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Folge 38 · 16. Januar 2023 · 43 Min.

Ausgesperrt, aber werbefrei!

mit Dennis Horn

Es gibt endlich wieder News von Twitter Blue – und ratet mal: Ja, die Haken sehen bald schon wieder anders aus! Außerdem können sich Unternehmen nun verifizieren. Also: Eventuell. So genau weiß das Twitter auch noch nicht. Und eigentlich sprechen wir vor allem über die Zukunft von Mastodon – weil wir nämlich Idealisten sind! So! Schöne Woche!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. So haarscharf am Wochenende daran vorbeigeschlittert hier nochmal nochmal live gehen zum aufgezeichnet live gehen zu müssen.

00:16 Gavin Karlmeier

Ja, und es wurde ja mehrfach jetzt über das Wochenende wurden uns Nachrichten zugetragen mit der Erwähnung, hey Kommt doch mal doch mal wieder am Wochenende rum. Aber wir haben es geschafft, stabil zu bleiben. Es ist nicht direkt ein Vorsatz fürs neue Jahr gewesen, aber. Je länger wir das schaffen, die Wochenenden nicht mit Episoden zu bespielen, umso besser ist es. Wahrscheinlich so ein bisschen für unsere Psychohygiene.

00:38 Dennis Horn

Ja, und desto besser sind die Episoden, die dann stattfinden. Aber warum sagen wir harscharf? wie wir bei Twitter sagen aus Gründen, denn am Freitagabend sind diverse Drittclients zusammengebrochen und hatten keinen Zugriff mehr auf Twitter. Da müssen wir jetzt vielleicht zuerst mal erklären, was das ist für alle, die es nicht kennen, die immer www. twitter. com bei Google eingeben. um dann auf der Website zu landen. Es gibt natürlich die offiziellen Twitter-Apps, die gibt es für das Smartphone, die gibt es auch für den PC, für ein Mac und Es gab aber von Beginn an, oder was heißt von Beginn an, aber so zu Zeiten, zu denen viele noch nicht bei Twitter waren, auch Weitere Clients. Und das hat den Grund, dass solche Plattformen wie Twitter am Anfang durchaus sich öffnen, um zu wachsen. Das heißt, man sagt hier, wir stellen unseren Service bereit. Wir haben auch eine Schnittstelle, die wir Entwicklerinnen und Entwicklern zur Verfügung stellen: eine API, Application Programming Interface. Und auf die kann man dann von außen zugreifen und so eigene Anwendungen dran flanschen. Das gab es auch. Bei Facebook in einem etwas eingeschränkteren Maße.

01:58 Gavin Karlmeier

Tatsächlich, ja.

01:59 Dennis Horn

Ja, diese ganze Cambridge Analytica-Nummer ist ja dadurch auch ins Rollen gekommen, dass da irgendjemand von außen so ein Quiz dann noch so dran geschraubt hat. Und bei Twitter waren das eben diese Clients. Und gerade wenn so eine Plattform noch klein ist und groß werden möchte, macht die das sehr gerne mal, weil je lebendiger das ist so von außen, desto schneller dann auch das Wachstum so in den ersten Jahren.

02:22 Gavin Karlmeier

Klar, und da hängen ja auch so Sachen dran wie Commitment, also EntwicklerInnen, die von außen eigene Apps programmieren, die committen sich der Plattform gegenüber ja so stark, dass sie vermutlich auch länger dranbleiben und auch Weitere Effekte nutzen, dass mehr Publikum angezogen wird, oder mit denen mehr Publikum angezogen wird. Und es kommt natürlich dazu, dass als Twitter angefangen hat, also wir haben das ja schon ein paar Mal erzählt, aber ich habe mich 2008 registriert War Twitter nicht so richtig sexy? Also Twitter hatte natürlich eine gewisse Anziehungskraft wegen seiner Form und wegen des Inhaltes, aber so die reine Optik. Die war jetzt noch nicht so gestaltet, dass man sagen würde, hier fühlt man sich gerade in der Zukunft zu Hause. Und diese Apps haben das so ein bisschen verschleiert, weil dadurch, dass es eben eigene Clients gab, hatte man die Möglichkeit, Apps zu benutzen, die so ein bisschen, naja, ein nettes User-Interface hatten, was Twitter zu dem Zeitpunkt damals noch nicht hatte. Und zum Beispiel Möglichkeit von Mobiltelefonen zu twittern, denn es gab. noch keine offizielle Twitter-App in den ersten Jahren bei Twitter.

03:24 Dennis Horn

So, und sie haben auch die Funktionalität ausgeweitet oder vorangepusht. Also in diesen Apps waren Dinge möglich, die dann in der offiziellen Twitter-App nur mit Verzug erschienen sind. Wir haben hier ja im Podcast auch schon mal drüber gesprochen, dass eigentlich so ganz Twitter, so aus, also wenn man das mal auf den Gründer Jack Dorsey bezieht und und so das Team, das das Twitter dann irgendwie am Anfang groß machen wollte. dass irgendwie Twitter diesen Leuten nur so passiert ist. Ja, also die Hashtags wurden aus der Nutzerschaft erfunden, der Retweet, der kommentierte Retweet, das haben wir ja alles von Hand gemacht damals. Weißt du noch, RT und dann Ads und so weiter.

04:07 Gavin Karlmeier

Und weiterposten.

04:09 Dennis Horn

Und das haben diese Apps dann zum Teil so eingebunden. Das heißt, da ging es nicht nur um, wie schick ist das? Weil mittlerweile würde ich ja fast sagen, hat Twitter manche dieser App in Sachen Schönheit dann doch wieder überholt.

04:23 Gavin Karlmeier

Definitiv, ja.

04:24 Dennis Horn

Mit den offiziellen Apps, sondern da ging es vor allem diesen sehr engagierten Nutzerinnen und Nutzern, die dann diese externen Clients genutzt haben um die Funktionen und es geht denen bis heute, weil zum Beispiel diese Apps gar keine Werbung anzeigen. Also die Werbung, die wir sehen zwischen den normalen Tweets in unseren Timelines bei Twitter und in den offiziellen Twitter-Apps, die taucht eben in diesen Drittclients, wie heißen sie? Twitterfic gehört dazu, aber vor allem Tweetbot, das ist somit das beliebteste, da taucht keine Werbung auf.

04:59 Gavin Karlmeier

Richtig, früher war das Twirl, weiß ich noch, habe ich damals benutzt, Twirl, die war relativ groß. Genau, und da taucht bis heute keine Werbung auf, einfach weil eben diese platzierten, gesponserten Tweets eben über die API nicht mit verteilt werden.

05:10 Dennis Horn

So, und jetzt müssen wir darüber reden, wer diese Apps vor allem genutzt hat. Deswegen bin ich eben auf diese Funktionsgewalt dieser Apps so ein bisschen abgefahren. Das sind nämlich oft Menschen, die wir hier schon Netzgemeinde genannt haben, auch aus anderen Ländern, also so diese Early Twitter-Adopter, die den Dienst eigentlich ein bisschen zu dem gemacht haben. Was er ist, was seine Relevanz angeht. Die greifen super gerne auf diese Drittkleinen zurück. Und ich fand jetzt am Wochenende ganz interessant, was ich bei Daring Fireball gelesen habe. Das ist das Tag-Blog von John Gruber. Finde ich ganz Gutes, Bekanntes. Viele Apple-Themen auch, deswegen gucke ich da ganz gerne rein. Der hat geschrieben in seinem Blog, wenn das Absicht ist, was da jetzt passiert ist, und da müssen wir gleich noch drüber sprechen. Dann ist das wahrscheinlich das Ende meiner regelmäßigen Nutzung von Twitter. Twitters offizieller Client ist schrecklich Seit er nichts anderes ist als eine umbenannte Version von Tweety, den ich noch nicht kannte, aber gut.

06:22 Gavin Karlmeier

Das hat Twitter damals übernommen, diese App, und ihn geschluckt und dann eben als

06:28 Dennis Horn

Das war das. So, und John Gruber schreibt: In den letzten Wochen, während der Musk-Ära, hat sich die First-Party-Erfahrung noch verschlimmert, sowohl in der iOS-App als auch auf der unübersichtlichen App Website. Und ich glaube, das dürfte einigen so gehen. Also keiner kritischen Masse so, aber doch eben diesen engagierten NutzerInnen, diese Clients hatten echt große Fans.

06:51 Gavin Karlmeier

Ich glaube das auf jeden Fall auch, hundertprozentig. Und ich sehe eben genau das Problem, dass diese Leute, die eben eine Sogkraft hatten, eben weil sie, wie du sagst, einflussreiche Tech BloggerInnen waren. Diese SO-Kraft geht natürlich verloren, weil die sagen, ich benutze jetzt nicht eure House-App, weil ich finde die fürchtet, ich finde die nicht angenehm bedienbar. Deswegen finde ich das tatsächlich eine sehr fatale Entscheidung von Twitter. Und wir wissen inzwischen ja, dass es eine Entscheidung ist, diese Clients auszusperren. Weil es eben die Leute aussperrt, von denen sie eigentlich im Umkehrschluss sehr stark profitiert haben. Und was tatsächlich die Motivation ja ist, ist vermutlich eben genau diese Werbefreiheit. Und mal wieder, und das haben wir ja auch schon ein paar Mal gesagt, Mal wieder steht einfach nur wirklich das Dollarzeichen als einziges Argument auf dem Papier.

07:43 Dennis Horn

Vielleicht kommen wir gleich nochmal dazu, weil ich habe Eine etwas andere, eine etwas andere Wette würde ich eingehen. Also ob das wirklich so ein großer Fehler ist aus der diesem Komplex, den du gerade benannt hast, aber lass erstmal darüber sprechen, ob das jetzt oder was nun dahinter steckt. Also man hat gerätselt zuerst, weil es gab keinerlei Kommunikation. Die Nutzerinnen und Nutzer haben es einfach gemerkt, in dem diese Apps und Dienste ihnen eine Fehlermeldung ausgespuckt haben, die dafür sprach, dass da irgendwie die Verbindung eingeschlafen ist, da hat man am Freitagabend dann noch gedacht, naja, das vielleicht ist das ein Fehler. Wir erwarten ja gerade auch so ein paar Glitches zwischendurch. Und dann hat The Information übers Wochenende geschrieben. und sich auf einen Ingenieur, einen Entwickler bei Twitter bezogen, dass die Sperre beabsichtigt ist. Es gibt immer noch keine Stellungnahme. Elon Musk hat immer noch nicht drüber getwittert. Also Die Hintergründe bleiben unklar, aber es gibt natürlich Spekulationen. Und die Spekulation Nummer eins ist der Punkt, den wir eben schon angesprochen haben, nämlich dass diese Drittclients keine Werbung ausspielen.

09:02 Gavin Karlmeier

Ja, definitiv. Also ich finde vor allem spannend dazu noch als kleine Randnotiz, dass eine der meistgenutzten DrittApps, gar keine DrittApp mehr ist, nämlich TweetDeck. TweetDeck gehört ja seit auch schon etlichen Jahren zu Twitter.

09:17 Dennis Horn

Übrigens ein ganz hervorragender Dienst, den ich nach wie vor gerne nutze. In so professionellen Szenarien. Also ich habe jetzt gestern Abend, wenn ihr diesen Podcast hört, habe ich als Tatort getwittert Das ist mein heimlicher Nebenaccount, den ich doch noch nutze. Und also immer in solchen Momenten TweetDeck. Wie selbstverständlich.

09:40 Gavin Karlmeier

Definitiv, hundertprozentig. Und TweetDeck war damals auch eine Drittplattform oder eine Dritt-App. Die es ermöglicht hat, eben mehrere Timelines und Spalten nebeneinander zu pflegen und in Echtzeit aktualisiert zu bekommen Und die wurde irgendwann von Twitter übernommen und seitdem nicht mehr so richtig weiterentwickelt. Es gibt allerdings ein neues Tree-Deck, das aber noch nicht ausgerollt wird. Es gibt die Möglichkeit, ich habe das Gefühl, ich habe das schon mal erzählt, aber es gibt die Möglichkeit, durch ein Cookie, das man sich setzen kann, in dieses neue Tweet hineinzuschauen. Und das sieht dann tatsächlich sehr anders aus, weil das sind dann tatsächlich nur noch viele twitter. com Startseiten nebeneinander, die man entsprechend anpassen kann. Dafür hat man da drin aber tatsächlich Werbeplatzierungen Und es gab da, und deswegen finde ich diese Herleitung zu sagen, offenbar hat es was mit dieser Werbefreiheit in der API zu tun Ähm, da ganz interessant zu sagen, dass letztes Jahr im April, 2022 im April, schon so ein Raunen durch die Medienmagazine ging. Und die Tech Blocks, weil gemutmaß wurde, dass TweetDeck wohl kostenpflichtig werden könnte, um einen Anreiz für das damalige Twitter Blue, das noch nichts mit einem blauen Haken zu tun hatte, aber dafür auch nur 3 Dollar im Monat gekostet hat. um Anreize zu setzen, dieses Twitter Blue zu abonnieren. Dazu ist nicht gekommen, wie wir inzwischen wissen. Tweetek ist immer noch umsonst, aber wir haben auch immer noch keinen Zugriff aufs neue Tweetag. Und ich könnte mir ehrlicherweise auch vorstellen, dass wir noch erleben, dass Tweetek auch einfach eingestellt wird. Das würde mich tatsächlich nicht wundern. Aber da finde ich tatsächlich diesen diesen Zusammenhang eben auf die Werbefreiheit doch relativ klar.

11:17 Dennis Horn

Da würde die Frage auch dranhängen Wie Twitter gedenkt in Zukunft, was Twitter Blue oder eine Bezahlpflicht angeht, wie Twitter gedenkt da in Zukunft mit Unternehmen? Organisationen umzugehen. Da kommen wir später nochmal zu. Da kommen wir noch zu. Denn auch da gibt es interessante Nachrichten. Also die Frage, was mit TweetDech passiert, ist, ähm Tatsächlich interessant, aber das ist nun mal ein Dienst, der mittlerweile Twitter gehört. Deswegen irgendwie eine Unternehmensentscheidung Wenn wir nochmal kurz auf diese Drittanbieter-Apps zurückkommen, das war ja auch nicht immer eine leichte Beziehung, die die hatten zu Twitter. Also, ich habe eben so ein bisschen erzählt: gerade wenn man groß werden möchte. Am Anfang so als Plattform, dann greift man natürlich sehr gerne zurück und dann irgendwann ist Twitter ja hingegangen und hat diese API wieder ein bisschen dichter gemacht. Ein bisschen aus denselben Gründen, warum Elon Musk so darauf schielt, weil das eben auch ein Kostenfaktor ist, wenn externe Dienste diese Werbung nicht mit einblenden. So, das heißt, es kam immer schon mal wieder vor, dass so der Zugriff so ein bisschen eingeschränkt wurde, aber er wurde nie komplett blockiert. Also Twitter wollte schon die Leute zu den offiziellen Clients leiten, aber die letzte Zeit, so hatte ich das zumindest wahrgenommen, bevor Elon Musk den Laden jetzt übernommen hat, hat sich die Beziehung so zu diesen externen Anbietern dann doch auch schon wieder ein bisschen verbessert. Also da wurde es ruhiger drum. Um diese Diskussion, naja, und jetzt eben das. Und ich, also interessant finde ich, dass ich zum Beispiel die Tweetbot mache. Also gerade Tweetbot finde ich so, die Eigentlich beliebteste dieser Dritt-Apps, das ist zumindest so meine Wahrnehmung, so in meiner Crowd. Ja, würde ich aber zustimmen, ja. Und die positionieren sich jetzt gerade damit, dass sie einen eigenen Client entwickeln für Mastodon. Ivory wird der heißen. Ist in der Entwicklung und auf der Website von Tweetbot heißt es eine brandneue App, die zehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung der Preisgekündeten ist. Grünten Twitter-App Tweetbot mitbringt. Die Werbung auf der Website. Ivory ist gerade in der Early Access Phase. Also man kann da irgendwie mitmachen, wenn man sich bereit erklärt.

13:46 Gavin Karlmeier

Den ganzen Spaß mitzutragen, dass auch mal was nicht funktioniert gerade.

13:50 Dennis Horn

So. Ja, und jetzt gibt es nur noch so einzelne Dritt Drittclients, die mit Twitter noch weiter funktionieren. Also Tim Pritlov, bekannter Podcaster, den ich auch so in diese. Sorte von, wir nutzen hier nur die externen und wichtige Twitterer einsortieren würde. Der hat geschrieben, dass ähm Noch ähm Aviary funktioniert. Reicht Tweetbot nicht das Wasser, aber immer noch besser als die Twitter-App selbst. Den kannte ich nicht. So und dann In der Diskussion darunter haben einzelne Nutzer noch geschrieben, Twitteric für Mac, also die Mac OS-App funktioniert noch von Twitteric und Phoenix. Also zum Teil so Namen, die mir noch nicht mal was sagen.

14:42 Gavin Karlmeier

Ja, geht mir auch so. Und wahrscheinlich sind das einfach auch so kleine, kleine Player, dass die fürs Twitter-Team nicht ganz so interessant sind abzuschalten. Da ging es wahrscheinlich tatsächlich zunächst erstmal um die ganz Großen, die halt wirklich vermutlich relevante Anteile ihrer Community bespielen. Ich finde das, was du mit der Mastodon-App gerade erzählt hast, tatsächlich sehr, sehr spannend, weil wir ja immer wieder darüber gesprochen haben, dass Mastodon eben genau dieses. . Problem hat in unseren Augen, dass der Einstieg so kompliziert ist, dass es eine gewisse in seiner Ästhetik eine gewisse Retro-Charme hat, den man mögen muss. Und ich glaube, dass wenn jetzt eine coole, hippe App kommt, die das Ganze schnell, einfach, easy, zugänglich aufbaut, dass das den Zugang zu Mastodon vereinfachen kann und das auch dazu führen kann, dass viel mehr Menschen das benutzen wollen. Ja.

15:38 Dennis Horn

Also ja, nee, bitte. Da können wir direkt rüber hoppeln zu Mastodon. Ich wollte nur noch einmal, ich habe eben gesagt, ich möchte deiner These widersprechen, dass es ganz schlimm ist, was da mit diesen Drittparty-Apps passiert. Ich glaube nicht Wir haben ja öfter schon mal darüber gesprochen, dass wir das alle so gern hätten, aber wir sind eben genau diese Leute einer verhältnismäßig kleinen Nutzerschaft, wenn man das mal so ins Verhältnis zu anderen Plattformen auch einfach stellt. Wir sind genau diese Leute, die Twitter vielleicht zu dem gemacht haben, was es ist, aber mit dieser Art der Nutzung. Und dem, worauf wir so Wert legen und achten, einfach nicht der breiten Masse entsprechen, an die sich Elon Musk jetzt eher richten möchte Und das ist eine Wette. Bekommt er die überhaupt mit allem, was passiert, jetzt zu Twitter? So, da haben wir ja auch schon mal öfter drüber gesprochen. Aber ich glaube einfach, die Leute, die jetzt lauth, sich beschweren darüber. When this in irgendeiner form erfolgreich is, what Elon Musk da macht am Ende, was wir auch noch nicht wissen, so dann sind Einfach dieser Typ von Nutzerinnen und Nutzer, da sagt der doch, geht zurück in eure Newsgroups, oder?

16:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde dir zustimmen, aber vor allem, weil ich glaube, dass es nur ein halber Widerspruch ist zu dem, was ich gesagt habe. Weil ich Ich stimme natürlich zu. Wir sind einfach ARD-Mitarbeiter, ne? Alle haben recht.

17:01 Dennis Horn

Entschuldige.

17:02 Gavin Karlmeier

Nee, ich glaube, es stimmt natürlich, was du sagst. Ich glaube, diese Leute sind Elon Musk egal. Ich glaube, die Leute haben auch mit der breiten Masse nichts zu tun. Was ich aber glaube, ist, dass diese Leute Durchaus eine Sugkraft haben könnten. Also Marquesse Brown Lee, ein ziemlich bekannter Te-YouTuber, ist total begeisterter Tweetbot-Nutzer und schreibt auch immer darüber, dass er eben nicht die offiziellen Twitter-Apps benutzt. So ein Mensch, wenn der jetzt gerade auch einen schlechten Tag hat und sagt, naja, dann war es das für mich, wenn ich meine App nicht mehr benutzen kann, der hat eine gewisse gewisse Ausstrahlung, die natürlich dazu führen kann, dass andere Menschen sagen, wenn der da nicht mehr stattfindet, dann Komme ich da auch nicht mehr hin. Und das kann dazu führen, dass es eben für die breite Masse doch ein bisschen uninteressanter werden könnte. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen, dass sich alle Leute jetzt abmelden, weil der YouTuber, den sie so mögen, nichts mehr schreibt. Aber das sind immer wieder so kleine, kleine Beinungen. An denen gesägt wird und das auch immer wieder. Und ich halte das für so vermeidbare vermeidbare Fehler, weil ich auch nicht glaube, dass der Umsatzverlust, der mit diesen Leuten einhergeht, dass der so wahnsinnig groß ist. Weil wenn das wirklich so ein kleiner Anteil der Community ist, dann sind das auch nicht die Leute, die das Gros der Werbeeinnahmen generieren.

18:16 Dennis Horn

Also wir gucken da weiter drauf. Und wen wir vielleicht nicht vergessen an dieser Stelle, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Unternehmen, die hinter diesen dritt. Clients auch stecken. Es ist natürlich jetzt auch krass zu sehen, wie ohne Kommunikation von einem auf den anderen Moment. denen da der Saft abgedreht wird und die wahrscheinlich auch selbst in arge Bedrängnis kommen, deshalb und wie diese Abhängigkeitsmechanismen hier aussehen.

18:46 Gavin Karlmeier

Ja, stimme ich dir zu. Ich glaube, es ist natürlich immer auch eine Art von Wette, wenn du ein Business darauf aufbaust, dass du eine eine Dritt-Party-App baust, würde ich mal behaupten, weil du immer da weißt, du hängst an dem Nabel eines Players, der jederzeit sagen könnte, wir lassen das jetzt. Also es hätte ja auch ohne den Elon Musk-Kauf passieren können. Wir erinnern uns an FaithStar, eine wahnsinnig beliebte Plattform, bei der man damals schauen konnte, welche Tweets eigentlich die beliebtesten sind, und die vermutlich auch eine der größten Existenzgrundlagen für Seiten wie Twitter-Perlen war. Die wurde relativ schnell, ich glaube, mit einem Monatvorlauf oder so einfach abgeschaltet. Und da die so groß war, könnte ich mir auch durchaus vorstellen, dass auch da Menschen in wirtschaftlicher Abhängigkeit gestanden haben. Ich glaube, das ist ein Risiko, dass man eingehen muss, wenn man nur eine dritte. Party-App baut und eben kein First-Party-Modell. Aber du hast natürlich recht, dass diese Existenzen da dranhängen, scheint Twitter an dem Punkt vollkommen egal zu sein.

19:45 Dennis Horn

Jetzt kommen wir, wie versprochen, zum optischen Twitter von 2008, nämlich Mastodon. Ich sehe jetzt schon wieder. Ärger in meinem Menschen.

19:56 Gavin Karlmeier

Du bist schon wieder so auf Krawall. Zum Wochenanfang, typisch Montag.

19:59 Dennis Horn

So, aber deine These eben war: wir machen Mastodon schöner. Tony Stubblebein, kennst du den?

20:05 Gavin Karlmeier

Nee, aber ich bin total gespannt, wer das ist.

20:07 Dennis Horn

Tony Stabbelbun ist der CEO von Medium. Manche nennen ihn auch Coach Tony. Und Coach Tony hat erklärt, in einem Medium-Artikel, wie es sich gehört, dass diese Plattform Die er selbst übrigens eine Plattform an Zuhause für mittellange Texte im Internet nennt, in diesem Artikel. Medium startet jetzt eine eigene Mastodon-Instanz. Mi. dm ist deren Adresse Um, schreibt er, unseren AutorInnen, Publikationen und LeserInnen zu helfen, an Zuhause im Fediversum zu finden. Mastodon sei eine aufstrebende Kraft für das Gute in den sozialen Medien und wir sind begeistert, dieser Gemeinschaft beizutreten. So, und jetzt, ähm, also die eigene, sagen wir mal, Strategie beschreibt er so: Medium als Zuhause für mittellange Texte im Internet und jetzt das kleine Medium Mi. dmedium wird das ja dann auch. Interessant. Ausgesprochen, diese Domain. Die Kurzform jetzt für kurze Texte. So, und MiDM Soll eine Instanz für viele Menschen sein, ähm, eine wertvolle Heimatbasis im Vidiversum, schreibt er. Und da kommen wir jetzt so langsam dazu, wie sich so Zwischeninstanzen aufbauen, größere Anbieter. die vielleicht jetzt so zu einem Einstiegspunkt in Mastodon werden, weil sie es offenbar schaffen, das einfacher zu machen und die Zugänglichkeit zu erhöhen. Und ich finde ganz interessant, was er jetzt schreibt in seinem Artikel. Erst einmal, ihr könnt uns alle folgen, medium slash medium. Und Sie würden jetzt damit beginnen, ausgewählte Autorenpublikationen von Medium einzuladen. Dann einen Account auf dieser Instanz zu bekommen, außerdem werden die in Kürze, und das finde ich super spannend Alle unsere Medium-Autoren und Leser und Autorinnen und Leserinnen natürlich als zusätzlichen Service im Rahmen unserer Mitgliedschaft bei Medium bei Mastodon einladen. Wir arbeiten an einer Option zur Anmeldung bei Medium, die den Einstieg in Mastodon erleichtern wird und es Ihnen ermöglicht, Menschen und Themen zu finden, die ihren Interessen entsprechen. So, was halten wir davon? Das ist doch super spannend.

22:46 Gavin Karlmeier

Das ist super spannend, vor allem wenn man das von diesem, wenn man da mal so ein bisschen die die Marketingformulierung mal raus, wie sagt man, subtrahiert, ja, und sich anschaut, was übrig bleibt, dann könnte es bedeuten, dass Medium eine Plattform, die ein sehr modernes, sehr schickes User-Interface hat, die einen sehr guten Editor hat, die sehr sehr einfach in der Bedienbarkeit ist, dass diese Plattform jetzt in der Lage sein wird, als Mastodon-Client zu fungieren im Browser. Wenn ich die Möglichkeit habe, direkt aus Medium heraus einen Tröd zu veröffentlichen, dann dann ist das erstmal attraktiv für mich, weil ich, ähm, wenn ich jetzt sonst das Problem mit der, mit der Optik der Plattform habe, das hier nicht mehr habe. Plus, wenn ich jemand bin, der viele Texte auf Medium eben generell schreibt, dann wird plötzlich für mich jetzt hier eine neue Welt aufgenommen. macht. So ein bisschen wie, ich muss den Vergleich leider nochmal ziehen, du bist Studie VZ-Nutzerin oder Nutzer und plötzlich gibt es den Plauderkasten. Also da kommt einfach diese Welt hinzu, die du bislang eben nicht bespielt hast. Du wirst wahrscheinlich schon mal von Twitter gehört haben oder auch dich damit auseinandergesetzt haben, aber das rutscht jetzt an dich heran. Und ich finde, das ist ein ganz. kann ganz toll Schule machen, wenn das nämlich auch andere Plattformen für sich so erkennen und sagen, wir binden Mastodon und das Vidiversum als einen Teil unseres Angebotes ein und ermöglichen unsere NutzerInnen . kurze Gedanken da drin zu platzieren. Also ich finde das als als Schablone, als Blaupause finde ich das super spannend.

24:20 Dennis Horn

So, und jetzt, also, das setzen wir jetzt nochmal ein bisschen weiter fort, weil ich gehe mit deiner These absolut mit. Und ich glaube, es wird sehr spannend, was daraus jetzt wird. Also erstmal ist ähm, wie heißt das Tony Stubbleburn. Coach Tony ist erstmal so ein bisschen wie nennt Coach Tony das Humble? Also der schreibt jetzt erstmal, also Wir sind uns bewusst, ne? Wir treten hier in einem bestehenden Ökosystem bei, da sind schon neun Millionen Menschen und die haben Community-Normen, die vor allem damit zu tun haben, diese. Toxizität, schreibt er, rauszuhalten, die es auf anderen Social Media Plattformen gibt. Und deswegen will er auch noch nicht allen Medienmitgliedern den Zugang ermöglichen. Wir müssen das Fandiagramm klären, schreibt er. Das das Beste von Medium und das Beste von Mastodon darstellt. Wir haben überlappende Ansichten über gesunde Gemeinschaftsnormen und ich denke, wir werden sehr gut zusammenpassen. Also erstmal, da roppt er sich so langsam ran und macht erstmal gute Laune. So, aber dann kommt sein letzter Punkt, von dem er schreibt, was passieren wird. Weil so viele Mastodon-Instanzen zur Auswahl stehen im Moment, planen wir. Dass mi. dmedium von Anfang an einige wichtige Vorteile bietet. Eine zuverlässige Infrastruktur und Moderation, einen kurzen Domainnamen, um das Teilen des Benutzernamens zu vereinfachen, einen besseren Einstieg für neue Nutzer und einen interessanten lokalen Feed. So, und jetzt sage ich dir und bring jetzt deine Nummer hier noch weiter voran, die du gerade hier geformt hast. Da kommen jetzt als nächstes so Player wie Google und machen genau das Gleiche. Und über diese bisher bestehende Welt aus verschiedenen Instanzen und schön föderiert und alles dezentral und so weiter. Legt sich jetzt ein neues Layer von größeren Anbietern und Plattformen die es schaffen werden, Medium in seinem, wie man es so fühlt und gerne hat und so weiter, äh, Medium, ähm, Mastodon, zu verdrängen Und das neue Ding zu werden. So, und diese Entwicklung, und übrigens, natürlich wird es am Ende passieren, dass die ARD, weil sie es immer noch nicht geschafft hat. Ein bisschen interne Kritik, irgendwo muss ich sie platzieren, weil sie es immer noch nicht geschafft hat, ihre eigenen Plattformgedanken sich zu machen. Von dieser Entwicklung, die jetzt mit Medium hier in Gang kommt, und die nächsten kommen auch noch. Wieder überholt zu werden, das wird schon wieder nichts. Aber anderes Thema. So. Und das wird zu einer Gefahr dann auch für Twitter.

27:05 Gavin Karlmeier

Ja, würde es.

27:06 Dennis Horn

Und das würde ich im Moment für die größte Gefahr halten.

27:09 Gavin Karlmeier

Also ich kann das, also das ist natürlich ein bisschen der Best Case, weil das bedeuten würde, dass sich ganz viele große Unternehmen das Selbstbewusstsein und den Mut nehmen, dass sie sagen Das, was wir als Interpretation von Mastodon als Grundlage anbieten, ist besser als das, was die anderen tun. Und deswegen müssen wir keinen, kein eigene, keine eigene Sandbox bauen, sondern wir bieten etwas, was den Zugriff ins Vidiversum Besser macht als die anderen. Und deswegen bieten wir das jetzt auch an. Wenn das so kommen würde.

27:43 Dennis Horn

Ganz kurz, und sowas haben wir schon erlebt. Das nennt sich World Wide Web. Es wäre ja auch nichts anderes als ein dezentrales Ding und jeder macht seine Website und so weiter. Und dann legt sich dieses Layer drüber an sozialen Netzwerken und Plattformen. Genau, das ist ja das Layer, das Plattform-Layer. Und die Leute ziehen sich in diese Silos zurück. So, und natürlich gibt es immer noch irgendwelche Websites von Tim Britlove und so. Und es sind aber immer diese kleine, engagierte Char von Menschen, die das alles blicken und denen das nicht zu kryptisch und zu technisch und zu maschinensprachlich ist, die das machen, aber die große kritische Masse Um die geht es hier.

28:20 Gavin Karlmeier

Genau, und also wenn das so kommt, ich fände es, das wäre für mich der Beste Outcome, den wir jetzt. . gerade aus dieser Situation haben, weil das bedeuten würde, dass nicht alle wieder eigenes Süppchen kochen, dass sich jetzt nicht irgendein Unternehmen überlegt, wie bauen wir denn jetzt Twitter nach Sondern wir schaffen hier eine Antwort darauf, warum die Übernahme von Twitter durch einen extrem reichen Menschen so problematisch war, dass wir jetzt verhindern wollen, dass das genauso nochmal wieder passieren könnte. Weil das würde das ja bedeuten. Also man würde sich quasi darauf einigen, wir benutzen jetzt alle gemeinsam einen Standard und bieten viele verschiedene Zugänge, die unterschiedlich aussehen und wo auch unterschiedliche Interessen natürlich drinstecken, aber das. Ist dann quasi legitim für alle.

29:03 Dennis Horn

Na, das ist die optimistische Blickweise darauf. Die pessimistische ist, da kommen jetzt wieder die großen Player und Walzen alles. Klein und es bleiben nur ein paar kleine Orte drumherum für uns übrig, die noch irgendwie einigermaßen unabhängig sind. Ich glaube, es gibt auch Leute, die sehen das durchaus pessimistisch.

29:24 Gavin Karlmeier

Kann ich verstehen, solange es aber in einer freien, frei zugänglichen Vidiversum-Struktur funktionieren würde. Würde das ja bedeuten, ob du jetzt über die Google-Instanz oder über die Medium-Instanz oder über Ströte-Café kommst, spielt am Ende keine Rolle. Es unterscheidet sich vielleicht etwas in deiner Nutzungserfahrung. Aber du hast die gleiche Möglichkeit, den gleichen Content zu konsumieren und die gleichen Reichweiten zu erzielen. Würde es ja bedeuten. Und das ist erstmal eine in jedem Fall positivere Entwicklung als die bisherige, dass irgendwelche Einzelunternehmen geschlossene Welten bauen.

30:04 Dennis Horn

Auch aus dieser Diskussion heraus ist die Frage recht interessant, wie Twitter in Zukunft mit Unternehmen umgehen wird. So, und jetzt hat Twitter for Business. Ähm der der Account, äh, gepostet, M, dass sie soon, bald's Die Verification for Organizations launchen werden, formerly known as Blue for Business. So, und ab heute kann man sich dafür bewerben, für den Early Access. Man kann sich für die Waitlist bewerben. So, und wenn ich jetzt mal auf diese Seite gehe, business twitter. com und ein paar Unterseiten, so da kann man sich bewerben Get on the wait list for verification for organizations.

30:54 Gavin Karlmeier

Man kann ja mal ganz kurz sagen, was es bedeuten würde. Also, das bedeutet in erster Linie, wenn ihr ein verifiziertes Unternehmen auf Twitter seid Dann formt sich euer Profil plötzlich viereckig. Wo diese Entwicklung herkommt, weiß man nicht so genau. Ihr bekommt, awesome, interesting. Ihr bekommt einen goldenen Haken. Und die Möglichkeit, Unteraccounts zu verknüpfen. Da hatten wir oder hatte ich in einer Episode kurz vor Weihnachten schon mal so ein bisschen einen Ausblick drauf gegeben, dass es eben die Möglichkeit gibt, wenn du zum Beispiel Tesla bist, da kann man das schon sehen. Tesla Asia haben einen eigenen Account, dann ist hinter dem goldenen Haken auch noch ein kleines Tesla-Logo, was eigentlich das Profilbild des Mutterprofils ist, nämlich Tesla. Und somit gezeigt werden kann, diese Profile sind miteinander verknüpft. Das kann total interessant sein, wenn man zum Beispiel ein Unternehmen ist, das viel auf Branding seiner MitarbeiterInnen setzt und diese Leute eben in die Öffentlichkeit lässt und die sich dann damit brüsten können, dass sie zu diesem Unternehmen gehören. Das bedeutet erstmal, ein verifiziertes Unternehmen zu sein.

32:00 Dennis Horn

So, und jetzt kann ich mich hier eintragen, um auf die Warteliste zu kommen. Name meiner Organisation, das bisherige Twitter-Handle, E-Mail-Adresse, mein Name. Website der Organisation, Land, wie groß ist die Organisation? Muss ich so eingeben, 1 bis 10, 11 bis 50 Mitarbeiter und so weiter. Und expected number of affiliated accounts. Also genau das, was du gerade beschrieben hast, ne? Wie viele zugeordnete Accounts erwarte ich, die soll es geben? Und das war es schon. Das muss ich eingeben, um auf diese Warteliste zu kommen. Und dann muss ich da unten noch eine Box anklicken. Und wenn ich sie anklicke, sage ich damit, ich habe die. Terms and Conditions gelesen und stimme Ihnen zu. Dann kann ich read the terms and conditions hier und das sind Terms of Waitlist Participation. Und da finde ich sehr spannend, was da drin steht. Da steht zum Beispiel, dass sich Unternehmen jetzt bewerben können für diesen frühen Zugriff auf Verification for Organizations und wer sich dafür qualifiziert, der kommt auf die Warteliste. Und bekommt dann irgendwann eine Einladung, diesen Account zu aktivieren. Und nirgendwo in diesen Terms auch ist die Rede von Kosten für diese Verifikation. Und das finde ich doch sehr spannend. Weil wir uns ja immer wieder darum unterhalten haben, wer wird hier eigentlich zur Kasse gebeten, eben auch noch bei TweetDeck. So, das heißt, wenn da jetzt keine Kosten anfallen, ist es doch eigentlich dasselbe wie immer. Ist doch jetzt wieder eine Möglichkeit, die Verifikation über ein Online-Formular zu beantragen. Oder? Ist das nicht wie früher?

33:43 Gavin Karlmeier

Ja, total. Es ähm, das könnte man so lesen. Es steht aber auch nicht drin, dass es kostenlos ist. Also es kann natürlich durchaus sein, dass jetzt erstmal geschaut wird, wer bewegt sich da eigentlich, wer es da interessiert und dann wird so nach einem Slack Modell gesagt, also Also für jeden Account, den ihr verknüpfen wollt, zahlt ihr bitte 5 Dollar im Monat. Ich halte beides nicht für ausgeschlossen, aber jetzt nach jetzigem Stand sieht das tatsächlich so aus, als würde es. . Nichts kosten und wäre genau so, wie das auch immer war.

34:14 Dennis Horn

Also unter dieser Prämisse müssen wir uns dann nochmal anders unsere Gedanken über die Zukunft von TweetDeck machen, aber das ist wahrscheinlich nur ein Nebenaspekt. Ich finde, um dieses Thema abzuschließen, ich finde sehr schön in diesen Terms of Waitlist Participation den letzten Absatz.

34:32 Gavin Karlmeier

Den lese ich mal kurz vor.

34:35 Dennis Horn

Bitte notieren Sie sich, dass das hier keine Art, das muss ich auf Englisch machen, sonst ist es so ein Juristenenglisch. Please note that this does not constitute an express or implied promise that Twitter will fully or successfully launch a verification for organizations program. Ihr könnt euch hier anmelden, aber ob wir das machen und ob es erfolgreich wird und was das eigentlich alles soll, keine Ahnung. Bitte merken.

35:03 Gavin Karlmeier

Und was ist das eigentlich für? Also, ich weiß nicht, ob das muss ja irgendjemand geschrieben haben. Und dieser Mensch muss ja entweder wahnsinnig viel Humor haben oder muss ich gedacht haben, ich schreibe das jetzt da rein, das wird Elon E kassieren. Weil am Ende steht er ja, also wenn man es mal verkürzt drin. Lord, you wish to know what we ankle, and why it's not erfolgrey. neuen Entwicklungen um die Ecke gekommen ist, um eben kein Quatsch zu veröffentlichen.

35:38 Dennis Horn

Das ist die juristische Ausdrucksweise von diesem Tweet von Elon Musk: Wir werden in den kommenden Monaten auch viele dumme Dinge machen. Genau. Die Juristenversion dieses Tweets. Na gut. Ich kann ganz kurz noch eine Kleinigkeit hinzufügen.

35:53 Gavin Karlmeier

Es ist wirklich eine Kleinrandnotiz, aber es gab ja die Kritik, dass für Menschen, die unter Farbsehschwäche leiden, diese neue Regelung der blauen, goldenen und grauen Accounts eigentlich keine funktionierende ist, weil die alle drei gleich aussehen, wenn man keine Farben sieht. Und da gibt es jetzt um, also ich füge das nur hinzu, weil es so wahnsinnig klassisch ist. Äh, die Badges werden schon wieder verändert, nämlich werden die goldenen jetzt ein bisschen zackiger sein und die Grauen für Government und Regierungsorganisationen werden abgerundete Ecken haben, sodass man eine Möglichkeit hat, die zu unterscheiden. Als hätte da in der Vergangenheit niemand darüber nachgedacht, dass wenn die einzige Unterscheidung die Farben sind, dass es vielleicht Menschen gibt, die das nicht sehen können.

36:46 Dennis Horn

Ja, gut. Also Kleinigkeiten dieser Art haben wir beide noch ein bisschen, die wir vielleicht noch aufsammeln. Ich habe hier noch. Die Ankündigung von also Vorsicht mit Ankündigungen von Elon Musk, aber deswegen machen wir das hinten raus. Twitter wird den Code veröffentlichen für die Tweet-Recommendations. Also welche Tweets werden empfohlen? Ja, was ist der Algorithmus dahinter? Das würde veröffentlicht werden. No later than next month. Transparenz sorgt für Vertrauen, schreibt er. So und Was er auch veröffentlichen will, make account Tweet Status Visible. Das habe ich nicht ganz verstanden inhaltlich, was er da will.

37:36 Gavin Karlmeier

Also das hatte ja, da haben wir, glaube ich, schon ganz vor Monaten, nee, so lange machen wir es noch gar nicht, aber vor Wochen schon mal drüber gesprochen, dass es diese Ankündigung gab, ist. Es geht da um diese Kategorisierung im Backend, ob du zum Beispiel in gewisser Weise geblacklistet bist oder ob man dich in Suchen nicht findet oder sowas, dass du die Möglichkeit. . Ja, genau, richtig. Und genau diese, das war damals schon angekündigt, dass das kommen soll, hat man natürlich zwischendurch vergessen. Ich glaube, wenn wir uns nochmal die Mühe machen würden, alle alten Episoden durchzuhören und die Ankündigungen rauszuschreiben, dann würden wir noch auf einige Sachen stoßen. Ähm, ja, das wird wahrscheinlich kommen und vermutlich wird da immer nur der Status seines Profils ist okay, grüner Daumen hoch und viel mehr Informationen werden da nicht stehen.

38:24 Dennis Horn

Auf einige Sachen stoßen, die wir uns eigentlich mal auf Wiedervorlage legen müssten. Wir haben doch auch gehört, dass hier dieser Suchguy, dieser Apple-Hacker, den er sich eingekauft hat. Der hatte doch auch nur irgendwie zehn oder zwölf Tage, um die Suche zu verbessern.

38:38 Gavin Karlmeier

Der ist dann wieder weg. Ach, der ist wieder weg. Der ist wieder weg. Der arbeitet schon nicht mehr bei Twitter.

38:44 Dennis Horn

Ja, okay.

38:45 Gavin Karlmeier

Der hat zu seinem Abschied noch einen Twitter-Space zusammen mit Elon Musk gehabt. Und die haben sich so ein bisschen darüber unterhalten. Und das war einer dieser Spaces, über die wir hier auch gesprochen haben, oder ich. Weiß ich gerade gar nicht. Wo er relativ transparent darüber gesprochen hat, dass Twitter eben eigentlich Konkurs bedroht ist und im nächsten Jahr oder in diesem Jahr jetzt gewinnbringend werden muss. Wo die ganzen Zahlen offengelegt wurden. Das war der Space, der quasi die Verabschiedung von genau diesem Apple Hacker war.

39:12 Dennis Horn

Oh boy. Okay, alles klar, das hatte ich nicht mitbekommen. Und du hast noch hier irgendwie, du siehst auch nur noch Mist in deinem Feed, ne?

39:19 Gavin Karlmeier

Ja, und zwar wissen wir ja jetzt auch schon, ähm dass die neue For You-Page kommt, dass du per Default, wenn du Twitter aufmachst, eine Empfehlungsalgorithmengetriebene Startseite bekommst. Übrigens ganz kurz dazu noch, wenn dieser Code veröffentlicht wird, das klingt natürlich wie ein tolles Versprechen, dass der Empfehlungsalgorithmus Code veröffentlicht wird. Was damit aber natürlich nicht veröffentlicht wird, ist die Art und Weise, in welcher Gewichtung der Algorithmus arbeitet und welche Informationen von dir bereits erhoben wurden. Das heißt, du weißt dann zwar, welche Punkte eventuell mit reinspielen in deine algorithmische Vorauswahl, wenn sich jemand die Mühe macht und den dann auch wirklich komplett zerfasert mal. Aber du weißt nicht, was von dem, was ich eigentlich in der Vergangenheit gemacht habe, wirkt sich eigentlich darauf aus, weil du willst ja keinen Zugriff auf die Datenbanken bekommen und einen also Es endet ja an einem Punkt, diese Transparenz, trotzdem. Also es fühlt sich viel, viel größer an, als es eigentlich ist.

40:15 Dennis Horn

Also, ich bin gespannt, ob es am Ende überhaupt Code sein wird oder ob das nicht eine Beschreibung des Codes sein wird. Und dann sind wir auf einem ähnlichen Transparenzniveau, wie sich Facebook ja auch bewegt. Da ist ja irgendwann ein Schluss. Deswegen, da glaube ich erst dran, wenn ich sehe.

40:29 Gavin Karlmeier

Genau, aber zurück zu meiner Timeline. Es wird ja gerade ausgerollt, dass eben, wie gesagt, du per Default eine Empfehlung-Timeline bekommst und mit einem Wisch nach rechts. Siehst du dann eine Timeline, die nur noch aus den Menschen besteht, den du folgst? . Das ist ein Unterschied zum bisherigen Status, wo du eben eine entweder algorithmisch sortierte Timeline, der Inhalte bekommst von Menschen, denen du folgst, plus kleine Empfehlungen dazwischen oder eben eine chronologisch sortierte. Bei mir ist es jetzt gerade so, dass ich dieses Rollout hat mich noch nicht erreicht. Ich habe immer noch die alten beiden Möglichkeiten. But have yet shown I de facto not this for you page. Also, over yet tweet that I see women Und wenn ich auf den Urheber, die Streets klicke, oder die Urheberin, dann folge ich dieser Person auch nicht. Das heißt, meine Timeline ist gerade wenn ich sie algorithmisch sortiert habe, nicht brauchbar. Und das macht es wahnsinnig anstrengend für mich, Twitter zu benutzen.

41:27 Dennis Horn

Noch anstrengender. Ja, das war mal das, was ich zeitweise auch hatte. Ich hatte dann die Möglichkeit, wieder umzustellen auf die neuesten und das hat auch funktioniert. Aber diese für-dich-Timeline fand ich absolut unbrauchbar, weil es alles nur Empfehlungen waren. So ein bisschen das. Perdon zu dem, was ich unter der Lupe in Insta sehe.

41:47 Gavin Karlmeier

Genau.

41:49 Dennis Horn

Kompletter Müll.

41:51 Gavin Karlmeier

Und in der TikTok-Welt funktioniert das natürlich. Wir haben da eine ganz lange Episode drüber gemacht, wo wir auch beide uns in Rage geredet haben. Aber in der TikTok-Welt funktioniert das natürlich, weil das eine Plattform ist, bei der der Absender nicht ganz so wichtig ist. wie bei Twitter, wo ich mir sehr genau zusammenstelle, wem ich eigentlich folge und warum. Und ich, wenn das das neue Twitter wird, holy moly, ich könnte mir vorstellen, dass da wirklich viel. Sturm entsteht.

42:16 Dennis Horn

Vielleicht besitzt irgendwann ja mal jemand Twitter, der Twitter auch versteht. Bisher war das nie der Fall.

42:22 Gavin Karlmeier

Das ist leider richtig, ja.

42:25 Dennis Horn

Na gut.

42:26 Gavin Karlmeier

Okay.

42:27 Dennis Horn

Dann sind wir für heute durch, 40 Minuten voll gemacht und das sollte für die, wir haben ja mal Beschwerden bekommen, wenn wir dann nur irgendwie gut zehn Minuten haben, weil das gemacht haben. Weil dann reicht das für die Gassi-Runde mit dem Hund nicht mehr.

42:40 Gavin Karlmeier

Richtig, hab ich auch gehört.

42:41 Dennis Horn

Das war heute eine lange Gassi-Runde und morgen gucken wir mal neu.

42:44 Gavin Karlmeier

Schöne Woche.

42:45 Dennis Horn

Bis dann. Tschüss. Werbung

42:49 Gavin Karlmeier

Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt. Doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf Nordleier.

43:20 Dennis Horn

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