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Folge 612 · 10. August 2026 · 1:06 Std.

Wo eine Brille ist, ist auch ein Creep

mit Thomas Riedel

Heute wollen wir mal das Thema “Smarte Brillen” anfassen – und hoffen, mithilfe des Experten Thomas Riedel etwas klarer sehen zu können. Wie kommen wir gegen gesellschaftliche Probleme tatsächlich an? Oder hilft uns womöglich nur die Technik, die uns diese Probleme überhaupt erst eingebracht hat?

Außerdem gibt es Neues von “Rechenzentren gegen die Menschen” – und eine erhebliche Strafe gegen Meta. Verhängt von einem US-Bundesstaat.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Thomas!
  2. Smarte Brillen: Das Problem der heimlichen Aufnahmen
  3. New Mexico verhängt massive Strafen und gegen Meta
  4. Metas Revenue Share Programm: Bezahlung von problematischen Inhalten und Personen
  5. X ändert sein Revenue Share Programm
  6. Rechenzentren gegen die Menschen
  7. KI-Überwachung durch die US-Regierung
  8. KI aus Deutschland: Soofi
  9. Die Gefahr der "autonomen" KI

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thomas. Hi. Bei mir ist heute Thomas Riedel, der sich nicht nur extrem gut mit dem Internet auskennt, sondern vor allem auch extrem gut mit Brillen auskennt. Und zwar nicht, weil du Optiker bist, sondern weil du dich mit smarten Brillen auseinandersetzt. Und eigentlich vor allem aber geht's dir ja nicht. Wenn ich es richtig verstehe, nicht um, ich habe eine durchsichtige Brille mit einer Kamera an der Seite, sondern eigentlich bist du ein VR-A-R-X-R-Typ. Du podcastest selber, Spatial Realities heißt das. Und trotzdem bist du aber auch jemand, der sich mit den Meta-Veränderungen gerade ganz schön beschäftigt, oder?

00:40 Thomas Riedel

Auf jeden Fall, auf jeden Fall, ja. Als vielleicht spricht eines sehr dafür, als Meta seine Brüderschaft, seine geistige Brüderschaft mit Trump ausgesprochen hatte. Das ist jetzt, glaube ich, auch schon, war das Anfang dieses Jahres? Letztes Jahr. Anfang letzten Jahres hätte ich am liebsten sämtliche Brillen, die ich auf der Nase und irgendwo rumliegen hatte, direkt in die Ecke gepfeffert von Meta. Und das die Branche hat da auch ziemlich zu schlucken drunter. Aber ja, ähm, das ist so, wenn du Branchenberichterstatter bist von etwas, was du eigentlich nicht so gut findest, musst du irgendwie, das ist so eine ganz verzwickte Situation. Also du musst es benutzen und dich auskennen und gleichzeitig Versuchen, irgendeine Art von Distanz zu bewahren oder kritisch überhaupt zu berichten.

01:26 Gavin Karlmeier

Es ist sehr, sehr hart. Yeah, tell me about it. Also weißt du, als ich diesen, als wir diesen Podcast hier angefangen haben. War ich noch nicht Branchenbeobachter? Wir wurden das. Eigentlich war ich Branchentyp. Also ich habe Social Media sehr viel benutzt und geliebt und da sehr viel gepostet und so. Und wenn man sich, glaube ich, so die letzten 612 Folgen, das ist jetzt Folge 612, 611 Folgen anhört, und wenn du die so im Schnelldurchlauf hörst. . Ich glaube, du hörst eine Veränderung an mir auch, weil je mehr ich darüber spreche, umso mehr Abstand habe ich dazu gewonnen. Natürlich hatte ich eine gewisse journalistische Distanz wegen meines Berufes. Aber dass ich so das Gefühl habe, alles wird immer schlimmer und dass wir hier uns auf die Fahnen schreiben, Doomscrolling für die Ohren zu sein, das würde ich eher auf die Umstände schieben, als auf Oder eher darauf schieben, anders, darauf schieben, wie ich auf die Dinge schaue, als wie sich die Dinge allein verändert hätten.

02:18 Thomas Riedel

Wobei man schon auch sagen muss Wer jetzt in den letzten drei Jahren sich nicht irgendwie politisiert hat mit dem, was da gerade alles passiert, der lebt unter einem Stein. Also es ist schon so, dass das schon Dimensionen angenommen hat. Allein schon was Trump sich so im, äh, nicht Trump, äh, Musk sich so im Laufe der Jahre nach der Übernahme alles erlaubt hat, da dachte man ja jedes Mal, es wird nicht schlimmer, es wurde schlimmer, genauso bei Trump, man denkt, es geht nicht krasser und dann setzt er noch einen obendrauf. Und da kann man, also wer heute noch zum Beispiel X benutzt, da frage ich mich auch jedes Mal, Leute, was stimmt bei euch nicht? Aber ist ja die Tatsache, auch in der XR-Branche Vielleicht liegt es auch im Namen, wird immer noch X benutzt. Und zwar, weil da halt immer noch die Experten am Start sind.

03:03 Gavin Karlmeier

Die Experten. Aber das ist tatsächlich ein Phänomen, das ich auch beobachte. Da haben wir ja auch letztens schon mal darüber gesprochen, dass ja viele auch wieder zurückkommen zu X gerade. Weil es dort gerade so eine Faszination oder so ein anders, nee, eine, man ist so gefangen, es gibt diese Log-in-Effekte, weil die ganze Tech-Bubble, das ist glaube ich nicht nur die XA-Bubble, Ich glaube, die ganze Tech-Bubble kommuniziert über Ex und weil sie darüber kommuniziert, kommuniziert sie darüber. Also diese Netzwerkeffekte kannst du daran sehr gut beobachten und sie haben es irgendwie nicht geschafft, woanders hinzugehen. Es gibt zwar viele, die. parallel auf Threads oder auf Blue Sky veröffentlichen, das dann aber häufig motiviert aus politischen Überzeugungen und das ist ein guter Grund. das zu tun, aber ich glaube, es reicht nicht, um wirklich die große Veränderung auszulösen. Es braucht eigentlich nur einen zweiten Grund, nämlich den Grund, dass eben alle dort sind. Und das haben wir leider noch nicht. Das ist ein bisschen schade. Übrigens dazu kleiner Gedanke von Marcel aus den Spotify-Kommentaren. Ihr könnt übrigens diesen Podcast bei Spotify kommentieren. Solltet ihr keine Lust auf Discord oder Campfire haben, was beides schade wäre. Der hat die These aufgestellt, weil wir in der letzten Episode über Werbung auf Ex gesprochen haben und das Ex ja eigentlich sagt, hey, die Unternehmen zahlen wieder mehr Geld. obwohl die Zahlen das nicht hergeben, dass er häufig Werbung von SpaceX angezeigt bekommt. Und seine These war, dass der eine Kunde, der mehr investiert als früher, einfach SpaceX ist, was sein könnte So. Jetzt bist du aber ja auch jemand und deswegen freue ich mich, dass du hier bist. Wir sind im Moment in einer Phase, wo es um die Brillen von Meta, die Kamera-Brillen, vor allem auch deswegen geht, weil wir feststellen, dass wir als Gesellschaft nicht in der Lage sind, mit solchen Produkten zu verzählen. Richtig umzugehen. Was wäre dein Vorschlag aus der Expertenbrille, wie Meta dieses Problem des heimlich Leutefilmens, des dann Hochladens und so weiter lösen könnte? Wer mein Vorschlag, dass alle Leute automatisiert immer geblurt sind, bis sie ein Signal in die Kamera geben, werde überhaupt machbar?

04:59 Thomas Riedel

Nee, nee, nee. Schade. Meta ist auch komplett an einer falschen Stelle und sind auch die aller Schlechtesten, sozusagen, um da irgendetwas zu verändern. Es geht eigentlich, also wenn wir wirklich etwas verändern wollten, dann wäre der eigentliche der beste Ansatz der, und den gehen wir ein bisschen auch schon, dazu vielleicht gleich noch ein bisschen mehr, aber. Dass die Leute halt einfach unfassbar schlau sind und sich verdammt gut mit diesen Medien auskennen. Das ist ja das eigentliche Grundproblem. Also sagen wir mal, gehen wir mal von der idealen Gesellschaft aus, Alle wären unfassbar gut ausgebildet. Die wüssten quasi alles, wären perfekt ausgebildet in allem, wären super kompetente Leute. Dann wäre es ja so, wir bräuchten ja gar keine Regeln. Weil niemand sich so verhält, dass jemand zu Schaden kommt und dass alles toll wird und so.

05:49 Gavin Karlmeier

Okay, ist natürlich nur ein Ideal. Ganz kurz, ich glaube, es ist nicht nur eine Intellektfrage, wie empathisch man ist. Aber ich verstehe ja trotzdem, wo du hin willst.

05:58 Thomas Riedel

Genau, so. Und das ist das eigentliche Problem. Und Meta macht ja sowieso gerade, was sie eigentlich wollen. Also dass sie jetzt da auch, sagen wir mal, nochmal den Schutz neu frisch in die Brillen einbauen gegen die Manipulation. Das Lustige ist, das weiß man dann, wenn man die Brille so wie ich schon seit zweieinhalb Jahren trägt, diesen Schutz gab es schon mal. Der war nämlich von Anfang an eigentlich drin. Da hatte ich immer das Problem, wenn meine Mütze zu tief im Gesicht hing, brach die Aufnahme ab, weil gemerkt hat, da hängt irgendwas ins rein ins Bild und da versucht jemanden, die Diode abzudecken, die LED abzudecken. Das hatten sie dann irgendwann ausgebaut. Das merkte ich dann, als mir Leute schrieben und es auch vermehrt Berichte gab, dass man jetzt einfach dann Klebchen drauf machen kann auf die LED. Und dachte ich so, das kann doch nicht sein. Das war noch nie so. Hab's ausprobiert, es hat funktioniert.

06:48 Gavin Karlmeier

Auch mit der bestehenden Brille von vorher schon. Also, die haben es nur über Software sozusagen deaktiviert.

06:52 Thomas Riedel

Korrekt. Dann war das plötzlich nicht mehr drin und ich frage mich tatsächlich, ob sie das weggemacht haben. um mehr Aufnahmen zu bekommen, um mehr Material zu haben, um ihre KI besser trainieren zu können. Und jetzt merken sie so, okay, die Leute schreiben darüber. Und das könnte jetzt zum ein Image-Problem werden und vielleicht Ezelo Loxotica, das ist die Firma, mit denen zusammen sie diese Brillen bauen hat vielleicht gesagt, Leute, wir kriegen hier langsam mit Image-Problemen. Wir haben hier tolle Marken für euch bereitgestellt, nämlich Rayban und Oakley. Und ihr macht hier so ein Privacy-Kram und die Leute haben. Denken jedes Mal, wenn sie jetzt ein Ray-Ban-Logo sehen, da zeichnet mich jemand auf, ihr müsst mal ein bisschen was am Image machen. Und meine Theorie ist, die haben es dann einfach wieder eingebaut. Was natürlich totaler Quatsch ist. Also, was soll das?

07:36 Gavin Karlmeier

Naja, was halt jetzt als Konsequenz aber passiert, und darüber berichtet der Guardian ganz aktuell, dass in Großbritannien immer mehr Restaurants, Pubs und Theater das Tragen der Metabrillen komplett verbieten. Also sie haben zum Beispiel mit dem Gastronomen Jeremy King gesprochen, der ist so stadtbekannt in London und dem gehören Restaurants wie Arlington und The Park oder auch Simpsons in the Strand. Ich, also Namen kann er, muss man sagen. Das Erz sagt, er möchte nicht, dass in die Privatsphäre seiner Gäste eingegriffen wird. Und deswegen hat er ein Problem damit und überweg eben oder plant diese Brillen. Tatsächlich komplett zu verbannten in all seinen Etablissements. Und das soll auch bei Theatern passieren, das Bristol Hippodrome, das Edinburgh Playhouse, verschiedene Theater in London, alle weiteren haben jetzt diese Brillen halt komplett verboten. Und das ist halt, wie die Gesellschaft halt damit umgehen muss, dass sie sagt, okay, wir haben hier, wir kriegen es, äh, privatwirtschaftliche Licht nicht hin. Leute, sorry, Sonntagabend. Wir kriegen es gesellschaftlich nicht hin. Die Leute können damit nicht gut umgehen. Eigenverantwortung, das wissen wir, ist in der Regel keine besonders gute Idee für. Einfache Verstöße in die Privatsphäre oder ins private Leben funktioniert auch nicht. Also entscheiden wir uns eben auch privatwirtschaftlich. einfach komplett diese Brillen zu verbieten. Und das ist natürlich super schade, weil die Idee dieser Brillen im Kern ja eigentlich nicht doof ist. Das Problem ist nur, dass sie eben zweckentfremdet wird.

09:03 Thomas Riedel

Ja, also wir sind übrigens auch die einzigen, zum Beispiel sämtliche Gerichte in New York haben jetzt ganz dediziert ein Verbot für diese Geräte ausgesprochen. Wobei das quasi eine Erweiterung eines bestehenden Verbots ist, nämlich dass man da einfach keine Kamera mit reinnehmen darf. Das heißt, das haben sie einfach ein bisschen erweitert. Wir sehen es in. einigen Schwimmbädern in Deutschland und in so Space und so, dass sie jetzt auch ein Schild haben. Hier bitte nicht mit Brille reinkommen, weil sie merken, okay, das ist ein Thema irgendwie. Dabei, also ich sehe da so ein bisschen gemischte Gefühle, weil ich sag mal so, ich bin auch nicht nur jemand, der da einfach nur drüber spricht, so wie du jetzt manchmal ein bisschen. Aber, sondern auch jemand, der das einfach seit zweieinhalb Jahren benutzt. Und ich habe sie natürlich getestet und ich gucke so ein bisschen, ich bin jetzt kein Creep, ja, aber natürlich, mich interessiert das natürlich, wie funktioniert die, wie kann man die einsetzen. Und es mag vielleicht manche da draußen überraschen, aber es ist dramatisch schwerer, jemanden heimlich zu filmen, wenn man eine Brille auf hat. Im Gegensatz zu einem Smartphone. Eine meiner Kolleginnen aus den USA, Courtney Harding, hat das wunderbar in einem Satz zusammengefasst. Ich sage ihn mal kurz auf Englisch. Und sie reagiert damit auf die Buns in den New Yorker und New Yorker Gerichten. So the device, Smart Glasses, that's harder to misuse is banned. The device that's trivially easy to misuse, Smartphones. Is allowed. The difference isn't capability, it's unfamiliar unfamiliarity and the presumption of bad faith about anyone wearing glasses.

10:47 Gavin Karlmeier

Aber sagt sie damit nicht eigentlich, wenn wir alle diese Brillen hätten und wüssten, wie sie funktionieren, dann hätten wir das Problem nicht? Ist es nicht dasselbe Argument wie das damals Jesse Huges von den Eagles of Death Metal nach dem Anschlag auf das Batal Claw? Um das war die Band, die dort gespielt hat. Und er hat gesagt, wenn wir alle Waffen gehabt hätten, wäre dieser Anschlag nicht passiert.

11:07 Thomas Riedel

Ja, ich glaube, das kann man nicht sagen, weil man dreht sich um Waffen und wir haben alle Smartphones, muss man sagen, aber sie stellt schon fest, was ich auch immer wieder feststelle, wenn ich auf ein Event gehe und sage, dass ich diese Brille auf der Nase habe oder jemand entdeckt es, was übrigens immer häufiger passiert. eine Traube von Menschen um mich herum versammelt und alle fragen mich aus, was es eigentlich mit dieser Brille auf sich hat, weil die Leute tatsächlich einfach gar keine Ahnung haben. Also, die erste Frage ist, nimmst du mich auf? Und natürlich nehme ich sie nicht auf, weil die Lampe nicht leuchtet und weil die Brille gestern nicht kann. Die kann gar nicht die ganze Zeit auf. Wenn sie das täte, wäre sie nach einer Dreiviertelstunde leer.

11:49 Gavin Karlmeier

Ist das Problem aber da nicht eigentlich ein anderes? Dass die Kommunikation und die Berichterstattung über die Brille dazu geführt hat, dass Leute ein grundsätzliches Skepsis diesem Device als solchem verspüren und sagen, ich möchte nicht, dass jemand mit einer Kamera mir gegenüber sitzt. Weil wenn ich jetzt dir gegenüber mit meinem Smartphone so sitzen würde und das so auf dich gerichtet hielte, du würdest dich auch unwohl fühlen. Und es löst dieselbe Beklemmung aus. Und das ist auch ein nachvollziehbarer Punkt. Aber hat am Ende nicht dann Meta, und man muss es auf Meta schieben, weil sie die Marktführerposition einfach an dem Punkt haben, vollkommen versäumt, dieses Produkt richtig zu kommunizieren. Und wir jetzt an dem Punkt sind, dass es die Geschichten gibt, bei denen Leute dieses Produkt misusen und wir es nicht hinkriegen, da gesellschaftlichen Verständnis für aufzubauen.

12:36 Thomas Riedel

Ist das, was du sagst? Ja, nee, ich glaube eher, wir befinden uns eigentlich gerade mitten in diesem Prozess. Also dieses Gerät fängt an. erfolgreich zu werden. Und man zer paar Zahlen, die kann man auch nachlesen in meinem Newsletter, aber auch natürlich sonst so im freien Internet. Wir haben jetzt, haben wir immer noch, wir bewegen uns gerade in einer Entwicklung, die quasi hockeystick-mäßig ist, was die Kauf, die die Zahlen angeht. Wir hatten 2024 wenig Zahlen, muss man sagen, was Verkaufszahlen angeht, aber ein paar schon. 2024 sollen gerade mal 2 Millionen. Brillen verkauft worden sein. Da kamen die gerade auf den Markt, da kannte die keiner. 2025 sollen es schon sieben Millionen gewesen sein. Wir haben jetzt die neuen Quartalszahlen von Esilo Luxotica vor zwei Wochen bekommen, die gesagt haben: die Zahlen haben sich in diesem Quartal verdoppelt und insgesamt ist es nicht linear, sondern mir fällt immer dieses Wort nicht ein. Ja, nee, noch krasser. Also, was wir auch bei der Pandemie haben.

13:38 Gavin Karlmeier

Ja, ich weiß, welches Wort du meinst, aber es fällt mir auch heute nicht ein. Mein Gott.

13:43 Thomas Riedel

Genau, also es ist sozusagen exorbitant. Exponentiell. Exponentiell. Das ist das Wort. Genau. Also das Wachstum sei exponentiell. Und wenn man das so ein bisschen weiterzieht, dann erreichen wir dieses Jahr vielleicht so um die 20 Millionen.

13:55 Gavin Karlmeier

Wird das nicht dadurch ausgebremst, dass ich damit in öffentlichen Räumen einfach nicht mehr stattfinden kann?

14:02 Thomas Riedel

Verstehe die Frage nicht.

14:03 Gavin Karlmeier

Also wenn ich nicht mehr ins Restaurant darf damit, wenn ich nicht mehr. Wenn ich die Dinge, die ich ja eigentlich mache, um nachher auch Leuten davon erzählen zu können, also die Dinge, die ich traditionell auf Social Media teile, Wenn ich die damit gar nicht festhalten kann, wird das nicht dazu führen, dass Leute, die eben jetzt nicht Extremsportler sind, wenn sie es übrigens Prof Professionell machen, können wir gleich auch nochmal drüber sprechen, können sie die auch nicht tragen, weil Profi-Radfahrer dürfen die nicht tragen und was haben wir hier noch? Golf, bei Golfturnieren werden sie verboten und so, dass sie dann vielleicht gar kein Use Case mehr dafür haben, außer die Creeps.

14:36 Thomas Riedel

Wir haben seit eineinhalb Jahren Berichte darüber, dass diese Brille Probleme machen. Du erinnerst dich vielleicht noch an die Berichte dieser Lig, den das schwedische Tagblatt hatte. Genau, dass in Afrika die Videomaterial annotiert wurde, das vermeintlich mit einer Brille aufgezeichnet wurde von Menschen, die ganz offensichtlich nicht wussten, dass sie gefilmt wurden, weil jemand das Ding angemacht hat. auf den Tisch gelegt hat, aus dem Raum gekommen ist und dann kam eine Frau und hat sich umgezogen, solche Sachen. Wir hören seit eineinhalb Jahren diese Geschichten und die Zahlen steigen noch immer. Ich würde behaupten, es ist genau das Gegenteil. Je krasser wir darüber berichten, was da alles mitläuft, desto Mehr bekommen Leute überhaupt mit, dass es diese Brille gibt. Und das ist auch das, was ich entdecke, ehrlich gesagt. Also Leute fangen an, sich dafür zu interessieren, weil es diese Berichte gibt. Und jetzt könnte man natürlich sagen, okay, Creeps aller aller der ganzen Welt vereinigt euch irgendwie, was passiert hier eigentlich gerade? Aber Ehrlicherweise, die Leute, die ich treffe, die so eine Brille haben, sind keine Creeps. Und ich bin auch kein Cree, sondern diese Brille ist nützlich.

15:41 Gavin Karlmeier

Das heißt, was ein Cree sagen würde. Auf jeden Fall. Also, du weißt, was ich damit sagen möchte. Die Hemmschwelle, sowas zu misusen, ist halt relativ gering, würde ich behaupten, wenn du die Kamera eh dabei hast. Und warum wir eben.

15:54 Thomas Riedel

Aber habe ich gerade eben nicht so gut argumentiert, dass die Sehr viel schwieriger zu benutzen. Also, du hast dein Smartphone genommen. Die Demo, die ich dann immer mache, wenn ich auf einem Event bin, ist, ich doppelklicke meinen Power-Button, das sieht nämlich keiner, und mache. Einklicken mit der Soundwipper und habe ein Foto gemacht. Dann zeige ich das denen und dann sagen die auf der Stelle: Okay, krass, es geht sehr viel einfacher mit dem Handy. Tatsächlich. Up Scurrt-Videos und so weiter.

16:19 Gavin Karlmeier

Es ist ja auch gelernt, wenn mir jemand in der Bahn gegenüber sitzt und sein Smartphone in einem gewissen Winkel hält, dann gehe ich davon aus, er fotografiert oder filmt nicht gerade. Das stimme ich dir zu. Trotzdem, wenn du jetzt hinter einer Person herläufst, die die Diode nicht sieht, kannst du sie trotzdem einfach filmen. Und andere Leute, die dir entgegenkommen, sehen nur, dass du ein Lämpchen anhast, die sehen aber nicht, was du damit machst. kennt vielleicht auch dieses Produkt nicht, da gebe ich dir insofern recht. Trotzdem frage ich mich, ob wir nicht grundsätzlich wieder in der gleichen Situation sind, dass wir uns die Frage stellen, versuchen wir hier gerade, ein gesellschaftliches Problem technisch zu lösen? Und Da ist die Antwort für mich eigentlich, ich fürchte ja. Also mit einem kleinen leuchtenden Lämpchen wirst du die Creeps nicht entcreepen. Und solange du eben eine Technologie hast, die dazu in der Lage ist, Leute einfach zu filmen, die dir auf der Nase sitzt. Ohne dass es irgendeine Einschränkung gibt. Und dabei muss man gar kein Creep sein. Das reicht schon. dass du einfach durch eine Straße läufst und Leute filmst, die damit auf Metaservern verarbeitet werden und damit im Zweifel sogar, wenn dieses Material öffentlich würde. rekonstruierbar sind an irgendeinem Ort. Da haben wir hier mit Markus Becker da einmal über Konzertfotos gesprochen, die auch nicht ganz unproblematisch sind, wenn du so die Menge fotografierst. dass wir eigentlich uns fragen müssen, welches, sind die Probleme, die wir da, oder ist die Lösung der Probleme so schlagend, die wir mit diesen Brillen haben, dass sie uns als Gesellschaft weiterbringen? Als dass wir es nicht in Kauf nehmen, würden sie uns nicht zu erlauben.

17:47 Thomas Riedel

Ja, wir haben das Problem der Creeps nicht erst, seit es Smart Glases gibt. Ja. Und ich würde sogar behaupten, wenn wir jetzt, nehmen wir mal an, wir geben jetzt hier mal so den Weg des Social Media Bands und sagen, okay, wir bannen jetzt auch die Gleases, dann werden wir das Problem nicht lösen, dass es immer noch Creeps gibt, die nämlich das bessere Gerät. Zum Fotos machen, immer noch weiterhin benutzen werden. Und das ist das Handy. Also, die haben bisher, wenn sie Fotos machen wollen, gute Creeps benutzen das Handy, nicht das Smart Glass. Um Fotos zu machen und in Creeps zu sein, weil das sehr viel schwieriger ist, entdeckt zu werden. Wir haben ja das Problem, jetzt sagen wir mal, wir schlüpfen jetzt mal an die Rolle der Creeps, ja Dann haben wir das Problem, dass es ein paar Trottel-Creeps gab, die sich dabei erwischen lassen, weil sie sowas benutzt haben wie Smart Glasses. Gute Creeps benutzen das Smartphone.

18:33 Gavin Karlmeier

Es ist ekelhaftes sagen zu müssen. Aber willst du damit sagen, dass die Berichterstattungen über die Glasses Survivor-Bias sind? Für die, die es nicht kennen, damals diese Untersuchung war, dass man die Flugzeuge, die zurückgekehrt hat im Krieg, dass man sich angeschaut hat, wo werden die am häufigsten angeschossen und diese Position stärken wir. Und dass da eben dieser Bias drin steckt, dass die Flugzeuge, die nicht zurückgekommen sind, ja die gewesen sind, die eben an anderen Stellen getroffen wurden, die man eigentlich viel stärker hätte stärken müssen. Also ihr kennt dieses Bild wahrscheinlich von dem Flugzeug mit den roten Stellen. Ähm, und dass du glaubst, dass das hier eher zutrifft, also dass diejenigen, die ihm die Gleises genutzt haben, eher erwischt wurden? Weil dann habe ich immer noch nicht die Antwort auf die Frage, wie gehen wir damit um, dass wir Leute heimlich Film.

19:15 Thomas Riedel

Wir müssen was gegen die Creeps machen. Das ist das eigentliche Problem.

19:19 Gavin Karlmeier

Und was ist aber, wenn die Creeps selber diese Brillen verkaufen?

19:22 Thomas Riedel

Ja gut, dann äh. Ich glaube, das tun die nicht. Creeps verkaufen ja keine Brillen, sondern. Ich meine die, die sie herstellen. Du meinst Meta? Exakt. Okay. Ich meine, wir können natürlich jetzt auch in die Diskussion einsteigen, wie das mit Meta überhaupt ist, wie wir mit Meta umgehen, was wir mit denen machen, was wir mit Big Tech machen. Das ist natürlich eine sehr, sehr legitime Frage. Und deswegen fühle ich auch komplett die Bewegung. Zum Beispiel in den USA, die zum Beispiel sehr viel berechtigterweise gegen Smart Glasses sind, weil das für die tatsächlich auch eine existenzielle Bedrohung ist. Weil dort Eis eben auf Material zugreifen kann, das dort einfach gemacht wird. Und dann legst du auf dem Metaserver Eis darauf zugreifen und dann wirst du plötzlich entführt. Das ist eine existenzielle Bedrohung. Das ist hier in Deutschland natürlich noch nicht so, weil wir noch nicht diese Regierung haben. Man könnte aber auch drohen in ein paar Jahren, wenn das so weitergeht. Und das verstehe ich vollkommen. Aber das ist nicht die Diskussion, ob das wegen einem Smartglass ist, sondern das Problem hast du ja dann auch mit jedem anderen elektronischen Gerät und einem Meternetzwerk, das in den USA ist. Da müssen wir dann grundsätzlich drüber sprechen, wie gehen wir eigentlich mit digitalen Netzwerken um, wie sehr wollen wir eigentlich unsere Daten noch mehr schützen. Wir sprechen vielleicht nachher nochmal über Chatkontrolle und so einen Quatsch.

20:45 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe den Punkt Trotzdem sage ich dir, wenn ich einen Café betreiben würde, ich könnte die Überlegung nachvollziehen zu sagen, wir möchten hier einfach niemanden mit Kamerabrillen haben. Das kann ich verstehen. Genauso wie ich auch verstehen kann, wie diverse Clubs, das Berghain vorneweg, die haben glaube ich auch damit angefangen, Kameras abkleben auf Smartphones, weil sie einfach sagen, das hier ist einfach ein privater Ort und alles, was hier passiert, bleibt auch hier. Ich habe dafür ein Verständnis, dass man sagt, es muss auch Momente geben, in denen das einfach nicht alles nahtlos dokumentierbar ist.

21:16 Thomas Riedel

Ich würde sagen, das ist gutes Marketing. Respekt. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit so einer Brille reinläuft, ist ziemlich gering. Wir haben 20 Millionen Meterbrillen weltweit. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass so eine Person. Regelmäßig in deinen Club läuft. Das ist tatsächlich gering. Ich habe neulich jemanden im Supermarkt entdeckt mit der Brille und dachte so: Wow, du bist die erste Person, die ich hier in diesem Rewe sehe, die die gleiche Brille aufhat wie ich. Seit zweieinhalb Jahren, seit es diese Brille gibt. So lange hat das gedauert. Also die Verteilung ist, und wir in Deutschland übrigens sind es sehr viel weniger Brillen als zum Beispiel in den USA. Ist krass. Also wir reden hier eigentlich über ein Problem, das wie groß ist. Das ist übrigens generell eine sehr gute Frage. Wie groß ist das Problem eigentlich, über das wir sprechen? Wie viele Aufnahmen werden gemacht? Wie viele Menschen sind wirklich da draußen, die ständig illegale Aufnahmen machen mit den Smart Glasses und so weiter? Wir reagieren da gerade so ein bisschen. Über, habe ich so das Gefühl.

22:11 Gavin Karlmeier

Ja, den Punkt verstehe ich, aber auf der anderen Seite, wenn das Wachstum exponentiell ist, also die Kamera ist gerade oder die Kamera bringen gerade wie Sau verkauft werden. es Beweise dafür gibt, dass Leute diese Kamera zu diesem Zweck verwenden, also Leute zu filmen, die das nicht wollen und nicht wissen.

22:25 Thomas Riedel

Ja, zähl mal die Artikel, das sind übrigens sieben Stück.

22:29 Gavin Karlmeier

Ja, aber dann haben wir, will ich einfach nur sagen, dann ist doch der beste Zeitpunkt, darüber zu sprechen, jetzt bevor morgen doppelt so viele Brillen in der Welt sind und übermorgen dreimal so viele Brillen.

22:39 Thomas Riedel

Das ist das, was jetzt passiert. Also, was wir jetzt eigentlich machen, ist so ein bisschen wie bei der Einführung des Smartphones, als es angefangen hat, die Kameras gut zu werden und die Leute Upsgirt-Videos gemacht haben und Fotos gemacht haben. Wir müssen jetzt eigentlich darüber sprechen, wie ist das eigentlich? Wie regeln wir das? Was machen wir damit? Denn ich sage es dir ganz ehrlich, wir können natürlich generell die Frage stellen, wie viele elektronische Geräte brauchen wir eigentlich noch in unserem Körper.

23:01 Gavin Karlmeier

Das ist eine legitime Frage.

23:04 Thomas Riedel

Tatsächlich mag ich meine Brille, weil sie nützlich ist. Also es gibt kaum was Cooleres, als dann mit zu telefonieren. Also, das ist für mich das nützlichste Feature zum Beispiel. Und dass ich damit zufällig noch als Influencer oder als Creator auf einer Konferenz ein cooles Video machen kann. Oder zum Beispiel, ich fahre sehr gerne in den Mediapark bei meinem Fahrrad. Wenn ich da die Brille anmache, sieht das wie ein Drohnenflug aus. Voll cool. Auf Social Media sieht das geil aus. Aber das beste Feature ist tatsächlich das Audio-Feature. Und ich möchte keine Brille mehr haben, die kein Audio-Feature mehr hat, muss ich ehrlich sagen. Ich würde eher auf die Kamera verzichten. Aber Audiofeature, sehr geil. Das wäre eine Lösung, mit der wir alle leben könnten, glaube ich. Es gibt tatsächlich vielleicht auch nochmal ein paar Zahlen, die man hier droppen kann. Es gibt eine wunderschöne Liste von Meta-Mitarbeiter übrigens, ja lustigerweise, der aber die Liste angefangen hat, bevor er bei Meta war, dann ist er zu Meta gegangen. Oscar heißt der und der macht eine Liste mit allen KI-Brillen, die es gibt. Ziemlich akkurat: Da stehen 85 Brillen drauf, also 85 verschiedene Modelle. 50 davon sind reine KI-Audio-Brillen mit Kamera. Die anderen sind so ein bisschen, die haben dann ein Display drin oder sind so ein bisschen Augmented Reality mit 3 Degrees of Freedom oder 6 Degrees of Freedom. Und also das Problem ist auch nicht nur, dass wir das Meta da sozusagen mit dabei im Spiel ist und gerade übrigens mit sinkender Marktanteil, also es waren mal 80, mittlerweile sind es nur noch über 60 drin, sondern HTC, Google Samsung. Apple, Samsung. Apple kommt wahrscheinlich Ende nächstes Jahr. Also das scheint eine Kategorie zu sein, die spannend ist. Und die, wo immer mehr Produkte rauskommen, es erinnert fast so ein bisschen, und wir haben auch ziemlich viel Crap übrigens aus China, da haben auch mit dabei, so ein bisschen an die gute alte Zeit. Kannst du daran erinnern, als die USB-Sticks anfingen, auch MP3-Player zu sein und du quasi so eine Schublade voll mit diesen Dingern hattest. So ein bisschen wirkt das gerade, ja. Du hast hier so eine Flut an Brillen. Also selbst ich, der sich ja professionell damit beschäftigt, Kommt gerade nicht mehr hinterher, Übersicht zu haben, welche Brille eigentlich was kann und wie viel es da gibt. Eine Brille will ich positiv erwähnen, das ist Even Reality, ist leider auch ein amerikanisches Startup. Die aber neue Investitionen bekommen hat, 150 Millionen, mittlerweile Unicorn ist, und die auf Privacy First setzen. Das ist vielleicht deswegen auch hier ganz gut erwähnenswert. weil sie sagen, wir wollen gar keine Kamera drin haben. Sie sind natürlich trotzdem eine KI-Brille mit Mikrofonen und auch da kann man viel falsch machen. Also es ist jetzt nicht so, dass man automatisch, nur weil man keine Kamera hat, alles richtig macht. Aber sie setzen da drauf und sagen, okay, wir wollen zumindest diesen Faktor weghaben. und machen Privacy First, even Realities heißen die.

25:55 Gavin Karlmeier

DuckDuckGo hat jetzt auch eine Brille vorgestellt. Smart Glasses with Zero AI and Zero Cameras. Das Produkt heißt Normal Fucking Sunglasses. Und darunter ein Testimonial-Zitat. People who wear normal fucking sunglasses mit dem Zitat. Nobody at the beach asked if I was recording them. Das hat mir sehr gut gefallen. So, jetzt hast du eben, und damit gehen wir dann auch mal in die Themen rein, weil ich glaube, wir werden da einfach jetzt gerade noch kein Ergebnis haben. Wir werden da aber weiter drüber sprechen müssen. Der Haken bleibt da dran, Thomas und dir. Du bist hier mein Brillenmann. Also ich werde ihn einfach jetzt immer wieder konsultieren und wir werden das gemeinsam beobachten, weil es wird, wie du sagst, immer spannender und immer wichtiger. Jetzt hast du aber eben gesagt, wir müssen auch gegen Meta, wir müssen gegen diese Konzerne vorgehen, wir müssen was tun. Und das ist in New Mexico passiert. New Mexico hat nämlich jetzt eine Strafzahlung gegen Meta verhängt und zwar deswegen. Weilmeter, und da haben wir glaube ich auch schon mal drüber gesprochen, dass es eben dieses Verfahren gibt, Weilmeter es nicht schafft, Jugendschutzmaßnahmen auf der Plattform nach Ansicht des Gerichtes dort angemessen umzusetzen und durchzusetzen. So. Diese Strafzahlung ist allerdings jetzt nicht irgendwie so eine kleine Petiteste, sondern es ist ein tatsächlich relativ hoher Betrag. Denn es geht hier um 567 Millionen Dollar. die gezahlt werden müssen, um daraus, Moment, ich möchte das genau richtig sagen und zitieren, genau, sie müssen einen Fonds einrichten, um daraus Schadensbehebung sicherzustellen, also Sicherheitsmaßnahmen umsetzen, Kinderschutz sicherstellen. Dieser Fonds soll eingerichtet werden in Höhe von 567, Millionen Dollar plus eine Strafe von 375 Millionen Dollar, die aus dem Juryurteil der Phase 1 des Prozesses resultieren, Haken dran berichtete. Heißt also, Meta hat hier knapp einfach mal innerhalb von ein paar Tagen eine Milliarde knapp Dollar Strafe zahlen müssen. Und es bleibt nicht. bei der Zahlung dieser Strafen, sondern Meta wird auch dazu verordnet, gewisse Umsetzungen in New Mexico oder Veränderungen in New Mexico an ihrem Produkt vorzunehmen. Also zum einen eben diesen erwähnten Fonds einrichten, um damit im Zeitraum von fünf Jahren Aufklärung, Prävention, Screening, Beurteilung, Überweisung, Koordination, Behandlung und Evaluation zu unterstützen. Dann die Instagram-Einstellungen für NutzerInnen unter 18 Jahren standardmäßig auf Privat zu lassen, Defaults Matter, wir haben da schon so oft darüber gesprochen, die Standardeinstellungen sind. Kern und das hat das Gericht ja auch so gesehen. Plus das gleiche gilt auch für Facebook-FreundInnen, die dürfen auch nicht gesehen werden, wenn du unter 18 bist. Von anderen Menschen. Erwachsene Personen dürfen keine Konten von NutzerInnen unter 18 Jahren empfohlen bekommen. Und Erwachsene dürfen keine Nachrichten an Personen unter 18 schicken, wenn sie nicht miteinander vernetzt sind. Also irgendwie miteinander connected, befreundet, sich folgen. Sie müssen Instrumente zur Altersverifizierung verbessern, um sicherzustellen, dass NutzerInnen unter 13 Jahren auf dieser Plattform nicht unterwegs sind, können diese keinen Altersnachweis erbringen. Wird deren Konten innerhalb von 30 Tagen gelöscht und für bekannte oder geschätzte NutzerInnen unter 18 Jahren täglich von 22 bis 7 Uhr und während des Schuljahres von 8 bis 15 Uhr eingestellt sein muss. Also Die Sperrstunde für Social Media. Das ist krass, ja.

29:12 Thomas Riedel

Das Internet ausschalten für den Moment.

29:13 Gavin Karlmeier

Exakt. Like-Zahlen für Personen unter 18 Jahren müssen ausgeblendet werden. und maximal 90 Stunden pro Monat auf Facebook und Instagram, also drei Stunden am Tag. Außerdem regelmäßig Bannerbildschirme anzeigen, die NutzerInnen auf Sicherheitsmaterialien hinweisen. und eine Aufklärungskampagne finanzieren zum Thema Plattformrisiken für Minderjähriger. Also der absolute Rundumschlag. Wow.

29:38 Thomas Riedel

Wie ist dein Gefühl? Ich bin total baff, was für eine gigantische Liste das ist, was sie alles tun müssen. Ich bin baff, was da für ein fetter Spreisschild dranhängt. Ich meine, es ist immer noch nicht so, dass es richtig, richtig weh tut, aber es ist trotzdem. schon mal gut und ich glaube, also vielleicht wenn wir da gleich so auf die einzelnen Dinge eingehen, aber so mal generell, das war jetzt eines von 50 Bundesländern. Wenn das die anderen so ähnlich machen, dann kann das aber schmerzhaft werden. Ich weiß nicht, ob das überhaupt realistisch ist, aber man wünscht sich natürlich in dem Moment so, jetzt bitte mal 50. So, ne, dass die mal das 50 Mal machen müssen, weiß nicht, Alaska macht das wahrscheinlich nicht oder so, aber Texas. Hawaii Aber trotzdem, richtig gute News erstmal und man wünscht sich das natürlich genauso. Aber es ist natürlich auch so, was bleibt davon dann noch übrig? Also was ist dann sozusagen noch irgendwie attraktiv an Facebook oder wie muss man sich das dann vorstellen? Oder auch die Die ironische Sichtweise, ja gut, die haben zwar alle einen Account, aber die sind sowieso nicht auf Facebook, deswegen interessiert sie natürlich nicht, aber es betrifft auch Instagram, ne?

30:44 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Ja, übrigens zu New Mexico muss man vielleicht dazu sagen, es ist traditionell eher ein demokratischer Staat, es ist auch kein Swing State, sondern eben ein demokratischerer oder demokratisch wählenderer Staat. Ist aber, wie wir wissen, beim Jugendschutz gar nicht so relevant, weil die Jugendschutzmaßnahmen von beiden Parteien gleichermaßen in den USA vorangetrieben werden. Und ich finde es so interessant, dass das jetzt hier so. . . Schlag auf Schlag kommt, die Entscheidungen in den USA, was die Jugendschutzmaßnahmen gegen die Plattformen angeht. Wohlbemerkt und wichtig dazu zu sagen, dass Viele dieser Entscheidungen natürlich goldrichtig sind und Meta dazu gezwungen werden muss, Schutzmaßnahmen für junge Menschen einzuführen. Gleichzeitig muss man dazu sagen, dass das hier dazu führen wird. . dass mehr Menschen in New Mexico, die Metaprodukte nutzen, das nicht mehr anonym tun können. Und das ist eigentlich ein Punkt, den ich zum Beispiel sehr häufig in diesem Podcast kritisiere. Du hast eben über die Gefahren von Eis gesprochen und von dem generell stärker autoritären Regime in den USA. Das sind alles Veränderungen, bei denen es eigentlich nicht nur eine gute Nachricht gibt. ist, dass man sich stärker Alters verifizieren muss und häufiger nur mit Personalausweis diese Plattformen nutzen kann. Bei allen anderen Dingen, Schwerstunde Kann man jetzt darüber diskutieren, ob man das sinnvoll findet oder nicht, aber dass hier die Plattformen sozusagen in die Pflicht genommen werden, ist ja auch etwas, das wir alle Egal, ob du für ein Verbot für Minderjährige bist oder gegen ein Verbot für Minderjährige bist, alle unterschreiben würden, dass die Plattformen sich nicht so sicher und frei fühlen dürfen.

32:21 Thomas Riedel

Ja, ich bin ja auch ein großer Fan davon, vielmehr die Plattform ranzunehmen, weil die haben jetzt nicht das Problem, dass sie kein Geld verdienen, es ihnen nicht gut geht. Sondern es sind die reichsten Unternehmen der Welt. Und zwar mit Abstand dramatisch, die richtig, richtig Einfluss haben. Das heißt Also wenn wir irgendwo rangehen müssten, dann ist es genau dort, weil dort ist am meisten möglich und die haben im Prinzip unbedingt endlich viel Material, um das auch umsetzen zu können. Also da will ich überhaupt gar nichts hören von wegen, oh, dann lohnt sich das nicht mehr für uns. Sollte sich das mal irgendwann nicht mehr für euch lohnen? Dann könnt ihr euch nochmal bei uns melden.

32:58 Gavin Karlmeier

Und selbst dann, bis dahin. Also wenn du ein Produkt hast, das nur funktioniert, wenn du gegen Jugendschutzmaßnahmen verstößt. Dann ist dein Produkt einfach kein funktionierendes Produkt. Dann Tonne auf, Produkt rein, Tonne zu. Genau.

33:10 Thomas Riedel

Sehe ich genauso. Und deswegen ist das absolut notwendig und richtig gutes Zeichen. Und ist das jetzt schon, müssen die das jetzt schon umsetzen oder kann Meta nochmal 15 Jahre lang in Repress gehen und wir erwarten dann irgendwann, wenn das zweite Kind volljährig geworden ist, dann endlich wie es das Ergebnis ist.

33:28 Gavin Karlmeier

Ja, Meta sagt, man ist mit dem Urteil nicht einverstanden, ach was. Plane in Berufung zu gehen und wird zitiert mit Wir sind weiterhin von unserem Engagement für den Schutz von Jugendlichen im Internet überzeugt und werden uns auch künftig gegen Vorwürfe verteidigen, die die Fakten falsch darstellen.

33:46 Thomas Riedel

Was natürlich ein absoluter Gesichtsschlag ist gegenüber allen Eltern, deren Kinder sich selbst umgebracht haben. Und das geht einfach, das ist absolut, dieser Satz ist einfach ekelhaft. Und ja

33:58 Gavin Karlmeier

Ja, ist es. Das Problem ist natürlich, was willst du so ein Corporate-Sprech sagen? Also würden die sagen, ja, und New Mexico hat recht? So? Dann ist dieser Pressesprecher sein Job los.

34:08 Thomas Riedel

Also ein unbliebsamer Comedian sagte mal, den man auch eigentlich nicht mehr zitieren will, manchmal ist es besser, einfach die Fresse zu halten. Das ist mir in dem Fall dann.

34:17 Gavin Karlmeier

Und als dieser Comedian diesen Satz geprägt hat, war der aber noch nicht verloren anders als jetzt.

34:22 Thomas Riedel

Da war der noch anders.

34:23 Gavin Karlmeier

Apropos verloren.

34:28 Thomas Riedel

Zum Thema verlorene Comedians kommen wir jetzt zum Thema verlorene Gelder

34:33 Gavin Karlmeier

Gelder? Ne, du hast ja gerade gesagt, dass Meta sich nicht anstellen soll, weil sie ja eh genug Geld haben. Und zwar hat ABC News sich jetzt mal angeschaut, wer eigentlich so alles bei Meta auf der Bezahlliste steht, was diesen Revenue Share angeht. Revenue Share wird uns gleich auf einer anderen Plattform überle auch nochmal begegnen. Aber hier geht es um Facebook. Du kannst ja bei Facebook Geld damit verdienen, dass du dort Inhalte veröffentlichst kannst, monetarisieren. Und ABC News Verify In Australien hat sich mal angeht das ABC News in den USA, das American Broadcaster Company oder weiß gar nicht, wofür es C steht bei ABC News in Australien. Christlich vielleicht. Australian Broadcasting Corporation. So, auf jeden Fall haben die sich angeschaut, wer da eigentlich so Geld bekommt. Und die Liste ist interessant. Also sie werden hier zitiert von ABC News selber mit. Ein weißer Nationalist mit Verbindungen zur Neonaziszene, der den indischen Premierminister während dessen Besuches im vergangenen Monat rassistisch beschimpft hatte, wird zum Beispiel bezahlt. Hugo Lennon, ein rechtsextremer Agitator, der share Platzverweise bekommen hatte, der uh Geld von Facebook and insgesamt übrigens, um da so ein bisschen Gefühl für aufzubauen, drei Milliarden US Dollar im Jahr. an 16,2 Millionen monetarisierte Konten aus. Heißt also, es gibt Konten, die nicht überprüft werden, bevor sie dieses Geld kriegen. oder überprüft werden und als nicht problematisch angesehen werden. Das heißt, es wird nicht nur überprüft, woher kommt eigentlich das Geld, das es wird nicht nur nicht überprüft. Woher kommen eigentlich unsere Werbeeinnahmen? Weil da wissen wir, ein großer Anteil oder ein gewisser Anteil kommt durch betrügerische Werbungen, sondern man guckt sich dann auch nicht an, wem man das eigentlich so gibt, dieses Geld, das man dann teilen möchte mit seinen CreatorInnen, weil man ja alle CreatorInnen haben möchte.

36:20 Thomas Riedel

Und habe ich das nicht richtig gelesen, dass in meiner ausgiebigen Vorbereitung, während ich diesen Kuchen gegessen habe, in diesem einen Kaffee am Friesenplatz, dass Das nur mit Einladung geht? Das heißt, eigentlich ist dort niemand drin, den man nicht tatsächlich auch haben wollte. Und das wäre ja tatsächlich nochmal eine ganz andere Nummer, weil dann ist es nicht nur wie bei diesem E-Mail-Service so, dass man halt aus Versehen auch ein paar Nazis bezahlt, die dann, wo man dann eine Push-Nachricht mit einem Hakenkreuz kriegt, sondern hier wurden ganz bewusst diese Leute eingeladen. Und das wäre natürlich nochmal eine Dimension, wo man sagen muss

37:01 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Also ABC hatte noch so ein paar andere Namen genannt, zum Beispiel eine rechtsextreme Nachrichtenseite, die oder Nachrichtenseite, Meinungsseite, die eben auch davon profitiert. Bitte. Publikation. Die Publikation finde ich sehr gut, die übrigens, und das finde ich interessant, auf Ex geschwert ist, weil sie gegen die Richtlinie zu hasserfüllten Profilen verstoßen würde.

37:25 Thomas Riedel

Wenn du das schaffst, dann hast du echt was erreichen, dein Leben.

37:28 Gavin Karlmeier

Genau, die bekommen auch Geld und in der Tat, Facebook selber sagt, das ist ein Monetarisierungsprogramm, das nur auf Einladung zugänglich ist und es ermöglicht Geld mit der Performance berechtigter Reels, Fotos, Storys und Textbeiträge zu verdienen. Jetzt gibt es hier die NGO What to Fix in Australien, die sich das gemeinsam mit ABC News Verifer angeschaut haben und die sagt Damit gibt es faktisch eine geschäftliche Beziehung zwischen Facebook und diesen Personen und Organisationen. Und wenn es diese faktische Beziehung gibt, dann sind sie für diese Inhalte eben auch haftbar, weil dann nicht das Provider-Privileg gelten würde oder wie es in Australien heißt. Kann ich dir nicht sagen. Heißt aber, damit hat Meta möglicherweise ein weiteres Mal Scheiße am Schuh, wie man so auf Fachchinesisch sagt. Wie man im Spanischen so ausdrückend pflegt.

38:14 Thomas Riedel

Genau. Ja, das ist wirklich, sollte das tatsächlich so sein, dann müssen wir sagen, wird die auch ganz bewusst, glaube ich, auch das geprägt, was auf den Plattformen abgeht. Und so von wegen, wir sind nur die Plattform, wir haben tatsächlich auch noch eine Meldung, wo sie sich praktisch versuchen aus dem. . Die Schlinge aus dem Hals zu ziehen, indem sie eben sagen, ja, wir können da noch nichts dafür, was die Leute da tun. Wir haben jetzt hier quasi schwarz auf weiß, dass sie ganz bewusst Leute dafür bezahlen, uns zu manipulieren, unsere Kinder zu manipulieren und auch Einfluss nehmen auf die Politik und die Stimmung, die herrscht Und da muss man sagen, äh, wie viele Beweise braucht man eigentlich noch? Also ich Das ist ja sozusagen auch immer so ein bisschen, schwingt das mit, aber auch so ein bisschen als Verschwörungstheorie. Natürlich, das ist da dieser CEO von diesem gigantischen Unternehmen und der will uns alle beeinflussen und so weiter. Das irgendwie schwingt das so mit, weil da hat ja so ein Rad, an dem kann man drehen und dann geht es halt nach rechts auf der Plattform an allen Ländern. Aber hier sehen wir es dann quasi schwarz auf weiß, dass das eben auch eine Dass wir da Belege für haben und es eben keine Verschwörungstheorie ist, und diese Belege haben wir ja auch nicht nur hier, sondern auch was Ads angeht auch was angeht, wie bestimmte Sachen reguliert werden. Ja, die AfD kann andere Sachen machen, wie die CDU und so weiter. Also ich weiß nicht, wie viel wir dafür noch brauchen, um, also ich bin ja ein großer Fan davon, ich habe ja gar kein Problem, Facebook komplett einfach abzuschalten in der EU, ne? Übrigens. wäre ich total, wäre ich gar kein Problem mit.

39:45 Gavin Karlmeier

Du, der DSA würde das ermöglichen bei wiederholten Verstößen.

39:49 Thomas Riedel

Ich mag ja das. Ich mag ja den DSA, auch wenn er nicht völlig unproblematisch ist, aber dafür mag ich ihn tatsächlich.

39:54 Gavin Karlmeier

Ja, ich würde ihn auch mögen, wenn man ihn nutzen würde. Aber Meta selber sagt auf jeden Fall zu dieser Geschichte, man möchte sich nicht selber zu diesen Seiten äußern, aber man verfüge über klare Richtlinien. die jeder Nutzer unserer Monetarisierungstools einhalten muss, aber es sei nicht die Aufgabe von Meta darüber zu urteilen, was als beleidigend empfunden wird. was ein Widerspruch in sich ist. Entweder hast du diese Richtlinien oder du hast sie nicht. Aber zu sagen, ja, wir haben diese Richtlinien und beim Ende muss jeder selber entscheiden. Ist halt gar keine Argumentation. Aber Revenue Share, ich habe es eben schon mal angekündigt, das ist so unser Thema heute, denn X hatte ja auch mal so ein Revenue Share-Programm.

40:35 Thomas Riedel

Ich glaube übrigens auch, dass du den Revenue mit dieses Podcast mit mir sharst. Ist echt geil. Sorry, mach weiter.

40:43 Gavin Karlmeier

X hat diesen Revenue Share-Programm jetzt abgekündigt. Es wird ein neues Original Content Rewards Programm geben. Supersperriger Name ist, aber sie teilen eben ihre Einnahmen nicht mehr eins zu eins. Und alle Leute müssen sich neu bewerben, wenn sie weiterhin an den Einnahmen beteiligt sein wollen. Was Ich finde eine crazy Nachricht ist, weil sie haben monatelang damit geworben, dass alle sich bewerben sollen. Und das haben halt alle gemacht. Und jetzt machen sie so klammheimlich, sagen sie, das müssen jetzt bitte alle neu machen, in Hoffnung vielleicht, dass die Anzahl derer, die es tun, kleiner wird. Oder stelle ich jetzt einfach mal. Die Regeln aber, um sich dort bewerben zu können, sind mindestens 500. 000 Impressionen auf der Startseite von verifizierten NutzerInnen in den letzten 90 Tagen. Impressionen von Antworten zählen dabei nicht. Da sind so viele Kommata in diesem Satz, dass man sich schon denkt, na, das könnte auch gar nicht mehr so viele sein. Plus regelmäßige Veröffentlichungen von originalen Inhalten, also wo du tatsächlicher Urheber bist. Und, und das hat natürlich unser Discord ausfindig gemacht und das finde ich auch einen bemerkenswerten Hinweis.

41:48 Thomas Riedel

Discord-Werbung jetzt oder ist es noch zu früh?

41:50 Gavin Karlmeier

Doch kann ich machen. Au www. haktdran. org gibt es einen Discord. Und Discord ist so ein bisschen wie ganz viele Gruppen von Leuten, die sich miteinander austauschen, nur anders als die nervigen Kita, Fußball- und What-Elterngruppen, in denen ihr so seid. ist im Hakenrend Discord eine komplette Horde fantastischer, schlauer, lustiger Menschen, die sich alle über diese Dinge hier hermachen, sich darüber austauschen und. . viel mehr Ahnung haben als wir und die dann manchmal auch so Spitzfindigkeiten feststellen, wie diese in den Regeln des neuen Original Content Rewards Programms von X, wo drin steht, dass wenn dein Post eine Community-Note bekommt, du ausgeschlossen wirst von Monetarisierungsprogrammen. Was auch wahnsinnig ist, weil die Community Note sagt ja nichts darüber aus, ob dein Post irreführend ist, sondern die Community Note gibt ja auch manchmal einfach nur weiterführende Informationen. Plus jeder kann dir eine Community Note vorschlagen und darüber abstimmen. Heißt also, wenn es CreatorInnen gibt, die alle doof finden. dann können sie gemeinsam mit Hilfe der Community Nodes verhindern, dass diese Person von Ex Geld bekommt.

42:53 Thomas Riedel

Das bedeutet im Umkehrschluss an alle, die da draußen noch auf Ex sind und für die Demokratie und die Freiheit kämpfen. Wenn ihr irgendwo einen monetarisierten Nazi seht, wisst ihr jetzt, wie ihr sie demonetarisiert. Und in der Regel erkennt ihr sie am Ad vor dem Nickname.

43:09 Gavin Karlmeier

Nein, das war Satire. Nicht alle, die ein Ad vor dem Nickname haben und noch auf X aktiv sind, sind monetarisierte Nazis. Manche kriegen gar kein Geld mehr.

43:18 Thomas Riedel

Naja. Also ist ja die beste Art und Weise, was sie da gerade machen, auch mit dem neuen Bewerbungsprozess den Kreis der Leute, die Geld bekommen, dramatisch zu reduzieren? Was vermutlich daran liegt. dass sie selber kaum Geld einnehmen und wenn man sich so insgesamt anguckt, wie sich Musks Imperium gerade monetär entwickelt, vielleicht einfach auch notwendig ist, weil es bei ihm auch ein bissler bergab geht gerade. Und deswegen, ja, also Musk ist jetzt nicht unbedingt dafür bekannt, unfassbar viel Geld ausschütten zu wollen. Er will es immer haben, aber er will es eigentlich nicht ausgeben. Also die nächste Meldung ist, da ist vielleicht die hübsche Überleitung schon gemacht.

43:57 Gavin Karlmeier

Ja, ich wollte dazu noch ganz kurz, ähm, bevor ich zu genau dem Punkt komme, noch dazu sagen, dass natürlich in der Version, wie es öffentlich heißt, Revenue Share nicht bedeutet, dass je mehr Leute sich anmelden, je mehr Geld ausgeschüttet wird, sondern das Geld, das ausgeschüttet wird. dann vielleicht in einen kleineren Kreis ausgeschüttet wird. Aber es gibt natürlich, und da muss man, also irgendwie brauche ich hier so eine Kennzeichnung für Dinge, die so verschwörerisch, äh, verschwörerische Mutmaßungen sind. Aber das ist natürlich ein ganz toller Anlass, um in ein paar Wochen festzustellen, dass dieses Programm überhaupt nicht angenommen wird, weil sich keiner anmeldet, also braucht man das auch gar nicht mehr.

44:30 Thomas Riedel

Jedes Mal, wenn du so ein bisschen was Verschwörerisches erzählst, kommt dann im Hintergrund Akte X Musik.

44:35 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist ein Urheberrechtsverstoß.

44:38 Thomas Riedel

Den können wir ja mit einer KI bearbeiten, dann gehört es niemandem mehr.

44:41 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist ein Verstoß gegen Ethik. Ja, schon. Und gegen den guten Geschmack. Apropos kein guter Geschmack? Nee, falsch. Vergiss, was ich gesagt habe. Ich habe ja eben von den Hackis im Discord gesprochen. Und ich, wir haben ja hier so eine lose Rubrik, die ich immer wieder einfach nur so angekündigt habe. Ich habe gesagt, ich hätte gerne einen Jingle dafür. Und dieser Jingle, da habe ich gesagt, kann das nicht jemand anders machen? Hat nicht jemand Bock aus dem Discord, diesen Jingle zu bauen? Tatsächlich, Herr Ackerbau hat sich hingesetzt und ein Dingle für unsere eigentlich schon lange bestehende, aber leider immer wieder auftauchende Rubrik. Aufgenommen und das klingt so. Rechenzentren gegen die Menschen

45:25 Thomas Riedel

Träumchen, sehr toll.

45:26 Gavin Karlmeier

Toll, oder? Ja. Also großen Shoutout. Danke, Herr Ackerbau. Das werden wir, ich fürchte, leider noch ein paar Mal hören müssen. Wir sprechen immer mal wieder darüber, wie diese ganzen Unternehmen, über die wir so viel sprechen. wie sie ihre Rechenzentren bauen und wie ihnen dafür auch häufiger gerne mal Regeln egal sind. Und jetzt kommen wir führen alle Fäden zusammen, weil wir reden über Elon Musk. Wir reden über Finanzprobleme oder selbst hergestellte Finanzprobleme. Er hat nicht wirklich Finanzprobleme, er ist der reichste Mensch der Welt, aber Reich sein, heißt es, es kommt ja nicht von Geld ausgeben, so offensichtlich. Wagner Classic Stories sind da mit drin und es geht um Rechenzentrum. Denn es gibt die Geschichte über die Futurism berichtet. Und zwar gibt es den Vorwurf, dass das In Ohio ansässige Unternehmen, der Reina Hybrid, jetzt ein Pfändungsrecht gegen SpaceX AI geltend machen kann, weil das Unternehmen seit 2024 auf 136 Millionen Dollar wartet. für Arbeiten, die sie ausgeführt haben. Also dieses Unternehmen hat an den Rechenzentren von SpaceX mitgearbeitet, die kennen wir, die heißen Colossus. Und offensichtlich Wurden diese Arbeiten bis heute nicht bezahlt, weswegen die jetzt eben diese Pfandrechte geltend machen können, und damit halt einen Titel erwirkt haben, würde es, glaube ich, im Deutschen heißen. Und das Interessante ist, Action 5 News, über die haben wir ja auch schon mal gesprochen, die berichten, die sind nicht die einzigen. Insgesamt geht es hier um Pfandrechte in Höhe von 400 Millionen Dollar gegenüber SpaceX. Milliarden. Millionen steht bei mir.

46:57 Thomas Riedel

Millionen? Oh, Millionen. Okay, schade.

46:59 Gavin Karlmeier

Aber 400 Milliarden wäre natürlich auch interessant. 400 Millionen Dollar insgesamt. Aber es ist trotzdem schon eine Menge, ehrlicherweise. Das ist ein Hundertstel Twitter.

47:08 Thomas Riedel

Darana Hybrid darf sozusagen seine Eule jetzt irgendwo drauf machen. Heißt dann aber auch den Kuckuck, ja du hast recht heißt dann aber auch Die werden dann neue Hosting-Anbieter für KI oder haben die neuen Geschäftszweig dann, den sie aufmachen können?

47:23 Gavin Karlmeier

Das wäre sehr lustig, wenn sie einfach sagen: solange ihr das nicht bezahlt habt, kriegen wir die Miete von Anthropic und Kugel. Ja. Finde ich gut. Ja, es gibt noch weitere Unternehmen, USW Manard Inc. und Torxill Foundations. Auch die kriegen noch 2,2 Millionen Dollar von SpaceX. Also Es wird einfach, sie zahlen einfach ihre Rechnungen nicht. Und wir wissen, dass sie das damals bei Twitter unter Musk auch schon gemacht haben, als sie nach Twitter hießen, sie haben die Miete für das Head. Headquarter in San Francisco nie bezahlt, sie haben mehrere Dienstleister nie bezahlt. Einfach nur, um am Ende darauf zu spekulieren, irgendwie einen Vergleich anstellen zu können und weniger zahlen zu müssen, als der ursprüngliche Betrag war. Das ist, glaube ich, aber, wenn du einmal hier diesen gerichtlichen Titel erwirkt hast, vielleicht gar nicht mehr so einfach.

48:05 Thomas Riedel

Nee, ich wundere mich so ein bisschen, welche Auswirkungen es hat oder warum auch gerade in diesen Fällen das der Fall ist, weil. . Sag mal so, diese Rechenzenten kosten ja nicht Millionen, sondern die kosten ja Milliarden. Und das ist ja auch nicht das Einzige dann, sondern da fließt ja richtig Kohle rein. Vielleicht ist das irgendwie an der Stelle, weil das halt irgendwie so ein Bauunternehmer oder so ist, wo das einfacher geht, wie bei Nvidia oder so. Du kannst halt, wenn du halt bei Nvidia sagst, okay, kriegst du halt kein Geld mehr für deine. Grafikkarten, dann sagt Nvidia, dann schicke ich dir halt keine mehr. Das heißt, mit denen willst du es dir halt nämlich verscherzen. Aber von diesen Baufirmen gibt es vielleicht mehrere. Auch mal die Rechnung erstmal liegen lassen für ein paar Jahrzehnte, bevor du sie bezahlst. Also da würde mich mal eigentlich interessieren, um was für Unternehmen sich da handelt, weil das klingt so ein bisschen nach, okay, auf den Schwachen können wir es ja machen.

48:57 Gavin Karlmeier

Ja, das wird auch so sein, aber um dir an einem Punkt zu widersprechen, ja, die kosten Milliarden, wenn du es bezahlst. Was du nicht bezahlst, kostet kein Geld. Es bleibt natürlich jetzt abzuwarten, wie damit weiter umgegangen wird. Es gibt aber gleichzeitig Hinweise darauf, dass SpaceX, die eigentlich nach wie vor 41 Gaskraftwerke betreiben, die nicht zugelassen sind. Für Kolossus, die Kolossis-Rechenzentrin. Und dass sie ja im Moment noch an der Arbeit an einem weiteren Kraftwerk sitzen, dass sie diese Gaskraftwerke oder diese Gaskrafturbinen, so ist es richtig, Anders als bislang geplant, wohl weiterhin betreiben werden bis Juni 2027.

49:42 Thomas Riedel

Ist für jemanden, der Kinder hat und möchte, dass die Welt in einem Jahrhundert auch noch existiert Absolut unverständlich, wie sowas überhaupt sein kann. Also, da würde ich eigentlich, weiß ich nicht, als Regierung würde ich da hinfahren und das Zeug sofort abstellen, einfach, wenn es nicht systemrelevant ist. Also geht mein Kopf ja nicht rein. Also bin ich sprachlos immer. Also das ist eine unfassbare Umweltsünde. Und zwar nicht nur was global angeht, sondern auch die Leute, die da vor Ort leben. die da ja wirklich auch drunter leiden, wo man Berichte hat, wo die Leute einfach dann schon Lungenprobleme bekommen. Also das kriege ich in meinen Kopf nicht rein, dass das Zeug immer noch läuft.

50:21 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem halt, wie gesagt, nicht genehmigt. Und man sagt nur, ja, wir warten mal noch. Ja, das ist nicht nachvollziehbar. Aber das Gaskraftwerke an Rechenzentren, das ist eben im Moment die Energiequelle, weil sie schnell aufzubauen. ist, schnell nutzbar ist und deswegen baut auch Amazon, übrigens der Vollständigkeit halber auch gerade, ein neues Gaskraftwerk, das größer und leistungsstärker sein soll als alle bisherigen Gaskraftwerke, die es in den USA gibt. Und auch damit möchten sie ihre Rechenzentren am Ende betreiben. Und zwar in Virginia. Ja, in Virginia.

50:55 Thomas Riedel

Ja, geht auch gar nicht. Übrigens habe ich mal kurz nachgeguckt, was da Runner Hybrid ist. Das sind quasi Installateure. Also das Problem ist, die haben Die schicken ihre Leute rein, die bauen dann die, die legen die Stromleitung und dann sind die halt wieder weg und dann war es das. Das heißt, die liefern irgendwie nichts, also halt Arbeitskraft ist natürlich am einfachsten zu prellen.

51:13 Gavin Karlmeier

Ja, das ist leider so, weil es dann auch wirklich auf die Ärmsten der Armen geht, weil die irgendwann, wenn sie nicht mehr bezahlt werden, am Ende auch keine Lobby haben, um sich darüber zu beschweren. Besonders in den USA. Tja, gute Laune-Themen. Aber das war jetzt hier erstmal unsere neue kleine Rubrik. Rechenzentrum gegen die Menschen. Ich finde, das hat so was Welle-Erdballmäßiges. Ich weiß nicht, ob die jemand kennt.

51:35 Thomas Riedel

Ich liebe es ja, Hörspiele zu hören. Gerade auch ältere Hörspiele, so Science-Fiction-Hörspiele, wo sie dann so mit genau solchen Effekten immer versuchen, einen Roboter zu machen oder so.

51:46 Gavin Karlmeier

Ich weiß nicht, ob Herr Ackerbau sich selber ein Theremin aufgebaut hat, um das einzuspielen, aber. Könnte sein. Ganz viele Leute googeln gerade Welle, Erdball und Theremin.

51:54 Thomas Riedel

Ja, Bildung muss sein.

51:57 Gavin Karlmeier

Ich will noch ganz kurz in der KI-Welt bleiben. weil das interessant und wichtig ist. Und zwar hat die Trump-Regierung in der vergangenen Woche MitarbeiterInnen von OpenAI Anthropic Google, Meta, Nvidia und weiteren Unternehmen eingeladen, um Ihnen so zu erzählen, wie so deren Framework für KI-Überwachung aussehen wird. Und dabei sollen Sie die Möglichkeit bekommen, dass es. . bemerkenswert passiv formuliert. KI-EntwicklerInnen erhalten die Möglichkeit, neue Modelle bis zu 30 Tage vor deren öffentlicher Veröffentlichung freiwillig bei der Bundesregierung einzureichen, um deren Cyber-Sicherheitsmerkmale anhand eines geheimen Benchmark-Systems überprüfen zu können und die KI-Modelle an Bundesbehörden entsprechend weitergeben zu können. Heißt also Wie immer mit der Freiwilligkeit wird das de facto dazu führen, dass jedes Modell, bevor es fertig ist, 30 Tage lang vorher einmal in der US-Regierung genutzt werden kann. Ich habe da schon mal meine Hin- und Hergerissenheit, meine Zerrissenheit formuliert, dass es natürlich sinnvoll ist, eine unabhängige Sicherheitsstelle vor der Veröffentlichung einer solchen Software damit drauf schauen zu lassen. Damit nicht das Unternehmen das alleine entscheidet. Ob die Regierung da jetzt unabhängig genug ist an der Stelle, kann man sowieso diskutieren, aber diese Regierung im Konkreten ist es mit Sicherheit nicht.

53:16 Thomas Riedel

Ja, die Meldung verwirrt mich so ein bisschen, weil ich mich frage, was steckt da eigentlich dahinter? Also ist es so eine Art Wir wollen eine Kontrolle ausüben, tun wir so, als würden wir andere schützen wollen und deswegen tun wir das oder also ich kann das nicht so richtig einordnen, weil ich alles der genannten

53:37 Gavin Karlmeier

Also, es ist der Marktvorsprung gegenüber China, es ist die eigene, ähm die eigene sich Vergewisserung darüber, dass wir jetzt hier das nächste große Modell haben. Wir können da drauf gucken. Sie haben ja de facto sowas ähnliches mit Mythos und Fable erreicht, indem sie das dann einfach vom Markt genommen haben. in dem OpenAI, auch das ist eine neue Meldung, gesagt hat, sie pausieren gerade die Entwicklung am neuen KI-Modell wegen Sicherheitsbedenken. Natürlich nicht, aber da kommen wir gleich noch zu. Und gleichzeitig ist es aber auch ein Machtspiel im eigenen Land zu sagen, bitte gebt uns das zuvor

54:15 Thomas Riedel

Ja, ich glaube, das ist Quatsch, was sie da machen. Sie versuchen irgendwie sich zu retten, aber wenn man so einen Blick auf den KI-Markt wirft, dann passiert ja gerade folgendes. Die Chinesen laufen den Amerikanern davon. Das liegt auch daran, dass sie Obwohl sie die nicht die Erlaubnis dazu haben, die amerikanischen Modelle nehmen, um ihre eigenen Modelle damit zu trainieren und plötzlich sind sie günstiger und genauso gut. Das heißt, da ist eine Gefahr, die natürlich da ist und vielleicht versuchen sie damit so ein bisschen. sagen wir mal, den Vorsprung wiederherzustellen, indem sie diese Modelle eben nicht den Chinesen zur Verfügung stellen. Und das ist dann so eine Art Vorwand. Also wir müssen das sozusagen so machen. Weil die Regierung uns sagt, wir müssen denen oder uns anbietet, denen das zum Testen zu geben und dann können eben nur ausgewählte Unternehmen in den USA unser neues Modell benutzen und so. Danach klingt das ein bisschen, aber der Zug ist eigentlich abgefahren. Also interessanterweise, wenn man sich den Markt anschaut, fliehen geradezu Unternehmen in Scharen von den amerikanischen Anbietern rüber zu den Chinesen. Weil es viel billiger ist und eine ähnlich gute Qualität da ist. Und tatsächlich zum Beispiel die chinesischen Modelle deutsch viel besser können als die amerikanischen. Also auch deutsche Unternehmen sagen Ade zu den amerikanischen Modellen. Und da ist so eine Art, also so ein Versuch, dass Seinen Markt zu retten. Aber immer dann, wenn man das macht, stärkt man auch gleichzeitig die Initiative der anderen. Weil wenn ich einen Monat warten muss, gehe ich eben zur Konkurrenz erstmal.

55:44 Gavin Karlmeier

Also wenn was ausfällt und nicht da ist

55:47 Thomas Riedel

Dann ist das für mich der beste Grund, eben nicht mehr die Amerikaner zu nehmen. Also sie tun quasi, sie versuchen alles für den Markt zu tun und sie tun alles dafür, dass es praktisch alle woanders hingehen. Und das ist eigentlich total idiotisch. Also das ist das ist wie ich versuch ich stoße Huawei aus dem amerikanischen Markt, was dafür sorgt. Dass sie gezwungen werden, selbstständig zu sein und jetzt sind sie so groß wie nie zuvor in asiatischen Ländern und haben komplett davon profitiert.

56:17 Gavin Karlmeier

Ja. Vielleicht könnte man sich davon hier ja auch eine Scheibe abschneiden und wenn man sich sowas anschaut, sich denken, vielleicht geht es ja doch ohne.

56:25 Thomas Riedel

Ja, wobei, wir haben glaube ich, ich weiß nicht, ob die Meldung hier auch. Ob ich das hier auch mal gelesen hatte in der Vorbereitung. Neue Modelle aus Deutschland, das ein bisschen besser ist als. Alle anderen in der deutschen Sprache. Der Trick ist klar, also ich glaube nicht, dass AI wieder weggeht.

56:45 Gavin Karlmeier

Nein, das glaube ich auch.

56:46 Thomas Riedel

Da müssen wir leider irgendwie mit leben. Und es gibt immer noch Menschen auf Mastodon, die mit mir darüber diskutieren, wie ich auf die Idee komme, KI einzusetzen. Weil das ja eigentlich Teufelswerk ist. Und im Prinzip haben Sie auch recht, aber es gibt nicht, wir sind nicht mehr in der Situation, dafür haben wir nie die Voraussetzung gehabt. etwas dagegen zu tun, dass es diese KI gibt und wir sie wieder abschaffen können. Diese Voraussetzung gibt es nicht, wir können nichts mehr dagegen tun, da bin ich eigentlich sicher. Das müssen wir in Zukunftigen wählen. Eigentlich müssen wir uns jetzt darüber unterhalten, was wir tun können mit zukünftigen Technologiewellen und wie wir die regulieren. Das tun wir aber auch nicht. Aber unser Weg müsste eigentlich sein, dass wir Modelle nehmen, die oder die Modelle so regulieren, dass sie eben nicht immer größer werden, sondern immer sparsamer, immer cooler für den Zweck, für den ich sie eigentlich brauche. Und das ist eigentlich der Weg, den man gehen muss. Und dann kann Europa nämlich wieder mit vorne mit dabei sein, falls das eigentlich Ein Ziel ist, das wir überhaupt haben wollen.

57:48 Gavin Karlmeier

Auch eine faire Frage. Das eben von dir angesprochene Projekt ist übrigens Sophie und wurde jetzt vorgestellt vom DF. FKI, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Dahinter stecken mehrere Forschungsinstitute und Universitäten. Und das Projekt wurde mit 25 Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert, was wie wir wissen. nicht genug sein wird. Nicht so viel, aber Sophie wird gerade entwickelt, als deutscher Gegenentwurf ein eigenes KI-Modell zu haben. Ob das ähm also jeder Versuch ist erstmal gut, sagen wir oft. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

58:23 Thomas Riedel

Ja, ich bin da nicht so negativ, ehrlich gesagt, weil ähm Dieses Narrativ, dass es immer größer, schneller und teurer sein muss. Ansonsten ist es nichts. Das halte ich eigentlich für tot. Das ist der falsche Weg, das ist der amerikanische Weg. Und den sind die gegangen und wir stehen jetzt praktisch hier an dieser Schwelle und überlegen uns, ist das das Richtige? Und Wir können nicht mehr diesen Weg gehen. Dazu gibt es einfach soziale und ökologische Grenzen, die uns zeigen, wenn wir Netzwerke haben, die unendlich groß sind, dann lassen die sich nicht mehr ordentlich regulieren. Wenn das alles unendlich viel Energie braucht, zerstört es unsere Umwelt. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Und ich weiß nicht, ob ich es hier schon mal erzählt habe, ich bin ein großer Fan der Donut-Ökonomie. Sagt dir das was?

59:10 Gavin Karlmeier

Siehst du gerne Donuts? Nee.

59:13 Thomas Riedel

Du bist kein amerikanischer Polizist, du bist nicht gerne ein Donuts. Du bist eher der Muffin-Typ.

59:19 Gavin Karlmeier

Auch nicht.

59:19 Thomas Riedel

Auch nicht.

59:20 Gavin Karlmeier

Auch nicht, auch Brownies nicht. Dann doch eher Donuts.

59:23 Thomas Riedel

Dann deutscher Käsekuchen vielleicht eher für dich.

59:26 Gavin Karlmeier

Nein, auch gar nicht.

59:27 Thomas Riedel

Bist du nicht der so der Süße? Kekse finde ich gut. Kekse, okay. Zum Stippen oder.

59:35 Gavin Karlmeier

So essential.

59:37 Thomas Riedel

Also, wie auch immer, diese Donutökonomie, ähm, die finde ich eigentlich ganz gut und das halte ich eigentlich auch für eine gute europäische Alternative, ein gutes Gegennarrativ zu diesem amerikanischen Hyper-Growth-Ansatz. Der sagt nämlich folgendes: Wir haben eine Wirtschaft, die sieht aus wie ein Donut. Das ist so ein Schlauch, der hat praktisch eine äußere und eine innere Grenze. Die innere Grenze ist das Soziale, auf das wir acht geben müssen, und die äußere Grenze ist das ökologische. Und innerhalb dieses Schlauches ist unendlicher Wachstum möglich. Und wenn man sich mal so anschaut, was worauf immer so Wert gelegt wird, dann denken wir immer, wir müssten immer riesig groß werden. Wenn wir aber zum Beispiel sagen würden, okay, das Zeug muss zum Beispiel immer super nachhaltig sein und es muss auf die Kreislaufwirtschaft einzahlen, dann ist dort noch so viel Innovationspotenzial. Das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Ich habe parallel zu meinem Spatial Realities Podcast noch ein kleines Hobbyprojekt. Einen anderen Podcast, von dem ich gerne hätte, dass er genauso erfolgreich ist wie Spatial Realities. Er heißt der Green Tech Startups Podcast. Und da spreche ich mit Deep Tech-Unternehmen darüber, wie sie versuchen, mit Technologie Startups aufzubauen, die die Umwelt tatsächlich Schonen oder die eine Wirtschaft möglich machen, die auf einer Kreislaufwirtschaft basieren. Super spannend, da sind Unternehmen dabei, da schnackelst du mit den Ohren, da sagst du, das ist ja unglaublich, dass es das gibt. Zum Beispiel habe ich demnächst vor kurzem eine Folge gemacht mit einem Unternehmen, das einen Fusionsreaktor baut, einem schwäbischen Unternehmen natürlich. Da wird keine Energie produziert, sondern die nehmen Materialien Die sehr schwer zu recyceln oder gar nicht zu recyceln sind, weil sie zum Beispiel verklebt wurden oder so, die aber aus biologischem Material bestellt und zwar im chemischen Sinne. Also wenn du das Zeug in den Reaktor wirfst, dann entsteht daraus extrem viel Kohlenstoffgas, der in der Wirtschaft, in der Industrie sehr gefragt ist und der gebraucht wird, um zum Beispiel daraus wieder Öle zu machen. Klebstoffe zu machen, Schminke herzustellen und so weiter. Das ist tatsächlich ein Rohstoff. Darauf haben die super viele Patente und das ist einfach ein ganz tolles Beispiel, wie man mit Forschung und Wissenschaft und einem guten Startup-Gedanken So was beitragen kann. Und das ist super innovativ. Und es geht nicht darum, irgendwie Hypergrowth zu machen, sondern seinen Beitrag dafür zu leisten. Ähm, dass unsere Kinder in 100 Jahren noch eine Welt vorfinden, die wo es Bäume gibt.

01:02:00 Gavin Karlmeier

Also Leute, esst mehr Donuts ist der Appell. Ich will noch kurz der Vollständigkeit halber das noch kurz dazu erzählen, weil sonst tragen wir das wieder durch die ganze Woche. Diese Meldungen überschlagen sich ja derzeit. Jetzt hat Entthropic hat Menschen von sich aus, wie es heißt, Phishing-Mails geschrieben. Und dann liest man den Text, schaut ein bisschen genauer hin und sieht. Dass das ein durchaus Versuch war, in dem das genauso getestet werden sollte. Jetzt gibt es die Geschichte des Gemini, wohl im Rahmen eines Sicherheitstestes bei Chat-GPT sich eingeloggt hat, um zu fragen, wie man codet. Die KI von Meta soll sich in eine andere Firma reingehackt haben. Und wie ich eben schon sagte, OpenAI hat jetzt derzeit wegen Sicherheitsbedenken diese Modellentwicklung pausiert. Und ich möchte einfach nur so ein bisschen sagen, Leute, natürlich passieren da diese Dinge und natürlich gibt meinem Computer einen Auftrag. Und dieser Computer nutzt dann alles, was ihm einfällt, um diesen Auftrag umzusetzen und wird dabei immer kreativer und immer cleverer, weil das ist, wie wir sie trainiert haben. Aber wir sind nicht an dem Punkt. Dass ein Computer sich morgens aufsteht und denkt, heute hacken wir ein anderes Unternehmen. Nichts davon. passiert komplett aus freien Stücken dieser Maschinen. Und wenn ich das noch einmal in irgendeiner Überschrift lesen muss Dann raste ich aus. Weil diese Katastrophenvermarktungsstrategie, über die wir hier schon so häufig gesprochen haben, Die kann man natürlich als Marketingstrategie nutzen. Die kann man auch toll aufgreifen, aber es ist halt einfach unsauber, weil ja, das passiert, dass du ein Chatbot beauftragst mit der Lösung eines Problems. Und dieser Chatbot, dadurch, dass er inzwischen extrem stark ist, und ich hasse es selber, dass ich das so vermenschlichend erzähle, aber dieses System ist inzwischen so stark und fähig, dass es kreative Lösungsansätze hat, die eben auch Zum Beispiel Dinge nutzen wie Phishing Mails an Menschen zu verschicken. Aber nichts davon ist vollkommen unbeabsichtigt passiert. Es ist nicht so, dass man davor steht und sich sagt: Krass, das konnte ja niemand erwarten. Und wenn du eine Sicherheitsumgebung erschaffst, in der sowas vorgesehen ist, darf man sich eigentlich nicht wundern, dass es passiert. Wenn du eine Sicherheitsumgebung schaffst, bei der ausgeschlossen ist, dass sowas passiert, und es passiert sowas trotzdem, dann war die Sicherheitsumgebung nicht gut geschaffen. Also Ich finde, ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll.

01:04:23 Thomas Riedel

Ich bin total auf deiner Seite. Das Narrativ, der Computer macht irgendwelche Dinge von sich aus. Da müssen wir ernsthaft, müssen wir uns imprägnieren dagegen. Das hat was mit Medienkompetenz zu tun auch. So etwas gibt es nicht. Es gibt keine eigenständig laufenden Computer, sondern da ist immer jemand dahinter, der Verantwortung hat. Und wir dürfen das denen nicht entschuldigen, so nach dem Motto, das hat die KI getan, das hat der Roboter getan, das hat das Auto getan oder irgendeinen anderen Quatsch. Bin ich komplett auf deiner Seite. Und eigentlich heißt das folgendes: Ihr seid nicht in der Lage, eure Apparate ordentlich zu administrieren. Dann seid ihr wohl die Falschen dafür und wir verbieten euch das jetzt. Da wäre ich ja rigoros. Euch passiert das, du bist nicht in der Lage, dass dein Auto keine Menschen tötet, dass ihr Autonom dich gegenfährt, dann bist du wohl der Falsche. Dafür. Hiermit entziehen wir dir das Recht, diese Fahrzeuge zu betreiben. würdest du mal sehen, wie schnell das geht, dass diese Dinger plötzlich sich richtig verhalten.

01:05:21 Gavin Karlmeier

Und jetzt zeige ich dir direkt das Dilemma an diesen Forderungen, die natürlich vollkommen nachvollziehbar sind. Aber wie entzieht man Unternehmen das Recht, etwas zu entwickeln? Naja, indem man es überprüfen lässt. Und wie findet diese Überprüfung statt? Naja, vielleicht durch die Regierung. Es ist ein Dilemma. Da kommen wir leider nicht raus. Dann müssen wir durch. So, apropos durch, das sind wir jetzt auch. Vielen, vielen lieben Dank, Thomas, dass du hier warst. Das war schön, vor allem, dass ich mal gemeinsam mit dir so ein bisschen durch deine Brille schauen konnte. Ich wünsche allen, die bis hierhin zugehört haben, einen wundervollen Wochenstart. Am Mittwoch, Neuzugang im Hakiverse, Ralf Heimann, Journalist Wirklich ein super schlauer, lustiger, toller Mann, den mir vor vielen, vielen, vielen Jahren Dennis Horn einmal vorgestellt hat und gesagt hat, ihr solltet euch kennen. Und jetzt schließt sich der Kreis, weil Ralf kommt zu Haken dran. Freue ich mich sehr drauf, dass das so ist. Ich hoffe, ihr auch. Habt eine tolle Woche. Wir hören uns am Mittwoch wieder. Macht's gut.

01:06:16 Speaker 4

Danke. Tschüss. Tschüss.