Digitalminister Wildberger spricht auf der re:publica, Zuckerberg ist neidisch auf Elon Musk und eine neue Scam-Masche greift auf TikTok umsich.
Aufgezeichnet während der re:publica 2025.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Jannis, grüß dich, Gavin. Wir sind hier auf der Republika. Wir sitzen, haben uns ein ruhiges Flächchen gesucht, zumindest das ruhigste, das wir gefunden haben. Ich hoffe, der Sound ist okay für alle Beteiligten.
00:17 Jannis Schakarian
Ja, außerdem gehört es ja dazu, dass wenn wir beide zusammen aufnehmen, eigentlich irgendwas tonmäßig besonders klingt.
00:23 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt. Wir haben schon zusammen eine Folge aus dem Zug aufgenommen, eine Folge aus einem Tesla aufgenommen. Und jetzt hier. Und ich glaube, das nächste Mal gibt es noch diesen Heißluft. Von der Welt oder von Sat 1, da könnten wir vielleicht das nächste Mal ran. Oder aus dem Zeppelin, durchs Wohlgebiet fährt immer ein Zeppelin. Genau, bei mir ist heute Janis Schakarian, scheidender Audio-CVD-Bandspiegel. Und ich freue mich, dass du hier bist. Wie geht's dir? Wie ist die Reinpublikerstimmung dieses Jahr?
00:47 Jannis Schakarian
Ich freue mich auch hier zu sein. Republika ist eigentlich wie jedes Jahr gut. Wenn man sich wenig Talk dran hört und viel auf dem Hof rumsteht und Bier trinkt, ist es hervorragend. Kann ich nur empfehlen.
00:57 Gavin Karlmeier
Ich finde die Talks auch gut dieses Jahr. Wir haben ja am Montagabend unsere Haken dann. . Gameshow gespielt und wirklich phänomenal, weil eigentlich war ja nur geplant, Nicole und Dennis gründen ein Team und in dem Team müssen sie Familienduell miteinander spielen zu Social Media Fragen, bei denen über 300 Leute von euch mitgemacht haben. Und diese Teams waren aber fantastisch. Wir hatten Franziska Blum, Thorsten Beek, Christopher Lauer hat sein Comeback gegeben, genau der Republikabühne. Genau, Nils Buckelberg, Dax Werner, Viktoria Reichelt war dabei. Ich habe auf jeden Fall wen vergessen. Also wir waren gefühlt 40 Leute auf dieser Bühne, es waren fest. Es kommt bald zu YouTube, wir behalten euch auf dem Laufenden. Ansonsten ist tatsächlich das, was du sagst, auch die Einschätzung, die ich so wahrnehme. Also alle Leute, mit denen ich so spreche und fragen, und wie ist der Weib dieses Jahr? Antworten immer sowas wie: Der Weib ist routiniert. Also die Republika ist, finde ich, angetan. Wir wissen jetzt, was wir hier zu erwarten haben. Und ich finde aber, dass es der Veranstaltung nicht schadet. Also es ist nicht so, dass man hier hinkommt und denkt, ah ja, Mauch the same, jedes Jahr das Gleiche. Sondern es ist eher so ein Homecoming. Wir gleichen uns mal eben ab und wo ist gerade so der Stand.
02:02 Jannis Schakarian
Ich habe das Gefühl, es gibt gerade so ein bisschen so eine Lauerphase. Christopher Lauer Phase. Genau. Christopher Lauer Phase, dass alle so warten, was passiert als nächstes. Was wir hier auch immer besprechen, es gibt so diese großen Auseinandersetzungen mit den großen digitalen. Konzern, die laufen aber alle, das ist so in so einem Zwischenpunkt. Das ist auch klar. Mastodon wird es weitergeben, aber ist es das nächste große Ding, weiß ich nicht. Also, ne, so und auch was die neue Bundesregierung. Und sonst gibt es ja hier auch oft ein Abrechnen und Abarbeiten an der Regierung und das kann noch nicht stattfinden, weil die noch nicht wirklich angefangen haben. Loszulegen. Das spürt man hier schon ein bisschen. Es sind auch kaum Ministerien da, also mit Ständen, was sie sonst immer waren. Ich glaube, das Berliner Bürgeramt kannst du hier irgendwie deinen Führerschein beantragen. Die sind da, aber das zieht sich so. ein bisschen so als Stimmung umgehen.
02:58 Gavin Karlmeier
Ja, das verstehe ich. Und was ich so wahrnehme, ist, dass aber genau diese Themen dieses Jahr auch gleichzeitig sehr auf dem Punkt sind. Also man erlebt schon, dass sich die Themen, wie regulieren wir große Tech-Konzerne, was machen die Tech-Bros mit unserer Gesellschaft, unserer Demokratie. Welche Angebote können wir aus Europa dagegen setzen? Wie ist die Wucht der öffentlich-rechtlichen Medien als möglicher Player einer Plattform? Das sind schon so die Themen, die dieses Jahr hier so dominieren, finde ich. Und das meinte ich eben mit auch auf den Punkt gebracht dieses Jahr. Man hat schon das Gefühl, dass man hier so mit einer Stimme spricht. Gleichzeitig erlebt man aber auch, das, was du sagst, ich stimme dir zu, aber dass für die Politik diese digitale Gesellschaft hier auch als wichtige Stimme wahrgenommen wird. Also Friedrich Merz war hier im Rahmen des WDR-Europaforums als Bundeskanzler auf der Republika finde ich schon immer ein Zeichen für, wir nehmen das ernst. Aber wenn wir das ja aufnehmen, am Dienstag um halb eins gerade auch Carsten Wildberger, den neuen Digitalminister, gesehen, der einen kleinen Impulsvortrag gehalten hat. Wie war dein Eindruck?
03:59 Jannis Schakarian
Ja, es war ganz interessant, also glaube ich gut, dass er hier war. Der war ja auch so ein bisschen, was heißt, unbeschriebenes Blatt, aber man dachte sich so, okay, was wird er machen? Er war vorher CEO von Saturn Media Markt und man dachte, okay, jetzt kein erfahrener Diktator. Digitalpolitiker, sondern halt ein Geschäftsführer. Was soll er machen? Er hat hier schon sehr die Gemeinsamkeiten betont und glaube ich auch versucht, diese Achtung, Republika Bingo Netzgemeinde für sich zu gewinnen. Die Gemeinsamkeiten betont und gesagt, Digitalisierung muss Akzeptanz finden, dass man die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen muss und dass Digitalisierung auch von den Menschen kommen muss. Und da hoffe ich. Auf die Unterstützung hier. Ansonsten gab es immer wieder Applaus, sobald er das Wort Open Source in den Mund genommen hat. Auch versprochen hat, darauf so einen Digital-Stack für die Verwaltung zu bauen und den auch weitgehend Open Source. zu machen. Das ist glaube ich ein Punkt, an dem man ihm mindestens hier auch messen wird. Ob er das auch tatsächlich umsetzt. Ansonsten fiel bei ihm. Na klar, mit seinem Hintergrund oft die Wörter Startup und Wirtschaftsforderungen. Also dass Digitalisierung auch eine Chance sein kann für neues Wachstum in Deutschland. So und der er darauf auch setzt. Einen Punkt hat er so ein bisschen rausgegriffen.
05:24 Gavin Karlmeier
Digitales Bezahlen war für ihn so ein Thema, dass wir da auch dringend haben.
05:27 Jannis Schakarian
irgendeine europäische Lösungen brauchen in irgendeiner Form. Ich weiß nicht, ob das so sein Hintergrund ist, dass er ein Problem damit hat, dass er mal was an PayPal abdrücken muss. Oder ob das wirklich sowas ist, okay, da haben wir was verpasst und wir brauchen andere Anbieter.
05:42 Gavin Karlmeier
das so ein bisschen, das ist natürlich, oh hier wird im Hintergrund Kaffee geklopft. Ich finde, das ist ein bisschen eine Low-Hanging Fruit, dieses Thema. Natürlich gibt es dieses PayPal-Dilemma zum Beispiel, es gibt einen europäisches Gegenangebot der Girobanken in Deutschland und in Europa. Das muss natürlich erstmal angenommen werden. Also wenn du einmal so einen platzierten Betreiber hast wie PayPal, wie willst du dagegen vorgehen, außer irgendwie ein attraktives Gegenangebot zu machen? gleichzeitig diesen leider immer noch dranhaftenden Muff des europäischen Datenschutzes dran hast, im Sinne von, nein, du musst erstmal einen Brief kriegen mit einem Code. Ist da jetzt nicht der Fall, aber das hängt da natürlich so als Klischee dran. Dann ist es schwierig, das irgendwie sexy zu machen, glaube ich. Gleichzeitig hat aber die Rechtsprechung ja zum Beispiel Apple auch mittlerweile vor die NFC-Schnittstelle in Teilen öffnen zu müssen. Das heißt, auch die Banken werden dort mittelfristig eigene Angebote auf den iPhones haben, ohne den Umweg über Apple Pay zu gehen. Ist, finde ich, so ein Thema, damit wird er natürlich schnell Erfolge haben, weil er sich da ein bisschen ins gemachte Nest legt.
06:49 Jannis Schakarian
Ja, und er hat dann immer wieder betont: also mit dem Datenschutz hat er gesagt, ja, wir müssen schon auch Chancen schaffen und so. Es klang schon auch so nach Bedenken ablegen und Chancennutzen und hat aber immer wieder betont, dass er so eine wertebasierte digitale Öffentlichkeit, digitale Dienste haben will, welche Werte er so zu 100 Prozent. damit er meint, also er hat gesagt, irgendwie freiheitlich und demokratisch und so, natürlich auch in abgrenzung so ein bisschen zu dem, was wir bei den US Tech Plattformen gerade sehen. Aber inwieweit und welche dieser Werte dann noch mal verhandelbar sind, das blieb so ein bisschen offen. Dazu war es auch zu kurz, um das irgendwie zu machen. festzunageln und man hat auch gemerkt, sie sind noch sehr im Aufbau. Markus Beckedal hat ihn dann gefragt, worüber sie denn gerade kommunizieren, ob das jetzt Signal ist oder in der WhatsApp-Gruppe, dann ist er lieber ausgewichen und hat gesagt, sie machen ganz viel Telefon und im persönlichen Austausch. Also sie scheinen keinen Microsoft Teams zu haben oder keine Ahnung.
07:46 Gavin Karlmeier
Das ist wahrscheinlich eine Stickle-Gruppe. Interessant finde ich aber, weil du eben das auch angesprochen hast, dieses Loslösen von amerikanischen Tech-Konzernen, eine eigene Infrastruktur zu schaffen, die teilweise auf OpenStreetMap. Aber auch auf eigenen Cloud-Angeboten basiert. Das ist interessant, weil jetzt gerade kam die Meldung, dass, also Heise berichtet es unter anderem, dass die Bundeswehr eine private Cloud installieren wird, bei der sie auf den Dienstleister Google setzen wird. Google wird für die BWI. IgmbH, also die Bundeswehr, eine Bundeswehreigene und ein bundeswehreigenes Unternehmen bis zu Ende 2027 Cloud-Instanzen für die deutschen Streitkräfte installieren, die dann zwar auf einem Bundeswehre eigenen Rechenzentrum laufen und die halt nur von Google sozusagen eingerichtet. gewartet werden. Aber dennoch, Unabhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen sieht anders aus, als sich jetzt nochmal Google dazu zu holen, um ein paar Server aufzustellen.
08:35 Jannis Schakarian
Ja, und da merkt man natürlich, wie weit wir da doch hinten dran sind, dass man sagt, okay, wir brauchen irgendwie ein State-of-the-art-Ding. und haben eigentlich die Software nicht, dann nehmen wir lieber das von Google, das ist irgendwie erprobt. Aber man kann sich nie ganz, und das klingt sehr verschwörungstheoretisch, aber das ist ja das, was gerade diskutiert ist, man kann sich nie ganz sicher sein, ist da vielleicht doch eine Hintertür drin für die NSA.
08:57 Gavin Karlmeier
Oder einen Kill Switch oder so.
08:59 Jannis Schakarian
Genau, die Bedenkenträger rein zu machen. Und das ist einfach ein bisschen das Problem, was da drin steckt, zu sagen, okay, wir haben eigentlich nichts anderes als Google, die dann sagen, okay, wir installieren euch jetzt auf euren Servern, aber man.
09:12 Gavin Karlmeier
muss ich dann doch auf sie verlassen. Ja vor allem also eine, ich glaube, das ist nicht ganz trivial, eine komplett sichere, abgeschottete Cloud-Umgebung für eine Militäreinheit sozusagen für die Bundeswehr zu gewährleisten. Da muss man sich auf einen großen Player vermutlich verlassen. Die Frage ist nur, ob bis Ende 2027 es sich möglicherweise Varianten gegeben hätte, die eben nicht so ausgesehen hätten, dass man sich Google ins Bett holt. So. Naja, naja. Ansonsten hat Bloomberg, wir gehen mal ein bisschen in die Themen, einen Text veröffentlicht, in dem es So ein bisschen um die Frage geht, wie viel profitiert Meta eigentlich von der Annäherung an Maga und wie viel Maga ist eigentlich schon in Meta? Ja, es ist nicht so wahnsinnig viel Neues, sondern Bloomberg hat nochmal so diesen Shift von Mark Zuckerberg.
09:59 Jannis Schakarian
Und ein paar interne Quellen aufgetan, dass bei Meta längs nicht alle happy damit sind. Auch das wussten wir schon so ein bisschen. Was ich neu fand, ist, dass es tatsächlich auch wohl eine Anwendung ist. Elon-Envy bei Mark Zuckerberg gab. Also Meta hat wohl regelmäßig die Public, die Öffentlichkeit befragt, wie Mark Zuckerberg und andere so wahrgenommen werden. Und Elon Musk wurde wohl als deutlich innovativer wahrgenommen als Mark Zuckerberg. Und das hat ihn wohl sehr gewurmt und ihn hat eben auch gewurmt, dass er eben, ja, dass Elon zu der Zeit als irgendwie cool und innovativ wahrgenommen wurde und gleichzeitig eben alle möglichen Regeln brechen konnte. und ihm das nicht auf die Füße fiel, während Zuckerberg zu der Zeit eben ganz stark im Fokus, vor allem der demokratischen Regierung, stand. Und das war ihm wohl unwohl. Und dann hat ihm Joel Kaplan damals geraten, du, die Republikaner, Die Planer werden eigentlich deutlich besser für uns politisch. Und darauf ist wohl Zuckerberg dann irgendwann eingestiegen, umgeschwenkt und hat angefangen, das vorzubereiten.
11:12 Gavin Karlmeier
Interessant diesen Punkt, weil wir auch bei Elon Musk häufig darüber diskutiert haben, wie viel narzisstische Motivation oder wie viel Ego-Motivation, um es ein bisschen vorsichtiger zu formulieren, wobei wir über Musk, glaube ich, auch ohne Probleme von Narzissmus sprechen können. Aber wie viel Ego-Motivation steckt eigentlich in seiner Radikalisierung. Also wie viel ist davon auf richtige politische Ideologie und wie viel macht er, weil er glaubt, dass in dieser Maga-Bubble oder in der rechten, rechtskonservativen, rechtslibertären Bubble in den USA vielleicht mehr Ja-Sager dabei sind, die Elon. . Das geben, was er will, nämlich Anerkennung. Ich finde das Thema hochinteressant, weil wenn wir jetzt erfahren, dass man im Zuckerberg, der von außen sehr lange als so Aalglatt galt, als jemand, dem ja fast so was Cyborghaftes zugeschrieben wurde, weil er sich irgendwie nicht zu einer Emotion hinreißen ließ. Wenn man da jetzt sozusagen jetzt erfährt, dass auch dieser Mann offenbar aus Gründen gehandelt hat und vielleicht auch sein Unternehmen mehr in diese politische Richtung geschoben hat, weil er davon selber profitiert im Sinne von. . öffentliche Wahrnehmung oder Prestige, finde ich das sehr interessant.
12:19 Jannis Schakarian
Ja, und es gibt aber große Zweifel, wie viel ihm das am Ende genutzt hat. Am Anfang hat das eben so ein bisschen funktioniert, da hat man gesagt, gesagt, ah ja gut, als dann JD Vance diese Rede auch in Europa gehalten hat und gesagt oder gegen Europa eigentlich gehalten hat und gesagt, ihr begrenzt hier Free Speech und so, da hat wahrscheinlich bei Mark Zuckerberg schon die Säckkorken geklappt Aber seitdem wird berichtet, dass es eben immer noch eigentlich eine tiefgreifende Flucht und Misstrauen zwischen dem Trump-Maga-Team und Mark Zuckerberg gibt, weil er eben damals ja nach dem 6. Januar Trump, aber auch viele der der Unterstützer und so von der Plattform geworfen hat. Und sie ihm das nicht so ganz abnehmen, auch wenn natürlich viele sagen, okay, diese Nähe zu Free Speech ist eher seine politische Haltung. Ja, was noch interessant war, ist, es gibt wohl interne Lesezirkel, wo Careless People gelesen wird bei Facebook bzw. Meta, also das Buch von Sarah Wynne Williams, der Whistleblowerin.
13:23 Gavin Karlmeier
Meta Buchclub.
13:24 Jannis Schakarian
Genau, Meta-Buchclub. Mark Zuckerberg wurde wohl auch nach diesem Joe Rogan-Auftritt auch intern von seinem Führungszirkel so ein bisschen konfrontiert, um zu fragen, du, was meinst du jetzt genau mit dieser maskulinen Energie, die wir mehr brauchen? Da hat er wohl gesagt, ja, war nicht das Beste. Die beste Wortwahl ist aber auch nicht wirklich zurückgerudert, sondern hat er gesagt, die USA braucht mehr Aggressivität und Wettbewerb und Wettkampf in die für die Unternehmen. Das bin ich mir n das glaube ich bei ihm nicht so ganz, sondern es dauert, glaub ich, bei ihm länger, ihn in eine andere Richtung zu schubsen. Aber was jetzt die Das massive Bedenken ist, ist eigentlich, dass er in alle Seiten die Brücken verbrannt hat. Also er schafft es nicht, bei dieser Maga-Crowd endgültig durchzudringen. Und die Demokraten sagen jetzt auch, alles klar, okay, du hast hier Fact-Checking abgeschafft und irgendwie alles über Bord geworfen. sobald es dir opportun schien. Und es gibt wohl Versuche, auch da erzaghaft so ein paar Brücken nicht, sondern so Stege zu behalten, falls nach der nächsten Wahl es wieder umschwingt. Aber die Angst ist eben, dass Zuckerberg jetzt damit sich in alle Richtungen sich eigentlich verdorben hat.
14:47 Gavin Karlmeier
Und wir haben das damals hier ja auch schon mal als These aufgestellt, dass durch dieses große Video von Zuckerberg im Januar, mit dem er eben all diese Brücken abgebrannt hat, dass er sich damit durchgeht. leider auch die Möglichkeit nimmt, in vier Jahren zurückzurudern, weil er zu massiv das Unternehmen in Richtung Trump geschoben hat. Und das könnte darauf hinweisen, dass Zuckerbergs Tage sollte Trump nicht Jetzt für immer im Amt bleiben, was auch leider nicht auszuschließen ist, dass er damit möglicherweise auch das Ende seiner Tage beschlossen hat.
15:18 Jannis Schakarian
Ja, und wir sehen es ja, ne? Also er kommt eben bei Trump auch nicht weiter, weil Trump weiterhin sagt, ey, ich behalte weiterhin TikTok. Die Plattform nützt mir irgendwie was und das ist eigentlich gerade der ärgste Konkurrent für Meta. Und sie hatten wahrscheinlich gehofft, mit Trump das schnell loszuwerden und das besetzen zu können. Und. Ja, da sitzt er dann da und es könnte natürlich jetzt gut noch passieren, dass er in diesem ganzen FTC Verfahren dann doch noch für ihn auch schlimme Einschnitte kommen, die er eigentlich gehofft hatte, unter so einer republikanischen Regierung vermeiden zu können.
15:54 Gavin Karlmeier
Alle gedacht. Also alle gingen davon aus, dass die FTC, bei der Trump ja auch direkt das ganze Unternehmen umgebaut, also die ganze Behörde umgebaut hat, Leute rausgeschmissen hat, die Präsidenten rein republikanisch besetzt hat, obwohl das sozusagen ein Präzedenzfall war, in dem Moment, weil eigentlich immer galt, dass die dass die FTC ihre bilateral. Ne, wie sagt man? Bipartisan Bipartisan, sagt man das so? Ja, wahrscheinlich schon. Zweiparteilich, ausgewogen, genau, paritätisch besetzt wird besetzt wird. gingen alle davon aus, dass die FTC sich nicht mehr wirklich in solche Kartellprozesse einmischen wird. Die Wahrheit ist aber eine andere. Also die Wahrheit ist, dass Google im Moment immer noch ein Kartellverfahren anhängig hat und dass Meta eben immer noch in diesen Prozess hängt, der ja schon länger läuft, ehrlicherweise. um zu klären, ob der Kauf von WhatsApp und Instagram vielleicht gar nicht rechten zwar. Das haben sich die Tech Bros, glaube ich, da ein bisschen anders vorgestellt an der Stelle. Und es gibt auch ein paar News von diesem Verfahren. Denn die Metaverteidigungslinie ist jetzt zu Ende. Also jetzt sind wir quasi an einem Punkt, dass alle ihre Punkte vorgebracht haben und jetzt die RichterInnen bald entscheiden müssen, wie geht es denn jetzt weiter, was ist eigentlich der nächste Schritt. Also die sechste und letzte Woche beginnt in diesem Prozess und wir sind hochgespannt, wie das weitergeht, wie James Bosberg entscheidet und ob die FTC sich durchsetzen kann mit ihrer ja teilweise relativ dubiosen Marktdefinition, dass der einzige Konkurrent von Meta in Miwi und Snapchat sind. Und nicht etwa TikTok oder eben iMessage.
17:32 Jannis Schakarian
Ja, und klar, Sie haben die so gezogen, um zu zeigen, es gibt keine Konkurrenz. Meta hat die ganze Konkurrenz erstickt. Ist die Frage, ob ihnen das nochmal auf die Füße fällt, wenn Meta da sozusagen. . die Richter vom Gegenteil überzeugen kann. Und wie immer bei diesen Karteiverfahren, oft hat man das Gefühl, sie kommen halt zu spät, wenn eigentlich schon der nächste Schritt da ist.
17:55 Gavin Karlmeier
Das sehen wir in dem Google-Verfahren auch, wo man sagt.
17:58 Jannis Schakarian
. Wo dann Eddie Q von Apple sagt, wir gucken eigentlich längst auf AI-Search Engines sozusagen. Google für uns gar nicht mehr wichtig, außer diese, was sind es, 20 Milliarden, die sie uns zahlen, die hätten wir schon noch gern. Das sehen wir hier auch so. Wir fangen an, Facebook zu regulieren, wo Facebook schon fast tot ist. Trotzdem ist der Metakonzern natürlich massiv in dem, was er an Daten anhäuft. Und auch wir versuchen, auch in der Zukunft irgendwie relevant zu bleiben mit eigenen Investitionen in AI.
18:29 Gavin Karlmeier
Klar, und das wird jetzt auch interessant. Also tatsächlich habe ich auch gelesen, dass Meta massive Probleme hat, Talente zu halten. Also die Mitarbeitenden, die eben an der Meta-AI und am Lama-Modell mitgearbeitet haben, ziehen wohl nach und nach ab. gehen zu anderen KI-Unternehmen und das macht für Meta macht es ein großes Problem, weil dieser War for Talents, den sie eben nicht nur auf den Plattformen, sondern auch im Hintergrund betreiben, dadurch immer härter geführt werden muss.
18:54 Jannis Schakarian
Ja und wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt Menschen, die sind tiefer in KI drin als ich, aber wartet man immer noch auf das nächste Modell von Meta und es wird und wird einfach nicht released, was dafür spricht, dass sie einfach nicht hinkriegen, ein viel besseres Modell zu bauen, was mit den aktuellen GPT4 oder auch Deep Seek wirklich mithalten kann und Gemini genau vor allem auch was die Ressourcen angeht.
19:23 Gavin Karlmeier
Ja, total. Ansonsten, was in diesem Prozess noch passiert ist, als kleine Meldung, Brian Acton war nochmal im Zeugenstand, Mitbegründer von WhatsApp und hat erklärt, dass ohne Meta die Apps nicht so gut wären, wie sie heute sind. Also die Meta hat Ressourcen genutzt, um diese Apps geil zu machen, sozusagen nach vorne zu bringen, Instagram und WhatsApp zu den bestmöglichen Varianten zu verhelfen. James Bosberg, der Richter des Prozesses, hat Zweifel an dieser Aussage schon angemeldet und meinte, die Apps sind wahrscheinlich nicht nur so gut, wie sie sein können. gerade, also Meta hat das wahrscheinlich nicht alleine ermöglicht, ist so seine Skepsis. Und Kevin Sistram, der hat ja damals der Instagram-Mitbegründer auch gesagt, dass Meta eigentlich Ressourcen sogar zurückgehalten habe, die der App geholfen hätten, zu wachsen oder sicherer zu werden. Also vielleicht wird es sich an dieser Frage am Ende entscheiden. Hat Meta wirklich alles gegeben, um WhatsApp und Instagram so fantastisch zu machen, wie sie sind, oder haben sie es möglicherweise doch nur gekauft, um Wachstum zu verhindern?
20:18 Jannis Schakarian
Ich habe dazu noch ein Interview mit Adam Mosseri gehört, der gesagt hat, man hat alles. . Also er war immer ganz neidisch, was Instagram alles durfte bei Meta, als er noch den Facebook Newsfeed dafür zuständig, weil die hatten so viele Freiheiten, die konnten alles machen. Klar, für die hat sich das weniger angefühlt, weil sie natürlich in dieses Konzert, aber für ihn war das immer und jetzt ist er da und das ist ja, also er hatte also ganz viele Freiheiten und das ist ganz toll.
20:41 Gavin Karlmeier
Na klar. Klingt nach so nach so einem Interview, dass er nicht so gegeben hätte, würde nicht gerade dieses Verfahren laufen.
20:47 Jannis Schakarian
Musseri, warum setzt du dich da gerade hin? Und jetzt, wo du es erzählst, dachte ich, ah, Moment.
20:53 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wohl so. Ich habe eine kleine TikTok-Meldung noch mitgebracht. Und zwar gibt es gerade wohl eine Art Scam Attacke auf TikTok, um bei der Leute helfen mit Hilfe von Social Engineering and KI generierten Videos Leuten so Hacks zu geben. Also wir wissen TikTok wird sehr, sehr häufig benutzt, um so Live Hacks zu finden. Oder welche Apps kannst du anders benutzen, um irgendwie damit Geld zu sparen, bla bla bla bla bla. Jetzt gerade gibt es so eine Welle von Leuten, die so Tutorials erstellen, in denen sie erklären, wie du Spotify umsonst nutzen kannst oder CapCut umsonst nutzen kannst. Erklären sie teilweise auch irgendwelche Begriffe, die du in die PowerShell, also ins Terminal eingeben musst und so weiter und so weiter. Und da drin liegt wohl der Ansatz, dass sie dich dazu verleiten, dadurch eine Software, eine Backdoor zu installieren, ein Skript, eine Malware am Ende. die dir einen Trojaner installiert, die dir eine Software installiert, die Schaden anrichtet oder die eben irgendwie auf deinem Rechner dazu führt, dass deine sensiblen Informationen geklaut werden können. Also eine ziemlich perfide, eine ziemlich perfide Art von Scam, weil gerade die Leute die eben ja über TikTok versuchen, zum Beispiel CapCut gratis zu benutzen. Und also das ist eine Software, die kostet halt 4, 5, 6 Euro, sind wahrscheinlich junge Menschen, sind unbedarfte Menschen, die dann eben darauf reinfallen und das dann eben genauso machen. Also Vorsicht. Glaubt nicht jeden TikTok live. Ja, so wie ich auch in der letzten Folge erzählt habe, glaubt auch nicht jeder E-Mail, die so aussieht, als wäre sie von Facebook. Um ansonsten Kleinigkeit noch zu Tim Cook. Es gibt die Geschichte, dass Tim Cook wohl also Apple Chef eigentlich auch eingeladen war. Donald Trump, Elon Musk, Jansen Wang und all diese anderen Tech Bros auf die Reise in den Mittleren Osten zu begleiten, das aber abgelehnt hatte, was dazu führte, dass Donald Trump über Tim Cook gelästert hat, auch in Interviews, und gesagt hat, ja, also Tim Cook ist ja nicht hier, aber Jensen Wang von Nvidia schon. Das spricht ja auch Bände, so nach dem Motto. Ich finde, das ist ein weiteres Indiz dafür, dass Apple sich schon ziemlich klar gerade versucht, nicht voll vereinnahmen zu lassen von Donald Trump und der rechtslibertären Regierung.
23:02 Jannis Schakarian
Ja, und wenn ich daraus jetzt eine Meta-Erzählung mache, ist es schon, mit was ich gerade erzählt habe, auch von Zuckerberg. Elon Musk hat sich von Doge zurückgezogen. Tim Cook versucht, die richtige Menge Distanz zu wahren, dass vielleicht von diesen Tech-CEOs, die am Anfang bei der Inauguration alle geschlossen hinter ihm standen. Viele dann doch sich fragen, Moment ist Trump so gut für uns? Wie viel kommt da wirklich? Und da eher wieder ein bisschen auf Distanz gehen, vor allem weil sie sehen, es bringt uns nichts. Apple hat massiv Probleme mit diesen China-Tariffs und es ist auch relativ klar, dass sie sich nicht mehr so gut haben. Dass Donald Trump einfach nicht versteht, dass es rein faktisch nicht möglich ist, iPhones in den USA herzustellen. Sie hatten ja dann gesagt, okay, wir. Bauen einen Großteil der iPhones für die USA in Indien. Dann hat Trump gesagt, das finde ich aber auch nicht gut. So, weil er hat ja versprochen, Manufacturing back to the US und so. auch da nicht wirklich sich auf Kompromisse einfach einlässt und dass Apple massiv unter Druck setzt, die glaube ich wirklich ihre Fälle davon schwimmen sehen oder die iPhones viel teurer machen müssen. Zuckerberg, wo intern massiv gefragt wird, sag mal, was hat uns das jetzt eigentlich gebracht? Und Elon Musk, der auch eigentlich vor den Ruinen seines Schaffens steht. Mit Doge hat er lange nicht erreicht, was er versprochen hat. Von den zwei Triarden hat er irgendwie acht Prozent eingespart. 150 Millionen, wenn man großzügig rechnet.
24:35 Gavin Karlmeier
Und die auch noch auf dem Rücken von den Ärmsten der Arm, ne?
24:38 Jannis Schakarian
Genau und auch die merken jetzt, Moment, du kannst gegen diese Magerkraut eigentlich nicht Magerkraut irgendwie.
24:46 Gavin Karlmeier
Das ist man, wenn man Bauchschmerzen hat. Lecker Magerkraut mit Würstchen. Aber ich finde, die Frage, die du damit ja eigentlich aufwirfst, ist, handelt Tim Cook so, weil er. Ein Reihen, also weil er glaubt, dass die wirtschaftlichen Veränderungen, die Trump mitbringt, nicht so überzeugend sind, wie sie anfangs ausgesehen haben. Oder handelt Tim Cook auch aus ideologischen Gründen? Oder weil er glaubt, dass er weltweit am Ende davon stärker profitieren kann? eben nicht völlig in den Dienst von Trump zu stellen. Weil klar ist ja, dieser erste Boom an den Märkten, wir sind jetzt beide keine Börsianer, Wie man sagt, auch wenn du die passende Brille dazu aufhast, ihr seht das bei YouTube. Wir sind es beide keine BWL-Laso und keine Zahlenmenschen, aber Dieser erste Boom hat ja eher darauf schließen lassen, dass die InvestorInnen, die AktionärInnen und auch die UnternehmerInnen eher daran glauben, dass Trump ein besseres wirtschaftliches Umfeld schaffen kann. Das war aber nicht so. Indem er diese Zölle dann irgendwann erhoben hat, haben alle festgestellt, okay, er schadet uns eigentlich gerade nur. Aber die Frage ist ja tatsächlich: gehen sie jetzt deswegen auf Distanz, weil sie feststellen, dass diese von diesem großen Versprechen nicht für übrig ist? Oder war Apple im Zweifel schon immer nur? in dem Team, wir machen so viel wie wir müssen. Weil klar, Tim Cook hat auch diese eine Million in den Inauguration Fund gespendet, wie die meisten dieser großen Tech Bros. Gleichzeitig hat Tim Cook aber auch die AktionärInnen angehalten, die DEI-Maßnahmen bei Apple eben nicht aufzuheben, wie das andere Unternehmen gemacht hätten. wie beispielsweise Meta oder Amazon oder die meisten anderen.
26:16 Jannis Schakarian
Ich äh jetzt hier auch guck nicht mehr verteidigen als er muss, aber ich würde auch mal sagen, er ist ein ein schwuler Mann so, dass er jetzt nicht der beste Freund von Donald Trump und wird, ist, ist glaube ich klar. Und was man auch merkt im Vergleich zu den ersten Amtszeiten, was ich gerade sagte, Trump lässt sich nicht mehr auf Kompromisse ein, dass er ja auch sich anscheinend nicht mehr mit diesen rein. Guten Nachrichten oder diesen so vorgeschobenen Meldungen zurechtgibt. In der ersten Amtszeit gab es dieses Tim Cook und Tim Apple und Donald Trump eröffnen zusammen die Mac Pro Fabrik. Stimmt. in den USA. Und das war so, okay, das war für Apple nicht, hat ihnen nicht groß wehgetan. Sie konnten dann sagen, made them in America, aber die Dinger kosten eh 10. 000 Euro. So, dann fällt die Labourkosten nicht groß auf, beziehungsweise waren eh Maschinen, die es gebaut haben. Bei dem iPhone versteht halt Apple keinen Spaß. Da geht es richtig um wahrscheinlich viele Milliarden. Da können sie auch gar, also da kann er gar nicht mehr nachgeben. Und ich glaube, er versucht hier geschickt zu verhandeln, kann sich es aber auch mit China nicht komplett verschärzen, weil da ehrlicherweise. seine seine komplette Manufacturing Line ist.
27:39 Gavin Karlmeier
Und auch wahnsinnig viele KundInnen, ne? Also das iPhone wird in China sehr gut verkauft. Ja. Ja, das ist so. Okay, ich habe noch eine Meldung, die uns Hakis vielleicht besonders an die Gefühlszentren geht. Und es gibt also ein paar Menschen, die mich regelmäßig, wenn ich über Discord spreche. Wir reden jetzt über Discord, man muss dazu sagen, wir haben als Podcast einen begleitenden Discord, für die die es noch nicht mitbekommen haben. Wo finde ich den? Hakenbrand. org. 1800 Menschen sind da. Es ist wirklich ein Safe Space, ehrlicherweise, weil die Leute, die da sind, sehr, sehr Erstmal sehr schlau sind, sehr lustig, sehr schnell. Wir tauschen uns dort über Nachrichten aus der Social Media Welt, aber auch aus der politischen Welt aus und es ist wirklich ein toller Ort. Kann ich bestätigen. Jetzt ist Discord, aber kein dezentraler Service. Und Discord, das macht es schwierig, Discord steht von einem IPO, wie wir wissen. Also sie erwägen eben an die Börse zu gehen. Das würde dazu führen, dass sie viel stärker auf wirtschaftliche Interessen schauen müssen, als sie es möglicherweise bislang tun mussten. Auch bislang ist es jetzt keine NGO, aber trotzdem ist natürlich ein anderer Druck da, wenn du AktionärInnen hast. Und jetzt ist es Forschern aus Brasilien gelungen, nämlich von der Bundesuniversität von Minas Gerais in Brasilien. gelungen, zwei Milliarden Discord-Nachrichten zu scrapen, indem sie relativ easy öffentlich verfügbare Server einfach genutzt haben, um die Daten zu sammeln. Sie haben das genutzt, also sie sagen, sie haben es anonymisiert und haben das genutzt, um daraus über Gefühle forschen zu können, also welche Emotionen lösen welche Nachricht mehr Menschen aus und was für Menschen treiben sich auch bei Discord herum. Aber das führt natürlich in der Discord-Community schon zu Bauchschmerzen. weil sie sagen, also wie sicher sind denn hier unsere Beinhalte? Ich bin da so ein bisschen zieh gespalten bei der Geschichte. Auf der einen Seite. . Ähm, wir sehen alle, dass es ein Problem ist, dass Discord jetzt eben nicht ein selbst gehosteter geiler Service ist, den wir uns hier selber gebaut haben und vielleicht wird da bald Handlungsbedarf bestehen. Auf der anderen Seite sind das öffentlich einsehbare Inhalte. Also hier wurden keine privaten Server gescrapt, sondern Inhalte. Die eben wir auch alle einsehen können.
29:40 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube auch, an der Stelle ist es so ein bisschen vergleichbar mit einem PHP-Forum sozusagen, die auch öffentlich waren und wo ich halt auch dann die Webseite scrapen konnte. Ja, bei Discord brauche ich vielleicht noch eine andere App dafür. Ich kann es auch teilweise im Browser nutzen, aber das ist erstmal öffentlich, also es ist erstmal eine Software, die dir sozusagen anbietet, ein Forum zu machen. Und ja, Scrapen ist nicht nett für einen wissenschaftlichen Zweck, aber vielleicht sogar okay, wenn da coole Erkenntnisse bei rauskommen. Ja, also liegt jetzt nur begrenzt die Schuld bei Discord so. Natürlich könnten Sie es vielleicht besser schützen, vor allem wenn Sie irgendwann dann an der Börse das an KI-Unternehmen verkaufen wollen.
30:26 Gavin Karlmeier
Leider nicht auszuschließen. Oder zum KI-Unternehmen zu kaufen. Aber Sie haben also in den AGBs von Discord stimmen übrigens alle. Mitglieder zu, die wir natürlich alle gelesen haben, klar, steht drin, dass alle Daten, die in den Gruppen auffindbar sind, ausdrücklich als öffentlich gelten. Also diese, diesen, äh, also da kann man Discord tatsächlich keinen Vorwurf machen. Trotzdem löst es natürlich Bauchschmerzen aus, wenn du weißt, meine Daten liegen jetzt oder meine Nachrichten, die ich irgendwo geschrieben habe, liegen jetzt auf irgendwelchen. . Servern. Hier ist es am Ende zu Forschungszwecken, immerhin. Aber das müssen nicht die einzigen sein, die in der Lage sind, das alles zu scrapen.
31:01 Jannis Schakarian
Also euer Sexding nicht im Haken dran-Discord machen, sondern vielleicht über Signal.
31:05 Gavin Karlmeier
Oder so. Ja, das genau, perfekt. Discord selber erwägt übrigens, und jetzt sind wir so ein bisschen bei dem, was du gerade, was du ja gerade schon als Brücke gebaut hast, erwägt KI-Features zu integrieren. Ach was. Es soll die Möglichkeit geben, mit Hilfe von KI. Fragen zu stellen, hey worum geht es hier gerade in dieser Diskussion, aber auch Zusammenfassungen von Chats generieren zu lassen. Also so ein bisschen so eine Art. KI-Agent, aber es wird eben auch überlegt, irgendwelche Bilder erzeugen lassen zu können. Da bin ich dann so ein bisschen raus.
31:36 Jannis Schakarian
Ja, also das erste Feature finde ich klingt erst mal vielversprechender, gerade in Discords, wo man nicht täglich ist, wie im Haken dran Discord zum Beispiel. Wenn du irgendwo reinkommst und denkst, ach du Scheiße, jetzt dreißig Nachrichten, ich war hier eine Woche nicht, was ging denn ab? Sich das dann zusammenfassen lassen? zu können und dann zu entscheiden, okay, will ich reinlesen oder okay, jetzt geht es weiter und ich kann aber trotzdem mitreden, weil ich ungefähr weiß, worum es geht. Sinnvolles Feature, würde ich erstmal sagen. Dafür kann man KI nutzen. Bilder, ja, brauche ich jetzt auch nicht. Aber mit Journey ist ja eigentlich schon Discord.
32:07 Gavin Karlmeier
Und damit sind wir eigentlich direkt schon. . Ja stimmt. Tatsache. Damit sind wir schon in Funktion und Emotionen. Heute ohne Jingle aus technischen Gründen. Wir sitzen hier auf Plastikstühlen und haben keine Knöpfe. Ich hoffe, das ist okay. Willst du ihn eben singen? Ja. Funktionen und Emotionen. Vielen Dank. Bei Instagram. Ach ja, stimmt, das ist ja auch noch hinten dran. Ah, gut. Du kannst bei Instagram jetzt fünf Minuten lange Sprachnachrichten verschicken. Yes. Die werden transkribiert, wie wir wissen inzwischen. Aber ehrlicherweise, ich weiß nicht, hast du eine Emotion dazu?
32:40 Jannis Schakarian
Äh, begrenzt. Ich weiß noch, dass das Sprachnachrichtenfeature lange sehr, sehr schlecht war bei Instagram Messages. Deswegen, wenn die besser werden, ist es eigentlich erstmal gut. Transkribieren, finde ich, gehört inzwischen dazu, weil man dann entscheidet, Kann, höre ich es mir an, oder also bei der Nutzungssituation sozusagen abdeckt. Doppelte Geschwindigkeit geht schon, oder?
33:02 Gavin Karlmeier
Das finde ich schon ein bisschen.
33:04 Jannis Schakarian
Aber ich habe denn die Transkripte vom Sinn bei WhatsApp beispielsweise noch nicht. Ja, da fehlt sie am dringendsten. Hallo Meter.
33:10 Gavin Karlmeier
Sie ist schon angekündigt und es gibt Leute, die den haben, aber ich habe sie auch noch nicht. Vielleicht nur die, die damals 79 Cent bezahlt hatten. Das wäre ich. Oder genau die nicht. Das kann sein. Alle, die noch das Jahresabo damals abgeschlossen haben später. Ich finde das übrigens super, weil die Leute durch. Man muss keine Sprachnachrichten lieben. Ich weiß, es ist auch hier in unserer Community extrem umstritten. Unsere HörerInnen spalten sich genau an dem Punkt. Aber hören gerne Podcasts, ja. Ja, nehm aber keine auf. Nein, aber das Problem ist, es ist sehr gelernt, dass du eine Sprachnacht aufnimmst, wenn du das gerne machst. Und dann eben einfach drauf Lust zu sprechen. Bei Instagram gibt es kein Signal, dass noch 59 Sekunden Schluss war. Das heißt, du nimmst eine Sprachnachricht auf und du hast ganz oft Sprachnachrichten abgehört, die mitten im Wort enden und du weißt nicht, wie es weitergeht, weil es auch die absendende Person nicht gemerkt hat. Und deswegen finde ich das super, dass die jetzt länger sein dürfen. Ich checke nicht ganz, warum das 5-Minuten-Limit, das ergibt keinen, für mich nicht so wichtig sind. Also Dann mach halt unbegrenzt oder bleib bei der Minute, aber so jetzt auf fünf Minuten fühlt sich nach so einem faulen Kompromiss an.
34:14 Jannis Schakarian
Ja, wahrscheinlich wollen sie nicht unbegrenzt, weil sie Angst haben, dass dann jemand ganze Hörbücher darüber verschickt und sie dann ein Fallsharing-Problem oder geht es gemacht.
34:21 Gavin Karlmeier
Wie häufig passiert das bei WhatsApp? Ständig. Ich höre der Herr der Ringe gerade im WhatsApp-Channel. Du kannst uns Rufus Beck abonnieren im WhatsApp-Brotcast. Komm in meinem Broadcast-Channel von Rufus Beck. Und es gibt noch ein Feature bei Instagram, wenn du in einem Gruppenchat mit Leuten bist, kannst du per Knopfdruck allen Leuten folgen aus diesem Gruppenchat, dem du noch nicht folgst. Ja, sinnvoll, falls man noch mehr Leuten auf Instagram folgen möchte. Ich weiß, ich hätte gerne einen Button, mit dem ich allen Leuten entfolgen kann. Das wäre geil, ja. Weil ich folge zu vielen Leuten, bin aber auch zu faul, da was gegen zu tun.
34:57 Jannis Schakarian
Ja, verstehe ich.
34:58 Gavin Karlmeier
Also, wenn ich euch folge auf Instagram, fühlt euch nicht unbedingt geschmeichelt. Nein, doch, ich mach das, weil ich euch liebe.
35:05 Jannis Schakarian
Allen im Gruppenchat entfolgen ist aber auch ein geiler Move. Nicht nur aus dem Chat austreten, sondern allen entfolgen. Hat diesen Chat verlassen und ist allen entfernt.
35:13 Gavin Karlmeier
Genau. Das wäre auch toll, wenn das dann auch angezeigt wird. WhatsApp. Haben wir gerade schon kurz vorgesprochen. WhatsApp tiest auf X. Oder auf Threads, is es war Threads, X, ich bin mir nicht sicher, hab nur ein Screenshot. Wahrscheinlich beides teasen daraus. Ja schön, es ist wohl Ex. WhatsApp teased auf Ex, dass sie wohl eine iPad-App bringen werden. Also sie haben den Post eines anderen Nutzers, der auch schon sechs Wochen alt war, der einfach nur da lautete Cinnamon Roll Lover, hat das geschrieben. They should add WhatsApp on iPad. Den haben sie zitiert und dazu so ein Augen-Side-Eye-Emoji drüber gesetzt, was so verstanden wird, als würden sie gerade darauf teasen, dass das bald kommt.
35:55 Jannis Schakarian
Ähm, man wünscht sich schon viel länger eine Instagram iPad-App, wollte ich an der Stelle mal ganz kurz sagen. Ansonsten würde ich sagen, ja, sinnvoll. Haben Sie nicht vor kurzem Ihre Videotelefonie verbessert? Vielleicht spielt es da mit rein, dass man sagt, so jetzt Oma auf dem iPad mit WhatsApp. WhatsApp anrufen, funktioniert dann besser. Dafür könnte es durchaus sinnvoll sein.
36:17 Gavin Karlmeier
Ich frage mich dabei immer so ein bisschen. Ich bin kein Entwickler. So, aber ich frage mich immer, ist es wirklich so ein immenser Aufwand von der iPhone-App und der Web-App sozusagen eine Art Hybrid zu bauen, die am Ende die iPad-App ergibt? Also ist nicht im Grunde eigentlich schon alles da und ist das nicht nur Überschaubare Entwicklungsaufwand, diese iPad-App zu bringen?
36:39 Jannis Schakarian
Ähm, nee, nee. Theoretisch glaube ich ja, wenn du exklusiv Auch ich bin kein Entwickler, es werden Menschen im Discord besser wissen. Ich glaube, wenn du für iOS nur für iOS entwickelst, ist es deutlich einfacher, weil dann kannst du es da anlegen und sagen, unterstütz bitte alle Bildschirmgrößen. Und du kannst ja dann auch das gleiche. auf dem Mac ausspielen, wenn du willst und auf der Vision Pro glaube ich auch deine iPad-App.
37:02 Gavin Karlmeier
Aber eine Mac-App haben sie ja zum Beispiel sogar auch.
37:05 Jannis Schakarian
Genau, aber äh. Ich glaube, sie versuchen irgendwie für alles trotzdem noch dieselbe Basis zu nutzen, die dann auch auf Android und dem Web irgendwie ausspielt, weil das Feature, keine Ahnung, Transkription für Sprachnachrichten muss ja dann auf allen plötzlich funktionieren. . Und ich schätze, dass da die Komplexität liegt, dass irgendwie Meta versucht, so einen gemeinsamen Stack zu nutzen. Und dann ist es doch mehr Aufwand, das anzupassen. Aber meine leihenhafte Erklärung.
37:34 Gavin Karlmeier
Wobei das fast so klingt, als wäre es dadurch noch einfacher. Aber wir werden das Haus geben. Ich bin mir sicher, da draußen sind Leute, die es deutlich besser wissen als wir und uns das auch um die Ohren hauen, wie wir das hier. Ihr habt den Begriff Stack falsch verwendet. Dann meldet euch bitte direkt bei Carsten Wildberger vom BDSM. German Stack. Mastodon wird. zitierbare Posts bringen, also Post-Zitierungen bringen. Das ist tatsächlich ein Politikum in der Filiburse Community, weil auch Olgen Rochko damals immer gesagt hat, dass dieses Feature primär verwendet wird, um Häme und Spott zu verbreiten. Viele in der Community sahen das anders. Es gab auch einige Fediverse Softwares, die das schon anbieten. Threads, ehrlicherweise auch. Ist jetzt keine reine Fediverse Software, ich weiß, aber trotzdem. Aber genau, das wird kommen.
38:25 Jannis Schakarian
Ich mag das Feature ja eigentlich. Also ich weiß auch, dass es bei Tollen irgendwie beliebt ist, um Hass in eine gewisse Richtung zu lenken, finde es aber jetzt rein inhaltlich erstmal und wenn es ordentlich. . verwendet wird, sehr hilfreich. Wir kennen alle noch dieses so Retweet-Ungleich-Endorsement in den Twitter-Bios, wo man denkt, ja, sowas kannst du halt mit so einem Zitat-Feature irgendwie einfangen, indem du dann ein Side-Eye drüber kommentierst oder sagst du eine komische Äußerung, aber da sollten wir mal hingucken, zum Beispiel. Und ich finde es immer ganz gut, wenn man eigentlich noch Kontext zu was geben kann.
39:01 Gavin Karlmeier
Ja. Vor allem, wenn das Feature so umgesetzt wird, dass du als Zitierter oder zitierte Person dein Zitat entfernen kannst.
39:11 Jannis Schakarian
Ja genau, dann könnte man sich dem auch so ein bisschen entziehen, wenn es nicht passt.
39:17 Gavin Karlmeier
Flipboard ist jetzt dabei, neue Verlage ins Fidiverse aufzunehmen. Also Flipboard hat ja so eine Anbindung ans Fidiverse gebaut, bei dem sie Inhalte von Verlagen direkt in ihre Filibersinfrastruktur aufnehmen. In Deutschland gehören dazu der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung und NTV und Giga und Harvard Business Manager. Okay, keine Emotion.
39:40 Jannis Schakarian
Ich habe es ehrlicherweise noch nie gesehen, wie das aussieht und was das besser macht. Also leiten sie das dann einfach weiter.
39:47 Gavin Karlmeier
Du kannst dann über die Fediverse Software deiner Wahl denen folgen. Ohne dass Sie jetzt selber ein Angebot dafür schaffen müssen.
39:53 Jannis Schakarian
Okay, und Flipboard nimmt quasi deren RSS-Feed oder was weiß ich, was sie sowieso kriegen und packen den halt ins Feediverse automatisch. Also du hast ja gesagt, ich bin scheidender Spiegel Audio CVD, deswegen habe da jetzt keine Einblicke. Ich finde es aber ey, also. Wenn es nur eine Brücke ins FDiverse ist, okay. Die Frage ist, wie sehr konkurriert es dann, wenn ich als Verlag dann ein eigenes eigenes Angebot schaffe und dann finde ich dauernd das vom Flipboard.
40:23 Gavin Karlmeier
Das finde ich eine spannende Lesart, weil die Verlag, also die, dass sie eine Auswahl von Verlagen nur Aufnehmen und nicht alle, die ihnen zur Verfügung steht, lässt er darauf schließen, dass die Verlage gefragt wurden. Also habt ihr Bock darauf. Würde im Umgangsschluss bedeuten, dass die, die hier zustimmen, selber keine Aktivitäten im Fedives planen. Wäre eine Lesart. Mal sehen. YouTube hat in den USA jetzt eine Podcast 100 Chart gestartet. Stimmt, aber nur für die USA.
40:49 Jannis Schakarian
Erstmal nur für Deutschland umzustellen, weil da ist so ein so ein Reiter quasi wie United States und man denkt, ah, jetzt will ich hier. . Brasilien auswählen oder Germany, aber das geht noch nicht.
40:59 Gavin Karlmeier
Ich finde es schön, dass du als erstes an Brasilien denkst. Was sagen die Leute gerade in Brasilien für Podcasts?
41:04 Jannis Schakarian
Das interessiert mich.
41:06 Gavin Karlmeier
Man muss die Konkurrenz im Auge behalten. Und auf Platz 1 ist. The Joe Rogan Experience. Wer hätte das gedacht?
41:19 Jannis Schakarian
Joe Rogan ja eine ganze Zeit lang von der Plattform weg war und exklusiv bei Spotify. Inzwischen ist er auch wieder bei YouTube, aber ehrlich gesagt. Das ist schon ganz interessant. Spannend fand ich den zweiten Platz, Kill Tony, der so ein bisschen, ich habe da nie reingehört, aber der wird so ein bisschen als der neue Joe Rogan gefeiert, weil Joe Rogan. Vielen inzwischen zu langweilig geworden ist oder keine Ahnung. .
41:47 Gavin Karlmeier
Weil er eh jede Woche Adam Sandler vorbeikommt.
41:49 Jannis Schakarian
Genau, ein bisschen zu random und kill Tony. Er schließt da wohl auf ihn Auf ihn aufschließt, man schließt zu jemandem auf, nicht auf jemanden mit dem Aufgabe.
41:57 Gavin Karlmeier
Du kommst noch im Spiegel, ich weiß es nicht. Ganz kurz dazu, ich musste mir auch sehr viel Nachrichten. anschauen zum Thema, ich habe das Social Media Duell, das wir auf der Republika gespielt haben, falsch gekoppelt. Das ist nämlich ein Kompositum und habe zwischen Social und Media keinen Bindestrich gesetzt, zwischen Media und Duell aber schon. Und das ist nicht legitim. Team. Also, ich hätte alles durchkoppeln müssen. Ich bleibe aber dabei, Social Media ist ein Begriff.
42:28 Jannis Schakarian
Also, ich finde, du könntest ja einfach einen offiziellen Haken-Dran-Style-Guide rausbringen und sagen, so schreiben wir und sprechen wir hier.
42:35 Gavin Karlmeier
Und dann geht das alles. Ich finde gut, ja. Da muss Dennis Horn auch damit leben, weil der ist der Kompositum-Verteidiger. Deswegen wollte ich nur sagen, ich bin nicht der, die Sprachpolizei in dem Fall. Was ich aber dazu noch sagen wollte, was ich interessant finde zu diesen YouTube-Charts. oder Podcast-Charts generell, die werden ja überall anders erhoben. Jede Plattform hat ihre eigene Art, die zu erheben. YouTube hat sich dazu entschieden, die Verweildauer zu nutzen. Also wie viel Zeit absolut haben die Menschen mit diesem Podcast verbracht. Das ist eine andere Art und Weise, als es jetzt zum Beispiel mit Spotify oder Apple erheben. So, weil du durchaus also wir wissen nicht ganz genau, was die Metriken sind, aber wir können, es gibt Hinweise darauf, dass ein wichtiger Faktor zum Beispiel ist, wie viele wiederkehrende HörerInnen kommen oder wie viele neue HörerInnen kommen, wie viel Real ist.
43:18 Jannis Schakarian
In der Apple ist es teilweise so, wie viel Aktivität ist neu auf diesem Kanal. Also gar nicht unbedingt hören, sondern wie viele haben neu abonniert und so. Deswegen schaffen es dann zum Beispiel neue Podcasts öfter da in die Charts, obwohl man weiß, andere sind viel größer, haben viel mehr Hörer. Aber um da ein bisschen Aktivität zu haben, Spotify hat so ein bisschen aufgeteilt in die Trending Charts und die Top 100. Wenn ihr das ja per Apple hört, dann gebt doch mal fünf Sterne. Das wäre gut. Das hilft auch und abonniert, falls ihr es noch nicht getan habt. Und YouTube schaut ja aber als Plattform insgesamt immer auf Verballdauer, also auch für die Videos, deswegen macht es Sinn. Vor allem, weil sie natürlich sagen, die Leute sind hier möglichst lange und je länger sie da sind, desto öfter und mehr Werbung können wir ihnen zeigen. und versucht das vermutlich auch im Bereich Podcast-Plattform zu betonen, zu sagen, wir sind hier in der Podcast-Plattform, bei uns hören die Leute auch wirklich lange.
44:12 Gavin Karlmeier
Und deswegen erreicht ihr sie hier also am allerbesten. Und viel, vor allem viele Leute hören. YouTube sagt, dass eine Milliarde Menschen jeden Monat Podcasts auf YouTube hören. Spotify sagt, sie haben ungefähr 100 Millionen regelmäßige HörerInnen. Das heißt, YouTube wäre nach diesen Zahlen die größte Podcastplattform der Welt, was interessant ist. Ich glaube, im deutschsprachigen Markt ist das nicht ganz so der Fall, aber international womöglich schon.
44:38 Jannis Schakarian
Ja, wobei YouTube schon lange als so ein Ja, zufälliger Podcast-Riesegilt, der aber selber nicht genau weiß, was er damit anfangen soll, weil sie es irgendwie, ne, sie haben so nach und nach führen sie immer mehr Podcast. Cast Features ein, die dann aber auch nur so halb funktionieren und irgendwie in der Plattform sieht es genauso aus wie ein Video und eigentlich wollen sie auch, dass man ein Video dazu macht. um es einfach genauso zu verbreiten, aber. .
45:03 Gavin Karlmeier
Ich habe da ganz dolle Emotionen, weil Google, also Google beerdigt ja mit großer Regelmäßigkeit Features. Google hatte eine sehr gute funktionierende Podcast-App Google Podcasts. Die haben sie eingestellt und haben dann sozusagen. Als Wiedergutmachung angeboten, es gibt jetzt auch YouTube-Podcasts. YouTube Podcasts ist aber ja mit nicht eine Podcast-Plattform, sondern es ist. einfach nur eine Kopie der Playlist-Funktionen mit dem Feature, Audiodateien per RSS-Feed zu ziehen und mit einem Standbild als Video hochzuladen. . . Das ist ja keine Podcast-Abschirmmöglichkeit, du kannst es nicht im Hintergrund hören, weil YouTube das generell verbietet, wenn du nicht gerade Premium-Nutzer bist. oder die Umwege baust, die Funktionalität ist nicht gegeben, weil Kapitelmarken nicht erkannt werden und so weiter und so weiter. Es ist super unsexy für Podcast-PublisherInnen. auf YouTube zu veröffentlichen und super unsexy for podcast fans darüber zu hören. Und das finde ich super schade, weil sie ja offensichtlich massives Potential hadten. Also wenn sie in diesem Markt jetzt mit verhältnismäßig wirtschaftlich kleinem Aufwand so ein paar Dinge Stellschrauben setzen würden, könnten sie Spotify offensichtlich ausradieren. So, und das tun sie aber nicht. Also zum Beispiel zum Workflow von Hakendran. Wir produzieren ja jede Folge auch als Video. Für YouTube. Bedeutet aber, dass dadurch, dass der RSS-Feed mit dieser Playlist verbunden ist, damit sie als Podcast gilt, ich jeden Morgen die Audiovariante des Podcasts selber löschen muss, weil die Videodatei ja auch daneben liegt. Also ich hätte sonst einen Doppelablaut desselben Inhaltes, nämlich einmal mit Bild und einmal ohne. Warum? Also warum kann ich da nicht eingreifen, warum kann ich nicht zum Beispiel eine Audiodatei durch ein Video ersetzen? So, weißt du, solche Features gibt es eben alle nicht und das ist total. Schade.
46:45 Jannis Schakarian
Ja, und gerade für Deutschland beobachte ich, dass sie hier die Podcast-Features noch langsamer ausrollen. Sie hatten dann, genau, wie jetzt auch die Charts, aber es gab auch andere, dann gab es in den USA schon so eine Podcast-Übersichtsseite. In Deutschland wussten auch die deutschen Partnermanager, nicht wann die kommen, die meinen so ja, bald, ach so, die haben das schon vorgestellt. So, ja, ich verstehe die Zaghaftigkeit, mit der man auf neue Google-Produkte setzt, weil sie eben auch gerne Dinge beerdigen.
47:14 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also ich bin ja ein YouTube-Fan, ehrlicherweise. Ich nutze das sehr gerne. Ich konsume darüber viel. Ich bin ex-Youtube-Subscriber, immerhin. But vieles is it. We hear uns here am Freitag. Weg auch nochmal von der Republika. Und dir wünsche ich jetzt eine wundervolle Restkonferenz. Allen, die bisher hinzugehört haben, auch. Einen schönen Mittwoch. Passt auf euch auf, einen schönen Feiertag. Solltet ihr denn einen haben? Ist glaube ich bundesweit sogar, ne? Ja. Ja, dann genießt es alle. Passt auf euch auf und macht's gut. Danke Jannis. Danke Kevin. Ciao. Tschüss.