorin eher im Vordergrund. Und jetzt baust du so ein Accessoire dazu, nur um so ein, damit die wiederum ein bisschen extra motiviert werden. Weiß nicht, vielleicht gibt man den, die diesen Pels irgendwann noch so eine EI-Seele, dass sie sogar zurücksprechen können zu dir und so das Engagement in der App nochmal halten können, aber Das wäre ja eigentlich eher was für die Konsumenten und nicht die Kreatoren als Feature. Aber ich mag es. Ich weiß, dass es funktionieren wird, aber ich mag es nicht. Nee, ich finde es auch nicht so kohärent mit dem Gesamtprodukt vereint irgendwie.
52:52 Gavin Karlmeier
Ja, und das fühlt sich, also, und ohne, dass man, also wenn man da zu tief drüber nachdenkt, hast du trotzdem schon auch gefühlt, irgendwie ist das auch ein massiver Fremdkörper, dass ihr plötzlich ein kleines Tier auftaucht.
53:03 Pip Klöckner
Es wird verzweifelt, finde ich. Es ist so ein Hail Mary, sagt man im Englischen, also so ein Pass, den du wirfst so in der Hoffnung, dass das rettet jetzt nochmal, also das bringt nochmal 1% Engagement. Und er scheint so diese Verzweiflung durch, finde ich. Weil es irgendwie nicht eine weitere Strategie ist, sondern einfach nur so ein kleines Accessoire, womit man jetzt nochmal irgendwo so ein Mini-Bit-Engagement mehr mit rausholt.
53:26 Gavin Karlmeier
Es könnte aber am Mittelf, also angenommen, dieses Feature würde richtig gut funktionieren, könnte es natürlich die Dynamik der Storys verändern. Jetzt gerade sind Storys ein Tool, das ja Also wenn du es richtig machst, vor allem genutzt werden, um so eine Art Rückkanal aufzubauen. Also was wollt ihr wissen, was soll ich euch erzählen, was bla bla bla. Wenn du aber total inzentivierst, dass du die Story nur noch likst, dann hast du plötzlich, machst du wieder dieses Dilemma auf, dass du nicht genau weißt. poste ich das in der Story oder poste ich es im Feed oder mache ich ein Reel draus, sondern du baust plötzlich wieder einen Anlass, eine Story zu liken. Was eigentlich nicht Schlüssig ist in der Art und Weise, wie gerade so die Contents sich so verteilen im Netzwerk Instagram Ja, ja, genau.
54:12 Pip Klöckner
Und du kannst über dieses Tierchen wirst du Menschen halt auch einfach sehr stark steuern können. Weil du kannst all diese Nachrichten. die Facebook im Moment noch so da hinschreiben muss. Übrigens, wenn du mehr Bilder machst, dann kriegst du mehr Reichweite. Hinzu kannst du halt sagen, wenn das im Real geliked wird und nicht in der Story, dann bekommst du halt, bekommst du halt fünfmal so viel Knochen, das Hündchen. Und so kannst du Nutzer so eigentlich programmieren. Das Problem hast du ja eh schon, dass eigentlich jedes Netzwerk dich programmiert mit Inhalten, mehr oder weniger. Und mit so einem kleinen. So ein Hündchen oder Kätzchen kannst du Leute natürlich unterschwellig nochmal mehr programmieren, ohne wirklich Informationen wegzugeben, sondern du hast einfach ein ständiges, so ein Incentive-Feedback. der früher einfach nur Likes und was weiß ich wann. Und jetzt hast du so ein Proxy, dass dieses Like-Ding so ein bisschen ausgehebelt wird, aber über dieses Tier projizierst du das wieder auf dich rauf und machst die Menschen wieder davon abhängig, was für Feedback ihre Storys bekommen. Ja, gruselig.
55:09 Gavin Karlmeier
Je mehr man darüber nachdenkt, desto ekliger ist sie.
55:11 Pip Klöckner
So ein bisschen so ein Geisel. Dieses Tier wird so eine deine Geisel. Also für dich selbst könntest du immer sagen: Ich brauche ja keine Likes. Aber mein Kätzchen, das brauche ich ja die Likes.
55:19 Gavin Karlmeier
Ich kenne ohne die Likes aus. Snapchat testet eine neue Funktion mit dem Namen KI Snaps, mit der du Snaps erstellen kannst, indem du nur Worte eingibst. Also du machst einen Prompt und dann wird daraus ein Snap generiert, ohne dass du ein Video oder ein Foto machen musst.
55:36 Pip Klöckner
Ja, sinnvoll, aber langweilig, würde ich sagen.
55:38 Gavin Karlmeier
Stimme ich zu. In der gleichen Rubrik ist auch diese Funktion. Bei X gibt es jetzt die Möglichkeit, dass du eine, dass du deine Suchergebnisse dir so anzeigen lassen kannst, dass dir nur noch Inhalte von verifizierten Accounts angezeigt werden.
55:50 Pip Klöckner
Ja, das ist lustig, weil die Nutzer in der Regel nach dem genauen Gegenteil fragen und X darauf was baut, womit du nur noch die Hackenträger sehen kannst. Also die meisten Leute würden, glaube ich, gerne Leute mit Haken filtern. Zumindest höre ich das immer wieder. Ich selber würde es nicht tun, ehrlich gesagt, weil ich höre den Wunsch oft. Und lustig ist, dass X dann genau das Gegenteil erbaut, natürlich. Vor allen Dingen, weil sie geben diesen Accounts ja eh schon mehr Reichweite. Jetzt musst du überlegen, wir sind in einem Feed, was diese Accounts algorithmisch eh schon überbewertet. Das heißt, die kriegen ja, zumindest wird das versprochen, deutlich mehr Sicht. Das heißt, das Problem sollte nicht sein, dass man zu wenig von diesen Accounts sieht, sondern eben, was Leute eigentlich wollen, ist, sie wollen entweder wieder ein gleichgewogenes oder gleichgewichtiges Feed. Oder sie wollen gar keine Leute mit Haken mehr sehen und jetzt baut X halt das genaue Gegenteil. Deswegen kann ich mir vorstellen, dass das nicht so reißen Absatz finden wird, dieses Feature. Aber schön, dass es dafür Entwicklungszeiter ist.
56:43 Gavin Karlmeier
Voll. Am interessantesten finde ich aber, dass das so ungefähr 20 Monate gebraucht hat, um diesen kleinen, also relativ kleinen Aufwand zu betreiben. um so einen Grund mehr für Twitter Blue, wie es früher hieß, oder Ex Premium zu bieten. Weil eigentlich könnte man sich ja vorstellen, dass man das so sofort an allen Orden prominent platziert, dass Dinge, dass Leute mit blauen Haken oder Accounts mit blauen Haken bevorzugt werden können. Aber dass man da irgendwie fast zwei Jahre gebraucht hat, um auf diese Idee zu kommen, finde ich doch sehr erstaunlich. Ja, stimmt. Wirkt auch etwas verspätet. Naja. Und als letzte Meldung des Tages. X arbeitet an einem Link, an einer LinkedIn-Style-Work History. Also du kannst sozusagen deine vergangenen Arbeitgeber in so einer Art Lebenslauf auf deinem Twitter-Profil hinterlegen.
57:33 Pip Klöckner
Klingt erstmal wahrscheinlich unnötig, als wenn man das nicht unbedingt verquicken will, wo man sein Porno schaut in Zukunft, also auf X und wo ich sage, bei welchem Unternehmen ich arbeite. Aber ich kann mir vorstellen, dass das für den Werbemarkt einfach unheimlich spannend ist. Also einerseits für Recruiting Hiring. Also es gibt viele Werbetreibenden, die gern die Möglichkeit hätten, Leute anzusprechen, die in einer gewissen Position waren oder bei einem gewissen Unternehmen in einer gewissen Stadt gearbeitet haben. Die Information hat Twitter bisher nicht, oder es ist nur als nicht strukturierte Daten in der Bio. Das lässt sich nicht gut auswerten. Und jetzt werbetreibende Möglichkeit zu geben, gib mir mal alle Softwareentwickler, die im Umkreis von Seattle wirken oder irgendwann mal im Bereich B2B gearbeitet haben. Ist Allas eine super spannende Targeting-Option für Werber? Treibende? Stimmt. Das macht, äh, also erscheint erstmal sinnvoll Und gleichzeitig ist es auch für B2B Werbet, also nicht nur für Hiring Recruiting, sondern für generell für B2B Werbetreibende um einfach Entscheider zu erreichen. Leute, die Einkaufsentscheidungen treffen, die Software einkaufen oder Software betreuen, die Dienstleistungen regelmäßig einkaufen. Auch dafür ist es spannend. Einfach gesagt kann man sagen, sie wollen sich einen Teil des Werbemarktes, den im Moment LinkedIn relativ inklusiv exklusiv hat. Wollen sich holen Aus Business-Sicht finde ich das schlau, ich würde es genauso machen, ehrlich gesagt. Aus Nutzersicht ist es, glaube ich, wieder nicht, was X-Nutzer typischerweise wollen. Das werden so ein paar übereifrige Menschen, die prinzipiell alles ausfüllen, werden das bestimmt auch ausfüllen, aber ansonsten. Würde ich jetzt meinen CV wahrscheinlich nicht hinterlegen, bei X unbedingt.
59:07 Gavin Karlmeier
Nein, würde ich auch nicht. Aber es passt natürlich in diese Entwicklung, dass A, du bald dort auch Jobs drüber vermittelt bekommen kannst. Und B, dass du ja, wenn du Ex Premium, Premium, Premium Gold for Business hast oder wie es auch heißt, dass es da die Möglichkeit gibt, dass du den Arbeitgeber direkt als Verlinkung mit kleinem Logo hinter deinem Account angezeigt bekommst. Also Ex-Mitarbeitende haben das ja schon.
59:31 Pip Klöckner
Ja, und es wird auch nochmal neue Nutzer auf die Plattform bringen, weil die ganzen Recruiter und Recruiting-Bots natürlich dann, die jetzt auf LinkedIn rumpimmeln, müssen dann natürlich auch zu X rüberkommen, um dich mit Jobangeboten zu nerven.
59:43 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Ich finde sogar ehrlicherweise, wenn ich mal so ganz genau darüber nachdenke, ich brauche nicht diese History und so. Aber wie du gerade schon gesagt hast, sehr viele Leute haben ja ihren Arbeitgeber eh in ihrer Bios stehen und das mit einer Verlinkung oder in völlig unterschiedlichen Schreibweisen. das auf irgendeine Art als zum richtigen Feld zu machen, mit der Möglichkeit, den Arbeitgeber auch wirklich zu verlinken, hätte ich mir damals zu Twitter-Zeiten sogar fast auch gewünscht, weil ich das eine. relativ clevere Entwicklung finde. Inzwischen würde ich das aber auch auf gar keinen Fall dort angeben. Im Gegenteil.
01:00:16 Pip Klöckner
Für mich ist immer schwierig, weil ich selten so einen Arbeitgeber habe und ich so ein Lauft dann immer leer durch diese Felder und weiß nicht, was ich eintragen soll. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass wir dann in der Schlussfolgung daraus bald ein Nachrichtenlimit sehen bei X. Weil wenn Leute da hundert verschiedene Leute anschreiben, um sie zu rekrutieren, dann lässt sich damit Geld verdienen, ihnen sowas wie ein LinkedIn Premium oder so ein CS-Kit zu verkaufen, womit sie dann mehr als 20 Leute am Tag anschreiben können.
01:00:44 Gavin Karlmeier
Ja, hundertprozentig, stimmt. Schlau. Damit sind wir am Ende. Ja, es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Es geht mir genauso. Es ist immer sehr schön mit dir. Vielen lieben Dank. Genießt noch ein bisschen den sonnigen Sonntag oder den nicht mehr ganz so sonnigen Montag. Euch allen wünsche ich eine ganz wundervolle Woche. Hier geht es weiter am Mittwoch. Und wenn ihr Lust habt, in den Hakendern Discord zu kommen, könnt ihr das tun auf hakendern. org. Da sind jetzt bald 900 Leute, die sich die ganze Zeit über Social Media austauschen. Und wenn ihr Bock habt, mehr von Pip zu hören, dann hört euch den Doppeldenker Tech Talk Podcast an. Ich hoffe, jetzt habe ich es richtig gesagt. Oder abonniert den Newsletter, der tatsächlich, also bei mir ehrlicherweise jeden Montag zur Pflichtlektüre gehört. Also das auch nicht nur, weil ich dich mag, sondern weil es wirklich ein interessantes Stück Text immer ist.
01:01:30 Pip Klöckner
Vielen, vielen Dank. Ich wünsche, dass du gut nach Hause kommst in deinem warmen Auto. Ich bin beeindruckt, wie du eine Stunde durchgehalten hast.
01:01:35 Gavin Karlmeier
Ja, es sind hier 96 Grad, glaube ich, gerade drin.
01:01:39 Pip Klöckner
Sein gute Fahrt.
01:01:40 Gavin Karlmeier
Ja, vielen Dank und bis bald. Ciao. Bis bald.