Folge 296 · 24. Juni 2024 · 54 Min.
Der Anfang vom Ende von Linda Y. – und der Chatkontrolle?
mit Franziska Bluhm
Regulierung durch die EU ist – soweit sind sich die meisten einig – wichtig. Aber wie weit darf sie gehen? Wir haben einerseits die Chatkontrolle, andererseits Apples Monopolstellung. Wir schauen drauf. Und darüber, was eigentlich aus Linda Yaccarino wurde. Oder wird.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Franzi
00:07 Franziska Bluhm
Hallo Gavin.
00:09 Gavin Karlmeier
Ich grüße dich, ich freue mich, dass du heute hier bist. Ich stelle dich ganz kurz vor. Du bist Franziska Blum, du bist Digitalstrategin, du bist ehrlicherweise, also ich hoffe, ich tue dir damit nicht Unrecht, aber du bist schon eine derer. Du könntest mir auch Geschichten aus einem Internet erzählen, in dem das Internet noch ein ganz anderer Ort war als heute, glaube ich. Weil du bist schon so, also man kennt dich aus dem Team der Goldenen Blogger zum Beispiel und bist eigentlich aus dem Internet nicht wegzudenken. So würde ich das beschreiben.
00:33 Franziska Bluhm
Die einen sagen so, die anderen so, aber ist in Ordnung.
00:36 Gavin Karlmeier
Du bist auf jeden Fall schon lange mit dabei, das ist, was ich sagen wollte.
00:41 Franziska Bluhm
Ja, das kann gut hinkommen. Also zumindest ja, kann gut hinkommen.
00:46 Gavin Karlmeier
Du hast auch damals auch richtig geblockt.
00:47 Franziska Bluhm
Da haben wir gemeinsam, glaube ich, so die Anfangstage von Twitter mitbekommen.
00:50 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Aber du hast auch richtig Block geschrieben, oder?
00:54 Franziska Bluhm
Ja, ich habe so richtig Blog geschrieben und habe, ja, das gibt es sogar auch noch, das Blog, aber ja, ich könnte mal wieder sagen oder so.
01:02 Gavin Karlmeier
Weißt du noch, wann du angefangen hast mit deinem Blog?
01:04 Franziska Bluhm
Ja, 2003. Das war nämlich, als ich Diplomarbeit geschrieben habe. Und dann während der Diplomarbeit, du kennst das vielleicht, dass man dann so ein bisschen durchs Internet surft, weil man
01:14 Gavin Karlmeier
sich ablenkt, weil man keine Lust hat auf das, was man so tun kann.
01:18 Franziska Bluhm
Genau. Und da habe ich dann irgendwie Blogs entdeckt und habe gedacht, so, boah, das ist cool, finde ich irgendwie spannend und will ich auch. Und hab dann, glaube ich Entweder noch während der Zeit der Diplomat, aber bestimmt danach, dann selber mal ausprobiert, wie das ist und hab das dann halt irgendwie seitdem immer mal wieder, also erst sehr intensiv, dann immer mal wieder nicht so intensiv, aber es gibt es immer noch und Ja, ich möchte es auch nicht abschalten, sagen wir so.
01:43 Gavin Karlmeier
Wahnsinn. Also mir fehlt leider ein bisschen die Zeit, um lange Texte ins Internet zu schreiben. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, irgendwas in mir sehnt sich danach auch, irgendwann wieder anzufangen, einen Blog zu schreiben.
01:55 Franziska Bluhm
Aber das Lustige ist ja, dass wir damals, ne, also damals, früher und so, also TM. Genau, TM, genau, wir haben ja gar nicht so, also ich habe. Irgendwann mal so ein bisschen durchgescrollt und hab gesehen, wir haben das teilweise schon auch sehr stark einfach wie Twitter genutzt, ne? Also es waren teilweise so ganz kurze Zitate oder auch einfach mal nur so ein Video. Das war schon sehr stark Auch einfach so, ne, ich sende ein Lebenszeichen im Blog. Die Texte wurden dann später eher länger. Aber so ganz am Anfang war das wirklich so ein Tagesding auch. Und wenn es nun sein Zitat war, man hat sich irgendwie so gemeldet. War ja auch stark Tagebuch getrieben. Also daher. In den Anfangszeiten.
02:36 Gavin Karlmeier
Ja, ich fühle mich jetzt ein bisschen motiviert, das auch oder inspiriert, das irgendwie einfach mal wieder zu machen. Vielleicht fange ich einfach mal wieder an, einen Blog zu schreiben.
02:44 Franziska Bluhm
Mach mal. Es gab auch gerade jetzt wieder so eine Initiative. Ich weiß, kurz nach der Republika gab es so eine Initiative. Ich überlege gerade, von wem das war. Kann ich sonst gleich mal googeln, dass man wieder so Blogs auch miteinander vernetzt. Warte mal, ich muss mal ganz kurz gucken. Ich gucke mal gerade parallel.
03:03 Gavin Karlmeier
Die Blockbross. Also so, ne, dieses typische
03:05 Franziska Bluhm
Du erinnerst dich, dass es sowas wie Block Rolls mal gab, wo man halt im Grunde auch andere Blogs so Credits gegeben hat. Genau, und das habe ich jetzt gesehen, genau, bin ich nämlich auch beigetreten. Oh, jetzt irgendwie funktioniert bei der Tastatur gerade nicht. Ich gucke mal kurz auf mein Handy. Zumindest gibt es da so wieder eine Initiative, dass man halt eben auch von einem Block auf ein anderes kommt und man das Ganze wieder ein bisschen mehr miteinander vernetzt. Genau. Also Long ist nicht tot, wenn du das fragen wolltest als nächstes.
03:34 Gavin Karlmeier
Nein, nein, überhaupt nicht. Überhaupt nicht. Aber ich überlege die ganze Zeit, ob mich das nicht motiviert, diese ganze, das mal so als Gegenentwurf zum Social Media einfach mal wieder selber sowas an den Start zu bringen.
03:49 Franziska Bluhm
Ah, ich weiß, Thomas Giegold war das. Thomas Giegold hat das gemacht und er hat nämlich uberblogger. de gegründet. Das ist ein Webring für alle, die ein privates Blog betreiben. Jetzt mache ich hier Werbung für seine Initiative. Also meldet euch, wenn ihr da dabei sein wollt. Und ich glaube, es sind mittlerweile, ich guck mal, oh, immerhin 58 Mitglieder sind schon wieder mit dabei. Also einfach mal reinschauen. Okay, ich werde da wohl auch mal.
04:15 Gavin Karlmeier
Ich werde das auch mal machen. Ich habe ein bisschen Housekeeping zum Einstieg heute. Und zwar möchte ich gerne mit ein paar, also erstmal eine juristische Geschichte, weil wir hier in der vorletzten Folge über Verjährungsfristen diskutiert haben. Und vor allem ging es darum, dass in Australien ehemalige Mitarbeitende von Ex, und zwar sechs an der Zahl, in der Geschichte, die uns jetzt schon länger beschäftigt, die habe ich schon mal gehausgibt, weil ich zuerst gesagt hatte, es handelte sich nur um einen, dass die eine deutlich zu hohe Zahlung durch Ex bekommen haben aufgrund eines Umrechnungsfehlers, weil X. dass diese Abfindungen oder diese letzten Gehälter offenbar in US-Dollar ausgezahlt hätte, obwohl australische Dollar zugesichert wären. gewesen sein. Und es ist so, weil wir haben da darüber gesprochen, wann verjährt es eigentlich. Die Antwort ist offenbar nach sechs Jahren, so sieht es zumindest Chat-GPT. haben Leute recherchiert im Discord. Und es gibt aber, und das ist eben der echte Recherche, weil wir auch über Verjährung in Deutschland gesprochen haben. In Deutschland gäbe es eine sogenannte Verjährungshemmung und die wird dadurch ausgelöst, dass zum Beispiel eine Rechtsverfolgung eingetreten ist. Das heißt aber nicht, dass die Verjährung damit komplett aufgehoben ist, sondern die Hemmung endet immer sechs Monate nach einer rechtskräftigen Entscheidung oder einer Beendigung eines Verfahrens. Es kann aber auch sein, dass die Verjährung, wenn der Prozess zu lange dauert, trotzdem wieder eintritt. Also Verjährung ist offenbar ein super kompliziertes Thema. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt alles so notwendig war, das hier nochmal zusammenzutragen. Aber sicher ist sicher. Falls ihr euch das gefragt habt beim Haken, dann hören, habt ihr jetzt die Antworten auf diese Fragen bekommen.
05:54 Franziska Bluhm
Aber ich glaube, wir sollten auf jeden Fall noch ein Disclaimer mit ranpacken, dass eine Recherche bei ChatGBT keine gute Recherche ist.
06:00 Gavin Karlmeier
Ja, definitiv. Ich dachte, das wäre mitgeschwungen. Natürlich, du hast komplett recht. Das ist so. Dann gab es von Marcel einen Hinweis darauf. Ich habe behauptet in der letzten Episode, dass Tesla seine Bitcoins verkauft hätte. Das ist nicht so, sondern sie haben nur ein Proof-Ausburg. auf Work-Test-Verkauf gemacht. Tatsächlich haben sie jetzt gerade immer noch einen Bestand von 9720 Bitcoins. Das sind etwa 580 Millionen Euro. Also mehr als eine halbe Milliarde in Bitcoins liegen immer noch auf Tesla-Wallets rum. Dann gibt es von BAU, einen Hinweis darauf, dass es ja bei YouTube jetzt so eine Art Community-Notes geben könnte. Also eine von der Community erstellte Kontextfunktion, die dabei hilft. zum Beispiel Hintergründe eines Videos zu verstehen oder zu sagen, dass sie ist Satire oder Falschinformation oder so. Und Bao hat die These aufgestellt, dass es auch. ganz schön hilfreich sein könnte, solche Community-Notes zu haben, um eine KI besser zu trainieren, weil eine KI relativ schnell dann dadurch versteht, welcher Kontext ein Video mit sich bringt. . Finde ich einen sehr, sehr, sehr klugen Gedanken. Bist du noch da?
07:04 Franziska Bluhm
Ja, ich bin ich bin noch da, aber ich hab dem nichts hinzuzufügen.
07:09 Gavin Karlmeier
Okay. Und eine Geschichte für alle Social Media ManagerInnen, die uns zuhören, weil ich gesagt habe, dass jetzt wo die Threads API da ist und geöffnet ist, ist doch mit Sicherheit beispielsweise. . mit Sicherheit bald Analyse-Tools gibt, die dabei helfen, Benchmarkings zu erstellen, um Threads so ein bisschen auszuwerten, professioneller. Und das erste ist mir jetzt auch schon untergekommen. Es heißt. Interwave, Interweave, also Inter und dann W-E-A-V-E. Das ist ein Tool, mit dem du genau solche Analysen und Benchmarkings erstellen kannst und zwar mit Hilfe der Threads-API. Also kannst du Insights und Analytics damit auswerten, Engagement tracken, Performance analysieren und so weiter. Alles bei Threads. So, das ist das Housekeeping für heute. Ich habe es noch nicht ausprobiert, ich habe das aber für die kommende Woche mir fest vorgenommen.
07:50 Franziska Bluhm
Ah ja, okay. Dann. Abwarten.
07:53 Gavin Karlmeier
Meinst du, ich soll hier Bericht erstatten?
07:55 Franziska Bluhm
Ich würde auf jeden Fall sagen, ja. Also ich ist ja jetzt im Grunde die erste App, die dann auch auf der API da aufbaut und wie man im Grunde auch mal so ein paar Daten aus Threads rauskriegen kann. Ich finde das schon ganz spannend.
08:08 Gavin Karlmeier
Ja, werde ich machen und Bericht erstatten. Also mein Angebot gilt immer noch, wenn da draußen irgendwelche Accounts sind, die von mir mal durchanalysiert werden sollen. Meldet euch sehr gerne. Wir steigen ein heute mit Themen. Ich würde gerne mit Ex einsteigen. Und der Weg von X zu Y, der war relativ lange, nicht so lang. Es geht nämlich um Y, Linda Jaccarino. Es gibt einen Text von der FT, von der Financial Times, die so ein bisschen. . Insights bekommen hat, was eigentlich gerade so bei Ex los ist und vor allem, wie eigentlich so das Stanic von Linda Iacorino ist. Es wird hier davon gesprochen, dass Linda Iacorino unter massivem Druck von Elon Musk steht. Die Stimmung ist wohl nicht so gut zwischen den beiden. Der Druck soll sich darin zeigen, dass sie Aufgaben bekommen hat, den Umsatz zu steigern und die Kosten zu senken. Und dass jetzt, ein Jahr, nachdem sie Geschäftsführerin wurde, das wohl nicht so Perfekt umgesetzt wurde durch sie. Also sie hat alle ihre Ziele bislang nicht so richtig erreicht.
09:02 Franziska Bluhm
Kannst du gleich noch daran liegen, dass da ein Eigentümer die ganze Zeit irgendwie ein wenig quergeschossen hat?
09:08 Gavin Karlmeier
Das kann ich mir nicht vorstellen. Das kann ich mir nicht vorstellen. Es geht aber noch weiter. Tatsächlich geht es auch um John Joe Bannerock, über den haben wir hier auch schon gesprochen. Er war die rechte Hand von Linda Jacquerino. Wir haben auch darüber gesprochen, dass sie ihn mitgebracht hat von NBC Universal, ihrem früheren Arbeitgeber, dass der aber vor einigen Wochen das Unternehmen verlassen hat. Wir wussten nur, dass er so Aufgaben hatte wie Öffentlichkeitsarbeit, dass er aber auch die Operations koordiniert hat im Unternehmen. Also der war eine relativ wichtige Person bei X. Und jetzt ist es so, dass die FT herausgefunden hat, dass der Weggang von Joe Banner Rock nicht so richtig auf seine Mist gewachsen ist, was wir hier als These auf Die FT bezieht sich hier auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die alle sagen, dass Jacquerino ihn entlassen habe. Weil er unter anderem dafür verantwortlich gemacht wurde, dass diese Einführung der neuen Richtlinien für nicht-jugendfreie Inhalte, wir erinnern uns an diese Anpassung der Richtlinien bei X, dass es jetzt möglich ist, dort Erotik-Content hochzuladen. Das war zwar de facto immer schon so, aber jetzt ist es eben auch in den Nutzungsbedingungen explizit vorgesehen. Und das hat er wohl Nicht vorab den Werbekunden mitgeteilt, obwohl das angeblich wohl so erwartet worden wäre von ihm Und deswegen wurde er von ihr entlassen. Wahrscheinlich war das nicht der einzige Auslöser. Also die FT sagt auch, dass er dafür unter anderem verantwortlich gemacht wird. Dabei ist nicht ganz klar, durch die Übersetzung ist damit gemeint. dass sie mehrere Leute dafür verantwortlich macht oder dass sie ihn für mehrere Dinge verantwortlich macht. Vermutlich eher letzteres, wenn man sich überlegt, dass sie eben hier einen langen Weggefährten aus dem Unternehmen geschmissen hat. Und der wurde ersetzt durch Nick Pickels. Und Nick Pickels, der ist jetzt Deswegen bekannt, und wir haben mit Sicherheit auch schon mal über den gesprochen, also er hat jetzt die Leitung der gesamten globalen Kommunikation von X, war aber zuvor. . Auch schon im Unternehmen und vor allem ist es einer der wenigen Top-Mitarbeiter von Twitter, die die Übernahme durch Musk überstanden haben. Also der war jemand, der schon ganz lange im Unternehmen gesessen hat. Und obwohl Musk das ganze Unternehmen auf den Kopf gestellt hat, ihn, obwohl er, wie hier gesagt wird, eher höherrangig unterwegs war, dass er eben weiterhin dort unterwegs ist. und diese Übernahme überstanden hat. Der war früher der Leiter der Abteilung für Regierungsangelegenheiten, ist aber eben jetzt auch die Leitung der gesamten globalen Kommunikation. Das sind alles so Dinge, die die FT hier so zusammengestellt hat. Es gibt noch zwei anderen Geschichten, die ich dir gleich erzählen möchte, aber ich mache ja mal einen kurzen Stopp, weil vielleicht hast du ja schon Gedanken.
11:37 Franziska Bluhm
Also ich meine, einerseits, so dieses Thema Kommunikation ist da ist ja nichts wo Ex oder ja Ex irgendwie groß Bekanntschaft oder jetzt in den letzten letzten Wochenmonaten irgendwie viel gemacht hat. hat, aber klar, es ist natürlich irgendwie die starke interne Kommunikation oder politische Kommunikation, nicht interne Kommunikation, aber halt natürlich andere Kommunikation, die da stattgefunden hat. Nicht die, die wir vielleicht versteinen, wenn wir an Kommunikation denken, keine Ahnung, an die Presse und so ähnliches. Also das finde ich irgendwie einerseits ganz interessant, dass er jetzt da mit rauskommt. Die Frage ist halt auch so ein bisschen Ja, es ist eine interne Besetzung. Okay, da kann man jetzt Kosten sparen, das heißt also, hängt vielleicht wirklich miteinander zusammen. Aber interessant ist ja nun wirklich, oder wäre ja wirklich auch, wie gut ist denn Jaccarino mit Nick Pickles irgendwie so zurechtgekommen? Hast du da irgendwas gefunden?
12:31 Gavin Karlmeier
Nee, das weiß ich leider nicht. Aber also wir wissen nicht, ob das auf Ihrem Mist gewachsen ist, ihn dorthin zu setzen oder ob das nicht eine Maskeentscheidung ist. Was für Letzteres spricht, ist tatsächlich die Tatsache, dass das nicht die einzige Veränderung im Unternehmen ist. Wir haben letzte Woche oder vorletzte Woche haben wir über ein Meeting gesprochen, ein All-Hands-Meeting bei Twitter, bei X. bei dem alle MitarbeiterInnen eingeladen wurden, die im Moment eh auch einen großen Frust erleben. Die Stimmung im Unternehmen ist sehr schlecht, weil eben bei X manche Dinge einfach liegen geblieben sind. Also es gab dort früher eigentlich ein System der regelmäßigen Leistungsbeurteilung und einer daraus entstehenden Beförderungsk. Das heißt, man konnte im Unternehmen relativ gut aufsteigen. Das ist seit einiger Zeit nicht mehr passiert und deswegen sind die Leute alle sehr frustriert, weil sie sich irgendwas versprochen haben, Karriere, Geld, was auch immer. Das nicht passiert. Sie hat jetzt wohl gesagt, das zitiert die FT auch, dass diese Leistungsbeurteilung jetzt eine ihrer ersten. . und höhersten Prioritäten im Unternehmen sind. Also sie hat schon das Ziel, dieses Problem zu lösen. Spannend ist aber, und das haben wir nämlich in dem Zusammenhang auch erzählt, dass da noch eine andere Figur rumgehuscht ist im Ex-Unternehmen. Obwohl sie dort eigentlich nicht hingehört. Und dabei geht es um Steve Davis. Steve Davis, den hatten wir letzte Woche schon mal genannt, er wurde so als einer der Leute genannt, die Musk so für die Härtefälle mit sich bringt. Also einer seiner Handlanger, den kennt man, weil er der Chef der Boring Company ist, das Unternehmen, das diese Tunnelbohrbohrungen macht in Kalifornien. Und also nicht zu verwechseln mit Hyperloop, das gibt es auch noch, sondern die, die quasi diese Bohrmaschinen dafür herrschen. Ich glaube, Bohrmaschine ist das falsche Wort, aber naja. Na, jedenfalls, dieser Typ, Steve Davis, der ist uns auch schon mal bei Hakenbrennt untergekommen. Ewigkeiten. Es gab mal einen wirklich ganz, ganz tollen langen Text, der so in die Tiefen von Ex geschaut hat. Der Text hieß. . Inside Extremely Hardcore, glaube ich. Und da wurde von so einer Gruppe von Männern gesprochen, mit denen Musk eigentlich ständig auftaucht. Und sie wurden in diesem Text als The Goons bezeichnet, also der Schlägertrupp. frei übersetzt. Und einer dieser Leute aus dem Schlickertrupp ist eben Steve Davis. Steve Davis ist so der Typ, den Elon Musk für die groben Sachen mit sich bringt, äh, mitbringt. Und der ist jetzt gerade eben auch bei Ex unterwegs und das ist von vielen wohl als ein großes Problem zu sehen. Linda Greener zum Beispiel sieht in ihm eine Einschränkung ihrer Autorität. Also sie hat ein großes Problem damit, dass er da rumspringt und empfindet ihn grundsätzlich als Bedrohung. Und das Spannende ist aber, dass die Frau von Steve Davis auch bei Ex arbeitet, was ein absurder Klünge ist, wenn wir uns überlegen, dass der Cousin von Elon Musk auch Bei Ex-Arbeit und so, ne? Also, naja. Und die Frau ist für die komplette Immobilienstrategie für X verantwortlich. Also wie jetzt genau Steve Davis ins Unternehmen eindringt und was er da genau tut, ist alles noch nicht so Ganz klar. Also es sind so Sachen genannt wie, dass er die Aufgabe hat, das Kostensenkungsprogramm ein bisschen zu überprüfen oder den Abbau von Arbeitsplätzen zu prüfen. Die Senkung der laufenden Kosten, Neuverhandlung von Daten, Lizenzverträgen, alles Dinge, die er auch in anderen Unternehmen schon gemacht hat. Es könnte also durchaus sein, dass er in der Tat eine Bedrohung für Linda Jacquerino sein könnte. Wie das jetzt aber genau sich in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Wir werden sehen. Also ich könnte mir vorstellen, ich habe die These glaube ich schon mal aufgestellt, dass Linda El Grino das Ende des Jahres nicht bei Ex erleben wird. Im Moment sieht es ganz danach aus, als würde das schneller gehen als gedacht.
15:51 Franziska Bluhm
Naja, was daran ja aber auch spannend ist, ich meine, hat X nicht schon diverse Sparprogramme und Optimierungsprogramme hinter sich? Also Und dass man jetzt trotzdem nochmal schaut, ob man irgendwo noch Kosten senken kann, nochmal Leute loswerden kann, das ist ja schon Also da muss das Wasser schon bis zum Halt stehen, um das mal in so einer Scheißfloskel zu sagen.
16:16 Gavin Karlmeier
Ich glaube das auch. Vor allem, wenn wir uns überlegen, dass wir hier vor einigen Tagen über diese Pläne von Ex- und Ex-Payments gesprochen haben, die ähm Bloomberg recherchiert hatte. Also man hat gerade das Gefühl, die setzen alles gerade auf eine Karte und diese Karte heißt halt, so schnell wie möglich irgendwie an Geld kommen und an Sichtbarkeit. kommen, wenn wir uns überlegen, dass da jetzt mehrere Leute um die Welt geschickt werden, die zum Beispiel nach Cannes gereist sind, wie Linda Yacarino, um dort Reden zu halten, um irgendwie, und Elon Musk auch, um irgendwie Süßholz zu raspeln bei Werbekunden. Ich glaube, die haben sich ganz schön verrannt mit ihrer komischen Ex-Premium-Strategie. Also keine neue Beobachtung ehrlicherweise, aber die haben gerade wirklich in der Tat das Wasser bis zum Halt stehen. offenbar keine Antworten. Und das sieht man dann ja ganz oft in so Unternehmen oder in Fußballmannschaften, um im Europameisterschaftsbild zu bleiben. Da wird dann relativ schnell der Trainer ausgetauscht oder man tauscht irgendwie den kompletten Stapel. des Vereins aus, weil irgendwie, das funktioniert alles gerade nicht und wir müssen uns beeilen und nach drei Spielen wird der nächste Trainer wieder entlassen. Und so fühlt sich das gerade so ein bisschen an, dass man merkt, okay, die Strategie ist scheiße und Linda Ecarino könnte da. . irgendwie jetzt vor den Bus geschmissen werden. Wir wissen natürlich nicht so ganz genau, welchen Einfluss sie tatsächlich auf das Unternehmen hat. Aber die Außenwirkung sieht doch ganz stark danach aus, als würde Elon Muskie das Ding selber an die Wand fahren.
17:36 Franziska Bluhm
Ja, kann ich ehrlich gesagt nur zustimmen. Und ich meine letztendlich haben wir, wenn wir nochmal drüber nachdenken, also wie Eigentlich war ja ab der Berufung von Linda Jakorini gab es die Stimmen und gab es ja auch, ich glaube, eure Meinung, dass wer weiß, wie lange das irgendwie geht und wie lange das gehen kann, auch mit den beiden. Es war von vornherein diese komische Aufteilung. Sie kümmert sich um das eine, er kümmert sich Im Grunde um den großen Rest, also um das Produkt irgendwie. Sie sollte irgendwie nur versuchen, im Grunde war sie ja sehr stark auch geholt worden, um halt wieder Werbekunden reinzuholen. Und also am Grunde Haben, glaube ich, alle auch zu Beginn schon gesagt, das kann eigentlich nicht gut gehen. Jetzt muss man sagen, okay, hat sie jetzt ein Jahr durchgehalten oder hat das ein Jahr lang jetzt irgendwie einigermaßen funktioniert. Ja, vielleicht ist dann jetzt wirklich einfach die Zeit gekommen, dass es halt eben das, was alle angezweifelt haben, dass es jetzt halt eben doch reintritt.
18:34 Gavin Karlmeier
Ja, was ich in dem Zusammenhang sehr interessant finde, ist, dass ja, und da kommen wir fast schon ins nächste Thema, dass als sie die Stelle angetreten hat. gesagt wurde, Elon Musk könne so gut mit Frauen zusammenarbeiten. Das wurde immer wieder genannt und es gab immer wieder so Anekdoten. Und auch diese These hat sich eigentlich inzwischen ziemlich stark widerlegen lassen, zum Beispiel dadurch, dass jetzt bei SpaceX acht ehemalige IngenieurInnen eine Klage eingereicht haben, weil Elon Musk wissentlich und absichtlich ein unwillkommenes und feindseliges Arbeitsumfeld geschaffen habe, das auf einem Verhalten beruhte, dass am Arbeitsplatz abscheudliche sexuelle Fotos, Memes und Kommentare verbreitet wurden, die Frauen und oder die LGBTQAI Plus Gemeinschaft herabwürdigte. Also auch dieses Bild des Verschrobens, also das ist ja bei Elon Musk tatsächlich fast pathologisch, dass es so ein Außenbild gibt. Das immer nur so lange anhält, bis man etwas unter die Haube schaut. Und dass er eben dieser etwas verschrobene CEO war, mit dem man nicht so richtig gut zusammenarbeiten konnte, aber viele Frauen in Führungspositionen eben schon, das lässt sich so eben auch längst nicht mehr stützen, wenn wir uns anschauen. wie eben in vielen Unternehmen von ihm und eben vor allem gerade bei SpaceX ganz stark von sexuellen Übergriffen gesprochen wird, von einem Klima der Angst, wie hier gesprochen wird. Also dass man das Gefühl hat, das stimmt einfach auch so nicht.
19:56 Franziska Bluhm
Ja, also ja, ich stimme dir einfach zu. Ich sage einfach nur ja.
20:01 Gavin Karlmeier
Diese Geschichte kam übrigens raus in einem mit einem anderen. Klein Gimmick. Und zwar kommt nun raus, dass Elon Musk noch ein weiteres heimliches Kind hat. Und zwar mit der Direktorin von Neuralink, Shivon Silis. Auch eine Frau, die eins seiner Unternehmen mitleitet. Und damit ist die Zahl der offenbar jetzt bekannten Kinder von Elon Musk beträgt jetzt zwölf. Das ist, ich will gar nicht so rumgossippen, weil am Ende geht uns das meiste davon gar nichts an. Aber dass eben sich die Reihe der Menschen, die in seinem Unternehmen arbeiten und von ihm Kinder haben, dass die immer länger wird, ist doch schon eine Geschichte, die man zumindest mal gehört haben muss, würde ich behaupten.
20:40 Franziska Bluhm
Ja, also ich meine, klar, es ist jetzt gossip pur, aber zwölf Kinder, ey, was ist denn das für ein Typ? Aber gut, das ist jetzt nur eine weitere Facette.
20:52 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, um das so ein bisschen zu verstehen, Elon Musk vertritt ja die Position, dass das größte Problem der Menschheit. eine Unterpopulation sein könnte. . Der hat auch schon, habe ich mir das aufgeschrieben? Nee, habe ich mir nicht aufgeschrieben. Elon Musk hat glaube ich 10 Millionen Dollar für so eine Studie schon gestiftet, die genau das untersuchen sollte und herausfinden sollte, wie die Zivilisation quasi stärker wachsen kann, weil er glaubt, das größte Problem ist die sogenannte Entvölkerungskrise der Welt. Wie er da drauf kommt, das kann ich denen nicht genau beantworten. Aber zwölf Kinder, ja.
21:27 Franziska Bluhm
Ich würde sagen, das ist dann auch ein Thema für einen anderen Podcast.
21:30 Gavin Karlmeier
Wahrscheinlich ja. Kommen wir zurück zur Excel.
21:35 Franziska Bluhm
Ja, warte mal ganz kurz. Und ich würde auch nochmal ganz kurz zu dem anderen Thema. Du bist da so drüber hinweggegangen. Und ich weiß nicht, ob er wenigstens diesen Gag damals gemacht hat, als der schon mal in den Nachrichten ist, aber wie kann man denn sein Unternehmen Boring Company nennen? Also Steve Davis, du erinnerst dich. Also ich meine, das ist ja schon auch die langweilige und das langweilige Unternehmen, ich meine, das ist schon ein bisschen seltsam, oder?
21:55 Gavin Karlmeier
Ja, das ist, glaube ich, ein Wortspiel wegen Bohren. Also, kann man das im Englischen überhaupt so stützen? Ja, ich denke schon, oder? Das müssen wir jetzt live überprüfen. Ja, Englisch wird das bochende Unternehmen oder auch das langweilige Unternehmen. Ich glaube, das ist ein Witz. Also wenn ihr einen Tunnel braucht, Leute, Mask macht's.
22:17 Franziska Bluhm
Ja, okay.
22:19 Gavin Karlmeier
Aber kommen wir zurück zu Ex, weil da gibt es jetzt eine andere Geschichte, die ich so wahnsinnig bezeichnend und typisch Mask empfinde. Man muss allerdings dazu sagen, es gibt nicht die Möglichkeit, und das hat Koffe Holik in unserem Discord und damit erwähne ich es nochmal, Leute. kommt in den Discord-Channel. Da bekommt ihr sehr viele Informationen und Diskussionen über alles, was Social Media betrifft, aber eben auch viel, was eben bei Expert passiert. Hakenmann. org kostet nichts und ist wirklich, wirklich, wirklich, ist eine mega Community. Und Koffy Hollick hat das nochmal herausgestellt, dass bei dieser Geschichte keine zweite Quelle vorhanden ist. sondern das sind alles nur so Erzählungen von NutzerInnen bei Twitter und X. Das heißt, könnte sein, dass das Menschen sind, die Quatsch erzählen, aber das ist eine Geschichte, die. . ins Bild passt. Deswegen, ich will nicht sagen, wir glauben sie. Ich will sie zumindest erzählen. So, und zwar geht es darum, dass mehrere Menschen erzählt haben, dass sie gesperrte Konten bei Ex hatten und zwar über mehrere Monate gesperrt. Zum Beispiel gibt es einen Account, der heißt Run Mexico. Und dieser Account sagt, der Account wurde zwei Monate gesperrt und hat mehrere, also diese Person sagt, mindestens 100 Einsprüche eingelegt dagegen. Einspruchs. Einspruche? Ja, das halt. Um gegen die Kontosperrung vorzugehen und sagt, ich brauche jetzt eine neue Strategie. Und hat eine neue Strategie ausprobiert und hat eingegeben. Dass diese Person ein konservativer Aktivist ist und fälschlicherweise von Woken Linken angezeigt wurde, weil Er oder sie Israels Recht auf Selbstverteidigung unterstützen würde. Und innerhalb von wenigen Minuten, fünf Minuten, schreibt die Person, wurde dieser Account daraufhin entsperrt. Wir wissen natürlich nicht so ganz genau, ob es eine Räuberpistole ist. Aber man kann sich das tatsächlich vorstellen, dass das so ins Bild passt, wie Musk eigentlich gerade das Unternehmen gerne wahrgenommen wissen möchte. Meinungsfreiheit schön und gut, aber bitte nur dann, wenn es die richtige Meinung ist.
24:17 Franziska Bluhm
Ja, wenn das wirklich der Fall ist, dann ist es einfach wieder ein weiteres Zeichen dafür oder ein weiterer Aspekt, ein weiteres Argument dafür, dass man doch sehr vorsichtig auf dieser Plattform agieren sollte. Ich bin gespannt, aber ich denke, dass wir da in den nächsten Tagen bestimmt auch nochmal eine Recherche kriegen, die das entweder belegt oder widerlegt.
24:40 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ich glaube auch. Also es gibt in der Geschichte noch eine zweite Person, Chiforra, die dasselbe wohl ausprobiert hätte und auch einen Screenshot der Einreichungen. der Einsprüche, des Einspruchs sozusagen dazugeschrieben hat. Ich hoffe, dass du da nochmal ein bisschen mehr zu erfahren. Oh, jetzt habe ich hier gerade Dinge weggeschmissen. Hast du es gehört? Hat man nicht gehört. Sorry. Wir werden das weiterverfolgen, auf jeden Fall. Ich möchte aber, wie gesagt, dazu sagen, das passt leider in die Art und Weise, wie das Unternehmen eben aufgestellt ist. Also selbst wenn es nicht stimmt Allein die Tatsache, dass wir es glauben, zeigt ja schon, an welchem Punkt eigentlich Twitter gerade steht. Also dass wir das glauben können, dass wir es nicht ausschließen, so einen absurden Quatsch, sagt eigentlich schon das meiste aus.
25:29 Franziska Bluhm
Ja. Boah, aber weißt du was, ich habe hier gerade parallel diesen The Boring Company auf X, den Kanal auf. Das ist ganz schön, also diese Bohrer sind ganz schön faszinierend. Ja, ja, die Bauern hat Tunnel und das sind echt faszinierend. Also die sind wirklich faszinierende Timelapse-Videos. Also für alle Leute, die irgendwie große Lust auf so solches
25:56 Gavin Karlmeier
Hättest du gerne einen Tunnel in deinem Garten?
25:58 Franziska Bluhm
Nee, nee, auf gar keinen Fall. Aber diese Boba sind sehr beeindruckend.
26:04 Gavin Karlmeier
Aber ich hab ja eh, also diese Rabbit Holes von so faszinierenden Dingen. In Kurzvideos. Ja, absolut. Also allein diese Hydraulikpresse, die frisst so viel jedes Mal, wenn sie mir angezeigt wird. So viel meiner Zeit. Ich kann nicht anders, als mir das immer anzugucken, auch wenn ich es schon hundertmal gesehen habe. Oder auch Floral Foams, das ist dieser Schaum, in die Pflanzen und Blumen gesteckt werden, so Schnittblumen, weißt du? Und da gibt es so Videos von Leuten, die so da reingreifen und dann kommen da so Farben raus und so. Oder Soapcutting, Leute, die Seifen klein schneiden in Stücke. Das ist mein ASMR. Ich kann mir das stundenlang angucken.
26:43 Franziska Bluhm
Ach krass, okay. Ja, das hatte ich bisher noch nicht, aber dann werde ich gleich mal nach Seife gucken.
26:48 Gavin Karlmeier
Ja, super.
26:49 Franziska Bluhm
Vielen Dank, ja. Das ist ein bisschen.
26:52 Gavin Karlmeier
Es gab mal so einen YouTube-Account, ich glaube, der hieß Marble Race, also Murmelrennen. Da wurden immer so wahnsinnig aufwendige Parcours, die kann ich auch in den Sand gebaut. Es ist einfach toll, was Leute machen, die Zeit haben. Ja. Kommen wir kurz zu Meta und zwar geht es um Meta AI. Das ist das Modell, das Meta an den Start bringt, um mithalten zu können mit anderen, wie zum Beispiel OpenAI. Und offenbar hat Apple angefangen, Gespräche mit Meta über eine KI-Partnerschaft zu führen. Das heißt, dass es wohl möglich sein könnte, in der neuen iOS-Version früher oder später eben nicht nur ChatGPT zu konsultieren. Da haben wir drüber gesprochen hier. sondern auch die Meta-KI. Und das wäre interessant, weil dann bist du an einem Punkt, wo du dir aussuchst, mit welchem anderen KI-Modell du eigentlich kommunizieren möchtest und im Zweifel kriegst du da auch unterschiedliche Antworten. über dasselbe Interface. Das finde ich ganz, ähm, tatsächlich ganz interessant. Ich habe aber dazu direkt gleich eine kleine schlechte Nachricht, aber du kannst ja erstmal dazu deine Gedanken formulieren.
28:00 Franziska Bluhm
Naja, meine schlechte Nachricht hat wahrscheinlich mit der Frage zu tun, die ich dir sofort gestellt hätte. Auch in der EU, oder ist das?
28:10 Gavin Karlmeier
Das ist nämlich genau der Punkt. Tatsächlich geht es, also tatsächlich ist es so. dass Apple selber gesagt hat, gegenüber Financial Times jetzt, dass die ganze Apple Intelligence, die sie vorgestellt haben, wohl zunächst gar nicht in der EU kommen wird. Man spricht ja von einer Verzögerung und Sie sagen, Sie fürchten, dass es mit dem Digital Markets Act hier einen Konflikt geben könnte. Also regulatorische Fragen, die bislang noch nicht geklärt seien. Allein die Kooperation zwischen Apple und OpenAI haben wir ja hier auch schon besprochen, glaube ich, in der Episode, in der ich alleine war. diese Kooperation von der EU gerade schon überprüft wird, weil die EU Zweifel hat, dass die so monopolrechtlich vertretbar sei. Also das heißt, grundsätzlich könnte es passieren, dass diese ganze Apple Intelligence, bis wir sie hier erstmal bekommen, dass es noch ganz schön lange dauern könnte, weil die Europäische Union eben da drin Konflikte sieht. Und wie gesagt, ich bin großer Fan von Regulierung und würde auch sagen, solange das Ding nicht so funktioniert, dass ich mir keine Sorgen um meine Daten machen muss. Dann prüft das Ding erstmal. . Da kann ich gut mit leben, ist meine persönliche Meinung jetzt.
29:18 Franziska Bluhm
Ja. Ich kann dir leider nur zustimmen. Das macht es leider jetzt langweilig. für diesen Podcast, aber gut, ja.
29:26 Gavin Karlmeier
Ja, aber es geht sogar noch weiter, denn Apple wird gerade auch von der EU noch ganz anders. untersucht, denn wir haben ja auch darüber gesprochen, dass durch die aktuelle iOS-Version es die Möglichkeit gibt, alternative App Stores auf dem iPhone zu benutzen. Das ist eine Maßgabe, die dieser DMA eben auch mit sich bringt. Und was wir eben auch erzählt haben, ist, dass dort eine sogenannte Core Technology Fee erhoben wird. Das ist einfach nur ein netteres Wort für Apple nimmt. eine Gebühr dafür, dass Leute eigene Marktplätze anbieten. Und es ist so, dass die Regulierungsbehörden jetzt gesagt haben, dass sie sehr ernste Probleme mit Apples Implementierung der DMA-Auflagen haben und sehen. Das heißt, es könnte sein, Dass auch dieses Modell so nicht ganz tragbar ist und dass die EU sich da aber auch nicht vor den, wie sagt man, vor den Karrnspannen lässt?
30:14 Franziska Bluhm
Vor den Karrnspannen, glaube ich, würde ich auch sagen, ja.
30:17 Gavin Karlmeier
Also dass die EU sich da nicht verarschen lässt. Ich glaube, so kann man es auch sagen. sondern dass sie sagen, also so läuft es nicht. Und also ich will sagen, das ist erstmal alles richtig so. Persönliche Meinung, Vorsicht.
30:29 Franziska Bluhm
Ja, es ist ganz interessant, ne, also wie stark jetzt, wenn man mal so ein bisschen einen Schritt zurücktritt, also wie stark die EU dann jetzt doch eingreift in die Verfügbarkeit, sag ich mal, zumindest auch von bestimmten Diensten, jetzt ja bei allen sozialen Netzwerken oder sozialen Plattformen oder eben auch bei Apple. Aber ja, also Ich würde mal so auch die Frage stellen, meinst du, dass irgendwann die auch gar keinen Bock mehr haben auf Europa?
31:01 Gavin Karlmeier
Das kann ich nicht so richtig einschätzen, weil der Markt eigentlich zu groß und zu wichtig ist. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es irgendwann tatsächlich dazu kommt, dass einzelne Features hier gar nicht erst verfügbar sind. Also gerade bei Apple kennen wir, dass das Apple da offen nicht ein großes Problem hätte hat. Also zum Beispiel diese, dass Apple Pay in Deutschland eingeführt wurde, das war ja vier, fünf, sechs Jahre nach den USA. Die Apple Card ist außerhalb der USA nie gekommen, also die eigene Kreditkarte von Apple. Und das kann ich mir auch für andere Netzwerke vorstellen, dass Meta zum Beispiel sagen könnte, nö, also die Regulierung der KI in Europa ist uns zu scharf, dann gibt es die da einfach nicht. Auch gerade weil Meta ihre KI nicht benutzen, um damit auf direktem Wege Geld zu verdienen. Die ist Komplett gratis, sondern sie wird halt genutzt, um einen guten Wettbewerbsvorteil sich zu erarbeiten. Also unternehmensstrategisch gesehen.
31:50 Franziska Bluhm
Naja, und Miete hat ja im Grunde auch dadurch, dass Fets ja auch schon ein halbes Jahr später gekommen ist und auch da nochmal Erfahrung gesammelt, wie es eigentlich so ist, wenn man mal auf Europa verzichtet.
32:00 Gavin Karlmeier
Also ich kann das nicht so richtig einschätzen. Man muss aber auch dazu sagen, dass die EU, wenn du sie als kompletten Apparat begreifst, dass sie mit der mit der Regulierung da auch manchmal Vielleicht etwas übers Ziel schießen und damit komme ich jetzt in den Themenbereich Chatkontrolle. Das ist ein Thema, das letzte Woche ja so ein bisschen größer durch die Medien gegangen ist, denn es gab einen Entwurf der belgischen Ratspräsidentschaft, die übrigens im Juli enden wird. Und die hatten vorgesehen, dass es eine Maßgabe gab, dass Bilder und Videos mit Hilfe von KI-Tools untersucht und analysiert werden, die über Chat-Dienste verschickt werden. Also WhatsApp, Signal, Streamer. Und dass diese KI-Tools alle Bilder und Videos, die verschickt werden, untersucht werden und durchsucht werden, um zu schauen, ob da CSAM, also Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, enthalten ist. Das ist eine Sache, die ziemlich umstritten ist, die auch so umstritten ist, dass Deutschland schon vorab angekündigt hatte, Netzpolitik hatte das zuerst exklusiv recherchiert, zuerst angekündigt hatte, dass. Deutschland sich dagegen stemmen würde und dagegen stimmen würde. Das ist aber schon der zweite Vorstoß dieser Chatkontrolle gewesen, denn es gab tatsächlich schon mal einen Versuch, ich glaube spanisch war das. Ah, das habe ich mir nicht aufgeschrieben. Jedenfalls ist es der zweite Versuch gewesen, diese Chat-Kontrolle durchs EU-Parlament zu bringen. Ab Juli wird Ungarn die Ratspräsidentschaft übernehmen und auch die haben schon angekündigt, die Verhandlungen zur Chatkontrolle weiter vorantreiben zu wollen. Das heißt, dieses Thema ist nicht vom Tisch. Aber viele Stimmen aus Deutschland sprechen massiv dagegen, der Grund nach klar Datenschutz. Die Vorstellung, dass du end-zu-end-verschlüsselte Chat-Dienste benutzt, die dann aber alle deine Inhalte einmal mit einer KI durchscannen, ist halt. . ist abstrus. Und wir haben auch hier schon mal darüber gesprochen, dass gerade das CSAM, also das Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, dass das sehr oft genutzt wird, um solche Einrisse in den Datenschutz zu rechtfertigen, weil. Wer möchte denn etwas dagegen haben, dass Leute gegen so ein Material vorgehen? Also dieser Vorwurf ist auf jeden Fall da. Spannend ist aber, dass Signal und Threamer angekündigt haben, eher den EU-Markt zu verlassen. als ihre Privatsphäre unterwandern zu lassen. Und selbst Will Cathcart, das ist der WhatsApp-Chef, hat gesagt, das sei ein sehr gefährliches Vorgehen. Also die Stimmen sowohl von den Chat-Diensten als auch von DatenschützerInnen als auch von allen, die es nutzen am Ende, sind tatsächlich eher so, dass man sagt, ja, das ist vielleicht nicht so eine gute Idee mit dieser Komplettkontrolle aller verschickten Inhalte.
34:34 Franziska Bluhm
Ja, als du gerade gesagt hast, dass das ein Thema ist, was ja immer wieder genutzt wird.
34:39 Gavin Karlmeier
Na, erinnerst du dich noch an die Stoppschilder im Internet?
34:42 Franziska Bluhm
Wir haben ja vorhin schon mal über damals aus dem Krieg, sozusagen aus dem Internetkrieg erzählt, wann war das denn? Das war so 2003. fünf irgendwie Ursula von der Leyen oder sowas, ne, ähm, war da ähm, war da die na, es war wahrscheinlich später, ähm Oder ja, keine Ahnung, war da diejenige, die, die versucht hat, auch unter dem gleichen Deckmantel ja im Grunde ähm, also ähm, Datenschutz, den Datenschutz da aufzu Nee, den Datenschutz nicht aufzweichen, doch, das ist richtig, ne?
35:08 Gavin Karlmeier
Doch, genau, oh Gott.
35:09 Franziska Bluhm
Also die Privatsphäre, ähm, ja, Eingriffe in die Privatsphäre sozusagen zu zu ermöglichen. Ja, es ist ein schwieriges Thema und ich bin gespannt, wie geschickt Ungarn sozusagen jetzt dann vorgehen wird und in ihrer Präsidentschaft da was versuchen wird Aber ja, müssen wir, glaube ich, gucken und ich glaube, Netzpolitik. org wird uns da wieder mal sehr gut auf den Laufenden halten.
35:38 Gavin Karlmeier
Ja, glaube ich auch, ist da eine ganz gute Quelle zu dem Thema. Ja, es gab tatsächlich noch eine Geschichte, die noch gar nicht so lange her ist, bei der auch dieser Vorwand genutzt wurde, und zwar interessanterweise durch Apple. die angekündigt haben, alle per iMessage verschickten Videos und in der iCloud gespeicherten Videos zu überprüfen und abzugleichen mit so einer Datenbank für so ein Material mit Hilfe von solchen Hasheds. Hashes. Auch da war der Aufschrei ziemlich groß zum Glück. Weil man auch sagen muss, jeder jedes, also es gibt den perfekten Schutz. Gerade von versendetem Material gibt es nicht. Aber gerade die Leute zu bestrafen, die verschlüsselt kommunizieren wollen, weil sie sich eben in Sicherheit wiegen wollen. Und nicht, weil sie dort illegale Dinge tun, sondern weil sie einfach sagen, das geht niemandem etwas an, was ich ermache. Das ist der, ähm, das Ist der Punkt. Also Marco Buschmann, ne, FDP, der hat gesagt, kein Mensch würde auf die Idee kommen, dass ich einem staatlichen Aufseher erst mein Fotoalbum zur Verab vorlegen muss, bevor ich einem Freund meine Urlaubsfotos zeige. Und genau dieses Gefühl habe ich da tatsächlich auch. Es könnte aber sein, das kann ich nicht so richtig einschätzen, dass das auch eine sehr deutsche Sicht auf diese Dinge ist.
36:48 Franziska Bluhm
Naja gut, kann ja sein, dass es vielleicht eine deutsche, äh, eine deutsche Sicht auf die Dinge ist, zumindest hat ja aber dann Die belgische Ratspräsidentschaft den Vorschlag dann zurückgezogen, weil sie hat, oder den Punkt wieder von der Tagesordnung gestrichen, weil sie gemerkt haben, dass sie keine Mehrheit haben. Und dann waren ja nicht nur die Deutschen dagegen.
37:07 Gavin Karlmeier
Ja, wahrscheinlich ist es so, ja, genau. Also die wird erstmal nicht kommen, dass es eigentlich was am Ende hängen bleibt. Wir werden aber wahrscheinlich in den nächsten Wochen und Monaten nochmal was davon hören. Also die Zeit hat geschrieben, auch Ungarn hat angekündigt, die Verhandlungen zur Chatkontrolle vorantreiben zu wollen. Das bedeutet in EU-Geschwindigkeit, das kann noch eine ganze Weile dauern.
37:29 Franziska Bluhm
Naja, wir haben ein halbes Jahr ist immer die Reitsberatspräsidentschaft, oder?
37:33 Gavin Karlmeier
Schauen wir mal Also vielleicht, also ich sehe das schon, dass wir hier vor Weihnachten schon wieder über die Chat-Kontrolle sprechen.
37:38 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, Weihnachten ist dann das nächste Mal, dass wir drüber sprechen können.
37:43 Gavin Karlmeier
Wir bleiben ganz kurz bei der deutschen Sicht der Dinge, indem wir über ein anderes Land sprechen. Und da bin ich ganz gespannt, wie du das Thema empfindest. Und zwar geht es um Frankreich. In Frankreich hatte Emmanuel Macron nach den Europawahlen letzte Woche ja angekündigt, dass es neue Wahlen geben werde. Und hat aber in dem Zuge relativ schnell auch schon eine Art Agenda gesetzt. Und zwar hat er gesagt, dass er die Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien vor dem Alter von 15 einschränken möchte. Und noch weiter, es gibt wohl die Pläne, Kindern unter elf Jahren die Nutzung von Mobiltelefonen verbieten zu wollen. Das ist interessant, weil 70 Prozent der französischen Eltern angeben, dass sie Schwierigkeiten haben, die Nutzung der sozialen Medien durch ihre Kinder zu kontrollieren. Das heißt, es könnte sogar sein, dass er damit auf ein Klima in der Bevölkerung Frankreichs trifft, die das gar nicht so verkehrt finden, mehrheitlich. Ist eine These jetzt natürlich. Es gibt aber auch einen Expertenbericht an der Sonderkommission, der wurde Macron vorgestellt, im April schon. Und der hat gesagt, Kinder unter elf Jahren sollten keine Mobiltelefone zur Verfügung gestellt kriegen. Kinder unter 13 sollten keinen Internetzugang auf Mobiltelefon zur Verfügung gestellt kriegen und Kinder unter 15 sollten keinen Zugang zu sozialen Medien bekommen. Also es gibt den Begriff dort der digitalen Volljährigkeit. und eine elterliche Kontrolle für Mobilgeräte, die auch eine systematische Altersüberprüfung vorsehen. Was deswegen interessant ist, weil die EU das ja auch fordert durch den DSA In Hinsicht auf Pornhub beispielsweise, die genau sowas technisch nun umsetzen müssen. Also ganz spannend, dieser Vorstoß, weil wir mit Blick auf die USA, wo diverse Staaten sowas ja auch diskutiert und verhandelt haben, so ein bisschen Ich will nicht sagen, geschmunzelt haben nach dem Motto, wie soll das bitte umsetzbar sein, wenn du jetzt alle fünf Minuten einen Warnhinweis vom Instagram kriegst, du bist eigentlich zu spät und zu jung dafür, was du hier machst. Die hat sowas eben auch in Frankreich, in einem europäischen Land, direkt um die Ecke. Deswegen bin ich gespannt, was du dazu sagst.
39:35 Franziska Bluhm
Boah, ich finde, das ist ein wahnsinnig großes Thema, weil im Grunde hast du ja gerade, es sind ja drei verschiedene Themen. Also das eine ist ja grundsätzlich Kinder unter elf keine Mobiltelefone. Also ich weiß ja nicht, wann du das letzte Mal Essen warst, ne? Ähm und wenn oder ähm und ähm wenn du, wenn, wenn du wenn du Tische siehst mit ähm Mit Eltern, mit Kindern, wie häufig dort Kinder bis zu, keine Ahnung, vier, fünf, sechs Jahre oder so. per Mobiltelefon oder iPad oder was auch immer erstmal ruhig gestellt werden, damit die parallel, damit die schön ruhig sind und man sich unterhalten kann, aber trotzdem irgendwie sein Essen essen kann. Also weißt du das ist so das eine Thema, wo Ich bin nicht mir nicht sicher bin, wenn jetzt plötzlich so eine Beschränkung kommt, dürfen meine Kinder bis elf. Also ich, also ich weiß nicht, ob er dafür eine Mehrheit bekommt, sage ich jetzt einfach mal so. Das andere ist ja die Nutzung von sozialen Medien.
40:31 Gavin Karlmeier
Das ist ja nochmal was anderes.
40:33 Franziska Bluhm
Und das war bis elf, ne? Wenn ich das richtig gesagt habe, bis dreizehn. Nee, bis fünfzehn sogar. Ah ja, okay. Also ich verstehe komplett oder kann komplett nachvollziehen und finde es auch super, dass mittlerweile halt echt untersucht wird. Es gab ja auch noch eine andere Studie jetzt auch, ne? Rausgekommen ist, wie stark soziale Medien, die Nutzung von TikTok, diese Aufmerksamkeitsspanne hin und her, aber natürlich auch das Thema Sucht sozusagen eine Rolle spielt und wie halt unseren Kindern mit diesen Geräten und auch mit sozialen Medien halt nichts Gutes tun oder ja nichts Gutes antun sozusagen. Ich glaube, das ist gut Also grundsätzlich ein guter Vorstoß, aber ich weiß nicht, ob ich mit so einem Thema in den Wahlkampf gehen würde, wenn ich ganz ehrlich bin, weil ich glaube nicht. Also ne, es ist auch so dieses typische Verbotsthema wiederum und so. Und wie willst du das wirklich durchsetzen? Und bringt es nicht Leute auf den Baum? Die du vielleicht eher auf deiner Seite haben wolltest. Weiß ich nicht genau. Ich bin da so ganz gemischt. Einerseits weiß ich, dass es gut ist und sehe das auch kritisch. Aber andererseits sehe ich halt auch wirklich die Gefahr, ähm Also wenn es jetzt nur darum geht, dass Macron eine Wahl gewinnen wird, würde ich mit diesem Thema nicht unterwegs sein.
41:49 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich total. Vor allem bei diese Diskussion in Frankreich darum, wie viel Staat eigentlich Okay ist, ja auch in den letzten Jahren immer wieder sehr, sehr, sehr gewaltsam ja auch ausgefochten wurde gesellschaftlich. Und das ja ein totaler Eingriff des Staates auch in die Erziehung ist, also in die Art, wie die Familien eigentlich dort aufgestellt sind. Deswegen, ich finde das auch dieselbe Einschätzung, was so die Frage angeht, wie strategisch sinnvoll ist es eigentlich, finde aber diesen Vorstoß, wie gesagt, eines europäischen Landes Zu diesem Thema hochinteressant, weil ich auch glaube, es muss irgendeine Antwort geben. Ich glaube, diese kann es nicht sein vom Gefühl her, weil ich nicht glaube, dass das realitätsnah ist, so etwas umzusetzen. Also wie soll das ablaufen? Dass Kinder, die durch ihr gegen laufenden Handy in der Hand von der Polizei festgenommen werden, das wird es ja nicht sein. Also Das fühlt sich so ein bisschen nach so sehr nach so sehr starkem Aktionismus an, so etwas gesetzlich festzuschreiben. Weil es sind ja auch selten Kinder unter elf, die sich selber das Handy kaufen. Das ist. Mit Zigaretten und Alkohol deutlich einfacher kontrollier und regulierbar, weil du einfach den Verkauf einschränkst. Das ist hier ja nicht der Fall. Es gibt Leute in der deutschen Internetbubble, die schenken ihrem Kind zum dritten Geburtstag ein Handy. Weißt du, also es ist eine andere ist es ein anderes an andere Situation als Zigaretten.
43:09 Franziska Bluhm
Ja, ja, klar, und nicht nur das, ne? Also ich meine, es gibt ja auch auf den Geräten die Möglichkeiten, Bildschirmzeiten einzustellen, bestimmte Apps einzustellen und so weiter und so fort. Und allein wenn ich in meinem, sagen wir mal, bekannten Kreis, also das so sehe, allein davon machen die wenigsten Eltern Gebrauch. Das heißt also, auch das ist ja etwas, wo du Ja, ne, also, wo du nochmal ein Thema hast. Erstens natürlich, wie willst du es überhaupt kontrollieren? Und zweitens, wie willst du eigentlich Menschen davon überzeugen, das auch wirklich umzusetzen?
43:44 Gavin Karlmeier
Ja. Voll. Also ich glaube, das ist realistisch, ehrlicherweise darauf hinausläuft. Ich habe übrigens gehört, dass ich zu oft ehrlicherweise sage. Ich weiß nicht, ob das jemand mal mitzählen könnte, aber. Das scheint so ein Füllwort zu sein, das im Karl-Mayeschen Gedächtnis festgebrannt ist. Ehrlicherweise glaube ich aber, das wird darauf hinauslaufen, dass so eine. So eine echte Altersüberprüfungskontrolle kommen wird, wie wir das auch schon früher von so Porno-Seiten kannten. Weißt du, es gab früher die Möglichkeit, dass du so einen kleinen Code eingibst, der auf dem Personalausweis steht und dann wird geguckt, ist es eigentlich Ein echter Ausweis, okay, dann muss die Person mindestens 15 sein oder 16 oder so. Oder dass es eine Prüfsumme gibt oder so. Also das halte ich alles für machbar. Das darf halt nicht zu einer Vollüberwachung ausarten, dass es also am Ende die Möglichkeit gibt, dass du mit der elektrischen Funktion deines Personalausweises nur noch diese Seiten freischalten kannst, weil dann killst du soziale Netzwerke im Zweifel. Aber das halte ich doch für den realistischsten Weg, dass man sagt, okay, wir haben jetzt hier eine diese Altersüberwachungssysteme für TikTok und unter 15 kannst du es nicht benutzen. Das finde ich ist klingt für mich nach einer machbaren Variante.
44:58 Franziska Bluhm
Ja, also auf jeden Fall und wenn ich das hier, du hast ja so einen Text hier mir mitgegeben, es soll ja sozusagen auch was ins in die Ja, nach Europa, ne? Also in die, also nicht nur in Frankreich, sondern das ist ja was, was auch in die europäische Gesetzgebung eventuell mit einfließen kann. Das heißt, ähm Vielleicht ist das auch der bessere, wichtige, richtigere Weg, da europaweit um eine Lösung zu finden.
45:23 Gavin Karlmeier
Andererseits.
45:24 Franziska Bluhm
Fünf Jahre noch wahrscheinlich, mindestens.
45:26 Gavin Karlmeier
Ja, da haben wir ja gehört. Und ich könnte mir vorstellen, dass das die Europa-Azeptanz auch nochmal ein bisschen angreifen könnte.
45:32 Franziska Bluhm
EU-Akzeptanz. Das könnte gut sein, ja.
45:35 Gavin Karlmeier
So, halte ich kurz fest, bist du angeschnallt, fancy?
45:38 Franziska Bluhm
Ich, ähm, ja, ich versuch's.
45:41 Gavin Karlmeier
Dann Achtung. Funktionen und Emotionen. Endlich. Wilde Fahrt, oder?
45:51 Franziska Bluhm
Ja.
45:52 Gavin Karlmeier
Instagram führt jetzt App-Clips ein. Weißt du, was App-Clips sind?
45:57 Franziska Bluhm
No, aber du erzählst es mir bestimmt klein.
45:59 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist aber so geil, weil das ist ein Feature, das gibt es schon ewig und niemand kennt es. Es ist einfach nicht verbreitet. Das ist ein Apple-Feature für iOS-Geräte, bei der es die Möglichkeit gibt. gibt kleine Teile einer App direkt über das Internet zu benutzen, ohne die App herunterladen zu müssen. Die meisten, ähm, äh äh, äh, wie heißen die? Öffentlichkeits, nee, öffn öffentlicher Personennahverkehr Unternehmen, so heißt das, ÖPNV-Unternehmen, haben so etwas, wenn sie dann eine gute App haben, das eine Möglichkeit gibt, dass du quasi per App Clips nur das Ticket kaufen kannst, ohne die App zu installieren. Oder TikTok hat so etwas. Wenn dir jemand per iMessage einen TikTok-Link schickt, du hast die App aber nicht installiert. öffnet sich nicht der Browser, sondern es öffnet sich eine kleine Light-Variante von TikTok. Und das hat Instagram jetzt eben auch eingeführt mit der Möglichkeit, dass NutzerInnen nun Reels gucken können, ohne die App zu installieren.
46:45 Franziska Bluhm
Und was ist jetzt der Vorteil gegenüber der Browser-Nutzung?
46:49 Gavin Karlmeier
Dass dieser ein bisschen behäbig ist. Das fühlt sich an wie eine App auf dem Telefon, das ist sehr sleek in der UX. Wow. Für mich wie. Willkommen im OMR-Podcast. Hallo. Aber du weißt, also das ist halt, hat ein Look and Feel einer App, du musst aber keine App installieren.
47:10 Franziska Bluhm
Okay, ja, finde ich, boah, weiß ich auch nicht. Ja, vielleicht gut, sagen wir so.
47:19 Gavin Karlmeier
Okay. Instagram arbeitet an einem Feature, mit dem du per Voice Commands die App bedienen kannst. Also sagen kannst Instagram Selfie machen und dann kannst du ein Foto machen oder Story posten oder sowas.
47:36 Franziska Bluhm
Okay. Naja, sagen wir mal so, ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass das was ist, also wenn ich mir die Nutzung des Handys meines, also oder wie mein mein Sohn, der 13-Jährige, sein Smartphone nutzt. Also der nutzt sie deutlich häufiger als ich. Könnte ich mir vorstellen, dass das vielleicht, gerade wenn du, also ja, was ist, was vielleicht wirklich so ein Feature ist, was gut für eine, für junge Leute irgendwie so ist, dass man dann halt irgendwie noch leichter und noch intuitiver eben auch auf Instagram irgendwelche Sachen publizieren könnte. Also ja, vielleicht ist das, vielleicht ist es gut.
48:15 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin mir da nicht so sicher, weil bitte?
48:20 Franziska Bluhm
Wie siehst du das?
48:21 Gavin Karlmeier
Also ich finde, ich benutze tatsächlich sehr viel den Spracheassistenten in meinem Telefon. Vor allem aber, um mich an Dinge erinnern zu lassen, Kalendereinträge zu schreiben. Sowas. Ähm, Wecker auszuschalten, weil ich sehr viele Wecker gleichzeitig anhabe und das deutlich schneller geht. Ich benutze nie Sprachassistenten, die in anderen Apps drin sind. Also Amazon hat so etwas in der Amazon-App, Google Maps hat sowas, Gmail auch, da sind überall Sprachassistenten verarbeitet. Habe ich noch nie verwendet und werde ich bei Instagram mit Sicherheit auch nicht tun. Das ist mein Gefühl. Dann.
48:57 Franziska Bluhm
Naja, aber vielleicht nutzt du beispielsweise manchmal die Diktierfunktion?
49:03 Gavin Karlmeier
Ja, oft
49:05 Franziska Bluhm
Guck mal, also dann vielleicht schon, weißt du? Also das ist ja schon was, was auch in App sozusagen ist.
49:12 Gavin Karlmeier
Also wenn der clever ist, der Assistent.
49:14 Franziska Bluhm
Und vielleicht würdest du es dann nutzen.
49:15 Gavin Karlmeier
Dann vielleicht schon. Das passt ganz gut zu der anderen Funktion, die ich mitgebracht habe, weil vielleicht erspart sie mir diesen Aufwand, den ich jetzt gerade habe, wenn ich das machen möchte, was diese Funktion für mich. Übernimmt, oh Gott, was für ein langer Satz. . Und zwar, wenn du mehrere Bilder einer Person entlikst, also zwei oder drei, dann kriegst du eine Push-Nachricht in Instagram mit der Frage, ob du nicht automatisiert alle Posts von diesem Creator entliken möchtest.
49:41 Franziska Bluhm
Wann macht man bitte das? Also ich ehrlich gesagt, es ist ein Use Case, den der mir Irgendwie echt fremd ist. Oder weißt du so nach dem Motto, boah, das Foto von Gavin ist jetzt doch, finde ich jetzt doch richtig doof, oder den Reel finde ich jetzt doch blöd. Und dann soll ich alles entliken, finde ich sehr, sehr seltsam. Also würde ich nie auf die Idee kommen.
50:03 Gavin Karlmeier
Trennung zum Beispiel oder eine Person, die vielleicht ins Schwurbeltum abgedriftet ist und du denkst dir, ich will jetzt nicht, dass alle Leute sehen, dass ich da alles geliked habe, vorher, früher. Also es gibt, glaube ich, schon Situationen.
50:15 Franziska Bluhm
Okay, dann ist es vielleicht total praktisch. Also habe ich bisher noch nie gemacht. Aber klar. Why not?
50:22 Gavin Karlmeier
Vor allem gibt es einen Workaround, den man benutzen kann, wie das geht. Und zwar, wenn du eine Person blockierst und wieder entblockierst und alle deine Likes weg.
50:30 Franziska Bluhm
Das heißt also, es ist jetzt leichter als der Workaround.
50:34 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
50:35 Franziska Bluhm
Okay, finde ich mega.
50:38 Gavin Karlmeier
Endlich. Und diesen Workaround, ähm, den gebe ich euch jetzt allen her umsonst heute mit. Weil ich so tapfer bis hierhin. Durchgehalten habt. Dann hat Instagram eine Funktion ausgerollt, dass du jetzt nur für deine Close Friends live gehen kannst. Also du kannst jetzt sagen, ich gehe jetzt live, aber nur meine engen FreundInnen können das sehen.
50:57 Franziska Bluhm
Es ist besonders spannend für so Leute, die das Close Friends ja auch irgendwie für so abonnierenden Kreise irgendwie nutzen. Finde ich eigentlich eine ganz coole Nummer.
51:07 Gavin Karlmeier
Finde ich auch. Gefällt mir auch gut. Threads wird eins bald und arbeitet gerade an einem Feature, dass du zumindest in den USA wird es eins, ne? An einem Feature, dass du das Symbol der App verändern kannst. Zum Geburtstag in so einem Ballon oder in so Farben. Sowas.
51:25 Franziska Bluhm
Finde ich total sinnlos. Also, wozu? Aber ja, von mir aus.
51:30 Gavin Karlmeier
Es ist super sinnlos. Hundertprozentig. Und Snap hat jetzt auch eine generative KI aktualisiert. Die haben sie schon länger, haben sie aber jetzt nochmal ein bisschen aufgepimpt, wie man so schön sagt. Das gibt jetzt dort die Möglichkeit, realistische Spezialeffekte auf Bilder zu setzen. und erweiterte Augmented Reality zu verwenden. Das heißt, du kannst also quasi etwas filmen und dann filmst du ein Auto und das Auto fängt an zu brennen. Oder du filmst ein Haus und auf dem Haus läuft eine Werbung für dich. Solche Features mit Hilfe von KI gesteuerten Linsen wird es dort eben jetzt bald bei Snapchat geben.
52:04 Franziska Bluhm
Ach, ich glaube, dass das für Snap-NutzerInnen Wahrscheinlich schon ganz geil ist. Also, wenn du noch mehr coole Effekte hast und so, warum nicht?
52:14 Gavin Karlmeier
Ich glaube ja auch ehrlicherweise, dass die meisten Leute Snapchat nur noch benutzen, um damit diese Fotos, diese Lustigen zu machen und die. Linsen und so. Also ich glaube, da bist du relativ nah an dem echten Use Case, wenn du das weiter ausarbeitest. Okay, Franzi, damit sind wir am Ende.
52:29 Franziska Bluhm
Ja, ich glaube auch. Also. Wir sind am Ende. Wir sind wirklich am Ende. Unsere Internetverbindung ist am Ende.
52:36 Gavin Karlmeier
Weil alle gerade Fußball gucken. Man muss dazu sagen, wir nehmen diese Folge parallel zum Deutschlandspiel auf. Und offenbar Ist da gerade viel los auf der Datenautobahn? Muss sich unser Verkehrsminister nochmal ein bisschen umkümmern.
52:53 Franziska Bluhm
Ja, das wäre vielleicht nicht so schlecht, ja. Alles klar.
52:56 Gavin Karlmeier
Liebe Franzi, vielen Dank, dass du da warst. Immer wieder gerne. Bis zum nächsten Mal sehr, sehr gerne. Euch allen eine ganz wundervolle Woche. Wir lesen uns bei Discord. Ab Eine gute Woche, einen schönen Tag und weiter geht's hier am Mittwoch. Vielen Dank euch allen und macht's gut.
53:10 Franziska Bluhm
Tschüss. Und helft dem Gavin mal dabei, dass wir die Tausender Marke im Discord knacken, 912 waren es vorhin. Also es sind nicht mehr, es fehlen nicht viele.
53:23 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Was machen wir bei 1000? Machen wir eine Party?
53:28 Franziska Bluhm
Oh, das wäre doch was, oder?
53:29 Gavin Karlmeier
Ja. Dann streamen wir mal eine Folge live in den Discord während der Aufzeichnung. Das ist ja wie eine Party.
53:35 Franziska Bluhm
Mega, ja.
53:36 Gavin Karlmeier
So machen wir es. Vielen Dank dir, liebe Franzi. Mach's gut.
53:39 Franziska Bluhm
Ja, danke. Bis dann. Ciao.