Wie eng sind die Maschen zwischen Musk, Trump und Putin? Eine neue ZDF-Doku zeigt: Es gab womöglich eine enge Einflussnahme russischer Agenten auf amerikanische Techmilliardäre.
Außerdem zeichnet der Prozess zwischen der FTC und Meta das Bild eines zerrissenen Unternehmen: Wo will Meta hin? Und was erwarten wir, wo Meta hingeht?
➡️ Wir brauchen eure Hilfe! Für unseren re:publica-Talk könnt ihr hier ein paar Fragen beantworten: https://tally.so/r/3NgjjQ
➡️ Die ZDF-Doku “Putins Helfer": https://www.zdf.de/video/dokus/zdfzeit-106/putins-helfer-100
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Einleitung und Sommerstimmung
02:57 Das große Social Media-Duell!
06:05 Elon Musk und die russischen Agenten
12:07 EU-Gelder für Elon Musk
14:56 X, Pakistan und Indien
20:40 Der Prozess zwischen FTC und Meta
36:58 Google will Pinterest Konkurrenz machen
52:09 Apple und LGBTQI
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na, es ist Sommer? Es ist richtig, Sommer. Ich habe eine kurze Hose an für die, die diese Folge bei YouTube sehen. Was?
00:16 Dennis Horn
Beine. Was? Bist du nicht fünf Jahre durchs Internet gelaufen und hast gesagt, kurze Hosen sind würdelos? Ja. Gut, ich habe auch eine kurze Hose an.
00:26 Gavin Karlmeier
Du hast vor einem Deutschland-Trikort.
00:29 Dennis Horn
Ich wollte gerade sagen, die ist nicht das Aufbau. Auffälligste an mir heute. Ich musste, also ich habe ich hab einen Tag frei. Ich habe Homework gemacht, also musste hier so Kärchern und solche Dinge.
00:40 Gavin Karlmeier
Das ist, also da bin ich in meinem Leben noch nicht In der Phase, wo man Kerche hat.
00:46 Dennis Horn
Und hab die Garage aufgeräumt, also so Kram. Und dann das war Bewegung und ich gehe gleich noch laufen. Und ich brauchte halt ein Sporttrikot. Also für alle, die das jetzt als Video sehen, die Nummer hier, das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft, der vergangenen Trikotsaison, sage ich mal, lag ganz oben und dann habe ich da hingegriffen. Und das Erste, was du hier gemacht hast, sind Vorwürfe, um das mal so zu sagen, so deutlich.
01:13 Gavin Karlmeier
Deswegen, es waren Vorwürfe, weil sie im Vorgespräch stehen.
01:16 Dennis Horn
Ach, deswegen. Hier im Podcast sind es nur Würfe.
01:22 Gavin Karlmeier
Ich habe einen kleinen Einwurf. Ja, machen wir es. Und zwar, äh, verbunden mit einem Aufruf. Und zwar, wie manche von euch ja bereits wissen, werden wir in nicht einmal zwei Wochen auf der Bühne der Republika stehen. Am Montagabend der Republika dem, was ist das? Ich glaube 27. 26. 26. Mai um 18. 45 Uhr auf Bühne 2 und spielen da das große Social Media Duell. Duell ist eine Lüge, weil wir werden zwei Teams haben: Team Dennis Horn gegen Team Nicole Dickmann. Ich habe die Aufgabe des Konferenciers und wir bedienen uns dabei einer Mechanik, die man sonst aus einer 90er Jahre Fernsehgameshow kennt.
01:55 Dennis Horn
Leute haben wir gefragt.
01:56 Gavin Karlmeier
Exakt, 100 Leute haben wir gefragt. Und jetzt haben wir aber festgestellt, dass wir gar nicht 100 Leute gefragt haben bis jetzt. Und um dieses Problem zu lösen, gibt es jetzt einen Fragebogen. den ihr auf hagdran. org findet. Da ist ja so eine Linkt-Tree-Liste und ganz oben ist dieser Link. Da kann man Fragen ausfüllen und beantworten und mitmachen und damit sozusagen die Antworten vorgeben, die ihr dann sozusagen erraten müsst.
02:20 Dennis Horn
Darf ich da auch mit? machen oder ist es verboten, weil ich dann die Fragen stelle.
02:24 Gavin Karlmeier
Ne, mach's lieber nicht.
02:25 Dennis Horn
Okay.
02:26 Gavin Karlmeier
Lieber nicht. Und Nicole, wenn du das hier hörst, bitte auch nicht. Alle anderen bitte mitmachen. Aus technischen Gründen muss dieses Formular vollständig ausgefüllt sein. Das heißt nicht, dass ihr alle Fragen beantworten müsst. Macht einfach einen Strich rein, wenn euch die Frage doof ist. Wir werten das dann aus und dann gucken wir mal, wie das so wird.
02:45 Dennis Horn
Gibt es darin Fragen, die Menschen für zu doof halten können?
02:48 Gavin Karlmeier
Die Frage ist: Gibt es Fragen, die Menschen nicht für zu doof halten?
02:52 Dennis Horn
Ich bin sehr gespannt. Na gut. Nach Vorwurf und Einwurf jetzt der Anwurf für die Themen unserer Ausgabe heute. Wir starten wie immer politisch und wir können vielleicht eine Wette abschließen, wie lange es noch dauert. Bis vielleicht außerhalb der USA, weil Hollywood sich an diesen Plot vielleicht nicht rantraut, der Film über Donald Trump und Elon Musk gedreht wird Also das ZDF hat schon einen gemacht. Ja, gut, aber fiktiv meine ich. Auf jeden Fall bekommt ihr jetzt einen weiteren Handlungstrang und das ist dieser ZDF-Film. Elon Musk soll das Ziel gewesen sein, russische Agenten zu sein. Sie sollen sich in sein Umfeld geschleust haben und am Ende soll sogar der Kontakt zu Wladimir Putin gestanden haben. Das sagt ein früherer FBI-Agent. Jonathan Boomer, spricht man ihm, glaube ich.
03:38 Gavin Karlmeier
Ja, Boomer ist richtig. Aber B-U-M-A-S-M-D.
03:41 Dennis Horn
Ein Name, den wir uns vielleicht merken sollten, exklusiv im Interview beim ZDF. So, wie, ähm Ähm, hat man das geschafft, laut Jonathan Boomer, war das eine Frage des Lebensstils? Also Drogen, Sex, Glücksspiel, exzentrische Festivals, all die Dinge, bei denen man auch mal ein bisschen locker lässt. Und bei denen, ich sag mal, ein Agent ansetzen kann. Das ist die Formulierung von Jonathan Boomer, die ich sehr gut fand. So, und Der Kerl selbst hat übrigens beim FBI gearbeitet, von 2009 bis 2025, in der Spionage. Abwehr und eins seiner Fachgebiete Russland. Er hat in dieser Funktion auch beobachtet, wie sich russische Agenten in die Silicon Valley Unternehmen vorgearbeitet haben. Das stand auf der Liste neben Elon Musk wohl auch Peter Thiel. Und Jonathan Boomer sagt, er weiß, dass es in diesem Rahmen auch zu einem direkten Kontakt zwischen Elon Musk und Wladimir Putin gekommen sei. Und zwar mehrfach. Das ist ja nicht neu. Ihr erinnert euch, Haken war dran, auch das Wall Street Journal hatte letztes Jahr darüber schon mal berichtet und das ZDF bringt all das eben in Verbindung mit dem Lagerwechsel von Elon Musk 2022. Auch daran erinnern wir uns, er hat ja mal die Ukraine unterstützt mit Starlink, ist dann aber relativ schnell auf den Kurs von Donald Trump umgeschwenkt oder vielleicht sagen wir eben besser von Wladimir Putin. Und kurz vor dem Interview mit dem ZRTF wurde Jonathan Boomer festgenommen mit dem Vorwurf, er wolle JournalistInnen geheime Informationen über Spionageabwehoperationen des FBI übergeben, wird ihm der Pass abgenommen, er kommt dann frei gegen 100. 000 US-Dollar Kaution. Vorübergehend darf sich aber nur in Utah, Arizona und Kalifornien aufhalten.
05:20 Gavin Karlmeier
Um da direkt reinzugehen, weil der Autor des Films, Johannes Hanow, der hat auch ein sehr langes Interview mit dem ZDF gegeben und hat da ein bisschen so erzählt, wie das passiert ist, vor allem dieser Festnahme. Und er meinte, dass die Festnahme von Jonathan Boomer eigentlich das größte Geschenk war in der Recherche des Films, denn dadurch waren plötzlich sehr viele Dinge bestätigt, die du journalistisch bis dahin nicht hart bekommen hast. Also du wusstest zum Beispiel sicher, Dass dieser Mensch kein Hochstapler ist, weil du wusstest, dass in Gerichtsunterlagen sein Name aufgetaucht ist mit der Berufsbezeichnung, mit der Zuordnung zum FBI und so weiter. Umder CIA, FBI was, ne? FBI Special Agent Jonathan Boomer. Er hat auch gesagt, dass die ganze Tatsache, dass er kurz vorher festgenommen wurde, ein guter Hinweis darauf ist, dass diese Informationen, die er da erzählen möchte, offenbar auch nicht einfach nur eine politische Rhetorkutsche sind, sondern dass da wohl was dran sein muss, wenn mit solchen harten Bandagen verhindert werden soll, dass er mit dem ZDF spricht. Und andere Leute, mit denen Hanno gesprochen hat, vom CIA zum Beispiel, sagen. . Boomer lebt damit sehr gefährlich. . Also man Hanow geht davon aus, dass er jetzt offenbar auch damit eher langfristige Folgen zu erwarten hat. Das Ding ist, Boomer durfte keine Beweise veröffentlichen, durfte dem Journalisten nichts. Zustecken sozusagen oder keine Belege geben, die dann veröffentlicht wurden, weil er damit wegen Hochverrates hätte angeklagt werden können und das ist ja etwas, das in den USA tatsächlich sehr große strafrechtliche Folgen mit sich bringen könnte. Die Frage ist, das sind alles Grundlagen, das alles erwartet als Grundlage ein Rechtssystem. Und ich bin mir nicht sicher, ob die Tatsache, dass Boomer jetzt nicht, äh, jetzt im ZDF-Interview war, nicht sowieso zur Folge haben könnte, dass er damit große Konsequenzen zu befürchten hat auf der einen Seite und auf der anderen Seite, dass das ZDF als Staatsmedium jetzt nicht möglicherweise damit auch eine diplomatische Krise auslösen könnte. Also Staatsmedium natürlich in Anführungsstrichen aus der Sicht von Donald Trump und Elon Musk.
07:20 Dennis Horn
Ich wäre direkt reingegangen. Als öffentlich-rechtliches Medium.
07:23 Gavin Karlmeier
Ja, ja, absolut. Ich wollte nur sagen, ich glaube so ein Elon Musk, der bringt das sehr gerne durcheinander, wie wir wissen. Auch bewusst und bürstelig.
07:30 Dennis Horn
Wir erinnern uns an die an die Labels, die öffentlich-rechtlichen Medien gegeben wurden früher. TM.
07:40 Gavin Karlmeier
So, ja. Ansonsten, und vieles hast du schon gesagt, also die ganze, wir kennen sozusagen die andere Seite der Geschichte, wie Elon Musk angefangen hat, zum Beispiel mit einer Umfrage auf Ex damals sozusagen Stimmung gegen die Ukraine zu machen, sollten wir Putins Forderungen einfach zustimmen. Das war nicht die Formulierung, aber am Ende das Ergebnis dieser Umfrage. Das ist natürlich alles nicht so überraschend, erstaunlich ist aber tatsächlich diese Nähe, auch was der Film eben auch aufmacht, der Film heißt übrigens Putin Self, ist jetzt in der ZF-Mediat. Mediathek. Sag man nicht mehr.
08:13 Dennis Horn
Es ist auf ZDF.
08:14 Gavin Karlmeier
Ach ja, stimmt. Ist auf ZDF und im ZDF.
08:17 Dennis Horn
Ist, glaube ich, auch ein Grund für Verhaftung, wenn man das nicht richtig sagt.
08:22 Gavin Karlmeier
Also wenn ihr das hier hört, konnte ich mich rausreden, vorgerichtet. Dass eben auch Peter Thiel von diesen Agenten sehr früh schon belagert wurde und dass auch Peter Thiel relativ früh auch schon signalisiert hat, dass er Interesse angesprächen habe und das dann Donald Trump schon seit den 80ern eine ziemlich große Nähe zur russischen Regierung haben sollte, hatte damals wohl erwogen, einen Trump-Tower auf dem Roten Platz zu errichten. hat sich auch mal Geld aus Russland geborgt, weil die amerikanischen Banken ihm nichts mehr geben wollten. Also der Film zeigt ganz gut auf, dass die ganzen Veränderungen der letzten Monate der US-Regierung hinsichtlich Russland, dass die alle nicht einfach nur so passieren und auch nicht nur wegen wegen Anhimmlung eines Autokraten passieren, sondern auch wegen einer längeren ideologischen Verbindung zu einem anderen Regime.
09:13 Dennis Horn
Ja, und fügt sich ein wie so ein Puzzlestück in einige Dinge, die wir auch vorher in den vergangenen zwei, drei Jahren hier besprochen haben.
09:21 Gavin Karlmeier
Total.
09:22 Dennis Horn
Also hochinteressant.
09:23 Gavin Karlmeier
Super interessant und ich hoffe, dass das noch ein bisschen Wellenschlagen wird, weil das natürlich auch so dieses Dreieck nochmal aufmacht, das du hast, nämlich russische Interessen, die amerikanischen Interessen. Aber auch die privatwirtschaftlichen Interessen der Supermilliardäre, Supermilliardäre ist auch so ein dämlicher Begriff, aber der ultrareichen, das ist nicht viel besser, der Tech Bros, die eben am liebsten eine Welt hätten, in der sie walten und schalten können, wie sie möchten. So.
09:50 Dennis Horn
Elon Muske übrigens, der mit seinem Unternehmen oder seinen Unternehmen in der Europäischen Union Weiter schön Fördergeldeinstreicht. Das berichtet heise online. Eine Tochter von Tesla bekommt für den Bau von Ladesäulen für E-Autos rund 160 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Connecting Europe. Das steht in dem Schreiben Der EU Kommission an Daniel Freund, der für die Grünen im Europaparlament sitzt, zu dem kommen wir gleich noch, dann rund hundert siebenundsiebzig Millionen Euro gehen an SpaceX, zuletzt für den Start von Satelliten, für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Mit Trägerraketen vom Typ Falcon 9, das muss man, also in so Space-Sachen muss man das immer so sagen, ne? Also muss man immer sagen, Trägerrakete Falcon 9, genau die Typbezeichnung.
10:34 Gavin Karlmeier
Ja.
10:34 Dennis Horn
Und so, obwohl keiner weiß, was das bedeutet.
10:36 Gavin Karlmeier
Doch, das pleased so ein paar Leute, die das richtig, die so richtig. in diesem Thema sind. Ich erinnere mich eine kleine Anekdote.
10:42 Dennis Horn
Entschuldigung, das ist wie bei diesem Ukraine bei der Diskussion, wo alle immer genau wissen, welche Waffen, welche Panzer mit welcher bezeichnet. Da sehe ich immer Anton Hofreiter neben mir sitzen, der jetzt auch Falcon 9 sagt.
10:56 Gavin Karlmeier
Ich habe in meinem Leben öfter Menschen getroffen, die bei solchen Raketenstarts ein bisschen zu gut informiert waren. Also ein bisschen zu nerdy. Ja, genau, ein bisschen zu. Ich bin ja selber ein Rabbit-Hole-Typ. Aber dass man dann so ganz genau weiß, welcher Treibstoff da jetzt gerade wie verbrannt wird, an welcher Stelle und wie viel Prozent und so Ich finde das faszinierend.
11:16 Dennis Horn
Das ist eine Rabbit Hole Extension, meine das.
11:18 Gavin Karlmeier
Ja, das ist schon quasi ein Mole-Hole.
11:22 Dennis Horn
Ja. So, wo wolltest du hin? Entschuldige.
11:26 Gavin Karlmeier
Oder wolltest du das nur sagen?
11:29 Dennis Horn
Ich hätte sonst noch bis Oktober 2023 zu bieten, rund 630. 000 Euro für bezahlte Werbung auf X. Schreibt die DPA nochmal zusätzlich. So, und Daniel Freund, der grünen Europaabgeordnete, sagt, damit muss Schluss sein, Zitat: Dieser Mann Er meint Elon Musk, ist ein erklärter Feind der EU und unserer Grundwerte. Es kann nicht sein, dass wir dem reichsten Mann der Welt dann noch hunderte Millionen an Subventionen zahlen. Es müsse der Grundsatz gelten: kein EU-Geld für Feinde der EU.
12:02 Gavin Karlmeier
Die Konklusio ist natürlich richtig. Der Weg dahin, der ist, glaube ich, strittig. Also seiner Argumentation. Weil nur weil er der reichste Mann der Welt ist, einmal angenommen, er wäre nicht der, der er ist, Sondern wäre einfach nur irgendein Typ. Auch dann wäre es ein Problem. Nee, dann eben nicht. Achso. So, also zu sagen, dass wir dem reichsten Mann der Welt Subventionen zahlen, wenn wir de facto Dienstleistungen dafür bekommen, ist erstmal nicht das Problem. Das Problem ist, dass dieser reichste Mann der Welt Elon Musk ist. der damit auch noch politische Interessen durchdrückt, die im Zweifel konträr zu unseren politischen Interessen sind. Da bin ich hängen geblieben an diesem Satz.
12:37 Dennis Horn
Ja, also ich glaube, da mischt sich in diese Aussage einfach noch so zusätzlich die politische Grundhaltung rein, die man vielleicht so hat. Angehörige einer tendenziell links von der Mitte-Partei. Was nicht klar ist, ist, ob diese Auflistung Wirklich vollständig ist. Sie reicht nur bis ins Jahr 2023. Für 2024 gibt es konkrete Infos aus dem Haushaltsjahr, öffentlich erst ab dem kommenden Monat. Aber das mal so zur Frage Wie viel Geld geht aus Europa über den großen Teich an Elon Musk?
13:13 Gavin Karlmeier
Und wir wissen, dass in Deutschland ja auch Dienstleistungen von Starlink eben eingesetzt werden, sowohl behördlich als auch als Fallback-Lösung, wenn der Breitbandausbau nicht funktioniert hat. Da haben wir auch drüber gesprochen. Es gibt eben nicht nur auf EU-Ebene diese Zahlungen, sondern also die Verteilung Zahnungen und Verstrickungen von Elon Musks Unternehmen in alle möglichen behördlichen Strukturen, die sind natürlich fatal und da dran hängt, wenn wir jetzt beide Geschichten zusammennehmen, kann man auch nochmal darüber diskutieren, ob das wirklich so eine gute Idee ist, dass alle Deutschen Polizeien zukünftig Palantir Software von Peter Thiel einsetzen wollen, der offenbar ein Buddy von Wladimir Putin ist.
13:52 Dennis Horn
Ja, da gucken sich zu wenige Leute das Big Picture an. Das ist so, also letztens hat Thomas Knüver irgendwo Von der Bräsigkeit Deutschlands gepostet. Und ist, also, ja, hier mal wieder. Pakistan hat den Zugang zu X wiederhergestellt, schreibt Tech Radar. Wiederhergestellt nach 15 Monaten Sperre. Dieses Verbot wurde verhängt rund um die Wahl in Pakistan als angebliche Sicherheitsmaßnahme. Das galt auch für Facebook, Instagram, WhatsApp, Blue Sky, kurzzeitig. Die sind wie Ex alle wieder ohne einen VPN-Zugang erreichbar und Tech Raider schreibt, dass Telegram aber nach wie vor gesperrt ist. Und der Blick dorthin ist auch deshalb interessant, weil der Konflikt zwischen Indien und Pakistan natürlich auch über die Medien ausgetragen wird, auch mit Desinformationen, KI-generierten Inhalten, manipulierten Bildern und mit viel Druck durch die Regierungen der beiden Länder. Die die Plattformen natürlich auch nutzen möchten, um ihre Sicht der Dinge dort zu verbreiten oder wechselweise auch die Sicht der jeweils anderen Seite zu unterdrücken. So, und X hat auf Druck der indischen Behörden jetzt eine Reihe von Konten, Gesperrt. Es geht um über 8000 Konten. Die gehören internationalen Nachrichtenorganisationen, zum Teil auch prominenten Ex-NutzerInnen. Und X selbst sagt, Achtung, jetzt, um den Anforderungen nachzukommen, werden wir die angegebenen Konten nur in Indien zurückhalten. Wir sind jedoch nicht mit den Forderungen der indischen Regierung einverstanden. Die Sperrung ganzer Konten ist nicht nur unnötig, Sondern kommt einer Zensur bestehender und zukünftiger Inhalte gleich und verstößt gegen das Grundrecht der freien Meinungsäußerung Es ist nach wie vor, es ist bemerkenswert, wie sich X aussucht, in welchen Fällen es das tut und in welchen nicht.
15:39 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also vor allem, also wir haben das hier immer mal wieder angeschnitten, dieses Thema, und es ist natürlich ein Dilemma, dass du. entweder dich dem lokalen Recht beugen musst und dann im Zweifel auch Einzelfallentscheidungen triffst, die damit ein politisches Ungleichgewicht auslösen. Also wenn in der Türkei zum Beispiel Oppositionelle gesperrt werden, aber die Regierung nicht und die, die der Regierung nachplappern, dann sorgst du ja für eine Schlagseite. Oder ob du von dem amerikanischen Unternehmen zum Beispiel erwartest, dass sie ihre Weltsicht nutzen, um die Rechte und Gesetze in anderen Ländern anders zu beurteilen. Also das bleibt ein Dilemma. Schwierig wird es nur dann, wenn dieses privatwirtschaftliche Unternehmen sich genau überlegt. In Brasilien zum Beispiel halten wir uns nicht an dieses Recht, weil das nicht in unser politisches Weltbild passt, aber in Indien und der Türkei halten wir uns an dieses Recht, weil dann machst du dich wahnsinnig unglaubwürdig. Also ich finde es. Legitim als Plattform sogar zu sagen, das ist geltende Gesetz, das Gesetz ist das Problem, aber wir müssen es umsetzen, weil ansonsten ist die ganze Plattform weg. Ich fände es auch legitim zu sagen, nee, das machen wir nicht, dann schalten wir lieber komplett in diesem Land ab. Aber diese, wir machen es hier so und dort so, ist dieses typische maskische Rumgeeiere, dass ein ähm Fertig macht.
17:01 Dennis Horn
Naja, der Hintergrund dafür in Indien könnte sein, dass Tesla und Starlink versuchen, dort Fuß zu fassen. Dafür brauchen sie aber noch behördliche Genehmigungen. Also wer weiß, wie die Dinge da zusammenhängen, wobei. Ex auch nicht das einzige Unternehmen ist, das sich in Indien so verhält. Also Hashtag Meta zum Beispiel. Und ich finde aus Perspektive unserer Debatte hier in Deutschland, vielleicht auch, Gavin, unserer Bubble, ne?
17:28 Gavin Karlmeier
Ja.
17:28 Dennis Horn
So, anzuerkennen, dass am Ende wirkliche Veränderungen Immer mit Geldfragen zu tun hat, wenn wir über Unternehmen sprechen. Das wäre angebracht. Das anzuerkennen, weil ähm die Debatte allein zu nichts führt. So, ne? Und wenn man dann was in die Waagschale werfen möchte, damit sich Dinge gut verändern, dann braucht man in der Hinterhand irgendwelche monetären Argumente. Und das ist ein Gedanke, den ich in der EU nicht so auf dem Stand sehe, wie man ihn heute bräuchte.
18:08 Gavin Karlmeier
Ja, ich stimme dazu und ich finde, das ist leider eine ganz bittere Erkenntnis, die wir hier in, also wir sind heute in Folge 425. Und die sich ja mit jeder Folge nur weiter manifestiert, dass es am Ende, wenn du an die Unternehmen möchtest, dann kannst du noch so viel Moral blubbern. Mir wurde ja gesagt, es ist ja linksextrem, weil ich gesagt habe, Unternehmen hätten keine Moral. Hat jemand in die Kommentare neulich geschrieben. Aber es gibt, also wenn mir jemand ein Gegenbeispiel nennen kann, dann lasse ich mich gerne vom Gegenbeispiel.
18:38 Dennis Horn
Naja, man kann es vielleicht anders formulieren. Man kann sagen, Moral ist für unternehmerisches Handeln selten ein Kriterium.
18:46 Gavin Karlmeier
Es dient nicht dem Unternehmenszweck. Also der Unternehmenszweck ist, den AktionärInnen bessere Rendite auszuzahlen, den Unternehmenswert selber zu steigern, am Ende auch sicherlich Unternehmenszweck zu machen. Produkte in die Welt zu bringen, auch einen Einfluss auf die Welt zu haben, das sind alles Dinge, die, glaube ich, Unternehmens.
19:03 Dennis Horn
Zumindest bei aktiengeführten Gesellschaften. Ich glaube, bei inhabergeführten Unternehmen kann das auch nochmal anders aussehen. So, aber auch da, ähm, deswegen sage ich, es ist nicht das zentrale Kriterium.
19:19 Gavin Karlmeier
Genau. Ja, also Grab them by the money.
19:23 Dennis Horn
So. Damit wären wir bei einer unserer neuen Rubriken hier in Haken dran. Hau raus.
19:28 Gavin Karlmeier
Du kennst das Jingle noch und du hast die letzte Folge nicht gehört wahrscheinlich, ne? Oh Dennis, dann halt dich fest. Es wird laut. Wir haben von einem Haki einen Jingle geschickt bekommen. Und dieser Jingle, im MIG hat ihn gemacht, leitet unsere neue Rubrik ein, in der es um den Prozess zwischen der FTC und der Meta geht. Und Meta geht. Es geht am Ende um die Zerschlagung. Ähm, die mögliche zerschlagen die Rückabwicklung des Kaufes von WhatsApp und Instagram, die FTC. Das muss ich kurz als Vorerklärung dazugeben, weil da umgeht es. Weil wir da einfach auch in jeder, nahezu jeder Folge drüber sprechen müssen. Und es begleitet uns einfach. Das interessante ist, heute geht es um eigentlich das zentralste Thema in diesem Prozess, nämlich die Definition davon, was eigentlich, ist Meta eigentlich ein Monopol oder nicht, und wenn ja, wer ist eigentlich darin Konkurrent? Aber vorher starten wir die Rubrik. Danke nochmal, Mick.
20:35 Dennis Horn
Finde ich sehr gut. Ja. Okay, es zeigt den Wahnsinn. Es ist wie ein akustisches Meme-Geballer. Und zwischendurch habe ich mich gefragt. Läuft da Meta den Orkus runter? Das war doch die akustische Umsetzung dessen.
20:53 Gavin Karlmeier
Wie Kunst ja immer so funktioniert, ist ja die Interpretation, die Frage des Rezipienten. So, FTC versus Meta, leg los. So, genau, also es gab seit der letzten Episode zwei Menschen im Zeugenstand. Die beide von der FTC übrigens auch bestimmt wurden. Zum einen ist das Scott Hemphill, der ist Prozess Prozessor, Professor an der New York University.
21:17 Dennis Horn
Das ist ein 486er DX2-Prozessor.
21:20 Gavin Karlmeier
Weißt du, wann du erkennst, was der Prozessor ist? Er ist ja. Intelligent. Naja. Und die bunte fragt schon, war da etwas Silicon im Spiel? Nein, also zurück zu Scott Hempfel. Der war im Zeugenstand und der hat eben da darüber gesprochen, was ist eigentlich die Marktdefinition? Weil das interessante war, dass die FTC ja anfangs gesagt hat, die einzige Konkurrenz, die Meta mit Facebook hat, seien Snapchat und MiWii. Kennst du MiWii eigentlich, Dennis? Miui ist ein Netzwerk, das hat so ungefähr 20 Millionen NutzerInnen, liegt auf einer Blockchain und es ist kein Ding.
21:56 Dennis Horn
Ja, du, nach Blockchain war schon alles klar.
22:00 Gavin Karlmeier
Die Meta dagegen sagt, dass ihr Hauptkonkurrent eigentlich TikTok ist. Das ist wichtig, um zu wissen, worum es halt eigentlich geht. So, und zwar hat Hempfel zum Beispiel Zahlen ausgewertet, die sagen, dass nur See Also es ging um April 2022, seitdem hat sich noch ein bisschen was verändert, aber nur sehr wenige MetanutzerInnen generell sich mit Reels beschäftigen. Und zwar gab es Tage im April 2022 An dem weniger als 1% der Menschen auf Facebook und nur etwa 5% der Instagram-NutzerInnen sich überhaupt Reals angesehen haben,
22:30 Dennis Horn
Aber ausschließlich Reels, glaube ich, ne?
22:32 Gavin Karlmeier
Ausschließlich Reels, ja. Genau, ausschließlich Reels angesehen haben. Und die These damit, dass Meta damit eigentlich in TikTok eine Konkurrent sieht. Hiermit eigentlich zumindest aus Sicht der FTC zumindest angegriffen werden könnte. Gleichzeitig sagt Hempfel nochmal über die Rolle von Meta als App. für Freundinnen und Familie gesprochen. Und das ist ein Punkt, bei dem sich Musseri und Zuckerberg in der letzten Woche widersprochen haben. Zuckerberg hat nämlich gesagt Dass Facebook sich auf Freunde und Familie konzentriert hat, war einer der größten Fehler der Plattformen. Mossari dagegen hat von einem großen Wachstum durch diese Entscheidung gesprochen. Das heißt, die beiden sind sich da schon nicht so einig. So, und Hempel sagt, es gibt durchaus Beweise dafür, dass die NutzerInnen Beiträge von ihren FreundInnen sehen wollen. Und dass sie eigentlich frustriert sind, weil sie die nicht bekommen. Und frustriert sind, dass sie die nicht bekommen. Und dass er glaubt, dass die Leute eine Qualitätsminderung in Metas-Apps wahrnehmen, weil sie die Angebote ihrer FreundInnen nicht mehr sehen. Jetzt muss man, glaube ich, aber fürs große Bild dazu sagen Es ist ja nicht nur so, dass man weniger Beiträge seiner Freundinnen und Freunde sieht, sondern dass die auch weniger posten, weil sie von der Plattform weniger dazu angestiftet werden.
23:52 Dennis Horn
Ja, da haben wir erst schon mal drüber gesprochen und weil sie den Raum als so öffentlich wahrnehmen. Dass sie sich ja auch nicht trauen, weil sie denken, wo poste ich das denn hier rein?
24:01 Gavin Karlmeier
Ja. Na, genau, ich habe ja nichts zu sagen. Alle posten diese geile Sachen. Es gibt viel zu viele Orte, an denen man Dinge posten kann. Also, mal angenommen, du siehst ein Katzenbaby auf der Straße. Ist das eine Story? Ist das ein Foto und Feed? Ist das ein Reel? Ist das ein Video auf TikTok? Ist das ein Textpost auf Facebook? Ist das was für Threads?
24:20 Dennis Horn
Es ist eine Statusmeldung über deiner Instagram Profilbildbubble in den Direktnachrichten
24:27 Gavin Karlmeier
Boah, jetzt ist mir wirklich entfallen, wie die es fisch. Mir auch, deswegen habe ich Notes. Deswegen musste ich es umschreiben. Ja, genau. Ich glaube, das ist einfach ein Kernproblem, das Meta hat, weil eben alle Netzwerke alles können und damit keiner mehr irgendwie was kann. Man ist so überfordert, wie man so kennst du das, wenn du morgens zur Arbeit kommst und du weißt, ich habe jetzt 34 To-Dos und dann machst du eine Stunde lang gar nichts, weil du so gelärmt bist von dieser, von den, von den vielen Möglichkeiten? Ja. Ja, das ist das.
25:00 Dennis Horn
Ja, schon. Ja, ich verstehe. Okay, das heißt also, das heißt, dort ist jetzt ein bisschen Vorgeplänkel in diesem Prozess, weil es geht im Grunde erst einmal um eine Mini-Beweisführung für ein Argument.
25:11 Gavin Karlmeier
Ja, es geht eigentlich um die Kernfrage. Nämlich die Kernfrage, welcher Markt wird als Grundlage genommen, um zu entscheiden Hat Meta eine Monopolposition auf diesen Kauf oder so.
25:23 Dennis Horn
Ja, aber du baust sozusagen die Argumentation auf. Also ich erinnere mich, dass Meta ja schon lange so argumentiert hat. Also die haben auch damals schon immer gesagt Wenn man ihnen gesagt hat, ihr habt ja eine Quasi-Monopolstellung, dann hat Meta ein anderes Kriterium zur Grundlage gemacht. Dann haben die gesagt, nee, nee, nee. Weil bei der Frage, haben wir ein Monopol oder nicht, müssen wir. Und der Gedanke ist halb richtig und halb falsch, so finde ich. Müssen wir darauf achten, dass heute das eigentliche Kriterium, um das es geht, das Zeitbudget der Nutzerinnen und Nutzer ist? Und wenn wir darüber argumentieren, dann ist TikTok unsere große Konkurrenz, zum Beispiel Und da können wir nichts gegen anmachen. Es ist eigentlich die Mechanik im Hintergrund, geht es hier um Freunde oder nicht? Oder um algorithmisch sortierten Feed, der aber im Grunde ein neues Massenmedium ist. Diese Frage ist gar nicht so zentral, war die Argumentation von Meta.
26:26 Gavin Karlmeier
Ja, und das haben wir ja auch, als der Prozess angelaufen ist, in deren Anfangsplädoyer gesehen. weil Meta je nach Fragestellung unterschiedliche Vergleichs-Apps mitgebracht hat. Also mal war auch ein Message beispielsweise ein Konkurrenzprodukt, weil wenn du mit Kontakt in Kontakt mit FreundInnen trittst, dann sind auch Messaging-Apps dafür relevant. Die FTC argumentiert aber, es geht um Vernetzung mit FreundInnen und da gibt es nur Snapchat und Miui. Damit haben sie sich so ein bisschen, glaube ich, ins eigene Bein geschossen, weil Miui eben tatsächlich völlig irrelevant ist. Oder in Teilen irrelevant.
26:59 Dennis Horn
Ja, wobei ist nicht genau das die Argumentation, zu sagen, die anderen haben da eben nicht so eine Marktstellung, sondern nur ihr?
27:06 Gavin Karlmeier
Möglicherweise ja, aber du kannst halt, du hättest auch sagen können, wir haben mal als Test vor zehn Jahren eine eigene App gestartet, niemandem davon erzählt, das liegt nur daran, dass Meta das Problem ist. Weißt du, also sich einfach so einen super Mini-Player rauszupicken, funktioniert in dem, äh funktioniert damit, glaube ich, was die Öffentlichkeit des Falls. Ist ja hier wie ein zweiter Richter oder wie ein zweiter Satz Geschworener. Weil eben dadurch, dass die ganze Zeit von außen darüber berichtet wird, auch auf jeden Fall Einfluss auf die Entscheidung der Richterin genommen wird.
27:36 Dennis Horn
Und die FTC macht damit aber etwas Ähnliches wie das Bundeskartellamt, nämlich zu sagen, dass die alten Definitionen von Marktposition Marktmacht, wenn es um die Bewertung einer möglichen Monopolstellung geht, hier nicht mehr ziehen, sondern man Neue Kriterium finden muss. In Deutschland macht das Bundeskartellamt das ja über die Monopolstellung durch die Datenaggregation. Dass man da nicht mehr, also so der Login-Effekt und man da nicht mehr so rauskommt, erinnert mich ein bisschen daran in der Argumentationskette.
28:10 Gavin Karlmeier
Ja, total. Auf jeden Fall gab es noch einen anderen Menschen im Zeugenstand. Also das ist interessant, weil das sind alles noch die ZeugInnen, die von der FTC benannt wurden. Meta hat ab nächste Woche die Möglichkeit, eigene Zeuginnen und Zeugen zu benennen. Also dann dreht sich sozusagen auch die Schlagseite der Menschen, die befragt werden. Aber Alex Schulz Ich habe erst Axel Schulz gelesen. Da haben wir gedacht, jetzt wissen wir, was er heute macht. Ich weiß auch nicht, wo das erkannt ist. Das ist der CMO, der Chief Marketing Officer von Meta. Der war auch dort und es ging eben vor allem darum, wie damals mit der Übernahme umgegangen wurde im Unternehmen. Wir haben da schon ein paar Dinge erfahren in den letzten Wochen. Zum Beispiel, dass Kevin Sistram, der Gründer von Instagram oder einer der Gründer von Instagram, ein ziemlich großer großes Problem damit hatte, wie Meta mit Instagram umgeht. Also auch wir wussten wissen, dass Zuckerberg zum Beispiel ein großes Problem damit hatte, dass Instagram im Hause Meta Facebook den Rand ablaufen könnte. Und man deswegen verhindert hat, dass Instagram breit und großflächig in den eigenen Apps beworben wird, um eben zu verhindern, dass die Leute von Facebook zu Instagram gehen. Was nur mit Stolz zu erklären ist, weil so eine wirklich kluge betriebswirtschaftliche Denke wäre ja gewesen, wir setzen alles auf das Pferd, das das größte Wachstumspotenzial hat. Hat man aber hier nicht gemacht. Und Alex Schulz, der versucht da so ein bisschen die Wogen zu glätten in beide Richtungen. Also er sagt zwar auf der einen Seite, wir haben als Meter alles gegeben, was Kevin Sistram haben wollte. Die ersten drei, vier Jahre hat er alles bekommen, was er sich Bestellt hat. Er hat aber auch, er hat überreagiert, denn eigentlich ist die Wachstumsrate gar nicht eingebrochen, sondern sie ist stein nach oben gegangen nach der Übernahme Und all die Dinge, die er sozusagen hier als Emotionen reingebracht hat, die waren offenbar, so wie er das darstellt, auch so geprägt, wie eigentlich die Emotionen von Zuckerberg geprägt waren. Er sagt aber auch, dass die Perspektive, die System darauf gelegt hatte, also diese emotionale Variante am Ende auch dazu geführt haben könnte, dass eben. . Imeter ihm alles gegeben hat, was er haben könnte und damit vielleicht sogar möglicherweise Instagram größer gemacht hat, als es geplant war. Aber als sich das Wachstumsteam von Instagram selber zurückgezogen hat. Hat System erkannt, wie wichtig die eigentlich gewesen sind. Also als Meta dann angefangen hat zu sagen, okay, dann macht so, wie ihr das wollt, war System auch nicht mehr ganz recht. Aber Schulz sagt, hätte Instagram, wäre Instagram nicht gekauft worden von Facebook. Glauben Sie, dass Sie versucht hätten, Twitter zu kopieren und sich eher darauf konzentriert hätten, so zu werden wie Twitter, als so zu werden wie Facebook?
30:50 Dennis Horn
Was ich eine interessante These. Interessant, wirklich.
30:53 Gavin Karlmeier
Ja.
30:54 Dennis Horn
Was ja auch heißen könnte, dass sie Threads am Ende nur noch so aus der Schublade gezogen haben. Möglicherweise.
31:01 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Könnte sein.
31:04 Dennis Horn
Ja, wirklich interessant. Und am Ende kamen dann, nachdem Kevin Sistrim und Mike Krieger, die beiden haben das ja zusammen gegründet und sind dann auch zusammen von Bord gegangen und haben später diese. Dieses soziale Netzwerk für Links gegründet. Erinnerst du dich? Ich weiß nicht mehr, wie es hieß, aber es ist auch mittlerweile. Artefact, genau. Das ist ja top. Das ist mittlerweile ja auch wieder beigegeben, aber An Bord kam dann Adam Mosseri, der jetzt Instagram-Chef ist und sämtliche Growth Tricks, weil ja der alte Newsfeed-Chef von Facebook dann eigentlich in Anführungszeichen nur auf die andere Plattform nochmal angewendet hat und sie damit für den Hardcore-Kern der Nutzer die die alten Mechaniken sehr mochten, eigentlich unbedienbar gemacht hat. Aber in Zahlen wächst die Ergebnis. Also mich erinnert das immer an, also auch diese Algorithmusdebatte immer an die Diskussion über Rotation im Radio. Weißt du, also die Leute, die da arbeiten oder die diese Plattformen, diesen Plattformen sehr nah sind und sie für den Kern und den Ursprung ihrer Funktionalität schätzen, die hassen das immer. Aber die breite Masse der Nutzerinnen und Nutzer, die wünscht es sich ganz offenbar so.
32:22 Gavin Karlmeier
Die Zahlen zeigen es. Ja, also ich glaube, es ist ja auch kein Geheimnis, dass Radiosender durchaus nicht einfach nur Musik bestimmen, bei denen bei denen sie sich denken, oh, das ist ein guter Song. Sondern dass es durchaus auch datenfundiert ist.
32:35 Dennis Horn
Ja, es ist genau, es ist tief datenfundiert. Es ist kein Geheimnis, wird aber trotzdem ignoriert.
32:41 Gavin Karlmeier
Immer mal in vielen Argumentationen. Eine Sache noch von Schulz, die ich interessant finde, und zwar gibt es ein Dokument aus 2022 in dem Meta festgestellt hat, dass TikTok. . einen geringeren Einfluss auf den Freundesinhalt von Instagram hatte, als sie sagen. Also sie sagen, Meta hat wohl festgestellt. Die Leute konkurrieren oder wir konkurrieren eigentlich mit den anderen Apps nur um die Zeit, so wie du eigentlich gerade auch gesagt hast, die die Leute mit uns aufbringen, weil die Leute Multi-Homing betreiben. Also sie nutzen verschiedene Apps. Sie haben nicht nur die eine App, in der sie unterwegs sind. Und dass der Angriff, den TikTok hier eigentlich auf Meta gestartet hat, nicht unbedingt der Angriff auf die Inhalte der FreundInnen ist. Sondern auf die Zeit der Leute. Logischer Schluss, ehrlicherweise. Schulz sagt aber deswegen auch, dass eine Frage damit aufgeworfen wurde. Setzen wir eigentlich genug Energie in die Verteidigung unserer Schlüsselpositionen, für die wir weiterhin genutzt werden? Also die Frage, sollten wir nicht eigentlich viel mehr auf die Inhalte konzentrieren, die FreundInnen posten, die normale Leute posten und die wir dann sehen wollen? Also Meine Mitschülerin hat geheiratet zum Beispiel, anstatt uns stärker darauf zu konzentrieren, TikTok zu kopieren. Das ist ja die Frage, die Schulz hier aufwirft. Super interessant, weil das auch so ein bisschen, ich finde, so ein Blick in den Maschinenraum von Meta gibt, wie zerrissen dieses Unternehmen eigentlich gerade ist und wie sie nicht wissen, wie sie mit TikTok sind.
34:06 Dennis Horn
Nee, das ist wie so, als würde man, also diese Fragen sich zu stellen, als würde man so einem Strategie-Meeting. Beiwohnen, indem man über die Zukunft dieser Plattformen irgendwie diskutiert. Sehr interessant.
34:19 Gavin Karlmeier
Super interessant und man sieht auch, wer da an welchem Seil zieht und wie stark, weil wir eben wissen, dass Zuckerberg und Mosseri konträre Ansichten gerade haben. Ich glaube nicht, dass es zu einem Knallfüllen wird, weil dafür brauchen sich beide gegenseitig zu arg, glaube ich. Aber das könnte durchaus dazu führen, es gibt ja die Überlegung, die jetzt übrigens in dem Bild auch nochmal spannend ist. Dass Reels eine eigene App wird. Wenn wir uns überlegen, dass diese Überlegungen möglicherweise daraus rühren, dass Instagram sich stärker darauf konzentrieren möchte, die App für Freundinnen und Familie zu sein und Reels eigentlich der TikTok-Angreifer sein könnte. Würde das tatsächlich bedeuten, dass wir weniger Reals bei Instagram seien, was ich interessant fände?
35:04 Dennis Horn
Gucken wir mal.
35:05 Gavin Karlmeier
Du nicht.
35:06 Dennis Horn
Und gleichzeitig einen Gedanken hatte ich noch gleichzeitig eine Art Lehrstück auch darüber, wie die Regulierung. Hier jetzt in Form des Gerichtes das zu entscheiden hat, ist ja keine Regulierung, aber die, sagen wir mal, juristischen Kriterien Der Maßstab, den man dort anlegt, an die Plattformen, einfach der Debatte in Wirklichkeit hinterherhinkt. Also, diese Plattformen reden darüber, ob hier nicht neues Kriterium, Zeit, darum geht es eigentlich. Und dann kommst du mit diesem alten verknorrten Regulierungsrucksack, der irgendwie Kriterien hat, mit denen du diesen Plattformen gar nicht mehr beikommst heute.
35:50 Gavin Karlmeier
Und ich glaube, das liegt in der Natur der Sache. Also solange der Apparat so funktioniert, dass wir jetzt eine Gerichtsverhandlung durchführen, die auf einer Klage aus. . 2018 oder so basiert, die Daten aus dem Jahr 2022, jetzt drei Jahre später diskutiert zeigt ja, Meta wird schon viel weiter in ihren Überlegungen sein, als sie es vor drei Jahren waren, logischerweise. Solange das nicht ein Verfahren ist, das du viel schneller zu Ende bringen kannst, um das nächste Verfahren anzustoßen, die nächsten Beobachtungen und die nächsten Fragen zu klären. solange wirst du immer, wird es immer hinterherlaufen. Und eigentlich müsste man ja diese Leute, die sich solche Gedanken machen. Die müssten eigentlich in solchen Handelskommissionen auch sitzen. Und nicht, dass die Handelskommission sich irgendein Professor von der Universität holt, damit er denen mal den Markt erklärt. Sondern eigentlich müsste die Handelskommission ja, die müssen vor der Welle sein. Um nicht hinter die Welle zu zahlen. Die zahlen nur nicht so gut. Das ist das Problem. Und man muss auch sagen, unter Donald Trump werden sie wahrscheinlich auch nicht mehr zahlen. Wenn sie überhaupt noch was zahlen. So, von Meta zu Google.
36:56 Dennis Horn
The Information berichtet. Google will auf seiner jährlichen Entwicklerkonferenz, das ist die I. O. 2025 wird nächste Woche wieder stattfinden, eine Pinterest-Alternative vorstellen. Wie soll das aussehen? Die NutzerInnen sollen auf Grundlage ihrer Suchanfragen Bildergebnisse angezeigt bekommen. die ihnen Ideen für Mode und für Inneneinrichtungen liefern können. Und diese Bilder sollst du dann in verschiedenen Ordnern speichern können, also nach Themen. Das vergleicht die Information mit Pinterest. Engadget wiederum sagt, naja, vielleicht ist es auch eher wie Kosmos. Kennst du Kosmos? Kosmos nennt sich Discovery Engine. Und ist so ein Dienst, mit dem du alles, was du dir irgendwie gebooktmarkt hast, zu clustern zusammenfassen und dann mit anderen Personen teilen kannst? Kenne ich nicht. So, ich hab's auch erst ergoogelt, als ich Als ich auf die Themen für heute geguckt habe.
37:48 Gavin Karlmeier
Habe ich tatsächlich nicht genutzt.
37:50 Dennis Horn
Und das spielt aber möglicherweise in einem größeren Kontext. Also, The Information schreibt: vielleicht möchte Google damit Werbeeinnahmen sichern. Es gibt andere Bereiche. Also inhaltliche Bereiche. Da hat Google beim Suchvolumen schon Federn lassen, zum Beispiel bei Hausaufgaben und Mathematik, weil Suchanfragen dazu viele Menschen mittlerweile lieber bei Chat-GPT angeben. Und jetzt ist die Frage, ob sich Google da für andere Bereiche, die eine KI, sagen wir mal, nicht so gut erfüllen kann, eine größere Verweildauer erhofft der Nutzerinnen und Nutzer über solche Zusatzfunktionen zum Beispiel.
38:25 Gavin Karlmeier
Ich habe da ganz, ganz, ganz viele Emotionen. Wir haben das im Hagnann Discord, den ihr übrigens auf Hagnann. org findet. Ist genauso wie die Abfrage. Für unsere großes Social Schmidt bei der Republika.
38:37 Dennis Horn
Wenn du Emotionen hast, kann man dann bitte jetzt, kannst du einmal kurz direkt doch mal. Funktionen und Emotionen.
38:49 Gavin Karlmeier
Also, wir haben das im Discord gerade schon ausgiebig diskutiert. Ich habe gesagt, wir nehmen das mit, wir müssen das hier klären. Wie nutzt du Pinterest, Dennis? Das liegt wahrscheinlich daran, dass du männlich bist, weil ein Großteil der NutzerInnen von Pinterest sind weiblich oder eher weiblich, neigen dazu eher weiblich zu sein. Und wie nutzen die Pinterest, weißt du's?
39:14 Dennis Horn
Als Inspirations-Bookmark-Dienst, oder?
39:17 Gavin Karlmeier
Sie nutzen es vor allem als Suchmaschine. Ach was. Also. Die ganze, also der Standard-Use Case für Bitch-State. Ja, genau, für bestimmte Themen. Ja, ja, für bestimmte Themen und für Suchmaschine von Bildern, die auf anderen Servern liegen. Also eigentlich wie eine Google-Bilder-Suche mit dem Vorteil, dass es eben Thematische Clusterung gibt und Eingliederung und Sortierung und bestehende Bürger.
39:37 Dennis Horn
Ja, oder auch nicht so viel Unrat, weil ich suche ja nach Inspiration und dort sind nur Bilder, die im weitesten Sinne unter diese Kategorie fallen.
39:45 Gavin Karlmeier
Ja, aber das stimmt für Pinterest auch nicht so ganz, weil du kannst alles dort pinnen und sie haben auch schon eine Offensive gestartet, um Sportthemen groß zu machen. Also Pinterest theoretisch hat sich. . Automatisch, wurde dahin gesagt. Ja, aber ich glaube, das ist ein Gefühl. Ja, okay. Glaube ja. Also müsste ich jetzt sagen. Das heißt ja auch Funktionen und Emotionen, nicht Funktionen und Fakten. Funktion und Elaboration. Also ich. Die Leute nutzen Pinterest wie eine Suchmaschine. Die sozialen Features von Pinterest wird, das ist jetzt keine, habe ich nicht in Zahlen, aber ich habe noch nie einen Menschen getroffen, der sie nutzt. Also. Du hast ja die Möglichkeit, und das ist etwas, das sage ich in meinen Seminaren immer. Was kannst du bei Pinterest an sozialen Features machen? Du kannst Boards erstellen, in denen du Inhalte reinpackst, die du findest auf dieser Plattform und kannst anderen Leuten folgen und ihre Boards dann abonnieren. Das sind dieselben sozialen Features, die Spotify hat. Niemand sagt, Spotify ist ein soziales Netzwerk. Und deswegen würde ich sogar anzweifeln, dass Pinterest eins ist. So, weil die Leute es eben nicht so benutzen, um sich zu vernetzen und Leute bla bla bla bla bla. Wenn Google jetzt Pinterest kopieren möchte, haben sie ja eigentlich drei Möglichkeiten. Und wie immer, wenn ich drei sage, kommt zwei. Nämlich entweder sie versuchen. diese Google-Accounts aufzupusten, dass Leute darin Mootboards erstellen, von denen die KI lernen kann, nach welchen Kriterien diese Mootboards erstellt werden, um dann mit der KI eigene Moodboards zu bauen. Das würde aber implizieren, dass Google in der Lage wäre, ein soziales Netzwerk zu bauen. Das waren sie noch nie. Alle Versuche sind täglich fehlgeschlagen und selbst YouTube, was ein soziales Netzwerk war, ist, seitdem es von Google gekauft wurde, immer weniger zum sozialen Netzwerk.
41:32 Dennis Horn
Plus eins, sage ich da. Zu dieser Argumentation.
41:36 Gavin Karlmeier
Ja, gut. Oder aber sie versuchen einfach nur Ihre Google-Bildersuche Mood Body aufzubauen. Also sie versuchen mit Hilfe von KI, auch wenn hier im Text davon gesprochen wird, dass man Abgrenzung zu KI sucht, versuchen sie eine Möglichkeit zu bieten, dass es früher oder später eine Möglichkeit gibt, dass ich nach Hochzeitskleidung suche und nicht nur Produkte finde, sondern auch Bilder von Menschen, die Hochzeitskleidung tragen. Auf Grundlage von KI, die die Bilder auslesen kann und diese Bilder eben sortiert, auf Grundlage von wie sortieren andere Menschen.
42:09 Dennis Horn
Moment, das heißt, diese Funktion, die jetzt kommen soll, ist eigentlich nur ein Trainingsinstrument für die KI, die irgendwann diese Cluster bilden soll.
42:16 Gavin Karlmeier
Das wäre angesichts der Moves, die Google in den letzten Monaten gemacht hat, logisch. Ja, wenn letzteres der Fall ist, kann das klappen, ist aber so ein bisschen egal, glaube ich. So, wenn ersteres der Fall ist, wird es nicht klappen. Das ist, was ich sagen wollte.
42:32 Dennis Horn
Ich finde so hilflos. Also, das ist so ganz interessant, dass diese ganzen Unternehmen, die ähm irgendwann mal. Mutig vorangeschritten sind, move fast and break things, better done than perfect. Komisch, dabei heißt das doch Mootboard. Bla, dass die jetzt so im Nebel stochern. Und zwar nicht nur so Schritt für Schritt iterativ agil im Nebelstochern, sondern so richtig im Nebelstochern. So wie so ein alter Zeitungsverleger. Das probieren wir jetzt mal aus. Und dann kauft Holzbringt Studie VZ. Scheiße. Also irgendwie. Ist so vom Gefühl her, weißt du, was ich meine? Genauso eben diese Metadiskussion. Machen wir jetzt Reels, Instagram, keine Ahnung, kommt mir genauso vor.
43:18 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Fairerweise muss man bei Google dazu sagen, dass es Teil ihrer Unternehmenstradition ist, jedes Jahr 400 Apps zu starten und auch wieder zu töten. Also wenn du nach killedbygoogle. com schaust, das hat Dennis auch in dem, also nicht du, sondern ein anderer Dennis. im Discord geschrieben. Das ist halt Teil von Googles DNA, viel zu probieren und viel zu scheitern. Aber du hast natürlich recht, es ist nicht so, also sie sind, was KI'n geht, sind sie immer noch sehr weit vorne mit dabei, sie haben da gute Fortschritte. Aber ich glaube, sie werden noch nicht so wahrgenommen von außen. Also wenn ich jetzt 100 Leute frage, mit welchem Chatbot würdest du sprechen, würde ich, glaube ich, nicht einmal 20 Mal das Wort Google hören oder Gemini hören. sondern deutlich häufiger Chat-GPT, Perplexity, was auch immer. Und ich glaube, dass Google da ein Marketingproblem hat vor allem. Und das werden sie aber nicht dadurch lösen. Dass sie so kleine Features bringen, die die Features andere kopieren.
44:14 Dennis Horn
Ja, und das ist das ist eigentlich, was ich meine. Ja, die haben immer viel ausprobiert und so weiter, aber das ist ja was anderes als so neue Sachen ausprobieren. Das ist ja nur kopieren. Und das ist so hier mal glauben, da, darum geht es mir, weißt du?
44:26 Gavin Karlmeier
Ja, ja, genau. Und das ist schade.
44:29 Dennis Horn
Noch weniger Menschen als Pinterest, ähm, als Menschen Pinterest als soziales Netzwerk nutzen, nutzen den Google-Button auf gut Glück. Hast du den jemals genutzt? Hast du den jemals genutzt?
44:41 Gavin Karlmeier
Weißt du, was der macht? Öffnet der nicht einfach das erste so?
44:46 Dennis Horn
Ich weiß nicht, ob das das erste oder das, was man jetzt irgendwie für am relevantesten hält?
44:50 Gavin Karlmeier
Ja, aber genau. Warte mal, ich teste das mal. Ich gebe jetzt mal ein bisschen.
44:54 Dennis Horn
Warum kann ich nicht schlafen, habe ich eben eingegeben. Also, wenn du nur einen Begriff eingibst, kommt immer die Wikipedia. Wenn du aber sowas Komplexeres eingibst, kommt ein.
45:03 Gavin Karlmeier
Bin ich eben auf einer Seite vom Schlafforscher gelandet oder sowieso? Ich habe jetzt Dennis Horn eingegeben und klicke auf gut Glück. Ich lande auf deinem Instagram-Account. Wenn ich aber Dennis Horn Google suche, sagt man das so, doch dein Instagram-Account ist tatsächlich dein erster Treffer. Toll, wie hast du das gemacht? Ich habe einfach das andere rausgenommen aus dem Internet. Du hast die Bettina Wulf gemacht und hast alles gemacht.
45:30 Dennis Horn
Also im Grunde ist die Antwort auf die Frage, die ich eben gestellt habe, die du gibst Nein. So. Und Google hat diesen Button in seiner US-Version jetzt bei einigen NutzerInnen auf AI-Mode geändert. Da steht jetzt AI-Mode mit einer Lupe daneben. Und so ein Verlauf drumherum. Was sagt uns das? Dann chattest du, oder was? Im nächsten Schritt?
45:53 Gavin Karlmeier
Ich schätze, nee, ich schätze, du kriegst dann so eine Antwort. Ein Chatspot, das gibt es noch nicht, ne? Dass man so sagt: Wie viele Menschen leben in Deutschland und kommt als Antwort, ja, so, pff, chicker.
46:04 Dennis Horn
Nee, nee, der SUN oder so, der gibt dir die Antwort ganz normal und sagt dann immer, schätze ich sehr, die Frage.
46:12 Gavin Karlmeier
Ich möchte bitte, dass irgendjemand, ich glaube, ich muss morgen mal Chats GPT bauen. Und der einzige Systemprompt ist: bitte gib immer eine sehr ungenaue Antwort.
46:23 Dennis Horn
Ich brauche eine Zahl zwischen 1 und 20. Dann sagt er, ja, ach, 17.
46:28 Gavin Karlmeier
Weiß auch nicht. Was wollte ich sagen? Achso, AI-Mod. Naja, also dass Google die Suchergebnisse mit so AI-Antworten in den USA vor allem gerade umkrempelt, ist ja bekannt. Ist ein Riesenproblem übrigens für alle, die da draußen in Online-Redaktion arbeiten, alle Hackis, die in Online-Redaktion arbeiten. Weil die Folge davon wird weniger Zero-Traffic sein. Weil die Leute Antworten kriegen. Also wenn du sagst, warum kann ich nicht gut schlafen? Und ich muss gar nicht auf das erste Ergebnis klicken, sondern da steht schon, dass Google sagt, trink mal weniger Wein vom Schlafen. Dann kann ich mir schon denken, okay, reicht. Oder wann ist Zeitumstellung, wann, keine Ahnung, wer kriegt die Einzelhaft Krone, was auch immer. So, dann sind das alles Ergebnisse, die ich da nie, dafür muss ich nichts mehr anklicken. Und das ist der Tod von Zero Traffic. Gleichzeitig sind die aber extrem ungenau, weil wie wir wissen, man denkt sich da was aus und die Google-KI wurde stark mit Reddit-Inhalten trainiert, das ist nicht gut. So.
47:22 Dennis Horn
Na gut, dann haben wir noch ein paar restliche Meldungen, beginnen auch bei Google. Die fallen unter die Kategorie Chronistenpflicht.
47:30 Gavin Karlmeier
Du hast es gerade so gesagt, wie so und jetzt die Nachrichten für den Überblick.
47:35 Dennis Horn
Der Tick, der Agner, Ticker. Der neuseeländische Premierminister, das ist Christopher Luxon. Das Premier einer Mitte-Rechtsregierung schlägt einen Zugang zu Social Media erst ab 16 Jahren vor, nach dem Vorbild von Australien. Wenn die Plattformen keine wirkungsvollen Maßnahmen Dagegen sollen Geldstrafen von bis zu einer Million Euro verhängt werden können. Habe ich gedacht, eine Million, okay, Portokasse. Und das soll als Gesetzentwurf irgendwann ins Parlament gehen in Neuseeland. Machen wir Haken dran, würde ich sagen.
48:07 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das ja, also ich finde, man sollte zumindest diese Diskussion gesellschaftlich führen dürfen.
48:12 Dennis Horn
Genau, sich aus. Und der deutsche Softwarekonzern SAP streicht offenbar sein Ziel für Geschlechtervielfalt. Der kommt da mit den Vorgaben von Donald Trump nach und kippt seine Frauenquote.
48:25 Gavin Karlmeier
Das finde ich so schlimm.
48:26 Dennis Horn
Das kommt ja unter Chronistenpflicht, aber ja, und man muss sagen, es ist ein weiteres Beispiel unter vielen, und wer weiß, wie viele deutsche Unternehmen da irgendwas schon gekippt und geändert haben, ohne dass das irgendwie. Schlagzeilen gemacht hat, größer. Und im Grunde, also vielleicht wolltest du noch ausführen, aber ich finde, im Grunde sind wir da bei unserer, am Ende zählt das Geld Debatte von eben.
48:50 Gavin Karlmeier
Ja. Exakt. Genau, weil die Frage ja auch ist, wollen wir hier und wollen wir Werte vertreten? als Unternehmen oder wollen wir es uns lieber nicht mit der amerikanischen Regierung anlegen, wo wir viel Geld verdienen. Und als gerade als Unternehmen, das eben nicht in den USA sitzt und damit direkte Repressionen zu befürchten hätte,
49:14 Dennis Horn
ist das ein wahnsinnig schwaches Ja, du sagst, wollen wir uns nicht mit denen anlegen oder können die sich als Unternehmen nicht mit der US-Regierung anlegen? Das fällt mir nicht so leicht zu beantworten. Gerade als Aktiengesellschaft wurde irgendwie Leute. Im Nacken hast.
49:30 Gavin Karlmeier
Das heißt, du hast ja ein ganzes System und das ist ja strukturell, oder? Apple hat am vorgestrigen Dienstag iOS 18. 5 gestartet oder gelauncht und in den Update-Notes. Ich weiß nicht, ob du sie gelesen hast. Ich habe das jetzt nicht vorbereitet. Ich muss kurz in den Release-Notes steht, was das bringt, dieses neue Update. Und das stand Wir bringen ein neues Pride Harmony Wallpaper für den Pride Month. Also Apple, ein amerikanisches Unternehmen, das direkte Sorgen oder direkte Folgen spüren würde, wenn es beispielsweise stärkere Zölle mit China gäbe. entscheidet sich in die Release-Notes aufzunehmen, dass das Update der neuen iOS-Version des meistverkauften Handys in den USA das neue Software-Update vor allem einen Hintergrund bringt, der genau mit diesen LGBTQI-Themen sympathisiert oder sich zumindest solidarisiert damit. Und ich finde, das ist Doch ein sehr, sehr, sehr starker Move in einer Zeit, in der Donald Trump eher die AktionärInnen von Apple dazu aufruft, alle DEI-Maßnahmen einzustellen.
50:45 Dennis Horn
Also, ja, wobei, also jetzt so ein Pride Wallpaper ist was anderes.
50:52 Gavin Karlmeier
Meta hat alle Pride Wallpapers aus dem Messenger entfernt.
50:54 Dennis Horn
Ja, aber es ist was anders als eine unternehmensweite strukturelle Entscheidung, ne, sowas zu machen. Also das ist Da gehört ein unterschiedliches Level an Mut dazu, oder?
51:04 Gavin Karlmeier
Ich bin mir da nicht so sicher, weil dieses Wallpaper eben jetzt auf. . Und selbst wenn du es nicht aktivierst, alle, die dieses Update installieren, und das ist jetzt bei Apple immer sehr hohe zweistellige Quote der NutzerInnen, die das Update installieren, sehen ja, dass es dieses Pride Harmony Wallpaper gibt. . Und werden damit mit diesem Thema, ähm auf dieses Thema aufmerksam gemacht, von dem Donald Trump am liebsten hätte, dass es das gar nicht gäbe. Also es ging ja sogar so weit, dass die Fotos von Inola Gay, der, ähm oh jetzt habe ich vergessen, was es genau war, das Flugzeug, das die Atombombe geflogen hat von Hiroshima, war das? Das wäre ich weiß. Ähm, äh, Inodakey. Ein Bomber, genau. dass die nicht mehr auffindbar waren, weil der Begriff gay im Dateinamen aufgetaucht war. Also wir reden ja darüber, dass hier wirklich karlschlagsmäßig verhindert wurde. nicht Heteronormativität als Ideologie zu framen und das als Maxime der Regierung auszurufen, dass diese Ideologie, wie sie eben war, als dass sie wahrgenommen wird, nicht vereinbar ist mit den eigenen Zielen. Und wenn dann Apple, eins der größten Unternehmen und eins der wichtigsten Unternehmen diese Entscheidung trifft, finde ich, kann man als deutsches Unternehmen das irgendwo in Hoffenheim sitzt oder so, auch mal ein bisschen Rückgrat beweisen. Das ist eigentlich, was ich sagen möchte.
52:22 Dennis Horn
Also, es gab die Apple die Hauptversammlung, da hat Tim Cook gesagt, es wird weiter eine Kultur der Zugehörigkeit geben. Man werde aber einige DEI-Richtlinien anpassen müssen. Bisher habe ich wenig dazu gehört, wie dieses Anpassen aussehen wird und was da passieren wird. Und ich bin nicht so überzeugt davon, dass Apple hier Front macht. So ich weiß zum Beispiel nicht, was im Hintergrund verhandelt wird, weil auch da wird es nicht.
52:53 Gavin Karlmeier
Aber wir wissen zum Beispiel Ja, aber wir wissen das bei der letzten AktionärInnenversammlung. Amazon, genau, äh, Amazon hat die DEI-Maßnahmen eingestellt. Selbst Aldi in den USA hat die DEI-Maßnahmen eingestellt. Und damit sind mit Maßnahmen, meine ich ja, nur so Dinge wie Es gibt zum Beispiel barrierefreie Toiletten, könnte sowas sein, weil es sind Diversity, Equality und Inclusion. Equity. Also Vielfalt. Apple hat das den AktionärInnen zur Wahl gestellt, dafür oder dagegen zu stimmen, gegen diese Maßnahmen. Und Tim Cook hat sich selber dafür ausgesprochen, dass sie erhalten bleiben sollen. Also ich will mich nicht schützen für Apple stellen, weil das eben auch ein Unternehmen ist, das möglicherweise Entscheidungen trifft. Cook hat eine Million in den Inauguration Fund von Donald Trump gespendet und so. Aber ich finde, dass das schon sehr viel mehr Rückgrat ist, als man von anderen Unternehmen gerade eher so
53:46 Dennis Horn
Ja, da komme ich noch zu keiner Bewertung, weil es kann genauso gut sehr viel mehr professionelle Verhandlungen im Hintergrund heißen. Wir werden es vielleicht irgendwann sehen.
54:00 Gavin Karlmeier
Ja, Google, die auch als relativ stabil galten, haben ja auch angekündigt, dass sie zum Beispiel die KI für die neue Grenzüberwachung zu Mexiko Entwickeln wollen für Donald Trump. Und solche Entscheidungen hat Apple noch nicht gemacht. Sag ich ja nur. Das sag ich auch noch. Tipp, tipp, tipp. Meine Meinung. Nur klar. Es geht ja hier auch gar nicht um Apple eigentlich. Wir können auch noch mal ein bisschen darüber sprechen, was Mark Zuckerberg eigentlich gerade so macht. Mit wem schlägt er sich heute? Das war's für heute. Ja, wir sind durch. Wir hören uns wann wieder, wir beide. Also ich kann schon mal sagen, abends. Ja, sag mal, sag erstmal und ich bin. Wann erscheint dieser Podcast hier immer? Achso, am Freitag.
54:37 Dennis Horn
Nee, wir hören uns nicht am Freitag wieder.
54:39 Gavin Karlmeier
Ne, wir nicht, aber wir hier, Hakis und ich und Thorstenbeek. Wir hören uns hier alle am Freitag. Wir hören uns nächsten Morgen wieder. Genau. Ah ja, schön. Gut, ja, dann machen wir das so. Vielen Dank, habt eine schöne Restwoche. Genießt die Sonne und bitte hagnaden. org beantwortet die Fragen, die Dennis am Ende. Wir brauchen 100 Leute.
54:59 Dennis Horn
Die Nicole zum Schützen bringen. Mich bringt ja keine Frage zum Schützen, ich mach das Ding.
55:04 Gavin Karlmeier
Aber so wie wir Nicole in den letzten Wochen der Vorbereitung dieses Talks erlebt haben, hat die die 100 Leute innerhalb von drei Minuten zusammen. Gut, so. Mehr dazu erzählen wir dann. Danke, dass du da warst. Wir hören uns hier wieder, wie gesagt, am Freitag mit Thorsten Weg. Danke und tschüss.