Neues von den beiden gerösteten Gourmet-Marshmallows, live vom Hafen in Sydney. Oder jedenfalls aus dem Internet – heute gibt es stapelweise Nachhaks, aber auch das Ende des Marktes, größenmäßig. Aber wir müssen auch nochmal über Musks Werte sprechen, über TikToks Wertschöpfung und über Silberlinge.
Und über Metas neue Patente.
➡️ Anthropics Erklärung zum Text-Wasserzeichen: https://www.anthropic.com/news/claude-text-watermark
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis!
- Das Comeback der CD!
- Metas wirbt für Nudify-Apps
- Metas Strategie gegen Kinderschutzgesetze weltweit
- Metas Patent für Hardware Kill-Switches für Mikrofone
- Chinas Veto gegen Metas KI-Übernahme Manus
- Metas unversicherbares Milliarden-Rechenzentrum in Texas
- TikToks europäischer Erfolg, Gewinn und hohe Rechtskosten
- Nachhak
- MacStories kehrt unter Protest zu X zurück
- Kampf gegen Nudify-Apps: Minnesotas Gesetz
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na was hakt? Äh, ja. Oh wow.
00:15 Gavin Karlmeier
Starten wir ja mit einer Wahnsinns Energie in diese Episode. Ich habe schon mir so gedacht, wir sagen, weil die letzte Folge war so richtig doomy. Also mir ist das aufgefallen und den Leuten, den Hakis auch. Das war wirklich Doom-Scrolling für die Ohren. Und dachte, heute sind wir mal der gute Laune Podcast einfach. Na, dann bin ich aber gespannt. Dann habe ich den unser Skript geschaut und dachte so Da müssen wir viel Arbeit leisten, damit das klappt.
00:40 Dennis Horn
Naja, ein paar Sachen sind drin. Wir sagen zum Beispiel erstmal herzlichen Glückwunsch an die Plattenindustrie, also die moderne, die digitale Plattenindustrie, die C D kommt zurück. Halbjahr sind in den USA 16% mehr CDs verkauft worden als im selben Zeitraum im Jahr zuvor.
00:57 Gavin Karlmeier
Und jetzt könnte sich der geneigte Haki natürlich fragen: Warum sprecht ihr über sowas? Und dann erinnere ich an Folge 521 mit Dennis Horn. Wo ich mich wahrscheinlich wieder nicht daran erinnere.
01:09 Dennis Horn
Was war denn da?
01:09 Gavin Karlmeier
Die Folge hieß unsere Thesen für 2026. Und Gavin Karlmeyer, der auch hier in dieser Folge heute anwesend ist, hat gesagt. Analog Tag wird 2026 zum Trend. Und das hier ist quasi meine Victory Lab auf halber Strecke.
01:22 Dennis Horn
Ja, wobei wir jetzt mal das Türchen öffnen und auf die Hintergrundinfos schauen. Die meisten Verkäufe gehen auf K-Pop zurück und auf lauter Leute. die nicht mal einen CD-Player haben, einfach weil sie ihre Bands unterstützen wollen. Das ist so egal. Da würde ich aber sagen, die These Analog Tech kommt zurück, noch nicht erfüllt. Außerdem, dass es CD ist, digitale Technologie.
01:46 Gavin Karlmeier
Ja, aber das war mit CDs in analoger Technologie mitgemeint. Aber ich will noch ergänzen, dass ich mich ja nach wie vor an einem Urlaubsort befinde. Und es ist hier eher die Regel als die Ausnahme, dass Menschen mit digitalen. Also, du siehst es schon sehr viel, dass eben dieser Retro-Tech, den wir in den letzten Jahren ja ehrlicherweise auch schon immer wieder gesehen haben, dass der sich aber total fest verankert hat. Und wenn die Leute jetzt auch noch CDs kaufen. Ich weiß auch nicht. Übrigens, kleine Ergänzung dazu, ich kaufe auch Schallplatten und besitze keinen Plattenspieler. Wirklich? Ja. Ich habe einen Plattenspieler. Aber keine Blog. Wir beide wird eine tolle WG.
02:32 Dennis Horn
Also, ich möchte gern bis zum Kassensturz für unsere Thesen Ende des Jahres warten, weil ich dieses Analog. Tech kommt zurück, weil ich hier Leute mit Digitalkameras sehe. Da ist noch, da ist ein bisschen eine Unschärfe drin.
02:45 Gavin Karlmeier
Ja, die Unschärfe liegt aber im Begriff Analog Tech.
02:47 Dennis Horn
Trotzdem ist damit ein Bericht, damit möchte ich diesen kleinen Schmunzelopener abbinden, einen Bericht der deutschen Welle.
02:56 Gavin Karlmeier
Sagt das.
02:57 Dennis Horn
Ich weiß. Aber ich sage dir, was man nie wieder sagen sollte. Das ist ein Bericht der Deutschen Welle widerlegt, den ich heute gefunden habe aus dem Jahr 2017 mit der fantastischen Überschrift Silberlinge nur noch altes Eisen. So wir beginnen diese Ausgabe.
03:15 Gavin Karlmeier
Mehr zu heißen Schreiben hört ihr dann in der nächsten Episode.
03:19 Dennis Horn
Wir beginnen diese Ausgabe mit Meta, wie soll es anders sein? Und mit einer Geschichte, die die Wired aufgeschrieben hat und die auf Recherchen des Tech Transparency Projects zurückgeht, die uns schon gute Bekannte sind. Hier in Haken dran. Es geht um eine App namens Crow. Chromix. Die bezeichnet sich selbst als KI-Bildgestalter. Und dafür wird auch Werbung gemacht für diese App. Und in dieser Werbung heißt es, Chromix sei ein Tool. Ohne Einschränkungen es sei, Zitat, die KI, die Männer tatsächlich nutzen. Und ich muss nur diesen Satz hören und ich weiß schon, in welche Richtung es geht. In einer dieser Werbeanzeigen ist eine Frau zu sehen, zum Beispiel, die einer prominenten US-Politikerin sehr ähnlich sieht. Sie steht vor einer Flagge der USA, zwinkert und dann schneidet die Anzeige um in ein pornografisches Video mit demselben Gesicht. Und diese Werbeanzeigen liefen auf Facebook und Instagram, 32 Stück, laut Metas eigener Anzeigenbibliothek ausstreichend. Schließlich an Männer ausgespielt unter dem Slogan Unleash Next Gen AI Magic. Und entfernt wurden sie jetzt Nachdem Wyatt nachgefragt hat. Jetzt kommt der Teil, den wir hier ja regelmäßig haben. Meta hat eine Richtlinie, die sexuelle Darstellungen in Anzeigen verbietet. Meta hat eine Richtlinie, die nicht einvernehmliche intime Darstellungen verbietet. Meta hat eine Richtlinie ver Die Werbung für New DeFi-Apps ausdrücklich verbietet. Und Meta hat nach eigenen Angaben zwischen November und Januar über 340. 000 solcher Anzeigen entfernt. Klagt übrigens gegen mindestens einen Anbieter. Mit den Worten von Cindy. Southworth, die bei Meta zuständig ist für die Sicherheit von Frauen auf den Plattformen. Sexuelle Ausbeutung, einschließlich der Werbung für Nudify Apps, sagt sie, ist abscheulich und wir gehen entschlossen. dagegen vor und sie sagt auch kein System sei perfekt. Und das sehen wir wohl hier, dass kein System perfekt ist.
05:15 Gavin Karlmeier
Es ist aber, ich sage ja das gleiche wie die letzten beiden Male, als du hier warst und wir über ähnliche Geschichten gehabt. Gesprochen haben. Es fühlt sich wirklich an wie so das tägliche Mummeltier, weißt du? Also du wachst jedes Mal auf hier mit so Haken dran mit Dennis Horn und sie sprechen wieder. Über irgendwelche Vergehen, die Meta in Form von Werbungen begangen hat und sagen dann am Ende, ja, wir können nichts dafür, es ist einfach zu viel los. Man darf nicht vergessen, auch wenn Sie jetzt hier Klage gegen ein Unternehmen eingereicht haben, das bei Ihnen geworben hat. Meta hat mit diesen Unternehmen einen Vertrag geschlossen. Auch wenn dieser Vertrag automatisiert geschlossen wird, auch wenn dieser Vertrag einfach nur durch einen Klick passiert, hat Meta erstmal einen Vertrag mit Unternehmen geschlossen, weil ihnen die Überprüfung von Werbeanzeigen Offensichtlich nicht so wichtig ist wie das Geldverdienen. Und deswegen kann man da gar nicht mehr viel zu sagen, außer wir müssen das hier immer wieder ganz chronistisch einfach mitberichten, um zu zeigen, Es ist nichts besser geworden. Egal was Meta verspricht, es ändert sich überhaupt nichts.
06:18 Dennis Horn
Yeah, talking about egal was Meta verspricht, Meta hatte ja angekündigt, mit KI gegen genau solche Uploads vorzugehen, solche Werbeanzeigen. Und einige dieser Anzeigen waren laut dem Tech Transparency Project dann auch noch zu sehen, nachdem es diese Ankündigungen gab. Ich finde das auch immer nochmal einen wichtigen Punkt, weil es ja diverse Gelegenheiten bei denen ist. Meta gab, wo man dann immer so um Verständnis für und mit dem nächsten Technologieschritt, den wir hier gehen, wird auch das erledigt sein, gebeten hat. Nichts ist erledigt, offenbar.
06:55 Gavin Karlmeier
Nein, es ist halt so ein bisschen die Frage, wie eng sie die Leitplanken ziehen. Also Sie könnten natürlich sagen, wir werden jetzt alle Tools, die mit generativer KI-Arbeiten einer händischen Überprüfung unterziehen. Das könnten Sie machen. Sie können sagen, wir gucken uns das alles an, weil die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nudefy-App bei ist, ist nicht null. Und deswegen überprüfen wir das. Das tun sie aber ja nicht, weil das würde ja bedeuten, dass ihnen in ganz vielen Fällen Kohle flöten geht. Ja, Kohleflügen geht. Und solange das so ist, solange das Geld wichtiger ist als die Sicherheit, werden wir von solchen Geschichten halt immer und immer und immer wieder hören.
07:32 Dennis Horn
Apple übrigens hat die Chromix App auch erst aus dem App Store genommen, nachdem Wired nachgefragt hat und eine zweite Mask AI auch. Beide hatten vorher diese ja durchaus strenge Richtlinienprüfung bei Apple bestanden. So. Ja. Bleiben wir auf, wolltest du sagen.
07:55 Gavin Karlmeier
Nö, ich wollte mich nochmal aufregen, aber. Achso.
07:59 Dennis Horn
Aufregen wollte ich sagen. Aufregen. Mir ist es hier zu heiß. Aufregen, dass er endlich komme. Bleiben wir bei Meta und beim Tech Transparency Project. Das ist gerade ein größeren Bericht auch noch veröffentlicht hat unter dem Titel Inside Metas Global Playbook for Fighting Child Safety Laws. Die Kurzfassung zu diesem Bericht, was steht drin? Meta arbeitet weltweit mit Eltern und Familieninfluencern zusammen, um für die eigenen Teen-Accounts zu werben. Und gegen Social Media Verbote zu argumentieren. Mein Beispiel hier aus dem Juli 2025, gut ein Jahr her. Das war fünf Monate bevor das Social Media Verbot für unter 16-Jährige in Kraft trat in Australien. Da hat Meta Elterninfluencer zu einem Instagram Safety Camp eingeladen. Und sowas findet da nicht irgendwo statt, sondern im Hafen von Sydney. Mit personalisierten Pfadfinderabzeichen, gerüsteten Gourmet-Marshmallows und Fotostationen Ähm, und anderes Beispiel, in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat ein Kinderinfluencer, der auch Schauspieler ist, übrigens, die Teen-Accounts von Meta beworben. Und dieser Influencer zum Beispiel hat 493. 000 Follower auf Instagram und ist selbst neun Jahre alt. Auf einer App, die selbst, auch ohne Social Media Verbot, ein Mindestalter von 13 Jahren voraussetzt Das ist sehr klug, Meta. Progressiv. Sehr progressiv. Hat übrigens Flucht nach vorne, nennen wir sowas. Hat übrigens nichts genutzt. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate, das Kabinett, hat im Juni beschlossen, das Mindestalter für soziale Medien liegt dort bei.
09:41 Gavin Karlmeier
15 Jahren. Naja, was ist denn wohl der Plan? Was möchte Meta damit erreichen, wenn sie bei solchen Leuten, bei Eltern, Influencern und so in Deutschland haben wir etliche davon und ich könnte mir vorstellen, dass es hier ähnliche Angebote auch schon gegeben hat. Ich bin Was ist die Idee? Also, wen will Meta damit überzeugen? Die Leute, die solchen. Also, wenn ich einer Influencerin einem Influencer folge, der sowieso schon Kinderfotos hochlädt. dann ist es mir entweder a egal oder b bewusst nehme ich das in Kauf, finde das in Ordnung, man soll sich nicht so anstellen, bla bla bla bla bla. Heißt also, dass meine Ansicht ja sowieso schon ist, dass Social Media für junge Menschen gar nicht so schlimm sein kann. Weil sonst hätte ich eine ganz andere Perspektive auf Leute, die solche Inhalte hochladen. Kannst du mir folgen?
10:30 Dennis Horn
Ich kann dir folgen, aber ich denke, es gibt ja bei Gesetzgebungsverfahren, vielleicht nicht in den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber möglicherweise in Australien gibt es ja Konsultationsverfahren. Wo auch Betroffene sich äußern mitunter. Und du beeinflusst durch so etwas natürlich mittelbar die öffentliche Meinung. Und ich möchte an der Stelle sagen, ich finde das übrigens per se legitim, dass du Das ist Lobbyarbeit. Also, wenn du jetzt nicht einen Neunjährigen da irgendwie für anspannst. Und auch die gerüsteten Gourmet Marshmallows vertragen ein bisschen Transparenz, sag ich mal. Deswegen spreche ich darüber. Aber erstmal. Manchmal ist das ja Lobbyarbeit, mit der du eine öffentliche Meinung versuchst in irgendeiner Form zu beeinflussen. Und da haben die ja, finde ich, schon Gewicht als Betroffene.
11:24 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Und ich halte das übrigens auch für legitim. Ich finde, es muss natürlich transparent gemacht werden. Also wenn jetzt ein Elterninfluencer, in welcher Form auch immer er als Creator tätig ist sagt, hey Leute, ich bin übrigens gegen ein Social Media Verbot, dann muss er auch dazu sagen, dass er dafür einen geldwerten Vorteil von Meta bekommen hat. Und auch wenn es nur teure geröstete Marshmallows waren. Also diese Transparenz, die ist da notwendig. Aber erstmal ist es nicht verboten, mit Leuten zu reden und das in diesem mit Leuten reden auch mal dazugehört, dass man da ein Getränk auf den Tisch gestellt kriegt. Meinetwegen, ich frag mich nur, wie gesagt, wo die, wo die tatsächliche der Hebel ist, den Meta da zieht, ob das tatsächlich irgendetwas bringt. Oder ob man damit nicht so ein bisschen sowieso zu den converted preached, wie man so schön sagt. Also dass man damit nicht so ein bisschen zu wem auch immer du preaching möchtest. Aber um Papa don't preach. Auf jeden Fall ist es ganz egal, an wen du oder oder wichtig eigentlich, wen du eigentlich erreichen möchtest. Weil viel spannender wäre doch, irgendwie eher in so konservative Bubble zu stoßen, die ja viel stärker für so eine. . Verbotsgeschichte argumentiert haben in der Vergangenheit.
12:39 Dennis Horn
Ja. Du, komplett anderes Thema. Ich möchte mit dir über diese Marshmallows mal sprechen. Bitte. Weil ich hab das jetzt so, äh, erkennst du dieses Gefühl, wenn du auch um einfach dem Doomscrolling zu entkommen, wenn
12:51 Gavin Karlmeier
Ich finde gut, dass Haken dann mittlerweile zusammen Gourmet-Podcast geworden ist. In der letzten Episode haben wir über Bifi geredet.
12:58 Dennis Horn
So, und äh, also, aber alles nur ungesundes Gourmet-Zeugs. Und kennst du dieses Video? wenn du Jahrzehnte durch diese Welt gehst und irgendwo taucht dann irgendwas auf und du denkst, warum habe ich nie davon gehört? Und ich musste das jetzt umschreiben, diese als Gourmet Marshmallows, weil mir der Originalame kein Begriff. Der sich wohl so ins Deutsche nicht übersetzen lässt, nämlich S'mores. Kennst du das? Nein, das kenne ich auch. Das ist irgendwie so Marshmallows gerüstet und dann werden die so zwischen zwei Kekse gepackt oder irgendwie. Und das klang ein bisschen. Bisschen nach diesen französischen, wie heißen die Macron. Macron, äh, Präsident Macaron. Und so klang das auch so ein bisschen.
13:46 Gavin Karlmeier
Hab ich noch nie gehört. Ja, finde ich gut. Und direkt dazu kann man sich in eine Fridge setzen. Cigarett reinknallen. Das haben wir hier auch gesprochen. Nee, kennen wir auch nicht.
13:56 Dennis Horn
Dafür aber Cola Zero, weil keine Zucker.
14:00 Gavin Karlmeier
Weißt du, was wir irgendwann mal machen, Dennis? Auf der nächsten Tour gibt es einfach so einen kleinen Essensstand. Da gibt es dann eher Getränke und da gibt es irgendwelche Snacks, Dinge, die wir hier so besprochen haben.
14:08 Dennis Horn
Und gerüst, also direkt neben der Bifi gibt es geröstete Gourmet-Marshmallows. Finde ich gut. Finde ich super. Hier mal etwas, das man sprach er und trank Cola mit Zucker. Ohne. Hier mal etwas, das man Meta ausdrücklich zugutehalten kann, zumindest auf dem Papier. Ein Portal mit dem Namen PatentLies. hat eine Patentanmeldung von Meta ausgegraben, eingereicht im Februar, veröffentlicht vor ein paar Tagen, darin geht es um einen Ausschalter für Mikrofone und Kameras auf Hardware-Ebene. Das erinnert uns ja an einen Thema. Und das Problem, das damit gelöst werden soll, kennst du, wenn du heute auf so einem Gerät, also egal welches Gerät, im Teams Call oder jetzt hier bei uns irgendwie das Mikrofon stumm schaltest, dann ist das ja ein Softwarebefehl. Also du gibst es ja im Programm ein, so und dann landet das in der Software und dann ist das Mikro aus. Aber Software kann gehackt werden, Software kann irgendwie heimlich aktualisiert werden. So und dieses Patent von Meta beschreibt. Ein Kill-Switch, der völlig außerhalb des restlichen Computersystems läuft, also getrennt vom Hauptprozessor, vom Betriebssystem von allem. Und dessen einzige Aufgabe ist es, stumm zu schalten und das dann auch zu halten, bis man wieder den Knopf. Drückt, sozusagen. Ein physisches Signal und nicht per Software, nicht per Betriebssystem, per Fernzugriff, wie auch immer. Es ist natürlich die Frage, ob das jemals in ein Produkt kommt. Ein Patent ist ein Patent erstmal. Aber der Gedanke dahinter. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich fand den interessant. Und zwar unter der Voraussetzung, dass sowas überall in Technik Einzug hält. Also wenn Menschen anfangen, so den ganzen Tag eine Kamera im Gesicht zu tragen oder so, und eigentlich auch das Smartphone, dann bringt es ja überhaupt nichts zu sagen: Ja, nee, Datenschutz ist alles sicher. Sicher oder irgendwie so, ist gut im Gerät verbaut, weil man den Unternehmen ja eh nicht traut. Aber wenn sich so ein Hardware-Schalter durchsetzt, den man dann auch kennt, sag ich mal Könnte das was fand ich interessant, den Gedanken, könnte das was ändern? Wenn du dann sozusagen ein Signal gibst, wenn der aktiviert ist, also wenn ich jetzt sehen kann, ah, ist aus. So. Fand ich einen interessanten Gedanken.
16:24 Gavin Karlmeier
Ja, ich stimme dazu. Ich bin übrigens nicht ganz sicher, ob. in diesem Patent tatsächlich die Kamera mit betroffen ist, weil immer nur von Sensoren gesprochen wird und Stummschaltung und Mute. Also vielleicht betrifft es nur das Mikrofon. Und da habe ich gedacht, äh, da habe ich so zwei Gedanken zu. Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob es das nicht längst ist. gibt, weil zum Beispiel die Boxen von Sonos haben meines Erachtens einen Kill-Switch für das Mikrofon, das verbaut ist, dass software seitig nicht umgangen werden kann. Da sind ja Mikrofone drin, um mit Sprachassistenten deiner Wahl zu kommunizieren. Ob sie damit dann gegen ein Patent verstoßen, das zehn Jahre später auf den Markt gekommen ist, weiß ich nicht. Aber ich glaube, da ist so etwas ähnliches verbaut. Und der zweite Gedanke ist, dass Apple in seinen Webcams ja so eine ähnliche Technologie hat. Da ist es ein bisschen anders gelagert, es gibt keine echte Projekte. Kill Switch, aber die Lampe lässt sich nicht ausschalten, wenn die Kamera filmt. Und es gab aber auch da schon die Möglichkeit, das sozusagen zu umgehen. Die Lampe auszuschalten, während die Kamera aufnimmt. Das ging durch ein paar vor ein paar Jahren durch die durch die Tech-Welt als irgendwer so ein Hack. Und also der dritte Gedanke war, dass doch gerade Kameras Da haben wir ja diesen Kill Switch schon in Form eines kleinen Plastikschiebers, den man da draufsetzen kann. Das möchte Meta sich natürlich nicht auf die Brille setzen lassen, aber du könntest ihn natürlich auch mit so einer Art automatischem, ähm, wie heißt das denn bei Kameras? Die Das sich drehend schließende. Oh mein Gott, jetzt fällt es mir nicht ein.
17:53 Dennis Horn
Ja. Das auf jeden Fall. Ja, der komplette Discord wird in diesem Moment verrückt, weil wir den Begriff natürlich kennen, wir nicht. Und ich mache den Discord richtig verrückt, indem ich in fünf Minuten. Das Nachreiche und alle, die dann schon geschrieben haben, sich denken, Mann. Ja. Aber ja.
18:11 Gavin Karlmeier
Also ich weiß nicht, ob das hier wirklich so bahnbrechend ist, dass man ein Mikrofon abschalten kann. Finde aber deine Überlegung, was das für Konsequenzen hätte, wenn das sozusagen zum Standard wird, dass du bei allen Geräten eine tatsächliche Möglichkeit der Abschaltung hast und nicht einfach nur software seitig wird nicht angesprochen, sondern es wird einfach abgeklemmt. Das fände ich gut und richtig und wichtig. Ich will das aber nicht nur auf Software-Ebene haben. Ich möchte nicht nur einen Knopf haben, der über Software ein Signal schickt, weil in dem Moment muss ich dann wieder dem Hersteller vertrauen, dass das auch tatsächlich passiert.
18:43 Dennis Horn
Dass es wirklich komplett unabhängig davon läuft.
18:45 Gavin Karlmeier
Ja, absolut.
18:48 Dennis Horn
Blende. Ja, ich hätte drauf kommen können. Ich fand einfach beeindruckend, dass du zwei Gedanken angekündigt hast, aber es kamen drei, möchte ich sagen.
18:59 Gavin Karlmeier
Ja, ich muss für die ersten 600. 19 Episoden muss ich ein bisschen was raus.
19:04 Dennis Horn
Wir müssen es jetzt umdrehen, das Ding, um am Ende Yin Yang zu haben. So. Cool. Noch eine Metageschichte hier, die, die zeigt, wie viel Geopolitik im Spiel ist. Heise hat sie aufgeschrieben. Ähm Du erinnerst dich an Manus. Ende 2025 wollte Meta Manus übernehmen, ein KI-Startup für rund 2 Milliarden Dollar. Manus wurde in China gegründet, gilt als Nachfolger von Deep Seek, der war uns ein Begriff der Dienst, weil das so ein Technologiesprung nochmal in KI-Sprachmodelle gebracht hat mit der Destillation. Das war Deep Seek. Und der Sitz von Manus war schon 2025 nach Singapur verlegt worden. Und die Übernahme war dann aus Metas Sicht so, der war der nächste Schritt. Einfach so. Peking sieht das anders. Im April hat die Wirtschaftsplanungsbehörde in China Die Übernahme untersagt und die Rückabwicklung angeordnet. Und interessantes Detail nebenbei der CEO von Manus und der Chefwissenschaftler des Unternehmens durften zeitweise das Land nicht mehr verlassen. Und jetzt kommt der Teil, der die NutzerInnen betrifft, für die Rückkehr in diesen unabhängigen Betrieb, das habe ich mich nämlich auch gefragt, was bedeutet das eigentlich, wenn man, das sehen wir ja nicht häufig, so eine Rückabwicklung und wie trennt man das alles? Wurden tatsächlich Daten gelöscht. Von einzelnen NutzerInnen, die sie seit Ende 2025 erzeugt haben. Grund laut den offiziellen Eingaben des Unternehmens regulatorische Anforderungen in bestimmten Rechtsgebieten. Wir wissen aber nicht, was das genau heißt. Also da wird ein KI-Deal zwischen zwei Konzernen irgendwie von der Regierung rückabgewickelt und die Rechnung zahlen NutzerInnen, die dann irgendwie ein Werkzeug nutzen wollten, jetzt ein paar Tage Zeit nur hatten, ihre Arbeit zu retten.
20:57 Gavin Karlmeier
Fand ich interessant. Ich könnte mir vorstellen, dass es ein Verstoß gegen die amerikanischen Richtlinien ist, wenn es um chinesische Software geht. Wir wissen, dass es Schwierigkeiten gibt, Hu, uh, Huawei Geräte zu nutzen, genau deswegen. Die kriegst du in den USA quasi gar nicht. Oder dass es schwierig ist, ähm, ähm, jetzt ist mir das zweite Beispiel entfallen, Dennis. Tja. Tja. Weil du mich gerade gelobt hast, deswegen kann ich nicht mehr. Nee, TikTok, das wollte ich sagen. Im Fall von TikTok, es gab ja dieses TikTok-Gesetz und ich könnte mir vorstellen, dass die derzeitige Rechtsprechung in den USA es einfach nicht erlaubt ist, dass Nutzerdaten aus den USA einfach zu tun. Einfach so an chinesisches Server überführt werden.
21:37 Dennis Horn
Es würde in so ein Bild passen. Ich möchte aber auch nicht ausschließen, dass es andere noch gibt, weil China ja durchaus besonders behandelt wird. Absolut. So. Wir gehen mal mit ein paar Geschichten in die Rubrik Zahlen. Das hier ist eine Geschichte, die führt Zu nichts so richtig, aber ich fand sie super. Ich fand sie trotzdem super interessant. Also, die Financial Times hat sich angeschaut, was Meta da gerade in Texas hochzieht. Wie immer natürlich ein Rechenzentrum. Das sitzt in El Paso. Vielen bekannt aus dem Brettspiel Zug um Zug. Jetzt hast du mich verloren. Hat aber auch gar nichts damit zu tun. Aber es ist ein cooles. Spielst du keine Brettspiele? Zug um Brettspi
22:25 Gavin Karlmeier
Fantastisch. Ich habe damals das Brettspiel zur TV-Serie auf Achse gespielt, bei dem man mit so kleinen Trucks kleinen Frachten quer durch Deutschland fahren muss. Spielst du keine ernstzunehmenden Brettspiele? Ich habe schon mal die Siedler von Katan gespielt.
22:38 Dennis Horn
Ja.
22:38 Gavin Karlmeier
Also ist das ernst zu nehmen?
22:40 Dennis Horn
Ja, absolut. So und Zug um Zug war irgendwann ein Spiel des Jahres und da ist einer, da muss man immer so Züge bauen zwischen Städten in den USA und eines El Paso. Und ich kenne es nur aus Zug um Zug. Und jetzt aus dieser Meldung. Also ein Rechtsprozess. In El Paso mit dem Projektnamen Soapy Pillar, ein Gigawatt rund 14 Milliarden Dollar. teuer und betrieben wird das über ein Joint Venture von BlackRock. Die halten 80% Und Meta 20 Prozent. Und versichert ist das Ganze über Marsh. Das ist der weltgrößte Versicherungsmakler. Ich dachte ganz kurz, das wären so Marsch mehr los zwischen zwei Keksen. Der weltgrößte geröstete Versicherungsmakler, der Gourmet-Makler, der mehrere hundert Millionen Kekse hier versichert hat. Und es ist ganz interessant, wie die aufgeteilt sind. Bis zu 218 Millionen Dollar für Mietminderungen bei Bauverzögerungen sind versichert. 645 Millionen Dollar gegen Terrorismus. 427 Millionen Dollar für allgemeine Gefahren während des Baus und 450 Millionen Dollar nach Inbetriebnahme. So, und wenn man all diese Zahlen jetzt zusammenrechnet, man kommt ja nicht auf diese 14 Milliarden Dollar, die das insgesamt kostet. Und das Projekt ist auch gegen einen Totalschaden nicht versichert. Die Financial Times schreibt: das versichert einem auch niemand. weil, Zitat, der Markt für Versicherungen dieser Größenordnung nicht existiert. Fand ich sehr interessant.
24:19 Gavin Karlmeier
Das ist super interessant, weil das ja jetzt plötzlich aufzeigt, wie diese extreme Skalierung und diese Wildschirm. Wilden Beträge, mit denen wir seit ein paar Jahren hier um sich schmeißen, ja jetzt an eine Grenze stoßen. Das erinnerte mich so ein bisschen daran, das ist jetzt wilder Take, weit hergeholt, aber es passt zusammen. Finde ich, in meinem Kopf muss nichts heißen. Ich musste daran denken, dass es so CreatorInnen gibt, die so viele Views generiert haben, darunter zum Beispiel Mr. Beast. dass er Schwierigkeiten hatte, die Werbespots in seinen Videos zu verkaufen. Also es gab keine Placements mehr, weil es keine Unternehmen gab, die nativ bei ihm werben wollten. Was dazu führte, dass Mr.
24:57 Dennis Horn
Beast einfach zu teuer.
25:01 Gavin Karlmeier
Genau, wenn du einen erwarteten, einen gewissen tausender Kontaktpreis hast, aber du erwartest halt 500 Millionen Aufrufe, dann kann das halt nicht jeder zahlen. Und deswegen haben die Creator ihnen dann angefangen eigene Produkte zu machen, auch weil sie damit natürlich mehr Geld verdienen, aber auch weil es eben sonst niemanden gab, der sonst irgendwie da Werbung platziert hätte. Und hier muss ich genauso dran denken, dass es einfach so eine gewisse Größe gibt, in an dem die Resteinfrastruktur nicht mehr mithalten kann. Und das ist ja bei der Versicherung genauso. Ist ja auch klar, welche Versicherung sagt denn Ja, kein Problem, wenn was passiert, zahlen wir Milliarden Dollar. Das wäre ja das wirtschaftliche Ende für einige Versicherer mit Sicherheit. Und das finde ich schon krass. Es ist ein bisschen, als würdest du dir jetzt irgendwie ein sehr, sehr, sehr teures technisches Produkt kaufen und findest niemanden, der es versichern will. Und ein Auto Und weiß genau, wenn ich das Ding vor die Wand fahre, muss ich mir das halt neu kaufen einfach.
25:56 Dennis Horn
Ja, ja.
25:57 Gavin Karlmeier
Nochmal 14 Milliarden raus dann einfach. Easy.
26:00 Dennis Horn
Ähm, übrigens, ähm, Marsh hat den wahrscheinlichen Höchstschaden auf Basis eines Brands berechnet. der die Region alle 250 bis 500 Jahre heimsucht. Also da sitzen ja irgendwelche Mathematiker, die das irgendwie berechnen müssen und Zahlen vorlegen müssen. Die haben dann gesagt, ja, okay, wie machen wir das? Wir nehmen mal so einen Brand, den es hier in der Region nur alle 250. 50 bis 500 Jahre gibt. Wahrscheinlichkeitsrechnung sei mit uns. Und die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Brand einmal in den 20 Jahren passiert, die sich Meta in diesem Rechenzentrum ein Liegt bei 3,9 bis 7,7 Prozent. Ich sage ja, das führt zu nichts, aber ich finde es super interessant.
26:45 Gavin Karlmeier
Wir sind wirklich keine Statistiker, keine Forscher, keine Versicherungsexperten. Aber ich weiß nicht, ob das so der richtige Weg ist, solche Schäden zu ermessen.
26:56 Dennis Horn
Doch, ich glaube, das ist so. Ach so. Ich habe einen Freund aus der Schule, der hat Mathematik studiert, der macht sowas jetzt bei einem Versicherer. Exakt so.
27:05 Gavin Karlmeier
Ja, aber dieser Brand, was ist denn das, der kommt ja nicht aus dem Nichts? Das ist der aus The City 2000. Achso.
27:12 Dennis Horn
Wenn der Spieler auf Naturzilla kommt klickt. Innerhalb der zwanzigjährigen Mietdauer von Meta liegt die Wahrscheinlichkeit bei null, dass Gott. Das Rechenzentrum plattrampel. So und darauf haben sie es berechnet einfach. Willst du noch ein paar Zahlen mehr? Ja. Die kommen von TikTok. Forbes hat sich die Bilanzen angeschaut, die TikTok eingereicht hat fürs Handelsregister in Großbritannien. Das gilt dann für die Tochtergesellschaft von TikTok für Europa, für Afrika, für Lateinamerika. Und hier ist der Umsatz 2025 um 45,7 Prozent gestiegen auf 9,1 Milliarden. Dollar, also im Jahr davor waren es 6,3 Milliarden und zwei Jahre davor noch 2,6 Milliarden. Also mehr als eine Verdreifachung in drei Jahren. Umsatz für TikTok. Und zum ersten Mal gibt es für diese Regionen der Welt einen Gewinn von gut 700 Millionen US-Dollar. Im Jahr davor gab es noch fast genauso viel Verlust und deswegen nennt der Vorstand dieses TikTok-Unternehmens 2025 einen Wendepunkt. Ist ein bisschen aufgebläht, der Gewinn übrigens, weil es irgendwelche Steuergutschriften gab aus den Jahren, die schlechter liefen. Und noch eine Zahl, die man sich merken sollte: die Kosten für Vertrieb, Marketing und Verwaltung bei TikTok sind um 40% gestiegen. Obwohl. Auch Leute entlassen wurden. Nämlich mehr als tausend ist die Belegschaft geschrumpft. Mehr Geld, mehr Kosten bei trotzdem weniger Leuten. TikTok hat außerdem fast eine Milliarde Dollar zurückgestellt für mögliche Bußgelder und Rechtsstreitigkeiten, wobei das noch ein Teil ist dessen, was TikTok da irgendwie erwarten könnte. Wenn man irgendwie bis zu 4% des weltweiten Umsatzes da als Strafzahlung ansetzt, dann wären das rund 7,4 Milliarden Dollar, also gut siebenmal so viel. Fand ich auch interessant, da mal so ranzugucken. Finde ich auch super krass.
29:38 Gavin Karlmeier
Also, dass man vor allem von so riesen Bußgeldern ausgeht, die. Also, ich sag mal so, TikTok rechnet mit einer schärferen Bestrafung, als wir tatsächlich hoffen dürfen. Das muss man der Vollständigkeit halber, glaube ich, einmal hier dazu sagen, weil bisher. . . Wissen wir nur von diesen Einzelfällen, aber dass so eine große EU-Keule kommt, ist bislang nur so in den Sternen. So, jetzt habe ich mir aber gerade, während du gesprochen hast, mal kurz drei Gedanken gemacht. Und zwar, und damit meine ich einen, und zwar erinnern wir uns doch daran, wir haben das ja auch bei Hagenam gesprochen, dass Wolfram Weimar. . Unser Kulturstaatsminister. Unser Kulturstaatsminister der Herzen. Dass der ja fordert, nach amerikanischem Vorbild das EU-Geschäft von TikTok zu kaufen. So ist offenbar bei TikTok in der in der Veranlagung ist auf das Europa-Afrika- und Lateinamerika-Geschäft offensichtlich gemeinsam. Aber die machen gemeinsam einen Umsatz von 9,1 Milliarden Dollar. Oder ist das nur der Anstieg? Ne, das ist der Umsatz. Genau, das ist der Umsatz. Jetzt hat ein normales Social Media Unternehmen ein Multiple von 3 bis 8 Mal Umsatz, um den Wert zu berechnen. Das heißt Theoretisch könnte sich die EU TikTok kaufen, wenn sie einfach nur schlappe mindestens 27 Millionen Euro oder Dollar auf den Tisch legen. Ich weiß nicht, ob du im deutschen oder europäischen Wirtschaftsraum jemanden findest, der bereit ist, solche Summen auszugeben. In den USA übrigens, im amerikanischen Raum war es übrigens nur einmal Umsatz, da haben wir ja auch drüber gesprochen, weil J. D. Vance so ein toller Dealmaker war. Na klar. Aber ich Das sind halt Beträge, die halt Wolfram Weimar da auf dem Schirm haben muss, wenn er solche Forderungen stellt. Weil das wird dir keiner zahlen können. Für ein de facto auch wirtschaftlich nicht wirklich lukratives Geschäft, weil du ja nur Teile am Ende kaufen kannst.
31:28 Dennis Horn
Ja, und insofern ist es populistisch, oder? Die Forderung? Ja, sie ist absurd und hier haben wir es nochmal mit Zahlen belegt. Mhm. Gut, dann also wir verlassen die Zahlen-Ecke. Und ich habe gehört, dass du Eine ganze Reihe von Nachhaks auf Installast.
31:48 Gavin Karlmeier
Es ist schon soweit. Ich hab einen ganzen Stapel. Ich muss kurz hier parallel dazu, ich muss Multi-Device Arbeit hier dafür leisten, weil an uns geht was verloren. Und zwar hat mir unser lieber Haki Marco, Marco Schimpfhauser hat mir geschrieben. Und wir haben ja in der letzten Episode über ein sogenanntes Hail Mary Prinzip gesprochen. Also das war ja, haben wir so versucht, uns so herzuleiten aus dem American Football. Die Richterin im Prozess der vier Bundesstaaten gegen Meta hatte gesagt, der Versuch Metas einen Grundzeugen aus dem Prozess zu drücken, sei ein sogenanntes Hail Mary Verfahren. So, und wir haben das so grob versucht zu erklären, aber ich muss sagen, wir haben es wirklich Nicht so gut erklärt, wie Marco das hier tut, deswegen zitiere ich mal. Das ist ein Spielzug im American Football, der auch Verzweiflungspass heißt. Man wirft den Ball, hofft auf, hofft, dass er gefangen wird. Und das Spiel in letzter Sekunde entschieden ist. Aber es ist nicht so, dass die Zeit stehen bleibt, sobald der Ball in der Luft ist. Denn wenn der Ball eine Sekunde, bevor die Uhr abgelaufen ist, gefangen wird. Oder ins Spiel gebracht wird wieder, kann man theoretisch, solange man möchte, bis man umgeworfen wird, mit dem Ball über das Feld laufen, theoretisch fünf Stunden lang. Also dieser Spielzug sozusagen wirkt sich nicht auf die Uhr aus. Deswegen macht man das, weil man denkt, naja, wahrscheinlich geht es schief, aber wenn es trotzdem klappt, dann gut. Dann können wir daraus irgendwas, können wir irgendwas machen. Also das finde ich schon mal sehr gut, dass das hier nachgehalten wird. So viel Vollständigkeit muss bei Touchdown drin muss sein.
33:21 Dennis Horn
Absolut. Das ist so ein Ding in den USA, ne? Einfach endlos labern im Senat oder endlos übers Feld laufen beim Stück Football. Interessant.
33:28 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch. Dann haben wir darüber gesprochen, dass ein riesen Anteil, ich weiß nicht mehr genau wie groß es war, über 90 Prozent, 87 Prozent war es, 87 Prozent der generierten Deepfakes in einer Untersuchung mit Grog erstellt wurden. Und da hat unser Haki Enter NT. Ente bei Campfire, hat einen spannenden Gedanken mitgebracht, den ich hier mal mitbringen wollte, weil der vielleicht ein bisschen Hoffnung stiftet. Und zwar hat er gesagt, dass so viel mehr Grog verwendet wird als alle anderen Bildgenerator-KIs. Macht Hoffnung, dass die Dinger reguliert werden können. Denn die Safeguards, die andere Firmen einsetzen, scheinen ja ihre Tools unattraktiver für Täter zu machen. Und das ist, glaube ich, ein richtiger und wichtiger Gedanke, der vielleicht so ein bisschen
34:11 Dennis Horn
gute Laune macht.
34:13 Gavin Karlmeier
Mhm. Gehst du mit? Gut. Geh ich mit. Dann noch ein kleiner Nachhak. Wir haben ja über diese Per Default-Einstellung gesprochen, dass du bei Twitch jetzt mit all deinem Material einwilligst, dass es als Trainingsdaten für KI verwendet werden darf und dass Twitch das eben als Default eingeschaltet hat, das heißt, man kann das sehr gut ausschalten. Das hat jetzt dazu geführt, dass ein Streamer aus Connecticut Klage eingereicht hat. Der Streamer heißt Warren Pandiskia und der hat jetzt eine Sammelklage eingereicht. Man kann sich in den USA daran beteiligen, weil er eben sagt, dass man um Erlaubnis fragen muss und der Streamer hätte längst früher widersprochen, wenn Twitch das zuvor offengelegt hätte. So, finde ich auch ein bisschen hoffnungsstiftend, dass da jemand sagt, das lasse ich mir nicht bieten.
35:04 Dennis Horn
Mhm. Ja, oder? Finde ich auch gut. Ich frage mich immer Also Weißt du, wenn du die das, was trainiert wurde bei großen Sprachmodellen So, als ein großes waberndes etwas empfindest. Du kommst ja dahinter nicht mehr zurück, weißt du? Also, da kann ja jetzt eh nur noch Schadenersatz gezahlt werden, weil der Schaden ist ja angestellt und so Also es geht nur noch um Geld, ne? Am Ende.
35:37 Gavin Karlmeier
Ja, das ist zumindest ja so die Erzählung, aber ich glaube, wenn du so ein bisschen, also sage ich jetzt als Nicht-Entwickler und auch nicht Ingenieur und alles und auch nicht Botaniker. Ich könnte mir vorstellen, dass es durchaus Möglichkeiten geben muss, früher oder später, Dinge aus Trainingsmaterial zumindest Rauszunehmen. Wenn du dir anschaust, in den USA haben wir die Klage zwischen der G von der GEMA, die gegen Suno AI ja erfolgreich gewesen ist, dass es früher oder später da irgendeinen Weg geben muss, weil Du kannst nicht sagen, na, alles, was wir hier reingeben, ist jetzt erstmal drin Pech gehabt, schade Schokolade. Weil dann haben immer erstmal alle Rechte gegen das Recht verstoßen. Und das kann eigentlich nicht der Zustand sein, mit dem wir in die Zukunft gehen. Finde ich. Aber kannst mir auch alle können mir das jetzt auch um die Ohren hauen und sagen, das geht nicht. Was geht, ist, dass ich ja bei LinkedIn jetzt Postings als AI-Slop kennzeichnen kann. Das haben wir auch hier drüber gesprochen. Und zwar am 30. Juli hatte LinkedIn diesen Button angekündigt. Und jetzt gibt es einen Beitrag vom Produktchef von LinkedIn, Hari Srinivazan. Und der sagt, über diesen Knopf, auf diesen Knopf haben innerhalb der letzten drei Wochen eine Million Menschen geklickt. Interessant, okay. Also dass quasi dass eine Million Menschen schon A Ice Lob als solchen identifiziert Und markiert haben bei LinkedIn.
37:02 Dennis Horn
Aber ist es dann wirklich AI Slop oder ist es einfach, also ich habe gestern so eine Diskussion bei LinkedIn verfolgt, wo da war so eine Kurve, also so wie in so einem Koordinatensystem, und ganz Ganz links war wenig Aufwand und ganz rechts war viel Aufwand, den du so als jemand, der postet in dein Posting steckst bei LinkedIn. Und unten war wenig Ertrag und oben war hoher Ertrag. Und die Kurve hat im Grunde gezeigt, dass so die Shit-Postings, die du nur so schnell raushaust und so, wesentlich mehr irgendwie ähm Interaktionen erzeugen und so will, ist ja kein neues Phänomen so. Und ähm Also ich frage mich, war denn das dann wirklich alles KI-Slop, der da irgendwie markiert wurde? Oder war das auch einfach, weil du denkst, was noch so ein LinkedIn-Scheiß? Hat zwar ein Mensch geschrieben, ist aber LinkedIn-Scheiß und deswegen klicke ich auf AI-Slop.
38:00 Gavin Karlmeier
Weißt du, was ich meine? Ja, weil das Problem ist, dass ja der AI Slop auf LinkedIn so gut funktioniert, weil er von dem nicht AI Slop kaum zu unterscheiden ist.
38:10 Dennis Horn
Die Menge ist groß.
38:13 Gavin Karlmeier
Aber der Produktchatz. sagt, 40% weniger Aufrufe gibt es jetzt bei Beiträgen, die als KI-Slob eingestuft wurden als noch vor wenigen Wochen. Heißt tatsächlich verändert das die Plattform auch.
38:25 Dennis Horn
Ja, total. Es gibt eine Meldung in deinem eigenen Analytics-Bereich bei LinkedIn auch, wo dir auch gespiegelt wird. Da haben Mitglieder uns mitgeteilt, dein Beitrag, der hier wirkt, wie kann ich. KI. Und das macht ja was mit Menschen, die das irgendwie schreiben. Und wie sich das entwickelt, finde ich, finde ich spannend.
38:49 Gavin Karlmeier
Hast du denn, äh, hast du das bei dir schon in deinen Postings?
38:53 Dennis Horn
Ich hab das nur gelesen.
38:54 Gavin Karlmeier
Ich hab nicht bei LinkedIn nachgeguckt. Okay. Ich poste so wenig auf LinkedIn. Ich bin ja im Urlaub, da post ich ja auf LinkedIn. Das wäre ja der größte Fehler. Dann gibt es einen kleinen Austausch zwischen Finapi und NutzerInnen auf LinkedIn. Denn wir haben ja hier über Rewe Pay gesprochen, dass du in der Rewe App direkt einen Zugriff auf deine Kontoumsätze gibst, wenn du denn mit dieser App auch bezahlen möchtest. Anders als bei allen anderen. Und dass sowohl der Produkt Produktchef von Rewe Pay als auch FinapI, das Unternehmen, das diese Verbindung zwischen Bankkonto und Rewe herstellt, dass die beide jetzt sicherstellen, dass das geändert wird und dass diese Abfrage von vornherein nur vor Nachnamen sowie IBAN betroffen ist. haben, dass es einfach nur eine standardisierte Geschäftsbedingung gab, in der so Dinge wie Kontostände, Umsätze, Einkommen, Mietzahlung oder Daueraufträge gelistet wurden. Die wurden aber sagen sie selber, voll für die Rewe Pay-Funktion niemals wirklich abgerufen und die verschwinden jetzt auch in der Anmeldung. Als Hinweis.
40:01 Dennis Horn
Also wenn man über all die Diskussionen, die es um Datenschutz und solche Dinge gibt, als wenn man sich darüber vorher keine Gedanken machen würde. Also d Also entweder hat man es wirklich nicht oder man hat es wissentlich ignoriert. Und ich weiß nicht, was von beiden ich schlimmer finde.
40:17 Gavin Karlmeier
Ja. Das ist so. So, und dann noch ein letztes kleines Nachhaken wirklich nur eine Petitesse, aber die zeigt, hakend dran ist immer ein bisschen schneller als die Welt. Und zwar hat Anthropic jetzt offiziell erklärt, wir packen den Link, wenn ihr wollt, mal in die Shownotes, wie ihre Wasser. Zeichen in den generierten Texten funktionieren. Und turns out, es funktioniert genauso, wie wir das hier in der Episode mit Janne Knödler erklärt haben. Also schaut euch das gerne an und freut euch, dass ihr es schon wusstet. Das war's mit dem Nachhak.
40:52 Dennis Horn
Nachhak abgehakt. Vielen Dank. Vielleicht Werbung an der Stelle nochmal für den Discord, wo die meisten Nachhracs herkommen.
41:01 Gavin Karlmeier
Auf www. hagmann. org sind über zwei fünfzig Menschen, die sich die ganze Zeit mit den Inhalten beschäftigen. die wir hier in diesem Podcast nur dreimal die Woche jeweils eine Stunde aufgreifen können. Sie haben sehr viel mehr Ahnung, sie haben sehr viel mehr Humor und sie sind sehr gut informiert und wissen alles. Deswegen kommt da vorbei, es kostet gar nichts, lohnt sich aber, und gerade wenn ihr beruflich irgendwas mit Social Media macht, Oder hobbymäßig was mit Social Media macht, ist das auch ein Ort, in dem ihr jeden Tag etwas Neues lernen könnt. org kommt vorbei
41:26 Dennis Horn
Schön. Und Menschen im Discord machen mehr Absätze als Gavin Karlmeyer Atempausen. Das macht Spaß dort. Das stimmt. So, du erinnerst dich vielleicht an den Dezember 2022. Das war die große Exodus-Zeit bei Twitter. Da sind viele gegangen, unter anderem Mac Stories. Das ist eine der bekanntesten unabhängigen Seiten, was. Apple angeht, ähm gegründet 2009, und seit dem ja, seit so gut einer anderthalb Wochen, sagen wir mal, posten Federico Vittici, das ist der Gründer von Mac Stories, und sein Partner John Forhis wieder auf X. Und das, sagen wir mal, kam nicht so gut an. Ach was. Und dann gab es eine Erklärung. Und die geht ungefähr so. Mac Stories sei nicht nur die Lebensgrundlage der beiden, sondern eine der wenigen unabhängigen Seiten, die es überhaupt noch gebe. Und die LeserInnen von Mac Stories sollten sich über die geschäftliche Seite keine Gedanken machen müssen, aber sie selbst, also Vittici und Four Hayes, müssten es. So, und ganz explizit, ähm, diese Rückkehr auf Ex bedeutet keine Unterstützung von Elon Musk. Man verabscheue seine Politik, seine Rhetorik, seine rücksichtslose Missachtung anderer und die Richtung, in die erst geführt habe. Man sei nur nicht der Meinung, dass Teilnahme gleich Zustimmung sei. Und der Grund sei am Ende eben wirtschaftlicher. Ein erheblicher Teil der Leserschaft sei 2022 nicht mit zu Mastodon umgezogen. Also die beiden sagen, die haben den Kontakt zu diesen Menschen verloren und in einer Zeit, in der Google immer mehr KI-Zusammenfassungen ausspielt und Es gibt irgendwie Abokonkurrenz gibt, die die Mitgliedszahlen drückt, geht das nicht mehr, sagen sie.
43:31 Gavin Karlmeier
Also ich glaube, dass Ihnen. Ich glaube auch, dass das gerade im Tech-Bereich und gerade in den USA relativ schwierig ist, komplett auf X zu verzichten. Wir haben ja Auch hier schon darüber gesprochen, dass Nvidia, die ja relativ nah jetzt mit SpaceX angekumpelt sind, aber angefangen haben, wieder auf X zu posten, dass andere Unternehmen wieder stärker auf X veröffentlichen. Und dass es eben offenbar in dieser Tech-Bubble eben nicht so eine große, so einen großen Painpoint gibt das irgendwie zu verlassen, wie es eben in anderen Bereichen der Fall ist und wie es vor allem eben auch in anderen Ländern und in anderen Gesellschaften der Fall ist. Also wir haben ja hier damals auch darüber gesprochen, dass es einzelne Bubbles gibt, die sich nach wie vor über Ex eben austauschen und die man eben da auch nicht einfach zurücklassen. kann. Wir erinnern uns an die Episode mit Christiane Link seinerzeit, schon relativ lange her, aber findet ihr noch. Gleichzeitig aber. Muss man sich natürlich die Frage stellen, ist man bereit, wenn man sich schon so positionieren möchte, dass man die Werte so stark ablehnt, dann trotzdem zu sagen, wir veröffentlichen jetzt hier auf X? Plus. Mit der Argumentation, wir müssen damit Geld verdienen, wohlwissend, dass die Link-Conversions of X mittlerweile im Promill-Bereich sich ungefähr befinden. Das ist jetzt eine dramaturgische Überhöhung, aber. wirklich extrem gering sind, links extrem schlecht ausgespielt werden und so weiter. Ich weiß nicht, ob man sich hier mit diesem Statement am Ende wirklich so einen großen Gefallen tut oder ob man sich damit nur nicht nur selber einfach irgendwie reinwaschen möchte und sagt So, jetzt haben wir es wenigstens mal aufgeschrieben.
45:06 Dennis Horn
Ja, und irgendwie gab es noch so ein paar Aspekte an der ganzen Geschichte, die auch wo ich dachte, hm, interessant. Also die beiden haben diesen Wechsel zu Ex oder wieder dort aufzutauchen, vor allem. Vollzogen, ohne den Rest des Teams von Mac Stories zu informieren. Und sagen jetzt, das sei falsch gewesen, sie hätten Menschen verletzt, die sie respektieren. Und ich finde, in so einem Moment, also wenn, also Informierst du die bewusst nicht und warum nicht und müsste dir dann nicht schon auffallen, was für ein Backlash das geben würde? Ja, genau. Und noch ein Punkt, den fand ich hochinteressant aus derselben Erklärung. Ähm, und das führt uns aber ein bisschen auf ein anderes Thema. Die KI-Berichterstattung bei Mac Stories stoße bei Teilen der Leserschaft auf wenig Gegenliebe. Man wolle einen verantwortungsvollen Ansatz. Mit Fokus auf Automatisierung. Das fand ich einen sehr interessanten Aspekt, weil ich heute Morgen noch ein Thread gelesen habe von Mike Masnick bei Blue Sky, der von Tecto. Kommt, der Kai, Mike Mesnick, und der hat geschrieben, es gibt bei Blue Sky auch gerade eine große Debatte über KI. Und er hat auch die Kommentare für diesen Thread deaktiviert. Er schreibt, mehrere Leute, die er kennt, haben ihm erzählt, dass sie die Idee hinter Blue Sky toll finden und sich wünschen, dass es Erfolg hat, aber es zugunsten von X aufgegeben hat. Haben, weil ihre Beschäftigung mit KI bei Blue Sky zu Hass und Spott führt. Und er sagt, er wird das nicht ansprechen, wenn es nur eine Person wäre, aber irgendwie diesen Monat immer mehr Leute, die ihm sagen, ich würde mehr. Zeit auf Blue Sky verbringen, wenn die Leute nicht so gegen KI wären. Oder so sehr, ich es auch hasse, aber all die nützlichen Diskussionen über KI. Finden auf X statt. Und das fand ich in dem Kontext zu Mac Stories auch nochmal super interessant, weil, also man kann schon sehen, dass es auf Blue Sky, auf Mastodon mitunter auch Position, Zu Themen gibt und so weiter. Und wir machen uns auch oft genug über KI irgendwie lustig, weil natürlich da eine Überzogenheit in dem Thema drin ist, die super schwierig ist. Und gleichzeitig kann ich dieses Argument jetzt noch. Nochmal von den Mac Stories, Jungs, die sagen, ein verantwortungsvoller Ansatz mit Fokus auf Automatisierung kann ich total verstehen.
47:36 Gavin Karlmeier
Ja, kann ich auch verstehen. Also, weil wir hier ja auch immer wieder sagen, das ist jetzt das größte Problem durch die Art und Weise, wie. KI-Tools vermarktet werden, nämlich dass alle einfach diesen AI-Stempel bekommen, egal ob es Machine Learning-Prozesse sind, die wir seit 15 Jahren irgendwie nutzen oder irgendwelche generativen Tools, die eben relativ frisch, relativ modern sind. Dadurch ist es so einfach, weil es eben alles eine Schublade hat, Das halt entweder gut oder doof zu finden und deswegen polarisiert das auch so stark. Und das finde ich manchmal ein bisschen, da ist mir die Temperatur in der Diskussion manchmal ein bisschen zu hoch. Da würde ich mir wünschen, das so ein bisschen mal runter zu jaßen. Allerdings zu sagen, wir haben uns hier über Jahre eine Community aufgebaut. Die Community findet die Art und Weise, wie wir über ein Thema sprechen, nicht gut. Also gehen wir jetzt um zu X, um uns dort eine neue Community zu suchen, die vielleicht Genauso wie wir jetzt wahrgenommen werden, zwar auch die Werte von Mask nicht gut finden, denen es aber egal ist, wenn sie hier auf dieser Plattform unterwegs sind, ist natürlich auch ein relativ durchschaubar schäbbiger Akt, weil man so sagt, wir senden an unserem Publikum vorbei, also suchen wir uns einfach ein neues. Anstatt einfach mal zu reflektieren, ob die Leute, die da eben gerade diese Diskussion heiß führen, nicht vielleicht auch mal an ein paar Punkten recht haben und ob das nicht vielleicht eine Möglichkeit wäre, Aus unterschiedlichen Perspektiven auf dieselben Themen zu schauen, als redaktionelles Medium. Es gibt ja durchaus Medien, die das sehr spannend machen, die einfach selbe Themen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Ohne pauschal in ein reines AI-Bashing gehen zu müssen. Weißt du, was ich meine?
49:09 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Also, oder es ist eine Gleichzeitigkeit. Also das, ähm, also ich finde den Schritt zu Rück zu EX hochproblematisch. Und es ist gleichzeitig die Frage, die dahinter steckt, die uns alle umtreibt, wie finanziere ich 2026 unabhängigen Journalismus. Und es ist ehrlich gesagt keine, auf die ich jetzt pauschal eine bessere Antwort hätte. So, aber dann muss man eine Entscheidung nennen, wie sie ist, eine Reichweitenentscheidung. Und aber dann wirklich mit den Konsequenzen zurechtkommen, wenn Leute einem das so um die Ohren hauen. Ich finde, es war absehbar. Und ich finde, die Frage würde, selbst wenn man jetzt nicht zu Ex zurückgeht, sie würde einfach, sie wäre wahnsinnig schwierig. Nach wie vor.
50:00 Gavin Karlmeier
Absolut. Stimme ich dir voll zu. Wie gesagt, wir sind aber auch in einer, was das angeht, privilegierteren Positionen, weil es in Deutschland eine viel größere Bereitschaft gibt, Ex zu verlassen als in anderen Bereichen. Ist ja mein Gefühl. Aber die Art und Weise, wie wir über AI diskutieren, die wird, glaube ich, noch viel häufiger für uns von Bedeutung sein. Ich habe heute Morgen erst einen Post gesehen, ich habe leider vergessen von wem, der geschrieben hatte, dass alle Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren möglicherweise auch darüber stürzen könnten, dass es einen solchen Backlash gegen KI im Gesamten gibt. Dass man sagt, nee, ich möchte nicht, dass mich eine KI durch die Gegend fährt. Einfach nur, weil es eben alles dieses eine Symbol am Ende bekommen hat. Auch das wird, also ich Ich schätze, da werden wir uns noch häufiger drüber austauschen müssen, wie eben der generelle Umgang mit diesem Oberbegriff genutzt wird und gepflegt wird.
50:55 Dennis Horn
Ja, und vielleicht nochmal kurz zur Frage, welche Plattform man da unterstützt, wo wir gerade bei den diesem Thema sind. Vor fünf Tagen, am 21. August hat ein Account of X eine Behauptung gepostet über den griechischen Migrationsminister, äh, Thanos Plevrys ist das, der habe dazu aufgerufen Heißt es in diesem Posting, auf Migranten zu schießen, Boote mit Geflüchteten zu versenken und ihnen Essen und Wasser zu verweigern? Zwei Tage später teilt ein anderer Account diesen Beitrag mit dem Kommentar Finally und darunter schreibt Elon Musk, der Eigentümer dieser Plattform. Ein einziges Wort, nämlich BASED. 330. 000 Aufrufe. Da laufen auf dem ursprünglichen Beitrag schon längst die Community Notes dazu, die das irgendwie in richtiges Licht drücken. Und bei einer Entscheidung auf diese Plattform zu gehen oder auch bei einer Entscheidung auf dieser Plattform zu bleiben, finde ich, muss man diese Dinge immer nebeneinander stellen. Wie verhält sich der Eigentümer dieser Plattformen? der hier nach allem, was wir wissen, ja auch Inhalten Reichweite zuschanzt, alleine schon dann, wenn er darauf antwortet und dadurch Einfluss auf diese Inhalte nimmt. Deswegen stimmt es schon. Es ist mehr an der Stelle als eine einfache Reichweitenentscheidung.
52:30 Gavin Karlmeier
Glaube ich auch. Ich glaube auch, dass du gerade, wenn du wirklich hoffst Da kommt jetzt die gro der große Traffic kommt jetzt plötzlich über X. Dass du da enttäuscht werden wirst als Medienanbieter. Das wird nicht reichen. Du kannst dir natürlich eine gewisse Sichtbarkeit erarbeiten als so eine Art Top-Voice. Das kannst du, glaube ich, auf X noch leisten, gerade in der Tech-Welt. Aber dann solltest du idealerweise mindestens tolerieren können, welche Werte Elon Musk hier vertritt, nämlich Menschenfeindlichkeit, Rassismus. You name it.
53:02 Dennis Horn
So Minnesota in den USA Das ist auch fast Nachhack, eigentlich. Auch fast ein Nachhack, aber mach mal einen nachgelieferten Nachhack dann einfach. Hat als erster Bundesstaat in den USA ein Gesetz gegen Nerification technicks. Technologie beschlossen. Das ist in Kraft getreten Anfang des Monats. Richtet sich nicht gegen einzelne Nutzer, sondern gegen die Firmen. Hinter ähm Den ganzen Technologien, also Betreibern von Websites, Apps und anderen Diensten, die es den NutzerInnen nicht ermöglichen dürfen, ein Bild oder Video zu Nudifizieren, nennen wir es mal. Sonst zivilrechtliche Strafen von bis zu 500. 000 US-Dollar pro Verstoß. Vielleicht zur Einordnung, wie umstritten das Gesetz in einem ja durchaus Von umstrittenen Dingen reichen Land wie den USA ist. Das Repräsentantenhaus hat dieses Gesetz in Minnesota mit 132 zu 1 beschlossen, der Senat mit 65 zu null. Und Ende Juli hat Elon Musk dagegen geklagt mit XAI. Das Gesetz sei zu weit gefasst. Es berücksichtige weder die Absicht einer Person noch ob die abgebildete Person zugestimmt hat. Irre, diese Argumentation. Und man weist darauf hin, dass die eigenen Richtlinien sowas ohnehin verbieten. So, und jetzt?
54:33 Gavin Karlmeier
Bevor du zur News kommst, ich würde es ganz kurz noch einfangen, weil wir haben darüber in der Folge Meta dreht den Post im Munde um mit Franziska Blum am 3. August. August schon mal so ein bisschen gesprochen, denn es ist gar nicht so unterkomplex, dieser komplette Sachverhalt. Denn also SpaceX argumentierte ja mal wieder mit der Section 230 und Redefreiheit und sagt aber gleichzeitig auch, dass dieses Gesetz möglicherweise durch. durch seine Ungenauigkeit, weil du eben, weil das generell alle Nudifizierungs-Apps zum Beispiel verbietet eben nicht rechtssicher durchsetzbar wäre. Also es könnte durchaus sein, dass es ein oberstes Gericht gäbe, das dieses Gesetz als Verstoß gegen die Section 230 begreifen könnte, weil es ja, sofern, niemand dagegen damit nicht einverstanden ist, eigentlich es ja auch kein Problem geben würde, nach dem Verständnis der Rede Freiheit. Heißt also, dass es sogar progressive Stimmen in den USA gibt, die üblicherweise sonst eher so in einem selben Lager unterwegs sind wie Leute wie wir, durchaus sagen XAI hat möglicherweise hier einen Punkt. Nur der Vollständigkeit haben wir noch reingeschoben, auch wenn die Argumentation natürlich hanebüchen ist und auch wenn man das sehr leicht darauf verkürzen kann, SpaceX verklagt Minnesota, weil sie ihnen verbieten, illegal Frauen auszuziehen. Aber es ist nicht ganz so einfach.
55:56 Dennis Horn
Jetzt hat sich das Justizministerium in den USA eingeschaltet. Es hat eine Interessensbekundung eingereicht. Und darin heißt es, dass das Gesetz aus Minnesota über bestehende Bundesbeschränkungen hinausgeht. Und ein Flickenteppich aus Landesgesetzen in den USA können die Entwicklung der Branche behindern. Interessant, dass das das Interesse eines Justizministeriums ist. So, und die Erklärung sagt. Sagt, die Bundesstaaten müssten darauf achten, keine übermäßigen Maßnahmen zu erlassen, die die nationale und wirtschaftliche Sicherheit der USA beeinträchtigen, wobei nationale und wirtschaftliche Sicherheit der USA hier heißt, wetten Wettbewerbsfähigkeit der KI-Branche. Das Ministerium, das Justizministerium, beruft sich dabei auf eine Executive Order aus dem vergangenen Dezember. In der Donald Trump die Behörde angewiesen, also das Ministerium angewiesen hat, gegen Landesgesetze zu künstlicher Intelligenz vorzugehen.
57:01 Gavin Karlmeier
Und das ist die Auswirkung. Und da siehst du mal, wie ein ähm Präsident, der in einem von Checks and Balances geprägten System mit kleinen Anweisungen es schafft, de facto alle Vorteile des Föderalismus, die es ja gibt, nämlich am Ende auch, jetzt benutze ich so einen ekelhaften Begriff, aber am Ende ja auch Es ist ein Wettbewerb von Ideen, weil es gibt unterschiedliche Gesetze, am Ende wird darüber abgewogen, es gibt vielleicht einzelne Gesetze, die es auf Bundesebene schaffen, manche auch nicht und so weiter. Das ist aber ja die Kernidee von Föderalismus, also eine der Kernideen von Föderalismus. Und dass es durch diese eine Anweisung hier gelingt, diese Am Ende, auch wenn es sich komplex anfühlt, aber am Ende Vorteile von Föderalismus, komplett auszuhebeln, sodass ein Land ein Staat in einem großen Land eine Entscheidung treffen kann, auf Grundlage seiner Rechte, bei denen dann der das Komplette der Bund sozusagen sagen kann Ja, aber die Wettbewerbsfähigkeit ist schon auch wichtig. Und dann stellt sich das US-Justizministerium an die Seite eines Unternehmens im Kampf gegen einen Bundesstaat. Da wird es langsam ein bisschen absurd, finde ich.
58:14 Dennis Horn
Weißt du, was das Absurdste war, in einer ganzen Nummer? War ein Satz des Anwalts von XAI. Der gesagt hat, der Staat bestraft XAI dafür, dass es einem Nutzer erlaubt, sich selbst nackt darzustellen.
58:33 Speaker 4
Das ist absurd.
58:35 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wirklich absurd. Übrigens, also ich finde gerne Unify Apps generell, verstehe ich überhaupt nicht, warum wir sowas brauchen. Also, wenn du mich fragst, hätten wir schon viel früher während den Anfängen 2005 schon den Jamba-Nacktscanner verbieten müssen. Der hat nicht mal funktioniert.
58:52 Dennis Horn
Oh mein Gott.
58:53 Gavin Karlmeier
Aber das soll dasselbe Marketing am Ende. Die Möglichkeit, andere Leute nackt darzustellen. Krass.
59:01 Dennis Horn
Also, hab ich noch nicht mal verdrängt, war mir gar nicht bekannt, die Geschichte.
59:05 Gavin Karlmeier
Ja, weil du ich hab halt mit 15 dauerhaft vor MTV gehockt. Ich habe weiter so noch in der Maus geguckt.
59:13 Dennis Horn
Und die war immer nackt.
59:14 Gavin Karlmeier
Ja, aber du warst 2005 auch nicht mehr 15. So, die Stunde ist durch, nicht wahr? Gott, hast du gerade gesagt, dass die Maus immer nackt war? Ja, ist das so, oder nicht? Aber das war nicht der Grund, warum du sie dir mit 15 angeguckt hast. Nein. Gut. Oh Gott, oh Gott, wie konnten wir jetzt in so eine Richtung abdriften? Wir müssen aufhören. Ja, wir müssen aufhören. Also am Freitag Bin ich alleine? Gibt es eine kleine Solo-Episode? Am Montag kommt Nicole Dickmann. Und ich wünsche euch eine wundervolle Restwoche halt durch das Ende des Sommers ist in Sicht.
59:54 Speaker 4
Es gibt schon wieder Pumpkin-Spice-Platte, für die, die es interessiert. Ich trage schon wieder Pulli mit langen Armen. Sogar unterm Dach. Ich sitze noch in der Sonne. Ja, lucky you. Gut. Tschüss. Tschüss.