Der Staatsstreich kommt per Kontoauszug – Elon Musk hat jetzt Zugriff auf alle Zahlungen, die das Finanzministerium auslöst – und damit auch direkte Einblicke in die Geschäfte seiner Konkurrenzunternehmen mit Regierungsverträgen. Na Prost.
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Lorenz.
00:08 Lorenz Meyer
Hallo Gavin.
00:09 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Lorenz Meier. Medienkritiker, Autor, Internet-Urgestein, Computer-Urgestein auch. Und für alle Leute, die letzte Woche Hagnann gehört haben, kein Unbekannter. Und all die häufige Haken dann hören auch nicht. Lorenz hatte sich das letzte Mal beschwert, dass er solange nicht mehr hier war, dann habe ich gesagt, naja, kommst du direkt zweimal, da ist er.
00:28 Lorenz Meyer
Hallo Lorenz. Hallo Gabby. Ja, es war natürlich nicht ernst gemeint und schon bin ich in diese Falle getan.
00:34 Gavin Karlmeier
Ich verstehe keine Ironie.
00:38 Lorenz Meyer
Ja, wie schön, wie schön, dass wir wieder zusammen sind, auch wenn die Anlässe weniger schön sind.
00:44 Gavin Karlmeier
Ja, so ist das wohl, ne? Es ist auch ein bisschen, das muss ich gleich dazu sagen, heute so eine sehr maskige Folge. Und auch ein bisschen, wir haben ein bisschen US-Politik heute dabei. Wir haben ja in der Vergangenheit immer mal wieder mehr versucht, stärker auf die ganzen Social Media Aspekte zu schauen. Aber Auch das muss man ja dazu sagen, nicht die TechBros, nicht wir haben uns entschieden, mehr über Politik zu reden, sondern die Tech Bros haben sich überlegt, stärker in die Politik zu gehen und deswegen müssen wir das leider hier mit abdecken. Vor allem, weil der Blick auf Elon Musk ja auch so ein bisschen Motivation war, überhaupt mit diesem Podcast anzufangen. Da konnte damals ja noch keiner ahnen, dass Elon Musk irgendwann ein Department of Government Efficiency starten wird. Das ist Doge. Ja, und die haben an diesem Wochenende, so scheint es, ein bisschen doller die Arbeit aufgenommen, als es bislang der Fall war. Es gibt nämlich jetzt ein paar Geschichten genau um dieses Doge-Ministerium herum. Was ganz gut passt dazu, dass Tesla im Jahr 2024 in den USA null Dollar Einkommensteuer bezahlt hat. Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob man wirklich die Ausgaben der Regierung reduzieren muss oder ob man sich nicht lieber mal darum kümmert, faire Einnahmen zu generieren.
01:50 Lorenz Meyer
Ja, das wäre tatsächlich mal bedenkenswert. Auch 0 Dollar, ist es in Prozent ausgedrückt? Ist das, glaube ich, auch ein niedriger Prozent?
01:57 Gavin Karlmeier
Das ist ein relativ niedriger Prozent. Lorenz Meyer, Medienkritiker und Mathematiker. Betriebswirt. Schnell mal überschlagen. Ja, so ist es. Also ich möchte mit dir gerne anfangen über die Geschichte, die am gestrigen Sonntag, glaube ich, durch die Welt gegangen ist. Und zwar. Also wir sind sonntags morgens aufgewacht mit der Eilmeldung von manchen Medien, dass Elon Musk Zugriff auf das Zahlungsverkehrssystems des Finanzministeriums bekommt. Nach eigener Aussage. um zu überprüfen, welche Ausgaben im Moment so vom Staat geleistet werden. Also über dieses Zahlungssystem wird ein Betrag, ich habe es irgendwo aufgeschrieben, von 6 Billionen Dollar getätigt. Das ist eine relativ große Summe. Wie viele Nullen hat eine Billion?
02:47 Lorenz Meyer
Das weiß unsere Discord-Gruppe, unsere Discord-Schattenredaktion weiß.
02:51 Gavin Karlmeier
Ja, eine Eins mit zwölf Nullen. Ich kürze das hier mal ab. Zwölf Nullen. Und da eine 6 vorne vor. Und darüber werden eben alle möglichen Dinge bezahlt. Also zum Beispiel eben auch, ich habe hier irgendwo eine Liste auch, das ist so viel heute. Also Sozialversicherungs- und Medikare-Leistungen, Zuschüsse, Zahlungen an staatliche Auftragnehmer, einschließlich solche, die mit Musks eigenem Unternehmen konkurrieren. Das schreibt jedenfalls der Senator Ron Wyden. Das ist der Senator aus Oregon von den Demokraten. Und er sagt, ich kann mir keinen guten Grund vorstellen, warum politische Akteure, die eine eklatante Missachtung des Gesetzes an den Tag gelegt haben, Zugang zu diesen sensiblen unternehmenskritischen Systemen benötigen. Ja, das die Frage würde ich jetzt mal gebe ich mal an dich weiter, Lorenz.
03:38 Lorenz Meyer
Ja, es ist unglaublich. Also diese staatlichen Zahlungssysteme an private Wirtschaftsakteure zu übergeben, das ist natürlich eine saugefährliche Vermischung. von staatlicher und privater Macht, wenn so ein Milliardär auf einmal direkten Einfluss auf öffentliche Gelder erhält. Ich finde es ja auch nochmal, cover wie es zustande gekommen ist. So ein hochrangiger Beamter soll sich ja wohl noch ganz tapfer gewehrt haben. Der hat sich wohl diesem Zugriff erst widersetzt und Dann haben sie ihn beurlaubt und dann ist er irgendwie freiwillig in Ruhestand getreten.
04:17 Gavin Karlmeier
Genau, David Leberck heißt der. Das ist ein Beamter. Ein Beamter im Finanzministerium, also der zukünftige neue Finanzminister Scott Bessent, der hat Vertretern des Doge Zugang zum Bundeszahlungssystem gewährt am Wochenende. Das ist aber passiert, weil eben im Finanzministerium lange diskutiert wurde, ob Musk und sein Team dafür Zugang bekommen oder nicht. Und es gab einen Patt. Also es gab genauso viele Leute, die dafür waren wie dagegen. Und in diesem Zuge hat man sich dann gedacht, oh David Leberick, der wollte ja eh gerade Urlaub machen und der muss doch eigentlich eh schon in Rente gehen. Und dann hat man den einfach aus dem Weg geräumt, damit gab es plötzlich eine ungerade Anzahl an Leuten. Das ist so absurd. Das ist Ja, die, wie sie selber sagt, die älteste Demokratie des Westens, die verhält sich gerade so.
05:06 Lorenz Meyer
Ja, also Man braucht es ja eigentlich nicht nochmal erklären, aber ich sage es trotzdem mal. Das ist natürlich ein massiver Interessenskonflikt, weil Musk als Unternehmer kann jetzt also Einblick in Zahlungen an konkurrierende Firmen erhalten. Und jetzt kann er potenziell Einfluss auf, ich weiß nicht, auf Sozialleistungen und andere staatliche Ausgaben nehmen. Ja, also das ist. . Spätkapitalismus, ne? Also wo die Grenzen zwischen Staat und Privatwirtschaft verschwimmen und und die demokratische Kontrolle diffundiert, wegdifundiert und durch so plutokratische Strukturen jetzt ersetzt wird. Also das ist ein Staatsstreich, der da jetzt gerade statt.
05:49 Gavin Karlmeier
Genau so muss man das sagen. Also das ist ja, also jetzt mal, wir können ja mal kurz deutsche Verhältnisse drauflegen, damit wir ein Gefühl dafür kriegen. Auch in Deutschland ist das Finanzministerium eins der mächtigsten Ministerien. Die haben Zum einen sind die, die den Haushalt vorschlagen, die damit also, wir erinnern uns an den ganzen Streit mit Christian Lindner um die Haushaltsfrage, wie bauen wir jetzt eigentlich diesen Haushalt auf. Die komplette Regierungsarbeit und die Arbeitsfähigkeit der Regierung hängt davon ab, dass dieser Haushalt so aufgestellt ist, dass er funktioniert, weil eben das ganze Geld darüber verteilt wird. Das Finanzministerium in Deutschland hat aber zum Beispiel auch eine eigene Art der Polizei, nämlich den Zoll. Das heißt, die können nicht nur Gesetze machen, sondern können sie im Zweifel auch noch schützen oder ausführen. Das ist eine wahnsinnige Macht. So, jetzt hast du mit der USA aber auch noch einen Haushalt, der nochmal ungleich größer ist als der in Deutschland. Und mit Elon Musk auch noch eine Person, um da auch nochmal dieses Gewicht reinzugeben. Ich sag's mal so, wir hatten damals alle ein schlechtes Gefühl, als Musk Twitter gekauft hat, weil er plötzlich Zugriff auf unsere Privatnachrichten hätte bekommen können. Jetzt müssen wir darüber sprechen, dass Elon Musk offenbar gerade, wir nehmen das hier am Sonntagabend auf, wahrscheinlich irgendwo in irgendeinem Raum, irgendwo in Marago sitzt oder in Washington DC, in seinem kleinen Backsteinhäuschen, 100 Meter vom Weißen Haus entfernt und scrollt gerade durch Excel-Tabellen, vermutlich auch seiner Feinde. Weil ich würde schon davon ausgehen, dass, oder es ist eine Unterstellung, das sage ich dazu. Aber wir müssen davon ausgehen, dass Elon Musk den Zugriff auf diese Daten eben nicht nur nutzt, um die dienstlichen Zwecke damit zu verfolgen. Also wir können auch davon ausgehen, dass er sich auch mal anschaut, wer da eigentlich alle Sozialleistungen bezogen hat in den letzten Jahren.
07:26 Lorenz Meyer
Absolut, und er hat ja mit Grog hat er ja eine mächtige KI auf seiner Seite. Ihr könnt auch Deep Seek nutzen oder irgendeine beliebige andere. Aber Spaß beiseite. Ja, man möchte sich gar nicht vorstellen, was da jetzt halt auch per KI möglich ist, in Windeseile große Datenmengen auszuwerten.
07:48 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Und um das nochmal, um noch ein bisschen weiter Dinge dran zu ziehen, also darüber werden eben auch die staatlichen Zahlungen gewährleistet. Und jetzt gibt es ja durchaus auch Behörden in den USA, die Elon Musk möglicherweise nicht so. uneingeschränkt supporten wie andere Behörden oder der Präsident zum Beispiel, wie zum Beispiel die FAA, das ist die Federal Aviation Administration, also die Bundesluftfahrtbehörde, würde man sagen. Und Elon Musk und Michael Whitaker, das war der Leiter von denen, die haben sich verkracht miteinander, was dazu geführt hat, dass Musk Whitaker öffentlich zum Rücktritt aufgeführt hat. Und das ist jetzt genauso passiert. Also er hat genau jetzt seinen Rücktritt angekündigt, wahrscheinlich, weil er sich mit dem Machtapparat, der an Elon Musk dranhängt, es sich eben nicht verscherzen wollte. Das Interessante ist aber, dass die FAA auch die Behörde ist, die beispielsweise Starlink Bußgelder gegen Starlink erhoben hatte, weil Starlink keine Sicherheitsdaten ihrer Satelliten vorgelegt haben. Die FAA wird auch wahnsinnig interessant sein, wenn es um so Dinge geht wie SpaceX, die von dieser Behörde reguliert werden. Das heißt, da war ein Typ dem Weg, der einfach nur seine Arbeit gemacht hat, weil er gesagt hat. Also wenn ihr Satelliten hochschickt, brauchen wir Sicherheitsprotokolle von euch. Elon Musk hat sich mit dem angelegt und der Typ hat, also Michael Whitaker hat daraufhin gesagt, okay, diesen. . Kampf kann ich nicht gewinnen, also trete ich zurück. Und das ist natürlich crazy. Also, der war ein Jahr im Amt erst und wurde auch jetzt schon ersetzt durch Chris Rockolo, der wird der neue FAA-Administrator. Der von Donald Trump installiert wurde. Man muss dazu sagen, der ist jetzt nicht zweifelsohne ein Typ aus Team Trump, so. Das ist zumindest nicht das, was meine Recherchen so gezeigt haben, sondern Michael Rocolo arbeitet auch schon lange in der FAA, seit 2000. und hat eben, nee Entschuldigung, seit 2005, war auch dort schon Büroleiter, Stabschef, hat also schon sehr viele Posten dort, hochkarätige Posten belegt. Das heißt, er ist jetzt nicht zwangsläufig, das ist jetzt nicht so eine Besetzung wie Robert F. Kennedy als Gesundheitsminister. Aber trotzdem, die ganze Geschichte stinkt natürlich zum Himmel.
09:54 Lorenz Meyer
Ja, es ist grauenhaft. Und alle deutschen Politiker, die sich das zum Vorbild nehmen, also die sollten wirklich Jetzt, also spätestens jetzt irgendwie in sich gehen und sich davon distanzieren von diesen neoliberalen Äußerungen. Es ist einfach grauenhaft. Es findet ein Staatsstreich statt. Hast du das gesehen, dass er Lego und Nestle verklagen will?
10:23 Gavin Karlmeier
Ja, da kommen wir gleich natürlich auch noch zu. Ja, na klar. Also auch das, also du hast gerade auf allen Ebenen spielt Mask gerade seine Schachpartien. Ähm, und es ist jetzt tatsächlich, wir sind an dem Punkt, an dem dieser Mann alle diese Macht, die man ihm immer wieder so unterstellt hat oder befürchtet hat, dass er die hat, dass er die ausspielt. Also durch dieses Effizienzministerium hat er jetzt Wie gesagt, Zugriff auf alle Finanzdaten des Staates, der USA. Er schläft im selben Bett wie Donald Trump quasi. Das ist metaphorisch gemeint. Ähm, wenn er eine Behörde hat, die ihn reguliert hat, muss er nur mit seinem Säbel rasseln und sagen, dieser Typ hier ist ein Problem für mich, plötzlich muss er zurücktreten. Im Finanzministerium das gleiche, da ist jemand zurückgetreten, weil Mask eben nicht einfach walten und schalten konnte. Der Mann ist gerade. Gerade, ich will nicht sagen, er ist Schattenpräsident, aber er hat eine unglaubliche Macht und er hat unglaubliche Einblicke und er wird gerade dadurch noch viel gefährlicher, als er das ohnehin nicht schon gewesen wäre die ganze Zeit.
11:20 Lorenz Meyer
Ja, genau. Und das Game ist ein ganz anderes als bei der ersten Legislaturperiode, wo wir noch eine Menge Konservative hatten, die aber irgendwie noch die Sache so ein bisschen eingebremst haben an der einen oder anderen Stelle. Und wo dann Trump auch beschäftigt war, sich dann von diesen ganzen Leuten dann zu lösen, das hat dann eben halt auch die vier Jahre gebraucht, irgendwie sich mit allen Leuten zu verkrachen. Aber jetzt hat er diesen absolut ähm enthemmten Mask an seiner Seite und ja, es ist also einfach brandgefährlich. Ich meine, auf die heutigen politischen Meldungen, das braucht er nur einen Halbsatz zu sagen, aber er gibt keine Ruhe mit Grönland, er will Grönland haben. Mit Kanada und Mexiko zettelt er diese Zollkriege an. Also er ist jetzt überall in Rauflust. Sie wollen wirklich, es ist wirklich so eine Blutdorst. Ich glaube, sie wollen es jetzt wirklich wissen. Es ist ein Krieg. Es ist wirklich ein Krieg.
12:30 Gavin Karlmeier
Ja, die Frage ist so ein bisschen, wer da gegen wen kämpft, ehrlicherweise. Also ist es nur die Reichen und Trump und seine Magerbewegung. gegen alle, die nicht ihrer Meinung sind, ist es ein Kampf, der eher auf der Ebene America first, also wir haben ja auch über die Zölle, haben wir jetzt müssen wir glaube ich auch nicht so Deutsch sprechen, aber er hat Zölle erhoben, äh, gegenüber China, gegenüber Mexiko, gegenüber Über Kanada. Also man schottet sich ab, die Isolationspolitik, die in der ersten Legislatur schon durchgeschimmert ist, die wird jetzt hier innerhalb von zwei Wochen irgendwie wieder installiert. Es ist wirklich, also Leute, ich weiß. Wir haben Montagmorgen, ihr hört es hier auf dem Weg zur Arbeit und wir kommen hier direkt mit so einem, mit so einem Zeug. Aber irgendjemand muss darüber das mal sammeln. Wir machen das gerne, aber es ist jetzt nicht zwangsläufig. Man muss keine Vergnügungssteuer zahlen, wie meine Mutter gesagt hätte.
13:26 Lorenz Meyer
Das stimmt. Ja, zu Grönland. Jetzt muss ich doch was Politisches noch sagen. Ja, bitte. Diese Grünland-Sache, ich lese da jetzt die Kommentare und die grönländische Außenministerin oder die dänische Außenministerin hat ja sehr stark dagegen. sich ausgesprochen gegen diesen Trump hat ja irgendwie eine Dreiviertelstunde wohl ein sehr aggressives, dominantes Telefongespräch mit Ideen geführt. Aber jetzt ist mir schon mal der Gedanke gekommen, dass die Idee habe ich noch nie gehabt, aber es gibt nur 58. 000 Grönländer Und wenn jetzt Trump sagen würde, also Trump hört ja nicht mit, ich glaube, es ist einer der wenigen, die nicht Haken dran hören, aber das wissen wir nicht. Wir wissen es nicht, genau. Aber wenn Trump jetzt sagen würde Jedem dieser 58. 000 Grönländer, dem gebe ich eine Million Dollar. Wenn ihr zustimmt Bei einer Volksbefragung, sich den Vereinigten Staaten von Amerika anzuschließen. Das wäre ein Volumen von 58 Milliarden Also ein relativer Klacks.
14:30 Gavin Karlmeier
Ungefähr einmal X plus ein bisschen Zusatz.
14:33 Lorenz Meyer
Ja, genau. Und dann würde ich mal die Grönländer sehen. Wenn du denn grönländischer Papi bist mit zwei Papi und Mami und zwei Kinder. Und dann kriegst du 4 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Also da würden ja, glaube ich, ganz, ganz viele Ja sagen. Und ich glaube, mit solchen Trollaktionen, darauf will ich hinaus, das ist ja keine ernsthafte Aktion. Aber ich glaube So eine Trollaktion werden auch noch kommen. Weil dann holt er sich so eine vermeintliche Zustimmung über irgendeine Aktion. Er ist ja der Meister des Deals. Für ihn gibt es ja immer nur Deal machen, Deal Maker. Sein Buch hieß ja auch irgendwie The Art of Deal Making. Und ja, ich habe mir schon überlegt, wenn der den das, warum soll er da nicht 50 Milliarden aussetzen? Und dann nimmt er den Dänen einfach das weg. Und sagt, das ist der Wille des Volkes, ich fahre da jetzt mit meinen Kanonenboden rüber, das ist jetzt einfach so. Also ich bin mal gespannt, was da uns noch alles erwarten wird.
15:35 Gavin Karlmeier
Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Also.
15:39 Lorenz Meyer
Wir können gerne mit Social Media weitermachen.
15:45 Gavin Karlmeier
Ich wollte gerade sagen, ich mag, wie du denkst, aber nee, eigentlich nicht. Eigentlich stimmt das gar nicht. Ja, wenn das passieren sollte, Lorenz, dann kriegst du auch was ab.
16:00 Lorenz Meyer
Von Grönland.
16:02 Gavin Karlmeier
Von Grönland, ja. Kannst du da irgendwie einen kleinen, äh, kannst du eine Fahne da in den Boden schlagen
16:07 Lorenz Meyer
Ja, aber das sind doch diese Trollaktionen, ne? Mit denen wir operieren auch, ne?
16:11 Gavin Karlmeier
Ja, das würde natürlich passen, auszuschließen ist das nicht. Komm, wir machen, wir gehen mal.
16:15 Lorenz Meyer
Ja.
16:16 Gavin Karlmeier
Wir gehen mal zurück zu guten Nachrichten. Nee, auch das nicht. Also es gibt in den USA die sogenannte OPM. Das ist das Office of Personal Management. Und das ist die Behörde, die für Personalmanagement auf Bundesebene verantwortlich ist. Also so ein bisschen wie die HR-Abteilung des Regierungsapparates, wenn man so möchte. Und daran angeschlossen sind 2,3 Millionen Beamte. Also 2,3 Millionen Menschen, die eben durch diese Personalabteilung abgedeckt werden. Und wir haben jetzt eine E-Mail bekommen. Von Doge. Und diese E-Mail, die könnte mal gucken, ob die dich an was erinnert. Also in dieser E-Mail stand drin Dass es die Möglichkeit gibt, entweder sofort zu kündigen mit fortlaufender Lohnzahlung. Da haben wir hier, glaube ich, vor ein paar Tagen schon mal darüber gesprochen, mit fortlaufender Lohnzahlung bis September. wenn man das denn möchte. Da drin steht aber auch, dass du jetzt, dass es jetzt Schlafsofas gibt in dieser Abteilung, also in der OPM-Abteilung, so dass man dort die Möglichkeit hat, auch als Mast-Team, das dort eben. sich gerade reinzeckt, rund um die Uhr zu arbeiten. Dass Leute, die dort, also alle, die Beamte sind, nun, wenn sie Ingenieure sind eigentlich oder technische Fähigkeiten haben, dass sie doch diese nachweisen sollten. Ähm und also kurz gesagt, es ist dieselbe E-Mail, die damals Twitter-Mitarbeitende bekommen haben, als Maske übernommen hat, in der gesagt wurde, hey, wollt ihr noch bei Twitter bleiben oder nicht? Klickt auf diesen Link, aber dann wird es extremly hardcore. Genau das gleiche macht er jetzt gerade sozusagen auf Staatsebene mit den Beamten der Vereinigten Staaten von Amerika.
17:49 Lorenz Meyer
Genau, richtig. Ja, das sind diese aggressiven Kostensenkungsmaßnahmen aus der Privatwirtschaft und zwar aus der amerikanischen, freidrehenden Privatschaft. Wirtschaft, die halt komplett die soziale Verantwortung des Staates als Arbeitgeber ja ignorieren. Und ja, der fährt da einfach mit dem Leopard 2 rüber.
18:09 Gavin Karlmeier
Ja, genauso fühlt sich das an, ne? Also vor allem, er hat die OPM besucht. zusammen mit Brian Bjeld von SpaceX, einer aus seinem Team, und Anthony Armstrong. Das ist ein Typ, der ihn beraten und unterstützt hat beim Kauf von Twitter. Also man versucht gerade wirklich diese Geschichten, die Oder den Ablauf des Twitter-Kaufes auf den Regierungsapparat umzulegen. Und jetzt muss man da mal zwei Sachen zu sagen, auch weil das im Wahlkampf immer wieder ja auch so gefordert wird, vor allem von so Von so Leuten, die halt eher aus der Tech-Bubble als aus der Politikbubble kommen. Punkt 1, du kannst einen Staat nicht leiten wie eine Regierung. Äh, wie ein Unternehmen, Entschuldigung. Ein Staat ist kein Unternehmen. Du kannst einen Staat nicht führen wie ein Unternehmen. Das ist nicht dasselbe. Ein Unternehmen hat wirtschaftliche Absichten. Ein Staat hat keine wirtschaftlichen Absichten. Ein Staat hat die Aufgabe Chancengleichheit herzustellen, beispielsweise, oder ein Sozialsystem aufzuspannen, oder Lebensqualität in diesem Land zu gewährleisten, Sicherheit zu gewährleisten. Das sind alles Dinge. Genau. Ganz genau. Und dazu gehört eben auch, dass es nicht kosteneffizient sein muss. Natürlich musst du Ausgaben kontrollieren. Dafür gab es aber schon immer in den USA auch eine Behörde, die das Getan hat. Das, was Maske versucht, ist einfach nur ein Unternehmermindset in eine Welt zu bringen, in der ein Unternehmermindset nur Schaden anrichtet. Das ist, was hier gerade passiert. Und ich finde es so abstrus, dass es auch hier so Leute gibt, die sagen, wir brauchen einfach eine. . Linda hat das ja schon vor einiger Zeit gesagt, ich weiß nicht, ob er es so wiederholen würde, aber trotzdem, er hat gesagt, wir müssen mehr Mask wagen. Er hat sogar gesagt, Mask- und Melee wagen. Ich will einfach nochmal zu Protokoll geben, wie gefährlich sowas ist, dass ein Staat kein Unternehmen ist. Indem Leute, wenn jemand in einem Unternehmen entlassen wird, dann verliert er seinen Job. Wenn jemand vom Staat verlassen wird, dann verliert er vielleicht sein Leben. Das ist keine Verhältnismäßigkeit.
20:12 Lorenz Meyer
Gerade auch in Amerika, wo man, wenn man fällt, dann fällt man halt richtig, denn stürzt man halt richtig. Und an den anderen Stellen werden ja auch alle Sozialausgaben jetzt weggeschlagen, halt mit der Kettensäge weggeflext irgendwie. Ja, das ist. . Einfach dieses Vorgehen, dass das spiegelt eine so finstere, neoliberale Ideologie wider, dass es also wirklich gruselig ist. Das ist gruselig gerade.
20:40 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Wir wissen natürlich überhaupt nicht, was passiert. Jeden Tag kommen neue Meldungen. Aber wir sollten ein bisschen ein Auge auf die Leute haben, die im Moment im Regierungsapparat der USA arbeiten. Wie gesagt, das sind 2,3 Millionen Menschen, das sind ganz schön viele Leute. Die kannst du nicht alle durch Leute austauschen, die auf Linie sind.
21:00 Lorenz Meyer
Ja, und dann, es tut mir auch leid, der Typ, das ist halt auch so eine komische Mischung. Also diese toxische Silicon Valley Arbeitskultur, wenn ich das schon höre mit den Schlafsofas und so. Also Das ist auch wieder Elon Musk, der irgendwie denkt, alles muss irgendwie so ein Start-up sein, wo man 48 Stunden am Tag arbeitet und und sich auf den Boden legt, wenn man mal eine halbe Stunde ein Nickerchen macht und ich weiß nicht, Aufputschpillen zwischendurch einwirft oder so. Und weil man gar keine anderen Verpflichtungen hat, weil man keine Familie hat, weil man irgendwie so ein komischer Solitär ist, so ein Technik-Nerd. Also sowas kann man ja für eine begrenzte Zeit, können das irgendwelche Gründer machen und dann hat das vielleicht sogar noch so eine Gründerromantik. Aber das kannst du nicht einem einem Apparat von hier 2,3 Millionen Beamten, denen du irgendwie die Abfindungs-E-Mail zuschickschickst, die ja eigentlich nur heißen Kündige du, sonst kündigen wir dich, und dann wird es noch teurer für dich. Und dann wird es noch schmerzhafter. Wir haben dich gewarnt
22:12 Gavin Karlmeier
Genau, sie können uns nicht vorher nicht kündigen. Und jetzt um den Einfluss von Masken dann nochmal irgendwie so ein bisschen Als Brücke zu nutzen in das Themenfeld X. Die NTSB, das ist die das National Transportation Safety Board, das ist eine unabhängige Behörde in den USA. die so Unfälle in dem Verkehrswesen aufklärt. Also zum Beispiel Flugzeugabstürze, von denen es gerade zwei große gegeben hat in den USA. Die haben angekündigt, dass ihre komplette Berichterstattung nicht mehr per Mail, nicht mehr per Newsroom, nicht mehr per Pressemitteilung passiert, sondern ausschließlich per X. Sie werden keine Informationen per Mail mehr veröffentlichen, sondern nur noch auf Ihrem X-Account veröffentlichen. So, da kann man jetzt ein bisschen, wenn man mal so in die Glaskugel schauen will, kann man natürlich mal rumspinnen und überlegen, was würde es bedeuten, wenn die komplette Regierungskommunikation nur noch per Ex stattfinden würde. Du würdest damit einen Also du würdest dieses Unternehmen massiv stärken, du würdest viele, viele Leute von dieser Kommunikation auch abschotten, weil sie sich beispielsweise dort nicht anmelden wollen, aus welchen Gründen auch immer, oder alternativ sie dazu zwingen, Ex weiterhin zu benutzen. Das ist eine, ich finde, eine wahnsinnig große Entwicklung, wahnsinnig große Veränderung, die so sich nicht richtig anfühlt.
23:30 Lorenz Meyer
Nein, überhaupt nicht. Also da ist jetzt so viel Dynamik auch nach allen Seiten. Also das ist ja so ein toxisches Mobile gerade, dass man gar nicht weiß, an welcher Stelle zuerst was zusammenstürzt. Also dieses ist wirklich ein seltsam anarchischer Staatsstreich.
23:52 Gavin Karlmeier
Ach, ja, das kann man nicht anders sagen. Jetzt hattest du mir vorher gesagt, du hast Emotionen zu dieser ganzen vielen Männer mit Geld.
24:01 Lorenz Meyer
Ja, genau mir ist halt aufgefallen, so ein paar Gemeinsamkeiten und also Stichwort, also die nennen das ja manchmal Turbokapitalismus, was da gerade stattfindet. Und ich finde das Wort Turbokapitalismus, das finde ich eigentlich noch zu positiv. Also Raubtierkapitalismus finde ich passt als Begriff besser. Und das passt zu dieser neuen Männlichkeitsideologie, die da vorherrscht, der amerikanischen Tech-Elite. Dieser Kult von Stärke und Dominanz, den sie jetzt versuchen ja alle auszustrahlen. Also, das ist so eine ganz seltsame Vermischung von Verschmelzung von diesem Silicon Valley, Kapitalismus, den wir schon immer hatten, so diese Gründer, Mythos. Und Dazu kommt aber dieses Sozialdarwinistische, dieses Survival of the Fittest, dieses das Recht des Stärkeren. Und jetzt kommen wir auf ein ganz witziges Thema, nämlich auf diesen Kampfsport. Das ist ja ganz interessant. Sowohl, also die ganzen Tech-Milliardäre, die finden das ja alle irgendwie toll, wenn man sich gegenseitig auf die Schnauze haut. Und da gibt es ja diesen Kampfsportverband, also da gibt es ja diese Käfigkämpfe. in diesem Oktagon, in diesem Achteck. Und das finden sowohl Trump als auch Zuckerberg und die anderen Tech-Milliardäre finden das ja ganz toll. Und Trump ist ja auch befreundet mit diesem Dana White. Das ist, glaube ich, der Chef. Genau, richtig, genau. Und der ist ja irgendwie Multimillionär geworden mit so einer komischen Mixed Martial Arts Serie. Und ähm Ja, und ich finde dieser Käfig, also dieser Käfigkampf, das ist ja wirklich die perfekte Metapher für diese Vorstellung des unregulierten Marktes, nämlich. Da gehen zwei rein und einer kommt als Sieger raus nach einer halben Stunde. . . Keine Kompromisse, keine Kooperation, einfach nur Dominanz. Und Elon Musk ist dafür so eine Art Paradebeispiel. Seine feindliche Übernahme von Twitter, diese brutalen Massenentlassungen und jetzt sein Vorgehen in den Regierungsbehörden. Also es ist ja überall das gleiche Muster. Diese rücksichtslose Machtausübung wird einfach als Effizienz so umetikettiert. Und interessant finde ich ja auch den Wandel von so einer Figur wie Mark Zuckerberg. Also der war ja einst der Inbegriff des schwächlichen Nerds, sag ich mal. So dieser bleiche, schmächtige Typ, irgendwie, der Nerd. Der inszeniert sich heute ja auch mit MMA-Training. Und neulich war er ja bei Joe Rogan, diesem rechtsdrehenden Podcaster Nummer 1. Und hat sich da inszeniert als so eine Art Silicon Valley-Krieger und hat so ganz komische maskulinistische Sachen. Also der konnte vor Testosteron da kaum sitzen, still sitzen. Und ja, das ist kein Zufall. Ich glaube, das ist Teil so einer bewussten Strategie. Und das hat aber Folgen. Und Trump findet das ja auch ganz toll an diesem Käfigkampf. Der hat ja auch gesagt, er findet das so toll, wenn einfach ein Sieger feststeht nach ein paar Minuten. Ja, und das hat Folgen, nämlich soziale Verantwortung wird halt als Schwäche verspottet. Das finde ich halt ganz schwach und weibisch. Und rücksichtslose Profitgier wird zur Tugend erklärt und ja, Trump verkörpert das in der Politik. Also für ihn, für den ist Demokratie ja ein Kampfsport.
28:04 Gavin Karlmeier
Und wo ein Kompromiss ist, einfach eine Niederlage.
28:08 Lorenz Meyer
Und ja, und am Ende, ich bin auch gleich fertig mit meinem. Ja, doch.
28:13 Gavin Karlmeier
Ich höre dir beim Denken zu, dass ich das gut.
28:15 Lorenz Meyer
Und ja, und Und am Ende ist es aber so, dass sich diese Verachtung für die vermeintlich Schwachen, das richtet sich ja gegen die Fundamente unserer Gesellschaft. Gewerkschaften, soziale Absicherung, Minderheitenschutz. Das wird alles aber als Versagen gebrannt, Markt. Und stattdessen kriegen wir dieses feudalistische System. wo diese kleine Elite von selbst andernten Siegern, sage ich jetzt mal, sich das Recht herausnimmt, über die Verlierer zu herrschen und die nach Kräften zu tyrannisieren. Und ja, deswegen, was wir hier sehen, das ist nichts weniger als ein Angriff auf die Grundwerte der Demokratie. Solidarität, Zusammenarbeit, soziale Gerechtigkeit, das geht halt alles fundamental in die Grütze, weil diese Ideologie zunehmend an Einfluss gewinnt.
29:18 Gavin Karlmeier
Ich will das jetzt nicht noch größer machen, weil wir wären da ja philosophisch, ne? Ja. Weil es auch ein Henne-Ei-Problem wahrscheinlich ist und wir auch die Ursprünge nicht kennen und es wird noch komplizierter. Aber Ich habe sowieso, das ist jetzt ein persönliches Empfinden, das Gefühl, dass dieses sich darum kümmern, wie es anderen Leuten geht im generellen, auch in kleinen Räumen weniger geworden ist, als es noch vor vielleicht 15 Jahren der Fall war Und ich weiß nicht, gibt es dir auch so? Hast du ein ähnliches Empfinden? Oder umgebe ich mich mit den falschen Menschen einfach? So viel Medienbranche einfach.
29:56 Lorenz Meyer
Könnte schon sein, ja.
29:57 Gavin Karlmeier
Also dass die diese Selbstwirksamkeit mittlerweile häufig wichtiger geworden ist als der Aspekt, wie kann ich den Leuten um mir herum gerade ein bisschen die Zeit verbessern oder vielleicht sogar das Leben verbessern? Und wenn du es jetzt ganz groß ziehen willst, ist das ja wahrscheinlich auch ein. eine Frage, die an der Wahlurne wahnsinnig entscheidend ist. Also überlege ich, wähle ich jemanden, der für mich am besten ist? Oder wähle ich jemanden, bei dem ich glaube, dass es für einen größeren Teil der Gesellschaft am besten ist? Und das muss nicht zwangsläufig dieselbe Wahlentscheidung sein. Natürlich, wenn ich jetzt irgendwie wahnsinnig gut situiert bin, Gründer sehr erfolgreich. erfolgreicher Gründer, also auch noch irgendwie in der Wirtschaft unterwegs, selbstständig, dann würde ich wahrscheinlich eine andere Wahlentscheidung treffen, als wenn ich darüber und nur für mich wählen möchte. Als wenn ich darüber nachdenke, dass es viele, viele Leute geht, die deutlich weniger Geld haben als ich selber. Also, weißt du, was ich meine? Die Frage immer jedes Mal bei jeder großen Entscheidung, die man trifft, und vielleicht auch bei jeder kleinen Zu überlegen, mache ich das jetzt gerade für mich oder mache ich das eigentlich für andere Leute? Ich glaube, das hilft manchmal so als kleiner Reality-Check, wenn man so mal in sich geht.
31:13 Lorenz Meyer
Ja, wobei ja das Tragische ist, dass Dass so Leute wie die AfD-Wähler ja größtenteils auch noch gegen ihre eigenen Interessen wählen.
31:23 Gavin Karlmeier
Ja, das ist, glaube ich, nochmal ein anderes Problem. Vielleicht rührt es aus derselben Marschrichtung. Ich habe jetzt tatsächlich gestern. Dann hat der Instagram-Account von Funk, die haben eine Analyse in Auftrag gegeben. Das fand ich ganz interessant. Ich droppe das hier einfach mal. Die haben eine Analyse in Auftrag gegeben. Und zwar haben sie die Anzahl der Fremdwörter, Fachbegriffe und die Satzlänge von Parteiprogrammen. In ein Punktesystem überführt und haben überprüft, welches Parteiprogramm ist eigentlich am leichtesten verständlich. Und da war es so, dass das CDU 10,5 Punkte bekommen hat und damit das am leichtesten verständliche Wahlprogramm Die AfD hat nur 5,1 Punkte bekommen, also damit das am wenigsten verständliche Parteiprogramm. Und ich will nicht, kann nicht zweifelsohne unterstellen. dass das möglicherweise Programm hat und Absicht ist. Aber es ist doch schon auffällig, dass auch die Diskrepanz zwischen das, was WählerInnen eigentlich für sich selber gerne hätten und die Partei, die sie wählen, Dass die bei einer Partei wie der AfD deutlich größer ist als bei mancher anderer Partei und dass das Wahlprogramm dann auch noch schwer verständlich ist. Das ergibt natürlich alles zusammen ein großes Bild. Ich will aber hier nicht verschwörerisch klingen. Aber ich finde das schon auffällig zum Zusammenhang. Und das kannst du nicht mehr so gut sein. natürlich dann, um meine These nochmal aufzugreifen, natürlich auch andersrum betrachten. Wenn es Programm haben sollte, dann würde das auch wieder bedeuten, dass die Leute, die das Parteiprogramm auf den Weg bringen. . Natürlich mit ähnlicher Intention das getan haben, weil sie genau davon wissen, dass sie von Leuten gewählt werden, die nicht wissen, was da drin steht. Also sie denken an sich und nicht an die anderen. Ich bin, glaube ich, nicht der Erste, der jetzt hier die große Ära des Egoismus oder des Narzissmus ausruft. Aber das ist natürlich, passt so ein bisschen zu dem, was du gerade erzählt hast. Dieser Raubtekapitalismus ist vielleicht nicht die Ursache davon, sondern nur ein Symptom davon, weil natürlich Leute mit. . mehr Geld und mehr Möglichkeiten, möglicherweise auch mehr Möglichkeiten nutzen, um sich besser selber um sich zu kümmern.
33:21 Lorenz Meyer
Ach ja.
33:22 Gavin Karlmeier
Ja, kleiner philosophischer Exkurs hier.
33:25 Lorenz Meyer
Ja, große Seufzen.
33:27 Gavin Karlmeier
Ja, kommen wir zurück in die Realowelt. Ich habe gerade eigentlich die Kurve zu Ex genommen. Amazon wird seine Werbeausgaben für X erhöhen und wieder stärker dort werben auf X. Gleichzeitig erwägt sogar Apple auch wieder auf Ex zu werben. so berichtet ist. Zumindest ein Medium, das ich dir jetzt gleich nenne, wenn du darauf, ich glaube, die Wall Street Channel war das. Ja.
33:56 Lorenz Meyer
Ja, und gleichzeitig, also alle legen nach und gleichzeitig verklagt da noch die, das hatten wir vorhin ganz kurz angerissen.
34:05 Gavin Karlmeier
Ja, das ist nämlich genau, das ist nämlich der andere Punkt. Es gibt ja diese Klage die Ex seit einem Jahr immer wieder vor sich hertreibt, gegen die World Federation of Advertisers oder GAM, über die wir hier auch schon gesprochen haben. Die hatten ja ursprünglich mal eine, die haben ja gesagt, wo kann man gut werben, wo kann man nicht gut werben. Brand Safety war da der Begriff. Und Elon Musk hat sowohl die als auch die Unternehmen verklagt, die nicht mehr bei X werben, weil sie ihnen einen angeblichen Boykott unterstellen. Diese Klage, das haben wir hier schon öfter gesprochen. hat in einem normalen Rechtssystem nicht besonders große Erfolgsaussichten. Jetzt ist diese Klage aber in Texas eingereicht worden, bei dem es bekanntermaßen diverse Richter gibt. die auch selber beispielsweise in Tesla investiert sind. Auch darüber haben wir hier schon gesprochen. Also es gibt da Befangenheitsprobleme. Und diese Klage wurde jetzt zum zweiten Mal verändert. und wurde verlängert um weitere Unternehmen, und zwar Nestlé, Lego, Pinterest, Shell, Colgate, Palmolive, Abbott Laboratories. die Arzneimittel herstellen und fordert einen dreifachen Schanz ist er für alle Unternehmen, die illegalerweise nicht auf Ex werfen.
35:11 Lorenz Meyer
Ja, ja. Genau, und das hat ja zwei Seiten. soll, glaube ich, auch einfach abschrecken. Also das hat ja einfach noch, wenn man halt Leute lüncht irgendwie. dann soll das abschrecken.
35:26 Gavin Karlmeier
Ja, wir haben das ja gesehen, dass war das nicht sogar Gahen, die ihre Arbeit daraufhin einstellen mussten, weil eben zur Klage kam. Und es gibt ja die sogenannten Slap-Klagen, die eben kleinere Unternehmen oder auch Einzelpersonen einschüchtern sollen und zingen sollen, im Zuge einer Klage eben klein beizugeben, weil sie eben wissen, okay, da kommt jetzt Elon Musk mit 600 Anwälten und Anwältinnen. und das Riesenunternehmen X und die wollen mich hier kaputt machen und deswegen wegknicken. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob so ein Unternehmen wie Nestlé sich davon so beeindrucken lässt.
36:04 Lorenz Meyer
Tja, naja, oder ob sie pragmatisch, ob sie pragmatisch sind und das dann halt wieder sich sagen, meine Güte, wir. Bestechungsgelder sind ja teilweise von der Steuer absetzbar sogar. Und naja, das sind halt Kosten irgendwie. Ja, also ist wie ein Werbe, zahlen wir aus einem Werbeetat oder irgendwie sowas, ne?
36:33 Gavin Karlmeier
Naja, die könnten halt, also die werden ja, also. Wie gesagt, wir wissen nicht, ob sie dieses Scheidensersatz zahlen müssen, aber die Einschüchterung wäre natürlich in der Form, würde sie natürlich Sinn ergeben, als dass diese Unternehmen dann einfach jetzt wieder anfangen zu werben und damit den Klagebestand verfallen lassen. . . Ähm ich weiß nicht, ob das einem, also ich habe das mit Thorsten ja letzte Woche schon mal, auch vorletzte Woche festgestellt, es ist eh alles allen inzwischen völlig egal. Aber ich finde ja, wenn ein Unternehmen sich erpressen lässt dann macht es das Unternehmen nicht zwangsläufig sexy. Wobei Sexiness ist jetzt bei einem Unternehmen wie Nestlé wahrscheinlich auch nicht auf der Skala der Kategorien.
37:12 Lorenz Meyer
Ja, und wenn es. Wenn es halt alle machen und wir letztendlich, naja, so wie Aldi, hat sich doch auch einschüchtern lassen.
37:20 Gavin Karlmeier
Ja, aber die haben sich von Trump einschüchtern lassen und haben jetzt ihre DEI-Programme, Diversity Equality und Inclusion Programme klammheimlich von der Webseite entfernt.
37:31 Lorenz Meyer
Jawohl, ja.
37:32 Gavin Karlmeier
In den USA aber auch nur.
37:34 Lorenz Meyer
Ja, genau. Naja, es ist schwierig, Leute, Leute zu mobilisieren. Das sehen wir jetzt ja auch. Es ist generell schwierig, Leute zu mobilisieren und wir haben alle so eine. Wir sind alle so dickfällig geworden und wir sind alle gefangen in diesem System, dass wir unsere Klamotten auch nicht so kaufen oder unser Obst und Gemüse gehen wir halt doch auch mal zum Discounter und kaufen es und wissen vielleicht, das ist alles nicht so richtig. Das ist wieder so mit dem, es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Und ich glaube, darauf setzen die.
38:17 Gavin Karlmeier
Das ist heute eine wahnsinnig trostlose Stimmung, mit der wir uns ja heute bewegen.
38:22 Lorenz Meyer
Genau. Hattest du diese New York Times-Meldung gelesen, dass sie 8000 Webseiten von den US-Regierungs Behörden offline genommen haben.
38:30 Gavin Karlmeier
Ja, also ich kann das mal ein bisschen, also an diesem Wochenende hat die Trump-Regierung auch nicht davon das heute. Das kann man nicht heute erzählen. 8000 Webseiten wurden vom Netz genommen. Damit haben Bundesbehörden die Anweisungen von Trump umgesetzt, die DEI-Kampagnen und Gender Ideologie zu entfernen. Dazu gehören zum Beispiel tausend Seiten eines Programms vom Justizministerium gegen Kraft. Gewalt unter Jugendlichen und über Zuschüsse, in denen es um Bekämpfung von Hassverbrechen ging, drei tausend Webseiten des Gesundheitsministeriums, in denen es um chronische Krankheiten ging, Behandlungsrichtlinien für Geschlechtskrankheiten, Informationen über Alzheimer Warnzeichen ging. 2000 Seiten, in denen es um Forschung und Methodik ging, also wissenschaftliche Informationen oder Informationen, die auf wissenschaftlichen Informationen basierten. Mehr als 180 Seiten des Justizministeriums, darunter alle Daten zur Hassverbrechen. Auf Bundesstaatebene sieben Seiten über Hassverbrechen gegen LGBTQ, 150 Seiten über die Substance Abuse, also den Missbrauch von Medikationen oder Drogen. sowie Mental Health Services 50 Pressemitteilungen über die Nutzung der National Disaster Distress Helpline, einer Nummer gegen Kummer würde man glaube ich in Deutschland sagen, nach Schießereien oder Naturkatastrophen. Ich könnte noch stundenlang so weitermachen, die New York Times hat das komplett gesammelt, wie gesagt, 8000 Stück. Gleichzeitig haben sie auch klammheimlich alle Hinweise auf das Programm USAID offline genommen. Also bei X ist der Twitter-Account oder der X-Account nicht mehr erreichbar. Die Website uSAid. gov ist auch weg. USAID war ein Programm für, ich würde glaube ich sagen, internationale Entwicklung, International Development heißt es. Und dabei ging es um Katastrophenhilfe, Stärkung der Zivilgesellschaft in anderen Ländern. Also sie waren tätig in Ländern wie ich, ich habe hier eine Liste. Georgien, Zentralasien, Lateinamerika, in der Ukraine, aber sogar auch in Russland hat die USA gearbeitet. Die Subsahara, Subsahara-Afrika, Asien-Nahosten, Ägypten. Palästinensische Gebiete, Irak, Afghanistan und so weiter und so weiter. Also auf dieses Programm gibt es jetzt auch keine Hinweise mehr, obwohl es dann 1961 eben existiert. Klammer auf hat, Fragezeichen, Klammer zu. Also, sie haben sozusagen an diesem Wochenende Kaltschlag gemacht und alle Hinweise auf die Bestrebungen der USA, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, einfach abgeschafft.
40:56 Lorenz Meyer
Ja, das, genau. Und wenn man bedenkt, der ist jetzt gerade mal, ich weiß nicht, das sind ein paar Wochen, also es ist ja noch nicht lange. Und die fahren da mit dem Bulldozer einfach wirklich quer durch die Landschaft. Und man hatte den Eindruck. vollkommen ja vollkommen rücksichtslos. Also das ist ja in einer Rücksichtslosigkeit, es ist halt alles egal, auch Kollateralschäden. Also das ist jetzt alles super unverschämt und es wird in alle Richtungen wirr losgeballert. Also fast als ob man einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führen wollen würde. Und man kann auf diese 50 Prozent amerikanische Bevölkerung, die den Trump gewählt haben, Man kann natürlich sauer sein auf die, weil die haben wirklich was ganz, ganz Schlechtes und Falsches gemacht, was auch Auswirkungen auf den ganzen Globus hat. Aber. Gleichzeitig habe ich auch Mitleid mit ihnen, weil die werden die ersten sein, die meisten von denen, die selber darunter leiden werden. Die werden ja noch nicht mal profitieren. Profitieren tun wirklich ja nur die Multimillionarios und die Milliardäre. Und ansonsten wird die gesamte Gesellschaft halt implodieren.
42:20 Gavin Karlmeier
So, ja, ich ähm. Wir gehen einfach wirklich optimistisch und freudisch schallend in eine neue Woche. Schauen aber vielleicht nochmal vorher auf Mark Zuckerberg. Da gibt es eine Geschichte, die gefällt mir ehrlicherweise also Die Entstehungsgeschichte dieser Geschichte gefällt mir sehr gut. Also, Mark Zuckerberg hat in einem sogenannten All Hands Meeting. Das sind die Meetings, in denen die Mitarbeitenden eingeladen werden und Mark Zuckerberg erzählt ein bisschen, was sogar die Lage der Nation angeht und vor allem des Unternehmens. Ähm, hatte er angekündigt, zukünftig weniger transparent sein zu können, weil um also er sagt, wir versuchen wirklich offen zu sein und alles sickert durch, was ich sagte, it sucks. Also er regt sich darüber auf, dass alles, was in diesen All Hands-Meetings stattfindet, eben geliebt. wird und an die Medien weitergegeben wird. Auch der Chief Information Security Officer Guy Rosen sagt, wir werden jetzt Maßnahmen ergreifen und Undichtstellen ernst nehmen. Also sie drohen quasi an, Menschen zu entlassen, wenn sie dieser Informationen liegen. Ich finde bis dahin erstmal, also wenn du Geschäftsgeheimnisse verrätst, dann ist das. einen Vertrauensbruch zu deinem Unternehmen, das kann man erstmal alles noch verstehen. . Interessant finde ich aber ehrlicherweise den die Konsequenz, die daraus gezogen wird, dass gesagt wird. Wir müssen deswegen nicht mehr so transparent zu euch sein. Weil die Aussage, die da drin steckt, ist ja, wir bauen hier sehr viele kleine Abteilungen, die nicht mehr wissen, was die anderen Abteilungen machen. Was bei einem Unternehmen wie Meta nicht auf gute Konsequenzen schließen lässt, nicht für nicht darauf schließen lässt, dass man hier wirklich versucht all diese Dinge, ähm, also zum Beispiel wirklich sowas wie Meinungsfreiheit in den Mittelpunkt zu stellen, sondern dass man hier versucht, einfach sich noch näher, äh, sich noch näher an Musk ranzuwanzen und sich zu verhalten, wie Musk es eben auch tut.
44:08 Lorenz Meyer
Ja und eigentlich ist doch das, was wir diesen Unternehmen entgegenbringen, ist ja wirklich eigentlich Vertrauen. Und nun wissen wir eigentlich schon so lange, so vom Bauchgefühl her, dass wir dieses Vertrauen einfach nicht haben können. Aber wie oft soll es uns jetzt noch aufs Butterbrot geschmiert werden? Dass wir denen überhaupt nicht vertrauen können und dass es eventuell ja dass es eventuell sogar unsere Gegner sind.
44:38 Gavin Karlmeier
Ja, also ich, wie gesagt, ich kann verstehen, dass es ein Unmut der Führungsräge gibt, wenn Mitarbeitende interne Mitarbeitender Versammlungen aufnehmen und an JournalistInnen weiterstellen.
44:51 Lorenz Meyer
Ja, das wird wohl immer so sein, genau. Das wird bei jedem Betrieb so sein.
44:54 Gavin Karlmeier
Genau, das passiert überall und es ist normal, dass Leute sich darüber ärgern. Aber auch weil wir das ja auch kennen, also in unserer journalistischen Arbeit, dass sowas passiert einfach, du hörst davon häufiger, es findet einfach statt. Und es ist normal, dass man sich darüber aufregt, dass man sich sogar überlegt, wie kann man das verhindern. Wir erinnern. Uns daran, dass Apple beispielsweise mal, um herauszufinden, wo die undichte Stelle ist, unterschiedlichen Abteilungen unterschiedliche Veröffentlichungszeitpunkte für eine App genannt hat, nämlich für Final Cut fürs iPad. und so herausfinden konnte, in welcher Abteilung die undichte Stelle liegt. So. Das sind alles Methoden, das ist natürlich jetzt, also Wie gesagt, ich bin hier kein Boss und will mich auch nicht schützen vor Bosses stellen. Aber wenn du das Gefühl hast, du kannst deinen Mitarbeitenden nicht mehr vertrauen, ist das erstmal ein Problem. Trotzdem, äh, also, das ist ja kein Whistleblowing hier, sondern man erzählt einfach alles, was so passiert, zum Beispiel, dass Mark Zuckerberg sich darüber ärgert, dass diese Information auch schon wieder nach außen durchgedrungen ist, ist so ein bisschen die Ironie an der ganzen Geschichte. Ich kann das verstehen, ich finde nur den Zeitpunkt und die Konsequenz, die daraus gezogen wird, wirklich bemerkenswert. Also Zuckerberg sagt dir nicht. We can die to Stelle find, so we said, Dann can we hold your all hands meeting in that form mehr machen, weil we can see that it's not drawing. Also, can we use it macht's gut, danke, ciao? That is ja that you say. Zeit, in der das Unternehmen auch Entscheidungen trifft, die das Trump-Team weiß, bevor es die umsetzenden Entwickler wissen, wird jetzt nicht zu mehr Vertrauen zum Unternehmen führen.
46:36 Lorenz Meyer
Ja Genau, also wenn Konzerne versuchen, interne Kritik zu unterdrücken, genau, dann kann ich das verstehen. Aber Transparenz ist halt was anderes. Und es muss. Ach ja, nee, ich hab schon alles gesagt.
46:51 Gavin Karlmeier
Okay. Es gab noch ein paar andere Sachen, die in diesem All-Hands-Meeting erzielt wurden. Auch die sind ehrlicherweise zum Business Insider geleakt worden. Und zwar ging es um die Änderungen der Firmenpolitik. und den Umgang mit TikTok. Also erstmal hat Mark Zuckerberg gesagt, die Leute müssen sich für ein intensives Jahr anschneiden, was so ein bisschen die Meta-Version von Escit Extremely Hardcore ist. Ich glaube, da fehlt noch ein Ist, um den Satz zu beenden. Ist. Und gleichzeitig sagt er, dass man den rasanten Aufstieg von TikTok verschlafen hat. weil man TikTok nicht als Konkurrenz eines oder als soziales Netzwerk angesehen hat. Also man hat gesagt, man sah es als nicht wirklich Social an. Und deswegen hat man das erstmal nicht ernst genommen. Wir sahen es uns an und dachten, oh, das ist ein bisschen mehr wie YouTube, hat Zuckerberg wohl gesagt. Was Wahnsinn ist, weil die ganzen, ganzen Dynamiken um Challenges und Hashtags und sowas bei TikTok von vornherein Wachstumshilfen waren Spieleinschätzung, ja. Ja, absolut. Aber es zeigt, dass die Leute, die soziale Netzwerke betreiben, soziale Netzwerke nicht verstehen. Das haben wir ja auch schon ein paar Mal festgehalten.
48:09 Lorenz Meyer
Und er war ja auch beschäftigt, die Milliarden in diese ganze Virtual 3D Meta Tralala reinzuballern. Da haben sie sich auch verschätzt und haben halt das KI nicht kommen sehen.
48:20 Gavin Karlmeier
Genau, und das haben Meta hat das KI-Game ja ganz gut. mitgespielt, zumindest besser als so manche anderes Unternehmen. Also weil sie inzwischen ein sehr gut performendes Modell haben, mit dem sie irgendwie wahrgenommen werden, weil sie in ihren Apps an jeder Stelle zumindest wenn du nicht in der EU bist, überall KI-Dienste, angeboten bekommst und so. Also sie scheinen da irgendwie mitzugehen. Und Zuckerberg glaubt auch selber, das sagt er nämlich auch in diesem Meeting Dass er glaubt, der nächste Trend etwas wird etwas sein, dass Dinge sind, die entweder von der KI produziert werden können, oder Dinge, bei denen es so ist, dass man einen KI-Agenten hat und einfach anfangen kann, mit ihm zu sprechen. Also seine Vorstellung einer ist der Zukunft von Social Media ist, dass man eigentlich Bots red mit Bots, um es kurz zu sagen. Er sagt aber auch, wenn wir nicht in der Lage sind, Facebook und die nächste Plattform gleichzeitig aufzubauen, dann ist das Spiel irgendwann vorbei.
49:18 Lorenz Meyer
Tja, meine Güte, ja, wenn er mir da lauter Taylor Swiftbots anbietet, mit denen ich dann einfach nur so quatschen kann. Da fehlt mir jetzt auch so ein bisschen der gesellschaftliche Mehrwert, aber das ist natürlich auch nicht seine Aufgabe.
49:33 Gavin Karlmeier
Den gesellschaftlichen Mehrwert für dich zu herzustellen. Ja, das sieht eher anders, glaube ich. Und Meta, das wird gerade so gerüchteweise, sagen zumindest Wall Street-Analysten, diskutiert. überlegt wohl, die Headquarters nach Texas zu verlegen.
49:54 Lorenz Meyer
Ach, jetzt auch die Headquarters. Vorher hatte er schon die Trust and Safety Teams sind bereits in Texas.
50:02 Gavin Karlmeier
Das hätte natürlich für Meta einige. für Meta einige Vorteile, nicht für die Leute, die dort arbeiten und auch nicht für alle anderen. Eben wegen des Gerichtsstandes Texas und damit die Möglichkeiten, auch dort eben von diesen sehr tech-affinen Richtern zu profitieren.
50:18 Lorenz Meyer
Ja, vielleicht ist es ja auch kleine Verschwörungstheorie. Man hat ja schon ein paar Mal gesagt, dass eventuell Kalifornien sich abspalten könnte. Jetzt natürlich. Ja, genau. Ja, also es gab es gibt ja so Überlegungen. Und ja, das wäre natürlich. Naja, alles, was Kalifornien schadet, freut sicherlich Trump.
50:43 Gavin Karlmeier
Kann man Kalifornien nicht gegen Grönland tauschen? Dass Kalifornien zu Dänemark gehört, das wäre doch gemacht.
50:48 Lorenz Meyer
Ja, genau. Und Elgoland bin ich ja dafür, gegen Mallorca zu tauschen. Die Spanier könnten doch Helgoland viel besser gebrauchen und wir können Mallorca viel besser gebrauchen.
50:58 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das sind Menschen in Spanien anders, aber kannst du ja mal vorschlagen einfach. Helgolander, das ist auch so eine spannende Geschichte, ne? Ich glaube, das ist ein tolles Rabbit-Haul für so einen verregneten Sonntag.
51:12 Lorenz Meyer
Ja, Helgolander Hakis meldet euch.
51:15 Gavin Karlmeier
Montags schon an Sonntag schon an Sonntag denken. Das geht nur bei Haken dran. Ich habe noch eine letzte Meldung. Die ist leider eine Nullmeldung, weil die Pressemitteilung nicht viel hergibt. Aber wie angekündigt, haben die. die großen Unternehmen YouTube, LinkedIn, Microsoft, Meta, Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und X sowie nationale Behörden Den DSA-Stressstest mit Blick auf die Wahl durchgeführt. Wie gesagt, die Pressemitteilung der EU gibt da nicht so richtig viele Informationen her, aber X hat an diesem Stresstest teilgenommen. Das wissen wir schon mal und das ist, finde ich, daran die große News.
51:51 Lorenz Meyer
Okay.
51:52 Gavin Karlmeier
Okay, und damit sehr dichte, zur vollgepackte Folge. Wie gehen wir jetzt mit guter Laune in diese Woche, Lorenz? Ich hab was. Ich habe Samstag Geburtstag. Das ist was, oder?
52:06 Lorenz Meyer
Okay, ich bin gespannt.
52:09 Gavin Karlmeier
Ich auch.
52:12 Lorenz Meyer
Geburtstag ist du Geburtstag, genau. Ja, da müssen wir uns alle was überlegen für dich, ne?
52:16 Gavin Karlmeier
Nee, bitte nicht. Überlegt mir, vielleicht kriegt er eine gute Nachrichtenlage für Montag hin. Das wäre doch was.
52:21 Lorenz Meyer
Ich hab ja seine Privatadresse und ich werde die nachher mal in den Discord stellen.
52:25 Gavin Karlmeier
Stimmt, du hast wirklich meine Privatadresse gemacht.
52:28 Lorenz Meyer
Ja, ich habe die schon wieder gelöscht, irgendwie ich das letzten aufheben sollen.
52:33 Gavin Karlmeier
Naja. Naja, hier geht es auf jeden Fall weiter am Mittwoch. Dann mit einem kleinen Deep Dive-Thematisch mit Bob Blume, dem Netzlehrer. Wir schauen mal wieder so ein bisschen auf den Stand des Internets für junge Menschen. Das haben wir nämlich länger nicht gemacht. Und dir, lieber Lorenz, bleibt mir nur zu danken, einen schönen Wochenstart zu wünschen.
52:54 Speaker 3
Allen, die bis hierhin zugehört haben, auch einen schönen Wochenstart. Habt keine schlechte Laune, lasst euch von den Nachrichten nicht ärgern. Alles wird gut. Prima, dem schließe ich mich an. Vielen Dank. Danke