Wenn du diese Folge hörst, wirst du in deinem Bekanntenkreis leichter Anschluss finden! Die ICQ-Awaymessage ist wieder da! In Instagram-Form! Was das alles mit uns zu tun? Besprechen wir! Außerdem, wieso wir unser Girokonto gerne sofort zur Twitter-Bank schieben würden und was das alles mit TikTok zu tun hat.
PS: Folge 50! 🥳
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Tada! Hallo Dennis, es ist Feiertag!
00:11 Dennis Horn
Folge 50. Achso, deswegen. Achso. Folge 50. Also Dosten ist ja irgendwann dann auf die wöchentliche Erscheinungsweise gewechselt.
00:23 Gavin Karlmeier
Gute Idee, würde aber bedeuten, dass wir so sechs, sieben Stunden-Episoden hätten.
00:28 Dennis Horn
Ja, ich würde auch. Also es ist heute ein bisschen ausgerutter. Es reicht für die kleine Gassi-Runde, aber ich habe das Gefühl. Wir sollten es nicht tun. Wir müssen hier hart dranbleiben.
00:40 Gavin Karlmeier
Ja, wir bleiben hart am Stoff.
00:43 Dennis Horn
Dann fangen wir an. Und wie immer, zuerst die Schleuder an neuen Meldungen. Was Funktionen bei was? Es geht erst um Instagram. Was ist da los? Also, heute ist Stargast hier in Haken dran, Adam Mossari. Adam Musseri, muss man zum Hintergrund kennen, war der Kerl, der den Facebook Newsfeed erst einmal groß gemacht hat. Das heißt, der der verantwortlich ist für viele der Phänomene, die wir heute so kennen, also Algorithmisierungen, Empfehlungsmechanismen Reichweitenmechanismen, also so die Kernmechaniken sozialer Netzwerke, über die wir kritisch auch immer diskutieren.
01:28 Gavin Karlmeier
Er ist quasi Grund und Ursache aller Funktionen, die wir so richtig, richtig gerne mögen an sozialen Netzwerken. Also quasi der Erfindergeist. Genau, der Erfindergeist des Dunklen.
01:40 Dennis Horn
Ich habe mich vor ein paar Jahren mit Adam Musseri in Berlin getroffen mal.
01:44 Gavin Karlmeier
Das ist ein Markus Landsatz, Dennis.
01:46 Dennis Horn
Das ist, aber es stimmt tatsächlich. Und wir standen gemeinsam neben so einem Whiteboard und er hat mir angezeigt, wie der Facebook so aufgemalt, wie der Facebook-Algorithmus funktioniert. Und so mega harmlos. Also hat so gesagt: Stell dir meinen Bruder vor, der spielt in einer Band und der will jetzt seine Fotos, dass die möglichst viele Leute sehen und dann dann, also das war so Hast du ihm so zugehört und hast du gedacht, nö, dann ist ja in Ordnung. So. Und mittlerweile ist Adam Mossari CEO von Instagram. Oder wie so ein Adam Mossari-Double letztens in einem Reel sagte Tinstatock. zeigt sich regelmäßig in so Videos bei Instagram, um neue Funktionen anzukündigen und Dinge, die jetzt geändert werden. Ich habe eine Social Media Managerin von der Deutschen Welle getroffen letzte Woche, die hat gesagt, immer wenn seine Videos kommen, bekommen wir Angst.
02:46 Gavin Karlmeier
Der ist ja wirklich, kann man so sagen, verantwortlich für alles, was man immer an Veränderungen in sozialen Netzwerken fürchtet. Also diese ganzen Protestbewegungen bei Instagram von wegen, es würde jetzt super TikToky werden, das geht alles immer auf seine Kappe.
03:00 Dennis Horn
Genau, und er hat jetzt eine neue Funktion vorgestellt. Und zwar einen, was gar nicht so häufig geschieht, aber das erklärt er jetzt gleich selbst: einen globalen Rollout. Für eine neue Funktion, die sich nennt Instagram Notes. Wir hören mal kurz rein.
03:24 Speaker 4
or just to a specific country. And that's about testing, making sure that the feature works well and is well received before we launch it everywhere else. And sometimes, in the case of notes, we launch something everywhere we can but have to hold back in a few countries. if there's more work to do to comply with local regulations which might be more onerous. And that was the case with notes in Europe and in Japan. But now we've worked through all of that and we're launching notes across the entire European Union in the UK. And in Japan. Now Notes has done really well in Asia, in North America, and Latin America, specifically with teens. So we're excited to see how Notes does in the rest of the world. See you next week. Peace.
04:05 Dennis Horn
See you next week. Peace. Also, erstmal globaler Rollout habe ich ein bisschen falsch gesagt. Es wird sozusagen der restliche globale Rollout jetzt vorgenommen. Es gab noch so ein paar regulatorische Herausforderungen in Europa, in Großbritannien, in Japan. So, und nur kurz, um zu sagen, was das für eine Funktion ist. Instagram Notes, Instagram selbst nennt das eine leichte und einfache Möglichkeit, über die NutzerInnen ihre Gedanken mitteilen können. eine zwanglose und spontane, sich auszudrücken und miteinander in Kontakt zu treten, in Form von kurzen Texten mit einer Maximalzahl von Zeichen.
04:47 Gavin Karlmeier
Wir haben tatsächlich im Zuge der letzten 50 Episoden schon mal kurz über Instagram Notes gesprochen. Und inzwischen wissen wir ja auch, wie das aussieht. Also es gibt so kleine Bubbles, so ein bisschen wie Storyköpfe. im Postfach bei Instagram, also oben im DM-Postfach. Und diese Texte, die da drin stehen in diesen Bubbles, das sind quasi diese Notes, die man da einfach einfügen kann. Die sind ein bisschen kürzer, als man das jetzt von vergleichbaren Microblogging-Diensten kennen könnte. Ich glaube, die haben nur 90 Zeichen, wenn ich das richtig erinnere. Und ich, also, wir können ja erstmal noch ein bisschen darüber sprechen und dann sage ich dir, was das eigentlich ist. Also, ich habe da viel drüber nachgedacht und das ist die Rückkehr eines Features, das wir alle kennen. Aber ich will nicht zu viel teasen. Lass uns erstmal bei den Fakten bleiben.
05:35 Dennis Horn
Ja, also Fakten haben wir nicht so viele darüber hinaus. Ich finde ein Faktum aus dem O-Ton, den wir gerade gehört haben. Das ist vielleicht noch sehr interessant. Ich weiß nicht, ob das das ist, was du gerade meintest, aber hinten raus sagt Adam Musseri neben See You Next Week. Peace. Sagt er noch, dass diese Funktion really well läuft, uh, especially with teens.
06:00 Gavin Karlmeier
Das ist nicht, was ich meinte, aber es ist hochinteressant. Weil eben diese Aussage: Hey, Instagram hat jetzt doch endlich den Code der Gen Z geknackt, den man das ein bisschen rauslesen kann. Das ist natürlich. wo sie hinterher rennen, was sie gerne hätten, weil sie die ganzen jungen Leute zu TikTok am Wandern.
06:18 Dennis Horn
Ja, und ist es vielleicht diese grafische Grundlage die man braucht, um sich so einer Micro-Blogging-Idee zu nähern für eine jüngere Generation, die ja Memes teilt und Häufig diese kurzen Texte ja auch, also gerade im TikTok ist es ja in einer großen Zahl an Videos, dass da einfach nochmal diese kurzen Texte drüber gelegt sind, oder?
06:40 Gavin Karlmeier
Ja, total. Also ich glaube, das ist schon eine clevere Möglichkeit, irgendwie ein Text-Tool in Instagram reinzukriegen. Aber woran ich wirklich denken muss, wenn ich mir Screenshots anschaue. Das ist die Rückkehr der ICQ Away Message. . Also diese Wirklich, das sind Nachrichten, die quasi mit einem Profil verknüpft werden, die man sieht, wenn man dieser Person eine Nachricht schicken möchte, in der dann drin steht, went out for a smoke. Also diese kurzen, kleinen Do not disturb-Nachrichten, die damals bei ICQ eine Rolle gespielt haben, kommen jetzt gerade wieder und wagen den Angriff auf Twitter. Und das ist übrigens der Grund, falls ihr euch fragt, warum wir jetzt hier schon seit sechs, sieben Minuten über Instagram sprechen. Das ist ein Vermutlich, zumindest gehe ich davon aus, dass du das auch so siehst, Dennis, das ist vermutlich eine Reaktion auf die Entwicklung der letzten Monate im Social Media Game.
07:28 Dennis Horn
Ja, also diese Frage stelle ich mir ja immer. Ist das wirklich so bei solchen Geschichten? Also wir sind immer sehr schnell dabei, was für eine Reaktion zu halten, aber ignorieren dann, dass es natürlich auch eine ganze Weile braucht. Solche Funktionen zu entwickeln. Also, da sind ja Zyklen von vielen Monaten davor, die es irgendwie bräuchte. Und ich frage mich, ob das wirklich so eine gezielte Reaktion ist. Oder ob das nicht zu dieser Entwicklung auf den Plattformen, die wir über die vergangenen Jahre einfach beobachtet haben, gehört, nämlich dass die sich in ihrem Funktionsumfang. Eh immer weiter angleichen. Weißt du? Also Twitter jetzt mit dieser längeren Textefunktion Facebook hatte das zwischendurch ja auch, Twitter mit der Clubhouse-Funktion, Twitter Spaces. Also da gibt es ja immer so eine Annäherung, die aber trotzdem Die Plattform nie so komplett verändert, weil die Plattform ja irgendwo herkommt und eine Prägung hat. Und da frage ich mich, ob das hier nicht einfach auch eine Reaktion vielleicht eher auf TikTok ist Als auf Twitter.
08:47 Gavin Karlmeier
Ich bin mir da nicht sicher, weil der Zeitpunkt des Releases, den können Sie sich natürlich aussuchen. Es kann sein, dass diese Funktion schon seit Monaten in der Schublade gelegen hat. Aber ich finde, die Art des Releases, nämlich dass es einen Global Rollout gibt, ich schätze, das können wir an einer Hand abzählen, wie viele solcher Global Rollouts wir in den letzten Jahren so erlebt haben.
09:05 Dennis Horn
Wirklich nicht viele. Aber ich weiß nicht, ob danach. Kann mir auch noch Real-Sachen absehen. Das sind nicht viele.
09:17 Gavin Karlmeier
Aber das sind alles immer nur so die ganz großen Bretter, die halt wirklich sofort ausgerollt werden und nicht bei so 5 bis 10 Prozent der NutzerInnen oder noch weniger. Plötzlich sichtbar sind und dann wird mal geguckt, was macht das eigentlich mit der Art und Weise, wie die Leute mit der Plattform umgehen. Ich finde das schon erstaunlich und es passt ganz gut eben in diese Zeit, und deswegen scheint es auch. So wahnsinnig gut angenommen zu werden, specifically for Teens, sagt er, glaube ich, ne? Besonders bei Teens. Weil für die ist das jetzt natürlich auch eine neue Welt, Microblonging
09:52 Dennis Horn
Super interessant. Und natürlich muss man aber dazu sagen: in dieser Funktion steckt ja nicht die Über diese kurze Nachricht hinausgehende riesige Funktionalität, wie es sie bei Twitter gibt. Mit Threads, mit diesen Kommentarsträngen, die sich da ranhängen. Klar gibt es bei Instagram Hashtags, aber darunter Ja, auch eher so ein Foto- und Video-Feed als eine Debatte, eine inhaltliche. Deswegen ist es schon nochmal irgendwie anders, aber es ist tatsächlich. Interessant im aktuellen Kontext. Ja. Soweit gehe ich mit. Das reicht mir. Gut. Also, mir ist aufgefallen, als ich meine Twitter-App geöffnet habe und ich habe vor zehn Episoden schon mal davon erzählt Also langsam komme ich mir vor, wie in Nummer 5 lebt. Oder wie die The Prisoner, diese Serie.
10:57 Gavin Karlmeier
Das sind alles so Querverweise auf Dinge, die passiert sind, bevor ich geboren bin, Dennis.
11:02 Dennis Horn
Ja. The Prisoner wurden nochmal neu aufgelegt. Aber ich komme mir so vor wie in so einer Welt, wo ich so immer in meine Twitter-App gucke und denke, ist doch alles in Ordnung. Was habt ihr alle? Es sieht immer noch so aus wie damals. Es hat sich nichts geändert. Also sämtliche Rollouts kommen bei mir bisher noch nicht so an. Und dann guckst du mal.
11:21 Gavin Karlmeier
Dann haben wir bei dir. Genau.
11:23 Dennis Horn
Und dann gucke ich in unseren Chat und dann schickst du mir Screenshots. Und jetzt, ähm, wir also drei Sachen habe ich jetzt heute gesehen. Vielleicht fangen wir mal mit der ersten an. Es gibt einen Button. Mit dem ich jetzt selbst festlegen kann, ob mir der View-Count überhaupt angezeigt werden soll oder nicht.
11:40 Gavin Karlmeier
Das, finde ich, weicht das natürlich noch viel weiter auf, dass dieser die Views jetzt. Also die sind ja schon immer kleiner geworden. Anfangs waren die ja da, wo vorher die Likes waren. Jetzt sind die da, wo man Sachen sieht, wie von welchem Device der Tweet abgeschickt wurde. Und jetzt gibt es die Möglichkeit, das auch noch auszuschalten. Also, ich glaube, wir können mit Fug und Recht behaupten, Der Versuch, Reichweiten als vergleichbare Metrik bei Twitter zu installieren, ist gescheitert. Das hat sich jetzt schon nicht durchgesetzt und es ist gerade mal so fünf Wochen lang online gewesen, dieses Feature.
12:10 Dennis Horn
Und wir sind nicht überrascht.
12:12 Gavin Karlmeier
Überhaupt nicht.
12:14 Dennis Horn
Kommen wir zum nächsten. Du hast dich durch Videos. gewischt, hoch und runter bei Twitter.
12:21 Gavin Karlmeier
Ich hab, wenn ich auf den auf den Suchen-Button bei Twitter klicke, also auf die Lupe, ähm, da wobei bei Instagram der Entdeckung-Feed ist, habe ich jetzt was Neues. Da sind nämlich nicht nur die Trends, die für mich vorsortiert sind, sondern auch Videos für dich. Sieh dir diese beliebten und trendigen Videos extra für dich an. Und dann sehe ich da so große Bubbles mit Videos. Und wenn ich da drauf tippe, dann bin ich in einer Ansicht, die mich doch an andere Videoplattformen erinnert, denn ich habe ein Vollbild-Video. Das eigentlich mal in einem Tweet war, kann aber durch nach unten Wischen quasi zum nächsten Video kommen. Es ist exakt das TikTok, ähm dass TikTok fiel und das ist doch schon wild, dass das jetzt so arg angekommen ist. Die Frage ist natürlich, wurde das jetzt neu gebaut? Lag das schon lange rum? Aber ich finde das schon eine erstaunliche Veränderung
13:10 Dennis Horn
Man könnte doch jetzt die den For You-Feed einfach da reinziehen. Und dann wäre alles gut, wie es ist.
13:20 Gavin Karlmeier
Ich frage mich so ein bisschen, wer das will. Also wer Twitter öffnet, um sich einfach mal so von den Videos der Menschen den Erfolg bespaßen zu lassen. Ich glaube, das passiert nicht. Also das Publikum ist nicht da für diese Funktion.
13:32 Dennis Horn
Nee, und irgendwie hintereinander zehn Talkshow-Ausschnitte zu sehen oder irgendwie sowas, bin ich mir auch nicht sicher, ob das die Plattform ist, die ich möchte. Okay, und dann hast du mir Screenshots geschickt, bitte da musst du mich mitnehmen, weil das habe ich nicht verstanden. Da geht es um einen Account oder so, Apple Hub, also so einen inoffiziellen, aber verbunden mit irgendwie der Möglichkeit, hier Gegengeld, Zusatzinhalte und allerlei anderen möglichen Follower-Service zu bekommen. Was ist das?
14:02 Gavin Karlmeier
Also Apple Hub ist eine Tech-News-Seite, keine besondere, bei dieser Seite ist mir nur als erstes aufgefallen, dass ich neben dem Folgenbutton einen lila rot schimmernden. Abonnieren-Button habe. . Das ist eine Möglichkeit, die man von anderen Plattformen auch schon kennt. Instagram bietet das auch schon an, dass man Creator in Geld gibt als Fan. für besondere Inhalte oder von Apple Podcasts kennt man das auch. Und wenn ich da drauf tippe, dann habe ich die Möglichkeit, Bonusinhalte für AbonnentInnen zu bekommen. Das ist noch nicht alles fertig übersetzt ins Deutsche, also bei manchen Sachen steht hier Get Access to Behind-the-Scenes Content, Early Access. Hot Takes and more. Es sieht aber ganz danach aus, dass wenn ich jetzt hier, wie am Ende steht, 4,99 Euro im Monat zahlen würde, um die Apple Hub zu abonnieren. Dann würde ich Tweets angezeigt bekommen, die nur AbonnentInnen sehen. Der Begriff AbonnentInnen ist dann natürlich wahnsinnig schwammig, weil der jetzt neben den FollowerInnen existiert. Aber so ist es halt. AbonnentInnen sind eben die Bezahlenden. Und dann kann ich eben diese Tweets sehen, es sieht aus wie so Circle-Tweets. Also die haben so ein lilanes Badge und darunter steht dann eben nur Abonnentinnen und können diesen Tweet sehen. Und ich erhalte ein öffentliches Abonnementabzeichen, das sobald ich bei denen, bei The Apple Hub, etwas kommentiere, das ein kleines, stilisiertes, lilanes Männchen hinter meinem Namen auftaucht. Ähm, alles für fünf Euro im Monat. Ich weiß nicht, wie viel davon bei die Apple Hub ankommen, welchen Cut Twitter sich da einkassiert und wieder so die Wege sind. Aber wir haben in den letzten Wochen immer wieder gesagt Dass es offenbar die Möglichkeit geben soll, CreatorInnen zu entlohnen. Auch Twitter hat gesagt, CreatorInnen sollen Geld mit Content verdienen können bei Twitter. Jetzt gibt es offenbar das erste dieser Features. Und es ist tatsächlich so ein bisschen diese Twitter-Antwort auf Onlyfans, die offenbar schon seit Monaten in der Schublade gelegen hat. Und die eine alte Bekannte entwickelt hat, nämlich Esther Crawford, die Produkt, eine Produktmanagerin bei Twitter, über die wir öfter schon gesprochen haben, die quasi die, ähm die sich im Schatten von Elon Musk nach oben geschleimt hat, kann man glaube ich so sagen.
16:04 Dennis Horn
Ja. Also erstmal, ich finde diese Formulierung abonnieren oder diesem Punkt, was steht da? Steht da abonnieren oder folgen. Das finde ich super interessant, weil ich vor einer Weile beim Thema Podcasts mit Kollegen darüber gesprochen habe. Dass es eigentlich sinnvoll wäre, von diesem Begriff Abonnieren wegzukommen und zu sagen, folgt unserem Podcast, weil Leute mit Abonnieren immer was mit Geld verm. . also verbinden und ob nicht auch so über die Jahre für die Podcast-Branche ein Problem war, dass man immer gesagt hat, abonniert unseren Podcast. Weißt du? Und hier geht es genau den anderen Weg.
16:46 Gavin Karlmeier
Mag sein.
16:48 Dennis Horn
Keine Ahnung, ob es stimmt, aber das.
16:49 Gavin Karlmeier
Ist eine Formulierung, die wir von Twitch kennen. Also bei Twitch gibt es genau die gleichen Begrifflichkeiten. Ja.
16:59 Dennis Horn
Was ich noch interessant finde in deinen Screenshots, die du mir davon geschickt hast, die. diesen Ton, den Twitter jetzt, also die, die Ansprechhaltung, die die jetzt haben. Unterstütze deine Lieblings-Accounts auf Twitter. Im Gegenzug erhältst du Bonusinhalte und zusätzliche Vorteile. Oder weiter unten finde deine Peers. Und Anerkennung. Du erhältst ein öffentliches Abonnementabzeichen, damit du stärker auffälst, leichter Anschluss findest und Verbindungen knüpfen kannst. Ich finde es super interessant. Das ist ja eine. So eine randschmeißerische Sprache, die man von Twitter bisher auch überhaupt nicht kannte. Also da stecken ganz anderer Ton mittlerweile auch drin.
17:41 Gavin Karlmeier
Das stimmt, ja. Und das hat sowas, ich fühle mich nahezu emotional erpresst, wenn ich das lese, weil ich das Gefühl bekomme, wenn ich das nicht mache, habe ich eben keine Anerkennung. Deswegen habe ich das natürlich sofort abgeschlossen, nächstes Abonnement.
17:53 Dennis Horn
Ich finde damit du den blauen Haken und das Filterament, weil du Weil du möglicherweise aber nicht zwingend wichtig bist von öffentlichem Interesse. Und das lila Männchen hast. Genau. Das finde ich fantastisch. Also, aber das sagt ja nicht nur allein etwas. Aus, wie sich Twitter jetzt verhält, sondern auch etwas darüber, was sie erwarten, was ein Bedürfnis der Nutzerinnen und Nutzer ist. So, und das finde ich schon interessant.
18:29 Gavin Karlmeier
Na, vor allem wird da ein anderes Bedürfnis unterstellt als das, was man sonst mit Twitter verbunden hätte. Also, sonst war es informiert sein, Unterhaltung finden. Und jetzt wird da gesagt, ich suche Anschluss, Anerkennung, Verbindungen, möchte auffallen. Also mir wird ein total anderer Zugang zu meinem Ego unterstellt in diesen neuen Formulierungen. Das ist eine schöne Beobachtung.
18:49 Dennis Horn
Genau. So, und dann bewegen wir uns weg von den Funktionen. Wir haben noch ein paar Dinge zum Unternehmen insgesamt und zu den Dingen, die da auf uns zukommen. Wir haben schon öfter über Twitter 2. 0 gesprochen. Das stand auf den Folien von Elon Musk auch irgendwie so ein bisschen so Boomer-Ding. 2. 0 ist schon durch eigentlich. Aber da war ja das Konzept drin enthalten in diesem Pitchsteck, das er mal hatte in der Präsentation. Dass er aus Twitter eine Everything-App machen möchte. Die, äh, die X-App, also so ein bisschen die Super-App, genau, gibt es verschiedene Namen für, so ein bisschen so dieses, auch das haben wir hier schon ausgebreitet. Die westliche Version von WeChat, eine App, mit der man alles erledigen kann und dazu gehört auch Geld überweisen und hin- und her schicken. Und dafür haben jetzt die Vorbereitungen begonnen. Eigentlich schon ein bisschen länger. Es gibt schon seit August ein Tochterunternehmen, das heißt Twitter Payments. Aber so ein bisschen Pace ist jetzt reingekommen nach der Übernahme von Twitter durch Elon Musk, denn Twitter hat damit begonnen, die Lizenzen dafür zu beantragen, als Bezahldienst zu fungieren und dafür Funktionen jetzt in die Plattformen einzubauen in Twitter. Die Financial Times schreibt darüber, hat auch eben nochmal dazu geschrieben, dass das eigentlich jetzt schon eine Weile auch Thema war. Wie gesagt, August, das war vor der Übernahme durch Elon Musk. Und innerhalb, also diese Anträge gibt es in einigen Bundesstaaten in den USA. Auch beim Finanzministerium der USA vorher noch so. Und innerhalb eines Jahres will Twitter das abschließen. In den USA und dann auch Märkte im Ausland angehen. Und die das ist interessant, weil das eben so einer der wichtigsten Bausteine dieser Super-App wäre.
20:54 Gavin Karlmeier
Ist natürlich total spannend, weil die Frage natürlich ist, was haben die eigentlich vor Payment Business? Also ist deren Ziel, dass ich auf Twitter anderen Menschen Geld schicken kann und wollen damit PayPal angreifen. einem Unternehmen, das Elon Musk maßgeblich mitgeprägt hat. Oder ist es sogar das Ziel, Zahlungen im öffentlichen Raum? zur Verfügung zu stellen, also Apple Pay, Google Pay angreifen. Ich halte das alles nicht für ausgeschlossen. Ich frage mich nur, wo da, also. Ob sie da tatsächlich einen Miet auf den Markt für sehen, den andere Apps jetzt gerade noch nicht befrieden können. Da bin ich doch sehr unsicher.
21:36 Dennis Horn
Ja, die Frage ist, ist das so eine direkte Need-Betrachtung oder steckt da so eher diese grundlegende Super-App-Vision hinter, von der Elon Musk einfach sagt und da gehört das dazu?
21:48 Gavin Karlmeier
Ja, sehe ich. Also klar, das wird die strategische Überlegung sein. Aber wenn es die Nied nicht gibt, wird es ja auch niemanden nutzen. Absolut. Ja, ja, ja. Auf der anderen Seite würde ich dir gerne Geld schicken via Twitter. Ein Unternehmen, das ich großes Vertrauen habe.
22:06 Dennis Horn
Aber ich sehe einen Nied. Und der ist bei Twitter selbst, weil das Unternehmen braucht Geld. Da haben wir schon drüber gesprochen. Ich fand noch einen interessanten Punkt von der Financial Times. Die darauf hingewiesen haben, dass das natürlich auch mittlerweile ein recht übersättigter Markt ist. Also es ist ja längst nicht mehr nur PayPal, mit dem du dir irgendwie Geld hin und her schicken kannst. Apple, ähm arbeitet da ja auch schon seit einer ganzen Weile daran, das weltweit über iMessage möglich zu machen. Zum Beispiel, andere Anbieter gibt es da genauso und Klar ist es heute dann auch noch zusätzlich einfacher, sich einfach mit der Banking App auch noch was hin und her zu schicken. Voll und Die Financial Times schreibt halt, da gibt es viel Konkurrenz, besonders in den USA. Also, das ist da auch nochmal eine andere Nummer als in Europa. Und die gesetzlichen Vorgaben sind bei Bezahldienstleistungen besonders strikt. Und die Financial Times fragt eben. Kann diese kleine Belegschaft von Twitter das alles überhaupt erfüllen? Das finde ich eine tatsächlich sehr treffende Frage. Ja, in der Tat. Weil dafür bräuchte es ja eigentlich ein komplettes Department. Klar, jetzt gibt es dieses Tochterunternehmen, Twitter Payments. Aber das funktioniert halt alles nur. wenn tatsächlich da wieder ein bisschen hochgesized wird in einem Zustand, in dem das eigentlich gerade überhaupt nicht möglich ist.
23:33 Gavin Karlmeier
Ja, ja, total. Die Frage ist ja auch, warum es dieses Tochterunternehmen geben muss. Also was das tatsächliche Unternehmensziel ist. Wenn das Unternehmensziel nur ist, im Zweifel eines Scheiterns nicht das komplette Unternehmen in den Konkurs zu des Konkurs zu ziehen, dann sieht man auch schon, wie da tatsächlich die Ambitionen gestellt sind. Also das weiß man natürlich nicht, aber welchen Grund sollte es sonst geben, als ausgerechnet jetzt für diesen diesen Apparat einen anderen Anderes Unternehmen aufzubauen. Aber vielleicht streben Sie auch noch eine Bankenlizenz an. Mal sehen.
24:05 Dennis Horn
Kontostand bei Twitter ist auf jeden Fall 300 Millionen Dollar niedriger, weil Twitter die erste Tranche bezahlt hat. Für diesen Kredit, Bloomberg schreibt darüber, die Deadline war wohl am 27. Januar Da wurden diese, wurde dieser Betrag fällig. Wir haben auch schon mal darüber gesprochen. Also irgendwie eine Milliarde hat Twitter an Mitteln gerade zur Verfügung. Und dann gibt es eben diesen Bankenkredit, der dabei geholfen hat. diese 44 Milliarden Übernahme von Twitter überhaupt zu wuppen für Elon Musk. Und für diesen Kredit wurden jetzt eben die ersten 300 Millionen US-Dollar fällig an sieben Banken. Das ist bedient worden und wir hatten ja schon mal gerechnet, wenn eine Milliarde da ist, 300 Millionen runtergehen pro Monat, Februar, dann haben wir noch 400 übrig. Ende März haben wir noch 100 Millionen Dollar übrig. Und im April wird es spannend. Das ist eine völlige Milchmädchenrechnung, aber. Ähm, zumindest diese 300 Millionen, die sind jetzt schon mal weg.
25:10 Gavin Karlmeier
So ist es. Und am Schluss bleibt die Frage: Was wurde eigentlich aus der Suche nach einem neuen CEO? Wir haben lange nichts mehr davon gehört. Ich bin gespannt, ob der noch diese Person einstellt, bevor Twitter zahlungsunfähig ist, oder ob er das komplett einmal.
25:24 Dennis Horn
Um ihr das dann zuzuschanzen ist. Interessant, ja. Schauen wir mal. Es bleibt spannend. Wir sind schon so ein paar Wetten hier eingegangen. Eigentlich müssen wir den Podcast nochmal durchhören, um die ganzen Wetten nochmal kurz zu notieren, die wir hier angegangen sind. Aber hier, das finde ich interessant genug, um auf denselben Fall zu wetten.
25:42 Gavin Karlmeier
Ah, das finde ich gut. Also freuen wir uns auf den zweiten Untergang von Sebastian kurz. Bis morgen. Bis morgen. Werbung Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt, doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt, dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams.
26:22 Speaker 5
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