Im weißen Haus gibt es jetzt unverschlüsseltes WLAN – yeah! Und wieso sollte das Wifi besser geschützt sein, als ein Smartphone mit installierten Meta-Apps? Wie Meta (und Yandex) uns ausspionierten, wie X mit gezogener Waffe vor Werbetreibenden steht und was eigentlich aus dem TikTok-Deal wird, haben wir für euch mal zusammengetragen.
➡️ Das Wall Street Journal über die X-Erpressung: https://www.wsj.com/business/media/x-twitter-ad-revenue-campaign-lawsuit-a882b5c6
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Hallo Franziska!
03:10 Meta und Yandex: Mafiöse Strukturen im Tracking
08:57 EU-Kommission und die DSA-Aufsichtsgebühr
11:55 Metas Investitionen in KI
18:01 Wo steht der TikTok-Deal?
22:24 Neues vom Bruch
29:03 X und die Community Notes
35:14 X und das Baseballschlägermarketing
44:07 Die API bei X
46:04 Das WLAN im Oval Office
49:13 Telegram und seine Verbindungen zu Russland
52:39 Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Franziska
00:07 Franziska Bluhm
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Franziska Blum, Digitalberaterin LinkedIn-Ikone, hätte ich fast gesagt. Und ich empfinde dich so. Für mich bist du so eine Person, die LinkedIn verstanden hat.
00:21 Franziska Bluhm
Okay, vielen Dank. Ich weiß nicht, ob es gut ist oder sehr schlecht ist, aber.
00:25 Gavin Karlmeier
Das musst du dir selber aussuchen.
00:27 Franziska Bluhm
Ja.
00:29 Gavin Karlmeier
So ich musste kurz einen Schluck trinken. Ich klinge wieder gesünder, glaube ich. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, weil die letzten Episoden, da habe ich mich ja so ein bisschen durchgekämpft. Danke, du klingst auch fantastisch. Und es haben sich ein paar Dinge, Nachrichten, Meldungen angesammelt, über die wir sprechen müssen. Und ich möchte heute mit dir mit Metas starten.
00:47 Franziska Bluhm
Oh, wie schön.
00:48 Gavin Karlmeier
Und zwar hat ein Team von SicherheitsforscherInnen mit dem Namen, die haben so einen tollen Namen und jetzt habe ich mir den nicht aufgeschrieben. Warte, kann ich dir gleich sagen? Sag ich dir gleich nach, haben herausgefunden, dass Meta und Yandex, das ist ein Konzern, der Web-Apps und Apps zur Verfügung stellt, zum Beispiel eine eigene Maps, App und sowas. oder Metro-Apps für Wien beispielsweise programmiert haben, dass die gemeinsam oder gleichzeitig, nicht gemeinsam, aber gleichzeitig denselben Trick verwendet haben, um NutzerInnen auszuspionieren. Und zwar haben sie, ich muss kurz Direkt zum Einstieg, heute direkt technisch werden, aber ich glaube, das ist sehr interessant, weil ich würde mal sagen, heute zieht sich so wie so ein roter Faden der Begriff mafiöse Strukturen. Und wir fangen hier mit Meta und Jandex an. Wir haben heute wirklich viel. Heute haben wir viel, viel von solchen Dingen, wo man sich an den Kopf hasst und denkt, was machen wir denn da eigentlich? Ich wollte doch eigentlich. Eigentlich wollte ich nur mein Essen fotografieren und jetzt muss ich mich hier so mit sowas hier beschäftigen. Aber und zwar haben Yandex seit 2017 und Meta seit September 2024 einen Trick verwendet, mit dem es möglich war, dass die auch Menschen, die im Kognitomodus im Browser unterwegs waren, auf dem Android-Telefon oder nicht eingeloggt bei Facebook oder Instagram im Browser waren, trotzdem unique an Facebook-Konten zurückzuführen. Konkret hat es so funktioniert, es gibt ja extrem viele Webseiten, die solche Metazellpixel verwenden. Das sind so Pixel, die baust du dir ein, die sieht man nicht. Wenn man auf die Webseite geht, führen aber dazu, dass du nachher in der Meta Business Suite beispielsweise sehen kannst, wie viele Menschen sind wegen Facebook-Links auf deine Webseite gegangen. Google benutzen auch solche Pixel, da ist also Google Analytics wahrscheinlich das meistverbreitete Tools, die sind hier aber dieses Mal tatsächlich unschuldig. Und der Metapixel wird auf ungefähr 5,8 Millionen Webseiten genutzt und der Yandex Zellpixel, Yandex Metrika auf 3 Millionen Webseiten. Also wirklich ziemlich viele Teile des Internets. Und es war wohl möglich, dass du über eine Art Verbindung. . zu deinem eigenen Gerät eine Verbindung aufbauen konntest. Wie soll ich das erklären? Also du gehst auf diese Webseite mit deinem Android-Telefon, bist im Browser nicht bei Facebook eingeloggt, aber diese Webseite, auf die du gehst, Webseite y. de meinetwegen, X kann man nicht mehr nehmen. Y. de, die haben diesen Zählpixel eingebaut. Und wenn du die Seite aufrufst, dann pinkt dein Browser Ein Local Host an, nämlich den Port 12387 und gib damit ein Signal an dein eigenes Gerät. So, auf diesen Port Horcht aber die Facebook oder Instagram-App auf deinem Telefon mit und kriegt dieses Signal. Du besuchst quasi eine Website und diese Website schickt ein Signal an die App auf deinem Telefon, ohne dass irgendjemand was davon merkt. Und damit ist es Meta möglich, deinen Besuch über diese Website, wo das Pixel ist, mit der auf deinem Telefon installierten App zusammenzubringen und zu wissen, du hast diese Webseite besucht, also kann ich dir morgen bei Instagram auch entsprechende Werbung anzeigen. Das geht weit noch über diese dieses Cookiesetzen hinaus oder dieses websiteübergreifende Tracking, sondern das hier ist, sind, kann man nicht anders sagen, krimin da ist kriminelle Energie ohne Ende vorhanden, um eben die Leute unique erkennen zu können, die Webseiten aufrufen. Wir steigen also direkt sportlich ein heute.
04:19 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, wir steigen extrem sportlich ein und ich hatte gerade versucht, so ein bisschen so eine Analogie zu finden oder halt es damit zu verknüpfen, ne, also dieses typische, was man sagt, so oh Warum wird mir denn plötzlich, ich weiß nicht, Laufschuhwerbung angezeigt? Weil ich doch, ich habe doch nur im Browser oder ich habe doch nur darüber gesprochen, dass so ungefähr dass ich mir neue Laufschuhe kaufen möchte. Und das heißt also, wenn ich es übersetze wäre, ist, ich habe irgendwelche Seiten angesurft und bekomme auf Basis dessen, dass ich nur einfach ein bisschen rumgesurft habe. Dann halt personalisierte Instagram-Werbungen angezeigt auf Basis dessen. Und ja, ist das wirklich so. Ich verstehe noch nicht so ganz, was daran jetzt so also weil das ist ja das gibt es ja schon seit Jahren und Das Mafür sind dahinter habe ich noch nicht ganz verstanden, weil am Ende des Tages, jeder, der halt, also wenn du halt einen Metapixel eingebaut hast auf deiner Webseite, war das ja schon immer so, dass du halt dann wusstest, okay, die haben diese Daten eben genutzt.
05:22 Gavin Karlmeier
Genau, vorausgesetzt, du hast aktiviert, dass du webseitenübergreifendes Tracking erlaubst in deinem Browser. Bei Android ist es standardmäßig aktiviert, beim iPhone ist es standardmäßig deaktiviert. Und du müsstest eben eingeloggt sein bei Facebook, damit sie dich 1 zu 1 identifiziert.
05:38 Franziska Bluhm
Ah ja, okay. Und das klappt jetzt auch, ohne dass ich eingeloggt bin. Also diese Daten werden einfach gematcht ohne Dass ich dem zugestimmt habe und genau, ich verstehe.
05:48 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Du musst dir das ungefähr so vorstellen: du gehst abends, ziehst du so durch die Straßen und da sind so Promoter, die machen Werbung für einen Club. Und alle Leute, die mit diesem Promoter reden, kriegen so einen kleinen Kleber auf den Rücken geklebt, von dem du gar nichts mitkriegst. Und wenn du in den Club gehst, dann zieht dir das ganz unbemerkt, der Tür steher wieder ab, kann aber daher nachher sagen, welcher Promoter dich zu ihm geschickt hat. Ohne dass du irgendetwas davon mitbekommen hast. Nur halt hier im riesengroßen, millionenfachen Stil und eben so, dass du sogar sagen könntest, ich möchte es nicht, ich browse zum Beispiel nur im Imkognitomodus und selbst dann wirst du immer noch zuordnenbar bleiben. Zumindest war das so bis Ende Mai. Google hat das inzwischen die sogenannte SDP-Munging, so heißt sie das Verfahren. verhindert im Chrome-Browser seit Ende Mai. Die anderen Browser ziehen da wohl gerade nach, also Edge und Firefox. Dieser Trick wurde wohl bei iOS-Geräten nicht verwendet. Das liegt so ein bisschen daran, dass Geräte, die beim iPhone im Hintergrund laufen, nicht ohne weiteres. . Die ganze Zeit auf Ports mithören können zum Beispiel. Wir wollen es nicht zu technisch werden lassen. Interessanterweise ist an dem Tag, als diese Studie veröffentlicht wurde, das Team ist übrigens Local Mass, das lokale Durcheinander. An WissenschaftlerInnen, da ist der Name. Am Tag, als sie das veröffentlicht haben, hat Meta von jetzt auf gleich aufgehört, diese Tracking-Pixel dafür zu verwenden, an Local-Host-Signale zu schicken. Also umgehend. Und diesen Code haben sie auch verschwinden lassen, plötzlich.
07:16 Franziska Bluhm
Und Meta und Yandex. Jandex ist doch Russisch, wenn ich das richtig. Russisch-Niederländisch. Ah, niederländisch sogar. Ah ja, okay.
07:26 Gavin Karlmeier
Also das Problem ist einfach, dass du hier ein weiteres Mal entmündig. wirst. Denn es ist völlig legitim, wenn du dich dafür entscheidest, okay, ich habe kein Problem damit getrackt zu werden, ich schalte das überall an, trackt mich doch ruhig, bin überall eingeloggt, Cookies, alles mir wurscht. Dann ist das legitim, finde ich. Ob man das möchte, ist eine andere Frage, aber mach, was du möchtest. Das Problem ist, dass du hier keine Möglichkeit hattest, das zu verhindern, außer. Du löscht die Meta-Apps von deinem Telefon. Und das, finde ich, sind schon kriminelle Energie.
07:57 Franziska Bluhm
Ja, absolut. Also ist das, was man. was man nicht möchte. Und also ich muss jetzt spontan nochmal daran denken, darf ich also an die KI-Nutzungs, äh an das KI-Nutzungsvorgehen, was ja Ja, ich meine, du musst, ich hatte am Wochenende ein Gespräch mit meiner Mutter, die halt fragte, ob ich das denn getan habe und wie das eigentlich nochmal geht. Und dann haben wir das nochmal zusammen gemacht und so. Und du merkst einfach, also eine Generation, die damit völlig überfordert ist. Und wenn du auch geguckt hast, wie Wie kannst du es beispielsweise Boba WhatsApp machen? Meine Mutter, keine Ahnung, oder Großeltern oder was auch immer, was dann eher ihr Nutzungs oder ihre App ist, die sie nutzen. Es ist so verdammt versteckt gewesen. Es ist einfach die absolute. Es ist eigentlich fast unmöglich, das nicht zu finden, also ohne Anleitung der Verbraucherzentrale zu finden. Es ist einfach Wahnsinn, wie da vorgegangen wird, kann man einfach nur nochmal sagen.
08:50 Gavin Karlmeier
Und meines Erachtens ist das ja das Ärgerlichste daran. Dass hier solche Methoden verwendet werden, auch Dark-Patterns verwendet werden, uns zu einer Nutzung oder zu einer Einstellung auch hinreißen lassen, die wir im Zweifel gar nicht wollen, vielleicht auch gar nicht verstehen, weil sie eben so versteckt sind, so kodiert, so verschlüsselt geschrieben sind. Und wir reden hier jetzt nicht über ein System, das eine gewisse technische Expertise voraussetzt, um verwendet zu werden, sondern über ein Tool, das drei Milliarden Menschen nutzen. Also ganz, ganz viele Menschen, die nicht technisch affin sind, die sich vom Werbeversprechen haben, verleiten lassen, hey, ich kann mit meinem Stadtteil in Kontakt treten, ich kann mit meinen SchulfreundInnen in Kontakt bleiben. Das sind alles so Versprechen, die die Netzwerke ja auch zum Teil sogar einhalten, aber der Preis, den man dafür zahlt, der ist nicht klar erkennbar in dem Moment, wo du dich registrierst. Und das ist ärgerlich.
09:40 Franziska Bluhm
Ja, absolut. Und halt im Ende wahnsinnig hoch, ne? Wenn man langfristig darüber nachdenkt. Ja, absolut.
09:46 Gavin Karlmeier
Genau. Apropos hohe Preise Wenn die EU-Kommission ein Überprüfungsverfahren einleitet, dann müssen die Systeme, die überprüft werden, die Netzwerke, die Unternehmen dafür selber bezahlen. Und zwar 0,05% des weltweiten Jahresnettogewinns. So, das sind die Kosten, die dafür aufgebracht werden sollen. Eine DSA-Aufsichtsgebühr. Meter und Ticket. TikTok klagen da jetzt vor einem EU-Gericht gegen, weil sie diese Methode, diese Berechnungsmethode als intransparent, unfair und auf fehlerhaften Daten basierend empfinden.
10:22 Franziska Bluhm
Da wird im nächsten Jahr ein Urteil erwartet. Ähm, hast du es ausgerechnet, wie viel das wäre?
10:28 Gavin Karlmeier
Nee, habe ich nicht gemacht. Aber ich finde, ehrlicherweise, ich
10:33 Franziska Bluhm
Also so hoch kann es nicht sein mit 0,05 Prozent.
10:36 Gavin Karlmeier
Ich bin ja jetzt auch wirklich nicht der Typ, der jetzt hier, wie sagt man, der sich hier schützend vor Unternehmen stellt. Da wurde mir schon häufig vorgeworfen, dass ich hätte Linksradikale sei, aber da muss ich selber lachen, aber Ich finde tatsächlich, wenn es so ein Verfahren gibt und dieses Verfahren kostet X-Ressourcen und es gibt die gesetzliche Regelung, wir haben uns alle darauf verständigt, okay, die Unternehmen müssen dafür bezahlen, weil sie eben hier auch den Aufwand erzeugen. Kann ich verstehen. Den aber an wirtschaftliche Ergebnisse von Unternehmen zu koppeln, empfinde sogar ich als ungerecht Weil warum sollte denn eine Plattform, die jetzt einfach nur mehr Geld verdient oder weniger Geld verdient, mehr oder weniger für diesen Aufwand bezahlen? Warum ist das nicht einfach eine fixe Summe, die sich zum Beispiel am tatsächlichen Aufwand bemisst?
11:26 Franziska Bluhm
Ja, ähm, also sagen wir mal so, ich finde die, ich meine, ich weiß nicht, wie viel es ist am Ende des Tages, 0,05%, so wahnsinnig viel ist es nicht.
11:35 Gavin Karlmeier
Ich wäre mir da nicht so sicher, es sind Unternehmen, die Milliardenumsätze machen.
11:38 Franziska Bluhm
Ja gut, dann ist es. Oh Gott, jetzt müssen wir mit den Nullen klarkommen. Ja, okay, du hast recht. Es ist dann, sagen wir mal so, es ist nicht unerheblich. Andererseits, also wenn du eine Steuerprüfung hast, ne?
11:51 Gavin Karlmeier
Ja.
11:52 Franziska Bluhm
Und wer zahlt dir, also kriegst du ja auch nicht vom Staat oder was auch immer. erstattet oder was auch immer, sondern du musst natürlich das zahlen, also du zahlst deine Arbeitszeit da rein, die du halt dann investieren musst, um halt diesen ganzen Kram zu begleiten und so weiter und so fort. Also da ist ja auch, und der Steuerberater im Zweifel, wenn du den nämlich mit drin hast, stellt ja auch seinen Aufwand in Rechnung. Ja, das ist sozusagen ein natürlich dann nach Aufwand. Eine Summe nach Aufwand. Andererseits ist es ja vielleicht auch vom Gesetzgeber so gedacht, dass es ein Anreiz ist, sich vielleicht einfach mal an die Regeln zu halten. Und eben nicht da irgendwie drauf zu gehen, ja, dann müssen wir halt irgendwie ein hundert Euro zahlen und dann war es das halt irgendwie. Also das sorgt ja eher dafür, dass man sich vielleicht nicht an die Gesetze hält und eher mal ein bisschen darüber hinausgeht und hofft, dass es vielleicht keinem auffällt, als dass man von vornherein sagt: So, ach komm, eine Million ist schon drin, scheiße, mal gucken, wollen wir das wirklich riskieren? Oder halten wir uns vielleicht einfach mal an die Regeln.
12:54 Gavin Karlmeier
Ich verstehe das, aber ich finde ja, dass solche Untersuchungen auch durchgeführt werden müssen, auch wenn es nicht zwangsläufig einen Gesetzes- oder Regelverstoß gibt. sondern wenn es nur den Verdacht darauf gibt. Das heißt, das Ergebnis einer Untersuchung kann ja auch sein, nö, hier ist nichts vorgefallen. Egal, wir müssen halt gar nicht so viel tiefer reingehen. Ich wollte zumindest mal einmal mein Gerechtigkeitsgefühl hier formuliert wissen.
13:15 Franziska Bluhm
Wow, also du bist einmal auf der Seite der großen Tech-Konzerne. Halten wir fest, Levin, halten wir fest.
13:28 Gavin Karlmeier
Podcast, so zeitversetzt nochmal nach, um zu gucken, wo waren wir vorhin im Jahr oder zwei. Kommt da alle hin, da ist viel los, www. hakendrenn. org.
13:35 Franziska Bluhm
Sag doch nochmal, wie viele Mitglieder?
13:37 Gavin Karlmeier
Über 1800. können das jetzt sozusagen als roten Tag in ihrem Kalender markieren. Aber vielleicht ist er auch gar nicht so rot, wenn ich mich auf die Seiten der Unternehmen stelle.
13:46 Franziska Bluhm
Naja. Nee, eher schwarz, ne? Egal. Oder Gelb.
13:51 Gavin Karlmeier
Apropos Geld, Meta hat angekündigt, dass sie mehr als 10 Milliarden Dollar, also offenbar sogar für 14,8 Milliarden US-Dollar, Scale AI. investieren wollen. Das ist ein Unternehmen, das Datenlabeling betreibt. Das heißt, da sitzen Leute in solchen Klickfarmen, wie wir das auch von beispielsweise dem dem der Content Moderation kennen. Anstatt, dass Sie hier aber einfach nur gucken, ist da jetzt gerade eine brutale Gewalttat zu sehen, dann muss das gelabelt werden. Labeln Sie hier alle Arten von Fotos, Videos Texten inhalten, um diese Inhalte für eine KI aufzubereiten. Das macht das Unternehmen Scale AI und die Idee ist, hier sozusagen das als ein Unternehmen zu machen, auf das verschiedene KI-Dienstleister dann zugreifen können. Und Meta steigt da jetzt ein und wird wohl 49 Prozent der Anteile übernehmen, fast die Hälfte. Interessant ist ein anderer Aktionär dieses Unternehmens oder in diesem Unternehmen ist Peter Thiel. Ach was
14:48 Franziska Bluhm
Schön. Da treffen wir ja wieder auf die sogenannten Tech Bros.
14:54 Gavin Karlmeier
Ja. Die ja auch Meta und Peter Thielheimer durchaus auch eine sehr lange gemeinsame Geschichte zusammen. Interessant, wir sollten da so ein bisschen drauf schauen, wie Meta gerade versucht, das ist nämlich so meine Beobachtung, versucht, sich hier so zu sozusagen wie so eine Spinne oder eine Krake in diese in das KI-Universum einzuflechten, wenn sie nämlich in solche großen Unternehmen einsteigen, die möglicherweise dann auch Inhalte für andere K KI-Unternehmen aufbereiten, dann spielt Meta da eine ganz schön zentrale Rolle in diesem ganzen Spiel. Die jetzt gerade mit ihrem Modell zwar durchaus relevant sind, aber möglicherweise auch Gefahr laufend, den Anschluss zu verlieren. Und das ist nämlich die andere Geschichte. Mark Zuckerberg ist gerade auf Recruiting-Tour, wie es heißt. Der möchte nämlich ein, neben dem Lama-Team, das es gibt, Lama ist ja das Modell von Meta, viel mehr KI machen wir auch nicht, versprochen, ist er das Modell von Meta und ist aber mit dem Stand von Lama so unzufrieden, weil es nicht das beste Modell der Welt ist, dass er gleichzeitig ein weiteres Team gründet mit dem Namen Superintelligence. Und diese Einheit soll sozusagen parallel dazu ein weiteres KI-Modell oder sogar eine AGI, so eine gesamte oder generelle Intelligenz Entwickeln und dafür möchte Meta 50 weltweite Top-Talente einstellen und die recruitet Mark Zuckerberg persönlich.
16:13 Franziska Bluhm
Das heißt also, ich könnte mich über seinen Facebook Account sozusagen anschreiben und fragen, mag ich möchte gerne ins Superintelligenz-Team kommen. Schön.
16:25 Gavin Karlmeier
Wenn du das möchtest, kannst du das tun. Ich glaube, das ist ein verhältnismäßig stressiger Job. Wäre so meine These.
16:32 Franziska Bluhm
Naja, man sieht ja zumindest auch, dass es ähm also welche Priorität das irgendwie hat, also offenbar ähs, also er sieht da ein großes großes Problem von Facebook oder eine große Herausforderung, Challenge, ich weiß nicht was, also sie haben da, es stehen da offenbar nicht besonders gut da. Und er macht es sozusagen zu seiner Aufgabe, da jetzt wirklich irgendwie selbst das Recruiting zu übernehmen. Also das ist also ist ja auch Micromanagement At its best so, ne? Aber ja, scheint offenbar notwendig zu sein, auch nach intern das Signal zu geben. Ey, Lama-Leute. Wir haben da irgendwie was verpasst. Also ganz interessant.
17:08 Gavin Karlmeier
Ja, interessant ist aber, dass er ja nicht das Lama-Team rausschmeißt. das bestehende Team rausschmeißt, sondern ein zweites Team daneben aufbaut, die er dann sozusagen auch gegeneinander in einen Wettkampf setzen kann.
17:18 Franziska Bluhm
Ja, mal sehen, wer gewinnt, ne? Sein Team, was er selbst persönlich recruitet hat, oder die, die es halt irgendwie anders angegangen sind, ja. Ich hoffe, du bleibst dran.
17:28 Gavin Karlmeier
Haken bleibt dran. Kurze TikTok-Meldung haben wir noch. Wir haben ja neulich schon verkündet, dass die, also die TikTok-Frist wäre gestern in einer Woche ausgelaufen, 19. Juni. Wäre eigentlich TikTok mal wieder verboten worden? Trump wird diese Frist ein weiteres Mal verlängern und damit ein weiteres Mal selber gegen das Gesetz verstoßen, das er da mit an den Staat gebracht hat vor vielen Jahren. Und jetzt gibt es aber eine neue Meldung, die die Financial Times ausgegraben hat. Und zwar gibt es wohl eine Liste potenzieller TikTok-InvestorInnen, die sozusagen die Wunschkandidaten des Weißen Hauses sind. Darunter stehen so Namen wie Blackstone zum Beispiel. Darauf steht aber auch der Name Taka Carlsen, der sich wohl möglicherweise hier irgendwie mit einer Konstellation, mit einem Kollektiv, mit einem Konsortium gemeinsam als TikTok-Investor ins Spiel gebracht haben könnte. Das ist deswegen interessant, weil Taka Carlsen ja auf der einen Seite extrem eng mit Ex verbunden ist, also sein Format, das früher auf Fox News lief, läuft er inzwischen exklusiv auf X. Er hat da auf mal einen sehr lukrativen Deal mit Elon Musk und Linda Icarino geschlossen, dass er jetzt möglicherweise einer der Kandidaten werden könnte, den TikTok dann am Ende gehört. Das sind keine guten Nachrichten für alle Leute, die wirklich Interesse an freier Meinungsäußerung haben, wäre mein Bauchgefühl.
18:48 Franziska Bluhm
Ja, das kann man sich nämlich. Kann ich sehr gut nachvollziehen, dieses Bauchgefühl. Wer steht da eigentlich noch drauf? Was ist eigentlich auch so Leuten wie Mr. Beast und all diesen Menschen geworden? Hast du da ein Abschluss? Update?
18:59 Gavin Karlmeier
Es gibt keine Updates. Nee, nein, es gibt keine Updates. Also das Problem ist bislang ja, dass China sich nicht besonders verhandlungsbereit Donald Trump gegenüber gezeigt hat. Also im Gegenteil sogar ihn ja jetzt sogar dazu bringen, für seltene Erden, auf die die amerikanische Wirtschaft angewiesen ist, diverse. Verbote oder Embargos einfach abzuschaffen, weil China da am längeren Hebel sitzt, dass sie jetzt sozusagen selber TikTok als Verhandlungsmasse einbringen darf. Sind sie gar nicht in der Position, das tun zu müssen. Und das bringt aber Donald Trump natürlich in eine sehr ungünstige Position, weil er das Versprechen gegeben hat, diese Plattform für seine BürgerInnen am Start zu lassen.
19:40 Franziska Bluhm
Ja, es ist im Grunde so eine, na wir warten einfach mal ab, Strategie der Chinesen. Passt eigentlich auch super gut zu der Strategie von den Russen, ne? Also wenn man guckt, wie Putin mit den Ukraine-Krieg einfach abwarten und gucken, wie er sich sozusagen selbst erledigt. Oder einfach. Ja, ist auch eine schöne Strategie.
20:01 Gavin Karlmeier
Vor allem so Leute wie Donald Trump, die sich zwar selber als, also dadurch, dass sie sich selber so als Dealmaker profilieren. gehen sie natürlich dieses riesengroße Dilemma ein, dass Sie auch so als Deelmaker wahrgenommen werden wollen. Das wissen aber natürlich auch die Verhandlungspartner. die dann sagen, ja dann zeig mal deine Deals. Wir sind auf diesen Deal nicht so angewiesen wie du, der hier was zu verlieren hat in der Öffentlichkeit. Das ist, glaube ich, kein besonders großes Verhandlungsgeschick, wenn man sich so positioniert.
20:29 Franziska Bluhm
Nee, gerade wenn man überlegt, es geht ja eigentlich bei um was ganz anderes, eigentlich China und USA. Also da gibt es ja gerade ganz andere Themen, die Und gerade wenn natürlich wirtschaftliche Themen, die halt viel, viel größer im Fokus sind und auch für die Volkswirtschaft ja eigentlich viel, viel größer sind, warum sich Ja, ich glaube, Trump hat ein bisschen unterschätzt, dass dann am Ende so ein kleines Twitter, so ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und am Ende, ähm Ja, vielleicht am Anfang viel Aufmerksamkeit bringt, aber so man sich da einfach dann auch sehr schnell verkämpfen kann.
21:04 Gavin Karlmeier
Ja, und das Problem ist halt, wenn du öffentlich verkündest, ich werde diesen Deal zu einem Ende bringen, haben wir ja auch im Fall Putin und Ukraine gesehen, dass du dein Gegenüber damit in eine sehr angenehme Verhandlungsposition bringst, denn die können sich tatsächlich einfach zurücklehnen und sagen, naja, du hast es versprochen. Dann zeig mal, was es dir wert ist. Das ist nicht besonders clever. Und deswegen kriegen wir, äh, sind, glaube ich, die ganzen Unternehmen, AktionärInnen, InvestorInnen, potenzielle KäuferInnen. Auch alle in so einer Warteposition, weil sie darauf angewiesen sind, dass Donald Trump diesen Deal jetzt tatsächlich maked, den er vermutlich. Ich glaube nicht, dass wir das noch in seiner Amtszeit erleben, ehrlicherweise.
21:41 Franziska Bluhm
Nee, also wie lange ist jetzt die Verlängerung? Wieder drei Monate oder lang?
21:45 Gavin Karlmeier
Ich glaube, sie dürfen nur noch 45 Tage. Das weiß ich allerdings nicht sicher, wie lange das diesmal verlängert wird.
21:50 Franziska Bluhm
Okay, müssen wir nachliefern.
21:52 Gavin Karlmeier
Reichen wir nach. Ansonsten findet ihr das jetzt auch im Haken und Discord im Channel. Housekeeping, wahrscheinlich steht es da jetzt schon. Apropos Donald Trump. Also die letzte Folge Haken dran erschien ja am Montag und da haben wir ja vom großen Bruch zwischen Elon Musk und Donald Trump gesprochen. Die beiden haben sich verkracht. Also wir saßen daneben und haben Popcorn gegessen und fanden das alles sehr interessant. Naja, Elon Musk hat ganz viele dieser Tweets inklusive dem Epstein-Vorwurf gelöscht und hat aber einen neuen Tweet geschrieben, in dem er geschrieben hat Dass er zu weit gegangen ist, ich bedauere meine Beiträge über Präsident Trump in der vergangenen Woche. Nachdem Elon Musk mit JD Vance telefoniert hat, nachdem Elon Musk mit ähm wie heißt sie Susie Wildes telefoniert hat, die Stabschefin des Weißen Hauses. Und nachdem er mit Donald Trump telefoniert hat, Donald Trump selber sagt, er könnte sich durchaus eine Versöhnung vorstellen, aber er weiß gerade noch nicht so ganz genau warum. vorsichtig formuliert. Elon Musk allerdings hat das Gefühl, dass dieser Versuch von ihm auf der einen Seite mit diesem öffentlichen Bruch und dem Kampf für die Tech Bros gut für seine Aktienkurse zu sein, obwohl diese Aktienkurse offenbar auch darauf beruhen, dass es eben durchaus Verträge zwischen seinen Unternehmen und dem der Regierung gibt. und diesen großen Einfluss, den Elon Musk auf die Regierung hatte, hat dazu geführt, dass Elon Musk auch mal relativ schnell bereut hat, wie er da vorgegangen ist.
23:22 Franziska Bluhm
Naja, könnte ja auch sein, dass da so ein bisschen Druck seiner seiner Aktionäre sozusagen so mit dabei mit rumgesprungen ist. Ähm, also wenn ich mir überlege, na klar, jetzt die Subventionen sollten ja schon in dem Gesetzentwurf, also für E-Autos sollten ja schon etwas reduziert werden und am Ende, da kann man ja, also da ist ja noch mehr möglich, wenn man mal drüber nachdenkt, oder halt irgendwie Ja, also da gibt es ja durchaus Möglichkeiten, was man alles noch machen kann, um da halt ihm auch nochmal auch wirtschaftlich nochmal stärker zu schaden.
23:54 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist ja wie Trump, ne? Also wenn wir sehen wollen, wie Elon Musk wirtschaftlich geschadet wird, müssen wir ihm einfach nur selber dabei zusehen, wie er das tut.
24:02 Franziska Bluhm
Ja. Ja, aber also schade. War eigentlich gerade ganz schön, so ein bisschen Popcorn, oder?
24:09 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist noch nicht vorbei.
24:11 Franziska Bluhm
Hoffentlich, oder?
24:13 Gavin Karlmeier
Also, weil, also, ich glaube, jetzt passiert eine ganz spannende Episode für Elon Musk die wir bei ihm schon öfter beobachtet haben. Und zwar gibt es manchmal so Brüche mit Personen, bei denen er nachher feststellt, dass das ein Bruch ist, der ihm schadet. Wir erinnern uns an Harald Dyrtho-Lifson, ein früherer Twitter-Mitarbeiter, den Elon Musk beleidigt hat, weil Harald Dyto-Lifson, ich hoffe der hieß so, ich hoffe, ich bin da jetzt nicht.
24:38 Franziska Bluhm
Aber ich weiß, wen du meinst, das war doch der, der in. . war das Island oder irgendwas?
24:41 Gavin Karlmeier
Genau, der sitzt in Island, der hat ein Unternehmen gegründet, das Twitter gekauft hat und da gab es einen extrem. . Extrem großen finanziellen Deal für den Fall, dass Twitter ihn irgendwann entlässt, weswegen er auf einer Nicht-Kündigenliste stand. Das wusste Elon Musk nicht und hatte ihn als faul beleidigt, weil Haredu Charliveston im Rollstuhl sitzt und deswegen fiel von zu Hause ab. Das war so eine Geschichte, bei der man sich an den Kopf gefasst hat. Dann hat er irgendwann gesehen, dass er offenbar auf dieser Nicht-Feuernliste aus diesen finanziellen Gründen steht, was dazu führte, dass Elon Musk. unter alle möglichen Tweets von Tor Livestone runtergeschrieben hat, hey witzig und cool und hat so versucht mit ihm anzukumpeln. Der ist dann natürlich nicht mehr drauf eingegangen, weil er sich gedacht hat, ich bin nicht bescheuert. So. Jetzt passiert nämlich folgendes. Elon Musk repostet teilweise Postings auf X von JD Vance, aber auch Screenshots von Donald Trump, einfach nur mit einer Amerikaflagge darüber. Also er verstärkt sozusagen wieder sein Endorsement der Regierungslinie in den USA. Vermutlich, um in der Gunst von Trump zu steigen. Trump denkt sich aber jetzt, der ist ja wohl verrückt. Irgendein Typ, der offenbar auch noch auf Droge ist, was so die, die Erzählten Geschichten, die wie Trump im Moment auf Musk schaut, sind, ist das ja so, dass er so auf ihn runterblickt. Es scheint so, dass wir jetzt so ein Heranwanzen erleben werden, nachdem das Tischtuch eigentlich zerschnitten wurde.
26:02 Franziska Bluhm
Ja, wobei ich halt, ja, einerseits hast du natürlich recht, andererseits, denk dran, Trump ist der sogenannte Dealmaker, wenn er, also wenn er wieder einen Vorteil daran sieht. Dann wird er ihn auch wieder näher ranlassen, oder dann wird er eben einen Weg finden, also wie sie beide wieder voneinander profitieren würden. Also ich würde sagen, das Thema ist noch lange nicht durch. Und wer weiß, wofür Ja, also wofür er auch wieder nützlicher sein könnte. Das ist so das eine. Und das andere ist ja auch, am Ende hat zum Schluss. Musk ja Trump eher geschadet. Also schlechte Umfragewerte, alle haben ihn gehasst. Also da gab es ja diverses Zeug, was du ja auch immer wieder hier im Podcast hattest. Und indem sie sozusagen diesen öffentlichen Bruch jetzt erstmal so vollzogen haben, also sind diese beiden Namen schon ein bisschen getrennter und Naja, man kann jetzt vielleicht auch wieder ein paar Dinge durchdrücken oder machen, die nicht so sehr in der Öffentlichkeit stehen, weil sie halt mit dem Namen Musk oder dieser Bromance, ne, Mask Trump irgendwie verbunden sind. Das heißt also Am Ende kann es eben auch sein, dass jetzt, also dass durch diesen, na durch diese etwas größer gewordene Distanz eben auch ein paar Sachen möglich sind, die halt vorher einfach so stark personalisiert auf Maske waren, die wo sie jetzt halt irgendwie ohne Aufmerksamkeit einfach Dinge umsetzen, was halt vorher nicht möglich gewesen wäre.
27:27 Gavin Karlmeier
Absolut. Deswegen ist auch ganz wichtig jetzt immer noch darauf zu schauen, wie beispielsweise das Doge weiterhin vorgeht, auch ohne Elon Musk, weil er jetzt eben nicht mehr der Magnet für Kameras ist.
27:38 Franziska Bluhm
Das ist eigentlich immer noch gefährlicher, also muss man ja eigentlich so sagen. Also die Grundlage ist geschaffen und jetzt. Können Sie im Kleinen sozusagen weiterarbeiten und wer weiß, was da jetzt noch alles so kommt und ob man überhaupt auf die Schliche kommen kann? Und ob Medien darüber berichten können und so weiter und so fort. Also das ist dann ja nochmal eine andere Geschichte.
27:58 Gavin Karlmeier
Voll. Und die spannende Frage wird ja auch sein, ob. Also Trump wird sich überlegen müssen, ob er die Wette Elon Musk ein weiteres Mal eingeht. Wir haben die Midterms im nächsten Jahr, eine relativ wichtige Wahl, die für die Gesetzgebung notwendig ist, zu gewinnen. Und die Frage ist ja Was überwiegt? Überwiegt der Vorteil des großen Geldes von Elon Musk, um die richtigen Leute in die Position, in die Mandate zu bringen? Oder überwiegt die Unbeliebtheit von Elon Musk, die möglicherweise mehr Schaden anrichtet? Und das wird jetzt die Frage sein, die spannend zu beantworten sein wird, wahrscheinlich auch für das Team von Trump selber, wenn sie denn überhaupt so strategisch vorgehen. Das wissen wir nicht. Was sie aber wissen ist, dass Elon Musks Stephen Miller jetzt wieder folgt, nachdem er ihm ja entfolgt ist letzte Woche. Also Spannend, aber vielmehr US-Politik brauchen wir heute, glaube ich, nicht.
28:47 Franziska Bluhm
Mal sehen, wie oft das noch hin und her geht. Ich folge ihm, ich folge ihm nicht. Ich folge, ich folge ihm nicht.
28:54 Gavin Karlmeier
Es ist so ein Kindergarten vor allem. Also aber. Naja. So, kommen wir zu Ex.
29:03 Franziska Bluhm
Achso, nee, stimmt. Jetzt waren wir bei Mask, jetzt sind wir bei Ex.
29:05 Gavin Karlmeier
Alles klar, ja, ich muss mal kurz folgen. Mask hat Twitter gekauft und das Ex genannt, für die, die es nicht mitbekommen haben. Danke. NBC berichtet, dass die Community-Nodes auf dem, wie sagt man, Rückzug sind, während es im Januar noch 120. 000 erstellte Community-Nodes gab, waren es im Mai nur noch 60. 000. Das heißt, sie haben sich halbiert innerhalb von fünf Monaten. Und das ist vor allem deswegen interessant, weil sie. in Europa zum Beispiel darauf angewiesen sind, dass die Community Nodes als Feature vorhanden bleiben. Sollten sie allerdings nicht genutzt werden, sollten wir uns in Europa darüber Gedanken machen, ob die tatsächlich eine gute Alternative für Fact-Checking beispielsweise auf der Plattform ist. Und was X aber selber macht mit dieser Meldung, also wir erinnern uns, vor einigen Monaten gab es schon die Ankündigung, dass Community Notes überarbeitet werden sollen und so. X hat jetzt angekündigt, dass sie ein neues Pilotprogramm gestartet haben, bei dem Beiträge in den Menschen Also ich b bei Community Nodes ist es ja so, dass Menschen, die aus unterschiedlichen Überzeugungen dieselben Notes als hilfreiche Einstufen, dass die dann auch unter dem Tweet angezeigt werden. Und diese Tweets, bei denen Community Nodes angezeigt werden und eine große Anzahl an Menschen aus unterschiedlichen Lagern, die so als hilfreich bewertet haben, das, und jetzt musst du dich festhalten. Diese Tweets mehr Sichtbarkeit bekommen. Bedeutet also, dass du mit Community-Nodes auf der Plattform mehr Reichweite bekommen kannst als ohne Community-Nodes. Und warum das ein riesengroßes Problem ist, müssen wir, glaube ich, gar nicht so genau erklären. Oder doch?
30:44 Franziska Bluhm
Nee, ich habe jetzt gerade noch mal überlegt, Community Notes, das war ja auch das, was Zuckerberg so nach vorne geschoben hat, um halt diese Fakten zu Faktenchecks, also oder so als Argument reingebracht hat, warum er Faktenchecks eigentlich scheiße findet. Man kann ja mit Community Notes arbeiten. Das war doch das Argument, ich glaube, im Januar oder so diesen Jahres. Und ja, ja, also spannend, dass es halt einfach weiter zurückgeht. Also ich meine, klar, man sieht sie ja eh kaum und wenn man sie weniger sieht Dann ist das der Anreiz ja auch nicht besonders groß, selber welche zu schreiben. Tja, und wenn Sie es jetzt sozusagen, also jetzt Posts bevorteilen wollen, das habe ich richtig verstanden, die Community-Notes haben, richtig?
31:29 Gavin Karlmeier
Also Im ersten Schritt wird gekennzeichnet, ich kann das jetzt gleich nochmal hier genau vorlesen, wird gekennzeichnet, dass ein Post aus unterschiedlichen Lagern Likes bekommen hat. Diese Postings könnten eine stärkere Reichweite bekommen. Bedeutet also Beiträge, auf die sich Menschen einigen können. So, das hängt aber mit dem Community Note Programm zusammen. würde also bedeuten, dass Beiträge, die erstmal einen Dissens auslösen, dann aber gleichzeitig es schaffen, Menschen zusammenzuführen, weil unterschiedliche Menschen es liken. Also. Wir können das ja mal durchspielen. . Elon Musk schreibt etwas Unwahres. Soll ja vorkommen. So, dann löst er damit einen Diskurs aus, er löst damit aus, dass Leute Community-Notes da drunter schreiben. So, jetzt schreibt da jemand drunter. Mann, Elon, geht doch mal einfach mal ins Bett. Und das schreiben sowohl Leute aus Elons Lager als auch aus dem gegenüberliegenden Lager, dann wird dieser Post eben entsprechend gekennzeichnet und möglicherweise dadurch mit einer größeren Reichweite versehen. Was bedeuten würde. Dass man diesen Diskurs, dem dieser Scheinkonsens ja überhaupt erst aufgesetzt wird, dadurch mehr Sichtbarkeit bekommt. Dieses Feature ist eigentlich der Streisand-Effekt als Reichweitenfunktion.
32:47 Franziska Bluhm
Ja. Ja, ähm sorgt dafür, dass man also Also wird extra durch attraktiver? Nein.
32:57 Gavin Karlmeier
Nein, natürlich nicht.
32:58 Franziska Bluhm
Also daher können wir das so. Ja
33:03 Gavin Karlmeier
Lassen wir das so. Gleichzeitig hatte Exe auch angekündigt. Wir haben da so ein bisschen letzte Woche drüber gesprochen, dass sie ihre Direktnachrichtenfunktion aufbohren und um ein Feature namens Ex-Chat erweitern wollen. So ein bisschen eine Art Angriff auf WhatsApp, nur in X und du kannst halt nur Leuten schreiben, die einen Ex-Account haben. Dieses Feature sollte nach Elon Musk eine neue Art der Verschlüsselung mit sich bringt, die sich an Blockchain-Standards orientiert. Das haben sich jetzt mehrere ExpertInnen angeschaut, darüber diverse Blogartikel geschrieben und alle sagen Also diesen Standard gibt es nicht. Ah ne, die Formulierung war übrigens nicht mehr Blockchain-Stand Standard, sondern Verschlüsselung im Bitcoin-Stil. Ähm, es gibt zwar viele digitale Signaturen in Bit äh in Bit in Bitcoins, aber die Blockchain als solche ist nicht verschlüsselt. Es gibt keine Verschlüsselung im Bitcoin-Stil und was Elon Musk damit machen möchte, ist offenbar einfach nur Marketing für seine Krypto-Bubble generieren, aber es wird oftmal nicht Ende zu Ende verschlüsselt sein. Interessant ist auch, dass in den Erklärtexten in der Hilfe Zwar durchaus steht, dass die Ex-Infrastruktur Nachrichten in einem verschlüsselten Format speichern, diese erst nach dem Empfang entschlüsselt werden, damit der Benutzer sie lesen kann. Aber trotzdem gibt es da einen Hinweis und jetzt kommt eigentlich die Pointe an der Geschichte, X könnte die Nachrichten trotzdem lesen. steht in dieser Hilfe-Nachricht. Und das ist aber jetzt keine Veränderung, die durch den Ex-Chat gekommen ist, sondern diese Hilfeseite steht schon seit mehreren Jahren dort, also auch schon in der Zeit bevor Elon Musk das gekauft hat. Das heißt, dieses Versprechen einer Ende-zu-End-Verschlüsselung wird Exchat offenbar auch nicht einlösen.
34:46 Franziska Bluhm
Ja, hast du was anderes erwartet?
34:48 Gavin Karlmeier
Nö.
34:51 Franziska Bluhm
Aber auch, ja, alleine ja auch dieses Aufbohren von, also ja, egal, es ist wirklich, also es klingt wirklich einfach sehr nach einer Marketing. nach einem Marketing-Gag, um halt irgendwie Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und da halt ein bisschen Bass zu generieren. Und halt irgendwie zu zeigen, hey, wir arbeiten mal wieder ein bisschen an dem Ding.
35:10 Gavin Karlmeier
Ja, jetzt kommt eine Geschichte, also wir vorneweg, es gibt einen sehr, sehr, sehr langen, sehr lesenswerten Text, der ist The Wall Street Journal. Und über diesen Text möchte ich gerne mit dir sprechen, weil er, finde ich, unter diese Überschrift dieser Episode, der mafiösen Strukturen in Tech-Unternehmen, weil der sehr gut passt. Der Text heißt: Das Verkaufsargument von X lautet, gebt uns euer Anzeigengeschäft oder wir verklagen euch. In diesem Text haben Sie mal alles zusammengefasst, was wir so in den letzten Monaten auch beobachtet haben. ähm diesen dieser Klage gegen Media Matters, die Klage gegen Garm, die sich daraufhin auflösen mussten, einen Zusammenschluss von Werbetreibenden, die für Brand Safety oder auf Brand Safety achten. Sicherheit der Marke, in welchem Umfeld wird meine Marke eigentlich platziert und Garm hatte damals gewarnt, bei X wäre diese Brand Safety nicht so sichergestellt wie auf anderen. Das hatte Ex damals als Boykott interpretiert und eine Klage gegen alle Unternehmen angekündigt, die daraufhin nicht mehr bei X wirben. Und offenbar wissen wir jetzt so ein bisschen, warum sie das gemacht haben, diese Slap-Klagen, diese Einschüchterungsklagen auch. gegen Unternehmen, weil sie mit diesen Klagen jetzt anderen Unternehmen drohen, indem sie zu denen gehen und sagen, entweder ihr werbt bei uns, Oder wir werden euch auch verklagen. Es gibt ein paar Unternehmen, über das das Wall Street Journal berichtet hat, bei denen X so vorgegangen ist. Zum Beispiel Verizon, das ist ein Mobilfunkdienstleister in den USA. Die haben 2022 schon angekündigt, nicht mehr auf X zu werben. Nachdem es diese Drohung von Ex wohl gab, hat Verizon wieder 10 Millionen Dollar auf der Plattform für Werbung ausgegeben. Das Modelabel Ralph Lauren Hat sich bereit erklärt, nach einer Klageandrohung wieder Werbung auf Ex zu schalten. Sprich, der ganze Text ist durchdrängt von solchen Anekdoten, von Unternehmen, die übrigens nicht nur in den USA liegen, auch amerikanische Unternehmen sind dabei. Auch Social Media Unternehmen, Pinterest beispielsweise wurde gedroht, aber auch Lego, dänisches Unternehmen wurde hier entsprechend gedroht. dass es eben so nach dem Motto, wirbt bei uns oder wir zerren euch vor Gericht. Und scheint diese Drohung zu funktionieren, weil die Unternehmen sich sagen, der Aufwand, den das mit sich bringen würde. Diese Klage durchzuziehen und auch die Öffentlichkeit, die das mit sich bringen würde, die wollen wir vermeiden, vor allem auch, weil Elon Musk eben der Typ aus dem Weißen Haus ist.
37:32 Franziska Bluhm
Verstehe, und was ist das Argument? Also warum kriegen die so Schiss? Also, ne, weil man öffentlich damals gesagt hat, man boykottiert oder Also warum kriegen die die Schiss davor? Also meinst du wirklich, es ist einfach das Argument, oh, der hat den längeren Hebel, weil er gute Verbindung ins Weiße Haus hat? Also was ist das Argument von Weil ich würde ja einfach sonst sagen, so ja, what the fuck? Also warum soll ich denen jetzt meinen, warum soll ich da wieder werben? Aber die müssen ja, er muss ja irgendwas in der Hand haben, das will ich damit sagen.
38:01 Gavin Karlmeier
Ich würde das so einschätzen, dass das eines der Kernargumente ist für die Unternehmen. Auf der einen Seite Rechtsschwierigkeiten zu vermeiden, vor allem Rechtsschwierigkeiten mit Elon Musk, der dafür bekannt ist, ja auch hocheratisch und emotional impulsiv zu reagieren, aber eben auch Direkt neben Donald Trump sitzt. Also das wäre meine Einschätzung. Interessant ist aber, wie X auf die Idee gekommen ist, überhaupt diesen Weg zu gehen. Und zwar hat Linda Icarino sich mit Alex Spiro zusammengesetzt. Das ist der persönliche Anwalt von Elon Musk. Und die beiden haben sich zusammengesetzt und Jaccarino hat gesagt, was gibt es denn so für Ideen, um Werbekunden wieder zur Ex zu bringen? Spiro oder Spyro? hat wohl für sehr viele Fortune 500 Unternehmen gearbeitet und der hat dann gesagt, ja, ich würde mal die anderen Unternehmen, die ich auch berate. mal in so eine Richtung schubsen. Wie er das gemacht hat, ist nicht ganz bekannt und Spyro hat Ex auch in diesem entsprechenden Rechtschreit nicht vertreten, aber das ist eben diese Verbindung zwischen Linda Yacorino, die Geschäftsführerin von Excarb und den persönlichen Anwalt von Elon Musk, spricht so ein bisschen dafür, dass Elon Musk gesagt hat, ich schicke dir mal einen kreativen Juristen und dann überlegt ihr euch mal ein bisschen was. Was euch so einfällt. Weitere Unternehmen, die hier übrigens auch genannt werden, sind zum Beispiel Amazon, aber auch große Werbeagenturen wie die Interpublic Group oder PubliC aus Frankreich, die angekündigt haben, 150 Millionen Dollar an Werbemitteln für X zu organisieren. Also Das ist schon ein ziemlich krasses Vorgehen und ich finde eigentlich am interessantesten, dass in der eigenen Heldenerzählung von Ex. Sie ja auf der juristisch richtigen Seite stehen, obwohl sie eigentlich die sind, die hier wie Al Capone quasi durch die Unternehmen ziehen und mit gezogener Waffe sagen: Na, wie wärst du mal mit ein bisschen Werbung bei uns? .
39:47 Franziska Bluhm
Nein, ich kann mir das nur so vorstellen, weißt du, al ähm, als als ähm Ex so sehr in Verruf gekommen ist damals unter Mask, vor, ich glaube, zwei anderthalb Jahren hat es ja losgegangen. Und dann haben ja ganz viele Unternehmen gleichzeitig gesagt, wir werben nicht mehr bei dir. Und das Diese Gleichzeitigkeit, das könnte halt ein Angriffspunkt sein, nach dem Motto, ihr habt euch abgesprochen und sozusagen so sehr diskreditiert, dass wir Marken, unsere Marke Schaden genommen hat, wie auch immer. Und deswegen Also, das könnte der Anknüpfungspunkt sein, zu sagen, so okay, ihr habt euch abgesprochen, um uns zu schaden, und deswegen verklagen wir euch das. Also du kannst natürlich dann schlecht jetzt nachweisen, dass es nicht der Fall ist. Also und deswegen könnte ich mir vorstellen, dass das ein Argument ist, aber wir wissen es nicht. Aber es ist auf jeden Fall interessant und es ist interessant, dass das halt funktioniert. Also Weil am Ende werden diese Unternehmen ja alle ihre Rechtsabteilungen irgendwie mit eingeschaltet haben, die da drauf geguckt haben. Also da muss ja wirklich, also da muss ja irgendwas drin sein. was dann die Unternehmen jetzt eher dazu bewegt, wieder Kohle auf der Plattform zu lassen, als zu sagen so, ja, sorry, Elon, das war's.
40:58 Gavin Karlmeier
Naja, ich glaube, dass diese weiße Hausnähe durchaus schon auch ein Argument ist, trotzdem. Also, weil du schon, weil Amazon sich schon sagt, naja, oder Verizon. Was sind 10 Millionen Dollar?
41:08 Franziska Bluhm
Ich bin noch eh auf der Seite von Weißes Haus, ne?
41:12 Gavin Karlmeier
Verizon oder Amazon? Amazon, ja. Aber Verizon, die machen im Jahr einen Umsatz von Wow, 118 Milliarden Euro. Ist jetzt eine schnelle Google-Recherche. Weiß nicht, ob das so zutreffen ist, aber offensichtlich sind 10 Millionen Dollar Marketingbudget. Für die verkraftbar. Vor allem angesichts der Tatsache, dass diese zehn Millionen ja eben nicht nur reines Marketing unter vornehmlich vermutlich republikanischen amerikanischen BürgerInnen ist, sondern eben auch damit eine Art Naja, also man kann das schon, wie sagt man, Schutzgeld nennen, weil das ja durchaus dazu führt, dass du in der Gunst des Präsidentenberaters, so er das denn bis letzte Woche noch war, steigst. Und ich glaube, das ist sicherlich auch dem einen oder anderen Unternehmen das ein oder andere Milieuhnchen wert.
42:01 Franziska Bluhm
Okay, wenn hast du noch irgendwas Schönes. Hast du nur so einen Mafia-Quatsch. Das ist schlimm.
42:06 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe eine gute Meldung aus diesem Media Matters-Fall. Diese Klage läuft ja immer noch zwischen Ex und Media Matters, weil Media Matters eben für Brand Safety auch sich eingesetzt hat. X hatte damals versucht, alle Dokumente von Media Matters zu bekommen, die in diesem Verfahren wichtig sind, haben dafür einen Antrag vor Gericht gestellt. Das wäre fatal gewesen, weil das hätte durchaus bedeutet, dass auch interne Empfehlungen und Analysen gegenüber X als Werbeplattform direkt an Ex abgegeben werden und gesagt wurde, hier folgende Unternehmen sitzen übrigens bei uns im Kundenstab oder werden von uns auch immer Also es wäre tatsächlich fatal gewesen. Tatsächlich hat jetzt der Attorney General von Texas, Ken Paxton, also der Staatsanwalt, entschieden, dass Media Matters diese Unterlagen nicht abgeben muss. Immerhin. Das ist doch was Gutes, oder?
43:01 Franziska Bluhm
Ja, sehr schön. Danke. Ich weiß aber nicht, ob es reicht, um mich aufzuheitern nach all diesen schlimmsten Nachrichten.
43:07 Gavin Karlmeier
Ja, es ist heute leider so ein bisschen düster. Ex hat übrigens die eigenen AGBs angepasst und verbietet jetzt, dass mit den Inhalten auf Ex-Fremd-KIs trainiert werden. Ist aber dann klein.
43:19 Franziska Bluhm
Darf man nur mit Grog trainieren?
43:21 Gavin Karlmeier
Nur Grog trainieren. Und Ex hat angekündigt, dass sie ihre API ändern. Das ist eine Geschichte, die uns ja, die so für die Haki-Pioniere auf jeden Fall eine große Geschichte ist. Twitter hatte früher Twitter hatte früher meine AP, die man einfach so benutzen konnte. Das heißt, ich konnte eine App bauen, die, wie die Twitter-App funktioniert, aber vielleicht ein bisschen anders aussieht. Tweetbot hat das gemacht, Twitter Effic hat das gemacht. Dutzende von solchen Beispielen. Kurz nach dem Kauf von Elon Musk hatte er dann angekündigt, übrigens unter dem Argument Dass die Leute über diesen API-Zugang ihre KI trainieren würden. Wir erinnern uns an das Wochenende an den Threads, an den Stadtgängen. Es war auch das Wochenende, als bei Twitter Rate Limits eingeführt wurden und die Leute konnten Twitter nicht mehr benutzen. Unter dieser Argumentation haben sie damals auch die Abi kostenpflichtig gemacht und zwar gab es jetzt den schmalen Dollar 42. 000 Dollar pro Monat. 42. 000 Dollar pro Monat für den Abi-Zugang. Das hat natürlich für die meisten Leute dazu geführt, dass sie ihre Apps eingestellt haben.
44:21 Franziska Bluhm
Also dass ja alles nicht mehr durchsucht werden kann jetzt.
44:25 Gavin Karlmeier
Das ist vermutlich auch ein Verstoß gegen geltendes Recht in der Europäischen Union, die nämlich freien Zugang für die Forschung bei solchen Plattformen eben verlangt. Sie hat seit Ex aber angekündigt, dass Sie nochmal eine Änderung an diesem API-Preismodell einführen. Also keine Sorge, es wird nicht günstiger, wie es aussieht, wir wissen es nicht. Aber Sie haben angekündigt, dass es ein Umsatzbeteiligungsmodell geben soll. Dass du offenbar Einnahmen generieren kannst, wenn du diese API nutzt. Wie auch immer das funktioniert.
44:52 Franziska Bluhm
Ja, aber ich meine, die Durchsuchung von Ex, also oder von Twitter damals war ja wirklich auch, also du konntest ja so gut auch politische Strömungen, politische, also Wahlen und Kommunikation bei Wahlen, Nachwahlen und alles daraufhin untersuchen. Und ich meine Wissenschaft hat eigentlich keinen kommerziellen, also hat meistens keine kommerziellen Hintergründe und das ist also klar schön, dass du eine App machen kannst und schön, dass das Business sozusagen dann Irgendwie unterstützt wird, aber schade, dass halt irgendwie Forschung und Wissenschaft leider auch an diesem Punkt keine Rolle spielt und keine Lobby hat am Ende.
45:31 Gavin Karlmeier
Und man muss sagen, diese 42. 000 Dollar ist ja wieder so ein haha-witzig 42-Fantasiebetrag von Elon Musk. Das da bewegen wir uns ja überhaupt nicht in einer nachvollziehbaren Sphäre. Das ist ja mal wieder Bullshit. Absolut. Ich habe doch noch eine kleine US-Politik-Geschichte, ist aber nur eine kleine Randnotiz, die aber, glaube ich, eine ganz schöne Geschichte ist, um sie irgendwie. am Wochenende einfach mal so zu erzählen. . Und zwar, wenn du im Weißen Haus unterwegs bist, als Gast oder als Besucherin oder als. . Vielleicht auch als Beraterin. . Dann kannst du dort ins WLAN, wenn du dafür einen Antrag stellst und ein VPN installierst, bei dem sich regelmäßig die Codes ändern. Also das wird ein extrem abgeschämtes Unterfangen, damit du aus dem Weißen Haus ins WLAN kommst. Das hat Elon Musk auch festgestellt und das hat ihn ein bisschen gestört.
46:22 Franziska Bluhm
War wahrscheinlich nervig, wenn er ständig einen neuen Code eingeben musste.
46:25 Gavin Karlmeier
Da hatte der nicht so Bock drauf und vielleicht auch die Leute seines Douge nicht. Deswegen haben Angehörige von Doge gemeinsam mit Elon Musk im Weißen Haus Starlink installiert. Ein eigenes WLAN im Weißen Haus. Die eigene Formulierung war, um tote Punkte des Wi-Fi zu beheben. Okay. Was interessant ist, dabei haben sie. Alle möglichen Sicherheitsrisiken einfach ignoriert. Du kannst dieses Netzwerk dort einfach verwenden im Weißen Haus. Du musst dich nicht authentifizieren, deine Verbindungsdaten müssen nicht protokolliert werden. Du kannst da einfach sitzen. Und beispielsweise, und das passiert wohl, das machen Mitarbeiter jetzt gerade dort, auch Regierungsdaten über dieses WLAN verschicken, weil es natürlich ein Bequemer ist.
47:08 Franziska Bluhm
Sicherheitsrisiko, Ihren Massen.
47:10 Gavin Karlmeier
Das ist richtig krass. Donald Trump wurde darauf angesprochen, er hat gesagt, das wird erst mal bestehen bleiben. Also sie werden es nicht abschaffen, dieses WLAN, weil es eben bequemer ist. Und man denkt sich, das kann doch nicht alles euer Ernst sein. Es gab einen Whistleblower, der das der Washington Post gesteckt hat, aber auch den Demokraten, die jetzt einen Antrag gestellt haben. Es gibt nämlich das White House. Oversight Committee, ein Aufsichtsgremium fürs Weiße Haus, die sind darüber jetzt informiert worden und haben jetzt hier einen Antrag gestellt, das zu überprüfen. Es ist nicht zu glauben, diese Geschichte.
47:42 Franziska Bluhm
Ich würde gerade sagen, also China und Russland reiben sich die Hände.
47:47 Gavin Karlmeier
Ja. Naja, wer weiß, welche Stalin-Zugänge die so haben? Na gut, das stimmt auch ja, ja.
47:52 Franziska Bluhm
Aber Wahnsinn, es ist echt Wahnsinn. Also, ich meine Da siehst du halt auch, ja, da siehst du halt, was passiert, wenn ähm solche Menschen Regierungen effizienter machen sollen. Ich weiß nicht, ob, ne, es ist natürlich dann irgendwie schön und einfach, weil ein anderes ein tolles WLAN dazu haben, aber So einmal ganz kurz über die Konsequenzen nachdenken, wäre jetzt irgendwie schon ganz geil.
48:20 Gavin Karlmeier
Also ich finde es halt wirklich, es gibt Keine Woche, die vergeht, ohne dass wir ein weiteres Beispiel dafür kriegen, warum du Regierungen, Staaten nicht leiten kannst in dein Unternehmen. Es ist Wahnsinn. Apropos Russland.
48:35 Franziska Bluhm
Oh, diese Überleitung, Gavin, ich bin begeistert.
48:38 Gavin Karlmeier
Toll, ne? Es gibt einen Bericht vom OCCRP. Das ist das Organized Crime and Corruption Reporting Project. Das ist ein Netzwerk von weltweit verorteten JournalistInnen, die recherchieren über. . Organisierte Kriminalität und Korruption. Und die haben einen kleinen Test gemacht. Und zwar haben sie sich an zwei Orte der Welt gesetzt. Oder waren sie wahrscheinlich, weil es, wie gesagt, ein internationales Netzwerk ist. Guten Morgen, Gavin. Und haben die Pakete, die Datenpakete, die sie über Telegram verschicken, verfolgt und sich angeschaut, wie werden eigentlich meine Datenpakete in ein Globus geschickt, wenn ich jemand bei Telegram etwas schreibe. Und was haben Sie herausgefunden? Naja, Sie haben herausgefunden, dass diese Pakete von IP-Adressen in Antigua und Barbuda verarbeitet wurden. Da sitzt ein Unternehmen mit dem Namen Global Network Management. Klingt jetzt erstmal nach einem Paket, Netzwerkpaket, Datendienstleister, der irgendwo in Antigua und Barbuda sitzt. Aber interessant ist, wer der Eigentümer dieses Unternehmens ist, der ist nämlich Vladimir Wladimir Vedenev ist nicht irgendeiner, sondern das ist eine Person, die offenbar Dienstleister für Telegram ist. um deren Rechenzentren zu betreiben. Unter anderem auch in Miami. Und der ist aber eben nicht nur ein Dienstleister für Telegram. Er ist auch kein Angestellter von Telegram, sondern er macht es eben als Eigenes Unternehmen. Er ist aber gleichzeitig auch der Gründer von Globalnet, einem Telekommunikationsbetreiber in St. Petersburg, das die Back Infrastruktur von Sibirien bis Westeuropa kontrolliert, gleichzeitig aber betreibt, so ist richtig, GlobalNet auch die Infrastruktur des Hauptforschungszentrums. Für die Abteilung der Verwaltung des Präsidentenvermögens in Russland, staatliche Beschaffungsportale, Kommunikationsinfrastrukturen für staatliche Labore in Russland. Also ist ein Player, der in Russland Betreiber von kritischer Infrastruktur ist. Das ist interessant, weil der Gründer von Telegram, Pavel Duroff. . Nach öffentlicher Darstellung ja als Persona und Grater in Russland gilt, auch wenn wir wissen, dass er dort ein- und ausreißt, aber angeblich gab es dort Überwerfungen mit dem Regime.
50:59 Franziska Bluhm
Das klingt jetzt gerade alles allerdings gar nicht mehr so danach. Nö, klingt Klingt alles so, als ob ähm ja, wer im Grunde wer sich auf Telegram Bewegt, sich im Grunde mit Russland ins Bett legt.
51:16 Gavin Karlmeier
So kann man es eben auch ganz kurz so sagen. Genau so kann man das sagen. Und diese ganze, also die Reputation von oder der Presewert von Telegram, der ist ja relativ groß. Ich kenne viele Leute, die darauf schwören, weil es so sicher ist. Und klar, du hast Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten. Also es kann durchaus oder es ist relativ sicher, dass niemand dazwischen diese Pakete abgreifen und lesen kann. Das ist aber gar nicht nötig, denn wenn ich deine kompletten Kommunikationsdaten alle überprüfen kann. Dann ist mir, was du schreibst, möglicherweise gar nicht so wichtig, wie allein die Tatsache, dass du mit gewissen Personen kommunizierst. Oder eben, dass du überhaupt über Telegram kommunizierst. Oder dass ich gucken kann, wer ist denn da eigentlich alles über Telegram? Wenn das alles in der Hand russischer Behörden liegt oder Unternehmen, die für russische Behörden arbeiten, ich würde das schon als Sicherheitsrisiko eher einstufen. Absolut.
52:07 Franziska Bluhm
Ist mein Bauchgefühl.
52:09 Gavin Karlmeier
Wir haben heute mafiöse Strukturen und Bauch gefunden.
52:12 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, gut, dass die US-Regierung eine Signal-Gruppe hatte und keine Signal-Gruppe.
52:20 Gavin Karlmeier
Ja, da wurden sie wohl von den Richtigen beraten, ausnahmsweise.
52:23 Franziska Bluhm
Ja, lass uns, es gibt bestimmt bald auch was über Signal, so nicht.
52:29 Gavin Karlmeier
Ich will das nicht.
52:29 Franziska Bluhm
Nee, ich möchte es auch nicht, aber ich sag mal so, I don't know. Was noch passiert.
52:34 Gavin Karlmeier
Wir werden es erleben, würde ich mal sagen. So, jetzt ist es schon so spät. Eigentlich wollte ich mit dir noch ein bisschen über Social Media Verbote sprechen. Das muss ich leider dann auf
52:43 Franziska Bluhm
Social Media Verbote, okay.
52:45 Gavin Karlmeier
Deswegen reden wir, da reden wir Montag drüber. Kleiner Teaser für die Folge am Montag, denn ich möchte mit dir noch ein paar Funktionen und Emotionen spielen. Schneide ich an. Funktionen und Emotionen. Threads bekommt eine eigene DM-Inbox. Du kannst eigene Nachrichten bei Threads verschicken, die nicht gleichgestellt sind mit deiner Inbox auf Instagram oder Facebook. Das Unternehmen wird es zunächst in Hongkong, Thailand und Argentinien testen, um zu schauen, wie das funktioniert. Es wird dort keine Gruppenachrichten geben, sondern erstmal nur Einzelgespräche. Meta sagt, die NutzerInnen wollen das 1 zu 1 Gespräche innerhalb von Threads bleiben und nicht durch einen App-Wechsel unterbrochen werden.
53:26 Franziska Bluhm
Naja, es passt. Also, ich habe da wenig Emotionen, ich könnte das nur ganz professionell beantworten. Oder reagieren. Es passt halt in die Strategie, dass man ja beschlossen hat, Threads jetzt unabhängig aufzustellen. Und dann wäre es natürlich auch gut, wenn ich unabhängig DMs schreiben kann. Also passt da mit rein in die Strategie. Ansonsten habe ich da überhaupt keine Emotionen.
53:48 Gavin Karlmeier
Ich stimme zu. Wäre auch mein Gefühl. Es zeigt so ein bisschen, man entkoppelt sich von den bestehenden Netzwerken. Bei Twitter waren die DMs vorher ja auch extrem wichtig zum Community-Bilden sozusagen. Also deswegen kann ich das alles schon verstehen.
54:04 Franziska Bluhm
Schreibst du auf Falls DMs? Kannst du ja noch gar nicht, aber schreibst du auf Also, weißt du, ich habe es auch, Twitter war für mich wirklich auch so ein DM-Ding. Schreibst du auf Blue Sky oder machst du dann schreibst du viele DMs?
54:16 Gavin Karlmeier
Ja. Nee, viele nicht, viele nicht, aber es gibt schon ein paar Leute, mit denen ich da kommuniziziere. Ehrlicherweise größten Herzleute, die ich hier als Gast einlade.
54:24 Franziska Bluhm
Und wir schreiben über egal, aber das können wir nochmal in anderbar. Okay, alles klar.
54:28 Gavin Karlmeier
Wir schreiben über iMessage.
54:29 Franziska Bluhm
Wir schreiben über iMessage immer genau.
54:31 Gavin Karlmeier
Es ist nochmal eine Stufe näher ins Private rein.
54:33 Franziska Bluhm
Ja, komisch, aber gut, ja, okay.
54:37 Gavin Karlmeier
Was ich aber interessant finde, ist der Zeitpunkt dieser Veröffentlichung, weil ja dieser Ex-Chat-Debakel und die damit verbundene schlechte Kommunikation bei X. hier sozusagen eingeladen hat für Threads, diesen kleinen Versuch, vielleicht einen Taken früher zu starten. Und wir haben ja gehört, dass der Threads-Start auch stark davon geprägt war, wie, also man hat ja darauf gewartet. dass Musk mit Ex einen Fehler macht, um den Start sozusagen nach vorne zu legen. Ich würde behaupten, dass das hier kein Zufall ist, dass wir über diese beiden Dinge in einer Episode sprechen.
55:04 Franziska Bluhm
Das kann gut sein, würde ich dir zustimmen. Da haben wir doch noch ein bisschen mehr Emotionen dazu. Gut.
55:10 Gavin Karlmeier
Jetzt habe ich eine Meldung, da hast du auf jeden Fall Emotionen. Instagram hat angekündigt, ab dem 10. Juli die eigenen Postings mehr SEO-Freundlich zu gestalten, sprich deine Inhalte, deine Postings und dein Profil. Kann besser von Suchmaschinen extern aufgefunden werden, sprich, ich kann Fotos auf Instagram ergoogeln. Ab 10. Juli.
55:33 Franziska Bluhm
Ich bin gespannt.
55:35 Gavin Karlmeier
Ich finde das interessant, weil mich das so. . Also bei Twitter fand ich das toll, dass das so war. Bei so Plattformen wie LinkedIn nervt es mich. Dass ich LinkedIn Suchergebnisse finde, wenn ich nach Inhalten suche, möchte ich nicht. Ich glaube, Instagram ist nicht die Plattform, bei der ich landen möchte, wenn ich nach Dingen suche.
55:54 Franziska Bluhm
Ja, da gebe ich dir recht. Und man könnte ja die andere Frage stellen, so, really in 2025? Also, ne, ist nochmal so eine andere Sache. Gerade, ähm Ich stelle mir auch gerade die Frage, hat das auch was damit zu tun, dass Google vielleicht versucht, noch mehr Content irgendwie Index zu bekommen? damit es vielleicht auch wieder relevanter ist, weil Google ja gerade extrem struggelt, was die Suchergebnisse angeht, beziehungsweise durch KI, ja extrem, also durch KI-Tools wie Chat GBT und so komplett unter Druck, das ist nochmal eine eigene Episode wahrscheinlich, extrem unter Druck ist und Leute ja gar nicht mehr Google nutzen so und das vielleicht ein Anreiz sein könnte, ah ja Da finde ich da wenigstens auch Instagram, aktuelle Instagram-Posts, I don't know, wäre natürlich irgendwie ein Argument. Andererseits, und die andere Frage wäre ja auch, hat, also wenn wir es mal nochmal von Instagram her betrachten, hat Instagram gerade ein Problem und braucht wieder mehr, also braucht einfach mehr Nutzer auf der Plattform.
57:00 Gavin Karlmeier
Ich habe ein Hot Take. Also ich glaube nicht, dass Meta und Google hier zusammenarbeiten und glaube auch nicht, dass Meta Mehr NutzerInnen im Web braucht auf Instagram Postings. Was Instagram aber hat, ist ein Problem mit der eigenen Suche. Die eigene Suche von Instagram ist katastrophal und wir haben auch schon darüber gesprochen, dass der Instagram-Chef Adam O'Sarri das weiß. Was Instagram also gebrauchen könnte. wäre eine externe Möglichkeit, Suchprozesse anderer Suchmaschinen und auch von NutzerInnen nachzuvollziehen. Sprich, Leute suchen nach Inhalten und landen auf Postings, Und Instagram kann daraus lernen, wonach haben die Menschen gesucht, um bei uns zu landen, um das wiederum für die eigene Suche zu nutzen. Das wäre ein mögliches Vorgehen. Das ist natürlich jetzt hier ein bisschen, ich unterstelle da perfides Handeln. Das ist aber nach dem, was wir gerade zum Beispiel über das Metapixel gelernt haben, nicht immer die unwahrscheinlichste Variante.
57:52 Franziska Bluhm
Ja
57:53 Gavin Karlmeier
Ist ein Hot Take.
57:55 Franziska Bluhm
Ist ein Hot Take, finde ich spannend. Lass uns dranbleiben.
57:58 Gavin Karlmeier
Haken bleibt dran. Instagram wird offenbar, zumindest wird es getestet. bald die Möglichkeit anbieten, dass du deine eigenen Beiträge reposten kannst, also sie nochmal neu in die Welt schicken kannst, nochmal neu mit einem kleinen Boost verpassen kannst, wie ein eigener Retweet.
58:14 Franziska Bluhm
Ja, wie ein eigener Retweet oder wie bei LinkedIn, sage ich ja, die LinkedIn-Queen, muss ich jetzt hier ein LinkedIn-Take machen. Da wird es ja auch immer empfohlen, dass du nach so 24 Stunden deinen Post einfach nochmal reposten sollst, was ich absolut gaga finde. Aber was offenbar die LinkedIn Pros irgendwie wahrscheinlich auch machen.
58:32 Gavin Karlmeier
Ich habe das noch nie gemacht bei LinkedIn. Bei Twitter ist man aber regelmäßig.
58:36 Franziska Bluhm
Aber bei Twitter ist es ja auch was anderes. Also Und ich finde es ja auch sinnvoll, also andere Beiträge zu teilen, finde ich ja auch, also ne, es ist ja irgendwie auch erlernt und natürlich auch vor allem über Twitter, aber Warum ich meine eigenen Posts nochmal reposten? Du hast doch auch diese Pin-Funktion. Du könntest deinen Post auch einfach nochmal in die Story packen. Also alles so ein bisschen.
59:01 Gavin Karlmeier
Alles dubios. So, und dann letzte Meldung des Tages. Und da habe ich so mega viele Emotionen.
59:08 Franziska Bluhm
Jetzt bin ich aber sehr gespannt.
59:10 Gavin Karlmeier
Instagram wird ein neues Feature in die Instagram Notes bringen. Das sind die kleinen Bläschen über den Direktnachrichten, wo er jetzt schon alles geht. Dort gibt es bald ein Live-Sharing-Feature für Songs, die du gerade auf Spotify hörst.
59:26 Franziska Bluhm
Oh, Alter.
59:28 Gavin Karlmeier
Es ist die Rückkehr von Last FM. Es ist Scrubling ist das. Ich kann sehen, was Leute hören und kann teilen, was ich höre. Discord bietet dieses Feature an, und das war das Erste, was ich deaktiviert habe, weil ich gesagt habe, das geht ja hier wirklich niemandem etwas an, was ich gerade für Musik höre. Oder wenn ich aus ich sag mal familiären gründen gerade ein Pepper Woods Hörspiel höre. Aber bei Instagram sehe ich es ein bisschen anders. Ich finde es irgendwie geil. Ich hätte das ganz gerne da. Ich würde das, glaube ich, nutzen. Ich will, dass Leute sehen, was für einen verdammt guten Musikgeschmack ich habe.
01:00:03 Franziska Bluhm
Auch Pepperwoods?
01:00:04 Gavin Karlmeier
Ja, auch Pepperwoods. Da müssen meine Leute durch.
01:00:07 Franziska Bluhm
Okay, und die Frage: also an was koppelst du das dann? Also koppelst du das an Spotify? Okay, alles klar. Ja, okay. Ja, weiß ich nicht. Ich habe schon Last FM damals, ehrlich gesagt, weil sie nicht so, also ich habe das genutzt, aber nicht so richtig wahnsinnig und
01:00:23 Gavin Karlmeier
Ich habe sowohl Bands als auch Konzerte, als auch Menschen über LastFM kennengelernt. Ich verstehe. Das war mein Netzwerk damals. Da hieß es noch Audio Scrobbler, als ich da hieß das glaube ich überhaupt so?
01:00:38 Franziska Bluhm
Also Last of M kenne ich noch, aber genau, aber und ja, ich habe da, da stimmt, wenn ich ein bisschen drüber nachdenke, ich habe da schon auch irgendwie Musik drüber entdeckt und so. Und habe auch ein paar Leuten gefolgt und es war eigentlich auch spannend, dass ich den gefolgt habe. Ich erinnere mich ganz grob, aber warum ist das damals eigentlich kaputt? Egal, es ist auch normalerweise.
01:00:53 Gavin Karlmeier
Es funktioniert bis heute, Franzi.
01:00:55 Franziska Bluhm
Ist das so, aber warum machen wir das nicht mehr?
01:00:57 Gavin Karlmeier
Weil wir jetzt Instagram Notes haben.
01:01:02 Franziska Bluhm
Ja, okay. Ja, also sagen wir mal so, ich glaube, dass das in einer In einer Zielgruppe, die sich halt sehr, sehr stark über Musik auch identifiziert, ein super Feature ist.
01:01:13 Gavin Karlmeier
Es hieß übrigens bis 2005 Audio Scrawbler. Guck mal, wie alt ich bin. Gott, oh Gott, oh Gott.
01:01:19 Franziska Bluhm
Ja, schön. Apropos Musik hören, letzte Woche ist das neue Palpalbum rausgekommen. Nach 20 Jahren. Es ist nicht Wahnsinn, ich weiß, es klingt total nach, aber egal. Ich habe mich so gefreut und habe das ganze Wochenende Pulp gehört. Aber egal.
01:01:35 Gavin Karlmeier
Ich bin in meiner Jugend häufig in eine Diskothek namens Palp gegangen in Duisburg. Die hat jetzt geschlossen vor zwei Wochen.
01:01:40 Franziska Bluhm
Oh nein, okay.
01:01:41 Gavin Karlmeier
So Und damit vielen Dank für den Musiktipp. Wir hören uns das alle am Wochenende an, liebe Franz.
01:01:46 Franziska Bluhm
Ich hoffe, ja, genau. Und sagen wir mal so, das würde ich mir auch in meine Insta-Notes. . im Hintergrund durchlaufen lassen.
01:01:53 Gavin Karlmeier
Ich bin ja immer viel faszinierter, wer plötzlich, also, nee, das kann ich nicht aussprechen öffentlich. Also vielen Dank, dass du heute da warst, liebe Franzi. Ich wünsche dir ein ganz wundervolles Wochenende und allen, die bis hierhin zugehört haben, auch ein ganz wundervolles Wochenende. Wir hören uns wieder am Montag. Da sprechen wir dann über Social Media Verbote und wie die Politik der Jugend gerade mit der Jugend, nicht weiß, wie sie mit der Jugend umgehen soll. Und du kommst bestimmt bald wieder, oder?
01:02:20 Franziska Bluhm
Wenn du mich einliedst, sehr gerne. Wer ist deiner Montag zu Gast, weißt du schon?
01:02:24 Speaker 3
Sag ich nicht. Ach so, okay. Schönes Wochenende und vielen Dank. Bis bald.
01:02:30 Speaker 4
Tschüss. Danke dir. Ciao