Instagram, Facebook und WhatsApp setzen jetzt auf “Plus”-Mitgliedschaften. “Meta One” – ist das ein Paradigmenwechsel, der Werkzeugkoffer für Creeps, ein Geschenk an die Nutzer:innen, alles davon oder nichts davon? Und: Wieso macht Meta das?
Außerdem gibt es jetzt den offiziellen “Haken dran”-Klagentracker UND es gibt Neues für den Blutdruck von Karin Prien, die sich jetzt in den Kampf gegen Bildschirmzeit per se stürzt. Ein guter Wochenstart also für alle, die keinen guten Wochenstart mögen.
➡️ Der Haken dran-Verfahrenstracker: https://tracker.hakendran.org
➡️ Thomas’ Social-Media-Morgen: https://www.socialmediamorgen.de/
➡️ Bluesky-Threads von Julian Schmitz: https://bsky.app/profile/jschmitzleipzig.bsky.social/post/3mn2q2uv3ss23
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Thomas!
- Überraschung: Vorstellung des Haken dran-Verfahren- und Klagentrackers
- Pay to win: Meta führt Premium-Funktionen für Instagram, Facebook und WhatsApp ein
- Metas willkürliche Account-Sperrungen
- Hohe Geldstrafe für Meta in Irland und die Zukunft des Oversight Boards
- Nun doch DMA-Strafe der EU für Google?
- Karin Prien fordert Verbot digitaler Medien für Kinder unter drei Jahren
- G7-Grundsatzpapier zum Schutz Minderjähriger im Internet
- Nachhak
- Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Thomas. Hallo Gevin. Bei mir ist heute Thomas Gigold, der ist, arbeitet, jetzt 15 Minuten darüber gesprochen, damit ich das richtig sage. Er arbeitet als Digital Content Director bei der Agentur Liga Nova Mesh. Das klingt, ich finde das geil, weil ich lese seine Signatur am Ende hier vor. Du schreibst aber vor allem den Newsletter Social Media morgen, in dem viele News drinstehen, über die wir dann hier im Podcast auch ein bisschen breiter drüber sprechen. Du bist seit vielen Jahren Haki, war schon häufiger da, aber auch länger nicht mehr, und ich freue mich, dass du heute hier bist.
00:39 Thomas Gigold
Same, freue mich ebenso. Danke.
00:42 Gavin Karlmeier
Und ich falle direkt mit der Tür ins Haus, weil ich habe eine Überraschung versprochen. Und bevor wir zu den News kommen, Thomas, du bist quasi eine treibende Kraft neben einer anderen treibenden Kraft, über die wir gleich sprechen müssen, hinter einem Projekt, das wir hier schon mal angekündigt haben und das ich für maßgeblich sinnvoll halte, für alle Menschen, die mit sozialen Medien oder Plattformen arbeiten und ein bisschen sich für mehr interessieren, als welche neuen Funktionen. rausgekommen sind, denn du bist der Entwickler des Haken dran Verfahren- und Klagentrackers, der jetzt online ist. Willst du kurz erklären, was da passiert?
01:16 Thomas Gigold
Entwickler ist ein großes Wort. Genau, also wir haben wir Brainstormed oder du hast mal den Wunsch geäußert, dass wir quasi dass man quasi alle Klagen, die so gegen die großen Technologien Bros und Unternehmen irgendwie. Dass man das nicht nur im Discord unübersichtlich am Ende irgendwie immer zusammenkleistert, sondern dass man einen Tracker kreiert und das Haben wir gemacht. Ich habe ein bisschen Code in den Ring geworfen. Coffee Hollik investiert sehr viel Zeit, um tatsächlich das alles Ganz toll zu tracken und hat durfte Wünsche äußern, was sie quasi braucht, welche Felder und wie wir das am besten alles machen, damit es nicht nur gut aussieht, sondern auch gut zu managen ist am Ende. Und genau, jetzt ist er online unter Tracker. hagendran. org.
02:07 Gavin Karlmeier
Ja, und auf hagentran. org ist auch direkt schon ein Link. Also da kann man den schon anklicken.
02:12 Thomas Gigold
Und da kann man sich einmal durchklicken durch alle die großen Prozesse, die da gerade stattfinden. Exakt.
02:19 Gavin Karlmeier
Ja, also das ist wirklich unglaublich, wie viel Arbeit du und vor allem Coffee Hollick da reingesteckt haben in den letzten Wochen und Monaten. Erstmal vielen, vielen Dank dafür. Ich finde es unfassbar, dass unsere Community sowas aufstellt und sowas auf die Beine gestellt kriegt. Und ich finde es unfassbar, dass wir halt jetzt dieses Angebot haben, dass man sich angucken kann. Ah, was geht denn hier diese Woche für einen Prozess zu Ende und wie viel Streitwert ist denn jetzt gerade eigentlich im Ring und so? Und das ist ja alles online. Also mega, mega, mega, vielen Dank und guckt euch das gerne alle an, wenn ihr gerade hier zuhört und euch denkt, ach, das klingt aber spannend. WwwH. Markenrand. org ist es verlinkt, klickt das an.
02:55 Thomas Gigold
Genau. Und wer technisch grinden will irgendwie, der ist im Discord gerne dazu eingeladen. Ich werfe die nächsten Tage ein Auge drauf.
03:05 Gavin Karlmeier
Also alles grinden in den Discord, alle Gedanken auch, den findet ihr auch da. Aber das war eine kleine Überraschung, auf die wir uns sehr lange gefreut haben und deswegen freue ich mich, dass wir das jetzt heute vor allem hingekriegt haben, das zusammen zu verkünden, Thomas. Das war ja eigentlich das Wichtigste.
03:20 Thomas Gigold
Ja, ist ein cooles Projekt. Ja, weil es einfach, es geht so viel unter und da ist wirklich jetzt mal so ein Ding, wo man das alles auf einen Blick sieht und sich denkt, was über was Für Summen reden wir eigentlich teilweise aus Irre.
03:38 Gavin Karlmeier
So ist das.
03:40 Speaker 4
Werbung Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
03:55 Speaker 5
Mit den KI K-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos Digital an ihrer Seite.
04:14 Gavin Karlmeier
Genau. Und ansonsten, das Schöne ist aber, dass dieser Tracker komplett kostenlos ist. Anders als wenn ihr den vollen Funktionsumfang auf Meta-Plattformen nutzen wollt. Und zwar hat Meta angekündigt und wir haben das ja schon so ein bisschen von den Bäumen zwitschern, ne, wie sagt man, Vögel haben das gezwitschert. Das wollte ich damit sagen. Also man hat uns schon nachgeschoss. Also man hat es schon ein bisschen zwitschern hören, dass Instagram eine Art Premium-Funktionsumfang bekommt, oder Freemium ist das ja eigentlich viel mehr, bei dem es ein paar Funktionen gibt, die man eben nur bekommt, wenn man dafür zahlt. Welche das genau sind, können wir gleich mal besprechen. Aber ganz kurz gesagt, Instagram Plus und Facebook Plus werden jeweils 3,99 Dimonat kosten. WhatsApp Plus wird nur 2,99 Dollar im Monat kosten. Kosten, was schon einen kleinen Hinweis darauf gibt, was der Funktionsumfang von WhatsApp Plus anders hat als Facebook und Instagram, denn der ist deutlich kleiner. Ich erzähle mal so ein bisschen, was dazugehört. Leute, die diesen Podcast regelmäßig hören, haben davon schon mal gehört. Aber bei Instagram Plus gibt es die Möglichkeit, deine Story auf 48 Stunden zu verlängern, anstatt 24 Stunden. Du kannst dir Storys anderer Leute anschauen. ohne dass die sehen, dass du sie dir angeschaut hast. Du kannst in deinen Story-Viewers suchen. Du hast die Möglichkeit zu sehen, wer deine Story mehrfach angesehen hat, kannst du mehrere Story-Publikumslisten erstellen, nicht nur die Close Friends. Und so weiter. Achso, und das gibt auf meine einzigartige Schriftart für die Instagram Bio. Das kriegt man alles dafür. 99 soll in den nächsten Wochen ausgerollt werden. Bei Facebook gibt es ähnliche Story-Features wie die, die ich gerade aufgelistet habe. Ähm, plus die Möglichkeit, dass dein Facebook und dein Messenger-Icon ein anderes ist. Cool. Da zahlt man gerne 3,99 Euro für. WhatsApp Plus kostet nur 2,99 Euro. Dabei ist der Funktionsumfang da richtig geil. Es gibt nämlich Es gibt andere Sticker und andere Klingeltöne. Punkt. Nein, also es gibt doch. Emotionen. Ja, es geht erstmal so um das große Ganze und die Frage, wo. Wollen die eigentlich hin? Was ist dein Gefühl?
06:32 Thomas Gigold
Also erstmal, ich finde, das Feature, ich kann mir, ich, ich kann Stories angucken, ohne dass jemand sieht, dass ich seine Storys angeschaut habe, während ich, wenn ich das gleiche Feature nutze, in den Storys suchen kann, wäre Die Storys angeschaut habe. Finde ich super. Weil das eine schließt das andere aus irgendwie. Also ich verstehe diese Features nicht. Ja, am Ende ist es die nächste Stufe. Ja?
07:01 Gavin Karlmeier
Ne, ich wollte nur sagen, es ist das perfekte Feature-Paket für Creeps. Also du hast halt wirklich das komplette Stalking-Feature-Paket und man nimmt das jetzt einfach so hin, als wäre das so Naja, gut, dafür kostet halt Geld. Aber dass wir reden hier leider über eine Plattform, die halt tatsächlich auch missbräuchlich verwendet wird von Menschen. vor allem von Männern, die Übergriffe begehen wollen und wenn es in Anführungsstrichen nur digitale Übergriffe Frauen gegenüber sind. Und dieses Funktionspaket hier jetzt sozusagen auf den Präsentierteller dahin zu legen und zu sagen, hier, dann macht es doch noch gruseliger, ist halt eigentlich eine ganz schreckliche Vorstellung.
07:40 Thomas Gigold
Ja. Ja, wenn du davon ausgehst, dass ich es quasi, wenn ich irgendwelche niederen Absichten habe, im Grunde genommen für 4 Dollar im Monat ein Paket kriege, das mir erlaubt, deine Storys anzuschauen, ohne dass du Siehst du, dass ich sie angeschaut habe und mich dann auch nicht blocken kannst. Also, wenn ich mich ruhig verhalte, kann ich sie einfach hinterher creepen. Es ist einfach unglaublich als Funktion. Auf der anderen Seite, also es ist die nächste Stufe eigentlich der Entgerification. Die Wall Street freut sich. Alle Menschen fassen sich an den Kopf und sagen, äh. . Was ist das? Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht anders, warum ich das kaufen soll als normaler Mensch. Also als Creep haben wir ja gerade festgestellt, warum das eine gute Investition ist. Aber eine Story 48 Stunden online lassen? So what? Also ich. Mir erschließt sich nicht, wer die Zielgruppe ist.
08:39 Gavin Karlmeier
Ja, und das bin ich. Also ich sehe das so Viele dieser Funktionen, die ich gerade genannt habe, sind ja Funktionen, die sich vermutlich in Einzelteilen oder in Elementen davon zumindest. viele NutzerInnen schon länger wünschen. Und während es früher bei Meta der übliche Fall war, dass sie genatscht wurden, dass quasi die Plattform entschieden hat, welche Funktion wir bitte zu benutzen haben. Gibt es hier jetzt gleichzeitig dieses, okay, wir haben euch all die Jahre auch zugehört, haben euch das aber nicht gegeben, damit wir euch das jetzt gegen Geld anbieten können. Das heißt, all die Funktionen, die sich Menschen wünschen, gibt es jetzt hier nur, es ist so ein bisschen so. wie du kaufst ein technisches Gerät und das ist halt unbenutzbar, weil es halt nur auf eine Art und Weise bedienbar ist. Wenn du aber einen anderen Funktionsweise haben möchtest, musst du bitte noch eine Premium-Funktion abschließen. Auch sowas gibt es ja durchaus. Und das ist halt so der nächste Punkt dieser Software as a Service-Veränderungen, dass du eigentlich auf alles irgendwelche Subscription-Tarife bezahlst.
09:42 Thomas Gigold
Es ist ein bisschen Win-to-Play, right? Also wie diese Free Games, Freemium, wie diese Free Games, entweder du wartest dann noch drei Monate für das Feature oder du bezahlst jetzt und kriegst alles. Ganz genau.
09:57 Gavin Karlmeier
Die Frage oder nee, ich komme nämlich gleich zur nächsten Stufe, warum es so interessant ist, dass Meta das einführt, aber die Frage, die mich bis hier natürlich total beschäftigt, ist die Frage, was die beweggründe Metas dahinter sind. Also hat das Unternehmen tatsächlich Die Vorstellung, diese zum Beispiel 10% des weltweiten Umsatzes, der durch betrügerische Werbung eben eingenommen wird, dass sie den damit möglicherweise kompensieren könnten? Oder gibt es eher die Motivation, hier die Leute in eine Verbindlichkeit zu drängen, weil die Werbeeinnahmen haben sie ja trotzdem. Das ist ja kein werbefreien freier Tarifdienst für die 399 bekommst und das würde vermutlich finanziell auch gar nicht aufwiegen. gegen die Werbeeinnahmen, die sie durch dich im Jahr oder im Monat eben machen. Aber ist es ja einfach nur so ein kleine, so ein kleines Gimmick-Paket und Zum bisschen Mitgeld oder wird das tatsächlich für Sie zu einer echten Einnahmequelle? Die Antwort haben wir da bis hier noch nicht.
10:52 Thomas Gigold
Ja, also am Ende ist es ja das Gleiche, dass du im Discord hast, ja, wo du irgendwelche Funktionen Und zwar ist nur das App-Icon. Snapchat hat ein ähnliches Ding zumindest früher irgendwie gehabt, wo du dann das Icon entern kannst und sowas.
11:08 Gavin Karlmeier
Das sind halt all diese kleinen Nudges.
11:10 Thomas Gigold
Genau. Ja, damit wirst du wahrscheinlich keine Milliarden machen, aber Sünden, ich meine, am Ende tun diese Features nicht weh. Und ich glaube auch nicht, dass sie massiv Zeit in der Entwicklung und Vermarktung irgendwie brauchen, die lässt er halt mitlaufen. Und wenn das 20 Millionen einbringt, dann bringen das 20 Millionen ein. Ja, also ich glaube nicht, dass das irgendwas ersetzen oder kompensieren soll, sondern dass es einfach nur die nächste Zündstufe ist, wo man Einnahmen generieren kann, mit relativ wenig Aufwand am Ende.
11:44 Gavin Karlmeier
Und soll ich dir aber was sagen, weißt du, wofür ich auch 5 Euro oder 6 Euro im Monat zahlen würde, wenn ich eine Liste bekommen würde mit Leuten, die mir entfolgt sind?
11:53 Thomas Gigold
Gibt es da nicht Tools für?
11:56 Gavin Karlmeier
Die gibt es alle nicht mehr. Es gibt so Möglichkeiten, die doch also du kannst ja deine Daten exportieren bei Meta. Und kannst natürlich, wenn du das Mache ich natürlich jetzt nicht in dem Umfang, aber wenn du das regelmäßiger machst, kannst du natürlich dadurch Vergleiche erstellen. Und die kannst du dir dann auswerten selber. Das ist aber ein wahnsinniger Aufwand. Und also das ich. Könnt ihr mir vorstellen, dass es da für ein Publikum gäbe? Weil ich bin da schon eitel. Wenn ich sehe, dass mir jemand entfolgt ist, dann möchte ich schon wissen, wer dieses Schwein ist, das sich nicht mehr für mich interessiert.
12:33 Thomas Gigold
Das trifft nicht null. Ehrlich?
12:36 Gavin Karlmeier
Ich bin da wirklich gekränkt. Ganz toll. Weil das für mich ja bedeutet, entweder du gehst bei auf die Nerven oder ich finde dich nicht witzig oder ich möchte dich aus meinem Leben radieren. Das steckt da ja schon mit drin. Man möchte nicht mehr die Inhalte dieser Person wahrnehmen.
12:53 Thomas Gigold
Bis dann auch der ist so, wenn irgendein Star irgendeinem Account entfolgt, das dann quasi hier Beef zwischen den beiden ist.
13:03 Gavin Karlmeier
Andersrum, wenn es ein größeres Bibel zwischen zwei Leuten gibt, gucke ich immer, ob die sich noch folgen, genau.
13:08 Thomas Gigold
Ja, ja, ja, genau. Nee, da bin ich total kalt, aber das Ich kann das nachvollziehen. Also auf meinem Insta folgen mir vor allem Kollegen und Freunde. Ja, da ist dann schon die. Warum sehe ich den nicht mehr? Ja. Aber nee, bin ich.
13:29 Gavin Karlmeier
Aber genau, wenn dir die nämlich in persönlichen Kontakt entfolgt, ist das ja noch schlimmer. Das ist ja wirklich einfach kritisch wird es erst, wenn man.
13:38 Thomas Gigold
Chef mir entfolgt auf Insta.
13:42 Gavin Karlmeier
Oder dich blockiert. Haben Sie sich bei Instagram gelöscht? Nee, wir. Oh. Also ich. Ich mache mal noch weiter, denn diese Ankündigungen, die enden an diesem Punkt noch nicht, denn es geht noch weiter. Wie mehrere Medien berichten, vor allem Bloomberg, glaube ich, als erstes, plant Meta es nicht bei diesen einzelnen Pluspaketen zu belassen. sondern sie wollen die nächste Stufe zünden. Meta One. Meta One soll das alles zusammenführen und jetzt kannst du die Mathe-Aufgabe mal machen. Meta One Premium zum Beispiel. Also es gibt noch Meta One Plus, da sind diese ganzen Features nicht mit drin, aber es gibt mehr Funktionsumfang für deren KI-Modelle erstmal nur in Singapur, Guatemala und Bolivien. Aber es gibt dann noch Meta One Premium, mittelfristig, bis jetzt gibt es das noch nicht. Ähm, und da sind alle Features drin, die ich eben aufgelistet habe, und das kostet 20 Dollar im Monat. Und wenn ich 4 Dollar für Instagram Plus ausgebe und 4 Dollar für Facebook Plus und 3 Dollar für WhatsApp plus Dann habe ich das damit ja noch nicht kompensiert. Da muss ich also diese 8 Dollar für Meta OnePlus mitbezahlen, kriege also den verbesserten Chatbot mit um die Ohren geworfen, obwohl ich den ja vermutlich gar nicht haben möchte. Der ist aber auch noch gar nicht so spannend, weil interessant sind die Creator-Pläne, die Meta auch Und zwar wird es MetaOne Essential geben, das wird die bisherige bezahlte Verifizierung offenbar ersetzen, also bekommst dafür das Verified Badge für 15 Dollar im Monat. Und jetzt wird es richtig interessant, es wird auch Meta One Advanced geben. Meta One Advanced, die Namensgeber, ich finde Silicon Valley Unternehmen haben alle verlernt Produkte zu benennen. Das klingt alles scheiße. Naja, Meta One Advanced kostet 50 Dollar im Monat. Und wird dir eine höhere Sichtbarkeit geben. Also deine, du wirst in Suchen höher gerankt, deine Inhalte werden im Feed, zum Beispiel bei Facebook, so ist es hier zumindest aufgelistet, stärker priorisiert. Du kannst Clickable klickbare Links im Posting setzen. Und damit bist du wirklich bei diesem Pay to Win, weil du damit an einem Punkt bist, an dem es einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen CreatorInnen bei Meta gibt, wenn du 50 Dollar dafür im Monat zahlst. Und da empfinde ich einen Paradigmenwechsel, viel mehr als bei all dem Kram davor.
15:57 Thomas Gigold
Absolut, absolut. Es gab irgendwie ja schon Tests mit diesen ganzen Creator-Dings und auch mit diesen Business Subscription bis hin zu 500 Dollar dafür, dass du irgendwie Links in Reels setzen kannst und sowas? Acht Stück. Was ich richtig kritisch finde, um ehrlich zu sein, ist dieser Tarif Advanced, glaube ich, ist es. Nee, Essentials, wo du auch dieses Impersonation Protection on Instagram und Facebook hast. Das finde ich tatsächlich kritisch in dem Sinne, weil du eigentlich etwas in in den Tarifpackst für 15 Dollar, dass ich von der Plattform als Creator doch als Standard ansehen muss. Also das ist ja auch dieses an den Creator-Tarifen, die es irgendwie schon gibt. Du bezahlst irgendwie 20 Dollar im Monat, damit du mit jemandem, damit du eine Mail an Meta schicken kannst, wenn du irgendein Problem hast. Und ich denke, ja, aber das sind die Leute, die euch Umsätze bringen und die euch Contents bringen und die eure Plattform per se betreiben. Stimmt. Und auf der Art Seite also diese ganzen fake ads mit denen Umsatz gemacht wird, so Monte kaufen was weiß ich, und es ist alles fake und Günther ja auch. Und auf der anderen Seite sagst du, naja, wenn du das nicht willst, zahl uns 15 Dollar, dann kümmern wir uns vielleicht drum. Also das ist schon so ein Ja, also da das das sehe ich schon ziemlich, ziemlich böse. Und und dann von den von den anderen von den anderen Dingern, da denke ich mir immer, naja, damit Enddemokratie Entdemokratisierst du im Grunde genommen das ganze Game so ein bisschen? Ich glaube, ich habe es mir notiert, Jens König von rotex. de hat es im Grunde genommen genauso verpackt. Er hat er hat geschrieben, dass das eben. Das verändert das Spiel einfach, ja, weil du jeder, der sich diese 15 bis 50 Dollar irgendwie leisten kann Der drängt sich nach vorne, all die kleinen Creator, die sich irgendwie so am Rande der Ex des Existenzminimums durchhangeln, und wir wissen, das sind die meisten. Die werden aus dem Spiel genommen oder werden dazu im Grunde genommen, naja, gezwungen, sich dieses Ding zu kaufen, damit du. Reichweite bekommst und in diesem Spiel gleichziehen kannst, gefunden zu werden, Vertrauen aufzubauen, über das Verified-Häkchen, Reichweite aufzubauen und mit den gleichen Tools spielen zu dürfen. Und das ist schon eine ziemlich linke Art, dieses Spiel irgendwie zu verändern.
18:51 Gavin Karlmeier
Ja, da stimme ich zu hundert Prozent zu, zumal das am Ende ja auch eine derartige Verschiebung möglicherweise mit sich bringen kann, wie wir das auch bei Ex erlebt haben. Vielleicht nicht ganz so politisch motiviert, aber auch bei Ex war es so, dass wenn du deinen Ex-Premium-Tarif abgeschlossen hast, deine Kommentare weiter oben angezeigt werden. wurden. Und du damit eine Verzerrung der öffentlichen Meinung oder der Wahrnehmung öffentlicher Meinungen herbeigeführt hast, weil die Leute, die natürlich dafür bezahlt haben. . eine andere soziale Situation, eine andere politische Situation und auch eine andere politische Agenda hatten, als die Leute, die ihm nicht für Ex bezahlt haben. Und wenn du bei Meta dir überlegst, wer sind denn jetzt gerade die Leute, die blaue Haken gegen Geld kaufen, das ist ja nicht ein repräsentativer Querschnitt der kompletten NutzerInnenschaft, sondern das sind ja schon die Leute, die sich. für mehr Creator halten, als sie sind im Zweifel, die also sich irgendwie zu etwas machen wollen. Und wenn die dann jetzt möglicherweise, wir wissen nicht, ob das in den Kommentarspalten hier auch irgendwie einen Sichtbarkeitsvorteil mit sich bringt, das ist Mutmaßung. Aber sollte das der Fall sein, Halte ich das für super problematisch. Noch problematischer als die reine stärkere Sichtbarkeit.
20:02 Thomas Gigold
Absolut. Und wenn man heute durch die Kommentare scrollt, egal ob die blauen Haken da Am Hör gerankt werden, du bleibst zwangsläufig mit deinem Auge ein bisschen stärker auf diesen blauen Haken hängen als auf normalen Nutzern. Und wir wissen auch, dass Nutzer gehen heute ja primär in die Kommentare, um zu sehen, ob eine Meinung, die sie sich über den Inhalt bilden, Diese Meinung zu verifizieren und im Grunde genommen zu checken, ist meine Meinung korrekt und entspricht die der Mehrheit. Dafür gehen Leute in die Kommentare. Und wenn du dann jede Menge blaue Haken siehst, die einen gewissen gewisse Art und gewisse Kommentare halt, stärker machen und verstärken, dann ist das problematisch, ohne Zweifel. Voll.
20:53 Gavin Karlmeier
Ich finde übrigens, ich arbeite im Moment in meinem Kopf. Sehr viel mit so einer Auseinandersetzung, mit der Veränderung der Kommentarspalte als solcher, weil ich das Gefühl habe, dass man dort wenig, also die Kommunikation zwischen Absender und Rezipient ist eigentlich verschwunden. Die Kommentarspalte ist ein Sammelbecken von Leuten, die sich miteinander unterhalten wollen, untereinander in der Kommentarspalte. Ich weiß noch nicht, was ich daraus mache, aber ich denke da sehr viel drüber nach. Jetzt haben wir, du hast gerade diese Nachahmer-Accounts angesprochen, Betrug angesprochen. Und eine Sache, die ja bei Meta viele Leute beschäftigt, auch mich ist ja das willkürliche Sperren von Accounts, weil die Umstellung auf automatisierte Verfahren, auf KI-basiertes Verfahren, um zu überprüfen, ob Accounts echt sind oder nicht, offenbar ziemlich fehleranfällig ist oder zu großen Fehlern geführt hat. Und das Appeals Center Europe hat sich das Ganze einmal angeschaut. Das Appeal Center Europe ist eines von diesen Streitbeilegungsstellen, die in der EU existieren. zu denen du gehen kannst, um dich darum zu kümmern, dass du eine Antwort bekommst von den Unternehmen, weil sie eben schneller antworten müssen. Und das Appeal Center Europe hat sich 4. 600 Fälle von Facebook, Instagram und Threads-NutzerInnen angeschaut, die angegeben haben, dass sie zu unrechtlichen gesperrt sein. Und sie sind damit dann immer zum Meta zugegangen und haben im Fall von Meta 100 Beweise bekommen für Fälle, wo sie glaubten, dass die Sperrung gerechtfertigt sind. Heißt aber umgekehrt auch, dass sie bei 4500 Fällen nie eine Antwort bekommen haben. Und das Zeigt ja, wie einfach die komplette Überforderung durch diese Massen an Inhalten am Ende ja überall aufschlägt und zu sagen, wir lassen das zum Computer machen und dann macht er einen Fehler. Steht ja im radikalen Widerspruch zu all dem, was Mark Zuckerberg anfangen, Anfang letzten Jahres gesagt hat, als er meinte, so sinngemäß, ich paraphrasiere, lieber es bleibt ein Inhalt länger online, der nicht online bleiben sollte, als dass wir auch nur einen einzigen Inhalt sperren, der nicht gesperrt werden sollte. Und die Zahl, sprechen komplett eine andere Sprache.
23:04 Thomas Gigold
Ja, total. Und aber du siehst eben auch daran, dass das Meta das scheißegal ist am Ende. Sorry for my English hier. Ja, also und dann das Ding ist halt, wir wissen alle, mit diesen Sachen lässt sich kein Geld verdienen. Du setzt da nur Leute hin, also theoretisch Ist es ja so, dass wenn so ein Fall reinkommt, muss sich irgendjemand hinsetzen durch alle Serverkram all diese Sachen von unterschiedlichsten Servern und aus unterschiedlichsten Accounts etc. raus Puzzeln. Und das ist eine Heidenarbeit. Dafür bezahlst du irgendjemanden, du bekommst aber nichts zurück. Und im Zweifel, wenn da jetzt eine Strafe verhängt wird, im Zweifel ist die Strafe eben geringer Als dass ich 50, 60 Leute da hinsetze, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als diese 4500 Fälle allein aus Deutschland ja rauszusuchen. Also 4500 Fälle, das sind mehr als 10 am Tag. Damit beschäftigst du Leute. Und diese Kosten laufen halt bei dir aus, ohne dass du etwas dagegen tun kannst. Und dann ist das eine ganz, ich bin BBL, auch dann ist es am Ende eine ganz. Also in meinem ganz früheren Leben war ich Baby-Lerler. Aber dann ist es eine ganz einfache Business-Rechnung, ja. Und wenn die Business-Rechnung sagt: Hey, ich brauche da 50 Leute, die kosten mich im Monat 100. 000 Euro. Im Zweifel kommt hier einer mal rum, der klagt, kostet mich 10. 000 Euro, dann ist das eine ganz simple Rechnung. Diese Kack-Egal-Haltung der Plattform, das ist genau das riesengroße Problem, das wir ja überall sehen. Weil am Ende, jede Strafe, die die bezahlen, hinkt hinterher. um drei, vier, fünf Jahre und jede Ausgabe, die die dafür haben, trifft nicht empfindlich genug. Und wir haben es, ich habe es ja vorhin im Tracker zum Tracker-Thema gesagt. Du redest da über Millionenbeträge und denkst dir, meine Güte, was läuft denn hier zusammen an millionenfachen Beträgen? Aber unterm Strich ist das immer noch so günstig. Das ist nicht juckt. Und dann kommen halt irgendwie Einzelschicksale zusammen, so wie du auf Threads. Aber Am Ende ist das halt in dieser Riesenmaschinerie, dieser Plattform, einfach nicht relevant.
25:48 Gavin Karlmeier
Aber ja, das stimmt alles, was du sagst, aber es zeigt halt auch, was für ein Riesendilemma das auslöst. Also. Dass ich zum Beispiel zu, dass ich bei Threads gesperrt bin und da jetzt rechtlich gegen vorgehe, ist eine auch für mich wirtschaftliche Entscheidung gewesen. Bezahle ich jetzt jemanden einen Anwalt dafür, der sich darum kümmert? Das ist erstmal ein super Privileg, das rührt aber auch aus einer gewissen Notwendigkeit heraus, weil ich halt schon denke. Zum einen empfinde ich das als mein Recht, zum anderen empfinde ich das als meinen Beruf. Und das alles zusammenführend, ich kann das nicht einfach so hinnehmen. Aber diese Position haben halt ganz, ganz viele Leute nicht. Gleichzeitig gibt es aber Menschen, die mit Instagram wirklich relevant Geld verdienen, die das als Quelle, als Marketingfunne nutzen und was auch immer. Und ich b die, diese, diese scheißegal-Haltung der Netzwerke bei gleichzeitiger ähm, Ignoranz der eigenen Verantwortung gegenüber, die man nun mal hat. Wenn du einen Ort betreibst, auf dem 3,5 Milliarden Menschen sich tummeln, ähm ihr Leben teilweise davon abhängig machen und gestalten, das ist nicht hinzunehmen. Einfach.
27:01 Thomas Gigold
Absolut. Absolut. Gehe ich total mit. Das Ding ist ja, dass diese Ignoranz nicht nur ja. einzelne Menschen anbelangt, sondern das geht ja, frag mal, red mal mit kleinen KMUs und kleinen Unternehmen und Einzelunternehmen, denen geht es ja auch so. Die investieren hunderte tausende Euro im Jahr und Denken dann, wenn sie ein Problem haben, dann müsste es theoretisch an diesen Plattformen gelegen sein, dass sie sich darum kümmern Tun sie aber nicht, weil die dicken Fische sitzen nicht hier in Deutschland, sag ich mal, die dicken Fische sitzen in den 10% Fake-Anzeigen und Casino-Anzeigen, die immer wieder Geld reinputtern. Und solange wie ich damit durchkomme. Ist das halt ein echtes Problem. Und das ist ein Problem, dass wir irgendwie nicht gebacken kriegen, die Plattformen da stärker anzugehen. Weil das ist am Ende aus einer aus einer reinen humanistischen Sicht werden die Plattformen es nicht machen. Das sind Hyperkapitalisten. Und das heißt, eigentlich müssen wir Ja, es braucht einen gesellschaftlichen, ähmlichen Aufstand und es braucht aber vor allem auch einen politischen Willen, dagegen tatsächlich mal richtig vorzugehen, anstatt Das Problem, und das haben wir, diese Diskussion haben wir bei diesen ganzen Jugendverboten etc. Da habe ich heute auch mal gesagt. Anstatt das Problem Da geht mein Puls hoch. Anstatt das auf uns den Nutzer auszulagern, ja, also es ist Für mich ist das so eine Täter-Opfer-Umkehr fast schon. Zu sagen, ja, gegen die Plattform können wir ja nichts tun. Und wenn du jetzt gesperrt bist, naja, das wirstest du sicherlich irgendwie hinkriegen. Und natürlich hat auch ja John Schunchen. Schon gesagt, du hast legitime rechtliche Mittel und rechtlich gesehen hast du recht. Aber recht musst du halt Teilweise eben auch, nur weil du Recht hast, bedeutet das nicht, dass du Recht kriegst. Das sind immer zwei unterschiedliche Sachen. Und im Zweifel musst du halt ein echt langes Spiel spielen, um dein Recht zu kriegen.
29:13 Gavin Karlmeier
Und du musst es dir leisten können.
29:15 Thomas Gigold
Ja, und du musst es dir leisten können. Und das ist halt echt so das größte Problem an diesen Plattformen, mit dem wir eigentlich konfrontiert sind.
29:23 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt immerhin so ein paar Zeichen, die das Ganze vielleicht ein bisschen. positiver wirken lassen. In Irland zum Beispiel gab es ja die Ankündigung, dass eine Geldstrafe von bis zu 430 Millionen Euro gegen Meter verhängt werden könnte. Was deswegen interessant ist, weil Irland jetzt nicht Unbedingt im Verdacht staht, Meta hard sich zu Bus zu nehmen, sondern Irland in der Regel eher relativ unternehmensfreundliche Datenschutzpolitik zum Beispiel gefahren hat. Was auch der Grund ist, warum die Unternehmen häufig in Europa ihren Sitz nun einmal in Irland haben. So, und da gibt es aber jetzt eben gerade mit Hinsicht auf Datenschutzpraktiken und noch konkreter geht es hier um Speicherungen von personenbezogenen Daten in einem von Meta als Hive, also wie der Bienenstock bezeichnet, einen digitalen Speicher. Da hat jemand versucht, nämlich an diese Daten ranzukommen, hat er aber nicht geschafft, hat deswegen geklagt und das ging am Ende jetzt so weit, dass Eine Geldbuße von bis zu 430 Millionen Euro für Meta anstehen könnte. Meta hat versucht, vor dem höchsten Gericht im High Court in Irland dagegen vorzugehen. Dort wurde die Klage aber abgewiesen. Mit der Formulierung, alle Klagegründer sind so nicht zulässig und deswegen droht tatsächlich diese Strafe. Wie gehoch die am Ende wird, ist noch nicht endgültig beschlossen und die wurde auch noch nicht verhängt, aber Meta wollte halt vorher sicherheitshalber schon mal irgendwie. Immerhin.
30:49 Thomas Gigold
Immerhin.
30:51 Gavin Karlmeier
Ansonsten hat aber noch eine überraschende Meldung. Wir haben über das Oversight-Board von Meta schon häufiger Wort darüber gesprochen. Ich kann heute noch nicht sprechen. Ich bin vorm ersten Kaffee, Thomas. Das wissen die Leute nicht, aber wir nehmen sonntags früh auf. Also das Oversight Board von Meta ist eine Institution, die Meta selber gegründet hat, die aber außerhalb des Unternehmens die Entscheidungen trifft. Entscheidungen von Meta revidieren kann und eben auch kritisieren kann, die Handlungsanweisungen geben kann und Meta muss sich daran binden Und deswegen hatten viele BeobachterInnen in der Vergangenheit schon mutmaßt, ah, die Zeiten des Oversight Boards könnten vorbei sein, auch weil wir wussten, dass die Finanzierung des Oversight Boards nur bis 2027 gesichert ist. Jetzt wissen wir, dass dieser Betrieb auch noch ein Jahr weiter betrieben werden kann oder dieses Unternehmen, weil das Oversight Board bekommt von Meter 13 weitere Millionen US-Dollar und kann damit bis 2000 28 weiterarbeiten. Ist natürlich trotzdem ein bisschen unglücklich, dass man jetzt sich hier von Jahr zu Jahr weiterhangeln muss, aber immerhin. gesagt, Meta nicht, nö, wir brauchen euch jetzt nicht mehr. Der politische Wind hat sich gedreht und jetzt seid ihr uns eher ein Dorn im Auge. Das scheint hier erstmal nicht zu passieren.
32:04 Thomas Gigold
Ja, da hat man den großen Zeh mal ins Wasser gehalten vor zwei Wochen und geguckt, hm, wie fühlt sich das denn so an, wenn wir mal so gucken, wenn wir mal ankündigen, naja, vielleicht finanzieren wir das nicht. Irgendjemand scheint da dann gesagt haben. zu haben, naja, das Netz ist davon nicht begeistert oder irgendjemand ist davon nicht begeistert. Ein Ja weiter ist gut, auf der anderen Seite sollte das Oversight Board, das tut ja auch schon, irgendwie zu schauen Wie man sich weiter finanzieren kann. Ich bin fasziniert von den Summen, die das Oversight Board offensichtlich braucht, um ein Jahr betriebssicherzustellen. 13 Millionen. Da muss eine Frau viel stricken für. Das kommt ins Legendenbuch der alten Sprüche bei Hagen dran. Aber Ja, aber ist gut, zumindest ein Ja. Und wie gesagt, man kann irgendwie nur hoffen, dass sie gucken, wie sie sich unabhängiger machen von der Finanzierung, die Meta darüber schiebt.
33:10 Gavin Karlmeier
Ja, also im Offersight Board sind halt relativ, also meines Erachtens, ich könnte mich täuschen, aber sprechen wir über eine dreistellige Anzahl von Mitgliedern? die gleichzeitig halt alle hochqualifiziert sind. Also da sind extrem viele Menschen aus Wissenschaft, aus Forschung und so weiter dabei, die eben durchaus wissen, was sie tun. Zumindest ist das so das Bild, das irgendwie an mir hängen geblieben ist. Aber ich glaube, es stimmt gar nicht, weil während ich hier gucke, als es gegründet wurde, 2020, waren das nur 20 Mitglieder. Tja, dann vielleicht doch relativ teuer, 13 Millionen Dollar im Jahr. Werbung
33:49 Speaker 4
Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
34:02 Speaker 5
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34:21 Gavin Karlmeier
Ansonsten, ja, wir verlassen Meta mal, wenn das für dich in Ordnung ist. Und es gibt noch ein paar andere Dinge, über die wir sprechen müssen und ich will ja deinen Blutdruck noch hochkriegen. Aber vorher, wir haben ja gerade über diese High Court-Entscheidung gesprochen. Gibt es jetzt auch noch eine andere Geschichte, die vielleicht ein bisschen, die auch ein bisschen Nachhack ist, aber vielleicht auch ein bisschen versöhnlich am Ende, vielleicht auch nicht, mal sehen. Und zwar berichtet das Zentrum für Digitalrechte. Dass das DMA Bußgeld gegen Google wohl doch kommen soll. Wir haben darüber gesprochen, dass offenbar eine große Digital Markets Act nicht zu verwechseln mit dem DSA, der DMA ist sozusagen die Wettbewerbs Hütung der EU, eine relativ empfindliche hohe Strafe gegen Google aussprechen wollte, dass Ursula von der Leyen und ihr Team das aber offenbar in mehr oder weniger letzter Sekunde verhindert haben soll. Und wir alle so ein bisschen sprachlos wegen dieser Entscheidung waren. Jetzt berichtet eben das Netz, äh das Zentrum für Digitalrechte, so heißt es. Dass diese Strafe eben doch kommen soll und dass noch vor der Sommerpause mit einer Rekordstrafe zu rechnen sei Also, vielleicht wird irgendwas passieren, wobei das Central für die Talrechte auch schreibt, offenbar bleibt die Straße trotz klarem Rechtsverstoß weit hinter dem Maximum zurück. Wir sind also gespannt.
35:41 Thomas Gigold
Ja, jede Maßnahme ist gut. Ich verstehe, warum die EU sich schwer tut. Aber das Problem wird nicht besser, wenn wir nichts tun. Und dass die Drohgebärden aus den USA dann nicht ganz so ernst genommen werden sollten. Wir sollten eher den, wir sollten eher so ein bisschen mit mit mit breiter Brust in solche Sachen rangehen, als Als zu zocken, nur weil Donald heute wieder irgendwas getwittert hat oder getrust sofelt.
36:20 Gavin Karlmeier
Also ich kann ja noch ein paar Zahlen daran hängen, damit du wirst, also das Handelsblatt berichtet von einem hohen dreistelligen Bereich. Schlussfolgerung, also Irgendwas so ab 500 Millionen Euro. Das ist aber eher der untere Teil des kompletten Strafrahmens, weil der DMA könnte bis zu 10 Prozent des globalen Jahresumsatzes verhängen, bei wiederholten Verstößen sogar 20 Prozent. Und Alphabet hat im Jahr 2025 400 Milliarden Euro eingenommen. Bedeutet also möglich wäre gewesen bis zu 30 Milliarden Euro. Und der Vorwurf ist aber, Google nutzt seine marktdominante Stellung als sehr große Online-Suchmaschine aus und dafür hat eben die EU-Kommission hier Beweise gefunden. Ich finde, dass gerade im Fall Google, gerade im Fall Suchmaschinen-Business, es gibt doch kaum eine Situation im Internet, die stärker einer Marktverzerrung unterliegt als Diese. Also, da allein durch dieses komplette horizontale Wachstum googelt, dass sie de facto die Hälfte der Smartphones, wenn nicht sogar in, also in Deutschland sogar noch deutlich mehr als die Hälfte der Smartphones. betreiben, zumindest über Ecken, weil dort Android installiert ist. Da ist auf den meisten Computern Chrome installiert ist. Es gibt kein Vorbeikommen an Google. Ähm, allein, dass das alles nicht ausreicht, dass die EU sagt, wir ziehen jetzt hier mein echtes Schwert raus, sondern machen hier so eine mehr oder weniger Portokassenstrafe, ist schon sehr unglücklich. Vorsichtig formuliert.
37:45 Thomas Gigold
Absolut. Auch ich meine, Google hat immer noch in der Suche 90 Prozent Marktanteil. Und wenn du dann Android und Chrome mit dazu zählst, was, wenn nicht Google, ist marktbeherrschend.
37:56 Gavin Karlmeier
Exakt. Also eben, also was hält uns ab? Naja, 500 Millionen Euro, das wird sie bestimmt auch treffen. So viel dazu. Ich habe aber gerade angekündigt, dass ich eine Geschichte habe, die ein bisschen was für einen Puls ist. Hast du zumindest gesagt. And das greife ich gerne auf. Und zwar geht es um Karin Prim. Das ist die Bundesministerin für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Und Karin Prim, über die haben wir in der letzten Folge mit Stefan Schulz gesprochen, die hatte ja gesagt, sie will im Fall von Social Media nicht über ein Verbot sprechen, sondern nur über eine Alterseinschränkung. Was de facto dasselbe ist. Jetzt gibt es aber ein Thema, bei dem sie sehr wohl über ein Verbot spricht. Und zwar geht es um die komplette Begrenzung von Medienkonsum für Kinder unter drei Jahren. Sie sagt, ich finde es müsste gesellschaftlicher Standard sein, dass Kinder unter drei Jahren überhaupt keinen Kontakt zu digitalen Endgeräten haben. Wir regeln ja auch andere Pflichten von Eltern im bürgerlichen Gesetzbuch, etwa die gewaltfreie Erziehung. We müssen Eltern viel deutlicher sagen, welche Folgen ihr Verhalten. für die Entwicklung ihrer Kinder hat. Und da beende ich dieses Zitat mal, weil ich will da schon mit dir rüber sprechen. Aber du hast ja wahrscheinlich auch schon jetzt Emotionen.
39:10 Thomas Gigold
Ich hab Puls, nicht nur Emotionen. Es ist einfach so, ja, ich Ich hab drei Kinder. Die sind jetzt alle der Jüngste, nee, der Älteste, nee, der Jüngste, so rum, der Jüngste ist 17. Das heißt, die sind alle drei schon aus diesem größten digitalen und Jugendverbot für Social raus. Aber erstens halte ich das für ein Verbot von digitalen Medien. Würde bedeuten, du dürftest sie theoretisch nicht mal von den Fernseher setzen. Weil auch das sind Connected-Geräte und dann ist die Frage, wenn auf diesem Connected-Gerät YouTube wächst. auf Connected TVs massivst. Ist YouTube schon ein digitales Medium? Per se ja, ist RTL Plus. Ein digitales Medium? Per Definition ja. Also allein, dass wir das nicht sauber, dass man das nicht sauber macht, ist Quatsch. Als jemand, der Kinder hat, der den Kinderstress kennt etc. , ich würde nie jemanden verurteilen. Deinem Kind irgendwie mal fünf Minuten das Handy in die Hand drückt und sagt, hier schaut die neue Pepperwoods-Folge, aber gib mir mal die drei Minuten Zeit. Ich muss mal schnell auf Toilette ergleichen. Es ist natürlich ein Unterschied, ob die jetzt 90 Prozent des Tages davor verbringen, ja oder nicht, aber ich muss dann immer gucken, wenn wenn Karin Prien und alle anderen damit um die Ecke kommen, von welcher Partei die sind. Weil gesellschaftlich gesehen haben die Grünen das Ding als Verbotspartei. Per se fordern aber dauern CDU und Co. irgendwelche Verbote. Ich finde das ist einfach Eine Einmischung in Familiensachen, die grenzüberschreitend ist. Und die überschreitet eine Grenze, das ist meine eigene Entscheidung, ob ich nem Kind ein digitales Gerät, was auch immer das ist, das kann Mittlerweile ja mittlerweile ist in jedem el in jeder elektronischen Trommel ein Computer drin und du könntest es als digitales Gerät irgendwo digitalieren. Nicht mehr um Tablets und dergleichen. Aber ich finde halt, und das kommt auch bei diesem Jugendsocial Media Verbot. Ich finde, es gehört nicht Verbote daher. Ich finde, es gehört eine Diskussion um Medienkompetenz daher. Und ich glaube, auch heute ist irgendwie der Aktionsrat für Sicherheit, Cybersicherheit irgendwie rausgekommen und hat gesagt, also an Grundschulen sollten digitale Angebote verboten werden und gleichzeitig müssen wir aber Medienkompetenztraining einführen. Und das Medienkompetenztraining nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern. Und es muss im Kindergarten losgehen, dass Eltern in an Elternabenden mit Leuten wie uns reden, die ihnen beibringen. was das, was die aktuelle Welt für Gefahren birgt für Kinder und was das bedeutet und wo sie einhaken müssen. Weil. . Anders löst du das nicht. . Durch stupide Verbote löst du dieses Kompetenzproblem ja nicht.
42:32 Gavin Karlmeier
Vor allem wirst du, also das ist ja nicht so, dass du dich jetzt auch nach Gesicht zerifizieren musst, bevor der Fernseher angeht. Sondern, und es ist auch nicht so, dass du jetzt, wenn du in der U-Bahn stehst und du siehst ein Kind mit einem Tablet und es käme dieses Verbot, dass du dann erstmal die ganze Familie mit Kabelbindern in Gewahrsam nimmst und die Polizei rufst, um dieses Problem zu lösen. Sondern es geht ja hier, also. . Das ist ja reine Signale durch Verbote. Und da bin ich hundertprozentig bei dir. Ich bin aber an noch einem Punkt davor schon total gestolpert. Und da beziehe ich mich jetzt auf Julian Schmitz, der ist Professor für klinische Kinder- und Jugendpsychologie an der Universität Leipz Und er hat ein Thread auf Blue Sky geschrieben. Der hat geschrieben, dass digitale Medien pauschal für Kinder unter drei schädlich sind, ist evidenzloser Unsinn. Studien zeigen sogar positive Zusammenhänge bei Bildungsinhalten und gemeinsamem Schauen. Viel wichtiger wäre Armutsbekämpfung und hat mehrere Längstschnittstudien und Meta-Analysen zur Sprachentwicklung in Zusammenhang mit Bildschirmzeit angehangen. Ich packe euch den Thread bei Blue Sky mal in die Shownotes, damit ihr euch da selber so ein bisschen durchklicken könnt. Fast zusammen keine negativen Entwicklungseffekte für bis anderthalb Stunden Bildschirmzeit im Kleinkindalter. Das ist die Studienlage. And I will gar mich for eltern stellen, who your kids another half stuff with tablet beschäftigen lassen. In gegangen, will ich mich aber auch nicht urteilen for them stellen. Also you do you. And it's a sort of cool moms, don't judge, and then. einfach häufig, solange wir wissen, dass es eben diese wissenschaftliche Grundlage nicht gibt. Und das ärgert mich so sehr, dass eben hier Karin Prien so Dinge impliziert, die offensichtlich nicht der Kenntnisstand der Wissenschaft sind. Wenn sie sagt, wir müssen Eltern Viel deutlicher sagen, welche Folgen ihr Verhalten für die Entwicklung ihrer Kinder hat, dann gibt es ja offensichtlich, und da beziehe ich mich wieder auf Schmitz, Gibt es das ja, diese Folgen nicht? Natürlich gibt es Folgen, wenn das Kind 14 Stunden am Tag Fernsehen schaut. Das hätte aber auch Folgen, wenn das Kind 14 Stunden am Tag im Keller sitzt, 14 Stunden am Tag Cola trinkt, 14 Stunden. Weißt du, was ich meine? Die Menge macht da das Gift. Und mich ärgert das so sehr, dass wir eine Familienministerin haben, die offensichtlich häufig nach Bauchgefühl entscheidet. Dass sie in der U-Bahn steht, sie sieht drei Kinder im Kinderwagen mit Handy und denkt sich. Da müssen wir mal dran. Und ich möchte so eigentlich gerne nicht regiert werden, sondern ich hätte gerne eine wissenschaftliche Fundierung. Und wenn das Wissenschaft, und ich bin der Letzte, der sagt Wenn die Wissenschaft jetzt sagen würde, nee, das ist ab der ersten Minute schädlich, okay, dann müssen wir aber eine Entscheidung treffen. Und eine Entscheidung wäre dann übrigens meines Erachtens auch, dass es einfach so etwas wie Pepperwoods hier in Deutschland nicht gäbe, weil es schädlich ist. Aber das ist es offensichtlich nicht. Also, so what?
45:17 Thomas Gigold
Ja, ja. Also und natürlich gibt es ja auch nochmal einen Unterschied, ob du deinen Dreijährigen durch TikTok wischen lässt. Oder ob du deinem Dreijährigen ein digitales Kinderbuch mit Lerndings auf einem iPad gibst. Und genau da kickt am Ende Medienkompetenz rein. Genau da kickt am Ende rein Aufmerksamkeit zu schaffen und keine Ahnung, fünf Minuten vor der Tagesschau Medienkompetenztraining für. . Für 30-Jährige Plus auszustrahlen und zu sagen, ey, nicht alles ist schlecht. Aber achte mal drauf und guck mit deinem minderjährigen Kind irgendwie gemeinsam mal durch den Algorithmus etc. Und auf der anderen Seite sind es dann auch die Plattformen, die dann schon wieder in das Ding kommen, wo ich mir irgendwie denke, wir reden über ein Jugendverbot, weil die Plattformen schädliches Zeug raushauen. Auch ich als 45-jähriger weißer Dude will das alles nicht sehen, sondern auch ich möchte gerne eine jugendfreie Version von Instagram mal sehen, statt irgendwo überall KI-generierter, halbnackte Frauen zu sehen. Und also, das ist so ein Ding aus beidem. Ich muss Medienkompetenz einfach haben. Und wenn ich an Schulen gucke, wird es von Lehrern trainiert, die sich privat dafür interessieren. Es gibt kein staatlich verordnetes Medienkompetenztraining. Das klingt jetzt schlimmer, als es per se ist. Aber es gibt nicht das Fach oder es gibt nicht fachübergreifende Medienkompetenzprojekte an Schulen. Es sei denn, du hast einen guten Lehrer oder es sei denn, du hast mal einen guten Direktor. Und auf der anderen Seite müssen wir an diese Plattformen ran, dass es eine algorithmusfreie Version dieser Sachen gibt oder zumindest eine Algorithmisch jugendfreie Version. Ja, und ich muss quasi in die nicht-jugendfreie Version muss ich dann, kann da kann ich dann mit Ausweis Reinopten, wenn ich unbedingt sehen will, was ich gewesen hat.
47:32 Gavin Karlmeier
Ich will das nicht mit Ausweis, aber das, was du sagst, kommt vielleicht, denn die G7, das sind Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, UK und die USA. Also da ist nicht die EU dabei, aber immerhin mit Frankreich, Deutschland und Italien, immerhin drei relativ große Wirtschaften aus der EU. Die haben gemeinsam ein Grundsatzpapier. für den Schutz von Minderjährigen im Internet entwickelt. Und dazu gehören Risikomanagement und Safety by Design Altersverifikation, da ist sie wieder. Also wenn die sieben großen Staaten sagen, wir hätten gerne bitte Altersverifikation im Internet. Ich fürchte, wir werden dann nicht mehr daran vorbeikommen bald. . Sichere Voreinstellungen für minderjährige Bekämpfung von Missbrauchsdarstellungen und intimen Bildveröffentlichungen ohne Einwilligung. Elterliche Kontrollfunktionen, Digitalkompetenz und Medienbildung. Und Forschungskooperation und Datenaustausch. Jetzt stelle ich dir eine Frage direkt dazu. Wenn die USA das mit unterschreibt Wie kann sie gleichzeitig sich dahinstellen und den DSA als Zensur bezeichnen
48:39 Thomas Gigold
Deswegen wird sie es ja, also keine Antworten, aber nein. Das ist ja das gleiche, wie ihr in der letzten Episode besprochen habt mit JD Vance und ähm diesen ganzen Auskunftsersuchens und diesem neuen Gesetz gegen gegen F ähm Deepfakes und wie lässt sich das vereinbaren mit dem Freedom of Speech? Tut's nicht. So, ähm, Punkt. Aber an Widersprüchlichkeiten ist die USA reich. Ja, also ich finde das per se gut, dass man das jetzt mal so in Stinks gegossen hat. Ich frage mich dann immer nur, ja, das Wie viel, und da ist das Wort von Haken dran, wieder, wie viel Papiertiger ist es oder wie viel, wie viel ist es nicht? Weil im Grundsatzpapier ist eine Absichtserklärung und erstmal eine Sache zu sagen, hey ja klar, da haben sich Im Zweifel, 21 Leute zusammengesetzt und haben das mal unterschrieben, während die Präsidenten diverser Staaten davon vielleicht noch nichts mitbekommen haben.
49:52 Gavin Karlmeier
Vielleicht müssen wir so einen Haken an Positionierungspapier schreiben. Die zehn Grundsätze von dem Haki-Verse. Ich fände das ganz gut. Bevor wir in unsere Rubriken kommen, uns saust schon wieder die Zeit davon, Thomas, übrigens, ich habe ja immer gesagt, wir dürfen nicht sagen, dass wir zu lang werden, weil Leute sagen, nein, lang ist toll. Jetzt hat jemand geschrieben zur letzten Folge eine sehr hörenswerte, wenn auch zu lange Episode Hakenbrand.
50:23 Thomas Gigold
Ich fand sie nicht zu lang, aber ich fand auch, wer sie bis jetzt noch nicht gehört hat vom letzten Freitag unbedingt reinhören. Ich fand die Sensor zu den Schwert.
50:30 Gavin Karlmeier
Danke. Vielen lieben Dank. Wer hätte gedacht, das ist der Papst und so viel Lob beschert. Ich habe noch ein bisschen Nachhak, bevor wir weiter in die Rubriken gehen. Und zwar Punkt 1 haben wir hier vor. Zwei Wochen glaube ich, ähm, ich glaube, das war die Republikafolge im da oben mit Florian Grigorzik war das ganz Folge 578 vom 20. Mai haben wir über eine Geschichte gesprochen, nämlich dass es diese möglichen Klageprozesse der Countys in den USA gibt, ob Meta, ob die sozialen Netzwerke in jugendgefährdend sein könnten und dahinter stecken am Ende eigentlich alle Schulbezirke. Das waren das eben. Da geht es konkret um die Frage von Sucht, psychische Gesundheitskrise und so weiter und so weiter. Wir hatten auch berichtet, dass Snap, YouTube und TikTok sich außergerichtlich vorab geeinigt haben und haben gemutmaßt, warum Meta das wohl nicht tut. Jetzt kommt der Nachhak an der Stelle auch Meta hat sich jetzt hier außergerichtlich geeinigt, und wir wissen auch, wie hoch die Summen sind. Und zwar hat der Kentucky School District insgesamt 27 Millionen Dollar von Meta und anderen Plattformen bekommen. Meta davon das meiste mit 9 Millionen Dollar. Also könnte also durchaus sein, dass Meta diese Vergleichsentscheidung etwas nach hinten gestellt hat, weil sie dachten, wir müssen dann am Ende sowieso die höchste Summe zahlen. Mutmaßung. Aber da gibt es eben jetzt keinen Prozess. Die Frage ist, ob es diese Meldung jetzt 1200 Mal, das ist nämlich die Anzahl der Schulbezirke, geben wird oder nicht. Achso, scheint jemanden aus der Rechtsabteilung aufgefallen zu sein, dass da noch was läuft.
52:08 Thomas Gigold
Und der hat wahrscheinlich dann gesagt, Jungs. Er hat aber Haken angehört. Ja, oder man hat einmal aufgerechnet, ob 9 Millionen jetzt vielleicht doch günstiger sind als nochmal die PR-Headlines, das Meta-Jugendgefährdend ist.
52:25 Gavin Karlmeier
Und die waren beim letzten Mal ja frappierend. Also das ging ja wirklich um die Welt.
52:30 Thomas Gigold
Ja.
52:31 Gavin Karlmeier
Absolut. Zweiter Nachhaken, schreibt Matthias im Discord. Auf www. haknland. org haben wir ja einen Discord, da sind extrem viele sehr schlaue Menschen, zum Beispiel du Thomas, aber auch Matthias. Matthias. Und Matthias hat geschrieben, Gavin, das hast du jetzt schon zweimal falsch behauptet, also habe ich meinen alten Discord-Account rausgekramt, extra um dir zu widersprechen. Korrektur zur Hosting-Situation bei Wire. Wir haben über Wire gesprochen, mehrfach. Das ist der Messaging-Dienst, auf den der Bundestag und die Regierung jetzt setzen wird. Und ich habe fälschlicherweise behauptet, Wire würde bei AWS gehostet werden. Das stimmt nur in Teilen, das stimmt für die Lösung, die du sozusagen hast, wenn du Wire nutzt. Es gibt aber eine Eigene Lösungen für sensible Kunden, die eigene Instanzen haben, die wiederum bei stackett. com in der EU gehostet werden. Die offenbar, er schreibt, es gab auch mal gehärtete Apps, die an den App Stores vorbei installierbar waren, aber ich weiß nicht, wo das noch eingesetzt wird. Also kleine Korrektur an der Stelle.
53:28 Thomas Gigold
Sensible Kunden, das trifft es gut.
53:30 Gavin Karlmeier
Ich wäre auch gerne ein sensibler Kunde. Ich bin sensibler Podcaster und muss deswegen alle Korrekturen wegräumen, die hier reinkommen. Und dann, letzter Nachhak. Haben wir in der letzten Episode über die Verhandlungen und Auktionen von ehemaligen Nutzerdaten von Mitarbeitenden gesprochen. Konkret ging es dabei um Slackchats. E-Mails und so weiter, die insolvent gehende Unternehmen dann noch am Sterbebett sozusagen zu Geld machen. Jetzt gibt es eine Studie, die das Ganze hier noch ein bisschen weiter ergänzt. die das Center for Law and the Economy der Columbia Law School entwickelt hat und haben dabei mit Hilfe von Software, die Mitarbeitende von anderen Unternehmen auf ihrem Computer haben, mal untersucht, was wird da eigentlich alles getrackt. Und das ist hochinteressant und zwar: Alle untersuchten Anwendungen teilten Daten auch mit externen Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft. Ein gravierendes Datenschutz für Arbeitnehmer. Das ist das Ergebnis dieser Studie. Das heißt, erstens, sie wollten eigentlich nur gucken, wird da jetzt wirklich jede Maßbewegung getrackt, wird da irgendwie das tippen, was läuft da alles? bei dieser Software, die hier installiert wurde vom Arbeitgeber. Und dann kam das Ergebnis. Ja, es wird relativ viel getrackt, also dazu gehören Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen, das Unternehmen, die Daten, deren Online-Aktivitäten, alle von ihnen besuchten Websites. und so weiter und so weiter. Der Standort der Arbeitnehmer, also welche Apps im Hintergrund gelaufen sind und so. Also alles so Dinge, die man eigentlich nicht gerne teilen möchte. die aber eben nicht nur getrackt wurden vom Arbeitgeber, sondern dann eben auch mit Google, Facebook und Microsoft geteilt wurden. Und dazu gehören so Unternehmen wie Apployee, HubSteff und When I Work Alles Unternehmen, die eigentlich genutzt werden, um Arbeitszeiten zu erfassen, die offenbar noch eine deutlich stärkere Datensammelpraxis haben, als Arbeitnehmende selber wissen.
55:22 Thomas Gigold
Super. Gute Laune, oder? Das macht Laune sollte und müsste. Und dürfte in Deutschland aber eigentlich anders sein, weil du als Arbeitgeber das gar nicht alles tracken darfst. Und dementsprechend hoffe ich, dass ja, vielleicht guckt sich das ja mal eine EU-NGO an.
55:50 Gavin Karlmeier
Das wäre ganz schön. Also vor allem, weil ich da direkt dazu sagen muss Also ich kenne selber Unternehmen, die sich schon Sachen angeschaut haben, die sie nicht hätten sehen dürfen.
56:01 Thomas Gigold
Ja. Ja, als Arbeitnehmer bist du natürlich auch. Du weißt es ja nicht. Also am Ende in jedem Unternehmen setzt ein Admin irgendwelche Sachen auf, kann im im Zweifel auch deinen Rechner sich fern einlocken etc. Ist ja alles okay, ist alles gut, aber du als Arbeitnehmer bist da natürlich derjenige, der da das schlechtste Glied ist in Form von Dass du es kontrollieren kannst, dass du es erfährst und checken kannst Ähm, auch aus der Angst heraus, ich glaube da kommen, da kommen viele Ängste zusammen. Das eine ist IT-Sicherheit, das andere ist Das ganze Thema Überwachung im Homeoffice etc. Wie gesagt, in Deutschland zumindest und ich glaube auch EU-weit darfst du das als Arbeitgeber gar nicht. Deswegen Fände ich das wirklich mal spannend, wenn sich das mal jemand anschaut, der sich damit auskennt, hier der EU.
56:58 Gavin Karlmeier
Hey Leute, hört auf Thomas. Und was man ja immer noch machen kann, ist sich im Zweifel, wenn man das Gefühl hat, die gucken sich Sachen an, die möchte ich jetzt nicht. Ist sich von Unternehmen lösen und das hat auch noch jemand ganz anders gemacht und da kommen wir direkt hier hin. Tja, ich hab's. Versöhnlichkeit des Tages. Hast du noch einen Last. fm-Account, Thomas?
57:25 Thomas Gigold
Nee, ich glaube, ich hatte sogar nie einen, aber trotzdem hat die Nachricht tatsächlich meinen Herz ein bisschen fröhlicher schlagen lassen.
57:37 Gavin Karlmeier
Und zwar gibt es LastFM, hieß er früher im Audio Scrawbler, da habe ich mich damals registriert, als es noch so hieß. Ähm, dann wurde es irgendwann zu Last FM und das war wirklich, ich würde sagen, eines der wichtigsten sozialen Netzwerke meiner Jugend, weil ich darüber geschaut habe, auf welche Konzerte gehen wir jetzt, welche Songs hören wir jetzt, welche Bands gehen gerade ab, was hören so die Leute, die ich kenne und Ähnliches. Was ich aber damals nicht wusste und auch nicht zu kritisieren wagte, war, dass Lastif M eigentlich Teil eines Riesenkonzerns war, nämlich CBS Interactive. Schon seit 2007 gehörte das dazu. war also Teil eines riesengroßen amerikanischen Medienkonzerns, der, wie wir wissen, im letzten August 2025 zusammen mit Paramount und Skydance fusioniert ist und aufgegangen ist. Das bedeutet, dass wir hier eigentlich jetzt über das Unternehmen Paramount Skydance sprechen. Und offensichtlich war Teil dieser Fusionierung nicht LastFM zu erhalten. Was bedeutet, dass LastfM jetzt als eigenständiges Unternehmen weiterarbeiten und weiterfungieren wird. Also sie haben geschrieben, heute schlägt LastFM als unabhängiges Unternehmen ein neues Kapitel auf. Die Eigentumsverhältnisse haben sich geändert, aber das Produkt ist dasselbe geblieben. Sie haben auch ein großes QA geschrieben und die Fragen sind immer nur, is LastFM shutting down? No. Is lastfm being acquired by another company? No. Is the team changing? The team building and operating lastfm remains in place. Is my data safe? Yes. Is my account or listening history affected? No. Is LastFM selling user data? No. Also die Fragen sind alle genauso beantwortet, wie man es gerne hätte. Last FM wird als Indie-Unternehmen selber weitermachen, wird es sich nichts ändern, außer dass dahinter eben jetzt kein großer Medienkonzern mehr steckt. Und Indien finde ich das als persönlich, dass dieses Team sich ja dann wohl auch gedacht hat, und auch die werden ja gemerkt haben, dass er in den letzten Jahren die NutzerInnen zahlen eigentlich eher zurückgehen. zurückgegangen sind, zumindest nehmen wir das an, dass die sich gedacht haben: Nee, weißt du was? Wenn wir jetzt das selber in die Hand nehmen können und wir haben die Möglichkeit, die IP zurück zurückzukaufen, möglicherweise, weiß gar nicht, ob sie dafür ob Geld geflossen ist, ist unbekannt, wer jetzt genau Besitzer ist, ist unbekannt. aber eben kein anderes Unternehmen, sondern eben ein unabhängiges Unternehmen sind sie jetzt, wie sie selber sagen, dass sie Dann sagen, komm, wir greifen jetzt nochmal an. Wir geben da jetzt nicht auf, sondern wir machen es jetzt nochmal irgendwie geil und frisch. Und irgendwie finde ich das wahnsinnig versöhnlich.
01:00:07 Thomas Gigold
Ja, stimme ich zu. Absolut.
01:00:10 Gavin Karlmeier
Okay, du hast ohne Ende Emotion, Thomas. Aber ich habe dich auch jetzt auf eine Stunde leer geketscht.
01:00:17 Thomas Gigold
Nee, ich finde jede kleine Plattform, die sich in irgendeiner Weise unabhängig halten kann und unabhängig Unabhängig machen kann und unabhängig operieren kann, werft diesen Plattformen eher die 4 Euro zu, als einem Konzern wie Meta, um euch ein geiles neues App-Icon zu holen. Ich unterstütze Ich unterstütze auch auf, ähm, ich meine, am Ende ist immer die Frage, man muss sich es leisten können. Deswegen ich unterstütze auch jede Menge Steady-Projekte, die ich vielleicht gar nicht so krass konsumiere, aber Wo ich denke, irgendwie, das ist so ein bisschen nicht nur fürs gute Gewissen, sondern auch, weil diese Projekte unterstützenswert sind, weil sie unabhängigen Journalismus machen oder weil sie unabhängige Podcasts machen oder weil sie unabhängige Projekte wie LastFM machen. Und da ist wirklich so ein bisschen das Ding, stecke ich meine Kohle in YouTube Premium, um drei Werbeblöcke nicht zu sehen, oder stecke ich sie in so eine Sache und dann bin ich eher dafür, sie in eine Plattform wie LastFM oder ein Steady-Projekt zu stecken.
01:01:27 Gavin Karlmeier
Das stimme ich komplett zu. Lieber Thomas, vielen Dank, dass du hier warst. Leute, schaut euch seinen Newsletter an. An der Social Media Morgen. Wo finde ich den?
01:01:35 Thomas Gigold
socialmedia morgen.
01:01:36 Gavin Karlmeier
de Das werdet ihr finden, ihr kriegt aber auch einen Link in den Shownotes. Ansonsten schaut euch den Tracker an, der ist auch in den Shownotes. Habt einen ganz wundervollen Wochenstart. Wir hören uns wieder am Mitte. Woche, dann mit Lorenz Meyer und auch da haben wir eine kleine Überraschung, auf die ich mich freue. Es ist eine Woche der Sensation, mal wieder. Also vielen Dank, lieber Thomas, vielen Dank, liebe Hakis. Schönen Wochenstart. Kremt euch ein, passt auf euch auf. Ach, nee, es regnet jetzt. Bald, ne? Egal. Habt eine schöne Woche. Bis Mittwoch. Tschüss.
01:02:09 Speaker 6
Werbung. Globale und nationale Entwicklungen im Blick behalten. Fachkräftemangel, Cyberangriffe, ganz schön viel auf einmal. Da ist es gut, einen starken Partner zu haben, der ihr Unternehmen widerstandsfähiger macht. So wie die R<unk>V. Denn die RNV unterstützt Sie dabei, Fachkräfte zu begeistern, die IT-Sicherheit zu erhöhen und ihre Resilienz zu verbessern, damit Sie die Zukunft Ihres Unternehmens selbst bestimmen können. Jetzt Termin vereinbaren unter krisenfest. luv. de