Die letzte Folge vor dem Inkrafttreten des TikTok-Verbotes – aber kommt das wirklich? Außerdem gibt es kräftige Bewegungen im Fediverse – wir schauen drauf!
Und wir haben ein kleines Interview mit Sebastian Vogelsang, Entwickler von Skeets & Flashes.
➡️ Techcrunch über Flashes https://techcrunch.com/2025/01/15/bluesky-is-getting-its-own-photo-sharing-app-flashes/
➡️ tante über “Free our Feeds” https://tante.cc/2025/01/13/but-does-it-free-our-feeds/
➡️ Cory Doctorow über “Free our Feeds” https://pluralistic.net/2025/01/14/contesting-popularity/
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Letzte Ausgabe, die ihr noch in einer alten Welt hört. würde ich sagen, am Montag kommt zwar noch einer, aber dann wird auch Donald Trump schon ein paar Stunden später im Amt sein und mit ihm Elon Musk und möglicherweise auch Jeff Bezos und Mark Zuckerberg und all die Oligarchen, die die USA in Zukunft haben werden.
00:29 Dennis Horn
Und Chao Chu unter anderem auch vielleicht, der hat sich nämlich jetzt, das steht noch nicht auf dem Papier, durch das wir uns jetzt gleich kämpfen werden, hat sich angekündigt, bei der Inauguration teilzunehmen. Der TikTok-USA-Chef.
00:40 Gavin Karlmeier
So, aber wir bleiben noch ein bisschen im Heute und in dieser Woche und wo wir gerade beim Thema TikTok sind. TikTok bereitet sich darauf vor, offenbar die Plattformen in den USA. Am Sonntag vom Netz zu nehmen. Also da gibt es Berichte, wer die App dann öffnet, soll ein Pop-Up sehen, das zu Informationen über das TikTok-Verbot weiterleitet. Und dem Vernehmen nach plant TikTok eine Möglichkeit auch für die NutzerInnen, all ihre Daten runterzuladen. Heute ist Freitag, heute Tag des Supreme Court in den USA zum Thema, der Oberste Gerichtshof. Und gleichzeitig hört man, die Regierung Joe Biden denkt nochmal darüber nach, die Plattform doch irgendwie am Leben zu halten. Also ein Regierungsbeamter sagt, die Amerikaner sollten nicht damit rechnen, dass TikTok am Sam Sonntag plötzlich verboten wird.
01:30 Dennis Horn
Wo soll das wie soll das plötzlich noch passieren, nachdem Vinja darüber sprechen?
01:34 Gavin Karlmeier
Also die Behörden würden vielleicht erst einmal Optionen prüfen. Können, wie ein Verbotsgesetz am Ende umgesetzt werden können.
01:43 Dennis Horn
Das macht mich alles rasend.
01:45 Gavin Karlmeier
In letzter Sekunde wird es nochmal ein bisschen wackelig. Also, wir wissen ja, Donald Trumps Ding ist das Verbot nicht. Er erwägt eine Executive Order. Wir erinnern uns diese DINA 4-Zettel oder was auch immer, DINA 4 in den USA. Die er so unterschrieben in die Kamera hält immer. Genau, mit dieser Wahnsinnsunterschrift, die man eigentlich nur parodieren kann. Mit der er ein Verbot von TikTok oder einen nötigen Verkauf auch nochmal aussetzen könnte für 60 bis 90 Tage. Um dann seiner Regierung wiederum Zeit zu verschaffen, einen anderen Deal auszuhandeln. Der Meister des Deals dealt auch dort vielleicht. Das ist so ein Irrsinn.
02:23 Dennis Horn
Also, wir haben letzte Folge darüber gesprochen, dass Ed Markey, das der demokratische Senator aus Massachusetts Dass der ein Gesetz ist und mit Vornamen, so wie so ein Nutzername, heißt er auch schon im Pass.
02:35 Gavin Karlmeier
Wie schlecht. Ja, genau, das ist sein Handle.
02:38 Dennis Horn
Sein Handle ist ad Maki. Der hat einen Gesetzentwurf vorgeschlagen im Senat mit dem Namen Extend the TikTok Deadline Act, um 270 Tage Karenzzeit zu erwirken, damit eben die DemokratInnen Also das ist das Absurde eigentlich, dass die Demokraten das vorschlagen, die das ja eigentlich gemeinsam mit den Republikanern auf den Weg gebracht haben. Dieses Gesetz, das alle haben darauf gewartet, dass es verboten wird, es wird verkauft an ein amerikanisches Unternehmen, das nicht passiert. Und jetzt, zwei Tage vorher. sind sowohl Präsident Biden als auch der designierte Präsident Trump der Meinung, sie überlegen sich jetzt alle nochmal ganz schnell irgendwas, um dieses Verbot auszusetzen. Ich verstehe das nicht. Vor allem diese Formulierung, dass es plötzlich kommt. Wie soll das denn wie kann das denn plötzlich kommen, wenn wir seit einem Jahr über nichts anderes reden?
03:24 Gavin Karlmeier
Ja, das kann nur so eine Juristenbehörden-Nummer sein. Weißt du, jetzt ist es da, jetzt müssen natürlich auch die Behörden erstmal abstimmen, wie man das. . Weißt du, was ich meine? Weil da bereitet sich ja, bevor sowas auf Papier kommt, ja auch niemand drauf vor, was da kommen könnte. Wo können wir denn da hin?
03:42 Dennis Horn
Oder aber, man weiß, dass Elon Musk in den Startlöchern steht, oder andere Investoren. Aber das Ding nicht schnell genug trocken geworden ist, die Tinte. Weißt du? Also das wäre so meine Theorie jetzt gerade, weil anders kann ich mir diesen, dieses rumejare da nicht erklären. Und was ich auch interessant finde, weil wir sind ja gerade so drüber hinweggegangen. Also es ging diese Meldung rum am Mittwoch, dass TikTok am Sonntag die App abschaltet. Und mein erster Reflex war so Natürlich, das ist verboten. Also wenn ich jetzt die ganze Zeit mit Waffen handle und plötzlich wird jetzt die Grundlage verboten oder verschwindet die rechtliche Grundlage für meine Waffenverkäufe, dann werde ich meinen Laden morgen nicht aufmachen und weiter Waffen verkaufen.
04:24 Gavin Karlmeier
Muss ich auch erstmal ein bisschen Zeit dem Laden geben, die Waffen zur Seite zu schaffen.
04:27 Dennis Horn
Das kommt ja plötzlich, das Verbot. Aber je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso interessanter ist diese Meldung eigentlich, weil. Die Ankündigung ist ja vor allem gewesen, dass TikTok aus den App Stores verschwindet. Apple und Google müssen TikTok entfernen. Der Rechenzentren-Dienstleister Oracle darf die die Verbindung zu den Datenbanken nicht mehr herstellen am Sonntag. Das heißt, rein technisch gibt es schon TikTok gar nicht mehr am Sonntag. zumindest nicht für NutzerInnen. Dass die App aber jetzt oder der Betreiber der App jetzt plant, eine Pop-Up-Nachricht dahin zu setzen, die sagt, wir dürfen hier eigentlich gar nicht sein. verschwinde, lösche diese App und gehe zu Red Note zum Beispiel, über das wir gleich noch sprengen. Das finde ich doch irgendwie interessant, weil sie das nicht, also sie müssten das nicht. Das ist offenbar Goodwill.
05:18 Gavin Karlmeier
Ja, so klingt es aber Goodwill für die NutzerInnen, ne? So. Genau.
05:23 Dennis Horn
Okay, TikTok, TikTok hat übrigens auch angekündigt. Dass diese tausenden Mitarbeitenden von TikTok zunächst ihren Job in den USA behalten dürften, dass die Büros offen blieben und dass immer noch auch Stellen ausgeschrieben sind für TikTok in den USA. Das kann alles nur ein Gedanke daran sein, dass es irgendwie weitergehen wird.
05:40 Gavin Karlmeier
Genau, nach dem Knall-Shutdown am Sonntag klingt das jetzt alles irgendwie nicht. Es wirkt da für mich alles so ein bisschen wie der weiße Hase im Zylinder unter den Gesetzen. So, und dann kommt doch nochmal was Überraschendes raus. Also, wir warten das ab und es wird Thema am Montag in Haken dran, nicht wahr? Wohl wahr. So, was macht das mit den NutzerInnen? Sie fliehen mitunter. Zu einer anderen chinesischen App, die irgendwie eine Überraschung ist, die heißt Red Note. Bist du bei. Hast du dir schon Rednote-Zugang angelegt? Nee. Also nee, auch noch nicht. Also deswegen können wir hier erstmal nur oberflächlich darüber reden. Und das ist so schön, weil ich habe jetzt so eine so eine typische oberflächliche Beschreibung von Red Note, die so ist, wie wenn die Tagesschau sagt: der Kurznachrichtendienst Twitter. Also Red Note gehört. Entschuldigung. Red Note gehört zu Chao Hong Shou.
06:35 Dennis Horn
Das hat der Rapper 50 Cent auf dem Bildnachrichtendienst Instagram veröffentlicht.
06:41 Gavin Karlmeier
Und
06:42 Dennis Horn
Auf dem Fotodienst.
06:43 Gavin Karlmeier
Sagen die Rapper oder sagen sie Musiker?
06:45 Dennis Horn
Oh, noch besser. Der Sprechgesangmusiker.
06:48 Gavin Karlmeier
Der Sprechgesangmusiker. So. Und von Rednote gibt es bisher nur eine Version, die für den chinesischen Markt gedacht ist. Rednote war. Zum Start 2013 mal eine Shopping-Plattform, ist aber eine beliebte App geworden, in der Nutzerinnen und Nutzer auch Fotos, Videos und Texte teilen. Man nennt sie auch das China-Instagram. So, also das ist Red Note.
07:12 Dennis Horn
Also, das Interessante an dieser App, Chao Hong Schu heißt die im Chinesischen, oder halt übersetzt, kleines rotes Büchlein. ist halt nicht mal von so einem Strohmann-Unternehmen in den USA betrieben, sondern die ist knallhart chinesisch. Die ganze Real. Die ist real. Und die ist halt im Moment in Deutschland, ist ja auch auf Platz 2 der App Store-Charts gewesen, was die gerade als Apps angeht. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, das ist so wirklich reiner Protest. Dann gehen wir heute dahin.
07:47 Gavin Karlmeier
Ja, so sieht das aus. Und jetzt ist die an die Spitze gestiegen der Download-Charts im App Store in den USA von Apple zumindest so. Und dann sind da Nutzerinnen und Nutzer aus den USA rein, haben sich vorgestellt, wie man das macht in so einer App mit kurzen Videos und haben auch gesagt: wir sind aus Protest gegen das TikTok-Verbot jetzt zu RedNote. Gewechselt, dann kamen chinesische Nutzerinnen und Nutzer gesagt herzlich willkommen. Nihau und haben Chinesisch Unterricht angeboten Und die Nutzerinnen aus den USA und Nutzer haben dann Englischhausaufgaben erledigt für die chinesischen Nutzer. Also das ist ein bisschen Völkerverständigung, das wird Schäden dort. So wie wir uns das Internet eigentlich wünschen.
08:31 Dennis Horn
Ja, interessant ist, weil diese App eben für den chinesischen Markt konzipiert ist, sind die Push-Nachrichten nach wie vor auch noch nicht in In unser Buschstabensystem übersetzt worden. Das heißt, du kannst mit den Push-Nachrichten nicht so richtig viel anfangen.
08:42 Gavin Karlmeier
So, und ist das, ähm, ist das irgendwas, was wir für nachhaltig halten, was da passiert?
08:47 Dennis Horn
Nein, ne?
08:47 Gavin Karlmeier
Nein.
08:48 Dennis Horn
Also das ist jetzt ein kleiner Bas. Und naja, nächste Woche geht TikTok ja eh weiter.
08:54 Gavin Karlmeier
Vermutung jetzt, wir werden nicht mehr viel über RedNote Ciao Hong Schu, sprechen hier Haken dran.
08:59 Dennis Horn
Mit solchen Aussagen bin ich mal vorsichtig, weil die fliegen dir dann in einem Jahr um die Ohren.
09:02 Speaker 4
Ja, das ist ja auch in Ordnung.
09:03 Dennis Horn
Die posten dann alle Leute, schick mir das dann auf Red Note.
09:06 Gavin Karlmeier
Ja, ja, da gibt es einen eigenen Channel im Discord für die nicht angetretenen Thesen und Vorhersagen, aber es ist okay. Ist in Ordnung. Übrigens, wo wir gerade bei China sind, NOYB, eine Datenschutz-NGO, hinter der Max Schrems, glaube ich, steckt, ne? Ja, hat Beschwerden eingereicht gegen TikTok, AliExpress, Schein Temu WeChat und Xiaomi wegen unrechtmäßiger Datentransfers. Nach China, um es hier ganz korrekt zu machen Beschwerde gegen TikTok in Griechenland, auch Xiaomi in Griechenland, Schein in Italien, AliExpress in Belgien, WeChat in den Niederlanden, Temo in Österreich. Also das Thema Datentransfers nach China ist eins. Und nochmal kurz zurück zu TikTok. Mr. Beast ist Sagt er selbst, offer ready, um TikTok zu kaufen, nachdem er sich mit ein paar Milliardären getroffen hat.
10:01 Dennis Horn
Mhm, sind wir bereit für, ne? Also, das finde ich ganz interessant, übrigens, diese Meldung. Nicht, also Er hat damals schon so rumgeschakert mit Elon Musk zusammen, hey sollen wir nicht zusammen Twitter kaufen? Hey, soll ich nicht das CEO von Twitter werden? Der shakert da immer so ein bisschen mit rum, für die, die MrBeast nicht kennen. Das ist eigentlich der erfolgreichste YouTuber der Welt. Macht auch inzwischen für Streamingdienste Content, der macht so Challenges, 100 Leute, die alle einen Sportwagen berühren und der, der ist am längsten schafft, die Hand nicht vom Auto zu nehmen, dem gehört das Auto und so. So ein Gedüns. Und dann habe ich aber darüber nachgedacht, was würde das denn eigentlich bedeuten. wenn eine Plattform einem Streamer gehören würde. Also was wäre, wenn mir Twitter gehören würde, zum Beispiel? Oder was wäre. wenn Dougie B Instagram gehören würde. Was würde das mit der Plattform machen? Und dann bin ich zum Schluss gekommen, exakt das, was Elon Musk mit Ex gemacht hat. abgesehen von den politischen Entwicklungen. Weil diese ganzen Auslegungen auf seine Reichweite, seine, dass er sich darüber aufregt, dass andere mehr FollowerInnen haben als er. Und all diese Entscheidungen, die man so trifft. um sich selber in ein gutes Licht zu rücken auf dieser Plattform. Ich würde behaupten, das würde Mr. Beast auch machen. Man würde schon So wie die, der stellt glaube ich so Snacks her, die du im Supermarkt kaufen kannst. Kleine Anekdote übrigens, der macht übrigens deswegen Snacks. weil er so viel Reichweite bei YouTube hat, dass er keine WerbepartnerInnen mehr findet, die sich den Tausender Kontaktpreis leisten können. Also sagt er, ja gut, dann mache ich halt eigene Produkte, die ich da bewerbe, weil wenn keiner mehr diesen Betrag zahlen will, dann mache ich es halt alleine.
11:34 Gavin Karlmeier
Achso, und wahrscheinlich ist es ein gutes Steuersparmodell, wenn sein eigenes Unternehmen in seinem Ding auch noch wirbt. Ja, in Ordnung. Also, naja, also ich verstehe, was du meinst, weil der Verdacht immer nahe liegt. So, ich habe gerade Also mein erster Gedanke war, naja, ähm, ähm mit Jack Dorsey hat auch ein Twitterer Twitter besessen. Aber du meinst ja Leute, die schon eine gewisse Größe und Reichweite haben zum Startmoment sozusagen und nicht damit groß werden. Ja, auch kann ich nachvollziehen. Auf der anderen Seite ist das eine Wasserflasche, die du da gerade hast, die man so im italienischen Restaurant bekommt? Ist das sowas? Ja. Achso, du hast die Plastikversion, ja, okay. Ich habe gedacht, oh, wie stilvoll, habe ich kurz einen Moment gedacht. Ja, ich also
12:27 Dennis Horn
Wenn mir Podcast gehört, dann trinke ich ja auch Glas.
12:31 Gavin Karlmeier
Man hätte einen Podcaster nicht einen Podcast besitzen lassen dürfen. So, also, ich habe dann gedacht, ja, also kann ich verstehen, aber Ähm kommt das nicht immer drauf an, wie er sich verhält so? Also kann das nicht theoretisch auch anders ausgehen
12:47 Dennis Horn
Gut, jetzt ist Mr. Beast aber in der Vergangenheit nicht durch Altruismus bekannt geworden. Also es gibt auch sehr viele Geschichten über missbräuchliches Verhalten und Gewalt in seinem eigenen Team. Also. Ich kenne den jetzt nicht und nur weil er seine MitarbeiterInnen schlägt, muss er ja nicht unbedingt Narzisst sein.
13:04 Gavin Karlmeier
Man muss ja auch YouTube-Kanal von Künstler trennen. Ich verstehe das. Also ich würde sagen Das ist ein Geschäftsmann irgendwie, ne? So, und wie alle Geschäftsleute, die irgendwie einigermaßen was auf dem Konto haben, versuchen sie sich in den USA jetzt ganz offenbar zu positionieren, weil die Spielregeln sich verändern werden ab Montag. So.
13:26 Dennis Horn
Das ist definitiv so. Also, ja. Unabhängig davon, ob das TikTok-Verbot kommt oder nicht, werden sich die Spielregeln ändern.
13:33 Gavin Karlmeier
Was machte Elon Musk währenddessen vielleicht die Papiere einer weiteren Klage lesen? Die SEC, das ist die Wertpapieraufsichtsbehörde der USA, hat Elon Musk verklagt. Ähm, wahrscheinlich alles auch nur noch nötig, bis auch die SEC dran glauben muss, wenn Elon Musk sie wegrationiert. Oder tatsächlich ist es realistisch, dass ein neuer Chef der SEC, den Donald Trump dann dorthin setzen wird, diese Klage ab Abräumt, aber es ist eine Vollstreckungsklage im Zusammenhang mit dem vierundvierzig Mrd. Dollar Kauf von Twitter. Die SEC Haben wir auch schon ein paar Mal darüber gesprochen. Elon Musk hat gegen Recht und Gesetz verstoßen im Jahr 2022, als er da eine größere Aktienposition angehäuft hat, ohne das ordnungsgemäß zu melden. Er hat sich elf Tage damit Zeit gelassen. Und konnte die Aktien deshalb zu einem künstlich niedrigen Preis kaufen. Er hat dann wohl mindestens 150 Millionen Dollar zu wenig gezahlt, wobei das, also ich diese Zahl heute las und es gibt ja jetzt so, er hat irgendwie seinen sein Vermögen irgendwie fast verdoppelt auf über was, weit über 400 Milliarden oder so. Ist das für ihn eine Summe? Diese 150 Millionen Euro, habe ich jetzt so nachträglich gedacht. Wir haben in den ersten Tagen darüber gedacht, oh, das könnte knapp ausgehen, alles. So, aber Ja, scheint nicht mehr viel auszumachen, ne?
14:49 Dennis Horn
Ja, und was ich daran so interessant finde eigentlich, also erstens hast du natürlich völlig recht, das ist für ihn kein großes, also bei dem Vermögen, das er hat, dass er aber ehrlicherweise auch kein reelles Vermögen ist, sondern alles nur in Aktien und Anteilen und Dingen. Dingen.
15:05 Gavin Karlmeier
Aktien und Anteile und Dinge.
15:07 Dennis Horn
Das ist die Überschrift für diese Folge. Ich habe mein Vermögen in Dingen. Aber dass er es geschafft hat, durch das ewige Aussitzen das Nicht-Vorgericht erscheinen. Also wir haben da die ganze Zeit darüber gesprochen, dass die SEC Musk anhören wollte. Er hat mehrfach diese Termine, einfach diese Fristen gerissen, ist nicht aufgetaucht und dass er es geschafft hat, das so lange auszusitzen, bis sein Best Buddy am Montag ins Amt kommt und ihn da irgendwie raushauen wird. Das ist doch schon sehr bemerkenswert. Das ist natürlich massiv kalkuliert, man darf sich da keiner Illusion hingeben. Und es erklärt vielleicht auch so ein bisschen diesen Satz von Elon Musk, der mal gesagt hat. Und als ich glaube, er auf Tucker Carlson getroffen ist, hat er gesagt, wenn Trump nicht gewählt wird, muss ich ins Gefängnis. Das hier wäre eine der Möglichkeiten, wie er in Haft hätte landen können, eventuell. Eventuell, also vor allem der Tatsache zugrunde liegend, dass er sich ja eigentlich nicht ein einziges Mal irgendwie hier verhalten hat, der SEC gegenüber.
16:02 Gavin Karlmeier
Ja, ein Beispiel dafür Wie zahnlos am Ende diesen ganzen behördlichen oder juristischen Geschichten sind In der Tat.
16:13 Dennis Horn
Ja, wobei zahnlos ist, das ist auch schon ein Sonderfall hier, ne? Also es gibt halt keine Regulation dagegen, dass der reichste Mann der Welt es schafft, einen Menschen ins Präsidentalamt zu ziehen.
16:24 Gavin Karlmeier
Nee, das ist so. Ja, aber dieses Ganze, diese zeitlichen Verzögerungen immer, bis dann irgendwas kommt und dann kann man nochmal gegenklage und irgendwie, also man hat immer das Gefühl, die Möglichkeiten, das auch alles zeitlich hinauszuzögern. Sind viel zu groß. Und mein Eindruck ist, dass das auch einen ordentlichen Anteil daran hat, dass auch diese ganzen Regulierungsbemühungen in Europa nicht schnell genug gingen, weißt du? Du hast ja auch gute Gründe dafür, aber ja.
16:57 Dennis Horn
Klar, du hast ja in der Zuckerberg-Geschichte, du hast ja so einen längeren Post geschrieben. Da war das ja ein und einer größten Klagepunkte. Ja, wie kriegen wir es schneller? Vielleicht müssen wir ein Department of Government Efficiency gründen. Aber mit uns. Wir machen das. Bei uns geht es nicht um Geld sparen, sondern um Zeit sparen. Wir schreddern nicht Kosten, wir schreddern Aufwander.
17:22 Gavin Karlmeier
Uhren schreddern wir. Bist du eigentlich ein Hardcore-Software-Engineer? Willst du mit an der Everything app bauen, Gavin? Dann schick doch bitte deinen Code an code. x. com. Das ist so geil, ne? Ja, ist mir. Ist mir auch egal, wo du auf der Schule warst oder ob du überhaupt auf der Schule warst oder bei welcher Firma mit großem Namen du gearbeitet hast, zeig einfach deinen Code. Postet Elon Musk.
17:44 Dennis Horn
Ich finde das so abstrus aus zwei Gründen, aus drei Gründen. Im Discord kam der dritte Grund dazu, den will ich als erstes nennen. Ich werde jetzt gleich auch sagen, wer hat das gesagt. Ja, bitte. Gut, also drei Gründe kommen, ja? Diesmal kommen wirklich drei, wenn mir jetzt gleich noch die ersten beiden einfallen, während ich ja nach dem dritten suche. Mein Gott. Also, Punkt 1. Nee, ich fange mit meinen an. Kann ich gleichzeitig googeln und denken. Punkt 1, das ist natürlich abstrus, weil Elon Musk auch der Typ war, der sich Code ausdrucken ließ, um die Effizienz seiner Mitarbeitenden zu überprüfen, als er das Unternehmen übernommen hat. Dass er jetzt immerhin auf E-Mail umgestiegen ist, ist doch schon mal eine Entwicklung. Elon Musk wird digital. Punkt 2 Punkt zwei. Punkt zwei daran ist, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem doch der reine geschriebene Code gar nichts mehr aussacht, weil es doch KI gibt. Also du könntest doch. Du könntest hier wahrscheinlich relativ schnell mit einem künstlich generierten Code, den er auch selber gar nicht beurteilen kann, wahrscheinlich. Könntest du ihm doch wahrscheinlich vormachen, dass du ein super Entwickler bist, einfach nur, weil du mit Hilfe von KI tolle Codes schreiben kannst. Die dann vielleicht einmal kurz durch den Debugger schickst, um zu gucken, funktioniert der und let's go. So. Und Punkt 3. weiß doch, gerade Elon Musk am ehesten, und wenn du jetzt vielleicht darauf antwortest, werde ich gleich auch sagen, von wem dieser Gedanke kommt, weiß doch, Elon Musk am esten dass das urheberrechtlich geschütztes Material ist, weil die Leute schreiben ja nicht Code für sich, sondern sie haben das Unternehmen geschrieben. SolarCH hat das im Discord geschrieben. Du kannst doch, wenn ich jetzt Mitarbeiter von whatever von einem Unternehmen war und da Code geschrieben habe und den schicke ich an Elon Musk, Weiter. Dann verstoße ich doch gegen meinen Vertrag, der doch eigentlich. Naja, du hast den Gedanken verstanden.
19:30 Gavin Karlmeier
Ja, oder es ist privat gecodet, einfach.
19:33 Dennis Horn
Ach, du meinst, ja, okay.
19:35 Gavin Karlmeier
So, aber ja, okay, ja. Ja, er sagt ja, du musst bei keiner Firma mit großem Namen gearbeitet haben.
19:42 Dennis Horn
Es hilft vielleicht sogar, wenn das nicht so war.
19:45 Gavin Karlmeier
Genau, für dieses Vorhaben hilft es. Ach du, vielleicht ist er auch nur Sehr korrekt unterwegs und will nur prüfen, ob im Code die Einrückungen alle richtig sind. Daran erkennt man einen echten Hardcore-Software-Engineer. So. Währenddessen ziehen sich andere von X zurück. Das Bundesverteidigungsministerium jetzt ebenfalls stellt seinen X-Account sozusagen auf Camouflage um.
20:08 Dennis Horn
Und die erste richtig wichtige, große staatliche Behörde in Deutschland, die das ist.
20:12 Gavin Karlmeier
Also mittlerweile aber auch nur in das hat dann nochmal eine andere Größe, aber In einer Reihe von Abgängen der letzten Zeit mal wieder, die uns hier zumindest ein bisschen zufrieden stimmt, auch wenn es sehr spät kommt.
20:28 Dennis Horn
Genauso wie übrigens die Geschichte, da haben wir hier quasi nicht drüber gesprochen, weil Mark Zuckerberg dazwischen gegrätscht ist, wie 60 Universitäten, die sich auch kollektivieren. Tief und Ex zurückgezogen haben und darüber sogar einen langen offenen Brief veröffentlicht haben.
20:39 Gavin Karlmeier
Ja, bis auf die aus München, ne? Wo wir dachten, was soll das? Warum sind die aus München zum Beispiel nicht dabei? In der Tat. Naja.
20:47 Dennis Horn
So, Dennis, Gavin, hast du in den letzten Tagen mal Zeit im Fiddiverse verbracht? Nicht nur mal eben was reinkopieren, pasten, um was zu veröffentlichen, sondern.
21:00 Gavin Karlmeier
Nee, tatsächlich nur über mein Mastodon-Schaufenster ins Fediverse hinein. ein paar Stündchen, aber nur auf dem üblichen Level, warum? Es gibt gerade zwei Dennis, es gibt gerade zwei große Diskussionen im Fiddiverse und die erste
21:16 Dennis Horn
ist die Diskussion um den Start der App Pixelfat. Es wird in den nächsten Tagen übrigens, also gibt es jetzt schon so ein bisschen, aber es ist ja auch dabei, dass zum Beispiel Loops bald starten wird, eine TikTok-Variante im Fidiverse. Und genauso ist Pixelfed eine Instagram-Variante in Fidiverse. Wir haben ja da schon darüber gesprochen, dass die App gestartet ist in den App Stores auffindbar ist und dachte, du könntest jetzt so auch mal so dein Bauchgefühl ab geben, wie die App so auf dich wirkt, aber dann bist du vielleicht da der f nicht der richtige Ansprechpartner an der Stelle, was ich verstehen kann. Weil mein Gefühl ist. . . Es viele, also, wie sage ich das jetzt diplomatisch? Also, ihr wisst, ich habe das in der letzten Folge auch schon mal sehr breit erklärt, und das ist die Diskussion, über die wir gleich sprechen müssen, aber. Die Idee Fediverse ist ja die beste Idee, die wir haben, die beste Möglichkeit, Software Billionaire-Proof zu machen, über das wir gleich auch nochmal sprechen müssen. Die Idee für Diverse ist perfekt. Das Problem ist, wenn so eine App an den Start geht und sie so behäbig funktioniert wie Pixelfett und ich will das gerne benutzen. Ich habe da Bock drauf. Also Pixelfett ist die Instagram-Variante in Fidiverse. Zumindest so wie Instagram früher mal war. Ohne Storys, ohne Reals, aber du kannst Bilder posten. Und kannst dich entweder dich mit deinem Mastodon-Account anmelden, dass alle Bilder, die du bei Mastodon auch postest, eben auch dort angezeigt werden oder ein eigenes Profil machen, auf einer Pixel-FET-Instanz. Aber bei mir funktioniert die App nicht, seitdem sie gestartet ist. Also ich habe die ganze Zeit Probleme damit und das löst so Frustration in mir aus. Und jetzt setze ich mich damit beruflich auseinander und bin bereit, diese Frustration hinzunehmen, warte darauf, dass sie funktioniert, berichte dann darüber. Aber alle Leute, die jetzt den Staat sozusagen mitgemacht haben und frustriert sind und dann sagen, nee, das klappt nicht, ich gehe wieder woanders hin. Die sind halt erstmal verbrannt, und ich finde das so schade, dass so ein Lounge, der dann eigentlich so wichtig und so impactful ist, dass der Dann nicht klappt, dass ärgert. Ich will nicht sagen, mich ärgert das, weil da steckt nur ein Mensch hinter und ich will dem gar keinen Vorwurf machen.
23:13 Gavin Karlmeier
Ja, dich ärgert es nicht gegen ihn, sondern für die Idee. Genau, so ist es richtig formuliert. Ja.
23:19 Dennis Horn
Genau.
23:19 Gavin Karlmeier
Ich habe mir, während du sprachst, habe ich mir die App runtergeladen. So lange habe ich geredet. Ja, schon. Zwei Dinge passierten. Das erste ist. Während ich versucht habe, meine Instanz einzugeben, ist die ganze Zeit die Tastatur auf dem Handy wieder runtergeklappt. Hinter fast jedem Buchstaben, tierisch geärgert. Ähm, zweite ist, meine Instanz ist nicht kompatibel mit Pixelfed. Dann musst du vielleicht auf einer Pixelfed-Instanz einen neuen Account machen.
23:49 Dennis Horn
Da geht's schon los. Siehst du?
23:52 Gavin Karlmeier
Also Normalo steigt an der Stelle schon aus. Entschuldigung. Ja, und das ist nämlich das Ärgerliche.
23:56 Dennis Horn
Deswegen meine ich ja, oder deswegen war deine Formulierung so gut, es ärgert mich für die Idee. Gerade jetzt wäre das so geil, also die Leute müssen nicht zu Rednote zum chinesischen Staatsunternehmen gehen, sondern Wir haben hier eigene Ideen von Entwicklern hier. Und es gibt jemanden, der hat so etwas ähnliches gebaut auf Bluesky-Basis, und das ist Sebastian Vogelsang. Und über den haben wir hier schon mal gesprochen, weil der hat auch Skeets gebaut, eine alternative Blue Sky-App. Und der hatte eine Idee. Er hat gesagt, diese Idee, die Idee scheint offenbar nicht gleichzeitig mit Pixelfett entstanden zu sein, weil die App ist schon quasi fertig, die kommt jetzt bald. die diese Idee, die Fotos zu kuratieren, die in so einem Netzwerk passieren, dass es also einen großen Datenpool gibt Und in diesem Datenpool liegen halt alle Dinge, die ich da veröffentliche. Fotos, Videos, Textpostings und die App entscheidet, welche Beitragsform die ist, die ich mir gerade ange. gezeigt bekommen lassen möchte. . Die gibt es jetzt eben auch auf Blue Sky-Basen, die App heißt Flashes. Und ich habe mit Sebastian kurz gesprochen und wir hören kurz rein, der hat mir ein paar Antworten auf spannende Fragen gegeben, zum Beispiel auf meine Frage. Was das für eine App ist und wie das funktioniert. . Ich habe es gerade schon mal ein bisschen zusammengefasst, aber aus seinen Worten klingt es noch authentischer.
25:06 Speaker 5
Flashes ist im Grunde ein Blue Sky Client. Der basiert auf der App Skiz, die ich entwickelt habe. Ich habe quasi die Skiz-App genommen und habe. Einige Views ausgetauscht, sodass man jetzt so ein mehr Foto-Video-lastiges Interface halt hat. Die Idee war halt, dass man quasi einen Social Graph hat, wo eben Texte, Videos und Bilder drinstecken und dass man jetzt einfach verschiedene Apps nimmt. Und die sich dann eben ihren Teil aus diesem Social Graph quasi rauspicken können, den sie darstellen wollen. Und ich fand das Ganz interessant gegenüber vorher hatten wir halt immer irgendwie einzelne Plattformen, keine Ahnung, Instagram für Bilder, Videos, TikTok für Videos, Twitter war immer eher textlastig und ich fand es jetzt einfach mal ganz interessant, eine Datenbasis zu haben. und quasi die Apps wie so Filter da drauf zu legen. Zielpublikum ist für mich eigentlich eher Leute, die noch nicht bei Bluescare sind. Bislang vielleicht eher irgendwie abgeschreckt waren davon, weil sie gedacht haben: Ah, nee, das ist irgendwie textbasiertes Social Media Kram und nee, ich will eigentlich eher Bilder und Videos machen. Und da dachte ich Für die ist es vielleicht einfach interessant, auf die Art und Weise an Bluesguy zu partizipieren.
26:36 Gavin Karlmeier
Ja.
26:37 Dennis Horn
Das ist, wie gesagt, die Fettiverse-Idee so, aber eben auf dem Protokoll, auf dem auch Bluscall basiert. Hast du Gefühle schon? Ja, ich habe drei Gefühle. Oh, ich freue mich auf beide.
26:52 Gavin Karlmeier
Mist er. Und es passiert genau in dem Moment, wo man die drei schon sagt. Also, das erste Gefühl ist Ich muss es sehen. Ich muss es sehen und irgendwie. Tut mir leid, dass das hier ein Podcast ist, Dennis. Ja, nee, also gar nicht wegen des Podcasts, sondern so generell, ich finde es. Wahnsinnig abstrakt, so beim ersten Hören.
27:19 Dennis Horn
Ich kann dir also im In den Shownotes findet ihr einen Tech-Crunch-Artikel mit Fotos aus dieser App. Sie sieht aus Instagram.
27:28 Gavin Karlmeier
Ja, so. Dann das ähm Das zweite, und ich glaube, ich komme gleich wirklich nur auf zwei. Ich finde es. Ach nee, nee, nee, ich hab's wieder. So, pass auf, das zweite ist erstmal super positives Gefühl. Die Menge. An Ideen, die da gerade entsteht, und dieses Grundrauschen, zu dem diese Idee auch gehört, und diverse andere, die mit dem Fediverse zu tun haben, wo ich immer mal wieder denke, ach geil, ey, da ist eine Energie drin und ein Wille, das weiterzuentwickeln. Das finde ich bemerkenswert. Und der dritte Punkt ist, dass ich nicht weiß auch hier, ob das in der Menge funktioniert, also ob so eine Nutzerschaft nicht einfach. Ein geschlossenes, klar abgegrenztes System, wo sie nicht das Gefühl des Was passiert da eigentlich und geht wohin haben. Nicht bevorzugen. Aber das ist ja eine Klassikerdiskussion, wenn es um Fediverse-Fragen geht. Ich finde es interessant. Ich finde es wirklich interessant.
28:36 Dennis Horn
Ja, merkt ihr mal diesen letzten Punkt. War das jetzt der dritte eigentlich? Ja. Okay, hätte ich auch gesagt. Neckt ihr mal diesen Punkt, weil über den müssen wir gleich im Anschluss. Ich teasee hier die ganze Zeit auf das nächste Thema, aber das ist so ein Thema, das gerade so virulent ist in sozialen, in logischer Weise, weil wir eben an einem Punkt stehen, an dem wir eben feststellen, die Leute, die die Sachen gebaut haben, die wir eigentlich, vielleicht nicht wir, die das hier hören, aber. . die der Großteil der Gesellschaft eben benutzen, dass diese Apps inzwischen auch eben, oder die Nutzung dieser Apps auch in Teilen politisch ist, ob wir wollen oder nicht.
29:14 Gavin Karlmeier
Gavin, mal eine ganz andere Frage. Was ist denn das nächste Thema?
29:19 Dennis Horn
Wir haben noch mehr Töne von Sebastian. Aber Wir reden gleich noch über Three Hour Feeds. Da müssen wir gleich drüber sprechen.
29:27 Gavin Karlmeier
Gut, dann bleiben wir aber bei Sebastian, weil ich finde, lass da noch ein bisschen reinsteigen.
29:31 Dennis Horn
Ja, wir gehen nochmal kurz rein. Ich habe mit Sebastian nämlich auch so ein bisschen über die Fiddiverse-Geschichte gesprochen und Das Problem, dass Blue Sky, und das ist ja der zentrale Vorwurf, de facto, also nur auf dem Papier dezentral ist bislang. Und da hat er Folgendes zu erzählt.
29:45 Speaker 5
Die Dezentralität, ja, das ist glaube ich ein großes Thema bei Blue Sky, weil es eben bislang nur diesen einen App-View und dieses eine Relais gibt halt. Da bin ich einfach gespannt drauf, was diese FFI, also die Free Feeds Initiative, auf die Beine stellt, denn die, sobald ich das verstanden habe. Haben die sich jetzt zum Ziel gesetzt, einen alternativen App-View und ein alternatives Relay eben für Blue Sky zu bauen? Zur Erklärung, der App-View und das Relay, das sind quasi die, wenn du so willst, ist das das Backend quasi. Die Daten liegen ja alle in diesem AT-Protokoll und der App-View und das Relay sind quasi So Aggregatoren, die sozusagen diese Daten von den verschiedenen Servern, von diesen PDS, Personal Data Servers, zusammensammeln und das aggregieren und dann sozusagen eine App wie mir halt zur Verfügung stellen, zur Darstellung. Ja, das ist momentan eben noch bei Blue Sky, aber ich habe jetzt gestern gesehen, es gibt jetzt ein Open Source App-View. Bin mal gespannt, wann der voll einsatzfähig ist. Es gibt wohl jetzt eine Beschreibung ein Relay zu Open Sourcen. Aus meiner Sicht ist es halt nur eine Frage der Zeit.
30:58 Gavin Karlmeier
Das ist ja die große Frage, die wir uns eigentlich von Beginn an stellen. Wann wird das Ding eigentlich mal so geöffnet? Ich denke immer, also im besten Fall ist, dass es so lange dauert, bis wir so andere Oberflächen mal sehen und so weiter. Ein Grund dafür, dass sie es besonders gut machen wollten. Und sämtliche Fehler vermeiden, die bei so einer Aufspaltung in verschiedene Apps und Clients und so weiter passieren können.
31:26 Dennis Horn
Ja, aber diese Diskussion, ich weiß noch, dass wir hier, als das ganz, ganz, ganz neu war, diese Idee-Haken dran, Dennis, da haben wir damals gesagt, eigentlich. Damit du so eine breiten, wirksame, große Social Media App wie Twitter an den Start bringst, brauchst du doch nur so eine Idee wie das Dezentrale und einen riesengroßen Player, der auf Usability und User Interface optimiert. Und der baut quasi sein Interface auf diese Idee und das Ding ist fertig. Genau. So ein bisschen hat Meta das mit Threads versucht, bevor sie alles mit dem Arsch eingerissen haben. Wir reden da gleich noch drüber, wenn wir über Free Our Feeds weitersprechen. Aber ich habe mit Sebastian auch noch so ein bisschen darüber gesprochen, wie das eigentlich ist, so als unabhängiger Entwickler, als Außenstehender was für so ein Netzwerk beizutragen, weil Das beschäftigt mich ja auch. Wir haben a extrem viel gelernt aus Twitteric und Twitter baut all diese Leute, die halt ihre Geschäftsmodell darauf aufgebaut haben, für ein anderes Unternehmen zu produzieren, das an dir selber nicht interessiert war. Und zum anderen Dass du dadurch ja auch gelernt hast, dass du dich so abhängig machst von Entscheidungen anderer. Und wenn es nur InvestorInnen sind, die nicht mal Einfluss aufs Tagesgeschäft haben. Auch da hören wir mal ganz schnell rein.
32:43 Speaker 5
Ich bin sowieso freiberuflicher Entwickler und IT-Berater und Mache jetzt schon seit fünf Jahren eine Beratung in Richtung Barrierefreiheit, mache eben auch barrierefreie Apps und das war für mich der Antrieb damals, eine Drittanbieter-App für Blue Sky zu entwickeln. weil ich das als so ein bisschen als Showcase halt betrachtet habe, auch für meine Arbeit als barrierefreier Entwickler. Und die Blue Sky App am Anfang einfach nicht barrierefrei war. Und das war für mich der Der Antrieb, diese App dann zu entwickeln und als ich gemerkt habe, wie viel Spaß es halt macht, Zusatzfeatures einzubauen, die ich selber vermisst habe. Und wie einfach es doch am Ende halt oft geht, bin ich einfach dabei geblieben. Ja, das ist so ein bisschen der Einsatz. Und dadurch, dass ich jetzt eben diese Subscriptions eingeführt habe, hoffe ich einfach, dass es irgendwann vielleicht an einen Punkt kommt. wo mich das zumindest irgendwie teilfinanzieren kann. Also es wäre schön, aber ich gehe jetzt natürlich meiner ganz normalen freiberuflichen Arbeit nach wie vor nach.
33:47 Dennis Horn
Und ich finde das irgendwie ein schönes Argument, zu sagen, ich habe da ein Problem erkannt, nämlich die Barrierefreiheit. Alles andere, das da dranhängt, na klar auch. Aber die Barrierefreiheit, die ist nicht gegeben, also baue ich mir hier was eigenes. Das ist, finde ich, eine gute Motivation für sowas.
34:02 Gavin Karlmeier
überhaupt diesen Blick auf so bestehende Probleme und seien sie noch so klein zu legen. Wir haben einen Kumpel aus Hamburg, der uns glaube ich auch jeden Tag Zuhört hier, liebe Grüße. Garli Grüe. Der so eine kleine, so ein kleines Plugin für so ein Mail-Programm mal programmiert hat, um boah. Und er wird mir das um die Ohren hauen, dass ich es nicht mehr genau weiß. Aber das ist so ein Reminder für so Mails, die dann irgendwie in drei Tagen kommt das nochmal wieder. Weißt du, das hast du als Funktion ja. Mittlerweile schon häufiger, aber er hat es, glaube ich, damals, als es das noch nicht gab, in Mail-Programme als eingebaute Funktion programmiert. nicht das richtig im Kopf habe. Auf jeden Fall hat sich da so eine kleine Liebhaberbubble drum gebildet, die das jetzt irgendwie immer noch und da auch mal Geld für gezahlt hat und so. Und das Ja, ja, das ist ein guter Move.
34:56 Dennis Horn
Ja, also deswegen vielen Dank, Sebastian, dass du mit uns gesprochen hast. Übrigens auch Haki ist. Also vielen Dank für alles und wir finden das spannend, wir gucken da weiter drauf. Jetzt kommen wir aber zu dieser Diskussion, die Sebastian angesprochen hat, die ich jetzt schon 34 Mal angesprochen habe und du auch schon zweimal, nämlich diese Free-Hour-Feeds-Diskussion. Wir haben da das letzte Mal schon so ein bisschen drauf geschaut, also für die, die es nicht mitbekommen haben. Es gibt eine Kampagne, die initiiert wurde von mehreren Menschen, die zum Beispiel aus der Mozilla Foundation stammen oder die irgendwelche. . KI-Unternehmen, ähm in KI-Unternehmen arbeiten oder die Bücher geschrieben haben. Dazu gehören aber auch Leute, die erst UnterzeichnerInnen des offenen Briefes waren, wie der Hollywood-Schauspieler Mark Ruffalo oder Jimmy Wales von der Wikipedia oder Brian Eno. Also echt große Namen. Und deren Ansinnen ist, sie sammeln jetzt Geld, zwischen 4 und 30 Millionen Dollar ist das Ziel, das sie angegeben haben. Sie sammeln Geld um. dann als quasi Gegentese zu Blue Sky ein auf dem AT-Protokoll, also dem Protokoll von Blue Sky basierendes äh, Frontend zu bauen oder wie wir gerade gehört haben, eben diese Begriffe, die Sebastian ja benutzt hat. App View. Hat er, glaube ich, gesagt, ne? Und Real Relais. Diese beiden Dinge. Und die wollen eben sozusagen da etwas gegensetzen, eine Gegenidee setzen, damit man eben nicht davon abhängig ist, wer gerade in Blue Sky investiert. oder anders gesagt, damit man sich Billionaire-Proof macht. Das ist so die Formulierung, die Cory Doctorow, der auch zu den ersten Unterzeichnern gehört, in die Welt gesetzt hat.
36:31 Gavin Karlmeier
Finde ich gut. Also es ist eine dieser Initiativen, die für mich in dieses in dieses Bild passen, dass da gerade verdammt viel vibriert. und unterwegs ist.
36:43 Dennis Horn
Ja, was ich aber letztes Mal auch gesagt habe, ist, wir hätten uns das alles sparen können, wenn wir aufs Fiddy was gesetzt hätten von vornherein. Werden vier bis dreißig Millionen Dollar gespart. Und Tante hat dazu nämlich auch einen spannenden Text geschrieben, den ich euch auch in die Shownotes packe. Tante schreibt nämlich, dass das zwar alles ein gutes Ansinnen ist, ja, wir haben das mit dem Fiddiverse eigentlich schon, aber der Plan ist übrigens auch von Free Outfits, dass es eine Brückentechnologie zwischen. . Activity Pub und AT-Protokoll geben soll. . Aber er sagt, naja, das. Oder Tante sagt, ja, das kann alles sein, aber wer weiß das schon, weil dieses ganze, dieser ganze Plan ist bislang nichts außer dieser Idee. Und die Frage, die Tante hier aufwirft, ist so ein bisschen, zumindest wenn ich Tante richtig verstehe, sollten wir dafür wirklich Geld investieren für etwas, wo wir nicht so ganz genau wissen was da eigentlich der Plan ist. Also klar, Blue Sky ist gerade heiß, aber sollten wir nicht vielleicht lieber Geld in irgendwas stecken, in dem mehr Plan drinsteckt? Und das ist so ein bisschen diese eben angekündigte heiße Diskussion im Fiddiverse, weil, und du hast es dir gedacht, auch da gibt es jetzt schon eine spannende Gegenthese.
37:48 Gavin Karlmeier
Was ist die spannende Gegentese? Ist es die Gegenthese von Tante, meinst du, oder?
37:52 Dennis Horn
Nee, die Gegentese ist die von Cory Doktorov, der einen Text geschrieben hat. Und Cory Doktorov schreibt, also er hat einen ganz spannenden Blogartikel geschrieben, den ich euch auch in die Show Notes packe. Und er sagt, früher war das immer so, dass wenn du ein Problem mit Plattenlabels hattest, dass du, also während der Napsterkriege dass du natürlich dich auch damals schon irgendwie um Gegenbewegungen bemühen konntest. Und dass du dich versuchen konntest, irgendwie aus der Musikindustrie rauszuziehen. Dass du sagen konntest, ja. Das ist mir alles zu kommerziell zum Beispiel. Du meinst als Künstler ein Problem mit Labels. Als Fan auch, als Aktivist, als Nutzer. Und die Formulierung, die Cory Doktorow hier wählt
38:38 Gavin Karlmeier
Inwiefern rausziehen, indem ich nur irgendwie freien Stelle.
38:40 Dennis Horn
Und kommerzielle Musik höre zum Beispiel. Aber er fasst am Ende zusammen. So, es bringt nichts, sich jetzt nur noch auf Musik zu konzentrieren, die niemand hört. Wenn die Mitglieder von dein populären Movement, wenn es den Mitgliedern des populären Movements nicht erlaubt ist, populäre Musik zu hören, wird die Bewegung wahrscheinlich nicht populär sein. Und er sagt, Blue Sky ist gerade das heiße Ding, also sollten wir doch versuchen, das besser zu machen, damit das Ding, das wir gerade benutzen, eben mittelfristig Billionaire-Proof ist.
39:13 Gavin Karlmeier
Das ist ein Argument, ja, ja. Es ist einfach ein logisches Vorgehen. Ja, ich habe so gedacht, Billionaire-Proof ist okay, aber wir müssen bald Trillionaire-Proof sein. Mit Blick auf Elon Musk. Vorsicht. Das ist so, ja.
39:27 Dennis Horn
Und er macht da ganz viele Schweinerbilder auf. Er hat auch ein Bild aufgemacht, dass das, was die die Milliardäre gerade mit den sozialen Netzwerken machen, ungefähr so ist, als würdest du aus Nachtclubs die Notausgänge entfernen Und er sagt, die Föderation ist für soziale Medien das, was Notausgänge für Nachtclubs sind, eine Möglichkeit für die Menschen zu entkommen, wenn die Party tödlich wird.
39:51 Gavin Karlmeier
Verlinken wir in den Shownotes. So. Dann möchte ich mit dir über noch ein paar andere große etablierte Plattformen sprechen. Meta, fangen wir mit Meta an. Liebe Grüße, sag ich mal. Ich habe nie gehört. Liebe Grüße an dieser Stelle ist ja auch keine Plattform, deswegen vielleicht. Also, liebe Grüße an dieser Stelle an alle, die sagen: Ja, mal locker durch die Hose atmen, das passiert doch alles nur in den USA. Was hat das mit uns zu tun? Habe ich häufiger gelesen, keine naivere Frage in den Kommentaren zu meinem langen Posting auch gelesen, als was hat das mit uns zu tun? Warum sollte in Deutschland ein Politiker was sagen?
40:25 Dennis Horn
Also in meinem Beruf, du erinnerst dich, weil das war auch mal dein Beruf, bevor du einen richtigen hattest. Du treffe ich ja sehr oft Menschen, die so Social Media Kanäle betreiben und Entscheidungen treffen. Und das ist immer die erste Rückfrage gewesen im Zuckerberg-Thema, ja, aber das soll ja doch vorerst nur in den USA passieren. Und dann habe ich immer gesagt: erstens ist der komplette Dig der komplette Rand von Zuckerberg ist nichts anderes als ein Angriff gegen die EU. Und zweitens bezieht sich diese Ankündigung der USA ja vor allem auf die Abschaffung der Faktenchecker, was der kleinste Teil der Ankündigung ist.
41:01 Gavin Karlmeier
Genau, und alle haben das, also auch in der Diskussion, ganz viele, die dann mich dafür kritisiert haben, haben das verengt, als hätte er nur was zu den Faktencheckern gesagt. Also Leute, erstmal richtig zuhören. Ja, gut. Also, wenn dann jemand fragt, was hat das mit uns zu tun, wünsche ich mir immer, dass so eine Windmaschine angeht, der Raum dunkler wird, ein kurzer Blitz hinten einschlägt und dann sage ich: alles hat mit allem zu tun.
41:23 Dennis Horn
Oder von hinten kommt jemand rein und sagt, ich bin du in zehn Jahren.
41:28 Gavin Karlmeier
Und zwar im Spider-Man-Kostüm. So, also an alle, die gefragt haben. Was hat es mit uns zu tun? Erstmal locker durch die Hose abmen. Wer weiß, wann und ob überhaupt diese Änderungen, die Mark Zuckerberg für die Meta-Plattform angekündigt hat, Europa erreichen. Die Antwort lautet jetzt.
41:45 Dennis Horn
Ja, vergangenen Mittwoch, vorgestern, habe ich eine Push-Nachricht bekommen und Mossari hat es so angekündigt. Er hat gesagt, die Entwicklung, Veränderung, was politische Inhalte angeht. Kommt schon in der nächsten Woche. Und das haben wir jetzt schon. Ich habe die Push-Narch bekommen. Die Einstellung für politische Inhalte bietet jetzt weitere Optionen bezüglich der Inhalte von Konten, denen du nicht folgst. Man hätte es nicht berriger formulieren können, aber die Einstellung für politische Inhalte bei Instagram hat jetzt drei Optionen. Das waren früher zwei Optionen. Möchtest du politische Inhalte vorgeschlagen kriegen? Ja oder nein? Nein war per Default ausgewählt. Die jetzigen drei Optionen heißen weniger politische Inhalte sehen, mehr politische Inhalte sehen oder Standard. Möglicherweise siehst du einige politische Inhalte. Also, du kannst jetzt quasi das nicht mehr abschalten.
42:32 Gavin Karlmeier
So, und ich finde aber dieses weniger Standard oder mehr, das ist ja die Reihenfolge. So, und wenn du dann in die Beschreibungen da drunter guckst, ist ganz interessant. Dass mehr politische Inhalte eigentlich die Standardeinstellung ist. Lies mal, was da drunter steht? Politische Inhalte werden dir vorgeschlagen, wie alle anderen Inhalte auch. So, das ist die Standardeinstellung, eigentlich. Und die Meta oder Instagram. Standard nennt, ist schon weniger politische Inhalte.
42:58 Dennis Horn
Ja, bei weniger steht auch drunter, wenn wir politische Inhalte als solche erkennen, werden wir sie dir nicht anzeigen. Ja. Also auch da hat man immerhin nachgearbeitet und festgestellt, dass die alte Formulierung vielleicht doch nicht so gut war.
43:10 Gavin Karlmeier
Vielleicht. So, die Generalstaatsanwaltschaft in Brasilien legt Wert darauf, die Schließung dieser Faktenchecke zu. Programme wird erstmal nur in den USA erfolgen, aber die brasilianische Regierung sagt, sie ist ernsthaft besorgt, eben wegen der anderen Änderungen. Es soll eine öffentliche Anhörung dort zum Thema geben und es geht vor allem um die Richtlinie zu hasserfülltem Verhalten, die, das sagt die Regierung in Brasilien, eindeutig einen fruchtbaren Boden für die Verletzung von Gesetzen und Verfassungsvorschriften. Zum Schutz der Grundrechte brasilianischer Bürger darstellen könnte. Diese Richtlinie sei nicht an die brasilianische Gesetzgebung angepasst und reiche nicht aus, um die Grundrechte der Staatsbürgerschaft zu schützen. Preacher Brasilien. So, genauso. High five Brasilia, sagen wir an dieser Stelle.
43:59 Dennis Horn
Ich finde das ja geil, wie stabil Brasilien auch in dem Ex-Fall war. Ja. Und dass sie sich hier eben auch nichts bieten lassen. Als eben nicht, also klar, ein großer Markt, ein wichtiger Markt. Aber eben nicht die EU, sondern eben ein Land und nicht der Zusammenschluss von ganz vielen extremen wirtschaftlich starken Nationen.
44:21 Gavin Karlmeier
Und da ist Elon Musk, wir erinnern uns am Ende ja umgekippt.
44:25 Dennis Horn
Ja, er ist umgekippt.
44:26 Gavin Karlmeier
So ist das. So, vielleicht lohnt ein kleiner Seitenblick noch in Sakten Sakten, in Sachen, Faktenchecks. In Saktenchecks. Auf Google, Google hat der EU mitgeteilt, dass es keine Faktenchecks in die Suchergebnisse und YouTube Videos einbauen wird. Oder sie bei der Einstufung oder Entfernung von Inhalten verwenden wird. Trotz neuer Anforderungen, die es in der EU dazu gibt, die Begründung, das sei für die Google-Dienste einfach nicht angemessen oder wirksam. Und Google will sich aus diesen Anforderungen. Die bisher ein Verhaltenskodex sind, zurückziehen aus allen Verpflichtungen zur Faktenprüfung im Kodex, sagt Google, bevor diese Regeln tatsächlich Teil des DSA werden und dann zu einem Muss.
45:13 Dennis Horn
Also, die sagen, nö, das machen wir nicht, solange das noch keine Regel ist.
45:18 Gavin Karlmeier
Solange es auch noch kein Gesetz ist, ne?
45:20 Dennis Horn
Ja. Ja, das ist natürlich, also Google, ich bin ganz gespannt, wie Google sich ja jetzt in den nächsten Tagen und Wochen verhalten wird. Google hat, was diesen Trump-Kurs der großen Tech-Unternehmen angeht, nicht so richtig. . nicht so richtig doll mitgespielt. Also sie haben auch diese Millionen Dollar in den Inauguration Fund gespendet, wie so viele. Sie haben angekündigt, dass die Inauguration live auf YouTube gestreamt wird, schenken also Reichweite. Das bleibt aber trotzdem ein weltpolitisches Ereignis. Also man könnte das sogar noch rechtfertigen, das dort übertragen zu wollen, wenn man denn kann. Und damit sind sie auch nicht die einzigen. Amazon hatte das vorher bereits auch schon angekündigt, dass sie das auch übertragen. Das hier ist jetzt immerhin eine Positionierung, was die Faktenchecks angeht. Trotzdem hat Google, und damit eben verbunden auch YouTube und auch viele andere Angebote von Google, jetzt noch nicht so den einen großen Schulterschluss zu Trump gesucht. Finde ich zumindest so. Und bin hoch. Die Frage kam auch jetzt, ich glaube, am gestrigen Donnerstag hat mir diese Frage. Gucken, ob ich die schnell schaffe. Genau, Will and the Fox auch im Fiddiverse geschrieben, wie YouTube sich verhält oder ob YouTube Shorts eine vertretbare Alternative ist. We don't know, so, aber bislang gibt es eben noch nicht diese krasse Radikalisierung, die wir von Musk kennen und von Zuckerberg erlebt haben.
46:42 Gavin Karlmeier
Ja, insofern gucken wir gespannt auf Google und Apple, nicht wahr? Ja, so ist es. Also, tja, am Montag geht's los. Wie wirst du das erleben? Muss ich den Kalender gucken? Das ist Montagabend, ne? Ist ja Montagabend unserer Zeit. Und ich bin da. In London.
47:08 Dennis Horn
Dann ist es vielleicht sogar schon Montagvorabend unserer Zeit. Ja, ja. Ich glaube, ich habe vor allem. Ist eine Stunde näher? Naja, ich will das jetzt. Wer weiß das schon? Ich kann kein Mathe.
47:19 Gavin Karlmeier
Ja, also ich bin so beschäftigt, dass ich es ignorieren werde um die Zeit.
47:24 Dennis Horn
So einfach. Okay. Na gut, dann genießt mal London. Viel Spaß mit Tee und Cookies und Pimps. Und wir sind durch für diese Woche.
47:36 Gavin Karlmeier
Und zwar in jeder Hinsicht. Und so völlig durch für diese Woche. Wünschen euch ein schönes Wochenende. Du am Montag wieder hier? Mit? Können wir das schon sagen?
47:45 Dennis Horn
Also Stand jetzt, ich habe mir eigentlich vorgenommen am Montag mal, weil ich das so, eigentlich wollte ich das so zwei, drei, ein bis zweimal im Monat machen, habe ich aber noch nicht dieses Jahr. Wahrscheinlich bin ich Montag mal alleine. Wie schön. Das ist wirklich schön. Das hat immer so was Entschleunigendes. Und dann bin ich aber. Nächsten Mittwoch gibt es wieder einen Gast, das ist nämlich Franzi Blum hier. Guck mal an. Wir hören uns auch bald wieder. Ja, ich freue mich. Ja, ich könnte schon verraten, wann, Dennis.
48:09 Gavin Karlmeier
Kannst du das sagen? Kannst du schon sagen, wann? Am 29. 01. bist du wieder hier. Da darf ich das einmal checken und sagen, stimmt? Ja, mach mal bitte. Stimmt.
48:22 Speaker 4
Ich freue mich. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende allen, die das bis hierhin gehört haben. Leute, lasst euch nicht ärgern. Ärgert euch nicht wegen TikTok oder wegen Trump oder wegen alles andere. Schüss t