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Folge 642 · 19. Oktober 2026 · 1:31 Std.

Das Ohr auf der Schiene

mit Fynn Kröger

“Der Einfluss von Tech-Firmen auf unsere Gesellschaft und wie wir uns davor schützen, das ist mit das größte Thema unserer Zeit. Und da in einer gewissen Form das Ohr auf der Schiene zu haben, ist, glaube ich, im Gegensatz zu der einen Stunde am Smartphone keine verschwendete Zeit.”

Das sagt Fynn Kröger. Über die heutigen Themen, über den Podcast und über die Community, die ihn möglich macht. Wir sind heute wie angekündigt etwas DARK, aber dafür auch ziemlich LANG.

Denn Themen gibt es einige. Vom langsam-fallenden Auto über “Immer erstmal Dummheit ausschließen, bevor man Boshaftigkeit insinuiert” bis zum Follow-Up zur Ausweiskontrolle, von der keiner weiß, was sie soll, aber jeder mitmachen will.

Schönen Wochenstart!

ℹ️ Diese Episode haben wir bereits am Samstag, 17. Oktober, aufgezeichnet.

➡️ Schon eine Stunde am Tag weniger am Smartphone kann helfen: https://www.aerzteblatt.de/news/suchtartige-smartphone-nutzung-nutzungsverhalten-kann-gegengesteuert-werden-cdc41471-6a74-4d5c-a6a3-63993fc5e030

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Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Fynn!
  2. Karlsruhe stoppt Reiches Linken-Reel
  3. Instagram startet einen Langformat-Tab
  4. Meta bezahlt LGBTQ-feindliche Accounts – auf Einladung
  5. Gesperrte Creator:innen, bezahlte Hetze
  6. Metas neue Business-AGB
  7. Metas KI-Agent Muse will vollen Zugriff auf die Festplatte
  8. Apple und Meta vertragen sich: Muse Spark Open läuft lokal auf dem Mac
  9. Bitkom-Umfrage: Man kennt’s nicht, aber will es!
  10. Online-Ausweis ab 13 soll kommen
  11. Bundesrat will gefährliche Mutproben strafbar machen
  12. Freiwillige Chatkontrolle: Gescannte Chats landen bei Palantir-Software
  13. Wahl in Brasilien: Hat Meta Lulas Reichweite gedrosselt?
  14. Starlink in der Ukraine: Musk oder Weißes Haus?
  15. Tech-Bros und Regierungen: Wie dark wird es noch?
  16. Teslas „fliegender“ Roadster: eher ein langsam fallendes Auto
  17. Versöhnlichkeit des Tages

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:00 Gavin Karlmeier

Hallo Finn.

00:01 Fynn Kröger

Hallo Gevin.

00:02 Gavin Karlmeier

Ich freue mich, dass du heute bei mir bist. Bei mir ist heute Finn Kröger, Redakteur beim NDR, Teil von Ultralativ und Teil des Podcasts. Morgengraun und tatsächlich einer der, ich würde behaupten, top-beliebtesten Gäste hier bei Haken dran, ehrlicherweise.

00:18 Fynn Kröger

Das freut mich sehr. Ich weiß nicht, ob das was über mich aussagt oder über die anderen Gestalten, die du hier so einlädst, aber das ist natürlich Honig auf meine Seele.

00:28 Gavin Karlmeier

Das war meine Absicht. Und apropos Honig muss dann direkt dazu sagen, wenn ihr gerade vorhattet, diesen Podcast im Video zu schauen, dann müsst ihr mit meinem Gesicht heute vorliebnehmen. Es gab Komplikationen, die dazu führen, dass wir Finn heute nur zugeschaltet sehen. Also wir haben heute die Situation, so ein bisschen wie in den 90ern, wenn man mit so Korrespondenten telefoniert hat. Also man sieht ein Standbild und darunter steht dann. Am Telefon, Finn Kröger.

00:53 Fynn Kröger

Ganz so ähnlich, wie wir diesen Podcast auch schon mal vor, ich glaube, zwei Jahren oder so aufgezeichnet haben, wo du irgendwo in Italien auf einer Piazza saß und wir über FaceTime und dann irgendwie der eine AirPod ist. Der Call unter anderem ist die Stimme, das war ganz furchtbar. Studio zum Bundestag, die dann aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen nicht klappt.

01:16 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Und dann schaust du dir aber an, wenn das WDR-Studio Nairobi geschaltet ist, haben die Lupen rein, perfektes Bild und Ton. Willkommen im Technikstandort Deutschland. Aber ich musste auch daran denken, wir haben nämlich damals nicht mal fest und wir haben tatsächlich telefoniert und lokal unsere Spuren aufgenommen. Das war früher noch.

01:35 Fynn Kröger

Das war kurz vorm Rauchzeichen, ja.

01:38 Gavin Karlmeier

Wir haben heute so viele Themen und ich will direkt sagen, Leute, bleibt dran, weil wir haben am Ende heute eine Versöhnlichkeit und wir müssen schlechte Nachrichten über Elon Musk verbreiten. Also es ist. Alles dabei, was man sich wünschen kann. Ich möchte aber mit dir vor allem erstmal in Deutschland bleiben, bevor wir so richtig reingehen. Und zwar möchte ich mit dir über Katharina Reiche sprechen.

01:57 Fynn Kröger

Warum das denn?

01:59 Gavin Karlmeier

Katharina Schleisen ist unsere Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Und sie hat ein sogenanntes, ich mag das, wie das beim Bundesverfassungsgericht lautet, ein sogenanntes Real, in Anführungsstrichen, herhochgeladen.

02:15 Fynn Kröger

Entschuldigung, sie hat es nicht beim Bundesverfassungsgericht hochgeladen.

02:18 Gavin Karlmeier

Nein, da hat sie es wahrscheinlich nicht hochgeladen, aber das Bundesverfassungsgericht hat dafür gesorgt, dass sie das vielleicht, dass sie es vielleicht lieber nicht getan hätte. Was ist passiert? Und zwar hat sie ein Reel hochgeladen am 24. September, und in diesem Reel, und zwar auf dem, wenn ich das richtig verstehe, Auf dem Account des Bundesministeriums, also nicht über ihren privaten Account, auch nicht über einen professionellen Account, sondern über den Account des Ministeriums, in dem sie über die Partei Die Linke gesprochen hat. Und dort hat sie ein paar Sätze gesagt, indem sie die Linke sehr klar in den Reigen des Antisemitismus stellt, indem sie davon spricht, dass diese Partei dafür kämpft, Juden in Berlin Angst zu haben. machen zu wollen, dass sie organisierte Kriminalität begrüßt und dass das ein Grund sei, dass unsere internationale Investoren Abgeschreckt würden von Deutschland. Und das hat sie eben in diesem Reel auf dem Kanal des Bundesministeriums erzählt. Die Linke hat sich gesagt, das finden wir jetzt nicht so richtig und sind deswegen erstmal den klassischen Weg gegangen und haben eine Beschwerde eingelegt. Und eine gegen diese Beschwerde. . Auf diese Bescherde hin ist erstmal gar nichts passiert. Also die einstweilige Verfügung hat gar nichts gebracht, was dazu führte, dass sie ein Eilantrag an das Bundesverfassungsgericht stellten und dieses hat dem Eilantrag stattgegeben, was dazu führte, dass sie dieses Real jetzt entfernen muss, bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache, wie es so schön heißt.

03:45 Fynn Kröger

Hast du schon geguckt, ob das auch schon weg ist?

03:48 Gavin Karlmeier

Das habe ich nicht geguckt. Ich dachte einfach mal, dass wenn das Bundesverfassungsgericht spricht, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie handelt. Aber das kann ich jetzt mal gerade live tun, da gehe ich doch mal von aus. Das wäre natürlich eine Sache, wenn das immer noch online wäre.

04:02 Fynn Kröger

Ja, da gibt es ja manchmal vielleicht so eine Frist. Also das kommt bestimmt aus irgendeinem alten Gesetz, wo das irgendwie mit dem Briefverkehr noch zu tun hatte und viel größere Zeitaufwände bedeutet hat. Ähm, das stimmt, aber es wurde ja glaube ich, das war ja so ein bisschen die Krux an der Sache, von Katharina Reiche nicht namentlich die Partei Die Linke erwähnt, sondern die wurde so sehr. . eindeutig umschrieben als eine Partei, die irgendwie alles Mögliche enteignen will und dann auch irgendwie antisemitische Probleme hat und alles Mögliche. Sodass schon wo man, je nachdem wie man das sehen will, vielleicht auch so eine gewisse Form von Ambiguität als Absicht hineindeuten kann. Also dass man sich vielleicht geglaubt hat, mit dieser Nummer da so ein bisschen rauszuwieseln, dass es eben nicht klar parteipolitisch ist, wenn niemand die Partei benennt, Fragezeichen, aber scheint ja So oder so gefruchtet zu haben.

05:01 Gavin Karlmeier

Ja, das finde ich auch bemerkenswert. Und was ich auch sehr bemerkenswert finde, ist, dass Katharina Reiche dir ja auch in der Vergangenheit schon durchaus Ich formuliere das vorsichtig, bemerkenswerte Aktionen gebracht hat in Ihrem Amt, dass sie jetzt hier ganz klar gegen das Neutralitätsgebot für Staatsorgane gehandelt hat, weil sie sich eben hier politisch positioniert als Ministerium. Und das finde ich doch, also das hätte man ahnen können, dass ihr das auf die Füße fällt, ehrlicherweise.

05:29 Fynn Kröger

Ja, da habe ich doch lieber Johann Wadefuhl, der auf dem Instagram-Account des Bundesinnenministers scharfe Soßen aus was auch immer, Mexiko oder so testet.

05:38 Gavin Karlmeier

Ja, er macht vor allem auf seinem TikTok-Kanal, ich glaube, der heißt Bundesaußenminister der Kanal. Hat er ein wiederkehrendes Format mit dem Namen Ist russische Desinformation immer noch so verrückt? Mit einem sehr langen Intro, in dem er auch mit Amtskollegen aus der ganzen, aus ganz Europa eigentlich aufeinandertrifft und mit denen gemeinsam so russische Propaganda auseinanderbastelt. Das finde ich schon, das hat irgendwie. Das hat seinen Humor auf eine Art.

06:05 Fynn Kröger

Ja, und das hat ja sogar was Inhaltliches. Also, das ist ja, es gibt ja auch dieses Arte -Tracks-Format, wo sie auch regelmäßig so schauen, was läuft denn jetzt so im russischen Fernsehen. Und das finde ich schon übel interessant, was da passiert. Also.

06:20 Gavin Karlmeier

Oh, das kenne ich nicht, das Format, aber das klingt tatsächlich.

06:23 Fynn Kröger

Das läuft schon ewig. Ich glaube, das läuft tatsächlich seit der Vollinvasion. Und das ist.

06:33 Gavin Karlmeier

Krass. Oh, das werde ich mir gleich mal anschauen. Wir müssen übrigens ganz kurz dazu sagen, der Vollständigkeit halber, wenn ihr euch denkt, ihr habt so eine ausgelassene Stimmung, das ist so ungewöhnlich für einen Montag, wir nehmen bereits am Samstagabend auf. Also während halb Deutschland das Supertalent guckt oder was man halt so macht an einem Samstagabend als Erwachsener. Sitzen wir hier und nehmen für euch diese Episode auf. Die läuft am Montag, den 19. in Kalenderwoche 43. Auch das will der Vollständigkeit halber gesagt sein. Und ihr merkt es alle und du merkst es auch. Ich drücke mich so ein bisschen vor den Themen heute, weil es ist heute wirklich so eine. Also es ist so mies alles. Aber ich fange vielleicht mit was Lockerem an und dann steigern wir uns langsam. Kommen wir zum Meta. Und zwar gibt es Hinweise darauf, dass ab dem 28. Oktober, also wenn ihr das hört, in neun Tagen, Instagram einen Longform -Tab. Sie haben bereits angekündigt, NutzerInnen bekommen schon diese Information, dass Reels die länger das Reals die miteinander verknüpft Also bei denen du sagst, das hier ist Teil 2, das hier ist Teil 3, dass diese Funktion bald wegfällt und du dafür Inhalte hochladen kannst, die dann direkt in dem eigenen Langformat-Tab auftauchen werden.

07:45 Fynn Kröger

Okay, das also die erste Neuigkeit für mich ist, dass man Reels miteinander verknüpfen kann. Diese, also gehen wir damit Full Circle? Weiß ich gar nicht. Es gab doch mal, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, in grauer Vorzeit. Gab es mal Instagram TV. War das nicht auch schon Longform, aber hochkant?

08:04 Gavin Karlmeier

Ja, genau. IGTV, das war auf bis zu 60 Minuten angelegt.

08:09 Fynn Kröger

Das wird ja wohl erstmal reichen, ja. Und da sind wir jetzt irgendwie, weil das wurde dann irgendwann wieder eingestellt und dann kamen irgendwie ein paar Jahre, keine Ahnung, die Zeit ist relativ, Reals dazu und jetzt. Ist die, ähm, beißt sich die Schlange in den Schwanz.

08:25 Gavin Karlmeier

So sagt man. Vor allem ist das so interessant, weil Adam Mossari immer wieder so lange damit gehadert hat. Er hat häufiger in Interviews auch gesagt, wir werden sowas niemals brauchen, niemals einführen, dafür kommen Leute nicht zu. Dann gab es Anfang des Jahres erste Hinweise darauf, dass sie vielleicht doch mit der Idee flirten. Ich glaube nicht von ihm selber, sondern von einer Mitarbeiterin. Und jetzt gibt es tatsächlich dieses Langformat-Tab. Und ich würde, also wir wissen, in anderen Märkten, vor allem in asiatischen Märkten, ist dieses Microdrama-Ding. relativ groß und da steckt relativ viel Energie drin. Hierzulande aber ist das ja gar nicht der Fall. Und ich würde sogar sagen, dass das zumindest für mein Nutzungsverhalten Eher kontraproduktiv ist, weil das mir passiert, dass ich beim Real-Scrollen länger als 30 Sekunden an einem Video hängen bleibe, ist In der Regel eher ein Versehen und passiert dann, weil ich ein Video so interessant finde, dass ich mir es anschaue. Ich würde mich niemals hinsetzen und Hochkantvideos geplant schauen, die länger als drei, fünf, zehn Minuten lang sind, oder?

09:25 Fynn Kröger

Das glaube ich auch. Ich bin, aber da bin ich vielleicht auch der falsche Ansprechpartner. Jemand, der Shortform-Content generell immer als so eine gewisse Form von Belästigung wahrnimmt. Und die, also mich mit der so ein bisschen immer auf so einem Für und Wider irgendwie befinde, weil auf der einen Seite bin ich dafür, glaube ich, total empfänglich, auf der anderen Seite weiß ich aber auch, es ist wie so eine Schlafparalyse eigentlich, ich weiß Es sollte gerade nicht so sein, aber in irgendeiner Form ändert sich mein Verhalten nicht oder ich kann nicht eingreifen. Und deswegen Ja, bin ich vielleicht auch dazu befähigt, länger als ein paar Minuten daran zu bleiben. Aber diese innere Anspannung, die ist für mich ab Sekunde 1 dabei. Und bei diesem Microdrum ist es ja, glaube ich, wenn ich das richtig verstanden habe, ja auch ein bisschen Teil der Masche, dass du ständig zum nächsten Teil swipest. Also dass du dich sozusagen. . In einer gewissen Form auch aktiv mechanisch committest weiterzugucken und dass das nicht von sich aus passiert.

10:29 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist aber der nächste logische Schritt der Entertainisierung von Instagram. Wir wissen, Sie haben eine iPad-App gestartet, die nur mit Reels aufgeht. Das ist die erste Ansicht. Die iPhone-App wird zukünftig auch zuerst mit Reels starten. Sie haben eine Fernseh-App gestartet. Und da ist es ja nur schlüssig, dass es eben dann auch Videos gibt, die man sich vielleicht auf dem Fernseher anschauen möchte.

10:50 Fynn Kröger

Ja, es gibt nichts Traurigeres, als YouTube-Shorts auf dem Fernseher zu gucken. Und dass es eine Instagram-App für den Fernseher gibt, das ist mir auch neu, aber das ist klar, also dann wäre es notwendig. Zumal ja der Fernseher auch für YouTube, glaube ich, mittlerweile das größte Medium ist. Und schon alleine deswegen, weil sich dort viel Schwieriger so verbeverhinderungsmaßnahmen installieren lassen ist das natürlich ein Supermarkt.

11:19 Gavin Karlmeier

Ja, absolut Ähm, ich suche die ganze Zeit die Brücke zu diesem Thema, aber ich sag einfach, wir müssen rausplatzen. Und zwar gibt es eine Recherche von 19th. News. Das ist ein Recherche -Konglomerat, würde ich sagen. Und die haben sich mal angeschaut, was Meta eigentlich im Vorfeld der Zwischenwahlen, der Midterms, die bald ja anstehen. So, wie sie sich so verhalten, was die Content Moderation anbelangt, vor allem der organischen Inhalte. Wir haben in den letzten Wochen sehr viele Hinweise darauf bekommen wie sich Meta mit WerbepartnerInnen verhalten hat. Also vor allem was Werbungen angeht, die möglicherweise als Vogue Links progressiv wahrgenommen werden könnten. Ich habe all diese Begriffe in meinen Gedanken in Anführungsstriche gesetzt. Für die, die sich nicht erinnern, Das Sperren von Werbeinhalten eines queeren Clubs in Texas, das Sperren von Werbeinhalten eines Theaters in Barcelona, das ein feministisches Stück von Virginia Woolf aufgeführt hat. und so weiter und so weiter. Jetzt um gibt es sozusagen genau den harten Bruch in die andere Richtung, denn wir wissen, dass Meta ja ein Programm hat, bei dem Menschen eine Art Revenue Share bekommen. Also dass CreatorInnen dafür bezahlt werden, dass sie Inhalte bei Frauen. Facebook und Instagram hochladen. Und 19th News hat sich angeschaut, wer gehört denn da eigentlich zu? Und jetzt ist es tatsächlich bemerkenswert, dass sie 29 LGBTQ-feindliche Accounts identifiziert haben, die auf Einladung von Meta in dieses Programm aufgenommen wurden, der Content Monetization, also der Bezahlung für Inhalte. Dazu gehören zum Beispiel auch Accounts wie Lips of TikTok, ein X-Account, ein früherer Twitter-Account, Der als mindestens rechtskonservativ, wenn nicht sogar als klar rechtsradikal zu bezeichnen wäre. Die Person, die dahinter steckt, auch die steckt hier offenbar in diesem Bezahlprogramm von Facebook. Dazu gehören aber auch andere, die Neonazi-Inhalte veröffentlichen, in denen sie sich über Suizidraten von Transgender-Personen lustig machen und so weiter und Transpersonen lustig machen, Entschuldigung. Also wirklich die abscheulichsten Inhalte, die eben von Meta eingeladen werden, ihren Content doch auch bei Facebook und Instagram hochzuladen und dafür gehen. Geld zu bekommen. Übrigens bin ich überraschend, es gehört auch Turning Point dazu. Das ist die Organisation, die wir von Charlie Kirk kennen.

13:44 Fynn Kröger

Ja, es ist Also die wesentliche Information dabei ist, dass das Leute sind, die auf Einladung, also auf Gesuch von Meta in irgendeiner Form in diesem Monetarisierungsmodell. sich drin behaupten, weil das natürlich der Punkt ist, wo sich die Firma selbst dann nicht rauswirtseln kann und sagen kann, ja, wieso wir haben doch Ganz viele Leute in diesem Monetarisierungsprogramm, wer soll denn da die Übersicht behalten? Das kann ja mal passieren, sondern in irgendeiner Form muss es ja. Ich würde jetzt vielleicht sogar insinuieren, irgendeine Form von redaktioneller Entscheidung getroffen worden sein, dass diese Accounts einer Monetarisierung würdig sind. Und wenn man jetzt eine in irgendeiner F, also linksgelesende auch nur Accounts, wie jetzt irgendeinen schwulen Club in Texas oder was auch immer. nicht in dieses Monetarisierungsprogramm lässt. Unter, ich weiß jetzt nicht, was die Vorwände waren, ob das jetzt wird, wahrscheinlich irgendwas im Sinne von Politik.

14:46 Gavin Karlmeier

Über denen wurde die Werbung nicht zugelassen, weil sie zu politisch

14:50 Fynn Kröger

Genau. Wenn man jetzt grundlegend, das kann man ja als Firma machen, sagen, dass man politische Inhalte, wie auch immer die zu definieren sind, nicht haben will, das kann man ja durchaus machen, aber wenn man natürlich das nur der einen politischen Fahrtrichtung gegenüber sagt und der anderen nicht, dann charakterisiert das dieses Unternehmen ganz ungemein.

15:10 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also das kann man nicht besser sagen und das ist halt wirklich sehr interessant, weil wenn wir das jetzt in ein Bild mit zwei anderen Meldungen setzen. nämlich eine Meldung, die Mashable recherchiert hat, dass es mehrere CreatorInnen gibt, die extrem große Schwierigkeiten bekommen, weil sie zum Beispiel einfach kommentarlos von Meta gesperrt werden. Also dazu gehören LGBTQ-AktivistInnen, dazu gehören Oversize, wie sagt man, ähm Plus -Size. Mode -Labels, die also Dissus verkaufen, die eben nicht in XS verkauft werden, sondern in 3XL, die alle gesperrt werden. eigentlich ein ganz klares Bild von alles, was progressive Stoßrichtung hat, nicht auf der Plattform haben möchte. Auch wenn Meta selber hier gegenüber Mashable gesagt hat, dass es vor allem automatisierte Verfahren sind und dass man hier davon ausgeht, dass es Content-Moderation ist, die eben KI für Menschen übernommen hat , gleichzeitig aber eben Rechtsradikale bezahlt für ihren Inhalt, um sie auf der Plattform zu haben. Wir gleichzeitig wissen, dass Mark Zuckerberg im Januar 2025 diesen großen Wandel bei Meta angekündigt hat und dazu gehörte, dass es in den Community-Guidelines explizit steht, dass es legitim ist, Homosexualität als mentale Erkrankung zu bezeichnen. Wenn du all diese Dinge zusammennimmst. und dann noch dazu legst, dass es Hinweise darauf gibt, dass in Brasilien die Präsidentschaftswahl in Teilen oder dem Kandidat , ich gehe gleich nochmal detaillierter darauf ein, aber dem. Dem progressiven Kandidaten vor der Präsidentschaftswahl es schwer gemacht wurde, Aufmeter Werbung zu schalten, auch darüber haben wir schon gesprochen, und auch Inhalte organisch zu veröffentlichen. Wenn du all diese Dinge zusammennimst. Dann stellst du fest, was Meta eigentlich hier tatsächlich veranstaltet, nämlich weiterhin dieses Maga -Weltbild, den Trumpismus weiter in die Welt bringen wollen und sich eben gar nicht mehr als das Unternehmen zu platzieren. vielleicht war es, als dass es mal wahrgenommen werden wollte, zwischenzeitlich.

17:12 Fynn Kröger

Ja, also da ist natürlich jetzt das Zünglein an der Waage, beziehungsweise die große philosophische Frage am Ende, inwiefern ist das alles gemeint? Also inwiefern ist das Ausdruck irgendeiner Form von politischer Überzeugung? Und inwiefern ist das sozusagen Der Weg des geringsten Widerstands in der sozioökonomischen Gemengelage. Also inwiefern ist Mark Zuckerberg Meta Das Fanlein im Winde, das merkt, okay, der Wind bläst jetzt von rechts, dann bewegen wir uns jetzt halt nach rechts, weil das gibt uns politischen Pfadwind, um in dieser dämlichen Metapher zu bleiben. Und dann machen wir jetzt eben das. Und wenn es beim nächsten Mal ein Demokrat wird oder. was auch immer, dann ändern wir uns halt wieder. Und ich, also ich glaube sogar, mehr oder weniger, das habe ich das letzte Mal, als ich hier war, auch schon gesagt, dass es natürlich ganz wichtig ist, dass wir uns Vor allem, das klingt jetzt total böse, aber dass wir uns merken, was die in dieser Zeit gemacht haben, weil wir sie nur daran charakterisieren können. Wenn jetzt Mark Zuckerberg in drei Jahren oder zwei oder was auch immer wieder irgendwie ein Awakening hat und merkt, oh Inklusion, Vielfalt, was auch immer, ist doch was ganz Tolles. Also dann falle ich langsam vom Glauben ab. Also dann ist ähm dann ist glaube ich noch mehr deutlich, dass Dass die keine politische Überzeugung atmen und leben, sondern halt, wie gesagt, den Weg des geringsten Widerstands gehen.

18:45 Gavin Karlmeier

Absolut. Also Zuckerberg ist ein klarer Opportunist. Die Frage ist nur, ob die Massivität, mit der dieser Opportunismus im Moment zur Schau gestellt wird, ob der umkehrbar ist oder ob der tatsächlich, ob er tatsächlich versuchen wird, wenn es wieder einen demokratischen Präsidenten, eine Präsidentin geben sollte. das einfach sozusagen unter den Teppich zu kehren und zu sagen, nö , wir haben jetzt hier wieder eine Regenbogenflagge auf dem Logo.

19:12 Fynn Kröger

Ja, das hängt, glaube ich, auch sehr davon ab, wie, wenn wir jetzt mal postulieren, dass in irgendeiner Form die USA politisch die Kurve kriegen und sich irgendwas auf der politischen Landschaft der USA in absehbarer Zeit durchsetzt, das nicht mager ist, wie dieser Wechsel dann, ich sage jetzt mal, moderiert wird. Also ist es so dieses Joe Biden Mantra im Sinne von Ja, wir arbeiten jetzt zusammen, working across the aisle und sowas. Oder ist es ein, okay, wir müssen komplett tabula rasa machen, weil was hier die letzten vier bis zwölf Jahre passiert, es ist einfach komplett insane gewesen. Wir müssen jetzt quasi wieder von vorne anfangen. Je nachdem wird sich wahrscheinlich auch Meta bzw. Zuckerberg und Co. denken, wie sie sich da jetzt an diesem Tabula Rasa-Prozess beteiligen oder nicht.

20:05 Gavin Karlmeier

Elon Musk hatte ja nach der vor der Wahl Trumps gesagt, vor der letzten, sollte eine Demokratin, die die Präsidentin stellen oder werden Dann geht er davon aus, dass er im Gefängnis landen würde. Und naja, also man muss sich hier genau anschauen, was hier passiert, und darf das eben alles nicht vergessen. Und deswegen ist es vielleicht auch sehr wichtig, dass wir das hier zumindest alles dokumentieren.

20:33 Fynn Kröger

Doch, doch, die schreiben das alle mit, ja, ja.

20:36 Gavin Karlmeier

Naja , wir landen alle in den Trainingsdaten. Egal was wir tun. Das stimmt, ja. Das landet alles in den Trainingsdaten. Das ist ja das Dilemma, dass wir hier als Podcast eben so, wir sind ja so open. Alle können sich so runterladen, macht alles damit. Im Rahmen der von HAISE zur Verfügung gestellten rechtlichen Möglichkeiten.

20:55 Fynn Kröger

Ja, mit freundlicher Unterstützung von

21:00 Gavin Karlmeier

So, ich habe noch eine andere Geschichte von Meta. Und zwar hat Meta, und das ist aber eine Geschichte, die hat sich hier kurz vor der Aufnahme ein bisschen überworfen, aber vielleicht auch deswegen, weil es so laut wurde. Um diese Geschichte. Und zwar hatte Meta neue Geschäftsbedingungen für die professionelle Nutzung seiner Angebote angekündigt. Also. Wenn du ein Geschäftskonto, also einen Account im Business Manager hast oder ein Werbeanzeigenkonto oder was auch immer für eine professionelle Beziehung mit Meta und damit Facebook, Instagram oder WhatsApp nutzen möchtest, Musstest du diese neuen Nutzungsbedingungen unterschreiben. Und in diesen Nutzungsbedingungen gab es eine Formulierung, die wie folgt lautet Sie ermächtigen uns oder ein in unserem Auftrag handelndes Unternehmen automatisiertes Software wie Webscraper, Bots, Roboter, Spider, Crawler und User Agents einzusetzen sowie Testzugangsdaten zu erstellen, um Domains, Webseiten oder URLs und die darüber verfügbaren Inhalte zuzugreifen, um diese zu indexieren, zwischenzuspeichern, analysieren, abzurufen oder zu durchsuchen. Blablabla. Heißt also, sie haben sich von allen Leuten, mit denen Sie eine irgendeine Art von geschäftlicher Beziehung haben, also auch einen Business Manager Account. unterschreiben lassen, dass du damit einverstanden bist, dass deine Webseite verwendet werden darf, um sie in Metas Trainingsdaten zu schicken, um ausgelesen zu werden. um von Meta genutzt zu werden. Und das hat für einen ziemlichen Aufschreit in den letzten Tagen gesorgt. Es wurde viel diskutiert, so dass hier kurz vor der Aufnahme nämlich die Meldung kam, dass Meta ihre Nutzungsbedingungen erneut überarbeiten. und diesen eben zitierten Satz ge äh ersatzlos entfernen, weil sie offenbar sagen, dass oder sagen wollen, das sagt hier der Andy Stone, Vizepräsident für Kommunikation und Daniel Roberts, wie sagen das? An der Art und Weise, wie Meta-Webcrawler einsetzt, hat sich nichts geändert. Jede gegenteilige Behauptung ist falsch. Ob das von vornherein der Plan war. Ist natürlich fraglich, weil man sagen muss, naja, man musste diese Passagen halt eben dann doch erstmal unterschreiben.

23:09 Fynn Kröger

Dass es in irgendeiner Form geplant war, dass es so abläuft, das kann man, glaube ich, ausschließen. Es ist. Ja, interessant, weil es ist ja jetzt noch gar nicht so lange her, seit diese EU -Urheberrechtsrichtlinie durch ist. Das war, glaube ich, 2019. Und darin enthalten ist ja auch eine europaweite Erweiterung des Leistungsschutzrechts. die ja damals, 2019, noch vor dem großen Boom von generativer KI und Sprachmodellen, ja vor allem abgezielt hat auf Google und Facebook, die so Linkvorschauen automatisch erstellt haben, indem irgendeine Form von inhaltlicher irgendeine Form von Inhalt von dem verlinkten Artikel schon enthalten war und die Argumentation damals von den Rechtinhabern war immer Dass das ja in einer gewissen Form den Klick verhindere, wenn zu einem großen Teil in dieser Linkvorschau schon Teile des Textes abgebildet werden. Und dementsprechend weniger Traffic, weniger Werbeeinnahmen und so weiter, weniger Lebensgrundlage für die Leute, die das dann geschrieben haben. Und Gut, da können wir jetzt lange drüber ausholen. Das hat in Deutschland schon länger und in Deutschland nicht so wahnsinnig viel gebracht. Ob das jetzt durch die EU-Urheberrechtsrichtlinie auch irgendwas gebracht hat, das habe ich nie herausgefunden. Aber im Prinzip Ist ja das Scrapen von Daten in der mutmaßlichen Absicht, das Meta versucht Ähnlich wie Google das tut mit dieser KI -Sofortantwort und so weiter, die Ergebnisse, die sich hinter dem Klick verbergen, vorwegzunehmen, das ist ja recht naheliegend. Und Inwiefern das also, auch wenn es in den AGBs weiter gestanden hätte, auf EU-Richtlinie, auf EU-Basis Bestand gehabt hätte, das hätte mich interessiert. Aber zu dieser Auseinandersetzung wäre es wahrscheinlich nicht gekommen. Oder würde es jetzt nicht mehr kommen, wenn sie das sowieso vorwegnehmen. Aber Ja, es ist.

25:18 Gavin Karlmeier

Ich finde das einen ganz spannenden Vorgang, weil dieser Versuch es so durchzumogeln.

25:22 Fynn Kröger

Ja.

25:23 Gavin Karlmeier

Und einfach mal auszuprobieren, ob es jemandem auffällt und es ist leider jemandem aufgefallen, dass es schon dreist.

25:29 Fynn Kröger

Es lässt mich auch immer sofort daran denken, okay, jetzt ist es vielleicht aufgefallen, aber wie viele andere Sachen sind uns nicht aufgefallen? Stimmt. Weil der Grund, dass die das versuchen, die sind ja nicht blöd, wird ja in irgendeiner Form aus Erfahrungswissen erwachsen, dass es in der Regel doch funktioniert. Und deswegen, also ja. Ich gehe aber in meinem unbändigen Zynismus eh davon aus, dass die das sowieso machen. Also, wenn auch nur geheim zu scrapen, um es in irgendeinen Kohleofen zu packen, der ihre KI befeuert. Aber weil diese Robot-TXT und so weiter, das wird, glaube ich, kategorisch immer ignoriert. Also diese Websites, ähm , Diese Zusatzdatei sozusagen, die bei Websites geladen wird, die so Scraper und so weiter auslesen, um zu merken, achso, nee, hier soll ich mich nicht bedienen. Das ist ja auch nur eine Etikette in dem Fall.

26:22 Gavin Karlmeier

Ja, wobei Stone und Roberts beide sagen, wie bisher können Website-Betreiber über die Robots -Tex festlegen, wie ihre Inhalte behandelt werden sollen. Ob das dann auch tatsächlich ernst genommen wird, steht übrigens nicht.

26:34 Fynn Kröger

Ja, ja, das meine ich. Also es ist Soweit ich das verstehe, keine technische Hürde, die da aufgebaut wird, sondern nur eine Aussage im Sinne von I do not consent. Aber

26:47 Gavin Karlmeier

Aber wir haben ja auch über Muse gesprochen, das ist ja dieser Agent, den Meta gestartet hat. Und beim Onboarding von Muse, wenn du das auf dem Desktop installierst. . Dann werden dir so, wie du das auch von anderen Apps kennst, da willst du dir Kamera zulassen, willst du das Mikrofon zulassen und so weiter und so weiter. Und die zweite Frage beim Onboarding von News for Desktop ist allow muse to access all your files files and local apps, also voller Dateizugriff auf deine Festung. Platte. Das wird auch nicht diskutiert, sondern es wird einfach direkt gefragt, erlaubst du das? Du kannst es klein, unten steht Skip, aber es ist formuliert mit Du musst nicht mehr durch deine ganzen Ordner Notizen und Nachrichten jagen. Mit deinem Einverständnis kann Muse alles finden, lesen und bearbeiten.

27:38 Fynn Kröger

Ja, erstmal System 32 löschen. Aber hat das nicht sogar, oder war das Muse, aber irgendeine von diesen installier dir deinen eigenen KI-Agenten auf deinem Computernummern war das? die zumindest auf Mac -Ebene die Diskussion ausgelöst hat, ob dieser Full-Disk Access eine Sache ist, die man so unweigerlich als Nutzer ähm erlauben können sollte.

28:02 Gavin Karlmeier

Und die ja auch tatsächlich dazu führte, glaube ich, dass Apple da eine Veränderung herbeiführt wurde.

28:08 Fynn Kröger

Ja, genau. Also wie die genau geartet ist, habe ich nicht verstanden, aber dass es in irgendeiner Form da was losgetreten hat, ja.

28:14 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, es ist die Idee, dass es eben hier eine Art Freigabe gibt. Das ist ja die Abfrage, die hier passiert. die es bislang eben sonst nicht gegeben hat. Also du musst es zwar irgendwie erlauben, wenn auf deine die privaten Dokumente zugegriffen wird. Aber den direkten vollen Dateisystemzugriff, den musstest du bislang nicht freigeben. Und diese Abfrage gibt es aber jetzt hier, der hat Meta aber eben auch direkt ins Onboarding eingebaut. Unmittelbar.

28:43 Fynn Kröger

Ja, und so richtig schön, ja, ah, das ist eigentlich, tun wir ja was für dich.

28:47 Gavin Karlmeier

Genau.

28:48 Fynn Kröger

Du erlaubst uns den vollen Dateizugriff, aber ehrlicherweise ist die Dienstleistung ja eine von uns an dich.

28:58 Gavin Karlmeier

Und ich finde das so interessant, wie Apple sich da in den letzten Monaten irgendwie verhält, was diese ganzen Entwicklungen angeht. Wir haben auch in einer der letzten Episoden ja nochmal über diese Siri-Recap-Funktion an der Watch gesprochen. Wir haben über ich weiß gar nicht mehr, was es noch war, aber es gab mehrere solche Entwicklungen, bei denen sich Apple irgendwie gerade verändert. Und klar, sie haben einen neuen CEO und vielleicht will der irgendwie reagieren, aber jetzt gibt es nämlich eine Meldung, die Axios berichtet. Dass Apple und Meta ihren Streit, den sie über Jahre hatten, offensichtlich beilegen, weil sie zusammenarbeiten, das Modell Muse, also eines der Modelle von Meta , lokal auf dem Mac durchführen lassen zu können, nämlich Muse Spark Open, ein offenes, ein Open Ways KI-Modell von Muse. Das sollst du direkt auf dem Mac lokal laufen lassen können, eben weil die beiden Unternehmen hier zusammenarbeiten. Und die schäbigste Aussage finde ich eigentlich von Alexander Wang, das ist der Leiter der KI-Abteilung von Meta, der hat gesagt. Wir freuen uns, dass Mama und Papa wieder friedlich miteinander umgehen.

30:01 Fynn Kröger

Wie, oh Gott, unangenehm. Ja, also ich muss ja gestehen, Apple war mir eigentlich immer recht sympathisch mit ihrer recht dullihaften Umsetzung von KI, weil ich mir dann gesagt, das. . . Kommen wir dann zumindest nicht in die Quere. Das ändert sich jetzt so langsam. In der Form ironischerweise ein bisschen dankbar an den DMA, dass uns das zumindest zu einem großen Teil erspart wird, weil diese Serie AI ja gar nicht, äh, zumindest Vorerst in die EU kommt. Es ist aber, glaube ich, trotz allem gar nicht so blöd darauf zu setzen, lokale Modelle zu haben, weil ich glaube, da liegt so ein bisschen Das größere Potenzial als jetzt für so kleine Sachen, für die solche Assistenzsachen ja im Normalfall benutzt werden. Also ich Diese Ausnahmen von wegen, ich lass mir jetzt hier so ein komplettes Programm Vibe coden, die sind glaube ich, also das sind dann schon Leute, die auch was darüber auf Reddit dann schreiben. Aber das sind, wie gesagt, dann eher die Ausnahme, sondern das meiste ist halt, ey, wie ist das Wetter, ey? mach mal das Licht im Wohnzimmer aus und stell mir einen Timer auf 18 Minuten. Und dafür dann jedes Mal eine Cloud anzupingen, macht das User-Verhalten oder die User-Erfahrung wirklich merkbar schlechter, weil das einfach länger dauert und unzuverlässiger ist und so weiter.

31:27 Gavin Karlmeier

Ja, das berichten viele, dass die KI-aufgebaute Siri in den USA eben die klassischen Dienste nicht mehr so gut umsetzt wie die alte Siri. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich deine Einschätzung mitgehe. Also ich würde jetzt zustimmen, dass lokale Modelle zumindest auf dem Vormarsch sind und dass es auch eine gute Möglichkeit ist, gerade mit so leistungsfähigen Rechnern wie einem modernen Mac irgendwie. du viele, viele Dinge machen kannst, ohne dass du dafür ein Premium Pro Power Modell brauchst bei irgendeinem großen Anbieter. Es birgt aber ein paar Gefahren, weil zum einen unterwirft sich dein lokales Modell im Zweifel nicht denselben Regeln wie ein großes Unternehmen. Und was bedeutet, dass viele Leute einfach mehr Möglichkeiten bekommen, mit KI Dinge zu tun, die sie vielleicht mit Hilfe von Claude eben nicht hätten tun können, möglicherweise? Und zum anderen habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass man hier versucht, irgendwie gute Miene zum bösen Spiel zu machen, weil Apple eben relativ lange fest oder jetzt feststellen musste, dass sie halt Probleme hatten, das irgendwie in diesem KI-Game mitzuspielen. Und diese Erzählung des Unternehmens, das hier so der Wartende, Lachende am Ende ist. Das würde ich im KI-AI-Race nur so halb mitgehen, ehrlicherweise.

32:45 Fynn Kröger

Ja, das stimmt, ja.

32:47 Gavin Karlmeier

Ich glaube, damit ziehen sie sich irgendwie so ganz gut aus der Misere. Ich finde halt vor allem interessant, dass sie hier so eng mit Meta zusammenarbeiten, wenn es, äh, weil es ja durchaus andere Player hätte geben können, mit denen man zusammenarbeitet.

32:57 Fynn Kröger

Ja, mit denen haben sie ja auch schon alle zusammengearbeitet. Mit ChatGPT haben sie ja zuerst zusammengearbeitet, dann haben sie jetzt für Serie AI mit Google, mit Gemini zusammengearbeitet, dann Also dann haben sie nur noch die Wahl zwischen Meta und Anthropic und noch mit Mistrel. Aber da muss, glaube ich, noch viel passieren, bis das geschieht. Ja, also. . Es ist so ein bisschen, natürlich ist in einer gewissen Form der Geist ein bisschen aus der Flasche und zumindest lokale Modelle, selbst wenn diese ganze Ökonomie von Datenzentren und so weiter den Test der Zeit nicht überlebt. Das wird ja auf jeden Fall weiter Bestand haben. Das heißt, in einer gewissen Form halte ich das für Zukunftssicherer, auch wenn es vermutlich insgesamt für diese Nummer nicht die beste Entscheidung ist.

33:44 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich ist das so. Wie kommen wir vom Thema die beste Entscheidung zum Thema Ausweisverifikation im Internet? Wir haben in der letzten Episode darüber gesprochen, dass es jetzt das Eckpunktepapier der Bundesregierung gibt für ein Social Media Verbot für Menschen unter 13. Und da haben auch darüber gesprochen, dass es in diesem Plan vorgesehen ist, dass du dich mit dem DU Wallet verifizieren lassen könnt, der dass die Online-Funktion oder digitalen Funktionen dann des Personalausweises nutzt, was die meisten Menschen in Deutschland nicht tun. Jetzt gibt es eine. Umfrage, eine Studie von Bitkom. Und diese Studie zu dieser Abstimmung über das digitale Identitätengesetz oder diese Vereinbarung, die ist Sehr interessant. Ich erzähle dir mal ein bisschen was darüber. Und zwar sagen sie, 53% der deutschen BürgerInnen wollen die digitale D-U -Wallet künftig. 20% sagen sogar auf jeden Fall. 21% sagen eher nicht. Das heißt, mehr als die Hälfte möchte das nutzen. 46 Prozent der Deutschen sagen aber, sie haben noch nie von der EUDI-Wallet gehört. Heißt also. Aber wollen Sie

34:57 Fynn Kröger

trotzdem auf jeden Fall

34:59 Gavin Karlmeier

Es gibt also eine Schnittmenge in so einem Venn-Diagramm von Leuten, die noch nie davon gehört haben, aber sie gerne nutzen möchten.

35:08 Fynn Kröger

Das ist ja funny. Ich habe gerade nochmal geguckt, es ist tatsächlich eine repräsentative Umfrage mit tausend und vier Personen. Also es ist nicht einfach irgendwo mal auf der Seite von Bitkom aufgetaucht. Ja, genau. Also, das ist jetzt nicht Leute, die regelmäßig Bitkom lesen, die dann, sondern das scheint tatsächlich in einigermaßen Querschnitt aus der Gesellschaft zu sein. In einer gewissen Form überrascht mich das. Vor allem was die Menge an Euphorie angeht. Ich glaube aber, ähnlich wie beim Fingerabdruck, den du ja deinem Personalausweis auch hinzufügen kannst, dass glaube ich die Möglichkeit dessen begrüßt wird. Aber die tatsächliche Anwendung dessen dann so ein bisschen hinter der Euphorie zurückbleibt. Also, inwiefern diese Leute, die sich jetzt vorfreudig darüber äußern, tatsächlich ins Handeln kommen? Weiß ich nicht. Vor allem hängt es damit ab, davon ab, das war bei mir bei diesem elektronischen Personalausweis der Fall. Irgendwann musste ich mich für irgendwas weiß ich nicht, beim Finanzamt oder wo das auch immer war, ausweisen. Da habe ich gedacht, das mache ich ja mit meinem E-Ausweis und dann musste ich mir irgendwas postalisch zustellen lassen. Und das hat dann irgendwie drei Tage gedauert und dann habe ich gedacht

36:32 Gavin Karlmeier

So ein bisschen wie es gibt eine Krankenkasse in Deutschland, bei der du dich immer mal wieder einloggen musst, weil ansonsten dein Account auf inaktiv gestellt wird. Und für diesen Fall musst du dir einen neuen QR-Code per Post schicken lassen und das dauert so zwei bis drei Wochen. Und dann kriegst du diesen QR-Code und kannst deinen Online-Account wieder reaktivieren. Das Problem ist aber, du kriegst immer E-Mails, in denen nur ein Satz drinsteht. Sie haben eine neue Nachricht. Die kannst du aber nur öffnen, wenn du dich einloggen kannst, was du aber eben nur kannst, wenn du es regelmäßig tust. Es ist eine absolute Katastrophe.

37:03 Fynn Kröger

Furchtbar.

37:04 Gavin Karlmeier

Ganz schlimm. Ich habe zur Methodik noch ein, zwei Infos, und zwar wurden die Menschen tatsächlich gefragt, erstens, haben Sie schon einmal von dem Begriff EODI Wallet gelesen oder gehört? Und die zweite Frage war, wollen Sie die EODI Wallet künftig nutzen? Das heißt, zwangsläufig gibt es Leute, die auf die erste Frage Nein und auf die zweite Frage Ja geantwortet haben, weil sonst wäre es nicht möglich, dieses Ergebnis zu bekommen.

37:31 Fynn Kröger

Also , ich finde es großartig: 53% wollen die Wallet künftig nutzen, nur 8% können aktuell gut erklären, was man darunter versteht. Also. Ich glaube, kürzer kann man irgendeine Form von Bildungsproblem gar nicht beschreiben. Das ist ja großartig.

37:50 Gavin Karlmeier

Oder einfach, also, vielleicht ist das Teil des Marketings. Wenn die Leute nicht wissen, was es ist, dann ist es vielleicht besser für alle. Jetzt werde ich auch zünsch, ne?

38:01 Fynn Kröger

Ja, also ich aber ich kann das auch nicht erklären. Also, ich, aber ich würde jetzt auch nicht behaupten, dass ich die künftig verwenden will, weil ich ehrlicherweise noch nicht mal weiß, was ich morgen zum Mittag esse. Aber na gut.

38:11 Gavin Karlmeier

Und es gibt ja noch ein anderes Problem. Du kriegst ja in Deutschland den Personalausweis in der Regel ab 16. Das Social Media Verbot. Gilt aber unter 13. Was ist also, wenn du 14, 15 bist und gerne Instagram nutzen möchtest mit deinem neuen möglichen Mini-Account? Dann hast du, Stand jetzt, nur eine Möglichkeit, und zwar die Online-Identifikationsverfahren über deine Eltern zu benutzen. Möglicherweise willst du das gar nicht. Weswegen plant jetzt die Union und die SPD, also unsere. Bundesregierung, dass es eine Möglichkeit gibt, eine Form Online-Ausweis zu bekommen. Ab 13. Also du kannst dir ab 13 einen eine , keine Ahnung, halbe Version, einen virtuellen Personalausweis beschaffen, damit du in der Lage sein wirst, dich digital zu verifizieren. Menschen unter 13, aber eben nicht.

39:04 Fynn Kröger

Also, okay, ich verstehe das Problem, aber warum macht man dann nicht den Personalausweis ab 13? Also die Infrastruktur für das Ausstellen und Beantragen und Drucken von Personalausweisen, die existiert ja wohl. Und ehrlicherweise kommt uns da in einem seltenen Fall der demografische Wandel vielleicht zugute, weil da werden ja demnächst Kapazitäten frei, weil gar nicht so viele neue 13-Jährige dazukommen. Aber das wird sich Carsten Wildberger schon irgendwie gut überlegt haben, warum jetzt und inwiefern diese Online-Ausweisfunktion eine Auskopplung des richtigen Personalausweises ist, also dass am Ende sozusagen nur die physische Karte in deinem Portemonnaie fehlt, aber es irgendwie doch ein Personalausweis ist Das irgendwie macht mir das einen Knoten in Kopf.

40:02 Gavin Karlmeier

Ja, ich gehöre zu den 92 Prozent, die das nicht gut erklären können.

40:08 Fynn Kröger

Carsten Wildberger vielleicht auch. Aber der will den auf jeden Fall nutzen.

40:12 Gavin Karlmeier

Der wird den auf jeden Fall nutzen. Auf jeden Fall. Der ist ganz großer Fan. Wir bleiben ein bisschen in der Welt der Politik. Und zwar einen Gesetzesvorschlag des Bundesrates. Und zwar wollen die Länder nun einen besseren Schutz von jungen Menschen durchsetzen? Und zwar, was gefährliche Mutproben im Internet anbelangt. Es geht vor allem hier ausschlaggebend um die sogenannte Blackout Challenge, also eine Challenge Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber bei der junge Menschen sich gegenseitig in die Ohnmacht bringen und zwar mit Atemnot, was wirklich keine sehr gute Idee ist. Eine katastrophale Idee. Und der Plan ist jetzt, dass das Strafrecht so geändert werden soll, dass solche Challenges strafbar sind und zwar für die Menschen, die Videos veröffentlichen. Also die Möglichkeit, Menschen sozusagen für die Gefährdung anderer Menschen hier auch möglicherweise juristisch zur Verantwortung zu ziehen.

41:12 Fynn Kröger

Okay, also gut, das wird ja wahrscheinlich journalistische Beiträge nicht mit einschließen, aber hast du von dieser Blackout-Challenge davor gehört?

41:24 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe sowas schon mal mitbekommen durchaus. Es gibt auch eine andere Challenge, auch die will ich jetzt gar nicht so sehr detailliert erklären, aber bei der nehmen Menschen große Teile von freiverkäuflichen Medikamenten. was mittelfristig zu einem Leberversagen führen wird, aber machen auch das eben voll auf einer Kamera.

41:44 Fynn Kröger

Du meinst jetzt aber nicht, ähm, der ist Oktoberfest. Nein, Entschuldigung. Aber das, ähm, weil es gibt ja in regelmäßigen Abständen So Berichterstattung über irgendwelche Social Media Challenges oder Trends oder was auch immer und dann googelst du das mal oder gibst das mal auf den einschlägigen Plattformen ein und dann findest du so drei Videos und zwei davon sind die Tagesschau, die darüber berichtet, dass das jetzt überall ist. und das, äh, aber das scheint da ja nicht der Fall zu sein. Also ja, in einer gewissen Form finde ich das, glaube ich, gar nicht so schlecht. Also zumal jetzt das wäre das falsche Signal gewesen in irgendeiner Form, diese Jugendlichen oder Leute, die sich daran beteiligen. auf irgendeiner zu erhebenden Art und Weise dafür zu bestrafen, weil das würde, glaube ich, original überhaupt nichts bringen, es vielleicht sogar noch cooler machen. Aber dass die Verbreitung von in irgendeiner Form gearteten Herausforderung unter Strafe steht, ja. Also gut, da stellen sich jetzt natürlich ganz viele dann von dir sicherlich auch nicht zu beantwortende juristische Fragen, inwiefern man dann irgendwann sagt, okay, ab jetzt ist es eine Challenge. Und ab äh und also ob man so eine Datenbank macht von verschiedenen Challenges, die schon mal als sozusagen für dieses Gesetz passend erhoben und beschlossen wurden. So wird es ja nicht sein. Und wie das, wie das so im laufenden Wogen der sozialen Medien so Anwendung finden soll.

43:15 Gavin Karlmeier

Also die Formulierung ist ja, dass der Bundesrat jetzt einen Antrag gestellt hat, der die Bundesregierung auffordert. ein entsprechendes Gesetz zu veranlassen. Und da die Formulierung in diesem Antrag ist, und da zitiere ich die Tagesschau, auch die Strafrechtlich ins Visier zu nehmen, die zu solchen sogenannten Mutproben aufrufen. Egal ob im direkten persönlichen Kontakt oder über soziale Medien wie TikTok oder Instagram. Heißt also, es geht explizit darum, wenn du so eine Challenge groß machst, bist du möglicherweise einfach mitverantwortlich dafür, welche Konsequenzen das hat. Und auch interessant ist, dass der Antrag vor allem in Mecklenburg-Vorpommern angestoßen wurde, weil dort ein Zwölfjähriger tatsächlich bis zur Bewusstlosigkeit Gewürgt wurde von jemandem, den er darum gebeten hatte. Und zwar auf Grundlage einer solchen Challenge.

44:02 Fynn Kröger

Okay. Also

44:04 Gavin Karlmeier

es ist erst was passiert, damit etwas passiert.

44:07 Fynn Kröger

Ja, das ist ja, das ist ja sehr häufig so. In dem Sinne, ja, also kann man vielleicht nochmal drauf zurückkommen, wenn sich die Bundesregierung tatsächlich geregt hat und das in irgendeiner Form mal versucht hat, in ein Gesetz zu gießen, weil das Würde mich auch interessieren, wie das so nachhaltig gestaltet werden kann, dass es jetzt nicht nur auf eine Challenge Anwendung findet, sondern. Ob es um physischen Schaden, psychischen Schaden, Schaden irgendwelcher Art geht, weil dann wird es glaube ich irgendwann ein bisschen, was ist denn Werbung, was ist Aufruf dazu, das sind glaube ich sehr. . Philosophische Fragen.

44:40 Gavin Karlmeier

Ja, das stimmt, aber das sind halt Dinge, die kann dann tatsächlich ein Richter entscheiden. Also, dass es ein Gesetz dagegen gibt, sagt ja nicht aus, dass nicht möglicherweise auch Menschen freigesprochen werden können, die vielleicht Videos gemacht haben, die andere Menschen dazu motivierten. sich sowas anzutun.

44:55 Fynn Kröger

Klar, aber gerade wenn es darum geht, in irgendeiner Form über solche Sachen zu sprechen, ähm, auch wenn es auf einer journalistischen Ebene ist und so weiter Willst du ja trotzdem eine Sicherheit haben, dass du dich dazu äußerst und nicht die ganze Zeit denkst , ja, dann muss ich mich irgendwie vor Gericht da wieder rauswieseln?

45:12 Gavin Karlmeier

Klar, für Menschen wie wir, die über sowas auch beruflich sprechen, ist das, muss es da eine klare Rechtslage geben, weil sie ansonsten. Haben wir halt ein Problem.

45:21 Fynn Kröger

Ein weiteres, ja.

45:22 Gavin Karlmeier

Ein weiteres Problem. Es gibt noch ein Problem. Und das Also das liegt in einer Schublade, dieses Problem, die eigentlich schon von vielen Leuten als großes Problem definiert wurde. Und diese Schublade heißt. Chatkontrolle. Wir erinnern uns, dass die EU ein Gesetz, das eigentlich schon ausgelaufen ist, das aber erstmal verlängert wurde, weil es noch keine Endgültige Verfassung eines Gesetzes gibt und dieses Gesetz ist die Möglichkeit der freiwilligen Chatkontrolle von Unternehmen. Also Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, auf Grundlage eines EU-Gesetzes Die Chatnachrichten, die über ihre Plattformen verschickt werden, auszuwerten und dort nach illegalen Tätigkeiten, vor allem sexuellen Kindesmissbrauch. scannen zu dürfen. Diese ganze Prozedur um diese Chatkontrolle, die wird sehr stark diskutiert und die ist auch sehr umstritten, weil eben A das Öffnen von eigentlich verschlüsselten Messengern eine Sicherheitslücke darstellt, eben auch für alle Leute, die eben darüber nichts Illegales machen möchten. Und B, weil eben jetzt gerade die Auswertung dieser Inhalte auf der Seite liegt, bei der man eben nicht ganz genau weiß, was Leute eben mit diesen Inhalten machen, nämlich bei den Unternehmen. die sie dann vielleicht auch zu anderen Zwecken nutzen und eigentlich waren wir schon weiter, weil wir Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten überall Hatten und uns daran gewöhnt hatten. So, wir wissen aber mittlerweile auch, dass Google, Microsoft, Snap und Meta aktiv private Nachrichten von EU-BürgerInnen scannen auf Bilder und Videos, die Hinweise auf Sex-and-Kindesmissbrauch enthalten. Allerdings findet diese Auswertung nicht nur bei ihnen selber statt, sondern auch bei der US Organisation, National Center for Missing and Exploited Children. darf beauftragt werden, weil die EU-Regelung nicht explizit festlegt, mit welchen Unternehmen die Daten geteilt werden dürfen oder nicht, aber das US-Recht sie dazu verpflichtet. Solche Hinweise auf Verdachtswelle weiterzugeben. So, und dieses NCMEC, das wertet diese Inhalte aber eben nicht selber aus, sondern es nutzt Software des Unternehmens Palantir. Und da sind wir eigentlich genau wieder an einem Punkt, bei dem wir uns alle fragen, ist das jetzt das Ergebnis dieser ganzen Diskussion? Haben wir deswegen über Chatkontrolle diskutiert, damit am Ende unsere Chats möglicherweise von Palantir-Software ausgewertet wird und damit möglicherweise auch auf Palantir-Servern landen könnte, was ja naheliegt, auch wenn Palantir das selber natürlich abstreitet, weil Sie sagen. Sie nutzen dabei nur ihre Software, sie sind ein Dienstleister, sie sind kein Überwachungsunternehmen, wie Sie selber sagen. Viele Leute haben große Zweifel an dieser eigenen Darstellung dieses Unternehmens und die auch berechtigt.

48:11 Fynn Kröger

Unter anderem Alex Carp selber. Aber das, ja , es ist, das ist für mich so ein Thema. wo ich ultraschnell zynisch werde. Also das ist so eine Nummer, wo ähm Ich bin da nicht so, also es gibt ja immer bei dieser Erklärung, dass es darum geht, sexuellen Kindesmissbrauch aufzudecken, vorzubeugen, wie auch immer. Dass es so ein vorgeschobener Grund ist, um irgendwie den Leuten in die Karten zu gucken. Das ehrlicherweise glaube ich nicht. Also ich glaube, also es ist schon ein wachsendes Problem und da was gegen in irgendeiner Form zu tun, ob jetzt das der richtige Weg ist. Das weiß ich nicht, aber das ist generell, glaube ich, erstmal schon mal was Nobles. Aber natürlich ist Das ist jetzt eine sehr politikwissenschaftliche Diskussion, aber dieser Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit und in diesem Fall Sicherheit von Kindern ein ganz delikater Und was die Ausgestaltung dieses Gesetzes und dann seine Ripple-Effekt sozusagen, also bei wem das dann am Ende überhaupt alles auf dem Schreibtisch landet und so weiter. Ich glaube, da können alle Beteiligten sagen, dass das ein Griff ins Klo ist. Also dass das so nicht funktionieren kann und dass das natürlich auch in irgendeiner, dass das nicht so wirklich zu rechtfertigen ist, dass dann einer der wirklich so offen bösesten Menschen der Welt mit seiner Firma dann Zugriff auf Millionen Nutzerdaten und die privatesten Konversationen. ähm der der der Leute hat, ähm, das ist ja das das das kann ja nicht die Lösung sein. Wo ich dann, ja, also da kommt man dann irgendwann immer so ein bisschen auf den Punkt, wo man sich denkt, warum haben wir denn 150 verschiedene dumme KI-Modelle, die in der Lage sind, irgendwie sexuelles Material zu erzeugen? Warum gibt es denn irgendwie nicht eine Handvoll brauchbare Modelle, die irgendwie in der Lage ist, uns in irgendeiner Form diese Form von Inhaltskontrolle abzunehmen. Warum wird da kein Geld reingebuttert? Warum muss es denn immer Palantir am Ende machen? Aber ja.

50:27 Gavin Karlmeier

Die haben leisten gute Lobbyarbeit und haben eben ihre Qualität im Umgang mit sehr großen Datenmengen offensichtlich mittlerweile bewiesen , dass das hier aber über solche Umwege eben passiert. Und dass Also, und das nicht antizipiert werden konnte von Menschen eben in der EU-Kommission. Daran zweifle ich, wie ich aber auch, und da bin ich nicht ganz mit dir auf einer Linie. auch daran zweifle, dass es wirklich bei diesem einen Zweck der Überprüfung von Chats bleibt. Ich will auch nicht so weit gehen, das ist mir, glaube ich. Zu vermessen, zu sagen, hier wird einfach absichtlich ein riesengroßer Überwachungsapparat installiert. Ich kenne Leute, die sehen das anders und auch deren Meinung akzeptiere und respektiere ich ganz im großen Stil und sage Man kann auch diese Meinung vertreten. Ich habe eher die Sorge, dass damit vor allem ein Instrument installiert wird, um erst mal Anlasslos nach möglichen Verbrechen zu suchen, was de facto als Ergebnis dasselbe ist wie ein großer Überwachungsapparat, nur mit einem anderen Zweck. Und ich glaube halt nicht, dass unsere Welt eine sicherere wird. Und da sind wir nämlich Bei der Frage, ist es überhaupt die Abwägung Freiheit gegen Sicherheit, dass die Welt eine sicherere wird, wenn am Ende überspitzt formuliert Ladendiebe aufgespürt werden können, weil sie darüber bei Telegram geschrieben haben. Das glaube ich nicht.

51:49 Fynn Kröger

Das stimmt, genau. Also das ist natürlich und man kann ja sogar weitergehen, dass dieses Gleichnis oder diese Abwägung zwischen Freiheit und Sicherheit auch insofern ins Wanken kommt, weil man ja eine Infrastruktur errichtet. Die selbst wenn man sich jetzt selbst für die EU das nobelste EU-Parlament hält aller Zeiten, ist es das nächste vielleicht nicht mehr, aber das ererbt dann ja diese Strukturen, die man geschaffen hat. Und die sind ja mit ihrer Ausgestaltung so geeignet zum Missbrauch, dass es auch eine gewisse Form von Einschränkung der Sicherheit ist. über Umwege in irgendeiner Form mutmaßlich für Sicherheit zu sorgen. Also es ist dann nicht zwei, sondern mindestens dreidimensional, was hier passiert. Und da bin ich Auch mit meiner Vorstellungskraft ein bisschen am Ende, inwiefern das Gegenstand der Diskussion im Europaparlament ist oder Also ich möchte immer erstmal Dummheit ausschließen, bevor ich böse Absicht insinuiere. Und das ist, glaube ich, da bin ich noch nicht mit meinem Latein am Ende, was das angeht.

53:04 Gavin Karlmeier

Das ist ein sehr schöner Satz. Immer erstmal Dummheit ausschließen, bevor man böse Absichten insinuiert. Ich finde, du solltest so eine Quote-Card bekommen, die dann Titel Ts und Temperamente von dir postet.

53:17 Fynn Kröger

Um Gottes Willen.

53:20 Gavin Karlmeier

Ich glaube, es ist nicht nur 3D, ich glaube, es ist sogar 4D. Und damit kommen wir jetzt auch tatsächlich zu dieser Zu dieser großen Klammer, die wir am Anfang aufgemacht haben. Und ich möchte nochmal mit dir über die Wahl in Brasilien sprechen, bevor wir dann doch nochmal nach Europa kommen und vielleicht da jetzt großen, den ganz großen Bogen spannen. Und zwar habe ich es eben schon mal im Nebensatz angesprochen. Ich habe es aber jetzt hier ans Ende gesetzt, weil das so ein bisschen die Tür aufmacht über die Diskussion. Welche Rolle spielen eigentlich gerade US-Unternehmen in geopolitischen Entscheidungen, Zusammenhängen und Machtverhältnissen. Ich fange an damit, dir zu erzählen, dass wir schon bei Hagen dann darüber berichtet haben, dass der Konkurrent des Sohnes von Bolsonaro, Lula da Silva, der Präsidentschaftskandidat, nicht in der Lage war, bei Meta Werbung zu schalten, weil eben seine Inhalte mit der Argumentation Design politisch gesperrt wurden und nicht ausgespielt wurden. Jetzt gibt es Berichte, die eine brasilianische Zeitung berichtet, Folja de Sao Paulo. Heißt sie, ich habe es garantiert falsch ausgesprochen. Dass auch die Reichweite und die Sichtbarkeit und die Konten des Präsidenten Lula im Gesamten eingeschränkt wurden und dass sie diese Information direkt von Metamitarbeitenden bekommen haben. Also dass MetamitarbeiterInnen intern darüber kommuniziert hätten, wie man eben Lula da Silva im Rahmen des Wahlkampfes auf Meta einschränken könne. Man muss der Vollständigkeit halber dazu sagen, Meta selber weiß Diese Vorwürfe komplett zurück und sagt, das ist nicht der Fall. Aber das passt so ein bisschen leider in dieses Bild, das wir schon vorhin ein bisschen mit Bleistift vorgemalt haben.

55:03 Fynn Kröger

Total. Und ja auch in einem Ausmaß, also wir hatten das eben bei den bei Lips of TikTok und Tucker Carlson und so weiter, die natürlich an und für sich politische Aktivisten in einem gewissen Fall sind, aber natürlich so ein Kulturkampf, politisches Vorfeld, was auch immer, dauerhaft bespielen und somit zu einer Ausgestaltung der politischen Landschaft auf auf Auf Zeit sozusagen agieren. Und das ist jetzt ja insofern eine andere Qualität, weil das ja ein konkreter Wahlkampf ist zwischen zwei Ja, den den den zumindest der Stichwahl nach mehr oder weniger gleichberechtigten Kontrahenten. Das heißt In einer gewissen Form, und das ist ja eine Sache, die mittlerweile ja eigentlich hinlänglich bekannt ist, dass diese Plattformen in ihrer dargestellten Wirklichkeit gesellschaftsgestaltend sind , so ein bisschen das Zünglein an der Waage sein können. Und Wenn dem jetzt so ist, wie gesagt, wenn Sie dem widersprechen, dann steht es Ihnen ja auch zu und dann muss das in irgendeiner Form geprüft werden. Aber wenn Sie dem. . . sich dieser Rolle bewusst sind und sich dieser Macht nicht widersagen können, sondern die aktiv ausleben, um in irgendeiner Form Geopolitik mitzugestalten. dann ist das natürlich ehrlicherweise ein Punkt, wo man, aber das wird auch niemandem mehr überraschen, natürlich irgendwann sagen muss, ja, okay, ist das noch Demokratie, was diese, also Sind die nicht in irgendeiner Form Demokratie hemmend, diese Firmen, wenn wir sie bei uns ans Netz schließen?

56:55 Gavin Karlmeier

Möglicherweise, vor allem aber sind sie dieses Zimmer an der Waage, eben auch auf Ebenen, in denen man sagen muss, wir sind diesen Unternehmen einfach ausgeliefert. Und damit meine ich Nicht diesen Unternehmen im Sinne von allen Menschen, die dort arbeiten, sondern diesen Unternehmen, wie sie die Entscheidungen einzelner unter Umsetzen, die in der Regel an der Spitze dieser Unternehmen oder der Spitze der Politik stehen. Und diese Verheiratung von Politik und Wirtschaft Die ist ja kaum so offensichtlich gewesen wie in den letzten Monaten fürchte ich. Und würde da noch ein draufsetzen, denn in der letzten Woche ging diese schaurige Meldung herum, dass. Die Ukraine meldet, dass, also in der Ukraine kommuniziert die ukrainische Armee über Infrastruktur von Starlink, beziehungsweise deren System, ich glaube es heißt StarShield, das ist die für militärische Zwecke einsetzbare Satellitenkommunikation, die eben vom Unternehmen SpaceX angeboten wird, das bekanntermaßen vor allem in den Händen von Elon Musk liegt. Und die Ukraine hat eben in der letzten Woche gemeldet, dass diese Kommunikation, wie Sie sagen, wie mit angezogener Handbremse nur noch funktioniert. Also dass Starlink oder Star Shield stark eingeschränkt ist und damit die Kommunikation der Streitkräfte auf ukrainischer Seite nicht mehr so reibungslos funktioniert, wie sie das eben in den letzten Jahren gewöhnt waren. Jetzt muss man vielleicht zum Hintergrund kurz dazu sagen. Dass diese Kommunikation schon häufiger als Politikum und auch als Diskussionspunkt gesehen wurde, politisch, auch von Elon Musk verwendet wurde. Elon Musk hatte irgendwann das Kapitol dazu gezwungen, die Finanzierung zu übernehmen, weil er sich nicht mehr dazu bereit gesehen hat. Interessanterweise kurz nach einem Treffen mit Putin, wir haben das damals bei Haag dran sehr kleinteilig berichtet. Sich nicht mehr bereitgefühlt hat, diese Kommunikation weiterhin zu finanzieren, obwohl er kurz nach Ausbruch dieses Krieges eben noch großspurig gesagt hat: Wir schalten sofort für euch alles Starlink und Starshield. Jetzt gibt es eben die Meldung aus der Ukraine, dass das ebenso nicht mehr uneingeschränkt möglich ist, dass da irgendetwas nicht mehr funktioniert. Übrigens Zeitgleich dazu hatte Cash Patel, der FBI-Chef, gepostet From Russia with Love. Da muss man direkt dazu sagen, das ist aber eine Ente, wie wir Medienschaffenden In den Siebzigern gesagt haben, dass das einen direkten Bezug zu dieser Geschichte hat, denn gleichzeitig hatte er ein Interview bei MSNBC gegeben Bei dem er versehentlich nach Russland verortet wurde, obwohl er in den USA war zu diesem Zeitpunkt. Also dieser Tweet hängt nicht damit zusammen. Aber was dann passiert ist, ist interessant. Aber ich will dich vorher mal sprechen lassen, bevor ich dich hier totquatsche.

59:38 Fynn Kröger

Ja, was du richtig sagst, ist, genau, er ist ja, das kann man ihn ja auch anrechnen, zum Beginn der Vollinvasion Russlands in die Ukraine. recht schnell der Ukraine zur Seite gesprungen und hat gesagt, ich schicke euch jetzt ganz viele von diesen Starlink -Empfangsstationen und ihr könnt das jetzt gratis benutzen, damit ihr euch in irgendeiner Form miteinander koordinieren könnt. Es ist eine größere Diskussion zu fragen, warum eine einzelne, sozusagen, demokratisch nicht legitimierte Person in der Lage sein sollte, überhaupt diesen Einfluss auf ein Kriegsgeschehen haben zu können. Aber in der Realität, in der wir leben, ist das erstmal sozusagen verhältnismäßig gut gelaufen. Und dann Das ist ja auch in der Biografie von Elon Musk von Walter Isaacson, wird es ja angesprochen. Das hat er dann später so ein bisschen wieder irgendwie eingefangen, aber das ist die Sache, dass Elon Musk wohl in irgendeiner Form Einfluss darauf genommen hat. wie wo Starlink hingeht, weil er wohl irgendwann mal schlotternde Knie bekommen hat, weil er geglaubt hat, wenn wenn das jetzt nicht in irgendeiner Form eingedämmt wird und man die ukrainische Armee daran hindert, weiter sich am Kriegsgeschehen zu beteiligen, dann kommt es eventuell zum Dritten Weltkrieg. Darunter macht es Elon Musk ja nur Sinn. Und das hat dann in Konsequenz dafür gesorgt und auch die Diskussion danach. dass er dann eben gesagt hat, okay, ich gebe den Zugriff auf diese Technologie und wie das eingesetzt wird und also was sozusagen gesendet wird, was dann die ukrainische Armee empfangen kann, das übergebe ich an das Verteidigungsministerium, also auf jeden Fall die US-Regierung und entziehe mich selbst dieser Autorität. Gottmaß. Also, ne? Ja. Und unter diesem Glauben war zumindest ich bis Zuletzt.

01:01:37 Gavin Karlmeier

Ja, und dann ist eben passiert, dass die Ukraine meldet, dass dieser Dienst nicht mehr nutzbar ist. Elon Musk hat sich davon distanziert und hat. gesagt, die Starshield-Systeme gehören der US-Regierung und werden kontrolliert von der US-Regierung. Alle Begrenzungen von Geschwindigkeit oder Nutzbarkeit werden vom US-Militär und am Ende vom Präsidenten getroffen. Er schubst dir in seiner Kommunikation am 14. Oktober Donald Trump vor den Bus. Das finde ich interessant, weil er. Ja, eigentlich in den letzten Wochen eher wieder Nähe zum Präsidenten gesucht hat und auch zu der Republikanischen Partei. Gleichzeitig aber Hat das Weiße Haus gesagt, dass die UkrainerInnen und sie selber gar keinen Einfluss auf diese Nutzbarkeit der SpaceX-Technologie hätten. Heißt also. Beide haben so Spider-Man-mäßig auf sich gezeigt, jeweils, und haben gesagt, ey, wir können beide nichts dafür. Dann ging die Meldung rum und dann wird es irgendwie. fast schon maskmäßig typisch, dass er den Rücktritt von Volodymyr Zelensky gefordert hat, weil er sagt, der Krieg muss aufhören. Hat aber vorher gesagt, er hat gar keinen Anfluß darauf gehabt, dass Starlink und Starshield so nicht mehr funktionieren. Also er hat sich sozusagen in die öffentliche Diskussion eingemischt. Und dann gehen jetzt mit diesem Wochenende die Berichterstattungen auseinander. Und ich glaube, ich bleibe bei diesem Spider-Man-Bild. Denn zum einen berichtet Reuters unter Berufung auf zwei anonyme US-Beamte und einen Beamten eines westlichen Alliierten. Dass das Weiße Haus direkt die Einschränkung von Starlink und Starshield in der Ukraine angeordnet habe. Gleichzeitig geht aber die explosive oder investigative Berichterstattung von The Telegraph. um bei denen es darum geht, dass Elon Musk persönlich dem US-Präsidenten die Idee dazu gegeben haben soll, obwohl der das am Ende abstreitet und sagt, das stimme nicht. Aber The Telegraph hat wohl mit vier mit dem Vorgang vertrauten Quellen gesprochen, die sagen, dass die Idee ursprünglich von Musk kommt. Also es ist Ein bisschen unklar, was da alles passiert ist, und beide schieben sich gegenseitig hier die Schuldigkeit zu.

01:03:50 Fynn Kröger

Ja, es ist natürlich In einer gewissen Form ein bisschen Teil des Zeitgeist, gerade in den, also Zeitgeist ist vielleicht zu langfristig, aber so ein bisschen der aktuellen Entwicklung in den USA und einer noch größeren Annäherung Donald Trumps an Putin. die jetzt ja auch zuletzt, ich glaube das war auch heute, die Sanktion, also die US-Sanktion gegen die, äh, gegen Russland ausgesetzt habt und jetzt des Häufigeren von Trump Aussagen kommt, dass es ja eigentlich mega einfach wäre, mit Putin zu verhandeln, nur mit Zelensky ist es so schwer und so weiter, um dann eben die Verantwortung für den Krieg auf den ukrainischen Präsidenten zu übertragen. Und die Qualität mit der, also dass das in einer gewissen Form die ähmf äh die Infrastruktur, die Starlink Ermöglicht aus den USA, ob jetzt politisch oder wie auch immer motiviert gesteuert werden kann, die ist ja eigentlich über die letzten Jahre relativ gut belegt. Also es ist ja auch jetzt nicht verwunderlich, dass die Leute, die die Technologie haben, sie auch steuern können. Aber dass die insofern politisch eingesetzt werden kann, ist in dem aktuellen, nochmal sich verschärfenden Ton gegenüber der Ukraine Jetzt leider sehr passend im Bild. Das ist natürlich jetzt noch kein Beleg für irgendwas, aber auch das ist für Elon Musk wieder so wahnsinnig typisch, dass er sich als so eine Art. Präsident zweiter Reihe aufführt und sich jetzt auf seiner eigenen Plattform dazu äußert, welche Präsidenten wann wie zurücktreten müssen. so gefühlt schon mit aufgestellten US-Flaggen im Hintergrund und also so ein bisschen präsidial daherkommt Aber sich gleichzeitig so ein bisschen, was seine eigene Verteidigung angeht, in den Fuß schießt, weil die Argumentation, ja, ja, das ist ja aber völlig in der Hand der USA, wie sie mit Starlink umgehen, aber gleichzeitig mehr oder weniger in dasselbe Feuer Öl zu gießen wie das, was durch das, was mutmaßlich die US-Regierung gemacht hat, angestoßen wurde, ist so ein bisschen, das ist jetzt auch nicht die geilste Verteidigung. Was hast du denn währenddessen gemacht? Ja, ich habe gepostet, dass Präsident Zelensky zurücktreten soll, ist jetzt auch nicht das geilste Alibi für die Nummer.

01:06:17 Gavin Karlmeier

Richtig. Ja, und das ist nämlich genau der Punkt, der irgendwie so wie so sich heute wie so ein Schleier über diese Episode legt. Diese Verzahnung von den Tech Bros und der Regierung oder eben Unternehmen und Regierungen und damit auch direkten Einfluss auf Wahlen, Kriege. auf wie wir als Gesellschaft irgendwie miteinander aushandeln. Das nimmt gerade Formen an in den letzten Tagen, bei denen man das Gefühl hat, dass das dass die Beklemmung wird größer, möchte ich sagen, und gleichzeitig natürlich mit Blick auf die Midterms, dass Trump natürlich Argumente braucht, um irgendwie seine Partei zu stärken, seine politische Position zu stärken. Und danach sieht es im Moment gerade gar nicht aus. Und das dann zusammennehmend, und da bin ich dann aber auch am Ende meiner meines Doomscrolling-Monologes, wenn die Midterms in die Hose gehen und eine weitere Präsidentschaftswahl ansteht, wie wir sie hoffentlich in zwei Jahren erleben werden. Was wird bis dahin noch passieren, um die Position, die längst vielleicht auf davon schwimmenden Fällen gebaut ist, weiterhin irgendwie krampfhaft zu stärken? Also wie dark wird es denn noch?

01:07:33 Fynn Kröger

Ja, das ist also natürlich ist da auf der einen Seite etwas, das ja immer häufiger in den USA als eine waschechte Verfassungskrise beschrieben wird. die diesen Umstand natürlich mitunter womöglich erst erzeugt hat. Und auf der anderen Sache ist so ein bisschen wie das, was ich auch zwischendurch erwähnt habe, Inwiefern man diesen Schabenhaufen als das benennt, was er ist, also inwiefern man diese Präsidentschaft von Trump, wie auch immer sie dann zu Ende geht, ähm aufgreift und wie man das aber auch historisch abspeichert, weil das hatte ich irgendwann mal gelesen und das hat mich ehrlicherweise ungeahntoll schockiert, dass das US-Kapitol, in dem ja vor jetzt bald sechs Jahren der Insurrection war , in den Touri-Turen, die da stattfinden, über diesen Tag überhaupt nicht reden. Also der wird komplett ausgespart. Der wird das wird wie so ein dunkler Fleck behandelt, über den man, also es wird so ein bisschen Es tritt so unangenehmes Schweigen ein, wenn man das anspricht. Und das ist ja, und da können wir wirklich der Welt was von erzählen, der falsche Weg. in irgendeiner Form die dunklen Teile der eigenen Geschichte auszublenden. Aber wenn das in irgendeiner Form gelernte Schule in den USA bleibt, was dieses Kapitel angeht. Dann wird aus diesen Fehlern natürlich auch nicht gelernt, weil man den ersten Schritt nicht geht und sie auch als solche benennt.

01:09:20 Gavin Karlmeier

Und du musst dir ja nur mal anschauen, die Befragungen von Führungskräften vor dem Kongress oder dem Repräsentantenhaus, die dann immer auch viral gehen, die nicht in der Lage sind zu sagen, wer im Jahr 2020 die Präsidentschaftswahl gewonnen hat. Die sagen, ich werde diese Frage nicht beantworten. Und dass eigentlich das Kriterium ist, warum sie diesen Job bekommen, weil sie eben damit einfach nur Treue schwören, Wo es eigentlich Fakten geboten wären. Das ist eine ganz, ganz düstere Situation.

01:09:51 Fynn Kröger

Ja, also auf einem, ich glaube, weniger dramatischen Level haben wir das aber auch in anderen Ländern, dass natürlich in einer gewissen Form Loyalität Schwerer wiegt als Kompetenz oder Leute, die sich irgendwie in einem Feld besonders auskennen Das wird ja auch, ich weiß nicht, ob du diese Doku gesehen hast, ich habe das jetzt in meinem Urlaub gemacht, Inside CDU, das wird ja auch in dieser geringfügigen Kabinett. Okay, das wird aber auf jeden Fall dort dieser geringfügigen Kabinettsumstellung von Friedrich Merz auch nachgesagt, dass mit Philipp Amtur und so weiter eher Loyalisten Einzug in die Bundesregierung gehalten haben, als jetzt Leute, die Kompetenz aus allen Poren triefen. Das haben wir in dem Sinne natürlich auch überall sonst und natürlich sind diese Probleme, die sich da auftun und diese Diese Denke, die dahinter steht, die diese Leute wie Elon Musk und so weiter überhaupt erst ermöglicht haben , die sind ja um die Welt gegangen. Das heißt. Es ist vermutlich mit einem neuen US-Präsidenten so rigoros dort auch mit der Vergangenheit der USA dann umgegangen wird. Vermutlich nicht getan, sondern es ist in einer gewissen Form, ja, muss da, glaube ich, wirklich ein großes Umdenken geschehen, was diese Narrative angeht und so. Und das ist Glaube ich, ein extrem großes Unterfangen.

01:11:21 Gavin Karlmeier

Und da wissen wir Deutschen wohl am besten Bescheid, was dieses Thema angeht.

01:11:25 Fynn Kröger

Ja, also dieses Mantra des Machers und der Erfolg gibt ihm Recht und so weiter, das aus den Leuten rauszukriegen oder auch nur aus sich selber, also dabei erwische ich mich ja auch immer noch , das ist. Irreschwer.

01:11:41 Gavin Karlmeier

Und die ständige Warten oder Hoffen oder kämpfen für weiteres Wachstum. Dass das Wachstum schneller wird. Also das Wachstum von Wachstum ist das Ziel. Und ich weiß nicht, ob das für immer funktioniert. Das könnten ja andere Leute, glaube ich, besser beantworten.

01:11:57 Fynn Kröger

Das stimmt, genau. Vor allem aber auch die Kombi, also die Kombination zwischen Wachstum und Technologie ist auch eine, die Übel interessant ist, weil in der hierzulande ist ja Wachstum, die Leute müssen mehr arbeiten. Eigentlich ist Wachstum, aber die Leute müssen sozusagen mit Technologie dazu ermöglicht werden, mehr am Tag zu schaffen. Was aber was anderes bedeutet, als mehr zu arbeiten, sondern was Technologie trägt Einzug in den Arbeitsmarkt und ermöglicht dafür, sozusagen Arbeitnehmer 1. 0 zu Arbeitnehmer 2. 0 zu werden und dann dementsprechend mehr am Tag wegzuschaffen. Und deswegen ist blöderweise dieses Silicon Valley in einem nicht unwesentlichen Ausmaß mit dieser Wachstumsfantasie verknüpft, wenn man sie nicht so denkt wie Friedrich Merz. Sodass das natürlich in einer gewissen Form auch ein Beben im System selbst ist und nicht nur in dieser Branche.

01:13:07 Gavin Karlmeier

Wer effizient ist, braucht ja nicht fleißig sein. Aber Friedrich Merz will Fleiß.

01:13:12 Fynn Kröger

Ja, das ist ja auch Nobel.

01:13:15 Gavin Karlmeier

So fühlt es sich zumindest für ihn an, aber. Das war wahrscheinlich zu der Zeit, als er Abi gemacht hat, war das wahrscheinlich auch noch so.

01:13:22 Fynn Kröger

Ja, das ist so dieser Unterschied zwischen Effektivität und Aufopferung.

01:13:29 Gavin Karlmeier

Ja. Sagst du mir, während wir hier samstagsabends um 22 Uhr einen Podcast aufnehmen?

01:13:36 Fynn Kröger

Ja, hier wird noch richtig gearbeitet.

01:13:39 Gavin Karlmeier

Wir sind direkt in der Mine, in der Content-Mine und hacken für euch hier ein bisschen Audio raus. Ich hoffe, du hast noch drei Minuten, weil ich muss noch ganz kurz, weil wir über Elon Nos gesprochen haben, wir müssen ganz kurz über diesen Irrsinn sprechen.

01:13:56 Fynn Kröger

Auf jeden Fall.

01:13:57 Gavin Karlmeier

Dass alle gerade davon reden, Elon Musk hätte ein fliegendes Auto vorgestellt.

01:14:01 Fynn Kröger

Ich finde das so schlimm. Also, ich möchte dir allen nötigen Respekt aussprechen für diesen Podcast. weil das wirklich, also es ist eine klaffende Lücke im Journalismus, in der es wirklich nur Also ich weiß nicht, zwei, drei nennenswerte Media-Outlets gibt, die sich in irgendeiner Form kritisch mit Technologie auseinandersetzen. Also so kritischen Tech-Journalismus machen. Da gibt es in den USA ein bisschen mehr, also das wird dir auch immer ein geläufiges Wort sein, for or for Media und so weiter. Aber in Deutschland wird blöderweise unter Tech-Journalismus immer verstanden, jemand, der vor seinem beigen Hintergrund das neue iPhone mit einem Dolly filmt und sagt, jetzt sind es so und so viele Megapixel mehr und die Batterie ist ein bisschen größer geworden. Aber Tech-Journalismus ist ja eigentlich, diese etwas größeren Bögen zu ziehen und auch diese Sachen mal kritisch zu hinterfragen und so weiter, die unseren Lebensalltag in nicht unwesentlichem Ausmaß bestimmen. Und ich Auf einer kleineren Ebene sehe ich das aber auch bei der Berichterstattung über Autos, beziehungsweise gerade wenn. Die Person, die neben diesem Auto steht, Elon Musk ist. Weil dann natürlich eine ganze, ganz gehörige Menge Rauch, äh und äh, also Schallon Rauch und so weiter dabei ist. Und es gibt, glaube ich, kein besseres Beispiel zur Zeit, was diese klaffende Lücke offenbart wie dieses Auto. Und wie es in deutschen Medien besprochen wird. Ich möchte das jetzt hier mal namentlich erwähnen, das Handelsblatt hat irgendeinen Reel gemacht, wo es auch darüber gesprochen hat, Elon Musk hat ein fliegendes Auto erfunden und so weiter. Und auch noch von Elon Musk als den Gründer von Tesla spricht und sowas, wo ich jedes Mal mir so auf die Oberlippe, äh, auf die Unterlippe beiße. Weil ich es nicht kapiere, wie das immer noch nicht Einzugehalten hat, dass dieser Typ nicht Tesla erfunden hat, sondern deren Chef ist und sich da als Founder eintragen lassen hat. Aber ja, ist es. Es ist kein fliegendes Auto. Es ist maximal mit dem größten Benefit of the Doubt, den ich geben kann, ein springendes Auto. Und vermutlich adäquater, eher so ein langsam fallendes Auto.

01:16:15 Gavin Karlmeier

Genau, das würde ich nämlich, für die, die es nicht mitbekommen haben, Tesla hat in der letzten Woche den neuen Roads davor gestellt. Neuer Roadster ist deswegen interessant, weil sie haben 2017 schon mal einen Roadster vorgestellt und den konnte man vorbestellen für nur 50. 000 Dollar.

01:16:30 Fynn Kröger

So günstig.

01:16:31 Gavin Karlmeier

Das war nicht der Preis des Autos, das war der Preis der Vorbestellung. Und das haben Leute gemacht und haben den bis heute nicht bekommen. Also der Plan war eigentlich, dass 2020 dieses Auto ausgeliefert wird. Das hat leider nicht funktioniert und deswegen wurden Teile des Geldes zurückerstattet, wie die Formulierung ist. Schade. So und Elon Musk und Tesla haben sich dann offenbar gedacht, naja, aber das hat sich hier ein bisschen verändert und wir haben jetzt eine neue Idee und hier ist der neue Roadstar. Pow. Und den Roadster gibt es in drei Varianten und eine dieser Varianten ist eben die Rocket-Variante. Und diese Rocket-Variante, da haben Sie eben vorgestellt, die mit Schubdrüsen ausgestattet ist, mit der mit kondensiertem, was ist das für ein Naturalter?

01:17:12 Fynn Kröger

Stickstoff.

01:17:14 Gavin Karlmeier

Danke mit kondensiertem Stickstoff nach unten gedrückt wird, ein bisschen so wie ein SpaceX-Raumschiff, das gerade wieder landet. So, und das Interessante aber an dieser Vorstellung ist. dass eben die Leute sehen, wie ein Auto zum Beispiel durch ein Halblooping fährt, sich dabei dreht und dann langsamer landet, wie du eben schon gesagt hast, das langsamer fällt und die Leute sagen, das Auto fliegt. Und das ist die Faszination der Menschen. Und das ist in keiner Leserheit ein fliegendes Auto, weil es einfach nur massiv Dampf aufstößt, damit es nicht auf den Boden knallt. Das ist die Vision.

01:17:47 Fynn Kröger

Ich weiß nicht, ob das was offizielles war. Das war so ein KI-generiertes Video von so einer Frau, die auf so einem Highway fährt und dann bricht aber dieser Highway in zwei Hälften und dann hat sie aber diesen Rocket-Modus und kann noch. . Auf die andere Seite sicher fliegen und dann kommt sie heil da drüben an. Das ist natürlich ein mega Use Case. Jeder erwischt sich täglich dabei, wie irgendeine Brücke zusammenbricht und man hier wird es über deutsche Infrastruktur einfügen, ähm Es löst natürlich ein klaffendes Problem in unserer Gesellschaft.

01:18:22 Gavin Karlmeier

Es appelliert an Ängste.

01:18:23 Fynn Kröger

Ja, total.

01:18:24 Gavin Karlmeier

Und dieses Auto kannst du dir jetzt auch vorbestellen? Allerdings Man weiß nicht, wann dieses Auto ausgeliefert wird und man weiß auch nicht, wie viel dieses Auto kosten wird. Man weiß nur, du musst innerhalb von, also du musst sofort 5000 Dollar. Anzahlen und innerhalb von zehn Tagen weitere 245. 000 Dollar anzahlen. Das heißt, du zahlst erstmal eine Viertelmillion Dollar. Für ein Auto, von dem du nicht weißt, wann es kommt, was es kostet und was es kann. Weil auch das muss man dazu sagen, es gibt Hinweise darauf Dass dieses Auto, das in der Präsentation gezeigt wurde, nicht fahrbar war, sondern eben nur langsam fallbar.

01:19:04 Fynn Kröger

Ja , es steht auch übrigens auf der Webseite, dass es nicht zugelassen ist für den Gebrauch auf Straßen. Also ich glaube, not Not approved steht da, glaube ich, ist glaube ich die, was so ein bisschen sprachlich vage genug ist, um zu wissen, okay, haben sie es schon versucht approven zu lassen und es ist. Nicht approved worden oder haben sie es noch nicht versucht? Also, wie der Ausgang dieser Nummer ist und ob das noch so ist, das wird da so ein bisschen offen gehalten. Genau, es ist Das habe ich dann, ich habe das Video von Marcus Brownley dazu gesehen. Das fand ich sehr aufschlussreich, weil da so ein paar andere Sachen noch gesagt wurden, die in dieser Präsentation nicht drin waren. Zum Beispiel, dass dieser riesige Stickstoff-Tank, in dem diese Material gelagert wird, was dann aus diesen Düsen rausgeschossen wird, mehr oder weniger den gesamten Kofferraum dieses Wagens einnimmt und direkt neben dem Kopf des Fahrers siehst. Also, du hast diesen riesigen Stickstofftank, der unter Druck ja sitzt, neben dem Fahrer. Das heißt, wenn, dann wird es eine sehr schöne Explosion. Und die.

01:20:17 Gavin Karlmeier

200 Liter.

01:20:19 Fynn Kröger

200 Liter. Und du kannst, ich glaube, wenn du das rausballerst mit diesem Thrust-Modus, dass dir das sozusagen Anschub gibt, zusätzlich durch diese Düsen. Dann ist das, glaube ich, gibt das so sieben Sekunden langen Schub und dann dauert das sieben bis acht Stunden, um sich wieder aufzufüllen. Das heißt, also mal eben so zu glauben, ja, ich kann an der Ampel ein bisschen geiler anfahren. Kannst du genau einmal machen pro Tag. Und da musst du, glaube ich, auch, weil das soll sich ja durch die Fahrt selber wieder auftanken, musst du dann noch sieben bis acht Stunden lang irgendwie um den Block fahren, bis du dann das das nächste Mal machen kannst. Richtig tolle, mega geile Idee. Dazu ist diese Ansaugtechnik, weil das ist ja nicht nur, in Anführungsstrichen fliegt das Auto ja nicht nur, sondern es kann ja auch. . . sozusagen so vertikal 90 Grad bis zu 180 Grad irgendwie dann stehen auf irgendeiner Fläche. Ähm, äh, die hat Tesla auch nicht erfunden, sondern die kommt von McMurtry, heißt das. Das ist so ein kleines Rennwagene-Experiment, das ist so ein Einsitzer, der das schon relativ lange macht, und die Logik dahinter ist Wenn man das Auto an die Straße ansaugt, dann hat es mehr Grip, dann ist physikalisch einfach besser fürs Auto, dann fliegst du in den Kurven nicht sozusagen aus der Achse. Sondern du bist, du liegst permanent mit dem Auto wie ein Stein auf der Straße, egal wie schnell du bist. Und das bringt wohl auch was. Ist jetzt natürlich, also selten hat Elon Musk irgendwas erfunden, aber die haben natürlich die viel größeren Mittel als irgendwie dieses kleine Projekt da, das dementsprechend da umsetzen können. Es ist für mich in der, also ich hab's Ich war überrascht, wie wenig Zuspruch es unter diesem Tesla -Showcase selber gab. Es gab immer noch natürlich diese verblendeten Leute, die geglaubt haben, das ist es jetzt und endlich ist es soweit. Take my money und so weiter. Und Elon Musk, du bist der Guy. Aber es ist eigentlich eher, dass ich auf so eine Jetzt nicht unbedingt hämische Weise, sondern auf so eine neutrale Weise darüber lustig gemacht wird, im Sinne von jetzt kommt. Mit dem Wagen wäre Spongebob nicht in Rockbottom, äh, Rock Bottom zurückgelassen worden, sondern hätte diese vertikale Wand hochfahren können. Ähm. Aber diese unbändige Elon Musk-Liebe, die kommt da nicht zum Tragen, weil es ja auch wirklich komplett realitätsfern ist.

01:22:42 Gavin Karlmeier

Genau, dieses Auto wird nicht kommen, Leute. Also wenn ihr eine Viertelmillion gerade investieren wollt, Macht vielleicht was anderes damit, wäre so mein Tipp. Ich habe gerade gedacht, als du erklärt hast, dass es sich am Boden festsaugt und deswegen besser in den Kurven liegt. muss ich sagen, also jedes Mal, wenn ich nach Hause komme und mein Roombar irgendwo über eine Türschwelle gestürzt ist und deswegen auf dem Kopf liegt, muss ich sagen, ich glaube, das Saugen reicht nicht für Grip.

01:23:06 Fynn Kröger

Ja, zumal ja da sich auch die Frage auftut, also bei einer Autobahn mit Asphalt verstehe ich das ja noch, aber was ist, wenn du über den Schotterweg fährst?

01:23:14 Gavin Karlmeier

Oder über eine Straße, die zerfällt.

01:23:16 Fynn Kröger

Ja, oder weiß ich nicht, da liegt dann halt ein, weiß ich nicht, überfahrenes Stinktier und dann saugst du das auch mit an und Kannst du das dann da in irgendeinem Ding stecken? Also, ja. Es ist leider, und das muss man Elon Musk ja leider zugutehalten, ein sehr effektiver Weg, um über ein Auto zu sprechen, das ansonsten extrem dämlich ist. Man kann das. Man kann das als handwerkliche Leistung den Leuten, die in diesem Meeting mit Elon Musk waren und wahrscheinlich komplett schweißgebadet wieder herauskamen, nur zugutehalten, was sie daraus gemacht haben. Das ist auf jeden Fall eine Form von Achievement. Es ist aber als Produkt somit das Dümmste, was du machen kannst.

01:23:59 Gavin Karlmeier

Ich will dem nichts mehr hinzufügen. Ich bin komplett überzeugt. Ich will aber, weil wir es versprochen haben. möchte ich mit dir heute, obwohl ich jetzt schon, also ich habe jetzt schon eine bessere Stimmung, weil ich dir einfach nur zugehört habe, wie du diese Geschichte auseinandernimmst möchte ich mit dir noch eine kleine Versöhnlichkeit mitbringen und das klingt so Augenblick.

01:24:21 Speaker 3

Versöhnlichkeit des Tages.

01:24:24 Gavin Karlmeier

Und zwar haben wir mit Katharina Reiche angefangen, und wir hören auch zumindest über Bande mit Katharina Reiche auf. Denn das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das BWM BMWE, so heißt es, hat ein Projekt gefördert, um zu untersuchen, wie man problematische Smartphone-Nutzung und Abhängigkeit sowie deren Folgen vorhersagen oder beheben kann. Und das Ergebnis ist tatsächlich. Positiv. Also, die Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum hat diese Untersuchung durchgeführt und die haben Kurz gesagt festgestellt, schon eine bewusste Stunde weniger Smartphone am Tag kann direkte Implikationen auf dein Wohlbefinden, deine psychische Gesundheit und das Gefühl von Kontrolle über den eigenen Medienkonsum. Signifikant steigern. Das heißt, du musst einfach nur eine Stunde am Tag bewusst sagen, ich benutze jetzt mein Smartphone nicht, um die problematische Nutzung. nachhaltig und spürbar zu reduzieren für dich selber. Sie spricht selber davon, es ist wirklich ein sehr spannender Text im Ärzteblatt, den ich euch in die Shownotes packe. Sie sprechen selber davon, dass die so genannte Smartphone-Sucht, die ja eben noch nicht als Diagnose feststeht und auch nicht in diesen ICD-10 oder 11 Handbüchern auftaucht, Dass es da durchaus suchtähnliche Merkmale gibt wie Toleranzentwicklung, Stimmungsregulation mit Hilfe des Smartphones, wo ich sagen muss. Checke ich komplett. Also, wenn ich irgendwie mich immer so abreagieren oder gerade regulieren muss, dann mache ich das sehr häufig mit Hilfe meines Telefons. Rückfällen und Behebungen von Konflikten im Alltag, aber auch Auslösungen von Konflikten im Alltag. Und dass das eben im Rahmen dieser Studie hier festgestellt wurde, dass man das schon. Spürbar reduzieren kann, indem du ein bisschen weniger Zeit mit deinem Telefon am Tag verbringst.

01:26:12 Fynn Kröger

Das finde ich sehr gut, weil ich weiß nicht, wie du da bist, aber ich habe regelmäßig so Erweckungsmomente, wo ich mir denke, ich muss jetzt alles anders machen, was meinen Medienkonsum angeht. Und dann will ich innerhalb eines Tages alles umstellen und sagen, ich bin jetzt nur noch, ich habe jetzt nur noch eine Bildschirmzeit von 40 Minuten am Tag und dann, weiß ich nicht, überlege ich mir, wo ich mein Handy irgendwie hin verstecken kann oder was auch immer. Und das halte ich dann genau einen Tag aus. Und dann falle ich wieder hin zurück. Es ist immer so diese die größtmögliche Änderung innerhalb von kürzester Zeit erreichen, was ja auch ein nobles Vorhaben ist, aber wirklich original nie funktioniert. Und sich dann eben zu überlegen, dass man mit Verhältnismäßig kleinen Schritten und wenn man jetzt eine Bildschirmzeit von irgendwie vier, fünf Stunden pro Tag hat, ist ja eine Stunde im Idealfall nicht mal ein Viertel. Dass das schon einen nennenswerten Unterschied machen kann, das kann ich mir einerseits vorstellen und andererseits, dass es wirklich was bringt, ist. . Really sehr erfreulich.

01:27:17 Gavin Karlmeier

Ja, das stiftet ein bisschen Hoffnung, dass wir vielleicht einfach noch nicht verloren sind. Übrigens, der Median in dieser Studie, der Smartphone-Nutzungszeit am Tag, lag bei 4,5 Stunden am Tag. Das finde ich tatsächlich eine interessante Zahl, die mal so mitzunehmen.

01:27:31 Fynn Kröger

Das ist bei mir komplett viel, viel mehr, weil sich all meine Wenn ich in meine Bildschirmenzeit gucke, dann sind da die Werte von all meinen Geräten drin und die zahlen alle darauf ein, weil ich nur Apple-Geräte habe. Das heißt, ich bin dann da so bei 16 Stunden oder so, weil immer irgendein Bildschirm an ist, auf dem irgendein Download läuft oder sowas und das wird dann damit reingezählt.

01:27:58 Gavin Karlmeier

Aber kannst du denn, wenn du jetzt auf drei Geräten gleichzeitig was guckst mit Second und Third Screen, kannst du dann eine Bildschirmzeit von 72 Stunden erreichen?

01:28:06 Fynn Kröger

Ich glaube ja. Also ich hatte mal auf jeden Fall. Ich weiß nicht, ob ich mal über 24 Stunden hatte, aber ich hatte auf jeden Fall mal mehr, sodass ich, wenn ich zurückgerechnet habe, irgendwie nur 5 Stunden hätte schlafen dürfen. Und das aber nicht getan habe. Also das in einer gewissen Form zählt das tatsächlich doppelt, ja.

01:28:22 Gavin Karlmeier

Dann guck mal, zweite Persönlichkeit, die Bildschirmzeit ist immer niedriger, als die da steht. Verkürzt mit Lieber Finn, vielen Dank, dass du heute da warst.

01:28:34 Fynn Kröger

Vielen Dank für die Einladung. Das war

01:28:36 Gavin Karlmeier

wirklich wieder mal ganz, ganz schön, auch wenn wir hier wahrscheinlich eine der längsten Haken dann-Episoden ever aufgenommen haben, aber es war heute auch wirklich viel. Also du hast vorher schon gesagt, es sei eine Dissertation des Themenpapier verbracht.

01:28:45 Fynn Kröger

Ja, und wir haben nicht mal über die Hälfte gesprochen, glaube ich. Also das da ist, also was du da immer zusammenstellst, ist wirklich. .

01:28:54 Gavin Karlmeier

. Und da muss ich den Dank auch an die Community richten, an die Hakis, die in unserem Discord, www. hakmann. org, komm vorbei. Wirklich so, die haben das das Ohr auf der Schiene, sag ich dir. Die kriegen alles mit. Das ist Wahnsinn.

01:29:06 Fynn Kröger

Das ist auch viel wert. dass man da am Zahn der Zeit bleibt. Und es ist es ist, glaube ich, auch, das ist auch total wert, weil das ist. Ich habe vor, oh, lass mich lügen, einem halben Jahr habe ich mit Alena Büx gesprochen, die dir vielleicht was sagt, die war mal

01:29:25 Gavin Karlmeier

Vorsitzende

01:29:26 Fynn Kröger

des Ethikrats und so weiter. Und die hat es auch gesagt, dass So diese Sache, Einfluss von großen Tech-Firmen auf unsere Gesellschaft und wie wir uns davor schützen, das ist mit das größte Thema unserer Zeit. Und das glaube ich auch. Und da in einer gewissen Form das Ohr auf der Schiene zu haben, ist, glaube ich, im Gegensatz zu der einen Stunde am Smartphone keine verschwendete Zeit.

01:29:51 Gavin Karlmeier

Ach, vielen Dank. Das schreibe ich, wenn ich in meinem Buch schreibe, schreibe ich dieses Zitat als Klappentext hinten drauf.

01:29:56 Fynn Kröger

Sehr gut. Aber denk ans Leistungsschutzrecht.

01:30:00 Gavin Karlmeier

Kriegst du ein Euro pro 20. 000 verkaufte Bücher.

01:30:04 Fynn Kröger

Geil.

01:30:05 Gavin Karlmeier

Vielen Dank, lieber Finn. Ich wünsche euch allen einen ganz wundervollen Montag. Wenn ihr das hier bis zu Ende gehört habt, dann seid ihr mega und könnt dann ja vielleicht mal im Discord vorbeikommen. Oder bei Campfire vorbeischauen. Links für alles findet ihr auf hakenrennen. org. Könnt auch in den Shownotes gucken, ihr könnt immer noch vorschlagen für Menschen, die unseren Preis bekommen, den grauen oder den goldenen Haken. Alle Infos findet überall. Kommt vorbei. Wir hören uns wieder am Mittwoch, dann ist Dennis Horn wieder da und wir haben immer noch Meldungen übrig. Bis dahin.

01:30:33 Fynn Kröger

Tschüss.

01:30:34 Gavin Karlmeier

Tschüss.