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Folge 447 · 7. Juli 2025 · 1:19 Std.

Salziges Popcorn

mit Alexander Waschkau

Musk gründet tatsächlich die Partei, TikTok wird mit KI-generierten, rassistischen Videos überflutet und Zuckerberg hängt im Oval Office rum. Gut, dass wir mit Alexander Waschkau einen Podcaster/Psychologen/Publizisten dabei haben, der all das ideal einordnen kann.

Kapitelmarken

KI-generiert

00:00 Hallo Alexander!

01:00 Elon Musks “America Party”

16:46 Grok 4

24:54 Sozialen Netzwerken und Jugendliche

37:18 Zuckerberg im Oval Office

40:21 Neues von TikTok

45:26 Rassistische KI-Videoflut auf TikTok48:54 Die Herausforderung der Regulierung

54:12 YouTube Shorts vs. TikTok

01:00:10 Öffentlich-Rechtliche Medien im Internet

01:02:57 Funktionen und Emotionen

01:12:42 Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Alexander Hallo Gavin. Bei mir ist heute Alexander Waschkau, der Mann, über den Menschen in der Wikipedia geschrieben haben, Podcaster, Psychologe, Publizist. Die drei Ps sind wieder da. Man kennt dich von Hoxilla, man kennt dich vom Nachsitzen, man kennt dich, du bist Twitcher. Du bist eigentlich, du bist eine Internet-Ikone und Podcast-Ugelstein und ich freue mich immer, wenn du hier bist.

00:28 Alexander Waschkau

Ja, ein guter Freund von mir sagt immer, ich bin in die Frührente gegangen mit Medien, so nennt er das, weil ich noch zu Hause sitze und Sachen mache. Ich finde Publizist irgendwie auch netter, aber ja.

00:39 Gavin Karlmeier

Ja, ich finde Publizist ist eine gute Berufsbeschreibung, weil das besser klingt als Content Creator.

00:45 Alexander Waschkau

Ja, und auch nicht so seriös wie Journalist. So als Publizist kannst du halt alles machen, worauf du Bock hast. Das finde ich ganz angenehm.

00:53 Gavin Karlmeier

Sorry, ich hab nur publiziert. Exakt. Es war auf jeden Fall ein wildes Wochenende. Und wenn du magst, gehen wir direkt rein in die Nachrichten, denn es gab die eine Meldung, die dann alle wie bescheuert am Wochenende auch per Einmeldungen und Push-Nachricht und in die Welt geschmissen haben. Dann ist es tatsächlich passiert, Elon Musk möchte seine Einzelnen Eigene Partei gründen. Bevor wieder reingehst, was sind die ersten Emotionen dazu?

01:17 Alexander Waschkau

Ich habe es gelesen und hab gedacht Also im ersten Moment denkt man, oh, prima einer, der Trump einen auswischen will, und der zweite Gedanke ist, ach ja, ist ja Elon Musk. Das heißt, das wird nicht gut, was der vorhat, egal was er vorhat. Und insofern betrachten wir das mal. Aber es ist ja. Spannend, es gibt ja mehrere Parteien übrigens in den Vereinigten Staaten von Amerika, wie viel jetzt dieses immense Vermögen, was er hat, ihm dabei hilft, diese Partei bekannter zu machen und Einfluss zu nehmen. Das wird spannend sein. Gut, ist es nicht, würde ich auch sagen.

01:49 Gavin Karlmeier

Ja, wobei Popularität kannst du dir dann ja doch nicht mit Geld kaufen, wie wir in den letzten Monaten gesehen haben. Also, ich erzähle mal ein bisschen drumherum. Also, Elon Musk hat angekündigt, schon vor einigen Tagen oder vielleicht sogar Wochen. Das sollte das von Trump angekündigte Gesetzespaket, das Trump selber the Big Beautiful Bill nennt, was an Zynismus im Framing auch nicht zu überbieten ist, ehrlicherweise. Und dass vor allem so eine Art grobe Umverteilung von unten nach oben ist. Also Steuererleichterungen für sehr reiche, dafür aber der Wegfall von vielen Sozialleistungen des amerikanischen Staates, sollte das tatsächlich auf den Weg gebracht werden, also sollten Kongress und Senat das verabschieden, würde er eine eigene Partei gründen. Dieses Gesetzespaket war auch so ein bisschen der Auslöser dafür, warum Elon Musk und Donald Trump sich auch öffentlich miteinander überworfen haben. Und tatsächlich hat er das jetzt Don Auf X zur Abstimmung gestellt an diesem Wochenende und hat geschrieben, Independence Day ist der perfekte Tag, um zu fragen, ob ihr die Independence vom Zwei-Parteien-System haben wollt. Sollen wir die America Party gründen? Und da haben 1,25 Millionen Menschen abgestimmt bei dieser Umfrage. Und wir wissen, Elon Musk macht häufiger solche Umfragen auf seinem Ex-Account, hat die dann damals immer untertitelt mit Vox Populi Vox D. Also die Stimme des Volkes ist die Stimme der, du bist der Studierte von uns. Götter, Stimme Gottes, wie auch immer. Irgendwie sowas, genau. Und tatsächlich haben da eben, wie gesagt, 1,25 Millionen Menschen abgestimmt und interessanterweise, und das finde ich bemerkenswert, haben nur 65% mit Ja gestimmt und 35% mit Nein. Nein, was für eine Abstimmung auf Elon Musks Account eine erschreckend geringe Mehrheit ist. Also wir erinnern uns, dass er eine Abstimmung darüber gemacht hat, ob er ex als CEO verlassen soll, ob er ob die Ukraine sich an die Regeln von Russland halten soll. Und alle diese Abstimmungen haben eigentlich mit einer deutlichen, deutlichen Mehrheit immer zu dem Ergebnis geführt, dass Elon Musk haben wollte. In dem Fall ist es halt gerade mal eine Zweidrittelmehrheit. So, das ist nicht so deutlich, wie man das vielleicht von seiner Gefolgschaft hätte erwarten können. Aber trotzdem. Er hat am Ende dieser Abstimmung geschrieben, mit dem Faktor 2 zu 1 wollt ihr eine neue politische Partei und ihr sollt sie auch haben. Wenn es darum geht, unser Land in den Bankrott zu führen, mit Verschwendung und Diebstahl leben wir in einem Abstand. Einfach Parteiensystem nicht in einer Demokratie und deswegen werden wir heute die America Party gründen, um euch die Freiheit zurückzugeben. Tja.

04:22 Alexander Waschkau

Klingt per se ja gut, aber wir wissen ja, wer das schreibt und wem da Freiheit gegeben werden soll. Also an den Grundsätzlichen Missständen der Vereinigten Staaten von Amerika, auch der letzten Dekaden, ändert sich ja erstmal nicht ganz so viel. Auch mit der America Party nicht. Also, es sind ja nach wie vor, glaube ich, die gekränkten Eitelkeiten. Absolut. Von Menschen, wo ich mir erlauben würde, ferndiagnostisch einen gewissen Hang zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstruktur zumindest mal anzunehmen. Diagnose ist eine ganz andere Welt.

04:50 Gavin Karlmeier

Ich will mich da nicht aus dem Fenster lehnen, Elon Musk Narzissmus zu unterstellen, bitte.

04:54 Alexander Waschkau

Anzunehmen. Anzunehmen, also vielleicht mit einer etwas höheren Wahrscheinlichkeit als bei anderen Menschen so wollen wir es mal formulieren. Es gibt Hinweise, ja. Ja. Und das Problem ist natürlich, dass auch mit so einer weiteren Amerika Party Die inneramerikanischen Probleme der USA wahrscheinlich nicht gelöst werden, die da natürlich seit vielen Jahren virulent sind und was natürlich da auch hineinspielt, das hilft uns auf der, auf der Weltbühne halt überhaupt gar nicht. Also wir haben jetzt einfach einen völlig unverlässlichen Partner. Das wird jetzt ja nicht besser, weil Elon Musk eine eigene Partei gründet. Und die Abstimmung, das ist schon ganz interessant, das jetzt sozusagen sein Sein Populi, was er sich da auf Axia angezüchtet hat und das Biotop, was da entstanden ist, da jetzt nicht so hilfreich ist. Man könnte jetzt mal überlegen, Wie viele russische Bots haben denn auch mitgestimmt bei so einer Abstimmung? Der Botverkehr im Netz wird ja immer größer. Also man müsste auch mal Herrn Putin fragen, wie gut er diese Idee findet und wen er dahin gejagt hat, um abzustimmen. Aber die Klientel, für die Donald Trump Politik macht, ist wahrscheinlich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch bei X unterwegs und ich finde das gar nicht so schlecht, was da passiert. Also Ob er dieses Popularity Race dann am Ende gewinnt. Schauen wir mal.

06:09 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt ja so ganz viele Abzweigungen, die wir jetzt nehmen können. Aber ich will mal mit dem offensichtlichsten anfangen. Das Ding ist ja, dass Menschen, die demokratisch gewählt haben, und wir erinnern uns, die Präsidentschaftswahl für Donald Trump, also die letzte, War jetzt keine 60, 40, 70, 30 Mehrheit, sondern das war ein hauchdünner Sieg, der am Ende auch so ein bisschen mit dem Wahlsystem, mit dem, wie heißt das, gerrymandering zusammenhing und den Wahlleuten und so. Also Das war jetzt nicht so, dass die USA klar hinter Donald Trump gestanden hat vor der Wahl. Seit der Wahl übrigens noch weniger, weil die Beliebtheit von Trump ist die schlechteste eines US-Präsidenten im Amt jemals und auch so früh so schlecht, wie es nie passiert war. Aber die Demokraten, also die Leute, die demokratisch gewählt haben, die haben ja nicht darauf gewartet, eine dritte Alternative zu haben, und die werden vor allem sich nicht denken, dass sie diese Alternative in Elon Musk finden. Das heißt, was Elon Musk hier eigentlich macht, ist ja dem politischen. Gegner sozusagen die Mehrheit zu ermöglichen, weil er vor allem Leute abzieht, die wegen ihm möglicherweise republikanisch gewählt haben.

07:11 Alexander Waschkau

Wenn es zu einer Wahl kommt.

07:13 Gavin Karlmeier

Also, und das ist dann die nächste Abzeigung. Elon Musk ist nicht in den USA geboren und darf gar nicht Präsident werden. Genau. Also was er machen kann, ist jetzt vor allem erstmal die Midterms ein bisschen zu stören, versuchen sich da irgendwie auf die Senatswahllisten stellen zu lassen in den einzelnen Bundesstaaten und dort irgendwie so ein bisschen naja, Bewegung und Chaos reinzubringen, aber ich bleibe bei meiner These, er wird vor allem den Leuten helfen, die weder Trump noch ihn gewählt hätten, weil die dann eher eine Mehrheit bekommen, weil sich die Republikanen schwälenden. Ja, eher auf diese beiden Parteien aufteilen werden als die demokratisch Wählenden.

07:45 Alexander Waschkau

Wäre ein Hoffnungsschimmer, wenn sich das so bewahrheitet, glaube ich dir gerne. Hoffen wir, dass das System heile genug ist, als dass das dann auch was bringen würde. Ja, abwarten.

07:57 Gavin Karlmeier

Er will sich ja so ein bisschen, ich habe das in der letzten Folge schon mal so ein bisschen seziert, er versteht sich ja als Alternative für alle. Und damit geht er so ein bisschen die Argumentationsstruktur von Bernd Lucke damals, der Mitgründer der AfD war. Und ich glaube, er ist auch so im politischen Geist dieser rechtspopulistischen Parteien, die wir gerade überall auf der Welt ja sehen. und auch Gedeihen sehen. Und natürlich wird es, oder meine These ist, er würde dafür schon in den USA auch Mehrheiten finden. weil er hier einen sehr wirtschaftsliberalen, rechtskonservativen bis rechtsradikalen Ansatz wählt, der ein bisschen weniger Oder ein bisschen wirtschaftsnäher ist als der Ansatz, den Donald Trump verkörpern möchte in der Gesellschaft, weil Donald Trump ja schon glaubt, sich irgendwie eher bei den Leuten einschleimen zu wollen, denen er am Ende auch nicht hilft. Das heißt, ich würde ihm gar nicht mal unterstellen, dass das Ding völlig im Sande verläuft, würde ihm aber eher unterstellen, dass er halt eher am Ende den Leuten die Stimmen kriegt, die eher als Vogue bezeichnen würde. Ob die ihn letztendlich wählen.

09:03 Speaker 4

Schauen wir mal.

09:05 Alexander Waschkau

Und dann ist ja auch die Frage, wie lange er in den Vereinigten Staaten bleiben darf. Also auch das muss man ja inzwischen offen diskutieren. Ob da nicht irgendwann doch nochmal bei ihm ein paar Jeeps vorfahren und feststellen, dass er vielleicht gar nicht mehr so gut in Amerika erwünscht ist. Das wäre ja auch noch eine gute Methode, einen umliebsamen Störer. zu entfernen. Ist jetzt auch nicht mehr so weit hergeholt.

09:27 Gavin Karlmeier

Ja, das ist tatsächlich nicht weit hergeholt, vor allem weil Elon Musk ja auch eine Zeit hatte, in der er einen unklaren Aufenthaltsstatus in den USA hatte. Das heißt, wenn Trump wollte in seinem erratischen, autokratischen Regierungsverhalten Könnte er das durchaus als Grundlage nehmen, um zu sagen, ja, dann sind alle darauf basierenden oder später entschiedenen Visa nicht mehr gültig. So, also man könnte, wenn Trump das wollte, hier durchaus einen kleinen Bürgerkrieg innerhalb der politischen Rechten auslösen. Spannend. Also ich habe das Popcorn schon warm, sag ich mal.

10:00 Alexander Waschkau

Wenn es nicht zu traurig wäre, aber ja, es ist mal so ein grain of salt.

10:05 Gavin Karlmeier

Aber gut, salziges Popcorn mögen ja auch viele Menschen. Schön, salziges Popcorn. So heißt die Folge heute. Aber die Partei soll America Party heißen. Was erstmal ein wahnsinnig dämlicher Name ist, weil das ja überhaupt nichts aussagt. Auf der anderen Seite weiß man nicht, ob Demokratische Partei und Republikanische Partei so viel aussagt, aber ich will mit dir eine kleine Geschichtsstunde machen. Du bist ja einer, muss man dazu sagen, der in deinem Formaten Nachsitzen, zum Beispiel, sich ja auch gerne mal so ein bisschen über die Tellerrenner hinausbewegt und mit Leuten redet, die so über die einem Dinge erzählen können, von denen man nicht so viel weiß. Und es gibt ja Studien darüber, dass man, wenn man sich mit Dingen auseinandersetzt, mit denen man sich nicht täglich auseinandersetzt, dass man die besser behalten kann. Und deswegen habe ich mal ein bisschen recherchiert. was es mit der America Party auf sich hat. Und zwar gab es schon mehrere Parteien in den USA, die sich America Party genannt haben. Eigentlich so alle 20 Jahre eine. Es gab eine Abspaltung der America Independent Party zum Beispiel, das ist eine dieser von dir angesprochenen dritten Parteien, die es in den USA noch gibt, das war in den 60ern. Es gab in den 20ern schon mal eine America Party, die vor allem vom Ku Klux-Klein unterstützt wurden. Und es gab aber eben auch eine Partei, und das waren die sogenannten Know-Nothings oder die Nichtswissenden. Und das war eine Partei, die sich aus Geheimbünden zusammengestellt hat, in denen nur Männer Mitglied waren, die sich zusammengeschlossen haben, um eine Partei zu gründen, die offiziell Amerika. Party hieß, die ein Problem mit der Einwanderung aus nicht-protestantischen Ländern hatten. Also es ging vor allem gegen katholische Menschen, die aus Irland und Deutschland in die USA gekommen sind. Es gab eine sehr klare Anti-Einwanderungshaltung und es ging so ein bisschen darum, Dass man sich auch diesen Anstrich des Geheimbundes weiterhin geben wollte, weswegen eben diese Know-Nothings irgendwie sich so genannt haben. Die waren relativ kurz, relativ beliebt in den 1850er Jahren. Also es ist tatsächlich schon relativ lange her. Haben sogar in Bundesstaaten auch Wahlerfolge erzielt, haben sogar 1856 einen eigenen Präsidentschaftskandidaten aufstellen können, haben sich dann aber intern so zerstritten, dass sie auseinandergefallen sind. Das ist eine kleine Geschichtsstunde hier. Also nicht mal innovativ, unser Elon Musk, an der Stelle. Die Frage ist jetzt, ob sich Elon Musk in irgendeiner dieser Erzählungen wiederfindet oder ob er sich gedacht hat, der Name ist so neu und unbefleckt, den benutzen wir jetzt einfach mal völlig ohne Inspiration.

12:25 Alexander Waschkau

Tja, vielleicht ja auch dann mit dem, mit dem Song aus dem aus dem Marionettenfilm Team America. Also das, äh Da gibt es eine Montage mit einem Song, so einem Rocksong, den America Fuck Yeah heißt. Und das könnte ja dann der Auftrittsong von Elon Musk werden, wenn er mit der Kettensäge auftritt.

12:44 Gavin Karlmeier

Ich wollte gerade sagen, also von Kettensäge bis Fuck Yeah ist es nicht so weit.

12:47 Alexander Waschkau

Nein, nein, nein. Das, äh. Der Song ist natürlich eher eine satirische Betrachtung der Vereinigten Staaten von Amerika, aber gut.

12:57 Gavin Karlmeier

Auch wenn es schon 20 Jahre her ist. Aber die andere spannende Frage ist ja, wie diese Partei sich aufstellen wird. Also es gibt noch nicht so richtig viele Hinweise auf das Parteiprogramm logischerweise, weil die Partei ist keine 48 Stunden alt, wenn ihr das Aber sie werden, wie gesagt, vor allem erstmal die Mitteilung stören. In die Präsidentschaftswahl könnte sich Elon Musk nicht aufstellen lassen. Das heißt, er bräuchte jemanden, den er da als Person hinstellt, die öffentlich irgendwie stattfindet, Beliebtheit aufbauen kann. Und er wird jetzt mit der Zeit vermutlich versuchen, irgendwelche FürsprecherInnen zu finden. Wahrscheinlich muss er uns nicht gendern, wahrscheinlich Fürsprecher zu finden. Und einer, der da möglicherweise in Frage kommt, jetzt kommt ein wilde Hot Take von mir, aber Joe Rogan hat sich dieses Wochenende von Donald Trump beutet. wie er sagt, betrogen gefühlt. Er hat einen Satz angefangen in seinem Podcast mit Sie haben uns gesagt, Sie würden Punkt, Punkt, Punkt, und hat den Satz nicht zu Ende gebracht und hat dann gesagt, es gibt im Moment zwei Dinge, die verrückt sind. Das eine ist die gezielte Verfolgung von Wanderarbeitern, nicht von Kartellmitgliedern. von Gangmitgliedern, nicht von Drogendealern, sondern einfach von Bauarbeitern, die auf Baustellen auftauchen und deren ratieren. Gärtner, also wirklich Und sagt sozusagen, dass der Kampf gegen die Immigration durch die Trump-Regierung und durch das ICI ihm schon übel aufstoßen. Jetzt wissen wir, dass es, was den Punkt Einwanderung in den USA angeht, aber auch schon ein Zerwürfnis zwischen Musk und Trump gab, weil, oder eine eigentlich totale Über ein Zerwürfnis. In der politischen Rechten in den USA, weil die einen sagen, wir brauchen die Arbeitskräfte aus dem Ausland und die anderen, die einfach sagen, ganz pauschal, nee, wir wollen aber gerne unter uns bleiben. Und wenn du so Leute wie Joe Roman auf deiner Seite hast. Who knows? Reichweite hat der auf alle Fälle ziemlich viel.

14:45 Alexander Waschkau

Ist ja für seine Takes auch bekannt. Also das wäre sicherlich eine Persönlichkeit, die man sich vorne an das an das Boot der Partei dran machen könnte, so als Galionsfigur. Mal schauen, ob das was wird. Ich habe gerade so gedacht, der Take, wir brauchen ja eigentlich Zuwanderung und Arbeitskräfte Ähm kommt mir irgendwie bekannt vor, ich weiß aber nicht woher. Haute. Schengen und so. Naja, egal. Anderes Thema

15:14 Gavin Karlmeier

Aber Joe Rogan, also ich finde ein Kampfsportler, der auch Stand-Up-Comedian war, das wäre die logische Konsequenz als nächster Präsidentschaftskandidat nach einem gescheiterten Multimillionär mit Reality TV Background. Vor allen Dingen kann der halt reden, der Rogan.

15:27 Alexander Waschkau

Das muss man ja schon sagen. Also das ist ja Schon so diese Persönlichkeiten, die da im Mediengeschäft tätig sind, sind in der Lage, Menschen zu begeistern. Ob das dann inhaltlich toll ist, was sie sagen, sei mal dahingestellt. Aber der ist mit Sicherheit ein besserer Redner als Donald Trump. Wobei viele Leute das sehr unterhaltsam offensichtlich finden, wenn er Reden hält, Mr. Trump.

15:47 Gavin Karlmeier

Aber gut. Na gut. Okay, soviel zur America Party. Wir bleiben da dran, wir schauen uns das an. Wir sind, wie gesagt, mit salzigem Popcorn ausgestattet. Jetzt war aber der Independence Day nicht nur der Stichtag für die Gründung der America Party, sondern auch der Stichtag, an dem Grog 4, der neue Chatbot, das neue Sprachmodell von XAI. an den Start gehen sollte. Wenn man Grog aber gerade fragt, was ist eigentlich, wo ist Grog 4, sagt Grog selber, Grog 4 wurde noch nicht released. Wenn es soweit ist, könnte es sein, dass es in das bestehende Modell einfließt oder koexistiert zu Grog 3. Das war es alles nur XAI. Es bleibt spannend. Exciting times ahead. Also, mal wieder ein gebrochenes Versprechen. Aber wenn du Grog jetzt gerade aber fragst, ob es eine schlechte Sache wäre, die Demokraten zu wählen in den USA. Antwortet Grog mit, ja, Demokraten zu wählen, wäre schädlich, weil ihre Politik möchten die Abhängigkeit von Regierungen ausbauen, Steuern erhöhen und. . diverse oder wie sagt man vielfältige Ideologien promoten. Und das fasst Rock zusammen mit schädlich Für die Mehrheit der Menschen, was darauf hinweisen lässt oder ähm, naja, vermuten lässt, dass diese Ankündigung von Elon Musk, den Chatbot von XAI, der in seinem Update eben weniger Wie Elon Musk sagt, bei ist oder wie wir sagen, auf dem Fundament der Wahrheit, der Fakten der Wissenschaft steht Dass er das verändern möchte und dass eben mehr Ideologie Einzug nehmen möchte. Und das sieht jetzt gerade so ein bisschen danach aus, als wäre Grog eigentlich schon an diesem Punkt, dass diese Veränderung stattgefunden hat.

17:25 Alexander Waschkau

Ja, ihr habt es halt sicherlich auch schon als öfter hier thematisiert. Die Large Language Models sind halt etwas, ich sage ja heute immer noch gerne auf Vorträgen, dass wir das Internet in der Hosentasche noch nicht richtig verkraftet haben, also Social Media. Und jetzt kommen auch noch diese LLMs dazu. Und in Diskussionen, in Gesprächen, wie oft jetzt Menschen mit Dingen, die diese Modelle gesagt haben, argumentieren. Anstatt selber sich mal eine Primärquelle anzuschauen, ist schon in der Tat wirklich, ja, also stimmt nicht nachdenklich, um es mal so zu formulieren. Und wenn wir jetzt sehen, dass so ein Modell wie Grock unter Umständen durch Input aus der Community auch noch beeinflusst werden kann. Was ja bedeutet, okay, wenn Menschen da was reinschreiben, dann reagiert das Modell darauf. Dann stellt sich ja sofort die nächste Frage, wenn man sich anschaut, wie viele Bots haben wir, wie viel nichtmenschliche Kommunikation ist im Netz, wie einfach ist es unterm Strich, wenn man es kann und wenn man genug Energie und böswillige kriminelle Energie hat. Wie kann man diese Modelle auch beeinflussen? Also ich habe mir kürzlich eine Studie angeschaut für einen Vortrag, den wir gehalten haben, in der mehr oder weniger drinsteht, dass nur noch 50 Prozent des Internet-Traffics überhaupt von Menschen generiert wird. 50,2 Prozent im Jahr 24. Nee, im Jahr 23, eine Studie aus 2024. Tendenz sinkend. Tendenz senkend über die letzten Jahre. Und das macht es ja so, ja Da grubele ich sehr darüber nach, wie diese Model beeinflusst werden, von wem werden sie beeinflusst, wer hat die Mittel, das zu tun und wie sehr beginnen Menschen, sich darauf zu verlassen, die sagen, das ist wie so eine. Google-Suche, die ja auch schon problematisch ist im Grunde genommen, wenn man sich damit auskennt. Und jetzt wird es nochmal problematischer. Und ja, so die, die Quellenkritik scheint immer mehr zu schwinden. Und das ist natürlich problematisch, wenn jetzt die politische Einflussnahme da so ganz offensichtlich auch wird. Also dass man irgendwie auf die Idee kommt und könnte, naja, also wenn schon eine Ich mach mal Alfünfsträg, künstliche Intelligenz, schon Abreht, irgendwie demokratisch zu wählen, dann muss da ja was dran sein, weil das ist ja ein Computer. Der rechnet ja da irgendwas. Das ist ja da nicht mit Emotionen befüllt. Das ist wirklich problematisch und das ist eine gesellschaftliche Aufgabe, der wir uns, glaube ich, insgesamt In den nächsten Jahren stellen müssen.

19:46 Gavin Karlmeier

Ja, weil also du brauchst eigentlich eine, ich komme jetzt hier wieder mit der Regulierungsforderung, aber eigentlich muss halt völlig klar sein, auf welchen Grundlagen ein Sprachmodell zu seinen Erkenntnissen gekommen ist. Das kann mit Angabe von Quellen passieren, das muss aber auch mit so Formulierungen sein wie diesen Masterprompt. Also was ist die Formulierung, die der Chatbot intern auch genutzt hat, um dir dieses Ergebnis auszugeben? Und wenn dieser Masterprompt eben so formuliert ist, dass gesagt wird, Ja, du kannst die Fakten hinzuziehen, aber vergiss dabei bitte nicht, wer dich erschaffen hat, nämlich Elon Musk. Wenn das so die Formulierung ist oder wenn es eine Anpassung des Weltbildes gibt oder auch eine Formulierung, die sagt, wir halten uns nicht nur an die Fakten, sondern auch an Dinge. die Leute uns eben vorgeschlagen haben, um wie Elon Musk sagt, den gesamten Korpus menschlichen Wissens neu zu schreiben, dann wird es halt tatsächlich fatal, weil es eben nicht ersichtlich ist. Wenn ich benutze einen Sprachbot völlig dann unbedarft, gebe da eine Frage rein und kriege aber eine Antwort. die gefärbt ist, dann ist das ein Problem. Und jetzt mal ganz unabhängig von der Problematik, dass die Quellen, die da drin stecken könnten, auch falsch sein könnten. Also das ist glaube ich ein anderes Problem, aber die Frage der Färbung will dieser Bot mich quasi manipulieren, mich instrumentalisieren, weil irgendjemand der Menschen, die das erschaffen haben, sich ausgedacht haben, wir nutzen das jetzt hier auch als politische Waffe. Das ist ein Problem.

21:07 Alexander Waschkau

Wir haben es ja in der Politik sowieso schon, also Framing von Informationen, also nicht alle Aussagen, die Politiker tätigen, die uns nicht. Gefallen sind falsch oder sind gelogen, sondern es sind dann bestimmte Frames, die angesetzt werden, und da wird eine bestimmte Statistik kontextuell so ein ganz wenig anders beleuchtet und schon kann man damit im Grunde genommen, je nachdem, wo man die Lampe hinstellt, Zwei unterschiedliche politische Handlungsanweisungen aus einer Statistik herauslesen. Und da sind Menschen im Spiel, und da sind echte Statistiken im Spiel, auf die man zurückblicken kann. Bei diesen großen Modellen ist ja auch immer die Frage, wie lange können selbst die Unternehmen das noch garantieren, dass sie wissen, was die Modelle machen. Denn eine Idee ist ja, dass Wenn man das alles immer nachvollziehen könnte, dann bräuchte man diese Modelle nicht. Dann wird es ja immer noch ein Mensch händisch programmieren, dass diese Modelle sollen ja alleine arbeiten. Und das wird ja zunehmend schwieriger, irgendwann herauszufinden, wie es passiert. Der Prompt ist eine sehr gute Idee, also was ist reingegeben worden, völlig klar. Aber das programmiert ja keiner mehr mit, weil die Mühe will man sich ja nicht machen. Die sollen ja eigenständig funktionieren in der Idee ihrer MacherInnen.

22:12 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist vielleicht der Punkt, an dem wir einhaken müssen als Gesellschaft, um zu sagen. Also Also das Ding ist, wir können das noch so doll verteufeln, aber wenn du halt eine Technologie erfindest, die in sich. Die Leute es schafft, die Leute so zu begeistern, zu überraschen, dann kannst du nicht sagen, ja, aber das ist auch problematisch, wir müssen das Ding jetzt wieder in die Kiste packen, weil dann ist es gekommen, um zu bleiben, glaube ich. Und Es gibt ja ganz viele Anwendungszwecke auch, bei all den Kollateralschäden, die das eben auslöst, bei denen man sagen muss, es ist schon nicht schlecht, solche Technologien zu haben. Wir müssen halt nur bei jeder Technologie, die wir entwickeln, uns überlegen, dass sie nicht einen größeren Schaden anrichtet, als dass sie hilft.

22:54 Alexander Waschkau

Also wegpacken und verbieten ist sowieso nicht mein Thema, sondern eher das Thema wirklich Aufklären. Unser Thema seit 15 Jahren, auch in unserem Podcast. Wir müssen Menschen erklären, wie das funktioniert und wir müssen ihnen erklären, wie So eine Maschine zu einer Aussage kommt, und warum man das mit vor sich genießen muss, genauso wie wir ja auch Google erklären müssen oder andere Suchmaschinen und sagen müssen, das ist Ein Algorithmus und der guckt sich seit Jahren an, was du machst, und gibt dir deswegen diese Antworten vor. Und da müssen wir irgendwie den Weg finden neben Regulierung Strafrechten, alle Dinge, die wir natürlich zu beachten haben in unserem Land, auch mit den Menschen zu sprechen und ihnen zu erklären, was das ist, was sie benutzen. Denn die Begeisterung ist da, völlig da. Also das kriegen wir nicht mehr weg aus der Welt.

23:36 Gavin Karlmeier

Ich habe so eine Beobachtung. Es ist vielleicht auch schon wieder eine wilde These. Aber hey, es ist Sonntagmittag, da können wir auch mal wilde Thesen, wenn wir aufnehmen. Ihr hört das montags früh und montags morgens kann man auch wilde Thesen verkraften. Ich habe so eine Beobachtung, dass ich so denke: meine Generation, ich bin ja Millennial, 89 geboren, 36 Jahre alt. Meine Generation hat eine gewisse technische Expertise oder Sicherheit nicht alle bei uns in unserer Generation, aber viele. weil wir Dinge in ihrer Entwicklung begleitet haben. Also wir waren 2008 bei Facebook, Twitter angemeldet, wo auch immer. Wir haben davor aber auch schon Zeit im Internet verbracht, weil wir irgendwie in Foren unterwegs waren oder im SchülerVZ oder was auch immer und haben deswegen viele Entwicklungen mitbekommen, weswegen wir relativ gut zum Beispiel darin sind. Fake Nachrichten zu erkennen. Also nicht Fake News, das meine ich nicht, sondern also nicht Desinformationen, sondern so Betrugsansätze, über die wir heute auch nochmal sprechen. Aber wenn ich jetzt eine Nachricht kriege von einer SMS, in der drinsteht, ihr DPD Paket konnte nicht zugestellt werden, dann weil Ich beobachte aber, dass es Leute in der Generation meiner Eltern häufig weniger gut erkennen und Und auch Menschen in der Generation, die nach mir kamen, auch weniger gut erkennen. Ist, wie gesagt, ein bisschen anekdotische Evidenz, was ich hier erzähle. Ist eine Beobachtung. Das liegt aber, wie gesagt, glaube ich, daran, weil wir sozusagen seit den Anfängen dabei waren und ganz viel eigene Medienkompetenz durch Nutzung aufgebaut haben, auch durch Fehler mit Sicherheit. Wir sind alle oder viele von uns. vermute, dass mal, sind schon mal auf irgendwelche KleinanzeigenbetrügerInnen reingefallen oder haben irgendwelche Fehler auch gemacht, aus denen wir gelernt haben. Bei den Chatbots ist das Problem aber, es gab gar keine Evolution. Also es gab gar nicht diesen Punkt, wo du also klar gab es irgendwie bei einem Kundenservice einen sperrigen Bot, mit dem man schreiben konnte, um Fragen zu stellen, und dann hat man keine Antworten bekommen. frustriert und da doch angerufen und so. Aber es gab keine klassische Evolution dieser KI-Chatbots, was glaube ich diese Kompetenz, die du ansprichst, so schwierig zu erlangen und macht.

25:40 Alexander Waschkau

Bin ich völlig bei dir. Also es ist ganz interessant, diese leichte Überheblichkeit, die du gerade geschellt hast. Ich war dabei, als es losging maß ich mir ja auch an. Ich bin Baujahr 75, habe mitbekommen, wie die ersten Computer. nach Hause kamen ohne Festplatten mit wenigen Kilobyte speichern und wir haben auch noch Karten zusammengesteckt und da war Eine Zeit lang immer die Aussage, naja, wir haben ja verstanden, wie so ein Computer funktioniert, was da für Karten drin steckt, die Generation nach uns. Die haben halt so ein fertiges Endgerät hier. Da wissen die ja gar nicht mehr. Also Ich glaube, das haben wir ja alle so ein wenig in uns. Vielleicht liegt es daran, dass wir uns immer zu unserer Zeit mit den Themen beschäftigt haben. Und ich mit Anfang 50 jetzt oder demnächst 50 Vielen Dank, das macht der Filter. Es ist halt sehr viel Zeit, die man da reinstecken muss. Also, ich meine, du machst einen regelmäßigen Podcast, du liest Jeden Tag zig Meldungen zu den Themen. Bis natürlich im Thema. Meine Frau und ich mit dem Podcast und all den Projekten, die wir machen. Wir müssen uns auch das drauf schaffen. Seit fünf Jahren sind wir auf Twitch, davor habe ich nicht gewusst, was ist Twitch, davor habe ich das alles nicht gelernt. Das ist sehr viel Umstand, das ist fast wie so ein Beruf, den man wieder lernt, kleine Berufsausbildung. Und das macht natürlich nicht jeder. Und wir müssen Oder es wäre mein Wunsch, müssen Sie mal so hart formulieren, es wäre mein Wunsch, dass wir schaffen, unsere Bevölkerung, die Bürgerinnen und Bürger so weit zu bringen, dass sie zumindest grob Das verstehen. Und ich stimme dir zu, das hat zwei Jahre jetzt gedauert und KI hat plötzlich, vielleicht sind es drei, aber ich würde behaupten, so anderthalb, zwei Jahre, seitdem dominiert plötzlich KI für alles. Und Das müssen wir jetzt nacharbeiten und das wird halt immer schwieriger, weil diese Entwicklungszyklen so schnell sind, dass das Nacharbeiten auch immer schwierig wird. Also wenn man vor einem Jahr einen Vortrag zu KI gehalten hat und gesagt hat, guckt auf die Hände, dann wisst ihr, ob ein Foto KI ist oder nicht. gibt es zwei weitere Iterationen der Modelle und zack, plötzlich sind es nicht mehr sechs Finger. Und ich weiß nicht, ob du das neue Plakat von dem nackte Kanone Remake, was demnächst kommt, gesehen hast. Ich wusste nicht mal, dass es ein nackte Kanone-Remake gibt. Es gibt ein nackter Kanone-Remake. Die Trailer sehen sogar halbwegs Okayisch aus, wenn man vielleicht so alt ist wie ich. Das Plakat ist allerdings so ähnlich wie die alten Plakate. Man sieht den Dann Schauspieler, der Frank Damon spielt, der eine Pistole hält und er hat, glaube ich, acht oder neun Finger, die die Pistole festhalten. Die Pistole hat auch mehrere Knicke und da steht oben drüber. Für dieses Plakat wurde keinerlei KI verwendet. Also inzwischen sind wir so weit, dass es sogar ein Gag zu KI gibt, weil wir das verstanden haben. Aber da sind wir ja gar nicht mehr an dem Punkt. Also, und da müssen wir immer und immer und immer wieder nacharbeiten. Und am Ende bleibt, wenn du ein Foto siehst, Machen, Rückwärtssuche. Das war vorher schon so und das ist jetzt auch wieder so. Man muss versuchen, Fake News zu identifizieren und zu verstehen, wie diese

28:44 Gavin Karlmeier

Technologie funktioniert. Es wird schön. Vor allem, wir haben ja auch immer, weil du das gerade ansprichst, hier immer wieder davon gesprochen, irgendwann würde der Zeitpunkt kommen, an dem die Beweislasten sich umdreht, dass es nicht mehr darum geht, klarzustellen, dass hier ist KI generiert, sondern dass man sagt, das hier ist ein echtes Foto. Und dafür gibt es so Modelle wie die Content Credentials zum Beispiel, bei der an jeder Stelle eines Fotos, also bei der Aufnahme, bei der Bearbeitung, bei der Publikation, immer wieder eine Art Wasserzeichen in das Foto gesetzt wird, ein digitales Wasserzeichen, das nicht sichtbar ist, in dem nachweisbar ist, wann und wo wurde hier was mit diesem Bild gemacht. Ich glaube, dieses irgendwann ist eigentlich längst erreicht.

29:20 Alexander Waschkau

Das müssten wir schon längst haben. Fände ich ja eine hervorragende. Eine Idee, das würde viele Dinge sehr, sehr viel einfacher machen. Nur müssten dann ja auch wieder die Menschen, die sich nicht mit dem Thema beschäftigen. Nehmen wir mal an, es gäbe jetzt so ein Siegel, dann müsste man ja auch den Menschen erklären. Du kannst nach so einem Siegel gucken, übrigens. Und auch da müssten wir wieder Menschen aufklären und sagen, es gibt jetzt so einen Siegel. Also es passiert ja nicht von alleine, es diffundiert ja nicht so in die Gesellschaft rein, so eine Information. Und ich stimme dir zu, das ist ja hier schon mehrfach auch bei Hakenbahn ein Thema gewesen. Ist wahrscheinlich der einzige Weg, um irgendwann echte, ist ein digitales Foto echt, aber wir wissen, was wir meinen. Also ist ein Foto echt, nur dann, wenn es einen Siegel hat. Anders wird man es nicht mehr erkennen können.

29:57 Gavin Karlmeier

Und die Diskussion, was ist ein Foto, die machen wir ein andermal auf. Mit anderen Leuten, um Gottes Willen, ja, ja. Und wie stehst du dazu, dass wir junge Menschen von sozialen Netzwerken fernhalten? Also das ist ja hier auch ein Thema, das uns seit Wochen, Monaten eigentlich begleitet, in unterschiedlichen. In den nächsten Ländern gibt es unterschiedliche Modelle. In Australien kannst du dich mit 16 gar nicht mehr bei Social Media registrieren. In anderen Ländern ist man da eher zögerlich. Die EU selber hat signalisiert, das sollen bitte alle Länder für sich selber entscheiden. Wie ist so dein Gefühl? Weil du gerade auch gesagt hast, Verbote sind nicht dein Thema.

30:28 Alexander Waschkau

Also es gibt sicherlich Inhalte, die für gewisse Altersgruppen nicht geeignet sind. Das ist so. Und das hat mich viele Jahre gekostet. Ich habe auch früher mal gedacht, mein Gott, und Film ab 18, es gibt 16-Jährige, die sind reifen. Genug, sich auch einen Film ab 18 anzuschauen. Ich fände es ganz gut, wenn die nackte Kanone erst ab 40 wäre. Das werde ich mal den Machern vorschlagen. Es wäre eigentlich auch wieder ein guter Gag freigegeben ab 40 oder so. Ja, also die grundsätzlich finde ich das eine gute Idee und natürlich trifft es dann immer die Falschen. Wenn es eine harte Regulierung gibt, trifft es immer die Falschen. Den grundsätzlichen Gedanken, alters relevante Inhalte auch nur Den Menschen zugänglich zu machen, die ein gewisses Alter haben, finde ich gut. Ich finde es immer ein bisschen schwierig, wenn wir gerade was Kinder und Jugendliche angeht, die Eltern aus der Verantwortung damit rausnehmen. Weil ich finde Medienkonsum ist etwas, was in der Familie besprochen gehört. Und ein Verbot über etwas, würde ich sagen, liegt eigentlich in den Händen der Erziehungsberechtigten, die da Dinge für Kinder regulieren können. Und zeitgleich auch Aufklärung über das, was da passiert im Internet. Und wir wissen ja zum Beispiel, was pornografische Inhalte angeht, dass da sehr junge Kinder und Jugendliche inzwischen Dinge sehen, die wir wenn überhaupt im ruhen Lebensalter erst gesehen haben, weil der Zugang inzwischen so einfach geworden ist, natürlich diese links und was da alles gibt auf dem Schulhof geteilt werden. Und schützen kann man Kinder, glaube ich, nur sinnvoll, wenn diejenige zu Hause Das ist für mich erstmal der Kernpunkt, sich darum kümmern. Eine gewisse Regulierung, dass bestimmte Seiten tatsächlich mit einer Altersverifizierung stattfinden, fände ich gut. Was wir aber zum Beispiel nicht haben, ist ja sowas wie eine digitale Identität, da wird ja auch viel darüber diskutiert. Wenn wir die hätten, wenn wir die auch für Kinder und Jugendliche hätten, wäre sowas alles deutlich einfacher, glaube ich, zu machen und auch sinnvoll umzusetzen. Das muss man nur wollen, das muss man nur machen, da sind wir lange von entfernt. Und Missbrauch wird es auch dann geben, das ist gar keine Frage. Also wer da was beipassen will, der wird das auch hinbekommen. Aber das wäre eher so ein Weg. Ich glaube, man wird keine gute, sinnvolle, passgenaue Lösung durch ein Verbot finden. Kann aber nachvollziehen, warum man in Australien sagt, unter 16 soll man Social Media nicht nutzen. Ob man dann am Ende den Kindern und Jugendlichen Gefallen tut, weiß ich nicht. Vielleicht gibt es ja Psychologen, Soziologen, Erziehungswissenschaftler, Pädagogen. die das mal begleiten und wissenschaftlich sich auch anschauen, was sich da verändert. Man hätte da ja zum Beispiel so ein Labormodell, wo man ein Land hätte, wo dann 16-Jährige nicht mehr In Social Media sind und man könnte es mit anderen Ländern vergleichen. Das fände ich spannend, um mal herauszufinden, was bringt uns das überhaupt und bringt es überhaupt irgendwas?

33:20 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem also die Plattform sozusagen dazu zu zwingen. eine Art Inhaltsauswahl zu treffen, dass sie eben nicht irgendwelche Gewaltausstellungen angezeigt werden, wenn du unter einem gewissen Alter bist. Ist ja deutlich sinnvoller, als solche Technologien völlig fernzuhalten von jungen Menschen. So, interessanterweise hat Meta sich jetzt auch zu dieser Debatte geäußert. Und Meta unterstützt die Idee einer EU-weiten digitalen Volljährigkeit, ist die Formulierung. Dabei sagen sie, sie wünschen sich eigentlich eine Art Volljährigkeitsalter, das in den EU-Staaten einheitlich ist. Und sagen auch, surprise, wir plädieren für eine Altersverifikation auf App Store oder Betriebssystemebene und nicht in etwa in den Apps selber. Google Apple mach mal. Vielen Dank. Ganz genauso. Aber den Punkt, also ich finde Meta hat da ehrlicherweise einen Punkt. Weil natürlich macht es gar keinen Sinn, wenn du dich jetzt für jede App persönlich jedes Mal neu verifizieren musst, um dich als volljährig oder als alt genug zu identifizieren. Ähm Meta will aber sozusagen damit auch einem Verbot sozusagen aus dem Wege gehen, indem sie sagen, ja, wir müssen hier sozusagen eine Trennung von Inhalten für Erwachsene und Nichterwachsene vornehmen, wenn ich richtig verstehe, was Meta da in ihrem sehr, sehr, sehr Sehr vorsichtig formulierten Text veröffentlicht hat.

34:43 Alexander Waschkau

Da sind wir ja schon fast bei so einer Art digitaler Identität, dann zumindest für die für die App Stores. Die man dann vorhalten würde. Und Gewalt ist ja nur so ein Thema. Wir haben auch Hassrede, wir haben in Deutschland ja die verfassungsgefährdenden Schriften, auf die geachtet werden muss. Also da gibt es ja dann auch von Land zu Land Unterschiede. Ja, vielleicht kommen wir irgendwann in so einen Regulierungswahnsinn hinein. Und dann aber auch immer die Frage, wir müssten dann ja, wenn wir sagen, okay, wir zwingen jetzt Apple und Google was ins Leben zu rufen. dann müssen die das ja auch machen. Wie wollen wir sie denn zwingen? Also das ist ja auch wieder die Frage der Sanktionierung der Unternehmen. Klar kann man sagen, wenn ihr euch darum nicht kümmert Muss es Geldstrafen zum Beispiel geben oder wir schalten euch den Store ab und zeigt gleich auch die Frage, wie viele Daten muss man dann ja so ein Unternehmen zur Verfügung stellen? Also zumindest das Geburtsdatum, Name Irgendeine Form von Identifikation, also das Gesicht oder Fingerabdruck oder was auch immer muss es dann ja geben. Da trifft der Anschützer wieder auf den Plan natürlich.

35:46 Gavin Karlmeier

Die Frage ist ein bisschen, braucht das Unternehmen dasselber oder reicht dem Unternehmen das Signal eines Dritten, der dann sagt, ja, diese Person ist jetzt gerade verifiziert.

35:56 Alexander Waschkau

Ah, verstehe. Schreibst du mir eine Entschuldigung, dass ich es schon mal rein darf.

36:02 Gavin Karlmeier

Meta selber sagt übrigens, die Regelungen sollen nicht nur Social Media Plattformen betreffen, sondern auch Gaming, Streaming, Messaging und Browsing und Teenager nutzen nach Erkenntnissen von Meta durchschnittlich Apps pro Woche, da muss man dazu sagen, das ist Pressesprechergelaber, weil da natürlich auch Apps wieder Taschenrechner mit einfließen, darum geht es nicht. Sondern also egal mit welchem Teenager ich irgendwie in den letzten Jahren gesprochen habe, in den Top drei Apps waren immer mindestens zwei Meter Apps vertreten. Und also mit Top 3 meine ich in der Bildschirmzeit, wenn die Leute acht Minuten am Tag Amazon benutzen und sechs Stunden TikTok oder Instagram oder WhatsApp, Facebook ist komischerweise nie dabei, dann Versucht man hier einfach so ein bisschen die Verantwortung von sich zu schieben. Natürlich trifft auch Meta hier die Verantwortung, weil sie stellen diese Inhalte zur Verfügung, ob du willst oder nicht. Ja, na klar. Ich habe gerade noch in den Gedanken gehabt, der ist jetzt leider schon wieder weg. Naja. Dann war es nicht so wichtig, wie Dennis sagen würde. Der kommt wieder. Wenn er wichtig war, wirst du ihn gleich wiederbekommen. Oh, dann muss ich irgendwann zwischendurch mit so einem Gedanken hier reinplatzen.

37:03 Alexander Waschkau

Aber es ist auch schön, dass Meta da jetzt wieder vorliegt. Ich finde, das ist auch eine ganz gute Strategie, erstmal zu sagen, wir machen ja Angebote, wir sind ja dabei. TikTok ist eine ähnlich spannende Plattform. Also da ist halt die Frage, wie positioniert sich dann TikTok, was machen die? Also das ist schon spannend. Aber wir haben ja erstmal gesagt, okay, wir sind überall dabei.

37:21 Gavin Karlmeier

Ja, da habe ich auch erstmal drüber nachgedacht. Was will Meta bezwecken mit dieser Positionierung? Naja, vor allem wollen sie verhindern, dass es vollumfassende Verbote gibt, indem sie jetzt versuchen, sich irgendwie aber mal scheinbar proaktiv zu positionieren, ist natürlich ein total politischer und durchschaubarer Move. Klar. Apropos positionieren, das ist jetzt eine wilde Überleitung. Es hat im Oval Office gab es ein Meeting zwischen äh wichtigen Menschen der US-Militärs und Donald Trump. Und man hat über ein neues Stealth-Kampfflugzeug F47 diskutiert. Als plötzlich, Klopf, Klopf, Tür auf, Max Zuckerberg im Raum steht. Und keiner wusste so genau warum. Die Leute sollen sozusagen alles zur Seite gelegt haben, aufgehört haben zu sprechen und sogar gefragt haben. Ob sie diesen Termin vertagen sollten, weil sie Sorge hatten, dass Zuckerberg irgendwas mitbekommt, weil er keine Sicherheitsfreigabe hätte. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie kommt ein Mann ohne Sicherheitsfreigabe einfach so ins Oval Office? Man könnte hier jetzt Thesen aufstellen, ob Trump versucht, sich irgendwelche anderen Tech-Riesen sozusagen nahe an sich rankommen zu lassen, nachdem Musk weg ist und zu verhindern, dass Zuckerberg auch noch eine Partei gründet. Aber trotzdem eine sehr interessante Anekdote auf jeden Fall.

38:33 Alexander Waschkau

Das hat man ja bei der Amtseinführung schon gesehen, wer da alles mit auf der Tribüne gesessen hat und diese Verquickung von Tech-Industrie, Tech-Milliardären und Politik ist ja jetzt auch nichts nichts Neues ist schon in dieser Ja, Direktheit. Man stellt sich mal vor, bei so einer Bundestagspräsidentin würde plötzlich ein Nestle Geschäftsführer ins Büro kommen. Ist ja undenkbar, sowas in Deutschland, das gäbe es ja bei uns nicht. Aber das zeigt natürlich, wie Ja ich weiß gar nicht, wie das sagt, das politische Leben, also das, was wir als ethisch oder Haltung oder was auch immer, wie man es bezeichnen will. Einfach komplett wegerodiert und dass da offensichtlich das Geld im Grunde genommen wer Geld hat, darf reinkommen und darf Ansprüche stellen. Ist auch die Frage, was macht der da gerade? Also nicht nur, dass er in so eine Sitzung reinkommt, sondern warum latscht so ein Tech-Mayer, der ins Oval Office rein? Der wird ja irgendwas zu besprechen gehabt haben mit Donald Trump, was offensichtlich so wichtig war, dass er auch einfach mal die Türen aufmacht. Und da gibt es jetzt die verschiedensten Verstreckungen, die aufgedeckt werden auf Peter Thiel und all diese Menschen. Wir merken einfach, wer hinter den mächtigen Männern vielleicht auch ein bisschen die Macht in den Händen hält. Und das ist. Ja, da wird das Wort vorm wieder ein bisschen salziger. Auch da kann man nur da sitzen und sagen, mal gucken, wo es hingeht.

40:00 Gavin Karlmeier

Und vor allem, weil Meta ja auch angekündigt hat, eben in einen Rüstungsstrang zu investieren und ein bisschen mehr in solche Technologien zu setzen. Wir haben darüber. Gesprochen hier. Naja. Apple hat sich übrigens derweilen bei Threads registriert. Threads-Account haben innerhalb von wenigen Tagen fünf Millionen FollowerInnen aufgebaut, haben nichts gepostet wie auf Twitter damals, aber der Vollständigkeit halber. Too little, too late. Interessant, dass der Account immer noch frei war, dass sie den nehmen konnten. Ich glaube, dass da gibt es, glaube ich, kurze Wege, um sich diesen Part zu sichern. Und zumal sie hatten ja auch den Instagram-Account, Apple.

40:39 Alexander Waschkau

Ah ja, stimmt, okay, das ist ja.

40:40 Gavin Karlmeier

Ich dachte, es ist so sauber getrennt inzwischen.

40:42 Alexander Waschkau

Wir sind aus Themahaft.

40:45 Gavin Karlmeier

Apropos saubere Trennung, es gibt weitere Hinweise zum möglichen TikTok-Kauf, Schrägstrich-Verkauf. Und zwar hat Bloomberg da ein bisschen recherchiert und offenbar, also für die, die es nicht mitbekommen haben, Willkommen bei Haken dran. Die also es gibt ein Gesetz, das ist seit dem 20. Januar aktiv, wird aber nicht geahndet, nicht verfolgt, dass den die Nutzen von TikTok in den USA eigentlich oder den Betrieb von TikTok in den USA verbietet, sollte TikTok allerdings An ein amerikanisches Unternehmen verkauft werden, dürfe TikTok weiter betrieben werden. Dieses Gesetz wird eigentlich alle 45 Tage von Donald Trump weiter, nochmal für 45 Tage ausgesetzt. Er hat aber letzte Woche verkündet, wir haben das glaube ich in der Episode am letzten Montag hier verkündet. Glaube ich, oder Freitag, I don't know. Dass Donald Trump in einem Fox News-Interview gesagt hat, man hätte jetzt sehr reiche, wohlhabende Personen gefunden, die TikTok kaufen wollten, und Präsident Xi würde dem wahrscheinlich zustimmen. Und wir haben uns da schon gefragt, warum sollte er das tun? Und darauf gibt es jetzt vielleicht eine kleine Antwort, denn tatsächlich sieht es nach Bloomberg danach aus, dass das Konsortium das TikTok-Kaufen In Anführungsstrichen sollte. Das Konsortium ist, aus dem die Oracle Corporation besteht. Da ist der, ähm, wie heißt der Larry Larry Allison, ein Vertrauter von Donald Trump, der Gründer, also jemand, der sehr nah an der Regierung dran ist, die Blackstone Incorporated. und die Risikokapitalgesellschaft in Dresden Horowitz. Auch Leute, die sehr nah an Donald Trump dran sind und auch eine Peter-Thiel-Verbindung gibt es da und so. Also da gibt es durchaus Verstrickungen. Und das ist aber das Angebot, über das wir hier auch vor einigen Monaten schon mal gesprochen haben. Denn nach diesem Angebot sähe es so aus, dass 50% des US-Geschäfts von TikTok in eine neue Einheit ausgegliedert würde, die eben von diesen Unternehmen betrieben würden. Man muss dazu sagen, Oracle betrieben. schreibt schon heute die Datencenter von TikTok und sie würden gleichzeitig eine Art Sicherheitsgarantie geben, dass die Daten eben nicht an China abgeführt werden, die in deren Datencentern liegen. Da kann man so ein paar Fragezeichen dran machen, ob das tatsächlich ohne weiteres zu gewährleisten ist. Gleichzeitig würden die US-Investoren, die an Bidance Beteiligt sind, 30 Prozent des neuen Geschäftes bekommen und 20 Prozent des Unternehmens würden weiterhin in chinesischer Hand liegen. Das wäre so der Deal. Ich finde, ein lupenreiner, klarer Verkauf klingt ein bisschen anders, ehrlicherweise.

43:12 Alexander Waschkau

Das klingt definitiv anders, so 20% vom Vom Umsatz ist ja auch nochmal eine ganze Menge, wenn ich damit beteiligt bin, versus ich verliere alles. Und dieser Idee. Dass die Daten das Land nicht verlassen, ist, ja, wie du schon angedeutet hast, natürlich auch so ein Blümchentraum. Und was ist dann mit Apps und Filtern und was also alles ist, also auch da sind ja die Datenwege Schwierig, CapCut, bei dir unter Umständen auch thematisiert haben, die gesagt haben, alle eure Inhalte gehören übrigens uns. Vielen Dank dafür, ihr könnt das gerne löschen, aber das, was bei uns auf dem Server liegt, ist schon unser. Vielen Dank für die Mitarbeit.

43:51 Gavin Karlmeier

Das ist die Regelung von CapCut und interessanterweise liegt CapCut ja in den USA zum Beispiel nicht in der Hand von dem TikTok-Unternehmen, das in Singapur sitzt und auch Teile schon in den USA. hat, sondern ist eine App von Byte Dance, die 100% Chinesisch stimmt. Sprich, CapCut ist jetzt schon weniger Oder noch problematischer als TikTok in seiner Benutzung. Und jetzt gehen eben auch noch alle Dinge, die man darin schneidet, direkt auf die Server von CapCut und werden da zum KI-Training verwendet. Na, muss man sich überlegen, ob man das benutzen möchte.

44:22 Alexander Waschkau

Ja, ja, und deswegen ist es halt also vielleicht so ein Gesichtswahrungsding. Die Reichen in Amerika können ein bisschen Umsatz generieren, werden noch ein bisschen reicher und was dann mit den Daten passiert. Die große Angst, China schnorchelt die Daten ab. Kann man dann damit zudecken und sagen, wir haben uns gekümmert. Donny hat seine Cronies wieder ein bisschen bedient und China kann auch damit lehnen, weil sie die spannenden Sachen vielleicht trotzdem abschnorcheln können. Aber da merken wir auch, dass diese Diese Landesgrenzen und diese Geschäftsideen, die wir so haben, einfach gar nicht mehr funktionieren im weltweiten digitalen Markt und wie wir da an die Grenzen kommen. Dann sind wir wieder beim Thema Regulierung und Ach ja.

45:06 Gavin Karlmeier

Es ist heute ein einziger Kreislauf. Übrigens meldet Media Matters, über die haben wir schon öfter gesprochen. Das ist ja dieser Zusammenschluss, der eben sich einsetzt gegen Antisemitismus auf Social Media Plattformen. und für Brand Safety und gegen Rassismus und so weiter und so weiter. Die haben eine größere Recherche veröffentlicht, die auch Asp Technica Nochmal ein bisschen tiefer gesetzt haben, indem es um Content auf TikTok geht. Und zwar melden Sie, TikTok wird mit KI generierten rassistischen Videos geflutet, die von VO3 generiert wurden. Das ist die Google-KI zur Videoerstellung. Ähm, Sie sagen, es gibt so wahnsinnig viel Content, dass auch die Content Moderation dort nicht nachkommt. TikTok selber hat sich dazu auch schon geäußert und hat gesagt, wir setzen proaktiv strenge Regeln gegen Hassrede und Hassverhalten durch und haben die im Bericht identifizierten Konten entfernt, von denen viele bereits Vor Veröffentlichung gesperrt waren. Das konnte Media Matters und Ars-Techniker auch nachvollziehen. Es sind tatsächlich viele dieser Videos verschwunden trotzdem. Was daran pikant ist, ist die Art und Weise, wie diese Videos erstellt werden. Vorsicht, kleine Triggerwarnung, weil ich werde jetzt erklären, mit welchen Modellen. Motiven und rassistischen Symbolen dieses Tool arbeitet, aber ich glaube, es ist wichtig, um das System zu verstehen. Und zwar Werden hier immer wieder Sachverhalte aus der Gesellschaft dargestellt, vermeintlich, wie zum Beispiel jemand geht in einen Burgerladen oder draußen ist eine Polizeikontrolle. Und dabei werden Menschen, die nicht weißer Hautfarbe sind, durch Affen dargestellt. Was ein ganz uraltes, rassistisches, widerliches, menschenverachtendes Motiv ist. Wird aber dadurch nicht von den Regularien der KI gesperrt, weil das eine Darstellung eines Tieres ist. Und da finde ich, stellen wir ein sehr großes Problem von solchen Regulatorien fest, weil. Du kannst natürlich als, wenn du, also natürlich ist falsch, aber du erstellst einen Videogenerator als KI. Da verbietest du ja nicht die Erstellung von Tieren, weil du denkst, das ist ein toller Use Case, Tiere sind völlig unproblematisch, aber Das löst ja Metaphoriken aus. Und diese, ich glaube, das Problem ist, dass diese Metaphoriken, die hinter solchen Darstellungen stehen, kannst du ja gar nicht alle von vornherein vermeiden und ausschließen. Obwohl du hier schon sagen musst, man hätte vielleicht hier schon zugreifen können. Ich finde, das ist eine ganz erschreckende Geschichte, wo du halt aber auch feststellen musst, sowohl Google mit der WOKI als auch TikTok muss super schnell handeln, bevor sich diese Art und Weise, Inhalte zu erstellt, halt mega krass weiterverbreitet, wie jetzt gerade schon. Also wenn halt TikTok sagt, ja wir sperren wie verrückt, aber wir kommen dem nicht nach Und das ist eine Aussage einer Plattform. Wir wissen nicht, wie viel wir drauf legen können, aber trotzdem zeigt das ja, was da alles noch passieren kann.

47:47 Alexander Waschkau

Ja, das zeigt halt, wie die menschliche Bösartigkeit hätte ich jetzt. Das wäre fast ein bisschen stark, das Wort, aber ihr wisst, was ich damit meine. immer wieder Wege besucht und da kommt keine KI, kein Regelwerk hinterher. Wir erleben das mit den Dog Wizards. Früher waren es Emojis, die man platziert hat, da wusste jeder, aus welcher Ecke es kommt und dann konnte man sich immer rausreden und konnte sagen, wieso, ist das nur ein Zeichen, was ich da reingesetzt habe. Und genau das findet hier jetzt auch statt. Und die schiere Masse und die Geschwindigkeit, mit der diese Inhalte gemacht werden können, sind das Problem. Und wenn das jetzt sogar hin man hinbekäme. Also wenn man einen Algorithmus trainieren könnte und sagt, das filter bitte raus. In der Zeit, in der man das technisch gelöst hat, gibt es die nächste Idee, wie man das umgehen kann, um diese Inhalte weiter zu verbreiten. Und das ist wirklich, wirklich schwierig. Und da hilft vielleicht auch nur, den Menschen zu erklären, warum das einfach rassistisch ist und warum das nicht gut ist. Und dann versteht man aber auch wieder, warum man unter Umständen Kinder und Jugendliche vor solchen Inhalten schützen will. Da schließt sich dann auch wieder ein Kreis. Ist halt sehr, sehr schwierig. Wir legen immer schienen vor und fahren in Zug. Genau. Der ist ja schnell. Schneller als ein ICE, der durch eine Baustelle fährt.

49:03 Gavin Karlmeier

Und genau, und durch solche Methoden wie eben eine Video-KI kannst du halt ultra viele Inhalte erstellen. Du kannst halt innerhalb von einer Stunde hunderte, tausende Videos erstellen und die halt alle auf dieser Plattform über unterschiedliche Accounts streuen. Und wenn du da noch eine Plattform hast wie TikTok, die halt so funktioniert, dass polarisierende Inhalte theoretisch an alle Menschen der Welt ausgespielt werden können, egal was für ein Netzwerk du hast, also diese Facette des Netzwerk aufbaus eigentlich gar keine große Rolle für Viralität mehr spielt, dann hast du ein Riesenproblem, weil du schüttest halt dauerhaft Öl in ein Feuer und kriegst es aber währenddessen gar nicht gelöscht. Das ist, und also wo ich so dran denken musste, ist vielleicht ein Stretch, aber vielleicht gehst du mit, dass als damals Instagram für ein Jahr lang die politischen Inhalte verbannt hatte. Nora Hespers hier war und damals gesagt hat, ja, aber politische Inhalte kannst du nicht trennscharf ziehen, weil stell dir vor, du hast einen Kanal, der dauerhaft ein normales Familienbild Mann, Frau, Kind darstellt. Und damit aber eigentlich so ein binäres Modell oder das bestehende Modell sozusagen so lange weiterpredigst, dass du eigentlich damit Homo-Feindlichkeit zum Beispiel schürst. So, das ist eine völlig logische Konsequenz. Du stellst etwas dar, das in sich unverfänglich ist, löst damit aber Assoziationen aus, die das eben nicht sind. Und genau das passiert ja gerade auch, und ich habe keine Antwort darauf. Gleichzeitig stelle ich aber auch fest, dass die Plattformen halt gerade voll geflutet werden, wirklich mit KI-Inhalten. Das passiert ja inzwischen auch, also es ist auch in meinen deutschen Timelines inzwischen angekommen. Dass jeder jedes zweite Video, das mir von solchen For You-Algorithmen vorgeschlagen wird, KI generiert ist. Und interessanterweise, bevor ich ich habe diese Folge heute Morgen, am Sonntagmorgen vorbereitet. Und gestern abends, samstagsabends, sind mir mehrere Videos in den Feed gespürt. Wurden, KI generiert, bei dem sich Figuren einer Comic-Serie, nämlich Family Guy, sich über Dinge unterhalten, die eigentlich Verschwörungsideologien sind. Also ein Video, in dem halt Family Guy-Figuren sich darüber unterhalten, dass ähm Kerosin nicht heiß genug werden kann, um Stahlträger zu schmelzen. Eine der ältesten Verschwörungsmythen der Welt, irgendwie, also seit 2001 halt.

51:11 Alexander Waschkau

Stimmt ja per se auch, da muss man dann sagen, aber die Festigkeit des Schneids wird aufgeweicht und damit ist er weniger.

51:19 Gavin Karlmeier

Genau, aber es ging darum, dass 9-11 das World 13 gesprengt werden musste und so weiter und so weiter. Und also genau das beobachte ich gerade auch und die Frage ist wirklich, wie kann man dem nachkommen? Also natürlich habe ich das als Fehlinformation gemeldet, aber da wissen wir alle, das wird nichts auslösen.

51:37 Alexander Waschkau

Das ist auch ganz schwierig. Vielleicht hat es auch mal eine Folge gegeben, also das muss ja noch nicht mal KI generiert sein, sondern es mag ja auch im Kontext der Gesamtepisode mal so ein Gespräch gegeben haben, was dann ins Drehbuch hineinpasst. Das macht es einfach extrem schwierig und unser Leben ist politisch. Jede Aussage, die wir tätigen, ist politisch. Und insofern ist eine Regulierung oder die Idee, wir entfernen politische Inhalte, wie Noah es ja auch schon beschrieben hat, einem vielleicht sehr krassen Beispiel. Aber alles, was wir tun, dieser Podcast gerade, das, was ich sage, ist hochpolitisch. Wenn jetzt eine Plattform sagt, ich lasse keine politischen Inhalte zu, dann wird hiervon nichts auf TikTok gezeigt werden als Clips. Weil da kommt dann Waschgau politisch, wollen wir nicht, kommt weg damit. Und so kann es ja auch nicht funktionieren. Und ich stimme dir zu, so eine richtige Lösung habe ich dafür nicht. Wir haben nur ein Problem, dass wir. Netzwerke Menschen haben, die das sagbare, also diese Verschiebung dessen, was man so gesellschaftlich nicht ächtet, sondern was man durchgehen lässt. Dass es da eben durchaus internationale Kräfte gibt, die ganz fest daran reißen, dass mehr möglich ist. Also diese Idee des Overton-Fensters, was ja mal aus dem Wirtschaftsbereich kam. Aber wir können den jetzt ja sehr gut anpassen auf gesellschaftliche Themen. Da sind wir so weit nach rechts rübergerückt. Wir haben es an unserem eigenen Bundestagswahlkampf Anfang dieses Jahres 2025 erlebt. Das macht ja auch nicht Halt vor solchen Netzwerken. Dadurch, dass solche Inhalte in den Netzwerken sind, verschiebt sich das Fenster weiter. Also manchmal habe ich das Gefühl, wir sitzen mit so einem Schlitten auf einer Lawine. und gleiten gemeinsam den Werk hinunter und sagen, eigentlich würde ich viel lieber da oben auf dem Gipfel noch sein. Aber da kommen wir im Moment Nicht so wirklich zurück. Wir müssen drüber reden.

53:25 Gavin Karlmeier

Das ist das Einzige, was wir machen können. Gibt es übrigens auch eine ganz tolle John-Oliver-Folge zu über diese AI-Fluten, die gerade in Social Media stattfinden. Kleine Empfehlung. Immer gut. Immer gut. Eine Meldung habe ich noch und dann gehen wir in unsere Rubrik. Und zwar, weil das passt ganz gut gerade. TikTok hat so ungefähr eine Milliarde Views am Tag. Das ist relativ viel, denkt man. Jetzt hat aber der YouTube-CEO Neil Mohan mal gesagt, wie viel eigentlich YouTube Shorts inzwischen erreicht hat. Und zwar 200 Milliarden tägliche Views. 200 Milliarden Aufrufe am Tag. Man muss dazu sagen, dass die Definition von Aufrufe bedeutet, du läufst in irgendwas vorbei. Das ist so, als würdest du eine Zeitung verkaufen und jeder, der mal in einem Kiersquad zählt als Leser deiner Zeitung. Aber trotzdem, das ist Das zeigt, wie viel Zeit auf diesem Plattformen ja verbracht wird. Ob man das jetzt sich alles anguckt oder nicht, ist eigentlich egal, wenn alle mit denselben Zahlen arbeiten. Und wie wichtig das eigentlich ist, sich da das genauer sich anzuschauen, was da eigentlich passiert, was Leute da auf diesen Plattformen auch machen und was da hochgeladen wird und wie das sortiert wird, weil wir da nicht mehr in einem Bereich von Hobby sind, in Nische. Also Ich habe, um nochmal einen Stretch heute zu machen, aber dann kommen wir zurück zu der Zahl. Wenn du auf Mastodon YouTube-Videos embeddest, ne? Dann kann das im Hintergrund weiterlaufen, wenn das auf dem Telefon läuft, obwohl YouTube das eigentlich ablehnt nach AGB ist, weil das ein Premium-Modell ist, weil YouTube offenbar sagt, naja, was bei Mastodon passiert, ist nicht so relevant wie das, was in unserer App passiert ist Das ist wahrscheinlich wirklich nur eine Promille der generell Aufrufe auf YouTube. Wenn wir als Gesellschaft so auf Dinge schauen und sagen, es gibt Dinge, die sind nicht so wichtig. Und Dinge, die finden irgendwo statt. Und das machen da irgendwelche Leute, lass sie tun, es bricht ja keinen signifikanten Schaden an und so. Dann müssen wir sagen: sind YouTube Shorts, TikTok, das ist die Öffentlichkeit. Da müssen wir hingucken. 200 Milliarden tägliche Aufrufe.

55:23 Alexander Waschkau

Ja, und also je nachdem, also jeder baut sich ja seinen Algorithmus selber Und wenn ich an Retro-Computern interessiert bin oder an was auch immer, dann sind das ja die Themen, die mir erstmal gezeigt werden. Nicht zwingend bei TikTok, aber bei YouTube ja schon. Da bemüht sich ja YouTube schon, mich weiter zu füttern mit den Themen, die mich interessieren. Wenn ich aber jetzt so ein Woodburger bin, weil ich sage, mir geht es schlecht und keiner kümmert sich um mich und ich falle da in so ein Rabbit Hole rein, dann werde ich ja auch damit gefüttert und bekomme da ja auch dann genau die Informationen, die geeignet sind, am Ende mich weiter zu radikalisieren im Zweifelsfall. Oder mich überhaupt zu radikalisieren. Nicht jeder, der sich ungerecht behandelt, gefühlt, ist ja eine radikale Persönlichkeit, sondern es gibt ja Menschen. In prekären Lebenssituationen, denen geht es wirklich nicht gut. Und die sind zu Recht mit dem, was gerade politisch passiert, unzufrieden. Aber da ist natürlich dann diese Art von Öffentlichkeit, von Medien Deutlich problematischer als das, was wir so als das Gegenmodell hier haben, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der gebührenfinanziert ist. Und das ist ja auch das größte Argument, was ich immer noch unterschreibe. Warum wir so ein Gegenmodell brauchen, weil wir zumindest diese Gegenstimme haben. Wenn wir alles privatisieren würden in der heutigen Zeit, auch Medien dann würde im Fernsehen auch bei uns nur noch sowas wie Fox News laufen, wie es auch mal heißen wollen würde hier bei uns, Well TV Stretch, keine Ahnung, sind wir da schon? Ich habe keine Ahnung. News wäre es wahrscheinlich noch eher übers Recht. Und ansonsten würden die Menschen sich im Netz ihre Inhalte holen und das ist dann wirklich nicht mehr ausgewogen. Und das ist ja Das schlimmste Narrativ ist ja, dass das die Mitte der Gesellschaft abbilden würde. Das ist ja das Narrativ, was immer erzählt wird. Also die immer extremer werdenden Gesellschaftlichen, politischen, rassistischen Positionen sind ja eigentlich die Mitte der Gesellschaft, weil wir sind ja das Volk. Und wenn du das den ganzen Tag bekommst, 200 Milliarden Mal am Tag. Gut, da sind auch ein paar andere Länder dabei und ein paar andere Narrative, aber das ist ein echtes Problem. Aber was heißt denn hingucken, lieber Gavin? Sollen wir das? Regulieren?

57:29 Gavin Karlmeier

Was machen wir denn da? Ja, natürlich. Weil das halt, das ist Öffentlichkeit. Und also, wenn du wenn's Ich habe das ja schon mal gesagt. Ich glaube, die meisten Gesetze existieren ja, weil man festgestellt hat, da passiert eine Ungerechtigkeit, das müssen wir mit dem Eingriff Blaulicht übrigens hier bei uns sehen. Kommt gleich bei dir vorbei. Da müssen wir irgendwie sozusagen eingreifen, weil die Gesellschaft da sich nicht selbst regulieren kann. Ist, glaube ich, nicht eine hundertprozentige Definition von Gesetzen, und wir haben auch ja, ich habe schon öfter Feedback bekommen, dass es nicht immer so der Fall ist, aber In dem Fall stellen wir halt fest, da fehlt sozusagen der Eingriff oder die Durchsetzung solcher Dinge und da müssen wir hinschauen. Ich will zu deinem öffentlich-rechtlichen Take noch was sagen, weil ich selber ja ganz, ganz, ganz lange schon im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch tätig bin und ganz lange auch dort als festangestellter Mensch gearbeitet habe und sehr viel Zeit mit öffentlich-rechtlichen Medien verbracht habe. Und da gibt es zwei, ich glaube, es gibt so zwei Strömungen. Die einen, die sagen. Ja, wir sind öffentlich-rechtlich. Das heißt, wir müssen nicht immer auf Quote schauen, wir müssen gar nicht immer nur Reichweiten erziehen, wir können auch die Nische bedienen. Und da ist sicherlich was dran, wenn du auf Diskussionen schaust, wie um den Radiosender Kosmo. Oder um den Nachrichtensinner Phoenix oder Dreisaat, was wir da in den letzten Monaten immer diskutiert haben, was irgendwie abgeschafft werden soll oder nicht. Und ich glaube, das stimmt sicherlich, dass man die Nische auch bedienen kann, weil sonst gibt es die nicht mehr. Dafür ist es da und dafür leisten wir uns das. Auf der anderen Seite glaube ich aber, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk auch schon darauf achten muss, eine gewisse signifikante Anzahl an Menschen zu erreichen. Einerseits, um den Leuten zu zeigen, ihr seid dafür, also sollt ihr auch was kriegen, was ihr haben wollt. Zum Beispiel Fußballübertragungsrechte, das ist, glaube ich, so ein Diskussionspunkt. Auf der anderen Seite, aber eben auch in der Art und Weise, wie man Inhalte aufbereitet und distribuiert. Sich nicht immer wieder darauf auszuruhen, zu sagen, wir sind öffentlich-rechtlich, sondern auch durchaus Modelle probieren darf, die eher auf Reichweite optimiert sind. Auch wenn das manche Leute stört und die sagen dann: Hey, nee, wir wollen hier aber den Deep Dive. Ich glaube, das kannst du gar nicht immer leisten, weil wenn du ein Gegengewicht zu wirtschaftlich orientierten Unternehmen setzen möchtest, dann musst du schon auch darauf achten, trotzdem. . relevant für Menschen zu bleiben und von vielen Leuten angeklickt zu werden und nicht nur von denen, die jetzt irgendwie die 36-minütige Reportage über was auch immer hören wollen.

59:50 Alexander Waschkau

Und das schreibe ich sofort. Also mein Statement soll jetzt auch nicht so verstanden werden, dass die nicht im Netz stattfinden, sondern ganz im Gegenteil, sondern ähm Das ist ja eher ein Plädoyer dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk gerade auch ins Netz reinkommt. Also gerade viele GEZ-Ableiner Innen hätte ich fast gesagt, aber es sind, glaube ich, auch primär Männer, sagen ja, was machen die da im Netz? Warum müssen die jetzt auf Twitch sein? Das bezahle ich alles. Und genau aus diesem Grund müssen sie da sein, damit sie auch da Sichtbar sind und da sind die Reichweiten ja mal gut, mal überschaubar. Aber genau deshalb ist es ja wichtig, überall da zu sein, gerade wenn wir diese Zahlen Wie du sie jetzt gerade von YouTube zitiert hast, macht es natürlich Sinn, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch sogar breit aufgestellt auf so einer Plattform unterwegs ist, damit sie da zumindest mal auftauchen, weil die Chance besteht, dass sie da auftauchen.

01:00:42 Gavin Karlmeier

Nur bei Expo haben sie nicht mehr sein, wenn du mich fragst.

01:00:44 Alexander Waschkau

Da sollen sie alle weggehen. Aber es werden ja zunehmend mehr Einrichtungen, Medienhäuser, die da weggehen. Und kürzlich gab es auch die Statistik: nur noch vier Prozent der deutschen nutzen täglich Ex? Geistert ihr eben wohnen Statistik und ich glaube AD, ZDF-Medienbefragung, das sind, glaube ich, nur vier Prozent der Deutschen, die täglich EX aktiv nutzen.

01:01:09 Gavin Karlmeier

War das früher mehr? So, ähm, komm, wir gehen mal hier in unseren kleinen Gemischtwachenladen. Funktionen und Emotionen. Die erste ist eher eine Nicht-Funktion, denn in den USA sind die Threads-DMs gestartet. Du kannst Privatnachrichten auf Threads verschicken. Das wird aber vorerst nicht nach Australien, Japan, EU und das Vereinigte Königreich kommen. Wir wissen nicht so ganz genau warum. Ich habe eine Theorie. Aber komme ich gleich zu. Wie sind deine Emotionen?

01:01:44 Alexander Waschkau

Vielleicht Datenschutz. Also, wir sind ja berufsbedingt als MedienrentnerInnen, meine Frau und ich, auf allen Netzwerken irgendwo unterwegs. Wir werden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit von Meta weggehen. Wahrscheinlich dieses Jahr noch, so wie wir auch von Ex weggegangen sind, weil wir irgendwie das Gefühl haben Wenn der Mark Zuckerberg jetzt auch noch Stealth Bomber baut, dann braucht man da auch nicht mehr sein. Per se ist ein Netzwerk, in dem du dich bewegst, das DMs anbietet. Und wo sie eventuell sicher, sind ja eine gute Sache, weil du dann keinen Medienbruch hast, um jemandem mal was mitzuteilen Auf der anderen Seite war es ja schon bei X damals so, dass man gesagt hat, ich würde nichts mehr in eine DM reinschreiben, in eine Privatnachricht bei X, das Vertrauen sinkt. Und eben Meta-Konzern ist ja auch die Frage, wo geht diese Information dann hin? Und wenn ich auf Threads eine DM schreibe, kriege ich dann eine Woche später irgendwann auf WhatsApp die entsprechende Werbung. Nochmal eingespielt in meinen Feed, auch das steht ja vor der Tür. Es ist halt die Frage, wem vertraut man eigentlich noch, um wirklich private Dinge zu übermitteln? Per se praktisch. Aber ich werde da jetzt auch inzwischen sehr zurückhaltend, was ich überhaupt habe.

01:02:59 Gavin Karlmeier

Möchtest du ein Hot Take hören? Gerne. Also, es ist ja trotzdem eine spannende Frage. Warum? Australien, Japan, EU und UK und andere Länder alle nicht. Überall sonst wird es ausgerollt nur da nicht. Was vereint diese vier Länder? EU hat sehr klare, scharfe Regeln gegenüber Social Media Plattformen, die Mark Zuckerberg selber als institutionalisierte Zensur bezeichnet. Australien hat ein Social Media Verbot für Minderjährige eingeführt oder für Menschen unter 16. In Großbritannien gibt es ein neues digitales Safety-Gesetz, das Plattformen zu großen Strafen zingen kann. Japan plant, Social Media Plattformen zu regulieren und auch die komplette Monetarisierung auf Social Media Plattformen zu regulieren. Wir haben über all das berichtet. Jetzt kann man natürlich sagen, Meta möchte diese Länder bestrafen, muss man aber sagen, Threats-DMs ist so ein kleines Feature, dass man sagen muss, das juckt Das wird auch kein regulatorisches Problem sein, das hier einzuführen, weil das eher sogar ein Grund wäre, eine Trennung zwischen Plattformen herzustellen, anstatt sie zusammenzuführen. Das Problem mit Threads in der EU war ja, dass es zu nah an Instagram ist und damit sozusagen zu enge Verzahnung gibt und einen Ausbau der Wettbewerbsmonopolposition und so. Was aber passiert ist, dass die Leute, die auf Threads unterwegs sind und damit sich auch als meinungsstarke Opinionleader oder so bezeichnen würden, dass sie feststellen, wir können das nicht benutzen. Unser Land macht Stimmung gegen diese Social Media Plattformen, also schafft es Meta über Bande, Leute wütend auf Regulierungen im eigenen Land zu machen. Das wäre mein Hot Take. Ich weiß nicht, heute sind wir steil unterwegs, aber ich finde es doch sehr bemerkenswert, dass in so vielen Ländern auf der Welt dieses Feature kommt, aber ausgerechnet in diesen vier nicht und diese vier eben diese Gemeinsamkeiten haben. Wobei Brasilien hier nicht bei ist, muss man fairerweise dazu sagen.

01:04:42 Alexander Waschkau

Ich bin jetzt gerade am überlegen, ob Mark Zuckerberg mit seinen Strategen sagt, wir schalten das nicht an, dann beschweren die Europäer sich ganz doll. Ich weiß jetzt auch nicht, wie die Nutzungszahlen sind, also ob Threads überhaupt erfolgreich ist inzwischen in Europa. Also ich glaube, hast du Zahlen? Threads Blue Screen wäre schon. Ja, das wäre eine interessante Frage. Oder ob dann, also das Risiko, was du damit natürlich eingehst, wenn du das versuchst, dass die Leute dann irgendwie sagen, weißt du was, dann gehen wir ganz weg, dann gehen wir zum Mitbewerber, Blue Sky, da ist das alles drin. Ist ein Hot Take, aber was in dem Köpfchen von Herrn Zuckerberg und seinen Strategen vorgeht. Vielleicht will ich das auch gar nicht wissen. Also aufschließen kann ich es nicht, wie jede gute Verschwörungserzählung.

01:05:32 Gavin Karlmeier

Naja, Thread feiert aber in den USA gerade auf zweiten Geburtstag und hat deswegen ein neues Logo bekommen, was eine Übertreibung in der Formulierung ist. Es sieht einfach aus, als hätte er einem Textmarker noch gemacht. nochmal drüber gemalt.

01:05:42 Alexander Waschkau

Ganz furchtbar.

01:05:43 Gavin Karlmeier

Und es gibt jetzt Hütchen, die man sich, gab es glaube ich vor einem Jahr schon mal. Ja. Das Dat is das, wie man so schön sagt. Ähm, gleichzeitig, wenn du länger bei Threads nichts gepostet hast, bietet es dir in den USA jetzt auch eine Du kannst es dir fast denken. So Prompts an, in der so, also so Formulierung, wo so drin steht. Was hast du neulich gelernt? Erzähl den Leuten, was dich gerade fasziniert. Was vermutlich der erste Schritt ist, zu dem nächsten Schritt: Ask AI. Du kannst dann sozusagen auch noch die KI deinen Text schreiben lassen. Na klar. Und dann brauchst du es alle, also dann, was soll ich denn mit einer Plattform, wo die Leute alle nur noch auf den Knopf drücken und dann sagt mir die KI, was ich gelernt habe in letzter Zeit?

01:06:27 Alexander Waschkau

Ja, im Moment kommt auch so der virtuelle Stock, der dich anpiekt und sagt, mach mal was. Lebst noch. Genau. Und irgendwann entscheidet dann die KI, wenn du dreimal auf dieses Peak nicht reagiert hast. Ich schreibe mal was für dich. Ich habe mir ja angeschaut, was du vorher geschrieben hast, das wird schon passen. Und dann sind wir bei diesem. Von diesem 50%-Wert, den ich vorhin genannt habe, gehen wir wieder weiter runter. Und dieses Bild, was er ja auch immer mal wieder bringt, dass dann irgendwann die Bots sich fröhlich miteinander unterhalten im Netz. Ich glaube, langsam habt habt ihr mich bekehrt, ich glaub da langsam auch dran. Also irgendwann kann man einfach zugucken, wie sich einfach Bots miteinander unterhalten. Gut.

01:07:02 Gavin Karlmeier

Auf Instagram gibt es jetzt in Storys eine neue Schrift, die so handschriftlich aussieht. Und also ich fand die ganz nett. Dann habe ich gesehen, dass alle die benutzen und jetzt nervt sie mich schon. Und die ist erst am Samstag oder Freitag ausgerollt worden. Also und wir haben jetzt, wir das heute Montag. Wie immer.

01:07:16 Alexander Waschkau

Ist halt wie eine neue PowerPoint-Animation, die du dann ein Jahr lang von allen siehst. Und dann wieder nicht mehr. Und dann besinnen sich alle darauf, dass Präsentationen ohne Animationen vielleicht gar nicht so schlecht sind. Aber gut.

01:07:31 Gavin Karlmeier

X, wir kommen zu X, bevor wir gleich nochmal zurück zu Meta, aber wir kommen zu X. X verbietet Hashtags in gesponserten Postings.

01:07:42 Alexander Waschkau

Ja, klingt jetzt erstmal gut, würde man sagen, oh, das ist aber fair. Gleichzeitig entscheiden die ja selber, ob du eine Werbung siehst oder nicht. Also wenn über Maske, ich möchte, dass alle die sehen, dann sehen die die alle, dann brauchst du kein Hashtag. Also vielleicht kann man da Gegen mehr Geld dann auch wieder mehr Sichtbarkeit. Das wäre jetzt ein Hottake von mir. Okay, du darfst kein Hashtag mehr, aber wenn du mir X tausend Dollar mehr zahlst, dann sorge ich dafür, dass man es trotzdem liegt auch ohne Hashtag.

01:08:06 Gavin Karlmeier

Ja, sowas machen sie tatsächlich. Sie nehmen nämlich jetzt Geld, wenn du ein Foto in deine Werbung packst. Also bislang war es so, wenn du ein Foto da reingepackt hast, war da ein Foto drin. Jetzt fangen Sie aber an, dass die Größe des Fotos nach unten, also die, was ist denn das, die Länge, also die Höhe, danke, so heißt es, dass es teurer wird, wenn ein Foto hoch kann statt horizontal ist. Weil es mehr Sichtbarkeit im Feed einnimmt.

01:08:30 Alexander Waschkau

Gut, das ist jetzt für Kinobetreiber mit 16 zu 9 oder so deutlich praktischer. Ja, es ist halt, ich weiß schon, warum ich da wirklich nicht mehr unterwegs bin, weil das ist.

01:08:39 Gavin Karlmeier

Wobei ich das ehrlicherweise fast logisch finde und mich frage, warum machen das nicht alle?

01:08:44 Alexander Waschkau

Fläche der Litfasssäule bezahlst du ja auch nach des Plakat. Ja, gut, nur bring dich nicht auf Ideen. Gottes Willen. Podcast-Logo so ein Bildchen quadratisch muss gehen können. Kostenfrei.

01:08:59 Gavin Karlmeier

Und X hat jetzt die, wenn du etwas übersetzen lässt. Ein Post. Haben Sie bislang auf Google Translate gesetzt? Haben Sie jetzt ersetzt durch Grog?

01:09:10 Alexander Waschkau

Ich persönlich nutze ja gerne Deeple, weil das meiner Ansicht nach immer noch eine der besten Übersetzungsmaschinen ist, aber gut. Also hilfreich sind diese automatisierten Übersetzungen generell schon, finde ich. Also jetzt vielleicht für mich nicht für Englisch, aber bei Französisch spiele ich schon hilfreich, wenn ich umstellen kann. Italienisch-Spanisch, wenn man sich umschaut. Dass das jetzt bei GOK ist, ja, dann könnten wir wieder fragen, bringt er da einen Zungenschlag rein bei der Übersetzung oder lässt das bleiben? Da wird es dann nämlich wieder problematisch.

01:09:34 Gavin Karlmeier

Gibt es Übersetzungen, ohne einen Zungenschlag reinzubringen? Also weil jede Übersetzung ist dir eine Interpretation. Weil du immer, du legst immer einen Zungenschlag mit rein. Wenn du dir verschiedene Übersetzungen desselben Romans zum Beispiel anschaust, es ist ja schon ein großer Unterschied, ob gesitzt oder geduzt wird. Und das ist die kleinste Form der Interpretation da drin. Aber auch die Auswahl eines. Adjektivs, weil es für mehrere einzelne Adjektive mehrere mögliche Übersetzungen gibt. Welchen Satzbau wählst du in der Übersetzung? Es sind so viele Facetten. Also ich finde, dass wir angesichts der Tatsache, dass Grog eben jetzt offenbar darauf setzt, Zumschläge zu setzen, die Übersetzung müssen wir jetzt auch stärker mit Vorsicht genießen.

01:10:17 Alexander Waschkau

Das auf jeden Fall, sollte man sowieso tun. Ich spreche jetzt von jemandem, der lustiges Katzenfoto mit einem Text postet und da will ich wissen, warum dieses Katzenfoto gepostet wird. Da ist es ja noch relativ unkritisch. Politische Inhalte oder andere Inhalte, klar. Da sollte man gegenprüfen. Ach, Quellenkritik, so schön. Toll.

01:10:36 Gavin Karlmeier

YouTube hat jetzt die Community-Funktion vorgestellt. Das ist ein Feature, über das wir hier schon mal gerüchteweise gesprochen haben. Es ist so eine Art kleiner Discord. In YouTube. Also, dass du unter Channels hast, in denen Leute miteinander diskutieren können und so irgendwie. Ja, dat

01:10:52 Alexander Waschkau

Ja, macht Sinn. Also das ist so eine so eine Entwicklung, ist ja klar, dass Twitch da lange vorne war und YouTube da, glaube ich, auch ein bisschen vielleicht gar nicht so glücklich gewesen ist. Und je mehr Funktionen jetzt für solche Content Creator sie selber anbieten können, ohne dass die woanders hingehen, desto besser. Und wenn die Leute nur noch auf YouTube sind und nicht noch parallel Discord nutzen oder Twitch nutzen, ist es für den Google-Konzern sicherlich besser.

01:11:19 Gavin Karlmeier

Ich kann übrigens einen empfehlen, in den Haken dann Discord zu kommen an der Stelle.

01:11:22 Alexander Waschkau

Der ist ja nett.

01:11:23 Gavin Karlmeier

Der ist sehr nett. Der Dennis, der in der letzten Episode da war, Dennis Horn. Manche kennen ihn, der hat sehr, sehr tolle Worte gefunden, weil er gesagt hat, dass die Diskussionskultur, also nicht nur, ich sag immer, das sind so super schlaue Leute und die sind so super schnell, dass Musk die Partei gründet. Habe ich dort gelesen, bevor es irgendwie in anderen Medien groß war und so. Da ist einfach extrem viel los. Aber die Diskussionskultur ist halt auch so angenehm, weil man sehe sich sehr sachlich auch nicht. Einig sein kann und trotzdem haben alle das Gefühl, das ist hier gerade ein Safe Space. Es gibt ganz viele Leute, die auch sagen, das hier ist der Ort, in dem ich mich so irgendwie mich im Internet noch wohlfühlen kann. Und das ist irgendwie Das bedeutet mir fast mehr, als wenn ganz viele Leute diesen Podcast hören, weil ich so das Gefühl habe, wir haben ja so einen Raum geschaffen.

01:12:05 Alexander Waschkau

Das geht uns ähnlich mit dem Wild Mics Discord, das ist der Discord, so dem Twitch-Channel, auf dem wir auch unterwegs sind. da ist, ich glaube, da haben wir noch gar keine echten Konflikte erleben müssen. Also das ist ganz interessant, also nach dieser Idee des offenen Netzes, der sozialen Netzwerke, wo sich alle wohlgefühlt haben Geht es jetzt doch am Ende wieder ein bisschen zurück, so in World Garden, dann sind es vielleicht keine Foren mehr, aber so diese Discord-Communities, da gibt es einige, die ich kenne, wo die Menschen sagen. Wenn ich hier reinkomme, muss ich mich nicht aufregen. Und euer ist eben sehr sachlich, journalistisch, rechercheintensiv, wo halt Max ist so ein bisschen mehr aus dem Leben, wo viele auch private Dinge berichten. Das ist gut, dass das so ist und man ist immer froh, wenn man in so einer Community unterwegs ist. Ich frage mich halt immer, wie sieht es In anderen Discords aus. Also, ich weiß nicht, ob die AfD in Discord hat, aber da würde ich glaube ich nicht reingucken wollen. Aber gut, das ist ein ganz anderes. Das hat dann auch wieder ihren Nachteil.

01:13:08 Gavin Karlmeier

Also www. hakenrenn. org ist unser Discord-Konf vorbei. Es kostet nichts und bringt Spaß. So, und damit sind wir durch für heute. Wir haben aber ein Versprechen gegeben. Und ich will das hier nochmal ein bisschen aufwärmen. Und zwar haben wir gesagt, wir wollen versöhnlich enden, weil uns mehrere Leute darauf hingewiesen haben, das ist alles so düster und dystopisch. Also wollen wir gerne irgendwie locker und versöhnlich enden. Wenn ihr also Ideen habt. für eine Versöhnlichkeit des Tages, für irgendetwas, was wir hier machen können, schreibt uns gerne in die Kommentare bei Spotify oder bei YouTube oder schickt uns eine Mail oder schreibt mir im Fiddiverse oder im Discord oder wo auch immer. Ihr findet mich ja. Und dann nehmen wir das in unsere Liste auf. Und da ist schon alles mit dir dabei. Was ist das Fundstück des Tages? Hat jemand vorgeschlagen? Oder kannst du ein Buch empfehlen? Was war dein Rabbit Hole? Hast du irgendetwas, was du allen Leuten heute mitgeben kannst, was ein gutes

01:14:03 Alexander Waschkau

Ja, das ist jetzt ein bisschen Eigenwerbung, aber vielleicht gar nicht schlecht, das hier auch mal zu nennen. Das ist das Projekt alle bekloppt, dessen Teil ich auch bin. Da ist neben mir noch die Diplom-Psychologin Sophia Krappweis beteiligt und Tommy Krappweiß, das ist eines der unserer Twitch-Formate, Tommy Bernd das Broterfinder, Comedian, Autor, Produzent. Alles in einer Person. Und dieses Format machen wir jetzt seit gut vier Jahren und da sind wir alle 14 Tage online in einem Twitch-Stream und Menschen können uns Fragen stellen zu psychischen Problemen, familiären Problemen. Krisen, die Sie gerade haben, Fragen aus dem Bereich der psychischen Gesundheit und Sophia und ich versuchen diese Fragen auf einer Meta-Ebene häufig, weil wir nicht nachfragen können, wir können keine Therapie anbieten, aber zu beantworten, Hinweise zu geben. Hilfsangebote vielleicht zu nennen, an die man sich dann direkt wenden kann vor Ort, wenn es sowas gibt. Und das machen wir seit vier Jahren, das hören viele Menschen und wir haben inzwischen die Rückmeldung nach vier Jahren, dass es Eine ganze Reihe von Menschen gibt, die durch dieses Format, gar nicht vielleicht, weil sie selber auch eine Frage gestellt haben, aber durch das Hören und Rezipieren dieses Formates, verstanden haben: oh, ich glaube, ich habe eine psychische Erkrankung. Da kann man was dagegen machen. Das ist nicht meine Lebensrealität, die ich bis zum Ende meines Lebens haben muss, sondern ich kann was machen und die dann tatsächlich darüber den Weg in eine Therapie gefunden haben und den es heute deutlich besser geht. Und das hat natürlich auch viel mit psychischer Gesundheit im Internet und Social Media zu tun. Auch das ist immer mal wieder ein Thema bei uns. Und das ist einfach etwas, wo. psychische Erkrankungen entstigmatisiert werden. Das sind Erkrankungen wie alle anderen auch. Und gleichzeitig versuchen wir immer wieder zu nennen, wo man Hilfe bekommen kann. Und Ich finde, das ist etwas Versöhnliches und es gibt für uns kaum etwas Schöneres, als wenn jemand sagt, ich habe über eure Format angefangen, eine Therapie zu machen. Mir geht es besser, ich habe meinen Beruf gewechselt, mein Leben ist besser, ich habe neue Lebenspfeilerin, einen neuen Liedplaner gefunden, was auch immer gerade so das Thema gewesen ist, und dass man einfach durch das Sprechen in so eine Kamera das bewegen kann. Das ist sehr, sehr großartig und da wird man selber dann so ein bisschen klein und freut sich, dass man da so ein Puzzleteil beitragen konnte. Ja, ich finde das mega.

01:16:18 Gavin Karlmeier

Das ist eine sehr schöne Persönlichkeit. Schaut euch das alle an, alle bekloppt. Ich habe am Wochenende einen Abend nicht schlafen können. Und hab dann, wie man das so macht, dann drehen ja so die Gedanken sich so rum und dann kommt man auf so einen Gedanken und dann macht man sich so, baut man sich selber, gräbt man sich so ein Rabbit-Hole aus dem Nichts. Und ich hab mir so gedacht, was wäre eigentlich, wenn ich jetzt aufwachen würde und ich wäre. . Im Mittelalter? Frage 1, wer wäre irritierter, die Leute oder ich? Und was würde mir als erstes aufwachen?

01:16:46 Alexander Waschkau

Also mit deinem Wissen von heute.

01:16:49 Gavin Karlmeier

Ich würde jetzt im Mittelalter aufwachen. Und was glaubst du, ich habe dann so ein bisschen recherchiert und dann habe ich tatsächlich auch. ChatGPT einfach mal gefragt, was würde passieren, wenn ich jetzt im Mittelalter aufwachen würde? Was würde mir auffallen? Die Antwort war: Der Geruch ist intensiv und unangenehm. Der Kontrast zu deiner geruchsneutralen Welt wäre schockierend. Der Lärm in der Stadt durchmärkte Tiere, Schmiede und Rufe, aber auch die Stille auf dem Land, die man heute nicht mehr so erlebt, würde dich irritieren. Es wäre erstaunlich dunkel, Innenräume wirken selbst am Tag dämmerig. Und so weiter und so weiter. Fand ich ganz faszinierend. Schön fand ich auch, dass es um meine Kleidung ging, denn die Art meiner Kleidung, wie sie geschnitten ist, würde die Leute irritieren. Und das Konklusio war. Fazit, du wärst eine Sensation oder eine Gefahr. Je nachdem, wem du zuerst begegnet, wirst du entweder bestaunt, gefürchtet, verfolgt oder auf dem Scheiterhaufen landen. Ich weiß nicht, ob es persönlich ist, aber das war so, was man so macht, wenn man nicht schlafen kann, ist natürlich strittig, ob man das jetzt mit einem Chatbot in der Nacht machen muss, aber ich dachte, wenn man, also Ich hab das mal gemacht. Ich habe es mal ausprobiert. Man muss ja wissen, worüber man den ganzen Tag redet.

01:17:54 Alexander Waschkau

Spannend, ja, was bei dir so nachts los ist.

01:17:57 Gavin Karlmeier

Du. Was bei mir, da wir jetzt die Versöhnlichkeit sagen, wir brauchen übrigens noch einen Jingle. Wenn jemand eine Idee hat für einen Jingle, ich singe den sonst auch, aber bauen wir noch. Aber wir wollten versöhnlich enden und das ist vielleicht ein bisschen versöhnlich. Was ich halt so nachts mache. Das ist die Rubrik, was Gavin halt so nachts macht.

01:18:13 Alexander Waschkau

Gavins schlaflose Nächte.

01:18:15 Gavin Karlmeier

Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Dazu dann ein andermal. Lieber Alexander, vielen Dank, dass du heute mal wieder da warst. Lange nicht mehr hier gewesen. Nächstes Mal ist wieder.

01:18:22 Alexander Waschkau

Schneller, sagt man das so? Ich komme immer gern.

01:18:26 Speaker 4

Vielen Dank für die Einladung und weiterhin alles Gute und alles Gute für die Haken-Dran-Höris.

01:18:31 Speaker 5

Danke, vielen Dank. Bis bald. Hier geht's weiter am Mittwoch. Dann mit Franzi Blum. Wir freuen uns. Tschönen Montag, schönen Wochen schreibt. Tschüss. Tschüss.