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Folge 352 · 11. November 2024 · 46 Min.

Oligarch Musk und Robert HaBRAT

mit Lorenz Meyer

Wenn Trump mit Selenskyj telefoniert, sitzt Musk offenbar mit im Raum – und flüstert dabei dem designierten Vizepräsidenten direkt noch ins Ohr, wie man gegen Regulierung von X in Europa vorgehen könnte.

Und dann ist da noch Robert Habeck und sein Comeback auf X – und wir fragen uns: Was soll das?!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT Hallo Lorenz.

00:07 Lorenz Meyer

Grüß dich, Kevin! Da nehme ich doch gerade mal das Handy beiseite.

00:12 Gavin Karlmeier

Es ist schön, dass du heute wieder hier bist. Für die, die dich nicht kennen. Du bist Lorenz Meyer. Du bist Autor, Journalist, Medienkritiker, schreib Bücher, wie andere Leute Brote essen. Du hast frisch das Buch, wie Jesus das Lübecker Marzipan erfand, in dem ich schon ein bisschen querlesen durfte, gesch veröffentlicht und bis ansonsten einfach ein fleißiger Beobachter des digitalen Schaffens und deswegen immer eine Bereicherung für unsere Runde hier. Ich freue mich, dass du hier bist.

00:37 Lorenz Meyer

Danke, es ist mir wie immer eine große, große Ehre.

00:43 Gavin Karlmeier

Wir haben schwierige Zeiten, muss man sagen. Also, ich habe ja letzte Woche, äh letzte Woche Donnerstag, haben wir ja diese versucht, so auf dem Wahlkampf einen Deckel drauf zu machen und zu sagen, naja, vielleicht können wir ja jetzt langsam wieder. So ein bisschen ins Social Media Tagesgeschäft übergehen und kurz nachdem diese Folge aufgezeichnet war, ähm, hat, also am Mittwochabend Wurde Christian Lindner entlassen. Olaf Scholz hat de facto Neuwahlen ausgerufen, also noch nicht wirklich, aber der darauf wird es hinauslaufen. Zwei Tage später hat Robert Halbeck sich zum Kanzlerkandidaten ernannt. Es sind so viele Dinge passiert. Das räumen wir heute alles ein bisschen auf. Ich möchte aber trotzdem mit Elon Musk ex-Donald Trump anfangen. Wie hast du die letzte Woche denn insgesamt erlebt? War es ein Vollrausch oder war es einfach nur eine Karterstimmung?

01:28 Lorenz Meyer

Ja, es war, ja Das war ein Wilder LSD-Trau, würde ich sagen. Und man hat so das Gefühl, man ist nicht aufgewacht, noch nicht so richtig. Es geht ja irgendwie weiter. Man kommt ja irgendwie gar nicht raus. Ich würde jetzt eigentlich gerne, würde ich jetzt eigentlich gerne vor einer Metadron-Ausgabestelle stehen und langsam runterkommen. Aber Nee, so ist es nicht abgemacht.

01:54 Gavin Karlmeier

Ja, also es war, also, ich fange mal mit der ersten Meldung an, um da so ein bisschen um reinzurutschen. Und zwar. Hat die New York Times sich mal angeschaut, was Elon Musk eigentlich so in den ersten Tagen nach der Wahlsieg von Donald Trump so Auf X veröffentlicht hat. Sie schreiben, Elon Musk, der Eigentümer von X, hat zwischen Dienstag und Freitag mehr als 400 Beiträge über Politik auf der Plattform veröffentlicht, in denen er den Sieg von Donald Trump feierte, über die Ziele sprach, die ein neue Präsident im Amt verfolgen sollte. Postete unter anderem ein Foto von sich, Und seinem Sohn XAAXAIMask, umgeben von Trump und seiner Familie in Marago, sowie ein weiteres Foto von sich mit Herrn Trump. Mr. Trump ist eine Übersetzung, das mit novus ordoseclorum überschrieben war, einem lateinischen Satz, der auf dem Dollarschein steht und bedeutet eine neue Ordnung für die Ewigkeit. Da kriegt man Bauchschmerzen, oder? Wenn das der Ansatz ist, mit dem man hier sozusagen handelt.

02:47 Lorenz Meyer

Ja, das hört sich an wie so ein schlechter Roman. Also es ist einfach so irre. Also, das ist so eine. Ja, so eine Mischung von Comedy und Science Fiction Comediction oder so. bauen. Ja, jemand mit dem Skript, der würde dich, Netflix würde dich ja irgendwie rausjagen, weil es vollkommen absurd ist.

03:12 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wahr, ne? Ich finde aber interessant die Rolle von Elon Musk in dieser ganzen Geschichte. Wir haben heute noch so zwei, drei Beispiele dafür, weil ich das Gefühl habe, dass also entweder Ich glaube genau, Pip Klöck, da hat das im Doppelgänger Tech Talk gesagt. Entweder Musk hat Trump mehr geholfen, als wir wissen, Das ist die eine Möglichkeit, was er hat das in Bezug auf diese Rede, über die wir hier auch schon gesprochen hatten, von Frau angebracht. Aber den Gedanken, dass da vielleicht irgendwas passiert ist, das wir nicht mitbekommen haben. Oder aber, und das ist jetzt meine Verlängerung dieser These, oder aber, Elon Musk hat seine eigene Rolle noch nicht ganz begriffen oder überschätzt sie. Weil Elon Musk handelt ja de facto Und also wahrscheinlich ist er das sogar nach Definition auch wie ein Oligarch gerade, irgendwie ein milliardenschwerer Mann, der direkten Einfluss auf die Regierung nehmen kann. Nutzt aber gleichzeitig seine Kanäle, um so regierungslike auch zu kommunizieren. Also man hat so das Gefühl, dass Elon Musk sich selber als eigentlich den Gewinner der US-Wahl versteht gerade. Und ich finde das ganz. Eigenartig, also noch eigenartiger als viele andere Äußerungen von Elon Musk in der Vergangenheit.

04:22 Lorenz Meyer

Ja, ich finde es auch spannend, wer ist eigentlich dessen Marionette? Also, wenn man in diesem Marionettenbild bleibt, ne, genau. Hat Trump Musk gekauft? Hat Musk Trump gekauft? Wer lacht eigentlich über den anderen mehr? Und ich glaube, 100 Millionen US-Dollar standen im Raum an Unterstützungskohle.

04:40 Gavin Karlmeier

Die Tagesschau hat aktuell über die 130 gemacht.

04:45 Lorenz Meyer

Was ja aber natürlich angesichts des großen Volumens an Regierungsaufträgen Und also abgesehen, ich meine, diese weltweite PR, wenn man das mal gegenbuchen würde, in 250 Ländern hast du PR Und und wird dauernd dein Name genannt, also alleine dieser Werbespot dürfte ja schon mehr als hundert Millionen wert sein

05:07 Gavin Karlmeier

Ja und mehr noch, durch den Sieg von Donald Trump haben die Börsen ja oder die Märkte extrem positiv reagiert, die Kurse sind alle nach oben geschossen. Damit hat Elon Musk, weil der Tesla-Kurs halt extrem reagiert hat auf die Entscheidung, hat Elon Musk um die 21 Milliarden Dollar innerhalb eines Tages verdient oder ist er. Wertvoller geworden. Er hat es ja nicht wirklich verdient, er hat es nicht wirklich in der Hand, aber seine Aktien sind.

05:36 Lorenz Meyer

Ja, und das ist natürlich obsön. Das sind alles obszyrne Größenordnungen. Und es kann einfach nicht sein, dass es ein gutes Geschäft ist, für so einen Oligarchen wie Musk einfach das Geld in die Hand zu nehmen und sich das zu kaufen. Ja, also Demokratie ist halt schon. Also, das heißt ja man, ja, die amerikanische Demokratie ist gefährdet, die war schon vorher am Arsch. Also, ich weiß gar nicht, wie man das retten soll. Man kann das ganze System eigentlich nur noch resetten.

06:08 Gavin Karlmeier

Und wie? Also, die Formulierung dieses Great Resets, die ist so in so Verschwörungs-Ideologien nachgeholfen.

06:17 Lorenz Meyer

So meine ich das nicht. Nein, aber also da spricht eine große Ratlosigkeit draus, weil diesen Reset kann es natürlich nicht geben. Also man kann jetzt natürlich nicht mit Heugabeln und Fackeln irgendwie Das Ding stürmen und alles auf Null setzen, das geht halt leider nicht. Ich glaube, das ist wieder die Schwierigkeit, wenn sich in der Demokratie Wenn sich da Leute hochputschen und die Demokratie mit den demokratischen Waffen im Prinzip schlagen Und daraus so schleichend sowas Toxisches machen, dann wird es ungeheuer schwer, das zurückzudrehen. Und deswegen bin ich Kühner Sprung. Auch dafür da, auch dafür, dass die AfD zumindest geprüft wird auf ihre Verfassungsmäßigkeit. Also zumindest die Prüfung, also ich fordere gar nicht, verbietet die. Also, ich finde schon, das ist die Aufgabe eines Gerichts. Aber dieses Amerika-Thema zeigt uns, da man lange wartet und diese toxischen Einflüsse nehmen immer mehr überhand. Und man gibt diesen toxischen Kräften immer mehr Platz, um die Justiz zu unterwandern, um die Exekutive zu unterwandern und und und. Irgendwann ist es dann zu spät und du kriegst es nicht zurückgedreht.

07:29 Gavin Karlmeier

Ja. Genau, du bist dann irgendwann an dem Punkt, wo du halt einfach machtlos bist, weil das System sich nur noch aus sich selber speist. In vielen Ländern ja auch schon de facto der Fall ist. Und du eigentlich jetzt, ähm, eigentlich muss man da von vornherein sehr mit sehr harten Bandagen kämpfen, um diesen diese Verrohung und diese Veränderung und Zerstörung der Demokratie de facto irgendwie wieder einzufangen. bevor es zu spät ist. Also ich verstehe deine Argumente zu 100% und auf jeden Fall braucht es eine Prüfung eines möglichen Verbotes einer Partei, die nämlich dieses System als solches auch infrage stellt und einer Partei, die eben so groß ist, dass sie eben relevante Wählerzahlen eben auch generiert.

08:12 Lorenz Meyer

Ja, es hilft alles nichts. Und viele Politiker haben da jetzt nun Angst, weil man sich damit unbedingt machen könnte. Aber Also ich glaube die Alternative ist halt viel schrecklicher.

08:25 Gavin Karlmeier

Ja, voll. Glaube ich auch. Ja, wie kommen wir da jetzt wieder raus aus dem Schlamassel? Also ich kann direkt nochmal noch mit einer zweiten Anekdote anknüpfen. Denn Donald Trump hat schon mit Zelensky, dem ukrainischen Präsidenten, telefoniert. Und während dieses Gespräches, so ist es überliefert, mehrere amerikanische Medien berichten, dass übereinstimmend, während des Gesprächs hat Donald Trump einfach Elon Musk das Telefon in die Hand gedrückt und Elon Musk mit Zelensky sprechen lassen. Also es gibt natürlich, das muss man dazu sagen, es gibt einen inhaltlichen Grund, denn die Zur Verfügungsstellung von Starlink und die offenbare Finanzierung dieses Starlink-Netzwerkes Über der Ukraine durch die US-Regierung und vor allem durchs Verteidigungsministerium der USA. Das ist eine Geschichte, die spielt eine große Rolle, weil sie eben die Kommunikation der ukrainischen Armee sicherstellt. Aber es ist natürlich trotzdem in so einem One-on-One-Gespräch zwischen zwei ranghöchsten Staatsoberhäuptern, die diplomatische Dinge in einer extrem schweren Zeit miteinander besprechen, auch in einer sehr angespannten Lage, weil Donald Trump hat im Wahlkampf immer wieder gesagt Dass die Unterstützungsmittel für die Ukraine gestrichen werden müssen, um Geld zu sparen. Das ist natürlich nicht ganz ohne, dass dann da irgendwie so ein schwerreicher Typ einfach neben sitzt und Donald Trump ihm einfach das Telefon in die Hand drückt. Also man hat so das Gefühl, die beiden machen da gerade so eine Buch. Row VG im ihrem Lagezentrum. Und das kann nichts Gutes bedeuten.

09:57 Lorenz Meyer

Ja, das widerspricht ja auch allen demokratischen Also das widerspricht der Dokumentationspflicht. Solche Sachen müssen ja transparent gehalten werden. Staatsoberhäupter, ah, jetzt kriege ich einen Anruf. Ist ja cool.

10:11 Gavin Karlmeier

Oh, liebe Grüße, mach mich auf laut.

10:16 Lorenz Meyer

Ja, das war Trump, scheiße, jetzt habe ich ihn weggeklickt. Ja, du kannst es nicht so machen, dass da im Hinterzimmer irgendein Typ irgendwie so in so einer Kumpelart ruft er noch seinen anderen Kumpel ran und dann wird da über Wohl und Wehe einer ganzen Nation irgendwie entschieden, während man da irgendwie gerade Privatclub zwischen zwei Golfpartien rumkumpelt Und ich wette, da gibt es kein anständiges Protokoll, da war keiner, das das führt ja keiner nach. Ich meine, das sind Sachen. Das sind Ukraine, es ist ein super kompliziertes, komplexes Geflecht. Da möchte man natürlich nicht so ein so einen uninformierten Trump da sitzen haben, der das alles so irgendwie so, ja, nach ja, als ob er bei McDonalds halt an der Friteuse steht und Wenn er da halt die Fritten man eine Minute zu spät ausholt und die sind verfettet oder nicht gut oder so, ist der scheißegal Aber hier geht es um Krieg und Frieden. Also man ist wieder mal fassungslos.

11:23 Gavin Karlmeier

Ja, und also interessant ist auch, dass, also Axios hatte zuerst darüber berichtet, aber eben mehrere andere amerikanische Medien auch. Und es gibt wohl Hinweise darauf, dass die beiden, und es gibt ja durchaus eine pikante Lage, was Donald Trump und Elon Musk angeht. Elon Musk, der sich regelmäßig mit Putin treffen soll. Donald Trump, der im Wahlkampf damit gemacht hat, den Krieg in der Ukraine schnell zu beenden, Zitat, womit er eigentlich meint, wir entziehen der Ukraine unsere Unterstützung, womit die Ukraine de facto Land verlieren wird, Menschenleben verlieren wird und verlieren wird einfach. Und eben alle diese amerikanischen Medien berichten aber, dass Trump und Musk beide weitere Unterstützung zugesichert haben sollen. Also Musk soll versprochen haben, dass die Ukraine weiterhin Starlink zur Verfügung haben wird. Und auch Trump hatte gesagt, dass es weiterhin Ukraine helfen ist. Nächster Zeit geben wird. Das ist sehr interessant. Das ist absolut interessant.

12:15 Lorenz Meyer

Ich meine, er hat ja versprochen, dass er am ersten Tag, also Donald Trump hat ja versprochen, dass er am ersten Tag mit Putin eine Abmachung treffen würde. Und also praktisch einen Friedensvertrag per Handshake am Telefon ausmachen würde. Und es ist einfach so bei diesem Großmaul ist einfach Der fühlt sich ja auch an nichts gebunden. Was der am einen Tag sagt, das ist am nächsten Tag schon wieder Geschichte. Und wenn ihm irgendeiner sagt Wir haben jetzt hier noch einen Militärauftrag abzuarbeiten oder so. Warte mal noch zwei Wochen oder so, dann sieht es schon wieder anders aus. Und Musk ist genauso ein Fähnchen ja auch, der sich auch hin und her dreht. Der hat sich doch auch Mit seiner Starlink-Belieferung auch ein paar Mal hin und her entschieden und der nächste Mal ja Kreml, ja, die Er hat doch bestimmte Flächen denn ausgenommen, glaube ich, von dem Starlink, aber ungesichertes Halbwissen.

13:11 Gavin Karlmeier

Ja, also so oder so, ich finde wir müssen anfangen, dort genau hinzuschauen, wie groß ist der Einfluss Masks. Masks tatsächlich und wie eng sind die beiden eigentlich miteinander. Interessant ist auch, wenn wir ihn dann in der Rolle des Präsidentennahen Vertrauten Oligarchen, Beraters, was auch immer er sein wird, da sprechen wir gleich auch nochmal drüber, sehen Nee, wir schieben das mal kurz vor, weil die Rolle von Musk, die ist gar nicht so klar, wie Quartz Media berichtet, ein amerikanisches Medienunternehmen auch, wie Quartz Media berichtet. Gibt es wohl Hinweise darauf, dass der Co-Vorsitzende des Übergangsteams von Donald Trump, also der, der gerade so ein bisschen versucht, diesen Stab aufzubauen, unter des Howard Ludnick, Dass der wohl gesagt hat, dass Elon Musk womöglich keinen Posten kriegen wird in dieser Regierung und eben auch keine Beratungsrolle, sondern seine Formulierung war Er wird in der Nähe der Regierung sein, ich denke, er wird an sie angrenzen und Software für die Regierung schreiben und dann die Software an die Regierung weitergeben und der Regierung helfen. Das heißt, während Elon Musk eigentlich die ganze Zeit sich dahin gearbeitet hat, so präsidentennahe vertrauter Berater zu werden, der so Kürzungen der Regierungsausgaben Durchsetzen soll, sieht dieser Co-Vorsitzende dieses Teams die Rolle von Elon Musk eher als der Typ, der irgendeine Software schreibt, die automatisiert Regierungsausgaben kürzt. Und Ehrlicherweise bin ich mir nicht sicher, welche dieser beiden Varianten die schlechtere für das amerikanische Volk wäre.

14:41 Lorenz Meyer

Ja, und ich könnte mir vorstellen, Elon Musk braucht ja gar nicht Minister zu sein. Also der braucht ja diesen nominellen Titel, braucht er ja gar nicht. Und mit tagesaktueller Arbeit will der ja sowieso nichts am Hut haben. Ich meine, du hast vorhin, als wir eingestiegen sind in unser Gespräch, ähm Hast du erzählt, wie viele hundert Tweets er rausgehauen hat? Also so um dieses Tagesgeschäft kümmert diese sich dieses Irrlicht sowieso ja nicht. Weder bei Tesla noch bei Starlink noch sonst wo Und Regierungsarbeit, also dass der da am Schreibtisch an so einem Ministerschreibtisch sitzt und dann kommt irgendein Staatssekretär und erklärt ihm was, das glaube ich sowieso nicht. Es geht ja nur Es geht ja nur um die Sachen, kommt da jetzt nochmal ein 10-Milliarden-Auftrag, den man sich unter Nagel reißen kann? Und das kann man ja auch aus der Entfernung machen. Da kann er ihm auch eine SMS schicken und sagen, Donald, übrigens, ich habe noch was gut bei dir. Dingdong.

15:41 Gavin Karlmeier

Ja, das ist in der Tat eine spannende Frage, denn sowohl Tesla als auch SpaceX haben Instagram Herz 15 Milliarden Dollar an Regierungsaufträgen schon bekommen und haben halt sehr häufig Konflikt in den USA mit Regulierungsbehörden. Und wenn du ja den direkten Draht ins Weiße Haus hast. Dann muss er sich sowohl um das eine als auch um das andere natürlich keine Sorgen machen. Das gibt also tatsächlich auch ganz platt einfach wirtschaftliche Interessen. Jetzt beobachten wir Maske aber auch lang genug, um zu sagen, da gibt es mit Sicherheit auch Interessen. Die mit einem gewissen Nachthunger zu tun haben. Weil dass Elon Musk jetzt neben Donald Trump sitzt und dann mal mit Zelensky telefoniert, das wird ihm schon gefallen, ehrlicherweise.

16:18 Lorenz Meyer

Ja, das macht ihn bestimmt heiß, genau. Es ist diese Mischung, also es muss einfach ein Traum sein, dass man jetzt sagen kann, Donald, stell doch mal die Regierungsfahrzeuge alle auf Elektro um und ich kenne da übrigens ein tolles Unternehmen, die würden dir auch nochmal 2,2 Prozent. Geben auf einen Preis, den ich vorher um 20 Prozent angehoben habe. Und und naja, und dann ist das sicherlich auch Pommi geil und aufmerksamkeitssüchtig. Ich meine, wer auf Twitter jedem, der es will oder nicht will, irgendwie sich selbst erstmal Ist das jetzt nicht so? Man lockt sich mit einem neuen Account ein bei Twitter und kriegt immer als erstes irgendwie Elon Musk reingedrückt in die Timeline, ob man will oder nicht. Also. . Tja.

17:08 Gavin Karlmeier

Ja, die Rolle von X wird auf jeden Fall hochinteressant, vor allem neben der Rolle von Truth Social, weil diese beiden Netzwerke irgendwie ja auf eine gewisse Art doch sehr ähnlich sind inzwischen. Während Ex aber immer noch die Möglichkeit bietet, eben für viele Leute dort selber zu kommunizieren, während das auch Truth Social eben nicht ganz so großraumig der Fall ist. Was aber interessant ist, weil es gibt schon den ersten Hinweis, dass dieses Lobbyieren, und das ist ja mehr so ein Subtiles Lobbyieren, dass das möglicherweise schon Früchte trägt. Denn J. D. Vance, der designierte Vizepräsident der USA, der hat in einem Gespräch mit dem YouTuber Sean Ryan gesagt, dass, ähm, also er hat den Vorschlag gemacht, dass die amerikanische Unterstützung für die NATO davon abhängig gemacht werden sollte. Ob die Europäische Union Elon Musk und X reguliert oder nicht. Also, wenn du allein, also da sind so viele faktische Irrtümer drin in dieser Formulierung, das muss man erstmal entknoten. Also erstmal wird ja EU und NATO einfach in einen Topf gestellt. Also für von für JD Vance ist das alles, dieses Europe, ja, let's do it. So Weiterhin ist natürlich die Frage der Regulierung einer Social Media Plattform, einer de facto Privatperson in den USA, auch wenn man das manchmal vergisst, aber Elon Musk ist eigentlich nur eine Person, dass diese Regulierung irgendwelche Einflüsse darauf haben sollte, wie die USA selber ihr Verständnis der Friedenssicherung in der Welt wahrnimmt. Denn das ist Nach Selbstverständnis die Rolle der NATO, das Sicherstellen von Frieden. Ob das die richtigen Mittel sind oder nicht, müssen andere für sich selber entscheiden, aber du weißt, was ich sagen möchte. Es ist am Ende so, dass hier einfach jetzt gerade so Säbel gerasselt wird und gesagt wird, hey, wenn ihr noch möchtet, dass ihr unseren Schutz habt, dann lasst ihr unseren Freund Elon mal bitte in Ruhe.

19:00 Lorenz Meyer

Ja, und das müsste eigentlich jetzt auch der letzte inoffizielle Aufruf sein. für deutsche Regierungsbehörden und deutsche Institutionen und Behörden da jetzt nun endgültig wegzugehen. Man kann sich nicht so erpressen lassen. Das geht einfach nicht. Es gibt tausend Gründe, und das ist jetzt mal wieder der tausenderste Grund.

19:24 Gavin Karlmeier

Ja, absolut.

19:25 Lorenz Meyer

Das geht nicht.

19:27 Gavin Karlmeier

Interessant ist aber, dass JD Vance sich auf einen Brief bezieht. Wie er sagt, von dem er nicht mehr so genau weiß, wie er sagt, wie er heißt. Er sagt, der Chef, ich habe vergessen, welcher Beamte der Europäischen Union oder The Leader, schickte Elon einen Drohbrief, in dem es im Wesentlichen hieß, Wir werden sie verhaften, wenn sie Donald Trump eine Plattform bieten, der übrigens wahrscheinlich der nächste Präsident der Vereinigten Staaten ist. Das ist die Formulierung, die J. D. Vance verwendet hat und. Auch das ist natürlich auch eine wahnsinnig böswillige Falschzitierung des Briefes von Thierry Breton. im Rahmen des Twitter Space oder X-Spaces, in dem Donald Trump und Elon Musk miteinander gesprochen haben. Wir erinnern uns daran, Thierry Breton hatte im Vorfeld dieses Gesprächs Elon Musk gewarnt, wenn er auf dieser Plattform Desinformationen auch für europäische Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellt, könnte er sich möglicherweise strafbar machen oder gegen geltende Rechte verstoßen. Das war so im Wesentlichen tatsächlich, was Thierry Breton, der damalige Kommissar für Binnenmarkt in der EU gesagt hatte. Und in diesem Satz war der Satz war, in diesem Brief fiel der Satz: Jetzt hat Ex das Recht, sich zu verteidigen, aber wenn sich unsere Ansicht bestätigt, werden wir Geldstrafen verhängen und erhebliche Änderungen verlangen. Und daraus macht er nicht mehr. JD Vance dann hier halt, wir werden sie verhaften, wenn sie Donald Trump eine Plattform bieten. Was ist denn das für eine aggressive, verkürzte Kacke einfach? Ich kann euch wette einfach emotional, weil das ist so.

20:55 Lorenz Meyer

Genau, du hast deinen Jaguar und dann sagt die Polizei zu dir, Mensch, das ist aber nicht gut, du parkst den Jaguar dauernd auf dem Behindertenparkplatz. Und wenn du das nochmal machst, dann müssten wir im schlimmsten Fall dich abschleppen. Und daraufhin rennst du rum und sagst, der deutsche Polizeistaat verfolgt mich und will mich ablehnen.

21:14 Gavin Karlmeier

Ohne Grund abschleppen.

21:16 Lorenz Meyer

Und drohen mir. Sie drohen mehr. Ja, natürlich drohen sie hier drauf.

21:22 Gavin Karlmeier

Naja, und dann ist dann die Folge, dann haben wir den NATO-Vergleich nämlich vollständig. Dann ziehe ich ja für mich als Konsequenz, also wenn ich mein Jaguar da nicht packen darf, ohne die Drohung zu kriegen, dann zahle ich keine Steuern mehr. So ist es. Und das passt halt alles überhaupt nicht zusammen.

21:38 Lorenz Meyer

Ja.

21:39 Gavin Karlmeier

Und dann haben wir noch diese andere Geschichte. Und zwar, ich habe es eben schon mal gesagt, die auch wir werden wohl und das. Das heißt, wir können einfach nahtlos weitermachen, wie wir hier angefangen haben, wie wir die letzten Jahres angefangen haben. Monate hier verbracht haben. Und der erste, der sozusagen den Stein in den Fluss geworfen hat und damit das Wasser in Bewegung brachte, Ist Robert Habeck, der am Freitag angekündigt hat, Kanzlerkandidat der Grünen werden zu wollen. Und das hat er damit gemacht, dass er sich Accounts auf allen möglichen Social Media Plattformen erstellt hat. Er hat jetzt einen Blue Sky-Account, er hat einen Instagram-Account, er hat einen Threats-Account. Und interessanterweise auch einen X-Account und hat dort einen Post geschrieben mit der Formulierung, Orte wie diesen den Schreihälsen und Populisten zu überlassen, ist leicht. Aber es sich leicht machen kann nicht die Lösung sein. Nicht heute, nicht in dieser Woche. Nicht in dieser Zeit. Deshalb bin ich wieder auf X. Lorenz, Schuh.

22:44 Lorenz Meyer

Ja, das finde ich in ganz vieler Hinsicht sehr, sehr ärgerlich. Also Ich versuche das mal zu sortieren. Also, ich finde die Ausdrucksweise mindestens unglücklich. Weil er schreibt dort, Orte wie diesen, denen Schreier ist, noch Kopulisten zu überlassen, ist leicht. Aber es sich leicht zu machen, kann nicht die Lösung sein. Also es ist so, er war mehrere Jahre nicht dort. Und hat gesagt, er entzieht sich dem, weil es ist ihm zu toxisch. Und in der Zeit, wo er da war Da haben viele Leute außer Antifa und Linke oder so, haben Aufklärungsarbeit gemacht und und und, haben sich von Nazis bedrohen lassen, haben sich von den schlimmsten Leuten bepögeln lassen und haben sich Hass und Hetze ausliefern lassen. Und haben dann vielleicht irgendwann gesagt, ich kann nicht mehr, es ist jetzt Schluss und sind weggegangen. So wie er drei oder vier Jahre auch nicht da war. So wie er das formuliert, finde ich das also wirklich, ja, also ich will ihm nicht zu viel Brises unterstellen. Aber wenn ich das wörtlich lese, finde ich es. Ja, also ich finde es unglücklich. Also unglücklich ist sehr höflich ausgeworden. Eigentlich finde ich es niederträchtig und auch ignorant. Also irgendwas zwischen niederträchtig. Ignorant und vielleicht auch ein bisschen dumm. Ich also, weil ich es finde so am Thema vorbei. So, dann kommt das zweite, das Inhaltliche. Wenn ich weiß bei mir um die Ecke, haben die Hells Angels eine Stammkneipe

24:27 Gavin Karlmeier

Und da treffen sich immer. Genau so gedacht, Lorenz. Exakt mein Gedanke.

24:32 Lorenz Meyer

Da treffen sich immer. Und da tanzen irgendwelche Prostituierten nackt auf den Tisch und sie handeln mit Drogen da. So, und jetzt komme ich da vorbei mit meinem Polunder und meiner Kortrose und sage, guten Tag, mein Name ist Robert Habeck und ich habe hier einen Flyer über Feminismus und eine Aufklärungsbroschüre über Drogenmissbrauch. Wie erfolgreich werde ich dort wohl sein mit diesem Auftritt? Was wird mir das wohl bringen? Naja, was mir das bringen wird, alle werden sich kaputt lachen. Ich werde zum Gespött dort sein. Alle werden mit Bierkrügen auf mich werfen. Und ich werde wie eine Lachnummer davonziehen. Und die Zeit ist komplett vergeudet. Die Zeit ist komplett vergeudet. Dort ist nichts zu machen. Dort ist keiner zu bekehren oder mit vernünftigen Argumenten rüberzubringen. Die Zeit, die ein Kanzlerkandidat jetzt so dringend braucht wie noch nie, ist dort komplett vergeude. So, das ist mein zweiter Punkt. Der dritte Punkt ist. Wir haben jetzt gerade so eine Art inoffiziellen Streik. Also wir Medien und Politiker irgendwie, wir bestreiten gerade Twitter oder X. Und wenn er dort jetzt, wir stehen draußen in der Kälte, wir würden da auch gerne hin. Wir haben da eine Menge Follower. Also wir beide zusammen haben da auch eine sechsstellige Zahl an Followern. Und die haben wir auch zurückgelassen. Und es ist uns auch nicht leicht gefallen. Jetzt stehen wir da draußen und bestreiten diesen Daten. Und jetzt kommt fröhlich pfeifend an uns vorbei: Robert Habeck als Streikbrecher. Das ist für mich einfach ein Streitbecher. Und das vierte nochmal, das ist ja, er geht dort ja nicht als Privatperson hin. Wenn er jetzt nur eine einzelne Person wäre, die da hingehen würde, dann würde ich sagen, naja, Robert, Ist dein Zeitmanagement. Ich halte es für falsch. Aber musst du wissen. Wenn du unbedingt mit den Hells Angels über Drogenmissbrauch reden willst. Und über Empfängnisverhütung oder so, dann mach es. Aber es ist so, ihr geht als der Kanzlerkandidat teil. Das heißt also Alle Medien werden sich jetzt wieder darauf stürzen. Alle Journalisten, die sich mühsam sich jetzt abgekoppelt haben von dem Laden und nur noch so, vielleicht nur noch zu 10% hingeguckt haben. sagen sich jetzt natürlich, naja, was hilft's, ich muss da hin, ich muss mir das angucken. So, dann werden Ihnen dort Leute bepöbeln, es wird wieder Tweets geben, es wird in der Tagesschau, wird es heißen, Robert Habeck hat auf X jemals Twitter das und das gesagt. Daraufhin hat Ulf Porschard ihm dies und jenes entgegnet. Es ist vollkommen falsch. Es ist also wirklich Von der Performance her, von der Art der Kommunikation, vom inhaltlichen und vom Signal und von seinem persönlichen Zeitmanagement ist es komplett falsch. Mach es nicht, Robert. Hör auf, such dir andere Berater, wenn du das selber nicht hinbekommst.

27:51 Gavin Karlmeier

Ich könnte stundenlang zuhören, wenn du so, wenn du so an dich so reinsteigerst und so rein rantest. Perfekt.

27:59 Lorenz Meyer

Ja, ich finde noch was anderes. Also ich finde, wenn wir jetzt schon gerade beim Thema Medienarbeit sind, ne? Robert Habeck und die Medienarbeit. Es ist so, wir haben jetzt gerade eine Krise unglaublichen Ausmaßes. Da in Amerika, da fliegt uns gerade alles um die Ohren. Europa wird sich neu sortieren müssen, wird eine komplett neue Überlegung, eine neue Identität finden müssen. Wie es mit der NATO weitergeht, wissen wir nicht. Wie es mit den Rüstungsausgaben weitergehen wird, wissen wir nicht. Wir haben kein Geld, wir haben die Schuldenbremse. Jetzt ist der verrückte Lindner irgendwie weggehoppelt. Halleluja! Jetzt sind Neuwahlen im Gange. So, jetzt. geht der Habeck mit einem Video darauf, auf Twitter, wo er sich hinsetzt mit einer Optik, wo er sich noch von Christian Lindner anquaken lassen muss, Mensch, das entspricht ja visuell genau meiner Schwarz-Weiß-Werbeplakat-Optik.

29:01 Gavin Karlmeier

Aber krumpelig am Küchentisch, muss man nicht sagen. zu sein.

29:04 Lorenz Meyer

Und ja genau, das eine ist das Küchentisch, das andere ist der Schreibtischvideo. Also ich rede jetzt noch vom Schreibtischvideo im Dunklen und er sitzt da, ist vertieft, kommt nach unten, hat den Blick nach unten und überarbeitet augenscheinlich irgendwelche wichtigen Papiere. Ja, und dann war es ja so, dann waren ja so Easter Eggs eingearbeitet. Wie? Er hatte ja am Handgelenk Hatte er ja so eine Holzperlen, Ärmchen, Handgelenksarmband. So ein Telerswift-Band, genau. Und wenn man dann näher rangekommen ist, stand da ja, glaube ich, era Künstler. Auf den einzelnen Buchstaben. Und da ist es so: Diese Zeit für solche Meme-Scherzchen, die ist jetzt nicht mehr. Also ich Ich verdiene ja durchaus mit Humor auch ein bisschen Geld. Aber es ist so, mir ist jetzt nichts zum Spaßen. Und ich will jetzt keinen mehr und die Zeit ist auch nicht danach. In so ein toxisches Netzwerk zu gehen und diese Meme-Späßchen zu machen.

30:09 Gavin Karlmeier

Ich finde, das ist der erste Punkt, über den ich mich so richtig mit dir jetzt streiten möchte. Nee, aber. Wo ich mir nicht ganz sicher bin, denn also auf der einen Seite haben wir gesehen, dass dieser mimige Brad Summer-Wahlkampf den Kamala Harris und ihre Kampagne so ein bisschen angeschlossen haben, der hat offenbar nicht so funktioniert, wie man währenddessen dachte. Also Leute, die unserer, äh, die und die so Naja, ein sehr aufgewecktes, dauerhaftes Medienkonsumieren betreiben. Die finden das natürlich irgendwie gackig und witzig und kultig und denken sich, ach guck mal, die hat es irgendwie verstanden, mit der Gen Z zu flirten. Aber de facto löst das ja keine Probleme, ne? Also während ich so rede, merke ich, glaube ich, vielleicht hast du doch recht.

30:52 Lorenz Meyer

Also es ist wirklich so, also für mich wäre jetzt so aus, also egal ob ich, wie welcher Partei ich jetzt meine Präferenz geben würde. Aber es ist doch so, wir sind wirklich in einer ernsthaften Situation. Und wenn man das jetzt alles nur so flau macht, das wird der Ernsthaftigkeit der Lage auch nicht gerecht. Und ich finde denn, jetzt kommen wir zu seinem Küchentischvideo, was auf YouTube ist. acht Minuten lang. Dort fragt er ja und sagt, sagt mal, meldet euch, wenn ihr irgendwo denkt, dass irgendwo was schiefläuft. Und dann können wir darüber sprechen. Also ist es so, wie sehr kann man eigentlich Leute in den Wahnsinn treiben als mit sowas? Ich meine, ganz Deutschland brennt. Wir haben ein Mobilitätssystem, wir haben eine Bahn, die nicht funktioniert. Leute, die Autohasser sind, kaufen sich Autos, nur damit sie zu ihren Arbeitsplätzen kommen müssen. Die Bahn ist ein komplettes Desaster. Unser Bildungssystem ist am Arsch. Die Brücken fallen zusammen. Das Gesundheitswesen ist kaputt. Die Milliardäre in Deutschland wachsen. Leute, die ihre Mietwohnung verlieren, sind im Arsch. Die Leute können ihre Lidl-Einkäufe nicht mehr bezahlen. Und dann setzt er sich hin an seinen Küchentisch und sagt. Schüttet mir mal euer Herz aus. Ich weiß ja gar nicht, wo euch der Schuh drückt. Nee, so geht das nicht. Also man kann, glaube ich. Diese Medienarbeit irgendwie, die kann man so nicht bewältigen. Was mir da fehlt, ist die Abteilung Attacke. Also, jetzt nur in den Interviews. Ricarda Lang sagt dann in den Interviews, Ja, Friedrich Merz, stellt euch vor, der Privat ist ja ganz nett und der, also so sinngemäß, der hat mir die Tür aufgehalten und das ganz nett. Ja, was soll er denn sonst gemacht haben, Ricarda? Denkst du denn, das ist ein Ungeheuer? Natürlich hat der Mann manieren. Und dann erzählt sie das ganz stolz. Der Habeck erzählt Minuten in irgendwelchen Interviews darüber, wie toll das mit Christian Lindner war und dass der Humor hat. Diese Sachen, die will ich alle gar nicht wissen, weil die brauchen mich nicht zu interessieren.

33:12 Gavin Karlmeier

Weil es geht jetzt um ernsthafte Themen und die Leute haben ganz andere Sorgen. Vielleicht musst du ein Pack gründen, Lorenz.

33:19 Lorenz Meyer

Ja, genau. Und deswegen halte ich für diese Medienarbeit, halte ich für Katastrophe. Also aus den ganzen Gründen, die ich gesagt habe, und das jetzt noch on top.

33:31 Gavin Karlmeier

Wow. Also da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Also ich möchte nochmal kurz zurück auf Habek auf X kommen. Weil du hast natürlich mit allem, was du sagst, recht. Mein Beispiel war jetzt nicht die Banditoskneipe, sondern vielleicht eher das Nazi-Konzert, bei dem ich mal auf die Bühne gehe und sage, Leute, können wir nicht mal kurz. . diskutieren. Das ist nicht der Ort dafür. Und ich glaube auch, dass das, und da du hast es, glaube ich, nie dadrächtig genannt, soweit würde ich glaube ich nicht gehen, aber ich würde sagen, es ist heuchlerisch zu sagen, es nicht leicht zu machen, kann nicht die Lösung sein und deswegen lasse ich überlasse ich diesen Ort, nicht den Schrei hin. Helsen und Populisten, nicht heute und damit meint er der Moment, in dem er sich zum Kanzlerkandidaten aufstellt. Also, es geht hier nicht wirklich um eine, äh, ist nicht wirklich da um die Klärung einer gesellschaftlichen Krise. Da voranzutreiben, sondern er ist da, weil er da möglicherweise Reichweite für Aussagen bekommen kann, die ihm möglicherweise im Wahlkampf helfen. Und ich finde das auch, ich will gar nicht grundsätzlich sagen, dass das nicht legitim wäre. zu sagen, hey, wir publisieren jetzt eben unsere Talking Points auch über X und streuen das einfach überall hin, so als Teil der Wahlkampfstrategie. Meinetwegen. Aber ich halte diese altruistischen Motive, die er da nach vorne stellt, die kaufe ich ihm halt überhaupt nicht ab, weil eben Ex in den letzten Jahren, und als er es verlassen hat, muss man also so sagen, war es noch, war es noch Twitter. Zu einer Zeit, wo nach der wir uns eigentlich zurücksehen. Also, er hat einen anderen Ort verlassen, als den, den er jetzt wieder betritt. Und jetzt zu sagen, hey, wir sind jetzt wieder hier, das passt nicht zusammen zu seiner bisherigen Veröffentlichungsstrategie dazu.

35:06 Lorenz Meyer

Ja, und er transportiert doch die Botschaft. Dass alle, die das nicht so machen wie er, dass die es sich leicht machen. Und diese Botschaft, das finde ich einfach in höchstem Maß verstörend. Also ich kann es alles nur, also ich kann da sowieso nur meinen inneren Frieden mitmachen, dass ich denke, das ist wahrscheinlich alles ganz unglücklich. Formuliert und vielleicht meint das alles ganz anders. Aber wenn ich es so nehme, wie es da steht, bin ich sprachlos.

35:40 Gavin Karlmeier

Und das Interessante ist, weil du in die Medienarbeit angesprochen hast, ich würde mal diese beiden Videos kurz ausklammern. Sondern das, was Habeck eigentlich in den letzten Monaten und Jahren ja ausgezeichnet hat und was ihn auch so beliebt macht bei vielen, ist ja dass er sich hinstellt, dass er eine sehr klare, einfache Sprache wählt, dass er eine totale Offenheit an den Tag legt, dass er sich teilweise sogar zu persönlichen emotionalen Äußerungen hinreißen lässt, bis hin zu, ich weiß noch, wie er in dieser in dieser Doku von Feldenkirchen gesagt hat, dass er Müsli mit Wasser ist, weil er seit Tagen nicht einkaufen war. Also weißt du, dass er so eine Schlottrigkeit, Schnodrigkeit dabei hat, so eine Er ist so jemand zum Anfassen, aber jemand, dem man das auch abnimmt, dass wenn er irgendwie in, wo war es, in Katar, glaube ich, steht und verhandelt mit dem dort, dass er halt erklärt, Leute, ich finde es auch scheiße, aber was sollen wir machen? Ich finde das, also ich würde mir das viel häufiger in der politischen Kommunikation wünschen, persönlich. Und ich glaube, so geht es vielen. Dazu passt aber nicht zu sagen. Ich gehe jetzt auf Ex und begebe mich sozusagen in die Höhle der Löwen. Also ich finde, es gibt da einen Bruch. Ich verstehe, wenn du, wie gesagt, ich verstehe, wenn du aus distributiven Gründen sagst. Wir müssen gucken, ob wir da Leute mit mit einfangen können, die wir woanders nicht erreichen. Wir publizieren auch hier. Aber auch Donald Trump, und das muss man mal dazu, ich will jetzt nicht Robert Habing Donald Trump vergleichen, um Gottes Willen. Aber Donald Trump hat ja seit seiner Rückkehr auf X eigentlich seine Wutattacken, seine Rants, seine Desinformation Nicht auf X veröffentlicht, sondern auf X, der Kanal auf X von Donald Trump, wurde in der meisten Zeit von seiner Kampagne bespielt, die dort Videos veröffentlicht hat, die das einfach genutzt hat als weitere Ausspielfläche. weil Donald Trump eben bei Truth Social seine Statements veröffentlicht. Ähm, mach es meinetwegen so, Robert. Nutz es einfach, um deine Videos da auch zu platzieren, so, aber exklusiven Content auf X zu veröffentlichen und das auch noch mit einer Mit so einer Agenda zu verbinden oder so einem Aktivismus zu verbinden, hey, wir werden jetzt Ex retten, was da drin steckt, ne? Wir überlassen diesen Ort nicht den Schreihels und Populisten. Bedeutet, ich komme jetzt hier hin und wir räumen hier mal auf, wir machen das hier mal schön. Das funktioniert überhaupt nicht.

37:49 Lorenz Meyer

Ja, genau, das passt auch nicht zu dem, was du, glaube ich, auch an ihm schätzt, denke ich mal, dieses, also, oder ich sag mal, was ich an ihm schätze. Was ich an ihm schätze, ist ja dieses Ringen mit sich, dieses Graustufen zulassen, dieses offen damit umgeben umgehen, dass man auch nicht die absolute Besitz der absoluten Wahrheit ist. Und dieses, dass man merkt Und da leidet auch jemand richtig dran, dass er keine perfekten Entscheidungen hinbekommen muss, aber irgendwie das Beste aus der Situation machen muss. Und das Problem ist, dass diese Habeck'sche Weichheit. Ich habe ihn jetzt bei Lanz gesehen vor zwei Tagen oder so. Da hat er sich, da saß eine Michael Bröcker irgendwie Früher Pioneer, jetzt Tebemedia und und noch so eine Dame irgendwie. Und ja, die haben ihn in die Ecke gedrängt und er hat dann Dann hat er da irgendwie gesagt, ja, er entschuldigt sich für die Fehler, die er gemacht hat. Und das war alles wieder. Also ich glaube, dass diese Dieses Weichgespülte, irgendwann, dieses liebliche, verletzliche Pfade, das sich das irgendwann erschöpft Also das glaube ich, aber das ist jetzt politische Medienarbeit, das führt uns vielleicht weg irgendwie. Um übrigens die Person, die du als

39:22 Gavin Karlmeier

Ganz kurz nur um direkt einzugehen, weil du gesagt hast, diese Dame war Antje Höning von der Rheinischen Post, Wirtschaftsjournalistin Äh, Saskia Esken saß auch noch mit dabei oder war zumindest auch dort. Ja, genau. Also, das war so die Runde, ja.

39:38 Lorenz Meyer

Ja, und das fand ich ganz interessant. Er war halt komplett an der Defense gesagt. Und lässt sich eigentlich immer nur irgendwas hinlegen und reagiert dann gequält. Und ja, und das ist, glaube ich, das ist nicht die Zeit dafür jetzt. Jetzt ist die Zeit, mit eigenen Themen zu kommen.

39:59 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde.

39:59 Lorenz Meyer

Und auch das Küchentischvideo, das ist jetzt halt auch nicht die Zeit. wo ein Wirtschaftsminister mich jetzt fragen muss, wo ich denke, wo mich der in Deutschland die Schuh drückt. Wenn es einer wissen muss, wo in Deutschland was schief geht, dann eher als spitze des Wirtschaftsministeriums. Also da geht im Moment, also im Moment, ich finde es gerade grauenhaft, was da passiert.

40:27 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde, also dieser Blick, wir werden das vielleicht mal so ein bisschen hier häufiger machen, mal so Blick auf die Kommunikation über vor allem soziale Kanäle im Rahmen dieses Wahlkampfes, weil das Spannende ist ja, dass diese ganze Inszenierung. der Kanzlerschaft. Die ist ja aufgesetzt wie so ein Albumrelease. Das ist alles, man will so Hype generieren, Bass generieren, man macht erst so ein bisschen, man streut so Easter Eggs und dann guckt man, ob irgendwas hängen bleibt und so. Und man möchte so einen Hype haben. Und es gab schon mal einen Kanzlerkandidaten, der das versucht hat und damit Hype generiert hat, und dann gab es plötzlich ganz viele Memes und es gab Subreddits mit Leuten, die es abgefeiert haben, und dann gab es plötzlich den Gottkanzler und so. Und alle haben über diesen Schuldzug damals gesprochen. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst. Und dieser Schulzzug ist relativ schnell entgleist, und zwar nicht, weil Martin Schulz es nicht geschafft hätte, Sympathien einzusammeln, was er zweifelsohne damals tat, weil er es nicht geschafft hat, irgendwie zu kommunizieren richtig, sondern was er halt nicht gemacht hat, war Themen zu setzen, stattzufinden in den ersten Monaten. Also ich glaube, Habeck müsste jetzt sofort auf der Ich bin kein politischer Berater, bin kein Kommunikationsexperte für politische Kommunikation, muss ich dazu sagen. Aber ich glaube, da ist jetzt gerade, da darf nicht dieses Vakuum entstehen. Finde ich einen guten Punkt. Aber das sind vielleicht alles auch Blickwinkel und Themen, auf die andere Leute besser schauen können. Besprechen wir nächste Woche in der Lage der Nationen. Achso, ganz genau, liebe Grüße. Aber ich habe noch eine Sache, die unsere Themen alle zusammenbringt, und das ist so die letzte Meldung des Tages. Ne, ich habe eigentlich noch zwei, aber die will ich noch kurz erzählen. Und zwar hat Elon Musk, kurz nachdem Olaf Scholz Christian Lindner entlassen hat, hat er auf X veröffentlicht, Olaf ist ein Narr auf Deutsch. Und Jetzt bringen wir diese ganzen Themen zusammen, wir machen hier den Kre zu. Das ist in vielerlei Hinsicht extrem pikant. Zum einen ist, wenn wir sagen, Elon Musk sitzt mit Donald Trump in irgendwelchen Räumen zusammen und die beiden haben irgendwie einen direkten Draht miteinander und der eine berät den anderen und wer auf wen völlig unklar, dann bedeutet das gleichzeitig, dass hier de facto ein möglicher Hintermann des Präsidenten gerade einen direkten Kommentar auf eine politische Entscheidung innerhalb eines anderen souveränen Staates vornimmt, der auch ein Verbündeter ist, ein Freund. Also das, ich finde das schon sehr bemerkenswert, ehrlicherweise. Und zum anderen ist mir es überhaupt nicht klar, warum er das geschrieben hat. Also, er zitiert, dass irgendwie eine die sozialistische Regierung auseinanderfällt. Also ich Das ist alles, also ich habe auch nicht das Gefühl, dass er sich mit der Dump nicht so richtig auseinandergesetzt hat, ehrlicherweise.

43:13 Lorenz Meyer

Nein, genau, das gibt in dem Kontext, ich gibt es auch versucht zu verstehen, aber. Aber es gibt ja alles gar keinen Sinn und Verstand. . . Ja, aber wenn man natürlich 400, 500 Tweets rausballert in ein paar Tagen, dann sind das.

43:26 Gavin Karlmeier

Da gibt es Streuverluste. So, aber es gibt, wir haben eben schon, und jetzt nochmal ein Kreis, heute, das ist die Nacht der Kreise. der Morgenmundpreise. Denn du hattest eben das Kanzlerära-Bändchen von Robert Habeck angesprochen und da ist jetzt die Brücke zu den Taylor Swift-Fans. Es gibt gerade eine große Absprache unter den Swifties, die noch auf Eck sind. Alle gemeinsam Ex zu verlassen, wegen Elon Musks Unterstützung für Donald Trump und wegen der Rhetorik, die nach Trumps Sieg auf der Plattform ausgebrochen ist, wie es heißt Das heißt, es gibt jetzt gerade eine ganz große Zuwanderung zu Blue Sky von Swifties. Es gibt eine Organisatorin, die eigentlich auch Swifties vor Kamala gestartet hatte, die sagt, dass der Ausbruch der Frauenfeindlichkeit auf Ex, sie und viele andere Sfiftigs dazu gebracht hat, Ex zu verlassen und auf Blue Sky Zuflucht zu finden. Wir werden das mal ein bisschen beobachten, gucken, ob es einen Impact auf Blue Sky hat, aber Ich finde, dass so kleine, konzertierte Absprachen zu sagen, wir gehen jetzt einfach als Community gesammelt woanders hin. ist eine richtig gute Antwort auf, die Plattform hier ist scheiße, aber hier sind super viele Leute, auf die ich angewiesen bin. Weil wenn du dich als Bubble absprichst und sagst Hey Leute, wir gehen da jetzt alle rüber und da drüben können wir genauso Party machen. Dann musste mit dieser Kneipe sein, wo der Wirt irgendwelche Nazi-Thesen skandiert.

44:46 Lorenz Meyer

Ja, und der einzige Swift, die da bleibt, ist Robert Habeck.

44:50 Gavin Karlmeier

Ja, und damit ist der Kreis geschlossen.

44:53 Lorenz Meyer

Ah, genau, wunderschön. Schön hin konstruiert, wunderbar.

44:58 Gavin Karlmeier

Lieber Lorenz, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche dir eine ganz wundervolle Woche. Ich freue mich, wenn du bald wiederkommst und wir uns dann gemeinsam über den nächsten Kanzlerkandidaten und seine Kommunikationsstrategie auslassen.

45:11 Lorenz Meyer

Danke, allen Hakis, alles Gute. Geh zu Discord, da sind jetzt 1100 Leute, oder wie viel hast du?

45:16 Gavin Karlmeier

Ja, also wir hatten 1100, wir hatten nochmal eine große 1130 Leute sind im Discord. Hake is forever. Hakenrenn. org kommt alle. Und macht euch eine schöne Woche. Vielen Dank, lieber Lorenz. Bis bald.

45:32 Lorenz Meyer

Bis bald.