Ein Überwachungsroboter für die eigenen vier Wände, ein Einblick in LinkedIn- und Bluesky-Zahlen, ein Streit zwischen Musk und Altman, Updates von Sora und der Chatkontrolle. Die Jubiläumswoche beginnt mit einem bunten Potpourri!
Kapitelmarken
KI-unterstützt
00:00 Hallo Franzi!
03:54 Der humanoide Roboter NEO
14:13 Bluesky und neue Zahlen
18:22 LinkedIn und neue Zahlen
25:32 Wofür nutzen die Leute Sora?
30:08 Neue Nutzungsbedingungen für ChatGPT
31:43 OpenAI an die Börse?
36:11 Chatkontrolle und Datenschutz
40:14 Microsoft und Verbraucherrechte
44:49 Funktionen und Emotionen
55:31 Musk vs. Altman
01:01:38 Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Franziska Bluhm
Das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Franzi.
00:08 Franziska Bluhm
Hallo Gavin, lange nicht gesehen.
00:10 Gavin Karlmeier
Wir haben uns ja. Du willst halt vielleicht dort zerklären. Wir haben uns dieses Wochenende erst gesehen. Können wir gleich mal kurz drüber sprechen? Ich stelle dich erstmal kurz vor. Bei mir ist nämlich heute Franziska Blum der Grund, warum ich hier alle Gäste immer vorstelle. Digitalexpertin, Beraterin, Internet. Fachkraft und freue mich, dass du hier bist.
00:29 Franziska Bluhm
Für Internet-Fachkraft kriegst du.
00:33 Gavin Karlmeier
Kannst du das bitte in deine Visitenkarte schreiben, Internet-Fachkraft.
00:36 Franziska Bluhm
Ja, ich werde meine Link im Bio klicken. gleich aktualisieren, Internetfachkraft. Vielen Dank.
00:41 Gavin Karlmeier
Wir haben uns dieses Wochenende gesehen. Achso, ja, das Vorstellen habe ich gerade so halb weggeschluckt, aber das Vorstellen mache ich, seitdem du gesagt hast, wir sollen das doch immer machen.
00:49 Franziska Bluhm
Ich weiß es auch sehr zu schätzen und freue mich jedes Mal, wenn du mir den Gast vorstellst, wenn ich den Podcast höre.
00:55 Gavin Karlmeier
Ja, alle, alle, hey du, lieber Hörer, liebe Hörerinnen, ich mache das nur für dich. Wir haben uns dieses Wochenende gesehen, in Düsseldorf fand der Ableger der Republika statt. Also so in einem Satz, wie würdest du die Premiere einschätzen? Wie ist es gelaufen?
01:11 Franziska Bluhm
Ich hätte nicht gedacht, dass es gelingt, so viele Menschen anzuziehen, die auch nicht typische Republikagänger sind. Also daher würde ich sagen, echt ein Erfolg so. Ja, und ich fand es nett, mal auch im Westen, im tiefen Westen, ja, mal so ein bisschen Republika-Feeling zu haben. Also klar kann man alles noch größer machen und vielleicht auch noch ein bisschen diverser, was die Themen so angeht, aber ich finde, sofalls erstes Mal fand ich es ziemlich gelungen. Und fand auch, dass das NRW-Forum hier in Düsseldorf ein ziemlich guter Standort dafür ist.
01:45 Gavin Karlmeier
Ja, ich fand das auch nett. Man muss viel Treppen steigen, aber ich fand es nett. Ich fand übrigens der Fernsehalber, ich glaube, die Station Berlin liegt im alten Westen der Stadt. Also immerhin das.
01:58 Franziska Bluhm
Ja, aber östlich von Düsseldorf, ich glaube, da können wir nichts dran ändern. Ja, du gut, das ist doch. Und ich weiß noch nicht, ob wir jetzt anfangen sollten, die Berliner Republika als die Ostrepublika umzubenennen.
02:08 Gavin Karlmeier
Lieber nicht.
02:09 Franziska Bluhm
I don't know.
02:09 Gavin Karlmeier
Lieber nicht. Ansonsten haben wir Jubiläumswoche, für die, die es nicht mitbekommen haben. Das hier ist Folge 498. Wir nähern uns in großen Schritten der Folge 500, die am Freitag erscheint und die live aufgenommen werden wird im Rahmen eines Livestreams Der zwölf Stunden gehen wird am Donnerstag von 9 bis 9. Wir werden livestreamen und zwar über, voraussichtlich, über YouTube und PeerTube. Also es gibt eine dezentrale Möglichkeit, uns zuzuschauen und eine eine klassische, wenn man so will, Social Media Möglichkeit, zentrale Möglichkeit. Und ich bin so langsam erfüllt sich sowohl der Plan, was da so passieren wird. Ich werde noch nicht so viel verraten, es gibt Überraschungen, als auch meine Buchse, weil die Vorstellung, zwölf Stunden lang auf Stück ins Internet zu reden, ist schon interessant.
02:55 Franziska Bluhm
Ja, es wird bestimmt spannend, wenn zwischendurch dann irgendwelche Anrufe kommen von Leuten, die es vielleicht nicht wissen, oder?
03:00 Gavin Karlmeier
Das ist interessant, aber man wird auch als ZuschauerInnen anrufen können. mich anrufen kann. So kann ich schon mal verraten. Wir haben eine, ich bin dran, aber vermutlich wird das gehen, ja.
03:10 Franziska Bluhm
Und sag mal, Gavin, so zum 500.
03:13 Gavin Karlmeier
Ja.
03:14 Franziska Bluhm
Wünschst du dir da eigentlich irgendwas? So von deinen Hörerinnen und Hörern?
03:19 Gavin Karlmeier
Äh. Loyalität, Beständigkeit, Treue. Und Geld.
03:31 Franziska Bluhm
Das heißt, du wirst ein Spendenkontor aufmachen am Donnerstag?
03:33 Gavin Karlmeier
Um Gottes Willen, nein Ich weiß auch nicht, ob sich das, ob das so vertraglich vereinbar ist mit den großen Tech-Unternehmen, die diesen Podcast finanzieren. Zwinky-Zwinky. Nein, also wir gehen rein. Ich habe nämlich das Wochenende und jetzt genug des geplänkels, ich habe das Wochenende mit einem Thema verbracht. wenn wir nicht gerade auf der Republika waren, das in den USA seit Freitag zum Ultra-Meme geworden ist. Also du kennst dieses Meme von Ben Affleck, der so vor irgendwo steht, man hat Zigarette in der Hand und so wahnsinnig erschöpft aussieht. Dieses Meme wurde ersetzt durch einen humanoiden Roboter, der seit ein paar Tagen durchs Internet geistert, mit dem Namen NIO. Also NIO oder Neo vom Unternehmen OneX, in das übrigens auch OpenAI investiert hat. Wurde vorgestellt, und für die, die es nicht mitbekommen haben. Ist ein Roboter, der ist so menschengroß, hat auch so zwei Arme, zwei Beine, einen Kopf Also einen menschenähnlichen Körper, humanoid. Statt Augen hat er zwei Kameralinsen und er wird vermarktet, als das ist deine Haushaltshilfe. Du kannst ihn putzen lassen, du kannst ihn spülen lassen, er bringt dir ein Wasser, er macht die Tür auf, er holt die Post. Und du kannst ihn vorbestellen in den USA. Der kommt irgendwann 2026, du müsstest nur jetzt schon bestellen und der kostet 20. 000 Dollar. Oder du kannst auch eine monatliche Aborate von 500 Dollar abschließen, dann gehört er allerdings nicht wirklich dir. Und dann hast du diesen Roboter, der bei dir erstmal aufräumt. Wie klingt das für dich?
04:57 Franziska Bluhm
Das heißt also, es wäre so das Geschäftsmodell oder die Überlegung, 500 Euro für eine Haushaltshilfe oder für einen Roboter. Oder halt Zeit aufrechnen, für die ich halt im Haushalt verbringe mit irgendwelchen Sachen. Würde sich wahrscheinlich schon lohnen, oder?
05:14 Gavin Karlmeier
Also, wir nehmen das mal ein bisschen weiter auseinander, aber ich verspreche euch, diese Anekdote, diese Geschichte wird immer dystopischer, je mehr man von ihr erzählt.
05:23 Franziska Bluhm
Okay, ich wollte jetzt einfach nur den Reihen nutzen, weißt du, erstmal so am Anfang. Das verstehe ich auch. Unterstützung im Haushalt, irgendwie nicht mehr bügeln, nicht mehr, obwohl Bügeln ist übertrieben. Wer bügelt eigentlich noch, aber egal. Also saugen, Essen machen und so weiter und so fort könnte ich mir schon vorstellen, dass das irgendwie ganz nützlich wäre. Aber jetzt wird es dystopisch. Ich bin gespannt, Gavin.
05:44 Gavin Karlmeier
Ja, also es wird immer schlimmer. Ich fange mal an. Also das Wall Street Journal hat in einem YouTube-Video diesen Roboter getestet und haben interessanterweise die Journalistinnen, die sich da die Spülmaschine einräumen lässt. Also sehr, sehr, sehr, sehr beschwerliche Einraumung der Spülmaschine. Es läuft nicht perfekt, es läuft nicht rund. Aber herausgefunden, dass keine der Aktivitäten, die dieser Roboter macht. . autonom stattfinden, sondern da sitzt ein Mensch hinter, der diesen Roboter fernsteuert. Heißt, diese Linsen Diese Linsen, diese Kameralinsen werden live gestreamt zu einem Menschen, der den dann bedient und der dann quasi mit einer VR-Brille als Roboter die Tätigkeiten in deiner Wohnung durch. Und also die Erzählung ist und im Trailer wurden auch schon zwei Dienste tatsächlich autonom durchgeführt. Einer davon war das Türöffnen. Die Erzählung ist, man trainiert quasi eine KI, damit irgendwann keine Menschen diesen Roboter mehr bedienen müssen. Das ist die Erzählung von OneX. Und ich weiß nicht so genau, wie ich in diese Geschichte perfekt einfinde, weil ich habe eine sehr starke Emotion, weil de facto ist es so, du kaufst dir hier einen Roboter und dieser Roboter. Wird erstmal ferngesteuert und diese Fernsteuerung funktioniert so lange, bis sie ihm die KI gelernt hat, wie das geht, dass er nicht mehr ferngesteuert werden muss. Heißt aber, du zahlst erstmal 20. 000 Euro dafür, dass du eine Mischung aus Versuchskaninchen bist und Arbeitgeber, weil da steckt ja jemand hinter So, jetzt ist es aber gleichzeitig auch so, dass diese Linsen damit ja, um deine KI zu trainieren, erstmal dich abfilmen. Das heißt, du holst dir da erstmal einen kleinen Überwachungsroboter in die Wohnung, der angeblich das Gesicht pixelt, aber naja, also das ist dann halt auf Software-Ebene, während die Hardware-Ebene eben trotzdem dein Gesicht abgefilmt hat und deine Wohnung und alles.
07:30 Franziska Bluhm
Es werden einfach nur ein paar mehr Daten generiert, die man so vielleicht bräuchte für deutlich mehr Daten generiert.
07:37 Gavin Karlmeier
Also 20. 000 Euro, holst du diesen Überwachungsroboter in die Wohnung, der dich abfilmt und irgendwo auf der anderen Seite sitzt jemand, der das bedient. Jetzt können wir ja mal überlegen, wer ist die Person, die das bedient. In der Erzählung war das ein weißer Amerikaner, ein Bekannter, der irgendwie da in dem Unternehmen auch arbeitet und so, ein ganz nettes Junge. Student. Meine Theorie ist, das hier ist Peak Ausbeutungskapitalismus. Ich weiß nicht, ob es so ist, aber. Es liegt natürlich nahe, dass die Leute, die diesen Roboter bedienen, in Niedriglohnländern sitzen, dass sie dort nicht etwa den Sozialversicherungsstatus hätte, den bei dir eine Reinigungskraft in der Wohnung hätte. der nicht den Lohn bekommt, den eine Reinigungskraft bei dir in der Wohnung bekommen würde. Und gleichzeitig arbeiten diese Menschen, die dann vermutlich schlecht bezahlt werden, So lange in dieser Firma, bis ihre Arbeit eben von der KI ersetzt wird, die sie dauerhaft trainieren. Und das ist für mich eine dystopische Vorstellung, die ganz viele Beklemmungen in mir auslöst. Ich muss dazu sagen, es sind ein paar Annahmen drin, weil natürlich wurde jetzt in diesen Vorstellungsvideos und auch im Interview mit dem Wall Street Journal. Nicht gesagt, ja, ja, die sitzen irgendwo in Indien, Bangladesch oder wo auch immer. Das wurde so natürlich nicht gesagt. Aber es wurde eben auch nicht negiert bis hierhin. Und für mich fühlt sich das alles ziemlich fishy an.
08:48 Franziska Bluhm
Ich kann deine Aufregung total gut verstehen. Hast du dich auch so darüber aufgeregt? dass ChatGBT wahrscheinlich oder eben andere LLMs auf ähnliche Art und Weise sozusagen trainiert worden sind, weil da saßen ja auch irgendwelche Niedriglohnleute sozusagen dahinter, um halt diese ganzen Daten zu generieren und die Trainingsdaten sozusagen zu generieren, einzuarbeiten. Blablabla. Also ja, also es ist absolut richtig, sich darüber aufzuregen. Aber wenn wir das mal ganz kurz beiseite nehmen, ne, also ich finde Dass ein solches Gerät langfristig gesehen schon echt eine Unterstützung sein könnte. Also ist ja nicht von der Hand zu weisen. Also gerade ältere Menschen, wir werden alle älter, es gibt weniger Menschen, die diese Arten von Jobs machen wollen, Pflege, keine Ahnung und Haushaltshilfen und so weiter und so fort. Das heißt also grundsätzlich zu sagen, es lohnt sich, eine solche Maschine, wie auch immer, zu trainieren. Ich glaube, da sind wir uns auch einig, oder?
09:56 Gavin Karlmeier
Klar, ich glaube auch, dass das, also das ist ja ein Anwendungsfall für das, was man heute KI nennt, bei dem man sagen muss, das ist sinnhaft. Also es ist total sinnhaft. Die Sachen, auf die eigentlich niemand bogt. Niemand hat Lust, die Wäsche zu falten. Niemand hat Lust, die Spülmaschine ein- und auszuräumen. Wenn ihr es gerne macht.
10:13 Franziska Bluhm
Weil man kann es ja teilweise auch gar nicht mehr. Also, das muss man ja auch nicht mehr so gut sagen. Klar, das kommt natürlich dazu. Das ist ja nicht nur ein Faulheitsding, sondern es ist halt einfach wirklich Auch es kann eine lebensunterstützende Maßnahme sein. Und daher klar Muss man mal rüber sprechen, wie das gerade passiert. Also dass das wahrscheinlich, wie du gerade vermutest oder wie halt wahrscheinlich auch verschiedene Medien schon vermuten, auf nicht besonders, ich sag mal, humane Art und Weise passiert. Soll man irgendwie auf ausbauterische Art und Weise, das ist was, was man anprangern muss und wo man natürlich irgendwie gucken, den Finger in die Wunde legen muss, muss das auf diese Art und Weise geschehen. Aber so ganz grundsätzlich ist das schon Auch ein Projekt, was ich grundsätzlich jetzt nicht komplett verurteilen würde.
10:59 Gavin Karlmeier
Ja, ich verstehe deine Vorsicht. Will nur sagen Die Vorstellung, es wird immer wieder von diesem Haushaltsroboter hat der Jetsons gesprochen, eine Comic-Serie war es dazu mal, bei denen es eben einen Roboter gibt, der eben all diese Tätigkeiten für die Menschen übernimmt. Und wenn man daran denkt, dann muss man sagen, diese Vorstellung, da sind wir halt einfach noch überhaupt nicht. Also und gleichzeitig gibt es aber Unternehmen, die dir aber das erzählen wollen. Es ist ja dieses Narrativ, diese Erzählung vom Roboter, der deine Haushaltstätigkeiten übernimmt. Den gibt es halt einfach noch nicht. Das heißt, dieser Hype um diesen Roboter, der da gerade entstanden ist, entsteht um eine Erzählung, um eine Marketinggeschichte Aber nicht um ein tatsächliches Produkt. Das Produkt gibt es eben einfach noch nicht. Und das ist, das macht mich ein bisschen zornig, wenn man dann nämlich genau draufschaut auf dieses Produkt und feststellt. Nicht nur, dass es nicht gibt, sondern dass es stattdessen versprochen wird, ist auch eventuell Ausbeutung. Also, das ist, mir macht das nicht so Spaß. Und der Roboter sieht auch gruselig aus, muss man auch dazu sagen.
11:58 Franziska Bluhm
Ich habe leider noch kein Bild gesehen. Oder ist das alte Bild, was du da in den Chat hast?
12:02 Gavin Karlmeier
Neo One X musst du anschauen.
12:04 Franziska Bluhm
Okay, dann werde ich gleich mal angucken, wie sympathisch dieser Mensch oder dieses Wesen aussieht. Okay, ach da, ich sehe es. Ja, es ist irgendwie. Ja, man hätte ihm auch eine Nase und einen Mund gönnen können.
12:18 Gavin Karlmeier
Dann wäre es noch gruseliger, glaube ich. Um ganz kurz aber noch zu deinem Einwand der ClickworkerInnen in Niedriglohnländern noch was entgegenzubringen oder das zu unterstützen. Natürlich ist es ein Problem. Natürlich ist es ein Problem, dass zum Beispiel selbst Meta Äh, ne, was heißt Selbstmeta? Dass Meta vor einigen Monaten erst in Scale AI investiert hat, die das ja sozusagen auf die Spitze getrieben haben. Und zwar glaube 50 Prozent oder mehr übernommen hat. Also auf jeden Fall einen sehr, sehr großen Anteil des Unternehmens Scale AI übernommen hat. Und damit genau dieses Geschäftsmodell sozusagen stark, 49% waren das, sorry, genau dieses Geschäftsmodell sozusagen zu ihrem Geschäftsmodell auch machen. Das ist ein Problem, klar.
13:01 Franziska Bluhm
Naja, und die andere Ebene, die du ja auch angesprochen hast, ist halt, glaube ich, aber auch eine grundsätzliche Wen lassen wir in unser Leben schauen oder wen geben wir unsere Daten. Ähm, das ist natürlich jetzt, also es ist natürlich nochmal eine andere Privatsphäre, aber wenn ich mir angucke, die ganze Diskussion um diese Brillen und diese Meta-Brille, da ist ja auch, also willst du Meta In dein intimstes Leben sozusagen mit hineinlassen und durch die Brille sozusagen zeigen, wo du überall so bist und was du alles so machst und wie du dein Leben lebst mit einer Brille auf. Das ist genau das gleiche Thema. Also wir muss man da einfach wirklich überlegt rangehen und nicht irgendwie nur weil es irgendwie gerade cool ist oder so irgendwelche Entscheidungen treffen, die wir vielleicht mal bereuen werden.
13:53 Gavin Karlmeier
Ja, wobei das mit der Mitterbrille sogar nochmal ein bisschen anders ist, weil das automatisierte Verarbeitung ist, ob man es gut findet oder nicht, ob man es machen will oder nicht, aber nochmal was anderes, als wenn da hinter ein Mensch sitzt, der sozusagen in deiner Bude. Rumstreunern darf. Angeblich hat Neo wahnsinnig viele Sicherheitsmechanismen. Also er darf nichts Schweres heben, er darf nichts Heißes berühren. Also er dürfte jetzt nicht dich mit einem Tisch angreifen, zum Beispiel und so. Also da gibt es ein paar Sicherheits. Sicherheitsmechanismen immerhin. Und natürlich hast du recht, die Vision, dass irgendwann jemand für mich die Wäsche faltet, bügelt, die Schwimmmaschine ein- und ausräumt, damit ich währenddessen mehr fürs Bruttoinlandsprodukt tun kann, ist ja eigentlich gut.
14:32 Franziska Bluhm
Ja, es ist total kapitalistisch gut gedacht, ja.
14:35 Gavin Karlmeier
Ja, und selbstständig nichts als Brutto-Inland-Produktur. Ich liege schon lieber auf dem Sofa, als Wäsche zu falten.
14:42 Franziska Bluhm
Das ist schon okay.
14:44 Gavin Karlmeier
So, kommen wir zu Blue Sky. Blue Sky hat angekündigt, dass sie 40 Millionen Nutzer jetzt geknackt haben. Haben. Ich kann dir leider nicht genau sagen, ob das jetzt 40 Millionen monatliche oder einfach nur 40 Millionen Registrierungen sind. Aber 40 Millionen NutzerInnen hat Blue Sky. Es ist klein. Es ist ein kleines, süßes Liebhaber-Netzwerk. Und in dem Atemzug, das machen Sie ja häufiger mal, wenn Sie solche Meilensteine erreichen, dass sie in dem Atemzug auch direkt irgendwie ein bisschen was ankündigen, wie es. zukünftig mit dem Unternehmen weitergehen wird, haben sie angekündigt, dass Blue Sky ist fast Funktion und Emotion, aber es gibt noch keine echte Funktion dazu und es ist so ein bisschen größer als das. dass sie ankündigen werden, dass es eine Form von Dislikes geben wird. Also du kannst bei Postings, vor allem bei Kommentaren, Daumen runterklicken. Das ist keine Interaktion mit der Person, die diesen Kommentar geschrieben hat. Also wenn du was schreibst, ein Posting oder eben ein Kommentar und ich einen Daumen runter mache. dann siehst du das nicht, das ist nicht für dich ein Zeichen, sondern es ist ein Signal an einen Algorithmus, der Discover-Algorithmus, der dadurch besser trainiert werden soll, damit der eben sozusagen für dich eine bessere Experience zusammenstellt. Was interessant ist, weil zumindest soweit ich das verfolge, ist es bei Blue Sky doch so, dass es erstmal primär ein Following-Feed gibt, wenn ich die App öffne. Und der Discover Feed, also wir können ja verschiedene Feeds, die dann mit verschiedenen Regeln sozusagen zusammengestellt sind, abonnieren und händisch auch auswählen und zum Start machen. Aber bislang wird Blue Sky, glaube ich. erstmal nicht primär als algorithmusgetriebene Plattform wahrgenommen. Und vermutlich wird sich das früher oder später ein bisschen ändern. Ich glaube, wir werden so eine For You-Page auf Platz 1 bei Blue Sky erleben.
16:28 Franziska Bluhm
Ja, es ist, also wollte ich auch gerade sagen, es ist das Einläuten eines Strategiewechsels irgendwo. Also hier wird sozusagen jetzt, ja, hier will man die Daten besser machen, hier will man besser verstehen, was die Nutzer gerne mögen und was sie auch nicht mögen oder welche Inhalte gut ankommen. Ja, und das kann ja nur helfen, wenn man ein weiteres Signal zu den jeweiligen Inhalten bekommt. Daher, ich bin gespannt, wann wir das erleben werden.
16:53 Gavin Karlmeier
Ja, da bin ich auch gespannt. Also sie müssen ja sehr vorsichtig mit solchen Veränderungen sein, weil bei Blues, also Blue Sky ist aus der Bubble angezählt, würde ich sagen. Und deswegen müssen sie sehr zaghaft mit großen Veränderungen sein, die sie möglicherweise auch in der Wahrnehmung näher an Ex heranschieben könnte. Und das passiert durch so etwas natürlich schon.
17:15 Franziska Bluhm
Ja, ja und auch spannend andererseits ne also Plattformen wie Meta oder so haben ja sowas wie Dislikes gar nicht gebraucht, ne? Also da gab es ja auch mal diese Diskussion. Aber Mutter hat ja bisher auch, da gab es immer diese Diskussion, ne, brauchen wir irgendwie auch eine Dislike Button oder? Aber haben sie dann ja nie gemacht. Und ja, ansonsten nur bei YouTube, da hast du recht.
17:37 Gavin Karlmeier
Und bei Meta ist es so, dass es. immer wieder getestet wurde, auch wieder getestet wird, immer mal wieder. Also bei Facebook in den Gruppen wurde das sogar mal ein bisschen größer getestet. Aber wenn solche Dinge getestet werden und danach nicht ausgerollt werden, sagt das ganz schön viel darüber aus, wie gut diese Funktion offenbar angenommen wurde. wie gut die Ergebnisse waren, die diese Funktion, diese Experimente am Ende für den Algorithmus tatsächlich waren Also, bin sehr interessiert, wie sich das so entwickelt, aber bloß, also was ich übrigens auch ganz interessant finde, und das stützt sich so ein bisschen mit meiner These. Ich habe. Auf der Republika 2024, ne? Heute waren es nicht viele Republika-Menschen.
18:16 Franziska Bluhm
Letztes Jahr sozusagen.
18:18 Gavin Karlmeier
Da habe ich zusammen mit Nicole und Dennis dort auf der Bühne gesessen und wir haben alle Thesen mitgebracht. Wo stehen wir eigentlich gerade? So ein bisschen Standortdiskussion. Und eine meiner Thesen war: Das Like oder der Like, ich weiß nicht, welchem sprachlichen Geschlecht ich das Like da draufgezogen habe, aber ich habe gesagt, das Liken ist tot. Und Nikon Dennis haben wir jetzt ziemlich widersprochen. Meine These war aber, dass natürlich nicht der Daum verschwindet oder die Funktion des Likens. Aber die Aussagekraft, dass mir etwas gefällt, um einer Creatorin oder einem Creator damit zu signalisieren, das hast du gut gemacht. Das ist der Daumen hoch. Dass das verloren geht und dass die neue Definition von Interaktionen eigentlich, also es gibt dieses Intermediär und dieses Intermediär. Nämlich der Algorithmus. Das ist der Punkt, mit dem ich eigentlich interagiere. Also, ich sage nicht mehr, gefällt mir, damit du, Franzi, wenn du ein Video machst, siehst du, das gefällt Gavin, sondern der Algorithmus sieht, mir gefallen solche Videos, ich will mehr davon. Und ich glaube, dass viele Leute auch schon entsprechend so zum Beispiel TikTok nutzen. Ich habe ja auch schon mal erzählt, ich kenne jemanden, der bei Spotify immer die Songs bis zum Ende hört, damit er dem Algorithmus nicht zeigt, dass er das nicht mag, obwohl er es eigentlich mag und so. Ich glaube, das wird mehr werden.
19:32 Franziska Bluhm
Ich bin, also ich würde sagen, ich bin tendenziell eher bei dir als bei Nicole und Dennis. Und wir sehen uns ja auch auf anderen Plattformen. Du hast jetzt gerade TikTok schon genannt, ne? Oder Spotify, aber wir sehen es ja beispielsweise auch schon auf LinkedIn, wo das Liken ja mittlerweile fast gar nichts mehr wert ist. Also da zählen halt Kommentare, da zählt sozusagen das Speichern, da zählt das das Weiterlauten an die eigene, an die eigene Bubble, wie auch immer, viel, viel mehr als halt dieses dieses Like als Signal für Gute oder für einen guten Inhalt. Und ich glaube auch, und am Ende ist es ja auch so, ne, wie oft scrollen wir durch irgendwelche Feeds und machen gar nichts mit diesem Inhalt, aber schenken ihm halt die Aufmerksamkeit, also gucken ein Video zu Ende und Oder gucken Sie vielleicht sogar ein zweites Mal oder was auch immer. Das ist ja das ja die eigentliche Währung und die Währung, die halt viel mehr bringt und die im Grunde Viel stärker zeigt, ähm, Magieninhalt oder mag ihn halt nicht, weil am Ende sind wir alle faul und wollen gar nicht irgendwie noch irgendwas anderes interagieren.
20:37 Gavin Karlmeier
Der Algorithmus ist also am Ende der Like-Tragende. Danke. Es ist Sonntagabend, wenn wir das hier aufnehmen, da darf man noch.
20:46 Speaker 3
Das ist voll.
20:47 Gavin Karlmeier
Du hast LinkedIn genannt, also bleiben wir mal direkt bei LinkedIn, denn die haben Zahlen veröffentlicht und Social Media Today hat eine relativ lange Einleitung dazu geschrieben. in der es darum geht, dass LinkedIn eigentlich mit jeder Zahlenverkündung, die sie irgendwie vornehmen, seitdem sie zu Microsoft gehören, immer nur Rekorde, Rekorde, Rekorde veröffentlichen. Und tatsächlich hat LinkedIn genau das eigentlich in diesem Quartalsbericht auch wieder gemacht, aber nicht ganz so umfangreich wie sonst. Sie haben ein bisschen ähm, ein bisschen tiefer gestapelt, aber trotzdem bemerkenswerte Zahlen. Denn LinkedIn hat in diesem Quartal offensichtlich sagt Ryan Roslanski, das ist CO von LinkedIn, 24 Prozent mehr Kommentare verzeichnet in einem Quartal und 36% mehr Video-Wiedergabezeit innerhalb eines Quartals. Das heißt, ein Viertel mehr Kommentare geschrieben. Als im Quartal davor. Was ist passiert?
21:39 Franziska Bluhm
Ja, es ist krass, aber am Ende des Tages hat sich, glaube ich, aber auch rumgesprochen, dass du Leute zum Interagieren bringen musst und zum Kommentieren bringen musst, wenn dein Inhalt in irgendeiner Weise noch Sichtbarkeit bekommt. Und wenn wir dann noch überlegen, dass es ja nun auch schöne kleine Helferleihen geben könnte, um halt irgendwelche Dinge zu kommentieren und mittlerweile ja auch durch die gewisse Agents irgendwie relativ automatisiert KI da irgendwelche Sachen kommentieren kann, könnte ich mir vorstellen, dass es schon ein großer Faktor ist, warum das, also wie das zustande kommt. Also Und spannend finde ich aber schon auch diese Videozzahlen, wenn man überlegt, die haben letztes Jahr im Frühjahr, glaube ich, verkündet, dass sie mehr Fokus auf das Thema Video irgendwie so setzen wollen und jetzt haben sie ja es scheint sich sozusagen ziemlich dann doch jetzt auszuzahlen, obwohl es zwischendurch dann nochmal so einen Rückrudern gab und der Feed wurde in der App wieder umgearbeitet und es gab dann eben kein Video-Feed mehr und so. Aber offenbar haben sie es irgend ganz gut hingekriegt, trotzdem Videos darauf zu haben. Interessant, aber auch da weiß ich, also würde mich sehr stark interessieren, wie viele davon KI generiert sind und wie viele sozusagen auch echt sind.
22:48 Gavin Karlmeier
Also interessant ist, dass Roslansky sagt, dass Video Posts 20 mal häufiger geteilt werden als andere Postformate. Interessant vor allem deswegen, weil ich frage mich so ein bisschen, wen will er hier eigentlich für doof verkaufen, weil das liegt ja völlig in der Hand der Plattform A, wie viele Videos gepostet werden, welche Videos gepostet werden, die zum Beispiel stark auf Teilen ausgelegt sind. Und sehe, was tut. Und wenn ich das Gefühl habe, ich teile in Video, das wirkt sich mega auf meine Reichweite aus, dann mache ich das natürlich Also mit solchen Incentives kannst du solche Zahlen natürlich lenken, die sind natürlich trotzdem irgendwie beeindruckend, aber gerade wenn du hier so einen Direktvergleich hast, auf einer Plattform, die so stark algorithmisiert ist wie LinkedIn, muss man sagen, ja gut, das ist eher Hier jetzt ein, ist eher euer Werk als eine Willkür. Es ist ja nicht so, dass man hier einem Naturschauspiel beiwohnt und sich anschaut, wie die NutzerInnen sich eigentlich so bewegen in diesem Timeline-System und sich dann wundert und sagt, oh wow, die Leute haben 36% mehr Videos geschaut. Sondern, nee, ihr habt die Plattform so gebaut, dass die Leute mehr Videos gucken und das hat offenbar funktioniert. Das ist hier das Ergebnis, was die Zahlen.
23:52 Franziska Bluhm
Also es hat zumindest mal funktioniert, was sie sich vorgenommen haben. Könnte man auch so sehen.
23:56 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Eigentlich muss man das so drehen, ja.
24:00 Franziska Bluhm
Absolut, ja.
24:01 Gavin Karlmeier
Ja, aber ein Viertel mehr Kommentare. Also wir lernen daraus, Kommentare sind das Ding auf LinkedIn.
24:06 Franziska Bluhm
Naja, zumindest jetzt im letzten Quartal. Mal gucken, wie es jetzt weitergeht.
24:12 Gavin Karlmeier
Was meinst du, pushen Sie als nächstes?
24:15 Franziska Bluhm
Naja, Vio bringt natürlich auch viel alleine für Werbung und ähnliches. Also daher kann ich mir schon vorstellen, dass das irgendwie auch eine Strategie sein könnte. Ja, am Ende brauchen sie ja die Interaktion, die Human-Interaktion in irgendeiner Art und Weise, um halt irgendwie die Inhalte zielgenauer und passgenauer in die verschiedenen Timelines reinzuspülen. Und ich glaube aber auch, dass Sie das Thema Video weiter pushen werden.
24:43 Gavin Karlmeier
Ja, das glaube ich auch. Das glaube ich auch. Wer das auch tut, ist OpenAI. Denn Zora ist eine App, über die wir sehr viel gesprochen haben. Zora, eine App, die sich anfühlt wie TikTok, funktioniert wie TikTok, bei der ich Videos generieren kann, übrigens 30 Stück am Tag, wenn du mehr generieren willst. Und das ist jetzt neu übrigens. Noch eine kleine Funktion Emotionen nach vorne gezogen. Kannst du jetzt dafür bezahlen, dass du mehr Videos als 30 am Tag generieren kannst? Werden viele von euch nicht tun, denn Sam Altman hat bei einer MitarbeiterInnenversammlung von OpenAI darüber gesprochen, dass circa 20 bis 30 Prozent der Zora-NutzerInnen Videos erstellt haben, heißt, sieben von zehn haben noch nie selber ein Video generiert in dieser App, was ein bisschen meiner These widerspricht, muss ich Man muss ja auch mal sagen, wenn das Orakel von Selfie falsch liegt, ich hatte ja die These, dass das mehr von Menschen genutzt wird, die Videos generieren als von denen, die sie konsumieren. Das ist offenbar nicht ganz so, zumindest von diesen Zahlen nicht gedeckt, sondern es verhält sich hier ungefähr so wie bei TikTok. Da sind es nämlich 25% der Menschen, die dort Videos veröffentlicht haben. Und gleichzeitig aber, und das finde ich bei Zora auch bemerkenswert, nicht überraschend, aber bemerkenswert, 20 bis 30 Prozent der NutzerInnen haben Videos erstellt. Aber nur 10 bis 15 Prozent der NutzerInnen haben diese Videos dann auch öffentlich geteilt. Heißt, die Hälfte von den Leuten, die Videos erstellt haben, haben die nur für sich generiert und nicht mit der Welt geteilt.
26:07 Franziska Bluhm
Aber es ist, also ich finde es eigentlich gar nicht so überraschend. Weil am Ende des Tages, ich meine, wir nutzen diese Plattform vor allem zum Konsum. Und Beriesene lassen zur Unterhaltung und so. Und deswegen hat mich diese Zahl mit den 25 Prozent irgendwie so, also nicht wirklich überrascht Klar, und gerade jetzt am Anfang ist es ja, also es wird ich gehe davon aus, dass die Zahl sogar eher noch mal sinken wird, weil jetzt war noch der Anfangs- und der Neuheitseffekt dabei. Da hat man vielleicht noch mal mehr selber generiert. Und ich finde es aber so interessant daran eigentlich, obwohl es ja so mega einfach ist, ein Video zu erstellen, selbst dann ist die Zahl nicht höher.
26:46 Gavin Karlmeier
Stimmt. Das ist tatsächlich interessant. Weil man muss ja nicht mal sein Gesicht hergeben.
26:51 Franziska Bluhm
Genau, du musst ja nichts machen, ne?
26:53 Gavin Karlmeier
Du musst nicht aufstehen und eine Lampe anmachen, wenn du irgendwas in der Wohnung filmen möchtest. Du musst nur einen Prompt schreiben. Ja, das stimmt. Finde ich interessant.
27:00 Franziska Bluhm
Aber allein das ist schon eine kreative Leistung, offenbar, die einfach zu viel ist.
27:05 Gavin Karlmeier
Aber wie sagt man Double Down, ne? Ich gehe jetzt alles oder nichts, ich erweitere meine These. Und gehe gegen deine These. Du sagst, der Anteil wird weniger werden, weil der Überraschungseffekt weg wird. Ich sage, der Anteil steigt. Weil diejenigen, die nur konsumieren, sich mehr langweilen werden in der Plattform und dann nur noch die übrig bleiben würden. Also ich setze fast auf eine sinkende NutzerInnenzahl bei gleichbleibender Anzahl der Leute, die Inhalte generieren.
27:30 Franziska Bluhm
Mal sehen, ob ich damit recht haben werde, aber Ich würde dagegen halten.
27:35 Gavin Karlmeier
Ja, ist okay. Um was hätten wir denn, Franzi?
27:38 Franziska Bluhm
Ähm, boah, schlag was vor.
27:40 Gavin Karlmeier
Okay, wir wetten, wir können ja einen festen Zeitraum sagen, bis wann das passiert. Du sagst, der Anteil der Leute, die Inhalte erstellen, sinkt, ich sage, er steigt. Wir haben nicht ganz in der Hand, wann wir das nächste Mal erfahren, wie viele das sind. Aber wir sagen jetzt einfach mal, wir haben ja jetzt bald die 500. Folge, wir gehen bis zur 600. Folge. Und wer von uns beiden das gewinnt, diese Wette? Moderiert, dann darfst du in die 600. Folge darfst du dann moderieren.
28:03 Franziska Bluhm
Ach Mensch, das ist ja super. Ich hätte sonst jetzt vorgeschlagen, ich singe mit dir.
28:06 Gavin Karlmeier
Du kannst in deiner 600. Folge dann machen, was du möchtest. Ich singe auch.
28:10 Franziska Bluhm
Okay, dann werden wir zusammen singen, Gavin.
28:12 Gavin Karlmeier
Okay, dir. Wir haben eine Wette. Bitte alle Hakis, die das ja gerade gehört haben, bitte erinnert uns dran. Ich werde das vergessen.
28:19 Franziska Bluhm
Ich auch.
28:22 Gavin Karlmeier
Aber wir haben eine Wette, fancy.
28:23 Franziska Bluhm
Wir haben eine Wette, okay, alles klar.
28:25 Gavin Karlmeier
Übrigens bei OpenAI die Stimmung ist gemischt, denn also wir gehen gleich mal ganz kurz so ein bisschen auf das Drumherum und so, weil die sind ja relativ lange eine Nonprofit Company, wollen das schon sehr lange erinnern. Da tut sich ein bisschen was. Im Unternehmen selber ist die Stimmung ein Mittel, weil die MitarbeiterInnen die Einführung von Zora eher mit Bedenken aufnehmen. Und eher sagen, dass hier die Tatsache, dass so viele Meta-MitarbeiterInnen gerade zu OpenAI kommen, gleichzeitig sie ein soziales Netzwerk an den Start gebracht haben, haben sie die Sorge, dass sich die Unternehmenskultur der von Meta annähern könnte. Berichtet die Information.
29:03 Franziska Bluhm
Ja, ist interessant. Also was ich da interessant finde, also ich habe sofort die Frage: wie is sie denn? Unternehmenskultur, erstens bei MITA und zweitens halt bei OpenAI. Aber gut.
29:15 Gavin Karlmeier
Also in der Wahrnehmung der Mitarbeitenden scheint die Kultur besser als bei Meta zu sein, sonst hätten sie diese Angst nicht.
29:22 Franziska Bluhm
Ja, ja, klar, das ist mir schon bewusst, aber sagen wir mal so, Sam Oldman hat mir jetzt ja auch nicht den geilsten Ruf. Daher, also ich würde es trotzdem gerne wissen, etwas genauer, was da zusammenarbeiten.
29:37 Gavin Karlmeier
Ich kann auf jeden Fall schon mal sagen, dass es seit dem 29. 10. Das war letzte Woche Mittwoch, relativ klammheimlich die Nutzungsbedingungen von OpenAI angepasst wurden. Und die verbieten ChatGPT erstmal die Generierung von medizinischen oder juristischen Hilfestellungen Solange das kein lizenzierter Professional ist, der involviert ist. Heißt also, du kannst jetzt nicht einfach ein Foto von der Wunde hochladen und sagen, was ist das, nach Nutzungsbedingungen. Ob ChatGPT es tatsächlich unterbindet, kann ich dir Nicht sagen. Ich habe gerade keine Wunde, mit der ich es testen könnte. Oder eben auch Legal Advice, also juristische Hilfe, ohne dass es einen lizenzierten Professional gibt. Also ein Arzt, einer Ärztin, ein Anwalt von Autos.
30:24 Franziska Bluhm
Das heißt also, ich musste mich ausweisen und sagen wie, hey, ich bin Ärztin und deswegen genau das müsste ich belegen, offenbar.
30:33 Gavin Karlmeier
Willst du mein Take hören? Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder es wird überhaupt nicht gesperrt werden, das ist alles wie immer, und sie werden sagen: Ja, es stößt doch gegen die Nutzungsbedingungen, das zu machen, wenn du gar nicht lizenziert bist, wenn du gar kein Anwalt bist, darfst du das ja gar nicht. Das könnte ein rechtlicher Trick sein. Alternative könnte natürlich sein, dass sie sozusagen Partnerschaften eingehen. Also dass du als Franzi, die sagt, ich brauche jetzt aber mal rechtliche Hilfe. dass du dann gemeinsam mit irgendeinem Anwaltskomplex oder irgendeinem Unternehmen, das damit Geld verdient und zahlst 20 Euro mehr für ChatGPT pro Jura, dann sozusagen für diese lizenzierte Mitbeobachtung mehr zahlen kannst, um das zu bekommen, was ChatGPT dir sowieso ausgespuckt hätte.
31:18 Franziska Bluhm
Wenn natürlich eine interessante Entwicklung eines Geschäftsmodells stimme ich dir zu. Aber, puh, kriegen die das hin?
31:31 Gavin Karlmeier
Naja, bestimmt, klar, das ist da ist doch. Die kriegen das hin. Schauen wir mal. Also es bleibt spannend. Auf jeden Fall, die neuen Nutzungsbedingungen heißt nicht, dass das Sprachmodell jetzt anders ist. Wir können noch ein bisschen, wenn ihr wollt, ein bisschen testen und rumprobieren in den nächsten Tagen. Ich würde mich freuen, wenn ihr uns da ein Update gebt. Dann können wir das am Mittwoch hauskippen. Wir schauen mal drauf. Aber ich finde es interessant. So, ich habe eben gesagt, OpenAI ist ja bekanntermaßen eine Non-Profit-Unternehmung und das wollen sie schon relativ lange ändern. Elon Musk macht das ziemlich wütend, Elon Musk, Sam Altmann haben sich übrigens auch gestritten, das machen wir aber heute ganz am Ende. Das wollen sie aber ändern und haben es geschafft, dass der Partner Microsoft die Umwandlung zu einem For-Profit Company, also eine eigene Unternehmung mit Gewinnzielen werden darf. dass daran aber an diesem neuen Unternehmen, dieser For-Profit-Company, einen Anteil an der OpenAI Group weiterhin liegen wird, also an der Non-Profit-Organisation. Sehr kompliziertes Konstrukt. So, jetzt gibt's aber die These, dass einer der Gründe sein könnte, warum sie das machen, berichtet ähm Reuters, dass OpenMay IV hat zwei tausend siebenundzwanzig den größten Börsengang aller Zeiten mit einer Bewerbewertung von einer Billion US Dollar. also 1000 Milliarden US-Dollar zu starten und eben sich damit an der Börse zu positionieren.
33:04 Franziska Bluhm
Naja, sagen wir mal, sie müssen ja dringend, also Sie müssen ja daran arbeiten, woher das Geld kommt. Und sie verbrennen ja so viel Kohle. Und sagen wir mal so, ob jetzt so schnell das Lizenzmodell mit Anwälten und Ärzten ausgebaut werden kann oder sie halt noch mehr Nutzer und Nutzerinnen zu zahlenden Kunden machen, ich glaube, das wird nicht so schnell gehen. Das heißt also, sie brauchen möglichst schnell, möglichst viel Kohle. Ich glaube, das war beim letzten Mal, als ich hier war. Haben wir da auch schon drüber gesprochen, dass Kooperationen eingegangen werden mit irgendwie Chipherstellern, war das, glaube ich, ne, irgendwie, um halt auch das halt anders finanziert zu bekommen. Das heißt also, dass der Kapitalbedarf ist auf jeden Fall da und da liegt natürlich Nachbarn. Irgendwie sich then über die Börse to be schenken. Is aber natürlich, wenn man drüber nachdenkt, work from a non-profit unternehmen. Und diese ganzen Streitereien, die es darum gegeben hat in der Vergangenheit, um halt dieses Non-Profit auch zu erhalten. Es ist schon eine krasse 180 Grad-Drehung oder wie wollen wir es nennen?
34:10 Gavin Karlmeier
Ja, eine nicht ganz überraschende. Die interessante Frage wird natürlich sein, ob das jetzt ein Modell ist, das sozusagen Schule machen kann. Also werden jetzt alle Startups erstmal Non-Profit sein, damit sie Steuererkennen. Erleichterung ertragen und so weiter. Mal sehen. Also Elon Musk, der ja Mitgründer war von OpenAI, der wird auf jeden Fall Kopf stehen. gerade und versuchen, alles weitere hier irgendwie an Behinderungen in die Welt zu setzen, die er da bislang in die Welt gesetzt hat.
34:36 Franziska Bluhm
Naja, nicht nur er, ne? Also ich könnte mir auch vorstellen, dass da andere Player noch, also was dagegen haben könnten Also am Ende ist es ja genauso auch ein Konkurrent zu Metas, es ein Konkurrent zu Androphic. Also da sind ja diverse Player, Google unterwegs, um jetzt da den KI-Kampf zu gewinnen.
34:55 Gavin Karlmeier
Absolut. Perplexity auch ein Konkurrent, die übrigens jetzt, das finde ich interessant, wer die letzte Folge Haken dann gehört hat, da haben wir darüber gesprochen, dass eine Klage läuft, weil Perplexity offenbar widerrechtlich Daten von Reddit nutzt. Also sie haben sich offenbar alles Mögliche an Reddit-Daten beschafft, obwohl die eben nicht lizenziert wurden. Den Fehler wollen sie offenbar mit Bildern nicht nochmal machen und haben deswegen jetzt einen Deal mit Getty Images, einer der größten Bild, wie sagt man, Agenturen, Fotoagenturen der Welt vereinbart, um eben die Daten von Getty Images nutzen zu dürfen und das eben nicht einfach zu tun.
35:29 Franziska Bluhm
Löbli, sollen wir das jetzt können wir feiern, weiß ich nicht genau. Löblich, dass man sich einfach mal so daran hält, was eigentlich Gesetz ist, ich weiß nicht, oder was das legal ist.
35:41 Gavin Karlmeier
Ja, ich weiß auch nicht. So, dann gibt es das.
35:44 Franziska Bluhm
Vielleicht ist es nur PR-Qu.
35:46 Gavin Karlmeier
Könnte auch sein. Vielleicht versucht man sich einfach mal ein bisschen besser darzustellen in den Medien. Aber hier haben wir einen Vertrag.
35:53 Speaker 3
Noch.
35:55 Gavin Karlmeier
Ich habe eine kleine Meldung, das ist schon fast eine Versöhnlichkeit. Du hast mich auch vorher gefragt, ob das nicht eigentlich eine Versöhnlichkeit ist. Und ja, I don't know. Also ein bisschen schon. Erstmal mittelfristig, ja. Denn wir haben ja hier über die Chatkontrolle gesprochen. Es gab in der EU und Länder und auch PolitikerInnen, die der Meinung waren, es wäre eine gute Idee, wenn Messaging-Dienste wie WhatsApp zum Beispiel oder Telegram eine Hintertür einbauen könnten, damit die Bekämpfung von CSAM, also Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, vorangetrieben werden kann mit der Untersuchung von verschickten Chats. Das ist angesichts der Tatsache, dass es verschlüsselte Messenger sind. Natürlich extrem gefährlich, weil du damit eine Hintertür einbaust, die eben jetzt vielleicht erstmal aus guten Zielen, guten Gründen genutzt werden kann, dann aber eben irgendwann im Zweifel eben auch ein tatsächliches Sicherheitsrisiko für die NutzerInnen bedeuten kann. In dem Moment, wo ein verschlüsselter Messenger nicht ausschließlich verschlüsselt kommuniziert oder es eben einen Weg gibt, an diese Daten zu kommen, ist die Verschlüsselung nichts mehr wert, weil es gibt eben diese Hintertür. Das haben viele KritikerInnen gesagt und deswegen, auch Deutschland übrigens, Stefanie Hubig, Bundesjustizministerin, hatte ausgeschlossen, dass Deutschland an dieser Chatkontrolle einen Daumen hoch macht. Und das führt dazu, dass tatsächlich die anlasslose Chatkontrolle in der EU jetzt erstmal vom Tisch ist. Die dänische Ratspräsidentschaft hat das Ausspähen privater Chat-Nachrichten aus den Gesetzesplänen komplett gestrichen, erstmal. Das wäre jetzt der Moment ein Sekt aufzumachen.
37:34 Franziska Bluhm
Es ist schon gar nicht so schlecht eigentlich, oder?
37:37 Gavin Karlmeier
Ne, das ist erstmal sehr gut. Das ist erstmal sehr gut, weil die ganzen Proteste und über die wir hier auch schon gesprochen haben. Genau, vielleicht haben sie was gebracht, Sie haben zumindest das Thema so auf den Rad da der Leute gebracht, dass das eben auch kein Gesetz ist, dass man einfach so durchwinkt und naja, komm. sondern wir waren wütend und viele Leute waren wütend und haben deswegen geschafft, dass das eben erstmal so nicht kommt.
37:58 Franziska Bluhm
Interessant ist aber wie Demokratie funktioniert.
38:00 Gavin Karlmeier
Ja, und jetzt kommen da so die beiden Abers. Das eine aber ist, dass der dänische Justizminister schon anfängt, so berichtet Netzpolitik die Proteste gegen Chatkontrolle wiederholt als bezahlt zu framen, dass er einfach sagt, dass hier sei Lobbyismus. Die Gegner der anlasslosen Chatkontrolle seien am Ende gekauft gewesen und versucht sozusagen damit legitime Gegenpositionen zu delegitimieren. Ja, Demokratie.
38:31 Franziska Bluhm
Also ja, aber auch, also ich meine Ob egal ob bezahlt oder nicht bezahlt, also ich meine am Ende des Tages waren es Proteste so. Und die offenbar so laut waren, dass es halt irgendwie was, also dass man eine Meinungsänderung auf der europäischen Ebene vollzogen hat oder es zumindest erstmal verschoben hat. Aber und klar, ich meine, diese Es sind die üblichen Mechanismen, die dann passieren.
39:03 Gavin Karlmeier
Aber am Ende des Tages muss ich halt mal gucken, was jetzt da kommt.
39:09 Franziska Bluhm
Also, ja.
39:10 Gavin Karlmeier
Das Interessante ist aber, dass es eben vor allem A eine sehr, sehr, sehr, sehr große Lobbykampagne, da auch darüber hat Netzpolitik seinerzeit berichtet, gegeben hat, für die Chat-Kontrolle. Also dass zum Beispiel Ashton Kutscher mit einer Organisation zusammen namens Thorn für Chatkontrolle lobbyiert hatte bei der EU. Das heißt, es gab also. Wenn es bezahlte Gegenstimmen gab, dann musste auch sagen, es gab aber offenbar auch sehr, sehr starke, sehr laute und sehr finanziell starke Fürstimmen für die Chat-Kontrolle. Also dann funktioniert der Angriff nicht. Auf der anderen Seite ist eben auch Protest nicht kaputt zu reden, dadurch, dass ihr sagst, ja, aber die haben ja Geld gekriegt. Es haben nicht alle Geld bekommen, die gegen eure Idee sind. Das ist nicht die Idee von Demokratie. Die Idee von Demokratie ist natürlich, dass du Mumpits behaupten darfst, aber dann musst du eben auch ertragen, dass alle Leute jetzt sagen, lieber Peter Hümmelgard, erzähl mir nicht so einen Quatsch.
40:05 Franziska Bluhm
Ja, damit wird er sicherlich klarkommen.
40:08 Gavin Karlmeier
So, und um da direkt noch einen dran zu setzen, scheint es eben seitens dieser Fürsprecher der Chatkontrolle schon den ersten Vorschlag zu geben, was man erst stattdessen tun könnte. Das berichtet unser Mutterschiff Heise, die sagen, es gäbe jetzt einen Vorschlag für Uploadfilter in diesen Messaging-Diensten, bei denen sozusagen direkt bei dir auf dem Gerät kontrolliert wird, ob das, was du dort als Content hochlädst. möglicherweise in einschlägigen Datenbanken eben schon vorliegt, um sozusagen einerseits den Chat verschlüsselt zu halten, B aber diese Kontrollen eben trotzdem durchführen zu können, eben zumindest in dem Kampf gegen Material. Von eben sexueller Ausbeutung von Minderjährigen. Ja, diskutieren kann man ja erstmal alles, glaube ich auch. Das Problem ist halt nur, dass du damit, also eventuell verhindern kannst, dass Dinge verbreitet werden. Was du damit nicht verhindern kannst, sind Deepfakes, was du damit nicht verhindern kannst, alles, wo KI dran ist, was du damit nicht, also Das ist nicht der perfekte Plan. Es ist immerhin ein Plan. Und deswegen, ja, lass uns darüber diskutieren. Ich bin gespannt, welche Für- und Gegenargumente es da geben wird in Zukunft. Und bin da auch erstmal offen, was das angeht. Aber fairerweise muss man auch dazu sagen, man kann nicht gegen Chatkontrolle sein und dann hier als Argument aber sagen: ja, aber KI-Material wird damit ja nicht gestoppt. Weil dann bist du auf zwei unterschiedlichen Flughöhen unterwegs. Apropos Flughöhen, um nach Australien zu kommen, muss man ja fliegen.
41:38 Speaker 3
Oh wow.
41:39 Gavin Karlmeier
Und in Australien verklagt die, ähm, wie heißt die jetzt? Ein Verbraucherschutzministerium oder so. Ich sag dir gleich, wie es heißt, wenn du reagierst. Auf jeden Fall Microsoft wegen der Zwangsinstallation für Copilot AI. Also Microsoft hatte im November angekündigt, dass alle die Office 365 nutzen, dass die ein Zwangsupgrade auf Office 365 plus plus Copilot durchführen müssen, das auch noch teurer wird und das scheint in Australien Gesetz istwidrig zu sein und wird deswegen jetzt eben vor Gericht untersucht. Das ACCC hat da Klage gegen eingereicht. Interessant ist, dass dieses ACCC extrem stark is. Also dieses Verbraucherschutz, dieses Verbraucherschutzministerium in Australien Hatte es zum Beispiel auch schon mal geschafft, dass sie nur durch eine reine Androhung geschafft haben. Also die Geschichte war 2000, 25 Jahre her, gab es DVD-Player. Weißt du das noch?
42:38 Franziska Bluhm
Könnte sein, dass ich mich mit daran erinnere, ja.
42:41 Gavin Karlmeier
Du bist ja sehr jung, deswegen dachte ich, bringe ich das mal mit rein.
42:43 Franziska Bluhm
Also sehr nett, dass du fragst.
42:45 Gavin Karlmeier
Die Idee von, also es gab ja DVDs mit solchen Regionscodes. Also du musstest quasi eine DVD kaufen, wenn du in Europa bist, die den Code. Zwei hatte, meine ich, in den USA Code 1, damit konntest du nicht eine amerikanische DVD in Deutschland abspielen. Das hat die ACCC damals schon als schwierig erachtet und hatte einfach nur damals nur eine Stellungnahme abgegeben, dass diese Regionssperre wahrscheinlich gegen das australische Verbraucherrecht verstößt. was dazu führte, dass alle Hersteller DVD-Player in Australien geliefert haben, die ohne Sperrcode funktioniert haben. Das heißt, du konntest dort alle DVDs einfach einlegen. Das berichtet zumindest pivot2ai. com. Und genau diese dieses Ministerium, diese Behörde hat jetzt eben auch Microsoft angezählt. Das heißt, es könnte sehr interessant sein, wie das weitergeht, weil. Eventuell können wir davon vielleicht auch was lernen. . Also nicht nur dass Australien von der EU sich dann Dinge abschaut, sondern vielleicht auch mal umgekehrt.
43:37 Franziska Bluhm
Ja, interessant. Also das heißt, hätten wir uns damals einen australischen DVD-Player geholt, hätten wir keine Probleme gehabt mit US-DVD. Mann, guck mal, 20 Jahre später noch was gelernt.
43:49 Gavin Karlmeier
Du hast einfach vor 25 Jahren noch keinen Haken dran gehört. Und wir wissen, gibt es diesen Podcast jetzt bald seit 500 Jahren.
43:55 Franziska Bluhm
Ja, ja, ja. Ja, wobei ich aber glaube, dass, also So wie du es jetzt gerade beschrieben hast, musste man ja einer solchen Änderung auch in Deutschland oder in der EU irgendwie erstmal zustimmen. Also du kannst ja nicht einfach. Preis erhöhen und keine Ahnung. Und also du brauchst ja immer die Zustimmung deiner Nutzer.
44:14 Gavin Karlmeier
Ja, du hast recht. Das stimmt.
44:17 Franziska Bluhm
Also wäre das auch hier problematisch.
44:21 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, ich bin überzeugt von dir.
44:23 Franziska Bluhm
Und die andere Frage, die ich, aber das habe ich jetzt gerade nicht ganz verstanden, wie ist es? Also du hast, du kriegst Copilot, also als Zwangstool sozusagen und bedeutet das dann, dass alles, was du auf in den Microsoft 365 Anwendungen TUS dann mit gelesen ausgewertet wird oder wie muss ich das verstehen?
44:42 Gavin Karlmeier
Oh, das müssen wir hauskepen, das weiß ich nicht.
44:44 Franziska Bluhm
Okay, alles klar.
44:45 Gavin Karlmeier
Leider nicht, aber Microsoft hatte damals gesagt, diese Preiserhöhung kommt, um den Mehrwert wiederzuspiegeln, den wir in unseren letzten zehn Jahren geschaffen haben.
44:53 Franziska Bluhm
Na gut, dann verstehe ich.
44:55 Gavin Karlmeier
Also ich glaube, es ging eher darum, dass Karl Klammer bei dir jetzt auch Vorschläge macht.
45:00 Franziska Bluhm
Ja, wahrscheinlich kommt dann, genau, dass Karl Klammer immer mal aufpoppen kann und sagen kann: so, hey, ich könnte dir jetzt gerade sehr, sehr gut helfen.
45:05 Gavin Karlmeier
Ja, okay. So, gucken wir mal, ob wir uns die Dinge in Zukunft helfen werden, die jetzt kommen. Funktionen und Emotionen. WhatsApp scheint eine Apple Watch-App zu bekommen.
45:25 Franziska Bluhm
Ja, darüber denke ich wirklich nach, wie mich das emotional trifft oder nicht trifft.
45:30 Gavin Karlmeier
Die besten Gefühle erkennt man ja erst beim dritten Mal hinsehen.
45:33 Franziska Bluhm
Ja, ehrlicherweise bin ich nicht so der, also ich habe eigentlich oder versuche eigentlich mein Handy so einzustellen, grundsätzlich, dass ich Nicht so viele Push-Nachrichten bekomme, weil es mich nervt und weil es mich ablenkt und so weiter und so fort. Und das habe ich auch auf der Watch sozusagen eingestellt. Und eigentlich fand ich es gut, dass ich mich nicht um die WhatsApp-Nachrichten kümmern musste, weil sie halt auch nicht aufgetaucht sind.
46:02 Gavin Karlmeier
Aber sie tauchen auf der Apple Watch auf. Also du kannst, bis jetzt ist es so, also wenn du eine iOS-App hast, die eine Push-Nachricht verschickt, für die es kein Apple Watch Pendant gibt, dann wird die Push-Nachricht auf der Watch gespiegelt. Ende. Also du kannst nicht in den Chat gehen, zum Beispiel, du kannst nicht Kontext sehen, du kannst Bilder nicht öffnen. Siehst du vor. Ich glaube, Antworten geht sogar in Ausnahmefällen, weil du das ja auch direkt in der Push-Nachricht auf dem Telefon machen könntest. Aber du kannst eben nicht den Verlauf sehen, zum Beispiel. Oder kannst du auch keine Sprachnachrichten abspielen. Okay, also.
46:42 Franziska Bluhm
Leute, die halt darauf stehen, für die ist das wahrscheinlich mega. Mich lässt es relativ kalt, weil ich, wie gesagt, ich habe das alles relativ ausgeschaltet und bin auch sehr froh darüber, dass das alles nicht auf meiner Uhr landet.
46:56 Gavin Karlmeier
Ich finde es interessant, dass wir darüber gesprochen haben, dass Meta er so wahnsinnig viele Leute geheirat hat. Und im gleichen Jahr, also sie entlassen auch fairerweise gerade wieder ein paar Leute, aber so wahnsinnig viele Leute geheirat hat, und im selben Jahr passieren so Dinge, die so zehn Jahre zu spät passieren, wie Instagram bekommt eine iPad-App, WhatsApp bekommt eine Apple Watch-App und man denkt sich, wo kommt plötzlich die Power dafür her?
47:17 Franziska Bluhm
Na gut, aber Sie haben ja viele Leute geheiratet. Vielleicht war das halt noch auf der To-Do-Liste. Oder es gibt einfach nicht so viele Innovationen, an denen Sie arbeiten können, deswegen haben Sie mal eine To-Do-Liste abgearbeitet.
47:27 Gavin Karlmeier
Schotz feiert, aber könnte sein.
47:29 Franziska Bluhm
I don't know.
47:30 Gavin Karlmeier
Könnte sein. Instagram hat angekündigt, dass es ein neues Feature in den Analytics geben wird, mit dem Namen Competitive Analytics Dort kannst du andere Accounts hinzufügen und also bist du 10 Stück und kannst dann sozusagen dich vergleichen mit denen. Und kannst dann sagen, wer hat eigentlich in den letzten sieben Tagen oder in den letzten zehn Postings mehr FollowerInnen hinzugewonnen, mehr Reels gepostet, sowas. Also nur eben öffentlich sichtbare Daten vergleichen.
47:59 Franziska Bluhm
Das gibt's doch schon, oder?
48:02 Gavin Karlmeier
Bei Facebook und Business Manager.
48:05 Franziska Bluhm
Ja, okay. Aber gab es nicht auch, oder es gibt doch auch so Apps, mit denen ich mir Daten ziehen kann und dann da auch meine Konkurrenz mit reinziehen kann und so.
48:14 Gavin Karlmeier
Möglicherweise, aber Instagram selber hatte das bislang noch nicht.
48:16 Franziska Bluhm
Oh, okay. Sagen wir mal, so wäre dann ähnliche Kategorie wie die WhatsApp-Variante. Also kommt vielleicht auch ein paar Jahre zu spät, weil ich meine, dieses Tool könnte jeder, der irgendwie auf Instagram unterwegs ist, hätte es auch schon vor zehn Jahren schon gut verwenden können oder vor fünf Jahren gut verwenden können.
48:35 Gavin Karlmeier
Klar. Ich finde es erstmal immer, also für Leute, die beruflich damit zu tun haben, erstmal gut. Das ist erstmal ein nettes Feature. Vergleichen ist aber trotzdem meistens nicht so eine gute Idee. Sowohl beruflich als auch privat macht es keinen Sinn, sich unbedingt mit anderen Leuten zu vergleichen. Es führt natürlich dazu, dass man immer mehr posten will als andere. Also Vergleichen führt nicht dazu, muss man direkt mal dazu sagen, dass man sich zufrieden gibt. Wenn man sich denkt, oh, ich habe mehr FollowerInnen hinzugewonnen, dann muss ich jetzt nichts mehr machen, sondern es baut natürlich einen gewissen Druck auf, und wenn wir eins nicht so viel brauchen im Moment in der Social Media Welt, dann ist das Druck. Deswegen finde ich das erstmal pauschal jetzt nicht so super, aber wenn man es haben will,
49:15 Franziska Bluhm
Ja, aber andererseits hast du doch gerade aus dem Redaktions- oder auch Nicht-Redaktionsalltag, also aus dem Alltag im Job sozusagen, ähm Immer die Frage, sind wir besser als der und der oder wie sind wir denn im Vergleich zu? Also und dann ist es einfach eine einfachere Hilfe für jeden Social Media Manager, um dann halt auf
49:36 Gavin Karlmeier
Aber aber aber das ist also da steckt, glaube ich, der Teufel im Detail, weil Dann installieren sich ja die Entscheider sozusagen, haben dieses Feature dann und vergleichen sich dann mit irgendeiner viel zu großen Medienmarke, die nicht zum Vergleich eigentlich taugt und vergleichen. Warum posten die denn dreißig Reels in der Woche und wir nur zehn? Kein Wunder, dass wir nicht so viele FollowerInnen haben wie die. Wir müssen mehr Content machen. Also du baust, glaube ich, damit auf der einen Seite Expertisen ab, die man eigentlich benötigen würde, um so einen Vergleich sinnvoll herstellen zu können und So ein bisschen Einordnung zu liefern und die Zahlen zu interpretieren. Gleichzeitig gibst du Leuten damit ein Werkzeug an die Hand, die damit nicht gut umgehen werden. Fürchte ich leider. Das zeigt zumindest meine Erfahrung mit Social Media Teams.
50:19 Franziska Bluhm
Ja, ich stimme dir dazu. Ich würde nur die einzige Einschränkung noch sagen. Ich glaube nicht, dass der Chef sich die, also ne, in dem Fall jetzt um in dem Bild zu bleiben, der Chef oder die Chefin sich die App runterlädt, sondern schon noch fragen wird. Das ist doch viel zu kleinteiliges Micromanagement.
50:35 Gavin Karlmeier
Ja, und Micromanagement habe ich wirklich noch nie erlebt in der Medienbranche.
50:38 Franziska Bluhm
Ich auch nicht. Lass uns positiv bleiben, Gabriel.
50:46 Gavin Karlmeier
Instagram hat ein neues Feature, das jetzt gerade ausrollt, das wir bei Hakenland schon einmal berichtet haben. Damals war es noch ein Test. Mit dem Namen Picture in Picture, du wirst Reels weitergucken können, wenn du Instagram verlässt. Kennst du das, du guckst ein Video und dann verlässt du die App und dann hast du klein unten rechts das Video, das weiterläuft. Das wird es bald mit Reals geben. Ich finde das also ich verstehe dann Zynismus Ich finde es zumindest nicht ganz verkehrt, weil es gibt ja durchaus so Videos, die man sich anguckt und dann kriegt man eine Nachricht und dann denkt man sich, oh, jetzt muss ich, hört das Video jetzt auf. Und das, was das zur Folge haben könnte, wäre theoretisch, dass man auch lange Videos bei Instagram hochlädt, damit sie im Hintergrund laufen können. Also wird Instagram damit jetzt zur Podcast-Plattform Fragezeichen? Wer weiß. Ich finde das Feature nicht ganz schlecht, weil ich glaube, niemand macht so Doom-Scrolling in der Picture-Funktion. Das passiert dann nur explizit bei Videos, die so lang sind, dass man sie sozusagen auch nebenbei sich anschaut. Und das kann ich verstehen.
51:57 Franziska Bluhm
Ja, ich finde diesen Effekt, den du gerade, also den wünschenswerten Effekt, vielleicht auch, dass Videos dadurch eventuell wieder länger werden könnten bei Instagram, finde ich interessanten Gedanken. Also sagen wir mal so, lass uns mal gucken, was passiert. Ich befürchte eher, dass es weiter zu noch kürzeren oder kurzen Videos, also es trennt zu kurzen Videos. nicht so ganz totzukriegen ist.
52:21 Gavin Karlmeier
Und ich spinne mal weiter, ne? Wenn das sich durchsetzt, die Leute das wirklich nutzen, dann wird TikTok das kopieren und dann werden Leute das auch bei TikTok nutzen. Und dann hat YouTube keine andere Wahl, als dieses Feature aus dem YouTube Premium Tier rauszunehmen und einmal.
52:33 Franziska Bluhm
Boah, das wäre geil.
52:35 Gavin Karlmeier
Wäre meine Ton.
52:37 Franziska Bluhm
Genau, also wenn du mir die gleiche Geschichte jetzt mit YouTube erzählt, dann wäre ich sofort bei dir gewesen.
52:40 Gavin Karlmeier
Ja. So, und dann habe ich noch. Also, Elon Musk saß bei Joe Rogan und hat dort gesagt, dass XChat, der Messaging-Dienst von X, eine eigene App wird. Okay, danke für deine Einschätzung. Er hat übrigens auch dort gesagt und da kommen wir zu dieser, zu diesem, jetzt wir verlassen Funktion und Emotionen. Warte kurz, du hast Emotionen.
53:05 Franziska Bluhm
Naja, nee. Ich habe gerade überlegt, es ist sehr peinlich, wenn ich frage, was ist Ex-Chat?
53:11 Gavin Karlmeier
Das ist das DM-Schicken von X, aber auf, wie Elon Musk sagt, Bitcoin-ähnlich auf Verschlüsselungsebene.
53:19 Franziska Bluhm
Okay. Ja, dadurch, dass ich kein Ex-Nutzer bin.
53:24 Gavin Karlmeier
Sie versuchen, Konkurrenz des Signal und Telegram zu werden, glaube ich, damit. Ich finde, das ja soll und so.
53:33 Franziska Bluhm
Aber interessant, oder? Wenn wir nochmal drüber nachdenken, also ich habe so gerade diesen X soll die Everything-App werden und dann bauen sie alles dann doch wieder aus. Also finde ich interessant.
53:43 Gavin Karlmeier
Ja, es ist interessant. Vor allem, weil der Weg zur Everything-App haben wir hier, glaube ich, in Folge 6 oder so schon mal gesagt.
53:51 Speaker 3
Auf jeden Fall.
53:52 Gavin Karlmeier
Der Weg zur Everything-App führt ja nur zwangsläufig zu Veränderungen der Startseite von Excel. Weil wenn du eine App aufmachst und da hast du einfach nur so Rotze, die andere Leute da ins Internet gespuckt hat, dann bleibst du nicht da und dann willst du doch keine Überweisung machen und auch nicht chatten und so, sondern das muss halt viel landingpagiger aussehen, viel größer, viel hubbiger. Dass sie jetzt erste Teile anfangen auszugliedern, die zwar in der App bleiben sollen, aber eben auch eine einzelne App werden, wirkt auf mich so ein bisschen so. Dass es auf kurz oder lang dazu kommen wird, dass X so eine Art Suite anbietet, wie wir das von Google kennen, von Microsoft kennen, von weiß ich nicht, von verschiedenen Unternehmen kennen, Meta, wenn man so will, am Ende auch, dass die Everything-App am Ende 30 Apps sind. Und dann muss man sagen, war diese Gelaber-Om-Everything-App noch weniger wert, weil dann gibt es das eben schon sehr, sehr häufig.
54:40 Franziska Bluhm
Ja. Kann ich nur zustimmen.
54:43 Gavin Karlmeier
Naja, er war auf jeden Fall bei Joe Rogan und hat dort auch gesagt, bis Ende des Jahres möchte er ein fliegendes Auto vorstellen.
54:49 Franziska Bluhm
Oh, mega. Ist das eine dieser Ankündigungen von ihm, die wir noch in In fünf Jahren verfolgen werden, weil er sie 2025 im November angekündigt hat.
55:03 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Also, sollte Elon Musk in diesem Jahr noch ein fliegendes Auto vorstellen? Was muss ich dann machen, fand sie?
55:13 Franziska Bluhm
Oh.
55:14 Gavin Karlmeier
Heute ist der Tag der Wetten.
55:17 Franziska Bluhm
Dieses Jahr noch, was der denn total unangenehm, Gavin. Möchtest du nicht selber was vorschlagen? Ich überlege mal gerade.
55:26 Gavin Karlmeier
Tja, ich könnte euch das überlegen, könnt ihr uns einreichen?
55:29 Franziska Bluhm
Ich habe eine Idee. Wenn er, wenn er wieder genau wenn er das tut, also wenn du bis Ende des Jahres eine fliegende, ähm ein fliegendes Auto sehen willst. Dann musst du 2026 Ex wieder nutzen.
55:44 Gavin Karlmeier
Nein, nein, nein, nein, nein, das geht leider nicht. Leute, wenn ihr eine bessere Idee habt, was mein Wetteinsatz ist, dann schreibt gerne in die Spotify-Kommentare, schreibt in den Discord, www. Schreibt mir eine Mail, schreibt mir auf irgendeinem sozialen Netzwerk, schreibt mir irgendwie, was ist mein Wetteinsatz? Was soll ich tun, wenn Elon Musk in diesem Jahr noch ein fliegendes Auto vorstellt? Weil wir haben auch schon den 3. 11. jetzt gerade. Also es ist nie mehr so viel Zeit. Da gibt es auch die Geschichte, ich hatte ja eben schon angekündigt, und damit schließen wir auch heute diese Episode mit dieser Geschichte, dass der Kampf zwischen Sam Altman und Elon Musk wieder ein bisschen schärfer geworden ist. Wie gesagt, nicht ganz ohne Anlass, denn Elon Musk hatte ja, Sam Altman hatte ja angekündigt, dass eben die Umwandlung von OpenAI zum Beispiel Und das ist ein Grund für Elon Musk, ganze Wut nochmal auszugraben. So, jetzt gibt es aber Folgendes. Und zwar hatte Tesla im Jahr 2017, das ist jetzt acht Jahre her, haben sie ein Auto vorgestellt mit dem Namen Tesla Roadster. Ein Sportwagen, super schnell, soll den Luftwiderstand zerbrechen. Also wahnsinnig schnelles Auto. Ich glaube 1000 PS zwar angekündigt oder so. Ungefähr so. Also wirklich. Von 0 auf 100 in negativer Zeit. Also wirklich, also die Specks, die angekündigt werden, wurden, waren schon, muss man schon sagen, krass. Ich bin kein Autona, aber schon krass. So, es gab ein paar prominente Leute, die ihn vorbestellt haben. Man musste, um den vorzubestellen, in der ersten Stufe einen kleinen Betrag anzahlen. Und dann in einer zweiten Stufe musste man diesen Betrag auf 50. 000 Euro aufrufen. Also man musste quasi 50. 000 Dollar anzahlen. um den Tesla Road Star fortzubestellen, konnte man aber machen. 2017 fing das sogar schon an mit der Vorstellung Und Das Auto ist also, wie soll ich sagen, ist jetzt noch also das gibt es nicht bis jetzt 2005 gibt es noch nicht. Der Tesla Rota existiert nicht. Der ist nur ein Konzept. Es gibt zwar Bilder und so, aber der fährt halt noch, der wurde nicht. Ausgeliefert bis jetzt. Und ein paar Prominente, die den bestellt haben, waren zum einen der YouTuber Marques Brown Lee, der in seinem Podcast erzählt hat, dass er diese Vorbestand kündigen wollte. Dass das aber nicht so ohne weiteres möglich war, weil die Leute, also erstmal hat die Mail nicht funktioniert, wirst aus der App, wenn du es kündigen willst, musst du erstmal Support kontaktieren, dann wird die Mail nicht beantwortet. Hatte angerufen, die Leute an der Supportedline wussten nicht, was ein Tesla Roadstar ist. Niemand damit gerechnet hat Dass das ein Thema wird. Und so weiter. Hin und her, irgendwann hat er auch vorhin schon.
58:20 Franziska Bluhm
Warum soll man dann noch wissen, dass der Tesla Roadster ist? Hallo?
58:22 Gavin Karlmeier
Die Wahrscheinlichkeit, dass Leute, die jetzt an der Tesla Kundenhotline arbeiten, schon vor acht Jahren im Unternehmen waren, ist auch relativ. klein und wahrscheinlich wird das nicht mitgeonboardet. Na jedenfalls ist ein anderer Mensch, der diesen Test-Store auch vorbestellt hat. Sam Altman Und Sam Altman hat auch sich gedacht, ja, ich glaube auch, dass der nicht mehr kommt, ich kündige das jetzt mal und hat es versucht zu kündigen. Und hat das erstmal versucht zu kündigen, indem er an die Mailadresse, die ihm damals seine Reservierung bestätigt haben, eine Antwort geschrieben. Und zwar reservations at Tesla. com und hat einfach nur geschrieben, hi, I'd like to cancel my reservation. Can you please refund me the 50k? Also kannst du mir bitte die 50. 000 Dollar, könnt ihr mir die zurück überweisen. Dann kam erstmal eine Antwort Address not found, denn reservations at Tesla. com gibt es nicht mehr. Das heißt, er konnte über diesen Weg diese Reservierung nicht gelingen. Das hat er dann auf X veröffentlicht, hat er so geschrieben: ein Drama in drei Akten. Woraufhin Elon Musk geantwortet hat. Elon Musk schrieb, dass er, ich glaube die Antwort von Elon Musk wurde gelöscht, die steht nicht mehr hier. Wow. Auf jeden Fall hat Elon Musk sinngemäß gesagt, so nach dem Motto, naja, du hast anderen Leuten auch das Geld geklaut, so Pari-Pari-mäßig. Und er hat dann aber geschrieben, was Altmann hier nicht dazu gesagt hat, war, dass er das Geld nach 24 Stunden dann doch zurückerstattet bekommen hat. Muss man aber dazu sagen, dass man nicht genau weiß, was in diesen 24 Stunden passiert ist, weil die E-Mail hat Tesla ja nie bekommen. Das heißt, hat Tesla reagiert, weil Sam Altman öffentlich diese Mail geschrieben hat, äh, diesen Tweet geschrieben hat? Hat Sam Altman andere Wege probiert, die er hier verheimlicht hat? Das wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass Sam Altman jetzt keinen Roadster bekommen wird.
01:00:08 Franziska Bluhm
Naja, die Frage ist ja, wer einen Road Star bekommt. Ob überhaupt irgendeiner. Und andererseits, wer ist ja dann auch, also es ist ein gutes Learning. Also kläre sowas halt einfach öffentlich auf X und du kriegst deine Kohle zurück.
01:00:23 Gavin Karlmeier
Das ist ein Learning, das wir schon seit vielen Jahren haben für alle, die schon mal mit der Deutschen Telekom zu tun hatten oder mit Vodafone oder sowas. Ja, und finde ich aber auch interessant, dass die Leute, die 50. 000 Dollar einfach mal in Tesla investiert haben ohne Gewinn, also jetzt nicht als Aktie, sondern einfach nur als Bareinlage, dass die echt Umwege gehen müssen, um das Geld zurückzukommen, wenn sie nach sieben, acht Jahren merken, okay, ich will, glaube ich, meine Vorbestellung zurückziehen.
01:00:47 Franziska Bluhm
Ange wird es aber auch interessant, warum sie das gerade jetzt tun. Also ich meine Hätte man irgendwie auch schon ein bisschen früher machen können. Und weil, wenn du überlegst, äh, die 50. 000 hättest du auch gut irgendwo an der Börse anlegen können. Und dann wäre dann mittlerweile Mit guten Investments wäre da sicherlich ordentlich was rausgekommen.
01:01:08 Gavin Karlmeier
Hättest du sie in Tesla investiert? Im selben Zeitraum. Hättest du vermutlich verzehnfacht, wenn ich das richtig sehe?
01:01:18 Franziska Bluhm
Ja, dann guck doch mal parallel gerade in den Aktienkurs. Aber I don't know. Also
01:01:26 Gavin Karlmeier
Ja, also.
01:01:27 Franziska Bluhm
Also, es ist auch ehrlich gesagt wirklich ein relativ langes Vertrauen, ne? Also du war hattest du wirklich acht Jahre. Oh, ich habe ja noch 50k da irgendwie liegen. Jetzt wäre es irgendwie schön, wenn ich es doch mal zurückbekomme. Es ist natürlich schon interessant, also, und der Zeitpunkt ist, glaube ich, nicht zufällig, dass es gerade jetzt sozusagen passiert. Ja, das aber auch. Jetzt, wo so viel darüber diskutiert wird, was bei Tesla alles so passiert, und wenn wir darüber nachdenken, hey, vielleicht ist ja der Tesla Roadster das fliegende Auto
01:01:56 Gavin Karlmeier
Dass er wild, dann sind die 50. 000 aber gut investiertes Geld, wobei auch da die Frage ist, ob das tatsächlich dann der Gesamtbetrag ist oder ob man nicht nochmal nachzahlen muss. Also laut finanzen. net, Da habe ich jetzt einfach mal schnell historische Akzendaten gefunden. Hat am 2. 11. , das ist der Tag, an dem wir diese Episode hier aufzeichnen, 2017 allerdings. Der Tesla-Kurs geschlossen mit 17,1 Cent. Also 17 Dollar und einem Cent. Jetzt ist Tesla 394 Dollar wert. Also das ist schon ein bisschen mehr. Also es ist das 23-fache. Hättest du also diese 50. 000 Dollar investiert, hättest du jetzt 1,1 Millionen Dollar. Da könnte man sich viele fliegende Autos von kaufen Wahrscheinlich keinen einzigen. Egal. Wir haben noch eine Versöhnlichkeit zum Schluss, damit wir hier nicht so düster rausgehen. Warte mal.
01:02:46 Franziska Bluhm
Versöhnlichkeit des Tages.
01:02:51 Gavin Karlmeier
Du hast eine Versöhnlichkeit mitgebracht, Franzi.
01:03:05 Franziska Bluhm
Und ich würde jetzt mal, auch wenn ich das Buch noch nicht gelesen habe, als Versöhnlichkeit das Buch von Thomas Knüwer, Richard Gutier und Frank Horn empfehlen. 20 Trends für 2035. Ich glaube, die machen Mut, weil die Session gestern war so inspirierend und so mutmachend und so optimistisch auch, dass das Buch nur so sein kann. Das heißt also, 2035 wird alles gut, wir müssen halt ein bisschen Noch ein bisschen leiden, aber 2035 wird alles super und das ist doch versöhnlich, oder?
01:03:32 Gavin Karlmeier
Ja, das ist versöhnlich. Ich hab nicht so viel Versöhnliches, ich hab nur versöhnlich Wir bestellen uns keinen Roboter, weil wir wissen, wenn wir was bestellen, was irgendwann erst in acht Jahren ausgeliefert wird. Wer weiß, wie lange OneX braucht, machen wir lieber nicht. Ich bin persönlich, weil wir haben Jubiläumswoche.
01:03:46 Speaker 3
Piu, piu, piu, piu, piiu!
01:03:47 Gavin Karlmeier
Also noch zwei Folgen, dann ist Folge 500. Und wir haben in dieser Woche an der Zahl drei Ankündigungen, die wir diese Woche noch machen. Drei News. Die in dieser Woche zu Hagen kommen und da habe ich Bock drauf und da bin ich pumpt und hyped. Und um mich zu beruhigen, lese ich das Buch von Thomas Knöver, Richard Gutier und Frank Horn und freue mich, wenn du nächstes Mal wiederkommst, liebe Franzi.
01:04:09 Franziska Bluhm
Ich freue mich auch und ich glaube, es ist gar nicht so lange hin, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
01:04:13 Gavin Karlmeier
Who knows? Danke, Franzi. Mach's gut. Schöne Woche. Danke für all die, die bis hierhin zugehört haben. Habt eine schöne Woche. Wir hören uns am Mittwoch wieder. Dann mit Dennis Horn in der Gebelungswoche, Folge 499. Dann. Ich hab Bock, tschüss. Tschüss.