Elon Musk hat die Präsentation seines „Company Talks“ veröffentlicht und damit verraten, was er mit Twitter vorhat – die Antwort: „The Everything App“. Everything meint hier aber: Erstmal alles irgendwo zwischen „Coming Soon“ und „Mal sehen“, aber Hauptsache erstmal 8$ für den Haken zahlen.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Grüß dich Gavin
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis, eine neue Woche. Wir hatten eine neue Woche und wir hatten ein Wochenende. Das freut uns diesmal sehr. Wir hatten vor einer Woche ja darauf gehofft, es zu haben. Jetzt komme ich ausgeruht zurück. Und du auch. Ja, ich. Und Elon Musk auch. Also er hat uns ein bisschen in Ruhe gelassen, aber jetzt kam dann das große Pitch Deck. Dass er gepostet hat. Also seine Folien aus der aktuellen, aus dem aktuellen Twitter Company Talk.
00:41 Speaker 3
Was ja schon auch geil ist, dass er sagt, also der Tweet, den er geschrieben, er hätte es natürlich per Twitter veröffentlicht. Den Tweet, den er selber geschrieben hat, war einfach nur Slides from my Twitter Company Talk. Also so ein bisschen so, wie wenn mein Vater Urlaubsfotos bei Facebook hochgeladen hat. Rom mit Schatzi. So fühlt sich das an. Und was dabei sind, sind halt einfach vier Screenshots von, also wo halt gezeigt wird, dass eigentlich alles mega ist. Sollen wir die Folien mal einzeln durchgehen? Ja, sehr gerne. Also erste Slide, we are recruiting
01:15 Gavin Karlmeier
Fantastisch. Also wir stellen einen.
01:18 Speaker 3
Na gut.
01:21 Gavin Karlmeier
Da lässt er vielleicht ein bisschen was hinten über, was vorher passiert ist, aber alles klar. Zweite Folie.
01:29 Speaker 3
Genau, da will ich ganz kurz noch drauf eingehen, weil die zweite Folie hat ja mit dem Recruiting-Prozess gar nichts mehr zu tun. Und also wohlwollen muss man formulieren, da hat Elon Musk bestimmt Viel über die Tonspur gelöst. Aber wir wissen nicht so genau, was dazu gesagt wurde. Weil die nächste Slide ist: New User Sign-ups at an all-time high. Noch nie haben sich so viele neue Leute angemeldet bei Twitter wie jetzt gerade. Zwei Millionen am Tag ist einer dieser Punkte auf dieser Slide.
01:59 Gavin Karlmeier
So im Schnitt in den letzten sieben Wochen. Und das sei ein Plus von 66 Prozent gegenüber derselben Woche 2021.
02:08 Speaker 3
Okay. Sehr wichtig, genau die Kalenderwoche 2021 als Referenz hinzuzuziehen. Wie das zustande gekommen ist, frage ich mich tatsächlich.
02:19 Gavin Karlmeier
Aber mal abgesehen davon, es ist zumindest ein All-Time-High, wobei auch das überrascht uns nicht. Wir haben ja schon darüber gesprochen, gerade ist einfach diese riesen krasse Aufmerksamkeitssituation auf dieser Plattform.
02:31 Speaker 3
Ja.
02:33 Gavin Karlmeier
Da kommen wir jetzt beim nächsten nämlich zu. Genau, User Active Minutes also at an all time high. Also die aktiven Minuten, die Nutzerinnen und Nutzer innerhalb von Twitter Verbringen, wir nennen das ja so in der Regel im Mediengeschäft die Verweildauer. Ja, genau. So, und es sind, das finde ich aber als Wert einfach völlig abstrus, es sind acht Milliarden User-active Minutes pro Tag. Also, die rechnen einfach alle Nutzerinnen und Nutzer zusammen, zu so einem Gesamtwert. Ist voll klar.
03:12 Speaker 3
Das wird Quatsch. Vor allem war das ja auch wirklich überhaupt keine Aussage über die Qualität dessen, was die Leute da machen hat. Wir sind aktiv. Ich weiß nicht, was aktiv bedeutet. Ob es bedeutet, ich habe auf dem Rechner den Twitter-Tab offen. Das wird damit ja nicht wirklich benannt. Plus, das ist natürlich eine überhaupt, also da brauchst du halt wirklich Kontext, um diesen Wert wirklich einzuordnen. Denn natürlich, faktisch gesehen, stimmt das. Die Leute verbringen so viel Zeit wie offenbar noch nie bei Twitter. Aber es ist ja auch logisch, das ist so dieser Autounfalle-Effekt, oder wir hatten hier dieses 9-11-Beispiel, dass es Ja, man kann nicht weggucken. Genau, du kannst nicht weggucken. Und bei irgendjemand hatte ja geschrieben, ich glaube, wir haben das hier schon mal zitiert. Natürlich hatte CNN während 9-11 unglaublich gute Quoten, aber das ist nicht das, womit man sich dann am Ende brüsten möchte. Und so fühlt es sich halt auch an. Natürlich gehen alle nochmal an dem Haus vorbei, wenn es gerade brennt. So, und jetzt der
04:11 Gavin Karlmeier
Nächster Wert MDAO, also das ist monetizable monetarisierbare Daily Active Users. Das wundert uns jetzt nicht, weil wenn all das vorher nach oben gegangen ist, dann gehört das natürlich auch dazu.
04:29 Speaker 3
Was ist denn monetarisiert? Weil das wird auch nicht, also hat er bestimmt über die Thronspur gelöst, aber. Ja, ich bin auch da blank. Ich kann es nicht einschätzen, was mich zum monetarisierbaren User macht.
04:41 Gavin Karlmeier
Ja. Es sind 253 Millionen. Also sagen wir mal, das sind einfach die Nutzerinnen und Nutzer, die Twitter so hat. Und es kam von 240 Millionen, also es ist dann. Dementsprechend um knapp 14 Millionen gestiegen seit Juli.
05:02 Speaker 3
Ja, und das ist nämlich ein richtig guter Zeitraum. Also die erste Slide, die wir gesehen haben, hatte 2014 bis 2022 verglichen. Die zweite Slide hatte 2020 bis November 2022 verglichen und diese hier vergleiche ich den 3. Juli mit dem 20. November. Also böse Zungen könnten unterstellen, dass da ein Ausschnitt gewählt wurde, der besonders schön aussieht, aber das wollen wir ja jetzt hier nicht.
05:26 Gavin Karlmeier
Wissen wir nicht. Die nächste Folie ist sehr interessant. Das ist eine, die haben wir schon mal besprochen. Hate Speech Impressions are lower. Da gab es mal diesen Peak bei etwa 10 Millionen. Und ich finde ganz interessant, dass hier jetzt in der Folie nochmal ein Peak auftaucht, der so bei neun Millionen liegt, ein paar Tage später. Das muss so um den Monatswechsel Oktober. November gewesen sein, beides. Der tauchte letztes Mal auf der Grafik so nicht auf.
05:54 Speaker 3
Ich kann mich nicht an den erinnern.
05:56 Gavin Karlmeier
Vielleicht vertue ich mich jetzt aber auch.
05:57 Speaker 3
Nee, ich habe sie ja gerade nochmal parallel aufgemacht. Das stimmt, da ist er nicht drauf.
06:00 Gavin Karlmeier
Die sieht einfach anders aus diesmal. So und äh. Ja, noch kurz was. Er hat jetzt in den anderen Folien ja immer so hervor. Vorgehoben, wie viel da gestiegen und gefallen ist, nochmal so einen näheren, genaueren Wert und so. Das hat er hier jetzt weggelassen, irgendwie so einen Vergleichswert oder so. Weißt du?
06:20 Speaker 3
Also das, ähm, ja. Ähm, verstehe ich. Und also was den, ähm, ich glaube, die Skalierung macht den zweiten Peak. Denn die, wenn du dir die Slide anschaust, die er selber getwittert hatte daraus, diese Hate Speech Impressions Allow, über die wir schon gesprochen haben, hatten wir 20. Oktober bis 22. November. Als Zeitraum, also einen guten Monat. Diese hier in der Präsentation endet bereits am 13. November und damit fehlt auch tatsächlich das, wie es am Ende wieder so leicht hochgeht nach dem Fall runter. Also man muss dazu sagen, da wurde wirklich sehr viel schön gebastelt, sehr viel überlegt, wie kann man es eigentlich ideal bauen. Kurzum, das ist so ein Bericht, wo man genau weiß, okay, wir setzen uns jetzt hier mal mit ein paar Leuten hin und bauen den so, dass der wirklich die schärfsten Kritiker am Ende auch noch irgendwie überzeugt, ob es jetzt hundertprozentig der Wahrheit so entspricht oder nicht, ist ja auch gar nicht so wichtig.
07:11 Gavin Karlmeier
Dann gab es genauso Peaks im Reported Impersonation. Also das ist so Fake-Accounts, ne? Falsch.
07:20 Speaker 3
Die Gemeldete. Die Gemeldeten. Personifizierungen. Ich weiß nicht, ob es für ein deutsches Wort liegt, aber das genau.
07:29 Gavin Karlmeier
Also der Google-Übersetzer sagt Identitätswechsel. Nachahmung, Imitierung. Ja, das, genau. Und die sind erst gesiked und dann wieder gefallen, schreibt er hier. Diese. Statistik sagt überhaupt nichts, weil selbstverständlich in den Tagen, in denen die Aufmerksamkeit so groß auf diesem Thema ist, ist dann natürlich Leute und Trittbrettfahrer allesamt versuchen. Und es dann wieder runtergeht, wenn dieses Thema durch ist. Das ist doch einfach, das war doch so ein bisschen.
07:59 Speaker 3
Zumal das ja auch, also er schreibt ja auch selber, dass der erste Spike vor dem Blue Lounge war, was nicht überraschend ist, weil angekündigt war, dass der Twitter Blue, also dieses Bezahlmodell von Twitter dass das ja den blauen Haken ermöglicht. Also natürlich haben Leute dann schon angefangen, sich zu registrieren. Und die zweite Spitze war dann tatsächlich im Blue Lounge und als es dann runtergefallen ist. Das war dann komischerweise genau der Zeitpunkt, als Twitter Blue auch eingestellt wurde oder pausiert wurde für den Zeitraum. Das hatte damals nicht zugeschrieben, dass das genau dieser Zeitpunkt war, seltsamerweise.
08:30 Gavin Karlmeier
Also, Leute, die sich im geringsten mit Statistiken und Diagrammen auskennen und diese Präsentation sehen würden, würden ihm in der Luft das Ding zerreißen. Weil Kontext fehlt, weil immer äußerst willkürlich irgendwelche Zeitabschnitte ausgewählt worden sind zwischen drei Wochen, vier Wochen und ein paar Monaten. Das ist völlig wild.
08:54 Speaker 3
Das ist das komplett wild, vor allem wie es jetzt weitergeht, weil die von jetzt auf gleich ändert sich ja die Farbgebung Dieser Präsentation. Es wird alles schwarz und es geht darum, wie geht es mit Twitter weiter. Twitter 2. 0, The Everything App. Das ist das Versprechen, das Elon Muster gibt. Und jetzt wird es tatsächlich interessant. Weil man ihm jetzt so leicht in die Karten schauen kann. Also das sind, wenn man so will, sind das eigentlich offizielle Ankündigungen darüber, wie es jetzt mit Twitter tatsächlich in seiner Idee weitergeht.
09:23 Gavin Karlmeier
Und es geht nicht über diese Leaks hinaus, sondern das ist so seine konkrete Vision. Nicht zwingend neu übrigens. Also auch hier haben wir ein paar Sachen schon besprochen, und ich habe zwischendurch auch schon ein paar Leaks dieser Folien gesehen, mal so in den in den letzten Tagen. Gehen wir auch hier mal die Punkte durch. Also der erste ist Advertising as Entertainment. Und dann hat er da irgendeine. Werbeanzeige bei Twitter von HBO daneben geklebt. Like this tweet and I'll analyze your profile so you know which house you belong to. eine eine Game of Thrones Nachfolgeserien, ähm Haus des Drachens, heißt sie gleich. Nachfolgeserienwerbung, ja. Wo ich so dachte, ja, also es ist interessant, aber Ob jetzt Advertising hier als Entertainment daherkommt, liegt ja auch sehr stark am Advertiser, ob er das so macht oder nicht.
10:17 Speaker 3
Hundertprozentig. Zumal das auch wirklich keine Neuerung ist. Also dieses Versprechen gibt es ja jetzt schon. Es gibt von Apple oder gab es sich Ich habe schon mal hier gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie im selben Umfang Werbung schalten bei Twitter wie früher. Aber früher hat Apple zu den Keynotes. Immer solche sehr besonderen Kampagnen gefahren mit einem Hashtag, der am Ende dann ein besonderes Symbol hat. Das hat sich dann irgendwann weiterverbreitet. Oder wenn du einen Tweet giked hast, der Apple Keynote hatte, dann sah die Herzanimation anders aus. Oder like diesen Tweet und wir schicken dir eine DM, wenn es losgeht. Also die haben schon sehr viele solcher Sachen gemacht, die Jetzt nicht so weit hinter dem hier gezeigten Beispiel zurückbleiben. Deswegen bin ich mir nicht ganz sicher, was da eigentlich das Versprechen ist. Und das betrifft tatsächlich auch die nächste Slide. Denn da steht einfach nur Video drauf.
11:08 Gavin Karlmeier
Das ist völlig wild. Also du hast jetzt öfter gesagt, das läuft alles auf der Tonspur. Hier muss es auf der Tonspur laufen, weil da steht links Video und rechts daneben ist ein Twitter-Stream mit irgendeinem Tweet, wo ein Video drin ist.
11:20 Speaker 3
Und dann ist es jetzt auch. Gibt und das Irritierende ist ja so ein bisschen, er hat sich ja, er also er hat vier Screenshots aus dieser Präsentation gepostet bei Twitter. Elon Musk. Und das wird ja nicht die gesamte Präsentation sein, hoffe ich. Und er hat sich aber dafür entschieden, diesen Screenshot, auf dem diese drei Punkte, die nichts aussagen, diese drei das mit zu posten. Also das ist einer der drei, vier wichtigsten Punkte. Die ihr hier gesehen haben möchte, Video.
11:49 Gavin Karlmeier
Nächste Folie, nächste neue versprochene Funktion, verschlüsselte Direktnachrichten.
11:56 Speaker 3
Das war bei dir auch schon so länger rum, auch als Lied und als Gerücht, und dass das kommen wird und dass es scheinbar wichtig wird. Und übrigens, dass auch vor ihm schon bei Twitter im Gespräch war. So wie vieles, genau, es gibt, wir haben da, glaube ich, auch, ich sage die ganze Zeit, wir haben da schon darüber gesprochen, ich sage es trotzdem nochmal. Gibt ja diese Sätze von ehemaligen Mitarbeitenden von Twitter, die sagen, viele Funktionen, die wir einfach nicht ausgerollt haben, weil sie nicht fertig sind, werden jetzt von Elon Musk quasi an sich gerissen, einfach ge gelauncht und man guckt einfach mal, was passiert. Was ein ganz unangenehmes Vorgehen ist, weil es den Mitarbeitern nicht gerecht wird, auch denen, die es entwickelt haben, nicht gerecht wird und er sich dann am Ende mit fremden Federn schmückt.
12:38 Gavin Karlmeier
Ja, er ist hereingekommen und hat gesagt, wo sind hier die Low-Hanging Fruits? Ja, genau. Und das soll auf dem Protokoll von Signal basieren, diesem sehr sicheren Messenger. Übrigens Auch die Basis, die technologische für die Verschlüsselung bei WhatsApp. Was so gar nicht so viele wissen. WhatsApp ist ziemlich gut verschlüsselt. Und das finde ich, also unter den Sachen, die er jetzt so ankündigt, finde ich das eigentlich mit das Interessanteste.
13:05 Speaker 3
Ja, tatsächlich, ja.
13:07 Gavin Karlmeier
Jetzt kommen wir aber, glaube ich, zu dem umstrittensten. nicht wahr? Also zumindest wenn ich dich immer richtig verstanden habe.
13:12 Speaker 3
Ja, Longform-Tweets ist der nächste Punkt. Und was man aber auf dem Screenshot sieht, ist tatsächlich eigentlich so eine Funktion, wie man sie von Facebook vielleicht noch erinnert, von LinkedIn, aber auf jeden Fall kennt. Denn sie hat die Überschrift Note und dann habe ich so einen sehr attraktiv gebauten Artikel, der eigentlich so aussieht wie so ein Instant-Artikel, wie es damals bei Facebook gab. Also einen Ich nehme an, ich klicke in einem Tweet auf einen Button und komme dann auf eine Notiz, auf einen Langform-Tweet, der halt aussieht wie ein Blogartikel. Und das weicht ein bisschen davon ab, von diesem, wir brechen jetzt einfach diese 280, 260, 240, 140 Zeichenbegrenzung, die da immer wieder genannt wurde. Davon weicht das ab, denn es ist tatsächlich ein eigenes Feature, die anders aussieht als einfach nur lange Tweets.
14:00 Gavin Karlmeier
Also die Facebook-Notizen, daran erinnert es mich und dann gibt es doch auch diesen Dienst, wo man so ein eigenes Blog im Grunde. Ja, Medium, ne? Medium, ja, sehr so sieht's aus.
14:13 Speaker 3
Und das nimmt für mich, also wenn es lange Tweets gewesen wären, die länger als 280 Zeichen sein dürfen, hätte ich gesagt, das ist ein großer Fehler. So wird es einfach ein Feature, das vielleicht sogar gut funktioniert und angenommen wird.
14:27 Gavin Karlmeier
Das kann ich mir tatsächlich vorstellen. Das könnte ein bisschen diese Thread-Funktion aushebeln, wenn Leute längere Sachen schreiben möchten. Auf der anderen Seite bei Facebook funktioniert es nicht sonderlich gut und das liegt so wie eine der hinterletzten Funktionen, um die sie sich nicht mehr kümmern, da irgendwo rum. und gefühlt verschwindet es so aus dem Blickfeld. Aber bei LinkedIn habe ich das Gefühl, es ist sehr erfolgreich. Ja, das stimmt. Ja, ja. Und wird da, und ich glaube, das macht es auch bei LinkedIn eben erfolgreicher, von dieser LinkedIn-Redaktion dann zum Teil auch kuratiert und hervorgehoben, solche Inhalte. Und das ist ja etwas, was Twitter in der Form nicht hat.
15:06 Speaker 3
Ja, das stimmt, aber es gab ja, da müssen wir jetzt kurz ein bisschen buddeln, aber es gab ja, bevor Elon Musk angetreten ist, auch schon ein Twitter Blue. Und in diesem Twitter Blue gab es ja das Versprechen, dass es Zusammenarbeiten mit Publishern geben wird, wo du dann teilweise Artikel ohne Paywall sehen kannst oder ohne Werbung sehen kannst. Und ich könnte mir vorstellen, dass genau aus diesen Überlegungen. diese Long-Form-Tweets, die Elon Musk jetzt zeigt, eigentlich mal entwickelt wurden.
15:32 Gavin Karlmeier
Gab es aber auch bei Facebook schon, ne? Es sind Artikels waren nutzen. Es sind Artikels. Genau, 100 Prozent. Auch das hat die Publisher nicht so gepleased, wie Facebook das, glaube ich, gedacht hat.
15:43 Speaker 3
Ja, das stimmt. Und als es dann irgendwann anfing, etwas zu pleasen, ging es dann den Leuten so auf die Nerven, weil du überall empfohlen bekommen hast, doch den Newsletter Pedition hier zu abonnieren oder dir ein kostenpflichtiges Abo abzuschließen.
15:55 Gavin Karlmeier
Genau. So und dann der letzte große Punkt, der Relaunch für Blue Verified, also für unsere Teilnahme am Twitter-Abo-Programm und dafür ein Verifikationshäkchen zu bekommen. Es ist das blaue Häkchen und jetzt stellt sich heraus. Es wird auch welche noch in anderen Farben geben.
16:14 Speaker 3
Das ist so lustig, weil wir haben in unserer ersten Folge gesagt, es wäre so einfach zu sagen. Es wäre so einfach zu sagen. Gib doch einfach allen ein Häkchen, die dafür bezahlen, und mach es anders. Jetzt macht er es noch anders da, denn neben den blauen Haken, die man dann als Person kaufen kann, wird es graue Haken geben für Regierungsorganisationen, Behörden und goldene Haken für Organisationen und Unternehmen.
16:40 Gavin Karlmeier
Ja. Nett. Ja, ja. Und aber nicht zu vergessen, er hat, also er verspricht, alle verifizieren, und da wird es ja interessant, alle verifizierten Konten werden manuell. Authentifiziert, bevor dieser Haken aktiviert wird. Von wem? We're Recruiting, sage ich da nur, in Bezug auf seine Präsentation. Also er muss jetzt ein System aufbauen. Sagen wir mal an Menschen, die irgendwo sitzen und sich moderativ arbeitenderweise, nicht Inhalte moderativ, aber Account moderativ, um Twitter kümmern. Und das dürfen nicht zu wenige sein, weil das muss schon sauber laufen. Und das ist wieder eine seiner Kreisbewegungen, die er da macht.
17:31 Speaker 3
Ja, also er baut wieder Moderation auf. Die Frage ist ja, was ist das, also nach welchen Kriterien entscheidet er oder wird entschieden, wird bei Twitter entschieden. Weil wir ja tatsächlich nichts bisher gehört haben, dass man sich irgendwie identifizieren muss durch einen Personalausweis oder so. Deswegen, ich kann das nicht so richtig einschätzen, was die machen. Ob die den Namen googeln und gucken, ob das ein plausibler Account ist oder so, ich weiß es nicht. Oder wird einfach nur geguckt, dass sie nicht Elon Musk heißen. Zum Teilpunkt des Verifizierens.
18:00 Gavin Karlmeier
Also, das ist alles noch völlig offen. Und ich finde auch, dass all die Infos, die wir jetzt bisher haben, noch nicht reichen. Also für mich wäre auch noch zum Beispiel eine Frage Einzelpersonen werden grundsätzlich authentifiziert nach einer Prüfung, aber gilt das für den grauen Haken für Regierungen und den goldenen Haken für Unternehmen auch? Also brauchen die auch so einen Account oder läuft das eher nach einem klassischen Programm, all das ist jetzt noch nicht bekannt.
18:30 Speaker 3
Überhaupt nicht.
18:31 Gavin Karlmeier
Ja, also er sagt grundsätzlich jetzt was den blauen Haken angeht, da ist ihm so die Grenze dessen, was als bemerkenswert gilt, also prominent, Person des öffentlichen Lebens, irgendwie eine wichtige Person, aus welchem Grund auch immer, zu subjektiv. So, und deswegen muss es natürlich jetzt Regeln geben. Also beim Blauen lautet die Regel alle, die bezahlen. So, und für die anderen wäre jetzt die Frage: Was zählt dann als Regierungseinrichtung, als Behörde, was zählt als Unternehmen? So, und wie wird das geregelt?
19:05 Speaker 3
Was kostet die Infos warten wir noch? Und was kostet das? Das wissen wir auch noch nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es für die Unternehmen tatsächlich Auch da haben wir, glaube ich, irgendwann schon mal so Gerüchte aufgefasst. Auch da könnte ich mir vorstellen, dass es da eine Art Bloop for Businesses gibt, was noch teurer ist. Das würde mich nicht wundern.
19:22 Gavin Karlmeier
So, und dann gibt es in seiner Folie, in seiner Präsentation.
19:25 Speaker 3
Warte, warte, bevor du weitergehst, ich habe noch ein paar andere Sachen entdeckt auf diesem Blue Verified, was ich bemerkenswert finde. Und zwar. sagt er ja weitere Features mit Twitter Blue ist Rocket to the Top of Replies, also du rutscht quasi nach oben.
19:37 Gavin Karlmeier
Da haben wir auch schon drüber gesprochen, also wer sich verifiziert. Der rutscht dann in den Benachrichtigungen dort rein, wo man es direkt sieht.
19:46 Speaker 3
Wir gehen an der Schlange vorbei, sitzen.
19:48 Gavin Karlmeier
Und alle anderen ist die Fast Lane. Am Twitterflughafen. Und alle anderen sind in der Kategorie, die man jetzt dann in Zukunft extra anklicken muss. Genau.
19:58 Speaker 3
Da steht aber drüber Coming Soon. Dann, man sieht nur noch die Hälfte der Anzeigen, auch da steht drüber Coming Soon.
20:05 Gavin Karlmeier
Und da haben wir ja schon drüber gesprochen, was für ein Verlust das für ihn bedeuten könnte, das sozusagen. Genau.
20:09 Speaker 3
Und deswegen kann ich mir auch vorstellen, Coming Soon, weil. So rein programmiertechnisch ist der Aufwand wahrscheinlich überschaubar, dabei weniger die Hälfte der Werbung auszuspielen. Längere Videos zu posten wird ein neues Feature sein. Auch das coming soon. Und das Einzige, was nicht coming soon ist, ist get early access to select new features with Twitter Blue Labs. Also es wird, du hast quasi eine Beta-Funktion, aber da steht nicht, was es ist. Das heißt, ganz konkret zahlst du jetzt gerade 8 Dollar im Monat für den Haken und alle anderen Features bekommst du nicht. Und die werden dir versprochen. Und da gibt es so in der Tech-Welt so diese Smantra zu sagen. Kauf kein Produkt, weil du auf ein Update hoffst, dass es dir die Funktion gibt, die du haben möchtest. Warte, bis es diese Funktionen gibt. Und das wird hier auch gelten, weil wir nicht wissen, ob du wirklich tatsächlich irgendwann nur noch die Hälfte der Werbung siehst, ob du wirklich irgendwann längere Videos posten kannst. Das ist angekündigt, aber wer darauf baut, würde ich jetzt nicht weiterempfehlen, das zu bezahlen. Und ganz unten steht dann, und das ist das, was ich am spannendsten finde: Limited Time Offer.
21:12 Gavin Karlmeier
7,99 Dollar Dimat. Das heißt, der Stephen King-Preis von 8 Euro im Monat wird nun eine Zeit lang oder 8 Dollar. Wird nur eine Zeit lang gelten. Genau, und das. Und es wird irgendwann teurer.
21:25 Speaker 3
Und da hat noch niemand drüber gesprochen bisher. Er wollte mal 20 Dollar haben, ne? Vielleicht kommt er. Das wäre schon. Doll, also das wird doch, also 8 Dollar ist gefühlt den Menschen schon zu viel, aber 20 Dollar für einen Haken und sonst keinerlei weitere Funktionen.
21:40 Gavin Karlmeier
Schwierig.
21:41 Speaker 3
Schwierig.
21:42 Gavin Karlmeier
So, und jetzt aber die letzte Folie in seiner Präsentation. Die ist leer, da steht nur ein Wort: Payments.
21:48 Speaker 3
Auch das ist schon länger so rumgewabert, dass Elon Musk eigentlich eine Art westliches WeChat bauen will, also eine App, die alle Funktionen in sich verbindet, die gleichzeitig Chat ist, die gleichzeitig ein soziales Netzwerk ist. Und die aber vor allem Bezahlfunktionen bietet. Das ist ein bisschen ja in seiner DNA. Elon Musk kommt ja von PayPal und dementsprechend hat er da eine gewisse Vor-wahrscheinlich Vorprägung und findet das nach wie vor wichtig, das Thema. Ich würde dir jetzt gerade noch kein Geld über Twitter schicken, ehrlicherweise.
22:21 Gavin Karlmeier
Nee, nee, nee, nee, ich dir auch nicht. Und ich würde auch für all das, was wir jetzt vorgestellt haben, noch kein Geld ausgeben. Und ich würde auch noch kein Geld darauf wetten, dass das in irgendeiner Form erfolgreich wird. Ich glaube, dass er die Aufmerksamkeit gerade auf das Ding zieht, um es irgendwie wuppen zu können. Er hat das nicht für ausgeschlossen. Aber ich glaube, er muss sehr viel verloren gegangenes Vertrauen wiederherstellen, das man in Twitter an sich vielleicht hatte, bei allen Problemen, die er auch diese Plattform schon immer hatte. Und die er jetzt eigentlich dann doch nur wieder verschärft. Ich, ja, habe ich jetzt, glaube ich, in 8 von elf Folgen bisher gesagt. Ich bleib gespannt. Ja, ich, also
23:07 Speaker 3
Das, was mich umtreibt, wenn du das so sagst, ist die Frage, will er überhaupt Vertrauen haben? Also ist das sein Ziel? Oder treu? Nee, sagen es nicht. Nee, ne? Also ihm ist es fast egal, glaube ich, dass man ihm vertraut. Weil wir ja auch gar nicht wissen, was hinter Payments steckt. Also vielleicht möchte er tatsächlich aus Twitter die größte Kryptobörse der Welt bauen. Es bleibt auf jeden Fall irritierend, weil wirklich alles möglich ist. Eine neue Woche beginnt und ich bin schon sehr gespannt, worüber wir morgen sprechen. Bis morgen.