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Folge 472 · 3. September 2025 · 1:02 Std.

Fässer ohne Böden

mit Torsten Beeck

Was haben Papaplatte, Elon Musk und Mark Zuckerberg gemeinsam? Sie alle sind Thema in dieser Episode.

Ist die Zukunft der Creator Economy womöglich ihr Ende? Ist die Zukunft der vielen KI-Chatbots womöglich ihr Ende? Ist generell die Zukunft von Social Media das Ende? Eventuell. Vielleicht bleibt aber auch einfach nur alles schlimmer.

Kapitelmarken

KI-unterstützt:

  1. Hallo Torsten!
  2. Papaplatte streamt vom anderen Ende der Creator Economy
  3. Follow-up zu Jean Pormanove auf Kick
  4. X macht Stimmung gegen DSA
  5. Nikita Bier geht undercover
  6. X ändert API, verliert wichtige Partner
  7. Mastodon vs. Bluesky
  8. Meta stößt Konsolidierung an
  9. Nightshade vs. KI
  10. Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Thorsten.

00:07 Torsten Beeck

Hi Garin. Na, wie ist die Lage in Hannover? Die Sonne scheint, meine erste Amtshandlung nach meinem Urlaub ist mit dir zusammen zu sitzen, also das könnte schlimmer sein.

00:17 Gavin Karlmeier

Oh, ich hoffe, du bist dann schon überhaupt im Denkkosmos wieder angekommen. Und nicht noch auf Luftmatratzen über einen Pool treiben und abholt Spritz reinschütten, Modus.

00:27 Torsten Beeck

Ja, das wäre mir fast noch ein bisschen lieber, aber hier ist auch schön.

00:31 Gavin Karlmeier

Ich habe eine Geschichte mitgebracht, die also ein bisschen Wir haben ja, ich habe irgendwie, seit letzter, in letzter Zeit, mein Gott, ich kann auch nicht sprechen, als wäre ich auch noch im Urlaubsmodus, in letzter Zeit habe ich immer wieder so Geschichten hier auch mit gebracht, die so ein bisschen nicht direkt einfach nur darauf schauen, wie düster die Welt geworden ist und wie schlimm die ganzen Influencer, wie schlimm die ganzen Plattformen arbeiten, sondern auch wie schlimm InfluencerInnen arbeiten. Und davon habe ich heute direkt zwei Geschichten dabei und möchte mit einer Geschichte anfangen, über die der Spiegel sogar gepusht hat und die mit denen er aufgemacht hat im Netz. bei solchen Geschichten finde ich fast schon ein Kuriosum ist. Und zwar geht es um die Geschichte des Cutters hinter dem Streamer Papaplatte. Bist du da im Thema, Thorsten?

01:10 Torsten Beeck

Bist du der Streamer?

01:11 Gavin Karlmeier

Bist du auf der Platte?

01:13 Torsten Beeck

Ich bin weder der Streamer noch der Cutter, aber ich habe es tatsächlich auch mitbekommen. Aber hol uns mal rein.

01:21 Gavin Karlmeier

Also, die Geschichte ist die folgende. Viele StreamerInnen, wie zum Beispiel Papa Platte, der zu einem der größten in Deutschland gehört, die machen so sehr viel Twitch-Content und die haben dann immer so Leute, die für sie arbeiten. in der Regel für ein relativ überschaubares Gehalt, die dann aus den Livestreams Clips extrahieren, die die Streamer wiederum dann auf Social Media Plattformen verbreiten können oder auf YouTube. So, und im Fall von Papa Platte fing das Ganze aber so an, dass es jemanden gab, der das einfach mal so gemacht hat. Der hat einen YouTube-Account mit dem Namen Lattensepp gegründet und hat. . hat quasi Clips aus Papaplatte Streams hochgeladen. Papa Platte fand das gut und hat dann mit dem so einen Deal geschlossen. Und der Deal war anfangs, dass Papaplatte 75% der Einnahmen an dem Account kriegt und der, der den Inhalt macht. oder er stellt 25% behalten kann. Darauf hat er sich eingelassen. Pamabu heißt der Cutter oder eigentlich Paul Büse. Er hat sich darauf eingelassen, hat dann sozusagen die ganze Zeit Content geballert und hat damit ziemlich viel Geld verdient. Teilweise sogar Bis zu einem fünfstelligen Betrag pro Monat. Also tatsächlich ziemlich ordentlich dafür, dass er nur fünfundzwanzig Prozent bekommen hat. Das hat aber irgendwann Anfang 2024 Papa Platte gestört. Er hat gesagt, dieser Deal, den kann ich so nicht mehr tragen. Alle anderen Cutter kriegen deutlich weniger als du und im Zweifel bist du auch ersetzbar. Das sind so die Worte, wie Pamambu das selber sagt. Und hat einen neuen Deal mit ihm vereinbart, nämlich 3500 Euro im Monat plus 1,5% Einnahme. Darauf haben die sich wohl eingelassen, aber im Mai dieses Jahres hat Papa Platte diesen Deal dann vollständig beendet und hat die Zusammenarbeit auch beendet. Und Pamabu, der Cutter, hat daraufhin ein Video gemacht, in dem er ihm vorgeworfen hat, er hätte ihn gescamt. Warum ich die Geschichte aber mitbringe ist, du kannst erstmal deine Gefühle äußern, dann können wir das Ganze analysieren.

03:07 Torsten Beeck

Ja, ich Ich weiß gar nicht so richtig. Ich finde das erstmal auf den ersten Blick ist das natürlich so ein bisschen fies und es ist irgendwie auch ein bisschen traurig, wenn jemand quasi für Am Anfang wahrscheinlich für sehr, sehr wenig Geld und für sehr, sehr wenig Anteil, 25% von Null sind halt null und der hat wahrscheinlich am Anfang wahrscheinlich aus Enthusiasmus und Spaß dabei. viel Arbeit reingesteckt und irgendwann hat sich das auch ausgezahlt. Auf der anderen Seite, naja, dass man halt irgendwie Verträge kündigt oder diese Verträge, die irgendwie auch gar keine so richtigen Arbeitsverträge oder irgendwie Dienstleisterverträge waren, sondern einfach nur so eine Absprache, dass man irgendwann sagt: so ey, ich hab mir, ich überlege mir das nochmal anders, ist ja erstmal so per se sein Recht. Also so auf der rechtlichen Ebene finde ich es unproblematisch. Aber auf der emotionalen Ebene ist es natürlich irgendwie so ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, wenn der da irgendwie, weiß ich nicht, wie viele Millionen da im Jahr abfallen. dann sind natürlich 25 Prozent davon quasi nur fürs Schneiden, sage ich mal so, vergleichsweise viel Geld. Insofern, ja, da sind halt komische Machtverhältnisse. Da sind halt junge Cutter-Leute, die ja sogar wahrscheinlich Fans sind, die arbeiten für sehr wenig, zumindest am Anfang, und die Streamer verdienen ja wirklich teilweise Millionen. Und ja, das ist halt so ein bisschen das, was auch in der Creator-Ökonomie irgendwie entsteht und das noch so halbprofessionell halt passiert und dann fehlen da halt Verträge und dann gibt es irgendwie eher eine willkürliche Bezahlung. Ja, also ich habe da nicht ganz so viele Gefühle zu, muss ich sagen.

04:52 Gavin Karlmeier

Ja, ich so ein bisschen schon, weil ich ja Freiberufler bin Und sowohl Creator, also jemand, der ja sich auch freuen würde, wenn Leute für mich Videos schneiden und hochladen würden, das aus wirtschaftlichen Gründen, weil ich keine Millionen verdiene. kurzer Disclaimer, nicht so richtig in Frage kommt, gleichzeitig aber oft auch, also ich habe ich sag mal an anders, ich kann beide Seiten in diesem Game verstehen, finde aber, warum ich die Geschichte mitbringe, finde vor allem einen Punkt daran sehr interessant und das ist. Die jetzige Marktsituation, die jetzige Lage. Weil ich habe das Gefühl, und das deckt sich mit den Gefühl von sehr, sehr, sehr vielen Menschen, mit dem, mit denen ich so. ohne Mikrofon davor in den letzten Wochen gesprochen habe, dass eigentlich alle FreiberuflerInnen gerade ächzen und kämpfen und sagen Die Medienbranche hat gerade keine Berufe. Es gibt gerade nichts zu tun. Es gibt keinen Mut, es gibt keine Entwicklung. Es gibt der einzige Job, den wir haben, ist einmal im Monat in irgendwelche Unternehmen gehen und denen KI erklären, damit die uns gar nicht mehr brauchen. Das ist so die jetzige Realität. Und finde deswegen diesen Zeitpunkt dieser Geschichte so interessant, weil der so ganz viel aufmacht, der so. . der glaube ich gerade vor einer Veränderung steht. Also wir haben gerade, erleben, glaube ich, gerade eine Zäsur in dieser deutschen Creator Economy, die ja sehr häufig davon getragen ist, dass irgendwelche Medienunternehmen wie aber auch Papa Platte, der am Ende auch ein Medienunternehmen hat, eben einfach so Tagelöhner beauftragt und die TagelöhnerInnen, wir haben sehr lange davon einfach gut gelebt. Und stellen jetzt aber fest, dass die Konkurrenz durch Festanstellungen, durch irgendwelche Automatisierungen so groß werden, dass das alle Freiberufler, alle Freelancer draußen merken, glaube ich.

06:37 Torsten Beeck

Ja, also ich will auch gar nicht sagen, also es geht ja nicht darum, dass der nicht fair bezahlt werden soll. Ich kann jetzt auch nicht sagen, was der Deal, ob der Deal 3500 Fixum und irgendwie noch eine kleine Beteiligung, ob das ein vernünftiger, in einem vernünftigen Aufwand Leistungsverhältnis sozusagen steht. Und dass natürlich in solchen Konstellationen Leute einfach nicht gut bezahlt werden und eben auch nicht einen guten Vertrag oder gar keinen Vertrag haben, sondern der Vertrag ist so eine E-Mail, ja, machen wir erstmal so. dass das Leute in Schwierigkeiten bringt, gar keine Frage. Und dass dann irgendwie am Ende der die Leute, die im Hintergrund arbeiten, auch anständig bezahlt werden sollen und nicht nur die Leute, die ihr Gesicht an die Kamera halten und eben teilweise, wenn sie denn erfolgreich sind, das sind ja nun auch bei Weitem nicht alle, wirklich viel Geld verdienen, dass die Leute irgendwie auch ihren Fair Share bekommen, gar keine Frage. Aber ich.

07:35 Gavin Karlmeier

Alles andere an dem Fall, was du aufgemacht hast, dem stimme ich natürlich völlig zu. Also ich glaube auch, also sowohl der Typ, der, also der Katapamabu, dem ging es in der Zeit nicht schlecht. Aber auch der Streamer Papa Platte hat natürlich das Recht, so einen Deal irgendwann aufzukündigen. Die Frage ist so ein bisschen, wie geht man damit öffentlich um? Papa Platte hat jetzt einen Stream gemacht und hat das Video von Pamabu Live reacted, wie wir Twitcher sagen. Und er hat gesagt, er sieht auch, dass die Bezahlungsumstellung am Ende mega unfair gewesen sei, wie der Spiegel ihn zitiert. Aber es geht am Ende auch um Geld verdienen und er will dafür nicht über Leichen gehen, aber es tut ihm am Ende auch leid, wenn er das Gefühl bekommen habe, dass das passiert sei. Darunter hat aber jemand kommentiert und das ist ein Kommentar, den will ich noch so zum Schluss einmal mitbringen, weil der, glaube ich, die Geschichte auch ganz gut abschließt. Leute, die 1000 Euro pro Stunde verdienen, erzählen Leuten, die 12 Euro pro Stunde verdienen, dass Leute mit 30 bis 100 Euro pro Stunde viel zu viel verdienen. Und das ist so eine Beobachtung, die so in den Kommentaren auf dem Bahn geblieben ist.

08:34 Torsten Beeck

Ja, und das ist einfach, da gibt es in jedem Berufszweig, in jeder Branche wirst du genau diese Dinge finden, die am Ende natürlich irgendwie Ja, objektiv ungerecht sind. Auf der anderen Seite vermute ich, dass Papa Platte auch eine ganze Menge Aufwand in das gesteckt hat, was er da in den letzten Jahren aufgebaut hat. Ich glaube auch, das kostet Zeit, Energie, Ressourcen. Also insofern. Ja, ich das ist ja eine ganz grundsätzliche Frage. Ist es fair, wenn einer tausend Euro die Stunde verdient und einer Mindestlohn verdient? Die Frage kann man ja immer stellen.

09:10 Gavin Karlmeier

Muss man auch, weil man ja auch die Frage stellen muss, ob der Mensch, der Mindestlohn verdient, ob der nicht am Ende genauso viel Zeit, Energie und Ressource in seinen Job steckt wie ein Papaplatte, die nur anders einsetzt, weil er zum Beispiel damit eher der Gesellschaft nutzt als Jemand, der auf Videos reagiert.

09:25 Torsten Beeck

Total. Und das ist natürlich eine, also ne, da muss man auf ganz andere, da kommt man auf ganz andere Diskussionen. Aber natürlich ist so dieses Thema Cutter Das liegt natürlich auch so ein bisschen daran, dass das Fachwissen, das man dafür vor 20 Jahren oder vor 10 Jahren brauchte, um ein cooles Video zu machen. exponentiell höher war und dass es viel viel einfacher geworden ist, mit mit ich sag mal überschaubaren Fähigkeiten irgendwie ganz coole Clips zusammenzubauen. Werbung

09:55 Gavin Karlmeier

Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt. Doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt. Dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SAS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf nordlayer.

10:26 Torsten Beeck

com Und natürlich dann, damit auch das Risiko größer wird, dass man ersetzt wird.

10:34 Gavin Karlmeier

Ja. Und das führt aber dazu, dass du natürlich als Streamer, und damit kommen wir direkt ins andere Thema, wir haben vor zwei Wochen oder so schon mal über diese sehr düstere Geschichte gesprochen. dass du dir andere Dinge überlegen musst, wie du auffällt, wenn das mit Schnitt und Möglichkeit nicht funktioniert, sondern du dir dann halt inhaltlich was überlegen musst. Also wir haben hier über Jean Pommanof gesprochen, ein französischer Streamer, der auf Kick gestreamt hat, wie er zum Beispiel gequält wurde, wie er geschlagen wurde, wie er gemobbt wurde. Wir haben das Thema ausreichend diskutiert, aber es gibt so ein kleines Follow-up, zwei Follow-Ups zu der Geschichte. Denn zum einen wird nun in Frankreich durch die Staatsanwaltschaft KIK untersucht. Die schauen sich nämlich an, ob die Plattform möglicherweise wissentlich Videos von vorsätzlichen Angriffen ausgestrahlt habe und ob sie damit möglicherweise auch gegen den DSA verstoßen. Der nämlich Plattform, die verpflichtet, wenn sie mitkriegen, dass Leben oder Sicherheit von Menschen gefährdet ist, die Behörden benachrichtigen müssen. Und das ist hier ja ganz offensichtlich nicht passiert, denn der Tod des Streamers wurde live gestreamt.

11:39 Torsten Beeck

Ja, wobei man auch da sagen muss, das ist natürlich ein absolutes Extrembeispiel. Also mir ist jedenfalls nichts Vergleichbares bisher bekannt. Und so Reichweite durch totale Grenzüberschreitungen zu liefern und die Plattform gar keine Form von Regulierung ernst nimmt. Das ist sicherlich, also das Thema haben wir ja auf allen Plattformen, dass die Plattformen erstmal davon profitieren, von Aufmerksamkeit, von Reichweite, von Nutzern, die auf den Plattformen aktiv sind und die ja sich das kümmern das moderieren das scannen von inhalten oder eben auch dann tatsächlich irgendwie das blockieren von inhalten Meistens vergleichsweise spät passiert, weil es auch einfach ein Kostenfaktor ist. Und je kleiner die Flat, also Twitch ist jetzt nicht so ganz klein Aber auf kleineren Plattformen ist es natürlich auch einfach ein Riesenpreisthema.

12:28 Gavin Karlmeier

Aber auch auf Twitch wird super viel durchgelassen. Also ich hatte hier damals noch genau dasselbe gesagt wie du. Ich habe gesagt, ja, Twitch lässt ja ist ja relativ strikt in der Regulierung und in der Moderation und dann hatten wir im Discord, es gibt übrigens einen begleitenden Discord zu diesem Podcast, www. hakenrenn. org. Ungefähr 2000 Leute tauschen sich über diesen ganzen Kram her aus. Kommt alle vorbei. Es ist wirklich der schönste Ort im Internet.

12:51 Torsten Beeck

Ja, die sind aber auch sehr streng. Also wenn man mal was Falsches sagt, dann kriegt man da gleich Ärger.

12:56 Gavin Karlmeier

Nee, die sind sehr schlau und merken, wenn man etwas sagt, von dem man eigentlich keine Ahnung hat. Ja, das stimmt allerdings. Und die haben mir nämlich geschrieben, dass es bei Twitch extrem viele Beispiele für zum Beispiel Copyright-Verletzungen gibt. Also du findest Wahnsinnig viele Streams, auf denen irgendwelche Serien und Kinofilme dauerhaft in Schleife laufen. Trotzdem gibt es bei Twitch eben deutlich mehr Beispiele von Accounts, die offline genommen wurden, weil dort irgendwelche Dinge gezeigt wurden, die zum Beispiel nicht familienfreundlich waren. Nee, das meinte ich aber ja auch gerade.

13:24 Torsten Beeck

Also für eine Plattform wie Twitch, die müssen natürlich in Moderation und in Rechtemanagement und sowas investieren. Die sind aber eben auch wahnsinnig groß. Für kleinere Plattformen ist halt dieses ganze Moderationsthema ein wahnsinniges Problem, wenn die auf einmal skalieren. Also mit wenig Personal dann auf einmal erfolgreich zu werden. Das ist schon so ein Thema. Ich habe letzte Woche mit Rose Wang von Blue Sky gesprochen und war ehrlich gesagt vergleichsweise überrascht, dass Blue Sky 30 Mitarbeiter hat. Was so dieses ganze Thema, wir können keine Zugangsverwaltung für Kinder- und Jugendschutz gerade realisieren und müssen uns dann leider von bestimmten Staaten verabschieden in den USA nochmal in ein anderes Licht bringt, weil mir war es tatsächlich nicht bewusst, wie klein dieses Team ist.

14:20 Gavin Karlmeier

Und das ist natürlich fatal, weil du am Ende sowas nicht einfach nur mit Automationen auffangen kannst und das Content Moderation gar nicht skaliert. Ist ja einer dieser zehn Binsen, die zehn Grundgesetze von Haken dran eigentlich.

14:33 Torsten Beeck

Absolut, ja. Aber natürlich, solche Mechanismen führen dann am Ende auch wieder dazu, dass die Großen sagen: naja, gut, geht schon, über unsere Skalierung, unsere Größe, kriegen wir das gelöst. Für die Kleinen ist das halt tatsächlich ein Thema.

14:45 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist bei Kick aber offenbar Teil des Plans. Denn kurz nachdem die Geschichte dieses verstorbenen Streamers umging. gab es noch eine ähnliche Geschichte, nicht ganz so schlimm, aber trotzdem sehr drastisch und sehr, wie man sagt, explizit. . Und zwar geht es um Raya Jackson. Raya Jackson ist der Sohn Von Rampage Jackson, den du als alter Kampfsportfreund natürlich kennst. Der war nämlich UFC Halbschwergewichts-Champion. Quint Jackson natürlich. Naja, und der Sohn von ihm hat aber wohl auch Kampfsporterfahrungen, hat auch schon Einsätze als MMA-Kämpfer gehabt und der hat live bei Twitch, wurde er, äh bei Kick, Entschuldigung, wurde er gestreamt, wie er während einer Kampfspiele Sportveranstaltung von so Wrestlern, wie das bei Wrestling-Events üblich ist, ist viel der Gewalt, die dort stattfindet, eben nicht echt. Auf den in den Ring gestürmt und hat sehr gewaltsam einen der Wrestler dort angegriffen und auch auf den bereits ohnmächtig liegenden Wrestler eingestürzt. mit bis zu 20 Schlägen. Dieses Video wurde live gestreamt bei KI und war auch noch relativ lange danach online. Und da muss man sagen, dass solche Geschichten sich häufen bei dieser Plattform. Hat natürlich etwas damit zu tun, worüber wir gerade gesprochen haben. Die Leute sind gezwungen, sich extremere Dinge auszudenken, um aufzufallen, um sozusagen noch Geld zu verdienen. Aber dass das überhaupt möglich ist, liegt ja hundertprozentig in der Verantwortung der Plattformen.

16:06 Torsten Beeck

Ja, absolut. Und da kommen die Plattformen einfach auch nicht immer ihren Pflichten nach. Und die Plattformen akzeptieren es im Zweifelsfall auch, weil sie wissen, das ist auch nicht nur den Streamern und Creatern Aufmerksamkeit gibt, dann natürlich auch ihre Plattform Aufmerksamkeit bringt.

16:23 Gavin Karlmeier

Apropos Plattform und akzeptieren, wir müssen über X sprechen. Denn das war eine Überleitung, dafür kriege ich einen Preis, glaube ich. Den X hat über ihren Global Affairs Account ein etwas veröffentlicht, ein Statement, das also Das ist so, das quillt so über vor falschem Framing und ich geh mal kurz rein. Also, Ex schreiben selber. Gemäß dem Digital Services Act der EU müssen soziale Plattformen außergerichtliche Streitbeilegungsstellen in Anspruch nehmen, um Streitigkeiten in Zusammenhang mit der Moderation von Inhalten beizulegen. sogenannte Schlichtungsstellen. Die haben wir ja in Deutschland auch. Also bei der Bundesnetzagentur ist das zum Beispiel die User Rights, die das übernehmen. Für die Bundesnetzagentur, außergerichtliche Schlichtstelle. Dies kommt einer Umwandlung eines eigentlich geordneten und subjektiven Prozesses in etwas gleich, das eher an Wildwestjustiz erinnert, schreibt Ex. Ex sieht hier Risse im System, da sofort Mängel zutage treten, die die Unparteilichkeit und Unabhängigkeit dieser Stellen untergraben. Zum Beispiel, weil diese Stellen. Die gehen auf Ex zu, damit X die Entscheidung überprüft und Ex selber veröffentlicht jetzt. Wir kriegen überstürzte Fristen, wie sie schreiben. und sagen, dass eine dieser Schlichtungsstellen von einem Wettbewerber finanziert und mit Personal ausgestattet wurde. oder direkt von Staaten finanziert und betrieben wird. Was man hier also tut, ist dieses mit Dreckwerfen nach unabhängigen Stellen, um sozusagen, im Discord hatte jemand, ich glaube Koffe Hollik Natürlich, Schattenredaktorin Koffy Hollig, die ja quasi im Discord extrem viel Redaktionen übernimmt. Wir können das nicht genug würdigen, hat geschrieben, X macht den AfD-Move und diskreditiert unabhängige Stellen.

18:13 Torsten Beeck

Ja, aber das ist ja genau das, ne? Also, so eine Antiregulierungsschiene fahren, klassisches Delegitimieren von Institutionen Ich glaube, das ist eine ganz bekannte Masche auch von Radikalen letztendlich letztendlich Und das ist genau das, was Mastamatt macht, im Grunde genommen in Zweifel ziehen, dass diese Stellen überhaupt dazu in der Lage sind. Als Schlichtungsstellen zu fungieren.

18:41 Gavin Karlmeier

Genau, und damit überhaupt in Frage zu stellen, ob das Prinzip überhaupt so funktioniert. Sie schreiben, die Undurchsichtigkeit außergerichtlicher Streitballlegungsstellen ist nicht nur beunruhigend, sondern auch unfair.

18:52 Torsten Beeck

Ja, es kommen an die Tränen.

18:56 Gavin Karlmeier

Ja, also man musste aufpassen, weil ich hänge das so dran, weil wir in der letzten Episode über eine Anfrage des der AfD gesprochen haben zum Thema Trusted Flaggers. Und wie viele Meldungen durch Trusted Flaggers eigentlich kommen? Welche Trusted Flaggers die meisten Meldungen? gemeldet haben und welchem politischen Lager diese vermeintlichen Falschinformationen oder Falschmeldungen oder Volksverhetzungen auch auf den Plattformen zuzuordnen sind, mit dem Ergebnis Ein überwiegender Anteil der gemeldeten Inhalte sind rechtsextrem und nicht links oder linksextrem. Bedeutet also hier. . Es gibt einen ganz klaren Überhang, was man hier aber tut, wenn man diese beiden Bilder ja übereinander legt. . Und ich habe in der letzten Folge schon gewarnt, wir dürfen uns jetzt nicht von vor diesen Karren spannen lassen und dieses Framing übernehmen, ist, dass sich ein vermeintliches Bild ergibt, dass man versucht, einzelne politische Stimmen mundtot zu machen. und nicht die Realität anerkennt, dass es einfach deutlich mehr rechtsextreme Gewalt, zum Beispiel auch verbale Gewalt, gibt, als es eben aus dem linken Spektrum dasselbe gibt. Also dieser Versuch. diese Hufeisentheorie hier ins Internet zu tragen und damit zu verzahnen, dass man sagt, ja, und gleichzeitig sind die ganzen Behörden, die das verfolgen, auch alle in einem politischen Lager, ist ein relativ durchschaubarer Angriff auf die Regulierung.

20:15 Torsten Beeck

Ja, das sieht man ja auch in solchen Diskussionen, wenn es dann nicht nur um, ich sag mal, nur das Internet geht, sondern auch zum Beispiel um Anschläge. Also wenn man sich tatsächlich Straftaten gegen Leib und Leben oder schwere Brandanschläge oder so. Sowas anguckt, dann kann man auch sagen, ja, es gibt auch linksextreme Straftaten, aber eben um ein Vielfaches mehr rechtsextreme Straftaten und das kann man, das eine wird dadurch nicht besser. Aber man hat keine Legitimation, dadurch zu sagen, naja, von links passiert das auch. Vor allen Dingen eben dann, wenn man dann auf die absoluten Zahlen guckt. Wird halt ziemlich klar, dass das ganz unterschiedliche Probleme sind.

20:55 Gavin Karlmeier

Ich hoffe, dass unser Innenminister deinen Satz gerade gehört hat.

20:59 Torsten Beeck

Der hört Haken dran. Klar.

21:01 Gavin Karlmeier

Alle sind alle Hakis. Elon ist Haki, Dobrindt ist Haki, alle hören uns zu.

21:07 Torsten Beeck

Bin ich mir absolut sicher. Elon sowieso. Der ärgert sich dann immer. Jeden Tag. Der hat schon wieder über nicht gemästert.

21:14 Gavin Karlmeier

Meinst du, er kriegt morgens eine E-Mail, Elon, wir haben schon wieder über dich gesprochen.

21:18 Torsten Beeck

Der kriegt immer so ein Pressebriefing und da ist immer nur Haken drin.

21:22 Gavin Karlmeier

Seit drei Jahren. Nikita Bier, das ist der Head of Product bei X, über den haben wir ja auch schon gesprochen, relativ neu in dieser Position. Und wir wissen ja noch nicht so ganz genau, was er da macht, welche Verantwortlichkeiten er tatsächlich bekommt, welche Macht er an dieser Stelle auch bekommt. Aber der hat jetzt einen Post auf X veröffentlicht, in dem er geschrieben hat, der erste Schritt, um Spam zu eliminieren, ist den Anreiz zu beseitigen. Also bin ich in den letzten Wochen deep down in die Rabbit Holes von X-Spam eingetaucht und bin jetzt in drei WhatsApp-Gruppen für Finanzbetrug. Ich bin ihr Freund geworden. Ich weiß alles über ihre Familien. Ich kann meine Tarnung noch nicht auffliegen lassen. Also kurzum, der Head of Product für X. bei der Plattform, die eigentlich zur Everything-App werden sollte vor zwei Jahren, sitzt jetzt gerade in seiner Arbeitszeit vor allem in Finanzscam-WhatsApp-Gruppen, um sich anzuschauen, warum, was da passiert.

22:18 Torsten Beeck

Das klingt nach einem interessanten Hobby. Also es ist ja grundsätzlich, ich finde die Idee erstmal gut. Also zu sagen, wir müssen verstehen, welche Mechanismen da genutzt werden. Und warum dann solche Plattformen wie X quasi der Vermittler dieser Betrugsmaschen und so werden. Ist ja nicht die dümmste Idee, aber es klingt irgendwie auch so ein bisschen weird, dass der jetzt da so ganz tief selber eintaucht. Und vermutlich gibt es auch so zwei bis drei Experten. Die ihm das hätten auch einfach erklären können, welche Betrugsmaschen da so laufen. Und ich würde auch die Frage stellen, ob das ein Chef wirklich selber machen muss.

22:59 Gavin Karlmeier

Nein, da ist die Antwort relativ einfach nein. Stattdessen hat aber Ex angekündigt, schon vor einiger Zeit, dass die, also gefühlt passiert es alle drei Monate, weswegen wir da hier gar nicht mehr drüber sprechen, dass das API-Modell von X umgebaut wird. Wir erinnern uns damals, haben Sie irgendwann angekündigt, dass der Zugriff auf die API je nach Modell irgendwie 42. 000 Dollar im Monat kostet und hat damit so Apps wie Tweetbot oder Tritorific de facto unmöglich gemacht. Jetzt haben sie angekündigt, also zum Beispiel haben sie auch die Basisstufe auf 200 Dollar im Oktober schon erhöht. Und so wir haben darüber nicht gesprochen, weil Ey, egal am Ende. Aber sie haben jetzt aus der Gratis-API, die ja noch vorliegt, die gewisse Rate-Limits hat, weswegen sie zum Beispiel für App-EntwicklerInnen meistens nicht besonders sinnvoll sind zu nutzen, aber immerhin nützlich, um damit irgendwie so ein paar Dinge zu machen. wie zum Beispiel ein Erdbebenwarnsystem zu nutzen oder so. Aus der kostenlosen Version der API haben sie jetzt die Möglichkeit entfernt, Inhalte zu liken oder Menschen zu folgen. Das heißt, du kannst eigentlich kaum noch interagieren damit. Sondern du kannst damit eigentlich nur noch lesen.

24:06 Torsten Beeck

Ja, diese API-Sperren und die Preiserhöhungen, die da dranhängen, zerstören halt einfach das Entwicklerökosystem. Das ist ja im Grunde genommen genau das Gegenteil. von dem, was auf Mastodon oder auf Blue Sky passiert, einfach die Möglichkeit zu geben Hey, wir hier geht es gar nicht so sehr darum, dass wir nur eine App anbieten, sondern wir bieten halt ein Protokoll, wir bieten ein Ökosystem an und ihr könnt euch da anschließen. Wenn ihr Ideen für dieses Ökosystem habt, könnt ihr unsere Plattform oder unser Protokoll mitnutzen und auch ein theoretisch ein eigenes Geschäftsmodell dahinter finden. Wenn man das halt nicht will und wenn man halt eigentlich raus will aus diesen Schnittstellen und eher den Wallet Garden schaffen will, der innerhalb der App stattfindet, dann ist das nur folgerichtig. Aber man wird es nicht schaffen. gute Ideen von außen irgendwie auf die Plattform zu kriegen.

24:55 Gavin Karlmeier

Ja, aber es passiert dadurch noch was und das finde ich eigentlich. Und deswegen erzähle ich dir das oder euch, deswegen habe ich das mitgebracht. Denn later. Later ist eine der größten Suite-Tools zum Social Media Management, Cross-Plattformen. Also du kannst darüber auf allen möglichen Plattformen Dinge veröffentlichen und das ist so ein bisschen wie Buffer zum Beispiel oder Hootsuite. Es gibt mehrere dieser Tools. Later hat jetzt deswegen angekündigt, dass sie X komplett von ihrem System entfernen, weil es eben dadurch nicht mehr sinnvoll ist, mit Eggs zusammenzuarbeiten oder deren API zu nutzen. Das führt dazu, dass so Marken wie GoPro oder die Dallas Mavericks, wie TechCrunch schreiben, damit de facto nicht mehr auf X posten werden, wenn sie sich denn weiterhin auf Later verlassen. in der, in dem Social Media Management. Das finde ich ist schon eine ziemlich einschneidende Veränderung, wenn eben solche Tools, die vor allem für sehr große Brands interessant sind im Social Media Management, ex einfach keine Option mehr ist.

25:51 Torsten Beeck

Ja, das ist halt insofern interessant, wenn man so zurückdenkt, vielleicht so 2012, wo sich auch so Medienhäuser intensiver mit Social Media Plattformen beschäftigt haben, da war. Twitter halt erstmal das Wichtigste, was man haben wollte. Und alles andere kam dann so hinterher. Und dann, ach ja, da kann man dann vielleicht auch sogar Facebook-Posts machen, aber erstmal war es wichtig, irgendwie Twitter nutzen zu können. Die Frage ist natürlich, das ist wahrscheinlich ja auch eine Entscheidung, die bei Later so, ich sag mal, verschiedene Stufen durchlaufen hat. Eine Stufe wird vermutlich auch sein. dass Ex vielleicht nicht mehr so relevant ist. Und man deshalb sagt, okay, wir glauben nicht, dass uns die Kunden komplett weglaufen, wenn wir Ex da entfernen, weil inzwischen Plattformen wie TikTok und Instagram für unsere Kunden eigentlich wichtiger sind und Ex nur noch so ein nur so nebenbei noch läuft.

26:41 Gavin Karlmeier

Ja, und das erinnert mich daran, dass wir hier vor einigen Monaten, glaube ich, schon über eine Geschichte von SWOT. io gesprochen haben. Das ist ein ähnliches Tool aus Österreich, die gesagt haben, in ihren Zahlen ist Ex De facto nicht mehr existent. Es spielt keine Rolle mehr für ihre Kunden, aber auch für ihren Service im Gesamten. Ich finde, dass das eine sehr interessante Geschichte ist, weil das so ein bisschen einerseits, wie du sagst, die Relevanz von Ex für organisches Marketing oder Content Marketing so ein bisschen klar macht. Es ist sehr unwichtig geworden. Zum anderen aber auch zeigt, wie wie konsequent da diese ganzen Tools, die ja wirklich einflussreich sind am Ende, jetzt auch diese Entscheidung treffen können, dass sie sagen, ja, wurscht.

27:25 Torsten Beeck

Ja, also ich glaube, in Europa war Twitter eher eher so ein Medienpolitik-Ding. Und insofern, was da in den letzten zwei, drei Jahren halt abgelaufen ist, führt halt eben einfach dazu, dass es dann Dass man sich auch entscheiden muss, wo will man sein, auch als Unternehmen und in welchem Umfeld will man stattfinden. Ja. Gar nicht auch, ob da jetzt Mast mit zu tun hat oder nicht, aber Wenn auf einer Plattform weder Nutzer sind, beziehungsweise wenn dann da ein komplett toxisches Bizarro-Umfeld entsteht, dann will ich da mit meiner Marke ja im Zweifelsfall auch nicht mehr sein. Viele Firmen haben da ja auch einfach sowas wie so Kundenmanagement gemacht und mich will mitkriegen, wenn Leute über mich als Marke reden und so, das ist, glaube ich, deutlich Richtung Instagram gewandert.

28:19 Gavin Karlmeier

Ja. Und da habe ich gleich noch eine kleine Anschlussgeschichte direkt zu. Ich wollte nur noch ganz kurz erzählen, dass Sebu, der ist ein Haki aus dem Discord, der hat geschrieben, wie lange bis Klage von Mask? Weil Maske ja durchaus damals auch Unternehmen, die nicht mehr werben, verklagen wollte, wegen einem vermeintlichen Boykott. Das Later also jetzt hier die Ex-Unterstützung einstellt, könnte vielleicht tatsächlich Konsequenzen haben. Ich bin gespannt. Ja, das eine wäre so irre wie das andere. So ist es. Weil du gerade sagtest, die Leute wandern ja auch ab, es verändert sich was. Dazu gibt es eine ganz spannende Studie oder Umfrage. Die Wissenschaftlichkeit dieser Studie können wir gleich diskutieren. Ich bin selber kein Akademiker, deswegen Ha, egal. Nee, schauen wir gleich drauf. Über die Aast Technica berichtet. Und zwar haben sie die Schlagzeile geschrieben. Blueska ist jetzt die Plattform der Wahl für die Schlaf. für Wissenschaft. Das geht nicht nur ihm so eine Umfrage. Er gab, Twitter ist mittlerweile uninteressant und alle coolen Leute wechseln zu Blue Sky. Das ist deren Aufmacher des Textes und tatsächlich geht es um den. Meeresbiologen David Schiffman. David Schiffman ist nicht nur Meeresbiologe, sondern hat in den letzten Jahren als jemand gearbeitet, der andere WissenschaftlerInnen darin ausgebildet hat, über Twitter zu kommunizieren. Wie er sagt, über 2000 NachwuchswissenschaftlerInnen. wie man quasi auf Twitter seine Arbeit, seine akademische Arbeit publizieren kann, seine wissenschaftliche Arbeit verbreiten kann. Und er hat so das Gefühl bekommen, wie er sagt, dass hier irgendwie alles uninteressant geworden ist, die Nützlichkeit ist verloren gegangen und er hat die Angst, dass diese unglaublich wirkungsvolle Möglichkeit, die Welt mit Fachwissen zu verändern. jetzt verloren gegangen ist und hat aber dann das Gefühl bekommen, eigentlich, das war so sein Bauchgefühl, wandern gerade eigentlich alle zu Blue Sky Er hat einen sehr schönen Satz dazu gesagt. Er hat gesagt, wenn ich auf Blue Sky über Fische spreche, stellen mir die Leute Fragen zu Fischen. Wenn ich auf Twitter über Fische spreche, drohen mir die Leute, meine Familie zu ermorden, weil ich Jude bin. Und das ist so seine Beobachtung, die er sagt. Und hat deswegen gemeinsam mit der Sozialwissenschaftlerin, die heißt, habe ich auch aufgeschrieben, wie heißt sie denn? Wester auf jeden Fall mit Nachnamen. Kommen wir gleich zu Wester. Julia Wester hat zusammen mit der Fallwissenschaftlerin Julia Wester eine Umfrage durchgeführt unter anderen WissenschaftlerInnen. Sie haben eine Stichprobengröße von 813 Personen gehabt, die sie befragt haben. Man muss dazu sagen, es ist nicht besonders repräsentativ, sondern es sind Leute, die Sie ausgewählt haben. Es gibt einen bestimmten Bias, wenn sie Menschen kontaktiert haben und wahrscheinlich auch eine Beobachtung, aber sie sagen selber, es ging Ihnen gar nicht so sehr darum, wie die Erfahrung auf X heutzutage für die Leute ist, sondern wie die Erfahrung des Umzugs für sie war. dass sie zu Blue Sky gegangen sind. Und von diesen 813 Personen haben 90% der Befragten gesagt, dass sie in der Vergangenheit Twitter genutzt haben, um sich über neue Entwicklungen in ihrem Gebiet zu informieren. 85% von ihnen über berufliches Networking und drei Viertel von ihnen aber festhalten, gestellt haben, dass seit der Übernahme durch Mask jede berufliche Anwendung auf X an Nutzen verloren habe. Die Hälfte von ihnen hat immer noch einen X-Account, nutzt ihn aber selten bis gar nicht mehr. 40% von ihnen hat den Account sogar komplett gelöscht, um auf Blue Sky zu publizieren. Und Ass Technica nimmt das ein bisschen zum Anlass, um zu beobachten, scheinbar oder anscheinend ziehen die Leute gerade alle zu Blue Sky, die. Eggs zur wissenschaftlichen Kommunikation genutzt haben. Finde ich super interessant.

31:32 Torsten Beeck

Das ist natürlich tatsächlich interessant und ich meine, für Twitter, Twitter war halt. War halt mal das Wohnzimmer für viele, auch für Wissenschaftler.

31:40 Gavin Karlmeier

Er sagte, es war seine Cocktailparty.

31:42 Torsten Beeck

Okay, Cocktailparty. Cocktailparty ist auch nett und dann natürlich auf einer Cocktailparty, also gerade wenn man weiß ich nicht, wenn man Meeresbiologe ist. dann ist die Crowd, die man da international versammelt, wahrscheinlich überschaubar groß. Und die Leute, die tatsächlich spannend sind und denen man folgen kann, Die kann man wahrscheinlich wirklich auf eine große Cocktailparty einladen, um sich zu vernetzen. Ja, ich meine, das ist jetzt gar nicht so negativ, aber ich erzähle, habe früher mal die Geschichte erzählt von einem Bekannten von mir, dem ich irgendwann erzählt habe, was dieses Twitter eigentlich ist. Und der Arzt ist und gesagt hat, boah ja, weiß ich nicht, kann ich gar nichts mit anfangen. Und der irgendwann sich einen Twitter-Account trotzdem angelegt hat und ein halbes Jahr später sagte: Ja, ich folge da irgendwie nur 50 Leuten, aber das sind eigentlich so die 50 Leute, die in meinem Fachgebiet die relevanten sind und eigentlich teilen die auch die spannendsten Studien und ich bin ehrlich gesagt, das ist jetzt das, also das ist Deutlich mehr als zehn Jahre her, aber der sagte dann irgendwie, ja, ich bin eigentlich jetzt am überlegen, ob ich die Fachzeitschriften direkt abschalte. Weil eigentlich bekomme ich da alles, was ich brauche, hübsch vorsortiert und kommentiert und ich kann sogar noch bei den Kollegen nachfragen. Also das ist Das war so und wenn sich das jetzt verschiebt auf eine andere Plattform und ehrlich gesagt, ja, und Wissenschaftler fanden ja schon immer irgendwie offene Plattformen gut und die Möglichkeit auch zum Beispiel mit meinen Follower irgendwann mal umzuziehen und meinen Zugriff auf mein Content zu haben und all diese ganzen Dinge. Die halt so eine Plattform wie Blue Sky bietet. Insofern finde ich das jetzt auch durchaus nachvollziehbar. Also dafür muss noch nicht mal so ein toxisches Klima, wie es auf Exis, überhaupt vorhanden sein. Solche Plattform, die mir viele Rechte als Nutzer geben und viel Flexibilität und verschiedene Clients und so, sind für Wissenschaftler ja erstmal interessant.

33:29 Gavin Karlmeier

Lieber Rechte als Nutzer als rechte Nutzer.

33:33 Torsten Beeck

Ja, genau das. Ja, und ich meine, BUSTA ist offensichtlich kleiner, aber wenn es für die Community auch nur Teilbereichen von Teilbereichen von Wissenschaftlern relevant ist. Und da mehr Engagement stattfindet mit weniger Followern und die richtigen Leute einem da folgen, ist es halt trotzdem dann die spannendere Plattform für einen selbst. Also es gibt ja trotzdem noch so dieses Es gibt ja einmal die Vernetzung in der Community selbst mit Fachkolleginnen und Kollegen. Die Frage ist halt, erreicht man dann auch Leute darüber hinaus? Also gibt es auch so etwas wie Wissenschaftskommunikation? Und dafür braucht es dann natürlich auch breitere Kreise als nur die Leute, die im eigenen Fachgebiet sich bewegen.

34:14 Gavin Karlmeier

Total. Also auch, und ich finde der wichtigste Punkt ist, was du sagst, dass man weiß, für wen man das da macht, weil wir inzwischen ja so eine totale Segmentierung der sozialen Netzwerke erleben. Also Es ist ja gar nicht mehr so, dass es diesen einen Punkt gibt, an dem ich publizieren muss, dann wird das schon gelesen. Das war vor fünf Jahren, war das noch so. Also vor fünf Jahren habe ich einen Tweet geschrieben. Und wenn der Tweet irgendwie gut war, dann habe ich den am nächsten Tag auf irgendeiner Sammlungsseite bei Instagram gesehen oder irgendjemand bei stern. de hat daraus einen Artikel gebaut. Das sind alles so Geschichten, die ja heute eigentlich. . quasi nicht mehr passieren. Das passiert heute mit einem TikTok-Video mal, aber diese einen Marktplätze, in denen das Internetleben stattfindet, die erlebt man so gar nicht mehr.

34:56 Torsten Beeck

Absolut, ja, ja. Und das, was du beschreibst, das kenne ich auch irgendwo her.

35:01 Gavin Karlmeier

Das war mein Leben. Deswegen habe ich diesen Podcast hier angefangen. Weil ich dachte, irgendwo muss ich ja meine blöden Witze noch. verbreiten können. Interessant finde ich aber, dass Schiffman hier in dem Artikel auch nochmal zum Thema Interaktion was sagt. Denn er sagt, dass. früher Twitter für seine Publikation immer unter den Top 3 der Traffic-Quellen gewesen ist, seitdem Musk Twitter übernommen hat, aber nicht mehr mehr in der Top 10 auftaucht. Trotzdem erleben Sie, oder stattdessen erleben Sie aber gerade, dass bei Blue Sky hundertmal so viele Seitenaufrufe generiert wird wie mit Twitter, obwohl der Blue Sky-Account deutlich kleiner ist als der Ex-Account. Und das ist ja eine Beobachtung, die ganz, ganz viele teilen. Wir haben ja schon mit mehreren Leuten gesprochen, die im deutschsprachigen Raum halt vielmehr dann im Fiddiverse verbreiten, also über Mastodon etwas posten und da in Zahlen vielleicht einen Bruchteil von dem potenziell erreichen können, was sie bei X hätten erreichen können, aber in absoluten Aufrufzahlen deutlich mehr Conversion erleben, als sie bei X noch hätten. Das sehen wir ja auch.

36:03 Torsten Beeck

Also wir haben eine deutlich aktivere Mastodon-Community als das, was noch irgendwie von X. übrig bleibt, mal davon abgesehen, dass wir da nicht mehr so richtig aktiv sind. Aber das ist auch einer der Gründe, warum das dann auch für für Creator oder für Medienschaffende irgendwann auch einfach keinen Sinn mehr ergibt, auf diesen Plattformen aktiv zu sein, wenn man dann die richtigen Leute auf kleineren Plattformen trifft. Es wird nur viel, viel schwieriger, das zu steuern und das damit irgendwie umzugehen, weil man eben seine Augen irgendwie auch nicht immer überall haben kann. Das war alles ein bisschen einfacher, als es nur Twitter und Facebook gab.

36:38 Gavin Karlmeier

Ja, aber jetzt hast du gerade gesagt, Blue Sky ist eine offene, dezentrale Plattform. Das ist ein Punkt, über den sich viele streiten im Moment. Und wer sich in diese Diskussion auch eingebracht hat, ist Eugen Rochko. Mastodon-Gründer. Der hat nämlich unter dem Post, dass Blue Sky in Mississippi nicht mehr erreichbar ist, gepostet. Das ist der Grund, warum echter Dezentralismus zählt. Denn niemand kann das Fediverse in Mississippi blockieren. Das ist natürlich ein bisschen polemisch, muss man dazu sagen, denn auf der einen Seite kannst du auch. . Fidiverse Instanzen einzeln dazu zwingen, Ausweisprüfungen durchzuführen und damit de facto sogar dazu führen, dass einzelne Instanzen dort gar nicht mehr erreichbar sind, weil sie eben diese Überprüfungen von Personalausweisen nicht durchführen. können oder wollen oder beides. Aber auf der anderen Seite ist das ja ein Vorwurf, den Blue Sky sich immer wieder gefallen lassen muss, dass sie für die echte dezentrale Infrastruktur jetzt nicht so viel getan haben, wie sie hätten tun können im Aufbau ihres Protokolls.

37:37 Torsten Beeck

Ja, das mag sein. Ich verstehe auch die Kritik, aber ich glaube, das, was die da machen, ist Zum einen, es ist, glaube ich, auch ein bisschen für die Show. Es soll, glaube ich, auch ein bisschen, ich glaube, es gibt die realen Gründe. Es ist eben gar nicht so einfach eine vernünftige Altersverifikation zu machen. Ich glaube, das geht gar nicht so sehr um die Altersverifikation. Was ich glaube, wogegen die sich wehren, ist vor allen Dingen, dass es eine Verifikation aller Nutzer ist und am Ende auch eine daraus irgendwie eine Datenbank entsteht mit allen Nutzern, mit Klarnamen, mit Ausweis und allem, was da so dran hängt. Also es geht nicht nur um die reine Also es gibt ja Lösungen, die auch zumindest pseudonym zulassen, dass man eine Altersverifikation macht. Das, was die da in Mississippi geplant haben, wenn ich das richtig verstanden habe. Läuft eher auf eine, der Staat reguliert den Zugang zum Internet Variante hinaus. Und ich glaube, da ist steckt mehr dahinter als nur das reine, ja, wir haben keine Lust, hier Altersverifikation zu machen. Ich glaube, das Alles das, was ich da bisher drüber gelesen und gehört habe, deutet eher darauf hin, dass die durchaus bereit sind. Also die haben das ja zum Beispiel auch in UK umgesetzt. Da gibt es das ja auch. Die haben ja nicht gesagt, das geht nicht, sondern die haben nur gesagt Zu den Spielregeln, die da in Mississippi verlangt werden, sind wir nicht bereit, Nutzerdaten abzugeben, dann verzichten wir lieber darauf, dass die Nutzer da Zugriff drauf haben.

39:10 Gavin Karlmeier

Ja, der größte Unterschied war vor allem, dass Mississippi eben nicht nur eine Personal. für Inhalte für Erwachsene vorschreibt, also dass du sozusagen, wenn du pornografische Inhalte verfügbar machst, dass du da eine Passwall hast davor, sondern dass es eben für alle Social Media Plattformen eine Personalausweisüberprüfung geben soll, die deutlich weitreichender wäre als eben das, was in UK der Fall ist. In UK darfst du als bei Reddit Bestes Beispiel gibt es einzelne Subreddits, die sind als Not Safe for Work klassifiziert und damit du die sehen kannst, musst du dich verifizieren. Für alle anderen eben nicht. Und das ist der Unterschied.

39:46 Torsten Beeck

Und das ist halt schon, also das eben genau das ist der Unterschied, dass es eben kein genereller, äh, keine generelle Verifikation für Internetzugang ist. Und man kann, also ich bin durchaus auch skeptisch, was diese Altersverifikation grundsätzlich angeht. Also ich finde das total vernünftig, dass man sich darüber Gedanken macht, wie man Kinder vor Inhalten schützt, die sie nicht sehen sollten und auf die sie keinen Zugriff haben sollten. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob die bisherigen Modelle wirklich so gut funktionieren, dass man nicht am Ende einfach sehr, sehr, sehr, sehr große Datensammlungen generiert, auf die irgendwann mal jemanden Zugriff hat.

40:22 Gavin Karlmeier

Ja, und wir müssen uns diese Gedanken machen, weil dieser eine kleine Vorhang, den es früher in Videotheken gab, den hast du im Internet eben nicht.

40:29 Torsten Beeck

Genau, und deshalb ist es auch richtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Kinder schützt, und das ist gar keine Frage. Nur wenn man gleichzeitig halt sieht, was in den USA für ein Regime momentan auf diese Daten dann im Zweifelsfall zugreifen kann. Braucht man halt irgendwie Lösungen, die eben nicht dazu führen, dass man den Internetzugang nur noch nach Ausweiskontrolle hat.

40:53 Gavin Karlmeier

So ist es, ja. Kommen wir zum Meta. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf komme, wenn wir über seltsame Datensammlungen sprechen. Es gibt ein, so eine Geschichte, die schiebe ich schon seit ein paar Tagen vor mir her, weil ich immer so dachte, ja, ist vielleicht gar nicht so groß als Meldung. Durch eine neue Recherche, die die Information aber vorgelegt hat, muss man sagen, offenbar wird die Geschichte doch ein bisschen größer. Also es ging vor einigen Tagen die Meldung rum. Wie gesagt, hier nicht besprochen wegen. Vielleicht egal, dass Meta offenbar einen Deal mit Google eingeht, um Cloud-Services einzukaufen. Und zwar für etwa 10 Milliarden Dollar innerhalb der Schule. von ich glaube sechs Jahren. Also man will für 10 Milliarden Dollar Serverkräfte von Google einkaufen, weil Meta mit den eigenen Kapazitäten dort nicht nachkommt. Ja, kann man erstmal sagen, ja gut, soll sie machen, egal. Kann passieren. Jetzt kommt aber die Geschichte, die The Information eben mitgebracht hat und Reuters hat auch darüber berichtet. dass Meta wohl plant, die eigenen Chatbots aufzubohren und dort sowohl eine Kooperation mit dem Gemini-Modell von Google als auch mit ChatGPT von OpenAI mit einzubauen. weil man eben offenbar mit dem Stand der eigenen Modelle nicht zufrieden ist. Jetzt könnte man unter diesem Hintergrund. Könnte man noch was eine andere Nachricht vorlegen, dass Apple selber es nicht geschafft hat, ein funktionierendes AI-Modell vorzulegen und deswegen mit OpenAI und offenbar auch, wie es heißt, mit Google kooperieren möchte. . um auf die Modelle, auf die Geräte diese Modelle, dieser Anbieter mitzubringen. Und wenn wir das jetzt mal, wenn Apple und Meta beide das tun, also laut Reuters will Meta das nur tun, bis die eigenen Modelle soweit sind als Übergangslösung. Aber sind wir jetzt an diesem Punkt, wo diese, wie heißt es, es gibt so einen Fachbegriff dafür, wenn der Markt sich am Ende so ausdünnt und es am Ende so den einen oder die zwei großen Bewerber gibt und alle anderen sozusagen links und rechts wegfallen? Ah, wie heißt das denn nochmal? Komm gleich drauf. Ich weiß gar nicht, was du meinst. Ja, ich hab's gleich. Erzähl erstmal, was du sagst. Nee, warte mal. Ich sag's dir gleich.

42:54 Torsten Beeck

Okay, du sagst mir das. Ja, ich kann dir das, also zu dem Cloud-Thema würde ich sagen, das ist wahrscheinlich eine vernünftige Lösung, auf Ressourcen zuzugreifen, wenn ich selbst gerade noch nicht die entsprechenden Rechenzentren habe, die ich brauche. Und da irgendwie bei der Konkurrenz, in Anführungsstrichen, Google Ressourcen einzukaufen, das finde ich tatsächlich unproblematisch und ja, ist wahrscheinlich eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Um Engpässe zu. Wenn jemand übrigens hier blau licht, wollte ich gerade sagen, im Hintergrund wird es bei uns, es ist bei uns. Es ist in Hannover. Wir arbeiten gegenüber der medizinischen Hochschule, da kann auch mal ein Hubschrauber hier übers Büro fliegen.

43:34 Gavin Karlmeier

Ähm, wenn du die Lage eingerissen hat, zum Beispiel.

43:38 Torsten Beeck

Also tatsächlich so ne, du reine, reine Google Cloud-Dienste oder AWS-Dienste oder so zu nutzen. Ja, gut. Das ist halt, das bietet halt eine Möglichkeit, schnell zu skalieren. Aber natürlich der Zugriff von Meta, aber auch von Apple Auf andere Sprachmodelle ist natürlich gerade bei Meta interessant, weil die natürlich eigentlich ihr Lama-Modell pushen wollen und jetzt aber wohl doch zumindest kurzfristig Hilfe brauchen. um gute Produkte anbieten zu können. Also da könnte man daraus schließen, dass Meta in der Entwicklung hinterherhinkt und das auch nicht genug schnell genug aufbauen kann und auch 100 Millionen Jobangebote Also 100 Millionen Dollar Jobangebote. Auch bis zur Milliarde.

44:23 Gavin Karlmeier

Wir hatten ein Angebot mit einer Milliarde auch dabei.

44:25 Torsten Beeck

Ja, ja, ja. Ja, ja, also für eine Milliarde würde ich es auch machen. Aber also, das ist einfach, da sieht man einfach. Es geht offensichtlich nicht anders, wenn man nicht Abstriche bei den Produkten machen will. Das ist wahrscheinlich auch Vernünftig?

44:44 Gavin Karlmeier

Also ich habe zwei Beobachtungen zu diesem Thema. Das eine ist die Frage, sind wir jetzt, und jetzt habe ich den Begriff nämlich gefunden, befinden wir uns jetzt schon in der Konsolidierung? Also sind wir an der.

44:55 Torsten Beeck

Ist das nicht das gleiche wie Marktbereinigung?

44:58 Gavin Karlmeier

Konsolidierung, okay. Könnt ihr wahrscheinlich jetzt schon im Discord unter wwwhhagnann. org nachlesen, ob das so ist. Da steht wahrscheinlich auch schon Konsolidierung und dann wird es gelöscht in dem Moment, wo ich es gesagt habe. Weil also das übliche Marktverfahren ist halt, ganz viele Leute bieten das gleiche Produkt an oder ein ähnliches Produkt, haben irgendwelche eigenen Ideen, verändern irgendwas. Am Ende setzen sich ein, zwei, drei große Player durch und alle anderen gehen entweder in denen auf oder pleite. Und diese Konsolidierung am KI-Markt. Die könnte ja jetzt schon bevorstehen. Wir könnten an diesem Punkt sein, wo offenbar sich Gemini und ChatGPT sich durchsetzen. Es gibt natürlich noch so ein paar kleinere Player, wie eben Claude oder Perplexity oder so. Aber dass selbst Meta als einer der größten Player, die dabei sind, ich habe auch Grog übrigens vergessen, dass Meta als einer der größten Player jetzt sozusagen anerkennt, dass die anderen besser sind. passt vor dem Hintergrund, dass diese Bemühungen, die Zuckerberg selber in diesen Markt da so reingelegt hat in den vergangenen Wochen, passen nur dann zusammen, wenn man sagt, okay, man hat hier offenbar anerkannt, dass man es nicht so schnell hinkriegt. Die zweite Frage oder Beobachtung, die sich daran anschließt, ist, nutzt man dann die Informationen, die aus diesen Modellen entstehen, um das eigene Modell besser zu machen und die irgendwann möglicherweise nicht mehr nutzen zu müssen? Oder ist das gänzlich ausgeschlossen? Weil ich kann mir schon vorstellen, dass die Ergebnisse, die dann Gemini und ChatGPT in dem Meta-Umfeld generieren, dass die Meta durchaus auch mitschreiben könnte.

46:33 Torsten Beeck

Ja, ich überlege gerade, ob das irgendwie Sinn ergibt und ob die Sprachmodelle so funktionieren.

46:39 Gavin Karlmeier

Ja, also im Fall von Deep Seek war das ja so, dass die vor allem trainiert wurden mit extrem vielen Anfragen bei Chat-GPT und die dadurch sozusagen angereichert wurden. Auch bei Grog war das so ähnlich. Es gab am Anfang sogar Screenshots, dass Grog geantwortet hat. Dass das gegen die OpenAI-Richtlinien verstößt, was man da gerade von möchte.

46:57 Torsten Beeck

Stimmt, stimmt. Also, wie gesagt, das ist ja eher so ein Thema, wo man sagen würde, naja gut. Die haben halt erkannt, dass sie zurückliegen und dass sie jetzt investieren müssen. Ich glaube, die Investitionsbereitschaft hat man in den letzten Wochen und Monaten gesehen, auch diese irren Gehälter, die da aufgerufen werden und so. Und am Ende dieses ganze Thema, also dieses ganze KI-Rennen wird ja auch nicht nur über die Modelle entschieden, sondern auch über Rechenleistungen und diese ganzen Themen, die da so dranhängen. Und wenn man jetzt sagt, wir können für unsere Nutzer bessere Produkte bauen, wenn wir die Language-Modelle der Konkurrenz gerade nutzen, Weil wir Zeit brauchen, bis unsere Produkte genauso da und unsere Modelle genauso gut sind. Ich glaube, entschieden ist das noch nicht. Das wird noch eine ganze Zeit dauern und da hängt eben auch noch mehr dran. Da hängt ja dann vor allen Dingen auch, wenn es darum geht, Wenn du von Konsolidierung sprichst, hängt ja dann auch so ein bisschen die Frage dran, kann irgendwann da jemand mit Geld verdienen? Und vielleicht kann Meta mit Nutzern Geld verdienen, der sich auf der Plattform bewegen. Und da ist halt KI ein Teil, und das Geld wird in anderen Viewports quasi verdient. OpenAI verdient momentan, glaube ich, verdammt wenig Geld.

48:20 Gavin Karlmeier

Ja, die verdienen sehr viel Minusgeld im Moment.

48:22 Torsten Beeck

Eben, also die drei Abonnenten, die vergleichsweise zu der Gesamtzahl der Nutzer da sind, das ist halt ein Fass ohne Boden, mal abgesehen von der dass es auch ökologisch ein Fass ohne Boden ist, wenn man sich das anguckt, was da an Rechenkapazitäten gerade passiert. Aber momentan verdienen die ja kein Geld. Und ich glaube, die grundsätzliche amerikanische Sichtweise ist ja so ein bisschen, ist erstmal scheißegal, ob wir Geld verdienen. Wenn wir genug Nutzer haben, wird uns schon irgendwann einfallen, wie wir damit Geld verdienen können. Das ist, glaube ich, auch ein ganz guter Ansatz. Aber das ist schon echt ein verdammt teurer Spaß, was OpenAI da gerade finanzieren muss. Und ich glaube, dass also jetzt schon, also die liegen momentan ein bisschen vorn. Aber ich würde sagen, da gucken wir mal in zwei, drei Jahren drauf, wer am Ende tatsächlich da auch ein Geschäftsmodell draus bauen kann und am Ende tatsächlich auch wirklich die besten Produkte.

49:16 Gavin Karlmeier

Hey Siri, erinnere mich in zwei Jahren an Marktkonsolidierung KI.

49:22 Torsten Beeck

Ja, ey, also wenn man mit einem Produkt Stand jetzt einfach kein Geld verdienen kann, dann kann das Produkt noch so gut sein. Irgendwann brennt das halt ab. Und im Moment glauben halt alle daran, dass OpenAI da echt einen guten Job macht. Und man hat ja gesehen, wenn dann sowas wie Deep Seek auf einmal um die Ecke kommt, was das dann mit mit den mit diesem Glauben und mit diesen Versprechungen letztendlich macht, ne? Und wenn auf einmal der Nvidia-Marktwert mal kurz so Bang macht, ähm Das also da wäre ich vorsichtig.

49:58 Gavin Karlmeier

Aber mit einem Produkt, mit dem du kein Geld verdienen kannst, würdest du jetzt bei der Sparkasse auch nicht unbedingt Kredit kriegen, sag ich mal.

50:05 Torsten Beeck

Nee, bei der Sparkasse nicht, aber offensichtlich ja bei Microsoft und anderen Investoren.

50:09 Gavin Karlmeier

Dann gehen wir da mal hin. Es gibt aber auch so einen Versuch jetzt gerade von der Universität Chicago. KI gegen KI aufzuhetzen. Sie haben zwei Tools nämlich vorgestellt. Das eine Tool schon vor einiger Zeit, das andere Tool jetzt. Das heißt Nightshade. Und Glaze. Das sind Tools, mit denen Kunstwerke im Nachhinein so bearbeitet werden, dass sie fürs menschliche Auge aussehen wie das Kunstwerk, das man sieht. Für die KI, aber also auf Pixel-Ebene beispielsweise, aber völlig anders, was dazu führt, dass du damit KI-Trainingsdaten vergiften kannst. Das ist so ein Versuch von denen, der aber am Ende natürlich auch den Ansatz wählt, dass KünstlerInnen ihre Kunst schützen können vor dem Eingriff durch KI-Training und KI-Crawler. Ja, klingt ganz spannend. Finde ich auch wahnsinnig interessant. Wie das ganz genau funktioniert, ich habe es nicht so ganz genau verstanden, ehrlicherweise. Also, das klingt auf jeden Fall komplex.

51:07 Torsten Beeck

Ich finde das insofern ganz interessant. dass wir werden uns mit diesen ganzen Themen auch noch auf einer anderen Ebene beschäftigen müssen und zwar wie stellen wir sicher, dass wir irgendwie rausfinden, was ist KI und was ist nicht KI. Und da wird so dieses ganze Bilder in irgendeiner Weise zu signieren, für Maschinen lesbar zu machen, ohne dass das offensichtlich für das menschliche Auge ist. glaube ich, in den nächsten Jahren ein großes Thema werden, weil es einfach immer schwieriger wird, nachzuvollziehen, ist das ein echtes Bild. Wer hat denn das gerade? Wo? Ich weiß gar nicht, es ist mir heute Morgen irgendwie so im Scrollen irgendwie über den Weg gelaufen, dass irgendjemand ein Selfie mit Taylor Swift gemacht hat vor einigen Jahren. Und ja, dieses Bild sieht halt aus wie ein Selfie mit Taylor Swift. Ein bisschen verschwommen und man weiß nicht so richtig. Wenn du mir jetzt dieses Foto zeigen würdest, würde ich als erstes denken, ist wahrscheinlich KI. Und es wird wahnsinnig schwierig, selbst so banale und eigentlich politisch und gesellschaftlich unwichtige Themen wie ich habe ein Selfie mit Taylor Swift. zu verifizieren.

52:17 Gavin Karlmeier

Und das wird, glaube ich, sogar noch, und das ist, glaube ich, das größere Einfallstor für Desinformationen als die großen Sachen. Also ein Papst in Pufferjacket Easy, zu identifizieren, selbst wenn es gut aussieht, wer da drauf reinfällt. Klar, wir können nicht von allen die gleiche Medienkompetenz erwarten, aber ist schon ein anderer Liga sozusagen. Wenn du aber so Kleinigkeiten nimmst, ne? Wir haben über die kleinen Häschen auf dem Trampolin gesprochen. Das Beispiel mit dem Taylor Swift Selfie. Eigentlich alles, was so. nicht so eine gewisse Interessenschwelle überschreitet, wird am Ende viel schwieriger zu identifizieren sein, weil es viel egaler ist.

52:59 Torsten Beeck

Und das wird nur irgendwie technisch gehen, weil man das gar nicht mehr anders hinkriegt. Also die Häschen, die sind jetzt wirklich total egal. Und es fallen einem ja im schlimmsten Fall durchaus auch Themen ein, wo man gezielt öffentliche Meinungen mit genauso Kleinkram beeinflussen kann.

53:17 Gavin Karlmeier

Absolut. Für die, die es verstehen, also das Tool Nightshade das aus dem Glaze-Projekt stammt, funktioniert so, dass ein Open-Source-Framework für maschinelles Lernen mit dem Namen PyTorch genutzt wird, um zu identifizieren, was sich auf einem Bild befindet. Und dann wird ein Tag hinzugefügt, das das Bild auf Pixel-Ebene so subtil verändert, dass andere KI-Programme etwas anderes sehen als das, was da steht. Beispielsweise könnten menschliche Augen ein schattiertes Bild einer Kuh auf einer grünen Wiese weitgehend unverändert sehen, aber ein KI-Modell könnte eine große Lederhandtasche sehen.

53:53 Torsten Beeck

Was ein bisschen witzig ist, aber gut.

53:55 Gavin Karlmeier

Ja, gut. Es gibt auch Menschen, die in einer Kuh eine Lederhandtasche sehen, aber das ist.

53:59 Torsten Beeck

Ich wollte gerade sagen, es ist einfach nur ein Blick in die Zukunft für die Kuh.

54:02 Gavin Karlmeier

Wow! Wir sind heute wirklich Doll unterwegs, aber mit der Stimmung gehen wir hier direkt hin. Funktionen und Emotionen. Pool wird ein Tool sein, über das wir hier vor einiger Zeit schon mal gesprochen haben, mit dem du die Screenshots auf deinem Telefon sortieren kannst. Also es wird mit Hilfe von KI Auf deinem Telefon analysiert, ob die Screenshots, die du auf deinem Telefon gespeichert hast, wichtig sind oder nicht. Sortiert sie für dich vor und dann kannst du sie löschen. Soweit, so bekannt, haben wir schon drüber gesprochen. Schon seit über einem Jahr gibt es eine Warteliste und ich bin immer noch nicht drin. Also Man weiß es nicht, aber einer der Entwickler von Pool hat jetzt mal einen Post gemacht, in dem er gesagt hat, dass sie eine neue Login-Methode für dieses Tool entwickelt haben, nämlich. . Login with screenshots. Also offenbar, wir wissen nicht ganz genau, wie es funktioniert, aber meine These ist, dass offenbar der Auswahl der Screenshots, die du auf dem Telefon hast, so unik und einzigartig ist, dass du dich damit in diesem Tool ausweisen kannst. Das sehe ich total bescheuert.

55:09 Torsten Beeck

Ähm, also erstmal. Ich Mach Screenshots und dann sind die irgendwie in iOS, aber auch in Android in einem Ordner Screenshots. Ganz wenige, kann ich dir sagen, weil ich nämlich aufräume und ich nicht so viel mit dem Mist. Ich brauche Pulle, ich bin da überhaupt nicht Zielgruppe, aber ich gucke. Also ich finde sowas ja ganz praktisch manchmal, um Dinge zu finden. Aber wo gibt es denn hier bei mir Screenshots? Es gibt überhaupt keine Screenshots.

55:38 Gavin Karlmeier

Bist du am iPhone? Hier, Bildschirmfotos.

55:40 Torsten Beeck

Medienarten, genau. Es gibt 314 Bildschirmfotos, die ich habe. Guck mal hier. Von 120. 000 Bildern.

55:47 Gavin Karlmeier

Ich habe 33. 719 Bildschirmfotos auf dem Telefon.

55:51 Torsten Beeck

Aber dann hast du irgendwas in deinem Leben einfach nicht im Griff.

55:54 Gavin Karlmeier

Mein Gedächtnis habe ich nicht im Griff.

55:56 Torsten Beeck

Ja, aber also ich mache ja auch ständig Screenshots. Also ständig. Aber ich lösche die dann auch immer wieder, weil ich ein bisschen ordne oder sonst kriege ich schlechte Laune, wenn da so viele komische Sachen zwischen meinen Fotos sind. Ich verstehe das nicht. Ich komme bei dir vorbei und lösche dir die, die du nicht brauchst.

56:11 Gavin Karlmeier

Die kann ich keinem zeigen. Auch dir nicht draußen. Nicht mal dir. Weil, also, ich screenshotte wirklich, wirklich, wirklich, wirklich viel. Aber ich habe irgendwann vor vielen Jahren schon aufgegeben, Ordnung in meinem Fotoordner beanspruchen zu wollen. Ich habe das komplett aufgegeben.

56:28 Torsten Beeck

Das ist das einzige Hobby, das ich habe.

56:30 Gavin Karlmeier

Nee, ich finde jedes Foto innerhalb von 20 Sekunden. Sag mir irgendein Bild, selbst wenn du mir sagst, kannst du mir mal, du hattest doch mal so ein Hemd, hast du ein Foto davon? In 20 Sekunden zeige ich dieses Foto. Aus all diesen, wie viele Fotos habe ich hier insgesamt? Keine Ahnung, 100. 000 Fotos, die ich auf dem Telefon habe. Kein Problem. Es ist egal, ob es sortiert ist, wenn ich es schaffe, mich darin Zeugzufinden.

56:52 Torsten Beeck

Das finde ich nachvollziehbar.

56:55 Gavin Karlmeier

Mir stört das einfach ästhetisch. Das ist am Startenmüll, ne? Also wie viele Screenshots ich verein. Wie viele Screenshots ich vor allem von meinem Wecker-Bildschirm morgens mache, weil ich irgendwie im Halbschlaf versuche zu snoosen. Auch die lösche ich oft nicht. Ja, das finde ich wirklich schlimm.

57:12 Torsten Beeck

Das ist wirklich ein Zeichen dafür, dass irgendwas nicht stimmt. Ich gebe dir aber grundsätzlich vollkommen recht und das wird in Zukunft hoffentlich sogar noch besser werden, dass es leichter wird, Bilder zu finden, wenn man einfach ungefähr weiß, wo hat man sie aufgenommen, was ist auf dem Bild zu sehen und so. Diese Funktionen werden ja deutlich besser. Ich bin da auch, also ich finde auch alles. Aber mich stört es einfach irgendwie ästhetisch, wenn da so viel Schrott drin ist. Deshalb lösche ich so alle. Ich weiß nicht, alle paar Wochen oder so schmeiße ich mal, gucke ich da mal so drüber und schmeiße alles weg, was ich nicht brauche, damit es schön und gemütlich in meiner Foto, äh, in meinem Foto-Ordner ist. Das ist nicht okay. Aber bei E-Mails ist es auch nicht.

57:51 Gavin Karlmeier

Wie viele E-Mail in deinem E-Mail-Ding insgesamt?

57:55 Torsten Beeck

Bitte nochmal?

57:55 Gavin Karlmeier

Wie viele E-Mails befinden sich gerade bei dir in deinem E-Mail-Postfach? Also nicht nur der Posteingang, sondern auch die, die du in irgendwelche Ordner verschoben hast, archiviert hast, was auch immer du damit machst. Denn bei mir sind es 260. 000.

58:08 Torsten Beeck

Kann man das, kann man das, ich bin hier gerade irgendwie gegen mein gegen mein Gerät gestoßen, Entschuldigung Warte, ich kann dir das sagen. Es sind auf jeden Fall, also ich lösche nichts, ich sortiere auch nichts. Oh, kann man das hier irgendwo sehen in Gmail oder so?

58:34 Gavin Karlmeier

Ja, in Gmail kannst du auf alle E-Mails gehen und dann steht es rechts oben. Hier steht gar nichts.

58:40 Torsten Beeck

Ach doch, da.

58:42 Gavin Karlmeier

Hundert Siebentausend. Siehst du, selbst das hast du besser im Griff als ich.

58:48 Torsten Beeck

Ja, 107. 000 741 E-Mails. Das mag aber daran sein, also das ist nur mein privater Kram. Und da ich ähm quasi E-Mails nicht so gut finde, habe ich einfach, also ich kriege einfach auch gar nicht so viele E-Mails.

59:06 Gavin Karlmeier

Ich habe Kontakt zum Chefredakteur, ich habe dich gar nicht vorgestellt heute, ne? Heise Medien aufnehmen wollt. Schreibt ihm einfach bei LinkedIn. Thorsten liebt das.

59:14 Torsten Beeck

Nee, nee, nee, bitte nicht. Bitte nicht. Aber ich hab ja, also wir sind ja, wir sind ja die CT und Heise Medien insgesamt. Wir sind da ja relativ zugänglich. Bei uns steht ja im Impressum tatsächlich immer die private E-Mail-Adresse.

59:30 Gavin Karlmeier

Achso.

59:31 Torsten Beeck

Und man kann uns ja eigentlich ganz gut per Mail erreichen. Ich habe auch grundsätzlich gar nichts gegen E-Mails. Aber so mein, ich muss ehrlich sagen, mein E-Mail-Account besteht hauptsächlich aus irgendwie so Amazon-Versandbestätigungen und irgendwie. Die Bank sagt mir, sie hat mir ein Dokument ins Bankpostfach gelegt, sie verrät mir aber per E-Mail nicht, was da drin steht.

59:52 Gavin Karlmeier

Ich will es nicht ins Labern kommen, das ist meine liebste E-Mail. Sie haben ein neues Dokument. In ihrem Posteingang. Und dann klickst du drauf und dann ist das so, das folgende Dokument liegt in ihrem Posteingang. Doppelpunkt. Dann so ein Gedankenstrich, also wirklich schön formatiert, wo man dann denkt, da steht jetzt der Betreff des Schreibens und da steht wichtiges Dokument.

01:00:10 Torsten Beeck

Das ist alles so. Ja, und man kann auch nicht einfach draufklicken und das funktioniert einfach. Und dann steht, ist das auch gar kein wichtiges Dokument, sondern irgendwie so, dass sie dir anbieten, dass du dir 50. 000 Euro von ihnen leihen kannst für nur 7,99% Jahreszins und ich denke dann immer, nee, ich will das alles nicht. Deshalb will ich auch keine E-Mail.

01:00:28 Gavin Karlmeier

Apropos, ich will das alles nicht, TikTok ermöglicht es nun, dass du in Direktnachrichten auch Sprachnachrichten und Bilder verschicken kannst.

01:00:36 Torsten Beeck

Das finde ich ganz toll. Es soll einfach jede App soll einfach ein Messenger werden. Ja. Spotify doch auch. Spotify wird auch ein Messenger. Es ist einfach jede App, damit es auch einfach vollkommen unmöglich wird, irgendwann nochmal nachzuvollziehen, wo man sich was geschwächt. Geschrieben hat. Finde ich es gut. Ich finde, Excel sollte einen Messenger werden. Jedes verdammte Programm sollte mir die Möglichkeit geben, mich mit meiner Excel-Community zu vernetzen.

01:01:01 Gavin Karlmeier

Oder bei Paint. Schreiben wir eine Nachricht bei Paint.

01:01:05 Torsten Beeck

Ich finde das, ganz ehrlich, ist alles so, ich kann das alles nachvollziehen, es ist alles eine Möglichkeit, Leute auf der Plattform zu halten und auch Austausch möglich zu machen. Wie alles gut. Aber es ist halt, also so im echten Leben ein absoluter Pain, dass man einfach nicht mehr weiß, wo hat derjenige. Also ich erinnere mich ganz oft daran, dass mir jemand geschrieben hat oder sich bei mir gemeldet hat.

01:01:24 Gavin Karlmeier

Und ich kann mich einfach nicht mehr erinnern, wo das war. Ich weiß aber genau, wo du mir das erzählt hast, nämlich in der 472. Episode von Haken dran. Vielen Dank, dass du heute da warst, lieber Thorsten. Es war ein großer Spaß mal wieder. Ich freue mich auf nächsten Monat, wenn du wieder hier bist. Freue mich aber auch schon auf die nächste Folge, die erscheint am Freitag. Und da ist dann, äh, ich glaube, ja, Dirk von Gehen wieder da. Nachdem wir nämlich beim letzten Mal so ein bisschen technische Herausforderungen hatten und zu spät waren und kürzer und so. Haben wir gesagt, wir machen das jetzt nochmal richtig und das ist dann am Freitag. Dann herzliche Grüße. Richte ich aus, vielen Dank, auch dir. Und allen anderen habt eine schöne Restwoche, passt auf euch auf, kommt in Discord www. hagen dann. org und macht's gut.

01:02:04 Torsten Beeck

Tschüss.