Es war ein ereignisreiches Wochenende. Die CDU plädiert – so wie die SPD – auch für ein Social-Media-Verbot für Jugendliche, obwohl Friedrich Merz mit seiner brillanten Idee einer Klarnamenpflicht keinen Erfolg hatte. Erfolg hatte aber Jan Böhmermann im Prozess gegen X – und davon berichtet uns unser Haus- und Hofanwalt Chan-jo Jun, der ihn vertreten und diesen Prozess damit vorangetrieben hatte. Und ob W Social Erfolg hat – das steht noch in den Sternen. Wir haben aber mit Anna Zeiter aus dem Gründungsteam von W Social ein erstes Interview geführt und uns mal erklären lassen, was sie vorhaben, wo das Geld herkommt und wie das Ganze eigentlich funktionieren soll.
➡️ Gavin war im ARD Presseclub: https://www.ardmediathek.de/video/presseclub/tolerieren-regulieren-oder-verbieten-wie-umgehen-mit-social-media/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtZWJjYTg0NGEtNjc3OS00NWRiLWE1NDktNTEzM2U4ZTM1M2Qz
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Pip!
- Der Affe Punch
- Friedrich Merz will Klarnamenpflicht, CDU will Social-Media-Verbot
- Mark Zuckerbergs Aussage im Meta-Prozess: Social Media und Suchtgefahr
- Jan Böhmermann vs. X (featuring Chan-jo Jun)
- X legt Berufung gegen DSA-Strafe ein
- W Social – Anna Zeiter im Interview
- USA-VPN gegen Europa
- Muskkram
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Hallo Pip
00:08 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Kevin. Bei mir ist Philipp Klöckner nicht verwandt oder verschwägert mit unserer Bundestagspräsidentin. Mir ist das super spät erst aufgefallen, dass ihr ihn gleich Nachnamen habt, obwohl ich dich zweimal die Woche höre, denn du machst den Doppelgänger-Podcast, der für alle Leute als Companion zu Haken dran hier nochmal stark ans Herz gelegt wäre, würde ich sagen. Ich habe das Gefühl, wir ergänzen uns ganz fantastisch. Inwiefern? Naja, ihr seid so.
00:31 Pip Klöckner
Achso, als Podcast. Vielleicht meinst du wir persönlich? Also das weiß ich schon doch, aber vielleicht. Ja, ja, also die Formate haken ineinander ein, im wahrsten Sinne. Also oft seid ihr die weiterführende oder tiefergehende Berichterstattung für was. Ich wollte im Vorhinein schon fragen, was gibt es für wirtschaftliche Themen, die ich heute besprechen darf? Weil das ist ja meine Rolle, ist ja jetzt.
00:52 Gavin Karlmeier
Der Q der Excel-Rechner, mal schauen, ob ich das halt irgendwo unterbringen kann. Ja, ich habe mehrere Punkte für dich sogar. Ich habe auch, und ich kann schon mal ein bisschen spoilern, worüber wir reden. Wir haben heute ein exklusives Interview mit W Social, über die wir hier schon ein paar Mal gesprochen haben. Da geht es auch um Investorenstrom. Da brauche ich dich. Wir sprechen aber auch, wir haben auch einen Ton von John Ju-Hoon exklusiv heute. Es ist eine ultravolle Folge heute. Und das an dem Wochenende, an dem wir eigentlich alle mit Punch beschäftigt waren. Ich weiß nicht, ob dir auch Punch untergekommen ist, aber das war so das Social Media Phänomen für mich dieses Wochenende. Ein kleines Äffchen, das in einem Zoo ausgesetzt oder in einen Zoo gekommen ist und dort vom Rudel verstoßen wurde in den ersten 24 Stunden. Und so weggeschubst wurde und so und dann angefangen hat mit so einem kleinen Ikea-Affen immer zu kuscheln, mit so einem Plüschtier. Und diese Bilder gingen um die Welt. Bis dann zum Beispiel IKEA irgendwie Dutzende Plüschtiere gespendet haben und dieser Affe dann jetzt 24 Stunden später dann doch irgendwie aufgenommen wurde von der Gruppe. Das sind so Dinge, die bewegen mich dann doch mehr als ein CDU-Parteitag, über den wir jetzt gleich direkt auch sprechen müssen. Leider ja. Ja. Okay, du hast keine Gefühle zu punch.
01:58 Pip Klöckner
Ich habe die so gehört, aber ich wusste nicht, also ich war mir ihre gesamten Tragweite nicht bewusst, ehrlich gesagt. Also es war nicht ganz neu, dass so eine Affe mit so einem IKEA-Kuschelt hier rumläuft, aber. Dass das so weite Kreise zieht, war mir dann doch nicht bewusst.
02:10 Gavin Karlmeier
Und ich finde so krass, also wenn ich mir überlege, ist Sammy die Eidechse oder was war das, ein Katamaran oder so? Der Krokodil. Der in der Badewanne gehalten wurde. So Sommerlochtiere haben sich früher sechs Monate gehalten. Oder Knut der Eisbär. Kurt, Knut, ich weiß nicht mehr. Knut. Und von Punch werden wir in der Woche nichts mehr wissen.
02:32 Pip Klöckner
Und der Pfleger von Knut hat er es nicht ins Dschungelcamp geschafft später oder so sogar. Also ist er auch krass. Aber die Frage ist: Punch ist nicht KI generiert? Nee, der ist echt. Der ist wirklich echt. Das Problem ist ja, dass man heute, heutzutage quasi das, du kannst ja sagen, jeden noch, also du kannst ja die maximal anrührenden Geschichten einfach mit KI. Generieren inzwischen und der richtigen Zielgruppe irgendwie den Hundeliebhaber und spielt es eine schöne Hundestory aus und so. Na gut, wir haben genug Themen, ich will nicht noch neu erfinden.
03:02 Gavin Karlmeier
Ich möchte, wir müssen anfangen, weil das Wochenende begann damit dass Friedrich Merz über seinen Auftritt im Machtwechsel-Podcast hinaus, über den wir in der letzten Folge gesprochen haben, nicht nur gesagt hat, er will ein Social Media Verbot, sondern er hätte auch gerne, und da kam dieser Running Gag der Digitalpolitik. wieder. Er will eine Klarnamenpflicht haben in Social Media. Er hat nämlich gesagt, ich möchte Klarnamen im Internet sehen, auch mit dieser Drastik formuliert. Ich möchte wissen, wer sich da zu Wort meldet. Wir stellen uns in der Politik. auch mit klarnahm und offenem Visier einer Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft, dann erwarte ich das auch von allen anderen, die sich kritisch mit unserem Land und unserer Gesellschaft auseinandersetzen.
03:36 Pip Klöckner
Ja, endlich mal eine neue Idee von der CDU. Innovativ. Ja, du hast das eher, ich hab natürlich dich heute Mittag im Fernsehen. Also wir nehmen am Sonntagabend auf natürlich. Da hast du ja ganz richtig darauf reagiert. Also ich halt Klarnamenpflicht aus den von dir vorgebrachten Gründen auch für nicht sinnvoll. Also ich Es ist natürlich zunächst erstmal nachvollziehbar, dass man glaubt, die Leute würden sich besser verhalten und werden einfacher zu verfolgen mit Kleinarm und so weiter. Aber du hast einfach richtig gesagt, dass. Die Leute ja jetzt schon beweisen, dass sie selbst mit klarnamen, ungeheuerliche Dinge sagen. Und ich weiß nicht, ob du den zweiten Einspieler von Jeanyu Yun hast, aber der würde wieder sagen, quasi Das muss jetzt geprüft werden, ob das geeignet, erforderlich und angemessen ist. Und es ist A nicht geeignet, das hast du sehr gut bewiesen, sondern weil es eben trotzdem passieren würde, was man jetzt schon sieht. Also die Prüfung würde schon nicht funktionieren. Ob es erforderlich ist, also das mildeste Mittel, würde ich auch infrage stellen, weil man könnte einfach die Plattform regulieren, dass sie Hassräder und so weiter unterbinden, dann hätte man das Problem nicht mehr. Und ob es angemessene ist, wäre dann eine Abwägung. Und die Nachteile sind eben groß, weil man Dissidenten, Menschen, die irgendwie in Minderheit, also in extremen Minderheiten angehören oder sich damit identifizieren Dass die vielleicht nicht mehr so frei reden könnten. Also ich würde bin da auf deiner Seite und würde eine Klarnamenpflicht auch
05:02 Gavin Karlmeier
Vor allem das Abstruse ist, dass wir von einem gefühlt einem Ja, hat Daniel Günther das schon mal vorgeschlagen, der CDU-Vorsitzende und Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Und da haben wir genau die gleiche Diskussion geführt und haben dann relativ schnell gesagt, ja. Quatsch. Und jetzt sind wir wieder am selben Punkt. Friedrich Merz wollte es aber auch haben. Für die, die es übrigens nicht mitbekommen haben, ich war im Presseclub. Das könnt ihr euch noch in der ARD-Mediathek anschauen. Da haben wir zum Beispiel auch über die Kleinamtpflicht gesprochen. Anlässlich des CDU-Parteitages an diesem Wochenende, an dem zwar die CDU einen Antrag zu Digitalthemen durchgebracht hat und verabschiedet hat, Aber die Kleinamtpflicht ist rausgeflogen und zwar, wie es heißt, schon am Freitagabend. Und wahrscheinlich war das so ein indiskretes Gespräch, bei dem jemand gesagt hat, komm Friedrich. Mit den Klarnamen, das lassen wir aber besser mal.
05:49 Pip Klöckner
Da warst du noch nicht dabei, aber das haben wir schon ein paar Mal erfolglos gemacht. Und die vierte Prüfung, die man machen muss, ist, ob der Zweck legitim ist. Also Wenn er davon redet, er möchte mit offenem Visier kämpfen, schön und gut, aber was ist das höhere Motiv dahinter? Also man könnte eben sagen, man vermutet, die Leute würden sich dann besser ver das können wir jetzt nur unterstellen. Ich glaube, das hatte gar nicht so klar gesagt, was er sich eigentlich davon Sagen, wünscht. Ich nehme an mehr Disziplin und Ordnung. Aber wie gesagt, das haben wir gerade so ein bisschen durchexzessiert, warum das wahrscheinlich nicht funktionieren wird.
06:19 Gavin Karlmeier
Ja, und sein Argument ist halt auch. Ist halt bizarr, weil er ist halt Berufspolitiker. Er hat sich die Öffentlichkeit gesucht, er hat sich ausgesucht für die Dinge, für die er steht, in der Öffentlichkeit einzustehen. Das kann er nicht von jedem Menschen. . in Deutschland erwarten, der eine Meinung hat. Und das ist aber der Schluss, den er damit zieht.
06:34 Pip Klöckner
Und er fährt mit drei Personenschützenschützern und einer gepanzerten Limousine durch Deutschland.
06:41 Gavin Karlmeier
Der CDU-Parteitag ist am Samstagmittag, also am Samstagmittag hat die CDU auf diesem Parteitag in Stuttgart beschlossen, dass sie auch für ein generelles Social Media Verbot für Menschen unter 14 Jahren ist. dass sie für eine eingeschränkte Nutzungserfahrung von Menschen zwischen 14 und 16 ist und dass sie generell dafür ist, die Sicherheit im digitalen Raum genauer auszugestalten. Sie wollen Medienkompetenz verbindlich stärken. Was immer das heißt, und haben damit sozusagen jetzt der Bundesregierung den Auftrag erteilt, ein solches Gesetz zu entwickeln
07:16 Pip Klöckner
Ja, auch da würde ich mich stark deine Argumentation anschließen. Also man muss wirklich diesen Presseclub nachhören, sonst versteht man gar nicht, worüber wir reden. Was ich ja lustig fand, also wir haben im Doppelganger-Podcast auch darüber geredet. Und da habe ich auch, es gibt ja immer diese falsche, meiner Meinung nach, falsche Analogie zum Alkohol. Voll falsch. Erstmal damit anfangen, dass würde heute jemand sagen, ich packe hier ein Gesicht auf den Markt, wo zwischen 45 Prozent eines Nervengifts drin ist. Alle möglichen Krankheiten, Krebs und so weiter ausübt, das gleiche Geld für Nikotin oder was immer noch als Analogien genutzt wird. Das würde man heute niemals zulassen, wenn sowas neu auf den Markt gebracht würde. Es ist halt dieses Zehntausend Jahre alte kulturelle Erbe, dass Leute sich irgendwie mit Rauchen und Trinken quasi Bewusstseins erweitern oder enthemmen. Und dagegen ist schwer vorzugehen und vielleicht ist, da kann man verschiedener Meinung sein, das nachvollziehen, aber das ist nicht die Analogie zu Social Media. Social Media, wir sind noch in dem. Stadion, würde ich sagen, wo man sagen kann, das hätte niemals auf den Markt kommen sollen und es hat sich so entwickelt, dass wir es jetzt regulieren müssen, weil dann würden wir alle Effekte kennen, dann würden wir es heute eigentlich nicht mehr auf den Markt lassen. Und die andere Analogie war das Oktoberfest, das hat die Kollegin von der Zeit da, glaube ich, hervorgebracht. So ungefähr, dass man da ja auch so ein bisschen zügellos wäre und deswegen lässt man da keine Kinder auf. Aber auch das halte ich nicht richtig, weil die Social Media ist ja nicht das Oktoberfest, sondern es ist einfach ein Ort. wo irgendwie Minderjährige gegroomt werden, wo Verbrechen begangen werden, wo Leute betrogen werden. Und auf dem Oktoberfest ist vor allen Dingen ständig die Polizei und Rettungskräfte vor Ort. Und das brauchen wir, dass die Plattformen zu orten werden. wo Zucht und Ordnung herrscht. So wie auf dem Oktoberfest. Klar, trinkt da jemand mehr zu viel und klar wird getascht. Aber wenn jemand rumtatscht, dann ist sofort ein Ordner und dann die Polizei da in aller Regel. Bestimmt noch viel zu selten, ist auch klar. Aber prinzipiell wird da versucht, straifen zu Straftaten zu verfolgen. Und das brauchen wir erstmal für die sozialen Medien und das müssen wir erstmal durchsetzen. Und wenn wir dann glauben, es ist immer noch zu gefährlich, dann muss man vielleicht nochmal testen, wie man vulnerable Zielgruppen, und das sind, glaube ich, nicht nur junge Leute. noch besser schützen kann. Aber diese Analogie mit Alkohol oder Oktoberfest, das halte ich alles für für Unfug. Das ist ja eine Ausrede, warum wir diese Plattform nicht selbst regulieren müssen oder dort Gesetze durchsetzen, müssen, oder warum das so unzivilisierte Horte von Verbrechen Und ja, grenzenlosen Grenzübertretung bleiben.
09:47 Gavin Karlmeier
Diese Alkoholanalogie, ich habe die dieses Wochenende auch sehr häufig lesen müssen und hab immer gedacht, also Entschuldige mal, aber als ich so mit 14 das erste Mal unter direkt am Ruhrufer in Mülheim an der Ruhr mich mit drei Flaschen Landführste. und einer Flasche Apfelkorn, als ich da, ich sag mal, meine Trinkkompetenz aufgebaut habe . Da hat mir A vorher das keiner beigebracht und B hat das sehr gut funktioniert ohne das alles. In der digitalen Welt, ohne den Medien wissen wir, funktioniert das nicht. Da muss man funktionieren. vorher, so eine Art kleinen Beipackzettel bekommen. Du brauchst jemanden, der dich das ein bisschen an die Hand nimmt, weil sonst geht das schief. Beim Alkohol passiert es nicht. Es passiert nicht, dass jemand Beim ersten Mal Alkohol trinken versehentlich 400 Flaschen Bier trinken. Das wird nicht passieren. Also ich finde, diese Alkoholanalogie hinkt vor allem darin, dass sich ja die Frage stellt, kann ich. . mit Social Media beim ersten Kontakt einen großen Fehler machen? Ja, ich glaube schon. Das heißt aber nicht, dass ich das jetzt sofort für alle Leute wegräumen muss, sondern dann müsste ich es für alle verbieten, wenn diese Alkoholanalogie tatsächlich zutrifft. Ja, ich will mich da nicht schon wieder so da reinsteigern jetzt. Weil auch viele Dinge ungeklärt sind. Also die CDU hat in ihrem Papier jetzt damit. Sie hat, wie gesagt, der Bundesregierung diesen Auftrag gegeben. Sie hat gesagt, sie wollen auch eine Altersverifikation haben. Da wissen wir, das ist mit der Verordnung dieses Wallets dass es eben geben wird ab dem nächsten Jahr so nicht machbar, weil das eigentlich dem widerspricht. Das ist nach Europarecht nicht machbar, weil es ein vollharmonisierendes DSA-Gesetz gibt, es gibt das Herkunftslandprinzip, es gibt so viele Dinge, die dieses Gesetz eigentlich verunmöglichen, dass man sagen muss, hier wird eher sozusagen nach vorne gesetzt, dass es eine Mehrheit der Deutschen dafür ist. Anstatt sich informiert gegen die Mehrheitsmeinung sozusagen inhaltlich zu stellen und zu sagen, komm, wir diskutieren das jetzt mal. Und das ärgert mich die ganze Zeit schon, aber ich kann so viel schon mal verraten. Wir werden wohl die nächsten Wochen häufiger darüber sprechen.
11:41 Pip Klöckner
Ja, ich habe auch das Gefühl, dass es ein großer Unterschied ist also manchmal, also ich war so ein bisschen erschüttert mit was für einer Selbstverständlichkeit, Leute dem man sozusagen einen tieferen Zugang zu dem Thema unterstellen würde, das fordern, sowohl die Klarnamspflicht als auch die Altersprüfung oder Alterssperre. Ich glaube, es spielt eine große Rolle tatsächlich, ob man selber Kinder hat, habe ich das Gefühl. Also nicht, dass das schwarz-weiß die Leute aufteilt in Pro oder Contra, aber ich glaube, beim anderen Presseclub, den kleineren von Markus Feldenkirchen in der Podcastlandschaft Da kam eine ähnliche Diskussion auf. Und das ist, was man schon merkt, ist, dass Menschen, die Kinder haben, sehr stark dazu neigen, auch in ihrer Beruf professionellen Kapazität als Journalisten, dann zu sagen, Ich unterstelle, weil sie aus der Realität einfach wissen, wie unmöglich das ist, dem anders Herr zu werden, dass sie sagen, dann gib mir bitte die Altersgrenze, weil das ist so ein bisschen die letzte Möglichkeit. So sehr ich das versuche nachzuvollziehen. Also das ist, sagen wir natürlich, nachvollziehbare Gefühle und trotzdem muss der Anspruch aber sein. das so ein bisschen zu prüfen auf Machbarkeiten, ob das das mildeste Mittel, ob es das wirksame Mittel ist, ob es ja bessere Mittel gibt und Wie gesagt, ob einfach Gesetze durchsetzen und für Ordnung sorgen, nicht erstmal der wichtige Schritt ist.
13:03 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Naja, es ist halt für viele Eltern, glaube ich, auch praktischer, ein Argument zu haben, zu sagen, naja, es ist halt gesetzlich verboten. Wahrscheinlich. Ich weiß es nicht. Also ich hab ja selber schon mal gesagt, ich habe selber ein Kind und bin aber jetzt gleichzeitig aber auch nicht so ein Extrem, wie es andere Leute, Kollegen in unserem Bereich gibt. die ihrem Kind dann zum zweiten Geburtstag ein iPhone schenken müssen. So weit würde ich jetzt auch nicht gehen. Das gibt's auch.
13:30 Pip Klöckner
Also, was ich verstehe, ist, dass Eltern nicht sozusagen diese Entscheidungen selber treffen wollen. Also, es ist auch nicht so einfach, wie du kannst dir Eltern sagen, die müssen jetzt medienkompetenter sein oder Medienkompetenz vermitteln, die sie selber eventuell nicht vermittelt bekommen haben. Es ist schon eine staatliche Aufgabe, wie gesagt, aber wie gesagt, andere andere Lösungen, erstmal erwähnt und dann kann man schauen Absolut.
13:52 Gavin Karlmeier
Ich habe, das ist fast eine Randnotiz leider geworden, obwohl wir am Mittwoch davon ausgingen, ich springe zum nächsten Thema, obwohl wir davon ausgegangen sind, das wird irgendwie groß. Aber Mark Zuckerberg hat ausgesagt vor dem Gericht. In diesem Prozess in Kalifornien, bei dem es um die Frage geht, ob Social Media Suchterzeug erzeugend ist oder nicht und ob Social Media verantwortlich ist für psychische Erkrankungen oder nicht. Man geht davon aus, dass dieser Prozess früher oder später vielleicht ein wichtiges Urteil bilden könnte. Die Aussage von Mark Zuckerberg, und ich weiß nicht, wie du das so empfunden hast. Ich halte die für relativ unspektakulär. Ich kann ja mal so ein paar Dinge reinschmeißen, die ich so an Zitat mitgebracht habe. Also er hat zum Beispiel so Sätze gesagt wie: Ich denke, ein vernünftiges Unternehmen sollte versuchen, einer Person zu helfen, die seine Dienste nutzt. Danke, Captain Obvious. Gleichzeitig muss man aber auch dazu sagen, dass die Herleitung, warum Marc Zuckerberg da sitzt und das Eröffnungspläne von Meta. durch ziemlich viele, wie ich empfinde, Grenzüberschreitungen geprägt war. Also wir haben da schon drüber gesprochen. Es gibt diese 20-jährige junge Frau, die nur mit den Initialen KGM oder KGM genannt werden möchte. Und die sagt, dass sie eben eine psychische Erkrankung durch Social Media Konsum erlitten hat. Meta hat aber im Eröffnungspladier schon gesagt, dass sie. beweisen können, anhand der Therapieunterlagen der jungen Frau, dass sie zuvor schon psychische Probleme hat, die eher auf familiäre Gründe zurückzuführen sind. Wo ich das Gefühl, ich habe nicht das Gefühl, dass Meta da in der Position ist, sozusagen die Therapieunterlagen durchzusehen, um dem Richter schon mal vorzulegen, wie sie das empfinden.
15:27 Pip Klöckner
Sie haben, also ich bin kein Botaniker, kein Kirchenmusiker, kein Landschaftsökologe, kein Jurist, aber Nach US-Recht ist es eben so, dass du dir Zugang zu diesen Unterlagen einklagen kannst, wenn du einen guten Anfangsverdacht hast. Ich glaube, also und es ist nicht ungewöhnlich, dass man so ein Atominem-Argument am Ende macht. Das heißt, man verfall geht es gar nicht um Atominem, sondern es geht darum. Sozusagen den monokausalen Schluss schwerer zu machen, dass es nur an Meta gelegen haben kann, dass die Frau jetzt eine psychische Erkrankung, Suchterkrankung oder so hat. Deswegen versucht man zu unterstellen oder herauszufinden. Dass sie schon andere psychische Probleme zuvor hatte. Ich finde das ehrlich gesagt, also ich bin dabei so, dass das aus aus aus dem Mund von Mark Zuckerberg oder einem Unternehmen wie Meta natürlich so ein bisschen out of touch klingt. Und gleichzeitig ist es natürlich eine der wirksamsten Möglichkeiten, sich zu verteidigen, indem man sagt, das ist so ein bisschen wie die Tabakindustrie, und das ist vielleicht sogar ein guter Vergleich in dem Fall. Hat sich immer damit verteidigt, dass sie gesagt haben, der hat aber nicht nur geraucht, sondern auch sich wenig bewegt und getrunken. Das heißt, er weiß und erstmal nach, dass das jetzt an den 80 Zigaretten am Tag gelegen hat. Dass der Nunkrebs gestorben ist. Der hat ja auch neben der Fabrik gewohnt oder hat ein Vergaseauto gefahren und so weiter. Das ist, also insofern ist das, ich will nicht sagen legitim, aber das ist so der typische Trick. Ja, die Strategie, die man fährt, dass man sagt, es könnte ja auch an was anderem gelegen haben. Es wirkt natürlich so ein bisschen Pietetslos oder taktlos. Wenn man dann so gegen diese Person vorgeht. Und die Reputation und Glaubwürdigkeit der Person damit auch insgesamt natürlich infrage stellt. Sie ist ja die Klägerin in diesem Fall.
17:15 Gavin Karlmeier
Genau. Ihr Anwalt hatte auch eine 15 Meter lange Collage von Selfies mitgebracht, die sie auf Instagram gepostet hat, viele von denen mit Filtern versehen. Und hat dann Mark Zuckerberg gefragt, ob Meta ihr Konto jemals auf ungesundes Verhalten untersucht habe. Die Frage hat Mark Zuckerberg aber gar nicht erst beantwortet. Was er aber noch gemacht hat, und dann bin ich bei diesem Spider-Man-Meme, Das bei dem Spider-Man dreimal auf sich selber zeigt. Er hat gesagt, er hatte ja 2018 schon mal versucht, mit Tim Cook Kontakt aufzunehmen, weil es wäre ja vielleicht eher in der Verantwortung von Apple, sich darum zu kümmern, dass ungesunde Apps für Kinder nicht verfügbar sind. Wo jemand so denkt. I I don't know. Es ging auch um die Frage, weil Muckerberg auch gesagt hat, naja, wir haben ja ein Mindestalter von 13 Fragt dann einer der Anwälte, erwarten Sie, dass ein Neunjähriger das Kleingedruckte liest? Ist so die Rückfrage einfach nur darauf gewesen? Also Ganz kurios, aber im Fall des Prozesses eben auch schon rausgekommen, dass es wohl Beweise gibt, dass Adam Mossari, der Instagram-Chef. Von Mark Zuckerberg, die unternehmensinterne Anweisung bekommen hat, die tägliche Nutzungsdauer der Nutzer auf der Plattform von 40 Minuten auf 46 Minuten . 46 Minuten im Jahr 2026 zu erhöhen. Und da muss man sagen, das ist dann schon, da sind wir dann schon vielleicht im Bereich der Suchtförderung. Ja, also ich glaube, zwei, drei Dinge sind dann doch erwähnenswert.
18:30 Pip Klöckner
Das eine, dieser Tim Cook-Anruf ist insofern relevant, dass die Metaverteidigung das, glaube ich, hervorgebracht hat, um zu zeigen, dass. Mark Zuckerberg sich sehr wohl um das Wohlergehen von Kindern sorgt und dass er deswegen sogar Tim Cook hätte anrufen lassen und versucht hat, einen Termin zu bekommen, um über das Wohlergehen von Kindern auf sozialen Medien und Plattformen zu sprechen. Die Wahrheit ist natürlich, was du, glaube ich, vollkommen, also meiner Meinung nach vollkommen richtig unterstellst, ist, dass er natürlich damit so ein bisschen die Verantwortung an Google und Apple abfragt. Abwälzen wollt und sagt, macht ihr doch bitte Age Verification oder oder verändert eure Richtlinien, so dass wir müssen, weil wir möchten sozusagen diese Obligenheit nicht haben. Und also er wollte das, wie du richtig sagst, eigentlich eher deflecten, statt dadurch ausdrücken, wie wichtig ihm dieses Thema wäre. Das heißt, das ist so ein bisschen Augenwischerei. Und um bei Augenwischerei zu bleiben. Der eine Satz, der bei mir hängen geblieben ist, den wir in unserem Podcast auch sehr stark diskutiert haben, ist, dass er gesagt hat, dass das Steigern von Engagement kein originäres Unternehmensziel von Instagram ist Wäre. Und wer jetzt ein bisschen mit dem mit diesem Umfeld, mit diesem Universum vertraut ist, Der weiß ah, dass Facebook tatsächlich diesen dieses Wort Engagement inzwischen meidet wie der Teufel des Weihwasser und stattdessen in der Regel jetzt den Term Meaningful Interactions nennt, was genau genommen ein Subset von Engagements sind. Also das heißt, man schaut jetzt vielleicht nicht mehr, wie oft wird ein Video angeklickt oder eine Nachricht ausgespielt, sondern es geht um Meaningful Interactions und das sind dann Kommentare, Likes, Speichern, Weiterschicken per Messenger und so weiter. Das ist natürlich aber, was im Volksmund im weitesten Sinne als Engagement verstanden werden würde. Das heißt, er macht sich da an so einer Begrifflichkeit fest und sagt so ungefähr In unseren Materialien steht nicht Engagement, deswegen ist das kein Company-Ziel, das natürlich aber die Arbeit von Instagram und den Mitarbeitern da ausgerichtet ist darauf, diese Meaningful Interactions. Und die Zeit, die in der App verbracht wird, wie du gerade an diesem Beispiel genannt hast, dass dann Anweisen kommen, bitte 15 Prozent mehr Zeit nächstes Jahr in der App. Das natürlich relativ klar. Es gibt auch immer noch sogenannte Engagement app ads by Meta, habe ich dann recherchiert. Komischerweise mein Gefühl, das ist sehr schwer nachzuverfolgen, ohne viel Recherchearbeit oder dann wirklich Leute zu interviewen, aber so aus den Lebensläufen der Meta-Mitarbeiter sind auch so eine Verantwortungsbereiche, wie es war meine Aufgabe, das Engagement von Nutzern sozusagen zu driven. Das findet sich da alles nicht mehr. Das klingt so, als hätte es mal eine Stallorder gegeben. Bei Meta, ich kann das nicht belegen. Bei Google gab es so Gag-Orders zu gewissen Begriffen. Ich habe den Verdacht, dass Meta das auch so umgebrandet hat. Irgendwann in diese Meaningful Interact. Interactions. Aber er versucht damit quasi mit so einer Spitzfindigkeit und Wortglauberei quasi einen Eindruck zu erwecken. Meta würde es gar nicht wollen, obwohl natürlich die Ziele darauf ausgerichtet sind, Menschen länger in der App zu behalten. Und selbst wenn das nicht so wäre, also selbst wenn Meta diesen Vorsatz nicht hätte. Dann wissen wir inzwischen aus internen Dokumenten und Studien, zum Beispiel diese Digital Slot Machines Studie von der Oxford University, die Social Media Platforms, as attentional scaffolds. . Da wird ja beschrieben, dass sie so wirken wie suchtführende Maschinen. Das heißt, Meta weiß, dass sie so wirken und es ist vollkommen egal, ob sie das wollten oder nicht, sondern sie haben das Wissen, dass sie so funktionieren. Und das können Sie heutzutage nicht mehr beschreiten, weil das ist dann wissenschaftlich nachgewiesen. Das weisen interne Papers oder geleakte Dokumente. Nach. Deswegen ist es natürlich höchst unaufrichtig, wenn er dann so tut, als wäre das gar kein Ziel der Firma. Und er sagt dann so, die Leute kommen wegen des Values zurück in der App. Jeder, der es selber nutzt, weiß natürlich, dass es nicht war es. Und der letzte Fakt, also ich mache schnell, den ich noch interessant finde, ist das hatten wir im Podcast auch so ein bisschen vorausgesagt und jetzt habe ich es aber schwarz auf weiß gelesen, dass YouTube natürlich behauptet, es wäre kein Social Media. die ansonsten immer gern mit ihren Communities werben, die Likes-Button haben, die eine Live-Chat-Funktion haben, die User-Profile haben. Wofür bräuchte ich ein User-Profil, wenn ich nicht im weitesten Sinne Social Media werbe? Ich kann Upvotes machen, ich kann Kommentare machen, aber. Wenn es dann nicht passend ist, dann möchte YouTube dann doch lieber keine Community und kein Social Media sein, sondern versucht sich so ein bisschen da rauszudrängeln aus der Hörde und zu sagen, ja, das sind diese schmuddeligen Social Media Boys hier und wir sind die guten, so ungefähr. . Obwohl es auch da zum Beispiel lohnt sich immer in die Werbeabteilung der Firmen zu schauen. Da wirbt YouTube zum Beispiel auch damit. Mit einer Ipsos-Umfrage, wo man sagt, dass 61% der befragten Online-Nutzerinnen und Nutzer sind eher auf YouTube und Google-Feeds über Produkte und Marken informiert. Als auf anderen sozialen Websites und anderen sozialen Apps. Also sie vergleichen ihre Werbeleistungen sehr aktiv mit anderen sozialen Apps. Also da sagen sie im Prinzip, das ist unsere Peer Group. Also Sie sehen sich 100% in dieser Gruppe. Genau.
23:31 Gavin Karlmeier
Ja, das hast du, ja, da hatten wir ja in diesem FTC-Fall in der Klage gegen Meta auch, dass es eigentlich vor allem um die Definition des Marktes geht oder des Umfeldes, die der Mitbewerber, um zu verstehen, wie diese als einzelne Produkte. zu verstehen ist und dadurch sozusagen Kontraste herzustellen. Und das Bemerkenswerte ist natürlich, dass wir hier über Produkte sprechen. die alle in sich zwar auf eine Art vergleichbar sind, aber eine völlig unterschiedliche Funktionsweise haben. Du kannst eigentlich so ein Tool wie WhatsApp nicht mit TikTok vergleichen. Du kannst auch YouTube eigentlich nicht wirklich mit Facebook vergleichen. Außer du fängst an, darüber zu diskutieren, okay, sind es Plattformen, bei denen Menschen miteinander in Verbindung treten und die extrem viel Zeit der Menschen binden. Also ist das die Zeit, die Menschen für Entertainment aufbringen, die sie in diesen Plattformen verbringen? Wenn da die Antwort Ja ist, dann gibt es auf meinen gemeinsamen Nenner. Und da bist du auch wieder bei Wortklauberei, nämlich bei der Frage, ja gut, ob es jetzt ein Social Network ist. Kann man natürlich diskutieren, aber am Ende spielt ihr alle in der liegt ihr alle in derselben Schublade.
24:28 Pip Klöckner
Ja, ich weiß nicht, ob man sie nicht vergleichen kann. Man kann auf jeden Fall Gemeinsamkeiten finden, also die sie untereinander bringen. Das ist so eine algorithmische Feed-Ausspielung in der Regel. Die optimiert ist auf Verweildauer in aller Regel bei den meisten. Es sind Userprofile und Kommunikationsfunktionen. Und das sind, glaube ich, auch schon mit die wichtigsten Merkmale eines Social Networks. Und vielleicht die Messaging-Funktion noch dazu. Die gibt es bei YouTube nur als Live-Chat, um fair zu sein, sozusagen beim Broadcasting. Aber ich glaube, es gibt schon gemeinsame Funktionen, wo man sagen kann, das ist die Gruppe, weil das ist ja das, was am Ende suchtführend ist. Deswegen gehört auch ein Snapchat da rein, zum Beispiel.
25:07 Gavin Karlmeier
Ich stimme dir voll zu. Dass sie natürlich vor Gericht immer wieder eine Argumentation finden werden, um zu sagen, nee, nee, das trifft auf uns natürlich gar nicht zu. Wir müssen verglichen werden mit Miwi
25:21 Pip Klöckner
Genau, da hast du wiederum vollkommen recht, die können natürlich immer auf sich auf irgendeine Besonderheit berufen, warum sie einen ganz neuen Markt eröffnet haben, sozusagen. Oder sie würden sagen, sie haben eine ganz neue Category designed. Sie sind keine Social Media App, sondern sie sind eine Be real ist eine real-time Experience, genau.
25:39 Gavin Karlmeier
Sowas zum Beispiel. Und das Meaningful Interactions ist übrigens ein Begriff, der, glaube ich, ein Social Media Manager in da draußen seit Ich würde schätzen, fast zehn Jahren wahrscheinlich geläufig ist, weil irgendwann alle angefangen haben, auf lange Kommentare zu optimieren, weil sie genau wissen, das sind die Dinge, die Facebook belohnt. Da wurde der Begriff Meaningful Interactions das erste Mal für Leute spürbar.
25:58 Pip Klöckner
Genau, und das ist auch Bei Meta intern, ein großer Witz, das jetzt seit 2011, wenn ich mich nicht irre, oder so, 13, ich weiß nicht mehr genau, aber das alles immer meaningvoll sein muss. Also in jedem internen Memo steht dann immer zehnmal meaningvoll und die Leute intern bei Meta lachen darüber und man kriegt das selbst außen.
26:18 Gavin Karlmeier
Es ist wie unregretted user minutes, is
26:23 Pip Klöckner
Ich würde behaupten, Meaningful ist ein Meme, sozusagen ein metainternes Meme geworden.
26:27 Gavin Karlmeier
Ja, perfekt. Wir bleiben kurz vor Gericht, allerdings kommen wir nach Deutschland und wir kommen zum Verwaltungsgericht Köln. Dort wurde Ende letzter Woche ein Urteil gesprochen und zwar ging es um den Prozess zwischen Jan Böhmermann gegen das Netzwerk X. Vertretend von unserem Haus- und Hofanwalt dieses Podcasts jetzt, Shanshu Yoon und der erzählt uns, was da passiert ist in ungefähr drei Minuten Sprachnachricht. Und deswegen wollen wir ihm direkt mal die Möglichkeit geben, uns das zu erzählen und danach können wir uns dann. Die Münder zerreißen als Nicht-Juristen. Ist doch perfekt. Wir hören mal rein.
26:58 Speaker 4
Grüß dich, Gevin. Ja, wir hatten eine einzweilige Verfügung für Jan Böhmermann. gegen Ex erwirkt vor dem Landgericht Köln. Und da gibt es zwei Aspekte, die vielleicht interessant sein können. Das eine ist der Umgang mit Parodie-Accounts oder solchen, die sich so bezeichnen. Und das andere ist das Versteckspiel, was wir bei Ex schon seit einiger Zeit erleben, aber was noch nie so schwierig war wie jetzt. Zum ersten Punkt Parodie-Account gibt es eine ganze Menge, zumindest solche, die Parodie in ihrem Namen haben oder das Label tragen oder einfach nur Identitätsdiebstelle sind. Und hier ist das Besondere, dass dieser Account sogar dieses Badge von X hatte. Da stand also Parodie-Account drauf und der Name Parodie Der Begriff Parodie war auch im Namen enthalten, wenn auch nicht an erster Stelle. Und da hat das Landgericht Köln gesagt, es kommt nicht darauf an, dass nach den Regeln von X da irgendwo Parodie drinsteht, sondern um als Parodie oder Satire zu zulässig zu sein, bräuchte es eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Originalinhalten des Künstlers. Und das war hier nicht der Fall, sondern wir hatten eine bloße Kopie, eine Imitation. Jemand hat versucht, sich auszugeben als Jan Böhmermann, damit Reichweite zu erzielen und im Grunde genommen auch Hass auf Jan Böhmermann zu projizieren. Das war also unzulässig. Wir lernen daraus also, bloß die Einhaltung der Eggs-Regeln für Parodie-Accounts reicht nicht aus, abgesehen davon, dass hier der Begriff auch nicht dort stand, wo er stehen sollte, nämlich an erster Stelle. Der andere Aspekt ist das Versteckspiel, was wir erleben. So eine einzweige Verfügung muss nämlich zugestellt werden, um sie zu vollziehen. Und das haben wir bis heute nicht geschafft. Wir hatten sie versucht, Ex im Zuge des Verfügungsverfahrens zuzustellen, beziehungsweise das Gericht hat sie angeschrieben und ja, das Gericht hat die gleiche Antwort wohl bekommen wie wir, nämlich ein Autoresponder mit der Antwort Wir konnten ihre Beschwerde keine Case-Nummer zuordnen und daraufhin hat das Gericht dann auch gesagt, okay, dann wollen die nicht im Verfahren angehört werden und daraufhin dann auch den Beschluss erlassen, ohne nähere Anhörung von X. Jetzt haben wir aber die Verfügung und müssen die zustellen in Irland. Das wird eine ganze Weile dauern. Wir hatten aber versucht, sie zuzustellen an die Kanzlei, die ex regelmäßig vertritt. Und da gibt es einen neuen Mitarbeiter, nämlich. Den Ex-Justizminister als Ex-Anwalt Marco Buschmann. An seinem ersten Arbeitstag haben wir es per Bär, das ist dieses besondere elektronische Anwaltspostfach, zugestellt mit einem langen Anschreiben und dem Appell an Werte und solche Sachen. Allerdings haben wir direkt die Ablehnung bekommen, kein Empfangsbekenntnis von ihm. Und der Kollege, der zuständig ist, schrieb uns dann auch an dem Sonntag zurück, dass sie immer nur In Einzelfällen mandatiert werden. Das passiert zwar eigentlich immer, aber man hat nicht ein allgemeines Mandat, um Sachen entgegenzunehmen. Das kenne ich, das hatte ich schon mal vor zehn Jahren, wo. Facebook uns damals, übrigens von der gleichen Kanzlei vertreten, geantwortet hat, dass ihre Vollmacht nur zum Sprechen gilt, aber nicht zum Empfangen von Nachrichten, denn Sonst könnte man denen ja was zustellen, und das ist genau das Katz-und-Maus-Spiel, was sie schon immer wieder betreiben, was eine Zeit lang gelöst war durch das Netzwerk-Durchsetzungsgesetz, als es nämlich einen Zustimmungsbevollmächtigten gab, dem Bestellen musste als Plattformbetreiber. In DSA ist das leider nicht vorgesehen. Da gibt es nur einen zentralen, eine zentrale Koordinierungsstelle. Das haben die nicht vorgesehen, denn eine E-Mail mit Autodespannung reicht dafür nicht aus. Ist eigentlich auch ein Verstoß dagegen. Aber das ist die aktuelle Situation. Jetzt muss man sehen, ob die gerichtliche Verfügung überhaupt zugestellt werden kann. Bis dahin, ciao.
30:22 Gavin Karlmeier
So, das ist in drei Minuten eine komplette Jura-Stunde gehabt.
30:29 Pip Klöckner
Was soll man dem groß hinzufügen? Also, was schon interessant ist, ist, dass man sich quasi diesen Parodietitel quasi nicht als Schutzcape überhängen darf, also sich dahinter verstecken darf und treiben kann, was man will. Wobei ich das wiederum auch im Fall von, also gerade weil es um Jahren am Böhmer angeht, Lustig finde, weil er ja selber so ein bisschen versucht, habe ich das Gefühl manchmal, sich unter der so künstlerischen Freiheit zu verstecken, indem er gewisse Sachen als Gedicht oder irgendwie Lied vorbringt, um dann Vielleicht noch klarer als Satire oder Kunst zu gelten und selber das so ein bisschen zu beanspruchen. Zwölf den ganz, ganz interessanten Konflikt, ehrlich gesagt. Genau, ansonsten ist es natürlich. zu beklagen, wie schwer es ist, seine Rechte geltend zu machen, indem er überhaupt erstmal irgendwelche Titel zustellen kann, Vorladungen zustellt und so weiter. Aber das hat Janjo Juni ja schon relativ oft hier zum Besten gegeben. Was für eine, wie sagt man dazu, eine Ja, Schnitzeljagd das ist, da irgendwie zu seinem Recht zu kommen.
31:36 Gavin Karlmeier
Ja, das absolut. Also ich bin auch bei deinem Urteil, dass diese Parodie-Account Tatsache eigentlich der spannendste Punkt an diesem Urteil ist, weil das eben am Ende jetzt vermutlich Nachahmerprozesse provozieren wird. Also es wird immer mehr Menschen geben, die sich von einem Parodie-Account nicht angemessen parodiert fühlen. Ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. Aber das Gefühl haben, da ist eben keine künstlerische Schaffenshöhe und auch kein tatsächlich liegt keine Parodie des eigenen Werkes vor. Und das ist ja auch das, was das Gericht hier genauso beurteilt hat, dass nämlich eine parodistische oder satirische Beschäftigung mit dem Inhalt des Absenders sozusagen festzustellen sein muss. Ja, ganz spannend. Vielen Dank, Cianjo, für diese kleine Einordnung. Und wir bleiben noch ganz kurz bei Ex, denn Ex hat Berufung eingelegt. Gegen die 120 Millionen Euro, die als DSA-Strafe gegen X verhängt wurden. Wir erinnern uns, Ende letzten Jahres, 5. Dezember, hatte die EU-Kommission die erste DSA-Strafe überhaupt Verhängt und zwar in dem Fall ging es um die, wenn ich mich recht erinnere, um die Haken, richtig? Ich glaube, um die Unzulänglichkeit der Identifikation von verifizierten Accounts, genauso war das gewesen. 120 Millionen Euro Ex legt da jetzt Berufung ein, weil Sie selber sagen, dass diese, dass es einen Verfahrensfehler gäbe Die weitaus geholte Auslegung der Verpflichtungen gemäß DMA und systematische Verstöße gegen die Verteidigungsrechte deutet auf eine Voreingenommenheit der Strafverfolgungsbehörden hin.
33:09 Pip Klöckner
Ja, also sie machen so eine Art Generalkritik. Sie sagen, das wäre unvollständig, oberflächlich, schwerwiegende Verfahrensfehler, also greifen gefühlt jeden Punkt an, den man angreifen kann. Es riecht so ein bisschen einfach nach Verzögerungstaktik. Das hat so ein bisschen System auch, wenn man Big Tech in Europa verklagt. Ich war selber mal so ein Mittelbar Klagepartei in einem Google-Verfahren zum Beispiel, das hat 2013, glaube ich, angefangen. Und man muss sich vorstellen, jetzt 2025 nach zwölf Jahren. So haben die ersten Firmen, glaube ich, ihren Schadenersatzanspruch nach zwölf Jahren durchsetzen können, weil man durch jede Instanz geht, A, um Kläger abzuschrecken, weil das natürlich mit erheblichen Kosten verbunden ist. Also das sind oft mindestens siebenstellige Kosten, weil man das da als Privatpartei das durchsetzt. Bei der EU ist ja jetzt nochmal was anderes, aber auch die hat natürlich nur begrenzte Mittel. Wenn wir uns immer wundern, warum wird so viel eigentlich nicht durchgesetzt. Das ist natürlich nicht so, dass da irgendwo in Brüssel quasi 200 Anwälte und bei der EU-Kommission dafür abgestellt sind, Antitrust-Verfahren oder DSA-Durchsetzung zu machen, sondern es gibt so Case-Teams und davon hat man Vielleicht ein halbes Dutzend, maximal ein Dutzend würde ich denken. Und die können sich mit so und so vielen Fällen beschäftigen. Und die müssen sich außerdem um die Ölindustrie und die Stahlindustrie, die Autoindustrie, die Finanzindustrie kümmern. Und man muss da wirklich so ein bisschen Picking Battles betreiben. Und das wissen die Unternehmen. Und deswegen versuchen die Ressourcen zu binden, ist meine Unterstellung oder mein Gefühl. Zumindest. Und abgesehen davon verzögern sie natürlich damit auch einfach die Zahlung. Natürlich müssen sie das später mit Zinsen zurückzahlen. Aber für Elon Musk ist das natürlich auch die Frage, kaufe ich mir jetzt 4000 Nvidia GPUs? Oder zahle ich 120 Millionen heute an die Kommission oder in fünf Jahren, wenn ich noch bis zum EUG und EUGH das durchfechte. Das wird dann in der Regel pro Verfahren, ich schätze mal Anderthalb bis drei Jahre dauern. Also man kann locker mit fünf Jahren rechnen, die man das verzögern kann. Und das hat man eigentlich bei fast jedem Verfahren, was Facebook, Google, Amazon, Apple, gibt es kaum Ausnahmen. Und natürlich tut Elon Musk das Gleiche. Das beschäftigt unseren Rechtsapparat, es verhindert, dass man andere wichtige Verfahren verfolgen kann. Leider, es verhindert, verzögert Bestrafung. oft. Ja und vielleicht muss man das, na gut, andererseits natürlich das gute Recht, irgendwie in Berufung zu gehen. Man will es jetzt auch nicht mit irgendwie zusätzlichen Zu hohen Hürden belegen, aber eventuell muss man dann wirklich diese Teams stärken, dass man, wenn man neue Gesetzgebungen wie DSA, DMA erlassen hat und außerdem Antitrust, also Wettbewerbrecht Durchsetzen möchte in der EU und so weiter. Vielleicht brauchen dann wirklich auch noch mehr Teams und noch mehr Ressourcen.
35:57 Gavin Karlmeier
Ich bin da genau so hin und her gerissen, weil das ist genau das Dilemma. Auf der einen Seite darf man ein Rechtssystem, dass man, wenn man sich unfair behandelt fühlt in Berufung gehen kann, sagen kann, guckt euch das bitte nochmal an oder jemand anders. Ich habe das Gefühl, das ist hier nicht ganz fair. Das Problem ist, wenn die Berufung aber zur Waffe wird dann funktioniert sie am Ende gar nicht mehr, weil dann eben, wie du schon sagst, das Rechtssystem überlastet wird, wir alle davon ausgehen können, okay, das geht jetzt noch eine Runde, noch eine Runde. Das heißt, eigentlich bräuchtest du, und da sind wir dann vielleicht sogar bei dem Punkt, dass du das Kommissionsrecht entsprechend anpassen musst, darüber zu Zu diskutieren, ob nicht womöglich diese Möglichkeiten, so viele Schleifen zu drehen und so viele Instanzen weiter nach oben zu gehen, in einem Fall, der sozusagen ja erst als Abschluss einer klaren Beweisführung sowieso erst geurteilt wird. Ob das nicht eingeschränkt werden muss, ob man nicht sagen muss, man kann einmal in Berufung gehen, aber 25 Instanzen am Ende, um das Ganze auf zwölf Jahre zu schrecken, ist vielleicht nicht der richtige Weg. Ich habe übertrieben, es sind nicht 25, aber du weißt, was ich sagen möchte.
36:56 Pip Klöckner
Ja, es ist schwer. Also, es ist, wie du richtig sagst, es ist ein rechtsstaatliches Prinzip. Du willst das nicht aufweichen und trotzdem muss man es irgendwie unattraktiv machen. Dass man einfach für den Fall. Dass das Urteil bestätigt wird, man relativ hohe Strafzinsen vielleicht erhält. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was auch da muss man natürlich überlegen, was ist das mildeste Mittel. Aber Fakt ist, diese Konzerne haben die finanziellen Mittel, um das durchzufeichen. Für die ist das so, deren Inhouse-Anwälter sitzen sowieso da. Die Kanzleien in Irland müssen sie eh beschäftigen, damit niemand anders sie in Irland verklagen kann. Das ist ein anderes Problem, was es gibt. Das Zustellproblem ist eins. Das andere ist, dass Big Tech eigentlich jede Anwaltskanzlei in Irland irgendwie beschäftigt und so einen Retainer hat. Und du musst ja oft einen Anwalt in Irland finden, der sie dort verklagt, dann eventuell. Und dann findet man jemanden, der nicht schon für Google oder Microsoft oder Facebook arbeitet. Das ist auch gar nicht so einfach. Naja.
37:52 Gavin Karlmeier
Okay. Ich würde sagen, wir machen mal weiter. Selbst eine frühere Meta-Lobbyistin sitzt dort in Aufsichtsbehörden. Also in Irland ist es tatsächlich schwer. Haben wir letztes Mal schon darüber gesprochen, als du hier warst. Da hast du mir das Revolving Door-Prinzip erklärt. Ah, stimmt, ich kenne mich. Die Antwort kann nur sein: vielleicht brauchen wir einfach eine Plattform, die von hier kommt, die eine Alternative zu Access. Und dann kommen wir zu W. Wir haben hier in diesem Podcast das schon so ein bisschen begleitet und beobachtet. Ich hole euch nochmal kurz ab. Und zwar kam zum Weltwirtschaftsforum in Davos Ziemlich zeitgenau an dem Montag dieser Veranstaltung, ging die Meldung rum, dort wurde ein neues soziales Netzwerk vorgestellt, beteiligt seien unter anderem Philipp Rösler, der frühe FDP-Politiker, aber eben auch Anna Zeiter, die von Ebay kommt und die alle gemeinsam hätten sich noch ein paar andere Leute kommen. Gleich drauf, hätten sich gemeinsam überlegt, sie wollen ein soziales Netzwerk an den Staat bringen, das aus Europa kommt. Ich habe mit Anna Zeiter gesprochen, wir haben ein paar Töne Die können wir uns jetzt gemeinsam anhören. Ich habe die schön auseinandergeschnitten, damit wir auch immer schön reingrätschen können. Aber ich habe sie als allererstes mal gefragt: Was habt ihr vor? Was ist der Plan? Und das war ihre Antwort. Ähm, W Social, die neue, hoffentlich bald live gehende Social Media Plattform Made in Europe for the world. Wört sich groß an, wir wollen uns bewusst abgrenzen von den bestehenden Big Playern mit einigen Punkten und zwar sollen unsere Daten in Europa gehostet sein, auf europäischen Servern, die europäischen Companies gehören und nicht im Hintergrund irgendwie ein US Hyperscaler. Da arbeiten wir mit UpCloud zusammen, die sitzen in Finnland, haben die Daten aber in der ganzen EU irgendwie auf decentralized Servern. Dann wollen wir User als Menschen verifizieren, weil wir das Gefühl haben, das ist eigentlich der größte Schwachpunkt der bestehenden Big Player in den USA, dass man eigentlich gar nicht mehr weiß, chat ich da mit einem AI-Bot oder mit Menschen. Und gerade die AI-Bots, da weiß man nicht, von wo wird die Meinungsmache manipuliert, irgendwie beeinflusst. Und wir wollen drittens den Nutzern die Daten zurückgeben. Das heißt, wir arbeiten, es gab schon viele Fragen, die sagen, ja, aber dann habt ihr diese ganzen Identification-Daten und dann Seid ihr doch die weitere Datenkraken aus Europa, das ist doch das gleiche in Grün oder beziehungsweise in europäisch-blau. Und da arbeiten wir jetzt eine Technologie, dass wir den Nutzern die Daten zurückgeben, dass die Nutzer die Daten auf ihren Device haben. Und ich will diese ganzen Identification Daten überhaupt gar nicht haben. So, das sagt Anna Zeiter zum Plan, ihre drei USPs nach ihrem Empfinden. Wie ist dein Gefühl? Hast du Bock? Willst du einen Account haben?
40:43 Pip Klöckner
Ich brauche kein weiteres Social Media. Ehrlich gesagt, ich glaube, es ist unheimlich schwer, Netzwerkeffekte herzustellen. Also ich will niemandem das Wie hat es der Mortman so schön gesagt? Da ging es darum, sollte man sich noch trauen, OpenAI Konkurrenz zu machen. Da hat er gesagt, it is vollkommen ausweglos, anders eure Aufgabe, genau das zu probieren. Das gleiche gilt vielleicht für W Social. Also relativ unwahrscheinlich, dass das gelingen wird. Und trotzdem ist es vielleicht ihre Pflicht, es trotzdem auch zu versuchen. Ich habe eine gewisse Sympathie zu diesem Teil Daten zurückgeben, weil ich mal, ich habe einen Ich bin auch so ein Quatschkopf, der so Konzepte schreibt für Dinge, die er schlau findet. Und unter anderem dachte ich mal, wie müsste eine faire Suchmaschine sagen, weil ich mich in der Vergangenheit viel mit Google-Ausnahmen gesetzt habe. Dafür habe ich ein Konzept geschrieben, wie eine faire Suchmaschine eigentlich aussehen sollte. Und der Teil, dass es nur eine Gruppe gibt berechtigt ist, die Daten auszunutzen, das sind die User selbst. Das heißt, du müsstest Mindestens ein Drittel der Einnahmen, glaube ich, an Nutzer zurückgeben und du müsstest ihnen die Daten zurückgeben. Insbesondere auch, um die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen, also um Interoperabilität zu gewährleisten. Das ist, glaube ich, der einzige Weg, um in diese Von Netzwerkeffekten geprägten Industrien, um da Competitiveness zurückzubringen, ist, wenn du es Nutzern erlaubst, alle ihre ChatGPT-Anfragen oder ihre Google-Anfragen oder die Google-Daten was ich in Maps gemacht habe, was ich in Gmail gemacht habe. Oder eben, was ich in sozialen Medien habe, wer sind die Freunde, die ich hatte und so weiter, diesen Social Graph zum Beispiel mitzunehmen. Das finde ich eine gute Idee, prinzipiell. Das sagen wir ja für jedes Für die allermeisten Produkte mit Netzwerk. Ich meine, das wäre was, was meiner Meinung nach im Digital Markets Act hätte verankert werden sollen, weil das ist das, was Konkurrenz einfach macht. Weil dann könnten wir jetzt sagen Wir gehen einfach mal mit unseren Daten zu W Social, laden unseren Social Graph hoch und dann wird das von Anfang an vier Stelle funktionieren. So ein bisschen wie Clubhouse, das sozusagen mit einem Growth-Hack damals sammeln. Das wird ja immer umgangen, indem man sagt, lad mal deine Apple-Kontaktliste hoch oder deine Facebook-Kontaktliste hoch. Das führt zu einem ähnlichen Ergebnis, zumindest was den Social Graph angeht. Aber das sind die Nutzer der Hände. das in die Hände der Nutzer zurückzugeben. Dafür habe ich große Sympathie. Ansonsten verstehe ich jetzt nicht, was der Anreiz ist, warum ich zu W Social äh Gehen sollte, wenn ich außerdem schon, so wie das bei mir der Fall ist in der Vergangenheit, versucht habe, Blue Sky mitzuspielen und eventuell Mastodon mitzuspielen und Threads zu probieren und so weiter.
43:14 Gavin Karlmeier
Ich verstehe, dass es europäisch ist und so, das ist mir klar, aber ja. Übrigens, genau das war der Growth Hack von Threats, ja genauso, dass du dein Social Graph von Instagram mitgebracht hast, ohne irgendwas zu tun. Du hast einen Knopf gedrückt und alle Leute waren da.
43:25 Pip Klöckner
Man sieht, wie gut das funktionieren kann dann. Also da war ja jetzt nicht viel Werbedruck drauf oder so. Sonst hat deswegen funktioniert, weil es auf bestehende Distribution aufgesetzt hat auf Instagram und auf ich meine Daten mit einem Klick mitnehmen konnte, wie du richtig sagst.
43:39 Gavin Karlmeier
Ja. Übrigens, wir haben, also der DMA kann ja Interoperabilität, schreibt er vor, für die Gatekeeper zumindest, allerdings nur für Messaging-Dienste, wenn ich das richtig verstehe. WhatsApp muss es erlauben, dass andere Messaging-Dienste auch in der WhatsApp-App genutzt werden können und umgekehrt. Das Problem ist, dass dafür alle Messaging-Dienste sich einen Sicherheitsstandard von WhatsApp anpassen müssen und Signal und Threematen seinerzeit gesagt Das wollen wir nicht. Da müssten wir zu viel aufgeben für. Jetzt hast du aber gerade einen richtigen Punkt gesagt, denn wir haben mit dem Fidiverse, mit Mastodon, theoretisch. Haben wir schon genau das? Wir haben mit Blue Sky eine ähnliche Idee, bei der die Dezentralität ja so ein bisschen angefochten oder angezweifelt wird. Und ich habe Sie auch darauf angesprochen, was ist denn die technische Infrastruktur von W Social? Soll es jetzt alles neu gebaut werden? Und ich sag mal, ich will nicht hier in heftig CO-Style gehen, aber die Antwort hat mich überrascht. Wir hören mal rein. Wir benutzen auch das AT-Protokoll. Wir wollen jetzt nichts Neues entwickeln, sondern wir finden das AT-Protokoll gut und wir setzen uns sozusagen da drauf. Was aber auch heißt, dass die W-Nutzer von Tag 1 mit den Blue Sky-Nutzern und Eurosky-Nutzern interagieren können. Das heißt, wir wollen nicht dieses, wie sagen wir, the empty disco problem haben, dass wir anfangen und sagen, okay, cool, ich bin hier mit meinen drei Freunden und jetzt machen wir mal einen Club auf. Blue Sky wächst auch, Blue Sky hat 40 Millionen Nutzer weltweit. 20 Millionen in den USA, 20 Millionen außerhalb der USA, das heißt, dass die Aktivität auf dem Protokoll wächst. Das sagt Anna Zeiter hier. Heißt, sie haben sozusagen ein eigenes Frontend, das auf dem IT-Protokoll basiert. Ich kann also Menschen von Blue Sky dort sehen, bin aber in meiner europäischen Umgebung auf europäischen Servern, ob sie das komplett jedes Layer der Blue Sky-Infrastruktur, der AT-Protokollinfrastruktur, auf europäische Füße gesetzt kriegen, konnte sie mir hier noch nicht beantworten. Das habe ich Sie auch gefragt. Ähm, ist der Plan, aber wir wissen, dass das sozusagen die Achilles-Fhäre der Dezentralität von Blue Sky ist, weil eben so viele verschiedene Konzepte vorliegen müssen, die alle auf demselben Server oder zumindest bei dir liegen müssten, um voll dezentral arbeiten zu können. Ja. Keine weiteren Einwände. Okay, das ist okay. Ich habe sie auch gefragt, wo das Geld herkommt. Jetzt kommen wir in deinen Beritt. Hören wir rein. Ich habe sie gefragt, wo kommt das Geld her? Und ob sie ausschließen kann, dass sie nicht doch irgendwann an ein US-Unternehmen verkauft. Das Geld kommt aktuell von Investoren aus dem Nordic Investor Ecosystem. Da sind Leute dabei, die waren früher bei Spotify, bei Ericsson, ich war vorher bei eBay und ehemalige schwedische Politiker. Herr Nulder ist dabei und Christina Persson, das heißt private Investoren aus Europa. Im Shareholder Agreement steht, dass man Europäer sein muss. um zu investieren und voting rights zu haben. Das heißt, wir haben bewusst durch die Governance Structure und das Shareholder Agreement ausgeschlossen, dass jetzt der große chinesische oder amerikanische Konzern kommen kann und das ganze Teil aufzukaufen. Das geht nicht. Zumindest nicht mit voting rights. In den Medien steht manchmal, dass wir 500 Millionen von der EU-Kommission bekommen haben Das ist leider falsch. Ich hätte das Geld gerne. Ich habe es aber noch nie gesehen. Wir werden auch weitere Investitionsrunden oder Funding-Rounds machen. Das war jetzt. Pre-Seed. Die weiteren Runden werden wahrscheinlich im März folgen und dann nochmal eine Ende des Jahres. Wir sind auch schon im Gespräch mit großen europäischen Medienhäusern für Mediendeals, weil wir guten Content, Quality Content auf der Plattform haben wollen. So, das ist, was sie sagt.
47:25 Pip Klöckner
Ja, also wenn man sich auf europäisches Geld beschränkt, ähm Wird es natürlich schwer ab einer gewissen Größe. Also sollte dieses Projekt mit Erfolg gestraft werden, dann droht irgendwann eigentlich die Gefahr, dass man das Geld nicht mehr ranbekommt. Jetzt hat sie offen gelassen, offenbar, dass es die Möglichkeit eben gäbe, Geld zu nehmen, wenn man auf Stimmrechte verzichten würde. Also wenn ein Tencent aus China jetzt kommt oder Andreason Horowitz aus den USA. Und sagt, ich möchte nicht mitstimmen, aber ich gebe euch gern Geld und derin die wirtschaftlichen Vorteile von so einem Supernetzwerk. Ich würde das nicht komplett ausschließen wollen, dass Investoren das machen würden bei einem super Attraktionen. Und ich meine, Social Media Netzwerke, wenn sie funktionieren, dann wären das in der Regel Multimilliardenunternehmen. Das heißt, man könnte sagen, es entsteht irgendwann so eine FOMO, dass man Investoren vielleicht sogar bereit werden, ihre Stimmrechte abzugeben, um allein die wirtschaftlichen Nutzrechte, sozusagen Zusätzlich zu zukünftigen Erlös zu haben, aber wahrscheinlich ermacht das den Erfolg jetzt fairerweise erstmal nicht. Und in Europa selber sind die Taschen wahrscheinlich nicht tief genug. Und von der App, die mit so einem hohen moralischen Standard antritt, würde ich eigentlich noch ein bisschen mehr Transparenz sogar erwarten. Also ich würde vielleicht wirklich gern wissen, wer da wie viele Anteile hält, welche Entities, also welche Unternehmen sind da Stiftungen der Leute. Sind das Venture-Kapitalisten, sind das Privatpersonen? Wie viel gehört den Gründern oder der Gründerin in dem Fall? Wie viel gehört dem Personal? Wenn man sozusagen verlangt, dass die Nutzer sich relativ nackig machen. Ich glaube, es ist keine Klarnampflicht. Man muss nur nachweisen, dass man menschlich ist, wenn ich es richtig verstehe.
49:08 Gavin Karlmeier
Das hat sie mir auch erklärt, wir müssen nicht. jeden Ton jetzt hier noch reinpacken, aber sie hat mir erklärt, um das kurz aufzufangen, du musst dich verifizieren mit einem Pass und zwar nicht mit einem Drittanbieter. Wir werden heute nicht den großen Deep Dive in Persona schaffen, das machen wir dann in der nächsten Episode, aber Leute, haltet euch fest, das wird wild Aber sie werden keinen Drittanbieter nutzen, sondern wollen eben eine eigene Technologie haben, die aber eben eine Passverifikation ermöglicht, die aber komplett auf deinem Gerät passiert und wollen, und das ist dann im Thema Contentmoderation noch aufgekommen wollen Abstimmungen mit der Community durchführen, um zu schauen, wollt ihr diese Dinge, wollt ihr jenes? Und die erste Abstimmung, so sagt sie es, soll es werden ob anonyme Accounts auf der Plattform zugelassen werden sollen oder nicht. Das heißt, es ist noch nicht ganz beantwortet, ob es dort eine Klarnamenpflicht geben wird oder nicht Wie meine Meinung dazu persönlich wäre, haben wir vorhin schon mal besprochen. Aber der Plan ist erstmal offenbar, das noch offen zu lassen.
50:06 Pip Klöckner
Auch für die Abstimmung habe ich eine gewisse Grundsympathie, auch das war mal Teil meines Konzepts, dass es so eine Art Gesellschafts- oder Genossenschaftsart geben sollte, der sagen von einer. Irgendwie möglichst guten Repräsentation der Bevölkerung oder der Nutzer, aus denen zusammengesetzt würde. Problem ist natürlich, dass die Firma sehr genau auswählen würde, so ein bisschen in die Elon Musk-Manier. Was jetzt VoxD, äh, Vox Populi Vox D ist und was man dann doch lieber freihändig selber entscheidet. Also sie würden den Nutzer natürlich nicht überlassen, jetzt über den nächsten Investor abzustimmen oder so, sondern einzelne Features. Und da stellt sich dann irgendwann die Frage, wo ziehe ich jetzt die Grenze? Also was dürfen Nutzer mitbestimmen? Und was sind sagen Arbiträre Entscheidung der Firma oder Firmenlenker stelle ich mir auch schwer vor, da in Zukunft die Entscheidungen mal zu treffen. Was man jetzt selber entscheidet und was die Nutzer entscheiden dürfen. Also wer entscheidet das wiederum?
50:58 Gavin Karlmeier
Voll. Ja, auch ein Riesenpunkt. Was müsste passieren, damit du in ein soziales Netzwerk, das jetzt startet, investieren würdest?
51:09 Pip Klöckner
Ich müsste einen neuartigen Ansatz sehen, der viel Viralität verspricht. Also ein neues User Interface oder eine neue Art, Medien zu kreieren, Medien anzuzeigen, zu verwalten. Ich halte es prinzipiell für ein vertretbares Risiko in relativ viele soziale Netzwerk für Suche. zu investieren, auch wenn die Erfolgswahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ist. Aber wenn es funktioniert, also das erste Metatitel-Ticket von Peter Thiel ist, glaube ich, der hat durchaus 500. 000 Dollar Mehrere Milliarden gemacht. Also was ich sagen will, ist, wenn es dann mal klappt und wenn das nur in 0,1% der Fälle ist, dann ist das Outcome so riesig groß, dass du quasi tausendmal daneben schießen kannst. Und du machst immer noch Geld, wenn du einmal triffst. Insofern wäre es gar nicht dumm in Social Networks, wenn man irgendwas sieht, was andere nicht sehen zu investieren. Ja, also ich müsste was sehen, wo ich nachvollziehen kann, dass entweder ich oder ich glaube, viele andere würden das nutzen oder fänden das schlau. Ich glaube, dass so ein Me Too, aber besserer Datenschutz oder Me Too, aber europäisch, Me Too, aber nicht so suchtführend. Das funktioniert nicht. Und das Traurige ist ja auch, dass nicht so Sucht führen ist ein Wettbewerbsnachteil. Solange die anderen noch Sucht führend ab. Das wird ja alles noch geklärt gerade. Ich darf ja diese Empindung teilen. Und das ist halt ein Wettbewerbsnachteil, wenn du es nicht kannst. Deswegen So nett ich das finde, sozusagen das bessere Netzwerk, das europäische Netzwerk bauen zu wollen, wenn alle anderen quasi mit Crack handeln, wirst du Leute irgendwie nicht für einen Baccardi Breezer. motivieren können oder für ein Mathe Tee ist vielleicht das bessere Beispiel.
52:57 Gavin Karlmeier
werden alle kleinen Plattformen natürlich die riesen Chance wittern, weil meine These ist, also du kannst das Verboot für junge Leute kannst du nicht für alle Plattformen durchsetzen Du wirst dich vermutlich an der DSA-Grammatik der Flops orientieren, der Very Large Online Platforms. Bedeutet, alle in der zweiten, dritten, vierten Reihe werden immer mal wieder ihre Chance haben, um irgendwie doch noch zu glänzen. Und die ganzen kleineren, die ganzen Monets dieser Welt oder vielleicht auch Wönn dann vielleicht ihre Chance haben hier im Moment.
53:26 Pip Klöckner
Auch das war tatsächlich ein Problem im Suchmaschinenmarkt, dass man gar nicht wusste, wenn wir jetzt Google sozusagen fast verbieten würden oder so. Wer könnte das dann überhaupt auffangen? Also wo würde es denn hingehen? Und allein deswegen wurden, würde ich behaupten, Unternehmen neu gegründet, um überhaupt erstmal ein Backup-Szenario zu entwickeln. Was könnte eine europäische Suchmaschine sein, wo man dann stattdessen hingeht? Könnte man durchaus so sehen, dass es insofern auch schlau wäre, quasi eine europäische Alternative zu bauen. um damit einer eventuellen EU-Gesetzgebung oder Durchsetzung von Gesetzgebung den Raum zu geben, dass man dann bereit wäre, Nutzer aufzufangen, sei es Jugendliche, sei es Leute, die aus anderen Gründen sich da nicht zu Hause fühlen.
54:10 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es. Ich habe sie übrigens auch gefragt, wo das Geld noch herkommt. Auch die Antwort will ich euch nicht vorenthalten und dir auch nicht. Weil ich die, ähm, ich finde es spannend. Wir hören uns das mal kurz rein. Wie wird sich das Ganze finanzieren? Aktuell ist nicht vorgesehen, dass wir irgendwelche Mitgliedschaften haben oder Mitgliedschaften monetarisieren wollen. Die Idee ist in erster Linie, dass sich das Advertising finanziert, aber in a responsible way. Wir denken langfristig, nicht kurzfristig. Es wird Advertising-Modell sein. Und es wird noch ein weiterer Revenue Stream dazukommen, das ist Micropayments. Wir wollen Nutzern die Möglichkeit geben, einzelne Newsletter-Artikel oder Medienartikel zu kaufen. Weil wir kennen alle die Frustration, da ist ein cooler Artikel, aber ich will nicht das Jahresabonnement abschließen. Ich will nur diesen einen Artikel der New York Times haben, zum Beispiel. Da arbeiten wir auch dran, wahrscheinlich nicht sofort, aber das kommt dann irgendwie in den nächsten Monaten. So, also das Konzept, um es nochmal zusammenzufassen, wird sagen, es wird Werbung geben in a responsible way, habe ich nochmal nachgefragt, sagt sie, compliant mit DSGVO und DSA. Und Sie sind schon in Kontakt mit Datenschutzbehörde und Medienaufsicht in Schweden dazu.
55:21 Pip Klöckner
Das ist die Definition von responsible. Das ist die SGVO-konform ist. In dem Moment, wo du Werbung startest, landest du immer in der gleichen Logik, würde ich behaupten. Es gibt diesen Spruch, show me the incentives. And I show you the outcome. Und so ist es. Wenn ich einmal mit Werbung anfange, dann ist der Incentive, mehr Werbung anzuzeigen, Werbung weniger erkenntlich zu machen und so weiter. Engagement zu erhöhen wiederum und so weiter. Das sind alles Folgen sozusagen der Logik, ich brauche mehr Eyeballs, die ich verkaufen kann an Werbetreibende. Genau, in Shittification kann man es auch nennen. Und Wenn ich einmal diesen Weg einschlage, dann werde ich früher oder später da landen. Also es gibt keine Persil-Variante von ich monetarisiere mit Werbung. Sondern so wie jede Newsseite der Welt, so wie jede Suchmaschine, jede Social Media Feed immer schlechter, immer hässlicher wird, immer schlechtere Werbung hat, immer more intrusive Werbung hat, immer mehr Werbung. Das ist so der zwangsläufige Weg der Dinge und deswegen das more responsible zu machen, ist, glaube ich, zeugt für mich auch von einer gewissen Naivität. Also man kann ja sagen, vielleicht sollen wir auch die Naiven sein, aber Entweder hat jemand, der das sagt, glaube ich, sich nicht genug damit beschäftigt oder nimmt an, dass das Gegenüber sich nicht genug beschäftigt hat. Würde ich sagen. Also, oder einfach gesagt, ich glaube nicht daran, dass das funktioniert. Ansonsten Micropayments, dieses als Spotify für Verlage oder so, wurde es ja auch schon so oft diskutiert. Das hat in der Vergangenheit nicht funktioniert. Ich glaube, das kann mit einem sehr stark verbreiteten Social Network. Die Verbindung macht natürlich Sinn und scheint offensichtlich. Bisher ist das niemandem gelungen. Ich glaube, es gibt eine Nachfrage dafür. Ob es ein Angebot gibt, muss man noch sehen, also ob Zeitungen das so anbieten möchten. In der Regel Rechnet sich das nicht, wenn man dann 13 Cent für einen Artikel bekommt? Also, ich habe noch niemanden gesehen, der gesagt hat, das würden wir gerne nehmen und deswegen nehmen wir jetzt die Paywall runter.
57:28 Gavin Karlmeier
Wir haben genau das in den Anfangstagen von Haken dran, mal sehr, sehr lange über so ein paar Episoden seziert und haben auch wahnsinnig viel Feedback von Leuten bekommen, die in der entsprechenden Branche irgendwie tätig sind und sich damit auseinandersetzen. Rechnungen uns geschickt und so. Kann man nachhören in den ersten hundert Folgen, irgendwo ist das. Und da haben wir damals auch über Flatter gesprochen. Flatter war ein Tool, bei dem du sozusagen dir Credits gekauft hast, und mit diesen Credits konntest du mit dem Besuch einer Seite Diese Seite micropayment mäßig unterstützen. Und auch Flatter gibt es mittlerweile nicht mehr, weil eben dieses Modell nicht ausreicht, um den Journalismus damit hinreichend zu finanzieren. Also, das ist ein Dilemma. Trotzdem, was ich so interessant finde, wenn man das alles zusammennimt. Und wir wissen, es wird ein Kurznachrichtendienst. Also Expremium hat teilweise Abonnements für Websites mit inkludiert. Modell, das du hast. Wenn du dir anschaust, Ex Premium ist am Ende das Versprechen einer verifizierten Nutzungserfahrung, da zwar nicht mit einem Ausweis, sondern mit einem blauen Haken, aber trotzdem. Was W hier macht, und das finde ich so interessant, ist, dass sie sozusagen wirklich Diese Versprechen von Ex nehmen, das hat sie mir so nicht gesagt, das ist jetzt meine Einordnung, ihr Versprechen von Ex nimmt und sie in ein europäisches Verständnis. Übersetzen. Und das finde ich erstmal interessant. Ich glaube, es gibt ein paar Herausforderungen, die sie haben, wie die Tatsache, warum soll ich eine personalausweisverifizierte Nutzungserfahrung haben, wenn ich mir auch einen Eurosky oder Blue Sky-Account machen kann? und im selben Netzwerk unterwegs bin, glaube ich, wird eine Herausforderung sein. Ich glaube, es wird eine Riesenherausforderung sein, das populär zu machen, wenn du eben Siehst du, wie schwierig es Blue Sky dann in Deutschland ja auch doch hat. Aber ich wünsche Ihnen alles Glück der Welt. Wir sagen hier auch immer, Leute, startet solche Sachen, wenn ihr die Möglichkeiten habt, wenn ihr Ideen habt. Das ist erstmal unterstützenswert, wenn solche Modelle aus Europa kommen und wenn Sie. solche Dinge eben auch angreifen, wie das, was wir an Ex so häufig kritisieren, vielleicht auch besser machen. Das ist erstmal was Gutes, aber wir, ich stimme dir auch zu, es wird noch ein paar bittere Pillen zu schlucken geben, glaube ich, bis das Ding halt fliegt.
59:27 Pip Klöckner
Ja, genau. Und also, wenn das nicht falsch verstanden wird, ich wünsche mir wirklich mehr Versuche. hier jetzt nicht genug Differenzierung feststellen kann, obwohl ich nachvollziehen kann, warum man das genauso bauen möchte. Aber natürlich brauchen wir mehr Versuche, weil unter 1000 könnte halt einer Fruchten. So Be Real war ja auch oder Clubhouse, ne? Der hätte ja vorher wahrscheinlich auch die meisten gesagt, das kann sich auch sparen, das wird ja niemand machen. Und dann hat es zumindest mal eine relativ ernstzunehmende Chance gehabt. Absolut. Teilweise, ja.
01:00:03 Gavin Karlmeier
Ich habe noch eine dystopische Meldung zum Schluss und eine. Versöhnlichkeit passt dann nicht, aber eine nicht ganz so schlimme. Ich will mit der dystopischen Meldung anfangen. Und zwar gibt es Hinweise darauf, dass die US-Regierung mit freedom. gov einen eigenen VPN-Dienst an den Staat bringen möchte. die europäische NutzerInnen ermöglicht, naja, an den Regularien in Europa und möglicherweise auch an Social Media Verboten für Minderjährigen, vorbei das Internet zu nutzen, und zwar im amerikanischen Verständnis von Redefreiheit, nämlich Nahezu uneingeschränkt.
01:00:41 Pip Klöckner
Ja, wir haben bei unseren Doppelgänger-Podcast mal besprochen, was da so höchstwahrscheinlich alles schief gehen wird. Je nachdem, in wessem Lager man ist, könnte man sagen, einerseits wird so am Tag 0 oder Tag 1 das Ding komplett überschwemmt werden mit Bad Actors. Also Leute, sagen Ich würde jetzt mal sagen, der Bodensatz des Internets würde ich versuchen, was kann ich damit Illegales anstellen? Also wie kann ich das letztlich als meinen eigenen Tor-Browser nutzen? Das wird so eine Art. Ja, dunkles Tor so ein Dark Web eröffnen, wo ich einen US-Endpoint habe, wo ich als scheinbarer US-Nutzer Tun kann, was ich will. Das werden Leute missbrauchen, sie werden es dabei komplett überlasten. Das heißt, es wird jede wettet, dass das am ersten Tag down ist. Aus Sicht der Behörden wiederum, oder die Bad Actor würden sagen, gleichzeitig haben wir Angst, dass das so eine Art Honeypot wird. Also dass man das nur aufstellt, um Bad Actor zu finden. Also vielleicht würden Menschen, die CSAM-Content oder so. Konsumieren wollen, das nutzen und würden sich dadurch besonders verfolgt finden. Also, und dann ist der Originaltor-Browser vielleicht doch die bessere Möglichkeit, würde ich annehmen. Und Insofern halte ich das für ein reines PR-Projekt. Man wundert sich auch, warum das bis heute nicht online gegangen ist. Da ist eine hochtrabende Ankündigung auf der Seite in vielen Sprachen. Und angeblich soll er auf Anraten von Anwälten im Weißen Haus soll Trump das quasi zurückge oder erstmal pausiert haben. Ich denke, die werden ähnlich argumentiert haben, wie ich, dass man so eine Art Dose Würmer aufmacht oder die Dose der der Pandora öffnet, wenn man das anbieten würde. Bei mir lädt die Seite übrigens gar nicht mehr. Ich habe nur noch ein dunkelblaues Bild jetzt. Vielleicht haben sie sie gestartet und die Bad Actor haben schon harmlos gelegt. Ich sehe aber den Freedom Minuteman sind das, glaube ich. Dieser Reiter. Also ich sehe Freedom is coming, Information ist Macht, beansprucht ein Menschenrecht auf Freie Meinungsäußerung macht euch bereit. Macht euch bereit, ist auch ein lustiges Wortspiel. Es ist natürlich auch insofern interessant, dass Wenn man gewisse Menschenrechte, also dass die USA sich quasi als Hort der Menschenrechte wieder verkaufen will, wo wir wissen, dass die Pressefreiheit in den USA vom Index her deutlich schlechter ist als in den meisten europäischen Ländern, ganz sicher als in Deutschland, wie die USA Menschenrechte gerade mit mit Eis treten. Wie Elon Musk selber Redefreiheit Behandelt, wenn sie nicht zu seinen Gunsten ist oder seine Meinung widerspiegelt. Insofern ist das natürlich eine Farce, diese Seite. Und Einfach ein performativer Stunt, würde ich sagen. Ich gönne in den USA, dass sie das launchen, weil es wird der peinlichste Launch der Geschichte.
01:03:31 Gavin Karlmeier
Das Außenministerium hat wohl Sorge gehabt, wenn sie das starten, und sie selber haben bestritten. dass das so ist. Ich glaube auch, dass das, wie du schon sagst, es wird absolut, wenn es nicht Bad Actors sind, sind es Leute, die es zumindest mal ausprobieren wollen und die werden mit diesem Sturm nicht klarkommen. Ich glaube, Ihnen kein Wort, wenn Sie sagen, Sie haben angekündigt, es gibt keine Aktivitätsverfolgung, das ist absolut unglaubwürdig, bei dem, wie sich die US-Regierung in der Vergangenheit bewegt hat. Und das Spannende ist natürlich die Frage, warum tun sie das? Tun sie das hier, wie du sagst, als performativer Akt oder ist das ein politischer Akt, der die EU nämlich. zur Reaktion zwingt, das zu sperren. . Mit Form von DNS-Sperren oder was auch immer, um daraus wiederum eine Diskussion anzuzetteln, ob die EuropäerInnen tatsächlich zensieren wollen, wenn sie ihre Gesetze durchsetzen oder nicht. Weil in der Technologie, mit der du automatisiert Gesetze umgehen kannst. Ich glaube, da gibt es nicht zwei Meinungen, UnterrichterInnen, ob das Ding gesperrt werden muss oder nicht, wäre meine Einschätzung, aber wir sind keine Juristen, keine Botaniker. So, aber ja.
01:04:36 Pip Klöckner
Ja, würde ich aufhören, ich glaube, dass es so eine Art von Ausübung von Soft Power ist. Also die USA Beginnen ja auch wieder NGOs zu unterstützen, aber nicht die, die wir aus der Vergangenheit kennen, die sie in der Vergangenheit unterstützt haben, sondern man unterstützt jetzt NGOs, die sozusagen Magan-Narrative in Europa vertreten. Und Ich glaube, diese performative Kampagne zu sagen, wir bringen Freiheit in die Welt mit freedom. gov und ihr könnt über diesen Umweg Sperren in euren Ländern umgehen. Ist eigentlich eine Arbeit sozusagen an der Reputation der USA. Aber auch eine weitere, da bin ich auch bei dir, eine weitere Konfrontation mit der EU und Eskalation vielleicht. Fakt ist, dass die EU muss darauf reagieren, weil es wäre es eine wirksame Umgehung, was ich nicht glaube, weil es technisch nicht funktionieren wird oder erstmal nicht funktionieren wird. Dann wäre es natürlich ein Problem, auf das man reagieren muss und dann müsste man es vermutlich sperren. Dann haben wir wieder das Problem, wird Cloudflare sich dazwischen schalten oder nicht? Oder Cloudflare ist wahrscheinlich geneigt zu sagen. Dass sie für die Freiheit des Internets sind im Zweifel.
01:05:48 Gavin Karlmeier
So ist es. Jetzt haben wir heute gar nicht über Sam Ortmann gesprochen, dabei hat er so dolle Sachen in Neu-Delhi gesagt. Aber ich habe so eine kleine Mask-Meldung zum Schluss. Die will ich mit dir besprechen. Und zwar, ähm, es ist in Kalifornien, gibt es jetzt einen rechtlichen Druck auf Tesla, der Tesla dazu zwingt, dass der sogenannte Autopilot. Nicht mehr Autopilot heißt und das sogenannte Full Self-Driving auch nicht mehr full self-driving heißen wird, sondern full self-driving supervised. Der Grund ist, beides sind irreführende Namen. Also es gibt Verfahrassistenzsysteme, die Tesla hat, die sie entweder eben Full-Safe-Driving oder Autopilot nennen. Aber beide sind noch keine komplette vollständige Autonomie, so wie es eben seit Jahren immer wieder von Elon Musk und Tesla versprochen wird. Und deswegen hat sich Tesla in Kalifornien, aber auch außerhalb Kaliforniens nun dazu entschieden, diese beiden Begriffe aufzugeben. um sich irgendwie in Sicherheit zu bringen wahrscheinlich, weil die Kraftfahrzeugsbehörde eben da entsprechend Druck gemacht hat.
01:06:46 Pip Klöckner
Ja, also ich glaube, es hat eine rechtliche Komponente, dass ich einfach vielleicht auch ein bisschen Haftung abgebe, indem ich nicht mehr behaupte, es wäre Autopilot. Gerade wenn es wieder zu Unfallen kommt und so. Aber es ist natürlich auch eine Niederlage, weil man nicht behaupten kann, man hätte sowas wie Full Self-Driving oder Autopilot, sondern man hat ein hervorragendes Assistenzsystem, was aber entweder menschliches Zutun braucht oder jemand, der im Fall von Robotaxis das aus der Ferne zumindest. Noch überwacht, ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, die Unfallquote, also das größte Argument für selbstfahrende Autos, und ich bin natürlich ein Fan davon. Prinzipiell. Weil, was wir uns davon erhoffen, ist ja, dass sie deutlich weniger Unfälle bauen als Menschen und alles sieht bisher danach aus, außer die Unfallstatistiken der Tesla-Robotaxis. Die haben nämlich ein zehnfach höheres oder zehnfach erhöhtes Unfallrisiko im Vergleich zu schon relativ schlechten US-menschlichen Fahrern. Muss man gucken, ist da Vandalismus dabei, dass Leute Unfälle provozieren? Das würde ich nicht ausschließen, das kann es immer geben, natürlich. Aber das sind natürlich trotzdem die Daten, die am Ende eine Beurteilung einfließen. Und da sieht es jetzt nicht so aus, als wenn man in Zukunft das Argument bringen kann, hier werden die Straßen sicherer, wenn wir Robotaxis auf die Straße stellen, während bei Walmo das schon so zu sein scheint.
01:08:06 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe das mitbekommen, ich finde es faszinierend. Finde aber auch, angesichts der Tatsache, dass ja dieses unglaubliche Paket von wie viel einer Phantastillion, die Elon Musk dann irgendwann bekommt. Ja, auch verkaufte Subscriptions dazu gehören. Jetzt haben sie in diesem Jahr deswegen angekündigt, dass es Full Safe Driving nur noch im Abo bei Tesla zu erwerben ist. Du kannst also nicht mehr so eine Einmalzahlung machen, sondern eben eine monatliche Zahlung, was vermutlich sogar für einige FahrerInnen vielleicht günstiger am Ende ist, weil das Full Self-Driving in der Einmalzahlung am Auto gekoppelt war und du ein Abo kannst halt mitnehmen, logischerweise auf ein anderes Auto. Aber wenn es nicht mehr Full Self-Driving heißt und nicht mehr Autopilot heißt, verkauft es sich wahrscheinlich einen Tacken schlechter, wenn dahinter steht Supervised. Oder Traffic Control oder wie es heißt, ich suche dir gleich den korrekten Briff einmal raus hier. Ja, man hat natürlich trotzdem die Hoffnung, dass das
01:08:59 Pip Klöckner
Und das ist ja auch berechtigt, dass es jederzeit besser wird. Das war auch in der Vergangenheit so. Also es nähert sich immer mehr dem Zustand. Und trotzdem, glaube ich, ist es wichtig, dass man den Leuten sagt, dass es eben kein Autopilot ist, damit Menschen sich nicht 100 Prozent darauf verlassen. Habt ihr neulich den lustigen Fall erklärt mit den Verkehrsschildern auf der Werbekampagne? Ja. Das ist ein hervorragendes Beispiel, wie wenig man den Assistenzsystemen, wie gut die auch sind, die haben bestimmt schon, ich will nicht sagen, wir haben das Leben gerettet, aber ein paar Blechstäden bin ich bestimmt schon entgangen durch Fahrassistenzsysteme. Aber fairerweise, das können eigentlich auch alle Hersteller heute. Das kann Bosch-Technologie, das kann in Google Waymo, Baidu und wer auch immer. Insofern ist es schon einfach aus Wettbewerbssicht auch fair, dass Tesla sich dann nicht Attribute geben kann, die sie selber dann mit dem Produkt nicht. . Absolut. Wenn man sich überlegt, wie lange es gedauert hat, dass das festgestellt wird. Die fahren ja seit fünf Jahren oder so angeblich full Self-Driving rum. Also, dass die Timelines sowieso niemals stimmen, ist ja eine Sache. waren ja auf dem Markt unter dem Namen Full Self-Driving oder sie werden bald Full Self-Driving können. Und es braucht 2026, um mal festzustellen, dass das immer noch nicht der Fall ist und dass man jetzt wirklich mal aufhört sollte, unter dem Namen Autos zu verkaufen.
01:10:14 Gavin Karlmeier
Ich gucke jetzt direkt nach, wie lange das Tesla Full Self-Driving schon. Seit 2014, seit zwölf Jahren gibt es das.
01:10:21 Pip Klöckner
Basel.
01:10:22 Gavin Karlmeier
Übrigens zu der Geschichte habe ich einen kleinen Nachhag, für die, die es nicht mitbekommen haben. In Basel gibt es die Geschichte, dass dort eine Dort Plakate hängen, auf denen drei Tempo 30-Schilder zu sehen sind, weil dort diskutiert wird, ob Tempo 30 in die Stadt kommen soll, und automatische Assistenzsysteme erkennen das aufgedruckte Schild als ein Tempo 30-Schild, weswegen de facto auf Straßen, an denen Tempo 50 gilt, schon 30 gefahren wird, weil das die Assistenzsysteme erkennen. Jetzt habe ich den kleinen Nachhakt dazu. Ich wurde darauf hingewiesen, dass das keine und das macht es noch lustiger. Die Plakate sind eigentlich Gegen Tippo 30. Also eigentlich sprechen die sich sogar gegen, also das ist die Gruppe, die sagt, Leute, wir müssen dagegen stimmen, die aber damit jetzt genau diesen Zweck durchgesetzt haben.
01:11:03 Pip Klöckner
Ich habe gerade mal recherchiert, das unberechtigte Aufstellen von Verkehrsschuldern ist in Deutschland durchaus eine Straftat. Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, also insbesondere wenn es zu unsicherer Verkehrsführung führt. Aber wie ist es mit Platz?
01:11:16 Gavin Karlmeier
Also bitte nicht nachmachen. Das finden wir bis zum nächsten Mal raus. Vielen Dank, dass du das. Oder mit Satire-Plakaten vielleicht. Ah, stimmt. Einfach Parodie drunter schreiben. Ja. Vielen Dank, dass du da warst, lieber Pip. Das war ganz schön, ganz fantastisch. Wir hatten eine knalle Folge, knallvolle Folge. Wir haben das aber gemeinsam schön nach Hause gefahren und jetzt. Jetzt wünsche ich dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, eine ganz wundervolle Woche. Danke, dass ihr zugehört habt. Wir hören uns wieder am Mittwoch mit Dax Werner und einem Deep Dive in Persona und diese Verifikationsgeschichte. Ich habe da ein bisschen, wir haben ein bisschen im Internet gekramt. Und kommt in Discord www. hagmann. org. Mach's gut, danke Pip.
01:11:52 Pip Klöckner
Vielen Dank und schöne Woche, ich hab zu danken.