Folge 493 · 22. Oktober 2025 · 1:03 Std.
Rechtsschutzverunsicherung
mit Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir konsultieren unsere Rechtsexpert:innen – denn es haben sich in den letzten Tagen einige Fragen angehäuft, mit denen wir aufräumen müssen: Was sind Anreize, wo erleben wir – womöglich illegale – Dark Patterns? Und wir scharf können wir als EU tatsächlich gegenüber amerikanischen Unternehmen auftreten? Und wann bekommt Gavin sein Bundesverdienstkreuz?
Die große Rechtsshow!
➡️ Das Reel von Theresia Crone: https://www.instagram.com/reel/DOL0DCeCEbh
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Kapitelmarken
KI-unterstützt:
00:00 Hallo Jessica und Chan-jo!
02:56 Rechtsstreit gegen den Volksverpetzer
09:16 Chatbots vor Gericht
11:56 Wem gehört mein Gesicht?
22:51 Sind wir alle Angestelte von TikTok?
34:19 Apple gegen die EU
41:40 Der große AWS-Ausfall
53:48 Funktionen und Emotionen
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:00 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Du, wenn er Hallo sagt, musst du sagen, grüß dich Gavin. Das ist wichtig, sonst erkennen die Hakis dich nicht als Insider an.
00:07 Gavin Karlmeier
Das lassen wir drin.
00:09 Intro
Haken dran.
00:11 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Canjo, hallo Jesse. Grüß dich Gasho! Bei mir sind also Chanjo Yoon, der Haus und Hofanwalt von Hakendran, unser Rechtsexperte und Jurist Und Jessica Flint, die kennt ihr aus seinen TikTok- und YouTube-Videos und ist eigentlich prädestiniert als Gästin für diesen Podcast hier. Und ich freue mich, dass ihr zusammen hier seid.
00:33 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Also schön, dass ihr da seid. Wir saßen einfach und waren zu voll aufzustehen und haben gerade ein Video aufgenommen da. Jetzt machst du nicht.
00:40 Gavin Karlmeier
Seid man einfach sitzen. Mach's nicht kaputt. Wie ist die Stimmung bei euch in Würzburg, glaube ich, richtig?
00:50 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Sollen wir höflich sein und sagen, alles super, die Welt wird viel besser, wir sind auf dem richtigen Weg.
00:55 Speaker 4
Es regnet nicht mehr.
00:58 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Aber reden wir bitte nicht über Rechtspolitik oder sowas.
01:01 Gavin Karlmeier
Ja, wir gehen heute ein bisschen ins Juristische mit euch, wenn ihr da seid. Ich habe ein paar Themen mitgebracht, bei denen die sich so angesammelt haben über die letzten Wochen. Und freue mich, wenn wir so reingehen. Ich muss aber mit einem kleinen Housekeeping starten für alle, die diesen Podcast schon lange hören. Wir hatten ein paar Rätsel, die wir gemeinsam und auch Reddit nicht lösen konnten. in den letzten Wochen. Und zwar haben Menschen bei Instagram immer wieder Storys gesehen, unter denen kleine Symbole angezeigt wurden. Zum Beispiel eine Brille, da wussten wir, okay, das wurde mit der Meta-Arrayban-Brille aufgenommen. Aber auch zum Beispiel eine kleine Uhr. Und wir wissen jetzt, dass diese kleine Uhr, wenn sie in dem Story Ring angezeigt wird, bedeutet, dass das die letzte Stunde ist, in der man diese Story sehen kann, bevor sie abläuft. Und das andere ist das kleine Herz. Das bedeutet, das ist eine Story, die bereits älter ist, aber ein Highlight ist, das dir nochmal angezeigt wird. Also für alle, die da mit uns gerätselt haben, wir haben jetzt endlich eine Lösung.
01:54 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Alles verboten, Gavin, geht gar nicht. AI-Act verbietet Dark Pattern. Wahrscheinlich ist es noch kein Dark Pattern, aber Jesse, dazu haben wir doch gerade einen Vortrag gehalten.
02:04 Speaker 4
Aber nur nicht über Symbole auf Instagram.
02:07 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Das reicht nur nicht aus dafür.
02:08 Speaker 4
Naja, also wenn man irgendwie unterschwellig Einfluss nimmt auf Leute durch Symbole Daran habe ich direkt gedacht, bei dieser Uhr, du hast nur noch eine Stunde Zeit, um die Story anzugucken. Uh, uh, uh, gruselig, da wird man unter Druck gesetzt.
02:23 Gavin Karlmeier
Aber dann müsste man ja irgendwie dazu verleitet werden, drauf zu klicken. Also nur weiter vorne angezeigt werden, mit einer Uhr reicht da wahrscheinlich nicht, meint ihr?
02:33 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Aber wir machen nah dran. Versuch's nochmal.
02:35 Gavin Karlmeier
Ich habe nachher noch einen Dark Pattern für euch, dass euch, da wird der Begriff Symbole, wird mal wörtlich genommen. Kommen wir nachher gegen Ende der Episode drauf. Ich habe das Gefühl, da habe ich was. Rausgegraben für euch. Ich möchte anfangen mit dem ersten Thema. Das ist eine Geschichte, da haben wir am 29. 09. in der Folge mit Nicole Diekmann schon mal drüber gesprochen. Die Folge heißt Alles Schlimm der Podcast und es geht um die Klage, bei der ihr auch beteiligt seid, offensichtlich. Gegen den Volksverpetzer. Und ist das bisher schon mal richtig?
03:06 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Äh, nee, überhaupt nichts davon. Weil jetzt haben wir auch wirklich die Prozessvertreterin. Ich mache ja nur Videos dazu, aber Jessie hat wirklich die Schriftsätze geschrieben dazu und war bei Gericht.
03:14 Speaker 4
Ja, die Klage ist nicht gegen den Volksverpetzer, sondern vom Volksverpetzer gegen Ex.
03:20 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Ich hab's. Sorry, ich habe es. Volksverpetzer gegen Ex, so heißt die Überschrift auf jeden Fall, die ich mir hier reingeschrieben habe. So ist es richtig, ne?
03:27 Speaker 4
Genau.
03:28 Gavin Karlmeier
Und nee, immer noch nicht, weil Kläger ist der Thomas.
03:31 Speaker 4
Stimmt's.
03:32 Gavin Karlmeier
Und das, genau, das ist einer der Punkte, die nämlich hier in diesem Podcast als Frage entstanden sind, weil der Volksverpetzer in seiner eigenen Darstellung geschrieben hat, der Volksverpetzer würde Ex verklagen. Und wir waren nämlich deswegen irritiert, weil es ging ja eigentlich nur darum, wenn ich es richtig verstanden habe, dass Thomas Laschik, der vermutlich. Chefredakteur vom Volksscherpetzer, dass der Fake-Accounts von sich entdeckt hatte und dagegen vorgehen wollte und Ex aber eigentlich immer wieder gesagt hat, wir sehen hier keine Probleme, richtig? .
03:58 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Naja, ein Problem haben sie schon gesehen, nämlich existenziell. Jesse hat nämlich in dem gegnerischen Schriftsatz, die meistens nie unter 30 Seiten lang sind, einen Absatz gefunden, der war nicht so geschickt.
04:08 Speaker 4
Ja, da hat Ex uns erklärt, oder also dem Gericht erklärt, wenn wir so verurteilt werden würden, wie das der Kläger vorgeschlagen hat, dann würde das das ganze Geschäftsmodell von Ex Gefährden.
04:23 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Oh, da haben sich die Leute gesagt, prima, bitte go for it. Weil das die Argumentation war, nachvollziehbar, Zumutbarkeit, wenn wir jetzt das Recht beachten müssten und dafür sorgen müssten, dass jetzt nicht noch weitere Fake-Accounts, die ähnlich sind, erscheinen, dann wäre das so aufwendig, dann müsste man am Schluss ja KI einsetzen oder sowas und das geht ja nicht. Und seit zehn Jahren erzählen uns die Plattformbetreiber immer wieder, es ist unzumutbar, so etwas mit Menschen oder gar mit Technik zu machen, weil es unmöglich und eben viel zu teuer wäre.
04:52 Speaker 4
Genau, wir gehen nämlich vor Gericht und sagen, wir wollen, dass nicht nur dieser Fake-Account entfernt wird, sondern auch Kerngleicher, also auch solche Fake-Accounts, die fast genauso aussehen. Der Europäische Gerichtshof hat gesagt, natürlich geht das. Und jetzt sind wir seit Jahren in verschiedenen Verfahren vor deutschen Gerichten und kriegen von allen Plattformen drauf und drunter erzählt, dass das ihnen nicht zugemutet werden kann und dass das ja viel zu schwierig wäre.
05:19 Gavin Karlmeier
Ich verstehe. Aber also um das nochmal ganz kurz abzuschließen damit, das heißt nicht der Volksverperr verklagt Ex, wie Sie selber geschrieben haben, sondern Thomas Laschig persönlich, richtig? Gut, dann haben wir das schon mal aus der Welt geschafft. Wir sind da über einen Absatz gestolpert und auch den wollte ich nochmal mitbringen, weil ihr offenbar, wenn ich das richtig verstanden habe, auch. . grog befragt hat, ob diese Accounts Faccounts sind und dieses Argument habt ihr auch vor Gericht eingebracht, richtig?
05:47 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Es war so, Jesse, was war die Vorlage? Der Gegenanwalt sagte, dass der Account, den wir da an. . . angemahnt hatten, der hieß ja nicht Thomas Laschig, sondern wie hieß der?
06:00 Speaker 4
Der hieß Thomas Luschik.
06:01 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Genau. Und hatte aber ein Bild von Thomas Laschik und Thomas Laschik Und der Gegenanwalt sagte, da weiß doch kein Mensch, wer gemeint ist. Und dann habe ich mein Handy rausgeholt und ein Foto gemacht von der Akte, jetzt ist das Handy kaputt, von der Akte. Ich lade das jetzt bei Supergrog einfach hoch und frage, wer ist gemeint. Und Grox sagte, ja, hier ist natürlich Thomas Laschek gemeint, der Chefredakteur vom Volksverpetzer.
06:23 Speaker 4
Also es war sehr, sehr einfach zu erkennen, wer gemeint war mit diesen Fake-Accounts und das Argument war relativ leicht zu entkräften.
06:32 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir haben das ja auch auf X gepostet und Grog hat danach nochmal bestätigt, warum Also der wollte angeben, Brockz ist so ein Schuljunge, guck mal, ich weiß was, ich weiß, was der Lehrer.
06:41 Gavin Karlmeier
Ich finde das ganz fantastisch. Aber habt ihr denn schon eine Prognose, eine Tendenz, wann die Geschichte ausgeht und wie?
06:47 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Nie, weil egal wie das jetzt hier ausgeht, X wird das Ding durch die Instanzen ziehen, weil es ist völlig egal, wer im Recht ist. Die Message, die X hier betreibt, ist, verklagt uns nicht, denn wir gehen durch alle Instanzen. Wir haben nämlich mehr Geld als ihr.
07:04 Gavin Karlmeier
Und das stimmt aber nicht.
07:09 Speaker 4
Das weiß ich nicht so genau. Also ich glaube, Ex hat schon ganz schön viel Geld.
07:13 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Kommt ein bisschen aufs Crowdfunding an, was dann passiert, wie lange es sozusagen noch interessant ist oder der Für die Rechtsfortbildung sinnvoll ist. Renate Kühnerst ist durch drei Instanzen durch. Die ist jetzt beim BGH. Jetzt warten wir auf den EuGH. Wie lange läuft der Prozess schon?
07:29 Speaker 4
Ja, das Zitat ist von 2018. Ich glaube, bei Gericht ging es los, 2020 oder so. Also es ist total verrückt.
07:38 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Und die machen die Prozesse einfach so teuer wie möglich. Weil wir glauben mit HateAid, man macht ein paar Leuchtturmverfahren, damit man sich daran orientieren kann. Erstens, damit sich die Plattformen dran halten. Natürlich Quatsch und naiv. Und zweitens, damit Menschen wissen, dass sie auch diesen Weg gehen können. Eckhardt von Hirschhausen hat das gemacht, haben uns gefreut. Aber es ist nicht die Massenbewegung. Jetzt hatten wir neulich mal eine 1-2-Vergung innerhalb von 22 Stunden beantragt und auch bekommen. Und dann wollten wir sagen, hey, guck mal, man kann das im Beschlussverfahren machen. Natürlich legen sie dann Rechtsmittel ein und ziehen das Ding auch in die Länge. Das ist lästig.
08:10 Gavin Karlmeier
Apropos einsteilige Verfügung, das ist ja nicht das einzige Ding, das Ex gerade irgendwie am Bein hat. Sondern es gibt eben auch die Geschichte, dass Kampact eine einstweilige Verfügung war. Wart ihr das auch? Hängt ihr da auch mit drin? Nee, nicht vertreten, leider. Okay. Ich fasse trotzdem nochmal zusammen. Also wir haben darüber in der Folge Sora und Gomorra am 13. 10. gesprochen mit Dominik Hammes. Aber nochmal kurz zusammengefasst, für die, die es nicht mitbekommen haben, Compact hat eine einzweilige Verfügung gegen XAI, das Unternehmen hinter X und auch das Unternehmen hinter Grog erwirkt, alles Unternehmen von Elon Muskia. Das Unternehmen hinter Grog erwirkt, dass Compact oder das Grog nicht behaupten darf, der Chatbot, dass Compact Aus Steuermitteln finanziert sei. Und das hat das Landgericht Hamburg da auch festgestellt, dass das eine unwahre Tatsachenbehauptung ist, die eben nicht wiederholt werden darf, weil ansonsten ein Ordnungsgeld von bis zu 250 1000 Euro auferlegt werden kann. Ist das eine Geschichte, wo man sagen kann, dass Chatbots möglicherweise jetzt hier als juristische Instanzen wahrgenommen werden und dass das zukünftig bedeuten kann, dass eigentlich jede Lüge. Die ein Chatbot verbreitet im Zweifel vor Gericht enden kann. .
09:17 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Gavin, wir haben eine Zeit lang geglaubt, KI nimmt uns die Arbeit weg, aber wir sind jetzt total beruhigt, wir machen nichts anderes mehr, als Chatbots zu verklagen, weil die lügen echt viel und reproduzierbar. Das in Ernst muss man jetzt natürlich ein paar Kaviats, also Jesse spuckt uns gleich wieder in die Zuckt und sagt, warum das doch wieder gar nicht so sensationell ist.
09:36 Speaker 4
Also die Besonderheit, die wir hier haben und bei der wir noch nicht ganz wissen, wie sie sich in anderen Prozessen auswirkt, ist, dass hier die Äußerungen von der KI ja Anschließend auf X gepostet wurde und veröffentlicht wurde. Und das Gericht sagt, dadurch hat X AI deutlich gemacht, dass sie diese Aussage auch zu eigen gemacht haben, also dass sie dahinter stehen. Und deshalb kann man das Unternehmen jetzt auch zur Unterlastung verpflichten.
10:03 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Man könnte also auch sagen, dass sie haften als Account-Inhaber für das, was sie gemacht haben. Liegt jetzt gar nicht daran, dass sie eine KI sind. Also der KI-Aspekt spielte nur so nebensächlich eher eine Rolle. Insofern, als das Gericht sich damit auseinandergesetzt hat, dass. Der Account den Eindruck erweckt, er würde objektive Tatsachen behaupten. Das ist erstaunlich, dass in der Welt von X eine KI noch mehr Glaubwürdigkeit hat als ein User.
10:27 Gavin Karlmeier
Bedeutet das aber auch, dass in dem Fall von Grok die Tatsache, dass Grok drunter kommentiert, XAI in mehr Schwierigkeiten bringt als die Unwahrheit, die jetzt ChatGPT in so einem Chat verbreiten würde.
10:40 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Und das bleibt noch abzuwarten. Das wäre denn der nächste interessante Prozess, wenn nämlich ChatGPT Lügen aufgrund seines Trainingsmodells verbreitet und somit. . immer wieder verbreitet, dann glauben wir schon, dass ein ex-OpenAI dafür auch haften würde. Und wir haben auch schon die ersten Anfragen für genau solche Fragestellungen, weil Das, was früher die Suchmaschinen war, wo man zum Beispiel das Recht auf Vergessenwerten oder auf Berichtigung macht, das ist künftig natürlich, wird ersetzt durch die Rolle der AI-Chatbots.
11:12 Gavin Karlmeier
Das heißt also, wenn ich jetzt einfach nur sehr häufig frage, Chat-GPT, wer ist Gavin Karlmeyer? Und ChatGPT weiß meistens nicht, wer Gavin Karlmeyer ist, zumindest in neun von zehn Anfragen kommt da irgendein Quatsch raus. Dann könnte ich die jetzt sammeln und könnte mit euch versuchen, gemeinsam OpenAI zu ärgern.
11:28 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Also ich mache es das immer so, dass ich frage. Ich möchte Jessica Flint einen Preisfahr überreichen. Mach bitte eine sorgfältige Sorgfaltsrecherche. Welche Skandale gibt es? Und dann. Buddeln die alle Veröffentlichungen von Jessica aus und ihre politische Ausrichtung. Und Grog hat da auch einen etwas anderes politischen Einschlag als andere. KIs und jetzt werde ich, während Jesse das weitererklärt, google ich mal, was es für Skandale über Gavin Karlmeyer gibt. Nee, nicht googeln, sondern wir fragen eine KI.
12:01 Speaker 4
Ja, das finde ich sehr spannend.
12:06 Gavin Karlmeier
Nee, das haben wir hier glaube ich schon zu Genüge auseinanderklambüser. dass Grog sehr bewusst ja gegen die eigenen Trainingsdaten entscheidet, welche Aussage Grog jetzt trifft.
12:18 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ich hatte bei Grogneuch was über die AfD und über Camppact-Entscheidungen und so weiter und da hörte man schon eine gewisse Tendenz, wobei, das kann auch im Trainingsmaterial sein. Also ob das am Systemprompt oder am Trainingsmaterial, der ist halt zu viel auf X unterwegs, weiß man nicht so genau.
12:36 Speaker 4
Das, was auf jeden Fall spannend ist, ist, dass wir jetzt das erste Mal sehen, dass so eine KI auch Sachen verlernen kann oder man der KI auch verbieten kann, gewisse Äußerungen zu tätigen. Das war ja vorher auch ein gern gesehenes Argument der KI-Anbieter, dass sie gesagt haben, naja, wir können ja gar nicht kontrollieren, was da am Ende rauskommt. Das hängt ja alles vom Prompt ab und das ist ja gar nicht uns Zuzuschreiben, was die KI so behauptet, aber anscheinend funktioniert es ja doch, dass sie, wenn sie bestimmte Aussagen nicht mehr verbreiten dürfen, dass sie das dann auch aus den KI rausnehmen.
13:13 Gavin Karlmeier
Dieser Systemprompt wird einfach immer und immer länger mit jeder einzweiligen Verfügung, die dann bei denen auf dem Tisch landet. Wäre auch eine Lesung.
13:20 Speaker 4
Ja, ist doch gut.
13:22 Gavin Karlmeier
Hast du Skandale über mich gefunden?
13:25 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ich habe jetzt Gemini 2. 5 und ja, kommt noch, liefert wie, keine Ergebnisse? Was soll das denn?
13:34 Gavin Karlmeier
Siehst du?
13:34 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Journalistischer, Experte für soziale Medien. Warte mal, denen überrede ich schon noch. Nein, nein, ich finde das sehr gut.
13:41 Gavin Karlmeier
Die KI, die über mich keine Skandale ermittelt, sichert mir meine mögliche Einreise in die USA in den nächsten 30 Jahren.
13:49 Speaker 4
Ich glaube, die haben noch Zugriff auf ganz andere Sachen. Da will ich mich nicht auf die KIs verlassen.
13:54 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Du bist zu lange schon von Ex weg wahrscheinlich, wobei Grog kann bestimmt deine alten Tweets ausgraben.
13:59 Gavin Karlmeier
Ja, kann das leider. Definitely. So, und dann haben wir über eine Geschichte gesprochen in der vorletzten Episode. Die Folge hieß Von der Pipeline bis zum Bordstein mit Dennis Horn. Und es ging um die Geschichte, dass die King-Familie, also die Familie von Martin Luther King, ähm Er wirkt hat, dass OpenAI das Gesicht von Martin Luther King nicht mehr verwenden darf, wenn sie Wenn es um die Absora geht, also die Videogenerierung und die Verbreitung über die Social Media. gebracht hat. Und das Spannende daran ist, und ich muss das mal kurz ins große Bild hängen, weil da gibt es ein paar Dinge, die eben dazugehören. Du kannst bei Zora als lebende Person jederzeit dein Gesicht lizenzieren. Ansonsten wird dein Gesicht dort nicht verwendet werden. Also Papa Platter hat das gemacht, Jake Paul hat es gemacht, IJustine hat es gemacht. Ich könnte das auch machen. Mit der Funktion Cameo könnte ich erlauben, dass jeder mit meinem Gesicht in Zora Videos generieren kann und ich kann dann da Quatsch machen. Bei toten Personen gibt es diese Begrenzung, dass es eben nur Gesichter, die lizenziert sind, eben nicht. Bedeutet, bislang ist es so, dass Stephen Hawking, die Queen oder eben Martin Luther King, reichlich verwendet werden konnten. Im Fall von Martin Luther King hat sich Open AI entschieden, das nicht mehr zu tun. Entschieden im Sinne von die Familie hat gesagt, das ist Respekt und Pietät los, bitte macht was, und dann hat Sam Outman gesagt, okay, wir machen was. Aber ist es legitim, dass so eine unterschiedliche, ähm, unterschiedlicher ein unterschiedlicher Umgang mit Persönlichkeitsrechten, mit lebendigen und toten Personen vorgenommen wird, oder ist es eine Geschichte, wo eine weitere Geschichte in der Open AI sich dazu entscheidet, erstmal zu machen und sich dann zu entschuldigen?
15:39 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir Juristen denken uns an der Stelle, wieso muss OpenAI jetzt hier eigene Regeln erfinden und sich nicht einfach an die halten, die es schon gibt? Wir können ja mal gucken, wie eigentlich die rechtliche Regelung ist. Weil manchmal ist es nämlich so, man sollte einfach mal in die Gesetze gucken oder die Rechtsprechung und dann kommen auch brauchbare Lösungen raus. Jesse hat nämlich nachgeschaut. Wir können also erstmal gucken, wie wäre denn die Rechtslage eigentlich?
16:01 Speaker 4
Ja. Also grundsätzlich braucht man immer eine Einwilligung, wenn man das Bildnis von jemandem verbreiten will. Das heißt auch, wenn man Videos mit einem KI-generierten Bild von einer Person machen will, braucht man dafür eine Einwilligung der Person. Es gibt dazu ein paar Ausnahmen, zum Beispiel, wenn das Personen der Zeitgeschichte sind, braucht man nicht unbedingt eine Einwilligung dieser Person. Und für Personen, die schon verstorben sind, braucht man die Einwilligung zehn Jahre lang grundsätzlich von den Angehörigen des Verstorbenen. Das heißt, da gibt es schon eine Unterscheidung, nämlich eine zeitliche Begrenzung. Und auch bei verstorbenen Personen hat man eben die Ausnahmen, wenn es zum Beispiel eine Person der Zeitgeschichte ist, braucht man dann auch die Einwilligung der Angehörigen nicht. Und davon gibt es wieder eine Einschränkung, sowohl für lebendige als auch für verstorbene Personen. Nämlich, dass man es dann doch nicht veröffentlichen darf, ich weiß, es ist kompliziert, doch nicht veröffentlichen darf, wenn es die Rechte der betroffenen Person Sehr stark beeinträchtigt oder wenn es bei einer verstorbenen Person die Rechte der Angehörigen sehr stark beeinträchtigt.
17:11 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Boah, hast du zugehört? Ja, ganz zugehört, habe ich nicht. Aber klare Regeln eigentlich. Und das bedeutet für Martin Luther King, eigentlich hätte man sein Bild verwenden dürfen. Kommt nur darauf an, welchen Kontext. Also wenn es nicht entstellend ist, dürfte man es. Deswegen bräuchte man nicht so eine Regel im Sinne von Familie muss erst um Erlaubnis gefragt werden, sondern verwendet es einfach in legalen Kontexten, dann dürft ihr es, braucht ihr auch nicht fragen, ansonsten
17:38 Speaker 4
Wobei das für die KI-Anbieter wahrscheinlich einfacher ist zu sagen, ganz oder gar nicht.
17:44 Gavin Karlmeier
Ja. Wobei man dazu sagen muss, dass das Gesetz natürlich zu einer Zeit geschrieben wurde, in der die technischen Möglichkeiten noch nicht da waren, dass Martin Luther King sich auf eine Bühne stellt und fordert, dass die Urheberrechtslimits bei Zora aufgehoben werden. Also die Manipulation ist ja wahrscheinlich trotzdem auch ein Faktor, oder?
18:00 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Und deswegen haben wir ja eine Petition unterstützt für Marco Will Kling für das Verbot von Deepfakes, was nicht die einzige Initiative in diesem Bereich ist, aber wir brauchen natürlich neue Regeln. Wir brauchen eine Diskussion dazu und Deepfake-Videos sind eine neue Spielart und unsere alten Gesetze haben darauf nicht die richtigen Antworten bisher. Und da gibt es weitgehende Ansätze, der von Marc Gouve Kling ist eins, schon die Herstellung. nichts zu erlauben, jedenfalls von echten Personen. Es gibt andere, die erst bei der Verbreitung ansetzen, wieder andere, die erst ansetzen, wenn dadurch eine Persönlichkeitsrechtsverletzung passiert und jedenfalls sollte man da was tun
18:36 Gavin Karlmeier
Toll. Brian Cranston übrigens. Da ist was passiert. Ich weiß nicht, ob ihr das mitbekommen habt. Brian Cranston, den kennt ihr wahrscheinlich, wenn ihr Breaking Bad gesehen habt oder Malcolm mittendrin. Das war der Schauspieler des Vaters bei Malcolm mittendrin und der Schauspieler des Vaters bei Breaking Bad auch, interessanterweise.
18:51 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Oh ja, Jesse ist an Bord.
18:53 Gavin Karlmeier
Gut. Okay, ihr wisst. Und der hat sich sehr beschwert darüber, dass man mit seinem Gesicht Videos erstellen konnte bei OpenAI und zwar bis zum 8. Oktober. Am 8. Oktober also hat seine Agentur eine empörte Stellungnahme veröffentlicht, in der die Agentur gesagt hat: die Frage ist, ob OpenAI und seine Partnerunternehmen der Meinung sind, dass Menschen, Schriftsteller, Künstler, Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Musiker und Sportler eine Vergütung und Anerkennung. Anerkennung für ihre Arbeit verdienen. Oder glaubt OpenAI, dass sie diese einfach stehlen können ohne Rücksicht auf globale Urheberrechtsgrundsätze und unter offensichtlicher Missachtung der Rechte der Urheber sowie der vielen Menschen und Unternehmen, die die Produktion, Erstellung? und Veröffentlichung der Werke dieser Menschen finanzieren. Ganz schön harsch auf jeden Fall. Dann ist aber was passiert und zwar hat sich offenbar. Open AI mit Brian Cranston zusammengesetzt, zumindest ist das eine Theorie, denn am Montag, also in dieser Woche jetzt hat Brian Cranston sich dann nochmal geäußert und hat gesagt, er ist OpenAI für deren Politik und die Verbesserung seiner Sicherheitsverkehrung sehr dankbar. Und findet Zora zwar jetzt offenbar nicht mehr so problematisch, sondern er lobt sogar explizit die Leitplanken von Zora.
20:01 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Also, was ist da passiert? Da ist eine Einigung mit einer Verschwiegenheitsklausel wohl unterschrieben worden. Glaubst du?
20:11 Speaker 4
Ja, also wenn es ihm vorrangig darum ging, dass er bezahlt werden will für seine Arbeit, dann kann ja eine Lösung in dem Fall wirklich gewesen sein. dann zahlt mir halt monatlich Tantiemen oder eine sehr große Summe und dann bin ich zufrieden. Und es war vielleicht gar nicht das Ziel, dass man da eine große Lösung für die ganzen Berufsgruppen, die du gerade aufgezählt hast, erreicht.
20:38 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wieso immer. Man hat einen Deal gemacht, und es ist billiger, eine Leute, eine Person zu beruhigen, als das ganze Geschäftsmodell zu ändern.
20:45 Gavin Karlmeier
OpenAI hat selber gesagt, wir werden versuchen, einen Teil unserer Einnahmen mit Rechteinhabern zu teilen und möchten, dass ihre Charaktere von Nutzern generiert werden.
20:53 Speaker 4
Das ist doch schön, wenn sie das versuchen.
20:55 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Das ist ja im Grunde das dänische Modell. Die haben nämlich für Deepfakes genau diesen Ansatz.
21:01 Speaker 4
Genau, die haben den Ansatz, dass man für sein Aussehen, für seine Stimme ein Urheberrecht hat, also ein Recht an diesen, an dem Aussehen und so weiter. Und das heißt, dass man auch im Prinzip für alles bezahlt werden muss, wo diese Dieses Aussehen genutzt wird.
21:20 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Eine Lizenz begeben könnte. Und das ist ein interessanter Ansatz, dass man sagt, wir machen das nicht beim Persönlichkeitsrecht, mit Menschenwürde und Abwägung, sondern man macht daraus ein kommerzialisierbares gewerbliches Schutzrecht. Dann hätte man das Problem, dann würde es einfach bezahlt.
21:34 Speaker 4
Ja, und im Urheberrecht sind die Gerichte da deutlich großzügiger und die Rechtspielen insgesamt deutlich großzügiger, als wenn es nur in Anführungszeichen um das Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild geht.
21:47 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Dann würde man nämlich auch, wenn es zu einer Verletzung kommt, alle Gewinne, alle Einnahmen daraus bekommen als Schadensersatz. Jemand damit erzielt. Oder die Lizenzanalogie, also das, was im Lizenzkatalog als Preis drin stünde, würde man dann eben bekommen.
22:01 Gavin Karlmeier
Aber jetzt macht OpenAI das ja so. Im Fall von Zora, das haben wir jetzt ja schon ein paar Mal erzählt, aber ich fasse es gerne trotzdem nochmal auf. Dass du, wenn du sozusagen IPs hast, also eigene Franchise, eigene Marken sozusagen, also urheberrechtlich geschützte Figuren am Ende, dass du für jede einzelne einen Widerspruch einlegen musst. Ansonsten würde Saura erstmal mit deinen IPs dingern. tun. Also nehmen wir zum Beispiel Pokémon war mein Beispiel, ich wurde übrigens kleines Housegebing an der Stelle mehrfach darauf hingewiesen, dass es schon lange nicht mehr nur 105 Pokémon gibt, sondern inzwischen eine vierstellige Anzahl. Aber die Rechteinhaber von Pokémon, die offenbar The Pokémon Company sind. Müssten für jedes einzelne Pokémon einen Widerspruch einreichen oder für einzelne Videos, könnten aber nicht pauschal verbieten, dass mit ihren Figuren dort Videos generiert werden. Ist das etwas, wo man sagen würde, also nach meinem Gerechtigkeits- und Rechtsverständnis kann das nicht sein, oder?
22:52 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Das ist ja genau das Problem, mit dem wir vorgehen. Also man kriegt immer punktuell recht und dann sagen sie, du musst mir jede einzelne URL, jeden einzelnen Beitrag melden. Das macht natürlich keiner. Man könnte aber. Eigentlich leicht beschreiben, bitte diese Art von Rechtsverletzungen bitte abstellen. . Und die Gerichte würden es auch machen, aber es ist ein Spiel. Die Plattformbetreiber, und das sind jetzt nicht nur Social Media, sondern eben auch AI-Betreiber, die versuchen es natürlich möglichst schwer zu machen, eine Rechtsverfolgung zu betreiben. Das ist deren Geschäft.
23:18 Gavin Karlmeier
Passt vielleicht so ein bisschen in diese Geschichte kurz da dran gehangen. Donald Trump hat ja am Wochenende ein Video hochgeladen, in dem er. Ich will es gar nicht wiedergeben, weil das so primitiv und stumpf ist, aber es ist glaube ich fürs Bild trotzdem wichtig. . Wie er mit einem Kampfjet über die No-Kings-Demonstrationen fliegt und haufenweise Code aus diesem Flugzeug abschießt. Dieses Video wurde vertont mit dem Song Danger Zone von Kenny Loggins. Und Kenny Loggins hat jetzt aufgefordert, öffentlich, dass dieser Song umgehend aus diesem Song aus diesem Video entfernt wird Weil er sagt, diese eine unbefugte Verwendung meiner Performance. Niemand hat mich um eine Erlaubnis gebeten und ich hätte diese auch verweigert. Ich fordere, dass meine Aufnahme aus diesem Video sofort entfernt wird.
23:57 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Nicht nur das, er kann natürlich auch Lizenzgebühren geld machen, und zwar von jedem, der das Video geteilt hat, ups, ich habe es auch gestern geteilt vorgestern. Zitat, das könnte davon noch umfasst sein, aber auf jeden Fall die Plattformbetreiber wie True Social, und dann wurde es ja überall reposted, dann würde man einfach sagen Was hätte es gekostet für einen politischen Kontext, diesen Song zu machen? Und dann könnte man bei solchen Hits eine ganze Menge Geld verlangen. Dann würde es, und Donald Trump hat es ja selbst auf True Social geteilt, dieses Video. Nur so gäbe es einen Anreiz, so etwas zu unterlassen.
24:30 Speaker 4
Tatsächlich in dem Fall kommt ja auch noch mit dazu, du kannst Dich ja normalerweise oder in vielen Fällen kannst du dich auf Ausnahmen berufen, dass du keine explizite Einwilligung brauchst zur Nutzung urrechtlich geschützter Werke, wenn du das zum Beispiel als Zitat benutzt. Oder als Karikatur, vielleicht könnte man in die Richtung hier auch argumentieren. Aber da sagen die Gerichte auch, wenn Erkennbar ist, dass der Urheber damit nicht einverstanden wäre mit dieser Nutzung, weil das zum Beispiel gegen seine Grundwerte verstößt, was da verbreitet wird oder weil es das Werk irgendwie schlecht macht oder den Urheber schlecht macht, dann kannst du dich auf die Ausnahme doch nicht berufen.
25:14 Gavin Karlmeier
In Deutschland zumindest, ne? Das ist in den USA ja vielleicht sogar nochmal mit Fair Use möglicherweise anders. Interessant finde ich aber auch, um das noch kurz, um das auch noch zu ergänzen, dass natürlich auch schon auffällig ist, dass so Accounts wie Donald Trump und. der Kanal Truth Social offenbar auf einer Positivliste steht, weil wenn jeder andere Nutzer von uns einen Song wie Dangerzone in einem Video verwenden würde. Wäre das Video vermutlich, zumindest auf YouTube, innerhalb von drei Sekunden offline, weil es eben durch das Content-ID-Netzwerk sofort gesperrt wird. . Bei Donald Trump ist das aber offenbar nicht so.
25:48 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Woran man sieht, dass es natürlich technisch möglich ist, diese Sachen auszufiltern und Urheberrechte zu schützen, was im Grunde auch möglich sein müsste mit biometrischen Merkmalen. Wenn ein Mensch eine Person erkennen kann, dann kann es eine KI auch Weil wir dieses Argument mit Sicherheit noch kriegen werden, dass sie sagen, geht ja gar nicht, ich habe keine Hash-Werte, ich kann die Person nicht zuordnen. Da gibt es genau technische Gegenbeispiele.
26:09 Gavin Karlmeier
Also wir haben ja schon öfter über die Plattform oder die Suchmaschine, dessen Namen wir hier aus rechtlichen Gründen nicht nennen dürfen. Aber es gibt ja eine Gesichtssuchmaschine KI-basiert, die gibt es schon seit etlichen Jahren. Du machst ein Selfie und es werden von dir zehn Jahre alte Fotos gefunden. Also das scheint relativ unproblematisch oder nicht ganz fehlerfrei, aber relativ unproblematisch möglich zu sein. einen digitalen Fingerprint eines Gesichtes zu erstellen.
26:31 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja klar. Gavin, kann man Housekeeping auch innerhalb der Serie innerhalb der Züge machen? Wir haben jetzt gesucht, warum Gavin Karl-Mayer auf keinen Fall das Bundesverdienstkreuz bekommen darf. Und Gemini hat da eine gute Begründung, weil erstens Kritik an seiner Medienkritik Karl Mayer analysiert, zum Beispiel über Medien, bla bla bla, also was. Get Gemini sagt, du polarisierst, warte mal, du positionierst dich gegen rechts. Ah, Auxilla, Artikel, Analyse mit Erfolg, rechte Akteure sozialmedien positioniert sich klar gegen deren Narrative. Nee, das ist eigentlich gar nicht so schlimm. Vorher hatten wir noch schlimmere Sachen. Gerade das war jetzt hier dazu. Also, du polarisierst und betriebst Framing und deswegen bist du ganz, ganz gefährlich. Und betreift Jonaktivismus.
27:22 Speaker 4
Schade.
27:22 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Toll, toller Vorwurf. Dazu sagte folgendes: Basierend auf umfassenden Suchen konnte ich keine Skandale oder Kontroversen zu Gavin Karlmeyer finden, die ihn unwürdig für einen Preis machen würde.
27:33 Gavin Karlmeier
Guck mal, anders als Wolfgang Schäuble, Gerhard Schröder oder Josef Ratzinger, die das Bundesverdienstkreuz tragen und überhaupt nicht polarisieren, freue ich mich natürlich, dass ich da in gewisser Weise aus der Kategorie rausfalle.
27:45 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Aber es gibt Leute, da findet man tatsächlich Sachen, Sachen, die vergessen sind, vergraben sind und da ist es hilfreich, mal zu gucken, was man so findet. Und man sollte ein paar Mal nachhaken, weil Gemini wollte am Anfang nichts Böses, würde ich sagen. Es reicht aber aus und sagt, doch, da gibt's was, dann findet er das.
28:02 Gavin Karlmeier
Ich habe was gefunden und ich möchte euch was vorspielen. Zwar ist das ein Video Eine Nutzerin, Theresia Krone heißt. Sie ist eine.
28:09 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Kennt ihr wahrscheinlich von Unstammer?
28:12 Gavin Karlmeier
Wirklich? Achso, das wusste ich natürlich nicht. Das ist Juristin. Ja, genau. Jura Studentin steht in ihrer Biografie. Und ich möchte euch kurz ein paar Sekunden aus dem Video von ihr vorspielen, weil sie hat eine Beobachtung und eine These aufgestellt hat und ich wollte das einmal kurz gegenchecken, bevor ich zum Finanzamt renne. Also los geht's, dauert glaube ich so eine Minute ungefähr. Augenblick. So. Hört ihr was? Nee, wir hören alle noch nichts jetzt. Wir hören alle nichts. Ja, hier funktioniert nichts. Liegt's an mir?
28:40 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Naja.
28:40 Gavin Karlmeier
Tja.
28:42 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Leute, ich muss euch sagen, ich bin versehentlich Mitarbeiterin von TikTok geworden.
28:45 Gavin Karlmeier
Ah, exakt. Das ist das Video, genau. Seid ihr schon im Thema? Jetzt funktioniert es auch. Moment.
28:53 Speaker 5
Aber ich glaube, ich bin aus Versehen Arbeitnehmerin bei TikTok geworden und ich habe das Gefühl, ganz viele Menschen sind das und niemand macht sich Gedanken dafür. was das eigentlich für Konsequenzen hat. Und niemand hat das juristisch jemals irgendwie ausdebattiert. Wie komme ich jetzt eigentlich darauf, dass ich bei TikTok arbeite? Ich habe ja nie einen Arbeitsvertrag oder so unterschrieben. Naja, immer wenn ich auf TikTok bin, muss ich an ein Urteil vom Bundesarbeitsgericht von 2020 denken. Das Bundesarbeitsgericht beschäftigte sich damals nämlich mit dem sogenannten Crowdworking. Also wenn man über eine Plattform. Mikrojobs vermittelt bekommt und dann zum Beispiel Regale im Supermarkt bestückt und dafür dann eine gewisse Punktzahl bekommt, aber natürlich auch Geld. . Das Bundesarbeitsgericht kam damals zum Ergebnis, ja, solche Menschen sind Arbeitnehmer und haben deswegen Arbeitnehmerrechte. Man ist als Crowdworker Arbeitnehmer, wenn man folgende Kriterien erfüllt. Man ist Weisungsgebunden an die App, das heißt, es gibt klare Vorgaben, wie man die Aufgabe zu erfüllen hat. Man ist eingegliedert in die Arbeitsorganisation, das heißt, die Arbeit wird über die Plattform organisiert. Es gibt einen faktischen Arbeitsdruck durch ein Anreizsystem, also zum Beispiel Level, Erfahrungspunkte, Rankings, sowas. Das Risiko muss außerdem bei der Plattform liegen, das Unternehmensrisiko. Das heißt, der Crowdworker organisiert ja gar keine eigenen Kunden und legt den Preis ja selbst gar nicht fest. Wenn man all diese Kriterien anlegt, kann man sagen, ob jemand ein Crowdworker ist, der ein Arbeitnehmer ist oder ob man eine Form von Selbstständigkeit hat.
30:10 Gavin Karlmeier
Und weiter erklärt sie, dass die Tatsache, dass die Kriterien zur Auszahlung von Revenue Sharing bei TikTok, die gegeben sind, also dass du eine gewisse Reichweite haben musst, dass du gewisse Häufigkeit in der Veröffentlichung haben musst und so weiter und so weiter. Dass das am Ende alle diese Kriterien erfüllt. Ist das so?
30:28 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Könnte. Also bei Therese wahrscheinlich nicht, weil. Theresa nimmt an diesen dummen Sachen normalerweise nicht teil, sondern macht ihren eigenen Content. Aber jemand, der tatsächlich, und das ist jetzt die Besonderheit von TikTok, an diesen besonderen Challenges teilnimmt und sich dann unterwirft in diese sehr strengen Regeln. Also du musst dann irgendeinen Song in einem bestimmten Kontext unterbringen. Also da hast du schon diese sehr klaren Bindungen. Und wie Theresa vorgelegt hat, wir haben. . Zwei starke Kriterien, also Weisungsbindung und Einbindung in die Organisation. Und das ist ein flexibles System. Du kannst mehr in dem einen haben, weniger im anderen. Die Einbindung in der Organisation ist typischerweise hier bei Crowdworker nicht. in den Büroräumen und nicht unbedingt mit deren Arbeitsmitteln. Dafür hast du aber eine virtuelle starke Einwand. Du bist auf der Plattform. Du kannst nur mit deren Mitteln agieren und hast klare Vorgaben. Was man aber nicht hat, ist, die sind relativ frei in der Zeit. Jetzt kann man aber sagen, Therese könnte entgegenhalten, ja, es gibt ja enge Zeitslots, wann man es machen darf. Also es ist nicht so abwegig und vor allem, wenn dann noch so eine wirtschaftliche Abhängigkeit dazukommt, Leute erheblichen Anteil ihrer Umsätze daran macht, dass es nicht nur Centbeträge sind. Das ist nicht abwegig. Das kann wirklich sein, ob du E-Scooter aufräumst, auflädst oder virtuelle Inhalte machst, macht eigentlich keinen Unterschied. Insofern, das kann passieren.
31:47 Gavin Karlmeier
Das heißt aber ja nicht nur, dass ich logischerweise dieses Geld versteuern muss, was ich sowieso müsste, wenn ich über einen gewissen Grenzbetrag komme, sondern auch, dass TikTok sich möglicherweise darum kümmern müsste, dass ich krankenversichert bin, richtig?
32:00 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, und zwar nicht nur sich darum kümmern müsse, sondern sich auch strafbar macht, wenn sie diese Beiträge nicht abführt. Das heißt, der Schritt wäre eigentlich eine Statusprüfung bei der Rentenversicherung. Also das wäre der nächste Schritt. Hallo liebe Rentenversicherung, deutsche Rentenversicherung. Ich möchte gerne ein Statusfeststellungsverfahren machen. Das kann man als Arbeitnehmer anregen. Mein Arbeitgeber ist TikTok. Das sind, und dann kriegt man so einen langen Fragebogen. Und das ist als Arbeitnehmer meistens relativ risikolos. Man hat vielleicht ein bisschen Umsatzsteuerprobleme, aber nicht bei TikTok, weil die keine Umsatzsteuer bezahlen. Und dann kann rauskommen, hey, interessant, du bist Arbeitnehmer, die letzten vier Jahre werden jetzt bitte Renten- und Krankenversicherungsbeiträge zurückgezahlt. Du kriegst deine ganzen Steuern, die du vorausgezahlt hast, zurück und stattdessen holt sich dann das Finanzamt die Lohnsteuer. und Krankenversicherung und so weiter ist für den Arbeitnehmer meistens sogar attraktiv, insbesondere wenn man gerade krank ist oder schwanger oder sonst wie Geld bekommen würde, ohne zu arbeiten.
32:53 Gavin Karlmeier
Heiliger Wimmer, das wäre ja für TikTok ein absoluter wirtschaftlicher Totalschaden sollte, dass so Nee, Geld haben die genug.
33:01 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Gavin, das können Sie sich auch leisten. Klar.
33:04 Speaker 4
Ja, aber das nächste, was TikTok machen würde, wäre wahrscheinlich die Challenges umzubauen, wenn sie daran kein Interesse haben. Also wovon ich mal ausgehe. Als Plattform willst du ja nicht so eine Verantwortung für deine Influencer übernehmen.
33:17 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, das machen die mit dem Bußgeldverfahren, das erleben wir immer. Aber bei Sozialversicherungsbeiträgen geht das ja in die Vergangenheit. Dann hast du jetzt erstmal 20. 000 Mitarbeiter, die du erstmal abfinden und kündigen musst, wenn du sie loswerden willst. Wäre lustig. Das ist nicht unser Rechtsgebiet. Ja, aber ich habe da dieses Wort eigentlich gehört.
33:37 Gavin Karlmeier
Ich habe da dieses Wort eigentlich gehört. Also es klingt so, als hätte ich euch da jetzt. könnt ihr euch bei eurer früheren Mitarbeiterin bedanken. Wenn es langweilig wird.
33:44 Speaker 4
Also das wird man ja auf alles, auf alles vorbereitet.
33:47 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, ja, können wir auch. Also Theresia, wenn du uns hörst, wenn du gerne, wenn du einen neuen Job suchst, bei TikTok wäre einer.
33:54 Gavin Karlmeier
Da wird bald was frei. Ich möchte mit euch in die Jetztzeit gehen und so ein paar aktuelle Meldungen durchgehen. Wir werden vermutlich nicht alle von denen schaffen, die ich mir für heute vorgenommen habe, aber ein paar, die doch interessant sind. Und ich möchte mit euch, da wo ihr euch am wohlsten führt, vermutlich einmal kurz vor Gericht ziehen. Und zwar in Luxemburg ist nämlich der Prozess angelaufen zwischen Apple und der EU-Kommission. Und zwar geht es darum, dass Apple ja versucht, sich so ein bisschen aus dem DMA rauszumoggeln Und die Geschichte ist gerade angelaufen. Das heißt, wir können hier schon mal verkünden, wir werden wohl in den nächsten Tagen, Wochen immer mal wieder hier darüber sprechen in diesem Podcast. und dranbleiben. Aber die ersten Dinge, die da schon so genannt wurden, sind schon mal interessant. Also die EU sagt, dass das, was Apple dort tut, nämlich. . die Begrenzung oder die Abschottung seines eigenen Systems für EntwicklerInnen anderer Systeme sei eine . Apple hat eine absolute Kontrolle über das iPhone und das nutzen sie nur, um überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen. Nur Apple hat die Schlüssel zu diesem ummauerten Garten. Apple entscheidet, wer Zugang erhält und wer seine Produkte und Dienstleistungen iPhone-NutzerInnen anbieten kann. Und durch diese Kontrolle hat Apple mehr als ein Drittel der europäischen Smartphone-NutzerInnen an sich gebunden. Das ist die eine Position. Apple auf der anderen Seite sagt, dass der Digital Markets Act eine enorme Belastungen und Eingriffe mit sich bringe, die im Widersprüchen. zu den Rechten von Apple auf dem EU-Markt stünden. Der DMA erlege Verpflichtungen auf, die den Schutz von Eigentumsrechten und Fragen der Privatsphäre und Sicherheit, die für die EU-BürgerInnen von entscheidender Bedeutung sind, außer Acht lassen. Das sind also die beiden Positionen, die da gerade laufen. Apple hatte in den letzten Wochen ja auch schon immer wieder ganz schön gerasselt und versucht sich irgendwie sich aus der Verpflichtung des DMAs irgendwie rauszuziehen oder iOS eben nicht in diese Gatekeeper-Funktion bringen zu lassen. Wir sind also gespannt, wie das so weitergeht.
35:51 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir können jetzt ewig lang drüber labern zu den einzigen Argumenten, aber was wir so sehen, ist, dass amerikanische Unternehmen viel, viel mutiger werden. Diese europäischen Acts grundlegend anzugreifen. Du sagst, die sind unfair und da hört man die ganze Zeit Donald Trump im Hintergrund, der sagt Wir müssen Zölle erlassen, solange die Europäische Union Gesetze macht, die unfair sind für amerikanische Unternehmen. Und in dieses Form blasen jetzt alle amerikanischen Plattformbetreiber. Da kriegen wir ganz schön Gegenwind und da braucht, werden wir mal sehen, ob unsere Politiker dem was entgegensetzen oder ob sie sagen, lieber Donald, bitte verschone uns, wir treten die Gesetze in die Tonne. Das werden die nicht so deutlich machen, weil. Sonst merken wir das, ja. Sondern die werden das etwas diskreter machen. Die werden einfach die Durchsetzung ein bisschen hinauszögern. Die werden einfach sagen, bitte nicht so viel Aufmerksamkeit auf das Verfahren gegen TikTok oder X, also die Bußgeldverfahren, die da gegen Ex vor Jahren gestartet worden sind und von denen wir komischerweise nichts hören. Das ist so das, was passiert.
36:52 Speaker 4
Aber eigentlich finde ich es doch ein ganz schönes Kompliment für den Digital Markets Act, dass der so gut getroffen hat, dass das einzige Gegenargument ist: das ganze Gesetz ist nicht okay.
37:02 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, so wie auch Meta jetzt gegen den AI-Act wettert und sagt, man muss ihn komplett aufhören. Den DSA haben sie natürlich sowieso auf dem Kicker, aber der ist schon in Kraft. Also wir treffen da anscheinend. Insofern weitermachen.
37:14 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Wobei ich manchmal, also es gibt so ein paar Dinge, wie gehe ich da rein, ohne dass das komisch kommt klingt, weil ich bin ja, wir, wir alle wissen, großer Fan und Befürworter dieser Regulierung, die am Ende ja eigentlich nichts anderes sind als die Übersetzung der Gesetze, die im echten Leben bestehen, auf eine digitale Welt, die eben andere Bedingungen erfordert. So ist zumindest sehr schön. Meine Auffassung. So, jetzt gibt es aber ja im Fall von Apple tatsächlich ein paar Dinge, bei denen, und ich will mich nicht schützen vor Apple stellen an der Stelle, weil zum Beispiel die Öffnung der App Stores ja einfach eine maßgeblich eine maßgebliche Notwendigkeit ist, dass sowohl EntwicklerInnen als auch NutzerInnen Entscheidungsfreiheit bekommt, was wichtig ist. In dem Fall von den App-Stores beispielsweise, indem du siehst, Apple nimmt 30 Prozent auf jeden Euro, der da umgesetzt wird. Da muss es Alternativen zu geben, weil ansonsten hast du de facto diesen ummauerten Garten. Es gibt aber gleichzeitig dadurch, dass diese Gatekeeper-Funktion ja auf das komplette Betriebssystem angelegt wird. Ein paar Begrenzungen, die tatsächlich zu Schwierigkeiten führen, vor allem im Sinne der Erklärbarkeit gegenüber den NutzerInnen und der Bevölkerung. Also zum Beispiel diese Möglichkeit, Funktionen. für alle HerstellerInnen dritter Produkte anzubieten. . Wir haben das hier schon mal diskutiert. Wir wissen nicht so ganz genau, ob das eine übereifrige Interpretation des Rechts seitens Apple ist, um Stimmung gegen den DMA zu machen zu können oder sogar tatsächlich Fakt ist, dass wenn sie die beispielsweise Live-Übersetzungsfunktion auf den Airpods anbieten würden, hierzulande, dass sie gleichzeitig anderen Anbietern, wie zum Beispiel Google oder auch dem deutschen Deep L auch ermöglichen müssten, an die Rohdaten dieser AirPod-Mikrofone zu kommen. Und das wird so kleinteilig und so kompliziert, dass, und da sehe ich das größte Dilemma, dass du am Ende an den Punkt bist, dass du den Leuten nicht mehr erklären kannst, dass diese Regulierung eigentlich für die Leute ist. Also eigentlich ein Gesetz um uns NutzerInnen zu schützen und nicht einfach nur, um amerikanische Unternehmen zu dran salieren. Wisst ihr, könnt ihr mir noch folgen?
39:18 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, das ist genau die Materialschlacht, die da stattfindet. Die sind in der Lage, die Geschichten so kompliziert darzustellen, dass für den normalen Nutzer übrig bleibt, uh, ich kriege meine Live-Übersetzung nicht, weil. Und das kann auch durchaus Absicht sein, dass wir gesagt, wir geben sie überall auf der Welt, bloß nicht in Europa, Edge-Badge, das habt ihr der eurer eigenen Regulierungen zu verdanken. Es ist dann unsere Aufgabe, das genauer zu verstehen. Gerade auf der technischen Ebene ist es wirklich schwierig, dann mitzuhalten und zu erklären, warum Plattformen, Schnittstellen, Öffnungen und so weiter zumutbar sind und warum es in Wirklichkeit an politischen Willen gilt. Ich bin aber technisch gar nicht so tief drin. DMA ist, ähm, wir sind ja eher DSA-Team und DMA bespielen dann andere.
40:03 Speaker 4
Aber die Argumentation, die wird glaube ich jetzt noch öfter kommen. Wir sehen die bei der KI-Verordnung und jetzt auch bei der ganz neu in Kraft getretenen Verordnung für mehr Transparenz und Targeting, weniger Targeting. von politischer Werbung. Die Argumentation, dass man Innovation hemmt durch diese ganzen Regeln, die von der EU aufgestellt werden, das ist natürlich eine Linie, die auch bei vielen Leuten, die diese Nachrichten lesen, auf fruchtbaren Boden fällt. Und ich glaube, dass wir uns trotzdem nicht davon einschüchtern lassen dürfen und nicht davon abbringen lassen dürfen, unsere Werte und unsere Gesetze weiterhin durchsetzen zu wollen.
40:45 Gavin Karlmeier
Ja, guter Punkt. Muss ich drüber nachdenken. Nehme ich mit bis zum nächsten Mal. Aber ich sehe das natürlich, also. Am Ende dieser Podcast ist auch mehr DSA als DMA eigentlich, aber es berührt natürlich trotzdem immer mal wieder unseren Berichterstattungsbereich. Wie man so schön sagt. Kleine andere Geschichte und da kommen wir in die Welt der Abhängigkeit und wie autonom sind wir eigentlich. Vor gestrigen Montag habt ihr vermutlich festgestellt, dass Snapchat nicht erreichbar war oder ihr konntet euch bei Fortnite nicht einloggen oder ihr konntet. . Bitte?
41:20 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Signal war auch betroffen, oder?
41:22 Gavin Karlmeier
Genau, Signal war auch betroffen, kommen wir gleich nochmal explizit zu, aber es gab auch ein paar Dienste, die noch ein bisschen, die so ein bisschen mehr in den produktiven Bereich gekommen sind. Also Zoom. Perplexity, Slack, Coinbase, Atlassian, Cloudflare, all die hatten Zugriffsprobleme, weil die alle bei AWS gehostet sind, denn Amazon Web Services. Und Im Fall von Signal, da können wir gleich nochmal ein bisschen kleinteiliger drauf schauen, weil das tatsächlich kompliziert ist, aber die grundsätzliche Frage liegt eigentlich das komplette Internet auf diesen Servern. Die Antwort ist. In Teilen schon. . Führt natürlich zu der Folgefrage, ist das tatsächlich so eine gute Idee? Da können wir uns noch so viele unabhängige Services und Dienste raussuchen, wenn die alle auf den gleichen Computern liegen, dann sind wir im Grunde hängen wir alle am selben Nabel, oder?
42:10 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir jammern immer. Ich meine, überlegt mal in Corona-Zeit, dass wir festgestellt haben, wir haben keine Produktion von Masken mehr. Dann hat man eine aufgebaut und sie nach einem halben Jahr wieder eingerissen, weil sie zu teuer ist, weil dann doch keiner Bereit ist, bezahlt für eine europäische Lösung. Also sollten wir eine europäische Cloud haben, das hast du auch mit Dennis vorgestern besprochen, oder? Hattet ihr das Thema nicht auch schon? Also wir wollten eigentlich digitale Souveränität. Und wir bräuchten eigentlich Open Source Lösungen und müssten unabhängig sein. Alle sind sich da einig, aber keiner macht was daraus, ne? Weil er will die doppelte Infrastruktur, die höheren Kosten und die langsamen Latenzzeiten am Schluss dann bezahlen. Also das ist so ein typisches Thema, alle weinen und keiner ist bereit, was zu machen, außer Schleswig-Holstein. Die haben ja umgestellt auf Open-Source-Lösungen in der Verwaltung.
42:59 Gavin Karlmeier
Und ob das jetzt alles besser funktioniert, deswegen weiß man auch nicht zwangslager.
43:02 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, das ist das Problem an der Sache. Achso, Sascha Pallenberg, der ist doch Verfechter von diesen Themen. Ich bringe die Leute mal durcheinander, aber digitale Souverän. Ja, ja, genau, der hat auch was. Wir würden alle gerne, aber weißt du was? Wir hatten hier eine Infrastruktur mit Matrix Elements, Nextcloud und so weiter und dann irgendwann sagt ihr, ach komm, lass uns auf Microsoft 365 umsteigen.
43:28 Gavin Karlmeier
Und damit dann durch den amerikanischen Cloud Act komplett durchsuchbar werden.
43:34 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Total inkonsistent, weil dann benutzt man Microsoft 365 und traut sich aber nicht, seine Daten bei OpenAI auf die Server hochzuladen, weil das eine ist neu oder Zoom zu benutzen, weil die natürlich auch so eine Klausel haben, dass alles Material zum Training verwendet werden soll. Die sind da hochgradig inkonsistent und logisch unterwegs.
43:52 Gavin Karlmeier
Ja. Aber es gibt so ein paar andere Folgegeschichten, die mit dieser AWS, mit dem AWS ausfallen, mir aufgefallen sind. Ich habe mal ein bisschen was mitgebracht. Also zum Beispiel, wenn Menschen ate Sleep Pot. Bads haben. Das sind Betten, also das sind so Matten, die legt man unters Bett. Und die können das Bett wärmer machen und können das Bett kälter machen und können tracken, wie du geschlafen hast und solche Sachen.
44:13 Speaker 4
Die liegen auf den AWS-Servern?
44:14 Gavin Karlmeier
Die liegen auf den AWS-Servern. Während du auf dem Bett liegst, liegt dein Bett auf einem AWS-Server. Bedeutet also, dass Menschen nicht in der Lage waren, ihr Bett zu programmieren. Es war immer noch ein Bett am Ende, aber es war eben nicht mehr smart und du konntest es nicht wärmer, kälter, höher, runden, tiefer, alles Mögliche machen. Es war nur noch im Bett. Die komplette Kommunikation ist überall AWS-Server gelaufen. Übrigens, wer diese 8-Sleep-Pot-Beds hat, ich glaube, die sind auch sehr, sehr, sehr, sehr teuer, wenn ich da es richtig im Kopf habe. In meinem Kopf sind das so um die 6000 Euro für diese Mathe. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig im Kopf habe.
44:52 Speaker 4
Eigentlich klingt das nach genug Sci-Fi-Filmen, dass es fast in den AI-Act reingekommen hätte.
45:00 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Fällt es unter den Data Act, weil die Daten, die dieses Bett sammelt, da hast du Zugriff, du hast ein Recht darauf nach dem Data Act schon seit September. Diese Rohdaten zu bekommen oder aufbereitet zu bekommen, damit du damit Sachen machen kannst. Ist dem meisten Leute nicht bewusst, dass der Data Act uns echt eine Menge Möglichkeiten gibt, an diese Gerätedaten, Internative Things und so weiter, zu kommen.
45:18 Gavin Karlmeier
Und ich glaube, das ist eine Menge, denn jedes Bett Schickt 20 Gigabyte Telemetrie-Daten jeden Monat an die Cloud.
45:26 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Armin, viel Spaß damit. Die müssen sie zur Verfügung stellen. Das ist meistens noch gar nicht bewusst. Du kannst auch deinen Staubsauger-Roboterhersteller bitten. Gib mir bitte alle Daten, die du aufgenommen hast, was du über meine Gewohnheiten weißt. Und zwar aufbereitet, alles, was du an Rückschlüssen daraus getroffen hast. Da streitet man, wie weit das reingehen kann, aber alle die Daten, die ich brauche, um die gleichen Erkenntnisse zu haben wie der Hersteller, die darf ich aus meinem Gerät haben.
45:51 Gavin Karlmeier
Wir haben ja schon mal hier darüber gesprochen, dass die Rewe-App das ja dementsprechend auch anbietet per Knopfdruck. Du kannst also quasi all diese Interpretationen dir schicken lassen und gucken, Was du für ein Körperprofil hast und so ist ganz interessant tatsächlich. Ist sehr fortschrittlich, wenn man das tut. Wahrscheinlich bombardieren uns mit Daten, bis wir keine Lust mehr haben. So ist aber auch Signal dort gehostet und Elon Musk hat gesagt, ich vertraue Signal nicht mehr. Was interessant ist, dass er das sagt, weil auf der einen Seite muss man dazu sagen, dass klar die Infrastruktur von Signal liegt oder die Serverinfrastruktur liegt bei AWS, aber die Daten sind derart verschlüsselt, dass niemand in der Lage ist, sie zu entschlüsseln, auch Signal selber nicht. Das hat auch Meredith Whittaker nochmal gesagt und hat dazu gesagt, Signal genießt das Vertrauen der Sicherheits- und Hacker-Community sowie von 100 Millionen anderen Menschen, weil sie überprüfen können, was dort passiert, und weil es sich bei der Überprüfung als robust, privat und extrem sicher erwiesen hat. Ähm der Zeitpunkt, warum Elon Musk das aber sagt und hier diesen Zeitpunkt nutzt des AWS-Ausfalls, um Stimmung gegen Signal zu machen Ist natürlich deswegen interessant, weil seit ein paar Wochen eben Ex-Chat gestartet ist und er natürlich versucht, hier ein Gegenangebot zu machen. Also man darf sich hier nicht so an das Narrativ von Elon Musk hängen, weil auch das, wer hätte das gedacht, gefärbt ist.
47:05 Speaker 4
Ich würde das mal als Grundempfehlung aussprechen, sich nicht an das Narrativ von Elon Musk zu hängen.
47:12 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, klar. Aber die liebgewonnenen Lieblinge wie Blue Sky werden dann auf einmal doch wieder zu Verrätern. Gut, aber das hattet ihr.
47:21 Gavin Karlmeier
Das hatten wir. Das hat Pallenberg auch nochmal groß gemacht. Wir sind zu unterschiedlichen Schlüssen gekommen, sag ich mal.
47:27 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Also ich würde auch nochmal ein bisschen abwarten, ich meine, das Ding ist offen, dass jetzt halt da die amerikanischen Behörden einfallen und und lau behakt unterwegs sind. Gut, das machen wir lange Bloglisten. Ich habe sie auch übernommen und abonniert und gebloggt. Gucken wir mal, ob Sie es übernehmen können. Sie rücken uns auf die Pelle. Dennnächst müssen wir sogar in den Discord räumen.
47:47 Gavin Karlmeier
Bitte nicht. Apropos, es gibt einen Haken an Discord, kommt so schnell, solange es den noch gibt. www. haken. org. Wir sind über 2000 Leute und vieles über das, wir sprechen, ist auch dort Thema. Es ist eine ganz, ganz tolle Community und es macht wirklich sehr viel Spaß dort. Ich schicke nur bitte keinen Personalausweis an irgendjemanden, der mit Discord in Verbindung steht. Das wäre keine gute Idee. Kleine letzte Geschichte zur AWS übrigens noch. Das auch dazu geführt hat, dass Leute ihren Sprachassistenten in Amazon Echo-Geräten, ich sage den Namen jetzt nicht, weil dann bei vielen Leuten dieser Name eben etwas auslöst, dass die entweder ihren Wecker nicht stellen konnten oder noch schlimmer nicht ausschalten konnten, weil eben dieser Sprachassistent nicht reagiert hat, aber der Wecker eben schon, weil der eben festgesetzt war.
48:35 Speaker 4
Ich habe direkt überlegt, ob man jetzt Amazon in die Haftung nehmen kann dafür, dass man seinen Arbeitsbeginn verschlafen hat, weil. Der Wecker nicht gestellt werden konnte.
48:46 Gavin Karlmeier
Einmal mit JuristenInnen arbeiten hier, es ist perfekt.
48:49 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, und wir müssen uns dann überlegen, welche Schanzersatzansprüche daraus kausal sind, weil die Schansersatzansprüche aus 82 DSGVO natürlich nicht so ein Verschulden vorsetzen. Wäre schon was dran eigentlich, ne?
48:59 Speaker 4
Also, wenn das jemandem passiert ist?
49:01 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wäre eine Sammelklage. Also da kommt ein bisschen was zusammen auch. Also am besten Leute, die viel auch Geld verloren haben dadurch, weil sie nicht zur Arbeit erschienen sind. Ja, Broker und so. Wobei das Problem ist natürlich, die haben ja trotzdem Anspruch auf den Arbeitsmarkt.
49:14 Speaker 4
Die brauchen Selbstständigen.
49:15 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, die brauchen jemanden, der richtig Geld verloren hat.
49:17 Speaker 4
So ein Konzert verschlafen oder sowas und die ganzen Tickets mussten zurückerstattet. Werden.
49:22 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, es sei denn, es war eine ab 615 BGB, da war doch irgendwas sowas. Lass doch einfach mal, ne? Übrigens auch. Da ist doch jemand. Kevin ist auch noch da. Auch Ring-Tür-Klingern kann man auch nicht funktionieren. Das ist problematisch bei diesem Dreier-Podcast. Jesse war neulich bei einem und es ist dann immer so, dass Irgendwie einer zu viel oder zu wenig redet.
49:44 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall, Ring-Tür Klingeln haben auch nicht funktioniert, sodass Leute halt nicht mitbekommen haben, wenn bei Ihnen geklingt wurde. Ich habe euch gehört, ja. Ich wollte einfach nur darüber so geschmacklos hinweggehen. Ich hoffe, das ist okay.
49:57 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Da merkt man erst, was alles in der Cloud ist, ne?
50:00 Speaker 4
Ja, und ich glaube, das wird ja immer mehr. Also du kannst dann dein Licht nicht mehr ein- und ausschalten zu Hause. Die Musik läuft einfach weiter, die Sauna grillt dich.
50:10 Gavin Karlmeier
Wir erinnern uns daran, dass damals beim Meta ein total aus Fall war, weil der DNS nicht mehr funktioniert hat, dass Leute nicht mehr in die Konferenzräume gekommen sind, weil auch deren hauseigenes Türschließsystem auch über die Metaserver liefen.
50:25 Speaker 4
Die Leute sind nicht mehr aus den Konferenzraum rausgekommen sind.
50:29 Gavin Karlmeier
Ob sie nicht rausgekommen sind, weiß ich nicht.
50:31 Speaker 4
Freiheitsbergung.
50:33 Gavin Karlmeier
Es ist schön, wie er direkt, er sucht direkt einen Fehler. Das gefällt mir gut.
50:40 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Wir haben natürlich herausgefunden, dass die Sonic Wall, die Firewall, bedauerlicherweise die Backups in der Cloud speicherte und diese Daten alle kompromittiert sind. Super, dass gerade die Firewall nicht auf meine Daten aufpassen kann.
50:54 Gavin Karlmeier
Ja, gute Nachrichten. Good news for people who love bad news. Wir kommen in unsere Rubrik, damit wir heute nicht wieder diese Schallmauer der einen Stunde so massiv überreißen. Genau, los geht's. Funktionen und Emotionen. Ich habe ein kleines Housekeeping in dieser Rubrik. Und zwar haben wir in der letzten Episode über Instagram Rings gesprochen und das ist der Creators-Account. diesen Preis, den Instagram auslost, dass die alle GewinnerInnen in einem Karussell-Post dargestellt haben. Und weil das 25 sind, hatte dieser Post 26 Bilder, obwohl Instagram eigentlich nur 20 Pro Caro Cellpost erlaubt. Jetzt gibt es erste Hinweise darauf und ich habe das gesagt, ich habe das prognostiziert, das Orakel von Selfie. Ich habe gesagt. Dass das kommt. Und jetzt sieht das Ganze noch aus, als würde Instagram die Anzahl der Bilder und Videos in einem Karussellpost erhöhen. Adam Mossari, der CEO von Instagram selber, hat jetzt einen Post gemacht mit 23 Bildern. Also wir können davon ausgehen, dass früher oder später wohl diese Zahl steigen wird.
51:58 Speaker 4
Es wird die Welt revolutionieren.
52:00 Gavin Karlmeier
Dankeschön.
52:02 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ich wüsste nie weiter als zwei. Wirklich? Nein. Ich benutze Instagram ja kaum.
52:10 Speaker 4
Also ich glaube, vier oder fünf schaffe ich schon, aber ich glaube nicht, dass. Also ich kann mir ehrlich gesagt keinen Post vorstellen, bei dem ich 23 Bilder durchswipen würde.
52:18 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Naja, eine BGH-Entscheidung vielleicht, wo ich jede Seite ein. Eigene Bild ist, das ist.
52:23 Speaker 4
Die lese ich nicht auf Instagram.
52:24 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Okay, dann halt nicht.
52:27 Gavin Karlmeier
Mehr BGH auf Instagram. Wir haben ja vorhin über Anreize schaffen, Dark Patterns, Symbole gesprochen. Jetzt kommt was Interessantes, denn Instagram hat offenbar angekündigt. Ob das nach Deutschland in die EU kommt, wage ich zu bezweifeln, aber sie haben keine Einschränkung gemacht. Deswegen, vielleicht kommt es auch weltweit. Sie haben angekündigt, dass alle NutzerInnen von Instagram, die Teen-Accounts haben, das sind die Accounts, die vernetzt sind mit den Accounts der Eltern und damit ein paar Einschränkungen erleben, dass sie die Möglichkeit bekommen. ein anderes Logo für die App, ein anderes Icon festzustellen, indem es zum Beispiel so nach Chrome aussieht oder nach Blumen. Also es gibt jetzt für Leute, die einen Teen-Account haben, die Möglichkeit der Instagram-App ein anderes Logo zu geben. Habt ihr Emotionen dazu, weil ich habe drei im Angebot?
53:14 Speaker 4
Warum? Ich verstehe es nicht.
53:18 Gavin Karlmeier
Ich halte das. Ja. Nee, mach mal. Ich halte das aus drei Gründen für dumm. Und wenn ich drei sage, dann komme ich immer noch auf zwei, aber ich fange mit dem ersten an. Erstens, die Teenager die damit sozusagen nicht die coolen sind, die einen vollwertigen Instagram-Account haben, sondern einen, der mit ihren Eltern vernetzt ist, werden jetzt auf dem Homescreen schon geblamed, was sie in ihrem Freundeskreis vermutlich eher vermeiden wollen. Wenn man Teenager kennt, weiß man, Status spielt da häufig eine Rolle. Deswegen halte ich das für ungeschickt, dieses Feature einen Teenager-Only-Feature zu machen. Zweitens Ist das doch ein Anreiz von Instagram, um Teen Accounts zu nutzen und damit möglicherweise junge Menschen in die App zu loggen, oder?
53:58 Speaker 4
Das widerspricht sich jetzt aber zu deinem ersten Punkt.
54:01 Gavin Karlmeier
Ja, nee, das eine ist die Wahrnehmung unter Teenager, das andere ist die Wahrnehmung, wie Instagram es meint.
54:06 Speaker 4
Gibt es überhaupt Teenager, die noch Instagram benutzen?
54:10 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Sehr viele. Sehr, sehr, sehr viele. Ja, es gibt die schon, aber wer von denen hat einen Teenager-Account? Also wer von denen ist daran gescheitert, sich erwachsen zu machen?
54:20 Speaker 4
Das ist die Frage. Vielleicht machen Leute das, also ach so, ich verstehe jetzt. Der Anreiz für die Teenager ist, es ist so cool, dass man sein Symbol selbst wählen kann. Dass man deshalb lieber einen beschränkten Teenager-Account haben will. Nee.
54:37 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Der Punkt ist, wir sind ja Juristen hier. Und Wenn Instagram eine Infrastruktur zur Verfügung stellt, die so aussieht und sich flüssig anhört, dass Leute, die keine Ahnung von Platten, haben, ist doch alles super, die haben doch für Sicherheit gesorgt, sind sie safe und haften nicht dafür, dass in Wirklichkeit natürlich Minderjährige unterwegs sind. Also Das ist nicht der richtige Weg, wie wir unsere Kinder und Teenager schützen, indem man Meta irgendwelche Feigenblatt Accounts bauen lässt, die am Schluss keine Sau benutzt. Wo Meta am Schluss sagt, ja, eure Kinder sind selbst schuld, dass sie es nicht machen, oder ihr Eltern seid schuld, weil ihr nicht dafür gesorgt habt, dass die Teams sich nicht hintenrum mit einem Erwachsenenalter anmeldet. Und deswegen, jetzt kommen wir zu der Erfolgerung, deswegen muss die Schadensersatzpflicht von Meta, wenn sie zulassen, dass Teenager sich anmelden. sogar als Anspruch für die Teenager selbst, die täuschenden Teenager, so hoch sein, dass es einen Anreiz gibt, wirklich wirksame AVS-Systeme einzuführen. Solange das nicht der Fall ist, werden einfach sich Insta und die Teenager verbünden, um das System zu tunneln. Und die Eltern sind am Schluss die Dummen. Die glauben nämlich, dass ihre Kinder safe sind, was sie nicht sind.
55:53 Speaker 6
Das war perfekt, sonst was hätte ich nicht besser sagen können und auch nicht schlauer.
55:57 Gavin Karlmeier
Der dritte Gedanke, warum ich das für umgeschickt halte, wollte ich aber auch noch dranhängen, weil jetzt gerade ja die EU und New York Alle zusammen, untersuchungs- nicht zusammen, aber parallel zueinander, untersuchen, ob Instagram ein Suchtmittel ist. Und was hilft denn, um ein Suchtmittel attraktiver zu machen, wenn man es süß verpackt? Also, ich halte es auch nicht so für einen politisch geschickten Move, das zu diesem Zeitpunkt zu verkünden. Es ist nur eine Kleinigkeit, es ist eine Petitesse, aber es ist das erste Feature, dass de facto Teenager-Accounts nicht etwas wegnimmt, sondern etwas Neues gibt.
56:28 Speaker 4
Tatsächlich kannst du recht damit haben, weil wenn du diese Veränderbarkeit einführst, wenn das Icon anders aussieht, hat es wieder einen neueren Reiz und du drückst öfter drauf. Es kann schon gut funktionieren, noch mehr Suchtpotenzial auszulösen.
56:45 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Und das Suchtthema ist ja etwas, was eigentlich von der Europäischen Kommission bei TikTok untersucht werden sollte, aber die kommen nicht neben heute. Dabei ist TikTok jetzt ja noch kein amerikanisches Unternehmen, aber anscheinend genießen die den gleichen Welpenschutz wie die amerikanischen Unternehmen bei der Europäischen Kommission. Und die legen los, wir sagen uns alle, oh super, Kommission macht was gegen Sucht- und Dach-Patterns und was weiß ich was. Und dann passiert gar nichts. Außer dass sie vielleicht dieses Animontarisierungsding da ein wenig zurückgenommen hatten bei TikTok.
57:14 Speaker 4
Tja, die Frage ist, wie lange muss man suchen, um festzustellen, dass TikTok sucht? Fördernd ist.
57:20 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Und wenn die dann soweit sind, dann ändern Sie Ihren Algorithmus und dann fangen wir wieder von vorne an. So spielen wir mal H.
57:25 Gavin Karlmeier
Ja, es ist schön, dass heute nicht ich für die Dystopie hier zuständig bin. Ich freue mich, danke, dass ihr da seid. Wir bleiben ganz kurz in der Welt der Anreize, denn wenn du die Meta-AI-App verwendest, es gibt zwei Meta-AI-Apps, es gibt eine internationale und es gibt eine amerikanische. Die amerikanische Meta-AI-App ist so ein bisschen wie Zora. Also du kannst dort Videos erstellen und die mit anderen Menschen teilen. Die internationale App ist die Companion-App für Meta-Hardware. Also wenn du eine Meta-Brille besitzt, mit der du Fotos machen kannst, also eine Ray-Band-Korporationsbrille zum Beispiel. Dann kannst du diese Fotos da über diese App zum Beispiel auf dein Telefon schicken. Und da gibt es jetzt ein neues Feature. Und dieses Feature heißt Cloud Medien. Und du hast die Möglichkeit, sozusagen, wenn deine Brille im WLAN ist, deine Fotos nicht über den Umweg-Handy gehen zu lassen, sondern direkt auf die Metaserver in die Cloud zu laden. um diese Fotos dann sozusagen auch direkt von deinem Telefon nutzen zu können. Das sind Cloud-Medien. Interessant sind aber zwei Dinge an dieser Notiz. Das eine ist, dass du damit zustimmst, dass diese Bilder alle zur KI-Verarbeitung genutzt werden. die du in die Cloud lädst. Und zweitens, sagen sie, mache deine Medien besser, verbessere deine Fotos und Videos mit Cloud-Funktionen. Das heißt, sie kündigen an, dass wenn deine Fotos in die Cloud hochgeladen werden, sie dadurch eine bessere Qualität bekommen.
58:46 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Okay, da sind so viele Sachen dran, wo man einfach Einspruch brüllen muss. Zunächst mal kennen wir ja schon diese Cloud-Trainingsklausel. Am Anfang dachte ich, das muss ein Versehen gewesen, das meinen die doch nicht ernst. Bei CapCut hatten wir es, bei Zoom hatten wir das auch, dass sie sagen, alle Inhalte, die ihr hier verwendet, dürfen von uns zu Trainingszwecken verwendet werden. Und die reißen erstmal alles an Daten an sich, solange es noch geht, bevor die Rechtsprechung hinterherkommt. Und wir sind mal wieder zu langsam damit. Ich habe aber trotzdem die Hoffnung, dass wir irgendwann zu einem Punkt kommen, wie jetzt dieser Deal mit Entropic über die 1, irgendwas Milliarden, dass zumindest die Trainingsdaten aus Raubkopien entweder zu Schadensersatz führen oder dazu, dass die Trainingsmodelle nicht mehr genutzt werden können. Also ich möchte gerne dahin, dass diese ganzen erschlichenen Zustimmungen, die AGB-rechtswidrig sind, wie ich vermute, dazu führen, dass das Material, was damit trainiert worden ist, nicht verwendet werden kann. Und das ist ein bisschen tragisch für diejenigen, die das Modell haben und kein Backup-Modell gemacht haben, was nur aus legalen Trainingsdaten besteht, aber Ich habe ja auch kein Mitleid.
59:51 Speaker 4
Aber ich finde es eigentlich schön, wenn man die Rechtsverletzung gleich so offensichtlich macht, dass man nicht mal eine Widerspruchsmöglichkeit einbaut, weil nach Jeder Ansicht, die ich so kenne, selbst wenn man das Zeug zum Training benutzen darf, muss man ja zumindest widersprechen können.
01:00:04 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Also wir sind uns jedenfalls einig, dass diese Trainingsklauseln nicht wirksam sind.
01:00:08 Gavin Karlmeier
Okay, also hier in dem Fall ist es Friss oder stirb. Übrigens im Fall von Meta gibt es noch einige andere Hinweise darauf, dass sie auch tatsächlich Raubkopien genutzt haben, um ihre KI-Modelle zu trainieren. Wir haben hier eine Zahl gehabt, ich glaube 70 Terabyte von Filmen und vor allem vielen, vielen Pornofilmen, die sie verwendet haben. Warum auch immer, die wurden alle verwendet, vielleicht um biometrische Abbildungen von Menschen erstellen zu können. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall, du kannst diesen Cloud-Menien widersprechen, aber es ist friss oder stirb. Entweder wir nutzen es auch zum Training oder du benutzt es Feature nicht.
01:00:43 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Dafür brauchen wir Rechtsprechung und Gesetzgeber, der sagt, dass AGB-Regeln, nur weil sie halt Frist- oder Stirb-Regeln sind, trotzdem einfach unwirksam sind. Du kannst denen zustimmen, ohne was zu befürchten. Darauf konnten wir uns bisher ein AGB-Recht verlassen, das uns die Rechtsprechung gerettet hat. Was wir aber noch nicht klar haben, ist, was passiert, wenn trainiert wird ohne Zustimmung, was bedeutet das fürs Trainingsmodell? Produkte, die daraus entstanden sind. Diese Fragen sind noch ungeklärt und du hast vorhin Fair Use angesprochen, da kippt ja so ein bisschen die amerikanische Rechtsprechung auch gerade und da. bewegt sich noch einiges und wir haben da auch Rechtsstreite oder Parteien, die versuchen, diese Sachen voranzutreiben. Und Das könnte noch für Überraschungen sorgen. Wir laufen mit der Rechtsprengung immer hinterher, aber mach dich mal drauf gefasst, es wird nicht so schnell sein wie mit den Karussell-Ankündigungen. So, nach drei Tagen, aber es könnte sein, dass wir noch Entscheidungen erleben, wo Trainingsmodelle einfach nicht weiterverwendet werden dürfen, weil sie illegal gefüttert wurden.
01:01:42 Gavin Karlmeier
Apropos für Überraschungssorgen, das habt ihr heute auch gemacht. Vielen vielen Dank, dass ihr heute da wart. Ich fand das ganz schön, dass wir jetzt überraschend zu dritt waren. War das zweite Mal in der Geschichte von Hagen dann, dass wir zu dritt waren. Das letzte Mal waren wir zu dritt, als Dag Swerner Moritz Hürtke mitgebracht hat, die zusammen den Boningen Wachmacher gestartet haben. Persönlichkeit des Tages eine Tour angekündigt haben. Vielleicht geht man da mal vorbei. Ich glaube, das ist ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk. Ansonsten vielen Dank, dass ihr da wart. Ich hoffe, ihr kommt bald wieder, in welcher Form auch immer. Es war sehr schön. Vielen Dank euch
01:02:12 Chan-jo Jun und Jessica Flint
Ja, danke, dass wir da sein durften. Bis bald. Und zum nächsten Mal.
01:02:17 Gavin Karlmeier
Sehr gerne. Und weiter geht's hier am Freitag mit Dennis Kogel. Auch da freue ich mich sehr, sehr, sehr drauf.
01:02:22 Speaker 6
Auch ein gern gesehener Gast, der auch eine gute Nachricht mitbringt. Also es wird alles schön. Vielen Dank, dass ihr da wart. Bis Freitag. Tschüss. Tschüss, ciao.