Stirbt das werbefinanzierte Internet? Wie wäre es mit der Idee, dass wir das alles wieder als Hobby machen?
Wir biegen ab in die Midtermwoche – also: Ein bisschen Musk hier, ein bisschen Opportunismus da. Aber wir haben auch Meldungen, die für Haken dran-Puristen aus der Kategorie “Highlight” kommen: Von Adam Mosseri im Unterhemd, bis zu der Erkenntnis bei Reddit, dass der Google-Deal vielleicht ein Fehler gewesen sein könnte.
Wir verbleiben also mit einem “Wer hätte sowas ahnen können?”. Und dann wird Max plötzlich noch zum Presserechtler wieder Willen. Bei “Haken dran” ist eben alles möglich.
➡️ Jens Balzer in der ZEIT im Interview mit Kreator über Creator: https://www.zeit.de/feuilleton/musik/2026-10/mille-petrozza-kreator-interview-paul-ronzheimer-creator-influencer-thrash-metal
➡️ Rettet die Tincon: https://tincon.org/rettetdietincon
➡️ ppc.land über das Leistungsschutzrecht, Meta und Frankreich: https://ppc.land/meta-loses-paris-appeal-must-share-revenue-data-with-french-press-groups/#goog_fullscreen_ad
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Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Max!
- Midterms: OpenAI richtet einen „War Room“ für die Wahlen ein
- NewsGuard: Community Notes übersehen Desinformation, ChatGPT Images erzeugt Kandidatenbilder
- Elon Musk steckt 446 Millionen Dollar in die Midterms
- Demokraten fordern: Trumps Grok-Chats sollen archiviert werden
- Vorschläge für den grauen und den goldenen Haken 2026!
- Gen-Z-Proteste: Jack Dorseys Bluetooth-App Bitchat auf Platz 1 in Frankreich
- Starlink im Flugzeug und warum Europa die Alternativen fehlen
- Adam Mosseri verschlafen im Unterhemd
- Die Tincon steht vor dem Aus
- Instagram Features: Meta zahlt einzelnen Creator:innen bis zu 500.000 Dollar
- YouTube testet eine Auszahlungsschwelle von 20 Dollar
- Leistungsschutzrecht in Frankreich
- Google Zero: Reddit verliert Suchtraffic (lol)
- Nachhak
Transkript
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00:00 Gavin Karlmeier
Hallo Max!
00:01 Max Mundhenke
Hallo Gavin!
00:02 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Max Mundhenke, der den Podcast Kollegin KI macht. Den machst du noch, ne? Ist doch alles noch aktuell. Den
00:09 Max Mundhenke
mache ich jetzt sogar zweimal die Woche, aber reduziere mich doch nicht auf die
00:13 Gavin Karlmeier
erst die Auflistung begonnen. Der der beruflich anderen Leuten die künstliche Intelligenz erklären kann, der sich selber verrückten Scheiß mit künstlicher Intelligenz ausdenkt, der aber auch einen kritischen Blick darauf hat. Ich glaube, das ist wichtig dazu zu sagen. Also du bist nicht einer von diesen Evangelists, die von Unternehmen zu Unternehmen reisen, reisen und sagen, hier wird jetzt alles mega crazy, weil das hier ist ChatGPT Sondern du hast tatsächlich, du hast tatsächlich auch, du setzt dich mit diesen Dingen auseinander. Und du bist ja ein alter Internetfreund von mir. Also ich glaube, von allen Gästen, die wir hier haben, gehörst du zu denen, die ich am längsten kenne.
00:46 Max Mundhenke
Ja, wir haben schon eine ganze Menge durchgemacht, Gewinn.
00:50 Gavin Karlmeier
Das kann man wohl so sagen, ja. Wie geht's? Wie ist die Stimmung?
00:56 Max Mundhenke
Fantastisch, du. Ich war, ich bin ein bisschen dreckig, merke ich gerade, ich komme gerade aus dem Museum. Ich hatte heute so einen kulturellen Sonntag auf jeden Fall. Und mir geht es richtig gut, Mann. Ich hab die letzten Wochen waren hart, ich habe sau viel gearbeitet und hab jetzt irgendwie, kann bis Ende des Jahres jetzt tatsächlich mal sowas wie frei machen. So als Selbstständiger hat man ja keinen Urlaub oder so. Aber doch, tatsächlich, ja, es ist alles irgendwie. Boah! Ganz, ja, das ist nice schade.
01:23 Gavin Karlmeier
Das heißt, wir leiten jetzt gemeinsam deinen Urlaub ein.
01:26 Max Mundhenke
Ja, Urlaub ist immer, wie gesagt, als Selbstständiger hast du keinen Urlaub, ne? Ich habe ja dieses gegründet auch und so, und das ist ja auch nochmal irgendwie so eine Nummer drauf und so. Und das ist, also da hast du eigentlich nie wirklich verstanden. frei, aber zumindest habe ich jetzt keine größeren Verpflichtungen mehr bis Ende des Jahres und kann mich mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen, wie zum Beispiel ins Museum in den Gropiusbau zu gehen oder bei Haken dran zu machen.
01:47 Gavin Karlmeier
Magst du kurz was über deine Gründung sagen, weil ich glaube, das bringt uns thematisch vielleicht ein bisschen in die Nähe der Dinge, über die wir heute sprechen müssen.
01:57 Max Mundhenke
Bin ich gespannt, ob das funktioniert. Aber ja, ich habe gegründet dieses Jahr, erstmal so ein bisschen aus pragmatischen Gründen. Ich habe die letzten Jahre ja viel im Bereich KI gemacht und auch selbst gebaut. Das funktioniert ja mittlerweile auch Für die Ahnungslosen, also ich bin Soziologe und Medienwissenschaftler, ich kann keine Zeile coden, so ich kann ein bisschen HTML lesen irgendwie.
02:16 Gavin Karlmeier
Und das sind alles nur noch so Altlasten aus der Myspace. Zeit.
02:18 Max Mundhenke
Genau, Myspace und Call of Duty, wo du dann irgendwie auch so ein bisschen deinen Namen schicker machen konntest, irgendwie, ich glaube, bei COD. Vier war das, aber ist egal. Genau, und hab angefangen zu Vibe-Coden und irgendwann hat ein guter Freund von mir, der Jan, liebe Grüße, gesagt, lass das mal sein. Ich habe das studiert und du machst da nur Quatsch und ich habe irgendwie auch keinen Bock mehr auf meinen Startup-Job, lass mal was zusammen machen. So, und dann hat er das fortan übernommen und wir haben dann die ersten Tools zusammen gebaut. Ideen zusammen umgesetzt und er hat sie gecodet und da ist dann Parlament AI draus entstanden. Das ist gerade so ein bisschen das Produkt, was wir mehr oder weniger vertreiben, neben all diesen ganzen anderen Sachen. Wir sind auch viel an Schulen und so. Jetzt war ich hier im Jugendheim. beziehungsweise in so einem Jugendhaus in Mitte, das war auch eine crazy Erfahrung, aber egal, bring halt ein Leuten KI bei und so, stehe viel auf Bühnen und so. Und dieses Tool haben wir gebaut und das ist im Grunde eine KI-Suche für den Bundestag. Also du kannst da im Grunde fragen, was hat die SPD eigentlich in den letzten drei Wochen so verbockt? Und dann kriegst du von der KI Antworten auf Grundlage des DIP, also des offiziellen Bundestags-Servers mit Quellen mit irgendwie, ne, ganzen Nachweisen und so. Und das vertreiben wir ein bisschen und weil wir da, ja, sag mal, kostenlos verfügen Dokumente nehmen. Also in einer Demokratie sind ja viele Unterlagen einfach auch frei verfügbar, damit sich Bürgerinnen und Bürger informieren können. Aus gutem Grund natürlich. und weil wir die nehmen und natürlich in gewisser Weise monetarisieren durch unseren Service, wurde uns geraten, hey, das KI-Ding ist irgendwie so neu und die Regulierung ist einfach noch nicht so weit und was genau ihr da macht, da gibt es eigentlich auch noch gar keine Rechtsprechung für. Also geht mal in die beschränkte Haftung und dann haben wir gegründet. Also es war jetzt nicht so, weil wir gesagt haben: geil, wir müssen jetzt auch ein Tech-Startup in Berlin haben, wie alle anderen, sondern tatsächlich eher aus mehr oder weniger aus diesen pragmatischen Gründen. Aber jetzt bin ich Geschäftsführer, Gavin.
04:09 Gavin Karlmeier
Ich finde, das nächste Mal stelle ich dich so vor.
04:12 Max Mundhenke
Oder? Geschäftsführer und CEO. Das ist auch das Geilste, wenn sie so Leute, die mit zwei Leuten gegründet haben, dann sagen: Ich bin CEO. Ich bin
04:20 Gavin Karlmeier
ex-CEO und gebe Ihnen Einblick in das Leben von Top-CEOs.
04:25 Max Mundhenke
Ja, genau. Also, das soviel zur Gründung und ich glaube, diese Urheberrechtssache, vielleicht, ist das der Engel, auf den du.
04:30 Gavin Karlmeier
Nee, ich will auf etwas ganz anderes hinaus. Aber das erkläre ich dir jetzt. Und zwar starten wir ja nicht nur in KW 45. Das ist ja der Hakenmann-Service, damit ihr alle wissen, welche KW wir sind, sondern wir starten auch in die Woche der Midterms. Also ein Thema, das uns ja auch schon seit Wochen und Monaten und wahrscheinlich auch schon Jahren begleitet. ist ja der Zusammenhang zwischen der digitalen Welt und der amerikanischen politischen Welt und dem politischen Leben. Und die Midterms Das sind ja die Zwischenwahlen, bei denen eigentlich die Sicherheit Donald Trumps, oder beziehungsweise Sicherheit ist das falsche Wort, die, wie soll ich sagen die Entscheidungskraft von Donald Trump eingeschränkt werden kann, weil eben Kongress und Senat neu gewählt werden und entweder Repräsentantenhaus und Senat neu gewählt werden und damit eben die Möglichkeit besteht, dass Donald Trump nicht einfach so durchregieren kann. Das möchte Donald Trump natürlich vermeiden und das möchten auch seine ganzen Tech-Bros vermeiden. Da kommen wir auch heute im Laufe der Sendung. Auch noch drauf. Aber es ist halt interessant jetzt zu schauen. Morgen starten sie, also am morgigen Dienstag, und da wir ja so ein paar Stunden hinterher sind, könnte es sogar sein, dass wir, wenn ich mich nicht, ja doch, dass wir hier am Mittwoch noch nicht die Ergebnisse kennen, die ihr kennt, wenn ihr die Folge am Mittwoch hört. Aber es sind eben ein paar Dinge passiert mit Blick auf diese Midterms, über die wir sprechen müssen, und weil ich mit dir jetzt hier einen ausgewiesenen KI-Mann bei meiner an meiner Seite habe, möchte Welt an, wir haben aber auch ganz viele Social Media Themen heute. Also Leute, bleibt bei mir Und zwar hat OpenAI angekündigt, eine Krisenzentrale für Wahlen einzurichten. Das ist die deutsche Übersetzung im Originalen, ist das Wort noch ein bisschen martialischer, denn Sie sprechen von einem Warroom. Also einem Kriegsraum. Und also die eigentliche Formulierung ist Election Operations Center, das Zentrum für Wahlangelegenheiten. Und die Aufgabe ist es, dass dort eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitenden von OpenAI am 3. November in diesem War Room sitzt und sich anschaut, wie Chat-GPT möglicherweise auch missbräuchlich verwendet wird. Bedeutet also die Verbreitung von Desinformationen über das Ergebnis von Wahlen oder auch die Auswertung, ob Menschen möglicherweise in der Wahlkabine anfangen, mit ChatGPT noch zu sprechen, während sie sich in dieser Wahlkabine aufhalten. Also, welche Kampagnen werden möglicherweise auch aus dem Ausland beobachtet, die mit Hilfe von KI generiert werden? Und das ist alles so das, was sich eben diese Mitarbeitenden hier auf die Fahne schreiben. Wie ist dein Gefühl dazu?
06:53 Max Mundhenke
Also, ich glaube, das sind ja einige Themen. Zum einen glaube ich erstmal, dass sich per Chat-GPT über Wahlen zu informieren, erstmal per se nichts Schlechtes ist. Also es ist aus meiner Sicht immer noch besser, als sich gar nicht zu informieren und auch nicht wählen zu gehen. Also genau, ob die Quellenlage jetzt angebracht ist, dass du eine gute politische Entscheidung treffen kannst oder nicht. sei erstmal dahingestellt, aber es geht ja viel darum, wie du es nutzt. Wenn wir beispielsweise an Oberstufen sind und da so KI und politische Bildung machen, dann. . Ist es ja im Grunde so ein toller Use Case, auch mal zu sagen, gut, wir gucken mal, was irgendwie die verschiedenen Parteien in ihrem Ideenwettbewerb für uns Auszubildende haben, wenn wir dann demnächst auf den Auszubildendenmarkt kommen. Und dann kannst du natürlich mal so ein Wahlprogramm eine KI werfen und sagen, guck mal, auf welcher Seite steht denn was zur Auszubildenden? Oder was wird denn? Da kannst du mir das mal zusammenfassen und so. Ist natürlich deutlich geiler, als so 200 Seiten Wahlprogramm zu lesen, was eh kein Mensch macht. Und da funktioniert ja politische Bildung mit KI relativ gut. Also das würde ich Würde ich jetzt erstmal nicht komplett in Abrede stellen, dass das irgendwie jetzt einen Warroom oder so rechtfertigt. Auf der anderen Seite muss man sagen, sind sie ein bisschen spät dran. Ich glaube, ja, also es gibt natürlich eine ganze Menge Desinfo, die mit KI läuft. Auch natürlich auf hochoffizieller Ebene. Ich glaube, ich hatte es jetzt noch Freitag im Podcast, weiß gar nicht mehr, ich vergesse das immer sofort wieder, aber ich mache ja freitags die Snackbox-Folge, wo ich dann immer die News der Woche auch so in zehn Minuten zusammenfasse rund um KI. Da gab es eine Zahl, ich glaube es schwirten so 300 Millionen rum, die bislang ausgegeben wurden für Wahlwerbespots für die Parteien was wahnsinnig viel ist. Also das ist wirklich, hat sich wirklich exponentiell vergrößert, die Ausgaben, die so Wahlwerbespots angehen. Und da sind die meisten von mit KI generiert und irgendwie, ich glaube, nur 15 Prozent oder so als KI generiert gekennzeichnet. Und das waren eigentlich die News. Und da gibt es natürlich auch extrem viele Deepfakes, so von Mamdami vor allem, ne, also New York, ganz heißes Pflaster gerade, der Staat New York sehr umkämpfte. Und da wird natürlich versucht, der Den Gegner bloßzustellen ohne M. Das funktioniert natürlich mit entsprechenden Deepfake-Videos auf jeden Fall. Und da ist, würde ich sagen, oh May ein bisschen später mit dem Warroom. Warum sie das machen? Das wissen wir alle, kannst du sonst ja auch gerne erklären.
09:00 Gavin Karlmeier
Also, ich sage gleich gern was zu. Ich finde das auch interessant, weil meine Einschätzung wäre, dass sie sich dadurch eigentlich eine unglückliche Situation bringen. Weil wenn es jetzt Dass mithilfe einer Desinformationskampagne, die mit Hilfe von ChatGPT generiert wurde, tatsächlich das Wahlergebnis verzerrt wurde. dann muss sich OpenAI natürlich rechtfertigen, warum dieses Election Operations Center, das sie aufgebaut haben, möglicherweise das Ganze nicht in den Griff gekriegt hat. Und du hast gerade diese utopischen Zahlen genannt. Das sind ja Werte, und wir kennen das hier auch von Faktencheckern bei Facebook, die gesagt haben: es ist so viel, dass wir Vollzeit arbeiten und die meisten Menschen in Deutschland niemals unsere Arbeit sehen, weil so viel Desinformation in Social Media rumschwirrt. Also in dem Moment, wo man hier sagt, wir kümmern uns darum, das uh das zu beseitigen, nimmt man natürlich auch ein bisschen Verantwortung auf sich. Und ob es da reicht, ein paar Mitarbeitende in einen Raum zu stecken, irgendwie einen großen, großen Beamer anzuschmeißen, wo irgendwelche Zahlen drüber zu suchen oder ob man das dann nicht vielleicht in einem großen Stil hätte machen müssen, um vielleicht das eigene Produkt vorabsicherer zu machen. Das würde ich jetzt doch gerne mal zur Diskussion stellen.
10:08 Max Mundhenke
Also es ist eine Nebelkerze. Es ist ja ganz klar. Also die großen KI-Unternehmen, die US-amerikanischen, stehen ja alle gerade so ein bisschen unter Beschuss, weil die, wenn man einfach merkt, weltweit das, was die da treiben, unterliegt einfach so sehr geringer Regulierung. Hat im Grunde, ja, die haben carte blanche, können machen, was sie wollen. Das führt dann eben zu solchen News wie Agenten, die ihre Sandboxes verlassen und dann nochmal so Hugging Face hacken oder andere Seiten. Das hat ja mit OpenAI angefangen. Mittlerweile sind, glaube ich, alle Großen betroffen. Also alle haben irgendwie jetzt so ein bisschen den Fall erlebt. Und deshalb müssen die natürlich Vertrauen wiederherstellen. Auf der anderen Seite ist das ja auch ein Riesenthema in den USA. Ich hatte jetzt irgendwo gelesen, dass knapp achtzig Prozent der US-AmerikanerInnen auch mehr Regulierung Von AI befürworten. Die spüren das ja auch nochmal anders als wir, diesen Buben. Da geht es ja viele noch um Rechenzentren, die irgendwie so an Stadtränder gebaut werden und mit irgendwelchen halblegalen Gasturbinen betrieben werden. Das heißt, die haben das nicht.
11:05 Gavin Karlmeier
Halblegal ist noch ein Euphemismus.
11:07 Max Mundhenke
Ja, genau, es sind so nicht Genehmigte oder es werden dann mal so ein paar dazu gebaut, die dann wieder abgebaut werden müssen. Und da gibt es, glaube ich, auch noch Klagen gerade irgendwo in Tennessee oder so. Ich glaube, also hauptsächlich Maske ist da, glaube ich, so ein bisschen betroffen, aber die sind alles halt keine Wohltäterfirmen, das muss man sagen. Ich glaube, die müssen Vertrauen wiederherstellen und deshalb ist das natürlich toll, wenn man Bilder produzieren kann, wie da zehn Leute irgendwie sitzen auf Riesenmonitore gucken und schauen, oh Gott, Passiert hier gerade was. Aber am Ende des Tages, wenn es nicht funktioniert und offensichtlich dann irgendwie danach auch irgendwelchen Betrug oder irgendwas rauskommt, dann kannst du dich dann natürlich kommunikativ hinstellen und sagen, ja, das war jetzt so ein Erster Versuch, wir lernen da draus für die nächste Wahl und so. Und da reden wir auch schon gar nicht mehr drüber. Also von daher, das ist eine Nebelkerse, die bringt null Sicherheit für Wahlen, dass der OpenAI jetzt irgendwie ein paar Leute abstellt.
11:55 Gavin Karlmeier
Ja, ja, voll. Und ich will mal noch ein paar Werte reinschmeißen, die Mashable nämlich da zusammen recherchiert hat. Also, Meta alleine hat 30 Milliarden Dollar. In Maßnahmen zur Wahlsicherheit investiert in den letzten Jahren. Microsoft hat Initiativen zur Wähleraufklärung und zur Förderung von KI-Kompetenz gestartet. Und warum man das alles macht, ist, glaube ich, liegt auf der Hand, weil die sowohl die ausländische als auch die inländische Wahlmanipulation eine Bedrohung ist, die. real ist. Und zwar nicht nur von denjenigen, die sich dann wählen lassen und erzählen, es war aber gar keine Wahlmanipulation und wer 2020 die Wahl gewonnen hat. Who knows, sondern eben auch von boshaften Akteuren, die sich dann eben nicht wählen lassen. Und das Interessante ist, das News Guard, das ist eine, wie Mashabill schreibt, Beobachtungsstelle für Desinformationen , sich mal angeschaut haben, wie von ausländischen Regierungen gesteuerte Desinformationskampagnen sich verhalten haben in den USA. Und da sind tatsächlich bemerkenswerte Zahlen drin. Also sie sagen Es gibt eine Anzahl von Falschinformationen. sie ausfindig gemacht haben, die einer Untersuchung zufolge von mehr als der Hälfte der AmerikanerInnen nicht als Desinformation identifizierbar gewesen seien. Außerdem haben 93% dieser Inhalte, die Desinformationen sind, wurden von den Community Notes aufgeben. Nicht als Desinformation identifiziert. Das heißt, die sind entweder so perfide, so konkret, so speziell oder so gut gemacht, dass sie sich als das eben nicht identifizieren lassen mit tieferer Recherche, ohne tiefere Recherche. Und News Guard hat mal ausprobiert, wie ChatGPT-Images 2. 5, also das aktuelle Bildgenerierungsmodell von OpenAI, sich eigentlich verhält, wenn man versucht, mit Politikern Bilder von PolitikerInnen zu generieren. Und das Ergebnis war Komplett problemlos. Also sie haben es geschafft, wiederholt lebensechte Bilder politischer Kandidaten zu generieren.
13:47 Max Mundhenke
Ja, das ähm Aber selbst wenn du es bei OpenAI unterbinden würdest, würde es halt mit anderen Open-Source-Modellen dann wieder funktionieren. Also, ich finde, wir gucken in dieser Debatte immer so auf die Großen und sagen, die müssen halt irgendwie reguliert werden. Aber am Ende des Tages hast du ja im Grunde so Open Wade Modelle einfach auch irgendwie frei verfügbar. Und das wird noch schlimmer, Gavin. Die werden so effizient, dass wir die in ein paar Jahren auf unseren Smartphones haben und dann kannst du gar nicht mehr gucken, was da eigentlich generiert wird und was nicht. Das heißt Ich denke da schon eine ganze Weile drüber nach, auch weil ich ja so aus der Kommunikation komme. Und das war ja so eins der ersten Probleme, mit denen man sich befasst hat, wie kann man noch menschliche Kommunikation verifizieren, so im Bereich der Dieber Deepfake-Arufe war das damals noch viel. Du hast die Stimme des Chefs geklont und gesagt, überweiß mal Geld irgendwie auf dieses und jenes Konto und so.
14:31 Gavin Karlmeier
Oder das ist schon was anderes als Marco Phono.
14:35 Max Mundhenke
Ja, ein bisschen professionell, genau. Aber da ist, ich glaube, so mein Take ist, dass wir da früher oder später einfach in die andere Richtung gehen müssen und gucken müssen, wie können wir eigentlich noch wirklich menschliche Kommunikation als solche sicher verifizieren, weil wir einfach von unverifiziertem Material nicht mehr wissen können, ist es echt oder nicht. Und die Deepfakes werden halt So wahnsinnig gut mittlerweile. Also ich erkenne die auch nicht mehr und ich mache das irgendwie beruflich den ganzen Tag. Also das da werden noch andere Zeiten kommen und. . Ja, Regulierung ja, aber wir dürfen nicht so blind sein und denken, das Problem sei damit außer Weltgeschäft, indem wir es OpenAI und den großen Hyperscalern verbieten, weil in ein paar Jahren kann jeder machen, was er möchte. Das ist dann, glaube ich, da müssen wir andere Mittel und Wege finden. Oder wir setzen auf den gesunden Menschenverstand, Gavin, und sagen, das macht dann halt einfach auch keiner, weil jeder weiß, wie gefährlich das ist.
15:25 Gavin Karlmeier
Also, also ich bin ja ein optimistischer Typ, Kernoptimist. Und ich bin ja auch ein Fan von Menschen und von Gesellschaft und Gemeinschaft. Aber wenn ich auf eins kein Vertrauen mehr habe, dann ist das Eigenverantwortung oder gesunden Menschenverstand. Leider.
15:44 Max Mundhenke
Ja, richtig.
15:44 Gavin Karlmeier
Schade.
15:45 Max Mundhenke
Die Partei, die Partei hat übrigens in ihrem Wahlprogramm, womit ich mich ja viel beschäftige, neben letzten für Berlin, die den den Atomwaffenbesitz für private Leute im Grunde gefordert. Also dass jeder Bürger, jede Bürgerin eigenverantwortlich Atomwaffen besitzen hat. Das fand ich irgendwie so.
16:05 Gavin Karlmeier
Und du bist da auf einer Argumentationslinie mit der NRA, die Rifle Association, die eigentlich sagen, wenn jeder eine Waffe hat, sind alle sicher. Kann nichts passieren.
16:13 Max Mundhenke
Ja, richtig.
16:13 Gavin Karlmeier
Kann gar nichts mehr passieren. Wir bleiben ganz kurz noch bei der Mitrams, denn zum einen sieht man ja schon, wie groß die, und jetzt müssen wir leider, ich weiß, die Hackys hassen das so ein bisschen, aber wir müssen die Musk-Meldungen vorziehen und kurz über Elon Musk sprechen. Denn zum einen siehst du, wie groß die Sorge der Tech Leute ist, dass tatsächlich hier die Demokraten gewinnen, denn Elon Musk berichtet The Guardian. hat bereits jetzt, also bis zum heutigen Tag, 2. November, und ich glaube, die Meldung ist sogar schon von Freitag, 31. Oktober, insgesamt 446 Millionen US-Dollar ausgegeben. Für die Wahlwerbung und für die Wahlen im Gesamten, vor allem zur Unterstützung von, also eigentlich nur der republikanischen Figuren. Das ist deutlich mehr, als er bei der letzten US-Präsidentschaftswahl für die Wahl Donald Trumps am Ende ausgegeben hat. Das zeigt schon, wie groß die Sorge ist und wie groß die Sorge auch ist, dass tatsächlich das Versprechen der DemokratInnen dann eintritt. Zum Beispiel sich mal Elon Musk genauer anzuschauen und einen Untersuchungsausschuss einzuführen. Das würde Elon Musk wahrscheinlich in eine sogenannte Bridoule bringen, Und vermutlich will er vor allem auch deswegen hier vorab verhindern, dass das irgendwie passiert. Das ist aber eben auch sehr stark agenda getrieben. Also es geht nicht nur um seinen eigenen Hintern, sondern eben auch darum, seine politische Agenda durchzusetzen. nämlich eine Welt, in der idealerweise eigentlich nur noch Weiße und Heterosexuelle überhaupt noch irgendetwas zu sagen und zu tun haben. Deswegen ja zum Beispiel ja in Texas. alleine 158 Millionen US-Dollar für den Texas Pack ausgegeben hat, um die Senatskampagne von Ken Paxton zu unterstützen. Um zu verhindern, dass der demokratische Gegenkandidat James Tellerico gewinnen könnte. Und James Tellerico ist aber ein ganz spannender Ich würde sagen, Phänotyp von Politiker, weil er auf der einen Seite verhältnismäßig progressiv und demokratisch ist, aber das alles mit christlicher nächsten Liebe für argumentiert und damit ein bisschen an die Kern-DNA des amerikanischen Selbstverständnisses appelliert. Also es passieren gerade so sehr viele spannende gesellschaftliche Verhandlungsmomente, die wir erleben in diesen Mid-Rams. Und sehen eben auch die Sorge der Tech-Figuren wie eben Elon Musk, dass sich da möglicherweise ein Trend entwickeln könnte, der dann am Ende ihnen auf die Füße fällt.
18:28 Max Mundhenke
Ja, erstmal bin ich da voll auf der Seite der Hakis. Ich hasse es auch, über Maske zu reden. Ja, es ist so, ich meine natürlich versucht er da entsprechend die Republikaner zu pushen. Ich glaube zum einen ja, auch aus finanziellen Gründen, dass da diverse Sachen anhängig sind, dass du natürlich ganz oben in der Macht mitspielst, hat ja Doge und so dieses Spaßprojekt von Trump irgendwie, was er mehr gekostet hat, als gespart hat, um einfach zu zeigen, guck mal, wie viele Patienten wir jetzt sind und so Ja, richtig, eben, genau, Menschen eben, das darf man nicht vergessen. Und auf der anderen Seite, glaube ich, ist das auch einfach so ein persönliches Ding, weil er die, die Die Trans-Tochter hat, wenn mich nicht alles täuscht, ja, und da auch immer irgendwie durchaus persönlich eine Rache zu gegen die Voken führen möchte. Und ich glaube, das läuft alles irgendwie so ein bisschen zusammen. Zudem, es ist halt ein 14-jähriger, massiv impulskontrollgestörter Idiot mit wahnsinnig viel Geld. Das ist so ein bisschen meine Summary zu Musk. Und das trifft einfach Ja, trifft einfach irgendwie immer wieder zu. Es ist halt ein Idiot. Natürlich kauft er sich entsprechende Stimmen. Also es ist keine Überraschung, glaube ich.
19:44 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja. Ich finde das Interessante aber, dass er ja mit Grog ein KI-Tool anbietet selber, das ja offensichtlich vor allem von Donald Trump genutzt wird. Und jetzt gibt es führende Demokraten im Justizausschuss, sowie im Ausschuss für Aufsicht und Reformen, also dem Oversight Committee, dass diese Ausschüsse jetzt fordern, dass Donald Trump alle seine Chats mit Grog tatsächlich festhalten muss, protokollieren muss und dass diese eben auch festgehalten werden müssen für eine spätere Auswertung. Also alle Prompts von Donald Trump sollen eben festgehalten werden, um später Untersuchungen durchführen zu können.
20:18 Max Mundhenke
Gavin, ich würde zahlen, um diesen Datensatz zu bekommen. Einfach aus persönlicher Belustigung. Ich glaube, das ist sogar, was googelt Donald Trump. Also, dass der, oder was wofür nutzt Donald Trump eigentlich KI? Dass der KI nutzt ist, klar, glaube ich, spätestens seit diesen komischen Riesencharts, die er gezeigt hat, wo irgendwie hier die Zölle irgendwie aufgerüstet waren. Du erinnerst dich, wir haben das alle, wo dann irgendwie teilweise so Unbewohnte Inseln auch mit drauffahren und sind so geil mit dem Pinguin, mega meme, das war wirklich gut. Genau, also Ja, der nutzt natürlich auch KI. Viele PolitikerInnen nutzen KI, muss man ja auch irgendwie dazu sagen. Da gibt es ja auch irgendwie in Deutschland immer wieder Fälle, wo dann auch. . . Mal welche negativ auffallen, mal auch mal zurecht und mal aus meiner Sicht so ein bisschen ein bisschen sehr hochgekocht, auch schon irgendwie mit Politikern drüber gesprochen, beziehungsweise mit entsprechenden Presseverantwortlichen. Ja, natürlich nutzen die das auch beruflich, ganz klar. Aber auf Trumps Suchanfragen, auf Trumps Prompts wäre ich doch mal sehr gespannt. Also das
21:21 Gavin Karlmeier
Ja.
21:22 Max Mundhenke
Ich würde Geld dafür zahlen, würde ich.
21:24 Gavin Karlmeier
Vielleicht werden die irgendwann öffentlich gemacht werden müssen, weil jede Korrespondenz früherer PräsidentInnen wäre ja eigentlich später öffentlich gemacht. Und wenn du da konsequent wärst, müsstest du eben auch solche Arbeitsmittel mitveröffentlichen. Ich bin gespannt, ob das da irgendwie Erfolg hat. Ich will aber ganz kurz, weil du gerade von deutschen Politikern gesprochen hast, die offensichtlich mit KI gearbeitet haben und damit auch ein bisschen auf die Nase gefallen sind, möchte ich ganz kurz einen kleinen Einschub machen für einen kleinen Hinweis in eigener Sache und das ist das hier.
21:53 Speaker 3
Der graue Haken 2026
21:58 Gavin Karlmeier
Ende des Jahres bedeutet immer, dass wir unseren kleinen eigenen Jahresrückblick machen. Denn wir vergeben einen Preis, und zwar den grauen Haken und den goldenen Haken. Und ihr könnt noch diese Woche, also diese Woche läuft die Bewerbungsfrist noch Vorschläge machen für Menschen, die entweder oder Accounts, Inhalte. die aus euren Augen die größte Peinlichkeit im digitalen Raum in diesem Jahr gewesen sind oder aber auch das Gegenstück, das inspirierendste, schönste, faszinierendste oder besonderste, was ihr in diesem Jahr im Internet gesehen habt. Diese Woche läuft noch die Bewerbungsfrist. Ihr findet in den Shownotes die Mailadressen, ihr könnt aber auch auf alle anderen Wege Kontakt zu uns aufnehmen und Vorschläge machen. Und dann gehen wir bald in die Abstimmung, um diese dann bei unserer Live-Show am 8. Dezember in Köln auszuzeichnen. Das ist der Plan. Also schlag gerne noch vor, wir sammeln noch und dann wird das vergeben. Würstest du, wem du dieses Jahr so einen Preis geben würdest, Max?
22:51 Max Mundhenke
Nee, ich habe so viel Mist gesehen dieses Jahr. Ich glaube, die Junge Union hat auf jeden Fall einen grauen Haken verdient für. gerade im Rahmen der Berlin-Wahl für diese unglaublichen Takes. Das ist auf jeden Fall das, was mir als erstes einfällt, was auch einfach aktuell ist. Aber wenn ich jetzt, das ist ja fast vorbei, wenn ich es mal elf Monate zurückgehe, fällt mir bestimmt was Vergleichbares Für jeden Monat mindestens ein. Da gab es einige Fehltritte. Auf der anderen Seite Goldener Haken, auf jeden Fall kann ich jetzt auch sagen, von diesem Monat definitiv, das war, ich glaube, das Zeitinterview mit der Metal-Band Kreator. Die
23:29 Gavin Karlmeier
Creator, unsere Essener, hier macht man nicht mehr. Machbar Creator,
23:33 Max Mundhenke
Creator, die darüber informiert wurden, was die eigentlich von dem Begriff Creator heißen und die dann erzählt haben, dass sie auch immer wieder irgendwie von irgendwelchen asiatischen Accounts getaggt werden, weil die denken, das sei Also, irgendwie der Overall Creator Account, das ist so hilarious. Musst du ja reinziehen oder in die Show Notes packen. Ich glaube, es war ein Zeitinterview. Bitte verzeiht mir, wenn es doch irgendwo anders war.
23:54 Gavin Karlmeier
Bitte verzeiht mir. Übrigens geführt auch von, will ich noch kurz dazu sagen, interviewt von Jens Balzer. Und das ist auch eine Figur, mit der man sich wirklich mal auseinandersetzen kann, wenn man ein bisschen Zeit hat. Vielleicht mal ein Buch von Jens Balzer lesen.
24:10 Max Mundhenke
Also, werde ich tun, kannte ich vorher nicht, aber hilarious. Also ganz, äh, ganz, ganz großartig. Aber genau, das war, glaube ich, so das, was mir einfällt, wo ich wirklich das letzte Mal richtig lachen musste.
24:19 Gavin Karlmeier
Du müsstest mir allerdings. müsstest uns eine E-Mail schicken oder irgendwie mir das zukommen lassen, weil sonst vergesse ich diese Nominierung. Aber mach's er, ne?
24:27 Max Mundhenke
Mach ich, natürlich.
24:28 Gavin Karlmeier
Entweder an grauer oder goldener. hakendran. org Wir nehmen aber das mal direkt zum Anlass, ins nächste Thema zu kommen und dann sind wir jetzt auch wieder ein bisschen mehr in der Social Media Welt. Und zwar hattest du eben die Junge Union angesprochen, die ja im Vorfeld des vergangenen Wochenendes So ein bisschen an ihrem Verständnis des Grundgesetzes herumgeschabt hat, weil sie auf der einen Seite Demonstrationen verbieten wollte, auf der anderen Seite aber auch die Bundeswehr im Inneren einsetzen wollte. Und das lag daran, dass er am vergangenen Samstag die Demonstrationen mit dem Thema Gen Z regelt veranstaltet wurden, die ja so ein bisschen in Konsequenz oder in der Tradition der Demonstration in den letzten Wochen in Frankreich und Italien und anderen Ländern verstanden wurden. Und jetzt gibt es aber eine ganz spannende Beobachtung, über die die Fatz schreibt. Und zwar gibt es einen Dienst, über den wir hier in diesem Podcast auch schon gesprochen haben, weil er von Jack Dorsey gegründet wurde. Jack Dorsey, Twitter-Gründer. Und der hat damals eine App, ich glaube ehrlicherweise hat er es sogar auch zugegeben, weitgehend gevibe-codet. Mit der es eben möglich ist, dass man rein über das Protokoll Bluetooth kommuniziert. Also man braucht keinen Internetdienst, man braucht keinen Server, man braucht nichts, sondern wenn wir beide in der Nähe im gleichen Zug, im gleichen Flugzeug sind, sogar im Flugmodus. könnten wir über den Dienst BitChat miteinander schreiben in dem Moment. Kleiner Einschub an der Stelle, das ist gar nichts Neues. Also das hat sich Jack Dorsey auch nicht ausgedacht, weil ein ähnliches Tool habe ich schon vor Jahren benutzt, übrigens als ich mit Freunden im Flugzeug saß. Was wirklich wahnsinnig lustig war, weil wir so quer über dieses Flugzeug verteilt gesessen waren und einfach miteinander kommunizieren konnten Also, sehr lustig. Und diese App wurde eben offenbar in Frankreich im Rahmen dieser Proteste sehr, sehr stark genutzt, sodass sie sich auf Platz eins des App Stores dort nach oben geschraubt hat. Also sie hat es geschafft, die meistgeladene App zu sein, weil eben Die Kommunikation, die nicht über Telekommunikationsdienstleister geht und auch nicht über die Server der Plattformen geht, im Fall solcher Ausnahmesituationen eben extrem sinnvoll ist.
26:33 Max Mundhenke
Ja, fantastisch. Und wird ja viel irgendwie bei Protesten genutzt oder wurde viel genutzt. Ich glaube, ich hatte auch ein paar Slides gesehen, irgendwie in Indien gerade, wo er, ich glaube, Indien ist Rekordhalter, was Abschaltungen im Internet angeht. Ja. Eine ganze Menge auf jeden Fall, wo eben solche Dienste dann eine Alternative bieten, finde ich großartig. Also das Tolle ist. Das wird zwar jetzt immer wieder auch auf aus App Stores verbannt, ja. Ich glaube, Indien hat es auch runtergenommen, dass es unter uns
27:01 Gavin Karlmeier
kommt.
27:01 Max Mundhenke
Genau. Aber das Geile ist ja, du kannst ja das relativ schnell nach Vibecoden. Das ist ja auch das Geile an KI. Nimmst du eine App runter, hast du halt die nächste wieder drauf, weil es relativ schnell funktioniert, wenn du die Zugänge hast. Und dann Kannst du das eigentlich immer wieder reproduzieren? Und das ist eine ganz fantastische Möglichkeit. Und dass das jetzt irgendwie bei Gen Z regelt, glaube ich, ja, auch genutzt wurde, weiß nicht, finde ich vielleicht ein bisschen Bisschen drüber. Auf der anderen Seite, hey, wenn die Kids sicher kommunizieren, sollen sie es machen. Und ich glaube, du hast so 300 Meter Reichweite oder so, wo du dann auch Sachen verschicken kannst. Also sehr, sehr coole, dezentrale Lösung, unterstütze dich total. Zum Thema Flugzeug muss ich was erzählen, weil mein lieber in Anführungszeichen Co-Founder und CTO jetzt
27:46 Gavin Karlmeier
CEO von Haken dran eigentlich.
27:48 Max Mundhenke
Ja, das ist gut. Guck mal, wir sind beide CEOs quasi. Geschäftsführer Gavin und Geschäftsführer Max. Cool.
27:56 Gavin Karlmeier
CEO-Talk. Ich kenne Podcasts, die allein mit diesem Versprechen schon Reichweite aufbauen.
28:01 Max Mundhenke
Ja, das ist gut. Ganz neue Zielgruppen, Gavin. Ganz neue. Genau, der ist in die USA geflogen. So, und der hat mir dann irgendwann geschrieben über Telegram und sagte: Alter, du glaubst nicht, aber ich habe hier Internet. Ich sage: Hä, wie hast du Internet im Flug? Und da sagt er, ja, die haben Starlink. Und es wurde dann auch groß angekündigt irgendwie, so von wegen Powered by Starlink. Ihr könnt hier jetzt Internet anmachen und so. Und er sagt, das ist total crazy, du musst halt irgendwie klar Flugmodus und so, aber du hast trotzdem irgendwie einfach Internet. Und da haben wir gesagt, okay, aber wie gut ist das? Und dann, ja, wollen wir eine Runde zocken? Ja, gut, da haben wir eine Runde gezockt. Ja, 8000 Meter über dem Boden, irgendwie beim Atlantik und ich einfach in Berlin. Und es hat einfach flüssig funktioniert. Wahnsinn! Also total krass, was heute alles möglich ist, Gavin.
28:42 Gavin Karlmeier
Also, das ist aber nicht das Performer-Mindset, das ich mir jetzt gewünscht habe, dass ihr da zockt. Ich dachte, er sitzt da und baut irgendwelche krassen Decks zusammen.
28:51 Max Mundhenke
Wir sind ein Berlin-Startup, Alter. Was glaubst du denn, was wir machen? Nein, nein, wir arbeiten auch. Wenn ihr Kunden, Klienten zuhört. Na klar, aber die Du finde ich krass, während ich dann irgendwie hier so auf dem Weg nach. Nach Köln war ich, glaube ich, letzte Woche. Ich war in Köln auch. Ja, bei dir hab nicht Bescheid gesagt. Sorry.
29:11 Gavin Karlmeier
Schön, dass du es noch so im Nebensatz unterbringst.
29:14 Max Mundhenke
Aber hat einfach in der Bahn keinen Empfang. Und dann denken wir so, ah, verdammt, es ist halt immer jedes Mal das Gleiche. Du kannst dann halt einfach hier nichts machen und er kann einfach so 8000 Meter Durch Elon Musk quasi mit mir kommunizieren und zocken.
29:28 Gavin Karlmeier
Muss man aber auch wollen.
29:31 Max Mundhenke
Wie meinst du das? Ja, gut. Ja, na klar. Du, aber das Pass auf, das ist halt irgendwie wieder das elendige Thema. Wenn wir in Europa einfach nicht hinterherkommen, Alternativen zu bauen, dann gehen wir natürlich auf diese auf diese Plattform zurück. Ich habe auch keinen Bock auf Meta oder irgendwie auf gar keinen von den großen Bock, um ehrlich zu sein. Ich finde auch OpenAI und Anthropic mies, aber ich benutze halt trotzdem deren Tools, weil es einfach keine entsprechenden Alternativen gibt. So und wir haben unseren Netzausbau hier nicht und wenn ich jetzt halt irgendwie auf dem Dorf bin bei einem Freund und der sagt, Alter, wir haben hier kein Glasfaser und aber ich kann halt Starlink kaufen, das kostet mich halt das Gleiche wie so ein Telekom-Vertrag, aber ich habe halt besseres Internet und ich habe das halt auch sicher hier einfach im Wahl. Dann kann ich es verstehen, dass so Leute dafür Geld ausgeben und am Ende leiden halt, oder was heißt leiden unsere Konzerne darunter. Aber weil wir halt keine Alternativen geschaffen haben, ist es halt so.
30:24 Gavin Karlmeier
Es ist das elendige Thema. Elendicet. Sorry, wir nehmen das ja am Sonntagabend auf, Leute. Was erwartet ihr? Oder Montagmorgen hat man eigentlich dieselbe Stimmung, interessanterweise, nur aus anderen Gründen. Du hast gerade schon Meta gesagt und deswegen möchte ich mit dir ein bisschen über Meta sprechen und wir haben heute ein paar Meta-Meldungen. Die ich auf jeden Fall unterbringen möchte. Aber eine, die, also mein Sonntagmorgen, und ich will kurz privat werden, Max, ist das in Ordnung, dass ich mal kurz privat werde.
30:52 Max Mundhenke
Bitte, das privat mit mir.
30:54 Gavin Karlmeier
Mein Sonntag begann so, dass ich Instagram aufgemacht habe und ich sah einen verschlafenen Adam Mossari, Instagram-Chef. im Unterhemd im Bett liegen, wie er verschlafen ins Telefon sagt, so sinngemäß, ich habe mir vorgestellt, dass der Tag anders beginnt. Ich wollte Workout machen, aber ich habe es nicht geschafft. Ich hoffe, der Tag wird besser heute. Ungefähr so. Und war total irritiert, weil Adam Mossari sich einerseits immer sehr gut ins Auf der anderen Seite, er aber ja immer wieder predigt, wie wichtig der der der diese Inszenierung auch ist, and that alles gut aussieht, und er zeichnet jetzt die kreativsten Creator innen aus und so. And warum ich das alles erzähle wird für die Leute, die im Oktober war das, mich auf der Republika in Düsseldorf haben sprechen hören Weil ich dort so einen kleinen Kampffortrag gemacht habe, in dem ich mich dafür eingesetzt habe, wieder mal ein bisschen menschlicher zu werden und erzählt habe, warum Markus Söder vielleicht recht hatte mit seinen Wurst. weil er eben die Personality hochhält und sich eben nicht von diesem einfach hinreißen lässt zu glauben, wenn ich den Algorithmus bediene, wird er mich bedienen. sondern gesagt hat, ich bringe eben auch so ein bisschen eine menschliche Facette mit rein. Ob man jetzt Markus Söder als gutes Beispiel da reinnehmen muss, können wir anders diskutieren. Adam Mossari macht das jetzt eben auch und er macht das hier vor allem, um so ein bisschen das Feature Features zu supporten, über das wir gleich auch noch sprechen. Aber ich habe mich so ein bisschen in meiner strategischen Grundüberlegung, dass wir bei Instagram wieder an einen Punkt kommen, wo Menschen dann doch ihr Mittagessen oder sich verkatert fotografieren. Total bestätigt gefühlt, wenn selbst Adam Mossari das jetzt so macht, der über Monate eigentlich erzählt hatte: hey, wir können jetzt mit KI so inszenieren, wie wir das möchten, warum sollten wir uns müde im Bett fotografieren?
32:43 Max Mundhenke
Ja, keine Ahnung, Authentizität ist zurück oder so. Ich weiß nicht, was die Headline davon wäre. Nahbarkeit, genau. Ich glaube, das ist es. Also, Leute haben keinen Bock mehr auf Hochglanz und wollen vielleicht wieder Realismus oder so.
32:57 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Ich weiß
32:59 Max Mundhenke
jetzt nicht, ob ich als Soziologe da jetzt die große Bewegung für die Content-Entwicklung in der nächsten zwei Jahre ausmachen würde, ob das gesellschaftlich ein Phänomen ist, aber schön, dass bei dir funktioniert.
33:08 Gavin Karlmeier
Ich als kritischer Nutzer würde das so sehen. Weil ich glaube, dass wir eigentlich jetzt mittlerweile genug von Leuten haben, die in Greenscreens stehen und genug von Slop vor allem haben. Gleichzeitig hat am Wochenende das Medium The Verge in ihrem Verge Cast, deren Podcast gesagt. dass die beste Entscheidung, die Instagram treffen könnte und die größte Dankbarkeit bei dem der Community auslösen würde, ein Button wäre, mit dem man AI-generierten Content ausblenden könnte. Also ich glaube, wir sind gerade auf einem Weg, dass es wieder ein bisschen mehr menschen muss, damit man irgendwie mehr ist als nur ein Reel, das man mal im Vorbeigehen sieht, wenn man denn Content in Social Media machen möchte.
33:51 Max Mundhenke
Ja, das wäre cool. Aber auch da wieder generiere AI-generierten Content, äh, definiere AI generierten Content. Ist es Sonntagabend? Ich kann auch nicht mehr reden, aber das ist halt auch nicht so einfach. Du hast, egal welches moderne Smartphone, du hast es natürlich über LKI auch mit drin. So, du hast halt die Belichtung, wenn du irgendwie Schnittprogramm nutzt, lauf das alles mit. Was ist ein Foto? Genau, richtig, ja. Keine Pfeife. Nee, und das ist halt irgendwie so ein Problem. Du hast es halt überall drin. Ich glaube, man hat irgendwie letztes Jahr schon gesagt, dass. . dass so bis zu 70 Prozent des Content-Pieces online irgendwie irgendwo Spuren von KI enthalten wird. Da müssen wir uns drauf einlassen. Auf deiner Seite kannst du natürlich auch ein Foto von dir in Unterhemd verkatert morgens generieren, Gavin. Ja,
34:36 Gavin Karlmeier
was ich glaube ich mit diesem generierten Content meine, sind halt Inhalte, die wirklich, also ich würde sagen, bei denen der realistische Anteil an Dingen, die man sieht. unter weiß ich nicht, wie viel Prozent liegt. Wenn nicht sogar
34:51 Max Mundhenke
so klassischen Slop?
34:52 Gavin Karlmeier
Ich meine klassischen Slop.
34:55 Max Mundhenke
Aber dann würdest du auch die Brainrod-Sachen nicht sehen. Die wahnsinnig guten Italian Brainrods, die fantastisches Meme-Potenzial hatten oder diese Bei den Kindern gerade ganz beliebt, diese Früchte, die irgendwie ineinander. Es ist doch schon alles
35:07 Gavin Karlmeier
durch. Alles vorbei.
35:09 Max Mundhenke
Ist alles okay, ja gut.
35:10 Gavin Karlmeier
Aber
35:11 Max Mundhenke
du kannst ja auch nicht. Ich habe jetzt erst gelernt, was Squishies sind in der Schule. Weißt du, was Squishies sind?
35:16 Gavin Karlmeier
Sind das diese Dinge, die man sagt? Ja,
35:19 Max Mundhenke
du machst die Bewegung richtig, genau.
35:20 Gavin Karlmeier
Die hört man natürlich nicht, die Bewegung. Das ist quasi so Stressbälle eigentlich, ne?
35:26 Max Mundhenke
Ich hab tatsächlich einher, weil meine Freundin mir dann mitgebracht hat, hat er gesagt: Schön, dass du jetzt auch irgendwie bei den Jungen angekommen bist. Das ist ein Squishy. Es fühlt sich richtig eklig an.
35:35 Gavin Karlmeier
Für die, die es im Video sehen, Max drückt gerade einen Kürbis.
35:39 Max Mundhenke
Nee, das ist kein Kürbis. Das ist irgendwie so ein Dumpling. Die kommen immer so in Essenssachen. Das ist irgendwie immer Nahrung eigentlich. Da gibt es auch Butter von und so. Und das ist so Bei den Kindern ist das gerade richtig beliebt. Das ist also in den Grundschulen hat jeder ein Squishy und die stinken noch nicht so. Ich glaube, ja, Instantkrebs.
36:02 Gavin Karlmeier
Gut. Wir bleiben noch kurz bei Meta und wir bleiben noch kurz bei Instagram Features. Ich habe gleich sogar nochmal.
36:10 Max Mundhenke
Nee warte, ich will auch kurz was in eigener persönlicher Sache erzählen. Du hast Republika angesprochen und ich würde einmal kurz aufrufen, nur an der Stelle. Solidarisiert euch mal mit der Tincon, bitte. Die Tinkon, ich weiß nicht, ob du das schon mal angeschaut.
36:21 Gavin Karlmeier
Das haben wir hier noch nicht angesprochen, aber wichtig, dass du sagst, weil ich wollte es immer machen und vergesse es dann immer.
36:25 Max Mundhenke
Ich übernehme das jetzt für dich. Die Tincon, also im Grunde die, wenn ihr so wollt, kleine Republika, steht vor dem Aus. Ende des Jahres ist quasi Quasi finito, Geld ist alle, was mit unterschiedlichen Dingen zusammenhängt, aber vor allem natürlich mit Kürzungen, wurden hauptsächlich vom Familienministerium mitfinanziert. Und da gehen die Lichter aus. Und das ist wahnsinnig schade, weil die TinCon wirklich als Konferenz für junge Leute eigentlich ein. . nicht eigentlich, sondern ein fantastischer Ort war, um sich auszutauschen über Digitalisierungsthemen, über Fragen rund ums Internet und Kommunikation und die, ich glaube, ganz wichtige Bildungsarbeit geleistet haben. Auf der anderen Seite, auch Erwachsene profitieren wahnsinnig von der TinCon. Also die ersten Auftritte hatte ich irgendwie auf der TinKon. Das erste Mal Publikumskontakt ist ein fantastischer Ort, um einfach mal auch ein bisschen auszuprobieren und zu spielen und so. Es ist immer ein tolles Publikum da, tolle Leute. Das heißt, Soli zeigen und euch gerne mal informieren, wie ihr da möglicherweise helfen könnt, damit es die TinCon weitergibt. Teenager
37:29 Gavin Karlmeier
Internet Convention, TinCon. Finde ich auch ein mega Name.
37:33 Max Mundhenke
Ja, voll. Und es ist wichtig. Es ist wichtiger denn je.
37:37 Gavin Karlmeier
Genau da wollte ich drauf hinaus. Wir reden die ganze Zeit über Medienbildung und Medienkompetenz und Leute enablen, sich auch mit diesen Sachen kritisch auseinanderzuset Die sie die ganze Zeit verkonsumieren und so. Und gleichzeitig erleben wir aber Kürzungen, ich habe das hier auch schon mal erzählt, mein Medienkompetenzprojekt wurde auch, wird auch nicht mehr finanziert, seitens der Politik in einer Zeit, in der es nie so wichtig war. eine solche eine eine solche Kompetenz aufzubauen oder ein Gefühl dafür zu haben, was man hier tut. Und ehrlicherweise auch Ein dritter Ort zu sein für Leute, die viel Zeit im Internet zu verbringen. Das ist die Tintcon ja auch. Man trifft sich dort. Und dass das alles wegfallen soll, ist fatal und eine absolute Katastrophe.
38:16 Max Mundhenke
Und die machen so viele coole Sachen. Also jetzt vor kurzem halt wieder diese, was ich am Anfang gesagt hatte, als ich hier in einem Jugendhaus war und so, ne? Du hast dann so 13 Kinder, so zwischen 6 und 22, auch gerne Zielgruppe. 90 Prozent von denen rumänisch, so die haben halt keinen anderen Ort, wo sie hingehen können, die gehen dann in so ein Jugendhaus und dann gibt es da Angebote. Und die TinCon hat da wirklich ein Angebot gemacht rund um digitale Bildung. Die erreichst du sonst halt auch einfach sehr schwierig, die Zielgruppe. Und da durfte ich auch Teil von sein. Und das Wahnsinn, was die alles nebenbei machen, was man halt unabhängig von den großen Konferenzen am Rande der Republika und so mitbekommt, die setzen sich einfach wirklich ein und haben eine fantastische Arbeit. Von daher an dieser Stelle ganz liebe Grüße erstmal an alle, die da involviert sind. Sind und ich habe wirklich ein Weines Auge, wenn ich daran denke, dass die Tin Con Ende des Jahres vorbei ist und die nicht mehr geben soll. Muss ich mal an der Stelle sagen. Es ist mir gerade wieder eingefallen, dass du Republika gesagt hast, so viel vielleicht auch in eigener Oder nicht in uneigennütziger Sache.
39:12 Gavin Karlmeier
Ja, aber du hast natürlich vollkommen recht. Danke, dass du es sagst. Ich würde trotzdem, wenn es okay ist, zurück zum Thema kommen.
39:16 Max Mundhenke
Ja, bitte, ja, komm. Ja, let's go.
39:18 Gavin Karlmeier
Nein, aber das stimmt. Ich packe meinen Link zum Support der Tinton in die Shownotes.
39:22 Max Mundhenke
Ja, das ist
39:22 Gavin Karlmeier
gut. Das ist, glaube ich, wichtig und gut. So, und zwar geht es um Instagram Features. Das ist die Funktion, über die wir letzte Woche gesprochen haben. Du kannst ja jetzt bei Instagram zukünftig, also damit zukünftig bitte sehr flexibel betrachten, selbst in den USA, so soll es erst im nächsten Jahr starten, außer Adam or Sari. Kann das dort noch keiner nutzen. Aber soll es bald möglich sein, querformatige Videos bis zu 90 Minuten Länge hochzuladen und auch zu konsumieren. Und eine der größten Schwachstellen, die dieses Programm eben mit sich bringt, ist, dass es kein Revenue Share für Creators gibt. Also dass Leute, die dort Videos hochladen, dort nicht finanziell beteiligt werden. Das ist etwas, das ja für Leute, die auf YouTube unterwegs sind No-brainer sein wird, zu sagen, ja, das lade ich dort nicht hoch, weil mit YouTube verdiene ich eben meinen Lebensunterhalt. Warum soll ich das jetzt umsonst bei Instagram hinschmeißen, diesen Kram? Und sowohl YouTube als auch Instagram haben offenbar da ihre eigenen Überlegungen zu der Sache. Ich fange mal mit Instagram an. Instagram hat, wie jetzt Business Insider exklusiv berichtet, offensichtlich Verträge mit CreatorInnen abgeschlossen, mit einzelnen, Die bis zu 500. 000 US-Dollar bekommen sollen, wenn sie ihre Videos nicht exklusiv, sondern auch bei Instagram Features hochladen. Das heißt, wir werden dann bald irgendwie sehen, dass Mr. Beast, nee, der wahrscheinlich jetzt gerade eben nicht, aber. andere ihre Videos parallel auch bei Instagram Features hochladen und wir werden relativ schnell identifizieren können, welche die CreatorInnen sind, die dafür Geld bekommen und welche nicht. Aber halt irgendwie auch Nicht nachvollziehbar, dass Instagram nicht sagt, ja, damit heiligen wir eben alle an ihren Inhalten, die sie dort veröffentlichen.
40:55 Max Mundhenke
Wie viel kriegst du, Gavin? Wollen wir mal unsere Verträge nebeneinander
40:59 Gavin Karlmeier
legen? Ja. Ich glaube, ich würde Geld kriegen, wenn ich nichts bei Instagram hochlade mit meinem Content.
41:07 Max Mundhenke
Du und der Metakonzern seid auch keine Freunde, ne?
41:13 Gavin Karlmeier
Ich würde es differenzierter betrachten. Sie sind nicht meine Freunde und sie wissen nicht, wer ich bin.
41:19 Max Mundhenke
Okay. Na gut. Aber du hattest, ich glaube, wenn ich richtig informiert bin, ist dein größter Account mit den meisten Follower und meister Reichweite wirklich Threads mittlerweile, kann das sein.
41:28 Gavin Karlmeier
Tatsächlich ja. Ich weiß nicht, wann das ließ
41:31 Max Mundhenke
ist so. Geil, das ist so eine Ironie, Alter.
41:33 Gavin Karlmeier
Der Account, den ich ohne mein Gerichtsverfahren niemals gehabt hätte.
41:37 Max Mundhenke
Guck mal, Reichweite erklagt. Fantastisch. Ja, pass auf, also es wird funktionieren. Ganz klar wird das funktionieren, weil es einfach keine Idee von Meta ist. Meta, muss man immer sagen, hat keine Ideen, aber wahnsinnig viel Geld. So und jedes Mal, wenn Mark Zuckerberg sich irgendwas Eigenes ausdenkt, geht das gnadenlos in die Hose. Das ist wirklich ein Treppenwitz dieser Unternehmensgeschichte. Das ist alles, was er selbst macht, Macht einfach komplett scheitert. Aber alles, was er klaut und sich dazu kauft und einfach Geld drauf wirft, landet irgendwie im Mainstream, wird dann auch bei den Älteren cool und dann müssen sich die Jüngeren wieder Innovationen ausdenken. Das ist so der ewige Kreislauf des Internet-Plattformlebens, glaube ich. Und deshalb, das wird funktionieren, klar, Meta hat Geld, kann kein auszahlen und dann wird es jetzt. Da nicht mal Exklusivverträge, das finde ich krass. Ja, also wenn das jetzt so exklusiv auf Meta wäre, okay, aber ja, dass da Geld rausgefeuert wird. Mal gucken, ob dann wirklich andere auch auf die Ideen kommen. Ich glaube, so ein Revenue-Share-Programm, wie es bei YouTube ist, wo du ganz klar siehst, okay, die, keine Ahnung, Millionen Views bringen dir 2000 Dollar oder was, weiß ich nicht, ja. Das wäre natürlich irgendwie so sinnvoll, aber. Ja, ist ja erstmal grundsätzlich ja nicht verkehrt, Menschen für ihren Content zu bezahlen, auch als Plattform. Finde ich echt einen guten
42:50 Gavin Karlmeier
Tag. Die Frage ist Ob du Menschen bezahlst für ihren Content oder ob du dir 20 Werbegesichter Testimonials suchst, die du für ein bisschen Content bezahlst, damit alle anderen das Gefühl haben, diese Funktion wäre jetzt wichtig.
43:03 Max Mundhenke
Ja, irgendwie musste er den Anfang machen. Und die hatten ja mit GTV damals ja auch irgendwie, glaube ich, den Versuch da schon mal gestartet. Das ist ja, glaube ich, grandios gefloppt, wenn mich nicht alles täuscht lässt.
43:14 Gavin Karlmeier
So, wegen großem Erfolg eingestellt.
43:16 Max Mundhenke
Genau, kann man, glaube ich, so sagen. Und deshalb, jetzt vermutlich die andere Strategie: gibt es gerade keine Innovation auf dem Markt außer KI? Haben wir schon. Also hauen wir mal Geld auf eine alte Idee drauf, finde ich. Coole Management-Entscheidung.
43:30 Gavin Karlmeier
Ja, und YouTube hat aber auch reagiert, und das finde ich interessant. Die haben jetzt einfach, also das berichtet Social Media Today auf mal gerade einen Test laufen, dass ihr Threshold, ihr Schwellenwert zur Auszahlung von Geldern an CreatorInnen nicht mehr bei 100 US-Dollar liegt oder wie in der EU 70 Euro. Sondern auf 20 Dollar reduziert wird, das heißt, du kannst mit deutlich weniger relevanten Aufrufen ein bisschen Geld abbekommen Was natürlich ein viel, viel größerer Anreiz für CreatorInnen ist, auch auf YouTube zu veröffentlichen, anstatt für die YouTuberInnen zu Instagram zu gehen. Also ich glaube, dass dieser Zeitpunkt dieses Tests nicht unbedingt als Zufall zu bewerten ist.
44:11 Max Mundhenke
Ich habe vermutlich nicht. Aber wie gesagt, ich finde den Trend gut, Leute teilhaben zu lassen an den Milliarden, die diese Konzerne verdienen. Auch wenn es jetzt wahrscheinlich irgendwie der größte Haufen ist, auf den da wieder sprichwörtlich geschissen wird, weil die CreatorInnen, die da als Werbegesichter kommen, wahrscheinlich auch ohnehin schon genug Geld haben und so. Aber das ist der richtige Weg. Und ich glaube, das ist tatsächlich auch der richtige Weg. für den Umgang mit KI-generierten Inhalten, dass du die Leute ausbezahlst dafür, dass sie ihre Daten zur Verfügung stellen, um KI zu trainieren. Und das ist diese. Die VGKI, Gavin. Wir haben damals ja schon über die VG Tweet gefachsimpelt und jetzt eine Generation später können wir, glaube ich, über die VGKI fachsimpeln, die nie kommen wird, aber die eine ganz geile Lösung wäre.
44:55 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht VG-Face einfach. Wie in Dänemark war es doch, wo du ein Urheberrecht auf dein Gesicht und deine Stimme hast. Das haben wir ja hierzulande noch nicht und ich vermute, also. Wir haben ja hier schon darüber gesprochen, dass dieser Podcast ja eigentlich dauerhaft ins Trainingsmaterial einläuft und wir viele Informationen, also du kannst. . wahrscheinlich jetzt schon, während du diesen Podcast hörst, lieber Hörer, liebe Hörerin, kannst du wahrscheinlich schon mit Google Gemini darüber sprechen, was wir hier erzählt haben, weil das eben sofort in den Trainingsdaten landet. Sei es über die YouTube-Ausspielung oder die. Doch, tatsächlich. Also wir haben in einer Episode vor drei Wochen oder so über das Phänomen gesprochen, das wir immer so häufig über den Instagram-Chef Adamus Harry sprechen, der aber durch das Transkript missverstanden wurde als Eda Muss Harry. So hieß die Episode auch. Und du konntest, wir konnten das alle reproduzieren, die Leute im Discord, www. hagnad. org, kommt vorbei, haben das alle reproduziert, wir haben Screenshots gesammelt. Und in dem Moment, wo wir darüber im Podcast gesprochen haben und die Episode online gingen, hat es nicht mehr funktioniert. Und zwar wirklich instantly an diesem Tag. Das fand ich schon sehr bemerkenswert. Ah,
46:09 Max Mundhenke
Zufall. Weiß ich nicht. Also so aus technischer Sicht glaube ich nicht, dass das möglich ist, dass das instant verfügbar ist, um ehrlich zu sein. Also schon gar nicht in Large Language Models.
46:19 Gavin Karlmeier
Glaubst du nicht, dass die YouTube, dass die YouTube Ergebnisse sofort in die AI Summary mit einfließen und den AI AI-Mode bei Google?
46:28 Max Mundhenke
Ich weiß nicht, ob das so aktuell in Echtzeit müsste ich, also will ich jetzt auch nicht zu sagen, das würde mir mein Co-Founder und CTO Natürlich den Kopf verbreißen, wenn ich für falsches sage. Aber wir prüfen das nicht. Ich glaube, wir überschätzen das häufig. Lass uns da nochmal recherchieren. Das machen wir recherchieren.
46:45 Gavin Karlmeier
Aber Naja, auf der anderen Seite, warum dauert das Transkodieren von Videos auf YouTube eigentlich so lange? Ich will keine Verschwörung aufspannen, aber.
46:55 Max Mundhenke
Du stellst nur Fragen.
46:56 Gavin Karlmeier
Ich stelle nur Fragen. Meine Meinung. Lass uns noch kurz über Meta sprechen. Und zwar möchte ich mit dir kurz ein bisschen, du bist ja im Gehirn, bist ja eigentlich auch Presserechtler.
47:11 Max Mundhenke
Ja, doch, doch. Und du bist ja auch jemand, der sich
47:14 Gavin Karlmeier
jahrelang sich eigentlich zum Leistungsschutzrecht geäußert hat. Das ist ja dein Thema. Für diejenigen, die aber jetzt nicht so sehr im Thema sind wie du, erkläre ich es gerne nochmal. Und zwar gibt es ja seit jeher Diskussionen darüber, hier in Deutschland, vor allem im Umgang mit Google. Wenn ich jetzt einen Beitrag als Medium veröffentliche, als Online-Magazin zum Beispiel. Und Google zeigt den Link zu mir an und darunter einen Teil des Textes, den ich möglicherweise in den Metadaten selber vermerkt habe. Ist es dann schon die Aneignung von fremden Inhalten durch Google oder nicht? Eine Diskussion, die wir wie gesagt schon ewig führen, und die in Frankreich ganz besonders darüber geführt wurde, weil es dort eigentlich einen Beschluss gibt. Nämlich in Frankreich gibt es den Stand dass es dieses Leistungsschutzrecht genauso gibt, das dafür auch gezahlt wird, und zwar seit 2019 auf Grundlage einer EU-Richtlinie. Es gibt ein Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt. Und das führt dazu, dass in Frankreich seit 2019 das Schutzrecht für Nachrichtenagenturen und Presseverlage geschaffen wurde. Was sie darum dazu führte, dass am 24. Dezember 2021 als kleines Geschenk unter dem Baum der französischen Verlagsgesellschaften ein kleines Geschenk lag, nämlich die Vereinbarung zum Leistungsschutzrecht. Es gibt zwei große Branchenverbände in Frankreich. Das eine ist API , Alliance de la presse de Deformation Générale. Und das andere ist DVP Société de Droit Voisin de la presse. Und diese beiden Vereine oder Branchenverbände vertreten im Grunde fast alle Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagenturen, Digitalplattformen, also nicht Plattformen, sondern digitale Nachrichtenangebote und so weiter. Presse. Und seit 2021 gab es eben eigentlich eine Rahmenvereinbarung über die Auszahlung dieser Leistungsschutzrechte, damit eben die Lizenzverpflichtungen auch abgegolten werden. Die allerdings ist auf Grundlage von, wie es heißt, dubiosen Zahlen zustande gekommen, was dazu führte, dass Meta 2024 versucht hat, andere Angebote zu machen. Sie haben zum Beispiel einen AB-Test durchgeführt. bei dem sie ein halbes Jahr lang links ohne Richbox ausgespielt haben, um den Verlagen dann nachher zu sagen und den Branchenverbänden, was für einen Unterschied das macht, wenn die Links anders aussehen. Sie haben allerdings nur gesagt, dass es einen Unterschied macht und nicht, wie groß dieser Unterschied ist. Insgesamt gab es vier solche Angebote seitens Meta, die aber alle nicht ganz vollständig waren. So berichtet es zumindest. Ich muss scrollen, weil es ist ein ultralanger Text. Auch den packe ich euch mal in die Shownotes, wenn ihr euch interessiert. PPC Land berichtet. Da hat das alles ganz, ganz kleinteilig aufgeschrieben. Ich fasse das ein bisschen zusammen. Auf jeden Fall sind dann die Branchenverbände gemeinsamgetan und sind gemeinsam vor Gericht gezogen, um irgendwie Zu klären, auf welcher Grundlage dieser Betrag zustande kommt und ob Meta einfach Zahlen festlegen darf oder ob sie möglicherweise Mit den Verbänden gemeinsam auf die Zahlen schauen müssen, die diese Datengrundlage ergeben. So, da gab es immer ein Hin und Her, das Gericht hatte dann entschieden, ja, Meta muss das tun, Meter ist in Berufung gegangen, hin und her. Jetzt hat das Pariser Berufungsgericht, und das ist erstmal das Derzeitige Ende, es kann natürlich immer noch vor die nächste Instanz geschoben werden, aber das derzeitige Ende dieses Hin und Heres lautet nun, dass Meta alle diese Zahlen und Daten öffentlich machen muss, damit sie gemeinsam mit den Branchenverbänden Über ein faires Vergütungsmodell sprechen können. Bedeutet aber auch, dass Meta öffentlich machen muss Wie viel Geld Sie eigentlich damit verdienen, dass diese Medien auf Meta online sind und dass Sie dort ihre Inhalte publizieren. Gleichzeitig müssen Sie auch diese Ergebnisse, diese AB-Tests öffentlich machen und so weiter. Also Dadurch, dass Meta so häufig in Berufung gegangen ist, müssen sie jetzt eigentlich komplett blank ziehen und sagen, hier, das sind alle unsere Zahlen, die mit euch irgendwie in Zusammenhang stehen. Und das finde ich wahnsinnig bemerkenswert.
51:26 Max Mundhenke
Ja, das ist doch schön. Das kann doch auch als schöne Blaupause für andere Nationen dann dienen, um mal so ein Gefühl dafür zu bekommen, was da eigentlich wirklich geht und was nicht. Und das würde mich nicht wundern, wenn sich da viel entzaubern würde, würde ich mal behaupten.
51:39 Gavin Karlmeier
Aber
51:40 Max Mundhenke
ansonsten habe ich da als als alter Presserechtler natürlich so eine fundierte Meinung. Die würde jetzt den Rahmen komplett sprengen, Gavin. Also da, weißt du, es ist Wir haben ja nur eine Stunde oder so Zeit, das reicht nicht.
51:53 Gavin Karlmeier
Also, ich finde, es ist halt, es ist so ein bisschen eine Perspektivensache. Weil so, ich bin ja jemand, der durchaus mit vielen klassischen Medienhäusern zusammenarbeitet und verstehen kann, dass ihnen die Fälle davon schwimmen und dass es irgendwie Monetarisierungsmodelle geben muss. Nachvollziehbar. Auf der anderen Seite Sehen wir auch, wie gefährlich die Entwicklung zum Beispiel bei Google ist, dass Google Zero ein Szenario ist, das vor der Tür steht, dass sie möglicherweise kein Traffic mehr über Suchmaschinen generieren, weil es die AI-Overview mittlerweile gibt. zu der wir jetzt gleich übrigens im Anschluss kommen. Und verstehe deswegen auch, warum man vielleicht gesellschaftlich sagen könnte, naja, liebe Medien, ihr seid so auf Google und Co. angewiesen. Vielleicht müssen die euch kein Geld dafür zahlen, dass sie zu euch linken, weil wenn du das dir mit denen verschertst, dann möglicherweise nimmst du dir damit Teil deiner Existenz. Grundlage weg. Also ich persönlich bin nicht der allergrößte Fan der Idee des Leistungsschutzrechtes, muss ich sagen.
52:54 Max Mundhenke
Nee, ich bin da auch. Gespaltener Meinung. Du, ich finde es wirklich ein extrem langweiliges Thema. Es tut mir leid. Also, ich wünsche den Verlagen alles Gute und wir sollen alle irgendwie einen fernscherbekommen. Auch privat, genau, aber ich habe da jetzt auf dem Sonntagabend, Gavin. Bei dem Thema habe ich wirklich null Emotionen. Es ist Montagmorgen.
53:14 Gavin Karlmeier
Es ist für die Leute Montagmorgen. Aber vielleicht sind wir auch nicht so heiß aufs Leistungsschutzrecht. Aber wir bleiben ganz kurz bei Google Zero. Weil es passiert gerade noch etwas anderes Spannendes. Und da habe ich. Das ist wirklich spannend.
53:26 Max Mundhenke
Es geht um Reddit, oder?
53:27 Gavin Karlmeier
Es geht um Reddit.
53:28 Max Mundhenke
Ja, das ist so geil. Ja, da will ich drüber reden. Ja, macht das Spaß. Und zwar.
53:33 Gavin Karlmeier
Reddit hat die Quartalzahlen publiziert in den vergangenen Tagen. Und wie wir ja wissen, Reddit ist mittlerweile ein aktienotiertes Unternehmen. Das heißt, sie müssen all diese Zahlen öffentlich machen. Und im Rahmen dieser Zahlen musste Steve Huffman, der CEO von Reddit oder wie er sich selber nennt, SBAS, musste etwas eingestehen. Und zwar folgendes, ich zitiere von Mutterschiff Heise, liebe Grüße, Shoutout. Im Oktober kamen pro Woche im Schnitt über eine Million weniger Menschen bei Reddit über Suchmaschinen an. So, jetzt ist aber allerdings für Menschen, die diesen Podcast länger hören, das eine mittelüberraschende Meldung, weil wir gleichzeitig wissen, dass eine der Hauptquellen der Google Gragoogle KI Trainingsdaten aus Reddit-Content sind, für das Reddit fürstlich bezahlt wurde. Nicht ganz so fürstlich, wie man vielleicht auf dem freien Markt bekommen hätte, aber auf der anderen Seite war Teil dieser fürstlichen Bezahlung eine prominente Platzierung in Google-Suchen. Zumindest hat das den Eindruck gemacht, weil ziemlich genau mit der Veröffentlichung dieses Deals Reddit deutlich besser in Google-Suchen performte als zuvor. Google hat natürlich selber davon profitiert, weil je mehr Leute zu Reddit gehen, umso mehr wiederum generieren dort Inhalte, umso mehr wiederum. Verfeinest du die Trainingsdaten, hältst du aktuell? Also ein Deal, bei dem eigentlich beide Seiten so lange gewinnen konnten, bis einer der beiden vielleicht gemerkt hat. Ah, wir brauchen diesen Deal gerade gar nicht mehr. Und jetzt Reddit da steht und sich denkt, okay, wir haben alle unser Tafelsilber verscherbelt und jetzt lässt man uns hängen. Und das ist doch ein Verhalten, das kennen wir von Tech-Unternehmen doch wirklich überhaupt nicht.
55:04 Max Mundhenke
Nein, Überraschung. Sind die etwa gar nicht so lieb, wie wir mal dachten. Ja, also zu Reddit vielleicht einmal irgendwie gesagt, das ist natürlich irgendwie der beste Content, den du bekommen kannst. Für Suchmaschinen, als auch eigentlich, muss man sagen, für KI. Da gab es ja dann durchaus auch irgendwie so Poisoning-Aktionen, dass Leute dann auch bei Reddit irgendwie Quatsch geschrieben haben, was dann auch zu irren Google-Ergebnissen geführt hat. Vor allem von der Google KI und so, man erinnert sich, glaube ich, an dieses Ding mit Käse auf dem Pizzakleben, mit Sekundenkleber und so einem Kram. Da gab es ja einige von diesen Fällen, aber nichtsdestotrotz haben die natürlich einen guten Deal damals gemacht und das hat ja auch zu mehr Qualität geführt. Das ist ja eigentlich das, was man will. Das ist ja auch das, was wir als Nutzer wollen. Also wir als Nutzende wollen natürlich gute Ergebnisse haben und wenn Reddit da die beste Quelle ist, why not? Jetzt stehen wir ja vor diesem Problem, dass Reddit einfach auch werbefinanziert ist. Ich glaube auch zu wirklich den allergrößten Teilen. 80, 90 Prozent oder was geht über Werbung rein und zwar von den prozentual sehr wenigen Accounts, die tatsächlich bei Reddit existieren. Die meisten nutzen es unangemeldet. Und da muss man jetzt natürlich schauen, wo bleibt denn eigentlich so die Kohle, die wiederkerne der, der Cashflow, wie wir CEOs sagen, wenn tatsächlich die nutzten Wechsel bleiben, weil jetzt die ganzen Sachen einfach nur in den Suchmaschinen erscheinen. Und das ist natürlich ein Problem. Ich würde sagen, das Grab hat man sich ein bisschen geschaufelt. Man hat, glaube ich, nicht früh genug darüber nachgedacht, was da vielleicht doch passieren kann. Und das ist so ein bisschen jetzt, da muss man schauen.
56:39 Gavin Karlmeier
Also, 94 Prozent der Einnahmen gingen im zweiten Quartal. Ich habe die aktuellen Zahlen nicht. So schnell jetzt gefunden, aber im zweiten Quartal durch Werbung ein bei Reddit. Aber 80 Prozent, und das ist nämlich das, wie Reddit damit jetzt umgeht, und man muss ganz kurz für den Kontext dazu sagen, Leute, die diesen Podcast immer hören, bei denen klingelt es gerade ein bisschen im Hintergrund. Kopf. Wir haben vor, ich glaube, zu den letzten Quartalszahlen darüber gesprochen, dass Reddit erwogen hat, diesen Deal auch aufzukündigen, haben das sogar öffentlich gemacht, haben Google so ein bisschen zum Feind erklärt, obwohl es. Der Feind im eigenen Bett ist, der Feind, der auch dieses Bett ein bisschen in Teilen mitfinanziert hat. Und dass es da so eine Sorge des zerschnittenen Tischtuches gab. Und jetzt gibt es eben hier tatsächlich auf Zahlenebene diese Konsequenzen. So. Folgendes ist aber der Fall: 80% der 94% der Werbeeinnahmen werden durch eingelockte Nutzer generiert. Und zwar, warum ist das so? Weil eingelockte Nutzer bei Reddit eben Daten liefern. Sie haben ein Profil, sie stehen für was und denen kannst du deutlich bessere und damit auch teurere Werbung ausspielen als eben nicht eingelogte Nutzer. Was Reddit also jetzt tut als Konsequenz ist. Wie es heißt, eine der größten Veränderungen von Reddit aller Zeiten, dass ein Großteil des Contents von Reddit hinter die Login -Wall rutscht, Heißt, wenn du jetzt nach Reddit-Inhalten googelst, könnte es passieren, dass du auf einer Seite landest, bei der vielleicht noch ein Post zu sehen ist und du dich für mehr einloggen musst. Das ist ein Schritt. Den kennen wir von fast allen anderen sozialen Netzwerken schon, der ist aber trotzdem interessant.
58:16 Max Mundhenke
So ein bisschen der Berliner Weg, ne? Man verkauft seine Wohnung und stellt dann fest, irgendwie hätten wir die noch gebraucht und kauft sie dann teuer zurück oder so. Nein, also das ist tatsächlich irgendwie, finde ich sehr spannend, finde ich sehr schade erst. Erstmal als jemand, der ein Riesenfan von Open Data ist und der sagt, eigentlich muss alles ohne Login verfügbar sein und wir brauchen APIs ohne Ende und wir brauchen vor allem auch irgendwie dann coole innovative Tools, um die zu nutzen. Tweet-Deck häufig hier in dem Podcast auch genannt. Liebe Grüße an Dennis, wenn du hörst, großartig, das war das Beste, Peak-Internet, Peak-Recherche, als es das noch gab. Und ich bin eigentlich ein großer Fan eben von Open Data und dass es alles ohne Login und einfach so im Idealfall sogar maschinenoptimiert über KI-Output erreichbar ist. Da werde ich das vielleicht irgendwie die Community irgendwie gegen mich aufbringen, aber das ist mir egal. Weil im Zweifel wir alle über KI suchen werden. Egal was Politik angeht, was News angeht, einfach irgendwie Interaktionen da stelle ich drüber das Reine berieseln lassen und Doomscrolling, aber lasse ich mich gerne challengen. Von daher müssen eigentlich qualitativ hochwertige Daten irgendwie verfügbar sein. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie finanzieren sich diese Ersteller von qualitativ hochwertigen Daten dann in Zukunft? Da muss man sagen, und das ist so vielleicht mein Hot Take, den ich hier zum Ende nochmal bringen kann, dass das werbefinanzierte Internet stirbt. weil es einfach in Zukunft darauf hinauslaufen wird, dass wir für gewisse Angebote wahrscheinlich nicht mal mehr sichtbare Websites brauchen werden. Weil es einfach nur noch darauf ankommt, dass KI-Agents diesen Content auslesen können. Wir Menschen müssen uns das im Zweifel gar nicht mehr angucken. Wir brauchen halt nur die Daten, die dann für uns portioniert in der Sprache, in der wir sie haben wollen, in der Sprachqualität, auch so Barrierefreiheit, die wir uns gerne wünschen, einfach individuell zugeschickt bekommen. Da muss man sich natürlich überlegen, wie finanzieren sich die die CreatorInnen und auch die Plattformen, die im Zweifel diese Creator-Innen beherbergen in Zukunft, die mir erstmal egal sind, um ehrlich zu sein, es geht mir eher um die Leute, die das tatsächlich, die diesen Content machen, der dann entsprechend relevant ist und uns bei unseren Fragen hilft. Das ist, glaube ich, die Prio. Aber da braucht es neue Geschäftsmodelle. Und das geht natürlich mit Abo -Modellen oder mit Lizenzverträgen, wie das ja nicht nur Reddit gemacht hat mit Google, sondern wie wir das jetzt auch von der GAMA sehen mit Suno, also mit diesen KI Music Tools oder Axel Springer mit OpenAI und so weiter, das Verlage da versuchen entsprechend Lizenzen zu vertreiben. Und ich glaube, das ist so ein Weg, ja, ein möglicher. Ich glaube, am Ende des Tages Ja, bin ich aber dafür, dass die Leute, die Content generieren, das kann das Buch sein, das kann aber auch ein Social Media Post sein, dass die einfach ihren fairen Share bekommen, wenn KI-Firmen irgendwie damit, daraus was machen. Und das finde ich immer dieses.
01:01:01 Gavin Karlmeier
Das heißt also, die beste Konsequenz wäre eigentlich, dass du als Reddit Creator für deine Inhalte dann auch, selbst wenn es nur ein paar Cent sind, eine Entschädigung bekommst.
01:01:12 Max Mundhenke
Ja, genau. Und das kannst du auf freiwilliger Basis tun. Weißt du, wir sind derzeit in diesem Opt-out, in diesen Opt-out -Zeiten, wo du bei Meta beispielsweise All den Content, den du hochlädst, irgendwie, wo du, sag ich mal, per Default sagst, klar kannst du das irgendwie für die Nutzung oder könnt ihr das für die Nutzung eurer KI verwenden. LinkedIn genau das gleiche, das ist eigentlich überall. Und ich glaube, wir müssen in ein Opt-in-Zeitalter kommen. Wo es heißt, hey, pass auf, du machst irgendwie geilen Content, der wäre relevant für unsere Large Language Models und für die Tools, die wir anbieten und so. Hast du Lust, den beizusteuern, dann kriegst du hier im Grunde, keine Ahnung, deinen Token oder wie auch immer. Und jedes Mal, wenn das Ding verwendet wird, kriegst du halt gewisse Einnahmen. So, und das würde zum einen die Leute, die Bock drauf haben, wirklich irgendwie da was beizusteuern, würde denen einfach irgendwie auch die Möglichkeit geben, Geld damit zu verdienen. Zum anderen wird es wahrscheinlich auch eine ganze Menge qualitativ minderwertigen Content einfach ausschließen, weil der relativ selten gebraucht würde. Und ich glaube, das wäre aus meiner Sicht So eine Alternative, wo man sich natürlich erstmal mit ein paar InnovationstreiberInnen zusammensetzen müsste, mal gucken muss, wie kann man das technisch umsetzen, wie kann man das regulatorisch umsetzen und so weiter. Aber das wäre, glaube ich, so die. Das, was nach der werbefinanzierten Plattformökonomie kommt.
01:02:26 Gavin Karlmeier
Also ich mag die Idee, dass man sozusagen an den einen Account hat oder an den einen Key, den man überall eingibt. bei Reddit, mache einen Post bei Instagram und am Ende kriege ich dafür 6,99 Euro im Monat überwiesen, weil das irgendwie Leute gesehen haben. Die Idee mag ich, aber ich male jetzt meine andere Utopie auf. Eine Utopie aus vergangenen Zeiten. Stell dir mal vor, dass gar keiner damit Geld verdient, sondern dass das einfach so ein Hobby-Ding ist, wo wir einfach. Ich wollte ja nochmal aufmalen, weil meine Anfänge im Internet waren eigentlich, dass alle das einfach so aus Scheiß gemacht haben.
01:03:04 Max Mundhenke
Ja, na klar. Da komme ich ja auch her, aber wir sind ja nicht bei Wünsch, die was.
01:03:11 Gavin Karlmeier
Komm mal runter da von einem Traumschloss, Kollege.
01:03:14 Max Mundhenke
Du, das hat damals geendet, als damals die YouTuber zu Twitter kamen. Ja, richtig, genau. Das war Anfang vom Ende. Bei YouTube war es relativ easy, da mal schneller so eine Million Views oder so zu erzielen. Das war so das Trend, die Trend. Plattform schlechthin und irgendwann haben die auch eine Plattform gesucht, wo sie mit ihren Millionen von Fans irgendwie auch sprechen können. Und dann sind die zu Twitter gekommen. Da waren wir schon. Da gab es vielleicht tausend aktive Accounts und mit einmal wurde man überflutet von irgendwelchen Leuten, habe ich euch letztes Mal auch schon erzählt, die dann plötzlich irgendwie so eine Million Follower hatten und denkst so: Hä, du hast hier irgendwie. In Jahren eine solide Followerschaft von 10. 000 Leuten aufgebaut. Du gehörst damit hier zur Twitter-Elite und dann kommt da irgendwie so ein YouTuber, der Hallo schreibt und mit einmal ist es in den Trends. Und dann denkst du so, what the fuck, was passiert? Und Ich glaube, damit hast du angefangen, mit Monetarisierung von Reichweite und dem Creatertum, dass die gute alte leidenschaftliche Social Media Zeit, Gavin, als wir das wirklich aus intrinsischen Motiven gemacht haben, weil wir uns mitteilen wollten, vielleicht auch ein bisschen zu viel mitteilen wollten, weil wir ein bisschen zu viel Zeit hatten. Die sind vorbei. Ist rum. Du musst die Leute jetzt hier bezahlen. Das ist eine Milliardenökonomie geworden. Du musst was machen.
01:04:28 Gavin Karlmeier
Also, wenn ich mich im Unterhemd im Bett filme, möchte ich dafür ein paar Cents haben. Einverstanden. Ich habe noch ein kleines Nachhaken der Vollständigkeit halber, weil manchmal mache ich so Nachhaks, weil ich das Gefühl habe, ist wichtig, dass wir eine neue Facette in eine Diskussion einbringen. Manchmal mache ich dieses Housekeeping. weil ich das Gefühl habe, es ist vielleicht wichtig, weil ich etwas übersehen habe. Und manchmal ist es auch ein bisschen notwendig und bedeutet, bitte hört auf mir zu schreiben, weil mir so viele Leute geschrieben haben, dass ich das jetzt hier an diesem Punkt einmal unterbinden muss. Also erstmal vielen Dank trotzdem. Ich freue mich, wenn mich Leute auf Dinge hinweisen, vor allem wenn ich so versehentliche Fehler mache. Aber ich will der Vollständigkeit halber einmal dazu sagen, dass der MAD Nicht der militärische Abhördienst, sondern der militärische Abschirmdienst ist.
01:05:11 Max Mundhenke
Das wusstest du nicht?
01:05:12 Gavin Karlmeier
Ich habe Abhördienst gesagt.
01:05:15 Max Mundhenke
Kevin, das ist schon ein grober Schnitzer.
01:05:17 Gavin Karlmeier
Ja, deswegen räume ich sie ja gerade einmal auf. Das war mir wichtig.
01:05:22 Max Mundhenke
Jetzt übernimmt das die KI falsch und das. Drei Kinder desinformiert, die da irgendwie fälschlicherweise jetzt.
01:05:29 Gavin Karlmeier
Desinformation unterstellt immer eine böswillige Absicht.
01:05:32 Max Mundhenke
Ja, ich weiß. Missinformiert.
01:05:35 Gavin Karlmeier
Das schon eher. Das tut mir leid.
01:05:37 Max Mundhenke
Wenn man das Misinformation so übersetzen kann, aber ja.
01:05:41 Gavin Karlmeier
Egal. Also es tut mir auf jeden Fall leid, das ist jetzt hier auch aus der Welt geschafft. Und ich, ähm, wofür ich mich nicht entschuldige ist, dass Max heute hier war. Und ich hoffe, du kommst bald wieder, Max. Das war ganz schön.
01:05:53 Max Mundhenke
Gavin, mich hat es auch sehr gefreut. Kannst ja, wenn ich zu viel Werbung gemacht habe zwischendurch, kannst du rausschneiden.
01:05:59 Gavin Karlmeier
Ja, die 26 Werbespots, die du zwischendurch noch aufgenommen hast, habe ich schon rausgeschnitten.
01:06:03 Max Mundhenke
Okay, das ist gut, das freut mich. Und Ad nochmal, guckt euch gern das Video an, aber guckt nur auf Gavin. Weil Gavin, habe ich mir vorfest schon gesagt, sieht wirklich Gut aus mit der Kamera, gerade im Vergleich zu mir. Bei mir ist es so hell. Ich sehe so ein bisschen aus, als wäre ich noch so als Vampir von der Halloween-Fire irgendwie.
01:06:18 Gavin Karlmeier
In der nächsten Folge liegt Max dann nicht unter der Sonnenbank, aber dafür dann woanders.
01:06:22 Max Mundhenke
Richtig.
01:06:23 Gavin Karlmeier
Ich freue mich.
01:06:24 Max Mundhenke
Nächstes Mal am Strand. Bis bald machen. Tschüss.
01:06:26 Gavin Karlmeier
Bis bald. Liebe Hakis, wir hören uns am Mittwoch wieder. Dann ist Carsten Maria Müller hier. Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche. In die Woche KW 45, passt auf euch auf und bis Mittwoch. Tschüss. Jetzt kannst du es nochmal sagen.
01:06:42 Max Mundhenke
Ja, rettet die Tincon, Leute.