Folge 611 · 7. August 2026 · 59 Min.
Kein Teil der Geschichte, sondern Teil der Auswertung
mit Dennis Horn
Wir liefern heute Beweise. Den Beweis dafür, dass Geschichte sich wiederholt, den Beweis dafür, dass Internet und Remixkultur einanderbrauchen und dass es endlich eine Creative Cuisine-Lizenz braucht. Und wieso Batman niemals Waffengewalt anwendet. Schönes Wochenende!
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis!
- Meta genehmigt Werbung für CSAM
- Mark Zuckerberg entschuldigt sich in Indien
- Meta ermöglicht Zahlung mit Stablecoins
- FTC-Klage gegen Hims & Hers
- Disney & TikTok und die Remix-Kultur
- xAI gegen Pseudonymität
- Nikita Bier verlässt X
- Die Finanzlage von X, xAI und SpaceX
- Das Ende der Grokipedia?
- Nachhak
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich, Gavin.
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis.
00:08 Dennis Horn
Ah, es ist ein weiterer Versuch, die Liste der Themen, die wir zu besprechen haben, auf Null zu bringen. Haken dran Zero, wie du gerade gesagt hast, in unserem kleinen Vorgespräch. Und auch heute werden wir scheitern.
00:20 Gavin Karlmeier
Wir werden scheitern, vor allem, weil auch heute Redaktionsschluss am Donnerstag gegen 10 Uhr wieder war. Also das war so der Moment, in dem wir diese Episode hier komponiert haben, möchte ich eigentlich sagen, aus all diesen Tönen, die uns Aus der Gesellschaft zugetragen werden, bauen wir ja hier für euch dreimal die Woche ein Lied. Und das Problem ist, dass seitdem so viel dazugekommen ist, dass eine ganze Folge zu füllen wäre. Und die nächste Folge wird erst Sonntagabend aufgezeichnet. Das heißt, bis dahin wird auch noch mal einiges passieren. Am heutigen Freitag zum Beispiel werden wahrscheinlich so viele Meldungen kommen, dass man eine ganze Folge haken führen könnte. Wir müssen wieder täglich werden, fürchte ich.
00:57 Dennis Horn
Ich habe dir die Puffer-Episode vorgeschlagen.
01:01 Gavin Karlmeier
Wir werden die machen. Bitte nicht mehr im August aus koordinativen organisatorischen Gründen. Im August werden einige Episoden nicht, alle werde ich nicht von zu Hause aufnehmen und so. Aber ab September wird es dann auch mal eine Puffer-Episode geben müssen, glaube ich, zum Wegräumen.
01:17 Dennis Horn
So. Ablage P für Puffer.
01:22 Gavin Karlmeier
Ablage live.
01:23 Dennis Horn
Ablage live.
01:25 Gavin Karlmeier
Der Behörden Podcast.
01:26 Dennis Horn
Damit Damit ein Lied draus wird und keine Kakofonie, ähm, wählen wir aus und zwar die Themen. Die wir einfach innerhalb einer Stunde schaffen. Wir beginnen diese Ausgabe mit einer Geschichte, die tatsächlich schwer auszuhalten ist. Wired hat zusammen mit dem Tech Transparency Project ausgewertet, was in der Werbebibliothek von Meta steht. Und das Ergebnis sieht so aus, in den vergangenen neun Monaten hat Meta Dutzende bezahlte Anzeigen ausgespielt, die KI-generiertes Material zu sexuellem Kindesmissbrauch haben. enthalten haben und Bilder von Minderjährigen in Verbindung mit sexuell anzüglichen Aussagen. Mal die Zahlen, mehr als 50 Bild- und Videoanzeigen veröffentlicht zwischen November im vergangenen Jahr und Anfang August jetzt. Ausgespielt auf Facebook, Instagram, im Messenger und auf Threads. Adressiert an Menschen in den USA, in Großbritannien. Und in mehr als einem Dutzend europäischer Länder. Mindestens eine dieser Anzeigen hat in Europa über 2500 Accounts erreicht, unter anderem in Deutschland. Und ein Teil Hat auf Nefy-Apps verlinkt, also Apps zum digitalen Ausziehen von Personen. Wir hatten darüber letzte Woche hier in Hakendran ja schon gesprochen. Wir haben uns dafür entschieden, nicht konkret zu beschreiben, was in diesen Anzeigen zu sehen war. Wer es genau wissen will, findet es beim Wired Magazine, aber wir haben uns dafür entschieden, sehr konkret zu benennen, wer hier versagt. hat. Das sind ja keine Inhalte, die irgendwer irgendwo auf diesen Plattformen gepostet hat. Das sind, so sagt es auch das Tech Transparency Project, Anzeigen, die Meta geprüft, genehmigt Und zur Schaltung freigegeben hat, ohne einzugreifen, während gleichzeitig die Werbeannahmen sprudelten. Und es wird noch schlimmer Die ForscherInnen haben erstmals rund zwei Dutzend solcher Anzeigen gefunden und wenige Stunden vor der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse fanden sie noch einmal rund 30 weitere. Und viele waren erst veröffentlicht worden, nachdem die Wired bei Meta nachgefragt hatte. Und Metas Antwort ist der übliche Baukasten, den wir beim letzten Mal hier auch schon besprochen hatten. Sexuelle Ausbeutung sei entsetzlich, man gehe entschlossen dagegen vor. Die Mehrheit dieser Anzeigen habe nur geringe Reichweite gehabt, viele seien schon vorher deaktiviert worden. Viele stammten aus der Zeit vor der neuen KI-Technologie, die regelwidrige Anzeigen jetzt schon beim Hochladen erkennen soll. Und dazu insgesamt 36 Millionen entfernte Inhalte im vergangenen Jahr. Also zwischen den Zeilen, wir machen doch was. Was wollt ihr?
04:03 Gavin Karlmeier
Ja, was wollt ihr, kann man direkt beantworten. Mehr. Wir wollen, dass es endlich ein sicherer Ort gibt. Wir reden ständig auch über die Einführen von Software und die Veröffentlichung von Software, wo man dann nachher feststellt, die war noch nicht so sicher, wie sie hätte sein müssen. Und dieser Shift dazu, dass wir als Gesellschaft es hinnehmen. . Klammer auf müssen, Klammer zu, dass Software nicht fertig ausgeliefert wird. Das liebst du überall, Computerspiele werden nicht Software ausgeliefert. Selbst Musikalben werden nachträglich verändert, wenn sie schon auf Streaming verfügbar sind. Und wir nehmen das hin, dass wir Produkte kaufen, die noch nicht fertig sind, in der Hoffnung, ein Update würde kommen. Und das ist bei einem Musikalbum, bei einem Computerspiel ein bisschen wurscht, weil da können wir uns nicht mehr.
04:43 Dennis Horn
Permanent Beta.
04:44 Gavin Karlmeier
Genau, alles ist immer Beta. Das Problem bei Meta ist aber, dass die Schäden, die dadurch angerichtet werden, dass Dinge nicht ausprobiert wurden oder nicht. zu Ende getestet wurden oder nicht genug funktionieren, dass die Schäden in der echten Welt anrichten. Und zwar Schäden, die nicht zu reparieren sind durch ein kleines Sorry, ein paar Wochen später. Oder eine Pressemitteilung, wo gesagt wird, ja, aber 36 Millionen anderen ging es. besser als dir. Damit ist diese eine Person halt nicht geholfen und das ist katastrophal. Und was mich an dieser Geschichte am meisten bewegt hat, als ich die. diesen Ton aufgenommen habe und in unser Lied gelegt habe, in unserem Baukasten, war, dass ich mir hundertprozentig sicher war, wir hätten darüber schon berichtet. Und dann habe ich recherchiert und habe gesagt, wir haben über das Tech Transparency Project, hast du, glaube ich, bereits letzte Woche gesprochen, über Meta-Werbungen zu CSAM, also zu dem Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, haben wir gesprochen. Über Neudify Apps in Werbung haben wir gesprochen, im Fall von China zum Beispiel, bei Meta. Aber über diese Geschichte eben noch nicht. Und das zeigt, es hört nicht auf mit diesen Meldungen. Und es hört nicht auf, und es ist deswegen nicht weniger wichtig oder richtig, darüber zu sprechen. Und das Immer wieder zu betonen, aber Meta handelt nicht genug. Punkt.
06:01 Dennis Horn
Und es gibt so ein gewisses Déjà-vu-Gefühl, weil wir das. Gefühl haben, wir reden immer wieder über dasselbe Thema. Es sind tatsächlich leider neue.
06:09 Gavin Karlmeier
Ja, genau, es ist ganz neue, genau. Das ist eine Meldung Wild Magazine und TDP haben das erst jetzt. gestern, vorgestern veröffentlicht. Also es ist ganz frisch, aber es fühlt sich so an, more of the same. Und man fragt sich, wie lange wird es eigentlich noch ertragen, dass Meta, ob es Betrug ist, ob es diese Meldung hier ist, die Nudefy-Apps Dass sie einfach im Fall von Werbeeinnahmen komplett irgendwie die Augen zuhalten können. Und wir halt dann so eine Woche später nochmal drüber sprechen und wieder drüber sprechen und jedes Mal sagen, da muss man doch was tun. Eigentlich sind wir da längst an dem Punkt, wo die EU sagen müsste, dieses Modell funktioniert hier nicht. Und in dem Moment würde Meta, glaube ich, relativ schnell handeln.
06:47 Dennis Horn
Es gab in Indien offenbar eine persönliche Entschuldigung von Mark Zuckerberg. Da heißt es aus Regierungskreisen, er habe sich für Material zu sexuellem Kindesmissbrauch entschuldigt, für Deepfake-Inhalte außerdem und für Fehler beim Betrieb der Plattformen. Und zwar nachdem sich Joel Kaplan, der Public Policy Chef von Meta, mit Vertretern des indischen IT-Ministeriums, getroffen hatte am Mittwoch. Und der konkrete Anlass für dieses Treffen war ein erstmal kleinerer. Und zwar eine Videobotschaft von Premierminister Modi an die Jugend, veröffentlicht am 23. Juli. Und diese Videobotschaft war von Facebook vorübergehend entfernt worden. Da war man not amused. Meta hat das zurückgeführt auf einen eben Fehler beim Betrieb der Plattformen. Und die Regierung in Indien bestand dann auf vollständiger Aufklärung und einer persönlichen Entschuldigung von Zuckerberg Und die gab es dann wohl. Vielleicht auch, weil da in Indien auch eine interessante Diskussion geführt wird, nämlich ob Meta mit seinen Plattformen überhaupt unter die Definition eines Intermediärsfeld, weil Meta ja auswähle, wer welche Inhalte zu sehen bekommt. Also Haftung würde das am Ende bedeuten für jeden einzelnen Nutzerbeitrag, wie ein Herausgeber und deshalb fordert Der zuständige Ausschuss im Parlament in Indien, die Aufhebung des Safe Harbor Abkommens. Und da gab es eine Frist. Entschuldigung binnen drei Tagen, sonst Immunitier. Immunität weg. Es ist offen, ob das überhaupt so geht, aber ein, wie wir hier sagen, bemerkenswerter Vorgang.
08:20 Gavin Karlmeier
Ich finde vor allem interessant, dass Zuckerberg sich persönlich entschuldigt und zwar Natürlich, die ganzen politischen Umstände und der Zwang hat sicherlich dazu beigetragen, dass er das getan hat. Aber auch, weil das in das Narrativ von Zuckerberg so reinpasst, sich hier in diesen ganzen schrecklichen Geschichten, über die wir sprechen. Hörst du ja keinen Mucks von ihm. Aber in dem Moment, wo die freie Meinungsäußerung einer Person berührt wird, weil sein Video gesperrt wird, in dem Moment muss er sich nach vorne stellen und sagen, so ist das natürlich nicht gedacht. Und das wirft zwei Fragen auf, nämlich zum einen die Frage, wie, ähm, wie viel kriegt Zuckerberg von den Vorgängen mit und ignoriert sie wissentlich? Weil so so ein Prozess halt hier nicht weniger oder mehr Wichtigkeit und Aufmerksamkeit bekommt als die Geschichte, über die wir gerade gesprochen haben, oder der Reutersbericht über die 10% Werbeeinnahmen, die auf Betrugsfälle zurückzuführen sind und so weiter. Und die zweite Frage, die sich stellt, ist, wie wir jetzt daraus ziehen als NutzerInnen, weil eigentlich muss man sagen. Also Brand Safety hast du da nicht, wenn das Unternehmen jede Werbung erstmal durchwinkt. Und auch als PolitikerInnen stellt sich da eine Frage, ich will da kurz, ich will da gar nicht zu doll ausholen, weil wir da demnächst nochmal drüber sprechen. Ich habe ein Gespräch mit Daniel Drepper geführt, Investigativjournalist. Wollte ich hier längst gesendet haben, ich kam noch nicht zum Schneiden. Wird aber bald passieren. Weil Daniel Drepper hat so etwas ähnliches auf TikTok erlebt. Seitdem er anfängt, seinen Journalismus dort auf TikTok zu platzieren, fährt er keine Aufrufe mehr. Und diese Frage, die wir uns ja auch stellen müssen, die wir uns auch im Fall Theota zum Beispiel stellen müssen, ist ja, wie weit die Algorithmen tatsächlich regulierbar sein müssen. Und wie weit wir es eigentlich ertragen, dass solche Algorithmen nicht staatlich reguliert sind oder von Dritten reguliert sind wie Medienaufsichtsbehörden. Und auch nicht von den Menschen, die es nutzen kontrolliert sind, sondern eben von einem Unternehmen, das in einem anderen Land auf einem anderen Kontinent sitzt. Und immerhin hat der indische Ministerpräsident, Präsident was eben hat es immerhin geschafft, Zuckerberg da irgendwie aus der Reserve zu locken mit dieser Argumentation. Aber ändern wird sich ja nichts. Also ich glaube nicht, dass man jetzt dafür gesorgt. Vielleicht landet er jetzt auf einer Positivliste und kann posten, was er möchte, ohne dass er gesperrt wird. Aber der Algorithmus wird sich dann nicht dran ändern. Von ändern.
10:43 Dennis Horn
Dran.
10:44 Gavin Karlmeier
Wegen.
10:46 Dennis Horn
Wir kurze Dissonanz habe ich festgestellt im Lied. ähm an an der Stelle. Wir werfen einen Blick auf die andere Seite, nämlich die der Menschen, die bei Meta Werbung schalten oder Unternehmen, Organisationen, Werbetreibende können ihre Anzeigen dort Jetzt mit Stablecoins bezahlen, konkret mit USD-Stable.
11:07 Gavin Karlmeier
Das war doch früher diese Kette, wo man so Bürobedarf bekommen hat, ne?
11:12 Dennis Horn
Und unterstützt wird jede Wallet, die damit umgehen kann. Metamask, Coinbase Binance und so weiter. So, da wandelt also ein Zahlungsdienstleister die Stablecoins dann in Landeswährung um, wickelt die Zahlung mit Meta ab und Meta schreibt es dann automatisch dem Werbekonto gut, so funktioniert das. Und Meta sagt übrigens sehr deutlich, was man alles nicht. Tut als Unternehmen, nämlich keine Stablecoins selbst herausgeben, keine verkaufen, keine verwahren. Man arbeite mit externen Zahlungsdienstleistern. So warum diese deutliche Klarstellung? Der Grund nennt sich Libra oder Diem. So, also der Versuch, da als Meta eine eigene Währung zu bauen, der ja gescheitert war an, sagen wir mal, an A Regulierung und B, fehlendem Interesse. Und seit Anfang des Jahres können sich CreatorInnen bei Meta aber in Kryptowährungen auszählen lassen und Meta nimmt Krypto jetzt auch an der Kasse an. Und das ist der vielleicht bescheidendste mögliche Weg zum Ziel. Und vielleicht auch der einzige, der genehmigungsfähig ist.
12:17 Gavin Karlmeier
Wobei wir in Folge 545 Die Episode hieß Kurz vor Terminator mit Alexander Waschkau. Darüber gesprochen, wir haben immer so lebensbejahende Titel, das tut mir leid. Darüber gesprochen haben, dass Meta offenbar eigentlich wieder daran gearbeitet hat, einen eigenen Stablecoin zurückzubringen. Also es gab wohl Produktanfragen an Drittanbieter zum Thema Verwaltung für Stablecoins. Das ist aber jetzt auch schon ein bisschen was her. Das war nämlich am 2. 3. 2026, also anderthalb Jahre ungefähr her. Vielleicht ist das ja das Signal, dass der nicht mehr kommt und dass man aber in diesen Gesprächen hier möglicherweise andere Synergien entdeckt hat. Ich habe aber diese Meldung ganz bewusst heute auch mitgebracht. Also du? Natürlich ich. Weil natürlich sich ein Bild ergibt, dass du jetzt nicht nur davon ausgehen musst. Dass deine Werbung nicht überprüft wird, wenn sie geschaltet wird, sondern dass es jetzt auch Möglichkeiten gibt, sie anonym zu bezahlen. Und damit wird es natürlich noch gruseliger. Also klar, Coinbase ist verhältnismäßig stark reguliert. wie es ein Metamask aussieht und anderen, die da nicht genannt sind, kann ich nicht beantworten. Aber es ist immer noch einfacher, über irgendeine dubiose Kryptobörse einen Account anzulegen. dort irgendwie Geld über andere Wege einzuzahlen, in den Stablecoin umzuwandeln.
13:37 Dennis Horn
Und dann Nudify-Apps zu bewerben.
13:39 Gavin Karlmeier
Genau. Als das über eine Mastercard oder eine Visa zu machen. Und also auch das ist nicht ausgeschlossen natürlich, aber das macht es einfacher. Und ich könnte mir vorstellen, warum sollte Meta das sonst machen? Also warum sollte Meta Werbetreibenden erlauben, über solche Wege, und ich sage nicht, dass du mit Krypto nur Illegales machst. Ich sage nur, dass viele illegale Sachen mit Krypto gemacht werden. Und warum sollte man das sonst erlauben? Weil du wirst davon ausgehen, dass die Der große Wasserkopf, diese 90 Prozent der Unternehmen, die den Großteil der Werbeeinnahmen ausmachen, Procter Gamble und alle großen Agenturen und so, dass die ja im Leben nicht über Stablecoins bezahlen würden.
14:21 Dennis Horn
Natürlich nicht. Und übrigens auch kleinere, seriöse Geschäfte nehme ich nicht.
14:28 Gavin Karlmeier
Nein, nein. Also, das ist einfach nur eine Möglichkeit, dass da noch mehr Geld reinkommt. Ich ähm finde das ne ich find das eine sehr bauchschmerzige Meldung.
14:42 Dennis Horn
Und nächstes Metathema und letztes. Es geht um Daten, die man niemandem geben möchte eigentlich. Die FTC, die Handelsbehörde in den USA, hat Klage gegen einen Telemedizin-Anbieter eingereicht. Der hat den Namen Hims and Hers. Und der Vorwurf ist, dieses Unternehmen habe Gesundheitsdaten seiner Nutzer an Dritte weitergegeben. Und jetzt rate mal, wer zu diesen Dritten gehörte. Und Snap übrigens auch. Es geht um die Daten von 2,6 Millionen NutzerInnen, die dieses Unternehmen hat. Die bekommen über die Apps von Hims Hers Medikamente. Zum Beispiel gegen Erektionsstörungen, gegen Haarausfall, gegen eine Reihe intimer Beschwerden. So und beworben wurde das als zu 100% Online. Privat und sicher. Und die FTC sagt jetzt, diese Zusicherungen seien falsch oder irreführend gewesen. Und in der Klageschrift steht: Statt an Datenschutz zu denken, habe Hems und Heers sich dazu entschieden, das Unternehmen auszubauen, die Einnahmequellen zu steigern. Über Werbeplattformen wie die von Meta. Wichtig ist, die Klage richtet sich nicht gegen Meta, sie richtet sich gegen Hymns und Hers, weil das Unternehmen automatisierte Tracking-Technologien eingesetzt hat, die Meta bereitstellen. Die haben bestimmte Nutzeraktionen dann automatisch erfasst und eben an Meta. Übermittelt.
16:01 Gavin Karlmeier
Übrigens, ähm, Hims and Hears haben auch ein GLP1-Analogon hergestellt, also ein Konkurrenzprodukt für OSMP. Die waren relativ groß, populär zu einer gewissen Zeit. Wahrscheinlich kommt da auch dieser sehr große Nutzerstamm her. Aber auch das ist keine ganzlich unbekannte Geschichte für uns, weil wir haben am 8. 8. 2025 in Folge 461 mit Simon Pücher. . Mit dem Titel Spicy Reposts am Lagerfeuer haben wir über eine ähnliche Geschichte gesprochen und auch dann frage ich mich, lernte niemand irgendetwas? Also ich würde allen Leuten, die so in Unternehmen arbeiten, die mit Meta zusammenarbeiten, einfach empfehlen, Haken dran zu hören, um in solche Fallen nicht zu tappen. Wir haben nämlich darüber gesprochen, dass es die sogenannte Flow-App gibt, FLO. Eine App, die sich eigentlich nur an ein menstruierendes Publikum richtet, weil damit kannst du deinen Menstruationszyklus und Schwangerschaftssymptome tracken. Und auch da war es so, dass diese Daten an Meta weitergegeben wurde und auch absichtlich von Meta genutzt wurden, um ihr den Menschen gewisse Werbungen anzuzeigen. Heißt also, ähnliche Geschichte, ähnlicher Prozess, immerhin jetzt hier keine Auswahl nach Geschlecht durch diejenigen, die davon betroffen sind. Aber ich weiß nicht, ob das so wirklich ein Trost ist.
17:18 Dennis Horn
Gut, wir verlassen Meta.
17:20 Gavin Karlmeier
Ja, bitte. Also ja.
17:23 Dennis Horn
Zu TikTok. Disney und TikTok haben einen Content-Sharing-Deal angekündigt.
17:29 Gavin Karlmeier
Das ist geil.
17:30 Dennis Horn
Da haben wir Emotionen.
17:31 Gavin Karlmeier
Ja, habe ich ganz doll Emotionen zu der Geschichte.
17:35 Dennis Horn
Ich erzähle mal kurz. Also, die sagen übrigens, der erste seiner Art weltweit und ich glaube, das stimmt auch so. Der sieht vor, dass CreatorInnen, die sich aktiv dafür entscheiden, offiziellen Zugriff bekommen auf Material aus hunderten Filmen und Serien. Pixar, Marvel, Star Wars Diese Dinge. Und es gibt einen Rückkanal. Ausgewählte Fanvideos laufen anschließend auch auf Disney. Da gibt es nämlich so innerhalb von Disney Plus so Hochkunt-Feeds, Words genannt, die hatte Disney im Januar auf der CES angekündigt.
18:13 Gavin Karlmeier
Wie das heißt, bitte. The Virts. Es hätte von Meta kommen können.
18:25 Dennis Horn
Vielleicht heißen die 16 zu Neun Dinger bei den Horries.
18:30 Gavin Karlmeier
Aber es ist also es ist wirklich ein Glück der Geschichte, dass Reals, Reals heißen und nicht Words. Words klingt wie Darmwinde.
18:42 Dennis Horn
Wie viele Klicks per Words?
18:44 Gavin Karlmeier
Ich finde, das wäre toll, wenn du jetzt. Auch wenn Disney auch so eine Brille rausbringen würde, und wenn du damit was filmst, dann wird es direkt als Per-Word hochgeladen.
18:53 Dennis Horn
Sehr gut. So. Also, Disney hatte die Words im Januar angekündigt auf der CS und Und seit März sind sie dann tatsächlich auch in den USA in der App. Da hieß es schon, da kommen irgendwann auch Creator-Inhalte. Und mit diesem Deal, ähm. . Ich wollte gerade sagen, machen die jetzt den Haken an genau diese Idee. Dazu startet jetzt die kommenden Monate in den USA erstmal ein Pilotbetrieb. Weitere Märkte sollen folgen. Ob und wann deutsche NutzerInnen, das sehen offen und zu den finanziellen Konditionen auch schweigen. So, und dann kommt noch dazu ein gemeinsames Programm von Disney und TikTok, nämlich das Disney Creator Ambassador Program. Wer da aufgenommen wird, bekommt mehr Sichtbarkeit und Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen.
19:48 Gavin Karlmeier
Darf es dann zur Parade ins Disneyland?
19:50 Dennis Horn
TikTok begründet das mit Zahlen, nämlich täglich 6,5 Millionen Beiträge zu Filmen und Serien im vergangenen Jahr. Und dann gab es mal eine Umfrage, die TikTok in Auftrag gegeben hatte. Und die hat ergeben, dass knapp die Hälfte der NutzerInnen einen Film oder eine Serie geschaut haben, nachdem sie auf TikTok darauf gestoßen waren. So. Und wie finde ich, ich finde, das übrigens finde ich gar nicht so TikTok-spezifisch, ehrlich gesagt, wenn ich irgendwo auf einen Film- oder Serientipp stoße, gucke ich's vielleicht. Also okay, aber.
20:26 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es ist mit Podcasts auch so. Also wenn wir jetzt hier ganz doll zehn Minuten über eine Serie sprechen würden, dann gäbe es durchaus Leute, die sie sich ansehen würden.
20:32 Dennis Horn
Ja, absolut.
20:33 Gavin Karlmeier
Also ich finde diesen Deal total interessant. Disney lügt aber ein bisschen, wenn sie sagen, es wäre der erste seiner Art, weil Disney hat, also es gab schon mal so einen ähnlichen Deal, den auch Disney abgeschlossen hat, damals mit OpenAI und zwar mit der App Zora, die genauso funktioniert hat wie Tipkoff. Wir haben darüber gesprochen, Folge 516 am 15. 12. 2025.
20:54 Dennis Horn
Machst du das eigentlich auch so in Privatgesprächen den Tag über? Ja, da habe ich mir auch schon mal Gedanken drüber gemacht, in Folge 307. Mit dem Titel, keine Ahnung.
21:03 Gavin Karlmeier
Darüber haben wir beide schon gesprochen, um 8. 29 Uhr. Die Folge hieß das Klapprad des Internets. Ich finde heute einfach, ich will das, bringe das so ein, weil ich das Gefühl habe, wir haben heute so History Repeats. Absolut. Die ganzen Unternehmen schmücken sich halt damit, dass sie von nichts gewusst hätten. Und Das stimmt halt offensichtlich nicht. Und das kann ich hier eben belegen, weil es gab damals diesen Deal. OpenAI unterzeichnet Vertrag über die Einbindung von Disney-Figuren in Zora und ChatGPT. Von Zora generierte Kurzfilme werden Anfang nächsten Jahres auf Disney Plus zu sehen sein. Also es gab exakt genau diesen Deal. Nur mit dem kleinen Unterschied. Dass da eben nicht TikTok mit einem großen Ökosystem war, bei dem KI generierte Inhalte ein kleiner Bestandteil waren. Wird sicherlich wachsen, weil die C-Dance-KI sehr gut ist und so. Aber. Bei Zora war es eben so, dass es eben nur KI-generierte Inhalte gab und dass maßgeblich die Plattform verändert hätte und OpenAI aber sicher, bevor dieser Deal dann in Kraft getreten ist, dann überlegt hat, wir lassen das doch mit der App und lassen diesen Deal hier platzen. Und so war es dann halt. Kurz danach hatte übrigens Disney Google verklagt wegen Nutzung von Disney Copyrights oder Verletzung von Disney Copyrights. In ihrer KI, also dieser Deal hat auch sicherlich spielt die Rolle, eine Bewertung vorzunehmen, damit man allen anderen KI-Anbietern, die dein Urheberrecht verletzen, zu sagen zu können, das hier ist übrigens der Gegenwert, den ihr hier gerade gegen den ihr verstoßen habt und dann hast du einen Streitwert. Also es hat sicherlich auch monetäre Gründe, diesen Deal einzugehen, aber offensichtlich auch distributive Gründe. Ich glaube für Disney, jetzt mal so rein aus einer Business-Perspektive, ist TikTok ein viel schlauerer Partner als Zora, weil du halt eben in einer Umgebung von Menschen bist. Ich glaube aber für die Leute, die so an die Unschuld von Disney-Figuren glauben, ist das eine ganz schlechte Nachricht.
22:58 Dennis Horn
Ja, da können wir gleich nochmal kurz drüber sprechen. Ja, also was auch immer der erste seiner Art heißen soll, ist natürlich weit zu interpretieren. Vielleicht ist es der erste, wo auch Words zum Zuhören.
23:15 Gavin Karlmeier
Es ist der erste, der erste ist seine Art, den TikTok mit Disney geschlossen hat.
23:19 Dennis Horn
So. Ich hab gedacht, als ich das so, ähm, als ich das so gelesen habe, habe ich gedacht, es ist ja interessant, ne? Also so Fankultur im Internet war ja 30 Jahre lang das, was Leute gemacht haben gegen den Willen der Rechteinhaber.
23:37 Gavin Karlmeier
Ja, aber jetzt gibt es Geld.
23:39 Dennis Horn
Und jetzt öffnet ein Konzern da irgendwie seinen Tresor, der vorher irgendwie jahrzehntelang seine Anwälte auf Fans gehetzt hat. Und wenn ich Fan bin und die Reinheit, und das ist das, was du ja sagst, also eine Geschichte hat für mich immer so eine Reinheit Die so in der Geschichte selbst liegt. Da geht es um die Story und um nichts anderes, wie sie ausgewertet und vermarktet wird und so weiter. Und ich bin, das ist, wäre jetzt so als Fan, wäre das meine Wahrnehmung. Ich wäre in dem Moment mit meiner Fankultur nicht mehr Teil der Geschichte, sondern der Auswertung. Und in dem Moment, in dem das passiert, habe ich da keinen Bock mehr drauf.
24:20 Gavin Karlmeier
Ja, und wenn du das aber richtig begreifen würdest, also wenn Disney Respekt vor seinem eigenen künstlerischen Werk hätte.
24:26 Dennis Horn
Und vor den Fans.
24:28 Gavin Karlmeier
Und vor den Fans, genau. Dann müssten die Leitplanken extrem eng sein. Also so Dinge wie zum Beispiel, Batman benutzt keine Batman ist keine. Ist keine Disney-Figur, glaube ich. Disney hat alles gekauft in den letzten zehn Jahren, deswegen weiß ich es nicht. Das ist sehr abstrus. Ich glaube, Batman ist keine Disney-Figur. Batman benutzt keine Waffen in der Geschichte. Batman hat nie eine Waffe in der Hand. Das ist Teil der Figur Batman. Das wäre hier natürlich anders. Du könntest Batman eine Waffe in die Hand geben, wenn sie nutzbar wird. Das heißt, die. In den Geschichten, im Universum der Welt, in der die Figur eben stattfindet, liegende Regeln. Die müssten eigentlich die Leitplanken für diese Figuren sein, damit du nicht den kompletten Ausverkauf deines künstlerischen Schaffens damit besiegelst.
25:17 Dennis Horn
Das sehe ich anders.
25:18 Gavin Karlmeier
Okay. Warum?
25:20 Dennis Horn
Ja, das sehe ich, aber, weil, es gibt ja eine, ich leite das so von der Fanfiction her, die es ja schon seit langer Zeit gibt, wo Leute auch einfach sozusagen. Das Universum ihrer Serien und Filme irgendwie super krass ausgeweitet haben und in der Regel immer in dieselbe Richtung bei Science Fiction Fanfiction. Sorry. Aber das ist doch Teil von solcher Kultur, dass du mit diesen Grenzausweitungen auch irgendwie arbeitest, dass plötzlich w weiß ich nicht, Star Trek doch Krieg herrscht oder Keine Ahnung. Ich stimme dir zu und ich habe trotzdem aber.
26:04 Gavin Karlmeier
Es gibt einen Unterschied. Also ein Fanfiction-Autor, der Respekt vor seinem Werk hat, der würde nicht Harry Potter mit dem Ferrari durch Monaco ballern lassen. Das würde nicht passieren, weil das eben gegen die Regeln der Welt verstößt, in der diese Figur stattfindet. Das ist ein anderer Punkt als Remix-Kultur im Internet, weil genau das eben Memes ja hervorbringt, dass man sagt, ich lasse jetzt. So, die Frage ist aber, welche Rolle spielt eben Disney in diesem ganzen Konstrukt? Und Disney hat, ich weiß es nicht, ob sie irgendwelche Rahmenverträge mit Giphy abgeschlossen haben, aber da könnte man sozusagen daraus etwas ableiten, wenn es das gäbe, weil eben Gifs genau nach demselben Prinzip funktioniert. funktioniert haben. Hier der Spider-Man, der dreimal auf sich zeigt und so, das sind ja alles, das ist ja Zeitgeschichte geworden durch die Wiederverwendung und auch durchs Remixen und Rekontrickieren. Textualisieren. Wenn du aber sozusagen die Tür aufmachst und sagst, macht alles mit allem, dann kriegst du halt im Zweifel das, also David C Dance hat er natürlich Grenzen. Aber dass eben wie damals, als Grog angefangen hat mit der Bildgenerierung, Goofy im Cockpit vom 9-11-Flugzeug sitzt, solche Dinge werden halt passieren. Und das ist halt schrecklich. Und damit geht es mir nicht nur um Familienfreundlichkeit, sondern eben auch um dieses, das, was das künstlerische Werk ausmacht. Und auch einen Satz noch, dann freue ich mich auf deine Antwort. Disney jetzt aber wirklich auch nicht dafür bekannt ist, so einen großen Respekt vor seinem eigenen Werk zu haben, wenn es die Möglichkeit der Auswertung dafür gibt.
27:32 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Okay. Ja, vielleicht spielt der der Kontext der Plattform, in der das stattfindet, auch eine Rolle, ne? Also Fanfiction im Forum. dass virale Mechaniken wie TikTok und wie wir das heute alles so kennen ja auch gar nicht irgendwie hat. Also das spielt ja auch eine Rolle. Deswegen ist vielleicht da automatisch Schon die Sorge, die du hier beschreibst, muss da vielleicht schon gar nicht so groß sein.
27:58 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, wir stellen, äh, erleben einfach den. Durchsickern der Remix-Culture. Bei TikTok, ich habe das gefühlt in Folge 9 hier schon mal gesagt. Es gab mal eine Folge, da habe ich so einen relativ langen Du erinnerst dich bestimmt, über die TikTokisierung des Internets gehalten. Habe ich so ganz weit ausgeholt und so. Und eventuell habe ich das da auch gesagt, wenn nicht, habe ich es aber gemeint. Und zwar, dass es das TikTok dadurch so interessant ist für viele NutzerInnen, weil es so einfach ist, damit Inhalte zu erstellen. Und zwar nicht nur neue Inhalte, sondern auch mit den Inhalten anderer Leute. Mit den Steinen, die andere Leute hingelegt haben, selber ein Haus zu bauen. Und dass du sozusagen dadurch remixen verstehst und auch dein eigenes Verständnis für Urheberrecht, auch wenn du in Deutschland lebst, eventuell damit hinterfragst, weil du dadurch das Gefühl bekommst Also, wenn ich jetzt das von wem anders nehme, wenn ich jetzt dein Rezept für eine gute Tomatensuppe nehme und ich lasse aber das Wasser weg und nehme das als Tomatensoße, und dann habe ich was Neues kreiert mit deinem, mit deinem kreativen Schaffen, dann haben wir beide was gemacht. Dass dieser Weg, ähm, oder dass das, was TikTok tut, eigentlich ein guter Weg ist, um das in die Gesellschaft durchsickern zu lassen. Und dass das aber jetzt, wenn du es wirklich bis zum Ende durchdeklinierst, hier in dieser Geschichte dazu führt. dass das auch bedeutet, dass ganz viele Mauern um Dinge, die als unantastbar galten, dass die eben wegbröckeln, dass Mickey Maus dann eben doch vielleicht mit einer Porsche fährt, dass diese Dinge.
29:25 Dennis Horn
Mit Harry Potter auf dem Beifahrersitz.
29:27 Gavin Karlmeier
Mit Harry Potter auf dass sich so die Universen treffen und clashen und so. Vielleicht ist auch das das. Und vielleicht müssen wir gar nicht so kulturpessimistisch sein. Auch wenn generative KI und Kunst häufig so ein Störgefühl auslöst. Vielleicht ist das aber auch einfach nur die Möglichkeit, dass alle Leute damit jetzt ein bisschen mehr spielen können. Und vielleicht ist es was Gutes. I don't know. Übrigens ganz haken, da hast du noch ein Gefühl, eine persönliche Kunstkritik. Es gibt so verschiedene Kunstschaffende. Ich muss vorsichtig sein, wie ich das formuliere, das nicht klagensicher formulierbar ist. Es gibt so diverse Kunstschaffende. die sowas ähnliches schon lange machen und das siehst du häufig in so Malls, da wird es dann verkauft, so Bilder auf Leinwand, wo dann so ein Donald Duck. irgendwelche Luxuskleidung trägt oder in einem Sportwagen und dann so. .
30:19 Dennis Horn
Ich weiß genau, welche Galerien. Das sind so Geschäfte, die sind wie so Galerien aufgemacht.
30:24 Gavin Karlmeier
Und die werden ja keine Deals mit Disney geschlossen haben. Ich glaube, da müsste man mal. Oder ist das von der Kunstwahrheit gedeckt?
30:32 Dennis Horn
Ich weiß es nicht. Oder ist das, weil Karl Barks schon 70 Jahre tot ist? Ist ja gar nicht.
30:36 Gavin Karlmeier
Keine Ahnung.
30:38 Dennis Horn
Interessant.
30:39 Gavin Karlmeier
Aber das übrigens, das ist scheußlich, um das kurz noch hinanzuschieben. Ja, gut.
30:47 Dennis Horn
Ja, also Tomatensuppe nur noch unter CC Lizenz. Creative Cuisine Lizenz. Gefi klingt auch wie so eine Figur aus dem lustigen Taschenbuch, oder?
31:00 Gavin Karlmeier
Ja, die meinte ich.
31:02 Dennis Horn
Uiuiui, Giffie.
31:04 Gavin Karlmeier
So, also, zu Bei Campfire hat jemand geschrieben, dass wenn wir beide aufeinandertreffen, die Referenzmaschine angeschmissen wird.
31:12 Dennis Horn
Ja, ist ja alles. Zu X und XAI und ähm wir fangen mit einer Gerichtsentscheidung an, die kurz ist, aber auch hier mal wieder. Viel sagt, es gab eine Sammelklage von Minderjährigen gegen XAI, und zwar Minderjährigen aus deren Fotos mit Grog Missbrauchsdarstellungen. Erzeugt wurden, die dann über Discord, Telegram, über File-Sharing-Dienste verbreitet wurden. X und XAI wollten, dass diese Minderjährigen Die KlägerInnen nicht unter Pseudonym auftreten dürfen. Elon Musk wollte, dass deren Klarname veröffentlicht wird. Das Gericht hat dem Antrag der Kläger auf ein pseudonymes Verfahren stattgegeben, vielleicht die einzige gute Nachricht darin. Es sagt deutlich: Es geht ja hier speziell um Material zu sexuellem Kindesmissbrauch. Das machen wir Pseudonym.
32:06 Gavin Karlmeier
Es ist so viel sagend. Es entlarv die Lüge Elon Musks, der behauptet hat, er wüsste von keinem Minderjährigen, mit dem das passiert sei durch Groc, weil das offensichtlich nicht mehr stimmt. Es entlarvt auch so ein bisschen die Lüge, dass der Schutz von Kindern und jungen Menschen für Elon Musk Priorität 1 sei, weil auch das offensichtlich ja nicht stimmt, weil er erstmal. . den Weg geht, der in Unternehmen sehr häufig gegangen wird und der unter anderem, wenn ich die Businessbrille wieder aufsetze, wenn ich das blaue Hemd anziehe. da natürlich auf ein Stück weit nachvollziehbar wird, dass man erstmal überlegt, welche Dinge, Möglichkeiten haben wir, diesen Prozess zu verhindern, wie können wir, und in dem Fall hätte Massen hier recht bekommen, hätten vielleicht die vier Minderjährigen von Anna Klage abgesehen, damit es eben nicht passiert. Das heißt, es wird sehr schmutzig gespielt, aber für jemanden, der sagt, das ist oberste Priorität. Passt das nicht ins Bild, würde ich sagen.
33:03 Dennis Horn
Ja, wir erinnern uns ja auch, wie häufig er das in den Anfangstagen gesagt hat nach der Übernahme und das Gegenteil ist passiert. Exakt. Personalie.
33:15 Gavin Karlmeier
Das finde ich so bemerkenswert.
33:17 Dennis Horn
Das ist bemerkenswert. Nikita Bier hört auf, der Produktchef von X. Er wechselt in eine Beraterrolle.
33:23 Gavin Karlmeier
So erfolgreich war er.
33:25 Dennis Horn
Zu erfolgreich. Seine eigene Formulierung ist, es sei an der Zeit, den Staffelstab weiterzugeben und sich auf seinen natürlichen Zustand zurückzustufen. Und der natürliche Zustand ist der eines einfachen Nutzers von X, ein einfacher Poster im Weinberg des Herrn. So, das Timing ist interessant.
33:41 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist ein Tippfiller, meinte den eines einfachen Imposters.
33:46 Dennis Horn
Das Timing ist interessant. Nikita Bier hat den Posten ja vor gut einem Jahr übernommen, im Juli 2025, und er geht jetzt wenige Wochen. Nachdem SpaceX, X und XAI gemeinsam an die Börse gegangen sind. Seine Bilanz beschreibt er so: In 400 Tagen sei fast jeder Aspekt von X neu gestaltet worden. Timeline, Android-App, Chat, Benachrichtigung. Onboarding rund 30 neue Produkte, wie man das so in so Unternehmenskontexten sagt. Wir nennen es hier Funktionen sozusagen.
34:21 Gavin Karlmeier
Aber auch nur, weil es sich besser auf Emotionen reimt als Produkte.
34:23 Dennis Horn
Absolut. Was Nikita Bir nicht sagt, wie sich Grok zum Beispiel wenige Tage nach seinem Antritt mal Mekka-Hitler nannte Oder dass auch der Nacktbilderskandal in seine Zeit fiel, oder die Ermittlungen der kalifornischen Generalstaatsanwaltschaft, die DSA-Strafe aus Brüssel und die Werbeumsätze, über die wir gleich noch reden. Nicht alles hundertprozenti als Produktchef. Sein Bier das würde auch zur Bilanz gehören.
34:54 Gavin Karlmeier
Ich finde das also Ich finde vor allem sein Statement liest sich ja so, als hätte er es 40 Jahre gemacht. Und so es ist Zeit, den Staffelstab weiterzugeben. Ja, er war ein Jahr in der Rolle. Und wir wissen, dass das nicht ganz reibungslos lief, dass Elon Musk sogar Nikita Bier öffentlich auch schon mal so über den Mund gefahren hat und so die beiden, die waren jetzt zumindest in der Außendarstellung. Die sind jetzt nicht händchenhaltend auf Bühnen gewesen, wie mit Linda Iagarino Musk zum Beispiel.
35:19 Dennis Horn
Ist das der Grund, warum unter diesem Statement von Niki Tabia auch so ein paar Leute, wo ich dachte, ach, guck mal. irgendwie gepostet haben, traurig. Also Taylor Lawrence zum Beispiel schreibt End of an Era.
35:33 Gavin Karlmeier
Finde ich interessant. Ich glaube, das ist ein Witz.
35:36 Dennis Horn
Nee, dann kam noch ein weinendes Emoji dahinter. Oder da ist wirklich Ironie drin, aber Ironie funktioniert im Internet nicht. Das stimmt leider.
35:43 Gavin Karlmeier
Sprich weiter. Aber was ist seine Legacy? Also was ist so, wo du sagst, das hat sich mit Nikita Bier verändert? Welcher Name?
35:55 Dennis Horn
Sein Name. Es ist seine Legacy einfach.
35:58 Gavin Karlmeier
Also er hat nichts am Produkt verändert. Auch wenn er sagt, er hat jeden Stein einmal umgedreht, naja, wenn du einen Stein umdrehst, dann ist das immer noch derselbe Stein, ob du willst oder nicht.
36:08 Dennis Horn
Interessant ist, was drunter liegt.
36:10 Gavin Karlmeier
Ja, und ich glaube, der hat es hochgehoben und hat gesehen, nee, nee, nee. Und da ist jetzt wieder drauf. Ich finde das trotzdem interessant, weil das ja zeigt, wie schwierig es ist, mit Musk zusammenzuarbeiten. Kita Bier war ja de facto die höchste Filmsposition unter Musk bei X.
36:28 Dennis Horn
Und das nach nur einem Jahr. Also Schneller als Linda Jaccarino, oder? Wieder weg.
36:33 Gavin Karlmeier
Das kann ich dir gerade nicht spontan sagen. Aber auch, also, die waren jetzt beide nicht zehn Jahre im Unternehmen. Aber der war die wüsste Führungskraft unter Mask. Und er hat halt nichts verändert, wo wir das Gefühl bekommen haben, krass, das ist so, der hat wirklich irgendeine Veränderung in die Plattform gemacht, so wie wir das übrigens auch gemutmaßt haben. Wir haben alle gesagt, wenn du neben Mask bestehen willst, musst du halt einfach umsetzen, was Mask möchte. Und das wird ihm wahrscheinlich nicht gereicht haben. Deswegen könnte ich mir vorstellen, dass er selber sagt, er ist jetzt mal raus.
37:01 Speaker 4
Ciao.
37:02 Gavin Karlmeier
Bin gespannt, wo was er jetzt auf Nist macht, weil der ist halt, ja, man kennt ihn jetzt schon.
37:07 Dennis Horn
Ja, und wer auf ihn als Berater hört?
37:12 Gavin Karlmeier
Ja, also in beratender Funktion klingt für mich so nach, kannst du mich freistellen bis zum Ende meines Vertrages.
37:19 Dennis Horn
Wir gucken mal auf die Zahlen, weil die sind auch parallel interessant. SpaceX musste ja als Mutterkonzern nach dem Börsengang jetzt erstmals öffentliche Ergebnisse liefern. Und darin steht jetzt, wie es dem Werbegeschäft von X tatsächlich geht. Wir nehmen erstmal die Messlatte und zwar liegt die bei 1,08 Milliarden Dollar. Das war der Werbeumsatz im zweiten Quartal 2022. Das letzte Quartal, in dem Twitter als börsennotiertes Unternehmen solche Zahlen preisgegeben hatte. Also nochmal 1,08 Milliarden Dollar. Jetzt haben wir Zahlen aus dem zweiten Quartal 2000 25, drei Jahre später, da waren es 426 Millionen Dollar und im zweiten Quartal 2026 367 Millionen Dollar. Das ist ein Drittel des Umsatzes aus der Twitter-Zeit. Die Zahlen sind nach unten gepurzelt. Vielleicht so ein paar Dimensionen noch dazu. YouTube zum Beispiel kommt im zweiten Quartal auf 11,1 Milliarden Dollar. Werbeumsatz. Reddit auf 762 Millionen, übrigens ein Plus von 64 Prozent.
38:32 Gavin Karlmeier
Und richtig krass, dass Reddit einfach doppelt so viele Werbeeinnahmen hat wie als Ex. Also das finde ich wirklich, hätte ich nicht, wusste ich, also ich hatte kein Gefühl, hätte ich aber eher anders vermutet.
38:44 Dennis Horn
Und Pinterest 1,18 Milliarden. Auch krass. So, und Monique Pentarelli ist die globale Werbechefin von X, hatte im Januar noch.
38:57 Gavin Karlmeier
Die fällt durch ihre Arbeit auch stark auf.
39:00 Dennis Horn
Hatte im Januar noch gesagt, 97 der 100 größten Werbetreibenden seien wieder aktiv. Teilweise sogar mit höheren Budgets als vor der Übernahme von Twitter durch Elon Musk.
39:12 Gavin Karlmeier
Teilweise aber auch nur mit drei Dollar im Jahr offenbar.
39:14 Dennis Horn
Ja, da habe ich gedacht, vielleicht hat einer ein höheres Budget und alle anderen weniger. Dann würde das passen als Aussage. Genau.
39:22 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das interessant. Wir gehen gleich wahrscheinlich noch mehr auf die SpaceX-Zahlen, auch wenn wir keine Analysten sind, aber wir haben so zwei, drei Witzige Gedanken vielleicht.
39:34 Dennis Horn
Besser als jede Analyse, zwei, drei witzige Gedanken. Dafür stehen wir.
39:39 Gavin Karlmeier
Bucht unseren OMR-Vortrag. Ich finde aber, dass ich finde das interessant, weil dadurch, dass eben ja jetzt SpaceX an der Börse ist, damit auch XAI in der Börse, also wirklich, wenn ihr Zahlenauswertung, hört euch Doppelgänger mit Pip Köckner an, der weiß wovon, der spricht, anders als wir, wir haben Gefühle. Aber nein, ich finde es so interessant, dass jetzt plötzlich die Werbeumsätze von Ex bekannt gegeben werden müssen, öffentlich gemacht werden müssen und wir zum Beispiel daran erkennen, was für einen tatsächlichen krassen Maske-Effekt in den letzten Jahren es gegeben hat. Wenn du dir überlegst, dass dieses GoFuck Your Save zu Bob Iger von Disney damals. offensichtlicher, wirklich für einen Einbruch in den Einnahmen ausgelöst hat. Wenn, also wenn sie sagen, hey, ist alles viel besser geworden, und viel besser ist immer noch ein Viertel von dem, wie es vor Musk war. dann war es wahrscheinlich zwischenzeitlich tatsächlich fatal schlimmer. Und das waren immer nur so Zahlen, die wir irgendwie so herkannten. Aber diese Zahlen hier sind belastbar jetzt.
40:40 Dennis Horn
So, und weil das jetzt alles ein Konzern ist, schauen wir uns die SpaceX-Quartalszahlen an. Es zahlt jetzt ein bisschen hier. Das müssen wir aushalten. Sieben, acht Milliarden Dollar, das ist ein Plus von zweundneunzig Prozent im Jahresvergleich, also gegenüber dem Zweiten Quartal 2025. So, und von diesen 7,8 Milliarden macht die KI-Sparte rund 2,6 Milliarden. Die Zahl hat sich mehr als verdreifacht. Starlink rund 4,3 Milliarden und die Raumfahrt, der Name auf dem Unternehmen draußen steht. 962 Millionen.
41:23 Gavin Karlmeier
Ja.
41:25 Dennis Horn
Erstmal Gedanken zu diesen Verhältnismäßigkeiten.
41:27 Gavin Karlmeier
Ja, man muss natürlich dazu sagen, warum macht die KI-Speitung so viel Geld? Haben die so jetzt und so viele Businesskunden? Oder läuft Grog so gut? Okay, kommen wir gleich zu.
41:36 Dennis Horn
Ich wollte erstmal, also erstmal insgesamt bleibt SpaceX in den roten Zahlen. Der Quartalsverlust des Schreibt Reuters liegt bei 541 Millionen Dollar. Nach rund einer Milliarde minus ein Jahr vorher. So, und die KI-Sparte allein hat in diesem Quartal 1,5 Milliarden Dollar Verlust gemacht. SpaceX hat 15,8 Milliarden investiert, vor allem in Rechenzentren und die Investitionskosten insgesamt nur leicht darüber 18,37 Milliarden. Und woher kommt das Wachstum? Fast komplett aus 2%. Zwei Verträgen. SpaceX hat im Mai einen Vertrag geschlossen mit Anthropic und im Juni einen mit Google, um diesen beiden Unternehmen Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Und warum ist diese Rechenleistung frei? Weil Grog zurückgefallen ist. Das heißt, SpaceX vermietet also Kapazitäten in Rechenzentren, die ursprünglich für Ex selbst gebaut wurden und die man nicht braucht, weil das eigene Modell nicht so gefragt ist.
42:41 Gavin Karlmeier
Das Interessante aber daran ist ja, dass SpaceX damit, wie du schon sagst, also eigentlich Etikettenstunde betreibt. Weil SpaceX ist jetzt ein Unternehmen, das ihr Geld mit. Zur Verfügung stellung von Rechenleistungen verdient und als Mobilfunkprovider, die übrigens überlegen, Konkurrenz für T-Mobile machen zu wollen und Verizon. Also, sie wollen tatsächlich einen direkten SIM-Deal auch auf die Smartphones bringen. Heißt also Es ist ein Konkurrent für die Telekom jetzt gerade und nicht ein Konkurrent für die NASA. Ja, genau.
43:13 Dennis Horn
War diese diese Zusammenlegung der Unternehmen, also war der beabsichtigte Etikettenschwindel der Grund dafür?
43:21 Gavin Karlmeier
Das können wir natürlich nur mutmaßen. Starlink gehörte vorher schon zu SpaceX, muss man dazu sagen. Also die größte Sparte, die hat er auch vorher schon. reingepackt, aber er wollte natürlich den größten Börsengang ever haben. Er wollte KI irgendwie groß machen, er wollte XAI retten, weil XAI hatte halt wirklich Probleme und konnte durch die SpaceX-Zusammenführung halt ordentlich mehr an Kapital, auf Kapital zugreifen. Dasselbe gilt für X, glaube ich. Also dass Ex in XAI reingegangen ist, XAI in SpaceX reingegangen ist und jetzt ja auch gemutmaßt wird. Ob dadurch, dass der SpaceX-Kurs gerade so runtergepressluft hammert wird, ob das nicht möglicherweise auch irgendwie eine Vorbereitung für einen Tesla-Space-Ex-Merger sein könnte. Ist natürlich Mutmaßung, aber ich bin nicht mehr so gut.
44:05 Dennis Horn
Ja, und er möchte ja noch die Rechenzentren im All bauen. Und wer will das nicht? Er hat tatsächlich viel versprochen für die kommenden Jahre im Earnings Call, im Investoren-Call. Die Wall Street hat das nicht gekauft. Also die Aktie ist danach börslich nochmal um mehr als 7% gefallen. Durchwachsen alles.
44:27 Gavin Karlmeier
Und während wir sprechen, könnte es passieren, dass die Aktion nochmal einen ordentlichen Knicks macht, weil mit dem gestrigen Donnerstag. . endet die Lockup-Frist. Also die Zeit, bei der Leute, die ersten 20 Prozent ungefähr.
44:41 Dennis Horn
Die Haltefrist.
44:41 Gavin Karlmeier
Genau, so heißt es auf Deutsch, Haltefrist. Diejenigen, die sozusagen vorher schon investiert waren in SpaceX, dürfen jetzt verkaufen, durften nicht direkt nach den Börsengang. 20% der Aktien betrifft das jetzt, wird noch eine zweite Haltefrist enden. Und da wird jetzt mal geguckt, wie die Leute so daran glauben. Und da sind natürlich auch Leute dabei, die Elon Musk immer wieder vertröstet hatte, weil er sie damals von der tollen Idee überzeugt hat, doch bei Twitter einzusteigen. Und da wurde dann irgendwann gesagt, hey, ja, Twitter läuft jetzt schwierig, willst du nicht in SpaceX rein. Und dann wurde gesagt, also Ja, SpaceX läuft auch nicht so gut, aber wir machen das jetzt mit SpaceX, einfach um die Leute ja auch bei Laune zu halten. Die haben jetzt die Möglichkeit zu sagen, ähm, ey, alles schön und gut, Elon, no, no hard feelings, aber ich, ähm. Ich gehe da mal. Und das könnte passieren und das würde natürlich die Aktien nochmal runterfallen lassen.
45:31 Dennis Horn
Vielleicht noch zum Abschluss die Grockepedia. Lange nichts mehr gehört, dazu die KIKI-Encyklopädie, die XAI im Oktober als Wikipedia-Alternative gestartet hatte, mit rund 800 85. 000 generierten Artikeln.
45:49 Gavin Karlmeier
Ich habe ja heute so eine Archivarfunktion, den kann ich dir direkt sagen, waren wir das letzte Mal über die Groupedia gesprochen haben. Da waren wir beide im selben Raum, Dennis. Das war nämlich während einer Liveshow, da haben wir darüber gesprochen, dass Grokipedia zitiert wird in Chat-GBT. Ergebnissen.
46:03 Dennis Horn
So, und seit dem. Ja, aber wie hieß die Episode?
46:06 Gavin Karlmeier
Das kann ich dir gleich sagen, warte mal. Wenn du das unbedingt wissen möchtest, das war. Folge 530 mit dem Namen Datensammeln für den Frieden live aus Köln mit Dennis Horn und Franziska Blum vom 26. 01.
46:22 Dennis Horn
Erschreckend. So, also. Seit dem 24. April hat sich in der Grokipedia kein einziger Artikel mehr verändert.
46:34 Gavin Karlmeier
Die Welt hat sich auch nicht verändert. Es ist nichts passiert seitdem.
46:38 Dennis Horn
Gehen Sie weiter, hier ist nichts passiert. Lawfare hat das ausgewertet, und der schönste Test, den die Autoren dafür gemacht haben, ist, sie haben als Aktualisierung in der Konkurrenz. Wikipedia vorgeschlagen, doch mal zu ändern, dass SpaceX mittlerweile an der Börse ist. Das steht nicht drin. Und der Vorschlag hängt nach wie vor in der Prüfung. Das hatten andere Nutzer natürlich schon längst getan, direkt am Tag nach dem Börsengang, am 12. Juni zum Beispiel. Aber die Roboter von Grog haben einfach im April ihre Arbeit eingestellt. Und Elon Musk hat sich seit Februar nicht mehr zur Grokipedia geäußert. Discord-Werbung jetzt. Auf www.
47:20 Gavin Karlmeier
hakenmann. org gibt es übrigens ein Discord, da sind über 2300 Leute, fast 2353, die sich genau über solche Themen die ganze Zeit austauschen. Da kommen die Links sofort rein. Die Leute sind halt, da ist unsere Schattenredaktion. Koffy Hollig hat zum Beispiel heute geschrieben, dass sie diese Lockup-Frist in ihrem Kalender hat. Also das ist ein Commitment zum Projekt hier. Hakenrand ist ein Community-Ergebnis. Wir machen das alle gemeinsam. Und ihr könnt Teil davon werden auf Hakenrand. org. Es kostet kein Geld, aber es bringt wahnsinnig viel Spaß und gute Gefühle.
47:48 Dennis Horn
Es gäbe uns ohne die Hakis in der Discord-Community nicht mehr. So müssen wir einfach mal festhalten.
47:53 Gavin Karlmeier
Das ist Fakt. Das ist so. Ja. Und da haben wir eben diskutiert, weil jemand hat eben diesen Link da reingepostet. Und mein erster Gedanke war, und wir kennen das aus Unternehmen auch, du wirst es auch kennen, Dennis. Elon hat vergessen, dass es das gibt und niemand will ihn erinnern, weil alle hassen die Idee 100 pro war das so. Weil er halt ja, Elon Musk arbeitet ja mit so Hyperfokus und da passiert es dann sehr schnell, dass so Dinge auch mal vergessen werden. Also ich, wer wüsste das besser als ich? Und die Leute, die das halt so auf dem Schirm haben, sind so.
48:34 Dennis Horn
Ich kenne einen Ich kenne ein Unternehmen, äh, eine Organisation. die zwei oder so Hauptstandorte hat und dann so ein paar Nebenstandorte irgendwo in Deutschland. So. Und ähm Da ist aufgefallen, nach einigen Jahren, da gibt es noch einen Standort in Irgendwo, ich muss das jetzt erfinden, ich habe das nicht mehr parat und sonst fällt es auch auf, wo es ist. Also erfinde ich jetzt Da gab es noch eine Dendance dieser Organisation irgendwo im Bayerischen Wald oder keine Ahnung so und da haben auch Leute gearbeitet, die standen auf der Payroll Ich weiß nicht, wie das heute ist. Die standen auf der Payroll, haben Leute gearbeitet. Aber niemand hatte Kontakt zu denen. Und keiner wusste, dass es diese Dépendance überhaupt gibt. Und die haben irgendwann sich auch nicht mehr gemeldet, damit sich niemand mehr bei denen meldet. Und das lief Jahre so.
49:39 Gavin Karlmeier
Und Dennis, ich sagte folgendes. Ich weiß nicht, ob wir von derselben Geschichte sprechen, aber ich kenne auch so eine Geschichte, wo jemandem aufgefallen ist, man bräuchte doch an einem bestimmten Ort ein Büro. Und dann fühlt auf, oh, wir haben ja schon seit 230 Jahren Miete für ein Büro in diesem Ort. Habe ich auch schon mal aus dem Unternehmen gehört. Ja, und so ist es mit Groikipedia vielleicht auch. Und für die Welt ist das aber eine gute Nachricht, dass Groikedia veraltet und sich nicht aktualisiert, weil das zum einen bedeutet. dass eben die Tauglichkeit der Daten aus der Wikipedia für Chatbots nicht mehr funktioniert. Und wir wissen, die Wikipedia sollte ja ein Korrektiv, ein Gegenentwurf zu dieser ach so voken linken Wikipedia sein, weil sie sich auf so Schäbige Dinge wie Wissenschaft stützen, das wollen wir nicht haben. Und zum anderen ist es eine gute Nachricht, weil das vielleicht auch zeigt, dass diese Idee sich einfach nicht trägt. Also dass sie nicht nachgefragt wird, dass keiner Bock auf sowas hat. Weil wir wissen, dass Das Praftan-Netzwerk so etwas ähnliches geplant hat, haben wir schon mal darüber gesprochen, gibt es investigative Recherchen zu. Das heißt, die Idee der Wikipedia einen Konkurrenten entgegenzusetzen, der aber vor allem von Weltbild sozusagen motiviert ist. Die gibt es in vielen Köpfen und dass Crookipedia scheitert, könnte ein guter Hinweis darauf sein oder vielleicht ein Signal dafür sein, dass das nicht kommen wird. Toi, toi, toi.
51:11 Dennis Horn
Ich möchte an dieser Stelle fettes Brot zitieren. Lieber Radiodisc-Jockey, wir haben wahrscheinlich jetzt gleich die 60 Minuten Schallgrenze erreicht. Was machen wir? Welchem Thema möchtest du dich noch widmen?
51:24 Gavin Karlmeier
Ich möchte für das Boot zitieren und sagen, soll ich es wirklich machen oder lasse ich es lieber sagen?
51:31 Dennis Horn
Ich antworte mit Jein.
51:32 Gavin Karlmeier
Gut. Wollen wir vielleicht mal den Nachhak abarbeiten, denn das war es gibt so ein paar Dinge, die sich aufgestaut haben.
51:37 Dennis Horn
Damit wir ein bisschen Abarbeitgefühle auch haben.
51:40 Gavin Karlmeier
Abarbeiten klingt so schäbig, weil da sind wirklich krasse Geschichten. Wir haben krasse Geschichten. Und eigentlich müssen wir auch noch die KI-Geschichten anfassen. Ach, vielleicht machen wir das erst am Montag. Ich fange vorne aber kurz an. Ich muss mich entschuldigen. Ich habe nämlich, wir haben gemeinsam darüber gesprochen. Ich habe live in der Episode recherchiert, weil mir nicht eingefallen ist. Wie der Think Tank hieß, der das Project 2025 formuliert hat und habe dann Trending Point USA gesagt, was nicht stimmt, sondern ist natürlich die Heritage Foundation. Jetzt krass, wo du es Aussprechen willst du es mir an. So genervt. Also danke erstmal für die Korrektur an den Discord. Wir hatten eine Discord-Werbung schon. Danke erstmal für diese Korrektur an den Discord, weil das Kann natürlich so nicht hingenommen werden.
52:23 Speaker 4
Danke, Seppi 147 hat das geschrieben.
52:26 Gavin Karlmeier
So, dann haben wir beide doch hier über diese gruselige Geschichte gesprochen in der Vor vorletzten Episode, das Meta offensichtlich oder offenbar oder anscheinend oder scheinbar. Who knows?
52:40 Dennis Horn
Bastian Signos. Den haben wir nicht auf Kurzwahl.
52:50 Gavin Karlmeier
Also, das Meta an einem Tool arbeitet, mit dem du Geschichten entwickeln lassen kannst von einer KI, KI, die du deinen Kindern vorlesen kannst, damit du sowas wie Fantasie selber nicht mehr brauchst. Kurz nach Veröffentlichung dieser Episode hat Sam Altman, seines Erachtens der OpenAI Babbo, einen Post geschrieben und hat geschrieben, hey. Ein cooler Use Case für ChatGPT, der funktioniert und den ich letzte Nacht gehört habe. Verknüpf doch deinen Familienkalender und erkläre die Interessen deiner Kinder. ChatGPT. Und dann kannst du jeden Morgen auf dem Weg zur Schule einen Podcast hören, in dem darüber gesprochen wird, dass tagsüber ein Fußballspiel deines Kindes ansteht, dass ein Kind Geburtstag hat oder ein paar News. Woraufhin Alex Hirsch, den ich nicht kenne, aber der geratio hat, der hat nämlich einfach drunter geschrieben What if you just talked to your children? Sam Altmans Poster zwölftausend Likes, der von Alex Hirsch zweihundertfünfunddzwigtausend.
53:58 Dennis Horn
Und es ist so, also ich finde das schon so interessant, weil das so einen ganz guten Blick erlaubt auf diese Tech Bro Attitude. So, da wird alles irgendwie zu einem Problem modelliert, obwohl das gar kein Problem der Leute ist. Und dann irgendwie automatisiert. Also du hast da einen Hammer und du siehst nur noch Nägel.
54:18 Gavin Karlmeier
Wir haben ja schon mal Nila Patel von The Verge zitiert, der sagt. Die Leute haben kein Software-Brain. Also der Kopf schreit nicht nach Automatisierungen, aber die Leute, die Software entwickeln, sagen natürlich, ey, ihr müsst alles automatisieren und wir brauchen das eigentlich nicht. Und wir haben auch schon mal darüber gesprochen, dass ja eigentlich KI, so wie sie im Markt ist, offensichtlich nicht das Konsumentenprodukt ist, wie die Unternehmen sich das vorstellen Das heißt, es wird auf Biegen und Brechen überlegt, was können wir irgendwie tun, damit es irgendwie ein Consumerprodukt wird. Und ja, das.
54:51 Dennis Horn
Mich erinnert das ein bisschen an einen Kommentar, den ich glaube, das war Matthias Kremp. Geschätzter Kollege vom Spiegel, liebe Grüße an der Stelle, den er mal geschrieben hat, ich glaube, zur IFA. Oder zur CES, eine dieser Messen, wo er so gesagt hat, wann ist eigentlich der Gedanke abhanden gekommen, dass man Technologie schafft, um tatsächliche Probleme zu lösen? Also er hat sich da irgendwie be aufgeregt über das dann auf der IFA irgendwie so diese ähm diese Schränke gezeigt wurden, wo man Hemden reinhängt und dann bügeln die sich in diesen Schränken automatisch selbst oder noch abstrusere Sachen oder so. Und ähm, er sagte so, wo kam das abhanden? Also das wird das ist ja das ist ja ein Problem dass Menschen gar nicht haben, so ne, dass du dann irgendwie da löst, vermeintlich. Und das würde der der Tech Branche sehr gut tun, darauf wieder zu achten.
55:53 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, ja. Und ja, das Problem ist halt, dass alles ausentwickelt ist. Das Smartphone ist eigentlich am Ende, der Fernseher ist eigentlich am Ende. Und deswegen überlegt man sich.
56:07 Dennis Horn
Nee, das nicht.
56:08 Gavin Karlmeier
Aber das ist halt kein Consumer-Produkt. Ein Consumer-Produkt ist flüsse tiefer graben. Bitterböse Satire hier. So und dann noch ein Nachhak zum Thema Reddit. Wir beide sprachen über Reddit. Und das Reddit, und vor allem Steve Huffman, der CEO von Reddit. offenbar erwogen hat, den Google-Deal aufzukündigen, der ja eigentlich gleichzeitig die Nabel für. . Reddit ist, weil eben sehr, sehr viele Zugriffe über Google kommen. Durch den Deal, den Reddit mit Google hat, bekommt Google für die KI-Overview, AI-Overview, jetzt kommt alles durcheinander, für die AI-Overview-Inhalte, die stark neben mit Reddit-Inhalten angefüttert werden. Im Gegenzug wird Reddit dadurch prominenter platziert. Das heißt, eigentlich ist es ein Deal, von dem alle profitieren und den Reddit wirklich braucht. Aber Steve Huffman und Reddit sorgt sich halt so, wie es heißt, und darüber hatten wir gesprochen. darüber, dass eben der Weg zu Google Zero naheliegt, dass dieser AI-Overview den Traffic austrocknen lässt und damit Reddit irgendwann gar nichts mehr von diesem Deal hätte. Was ein ziemlich typischer Silicon Valley Tech-Move wäre, Leute so lange zu nutzen, wie sie einem nützlich sind und dann einfach irgendwie abzuwerfen. Und jetzt hat auch Reddit in der letzten Woche sein Earnings Call durchgeführt, seine Quartalszahlen vorgestellt. Und da hat Steve Huffman gesagt. Reddit ist das Gegenmittel für ein automatisiertes Web. Die Menschen wollen gar keine Zusammenfassung von Reddit, sie wollen Reddit. Was ein absoluter Tiefschlag. Google gegenüber eigentlich ist. Es ist ein absoluter Schuss in deren Richtung. Der Deal ist immer noch, besteht noch, aber dass man sich so öffentlich gegen Google selber positioniert, ist ein bemerkenswerter Vorgang.
57:54 Dennis Horn
Oder es laufen im Hintergrund halt gerade Verhandlungen und das ist ein Kommunikationsbit innerhalb dieser Verhandlungen.
58:01 Gavin Karlmeier
Ein sogenannter Kniff. Und wir haben ja auch über Kinofilme gesprochen. Du kannst Nolan's The Odyssey, kannst du die auf X anschauen, hat schon über 2 Millionen Aufrufe. Schon noch? Just like Nolan intended.
58:15 Dennis Horn
Okay. Ja, weil X steckt ja auch in iMacs.
58:20 Gavin Karlmeier
Genau. Der hat das eigentlich mit Smartphones in der X-App komplett gefilmt, den Film.
58:28 Dennis Horn
Die Funktion hat er von Nikita Bier bekommen. Wir sind durch.
58:34 Gavin Karlmeier
Ja, dann reden wir über diese ganzen, ich habe so dolle Emotionen, hört ihr ja noch Montag, zu dieser, wie alle jetzt schon wieder davon sprechen, dass KI-Modelle automatisiert Menschen überfallen. Reden wir am Montag drüber, ich freue mich drauf, freut euch auf Frust mit Thomas Riedel, der sich übrigens auch mit Smartglasses gut auskennt. Wird also eine Folge für gute Laune am Montag, würde ich mal unterstellen. Aber wir machen es uns schön. Danke, Dennis, dass du hier warst.
59:01 Dennis Horn
Danke, dass du hier warst.
59:03 Gavin Karlmeier
Danke, dass ihr alle, lieber Hagis, hier wart. Wir hören uns, wie gesagt, wieder am Montag mit Thomas Riedel. Dennis und ich, wir hören uns in
59:09 Speaker 4
Zwei Wochen, so plus minus wieder ungefähr.
59:11 Gavin Karlmeier
Wir haben schon Termin.
59:13 Speaker 4
Habt ein ganz schönes Wochenende, passt auf euch auf, trinkt genug und auch mal Wasser. Tschüss. Tschüss.