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Folge 51 · 2. Februar 2023 · 36 Min.

Elon ist privat hier

mit Dennis Horn

Nachdem wir gestern eingeladen wurden, unser Erspartes an Twitter zu überweisen (dieser Satz ist eine dramaturgische Überhöhung), gibt es jetzt erste Anzeichen dafür, dass wir Twitter direkt auch noch ein Foto unseres Personalausweises mitschicken können (dieser Satz nicht!). Außerdem schauen wir auf echte unechte Gesichter, auf neue Social Networks und auf die Frage, was 2023 eigentlich aus dem Fail Whale wurde.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Grützi, Kevin! Gritzi miteinander. Hallo Dennis.

00:11 Dennis Horn

Wie geht's? Gut, ähm. Danke für das Gespräch. Also, äh, was soll ich sagen? Ich fühle mich wohl in Meiner Twitter-App, die. Ich bin gerade auch nochmal auf twitter. com gegangen. Also bei mir sieht ja immer noch alles aus wie vor einem Jahr. Dieter nur trendet, hat sich auch nichts geändert. Mir geht's gut.

00:34 Gavin Karlmeier

Schön. Nostalgisches Feeling. Guck doch nochmal bitte nach, ob du Twitter vielleicht versehentlich mit dem Internet Explorer öffnest. Bei mir sieht es nämlich jetzt gerade, wir nehmen das am Mittwochabend um halb sieben auf, wie folgt aus. Ich sehe eine weiße Seite mit einem kleinen blauen Vogel und darunter steht nur something went wrong, but don't fret. Let's give it another shot. Try again. Und neulade bekomme ich einfach nochmal die gleiche Seite.

00:58 Dennis Horn

Die moderne und aufgeräumte Version des Fail Whales.

01:01 Gavin Karlmeier

Absolut. Wahllos, aber es ist tatsächlich so, ja. Also mir Twitter ist down. Wir können nicht. Spannenderweise, TweetDeck funktioniert. Also bei TweetDeck bekomme ich auch noch Benachrichtigungen und alles. Aber Twitter selbst ist weg gerade. Auch mal ganz schön.

01:21 Dennis Horn

Wenn Twitter down ist, wo postet man das?

01:23 Gavin Karlmeier

Bei Mastodon.

01:24 Dennis Horn

Bei Mastodon, ne?

01:25 Gavin Karlmeier

Natürlich, selbstverständlich. Oder vielleicht bei Noster. Nosr. Noster. ist eine neue Plattform, die heute in den USMUS App Store gestartet ist. Und das ist eine Twitter-Alternative. Auf einem eigenen Protokoll und die ist dezentral. Kommt dir das irgendwie bekannt vor?

01:55 Dennis Horn

Irgendwas mit Irgendwas wie so ein Urzeitelefant. Uhrzeitkrebs, das soziale Netzwerk.

02:03 Gavin Karlmeier

Und Nostar, das ist spannend, begeistert Ed Snowden. Der findet es ganz toll. Ja. Und Jack Dorsey hat sich daran beteiligt und steckt auch dahinter der. Ehemalige Twitter-Chef und So, ja, ganz toll. Und es ist tatsächlich ein bisschen anders als Mastodon, denn es gibt dort nicht un, also nicht jeder kann eine Instanz starten, sondern du bist ein Relay. Es ist so ein bisschen eine Art Blockchain-Interpretation, das heißt, wenn irgendjemand seinen Server deaktiviert, dann bleibe ich auf allen anderen Servern immer noch existent. Weil ich so eine Public ID habe.

02:35 Dennis Horn

Sorry, ich musste bei Blockchain gehen.

02:37 Gavin Karlmeier

Aber ungefähr so funktioniert das. Und ich bin sehr gespannt, wie das angenommen wird, weil dadurch, dass es eine These, eine sehr interessante These. Ich könnte mir vorstellen, dass diese ganzen Right-Wing-Guys, die aus irgendeinem Grund von Twitter enttäuscht sind, dass die dahin gehen werden. Die Leute, die sich jetzt gerade über Mastodon aufregen, weil es ihnen nicht gefällt, dass die das interessant finden.

03:01 Dennis Horn

Ja, okay.

03:02 Gavin Karlmeier

Ist ein Gefühl.

03:04 Dennis Horn

Weil dieses Right Wing aber erweitert um die libertäre Blase und das ist da, wo wo die Blockchain ganz gut ankommt auch.

03:13 Gavin Karlmeier

Genau, und wo Jack Dorsey auch ganz gut ankommt tatsächlich. Und ja, ich glaube, da ist doch das Vertrauen in einen Edward Snowden vielleicht gar nicht so klein.

03:22 Dennis Horn

Ganz interessante These. Jack Dorsey hatte diese Pläne ja auch mal mit Twitter selbst. Also es gab so eine Zeit, wo er eher auf so einer Protokollebene gedacht hat und gesagt hat, eigentlich müsste Twitter Das Protokoll sein, sozusagen. Und es klingt ein bisschen danach, als hätte er dort jetzt dann diese Idee umgesetzt letztendlich.

03:43 Gavin Karlmeier

Äh, ganz genau. Und ich, also ich bin ganz gespannt, wie weit sich das verbreitet. Ich glaube halt, das ist halt. Also für die, die Bock auf eine dezentrale Alternative zu Twitter haben, die haben sie jetzt gerade schon. Der Zeitpunkt für diesen Start ist also in meinen Augen nicht ganz perfekt, aber wer bin ich denn schon?

04:03 Dennis Horn

Ja. Einmal Einmal beim Elternabend nicht aufgepasst, als jemand gefragt hat, wer schreibt das Protokoll und schon heißt ein soziales Netzwerk an.

04:14 Gavin Karlmeier

Gagschreibe-Team für diesen Podcast.

04:17 Dennis Horn

So, ich hab, also ist ja nicht das einzige neue soziale Netzwerk, nicht wahr? Richtig. Das andere heißt Artifact. Und das stammt von jemandem, über den wir hier auch schon mal gesprochen haben, nämlich Mike Krieger zusammen mit Kevin Sistrim. Das sind die beiden Gründer von Instagram, die jetzt diese Plattformen Vorgestellt haben, diese App erstmal vorgestellt haben. Artifact setzt sich zusammen aus Article und Fact. Und damit ist das schon ein Hinweis darauf, wo es lang geht. Das ist eine Art personalisierter Newsfeed. Unterstützt von künstlicher Intelligenz. Das klingt für mich so ein bisschen, wie sie das vorgestellt haben, dass da jetzt einfach so ein AI-Bubble drauf klebt, damit alle das irgendwie cool finden, offen gestanden.

05:05 Gavin Karlmeier

Muss gerade überall draufstehen, genau.

05:07 Dennis Horn

Ja, und Das funktioniert so, dass man zwei Feeds hat in dieser Artifact-App. Also vielleicht Déjà-vu-Gefühle aufkommen, dann Sprechen wir gleich mal, woran uns das erinnert. Es gibt einen Hauptfeed, der so eine Art, sagen wir mal, ein For You-Feed sein mag und der populäre Artikel anzeigt. Großer Medienhäuser, bis runter zu kleineren Bloggern, also alles, was populär ist. Und zu diesen Artikeln will Artifact dann Diskussionen mit Freunden ermöglichen. Und es gibt dann noch einen persönlichen Feed, sozusagen, der immer individueller wird, je nachdem, was Nutzerinnen und Nutzer anklicken, wem sie folgen. Woran erinnert uns das?

06:04 Gavin Karlmeier

Weißt du, woran mich das erinnere? Das ist jetzt, glaube ich, nicht das, an was du denkst, an mich erinnert das etwas an Samsung Upday. Das ist so eine Nachrichten, wie heißt das? Aggregator, genau. Nachrichtenaggregator-App, die relativ gut in Medienhäusern angenommen wird, weil sie so wahnsinnig viel Traffic generiert. Haben die nicht von Springer?

06:24 Dennis Horn

War da nicht irgendwie Christoph Käse, der Chef

06:26 Gavin Karlmeier

Ja, die hängen da drin oder hingen da jedenfalls drin, also genau weiß ich das gerade auch nicht. Aber mich erinnert das ein bisschen daran, nur eben erweitert um soziale Komponenten, was ich gar nicht so unspannend finde.

06:40 Dennis Horn

Kevin Sistram, das ist so der bekanntere der beiden Instagram-Gründer und jetzt Artifact-Gründer, sagt dieses System Soll qualitativ hochwertige Nachrichten und Informationen liefern. Und deshalb werden nur Verlage einbezogen oder auch Blogger, so lese ich das, die sich an redaktionelle Qualitätsstandards halten. Sistram betont, sowohl links- als auch rechts gerichtete Verleger würden einbezogen. Das ist ja immer, da habe ich Red Flag bei diesem Satz. Ähm, da gab es ja auch mal in Deutschland dieses, äh, diesen Aggregator, der so ein bisschen die Leute aus der Filterblase rausholen wollte und damit nur böse auf die Nase geflogen ist, weil dann da auch einfach Inhalte drin sind, die mit Qualitätsstandards nichts zu tun hatten, aber. Anderes Thema. So und ähm NTV zitiert Kevin Sistrim mit: Das Unternehmen scheue sich nicht davor, sein eigenes Urteil darüber zu fällen, wer dazugehört und wer nicht. So, noch eine Red Flag. Ja, also wir sollten doch mittlerweile gelernt haben, dass bei solchen Themen vielleicht so eine Art Guideline, die transparent ist, vorher erarbeitet werden sollte. Bevor man so ein Closed, ich weiß nicht, ob es wirklich ein Closed-Shop, aber es klingt sehr danach. Ja, einen Closed-Shop programmiert.

08:08 Gavin Karlmeier

Das Spannende ist, glaube ich, dass so Leute, die die Mainstream Medien so nennen und ablehnen. Ich glaube, dass für solche Leute die Formulierung, es werden nur Medien aufgenommen, die sich an redaktionelle Standards halten, auch als Red Flag empfunden wird. Das heißt, ich könnte mir vorstellen, dass das damit jetzt schon eigentlich alle Publikümer gleichzeitig abgestoßen hat.

08:29 Dennis Horn

Ich wollte gerade fragen, sind die Red Flags wenigstens gleich verteilt? Genau.

08:34 Gavin Karlmeier

Wir müssen uns das natürlich anschauen, aber erstmal klingt das tatsächlich so, als wäre da jetzt erstmal Tür und Tor offen für Menschen, die jede Art von Naja, Fakt hätte ich fast gesagt, aber es ist wahrscheinlich mehr leider als das. Ähm, publizieren. Ich bin gespannt.

08:50 Dennis Horn

Schwer das in diesen ersten Tagen jetzt irgendwie zu bewerten. Also wir gehen hier nur vom Ankündigungstext sozusagen aus. gepostet auf Instagram mit so einem funky Teaser Reel gestern. Und man kann sich jetzt mit seiner Telefonnummer bei diesem Dienst vorab registrieren. Das habe ich getan. Und wenn man da reinkommt, sprechen wir wahrscheinlich nochmal drüber. Also natürlich wollte ich eben auf TikTok hinaus. TikTok für News. Und wir haben ja schon. . Bei Instagram Notes diese Anmerkung von Adam Mossari besprochen, der sagte, das funktioniert gut, vor allem bei Teens. Und hier frage ich mich jetzt auch, wofür ist das eigentlich die Konkurrenz? Was heißt das für Twitter?

09:41 Gavin Karlmeier

Ja, ich ähm kann das natürlich auch ganz schwierig einschätzen, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese Ach, ich weiß es auch nicht, aber dass diese Ankündigung mit Instagram Notes einen Tag vor diesem großen Release von Artifact kommt, eine textbasierte Plattform, die sich an eventuell Jüngere richten soll. Das kann auch kein Zufall sein. Das weiß man aber nicht.

10:04 Dennis Horn

Das fand ich schon interessanter als deine Theorie, dass das hier irgendeine Antwort auf Twitter wäre. War das vielleicht einfach ein Move, um Artifact zuvorzukommen?

10:14 Gavin Karlmeier

Mag sein. Spannend, auf jeden Fall. Was haben wir noch dabei heute? Genau, wo du gerade sagtest, man muss sich ja auch an Regularien halten, bevor man zum Closed Shop wird. Gibt es Neuigkeiten von Elon Musk? Mal wieder, endlich. Der hat sich nämlich getroffen mit Thierry Breton, dem EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, den haben wir ja schon öfter erwähnt.

10:36 Dennis Horn

Und er folgt ihm bei Twitter jetzt. Erfolgt, genau.

10:39 Gavin Karlmeier

Er folgt dir mal Twitter und ich glaube deine Backofen an der Pizza ist fertig. Ja, ja, ich hol die gleich raus. Ja gut. Ähm, dann müssen wir schnell machen. Die haben sich getroffen. Er folgt ihm jetzt auf Twitter. Übrigens erfolgt auch Daniel Eck von Spotify jetzt auf Twitter. Eine These dazu. Entweder gibt es da eine Art Kooperation zwischen Spotify und Twitter. Gibt es bislang nicht. Oder aber, der war auch in diesem Treffen dabei, das könnte ich mir nämlich auch vorstellen. Elon Musk hat sich nämlich mit Thierry Breton getroffen und hat mit ihm die Datenschutzrichtlinien und die. generellen Richtlinien für digitale Angebote besprochen und die Ziele von Transparency, Accountability und Accuracy of Information. und hat gesagt, die Ziele der EU sind aligned with ours, also sind eigentlich entsprechend denen, die Twitter auch hat. Und er sagt, dass für diese die Umsetzung dieser Ziele oder das Erreichen dieser Ziele die Community Notes elementar seien. Jetzt sind die Community Notes ein Feature, das so funktioniert, dass jeder zu jedem Tweet schreiben kann, also zu publizierten Tweets schreiben kannst du nachrichtlichen Tweets, das ist eine Unwahrheit und wenn möglichst viele Leute entsprechend sagen, diese Community Note ist hilfreich und richtig, dass die dann unter diesem Tweet angezeigt werden wird. So ist die Kurzfassung von Community Notes. Ob das jetzt tatsächlich dazu führt, dass Transparency, Accountability und Accuracy of Information damit erzielt werden. Ist nur auf dem Papier erstmal zumindest möglich, aber noch nicht garantiert, würde ich sagen. Hm.

12:12 Dennis Horn

Keine Meinung dazu.

12:13 Gavin Karlmeier

Das ist völlig in Ordnung. Ich frage mich auch, wie dieses Treffen tatsächlich abgelaufen ist, wenn er diesen EU-Chef trifft für genau die Dinge. die ihm in die in die in die nehmen die karten spielen eben nicht wie nennt man das denn in die Ich weiß auch nicht. In die Speichen treten könnte? Stöcke in die Speichen halten. So. Ob das tatsächlich so ein positives Gespräch war von vornherein, weiß ich nicht, weil der hat Elon Musk und Twitter ja schon relativ früh angezählt und zwar schon im April. gerade mal erwogen wurde, dass Elon Musk Twitter kaufen könnte, hat er ja schon gesagt, also diese Umsetzung dieser Richtlinien seien weiterhin extrem wichtig.

13:02 Dennis Horn

Ich habe letztens mich unterhalten mit einer Psychologin, die sich so auf digitaler Ebene mit Communities beschäftigt. Und jetzt nochmal so zu den Community-Notes. Die hat erzählt, dass dieses System, jetzt mal so grundsätzlich gesprochen, funktioniert. Okay. Also er hat gesagt, ähm Ein Vorteil eines solchen Ansatzes ist, der bekommt aus jedem Lager breite Zustimmung und wird als vertrauenswürdig angesehen. Also noch lange vor unserem Podcast habe ich immer so ein bisschen Fragezeichen dran gemacht, so der Community das jetzt auch noch überlassen. What could possibly go wrong? Aber vielleicht stimmt hier die Policy, die dahinter liegt. Und sie erzählt halt, dass es auch Forschung gibt, die sagt, dass so ein Ansatz im Grundsatz das zustande kommt Von Berichtigungen von Desinformation. Ähm Verbessert. Das scheint zu funktionieren. Das reduziert Desinformationen. Auf Twitter sagte sich glaube ich so um ein Viertel. Und ich fand das super interessant, weil das tatsächlich eine Geschichte ist, der ich eher immer kritisch gegenüberstand und natürlich jetzt auch theoretisch die Policy unter Elon Musk Auch leiden könnte so und da hatte sie gute Worte für und das fand ich interessant.

14:42 Gavin Karlmeier

Ja Super interessant. Wird natürlich die Realität zeigen müssen, wenn das Feature so richtig ausgerollt ist, auch bei uns. Aber Erstmal klingt das schlüssig und möchte ich glauben. Also das klingt ja positiv. Ehrlicherweise halte ich mich aber auch an vielen Strohlenn fest, die ich glauben möchte.

14:59 Dennis Horn

Ja, das geht uns so.

15:01 Gavin Karlmeier

Wir müssen noch kurz in die Welt der Features einsteigen. Absolut. Denn Code-Tweets werden eingestellt. Falls ihr euch fragt, was ist das? Habt ihr natürlich vollkommen recht, das Feature ist nie bei uns so richtig angekommen, sondern wurde nur getestet. Das ist die Möglichkeit, wie wir es von Instagram kennen, einen Tweet mit zwei Absender-Accounts. Zu veröffentlichen. Also, wir hätten zum Beispiel, wenn du jetzt noch twittern würdest, könnten wir gemeinsam einen Tweet schreiben und der wäre dann von uns beiden abgesendet. Sagt man das so? Ich glaube ja.

15:29 Dennis Horn

Ja, und das, also ich habe mich immer gefragt, warum Bei Instagram erscheint mir das sinnvoll, weil man das, was man da ja macht, auch in einer völlig anderen Art und Weise plant und überlegt, als so einen Tweet mal so schnell rauszuhauen. Und bei dieser Planung und Überlegung spielen dann ja auch Dinge eine Rolle? Wo taggt man das? Gebe ich eine Werbepartnerschaft ein? Also da gebe ich ja einfach noch sehr viel an in diesem Prozess. Und eben vielleicht auch ist das irgendwie ein Co-Posting mit jemand anderem zusammen. Und das erscheint mir irgendwie auf so einer Plattform wie. . Twitter so Fehl am Platz in ihrer Geschwindigkeit, in der der Inhalt da völlig unstrategisch erstellt wird. Ich frage mich, ob das irgendwie ein Grund war, aber das war immer so mein Gedanke dabei.

16:15 Gavin Karlmeier

Stimmt total, und es ist ja auch so, rein theoretisch. Das ist jetzt, ich spreche jetzt als Twitter-Nutzer vor November 2022 hätte ein Retweet ja auch schon dazu geführt, dem Tweet genau dieselbe Reichweite zu geben, wie ich sie mit meinem eigenen Tweet. Erreicht hätte. Das heißt, dementsprechend gibt es diesen Mehrwert auch gar nicht von diesem gemeinsamen Absenken Ich finde aber trotzdem auch spannend, dass sie eingestellt werden wieder, dieses Feature, weil ich eher gerade das Gefühl habe, gerade wird so mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Jedes Feature, das man sich vorstellen könnte, wird installiert und etabliert. Wie auch das nächste, Twitter testet gerade Reactions. Also dass ich nicht nur mit einem Like reagieren kann, sondern auch mit einem Klatschen, einem Herz, einem skeptisch schauenen Emoji, so wie wir das von Facebook kennen.

17:03 Dennis Horn

Wird einfach alles ausgepackt, was es auf anderen Plattformen eher auch schon gibt.

17:06 Gavin Karlmeier

Ja, ganz genau. Das ist toll.

17:09 Dennis Horn

Also ich meine von. Dem Like als Favorisieren, als Bookmark setzen, hat man sich ja eh schon über längere Zeit verabschiedet, auch wenn jetzt irgendwie stille Bookmarks und so weiter, bla, aber so das Zentrum war ja immer jetzt zuletzt ein Like, das man setzt und ähm Ich finde es eigentlich nur konsequent, das so zu machen. Ist okay, kann man so machen. Sage ich dazu.

17:37 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, das, was viele Leute, glaube ich, Vorsicht, Bauchstudie, was viele Leute, glaube ich, von Facebook abschreckte, immer weil die Vielfalt an Funktionen, dieses Überladende.

17:51 Dennis Horn

Ja, da können wir mal kurz drüber sprechen. Das ist interessant. Facebook kommt mir. Auch in dieser Optik, ne?

17:58 Gavin Karlmeier

Ja.

17:59 Dennis Horn

So dieser leichten IT-Optik. Facebook kommt mir vor, wie das Microsoft der sozialen Netzwerke von heute. Dieser fette, überladene Bombast, ähm, durch den wir uns in Windows und in Office Und so weiter kämpfen mussten, wo dann keiner mehr Bock hatte, weil das alles einfach keinen Spaß macht und so ein Bürokratending ist. So kommt mir Desktop, eigentlich auch App Facebook vor. Und es ist interessant, was du da sagst, weil Twitter ja im Grunde gerade komplett aufgebohrt ist und auch diese klare Strukturiertheit damit irgendwie verliert, die es immer so ein bisschen hatte. Und auf der anderen Seite ist das genau dasselbe, was ich gerade bei Instagram sehe, wenn Adam Mosseri wieder mit Videos rumspukt. Weißt du? Das ist ja genauso. Also, das wird ja in einer ähnlichen Art und Weise. Von einem anderen Status aus kommt, klar. Aber gerade aufgebohrt und auch da stelle ich mir exakt diese Frage.

19:06 Gavin Karlmeier

Ja, nur bei Instagram habe ich so ein bisschen das Gefühl, da wird viel behutsamer mit Ladenschiffs umgegangen. Also wir haben gestern darüber gesprochen, wie selten eigentlich ein globaler Rollout ist. wie die Funktion können wir in eine Hand abzählen, die so tief eingreifen, dass sie Instagram verändert hätten in den letzten Jahren, weil sie eben so umfangreich ins System eingreifen wie Reels oder meinetwegen sogar Shopping. weil sie einen prominenten Platz in der Navigation haben. Jetzt war Twitter aber ja eben tatsächlich, glaube ich, für viele deshalb auch so interessant, mich eingeschlossen, weil es so kompakt ist, war. Es war sehr einfach. Ich konnte ein Bild posten, ein Video, ich konnte auch einen Text schreiben, aber es war sehr klar, es ist kurz, kompakt, man folgt sich oder man lässt es. Das war Twitter. Und dadurch, dass es jetzt so viele neue Features gibt, auch in den letzten Tagen, wie zum Beispiel oder in den letzten Monaten, wie diese Circles, die hinzugekommen sind, wie das Abonnieren, dieses Super Followen, über das wir gestern gesprochen haben. wie die langen Videos, die jetzt dazu kommen, eine Video-Empfehlfunktion, die dazwischen irgendwie noch rumgeistert. Also durch diese wahnsinnig vielen Funktionen wird Twitter halt so behäbig. Während Facebook lustigerweise, gut, dass wir darüber sprechen Nach und nach alle diese Features einstellt. Also, ich bekomme regelmäßig auch Push-Nachrichten von Facebook, wo gesagt wird, diese Funktion hast du mal benutzt, die wirst du zum 1. 3. nicht mehr benutzen können. Das heißt, da wird gerade massiv verschlankt und diese beiden Plattformen gehen jetzt Komm aus unterschiedlichen Richtungen aufeinander zu. Finde ich irgendwie sehr spannend.

20:30 Dennis Horn

Ja, interessante Beobachtung. Gleichzeitig frage ich mich, also müssen wir nicht drüber sprechen, das ist eine Wahnsinnsgeschwindigkeit gerade bei Twitter.

20:38 Gavin Karlmeier

Ja.

20:38 Dennis Horn

Gleichzeitig frage ich mich, ob so eine Änderung bei Apps, also so ein immer weiterentwickeln, und zwar nicht nur weiterentwickeln, sondern auch ausentwickeln und breiter machen, nicht auch echt irgendwie dazugehört. Also William, muss mich gerade an meine Koch-App, völlig aus dem Zusammenhang hier was zu nehmen, aber Meine Koch-App nervt mich zum Beispiel, weil es da genauso ist. Also überall wird es immer aufgebohrt und noch mehr und weitere Funktionen und so weiter. Und ich frage mich, ob Es da eine Mechanik gibt, die auf diese Unternehmen wie ein Zwang wirkt. Man muss das machen, weil man die Erfahrung gemacht hat, wenn man es nicht macht, verliert man irgendwie.

21:22 Gavin Karlmeier

Ich glaube, diese Mechanik nennt sich Kapitalismus. Das ist Wachstum. Und wenn du mit dem bestehenden Prinzip nicht wachsen oder expandieren kannst brauchst du neue Ideen. Also ist meine These, weiß ich nicht. Aber das Problem ist natürlich, in meinen Augen riskiert man damit auch bestehendes Publikum, das eben manchmal genau das zu schätzen weiß. Eine Überschaubarkeit, eine Kompaktheit.

21:47 Dennis Horn

Hast du die große Schleuder nochmal rausgeholt?

21:49 Gavin Karlmeier

Hab ich nochmal die große Schleuder rausgeholt. Ich bin aber längst noch nicht am Ende mit meiner Schleuder. Ihr habt nämlich noch. Ich habe einen kleinen Tweet, das ist aber nur eine Randnotiz. Das war eine Antwort von Elon Musk auf einen anderen Tweet. Und zwar erwägt Twitter etwas, über das wir hier schon öfter diskutiert haben und nicht so genau wissen. wussten, ob das jetzt kommt oder nicht, nämlich die Überlegung, Add Revenue Share for Creators zu gewähren sozusagen. Bedeutet, wenn ich ein Thread schreibe und in diesem Thread tauchen zwischen zwei Tweets von mir eine Werbung auf, dann werde ich an den Einnahmen in dieser Werbung beteiligt. Das finde ich interessant. Okay, ja.

22:32 Dennis Horn

Also das ist interessant. Das erinnert mich ein wenig an den Move von Facebook, der da mal gemacht wurde. Zu sagen, wir blenden Videos, Werbung in Videos, an der wir euch beteiligen, erst nach 90 Sekunden ein. Und dann haben die Leute immer begonnen, längere Videos zu machen. Also das kann natürlich auch ein Move sein, der sozusagen aus einer Content-Notwendigkeit besteht, nämlich der Ansicht, wir haben hier zu wenig. Also beteiligen wir die Leute jetzt so. Weißt du?

23:03 Gavin Karlmeier

Ja, total. Es kann sein. Also es wird alles natürlich keine. Es ist jetzt kein altruistischer Move von Twitter, sondern natürlich ein notwendiger und der auch so ein bisschen in diesem War on Talents stattfindet, nämlich wie kriege ich die Leute dazu, bei uns Inhalte zu veröffentlichen. Ich glaube aber, dass sie diesen Krieg damit gar nicht gewinnen werden. Ich glaube, das ist ein kleines Gimmick. das aber ein Anreiz sein kann und der aber finde ich eine Veränderung in der Kommunikation ist, weil wir bislang das zwar immer vermutet haben, dass sowas kommen könnte, Die ganzen Ankündigungen, wie Creator entlohnt werden, aber eigentlich immer im Modell waren Geld von NutzerInnen, das direkt an Creator weitergereicht wird. Jetzt auch noch an die Twitter-Money ranzukommen, ist natürlich da eine neue Eskalationsstufe.

23:52 Dennis Horn

Absolut. Also bei Facebook war das ja ähnlich. Da hatte man dann auch einen Hintergedanken, man wollte dieses Facebook Watch. wachsen lassen, brauchte dafür sehr viel Content und am Ende zündete das alles auch nicht so, wie Facebook sich das vorgestellt hat.

24:06 Gavin Karlmeier

So ist das. Ich möchte mit dir nochmal kurz über Twitter Blue sprechen. Da gibt es nämlich zwei Veränderungen. Wir haben ja immer wieder darüber gesprochen, dass es eigentlich relativ unklar ist, wie dieser Verifikationsprozess tatsächlich aussieht. Es gab mal eine Ankündigung von Twitter, dass du mehr Reichweite bekommst, wenn du als Mensch identifiziert bist. Auch da gab es nie mehr Details drüber, außer dass diese als sich als Mensch identifizieren, äh, Mechanik irgendwann kommen wird, wie auch immer. Dann war der Verifikationsprozess für Twitter Blue, nämlich die das Kriterium für den blauen Haken, eigentlich nur eine SMS mit einem Zwei-Tage-Prozess, der völlig unklar war, außer irgendwann kriegt man halt den Lon Haken, weil halt irgendein Team gesagt hat, du bist ein Mensch. Jetzt gibt es da zwei Neuigkeiten. Eine, die Er irgendwie bitter ist und ins Bild passt. Eine, die ein bisschen die Augen öffnet. Ich fange mit der letzteren an Und zwar gibt es jetzt Screenshots, dass Accounts während neben ihrer Twitter Blue-Verifikation auch noch eine ID. Verification angezeigt bekommen können. Also du klickst quasi auf das blaue Häkchen bei diesem Verified Account und darunter steht noch Verified Because it's subscribed to Twitter Blue. Und darunter noch neigene, ein eigener Bullet Point. Und daneben steht: This account is ID-verified. Das heißt, mit einem Ausweis, mit einem Pass verifiziert. Ja. Das ist natürlich wild, oder?

25:33 Dennis Horn

Ich finde das interessant, weil das heißt doch im Umkehrschluss, dass die Verifizierung auch an Leute geht, deren ID nicht verifiziert wurde.

25:45 Gavin Karlmeier

Exakt, richtig.

25:46 Dennis Horn

Und war das nicht immer angekündigt, dass man die Identität der Leute prüft?

25:51 Gavin Karlmeier

Ja, es könnte natürlich sein, dass diese ID-Verifizierung ein weiterer Prozess ist, um Accounts glaubwürdig werden zu lassen, der aber existiert neben diesem bestehenden Verifikationsprozess. Also du kannst verifiziert sein als Accountinhaber und verifiziert sein als Mensch. Aha. Nehme ich an. Okay. Ja. Ähm, finde ich, finde ich sehr bemerkenswert, finde ich spannend, vor allem, was das, wenn man das mal alles zusammenwerft Im Umkehrschluss bedeutet, nämlich die Ankündigung, man dürfe nur noch zehn Accounts haben pro Person. Die Ankündigung, dass deine Sperre, dein Ban auch über deinen Account hinausreichen kann, wo immer die Frage war, wie wird das eigentlich geprüft. Die Auskündigung. Ich muss sagen, dass du eben als verifizierter Mensch mehr Reichweite bekommen kannst, über die wir hier Ende letzten Jahres mal gesprochen haben. Wenn man das alles zusammenschmeißt, kommen wir in eine Welt. . früher oder später, wo du dich eigentlich bei Twitter mit einem Ausweis verifizierst, dann kannst du verifizierte Zahlungen an deine FreundInnen und an VerkäuferInnen schicken. Und hast dafür noch ein bisschen mehr Reichweite, weil Twitter ein Foto von deinem Personalausweis an ihrem Server anliegen hat. Das ist jetzt mal so die Zusammenfassung, was dieses kleine Badge tatsächlich bedeutet.

26:59 Dennis Horn

Ja, das, also. . Ein bisschen ist das ja der Traum von CDU-CSU-Innenministern, was soziale Netzwerke auch angeht. . Das war doch mal so in der Debatte, ne? Also ja, wenn es hier Hate Speech und Fake News gibt, dann äh. Schaffen wir einfach ein Gesetz, dass die großen Plattformen für jeden Account einen Personalausweis hinterlegt haben müssen.

27:22 Gavin Karlmeier

Dann bist du auch bei einer Kleinamtpflicht übrigens.

27:25 Dennis Horn

Ja, da hat man dann immer gesagt, nee, das Pseudonym gilt weiter, das muss nur im Hintergrund abgelegt sein beim Betreiber. Das war so die politische Idee, an die ich mich erinnere. wo dann digitale Bürgerrechtsaktivisten gesagt haben, nee, das geht nicht für Minderheiten zum Beispiel. Die sonst denken, sie könnten sich da nicht frei äußern und die Traute nicht haben, aber natürlich auch in anderen Ländern wo Menschen auch unterdrückt werden. Und das kam dann auch so nie, aber das war mal ein ernsthafter Vorschlag in der politischen Debatte. Und im Grunde setzt Elon Musk so ein wenig dieses Szenario jetzt um.

28:12 Gavin Karlmeier

Ja, und das ist halt total besorgniserregend. Also wenn ich bei Twitter nur noch auf meine, auf meinen Reach komme, wenn ich mit einem Personalausweis verifizieren kann, dann hast du tatsächlich nur noch die Leute, die nicht zu befürchten haben mit dem, was sie dort veröffentlichen.

28:25 Dennis Horn

Es ist besorgniserregend, ich finde es aber auf so einer sachlichen Ebene auch einfach interessant, weil das natürlich jetzt Ein wenig dann auch der Testlauf für solche Ideen ist, mit denen man dann im Anschluss auch argumentieren kann.

28:39 Gavin Karlmeier

Total. Und ich finde, es lässt aber tief blicken, wohin diese super App ähm schlittert, nämlich in eine Art App für alles und das meint hier sprichwörtlich alles, also du damit auch dich früher oder später als Mensch ausweisen kannst. Tatsächlich viel näher an WeChat, als man sie glauben könnte.

29:00 Dennis Horn

Ja, wir haben gestern über die Bankdienstleistungen gesprochen. Und gut, das gehört natürlich jetzt auch dann dazu, wer so etwas nutzen möchte über so eine App, der braucht dann auch ein Perso da hinterlegt. Also das klar.

29:12 Gavin Karlmeier

Das deutsche Modell wird dann übrigens mal kurz noch zur Postfiliale gehen, um sich für seinen neuen Twitter-Account verifizieren zu können. Postident for the win. Ähm, wir bleiben aber im Cosmos Twitter Blue. Es sind jetzt Accounts aufgetaucht, die ein blaues IKIN haben, weil sie verifiziert sind nach dem bisherigen Twitter Blue-Verifikationsverfahren. Die aber offenbar allesamt nicht existieren. Also da ist zum Beispiel Dr. Ari Rubin, Harvard Graduate, Epidemiologist. der sich mit Politik auseinandersetzt in der Kategorie Medical and Health für sein Account gespeichert, hat einen blauen Haken, weil er verifiziert bei Twitter ist. Das Problem ist, diese Person existiert nicht. Es gibt Dr. Ary Rubin nicht und der Mensch, der auf diesem Bild zu sehen ist, ist ein G-A-N-Gener- äh-generated. Profile Picture. Tree-Foto. Genau, ein Foto, das man auch selber generieren kann, wenn man auf www. thispersondoesnot exist. com geht. Da werden solche Fotos generiert und also Viele von euch haben das bestimmt schon mal gesehen, die Menschen sehen manchmal ein bisschen gruselig aus, oft aber sehr echt. Und es gibt offenbar einige von diesen Dr. Rubins, die genau diese diese Bilder gewählt haben, Namen gewählt haben, die sie sich ausgedacht haben und die dann aber von Twitter Blue als authentisch verifiziert wurden.

30:30 Dennis Horn

Aber noch nicht als authentisch mit ID.

30:33 Gavin Karlmeier

Das richtig.

30:36 Dennis Horn

This ID does not exist. Ja, also schon interessant, aber ich meine, überraschend da jetzt auch nicht selbstverständlich ist, dass Bullshit wie sie sich das vorstellen, weil es ja eine völlig andere Manpower bräuchte, um und Womanpower, um das irgendwie umzusetzen. Und tatsächlich verlässlich zu kontrollieren, ob da echte Personen hinterstecken, als die, die Twitter jetzt hat, weil Elon Musk einfach alle Leute, die sich mit sowas hätten beschäftigen können, aus der Content-Moderation gefeuert hat.

31:10 Gavin Karlmeier

So ist es ja. Und es noch ein kleiner Nachtrag, dass manche von diesen Accounts natürlich auch als politische Trollsystem. . genutzt werden. Ist wahrscheinlich nicht überraschend dazu. Klar, es gibt niemanden, der das moderieren kann. Und das wäre aber so ein Ding, das wäre mit einer Google-Suche, wäre das Problem ja behoben. Aber wenn jemand da ist, der es machen kann, schade. Und dann gibt es noch eine Kleinigkeit, und zwar, die vielleicht auch keine Kleinigkeit ist, die aber auch so ein bisschen zeigt, wie groß das Verständnis. von Elon Musk für sein eigenes System ist. Und zwar ist gestern Abend, also am Dienstagabend, vorgestern, wenn ihr das hier hört, vorgestern Abend bei einigen libertären Accounts eine These aufgetaucht. Vorne weg der Account Libs on TikTok, der war ganz lange suspended, wurde dann quasi, hat eine Armee. ist Amnestie erfahren, ist jetzt wieder da, verbreitet immer noch dieselben Dinge wie vorher. Und hat die These aufgestellt, dass dieser Account keine Reichweite mehr bekommt, weil er public ist, hat ein Schloss vor das Account gesetzt, äh, vor den Account gesetzt und Elon Musk hat es gelesen und hat geschrieben, das findet er interessant. Irgendwas stimmt da wohl nicht, das möchte er jetzt selber ausprobieren. Und hat seinen eigenen Account auch auf Privat gestellt und hinter ein Schloss gesetzt. Einfach wie er selber schreibt, um zu testen. ob seine privaten Tweets mehr Sichtbarkeit bekommen als seine Public Ones.

32:32 Dennis Horn

Moment, heißt das, wenn ich public twitterere dann knickt der Algorithmus mir so sehr die Reichweite ab, dass ich lieber auf Privat umstelle und wenn ich auf Privat umgestellt habe. . bekomme ich bei meinen Followern mehr Chancen.

32:50 Gavin Karlmeier

So ist die These.

32:51 Dennis Horn

Im Algorithmus. Das heißt, da ist der Algorithmus irgendwie schief, wenn diese These zustimmt. Wenn die These zutrifft.

32:57 Gavin Karlmeier

Zutrifft, genau. Viele sagen schon, das ist wahrscheinlich ziemlicher Quatsch. Also es gibt dafür keine Anhaltspunkte, zumal du ja dem Tweet keine Reichweite durch Retweets mehr geben kannst, wenn du auch privat bist. Man muss aber auch dazu sagen, dass dieser Tweet mit der Ankündigung, dass er seinen Account privat setzt, inzwischen 18,7 Millionen Impressions hat, denn der Viewcount, sofern er stimmt, gibt dir diese Zahl aus. Der Tweet davor hat nur 5,8.

33:22 Dennis Horn

Ja, gut.

33:23 Gavin Karlmeier

Auf der anderen Seite wird natürlich über diesen Tweet viel gesprochen.

33:26 Dennis Horn

Ja, und das sind so algorithmische Effekte, die man halt wirklich an jeder Social Media Ecke bespricht. Kann das zusammenhängen mit dieser Diskussion, die wir schon einmal geführt haben, dass die Tweets geschlossener Accounts nicht mehr geschlossen waren, sondern auch von außen sichtbar?

33:46 Gavin Karlmeier

Superspann, könnte natürlich sein. Wissen wir nicht. Aber kann natürlich ein Zusammenhang geben. Ich glaube, überhaupt mit diesem ganzen System der privaten Accounts ist irgendwas nicht in Ordnung, wenn solche Dinge zumindest beobachtet werden.

34:01 Dennis Horn

Ein Glitch in der Codebasis, mal wieder.

34:04 Gavin Karlmeier

Mal wieder. Vielleicht nicht der letzte. Und damit bin ich aber am Ende mit meinen Themen.

34:09 Dennis Horn

Ja, ist ja okay, oder? Ich glaube auch.

34:11 Gavin Karlmeier

Das war schon eine Menge.

34:14 Dennis Horn

Mir fällt auf, also jetzt so, sagen wir mal, über die letzten anderthalb Wochen. Dass die Zahl, also die Taktung neuer Funktionen und Dingen, die online gestellt werden und sich bei Twitter so in der Oberfläche ändern, dass diese Schlagzahl höher wird. Gar nicht mal allein, dass man sagt, wow, da ist aber jetzt ein Feature-Fest oder so bei Elon Musk, sondern Auch einfach, dass wir darüber diskutieren müssen, weil es wieder Fehler und so weiter gibt. Aber also da erhöht sich gerade irgendwie eine Taktung gefühlt. Und das finde ich interessant zu beobachten.

34:52 Gavin Karlmeier

Finde ich auch spannend, vor allem weil man ja überlegen könnte, woran das liegt. Zum einen kann das daran liegen, dass diese ganzen halbfertigen Dinge, die er übernommen hat, vielleicht jetzt fertig sind. Nach den paar Monaten. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass er natürlich gerade so ein bisschen in schwierigen Fahrwassern ist. und der Plattform irgendwie frischen Wind geben muss und sie irgendwie attraktiv machen muss und so ein bisschen darauf hofft, diesen Instagram Stories Moment zu haben, der die ganze Nutzungserfahrung So ein bisschen auf den Kopf stellt und Twitter in ganz neue Sphären schiebt.

35:22 Dennis Horn

Kann ich mir auch vorstellen. Wir werden sehen, wie viele Funktionen uns morgen wieder erwarten.

35:29 Gavin Karlmeier

Oh Gott, ich freue mich. Bis morgen.

35:30 Dennis Horn

Bis morgen.

35:33 Gavin Karlmeier

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