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Folge 520 · 29. Dezember 2025 · 1:06 Std.

Unser 2025 – das Jahr, in dem wir Standhaftigkeit lernen mussten

mit Sascha Pallenberg

Wie bleiben wir standhaft? Wie wurde unsere Demokratie verscherbelt – oder: Wurde sie es überhaupt? Eine etwas andere Folge “Haken dran” zum Ende des Jahres. Mit grundsätzlicher Versöhnlichkeit, aber auch den bitteren Pillen, die wir in diesem Jahr schlucken mussten. Und von denen wir vielleicht immer wussten, dass sie auf dem Nachttisch auf uns warten.

➡️ Eure Spende an HateAid: https://hateaid.org/spenden/

➡️ Christian Stöcker über CBS, CNN und Vanity Fair im SPIEGEL: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/vanity-fair-story-ueber-donald-trump-team-die-risse-in-der-fassade-sieht-nur-der-mensch-a-86232417-0966-4aec-843f-e27dab59eaf7

➡️ hey.paris über seine Ent-Appleung: https://hey.paris/posts/appleid/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Sascha!
  2. Fallende Masken und Korruption
  3. Persönliche Metamorphosen
  4. Saschas Abschied von Microsoft
  5. Der Streaming-Tsunami
  6. Der Einfluss der US-Medienwelt und politische Übernahmen
  7. Elon Musks unerfüllte Robotaxi-Versprechen
  8. US-Einreiseverbote für HateAid und europäische Kritiker
  9. Hoffnung durch Zwischenwahlen und juristischen Widerstand in den USA
  10. Wege zur digitalen Souveränität
  11. Der Fall Apple ID
  12. Skepsis gegenüber "europäischen" Alternativen wie Eurosky
  13. Annas Archive: Spotify-Datenleak und die Funktionsweise von Algorithmen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Sascha.

00:08 Sascha Pallenberg

Hallo Gavin.

00:09 Gavin Karlmeier

Na?

00:10 Sascha Pallenberg

Frohe Weihnachten und kurz vor frohes neues Jahr.

00:12 Gavin Karlmeier

Ja, genau so. Hast du die Feiertage gut überstanden?

00:17 Sascha Pallenberg

Ja, extrem entspannt. Es ist tatsächlich nur Heiligabend, war hier ein Feiertag. Und ansonsten Ja, Wochenende. Es muss ja weitergehen. Bei euch ist es ja, ist es ja ein bisschen umfangreicher. Ich kann mich noch als Kind daran erinnern, dass wir immer mal gerne zu Weihnachten nach Essen gefahren sind, um durch die Fußgängerzone zu laufen. Weil da immer dann da die speziellen, wie nennt sich das, Lichterfest, Lichtermesse oder irgendwie sowas.

00:44 Gavin Karlmeier

Da hat man noch Weihnachtsmarkt gesagt, aber das gibt es bis heute, ja.

00:49 Sascha Pallenberg

Ja, aber hat das nicht nochmal so einen besonderen Namen?

00:52 Gavin Karlmeier

Weiß ich nicht oder so. Weiß ich nicht. Aber es war ja früher auch noch die Einkaufsstadt. Schön, dass du da bist. Das ist die letzte Folge Haken dran. Und das Schöne ist ja, also ich stell dich ganz kurz vor, du bist Sascha Peilenberg, du bist Techblogger, YouTuber, Podcast. Du hast diverse, also eigentlich hast du die Tech-Welt, glaube ich, von allen Seiten einmal gesehen in den letzten Jahren. Und man muss dazu sagen, weil du gerade von hier und bei euch gesprochen hast, du sitzt nicht in Deutschland, du sitzt in Taiwan. Ich glaube, das ist kein Geheimnis, das ich hier verrate, richtig? Nee, ich glaube nicht. Gut.

01:20 Sascha Pallenberg

Wenn nicht, dann ist es jetzt auf keinen Fall mehr.

01:23 Gavin Karlmeier

Jetzt weiß es die Welt. Und im nächsten Jahr wird es Tradition, aber wir haben das letztes Jahr schon mal gemacht und ich finde das so schön, mit dir gemeinsam auf das Jahr zurückgehen. Blicken und mit dir die letzte Folge Haken dran des Jahres aufzunehmen. Das ist mir eine große Ehre. Vielen Dank, dass du da bist. Und ich starte direkt mit dieser sehr einfachen Frage: Was war 2025 für dich?

01:45 Sascha Pallenberg

Das wildeste Jahr meiner Tech Blogging-Karriere, ganz klar. All das, was man an Befürchtungen hatte. hat sich nicht nur bewahrheitet und ist eingetreten, sondern hat kühnste Vision um ein Vielfaches übertroffen. Es war das Jahr, wo Masken gefallen sind, meiner Meinung nach, insbesondere von den klassischen großen Brands, die wir aus der Tech-Industrie kennen, die über viele Jahrzehnte uns die eine oder andere Werteagenda vermeintlich vorgelebt haben, die nun gefallen sind, wie naja Ich, ich, ich, ich, ich, ich weiß es nicht, wie eine Mannschaft in der neunzigsten Minute die fünf rote Karten hinter sich hat. Also es war richtig grausam, es war zum Teil widerlich, wie korrupt diese diese Industrie ist und es ist gruselig zu sehen, wie sich das entwickelt hat in den letzten zwölf Monaten. Ich hatte Ja, auch wie wahrscheinlich so jeder so in dieser Szene immer mal wieder so einen klassischen Rückblick bzw. auch eine Vorausschau auf das kommende Jahr und wollte wirklich sehr, sehr positiv ins Jahr gehen. Mit fünf positiven Visionen. Das hat jetzt mal irgendwie so gar nicht mit. Das war richtig schlecht.

03:09 Gavin Karlmeier

Ja, wirklich, ich fange das nämlich mal kurz auf, weil, also als wir das Jahr begonnen haben, weil ich würde ähnlich mitgehen, also viele Dinge, die in diesem Jahr passiert sind Haben uns ja als Menschen, die über das Digitale berichten vorsichtig formuliert, ja auch in die Situation gebracht, auf der einen Seite, also Die Innovationsfreundlichkeit und das Potenzial oder die Lust, Innovation zu umarmen, wurde schwierig und überschattet davon, dass man sich plötzlich politisch positionieren musste. Also alles wurde zum Statement. Gleichzeitig hatte es uns aber auch in die Position gebracht, dass sie ja, so wie die Jungfrauen zum Kinder, eigentlich zu ExpertInnen für Politik Themen wurden, weil eben die Tech-Welt eigentlich ihre Arme um die Politik in den USA gelegt hat. Also als wir angefangen haben mit diesem Jahr, vor ungefähr einem Jahr. War Donald Trump noch nicht Präsident? . Trotzdem haben TikTok und Mark Zuckerberg ihn schon als Präsident Trump bezeichnet und als den Halsbringer. Der die Zensur in Europa endlich beenden möchte. Elon Musk war zu dem Zeitpunkt sozusagen designierter Sparkommissar, wenn man so möchte. Also er wurde als Doge-Typ irgendwie installiert, aber wir wussten auch nicht, was das bedeutet. Und ehrlicherweise ist alles, was seitdem passiert ist, deutlich schlimmer und drastischer gewesen als alle Befürchtungen, die wir hatten. Und das Ärger, was mich am meisten ärgert, ist so, dass diese ganzen. Also da das ich ich war so ein Typ, der immer so, ich be ich hab die ganzen, hab viele klassischen Kante ich Habe Google Mail zum Beispiel benutzt. Und habe immer so gesagt, naja gut, aber es ist halt das beste Tool, was soll passieren? Jetzt wird man nicht so ein Schwurbler. Und so weiter und so weiter. Ein Jahr später stehen wir an dem Punkt, wo wir uns alle überlegen: Ja, wie kriege ich denn jetzt meine 2TB-Fotos aus der Cloud, weil ich will nicht mehr, dass sie da liegen? Und ich habe so eine Metamorphose selber an mir beobachtet. Die ich eigentlich immer vor einem Jahr immer ver absolut abgestritten hätte.

04:59 Sascha Pallenberg

Kann ich alles genau so unterschreiben. Ich bin großer Freund von den diversen Companies und User von den diversen Companies, nicht nur aus dem Silicon Valley, sondern auch aus Washington gewesen. Und jetzt zum Ende des Jahres stehe ich da und bin Microsoft frei. Eine Company, die mich wirklich über viele Jahre quer um den Globus geflogen hat, um auf ihren Konferenzen teilzunehmen und ihre CEOs zu treffen, Podcasts mit denen zu machen, mit denen ich Deals kenne. gehabt habe, die mir livestream Studios auf der IFA gebaut haben, die uns eingeflogen haben, damit wir uns mit Designern zusammengesetzt haben, um über ihre neuen Surface-Lap zu Laptops zu reden, den Feedback zu geben und so weiter. Komplett raus. Komplett raus, weil es einfach nicht mehr geht. Und tatsächlich. Tut das jetzt so zum Jahresende auch irgendwie verdammt gut, weil ich feststellen kann, wow, das funktioniert. Und das ist so viel besser. Und es ist, du warst da so in einem Tunnel drin. Und ja, vor zwölf Monaten hättest du mir das erzählt.

06:11 Gavin Karlmeier

Ich hätte jede Wette verloren. Also nicht nur die Rechte hat sich radikalisiert, sondern auch wir.

06:18 Sascha Pallenberg

Aber richtig. Sagen wir besser, emanzipiert. Ich glaube, das ist tatsächlich treffender hier. Wir hauen ja überall dieses Schlagwort der digitalen Souveränität hinein. Für mich ist das tatsächlich ein 360, den ich gemacht habe, nom. Also ich bin eigentlich wieder am Ausgangspunkt meiner gesamten Tech-Karriere angelangt. Also, wo es dann irgendwann mal so den 80er Jahren losging, wo ich vor den ersten Rechner saß. Da habe ich mit der ganzen Corporate-Welt überhaupt nichts zu tun gehabt. Das waren halt einfach Ob das die Telekom war oder ob das ein IBM war oder dann auch ein Microsoft mit der Zeit, das waren ja mehr oder weniger Brutus und Satanas. Also mit denen wolltest du gar nichts zu tun haben. Und so mehr und mehr komme ich. Da wieder an und ich finde das gerade sehr, sehr befreiend, weil es mir auch Spaß macht. Also du entdeckst wieder vieles neu und du erlebst einfach, wie wir in über Jahrzehnte in Korsette gepackt wurden und wir so funktionieren mussten, wie diese Korsette uns funktionieren ließen. Und jetzt. Kannst du dir das Shirt und das Korsett anziehen, was du möchtest? Und das finde ich sehr, sehr befreiend.

07:36 Gavin Karlmeier

Es gibt ja immer wieder doch diesen Satz: es gibt kein Richtiges im Falschen. Und Adorno, ja. Ja, genau, und ich be ich be ich hadere so damit mit diesem Satz immer wieder. Also weil also ich Ich verrate, glaube ich, kein Geheimnis, wenn ich sage, ich bin in meiner Jugend irgendwie total links sozialisiert gewesen, habe in autonomen Zentren irgendwie meine Zeit verbracht und so. Und habe dann mit der Zeit diese ganzen Selbstauferlegten waren auch Korsette. wenn man ganz ehrlich ist. Und diese ganzen Korsette habe ich auch mit der Zeit abgelegt und dann irgendwann entdeckt, naja, vielleicht ist Britney Spears doch geil. Und so, weißt du? Also vielleicht gab es doch Dinge, die man irgendwie so mit der Zeit dann so festgestellt hat, naja, der Mainstream ist nicht böse. Und hat so angefangen, das so dann auch wieder zu umarmen und zu sagen, naja, man kann das auch so cool finden, dass man jetzt eben dann doch doofe Sachen auf Instagram postet. Und das ist so das, womit ich so hadere, weil auf der einen Seite sagen wir, wir emanzipieren uns und wir ziehen uns so da raus und wir haben uns in diesem Jahr irgendwie frei gemacht. Auf der anderen Seite. Nein, das betrifft halt uns paar Leute, die halt sich damit beruflich auseinandersetzen oder vielleicht auch privat auseinandersetzen. . Die paar Leute, die das hier hören und so Aber der größte Teil des gesellschaftlichen Miteinanders im digitalen Raum findet ja nach wie vor in den sozialen Netzwerken statt und zwar nicht im Fiddiverse und auch nicht bei Blue Sky, sondern naja, ehrlicherweise halt bei Instagram, TikTok, YouTube, ob wir wollen oder nicht. Und wie viel Punkrock ist denn eigentlich, äh, ist denn da eigentlich noch anständig oder muss man da vielleicht auch sagen, naja, natürlich können wir uns jetzt irgendwie als unabhängig erklären und sagen, ich mache WhatsApp nicht mit zum Beispiel. Aber am Ende zahlt man trotzdem den eigenen selber den Preis, ne? Die Rechnung kommt zu dir, wenn du bei WhatsApp nicht mitmachst und nicht zu den anderen.

09:14 Sascha Pallenberg

Ja, mein Gott, die Agnostikfront-Videos gucke ich mir auch auf YouTube an, ne? Weil sie da Kanane haben. Von daher ist da verdammt viel Punk drin. Ich glaube, man kann unterscheiden. Man kann unterscheiden zwischen Plattformen, die vor allen Dingen davon leben, dass. . Echo kann man von Schrott entstehen. Und dazu gehören für mich zum Beispiel ein Twitter. Dazu gehört für mich zum Beispiel ein Facebook. In einer gewissen Art und Weise tatsächlich auch ein Instagram, weil das, so wie sich das entwickelt hat über all die Jahre, dass es von diesem Social Network Wofür wir uns angemeldet haben, damit wir die Fotos unserer Freunde sehen, zu einem Social Network entwickelt hat. was irgendwie so an Ende 90er Jahre MTV erinnert, wo dann die Klingelton-Werbung von Jumba mal ab und zu durch ein Musikvideo unterbrochen wurde. Das ist. Du kriegst Werbung, der ganze AI-Slot, der dir reingeknallt wird, das Meta mit eigenen AI-Channels dort experimentiert. Das ist wirklich grausam. Facebook habe ich gerade auch angesprochen. Ich habe einen Facebook Burner Account. Der ist mit nichts verbunden. Aber du gibst einfach nur, ich komme aus Deutschland an und du guckst dir dein Feed an und denkst dir nur: Hilfe. Das ist einfach so gruselig. Das ist wahrscheinlich wie heute in. Ich weiß nicht, in sechste oder siebte Klassen zu gehen in gewissen Teilen des Landes und du denkst so, meine Güte, die haben aber alle einen schönen steifen Haarschnitt hier. Ja, also es ist es. Es ist zum Teil gut. Ich möchte nicht so stereotypisch rüberkommen Aber Tatsache ist, es haben sich Dinge verändert in den letzten Jahren. Und Facebook fühlt sich so an. Wohingegen es meiner Meinung nach andere Social Networks gibt und da zähle ich auch YouTube zu. Wo es einfach unfassbaren Qualitätskontent gibt. Und das muss man so sagen. Es gibt YouTube-Kanäle, die ich nicht missen möchte. So Sachen wie so Yes Theory oder so, die diese verrückten Skandinavier in der ganzen Welt unterwegs sind und einfach echt richtig. tolle menschliche Geschichten erzählen. Patrick Boyle, alles was so in Richtung Ökonomie und Wirtschaft geht, natürlich die Klasse und Nachrichtensender. Ich guck total gerne, ich habe diese ganzen WDR-Doku und Nord-Story und so weiter abonniert. Ja, da ziehe ich mir dann so abends an Tante Emma, fahrender Tante Emma laden, fährt durch Schleswig-Holstein oder so.

12:03 Gavin Karlmeier

Finde ich geil. Also das Ding, 20 Prozent aller Videos, die dir bei YouTube heute vorgeschlagen werden, seien AI-Slop sagt das Corping Company Blog. Nee, Capwing heißt es, Capwing Company Blog. 20% jedes fünfte Video will man sich in der Regel dann nicht ansehen, ist also die Antwort. Wobei man dazu sagen muss, dass halt extrem viel da wahrscheinlich auf YouTube Shorts abfällt, weil du einfach viel mehr konsumierst. Das verzerrt natürlich diese Zahl. Aber ich glaube, dass wir schon eine Veränderung feststellen, welche Bedeutung und welchen Stellenwert diese Plattform für uns im Leben haben. Aber gleichzeitig. eben, dass diese Veränderung eben den Stellenwert nicht zwangsläufig schmälert. Sie ersetzen halt das Fernsehen. Die Leute sitzen jetzt vorm Computer oder vom Handy oder vom Fernseher und gucken dort Naja, zum Beispiel Instagram. Instagram hat jetzt eine Amazon TV-App gestartet, haben wir in der letzten Folge drüber gesprochen. Adam O'Sarry war über die Feiertage in einem Interview. Und hat dort gesagt, dass man überlegen muss, ob die Leute nicht einfach mehr Premium-Content bei Instagram sehen möchten und im Zweifel vielleicht sogar auch Longform, wobei sie selber sagen, im Moment ist Longform nicht der Markt, in den Sie eintreten möchten, aber wenn wir Longform-Videos brauchen, Dann brauchen wir vielleicht Langformvideos. Also, vielleicht ist einfach der Weg. Hier, die Oscars gehen zu YouTube, haben wir auch hier drüber gesprochen in diesem Jahr. Also, vielleicht erleben wir eben einfach gerade, dass dieses klassische lineare Entertainment dass ganz lange von den Streamern, wo ich mir on-demand Dinge anschauen konnte, gleichzeitig gerade von rechts überholt wird von diesen Social Media Plattformen, in denen ich. . am Ende gar keinen Einfluss mehr haben brauche, was ich sehe, sondern eben das so durchalgorithmisiert ist und es dann immer wieder so Dinge gibt, die eben den gesellschaftlichen. . Das gesellschaftliche Gespräch mitbestimmen, dass ich eben dabei sein muss, um mitsprechen zu können. Und das ist dann die gleiche Entscheidung wie früher, eben MTV zu gucken oder halt nicht. Nur dass es jetzt viel kleinteiliger, viel individualisierter ist.

13:52 Sascha Pallenberg

Kann ich nur so unterschreiben, wenn man sich auch anschaut, den Vergleich zwischen einem Netflix, was wirklich in aller Munde ist. Also hast du das hier auf Netflix geguckt und so weiter? und einem YouTube dann ist Netflix mehr oder weniger ein überschaubarer Pups von den Umsätzen und von den Inhalten. Das darf man nicht unterschätzen. Und von der Zeit. Weil weil YouTube einfach so eine Commodity geworden ist. Das ist nicht so wie, oh, jetzt gucken wir mal Netflix. So nach dem Motto, oh, wir schalten jetzt mal Samstagabend die große Show an. Mit Showtreppe und was weiß ich nicht alles. Das große Problem, was ich habe, und ich habe tatsächlich, ich glaube, alles abonniert. Was man sich so vorstellen kann aus der Streamingwelt. Ich nutzte tatsächlich so als ersten Layer entweder Android TV oder Plex, Weil Plex gibt dir die Möglichkeit, dass du deine Streaming Services anklicken kannst und du kannst immer sehen, was trendet wo. Und was ist gerade so angesagt, hast du so einen schönen ersten Filter darüber. Weil wenn ich alleine auf, wenn ich Netflix aufmache Was habe ich denn noch hier? HBO, Disney Plus, Apple TV, Curiosity Stream, Tubi, diese ganzen Free-Dinger, Future Two HBO. Genau. Also ich sag mal so ein gutes halbes Dutzend und die diversen Schwarzdinger, die irgendwo auf Sri Lanka sitzen für einen Dollar im Monat. Ich such da jetzt bitte nicht nach. Ich dachte, ich lasse es mal so stehen, aber gut. Wenn ich auf die einzelnen Plattformen gehen, Gavin. Weiß ich nicht, was ich gucken soll. Ich bin komplett erschlagen aufgrund der Angebotsvielfalt. Das ist so eine Stream-Tsunami, die. auf uns zugerollt ist. Es ist so ultra fragmentiert, dass ich mittlerweile so an den Punkt gekommen bin, dass ich mir denke, weißt du was, ich hau die alle in die Tonne. Das sage ich jetzt aber auch schon seit zwei Jahren. Netflix denke ich mir immer so, meine Güte, was ist, wenn die nächste geile True Crime-Nummer da rauskommt, die guckst du ja immer total gerne. Das können sie ja einfach auch. Aber 98% des Schrottts möchte ich ja nicht mitnehmen. Ich habe tatsächlich da mal irgendwann so, glaube ich, gesagt, dass ich. Die Letzten, die bei mir übrig bleiben würden, weil sie mich einfach auch entschleunigen. Also, das eine, was ich brauche, und wo ich dann halt die irre Vielfalt und Creator-Community habe, ist YouTube. Ich habe natürlich auch ein YouTube Premium, was so angenehm ist. Und das nächste wäre, ich würde tatsächlich Apple TV behalten, weil die Qualität der Serien Und wie wenige es sind, wie es aufbereitet ist, finde ich verdammt gut. Und vielleicht tatsächlich noch ein HBO. Weil du unfassbar viel Reality TV. Und ich gucke mal immer die ganzen Gorn-Ramsey-Koch-Shows und so weiter.

16:57 Gavin Karlmeier

Das heißt ja, Netflix möchte ja, glaube ich, im neuen Jahr direkt eine ganz große Ankündigung machen, wie Sie jetzt schon versprochen haben. Und es gibt Gerüchte, dass HBO in Netflix komplett abrufbar werden wird, die Inhalte von HBO.

17:10 Sascha Pallenberg

Ja, ich glaube, es gibt es noch nicht in Deutschland, HBO. Das ist hier extrem günstig. Das kostet, glaube ich, irgendwie 8 Euro oder so. 8 Euro in Taiwan und hat einfach, weil es auch so National Geographic und so weiter drin, Hulu ist mit drin, CNN und allen Scheiß. Also es ist schon ziemlich gut. Und die CNN-Dokus laufen da halt auch in der Schule.

17:30 Gavin Karlmeier

Das ist übrigens auch eine Sache, die in CMI passiert ist. Die Veränderung der amerikanischen Medienwelt, in der wir festgestellt haben, eigentlich Versucht der Allison Klan, äh Larry Allison, ein Trump-Vertrauter und bald Teilbesitzer von TikTok. versucht eigentlich, indem er zum Beispiel Paramount übernommen hat, eigentlich den Medienapparat zu übernehmen. Und die These, die Christian Stöcker in seiner Spielkolumne, wir packen die mal in die Show Notes, sehr empfehlenswerter Text Aufgestellt hat es eben, dass CNN das nächste Ding wird, das quasi angegriffen werden wird im Sinne von mit Geld.

18:06 Sascha Pallenberg

Wir sind nun mal in so einen Bereich reingeladen. Ich meine, Larry Allison ist ja auch ein klassischer Big Tech-Mensch mit CEO von Oracle. Wir sind in einem Bereich unterwegs, wo diese Companies dermaßen viel Geld zur Verfügung haben, dass sie mehr oder weniger alles kaufen können. Zumindest wenn man wenn es ähm wenn es öffentlich gelistet ist in Richtung feindlicher Übernahme. Beim CNN ist ja nicht an der Börse, von daher bin ich da immer noch relativ Relativ frohen Mutes, dass das nicht passieren wird. Aber ja, es ist irre, was da passiert ist, wenn wir uns die Attacken Ähm, auf auf ABC und Co. anschauen. Überlegen, CBS, wenn wir überlegen, wie Jimmy Kimmel auf einmal für ein paar Tage verschwunden war, wenn wir sehen, wie Stephen Colbert vom Sender genommen wird im Mai nächsten Jahres. Das ist also dieses dieses Cancelling Macht die große Runde von der linken in die rechte Blase und zurück. Und das ist lustig. Und beide können sich darüber aufregen, dass sie jeweils gecancelt werden.

19:17 Gavin Karlmeier

Im Fall von CBS ist es ja so interessant, dass deren neue Chefredakteurin Barry Wise ist, über die wir damals schon mal gesprochen haben, weil sie eine der Personen war, die die Twitter-Files zu Elon Musk. damals veröffentlicht haben und die jetzt eben dort ein Interview mit Erika Kirk geführt hat, das eigentlich mehr, und auch das schreibt Christian Stöcker, . eigentlich mehr so eine Art kumpeliges PR-Gespräch gewesen ist, um am Ende Erika Kirk eigentlich ganz gut zu platzieren für eine mögliche Was auch immer, Vizepräsidentschaft, Fragezeichen oder wie auch immer, dass sich in den nächsten Monaten Jahren dort noch so entwickeln wird. Also ganz düster eigentlich und wir können nur hoffen, dass das hier, also wir beobachten ja oft, dass in Deutschland solche Trends aus den USA mit so ein paar Jahren und Verspätung irgendwie auch ankommen. Wir können nur hoffen, dass zum Beispiel die Pro71-Übernahme durch die Berlusconi-Familie nicht früher oder später ähnliche Entwicklungen mit sich bringen wird.

20:07 Sascha Pallenberg

Ja, es ist gruselig. Zu Erika Körker ging es vor allen Dingen darum, dass sie wieder ordentlich Spenden einnimmt. Sie ist in jedem Interview mit gefühlt vier Kilo Taschentüchern rum. und erwischt sich alle zwei Sekunden die Augen. Ich habe also noch nie so eine Show gesehen, wie die Frau abzieht. Also es ist halt gruselig, dass sie überhaupt. Also das sind auch so diese Dinge, die man sich vor zwölf Monaten nicht hätte vorstellen können. Dass wir uns in eine Medienwelt bewegen, in der das offensichtlich Gekünstelte nicht mehr versteckt wird, sondern eigentlich auch noch auf den nächsten Level gepackt, genauso wie in der Politik, das Was man vorher mit irgendwelchen schwarzen Konten und Kofferübergaben gemacht hat, heute zelebriert wird. Da kommen die ins Oval Office, das sind alle Kameras der Welt an, da kommt jemand an der Schweiz vorbei und packt ihm da erstmal einen Goldbarren hin. Oder ein Tim Cook sagt: Hier, lieber Don, Nee, 24 Karatsockel und Donald sagt dann danach, okay, dann mal für euch keine Strafzölle für uns alle iPhones aus. Aus Indien produziert.

21:16 Gavin Karlmeier

Oder es kommt Führungspersönlichkeiten aus Emiraten und schenken einfach mal einen Jet. Das ist ein Bild.

21:22 Sascha Pallenberg

Einfach mal ein Jet. Es ist völlig irre.

21:24 Gavin Karlmeier

Es ist einfach nur irre. Und über wen wir in diesem Jahr natürlich auch viel gesprochen haben, war Elon Musk. Und Elon Musk hat ein Versprechen gegeben. Und du bist ja ein Typ, du setzt dich ja durchaus auch mit Mobilität und Autos auseinander. Und deswegen dachte ich, mache ich dir mal eine Freude. Elon Musk hat ein Versprechen gegeben im Juli. Er hat gesagt, ich glaube, die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung wird bis Ende des Jahres, und damit hätte er jetzt noch zwei Tage Zeit, um dieses Versprechen wahrzumachen, wenn diese Episode erscheint. Die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung kann mit Tesla-Robotaxis fahren. Weißt du, wie viele Tesla-Robotaxis? Im Moment, also autonom fahrende Tesla-Autos, im Moment in den USA, zum Beispiel in Austin, unterwegs sind.

22:01 Sascha Pallenberg

Ganz genau weiß ich das sogar auch, wirklich auf die.

22:04 Speaker 4

So auf die Zahl, genau.

22:06 Sascha Pallenberg

Wenn ihr die Augen zumacht, die Zahl, die ihr dann seht, das sind genauso viele, sind das. Denn das, was in Austin fährt, sind de facto keine Robotaxis. Die nennen sie zwar von Tesla so, die haben einen Sicherheitsfahrer dabei, der die ganze Zeit die Hand an einem Notausschalter hat. Das hat auch eine ganze Menge, auch per Definition vom texanischen Gesetz keine Robotaxis. Denn Text Tesla ist dort immer noch nicht durch die entsprechende Prüfung. Es gibt ein neues Gesetz da seit September. Wenn man so einen Dienst anbieten will als Robotaxi, dann müsste man Level 4 Beweisen, dass wir das.

22:43 Gavin Karlmeier

Du hast es vollständige Autonomie beim Fahren, ne?

22:46 Sascha Pallenberg

Das wäre tatsächlich ein Level fünf System. Ein Level vier ist, um kann man so und so sehen, oft sind es Geofense-Systeme, die in gewissen Szenarien. komplett autonom funktionieren. Level 3 ist so ein Hybrid dazwischen. Das gibt es unter anderem von Mercedes und BMW, dass du auf einer Autobahn im C fließenden Verkehr, im Stop-and-Go-Verkehr und so weiter die Hände von mir gerade niemand. Tesla hat kein einziges Robotaxi, auch das, was die in Deutschland gezeigt haben, diese Demos full self-driving, ist alles Bullshit, obwohl überall die YouTube-Videos mit voll sind. Tatsache ist, solange der Hersteller dafür die Haftung nicht übernimmt, dass das passiert, ist es, ist es halt kein Krobot. Das Schöne ist, den Dienst haben sie ja auch in San Francisco laufen. Und dann ging das dann durch die Decke, oh, da kommt mein Tesla-Robotaxi an. Und dann sitzt dann halt jemand hinterm Steuer. Und ich denke mir so: meine Güte, du hast einen Uber bestellt, der halt ein Tesla ist, verdammt nochmal. Weil auch da in Kalifornien Tesla keine Lizenz dafür hat. hat wie Waymo Robo-Taxi-Service laufen zu lassen. Und in Austin sollen die Robota, ganz kurz noch vielleicht, er hat angekündigt, bis zum 31. also er ist davon zurückgetreten von dieser Aussage aus dem Sommer. Jetzt sollen in Austin am 1. bis zum 31. soll die Flotte, die dort vor Ort ist auf, die soll komplett fahren, also autonom fahren. Die Flotte, die sollte bis Ende des Jahres 500 sein. Es gibt da so einen Blogger in den USA, der hat das ganze Ding getrackt.

24:28 Gavin Karlmeier

Tesla Robotaxitracker dort kommen ist die Seite. Wie viele jetzt gerade fahren? Von den 500, die wir sponsoren. 34 Aber trotzdem 34,500.

24:40 Sascha Pallenberg

Das ist die Gesamtflotte. Und abermals, es sind keine Robotaxis, da sitzt immer jemand daneben. Die gleichzeitig unterwegs sind, auch das hat er getreckt, sind so immer roundabout bis zum halben Dutzend.

24:55 Gavin Karlmeier

Naja, so viel zu versprechen. Und gleichzeitig also wir lachen dann darüber, wenn so Versprechen nicht eingehalten werden und wenn so ähm, wenn wenn so Dinge, über die wir hier gesprochen haben, dann auch genauso eintreten, wie wir sie prognostiziert haben. Es gibt aber leider auch Dinge, die in diesem Jahr eingetreten sind, das leider gerade jetzt passiert und damit die Aktuellste Meldung vielleicht, über die wir sprechen müssen. Denn kurz vor Weihnachten ging die Meldung, um ich glaube es war am 23. dass fünf Personen in den USA ein Einreiseverbot erhalten oder dass deren bestehendes Visa Aberkannt wird. Und zu diesen fünf Personen gehören neben Claire Melfort vom Global Disinformation Index und Imram Ahmed der CEO vom Center for Countering Digital Hate, CCDH, über das wir hier auch schon öfter gesprochen haben und mit dessen Zahlen wir oft gearbeitet haben. Auch Thierry Breton, den kennen wir, weil der den DSA, das Europäische Gesetzespaket. das Einzelpersonen vor Social Media Plattformen oder vor großen digitalen Akteuren schützen soll, mitentwickelt hat, aber auch Annalena von Hodenberg und Josephine Ballon, und das sind die beiden Gründerinnen von HateAid, einer Organisation, einer NGO in Deutschland. die nichts anderes macht, als Menschen, die Hass im Netz erleben, zu schützen und ihnen zur Seite zu springen und zu helfen und zu sagen, was könnt ihr tun. Das hat für die USA schon gereicht, um hier eine Zensur zu wittern oder um das Bekämpfen amerikanischer Werte zu erahnen. Das ist eine Geschichte, ich hatte gehofft. Letztes Jahr, ich weiß nicht, ob du das noch weißt, als du hier hingekommen bist in der letzten Folge, wollten wir einen Jahresrückblick machen und kurz davor hatte Elon Musk einen Gastbeitrag in der Welt. So, und dann haben wir gesagt, gut, da müssen wir jetzt drüber sprechen. Und jetzt, ein Jahr später, haben wir gesagt: gut, wir machen diesmal wirklich einen Jahresrückblick. Jetzt konnten wir 20 Minuten darüber sprechen, und jetzt müssen wir darüber reden, was trotzdem seitdem passiert ist, weil eben sowas hier eingetreten ist. Das ist doch abstrus. Wollte ich weniger sagen übrigens. Abstrus wollte ich weniger sagen. Grotesk.

26:44 Sascha Pallenberg

Das ist genauso, als würde man das Rote Kreuz zur Kriegspartei machen. Genau. Also ein Zensurvorwurf gegenüber Hate. Es ist alles so schrill und wahnsinnig und man kann sich da natürlich stundenlang drüber unterhalten. es ist halt die Donald Trump Show, es ist halt die Mager Geschichte. Es geht darum, dass Was wir am wann war der Inauguration Day am 6. Januar. Ich glaube 20. Januar ist es immer. Oh, 20. Januar, Entschuldigung. Im Grunde genommen ist es die Verlängerung dessen, was wir dort auf der Tribüne gesehen haben. Er saß in der ersten Reihe, halt das komplette Silicon Valley inklusive Washington, aka Redmond. Im Grunde genommen ist es das, was wir beim sogenannten AI-Dinner gesehen haben. Als dort sämtliche Tech-CEOs inklusive auch Bill Gates und die Gründer von Google, die jetzt um gar nicht im operativen Geschäft mehr sind, da saßen. Und sich durch die Bank. Ach und ja, Herr Präsident, und vielen, vielen Dank, dass Sie so technikfreundlich sind und uns so unterstützen. Und wir freuen uns wirklich, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Nacheinander. Ich meine, das sah ja aus wie so ein schlechtes Theaterspiel aus Nordkorea, was da abgelaufen ist. Aber das ist genau. Das sind genau die Auswirkungen, die wir jetzt hier feststellen. Es geht darum, einer Wertegemeinschaft, nämlich in diesem Fall der Europäischen Union, zu erklären, welche Gesetze sie erlassen kann und welche nicht. Das ist genauso, als würde ein BMW und Mercedes sagen: so pass mal auf, hier in den Werken, die wir in den USA, die Fahrzeuge, die wir für die USA bauen, die sind jetzt halt 10 Meter breit. Und dann müsst ihr halt zusehen, wie ihr eure Highways hier baut. Dann müsst ihr damit klarkommen. Weil unsere Autos fahren so Und genau das wollen sie uns mit ihrer vermeintlichen Redefreiheit. Wir haben ja ganz gut gesehen. Wir haben ja diverse Beispiele gerade mit Jimmy Kimmel und Stephen Colbert schon angesprochen, wie weit es her ist mit der Redefreiheit in den Vereinigten. Staaten. Also unsere Redefreiheit, die sie definieren, wollen sie auf Europa drücken. Und das geht natürlich nicht. Und man kann wirklich nur hoffen, dass man hier standhaft bleibt und zusammensteht. Und ähm Dass man hier wirklich nicht umfällt.

29:14 Gavin Karlmeier

Ich will das standhafte Stehen will ich mal kurz zur Seite legen. Da müssen wir gleich nochmal drüber sprechen. Aber es gibt so ein Motiv. über das wir hier bei Haken dran gefühlt seit Jahren immer wieder sprechen und das hier jetzt glaube ich vor allem in den letzten Monaten und eigentlich fing das an mit den Äußerungen von JD Vance, Dass in dem Fall, wenn ex reguliert würde, man die Beteiligung an der NATO überdenken müsste, eigentlich auf eine Spitze getrieben wurde Nämlich dieses Motiv der ständigen Frage ist, wie weit darf Globalisierung gehen? Jetzt mache ich es ganz groß, aber ich mache das gleich wieder kleiner. Oder es gibt wie weit dürfen kulturelle Unterschiede in Einzelräumen unserer Gesellschaft dann doch bemerkbar werden. Was ich damit sagen möchte, es ist Völlig verständlich und nachvollziehbar, wenn Menschen, die in den USA geboren wurden, geboren sind, dort erzogen wurden, dort sozialisiert sind Wenn nach deren Rechtsverständnis eine Beleidigung keine Straftat ist, wenn man denkt, ey, wir dürfen alles sagen, wir dürfen uns auch, eine verbale Äußerung kann keinen Schaden anrichten. Gleichzeitig haben wir aber, und damit spreche ich jetzt einfach nur mal von dem Kulturraum, in dem ich nun mal geboren und aufgewachsen und sozialisiert bin, nämlich hier in Deutschland, gilt aber für ganz Europa vermutlich. Bei uns ist es eben anders. Bei uns kennt die Redefreiheit Grenzen. Deswegen haben wir hier eine Meinungsfreiheit. Du kannst alles sagen, was eben nicht in den Bereich anderer Menschen einbängt. eintrifft, sozusagen. Und ganz lange war es so, dass diese kulturellen Unterschiede, die ihn auch natürlich Tücken mit sich bringt, kann ich gleich noch was zu sagen, dass diese oder anders. Die Tatsache, dass wir Netzwerke haben, die weltumspannend sind, wird diese Probleme immer wieder mit sich bringen. Und hat sie auch schon immer wieder mit sich gebracht. Jetzt hast du Kulturräume, in denen es zum Beispiel nicht erlaubt ist, Frauen unverschleiert zu zeigen, dann könnte man sagen. dann findet das hier auf diesen Plattformen eben nicht statt. Es gibt Kulturräume, in denen es nicht erlaubt ist, den weiblichen Nippel zu zeigen. Da sind wir bei den USA. Da sagt die Plattform, das zeigen wir dann hier nicht. Wir in Deutschland haben da ein bisschen anderes Verständnis vielleicht, weil wir sagen, okay, wenn ich über 18 bin, dann will ich selber entscheiden, was ich sehe und was nicht. Dafür finde ich eine Beleidigung nicht, okay. Und dieses Dilemma kultureller Unterschiede international, das wurde ganz lange damit behoben, dass man gesagt hat, wir halten uns ein geltendes Recht in anderen Nationen. Und das ist in diesem Jahr gekippt, weil es eine Art Weibeshift in den USA gab, wie es genannt wurde, das das eigene Verständnis verändert. Und dieses Verständnis sagt. Unser geltendes Recht sollte Weltrecht sein, oder wir setzen unser Recht überall auf der Welt durch. . Ansonsten ist das Zensur. Und das wird uns, glaube ich, ich glaube, dass die Geschichte um Hate Aid hier erst der Anfang ist, was das angeht, weil dieses Digitale Kolonialisierungsverständnis, was Werte angeht, das werden wir in den nächsten drei Jahren Trump, und ja, so viel ist es leider, das war erst ein Viertel, werden wir noch häufiger feststellen müssen, dass das nämlich eigentlich das Kernproblem ist. Und ich glaube, es geht nicht nur um die wirtschaftlichen Interessen von Tech-Unternehmen. Denn Meta hat in den letzten zehn Jahren in Europa auch gutes Geld verdient. Ich glaube, hier geht es eher darum, eine, ich oder vielleicht auch, ich glaube, die wirtschaftlichen Interessen kannst du damit. auf Regierungsseite natürlich ganz gut verargumentieren. Du kannst sagen, wir haben ja auch ein kulturelles Dilemma, aber es geht ja auch grundsätzlich um ein Um ein Verständnis, sich irgendwie weiterhin als Weltmacht zu positionieren und das im Zweifel eben auch mit solchen Einschüchterungsversuchen, wie sie hier passiert sind. Monolog Ende.

32:42 Sascha Pallenberg

Ich glaube schon, dass es wirtschaftliche Interessen sind. Also diese Companies, du hast gerade ein Meta angesprochen, schauen wir uns in Microsoft, ein Apple und Co. an, in Google. Das sind alles vier, die über Jahrzehnte extrem darauf geachtet haben, dass man sehr divers, sehr inklusiv auftritt. Dass man darauf achtet, wie die einzelnen Events gestaged werden, dass wir wirklich Männlein, Vipeline, alles dazwischen und außerhalb, wie Böhmermann immer so schön sagt. Aber auch natürlich auch die verschiedensten ethnischen Hintergründe und so weiter immer wieder dort on display packt. Das waren mit die ersten, die ihre DI Maßnahmen eingestampft haben. Die sind ja nicht von heute auf morgen von Demokrat in Mager Republikaner transformiert worden. Sondern hier geht es ganz einfach um ganz, ganz, ganz viel Geld. Und vor allen Dingen geht es darum, dass die größte FOMO, die wir jemals in dieser Branche erlebt haben, vielleicht sogar Nach der Ja, nein, es ist unvergleichbar. Also die Investitionen in der Dotcom-Blase vor fünfundzwanzig Jahren Da lachst du drüber, wenn du siehst, was heute in KI, AI hast du nicht gesehen, Infrastruktur und Ausbau von Rechenzentren und so weiter geht. Es geht dir ganz klar darum, dass es diesen völlig irren Wettbewerb geht. möglichst ohne Regeln, die vermeintlich neue technologische Den neuen technologischen Heilsbringer AI an den Markt zu bringen. Und dass man alles ausnutzen kann Damit man in irgendeiner Art und Weise Wettbewerbsvorteile vor den anderen hat. Und wenn du das anschaust, der Erfolg der US-amerikanischen Wirtschaft. Im Nasdaq, wenn du dir die Werte anschaust, wird vor allen Dingen getragen durch diese sogenannte Magnificent Seven. Und das sind die sieben großen Tech-Unternehmen, inklusive Tesla, wo halt ein Tontilon sitzt, der in einer Tour irgendeinen Schwachsinn erzählen und die Menschen glauben es. Aber Nvidia ist mittlerweile zu einem Unternehmen, zu zum Größenunternehmen überhaupt geworden, Microsoft Auf Dürftan 2 stehen. Die Aktienkurse dieser Unternehmen sind komplett durch die Decke gegangen. Das heißt, die haben richtig schön eingecach unter Donald Trump. Die haben so eingecacht unter Donald Trump Dass ihnen auch nichts passieren kann, wenn die nächste Regierung, sollte sie denn eine demokratische werden, davon gehe ich mal ganz, ganz schwer aus, wirklich dann eine ganze Menge wieder zurückfährt. Weil auf dem Haufen Geld sitzen sie dann so oder so.

35:47 Gavin Karlmeier

Also, dass das alles Opportunisten sind und vor allem, also um auch mal zu Meter zu kommen, gerade Mark Zuckerberg sich extrem opportunistisch verhalten hat in den letzten Jahren. Eigentlich immer, haben wir schon hinlänglich dieses Jahr festgestellt. Also das Jahr fing an mit diesem Video, in dem er eigentlich gesagt hat, wir schieben jetzt das ganze Unternehmen in Richtung Donald Trump. Ich baue mir ein Haus in Washington, D. C. Ich werde jetzt hier alles tun, um irgendwie Nähe zu den Republikanern zu verstehen. Gleichzeitig schaffen wir unsere Investition der Foundation, die ich mit meiner Frau zusammen habe, schaffen wir ab, die in Richtung Migrationssichtbarkeit geht. Was wir vor zehn Jahren begonnen haben, Als Barack Obama noch Präsident war, dem das ein wichtiges Thema war. Also, das ist alles ja Peak Opportunismus. Aber ich glaube, dass eben diese ganzen Repressionen, die jetzt gerade hier eben Hate-Aid erleben, und da will ich Ganz kurz mal zu sagen, wenn ihr ein bisschen Weihnachtsgeld noch übrig habt, die können jetzt gerade wirklich Spenden gebrauchen. Also wenn ihr die Möglichkeit habt, da noch ein paar Marken zu schicken. Und wenn ihr selbstständig seid, könnt ihr das alles noch steuerlich geltend machen bis Jahreswechsel. Es gibt viele gute Gründe, Hate Aid jetzt gerade ein paar Euro zu schicken. Weil eben diese Repressionen, wie gesagt, erst der Anfang sind. Jetzt gerade fängt es damit an, das sind ja am Ende kleine Personen, kleine Figuren, die jetzt erstmal nicht in die USA einreisen dürfen. Aber wir haben auch festgestellt, dass zum Beispiel Richter des Internationalen Gerichtshofs auf die Sanktionsliste gerutscht sind, womit sie de facto keine Flüge mehr buchen konnten. kein am digitalen Bezahlsystem nicht mehr teilnehmen konnten, weil alle Prozesse, in denen amerikanische Server eben involviert sind, nicht mehr funktionieren für diese Person. Und das werden wir vermutlich im nächsten Jahr immer wieder feststellen, um eben auf Krampf, diesen Weibeschiff eben auch nach Europa zu drücken und hierzulande eben keinerlei, naja, wie Sie es bezeichnen würden, Zensurbemühungen oder wie wir sagen, Durchsetzung von geltendem Recht, das wir in der echten Welt eben auch haben, mit Ausweitung auf den digitalen Raum, erleben müssen oder befürchten müssen. Ich will ein kleines bisschen Hoffnung geben.

37:47 Sascha Pallenberg

Ja, mach das mal bitte. Elf Monaten haben wir die Zwischenwahlen, die Sonaten, Midterms. Und sollte sich das so weiterentwickeln? in den Vereinigten Staaten, dann werden die Republikaner da krachend aus dem Kongress geschmissen werden, beziehungsweise ihre entsprechenden Mehrheiten verlieren. Du siehst das ja, dass auch republikanische Abgeordnete und Abgeordnete, von denen man es sich am wenigsten hätte zutrauen können, jemand so eine Mager-Ikone wie Marjorie Taylor Green, die einfach sagt, ich hau ihm ja nur ab, das mache ich nicht mit, diesen ganzen Wahnsinn da. Also das wird richtige Probleme für dich geben. Wir haben Gerichte, die Trump-Dekrete einfangen. Ich weiß gerade gar nicht, ob die Nummer mit den Strafzöllen schon durch ist, dass der Präsident das überhaupt gar nicht so erlassen könnte. Also die werden ordentlich Gegenwind bekommen. Wir müssen hier nochmal elf oder zwölf Monate durchhalten. Und dann wird das für die viel, viel, viel schwieriger. Und bei aller Liebe, guckt ihr den Typen an, vielleicht macht ihr auch gar keine elf oder zwölf Monate mehr, keine Ahnung. Was die Nummer nicht einfacher macht, weil dann hast du den Onkel mit dem geschmeidigen Sofa dann im Weißen Haus sitzen. Und J. D. Vents wird die Nummer dann in die Hand nehmen. Vielleicht dann sogar auch noch mit neuer Gatten-Errage. Erika Kirk, who knows, um noch ein bisschen gossip zu spreaden.

39:16 Gavin Karlmeier

Aber J. D. Vance hat interessanterweise, weil du ihn gerade ansprichst, der hat, ich glaube, in der letzten Woche oder in der vorletzten Woche, hat er zu Abend gegessen, zusammen mit Susie Wills, das ist die Staatschefin des Weißen Hauses. Taylor Budowick, der war früher mal Staatschef des Weißen Hauses, aber immer noch sehr gut vernetzt in der Regierung, und Elon Musk. Die vier haben zusammen Abend gegessen. Und kurz danach hat Elon Musk angekündigt, dass er jetzt ordentlich Wahlkampfspenden für die Republikanische Partei, eben für die Zwischenwahlen, in den Topf schmeißen wird. Wie viel genau wissen wir noch nicht. Das wird erst in den nächsten Wochen bekannt gegeben, wenn eben die ersten Berichte veröffentlicht werden, über wie viele Spenden jetzt denn eigentlich eingegangen sind. Aber es sieht gerade ganz danach aus, als würden wir, äh, oh shit, here we go again mäßig, nochmal die gleiche Apparatur genauso erleben, nur mit dem einzigen Unterschied, dass wir wissen. Dass das Geld von Elon Musk eben auch nicht alles kaufen kann, wie wir bei den Richterwahlen in, wo war es, Virginia oder so erlebt haben?

40:13 Sascha Pallenberg

Ja, ganz genau. Und in einer gewissen Art und Weise muss man ihm und Doge ja auch dankbar sein. Das waren diejenigen, die die Adobe Premium Das muss ich rausgeschmissen haben. Und du kannst ja nur die Schwärzungen mit der Premium-Variante vernünftig reinpacken und so. Damit haben wir in den Epstein Files die Möglichkeit, einfach Vieles einfach mit Copy and Paste zu entschwärzen, um es mal so zu sagen. Es ist genau so irre und so.

40:42 Gavin Karlmeier

Also wer es nicht mitbekommen hat, du kannst quasi wirklich, du kannst ja die Apps, den falls dir teilweise bislang bekannt. Es gibt übrigens auch Leute, die so Tools gebaut haben, die aussehen wie die Google Suite, wo du quasi in Jeffrey Epstein-Account dich anmelden kannst und dort Google Drive-mäßig. J Mail. J-Mail, so heißt es genau, dir anschauen kannst. Na und jedenfalls sind einige dieser Apps jedenfalls zu großen Teilen redacted, also geschwärzt. Da kann man sehr viel nicht lesen. Es sei denn, also es gilt nicht für alle, aber für einige, du öffnest das, drückst STRG A, STC und fügst das in einem Editor ein, weil dann sind die Texte hinter den Schwärzungen wieder sichtbar. Das, was daran liegt, weil eben offen diese Schwärzung einfach nur ein schwarzer Block auf dem Text war, weil Schwärzung Teil der Adobe Premium des Jahres Premium mit der Premium-Mitgliedschaft ist und die hat eben Doge tatsächlich, ich glaube, um vier Millionen Dollar im Jahr zu sparen eingestellt oder gekündigt.

41:33 Sascha Pallenberg

Und ganz, ganz wichtig, der Haushalt in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten ist um 450 Milliarden gestiegen. Also so erfolgreich war Doge, die Company. Die unter anderem oder haben auch deutsche Politiker gesagt, wir brauchen auch ein Doge in Deutschland oder Tim Höttges Telekom Chef. Wir brauchen Wir brauchen ja auch sowas wie Doge. Und der Donald Trump hat das ganz super mit der Reindustrialisierung der Vereinigten Staaten. Guck mal, was da versprochen wird. Wie die ganzen Firmen aus Europa sagen, wir werden da hunderte Milliarden hinein investieren. Das sagen die erstmal alle, um ihnen so ein bisschen milde zu stimmen. Der glaubt ja auch jeden Scheiß, wenn du ihm gut zusprichst. Und wie gesagt, noch irgendwie eine Deskrolex mitbringst oder einen Goldbarren oder irgendwie auf alle Fälle irgendwas mit Gold geht immer. Du bist schon ganz vorne mit dabei. Dann schluckt er das erstmal und du gewinnst eine ganze Menge Zeit. Diese vermeintlichen Investitionen. Ich glaube, mittlerweile redet er von sechs bis sieben Billionen US-Dollar. Also er ist in der Trillion-Abteilung im Englischen unterwegs. Die werden nie im Leben in die Vereinigten Staaten fließen. Nein, das sind einfach Ankündigungen, das hauen die ja auch nicht von heute auf morgen rüber. Und versuchen hier Zeit zu gewinnen, um perspektivisch zu sehen, okay, wie gehen die Midterms aus und welche Möglichkeiten haben wir überhaupt dann nach 2028.

43:02 Gavin Karlmeier

Und jetzt möchte ich mit dir nochmal zurückkommen nach Europa, denn wir haben gerade über Standhaftigkeit gesprochen. Und wenn wir überlegen, wie sind diese Hate-Aid-Dinge denn eigentlich überhaupt entstanden, dann gibt es ein paar Hinweise darauf, denn es haben sich ein paar Leute auch schon bekannt dazu, eine Liste an die USA übergeben zu haben mit Leuten, die nach ihrem Ermessen eine Gefahr für Freiheit, amerikanische Werte und so weiter, sind einer von denen Hans-Georg Maaßen. Hans-Georg Maasen hat eine Liste mit Namen, die er dem State Department vorgeschlagen habe, veröffentlicht oder gesagt, dass er es getan habe. Beatrix von Storch auch, die bei Lanz bekannt hat, dass sie sozusagen mit JD Vance zusammen Sache macht und dort mal sozusagen eine Liste rübergibt mit Leuten, die irgendwie Schaden anrichten. Wie können wir da noch standhaft sein? Weil das sind alles Dinge, die ja. Also nach unserem Demokratieverständnis ja schon nicht gehen. Und Hans-Georg Naaßen war mal der Chef des Verfassungsschutzes. Das ist nicht irgendein wütender YouTuber. Sondern das ist ja durchaus jemand mit Netzwerk, mit Erfahrung und mit auch naja Macht, die er zumindest hatte.

44:05 Sascha Pallenberg

Ein lupenreiner Demokrat ist es für mich. So nämlich. Ja, es ist irre. Also das Denunziantentum oder das vermeintliche Denunziantum, ne? Das ist ja nicht. so, dass hier Menschen denunziert werden aufgrund einer irgendwelchen Strafbarkeit oder einer potenziellen. Sondern hier wird sich ja irgendein Wahnsinn zusammengesponnen. Hier werden Legenden gebastelt, die einfach auch dem Narrativ eines Maßen einer Trixie-Storch und Co. entsprechen. Dass das möglich ist, gut. War nicht auszuschließen. Das konnten wir schon Anfang des Jahres während der Münchner Sicherheitskonferenz erkennen, als Shade-Events ja in Richtung der Anwesenden eine. eine Dart Vader-like-Rede abgelassen hat, dass jetzt ein neuer Wind wehen würde und dann mal gleich am Bundeskanzler vorbeigelaufen ist und sich mit den AfD granden. Getroffen hat, lieber. Also da hätten wir schon begreifen müssen, in welche Richtung sich das entwickelt. Aber du kommst aus der Nummer nur zusammen raus. Und was ich in den letzten Tagen wirklich als extrem beschämend aufgefasst habe ist, in der letzten Woche hat Trump unter anderem wiederholt, dass die USA unbedingt Grönland brauchen Wir müssen Grönland einnehmen für unsere Sicherheit. Und in der letzten Woche sind die besagten fünf Personen auf eine Sanktionsliste gelangt. Zu den jeweiligen Themen hat gefühlt einen Wimpernschlag später sich der französische Emmanuel Macron hingestellt vor Gesamteuropa und mehr oder weniger gesagt, also zu Grönland hat der erstmal, ich glaube Nakku oder Nuku heißt die Hauptstadt. Wahrscheinlich lege ich da komplett falsch, aber irgend sowas in der Richtung war das.

46:21 Gavin Karlmeier

Es gibt einen begleitenden Discord zu diesem Podcast auf www. hakenrand. org. Über 2100 Leute sind da und hauskeepen solche Dinge gerne. Also wenn die Hauptstadt von Grönland anders heißt, kann man das dort jetzt lesen. Ansonsten sind der auch einfach nur nette und tolle Leute. Kommt vorbei. Fantastisch.

46:39 Sascha Pallenberg

Ein Foto sofort von sich gepostet, wie er dort in der Stadt war und sagte, was man auf Grönland gehört den Grönländern. Das nächste war, als diese Sanktionen erlassen wurden, wo er sofort gesagt hat, Freunde, bis hierhin und nicht weiter. Wir stehen nach wie vor für unsere europäischen Wertheit. Von wem wir nichts gehört haben, ist tatsächlich der Bundeskanzler, was ich wirklich ehrlich gesagt absolut beschämend finde. Aus Polen, aus Dänemark, aus Belgien, aus Italien, aus der Tschechoslowakei, aus der Tschechischen Republik.

47:18 Gavin Karlmeier

Sascha ist mir heute zugeschaltet, das ist im Jahr 1982.

47:21 Sascha Pallenberg

Genau. Damals aus der Botschaft in Prag. Okay, das war 1989.

47:29 Gavin Karlmeier

Aber also Johann Wadefuhl hat sich geäußert. Und der hat gesagt, die durch die USA verhängten Einreiseverbote, darunter gegen die Vorsitzenden von HateAid, sind nicht akzeptabel. Der DSA stellt sicher, dass alles, was ist offline illegal ist, auch online illegal ist. Der DSA wurde von der EU für die EU demokratisch beschlossen, er wirkt nicht extraterritorial. Boah, ich kann über die Feiertage, ich habe eine Woche nicht mehr Podcasts aufgenommen, ich kann nicht mehr reden. Sorry. Andere Auffassung wollen wir mit den USA grundsätzlich im transatlantischen Dialog klären, um unsere Partnerschaft zu stärken. Was soll das heißen?

48:01 Sascha Pallenberg

Ja, erstmal natürlich ein Statement vom Außenminister, aber bei aller Liebe, das liegt ein Level höher.

48:07 Gavin Karlmeier

Ja.

48:08 Sascha Pallenberg

Das Thema. Hier geht es um heftigste Geopolitik und nicht wie Deutschland in irgendeiner Art und Weise gegenüber oder oder in oder in der Außereuropäischen oder transatlantischen Positionierung dastehen soll. Da muss der Kanzler und da muss auch ein Bundespräsident dran. Ich glaube, dass man das quer über die Staatsoberhäupter. die wir haben kommunizieren muss. Und das war schwach. Das war einfach sch, das ist einfach, das ist einfach Schwäche, die da gezeigt wurde. Und das darf man nicht unterschätzen. Diese Schwäche, die kommt auch ganz, ganz laut in Washington an. Guck mal hier. Der Friedrich hat sich überhaupt nicht gemeldet. Das war doch derjenige, der letzte Woche noch gesagt hat: Moment mal, hier, ihr lieben USA, wenn ihr mit Europa keinen Deal machen wollt, dann macht ihr doch wenigstens mit Deutschland. Ah, guck mal da, die Deutschen. Spannend. Die sind schon so langsam, aber sicher kriegen wir sie hier auf Linie. Das wäre meine Auffassung, zumindest würde ich aus den USA heraus das so lesen wollen.

49:10 Gavin Karlmeier

Und wie bleiben wir da jetzt standhaft? Was können wir tun? Wie beide jetzt, Sascha? Weil wenn ich mich jetzt bei Instagram rusche, es macht die Welt nicht zu einem besseren Ort.

49:21 Sascha Pallenberg

Nein. Also nochmal, es gibt ja eine ganze Menge Möglichkeiten. Ihr haut hier dreimal oder du haust hier dreimal in der Woche so einen Podcast raus, der sehr standhaft über den Wahnsinn berichtet. kontinuierlich dokumentiert was da abgeht das ist schon eine form der positionierung zu zeigen wie politisch Das alles geworden ist, wie politisch unser digitales Leben aufgeladen wurde und welche politischen Akteure von selbigen profitieren. Das gleiche Wir haben HateAid gerade angesprochen. Es gibt ja noch ein paar andere Kampagnen. Gestern ist der sogenannte Digital Independence Day gestartet. der jeden ersten Sonntag im Monat Menschen dazu aufruft, aus Big Tech herauszugehen, ihnen Alternativen aufzeigt. Wie kann ich zum Beispiel aus den Chrome-Browsern hinaus, wie kann ich Alternative Betriebszeit? Systeme, E-Mail-Konten etc. pp nutzen. Das geht alles nicht von heute auf morgen. Wir können jetzt, wie du schon gerade sagtest, wir können unsere Instagram-Accounts löschen, was ich übrigens gemacht habe. Aber das bewegt die Nadel, kein Mühe weiter nach rechts oder nach links. Aber wir können kontinuierlich darauf verweisen, dass es möglich ist. Dass es ein anderes Leben da draußen gibt und dass es echt verdammt guttun kann, wenn du diesen Wahnsinn nicht jeden Tag mitnehmen musst. Und dass es auch gar nicht so schwer ist. Was schwer ist, und das Muss man immer und immer wieder unterstreichen, ist, dass du das alles nicht von heute auf morgen hinbekommst. Die digitale Souveränität, die Emanzipation von US-amerikanischen Plattformen, das ist tatsächlich etwas, wenn wir das dann auch noch auf Firmen, Behörden, Verwaltung rauszoomen wollen. Ja, ich würde sagen, das ist eine Jahrzehntaufgabe. Das ist etwas, wo man perspektivisch bis zum Jahr 2030 drüber nachdenken kann, wie bekommen wir das hin. Das wird nicht einfach sein. Aber wenn du das Schritt für Schritt schon mal zu Hause probierst und siehst, okay, diese Alternativen funktionieren für mich. Ich spare vielleicht auch noch Geld dafür. Die ganze Nummer ist effizienter. Ach du meine Güte, ich kann ja jetzt mittlerweile auf Linux über 90 Prozent der Spiele spielen, die ich früher auf meinem Windows-PC laufen ließ. Und ich brauche noch nicht mal einen neuen PC dafür, weil die für Windows 11. einfach diverse Hardwarevoraussetzungen haben und auf einmal das geht auch noch alles performanter, verdammt nochmal. An dieser Stelle müssen wir übrigens einen riesen Hallo an Steam hinhauen, denn die haben diese ganze Sache ins Rollen gebracht, dadurch, dass sie ganz einfach mit Steam OSs angestoßen haben, diese Kompatibilität hergestellt haben. Das erleben wir gerade, Gavin, und das hat es so in der Form noch nicht gegeben. Also diese Wir wollen weg. Das ist im Mainstream angekommen. Und zwar plattformübergreifend. Das ist ein Begriff digitale Souveränität. Solche News wie das Microsoft die Outlook-Konten von Richterinnen und Richtern am Internationalen Strafgerichtshof sperrt, ist eine News. Es ist eine News, dass ein Microsoft-Manager vor allem im französischen Gericht aussagt, wir können nicht für die Sicherheit eurer Daten garantieren, die in unseren Clouds liegen, aufgrund des US Cloud Acts. Das ist eine News. Und das hatten wir so vor noch nicht. Dass Schleswig-Holstein sagt, wir haben Microsoft komplett rausgeschmissen. Sind auf Linux und Open Source umgestellt. Übrigens, die am internationalen Strafgerichtshof nutzen Sendes. Dass so etwas in Thüringen passiert, das ist jeweils eine News. Das hatten wir so vorher nicht. Wir können das wirklich erleben und ich verweise abermals darauf, wenn ihr auf di. de geht. Also Digital Independence Day, dann findet ihr halt genau diese Seite, die gestern zu der neuesten Ausgabe Das Chaos Communication Congress gestartet wurde, eine ganze Menge Hilfe dabei, da kann man wunderbar teilen. Jeden ersten Sonntag im Monat. Ein kleines bisschen.

53:37 Speaker 4

Ausprobieren.

53:39 Sascha Pallenberg

Einen Schritt. Und dann machst du den nächsten Monat. Schnapst du dir das nächste? Und irgendwann am Ende des Jahres bist du mit dem Thema durch und denkst dir vielleicht sogar dann 2027, meine Güte, warum habe ich das denn schon früher gemacht?

53:51 Gavin Karlmeier

Das denkt man sich aber so oft, wie beim Papierkram wegräumen und so. Es gibt dazu die Geschichte, die hat nicht direkt was mit digitaler Souveränität zu tun, aber. über Ecken schon und zwar von Dr. . Paris Butfield Edison. Das ist ein Produktentwickler, der seit über 20 Jahren auf Apple-Geräte vertraut. Der hat alles, der hat seine iCloud, da sind 6TB Fotos drin. Der hat seine Apple Developer-ID, wo er seine iPad-Apps drüber publiziert. Also Der ist durchaus auch jemand, der das Apple-Ökosystem, kann man schon so sagen, sehr gut verstanden hat, aber eben auch sehr darauf angewiesen ist, weil er eben dafür entwickelt, aber auch seine privaten Daten dort gespeichert hat. Und der hat sich jetzt gedacht, ich kaufe mir, weil es im Angebot war, einfach eine 500-Dollar Gutscheinkarte für Apple, für meine Apple-ID, anstatt jeden Monat was zu überweisen, wie das viele Leute machen. Manche Supermarketketten haben manchmal so eine Rabataktion, 10% gespart und so. Damit ich eben nicht so den kompletten Betrag zahlen muss, hat sich diese Giftcard gekauft für 6TB im Wert von 500 Dollar. Wollte die eingeben und in dem Moment kam eine Fehlermeldung, dass dieser Code falsch ist. Kann passieren, ne? Vielleicht hat er sich verchippt oder vielleicht ist die Karte geklaut oder so. Was aber direkt danach passiert ist, ist, dass seine Apple-ID gesperrt wurde. Du kannst dich nicht mehr einloggen, ihr Account wurde gesperrt. Und der hat dann angefangen mit dem Kontakt zu sprechen, mit dem Support zu sprechen und hat gesagt, ey Leute, könnt ihr mir helfen? Da wurde als Antwort nur gegeben, der Account ist geflaggt. wegen Verstoß gegen die Apple Media Services Terms and Conditions. Mehr Antworten hat er nicht bekommen. Aber er hat gesagt, jetzt sitze ich hier mit de facto 30. 000 Dollar Wert von Bricked Hardware, weil das iPhone, das iPad, die Apple Watch Die Macs alle nicht mehr synchronisieren können, viele von denen sogar gar nicht mehr starten. Also der Apple TV zum Beispiel hat nicht mehr funktioniert, konnte nicht mehr fernsehen, weil er eben sehr in diesem Ökosystem eingesperrt war. Er konnte nicht mehr auf seine Fotos zugreifen, er konnte keine Nachrichten mehr verschicken, er hat aber auch keine Antworten mehr bekommen, weil er sich ja auch nicht mehr einloggen konnte. Das heißt, er musste immer wieder sich von außen in den Support einloggen und da haben die ihm einfach nicht geantwortet. Also eine absolute Katastrophe, die sich über Wochen hinweggezogen hat. Und jetzt kurz vor Weihnachten kam dann die Meldung, dass ein Mensch, der in Singapur für die Apple Executive Relations arbeitet, diesen Text gelesen hat und ihm deswegen helfen konnte. Aber es zeigt, Leute, wenn wir uns zu krass abhängig machen von einem System, einer Infrastruktur, einem irgendetwas, das irgendwo liegt dann kann es durchaus passieren, dass dann eben auch schlagartig alles nicht mehr geht und eben nicht nur einzelne Teile. Finde ich eine ganz schöne, spannende, düstere Geschichte. Auch die packen wir euch immer in die Shownotes. Finde ich, könnt ihr euch mal irgendwie über die Feiertage reinziehen?

56:29 Sascha Pallenberg

Ja, es ist abgefahren. Das ist übrigens sowieso etwas, was ich nie so ganz nachvollziehen kann. Ich habe auch Gewisse Ökosysteme, in denen ich stark abhänge. Ich sehe jetzt zum Beispiel auch an einem Mac, aber ich habe ein Android-Phone. Also ich habe so eine Punkrock. Genau. Meine Waschmaschine ist auch von Samsung. Und mein Fernseher. Ganz, ganz wichtig, damit ich auf dem Fernseher sehen kann, wann die Wäsche fertig ist. Geht das wirklich? Ja, ja, es ist super geil. Ja, das ist toll. Ich bin, ich, ich, ich bin, ich habe gerade wirklich so einen Level-Up gemacht hier mit der Kiste. Ich glaube, das ist tatsächlich, dass mein mein neuer Wäschetrockner größer ist als mein erstes Auto. So gefühlt so eine Sicht. Ich glaube, ich kann da reinkrabbeln. Ja, ist auf jeden Fall dreimal so teuer wie mein erstes Auto. Aber es ist großartig. Einfach alles reinschmeißen, du packst da so einen ganzen Bottich an Weichspüler, einen ganzen Bottich an na, was ist es denn? Spülmittel, hätte ich fast gesagt, Waschmittel rein und muss dich dann halt nicht mal drum kümmern. Und pack seine Wäsche rein, machst du dann am Telefon, so, dumm, leg mal los.

57:37 Gavin Karlmeier

Wir kriegen kein Geld von Samsung für diese Passage übrigens.

57:40 Sascha Pallenberg

Nein, überhaupt nicht. Da müssen wir mal gucken. Ich schicke dir mal nachher das Podcast, dass man ja wahrscheinlich auch noch nachträglich irgendwas rausbekommen. Nein, also ich mag das sehr, sehr gerne. Also, das sind so diese beiden Dinger, aber parallel dazu. Dazu gibt es auch noch alle möglichen anderen Dinger. Ich habe also meine diverse Rechner hier auf Linux umgestellt. Mein Nass hat nichts mit den Firmen zu tun. Ich nutze Nextcloud in Deutschland, weil ich meine Microsoft Verträge gekündigt habe als OneDrive und Co. da komplett raus. Diversifizieren. Also ich habe zumindest schon mal diese Gesamtlast auf irgendwie so vier oder fünf Schultern. Und das zum Teil einfach auch noch in einem Teil von Asien unter anderem liegen, dich als weitaus unproblematischer. empfinde für entsprechende politische Strömungen, weil die wollen mit allen Deals machen. Ja, die wollen weltweit verkaufen in jeden Markt hinein und sind da sehr apolitisch unterwegs. Aber was ich, nochmal das ist ja ganz, ganz wichtig, worüber wir gerade geredet haben, also dieser Digital Independence Thema, da gibt es ja auch wiederum plattformmäßig. Ein paar Bestrebungen in der Richtung. Hattet ihr schon Eurosky mal drin gehabt?

59:04 Gavin Karlmeier

Ja, haben wir, als das vorgestellt wurde, haben wir da größer drüber gesprochen.

59:07 Sascha Pallenberg

Das soll ja jetzt im Januar kommen.

59:09 Gavin Karlmeier

Da kann man sich bald einen Account machen. Schilbe ich schon lange vor mir her, dass wir hier darüber sprechen, wird dann wahrscheinlich in der nächsten oder übernächsten Episode hier zum Thema.

59:17 Sascha Pallenberg

Ja, da bin ich gespannt drauf. US-amerikanisches Format mit Identifikationsservern einer US-Amerikaner. amerikanischen Firma, die Webseite ist von Foursquare gehostet und lädt ohne Ende Google Fonts. Das ist Squarespace. Äh, Fo- äh, Foursquare. Foursquare war das andere Squarespace. Verwechsle ich aber tatsächlich immer. Das ist okay. Foursquare war hier das zum Einstecken. Aber das wäre ja geil.

59:40 Gavin Karlmeier

Wenn es Foursquarespace gäbe und du dann die Möglichkeit hättest, Mailer von Website zu werden, das würde mir ganz gut gefallen.

59:48 Sascha Pallenberg

Foursquare. Wie bin ich denn darauf gekommen? Habe ich wahrscheinlich auch zehn Jahre nicht mehr genutzt. Das letzte Mal, als ich in Dortmund Hauptbahnhof bewertet habe und sagte, dass das der wohl traurigste Hauptbahnhof der Republik wäre.

59:59 Gavin Karlmeier

Bei Ditch im Dortmunder Hauptbahnhof kostet die Brezel 1,20, von mir 0 Sterne. Top-Hebär. Ansonsten kleine Geschichte zum Thema Digital Independence oder Souveränität. Wenn ihr irgendwie dabei seid, eure Fotos zum Beispiel lokal zu Hause. und noch 300 Terabyte frei habt, bei Annas Archive gibt es jetzt einen Spiegel von sehr, sehr vielen Songs, die bei Spotify rumliegen. Sie hat es geschafft, oder die Menschen hinter Anna's Archive haben es geschafft, 86 Millionen Tracks herunterzuladen, die bei Spotify gehoffen haben. Gehostet wurden. Und das Interessante ist, das sind, also insgesamt liegen um die 150 Millionen Titel bei Spotify. Sie hat oder sie haben 86 Millionen Titel, also ein bisschen mehr als die Hälfte. Haben damit aber 99,6 Prozent der Hörvorgänge von Spotify heruntergeladen. Das heißt, 0,4 Prozent der Hörvorgänge bei Spotify, das ist ja wirklich viel, entfällt dann auf die restlichen 70, knapp 70 Millionen Titel. die eben dort übrig sind. Sie hosten das jetzt über Bulk-Torrents. Also du kannst quasi über das Torrent-System, kannst du dir diese 300 Terabyte besorgen. Man musste sozusagen, das ist nicht ganz legal. Einerseits nicht, diese ganzen Daten sich zu beschaffen, andererseits auch nicht, du kannst halt keine Torents herunterladen, ohne sie auch wieder zu teilen. Du würdest damit sozusagen dich strafbar machen, die weiter zu verbreiten. Ich erzähle das hier nur aus Vollständigkeitsgeschichten. Ich finde das eine Aber eine wahnsinnig, also 300 Terabyte sich zu beschaffen, ist schon faszinierend auf jeden Fall.

01:01:30 Sascha Pallenberg

Die Frage ist, ob Torrent Streaming rechtlich angreifbar ist. Auch das ist nämlich möglich. Das gehört unter anderem zu diesen. Services, die ich irgendwann mal genannt habe. Also du, es gibt zum Beispiel so Apps wie TTV, die streamen einfach nur die Torrents. Das heißt, du lädst nicht runter und die legen wie so eine Netflix-Oberfläche drüber. Ziehen sich die ganzen Informationen von Movies und TV-Series aus IMDB-Datenbank raus. Ja, du kannst sogar deine Favoriten da drauf packen und dann streamen die das einfach aus dem Torrent-Netzwerk heraus.

01:02:04 Gavin Karlmeier

Warum das ja nicht mal mit einer Urheberrecht? Verletzungen beginnen. Ist doch super. Aber was auch interessant ist, in diesem Datenleak, das sie sich da beschafft haben, stecken nicht nur die Dateien. Sondern auch Datenbanken. Und es gibt zwei Datenbanken, JSON-Datenbanken. Und das Interessante ist, wie Spotify die Songs kategorisiert. Und das finde ich tatsächlich als Musikliebhaber ganz faszinierend. Also Also es gibt die saubere offizielle Datenbank. Da drin steht KünstlerInnen, Album, Anzahl der Tracks, Genre, in welchen Märkten gibt es das? ISRCs, also das sind diese Nummern, die pro Songs vergeben werden, damit die Songs identifiziert werden können und so weiter. Soweit nicht überraschend. Jetzt gibt es aber eine zweite SQLI- SQL Lite, weiß nicht, wie man es ausspricht. Datenbank. Genau. Und dazu, da drin stecken Tempo und Tonart, auch nicht überraschend. Kannst du relativ schnell ermitteln für jeden, der schon mal so DJ-Software benutzt hat, das steht da sofort daneben. Energy, Lautheit, das ist ein notwendiger Wert, um die Songs gleich laut abzuspielen. Valence, was das bedeutet, kann ich dir nicht sagen. Dancebility. Und es gibt einen Popularitätswert. Jeder Track bei Spotify hat einen Populitätswert zwischen 0 und 100. Und sie schreiben, der Großteil aller Streams. liegt so zwischen 50 und 80 Popularität, wobei 70 Prozent aller Songs nie gehört werden. Es gibt aber eben auch Songs, die über 80 liegen, und das sind dann die Songs, die dir dann auch regelmäßig ausgespielt und angezeigt werden. Ich finde, das sagt relativ viel über die Art und Weise, wie so Algorithmen funktionieren und welche Entscheidungen getroffen werden, um dir Dinge vorzuschlagen und ein Bild zu zeichnen, das du das Gefühl hast, eine hoch individualisierte Playlist zu bekommen und trotzdem mitzukriegen, was gerade so die Banger da draußen sind.

01:03:42 Sascha Pallenberg

Bei Danceability fehlt die variable Uhrzeit und Butalkoholwert noch. Da kann ich der Playlist nicht sein, Sascha.

01:03:53 Gavin Karlmeier

Was ist denn jetzt Valenz?

01:03:57 Sascha Pallenberg

Ab einer gewissen Uhrzeit ist ja alles tanzbar.

01:04:01 Gavin Karlmeier

Ich merke, du musst mal auf eine meiner Partys kommen.

01:04:05 Sascha Pallenberg

Ja, jetzt habe ich Angst.

01:04:06 Gavin Karlmeier

Zu Recht. Sascha, das war's für heute. Vielen Dank, dass du da warst. Wir war ein bisschen Anlass als zur Episode, aber war, glaube ich, mal ganz wichtig und ganz schön, um mal so ein bisschen den Sack zuzumachen, wie wir beide im Ruhrgebiet der sagen würden.

01:04:19 Sascha Pallenberg

Ganz genau, hat Spaß gemacht. Vielen Dank und frohes neues Jahr.

01:04:23 Gavin Karlmeier

Genau, einen guten Rutsch. Wir hören uns tatsächlich erst im neuen Jahr und zwar am 5. 1. also nächste Woche Montag. Dann werde ich mit Dennis Horn zusammen auf Dinge schauen, die sich so über die Feiertage angesammelt haben. Und wir werden Thesen aufstellen, was 2026 passiert und werden vor allem mal auf die Thesen gucken, die wir letztes Jahr aufgestellt haben. Ich weiß nicht, ob das so gut gelaufen ist, wir werden es erfahren. Vielen Dank, lieber Sascha, vielen Dank, lieber Hakis, für alles in diesem Jahr. Ich habe noch kleine Infos am Rand. Also, wir haben noch ein paar Tickets für die Tour auf haken. org. Kommt nach Leipzig. Da gibt es vor allem noch Tickets. Ich glaube, Köln ist nahezu ausverkauft, Berlin ist ausverkauft, aber kommt vorbei. Dann könnt ihr noch bis Silvester 23. 59 Uhr abstimmen, wer den grauen Haken des Jahres bekommt. Haben wir alles umfangreiche schon vorgestellt. Einen Negativpreis. Und kommt bitte gut ins Jahr, rutscht nicht aus, tut euch nicht weh, macht kein Feuerwerk, das ist albern und Geldverschwendung, spendet das Geld lieber Hate Aid, die brauchen es gerade. Und passt auf euch auf, wir hören uns nächste Woche Montag im neuen Jahr wieder. Guten Rutsch. Danke, Sascha. Wir hören uns aber nicht erst nächstes Jahr, bitte. Also nicht erst Ende nächsten Jahres.

01:05:26 Sascha Pallenberg

Ja, genau, ich wollte gerade sagen, nächstes Jahr das wird sich nicht vermeiden lassen.

01:05:29 Speaker 4

Aber nicht erst in den Händen.

01:05:30 Sascha Pallenberg

Wir kriegen das mal unterjährig auch hin.

01:05:32 Speaker 4

Schauen wir mal. Alles klar, vielen, vielen Dank. Euch auch einen guten Rutsch. Tschüss. Ciao.